Engels an August Bebel


in Berlin


London, 15.Nov. 92

Lieber August,

Da sieh, wie ich im Arbeiten gestört werde! Die dummen „Tribünen“-
Artikel zwingen mich zum Einschreiten. Ich bitte Dich - diese Woche ist’s
ohnehin zu spät - zu sorgen, daß der Artikel in der nächstfolgenden Nr. der
„Tribüne“ abgedruckt wird.

Kannst Du mir noch ein Ex. dieser sämtlichen Bakunin-Artikel schicken?
Mein Ex. geht regelmäßig an Sorge, und so hab’ ich sie nicht mehr hier, es
könnte aber nötig werden, darauf zu rekurrieren. Statt zu arbeiten, hab’ ich
den alten Kram zusammensuchen müssen, aber es ging nicht, diesem
Lügengewebe länger freien Lauf zu lassen. Kannst Du erfahren, wer der
Verfasser?

Grüße Victor. Louise schickt heute Bericht über Trafalgar Square nach
Wien. 54

Herzliche Grüße auch an Frau Julie.

Dein
F. E.


[Nachschrift von Louise Kautsky]


Herzliche Grüße an Julie, Victor, Popp und den treffenden Jäger vor dem Herrn! -
„Sozialist“ erhalten, danke bestens. Glückauf zur Arbeit.
Herzlich




b— u nl a a na Ba


1 August Bebel






Engels an
Sergej Michailowitsch Krawtschinski (Stepniak)


in London


122, Regent’s Park Road, N.W.
[London] 15.Nov. 92

Mein lieber Stepniak,

Wie wäre es, wenn Sie und Frau S[tepniak], Wolchowski und sein
kleines Mädchen am Donnerstag! alle kommen und mit uns speisen würden.
Wenn Sie ungefähr zwischen 3.30 und 4 Uhr kommen, können wir die
Dinge besprechen und um 5 Uhr dinieren. Sie wissen, es ist von Ihrer
Wohnung bis hierher sehr weit, und wenn wir es nicht so, wie oben erwähnt,
vereinbaren, könnte es leicht passieren, daß Sie Ihre eigene Mahlzeit zu
Hause versäumten.

Freundliche Grüße an Frau S[tepniak] von Frau Kautsky und


Ihrem ergebenen


F. Engels