Karl Marx an Julius Weber 
in Berlin 
London, Dienstag, 27. März 1860 


127 März, 1860. 
9, Grafton Terrace, 
Maitland Park, Haverstock 
Hill, London. 

5 Hochgeehrter Herr, 


Ich schicke beiliegend die lezten beiden Papiere, die noch zur Vervoll- 
ständigung des früher Uebersandten dienen können. Das erste ist ein 
Brief des leitenden Redacteur's der New York Tribune an mich. Ich habe 
eine deutsche Uebersetzung beigelegt. 

10 Das zweite Papier ist sehr wichtig für den Beweis, daß der elende Cher- 
val alias Nugent alias Cremer auch zu Genfso wenig mit mir in Bezie- 
hung stand, daß er vielmehr von dort in Folge meiner Schrift über den 
Kölner Communistenproceß ausgejagt wurde. Der Brief ist von Johann 
Philipp Becker zu Paris (Becker wurde flüchtig in Folge der Affairen der 

15 Jahre 1830-31, war 1848119 erst Chef der Freischaaren in Baden, dann 
Oberst in der badisch-pfälzischen Revolutiosarmee, jezt Geschäftsmann 
in Paris, ist so zu sagen der Veteran der deutschen Emigration) gerichtet 
an den Kaufmann Rheinländer zu London, mit dem er in Geschäftsver- 
bindung steht. Herr Rheinländer, den ich kenne, war so gütig mir den 

20 Brief zu übermachen. | 

I Ausser diesem Schreiben sandte ich Ihnen: 
1) d.d. 21 Feb. Vollmacht nebst Einlagen. 

2) d.d. 24 Feb. Einen Brief nebst Einlagen. 
3)d.d. 3 März. Zwei Pakete mit Einlagen. 

25 Ich hoffe nun umgehend erstens die Ankunft der verschiednen Briefe 
u.s.w. bestätigt zu erhalten, zweitens über den Fortgang des Processes 
irgend etwas zu hören. 

Mit vollkommner Hochachtung 
Ihr ganz ergebner 


30 Dr Karl Marx | 
I Herrn Justizrath Weber 
Wohlgeboren 
Brüderstraße No 11 
Berlin \ 


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