Karl Marx an Friedrich Engels 
in Ryde 
London, 23. September 1857 


I 23 Sept. 
Lieber Engels, 


Meinen besten Dank für den Brief und die Einlage. 

Ich wünschte natürlich sehr Dich noch vor Deiner Abreise zu sehn. 

Wenn es irgend wie geht, komme ich nach Brighton. Der Witz ist der, daß 

am Ende des Quartals alle die durch den ganzen Sommer hingehaltnen dif- 
ficulties sich accumuliren. Die Hauptsache, und das einzige, das mich her- 
ausreissen kann, ist rasches Voranmachen mit der Cyclopädie. Wenn der 
Herbst kommt, wird es auch nöthig manches aus den Pfandhäusern zu- 
rückzuziehn. 

Ich denke mit den Biographien (sämmtlichen) fertig zu sein für nächste 
Woche. (Ist irgend etwas über den Esel Sir G. Brown zu sagen?) 

In der Tribune habe ich eine series begonnen über die financiellen Tha- 
ten und Erlebnisse des regime Bonapartiste, womit ich die Zwischentage 

ausfülle, an denen keine indische Nachricht da ist. Wegen Indien möchte 

ich Dich auch gern persönlich sprechen, map in hand. Bisher habe ich in- 
stinctiv immer das Richtige getroffen. Indeß wird es jezt bald Zeit, daß ich 
etwas Milit&msch-Allgemeines über die Scheisse zusammenfassend sage. 

Vor ein paar Tagen fiel ich, bei der Hinfahrt zum Museum, so hübsch 
auf den Vorderkopf, daß meine Stirn noch schimpfiert. 

Ich hoffe, daß Du Eisen nimmst. Ich sprach vor ein paar Tagen den 
Dr. Lichtenberg im deutschen Spital, ein sehr gescheites Kerlchen. Er er- 
klärte es als Nachkur für unumgänglich. 

Dein 
[QA: garble stripped 2026-06-23]


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