Engels an Eduard Bernstein

in Zürich

London, 17. April 1882

Lieber Herr Bernstein,

Sobald ich von Lawrow hörte, daß die Vorrede in der „Narod/{naja]
Wolja“ erschienen !], bat ich um Abschrift des Originals!, aber es lag in Paris
in seinem Schreibtisch; doch wollte er schreiben. Dann suchte ich bei Marx
vergeblich nach dem Brouillon. Endlich ließ ich mir von L[awrow] Abzug
der russischen Übersetzung geben'?]5!, um schlimmstenfalls selbst rückzuübersetzen; ich fürchtete, was eingetroffen, daß ein beliebiger Russe dies
besorgen würde. Jetzt eben schickt mir L[awrow] die inl. Abschrift des
Originals. Ich habe dies mir indes selbst zuzuschreiben. Ich wollte Ihnen
nämlich eine Postkarte schicken, habe aber Schorlemmer und Adolf Beust
im Hause, und da wird mit Frau Lafargue (deren Mann in Paris) und Tussy
Marx viel gebummelt und die Postkarte verbummelt. Damit Sie aber sehn,
daß es mir an gutem Willen nicht gefehlt, schicke ich Ihnen das Ding nachträglich.

Gratuliere zu Ihrem Angriff auf Geisers Schlappschwänzerei.

Privatim: Mjarx] ist seit 21.Febr. in.Algier, kam durch Reiseerkältung
mit einer rückfälligen Pleuritis an, fand ganz miserables Wetter, ist jetzt
aber fast ganz hergestellt. Wie lange er noch da bleibt, ungewiß. Hat mit
dem Wetter dezidiertes Pech Be

Besten Gruß von

Ihrem

F. Engels