Köln, 25. September 1848.
Angekommen: Pet. Kühnle von Kannstadt J. B. Mundschenk von Mannheim. Fr. Gerling vom Niedermoin. Fr. Seelig vom Obermain. Joh. Hirschmann nach Mainz. Kapt. Kamps von Rotterdam mit 4478 Ctr. Kapt. Kalfs von Amsterdam mit 4280 Ctr.
Abgefahren: F. C. Schneider nach dem Obermain L. Bühler nach Kannstadt. H. Lubbers nach Wesel. H. Bechert nach Heilbronn J. Zeiler nach Koblenz. R, Bauer nach der Saar.
In Ladung: Nach Antwerpen G. Verwaayen. Nach Rotterdam W. Hogewegh. Nach Ruhrort bis Emmerich J. A. Orts. Nach Düsseldorf bis Mülheim an der Ruhr A. Meyer. Nach Andernach und Neuwied C. Kaiser, M. Wiedel. Nach Koblenz, der Mosel u. der Saar J. Zeiler. Nach der Mosel, und Trier und der Saar M. J. Hayn. Nach Bingen und nach Mainz Ant. Bender. Nach dem Niedermain Frz. Schulz. Nach dem Mittel- und Obermain M. Lenz. Nach Worms u. Mannheim M. Geraens.. Nach Heilbronn F. Kühnle. Nach Kannstadt und Stuttgardt H. Huber.
Ferner nach Rotterdam Capt. Baumann Köln Nr. 14.
Ferner nach Amsterdam Capt. Willms Köln Nr. 20.
Ferner nach Stettin Capt. Range, Bark „Fortschritt.“
Rheinhöhe am 24. Sept. 5′ 1″
Rheinhöhe am 25 Sept. 4′ 11 1/2 ″
Geschäfts-Verlegung.
Einem in- und auswartigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit dem 23. d. Mts. meine Kappen- und Pelzhandlung von den Vierwinden nach der Hochstraße, Höhlen-Ecke Nr. 66, verlegt habe. Für daß bisherige Zutrauen herzlich dankend, erlaube ich mir die Bitte, dasselbige auch noch ferner zu schenken, welches ich vermittelst soliden und eleganten Artikeln, nebst billigen Preisen jederzeit honoriren werde.
Köln, den 23. Sept. 1848.
C. König, Hochstraße, Höhlen-Ecke Nr. 66.
Der dabier am Bollwerk Nr. 1, in der Nähe der Bahnhöfe, der Rheinischen und Köln-Mindener Eisenbahn und der Landungsplätze, der sämmtlichen Dampfboote gelegene Gasthof zum Schützenhofe, mit einem Salon und 23 Zimmern, verbunden mit einer Restauration und bedeutenden Schenkwirthschaft steht zu vermiethen, zu verkaufen oder gegen ein kleineres Haus zu vertauschen. Das Nähere bei M. Sieben am Frankenthurm Nr. 23.
Bekanntmachung.
Durch die allerhochste Kabinets-Ordre vom 8. April d. J. (Gesetzsammlung Nr. 14) ist das Porto für Papiergeld (Kassen-Anweisungen etc) und Staatspapiere bei Versendung mit der Post bedeutend ermaßigt worden. Es ließ sich erwarten, daß in Folge dessen die Versendung, namentlich von Kassen-Anweisungen, ohne Deklaration aufboxen, oder sich doch vermindern würde, und zwar im eigenen Interesse des Publikums, weil wenn Briefe mit nicht deklarirten Kassen-Anweisungen verloren gehen, gesetzlich kein Ersatz gewährt wird. Jene Erwartung hat sich jedoch nicht erfüllt, im Gegentheil mehren sich die Reklamationen wegen Verlust von dergleichen undeklarirt abgesandten Papieren. Insoweit bei der Versendung undeklarirten Papiergeldes nur eine Porto-Ersparniß beabsichtigt wird, scheint ganz übersehen zu werden, daß der dadurch zu erlangende Vortheil verglichen mit der geringen Mehrausgabe für deklarirte Geldsendungen fast durchgehends ganz unerheblich ist, jedenfalls aber mit der Gefahr, bei unterlassener Deklaration in keinem Verhältnisse steht:
So kostet beispielsweise:
ein Brief von Köln nach Bonn, mit 50 Thlr. Kasten-Anweisungen, 1 1/4 Loth schwer,
undeklarirt 2 Sgr,
deklarirt 2 1/4 Sgr., mehr 1/4 Sgr.
ein Brief von Köln nach Minden mit 100 Thlr. Kassen-Anweisungen, 2 1/2 Loth schwer,
undeklarirt 9 Sgr.,
deklarirt 10 Sgr., mehr 1 Sgr.
ein Brief von Köln nach Berlin mit 200 Thlr. Kassen-Anweisungen, 2 Loth schwer,
undeklarirt 12 1/2 Sgr.,
deklarirt 16 1/2 Sgr., mehr 4 Sgr.
Das General-Postamt hält sich für verpflichtet, das Publikum hierauf aufmerksam zu machen.
Berlin, den 21. Juni 1848.
General-Postamt. (gez.) v. Schaper.
Amtliche Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf die diesseitige Bekanntmachung vom 18. Juli d. J. wird hiermit zur Kenntniß des betreffenden, handeltreibenden Publikums gebracht, daß der Gemeinderath für den, am Montag den 2. Oktober d. J. hier stattfindenden großen Viehmarkt, folgende Prämien für Viehhändler bewilligt hat, nämlich:
1. für denjenigen, welcher den besten Ochsen zum hiesigen Markte bringt, 100 Thaler;
2. für denjenigen, welcher den zweitbesten Ochsen zum hiesigen Markte bringt, 50 Thaler;
3. für denjenigen, welcher die beste Kuh zum hiesigen Markte bringt, 50 Thaler;
4. für denjenigen, welcher die beste Verse zum hiesigen Markte bringt, 30 Thaler, und
5. für denjenigen, welcher das meiste Vieh zum hiesigen Markte bringt, 20 Thaler.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß bei Zuerkennung der Prämien lediglich auf die Qualität resp. Quantität des Viehes Rücksicht genommen werden wird, so wie auch selbstredend das Vieh, wofür die Prämien bewilligt werden, am Markttage zum Schlachten auf dem hiesigen Markte verkauft werden muß. Ebenso wird erwartet, daß die Viehhändler, denen die Prämien zuerkannt werden, den hiesigen Viehmarkt auch ferner regelmäßig mit ihrer Waare besuchen werden.
Die Beurtheilung des Viehes, resp. die Zuerkennung der Prämien, erfolgt durch die, für den hiesigen großen Viehmarkt bestehende Metzger-Deputation.
Köln, den 16. September 1848.
Das Oberbürgermeisteramt.
Im Verlage von W. A. Rosenkranz (Weberstraße Nr. 24 in Köln) ist erschienen:
Der fromme Christ im Gebete und in der Unterhaltung mit Gott.
Ein vollständiges Gebet- und Andachtsbuch für katholische Christen.
Mit einer erbauenden Vorrede von einem katholischen Geistlichen.
Mit hochwürdiger erzbischöflicher Approbation
Preis	in schönem farbigen	Titel	15 Sgr.
Preis	in bronzirtem	Titel	10 Sgr.
Preis	in schwarz. Druck	Titel	7 1/2 Sgr.
Dieses Gebetbuch hat besonders viel Anklang gefunden, und da die hochwürdigste Geistlichkeit Westphalens dasselbe mit einem passenden Vorwort ausgestattet hat, so verdient dieses Buch besonders empfohlen zu werden, zumal dem betenden Christ dadurch manche heilsame Lehre und Ermahnung geboten wird, seinen Gott und Herrn im Geiste und in der Demuth anzubeten, sich von irdischen Gedanken zu entfernen, und den wahren Weg des Heils, vorzüglich aber Trost und Linderung zu finden in diesen so gewitterschweren und unruhigen Zeiten. Möge der Inhalt in dem Herzen eines jeden römisch-katholischen Christen eine gute Aufnahme finden, alsdann ist der Verfasser auf's beste belohnt.
Bei W. A. Rosenkranz (Weberstraße Nr. 24) ist zu haben:
Tägliche Unterhaltungen mit Gott.
Ein Gebet und Erbauungsbuch für katholische Christen.
Mit hochwürdigster erzbischöflicher Approbation.
Elegante Miniatur-Ausgabe 256 Seiten. Pr. 2 1/2 Sgr
Dieses kleine Gebetbuch enthält alle Festtage und Kirchenfeste des Jahres, nebst den gewöhnlichen Meß-, Beicht-, Kommunion- und Ablaßgebeten, und ist als niedliches Taschenformat zu empfehlen.
Im Verlage von W. A. Rosenkranz (Weberstraße Nr. 24 in Köln) ist erschienen:
Der Gang nach Golgatha oder der heil. Kreuzweg.
Unter diesem Titel ist das heilige Abendmahl und der ganze Leidensweg Christi in 14 bildlichen Darstellungen vorgestellt; aber auch ist jedem Bildnisse eine passende und erbauende Schrift beigefügt, die auch das verstockteste Herz zur Reue antreiben muß, wenn er hier betrachtet, was der Heiland, unser göttlicher Erlöser ihm zu Liebe gelitten hat.
Groß Plakat auf Schreibpapier 2 1/2 Sgr.
auf seinem Velinpapier 2 Sgr
Bei W. A. Rosenkranz (Weberstraße Nr. 24) ist zu haben:
Das von Sr. erzbischöflichen Gnaden, Johannes v. Geissel angeordnete Gebet, mit einem Anhange:
Gebet und Anliegen in der jetzt so hart bedrängten Zeit und Kriegsgefahren.
Um kurz dieses so ansprechende Gebet zu empfehlen, bedarf es nur der Anzeige, daß bereits eine Auflage von 73,000 Exempl. in kurzer Zeit vergriffen wurde.
Großer Viehmarkt zu Köln.
Wir unterzeichnete Handelsleute beehren uns den hiesigen geehrten Herren Metzgern und Oekonomen sowohl, wie auch aus allen anderweitigen Städten und Dörfern ergebenst anzuzeigen. Die auf den am 2. Oktober d. J. von unserm Herrn Ober-Bürgermeister und Gemeinde-Verordneten, zum Wohle u. Glanze des hiesigen bestehenden Großen Viehmarktes bewilligte bedeutende Prämien-Vertheilung besonders aufmerksam zu machen.