Karl Marx an Heinrich Heine 
in Paris 
Brüssel, 24. Marz 1845 


IBruxelles, Rue Pachecho vis à vis du hôpital 
St. Jean. N.35 
Lieber Heine! 


Sie entschuldigen mich mit einer Masse Douanenplackereien, wenn ich 
Ihnen heute nur einige Zeilen schreibe. 

Püttmann in Köln läßt Sie durch mich ersuchen, doch ja einige Gedichte 
(vielleicht auch Ihre deutsche Flotte?) für das censurfrei erscheinende 
Jahrbuch in Darmstadt einzuschicken. Sie können die Sache an mich 
adressiren. Der längste Termin, — Sie werden aber wohl gleich was bei der 
Hand haben — ist 3 Wochen. Meine Frau läßt Sie und Ihre Gemahlin vielmal 
grüssen. Vorgestern war ich auf der hiesigen Administration de la sûreté 
publique, wo ich schriftlich erklären mußte, in Belgien nichts über Tages- 
politik drucken zu lassen. 

Der Renouard und Boernstein haben Ihr Wintermährchen mit dem 
Druckort New York in Paris drucken und hier in Brüssel zum Verkauf aus- 
bieten lassen. Dieser Nachdruck soll überdem von Druckfehlern wimmeln. 
Ein andermal mehr 

Ihr Marxl 


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