* Aachen, 3. Juni. Hr. Regierungs- und Schulrath Frenken aus Aachen, Abgeordneter von Heinsberg, hat in der Sitzung vom 31. Mai der Kammer „zur Vereinbarung“ erklärt, „man könne nicht genug das ehrenwerthe Benehmen des Militärs in Aachen anerkennen, es habe sich mit bewunderungswürdiger Mässigung benommen.“
Dieser Herr Regierungs- und Schulrath, einer der größten Reaktionäre der Kammer „zur Vereinbarung“, erklärte kürzlich in einer Privatgesellschaft, „bei den ewigen Unruhen in Berlin sei es Zeit, daß sich die Bürger mehr zurückzögen, das Militär einrücke und die Berliner mit Kartätschen beschieße.“
Vertritt der Herr Regierungs- und Schulrath die Aachener Bürgerschaft? Es liegt im Interesse der Stadt Aachen, selbst hierauf zu antworten.
Im Allgemeinen müssen wir den Herren Regierungs- und Schulräthen, wie sonstigen königl. preußischen Beamten bemerken, daß ein gewisser Takt sie vor der Unschicklichkeit bewahren sollte, in den Konflikten zwischen königl. preußischen Soldaten und rheinländischem Volke sich als Unparteiische aufzuwerfen.