Friedrich Engels an Karl Marx 
in London 
Manchester, Freitag, 28. Oktober 1859 
(Fragment) 

I Die Geschichte mit Blind ist höchst heiter, es ist immer ein besonders 
angenehmes Schauspiel wenn die diplomatisirende Klugthuerei sich fest- 
reitet. Der Kerl kann furchtbar dabei blamirt werden. Das „Ehrenwort" 
hatte er Dir natürlich nur in the diplomatic sense of the word gegeben, 
gerade wie es keine Beleidigung ist, Jemanden einen Schweinhund in a 
parliamentary sense zu nennen. Diese Bereicherung der Sprache durch 
Blind ist anzuerkennen. Übrigens wäre es am Allerschönsten wenn sich 
herausstellte daß die „Beweise" des Hrn Blind nur auf Renommage be- 
ruhten & ich halte das bei diesem Unstern Vaterlandsretter für ganz gut 
möglich. 

Lupus ist in Verzweiflung über die Verschlechterung des bitter beers, 
die ihn zwingt Porter & half & half zu trinken, im Übrigen befindet er 
sich ziemlich wohl & lebt nach wie vor in Chatsworth. 

Neulich bekam Siebel einen Brief von einem lächerlichen deutschen 
Literaten der sich aus Geldmangel an die Revolution verkaufen wollte & 
ihn bat das Geschäft zu vermitteln, ich sollte den Ankauf || machen. Er 
drohte dabei wenn die Revolution ihn nicht kaufen wolle, so werde er 
sich den Jesuiten in die Arme werfen. Diese nehmen ihn aber gratis nicht, 
denn daß der Kerl ein kolossales Rindvieh ist, brauch ich Dir nicht erst 
zu sagen. 

Grüße Deine Frau & Kinder herzlich. 

Dein F. E. 
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