Friedrich Engels 
Eine Musterung englischer freiwilliger Jager 

Allgemeine Militär-Zeitung. 
Nr. 36, 8. September 1860 

Eine Musterung 
englischer freiwilliger Jager. 

(Correspondenz aus Manchester.) 

Wie Deutschland, riistet sich England zur Abwehr bonapartistischer An- 
griffsgelüste; die englischen Volunteer Riflemen entsprangen derselben 
Ursache, wie die Verdoppelung der Anzahl der preußischen Linienbataillone- 
lone. Es wird dem deutschen rnilitärischen Publicum daher von Interesse 
sein, über den jetzigen Stand und die Kriegstüchtigkeit des neuen englischen 
Freiwilligen-Heeres etwas Genaueres zu erfahren, denn dieß Heer ist seinem 
ganzen Ursprung und Grundgedanken nach ein Feind des Bonapartismus, 
ein Alliierter Deutschlands. 

Mit Ausnahme weniger Bataillone, datirt dieß Freiwilligen-Heer von der 
letzten Hälfte des vorigen Jahres; die große Masse ist noch kein Jahr ein- 
gekleidet und exercirt. Jetzt beläuft sich seine Stärke auf dem Papier auf 

15 120 000 Mann; dürfen wir aber nach den in einzelnen Districten vorliegenden 

Verhältnissen auf's Ganze schließen, so wird kaum auf 80 000 Mann wirklich 
eingeübte Leute zu rechnen sein; der Rest hat kein Interesse an der Sache 
und würde am besten von den Listen gestrichen. 

Die Organisation ist sehr einfach. Wo 60—100 Freiwillige (beider Artillerie 
50—80) in einer Localität sich zusammenfinden, können sie mit Genehmigung 
des Lordstatthalters der Grafschaft eine Compagnie büden. Sie wählen 
Offizierscandidaten (1 Hauptmann, 1 Lieutenant, 1 Fähnrich oder Unter- 
lieutenant), die der Lordstatthalter in der Regel zu den betreffenden Chargen 
ernennt, doch sind auch manche derselben verworfen worden. Mehrere 
Compaginen können sich in ein Bataillon formiren, wo dann der Lord- 
statthalter, meist nach den Wünschen des Offiziercorps oder nach der 

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Anciennetät der Hauptieute, den Major und den Oberstlieutenant (in 
England den wirklichen Bataillonschef) ernennt. Auf diese Weise existiren 
Corps von einer bis acht Compaginen, numerirt in jeder Grafschaft nach der 
Reihenfolge ihrer Formation; doch nur ein volles Bataillon von 8 Compa- 
ginen erhält einen Oberstlieutenant. Die Offiziere können sämmtlich aus der 
Mitte der Freiwilligen ernannt werden und brauchen keine Prüfungen ab- 
zulegen. Der Adjutant allein muß ein gedienter Linien- oder Milizoffizier 
sein, und er allein wird ständig besoldet.*) Die Freiwilligen bekleiden sich 
selbst, doch liefert die Regierung auf Verlangen leihweise Büchse und ge- 
wöhnliches Bajonnet. Farbe, Schnitt etc. der Uniform und des Lederzeugs 
wählt jedes Corps selbst, unter Bestätigung der Regierung, d.h. des 
Lordstatthalters der Grafschaft. Für Exercir- und Schießplätze, Munition, 
Instructoren und Musik haben die Corps im Ganzen ebenfalls selbst zu 
sorgen. 

Die Uniformen der verschiedenen Infanterie- oder Jägercorps sind meist 
dunkelgrün, hell- oder dunkelgrau, oder graubraun; der Schnitt hält die Mitte 
zwischen französischem und englischem; Kopfbedeckung ist vorherrschend 
das französische Käppi, die französische oder englische Offiziersmütze. Die 
Artillerie ist vorschriftsmäßig dunkelblau uniformirt, und hat dem Aussehen 
zu heb die unzweckmäßige Pelzmütze der englischen reitenden Artillerie 
adoptirt. Die wenigen reitenden Jäger schließen sich in ihrer Uniform der 
englischen Cavalerie an; sie sind übrigens ein reiner Luxusartikel. 

Als die Agitation für die Bildung dieser Jägercorps begann und die ersten 
Compaginen bildeten, hatte die Sache einen sehr starken Beigeschmack 
von Nationalgarde oder Bürgerwehr; es war sehr viel Soldatenspielerei 
dabei, der Klüngel bei den Offizierswahlen, die komische Haltung und die 
Rathlosigkeit im Dienst der neuen Offiziere hatten viel Ergötzliches. Wie 
begreiflich, fielen die Wahlen durchaus nicht immer auf die Befähigtsten 
oder nur auf diejenigen, die am meisten Liebe zur Sache hatten. In den ersten 

sechs Monaten ihres Bestehens machten fast alle Compaginen und Bataillone 30 

den Eindruck unserer seligen Bürgerwehr vom Jahre 1848. 

Dieß war das Material, das den Unteroffizierinstructoren übergeben 
wurde, um daraus brauchbare Feldtruppen zu machen. Man exercirte ge- 
wöhnlich Abends, von 7—9 Uhr, sectionsweise in geschlossenen Räumen und 
bei Licht, zwei- oder dreimal die Woche, und wo möglich wurde Samstag 
Nachmittags ein kleiner Uebungsmarsch gemacht und in den Compagnien 
exercirt. Die Instructoren waren Unteroffiziere der Linie, der Miliz oder der 
Halbinvaliden (Pensioners). Den Sonntag zu benutzen, verbot Sitte und 

* Zu dem von der Regierung bewilligten Soldzuschuß von 180£ legen die meisten Bataillone 

noch bedeutend zu, ich kenne Adjutanten, Lieutenants aus der Linie, die 300 £ oder 2000Thlr., 40 

und mehr Gage beziehen. 

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Allgemeine Militär-Zeitung. Darmstadt. Nr. 36, 

8. September 1860. Titelkopf und Seite 424 mit dem Beginn von Engels’ Artikel 

„Eine Musterung englischer freiwilliger Jäger" 

25: 

Eine Musterung englischer freiwilliger Jager 

Gesetz. Auch für die Offizierausbüdung mußten die Drillmeister Alles thun. 
Indessen, der englische Unteroffizier ist in seiner Art ganz vortrefflich. In 
der englischen Armee wird im Dienst weniger geflucht und geschimpft, wird 
weit ruhiger gesprochen als in irgend einer anderen, dafür aber auch um so 
sicherer gestraft. Der Unteroffizier ahmt den Offizier nach, und gewöhnt 
sich einen Ton an, der dem unter unseren deutschen Unteroffizieren 
herrschenden weit überlegen ist. Dabei dient er nicht um der späteren Civü- 
versorgung willen; er hat sich freiwillig auf 12 Jahre engagirt, und das 
Avancement bis zum Wachtmeister schon steht ihn auf jeder neuen Stufe 
bedeutend besser als vorher; bei jedem Bataillon werden eine oder zwei 
Offiziersstellen (Adjutant und Rechnungsführer) meistens aus alten Unter- 
offizieren recrutirt; im Krieg kann der Unteroffizier durch Auszeichnung vor 
dem Feind sich den goldenen Stern am Kragen holen. Die aus diesen Unter- 
offizieren hervorgegangenen Drillmeister haben im Ganzen und Großen bei 
den freiwilligen Jägern wirklich in der zugemessenen Zeit das Mögliche 
geleistet, und nicht nur die Compagnien ganz einexercirt, sondern auch die 
Offiziere nothdürftig abgerichtet. 

Inzwischen formirten sich, wenigstens in den größeren Städten, die ein- 
zelnen Compagnien zu Bataillonen und erhielten Adjutanten von den regu- 
lären Truppen. Der englische Subalternoffizier, wie der österreichische, hat 
weit weniger theoretische Bildung als der norddeutsche; aber wenn er Lust 
an seinem Handwerk hat, kennt er, wie der österreichische, seinen Dienst 
ganz vortrefflich. Unter den zu den Freiwilligen-Bataillonen übergetretenen 
Adjutanten sind Leute, die als Instructoren gar nicht besser sein können; 
und die Resultate, die sie in sehr kurzer Zeit mit ihren Bataillonen erreicht 
haben, sind in der That überraschend. Indeß sind bis jetzt bei weitem die 
wenigsten der Freiwilligen zu Bataillonen zusammengetreten, und daher 
stehen die einzeln für sich existirenden Compagnien bedeutend hinter den 
Bataillonen zurück. 

Auf den 11. August hatten die Freiwilligen von Lancashire und Cheshire 
eine Revue in Newton, halbwegs zwischen Manchester und Liverpool or- 
ganisirt; der commandirende Generallieutenant des Districts, Sir George 
Wetherall, übernahm den Oberbefehl. Es waren die Freiwilligen der Fabrik- 
districte um Manchester, die sich hier Rendezvous gaben; denn sowohl von 

35 Liverpool, wie von den anstoßenden Ackerbaudistricten von Cheshire waren 

nur wenige gekommen. Nach unseren deutschen Recrutirungserfahrungen 
zu urtheilen, müssen wir diese Corps also in physischer Hinsicht als unter 
dem Durchschnitt stehend ansehen; doch ist nicht zu vergessen, daß die 
arbeitende Classe unter den Freiwilligen bei weitem die Minderzahl aus- 
macht. 

Der Boden der Rennbahn von Newton, ohnehin schwammig, war durch 

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den anhaltenden Regen bedeutend aufgeweicht, sehr uneben und lehmig; auf 
der einen Seite läuft ein Bach, in dessen Nähe hier und da dichtes Gestrüpp 
ist. Für einen Paradeplatz für junge Freiwillige war der Grund gerade recht; 
sie standen meist bis an die Knöchel in Wasser und Koth, und die Pferde 
der Offiziere sanken oft bis über das Fesselgelenk in den Lehm. 

Die 57 Corps, die sich angemeldet hatten, waren in vier Brigaden, die erste 
zu vier, die anderen zu drei Bataillonen eingetheilt, jedes Bataillon zu 
8 Compaginen; Oberstlieutenants der Linie führten die Brigaden, Freiwilligen-- 
ügen-Offiziere die Bataillone. Die erste Brigade hatte drei Bataillone de- 
ployirt, das vierte hinter der Mitte in Colonne. In zweiter Linie standen die 
drei übrigen Brigaden, neun Bataillonscolonnen neben einander. Alle Co- 
lonnen mit Compagniefront, Vierteldistanz zwischen den Compaginen und 
rechts abmarschirt. 

Nach dem Empfang des Generals durch die Truppen sollte eine Front- 
veränderung nach links vorgenommen werden; das in Colonne hinter der 
ersten Linie stehende Bataillon sollte ausschwärmen, um diese Bewegung 
zu decken. Es passirte demgemäß durch die Lücke, welche die beiden 
mittleren Compaginen des vor ihm stehenden Bataillons durch Rechts- und 
Linksabschwenken büdeten und schwenkte dann in Colonne links, worauf 
vier Compaginen den Bach entlang ausschwärmten und die übrigen vier die 
Soutiens büdeten. Bei dem nassen Boden und Gestrüpp war natürlich an 
richtige Terrainbenutzung nicht zu denken; im Uebrigen sind die meisten 
Freiwilligen-Bataillone noch mit dem ABC des Tiraillirens und Felddienstes 
beschäftigt, so daß es nicht billig wäre, hier einen strengen Maßstab an- 
zulegen. Unterdessen schwenkte die deployirte Linie um das Centrum des 
mittleren Bataillons als Pivot; die beiden mittleren Compaginen dieses 
Bataillons schwenkten, die eine vorwärts, die andere rückwärts, einen 
Viertelkreis, worauf die übrigen Compagnien in das neue Alignement ein- 
rückten. Die beiden Flügelbataillone setzten sich in Colonne mit Viertel- 
distanz (die geschlossenste Colonne, die die Engländer kennen), marschirten 
ebenfalls in's Alignement und deployirten. Man begreift, welche Zeit dieß 
schwerfällige Manöver wegnahm. Gleichzeitig avancirte das rechte Flü- 
gelbataillon der zweiten oder Colormenlinie geradeaus, bis es hinter dem 
neuen rechten Flügel der ersten Linie angekommen war; die anderen Ba- 
taillone folgten mit Rechtsum (in Doppelrotten) bis auf den Platz, wo das 
rechte Flügelbataillon gestanden; hier angekommen, machte jedes Bataillon 
Front und folgte den vorangegangenen Bataillonen. Sobald die letzte Ba- 
taillonscolonne auf diese Weise im neuen Alignement angekommen, 
schwenkte jedes Bataillon einzeln links und stellte dadurch die Front der 
Colormenlinie wieder her. 

Jetzt rückte die dritte Brigade aus dem Centrum dieser Colormenlinie vor; 

Eine Musterung englischer freiwilliger Jager 

zweihundert Schritt hinter der ersten deployirten Linie angekommen, öffnen 
sich die drei Bataillonscolonnen auf Deployirdistanz und deployiren 
ihrerseits. Da die Plänklerkette inzwischen bedeutend Terrain gewonnen, so 
avanciren beide deployirte Linien einige hundert Schritt, worauf die erste 
Linie von der zweiten abgelöst wird. Dieß geschieht dadurch, daß die beiden 
Linien sich mit Rechtsum in Doppelrotten setzen, in der ersten Linie die Tete 
jeder Compagnie rechts, in der zweiten die Tete jeder Compagnie links 
schwenkt und so beide Linien sich durcheinander ziehen, worauf Front 
gemacht und wieder eingeschwenkt wird. Es ist dieß eins jener Exercirplatz- 
manöver, die da, wo sie ausführbar, überflüssig, und da, wo sie nothwendig, 
leider nicht ausführbar sind. Hierauf wurden die vier Brigaden auf eine 
ähnliche, der Linientaktik entsprechende Weise, wieder in eine große Co- 
lonne zusammengezogen und die Truppen defilirten in Compagniefront 
(25—35 Rotten) und in offener Colonne vor dem General. 

Wir wollen über diese Art Elementartaktik, die unseren Lesern gewiß 
altfränkisch genug vorkommt, kein Wort weiter verlieren; man sieht von 
vornherein, daß ein solches Reglement, welchen Werth oder Unwerth es 
immer bei einer Linientruppe mit zwölfjähriger Dienstzeit haben mag, für 
Freiwillige, die bloß in ihren Freistunden exerciren, jedenfalls das unpas- 

sendste von der Welt ist. Was uns hier interessirt, ist einzig die Art der 
Ausführung dieser Bewegungen durch die Freiwilligen; und da müssen wir 
sagen, daß, obwohl es hier und da haperte, im Ganzen die sämmtüchen 
Evolutionen doch ruhig und ohne Verwirrung ausgeführt wurden. Am 
mangelhaftesten war das Schwenken in Colonnen und das Deployiren, 
welches letztere meist sehr langsam vor sich ging; bei beiden Bewegungen 
machte sich die mangelnde Durchbildung und Sicherheit der Offiziere fühl- 
bar. Dagegen war der Frontmarsch der deployirten Linien, dieß Haupt- 
manöver der englischen Taktik, ganz über alle Erwartung gut; es ist dieß eine 
Bewegung, für die die Engländer überhaupt eine exceptionelle Anlage haben 
und die sie merkwürdig leicht zu lernen scheinen. Das Defiliren ging eben- 
falls, zu unserem großen Ergötzen unter einem gewaltigen Platzregen, im 
Ganzen recht gut von Statten, obwohl verschiedene naive Verstöße gegen 
die ziemlich complicate englisch-militärische Etiquette dabei vorkamen. Nur 
von Distanz war, durch Schuld der Offiziere, wieder keine Rede. 

Abgesehen von einem in London durch einige sanguinische freiwillige 
Commandeurs organisirten Manöver mit Gegner, wobei es ziemlich toll 
herging, war dieß das erste Mal, daß größere Massen von Freiwilligen 
Evolutionen durchmachten, die aufetwas Anderes, als bloßen Parademarsch 
abzweckten. Wenn man bedenkt, daß die große Masse der anwesenden 
Truppen aus Corps bestand, die entweder nur eine, zwei oder höchstens drei 
Compagnien zählen, in keinerlei Bataillonsverband stehen, keine gedienten 

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Offiziere haben, nur von gedienten Unteroffizieren eingeübt worden sind, 
und nur bei einzelnen Gelegenheiten in Bataillone zusammengezogen wur- 
den, so wird man zugeben, daß das Mögliche geleistet worden ist, und daß 
die englischen Freiwilligen nicht mehr auf der Stufe der Bürgerwehren 
stehen. Es versteht sich übrigens, daß diejenigen Corps, die ganze Bataillone 
büden und unter gedienten Adjutanten stehen (denn diese sind der Sache 
nach jetzt die Bataillonschefs), auch bei der Revue bei weitem besser 
manövrirten als die übrigen. 

Die Leute waren im Ganzen gut anzusehen. Einzelne Compagnien waren 
allerdings von französischer Kleinheit, andere dagegen übertrafen an Statur 
den Durchschnitt der jetzigen englischen Linie. Meist jedoch waren die 
Leute sehr gemischter Größe und Brustweite. Unangenehm unkriegerisch 
berührt die städtische Blässe der meisten, die indeß durch achttägigen 
Lagerdienst schon verschwinden würde. Die Uniformen, hier und da über- 
laden, machten im Ganzen einen sehr guten Effect. 

Das erste Jahr hat die Freiwilligen im ABC des Exercirens nunmehr so 
weit gebracht, daß zum Tirailliren und den Schießübungen übergegangen 
werden kann. Zu beidem werden sie sich weit anstelliger zeigen als die 
englische Linie, so daß bis zum Sommer des nächsten Jahres sie ein recht 
brauchbares Corps abgeben würden, wenn — nur die Offiziere besser 
wären. 

Hier aber liegt die schwache Seite der ganzen Formation. Offiziere können 
nicht in derselben Zeit und mit denselben Mitteln gebüdet werden, wie 
gemeine Soldaten. Bis jetzt hat es sich bewiesen, daß man auf den Eifer der 
Masse so weit rechnen kann, daß jeder für den Zweck hinreichend aus- 
gebüdet wird. Aber bei den Offizieren reicht das nicht hin. Wie wir sehen, 
ist selbst für die einfachen Evolutionen im Bataillon, Schwenken in Colonne, 
Deployiren, Distanzen halten (was doch bei der englischen Lineartaktik so 
wichtig ist), die Ausbüdung der Offiziere bei weitem nicht hinreichend. Wie 
soll es erst beim Felddienst und Tirailliren gehen, wo Terrainbeurtheilung 
AUes ist, wo weit schwierigere Dinge vorkommen? Wie kann man solchen 
Leuten den Sicherheitsdienst anvertrauen? Die Regierung hat jeden Frei- 
willigen-Offizier verpflichtet, auf mindestens drei Wochen in die Schieß- 
schule nach Hythe zu gehen. Das ist schon ganz gut, damit lernt er aber weder 
Patrouillen führen, noch Feldwachen commandiren. Und für den leichten 
Dienst sollen doch die Freiwilligen zunächst verwendet werden, also für den 
Dienst, wofür sie die geschicktesten und sichersten Offiziere brauchen! 

Hier aber muß der Staat einschreiten, wenn etwas aus der Sache werden 
soü. Die Compagnien, die noch einzeln oder zu zweien und dreien auf eigene 
Faust herumexistiren, sollten genöthigt werden, sich in Bataillone zusam- 
menzuthun und gediente Adjutanten anzunehmen; diese Adjutanten sollten 

Eine Musterung englischer freiwilliger Jäger 

den sämmtlichen Offizieren regelmäßig Vortrag über Elementartaktik, 
Felddienst und inneren Dienst im Bataillon halten; außer der Schießschule 
sollten die Offiziere genöthigt sein, mindestens 3 Wochen in einem Lager 
bei einem Linienregiment Dienst zu thun; und nach alle dem sollte man sie 
einer Prüfung unterwerfen, worin sie beweisen, daß sie wenigstens das 
Nothwendigste gelernt hätten. Eine solche Prüfung der Offiziere, und dann 
eine ärztliche Revision der Leute zur Entfernung der Dienstuntauglichen, 
deren sich eine Menge eingeschlichen, sowie eine jährliche Revision der 
Listen zur Entfernung der Leute, die nicht zum Dienst kommen, nur Soldaten 
spielen und nichts lernen — dann hätte man freilich bald die 120000 Mann, 
die jetzt auf dem Papier stehen, sehr bedeutend reducirt, aber man hätte eine 
Truppe, die dreimal so viel werth wäre, als was jetzt auf dem Papier steht. 

Statt dessen, heißt es, beschäftigt sich das Kriegsministerium mit der 
wichtigen Frage, ob man nicht bei erster Gelegenheit die sämmtlichen Frei- 
willigen in das so praktische Ziegelroth der Linie kleiden soll. 

Friedrich Engels 
A Review of English Volunteer Riflemen 

The Volunteer Journal, 
for Lancashire and Cheshire. 
Nr.2, 14. September 1860 

A Review of English Volunteer Riflemen. 

England, as well as Germany, is arming to repel the attack with which 
Bonapartism threatens her; the British Volunteer Riflemen arose from the 
same cause which made Prussia double the number of her battalions of the 
line. It will, therefore, be of interest to the German military public, to receive 
some detailed information on the present state and the fitness for actual 
service of the British Volunteer army; for this army, from its very origin, 
and in virtue of its fundamental idea, is an enemy of Bonapartism, an ally 
of Germany. 

A very few battalions excepted, this army of volunteers dates from the 
latter half of last year; the great body has not been put in uniform and drilled 
more than a twelvemonth. At present, its strength, on paper, is 120,000 men; 
but if we may draw conclusions from what is the fact in some districts, there 
will not be more than 80,000 men really effective and drilled; the remainder 
take no interest in the matter, and had better be erased from the lists. 

The organisation is very simple. Wherever 60 to 100 volunteers (in the 
artillery 50 to 80) are brought together, in any locality, they form themselves 
into acompany, subject to the consent of the Lord Lieutenant of the county. 
They elect candidates for officers, (a Captain, a Lieutenant, and an Ensign), 
whom the Lord Lieutenant, in most cases, appoints to their respective 
companies; but there have also been instances of rejection. Several com- 
panies may form themselves into a battalion, in which case the Lord Lieuten- 
ant appoints the Major and Lieutenant-Colonel, mostly according to the 
wishes of the officers, or according to seniority among the captains. Thus 
there are corps varying from one to eight companies and more, numbered 
in the order of their formation in their respective counties; but only full 
battalions of eight companies receive a Lieutenant-Colonel. The officers 
may, all of them, be appointed from among the volunteers, and they are not 

The Volunteer Journal. Manchester. Nr. 2, 
11. September 1860. Titelkopf und Seite 26 mit dem Beginn von Engels’ Artikel 
„A Review of English Volunteer Riflemen" 

A Review of English Volunteer Riflemen 

subjected to any examination. The Adjutant, however, must be an officer 
from the line or militia, and he alone receives regular pay. The volunteers 
find their own clothing, etc., but if desired, the government furnishes them 
with rifle and bayonet by way of loan. The color and cut of the uniform is 
fixed by the various corps themselves, subject to the approval of the Lord 
Lieutenant. The corps have also, upon the whole, to find their own drill and 
practice grounds, ammunition, instructors, and music. 

The uniforms of the various infantry or rifle corps are mostly dark green, 
dark or light grey, or brown drab. The shape is something intermediate 

between the French and English pattern; for a head dress they mostly wear 

the French kepi, or the French or English officer's cap. The artillery is 
dressed in dark blue, and has adopted, for appearance's sake, the rather 
unserviceable and lumbering fur-cap or busby of the horse artillery. There 
are also a few mounted rifles whose uniform imitates that of the English 
cavalry, but they are a mere article of luxury. 

At the time when the formation of these rifle corps was first agitated, the 
whole matter savoured very strongly of our own national and civic guards; 
there was a great deal of playing at soldiers; the way in which officers were 
manufactured, and the appearance and helplessness of some of these offi- 

cers, when on duty, were rather amusing. It may well be imagined, the men 
did not always elect the most capable, or even those who had the movement 
most at heart. During the first six months, almost all battalions and companies 
made the same effect upon the beholder as our own defunct civic guard of 
1848. 

This, then, was the material handed over to the drill-sergeants, in order 
to shape it into a body of serviceable field-troops. The manual and platoon 
was gone through mostly at nights, between seven and nine o'clock, in 
covered rooms and by gas-light, twice or three times a week. On Saturday 
afternoons, if possible, the whole body made a short march and went through 

company movements. To drill on Sunday was forbidden by both law and 
custom. The instructors were sergeants and corporals of the line, the militia 
or pensioners; and they, too, had to form the officers into shape. But the 
English non-commissioned officer is an excellent man in his way. There is, 
on duty, less swearing and coarse language in the English army than in any 
other; on the other hand, punishment is so much the more certain to be 
applied. The non-commissioned imitates the commissioned officer, and has 
thus adopted manners far superior to those of our German sergeants. Then 
he does not serve because of the prospect of some pettifogging office in the 
civil service being held out to him, as is the case with us; he has engaged 
himself voluntarily for twelve years, and promotion, up to the rank of ser- 
geant-major even, offers him considerable fresh advantages at every step; 

Friedrich Engels 

in every battalion one or two commissions (adjutant and paymaster) are 
mostly reserved to old non-commissioned officers; and, on active service, 
every sergeant may attach the golden star to his collar by (distinguishing 
himself before the enemy. The drill-sergeants belonging to this class of men 
have, indeed, upon the whole, made the volunteers what it was possible to 
make them in so short a time; they have not only made them steady in 
company movements, but also licked the officers into shape. 

In the mean time, the single companies, at least in the large towns, formed 
themselves into battalions and received adjutants from the regular troops. 
Similar to the Austrian, the English subaltern is far less theoretically educat- 
ed than the North German; but same as the Austrian, if he likes his profes- 
sion, he knows his duty exceedingly well. Among the adjutants who have 
passed over from the Une to the volunteers, there are men who, as instructors, 
could not be better; and the results which they have obtained in a very short 
time in their battalions are surprising indeed. Up to the present time, how- 
ever, only a minority of the volunteers have been formed into permanent 
battalions, and as a matter of course, these are considerably superior to the 
mass of companies not so formed. 

The volunteers of Lancashire and Cheshire had organised a Review at 
Newton, half way between Manchester and Liverpool, for the 11th of 
August, the commanding General of the district, Sir George Wetherall, taking 
the command. The volunteers who met here, were the contingents of the 
manufacturing districts around Manchester; there were not very many 
present either from Liverpool or from the neighbouring agricultural districts 
of Cheshire. To judge from our own German recruiting experience these 
corps must have been physically below the average; but it is not to be forgot- 
ten that by far the minority of the volunteers belong to the working classes. 

The soil of Newton race-course, of itself spongy enough, had been con- 
siderably softened by the continuous rains; it was very uneven and very 
sticky. On one side of it there is a small brook, with here and there some 
thick gorse on its banks. The ground was just right for a parade of young 
volunteers; they most of them stood ankle deep in water and mud, and the 
officers' horses often sank into the clay until above the fetlock-joint. 

The 57 corps which had sent in their adhesion, were divided into four 
brigades—the first of four, the remainder of three battalions each; every 
battalion of eight companies. Lieutenant-Colonels of the line commanded 
the brigades; officers of volunteers were appointed to the battalions. The 
first brigade had three battalions deployed, the fourth in column behind the 
centre. The three remaining brigades stood in second line, nine battalions 
in contiguous columns of companies at quarter distance, right in front. 

After saluting the general, a change of front to the left was to be effected, 

A Review of English Volunteer Riflemen 

under shelter of the battalion which stood in column behind the first line. 
To effect this, the two centre companies of the battalion deployed in front 
of it, wheeled outwards, upon which the column passed through the opening 
thus formed, and then extended along the watercourse,—four companies 
skirmishing, and four forming the supports. The ground and the gorse were 
both so wet, that the men could not be expected to take a correct advantage 
of the ground; besides, most battalions of volunteers are still occupied with 
the ABC only of skirmishing and outpost duty, so that it would not be fair 
to measure them by too high a standard in this respect. In the mean time, 

1 o the deployed line effected its change of front around its own centre as a pivot; 

the two centre companies of the middle battalion wheeled a quarter of a 
circle,—the one forwards, the other backwards—after which the remaining 
companies took up the new alignment. The two battalions on the wings of 
the first line formed columns at quarter distance, marched into the alignment, 
and deployed again. It may be imagined what a time was occupied by this 
complicated and rather clumsy manceuvre. At the same time, the right battal- 
ion of the line of columns advanced straight on until halted behind the new 
right wing of the first line; the remaining battalions faced to the right and 
followed in double files (fours right), each battalion turning to the front, and 

20 following the right battalion as soon as arrived on the spot originally occupied 

by this right battalion. When the last column had thus arrived upon the new 
alignment, each column independently wheeled to the left, and thus restored 
the front of the line of columns. 

The third brigade now advanced from the centre of this line of columns; 
arrived about two hundred paces behind the first or deployed line, the three 
battalions opened out to deploying distance and deployed in their turn. The 
chain of skirmishers, in the mean time, having gained considerable ground, 
both deployed lines advanced a couple of hundred paces, upon which the 
first line was relieved by the second. This is effected by the first line forming 
fours right, and the head of each company disengaging and wheeling to the 
right; files in the second line give way, thus affording room for the first line 
to pass through; after which, companies form front and wheel into line. This 
is one of those drill-ground movements which are superfluous whereverthey 
are practicable, and which are not practicable where they would be neces- 
sary. After this, the four brigades were drawn together again into a mass of 
columns, and the troops marched past the general in open column of com- 
panies (25 to 35 files front). 

We shall not attempt to criticize this system of evolutions which, no doubt, 
will appear rather old-fashioned to our readers. It is evident that, whatever 
may be its value in an army of the line with twelve years’ service, it is 
certainly less adapted than any other for volunteers who can afford a few 

Friedrich Engels 

spare hours per week only for their drill. What interests us most on this 
occasion, is the manner in which these movements were performed by the 
volunteers; and here we must say that, although there was a slight hitch here 
and there, upon the whole, these evolutions were gone through steadily and 
without confusion. The most defective parts were, the wheeling in column 
and the deployments, which latter were done very slowly; in both evolutions, 
it was visible that the officers were not sufficiently formed and not yet at 
home in their duty. But on the other hand, the advance in line, this chief and 
cardinal movement of British tactics, was good beyond all expectation; the 
English appear, indeed, to have quite an exceptional talent for this move- 
ment, and to learn it uncommonly quick. The marching-past also came off, 
upon the whole, very well,—and what was most amusing, it came off under 
a drenching shower of rain. There were a few mistakes against British 
mihtary etiquette, and besides, by the fault of the officers, distances were 
very badly kept. 

Besides a sham fight organized in London, by some over-sanguine com- 
manders of volunteers, and gone through rather wildly, this was the first time 
that a larger body of volunteers performed evolutions, which had something 
more in view than eventual marching-past. If we consider that the great mass 

of the troops present at Newton consisted of corps which, counting one, two, 

or at the outside three companies, are not formed into permanent battalions, 
have no officers from the regulars, have been drilled by drill-sergeants alone, 
and have only now and then been brigaded together in a battalion, we shall 
have to allow that the volunteers have done everything that was possible, 
and that they are no longer on the same level with our civic guards. As a 
matter of course, the corps which form permanent battalions, and are direct- 
ed by adjutants from the Une (for the adjutants, so far, are the virtual com- 
manders of battalions,) were also those which went most steadily through 
their evolutions at the review. 

The men upon the whole looked weU. There were, indeed, some companies 
as puny as Frenchmen, but others surpassed in stature the average of the 
present British line. Mostly, however, they were very unequal in size and 
breadth of chest. The pallor peculiar to the inhabitants of towns gave to most 
of them a rather unpleasantly unwarlike look, but eight days’ encampment 
would soon get the better of that. The uniforms, some of them a Uttle over- 
ornamental, made a very good effect in the mass. 

The first year's drill has taught the volunteers so much of the elementary 
movements, that they may now enter upon skirmishing and rifle practice. 
They wül be far more handy at both these kinds of work than the English 
line, so that by Summer 1861 they would form a very useful army, if only 
their officers knew more about their business. 

5 

A Review of English Volunteer Riflemen 

This is the weak pointofthe whole formation. Officers cannot be manufac- 
tured in the same time and with the same means as privates. Up to now it 
has been proved that the willingness and the zeal of the mass may be relied 
upon, as far as is required for making every mana soldier as far as necessary. 

But this is not sufficient for the officers. As we have seen, even for simple 
battalion movements, wheeling in column, deployments, keeping distance 
(so important in the English system of evolutions, where open columns are 
very often employed), the officers are not by far sufficiently formed. What 
is to become of them on outpost and skirmishing duty, where judgment of 
ground is everything, and where so many other difficult matters are to be 
taken into consideration? How can such men be entrusted with the duty of 
taking care of the safety of an army on the march? Government has made 
it binding upon every officer of volunteers to go to Hythe for three weeks, 
at least. So far, so good; but that will neither teach him to conduct a patrol, 
nor to command a picket. And yet, the volunteers are chiefly to be used for 
light infantry service—for that very kind of duty which requires the cleverest 
and most reliable of officers. 

If the whole movement is to lead to something, this is the point where 
government will have to step in. All companies which are still existing,— 

singly, or by twos and threes,—ought to be compelled to combine together 
in permanent battalions, to engage adjutants from the regulars. These ad- 
jutants should be bound to give to all the officers of their respective battal- 
ions a regular course of instruction in elementary tactics, light infantry 
service in all its branches, and the regulations affecting the internal routine 
of service in a battalion. The officers should be bound, besides attending 
Hythe, to do duty, for at least three weeks, with a regiment of the line or 
militia in some encampment; and, finally, they should, after a certain time, 
be all made to pass an examination, proving that they have learnt at least 
the most indispensable part of their business. Such a course of instruction 
and examination of the officers; further, a medical examination of the men, 
in order to weed out those who are physically unfit for field-service (and 
there are not a few); and an annual revision of the company-lists, for the 
removal of those men who do not attend drill, who only play at soldiers and 
will not learn their duty—if this was done, the 120,000 men now existing on 
paper would be considerably reduced, but you would have an army worth 
three times the one which now counts 120,000 men on paper. 

Instead of that, it is reported that the military authorities are busy dis- 
cussing the important question, whether it would not be desirable to clothe, 
at the first opportunity, all rifle volunteers in the so very desirable brick 
colour of the line.