Karl Marx an Friedrich Engels 


in Manchester 
London, Dienstag, 17. Juli 1860 


117 Juli. 
Lieber Engels, 


Das Paket v. Lommel, nach allerlei Abentheuern, die ich ein andermal 
erzähle, muß nun heute od. morgen eintreffen, via Cologne. Der Absen- 
5 dungszettel (Eisenbahn) v. Genf ist bereits in meiner Hand. 

Vor ein paar Tagen erhielt ich Brief v. Eccarius, worin er mir schrieb, 
das Schneidern sei nun am Ende: i.e. sein körperlicher Zustand erlaube 
ihm nicht damit fortzufahren. Der Arzt habe gesagt, er könne ihm nicht 
helfen. Luftverändrung u.s.w. sei nöthig. Demzufolge habe ich denn ihm 

10 auf meine Kosten (of course getrennt v. seiner family, die in der alten 
Wohnung bleibt) ein Logis ganz in meiner Nähe gemiethet; er erhält seine 
Mahlzeiten dtto bei uns u. hat nichts zu thun als auf dem Heath herum- 
zutummeln u. einen Art. die Woche an Weydemeyer zu schicken, der ihm 
3 doll. p. Art. zahlt. Ich hoffe, er wird durchkommen. Ich habe ebenso 

15 Portwein f. ihn gekauft. Kann aber damit nicht fortgehn, da schon die 
andren durch ihn verursachten Extraauslagen im gegenwärtigen Moment 
u. bei grosser || Ebbe unsrer Kasse, lästig. 

Kannst Du nicht bald was über Garibaldi schreiben, od. über die 
pr. Reg., die hinter dem Rücken der Kammern ihre Armeereform durch- 

20 gesetzt, od. ähnliches? 

Daß Garibaldi den Farina zum Teufel gejagt, ist schön. 

Salut 
D 
KMI 


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