[Der 18. März] 

[,„Neue Rheinische Zeitung“ Nr. 249 
vom 18.März 1849, Zweite Ausgabe] 

* Köln, 18.März. Wir gestehen unsern Lesern, daß wir heute keinen Leit- 
artikel zu schreiben wissen. Die Berliner Märzrevolution, dieser schwache 
Nachhall der Wiener Revolution, hat uns nie begeistert. Berlin sang am 
19.März 1848: „Jesus meine Zuversicht!“ Wir raten dem braven Berlin diesmal 
am 18.März zu sagen: „Wrangel meine Zuversicht!“ 

Die „Neue Rheinische Zeitung“ wird erst am 25. Juni ihr Jahrgedenken 
feiern. [37] 

Und was wird die „Kölnische Zeitung“ #!! tun, d.h. die „kölnische Bour- 
geoisie" ? 

Am 22.März 1848 war der Hauptvorwurf der „Kölnischen Zeitung“ gegen 
Herrn v. „Arnim“, daß er die „Rheinische Zeit[un]g“??] verboten. Camp- 
hausen war damals noch nicht Minister. Dies zur Aufklärung. 

Wir erinnern uns noch der glücklichen Zeit, wo Camphausen unser Mit- 
arbeiter in Köln war.!?*?! Das Verhältnis des Camphausen von ehedem zu 
uns und unser jetziges Verhältnis zu ihm - das ist das Geheimnis der März- 
revolution von 1848. 

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[Die „Neue Preußische Zeitung“ 
über den 18. März] 

[„Neue Rheinische Zeitung“ Nr. 249 

vom 18. März 1849, Zweite Ausgabe] 

* Köln, 18.März. Das Organ Friedrich Wilhelm des Vierten, die „N[eue] 
Pr[eußische] Z[eitung]*?’, schreibt bei Gelegenheit des 18.März 1849: 

„Zweimal Wehe aber dem Volke, das seine Revolution festlich begeht; 
sündigen ist menschlich, aber seine Ehre in der Sünde suchen und sein 
Verbrechen feiern, ist teuflisch.‘“ 

Dasselbe Blatt nennt im Feuilleton derselben Nummer den Kampf vom 
18. und 19.März ein „blutiges Possenspiel!“ Das ist der würdige Lohn 
„an Mein Volk“ dafür, daß es eine halbe Revolution gemacht hat. 

Ferner meldet dies Blatt, daß Wrangel vor einigen Tagen den Friedrichs- 
hain!!?”] „besehen“ ging. 

Wir wollen abwarten, was Herr Wrangel am 18.März 1850 „besehen“ 
wird. 

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