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wollte, so erklärt jezt das Ministerialrescript für durchgängig schlechte 
Tendenz sei das Verbot, die Unterdrückung in Frankfurt erfunden worden. 
Die Censur sei nur da, um die Auswüchse der guten Tendenz zu censiren, 
obgleich die Instruction eben das Umgekehrte gesagt hatte, nähmlich der 
guten Tendenz seien Auswüchse zu gestatten. 

3) Der alte Larifari von schlechter Gesinnung, hohler Theorie, Dudel- 
dumdey etc. 

Mich hat nichts überrascht. Sie wissen, was ich gleich von der Censur- 
instruction hielt. Ich sehe hier nur eine Consequenz, ich sehe in der 
Unterdrückung der Rh. Z. einen Fortschritt des politischen Bewußtseins 
und resignire daher. Ausserdem war mir die Atmosphäre so schwül ge- 
worden. Es ist schlimm, Knechtsdienste, selbst für die Freiheit zu || ver- 
richten und mit Nadeln, statt mit Kolben zu fechten. Ich bin der Heuchelei, 
der Dummheit, der rohen Autorität und unseres Schmiegens, Biegens, 
Rückendrehens und Wortklauberei müde gewesen. Also die Regierung 
hat mich wieder in Freiheit gesezt. 

Ich bin, wie ich Ihnen schon einmal geschrieben, mit meiner Familie 
zerfallen und habe, solang meine Mutter lebt, kein Recht auf mein Ver- 
mögen. Ich bin ferner verlobt und kann und darf und will nicht aus 
Deutschland ohne meine Braut. Machte es sich also, daß ich etwa in 
Zürich mit Herwegh den Deutschen] Bl[oten] redigiren könnte, so wäre 
mir das lieb. In Deutschland kann ich nichts mehr beginnen. Man ver- 
fälscht sich hier selbst. Sollten Sie mir daher in dieser Angelegenheit Rath 
und Aufschlüsse geben wollen, so werde ich sehr dankbar sein. 

Ich arbeite an mehren Sachen, die hier in Deutschland weder Censor 
noch Buchhändler noch überhaupt irgend eine mögliche Existenz finden 
können. Ich erwarte baldigst Antwort von Ihnen. 

Ihr 
Marx| 

30 I Herrn [...] 

zu Dresden 

frei] 

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Marx and Arnold Ruge, 25. Januar 1843. (Dritte Seite)