[Konspekt der Reichstagsdebatte 

über das Sozialistengesetz”’”] 

Reichstagssitzung vom 16. und 17. Sept. 1878 

Vize-Bismarck - von Stolberg sprach 4 Minuten, 7 Sekunden. 

Aus dem stenographischen Bericht!?”) 

Reichstag. 4.Sitzung. Montag, 16. Sept. 1878. 

Präsident: Forckenbeck. 

(Sitzung eröffnet II Uhr, 30 Minuten. Schluß 3 Uhr, 40 Minuten.} 

Stellvertreter des Reichskanzlers, Staatsminister Graf zu Stolberg- 
Wernigerode: 

„Es wird darauf ankommen..., daß dafür gesorgt wird, daß nicht diese 
Agitation unter irgendeinem Schein von Gesetzlichkeit künftig betrieben 
werden könne.“ 

Aus den Reden der Sitzung vom 16. Sept. 
Attentat! 

Bebel: „Meine Herren, bei Beginn der heutigen Versammlung ist von 
seiten des Vertreters des Reichskanzlers sowie vor einigen Tagen in der 
Thronrede und ebenso in den Motiven zu dem uns vorliegenden Gesetz 
insbesondre auf die Attentate hingewiesen worden; alle Redner heute haben 
ebenfalls mehr oder weniger die Attentate berührt, und alle haben sie die 
Attentate als die nächste Veranlassung zu diesem Ausnahmsgesetz be- 
zeichnet, und nichts ist offenbarer wie dieses, daß sie die Ursache waren. - 
Da hätte man, meine Herrn, billigerweise erwarten können, daß die 
Regierung in dieser Beziehung sich klar und präzis aussprach, daß sie nach- 
wies, welche Entdeckungen sie gemacht, welche [be]lastende Tatsachen 
gegen uns zutage gefördert wurden, welche einen wenn auch nur ideellen 
Zusammenhang der Attentäter mit der Sozialdemokratie nachwiesen. Es ist 
aber bis heute nichts dergleichen geschehen, es ist bei leeren Worten und 
Anschuldigungen geblieben. Gleichwohl ist fortgesetzt das Stichwort: ‚Die 
Sozialdemokratie hat die Ättentate verschuldet.‘ Es ist die Anschuldigung: 
‚Die Sozialdemokratie ist die Partei der Kaisermörder‘ etc. ... Wir sind 
schlechterdings nicht gewillt, uns gefallen zu lassen, daß man heute noch 

492 Beilagen 

schweigt ... Wir haben zu allernächst das lebhafte Interesse daran, zu 
wissen, was in den zahlreichen Protokollen, die wegen der Atientate nieder- 
geschrieben wurden, enthalten ist. Wir verlangen namentlich zu wissen, was 
in den außerordentlich zahlreichen Verhören, die in den verschiednen Gegenden 
Deutschlands mit Parteigenossen von uns und Nichtparteigenossen statt- 
gefunden haben, mit Leuten der verschiedensten Richtung, die mit den Atten- 
tätern auch in noch so ferner Beziehung gestanden haben, an das Tageslicht 
gekommen ist. Wir, auf die man die Schuld und die Verantwortlichkeit lenkt, 
verlangen endlich Klarheit. Namentlich auch in bezug auf das letzte Attentat, 
das die allernächste Veranlassung für die Neuwahl des Reichstags'! und zur 
Vorlegung dieses Gesetzes war ... Ich entfernte mich“ {vom „Vorwärts“, 
wo er Erkundigungen über Dr.Nobiling einzog, dies am 2. Juni (1878) 
spätabends}, „sehr zufrieden mit dem Gehörten, und kam einige Minuten 
später an einen Laden, wo ich zu meiner höchsten Überraschung eine 
Depesche angeschlagen fand, welche lautete: 

‚Berlin, 2 Uhr nachts. Bei der’späteren gerichtlichen Vernehmung hat 
der Attentäter Nobiling bekannt, daß er sozialistischen Tendenzen huldige, 
daß er auch wiederholt hier sozialistischen Versammlungen beigewohnt 
und daß er schon seit acht Tagen die Absicht gehabt habe, seine Majestät 
den Kaiser [zu] erschießen, weil er es für das Staatswohl ersprießlich ge- 
halten, das Staatsoberhaupt zu beseitigen.‘ 

... Die Depesche, die diese Nachricht in die Welt schleuderte, ist aus- 
drücklich als offizielle bezeichnet. Ich habe hier die Depesche in der 
Hand, welche der Redaktion der ‚Kreuz-Zeitung‘ amtlich zugestellt worden 
ist, mit Noten von der Hand des Redakteurs der ‚Kreuz-Zeitung‘. Es besteht 
über den amtlichen Charakter dieser Depesche nicht der geringste 
Zweifel. Nun ist aber durch verschiedentliche glaubwürdige Nachrichten 

dargetan worden, daß überhaupt kein gerichtliches Verhör mit Nobiling 
am Tage des Attentats oder in der drauffolgenden Nacht vorgenommen 
worden ist, daß nichts festgestellt worden sei, was irgendwie als ernsthafter 
Anhaltepunkt für die Motive des Mörders und seine politische Gesinnung 
angesehen werden könnte. Jeder von Ihnen, meine Herrn, weiß, wie es mit 
dem Wolffschen Telegraphenbüro beschaffen ist* (Zustimmung), „jeder 
weiß, daß derartige Depeschen absolut nicht passieren können, ohne amt- 
lich approbiert zu sein. Zum Überfluß ist dieser Depesche noch ausdrück- 
lich das Wort ‚offiziell‘ amtlich beigefügt. Es ist also meines Erachtens 
gar kein Zweifel, daß diese Depesche von amtlicher Seite mit Bewußtsein 
und Absicht gefälscht und als solche in die Welt geschickt worden ist.“ 
(Hört, hört!) „Die Depesche enthält eine der infamsten Verleumdungen, 
welche je von offizieller Seite in die Welt geschleudert worden ist, und 
zwar mit der Absicht, eine ganze, große Partei in schmählichster Weise zu 
verdächtigen und zum Mitschuldigen eines Verbrechens zu stempeln ... 
Ich frage weiter, wie es möglich war, daß die Regierungsorgane, die gesamte 

Karl Marx - Konspekt der Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz 493 

offiziöse und offizielle Presse, und ihnen folgte fast die gesamte übrige 
Presse, gestützt auf die bezeichnete Depesche, fortgesetzt wochen- und 
monatelang, Tag für Tag in der unerhörtesten und verleumderischsten 
Weise gegen uns losschlagen durften; daß sie Tag für Tag die grauen- 
haftesten und beunruhigendsten Berichte über entdeckte Komplotte, 
Mitschuldige usw. in die Welt schleudern konnten, ohne daß ein einziges 
Mal von Regierungsseite etc. .... Es ist vielmehr von Regierungsseite alles 

"geschehen, um den Glauben an die Richtigkeit der unwahren Behauptungen 
in der öffentlichen Meinung weiter und weiter zu verbreiten und zu befestigen; 
und bis zu dieser Stunde haben sich die offiziellen Vertreter der Regierung 
nicht einmal herbeigelassen, über die vorhandnen Dunkelheiten die ge- 
ringste Aufklärung zu geben...“ Bebel kommt nun (S.39, Kolumne II) 
auf die Hetzereien. „Man hat offenbar alles aufgeboten, um Unruhen zu 
provozieren; man wollte uns aufs äußerste reizen, damit wir zu Gewalt- 
schritten irgendeiner Art uns verleiten ließen. Man hatte augenscheinlich nicht 
genug an den Attentaten. Man hätte sich in gewissen Kreisen zweifelsohne 
gefreut, wenn wir uns durch diese Hetzereien zu Gewaltschritten hätten 
verleiten lassen, um dann um so reichlicheres und gewichtigeres Material 
gegen uns zum schärfsten Einschreiten zu besitzen etc.“ Bebel verlangt 
darauf, daß endlich einmal die Protokolle zutage gefördert werden, daß dem 
Reichstag und. speziell der Kommission, welche diesen Gesetzentwurf zu 
prüfen hat, dieselben im Druck vorgelegt werden. „Ich stelle hier eine ähn- 
liche Forderung, wie sie vor ein paar Tagen bereits bei der Besprechung des 
Unfalls des ‚Großen Kurfürst‘!5??! mit vollem Recht, unter Zustimmung 
fast aller Seiten des Hauses, in bezug auf den erwähnten Unfall ausge- 
sprochen worden ist und deren Bewilligung der Marineminister“ (von Stosch), 
„soweit es von ihm abhinge (!), ausdrücklich zugestanden hat.“ {Bebels Ver- 
langen mit „Sehr richtig! Sehr gut!“ vom Reichstag begrüßt!} 

{Was antwortet nun die preußische Regierung auf diese nieder- 
schmetternde Anklage? Sie antwortet durch den Mund des Eulenburg, 
daß sie die Protokolle nicht vorlegen wird und daß überhaupt kein An- 
klagematerial vorhanden ist.} 

Minister des Innern Graf zu Eulenburg: „In der ersten Beziehung“ 
{Auskunft von den Vertretern der Bundesregierungen „über diegegen den in- 
zwischen verstorbnen Verbrecher Nobiling stattgehabte Untersuchung“)... 

l. „In der ersten Beziehung habe ich zu erklären, daß über die Mög- 
lichkeit oder Zulässigkeit der Mitteilung der Verhandlungen des Prozesses, 
welcher gegen Nobiling eingeleitet war, die preußische Justizbehörde zu 
befinden haben würde, wenn die Vorlegung verlangt wird. Soviel aber, meine 
Herrn, kann ich Ihnen sagen, daß eine Vernehmung Nobilings stattge- 
funden hat und daß er in dieser Vernehmung, soviel mir davon bekannt 
geworden ist, ausgesagt hat, daß er an sozialdemokratischen Versammlungen 
teilgenommen und an den dort vorgetragnen Lehren Gefallen gefunden habe. 

494 Beilagen 

Mehr mitzuteilen, muß ich mit Rücksicht auf den Umstand, daß die preußische 
Justizbehörde über die Vorlegung der Akten zu befinden hat, mich enthalten.“ 

{Positives sagt Eulenburg nur: 1. daß „eine“ Vernehmung stattgefunden; 
er hütet sich zu sagen: eine „gerichtliche“ Vernehmung. Er sagt ebenso- 
wenig, wann die eine Vernehmung stattgefunden (wohl nachdem infolge 
der durch den Kopf gejagten Kugel Teil seines Gehirns ausgetreten ?).} 
Was Eulenburg aber den Nobiling in dieser „einen“ Vernehmung sagen 
läßt (angenommen, Nobiling habe sich in zurechnungsfähigem Zustand be- 
funden}, beweist erstens: daß er sich nicht für einen Sozialdemokraten aus- 
gab, nicht für ein Mitglied. der sozialdemokratischen Partei; er hat nur ge- 
sagt, daß er einigen Meetings derselben beiwohnte wie elende Spießbürger 
und „an den vorgetragenen Lehren Gefallen gefunden habe“. Die Lehren 
waren also nicht seine Lehren. Er verhielt sich als Neuling zu ihnen. 
Zweitens: daß er sein „Attentat“ in keine Verbindung mit den Meetings und 
den dort vorgebrachten Lehren stellte. 

Aber die Kuriosa sind noch nicht fertig: Das „soviel“, was Herr 
Eulenburg sagen kann, macht er selbst oder sagt er problematisch: „daß er 
in dieser Vernehmung, soviel mir davon bekannt geworden ist, ausgesagt hat“. 
Herr Eulenburg hat also hienach das Protokoll niemals gesehn; er kennt es 
nur vom Hörensagen und kann nur soviel sagen, „als ihm auf diesem 
Wege davon bekannt geworden ist“. Aber gleich darauf straft er sich selbst 
Lügen. Eben hat er alles gesagt, „was ihm davon bekannt geworden ist“. 
Aber im unmittelbar nachfolgenden Satz heißt es: „Mehr mitzuteilen, muß 
ich mit Rücksicht auf den Umstand, daß die preußische Justizbehörde über 
die Vorlegung der Akten zu befinden hat, mich enthalten.“ In andern 
Worten: Er würde dann die Regierung kompromittieren, wenn er „mit- 
teilte“, was er weiß. ' 

Nebenbei bemerkt: Wenn nur ein Verhör stattgefunden hat, wissen wir 
auch „wann“, nämlich am Tag, wo Nobiling mit Kugeln im Kopf und Säbel- 
hieb im Kopf verhaftet wurde, nämlich am Tag, am Tag wo das berüchtigte 
Telegramm losgelassen worden, 2 Uhr nachts, 2. Juni. Später aber suchte 
die Regierung die ultramontane Partei für den Nobiling verantwortlich zu 
machen. Das Verhör hatte also keineswegs irgendwelchen Zusammenhang des 
Nobilingschen Attentats mit der Sozialdemokratie ergeben. 

Aber Eulenburg ist noch nicht fertig mit seinen Geständnissen. Er muß 
„ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich im Mai von dieser Stelle aus bereits 
gesagt habe, die Behauptung ginge nicht dahin, daß diese Taten direkt von der 
Sozialdemokratie angestiftet worden seien; ich bin auch jetzt nicht in der Lage, 
diese Behauptung aufzustellen oder überhaupt in dieser Richtung Neues 
beizufügen“. Bravo! Eulenburg gesteht rundheraus, daß die ganze seit dem 
Attentat von Hödel bis zum Meeting des Reichstags stattgefundne schmäh- 
liche Polizei- und Untersuchungshatz kein Atom eines Tatbestands für die 
von der Regierung beliebte „Theorie“ der Attentate geliefert hat! 

Karl Marx - Konspekt der Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz 495 

Die Eulenburg und Konsorten, die solche zarte „Rücksicht“ haben auf 
die Befugnisse der „preußischen Justizbehörde“, daß sie an ihr ein präsump- 
tives Hindernis finden, dem Reichstag die „Protokolle“ vorzulegen, nachdem 
Hödel geköpft und Nobiling gestorben, also die Untersuchung ein für allemal 
abgeschlossen ist, genieren sich nicht beim Beginn der Untersuchung gegen 
Nobiling, am Tag seines Attentats selbst, durch ein tendenziös gefärbtes 
„Telegramm“ über das angebliche erste Verhör Nobilings das Delirium 
tremens des deutschen Philisters hervorrufen und darauf ein Lügengebäude 
durch ihre Presse aufbauen zu lassen! Welche Achtung vor der Justizbehörde 
und namentlich auch vor den von der Regierung Mit-Angeschuldigten! 

Nachdem Herr Eulenburg so erklärt, daß kein Tatbestand für die An- 
klage der Sozialdemokratie auf Grund dieser Attentate vorliegt - und er 
daher auch die Vorlage der Protokolle verweigert, welche diesen ekligen 
Umstand in groteskem Licht beleuchten wird, fährt er damit fort, daß 
die Gesetzvorlage in der Tat nur auf einer „Theorie“ beruht, der Re- 
gierungstheorie, „daß die Lehren der Sozialdemokratie in der Art und Weise, 
wie sie in einer leidenschaftlichen Agitation verbreitet werden, wohl ge- 
eignet wären, in verwilderten Gemütern dergleichen traurige Früchte zur 
Zeitigung zu bringen, wie wir sie zu unsrem tiefsten Bedauern haben erfahren 
müssen“. {Die traurigen Früchte wie Sefeloge, Tschech, Schneider, Becker, 
Kullmann, Cohen (alias Blind?).} „Und an dieser Behauptung, meine 
Herren, glaube ich in Übereinstimmung mit der gesamten deutschen Presse“ 
li.e., soweit sie reptilisiert(!#2! ist, i.e., mit alleiniger Ausnahme der unab- 
hängigen Blätter aller Richtungen}, „mit alleiniger Ausnahme der sozial- 
demokratischen, auch heute noch zu sein.“ (Wieder reine Lügen!) 

[Die Versammlungen, denen Nobiling beiwohnte, fanden wie alle unter 
polizeilicher Aufsicht eines Polizisten statt; also nichts Verfängliches dran; 
die Lehren, die er hörte, können sich nur auf die an der Tagesordnung be- 
findlichen Gegenstände bezogen haben.} 

Nach diesen tatsächlichen falschen Aufstellungen über die „gesamte 
deutsche Presse“ ist Herr Eulenburg „sicher, in dieser Richtung einem 
Widerspruch nicht zu begegnen“. 

Dem Bebel gegenüber muß er „daran erinnern, welche Stellung die 
sozialdemokratische Presse diesen Ereignissen gegenüber eingenommen 
hat“, um zu beweisen, „daß die Sozialdemokratie den Mord, unter welcher 
Gestalt er auch auftrete“, nicht, wie sie behaupte, „verabscheue“. 

Beweis: I. „Es wurde zunächst in den Organen der Sozialdemokratie 
der Versuch gemacht, den Nachweis zu führen, daß die Attentate bestellte 
Arbeit gewesen seien.“ (Crownprince.) 

{Klagen der „Norddeutschen Allgemeinen [Zeitung]*“ über den gesetz- 
lichen Charakter der deutschen sozialdemokratischen Agitation.} 

2. „Als man einsah, daß auf diesem Weg nicht fortzukommen sei. 
ging man dazu über, die Unzurechnungsfähigkeit der beiden Verbrecher 

496 Beilagen 

zu behaupten, sie als isolierte Idioten und ihre Taten als Erscheinungen 
darzustellen, wie sie zu allen Zeiten hin und wieder vorgekommen seien“ 
{ist dem nicht so?} „und für die niemand anders verantwortlich zu 
machen sei.“ {(Beweist Liebe zum „Mord“.) (Geschah von vielen nicht 
sozialdemokratischen Journalen.)} 

Herr Eulenburg, statt die „Protokolle“ vorzulegen, von denen er nach 
seiner früheren Aussage nichts weiß — oder, was er weiß, aus Rücksicht auf 
die „preußische Justizbehörde“ sich auszuplaudern „enthalten“ muß - 
verlangt jetzt, daß man auf Grund dieser vorenthaltnen „Protokolle“ ihm’ 
glauben muß folgendes: „Meine Herren, die Untersuchung, die geführt 
worden ist, hat nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür ergeben, daß die 
beiden Männer irgendwie nicht imstande gewesen seien, die Folgen und 
die Bedeutung ihrer Taten nicht zu überlegen. Im Gegenteil, alles, was 
sich hat feststellen lassen, ist das, daß mit vollkommner Zurechnungsfähig- 
keit und im letzten Fall mit einer boshaften abgefeimten Prämeditierung“ 
{also bei dem geköpften Hödel nicht?} „gehandelt worden ist, wie sie wohl 
selten vorgekommen ist.“ 

3. „Es ist in vielen Organen der Sozialdemokratie dazu übergegangen, 
diese Taten zu entschuldigen, die Täter zu exkulpieren. Man hat nicht sie, 
sondern die Gesellschaft“ {die Regierung hat sie exkulpiert, indem sie nicht 
sie, sondern „die Lehren der Sozialdemokratie“ und die Agitatoren der 
Arbeiterklasse - also einen Teil der Gesellschaft und ihrer „Lehren“ - 
verantwortlich gemacht} „verantwortlich gemacht für die Verbrechen“ {man 
exkulpierte also nicht die Taten, sonst hätte man sie nicht als „Verbrechen“ 
betrachtet und die „Schuld“frage gar nicht diskutiert}, „welche begangen 
worden waren.“ (Zitiert „Vorwärts“ ‚bezog sich auf Hödel, mit vollem Recht.) 

Nach allem diesem Larifari: . 

4. „Parallel damit, meine Herren, gingen die Äußerungen über die 
frevelhaften Taten, die in Rußland gegen hohe Beamte versucht, beziehungs- 
weise vollführt sind. In Beziehung auf das Attentat der Vera Sassulitsch“ 
{der Petersburger Tag und die Presse der ganzen Welt!} „und den Mord 
des Generals von Mesenzow“!! (darüber später bei Bismarck} „haben Sie 
in einem hier erscheinenden Blatt die Frage gelesen: ‚Nun, was blieb jenen 
denn übrig? Wie anders konnten sie sich helfen?‘“ 

5. „Endlich hat die Sozialdemokratie im Ausland ausdrücklich und mit 
direkten Worten ihre Sympathie mit diesen Taten ausgesprochen. Der 
Kongreß der Juraföderation, welcher im Juli dieses Jahres in Freiburg getagt 
hat, hat ausdrücklich erklärt, die Akte Hödels und Nobilings wären revolu- 
tionäre Akte, die seine volle Sympathie hätten etc. “591 \ 

Aber ist die deutsche Sozialdemokratie „verantwortlich“ für die Äuße- 
rungen und movements! einer ihr feindlichen Clique, die Meuchelmorde 

1 Taten 

Karl Marx - Konspekt der Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz 497 

und derlartiges]? bisher in Italien, Schweiz, Spanien {auch Rußland: Net- 
schajew} nur gegen Glieder „der Richtung Marx“ verübt? 

{Vorher schon hatte Herr Eulenburg mit Bezug auf dieselben An- 
archisten gesagt, man habe die Ansicht, daß „die Attentate bestellte Arbeit 
gewesen“, aufgeben müssen, „als sogar Organe der Sozialdemokratie - ich 
werde hernach eine Probe davon geben - im Ausland erklärten, daß ste 
überzeugt seien, es wäre derartiges nicht der Fall“; er vergißt, die „Probe“ 
zu geben.} 

Folgt nun der schöne Passus über die „Richtung Marx“ und die „Richtung 
der sog. Anarchisten“ (p. 50, Kolumne I). Sie sind verschieden, aber „es ist 
nicht zu leugnen, daß diese Verbindungen alle in einem gewissen“ (welchem? 
feindlichen) „Zusammenhang zueinander stehn“, wie dieser gewisse Zu- 
sammenhang in der Tat zwischen allen Erscheinungen einer und derselben 
Epoche besteht. Will man diesen „Zusammenhang“ zu einem cas pendable 
machen, so muß man vor allem seinen bestimmten Charakter nachweisen 
und sich nicht mit einer Phrase begnügen, die auf ‚alles und jedes paßt im 
Universum, wo alles mit allem in einem „gewissen “ Zusammenhang steht. 
Die „Richtung Marx“ hat nachgewiesen, daß ein bestimmter „Zusammen- 
hang“ zwischen den Lehren und Taten der „Anarchisten“ ad denen der 
europäischen „Polizei“ besteht. Als in der Veröffentlichung „L’Alliance“* 
etc. dieser Zusammenhang im Detail enthüllt wurde, schwieg die ganze 
Reptilien- und gutgesinnte Presse. Diese „Enthüllungen“ paßten ihr nicht 
in ihren „Zusammenhang“. (Mordattentate hat diese Clique bisher nur auf 
die Mitglieder der Richtung „Marx“ verübt.) 

Nach diesem faux fuyant knüpft Herr Eulenburg durch ein unschein- 
bares „und“ einen Satz an, der diesen „Zusammenhang“ nachzuweisen 
sucht durch einen falschen locus communis, der dazu noch in besonders 
„kritischer“ Form ausgesprochen: 

„...und“, fährt er fort, „und es ist eine Erfahrung in solchen Be- 
wegungen, die auf dem Geseiz der Schwere beruht“ {eine Bewegung kann 
auf dem Gesetz der Schwere beruhn, z.B. die Bewegung des Falls, aber 
die Erfahrung beruht prima facie’ auf dem Phänomen des Falls}, „daß die 
extremen Richtungen“ {z.B. im Christentum die Selbstverstümmelung!} 
„allmählich die Oberhand gewinnen und die gemäßigteren sich ihnen 
gegenüber nicht aufrechterhalten können.“ Erstens ist es ein falscher locus 
communis, daß in historischen Bewegungen die sog. extremen Richtungen 
der zeitgemäßen Bewegung die Oberhand gewinnen, Luther contra Thomas 
Münzer, die Puritaner contra Levellers, die Jakobiner contra Hebertisten. 
Die Geschichte beweist grade das Gegenteil. Zweitens aber: Die „Anar- 

2 in der Handschrift schwer zu entziffern - todeswürdigen Verbrechen -4 Karl Marx und 
Friedrich Engels: „Ein Komplott gegen die Internationale Arbeiter-Association“ - Nach 
dieser Ausflucht - Gemeinplatz - ? auf den ersten Blick 

498 ö Beilagen 

chisten“richtung ist kein „Extrem“ der deutschen Sozialdemokratie, was 
Eulenburg beweisen soll, statt dessen unterstellt. Dort handelt es sich um 
die wirkliche historische Bewegung der Arbeiterklasse; die andre ist ein 
Phantombild der jeunesse sans issue, die Geschichte machen wollen, und 
zeigt nur, wie die Ideen des französischen Sozialismus in den hommes 
declasses? der höheren Klassen sich karikieren. Demgemäß ist der Anarchis- 
mus faktisch überall unterlegen und vegetiert nur, wo es noch keine wirk- 
liche Arbeiterbewegung gibt. Dies die Tatsache. 

Herr Eulenburg beweist nur, wie gefährlich, wenn die „Polizei“ sich 
aufs „Philosophieren“ legt. 

Sieh den Satz, der darauf folgt (Kolumne I, p. 51), wo Eulenburg quasi 
‚re bene gesta? spricht. 

Er will nun das Gemeinschädliche „der Lehre und Ziele der Sozial- 
demokratie“ beweisen! Aber wie? Durch 3 Zitate. 

Doch vorher noch die glänzende Übergangsphrase: 

„Und wenn Sie diese Lehren und Ziele der Sozialdemokratie etwas 
näher ins Auge fassen, dann ist nicht, wie vorhin gesagt worden ist, die 
friedliche Entwicklung das Ziel, sondern die friedliche Entwicklung ist nur 
eine Etappe, welche zu den letzten Zielen führen soll, die auf keinem andern 
Weg als auf dem Weg der Gewalt erreicht werden können.“ {Etwa wie der 
„Nationalverein“ 82] eine „Etappe“ war, um zu der gewaltsamen Verpreu- 
ung Deutschlands zu führen, so denkt sich Herr Eulenburg [mit] „Blut 
und Eisen“ die Sache.} 

Nimmt man den ersten Teil des Satzes, so spricht er nur eine Tauto- 
logie aus oder eine Dummheit: Hat die Entwicklung ein „Ziel“, „letzte 
Ziele“, so sind diese „Ziele“ ihre „Ziele“ und nicht der Charakter der 
Entwicklung „friedlich“ oder „unfriedlich“. Was Eulenburg in der Tat 
sagen will, ist: Die friedliche Entwicklung zum Ziele hin ist nur eine 
Etappe, welche zur gewaltsamen Entwicklung des Ziels führen soll, und 
zwar liegt diese spätere Verwandlung der „friedlichen“ in die „gewalt- 
same“ Entwicklung nach Herrn Eulenburg in der Natur des angestrebten 
Ziels selbst. Das Ziel im gegebnen Fall ist die Emanzipation der Arbeiter- 
klasse und die darin enthaltne Umwälzung (Umwandlung) der Gesellschaft. 
„Friedlich“ kann eine historische Entwicklung nur so lange bleiben, als ihr 
keine gewaltsamen Hindernisse seitens der jedesmaligen gesellschaftlichen 
Machthaber in den Weg treten. Gewinnt z.B. in England oder in [den] 
Vereinigten Staaten die Arbeiterklasse die Majorität im Parlament oder 
Kongreß, so könnte sie auf gesetzlichem Weg die ihrer Entwicklung im 
Weg stehenden Gesetze und Einrichtungen beserfigen, und zwar auch nur, 
soweit die gesellschaftliche Entwicklung dies erfordre. Dennoch könnte 
die „friedliche“ Bewegung in eine „gewaltsame“ umschlagen durch Auf- 

8 Jugend ohne Ausweg -? Deklassierten - 1° gleichsam als wäre alles gut vollbracht 

Karl Marx - Konspekt der Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz 499 _ 

lehnung der im alten Zustand Interessierten; werden sie (wie der Ameri- 
kanische Bürgerkrieg und [die] Französische Revolution) durch Gewalt 
niedergeschlagen, so als Rebellen gegen die „gesetzliche“ Gewalt. 

Was aber Eulenburg predigt, ist gewaltsame Reaktion seitens der Macht- 
haber gegen die in „friedlicher Etappe“ befindliche Entwicklung, und zwar 
um spätere „gewaltsame“ Konflikte (seitens der aufstrebenden Gesell- 
schaftsklasse) zu verhindern; Feldgeschrei der gewaltsamen Kontrerevolu- 
tion gegen die faktisch „friedliche“ Entwicklung; in der Tat versucht die 
Regierung, eine ihr mißliebige, aber gesetzlich unangreifbare Entwicklung 
gewaltsam niederzuschlagen. Dies die notwendige Einleitung gewaltsamer 
Revolutionen. Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie ewig neu. 

Herr Eulenburg beweist nun die Gewaltlehren der Sozialdemokratie 
durch 3 Zitate: 

l. Marx sagt in seiner Schrift über das Kapital: „Unsere Zwecke etc.“ 
{Aber „unsere“ Zwecke ist gesagt im Namen nicht der deutschen Sozial- 
demokratie, sondern der kommunistischen Partei.} Die Stelle steht nicht im 
„Kapital“, das 1867 erschienen, sondern im „Kommunistischen Manifest“, 
welches „1847“ erschienen [war], also 20 Jahre vor der wirklichen Forma- 
tion der „deutschen Sozialdemokratie“ 183 

2. Und an einer andern Stelle, welche in der Schrift des Herrn Bebel, 
„Unsere Ziele“, zitiert wird, heißt es als ein Ausspruch von Marx: {Er selbst, 
der aus dem „Kapital“ eine Stelle zitiert, die nicht drin steht, zitiert natürlich 
eine Stelle, die drin steht, als einen anderswo zitierten Ausspruch (vergleiche 
Stelle im „Kapital“, 2. Ausgabe).} Aber die Stelle bei Bebel lautet: 

„So sehen wir also, wie in den verschiedenen Geschichtsperioden die Ge- 
walt ihre Rolle spielt, und wohl nicht mit Unrecht ruft K. Marx (in seinem 
Buch ‚Das Kapital‘, wo er den Entwicklungsgang der kapitalistischen Produk- 
tion schildert): ‚Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die 
mit einer neuen schwanger geht. Sie ist selbst eine ökonomische Potenz.‘* 

3. Zitat aus Bebel: „Unsere Ziele“ (Kolumne I, p. 51), zitiert nämlich: 
„Der Verlauf dieser Entwicklung hängt von der Intensität (Kraft) ab, mit 
der die beteiligten Kreise die Bewegung erfassen; er hängt von dem Wider- 
stand, ab, den die Bewegung an ihren Gegnern findet. Das eine ist sicher: Je 
heftiger der Widerstand, um so gewaltiger die Herbeiführung des neuen Zu- 
standes. Mit Sprengen von Rosenwasser wird die Frage auf keinen Fall 
gelöst.“ {Dies zitiert Eulenburg aus Bebel, „Unsere Ziele“. Es steht p. 16, 
sieh die angestrichne Stelle 16 und ditto /5; vgl. ditto die angestrichene 
Stelle p. 43.} Wieder „verfälscht“, weil außer dem Zusammenhang zitiert. 

Nach diesen gewaltigen Leistungen siehe den kindischen und in sich 
selbst zerfallenden Blödsinn, den er kohlt über Bismarcksche „Fühlungen“ 
mit den „Führern der Sozialdemokratie“ (p. 51, Kolumne II)F*, 

11 in der Handschrift schwer zu entziffern 
32+ 

500 Beilagen 

In derselben Sitzung: 

Nach Stolberg spricht Reichensperger. Seine Hauptangst: daß das Gesetz, 
welches alles der Polizei unterwirft, auch auf andre der Regierung miß- 
liebige Parteien anwendbar; dazu ewiges katholisches Gequäke. (Sieh die 
angestrichnen Stellen p. 30-35.) 

Nach Reichensperger spricht von Helldorf-Bedra. Das naivste: „Meine 
Herren, das gegenwärtige Gesetz charakterisiert sich als ein Präventivgesetz 
im eminentesten Sinne des Wortes; es bringt keine Strafbestimmungen, 
sonderh es gibt nur die Befugnis zu Polizeiverboten und knüpft Strafen an die 
Übertretungen dieser äußerlich erkennbaren Verbote“ (p. 36, Kolumne ]). 
{Es erlaubt nur der Polizei, alles zu verbieten, und straft keine Übertretung 
irgendeines Gesetzes, sondern „Übertretung“ der Polizeiukase. Eine sehr 
gelungene Manier, Strafgesetze überflüssig zu machen.} 

Die „Gefahr“, gesteht Herr von Helldorf, liegt in den Wahlstägen der 
Suraldamokrafen. die nicht einmal durch die Attentathetze beeinträchtigt! 
Dafür muß gezüchtigt werden. Anwendung des allgemeinen Wahlrechts in 
einer der Regierung mißliebigen Weise! (36, Kolumne II.) 

Der Bursche gibt jedoch Reichensperger darin recht, daß die „Be- 
schwerdeinstanz“, die „Bundesratkommission“, Blödsinn. „Es handelt sich 
einfach um die Entscheidung einer polizeilichen Frage, und eine solche 
Instanz mit Rechtsgarantien zu umgeben - entschieden falsch“; gegen 
Mißbrauch hilft „Vertrauen in politisch hochgestellte Beamte“ (37, 1 undlI). 
Verlangt „Korrektur unseres Wahlrechts“ (38, I). 

B. Elf Briefe von Marx an Dritte, 

deren Inhalt unvollständig nach Sekundärquellen wiedergegeben wird, 

sowie eine 

Mitteilung Engels’ im „Vorwärts“ 

und ein 

Interview, das Marx der „Chicago Tribune“ gewährte 

503 

l 
Wiedergabe des Inhalts 

einiger Briefe von Marx an Carl Hirsch 

in Paris!585! 

31. Januar 75. K.Marx sendet Hirsch einen Brief, betreffend eine 
Arbeit „Misere de la philosophie“, die auf seine Kosten (1500 Exemplare) 
von einem Herrm Vogler, Verleger in Brüssel, gedruckt worden war. In 
diesem Brief sagt er ferner, daß Vernouillet, der ihm Korrespondenzen 
zusende, ein sehr vernünftiger Mann sei; er fragt ihn schließlich, ob es lange 
her sei, seiter Freund und Mesa gesehen hat. Die letzte Adresse von Freund, 
die er kannte, war: 53, route de Versailles (Auteuil). 

10. Dezember 1875. Karl Marx, 41, Maitland Park Road, London N. W., 
schreibt an Hirsch über sein Buch „Le Capital“, spricht von Lachätre in 

Vevey (Schweiz) und Kaub. 

16. Februar 76. Karl Marx lädt Hirsch ein, seinen guten Freund Lopa- 
tin, 25, rue Gay Lussac, zu besuchen und rät ihm, dessen Bekanntschaft zu 
machen. 

4.Mai 76. Karl Marx informiert C.Hirsch, daß ein gewisser Henri 
Oriol, 177, rue St.Denis, ein Angestellter der Buchhandlung Lachätre, 
ihm geschrieben hat, der „Rappel“ habe ihn um eine Rezension über die 
Arbeit „Le Capital“ gebeten, und Herr Oriol ersucht-mich, sagt Marx, um 
einen Artikel über dieses Werk, eine Art Schlüssel dazu, der als Ein- 
führung dienen könnte. K. Marx bittet gleichzeitig um Nachrichten über 
Kaub. 

23.September 1876. K.Marx schreibt an Hirsch: Seit gestern bin ich 
aus Karlsbad zurück.!?! Bei meiner Ankunft fand ich einen Brief von 
Lawrow über das Buch „Le Capital“ vor, dessen Verbreitung in Frankreich 
verboten wurde, wie ihm sein Pariser Kommissionär Guyot vom Palais 
Royal mitgeteilt habe.? Er übermittelt ihm Grüße an Familie Kaub. 

10. April 77. K.Marx bittet Hirsch um Auskünfte über die Affäre 
Galliffet und Madame de Beaumont.? Er fügt hinzu, daß der „Vorwärts“ 

1 Karl Marx: „Das Elend der Philosophie“ - ? siehe vorl. Band, S.207 -3 siehe vorl. Band, 
5.53 

504 Beilagen 

Galliffet einen „Schuft“ nennt. 9°! Er fragt ihn auch, wie der skandalöse 
Prozeß des „Einfaltspinsels“ Louis Blanc gegen den Russen Panajew aus- 
gegangen sel. 

14. Mai 1877. K.Marx schreibt einen Brief an Hirsch, in dem er von 
Gens[?] Kaub spricht und der dem Zaren feindlich gesinnt ist, den er 
„Kindernhund“* (Kinderschinder) nennt. Aber die Leibwache schützt ihn. 

1. August 1877. K.Marx schreibt an Hirsch einen sozialistischen Brief, 
in dem die Namen Höchberg, Engel[s?], Elisee Reclus, Arnould genannt 
sind, und gegen die protestantischen Pastoren in Deutschland. 

Am 20. Februar 78 informiert Karl Marx Hirsch, Lissagaray teile ihm 
mit, daß eine große Anzahl von Personen, Anhänger der „Commune“ von 
F.Pyat, erneut an der Wiedereinsetzung dieses Harlekins Thiers arbeiten, 
der der Kommune so viel Leid zugefügt habe; weiter sagt er: Louis Blanc 
hat wenigstens den Mut, Herrn Thiers nicht die Stiefel zu lecken, wie dies 
J. Favre, Simon usw. tun... 

Nach der Akte C.Hirsch 
in der Pariser Polizeipräfektur. 

* so in der Polizeiakte