25 Jan. 1868. Dear Fred, Ich bin gestern zum erstenmal wieder ausgegangen u. in 1–2 Tagen wird die Narbe verheilt sein. Ich bin natürlich noch schwachmatig nach dieser starken Attaque. Ich hoffe, Dein Unwohlsein ist nur momentane Folge der Spreewoche . Jedenfalls mußt Du nicht mir zulieb oder für anybody or thing else Deine Gesundheitspflege vernachlässigen. In d er Saturday Review v. letzter Woche ist eine Notiz über mein Buch erschienen . Ich habe sie noch nicht gesehn u. weiß auch nicht, von wem sie ist. Borkheim hat mir das fact mitgetheilt . Was den Liebknecht angeht , so muß man ihn nicht weiter poussiren . Dieser Jüngling – wie er schon früher einmal zu London zeigte – liebt es sehr den „Protektor“ zu spielen. Dieß zeigt auch sein letzter Brief an Dich . Er kommt sich sehr wichtig vor, u. au cas de besoin nous ferons notre petit bonhomme de chemin sans lui et malgré lui. Welche Großmuth, daß er d ie Vorrede abdruckt, die fast alle Blätter vor Monaten gedruckt haben! Und daß er mich veranlaßt hat, 2 Copies meines Buchs resp. an Contzen u. den Red. d er Volkszeitung zu schicken! To show him the cold shoulder ist d as Beste. Im übrigen glaube ich, daß er noch nicht 15 Seiten des Buchs gelesen hat. Noch nach Jahresfrist hatte er seiner Zeit den „ Herrn Vogt “ nicht gelesen, der doch nicht zu schwere Lektüre war. Sein Motto ist: Lehren, aber nur nicht Lernen. Was die „Lassall eaner “ angeht, so behandle ich erst im II. Band die Trades Unions ’ , Cooperative Societies u.s.w. Ich glaube daher, daß nur dann in Bezug auf „L assalle “ jezt schon vorzugehn, wenn unmittelbarer Anlaß sich dazu bietet. Ueber d ie Art d ie Wiener zu bearbeiten , schreibe ich Dir nächstens, wenn mein Kopp wieder all right ist. Die einliegenden Briefe v. Kugelm ann u. Kertbenyi schickst Du gefälligst zurück. Ich habe noch nicht geantwortet. Der große Coppel noch nicht hier. Es wäre meinem jetzigen Zustand nützlich, wenn Du mir eine Sendung Deines mehr fullflavoured Claret (auch some Hock od. Mosel) zukommen liessest. Der Pole Card hat aus Genf geschrieben , als fzs. Uebersetzer sich angeboten , scheint Buchhändler in Genf zu haben. Ich habe seinen Brief d ur ch meine Frau an Schily schicken lassen , damit dieser ihn in Paris benuzt, um dort die Sache zu poussiren. Card paßt absolut nicht, nur dazu den Moses zu schrecken. Ich werde 2–3 Wochen noch absolut nicht arbeiten (i. e. schreiben ), höchstens lesen u. sob a ld d ie Wunden ganz verheilt (einstweilen, I think only for one or two days, scheuert u. irritirt sich noch der faule Fleck beim Gehn) sehr viel laufen. Es wäre fatal, wenn noch ein 3. Ungethüm ausbräche. Und nun salut my dear boy Dein KMarx