Karl Marx an Friedrich Engels 
in Manchester 
London, 9. September 1852 


I 9 September 1852 
28, Deanstreet, Soho, London. 


Lieber Engels! 


Die 4 £. Sperlinge erhalten. 

Ich habe an meine Alte wieder geschrieben und denke, daß das wenig- 
stens etwas helfen wird. 

Ausserdem habe ich heute noch einen Versuch gemacht, von dem ich 
hoffe, daß er endlich doch glücken wird, um das Geld auf Dana zu erhal- 
ten, denn es ist mir brennend auf den Nägeln, et je n'ai pas à perdre du 
temps. 

Eben war der Doktor da und hat für die ganze family, excepté moi, Re- 
cepte verschrieben. Mit meiner Frau geht es besser, am schlechtesten mit 
Laurachen. 

Denk Dir, welch' alberner Esel der Pieper ist. 

Jeden Tag fragt er mich, ob Du die Sache schon zurückgeschickt und 
was Du geschrieben über seine vorzüglichen Leistungen. Ich konnte ihm 
das natürlich nicht mittheilen, und nun bildet sich der Hanswurst ein, ich 
enthalte ihm aus Mißgunst das übermässig von Dir gespendete Lob vor. 

Heut, wie ich den Doktor rufen ging, begegnet mir der Humbug. „Hat 
Engels geschrieben und die Uebersetzung geschickt?" Ich antworte: Noch 
nicht. „Aber er wird es thun, denn ich selbst habe ihm geschrieben", be- 
merkt Pieper. Solltest Du ihm antworten, so schreib ihm, daß er nicht no- 
ting hat, in meinen Angelegenheiten bei Dir sein Wort einzulegen. 

Anliegend ein Memoire von Paris, das dort einem Freund von mir in die 

Hand gefallen, der mir es abschriftlich zugeschickt und das ich wieder für 
das Manchester Archiv abgeschrieben. 

Dein 
KMI 


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