l. Herr Jesu Christe, Gottes Sohn, 
o steig herab von Deinem Thron, 
und rette meine Seele! 
OÖ komm mit Deiner Seligkeit, 
Du Glanz der Vaterherrlichkeit, 
gib, daß ich Dich nur wähle! 
Lieblich, herrlich, ohne Leide ist die Freude, wenn dort oben 
wir Dich, unsern Heiland loben! 


.2. Gib, daß dereinst zu seiner Zeit, 
wenn mich erfaßt des Todes Leid, 
ich fest an Dir mich halte; 
daß ich, wenn mir das Aug’ vergeht, 
des Herzens Pulsschlag stille steht, 
ich froh in Dir erkalte! 
Fortan wird dann Dich dort oben mein Geist loben, ohne Ende, 
denn er ist in Deinen Händen. 


Gedicht und Zeichnung des jungen Friedrich Engels 
| aus dem Jahre 1836 


Verstreute Gedichte . 509 


3. OÖ wär sie da, die Zeit der Lust, 
wo ich an Deiner Liebesbrust 
vom Tode soll erwarmen! 
Dann seh’ ich, Gott, ich dank’ es Dir, 
die all’, die waren teuer mir, 
kann ewig sie umarmen! 
Ewig, ewig, ewiglebend, vor Dir stehend, Dich zu sehen 
wird mein Leben neu erblühen. 


Du kamst, die Menschheit zu erlösen, 
vom Tod sie zu befrein und Bösen, 
zu bringen ihr Dein Glück und Heil. 
Kommst Du nun herab zur Erden, 

da wird durch Dich es anders werden, 
da teilst Du jedem zu sein Teil.