26 März. 1870. Lieber Kugelmann, Ich schreibe Dir heute nur ein paar Zeilen, weil eben ein Franzos kommt, grad im Augenblick, wo ich mich seit so langer Zeit wieder zur Korrespondenz an Dich gerüstet. Den Mann werde ich heut Nachmittag nicht mehr los, und 5½ ist Postschluss. Morgen jedoch ist Sonntag, also einem guten Christen, wie mir, erlaubt, die Arbeit zu unterbrechen und Dir Ausführlicheres zu melden, speziell über den russischen casus, der sich artig weiter entwickelt hat. Jennychen , our illustrious J. Williams , besitzt eine ganz gute Ausgabe von G Vater Göthe . By the bye, sie war kürzlich bei Madame Vivanti eingeladen, der Frau eines reichen italienischen Kaufmanns . Dort war grosse assemblée, worunter auch Anzahl Engländer. Jennychen hatte furibunden Erfolg für Shakespear sche Deklamation. Je te prie de saluer Madame la comtesse de ma part et de la remercier xxx (?) des lignes aimables qu’elle a bien voulues m’adresser . Elle n’a pas la moindre raison de regretter d’avoir préféré le latin au français. Cela ne revèle pas seulement un goût classique et hautement developpé, mais explique encore pourquoi Madame se ne trouve jamais au bout de son latin. Auch beste Grüsse an Fränzchen . Der Mohr.