Friedrich Engels an Karl Marx 
in London 
Manchester, 18. Oktober 1852 

ILieber Marx 

Hierbei der Rest des [neulichen] Artikels. Gestern auch den folgenden er- 
halten. Das heute gesandte Stück kannst Du gleich via Liverpool pr United 
States Mail Steamer abschicken, am Mittwoch morgen segelt der Pacific. 
Am Freitag wirst Du wieder etwas erhalten. 

Mach doch die Artikel nicht mehr so lang. Mehr als 1-1% Spalte kann 
Dana gar nicht wünschen, es wird zu viel für eine NQ. Diesen neuen Artikel 
werde ich wieder spalten müssen, doch geht es sehr schwer und ich weiß 
noch nicht wo. Fünf - 7 Seiten von der Handschrift Deiner Frau sind voll- 
kommen genug, und gibst Du mehr in einem Artikel, so wird Dana Dir 
nicht einmal dafür dankbar sein. 

Bürgers, Röser und vielleicht Otto sowie Nothjung scheinen mir so 
ziemlich geliefert. Gegen Daniels, Becker, Jacobi scheint gar nichts vorzu- 
liegen, und so hoffe ich daß diese wenigstens frei kommen. Becker hat sich 
mit großer Unverschämtheit herausgearbeitet. Je mehr diese aber disculpirt 
werden, mit desto größerem Eifer glaub ich wird sich Gerichtshof und Jury 
auf die Compromittirteren werfen, die beleidigte Bourgeoisie und der be- 
leidigte Staat wollen ihre Opfer haben. 

An den Siegeln aller Briefe die ich von Dir erhalte ist mit heißem Eisen 
herumgearbeitet, doch soweit ich beurtheilen kann, pour le roi de Prusse. 
Das an der Enveloppe sitzende Gummi verhindert das Eindringen. 

Weerth ist hier, hat mir das Paket gebracht, und läßt Euch Alle grüßen. 
Das Szemeresche Ms. über Kossuth ist weit besser als das über Görgei - 
dem K. ist er gewachsen. Die Pfieper]'sche Übersetzung habe ich noch 
nicht ansehn können, ich bin zu sehr auf dem Comptoir beschäftigt und 
Abends manchmal matt wie ein Hund. 

Beste Grüße an Deine Frau. Dein F.E. 

M. 18 October 52. | 

ICharles Marx Esq 

28 Dean Str Soho 
LondonlI 

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