Karl Marx an Friedrich Engels 
in Manchester 
London, Freitag, 27. Dezember 1861 

]27 Dec. 1861. 
Lieber Engels, 

Beim Beginn der „Mahnungen" von der Aussenwelt, schrieb ich - da ich 
vermeiden wollte Dir immer auf dem Pelz zu sitzen - ausser an meine 
Mutter u. Verwandte, auch an Siebel. Dieser Jüngling, wie ich aus seinem 
Brief sehe, hat nun wieder an Dich geschrieben. Betrachte die Sache als 
non avenue. 

Es ist mir sehr unangenehm, daß Du meinetwegen dem Dronke einen 
Schuldschein auszustellen hattest. Er hatte ursprünglich in minder lästi- 
ger Form u. für längere terms die Sache abzumachen versprochen. 

Ich weiß noch nicht, wie ich ganz über die Crise wegschiffe. Unter allen 
Umständen, da es sonst platterdings unmöglich, schreibe ich dem land- 
lord, daß er jetzt nicht gezahlt werden kann, daß ich ihm Wechsel aus- 
stellen will etc. 

Der Proceß kommt auch noch in die Quere. Da der streitige Punkt sich 
um partnership herumdreht, hält mein lawyer - soll ich nicht zur Zah- 
lung der £ 20 verurtheilt werden - es für nöthig die Sache vom Sheriffs 
Court weg an ein superior court zu bringen. Ich bin für || Jan. 3 an den 
Sheriffs Cour citirt. Der Fehler war, daß ich keinen schriftlichen Con- 
tract m. A. Petsch gemacht. An dem superior court meint Sidney, mein 
Advocat, wäre ich ziemlich sicher. 

Die lausige „Presse" druckt kaum die Hälfte meiner Artikel. Es sind 
Esel. Es soll mich wundern, wie sie zahlen werden, ob ich die einzelnen 
Artikel auf „Spekulation" zu schreiben od. wie. 

Einstweilen vorläufig Glück zum neuen Jahr! Wenn es dem alten 
gleicht, so wünsche ich es, was mich betrifft, zum Teufel. 

Salut 
DKMI 

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