Karl Marx

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

(1863–1865)

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses
, Archiv sozialistischer Literatur 17, Neue Kritik, Frankfurt a.M. 1968. Die Seitenzahlen zwischen den || beziehen sich auf diese Ausgabe. Die etwas verwirrende Numerierung der Verfassernoten ist ebenfalls auf diese Ausgabe zurückzuführen.

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Marxists’ Internet Archive
.

[Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses - Teil 2]

Bibliographische Notiz zu

Karl Marx:

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

Aus dem Nachlass von Marx' Vorarbeiten zum „Kapital“ sind bisher nur wenige Teile, im wesentlichen lediglich die in der Zeit von 1861 – 63 entstandenen in einer weit umfangreicheren Serie von 23 Heften enthaltenen „Theorien über den Mehrwert“ bekannt geworden.

Über die späteren, bis zur Veröffentlichung des ersten Bandes des „Kapital“ 1867 und bis zu seinem Tode entstandenen, voluminösen Vorarbeiten gibt zwar Engels in seiner Ausgabe des zweiten Bandes des „Kapital“ detaillierte Hinweise, der allergrösste Teil dieses Komplexes, aus dem Engels den zweiten und dritten Band des „Kapital“ fertiggestellt hat, liegt jedoch bis heute unzugänglich im Moskauer Marx-Engels-Institut.

Der vorliegende Text gehört zu diesem Komplex und ist im Marxschen Manuskript betitelt als: „Erstes Buch. Der Produktionsprozess des Kapitals. Sechstes Kapitel. Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses“. Er wurde 1933 in dem vom Moskauer Institut herausgegebenen Marx-Engels-Archiv
veröffentlicht.

Das Manuskript ist leider fast ganz unbeachtet und unbekannt geblieben, erst im letzten Jahr erschienen Auszüge in der von Maximilian Rubel herausgegebenen französischen Zeitschrift Economie et Societés, Cahiers de l'Institut de Science Économique Appliquée, Série Études de Marxologie, No. 6 – Juin 1967; eine vollständige italienische Ausgabe besorgte Bruno Maffi.

A.Leontjev, der ursprüngliche, vom Marx-Engels-Institut beauftragte Herausgeber, gibt in seiner Einleitung einige bisher nicht bestrit-|
II|
tene Angaben zum Standort des Manuskriptes, die wir hier knapp wiedergeben:

„Von dem handschriftlichen Nachlass, der sich direkt auf den ersten Band des „Kapital“ bezieht, sind uns zur Zeit folgende Schriften bekannt:

1) das im vorliegenden Band veröffentlichte Manuskript des 6. Kapitels und

2) das Manuskript, dessen zentraler Inhalt die Erforschung der Wertformen ist und das eine Entwurfsvariante zur Überarbeitung des Textes für die erste Ausgabe bei der Vorbereitung der zweiten Ausgabe ist.

Das Manuskript besteht aus Seiten, die die Marxsche Numerierung von 441-495 tragen. Ausserdem sind in der Handschrift, d. h. in diesem ihren Abschnitt, der betitelt ist mit: „Die kapitalistische Produktion ist die Produktion des Mehrwerts“, zwei Zusätze enthalten, die vorher von Marx als Seiten 96-107 und 262-264 durchnumeriert worden waren (aus dem letzten Zusatz fehlt uns die Seite 262). Schliesslich lag zwischen den Seiten des Manuskripts eine Reihe von einzelnen Seiten, die im wesentlichen Bemerkungen enthielten, die Marx anscheinend bei seiner weiteren Bearbeitung des Manuskripts verwenden wollte.

Man sollte hier noch erwähnen, dass einige dieser einzelnen Seiten bedeutend später geschrieben wurden, als der Text des Manuskripts des sechsten Kapitels. Diese Einzelseiten veröffentlichen wir im vorliegenden Band nach dem Manuskript des sechsten Kapitels.

Der Schlüssel zum Verständnis des Stellenwerts des vorliegenden Manuskripts in der Entstehungsgeschichte des „Kapital“ ist der Aufbauplan des „Kapital“, der von Marx in einem seiner Hefte aus der Serie von 1861-1863 niedergeschrieben wurde. Im achtzehnten Heft dieser Serie, das sich auf Ende 1862 bezieht, gibt Marx folgende Variante zum Aufbau seines Werkes:

„Der Erste Abschnitt: Produktionsprozess des Kapitals, soll folgendermassen aufgeteilt werden:

1. Einleitung. Ware. Geld.

2. Verwandlung von Geld in Kapital.

3. Der absolute Mehrwert:

a) Arbeitsprozess und Verwertungsprozess;

b) Konstantes und variables Kapital;

c) Der absolute Mehrwert;

d) Kampf um den normalen Arbeitstag;

e) Gleichzeitige Arbeitstage (Anzahl der gleichzeitig beschäftigten Arbeiter). Betrag des Mehrwerts und die Mehrwertrate (Grösse und Höhe?)

4. Der relative Mehrwert:

a) Einfache Kooperation;

b) Teilung der Arbeit;

c) Maschinen usw.

III|
5. Kombination von absolutem und relativem Mehrwert. Verhältnisse (Proportion) zwischen Lohnarbeit und Mehrwert. Formelle und reale Subsumption der Arbeit unter das Kapital. Produktive und unproduktive Arbeit.

6. Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital. Die ursprüngliche Akkumulation. Die Kolonialtheorie Wakefields.

7. Resultate des Produktionsprozesses. Die Änderung im Auftreten des Aneignungsgesetzes kann unter 6 und 7 dargestellt werden.

8. Die Theorien über Mehrwert.

9. Die Theorien über produktive Arbeit und unproduktive Arbeit.“

Dieser vorläufige Entwurf erhellt die Rolle und den Stellenwert des Manuskripts des sechsten Kapitels. Die ersten sechs Punkte fallen vollständig mit dem tatsächlichen Aufbau des ersten Bandes zusammen. In der ersten Ausgabe bestand der erste Band des „Kapital“ aus sechs Kapiteln, die dem vorhandenen Entwurf vollkommen entsprechen; für die nachfolgenden Ausgaben wurden die Kapitel in Abschnitte verwandelt, wobei das fünfte Kapitel in zwei Abschnitte zerfiel, so dass die Gesamtzahl der Abschnitte Sieben beträgt. Dagegen wurden die letzten drei Punkte nicht in den ersten Band übernommen, wozu auch Punkt Sieben gehört – das Resultat des Produktionsprozesses.

Eine Reihe von Überlegungen gibt uns Anlass zur Annahme, dass das Manuskript nichts anderes ist, als der erhalten gebliebene Teil des ursprünglichen Konzeptes zum ersten Band des „Kapital“, das von Marx von 1863-1865 geschrieben worden war, und der „Umschrift ins Reine“ und der endgültigen Form als Grundlage diente, mit denen sich Marx seit Anfang 1866 beschäftigt hatte. Wahrscheinlich hat sich Marx während seiner endgültigen Bearbeitung entschlossen, das umfangreiche sechste Kapitel nicht in den ersten Band aufzunehmen – dieses Kapitel ist dem „Resultat des unmittelbaren Produktionsprozesses“ gewidmet. So schloss der Inhalt des ersten Bandes mit dem Kapitel (später – Abschnitt) über die Akkumulation des Kapitals ab. Gerade in diesem Kapitel übernahm Marx eine Reihe von Thesen, deren Vorentwurf in dem veröffentlichten Manuskript enthalten ist.

Das veröffentlichte Manuskript ist von Marx auf jeden Fall nach der Beendigung der Heftserie von 1861-1863 geschrieben worden. Der Inhalt mehrerer Stellen aus dieser Heftserie wird in dem vorhandenen Manuskript grosszügig verwendet. Ganz besonders wird der Inhalt des fünften und in noch stärkerem Maasse des 21. Heftes verwendet. Die einzelnen Seiten des 21. Heftes sind ganz einfach an die entsprechenden Stellen des vorhandenen Manuskripts geklebt worden.
Man sollte hier auch erwähnen, dass Marx in diesem
|IV|
Manuskript schon den Terminus „Arbeitsvermögen“ statt „Arbeitskraft“ verwendet, während im Text des „Kapital“ der erste Terminus schon durch den zweiten ersetzt ist. Mehrere Stellen in diesem Manuskript sind frühere Vorformulierungen von Thesen, die man im „Kapital“ antrifft. Was die Einzelseiten anbetrifft, die im Anschluss an den Text des 6. Kapitels zu finden sind, so ist ein Teil von ihnen unzweifelhaft frühestens 1867 geschrieben worden.

Das Material ist nach den Hinweisen von Marx, die im Manuskript selbst enthalten sind, angeordnet. Alle Umstellungen einzelner Textteile sind schon in den Fussnoten der Redaktion erwähnt. Die Einzelseiten, die zwischen den Seiten des Manuskripts des sechsten Kapitels lagen, sind nach dem Text dieses Kapitels angeordnet. Wörter, die von der Redaktion zum Verständnis des Zusammenhangs eingesetzt sind, und auch Bemerkungen der Redaktion sind in eckigen Klammern enthalten [ ]. Einzelne Wörter und Textteile, die dem Manuskript von Marx entnommen sind und in den Bemerkungen der Redaktion angeführt werden, sind ausserhalb der eckigen Klammern angeordnet. In den spitzen Klammern <> sind einzelne Wörter und Satzteile enthalten, die im Original ausgestrichen sind.

An der Vorbereitung des vorliegenden Bandes des „Marx-Engels-Archivs“ nahmen teil: P. Weller und G. Frelich (an der Redaktion des deutschen Textes) und M. Grinbaum (Zusammenstellung des Verzeichnisses).“

Anmerkungen

Arkhiv Marksa i Engelsa, vol. II (VII), 1933, p. 4 – 266

Capitale Libro I, Firenze 1969

Theorien I, Berlin 1956, S. 377

Hier ein Verzeichnis dieser Seiten: an die Seite 475 des Manuskripts ist die Seite 1303 des Manuskripts von 1861–1863 angeklebt, an die Seite 477 die Seite 1305, an 487–1308 und an 490–1318. (A.L.)

[Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses - Teil 3]

Karl Marx

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

Der Produktionsprozess des Kapitals

Sechstes Kapitel

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

Es ist in diesem Kapitel dreierlei zu betrachten:

1)
Waren
als
Produkt des Kapitals
, d[er] kapit[alistischen] Produktion

2) Die kapitalistische Produktion ist
Produktion von Mehrwert
;

3) Sie ist endlich
Produktion und Reproduktion des ganzen Verhältnisses
, wodurch dieser unmittelbare Produktionsprozess als
spezifisch kapitalistischer
sich charakterisiert.

Von diesen drei Rubriken ist Nr. 1 in der letzten Bearbeitung für den Druck zuletzt, nicht zuerst, zu stellen, weil es den
Uebergang
zum zweiten Buch – Zirkulationsprozess des Kapitals – bildet. Der Bequemlichkeit wegen fangen wir hier damit an.
[1*]

Anmerkungen der Herausgeber

[1*]
[Gemäss dieser Anweisung haben wir die zweite Rubrik (Manuskriptseiten 459 – 491, bei uns S. 4 – 166) und die dritte (Manuskriptseiten 492 – 495, bei uns S. 166–178) an die erste und zweite Stelle gesetzt und die erste Rubrik (Manuskriptseiten 441 – 458, bei uns S. 180 – 228) ans Ende.
D. Red.
]

[Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses - Teil 4]

Karl Marx

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

[I]
[1*]
Kapitalistische Produktion als Produktion von Mehrwert

Soweit das Kapital nur noch in seinen Elementarformen, als Ware oder Geld, auftritt, tritt der Kapitalist in den bereits bekannten Charakterformen des Warenbesitzers oder Geldbesitzers auf. Deswegen sind aber letztere an und für sich ebensowenig Kapitalisten, als Ware und Geld an und für sich Kapital sind. Wie diese sich nur unter bestimmten Voraussetzungen in Kapital, so verwandeln sich Waren- und Geldbesitzer nur unter denselben Voraussetzungen in Kapitalisten.

Ursprünglich trat das Kapital als
Geld
auf, daß sich in
Kapital
verwandeln soll, oder das nur noch δυνάμει
[2*]
nach Kapital ist.

Wie einerseits von den Oekonomen der blunder gemacht wird, diese Elementarformen des Kapitals – Ware und Geld – als solche

mit dem Kapital zu identifizieren, so andrerseits der blunder, die Gebrauchswertsexistenzweise des Kapitals – die
Arbeitsmittel
– als solche für Kapital zu erklären.

In seiner ersten provisorischen (sozusagen) Form als
Geld
(als Ausgangspunkt der Kapitalbildung) existiert das Kapital nur noch als Geld, also als eine
Summe von Tauschwerten
in der
selbständigen Form des Tauschwerts
, seinem
Geldausdruck
. Aber dies Geld soll sich verwerten. Der Tauschwert soll dazu dienen mehr Tauschwert zu schaffen. Die
Wertgrösse
soll wachsen, d. h. der vorhandene Wert sich nicht nur erhalten, sondern ein
Increment
, Δ Wert, einen
Mehrwert
setzen, sodass der gegebene Wert – die gegebene Geldsumme als Fluens, und das Increment als Fluxion sich darstellen. Wir kommen auf diesen selbständigen Geldausdruck des Kapitals zurück bei Betrachtung seines Zirkulationsprozesses. Hier, wo wir es mit dem Geld nur noch zu tun haben als
Ausgangspunkt des unmittelbaren Produktionsprozesses
reicht eine einzige Bemerkung hin: Das Kapital existiert hier nur noch als eine
gegebene Wertsumme
= G (Geld), worin aller Gebrauchswert ausgelöscht ist, daher in der Form des Geldes. Die
Grösse
dieser Wertsumme ist begrenzt durch die
Höhe
oder
Quantität
der
Geldsumme
, die sich in Kapital verwandeln soll. Diese Wertsumme wird also dadurch Kapital, dass ihre
Grösse
sich
vergrössert
, dass Sie sich in
eine wechselnde Grösse
verwandelt; dass sie von vorn herein ein Fluens, das eine Fluxion setzen soll.
An sich
ist diese Geldsumme erst Kapital, d. h. ihrer
Bestimmung
nach, weil sie in einer Weise angewandt, verausgabt werden soll, die ihre
Vergösserung
zum Zweck hat, weil sie zum
Zweck ihrer Vergrösserung
verausgabt wird. Erscheint dies mit Bezug auf die vorhandene Wert- oder Geldsumme als ihre
Bestimmung
, ihr innerer Trieb, Tendenz, so mit Bezug auf den
Kapitalisten
, d. h. den Besitzer dieser Geldsumme, in dessen Hand sie diese Funktion untergehen soll, als
Absicht, Zweck
. In diesem ursprünglich einfachen Wert- oder Geldausdruck des Kapitals (des werden sollenden Kapitals), worin von aller Beziehung auf Gebrauchswert abstrahiert, sie weggefallen ist, fällt aber auch alle störende Dazwischenkunft und später verwirrende Indizienzpunkte des
wirklichen Produktionsprozesses
(Warenproduktion etc.) fort und die
charakteristische spezifische Natur
des kapitalistischen Produktionsprozesses zeigt sich eben so abstrakt einfach. Wenn das

ursprüngliche Kapital eine
Wertsumme
= x; so ist der Zweck und wird dies x dadurch Kapital, dass es in x + Δ x verwandelt wird, d. h. in eine Geldsumme oder Wertsumme der ursprünglichen Wertsumme + einem Ueberschuss über die ursprüngliche Wertsumme, in die gegebene Geld
grösse
+ zusätzliches Geld, in den
gegebenen Wert + Mehrwert
. Die
Produktion von Mehrwert
— welche die Erhaltung des ursprünglich vorgeschossenen Werts einschliesst, erscheint so als der bestimmende Zweck, das treibende Interesse und das
schliessliche Resultat
des kapitalistischen Produktionsprozesses, als das, wodurch der ursprüngliche Wert in Kapital verwandelt wird.
Wie
dies erreicht wird, die wirkliche Prozedur dieser Verwandlung von x in x + Δ x, ändert nichts an dem Zweck und Resultat des Prozesses. Es kann allerdings auch ohne kapitalistischen Produktionsprozess x in x + Δ x verwandelt werden, aber nicht unter der
gegebenen Bedingung
und
Voraussetzung
, dass die konkurrierenen Glieder der Gesellschaft sich als Personen gegenübertreten, die sich nur als
Warenbesitzer
gegenüberstehn und nur als solche in Kontakt miteinander treten (dies schliesst Sklaverei etc. aus) und zweitens nicht unter der anderen Bedingung, dass das gesellschaftliche Produkt als
Ware
produziert wird. (Dies schliesst alle Formen aus, worin für die unmittelbaren Produzenten der Gebrauchswert der Hauptzweck und höchstens der Ueberschuss des Produkts etc. sich in Ware verwandelt).

Dieser Zweck des Prozesses, dass x verwandelt wird in x + Δ x, zeigt ferner, welchen Gang die Untersuchung zu gehn hat. Der Ausdruck muss die Funktion einer variablen Grösse sein, oder in solche sich während des Prozesses verwandeln. Von vornherein als
gegebene Geldsumme
ist x eine konstante Grösse, deren Increment also = 0 ist. Es muss also im Prozess in eine andre Grösse verwandelt werden, die ein variables Element enthält. Und es gilt, diesen Bestandteil aufzufinden, und zugleich nachzuweisen, durch welche Vermittlungen aus der ursprünglich konstanten Grösse eine variable wird. Da, wie sich ferner bei der Betrachtung des wirklichen Produktionsprozesses zeigt, ein Teil von x sich wieder rückverwandelt in eine konstante Grösse – nämlich in die Arbeitsmittel, da ein Teil des
Werts
von x nur in der Form bestimmter Gebrauchswerte, statt in der Geldform desselben, ein change der an der konstanten Natur der Wertgröese nichts ändert, überhaupt an diesem Teil, soweit er Tauschwert ist, nichts ändert, stellt sich x im Prozess dar als c (konstante Grösse) + v (variable Grösse) = c + v. Nun ist aber die Differenz Δ (c + v)= c + (v + Δ v) und, da die Differenz von c= 0, = (v + Δ v). Was ursprünglich als Δ x erscheint, ist also wirklich Δ v. Und das

Verhältnis dieses Increments der ursprünglichen Grösse x zu dem Teil von x, dessen Increment es wirklich ist, muss sein (Δ v = Δ x (da Δ x = Δ v)), Δx/v = Δv /v , welches in der Tat die Formel für die Rate des Mehrwerts ist.

Da das Gesamtkapital C = c + v, wovon c konstant und v variabel, kann C als Funktion von v betrachtet werden. Wächst v um Δ v, so wird C = C‘.

Man hat also:

1) C = c + v

2) C‘ = c + (v + Δ v).

Zieht man Gleichung 1) von Gleichung 2) ab, so erhält man die Differenz C‘ – C, das Increment von C = Δ C.

4) Δ C = Δ v.

Man hat also (3) und daher (4) Δ C = Δ v. Aber C‘ – C = der Grösse, um die sich C verändert hat (= Δ C), = dem Increment von C oder Δ C, also, 4). Oder das Increment des Gesamtkapitals = dem Increment des variablen Teils des Kapitals, sodass Δ C oder der change des konstanten Teils des Kapitals = 0. Das konstante Kapital also in dieser Untersuchung über Δ C oder Δ v = 0 gesetzt, d. h. muss ausser Acht gelassen werden.

Die Proportion, worin v gewachsen = Δv/v
(Rate des Mehrwerts)
. Die Proportion, worin C gewachsen = Δv/C = Δv/(c + v)
(Profitrate)
.

Die eigentliche, spezifische
Funktion
des Kapitals als Kapital ist also die
Produktion von Mehrwert
, die, wie sich später darstellt, nichts ist als
Produktion
von
Surplusarbeit
,
Aneignung von unbezahlter Arbeit
im wirklichen Produktionsprozess, die sich darstellt, vergegenständlicht als
Mehrwert
.

Es hat sich ferner ergeben, dass zur Verwandlung von x in Kapital, in x + Δx nötig ist, dass der Wert oder Geldsumme x sich verwandle in die
Faktoren des Produktionsprozesses
, zunächst in die
Faktoren des wirklichen Arbeitspozesses
. Es ist möglich in gewissen Industriezweigen, dass ein Teil der Produktionsmittel – der
Arbeitsgegenstand
– keinen Wert hat, keine
Ware
ist, obgleich ein Gebrauchswert. In diesem Fall verwandelt sich ein Teil von x bloss in Produktionsmittel, und der Arbeitsgegenstand, soweit die Verwandlung von x in Betracht

kommt, d. h. der Ankauf von Waren durch x, die in den Arbeitsprozess eingehn, beschränkt sich auf den Ankauf von Produktionsmitteln. Ein Faktor des Arbeitsprozesses, der Arbeitsgegenstand, ist hier = 0, soweit der Wert in Betracht kommt. Aber wir betrachten die Sache in der vollständigen Form, wo noch der Arbeitsgegenstand = Ware. Für den Fall, wo dies nicht, ist dieser Faktor, as far as value is concerned, = 0 zu setzen, um die Rechnung zu rektifizieren.

Wie die Ware unmittelbare Einheit von Gebrauchswert und Tauschwert, so ist der Produktionsprozess, der
Produktionsprozess von Ware
ist, unmittelbare Einheit von Arbeits- und Verwertungsprozess. Wie
Waren
, d. h. unmittelbare Einheiten von Gebrauchswert. und Tauschwert, als
Resultat
, als Produkt, aus dem Prozess herauskommen, so gehn sie als konstituierende Elemente in ihn ein. Es kann überhaupt nie etwas aus einem Produktionsprozess herauskommen, was nicht in der Form von Produktionsbedingungen in ihn einging.

Die Verwandlung der vorgeschossenen Geldsumme, der zu verwertenden und in Kapital zu verwandelnden Geldsumme, in die
Faktoren des Produktionsprozesses
ist ein Akt der Warenzirkulation, des Austauschprozesses, und löst sich in eine Reihe von Käufen auf. Dieser
Akt
fällt also noch
ausserhalb
des unmittelbaren Produktionsprozesses. Er leitet ihn nur ein, ist aber die
notwendige Voraussetzung
desselben und wenn wir statt des unmittelbaren Produktionsprozesses das Ganze und die Kontinuität der kapitalistischen Produktion betrachten, bildet diese Verwandlung des Geldes in die
Faktoren des Produktionsprozesses
, der Ankauf von Produktionsmitteln und Arbeitsvermögen, selbst ein
immanentes Moment des Gesamtprozesses
.

Betrachten wir nun die Gestalt des Kapitals
innerhalb
des unmittelbaren Produktionsprozesses, so hat es wie die einfache Ware die
Doppelgestalt von Gebrauchswert
und
Tauschwert
. Aber in beiden Formen treten weitere Bestimmungen ein, die verschieden von denen der einfachen, selbständig betrachteten Ware, weiter entwickelte Bestimmtheiten.

Was zunächst den
Gebrauchswert
betrifft, so war sein besondrer Inhalt, seine weitre Bestimmtheit vollständig gleichgültig für die Begriffsbestimmung der Ware. Der Artikel, der Ware und daher Träger des Tauschwerts sein sollte, musste irgendein gesellschaftliches Bedürfnis befriedigen, daher irgendwelche brauchbare Eigenschaften besitzen. Voila tout. Anders mit dem
Gebrauchswert
der Waren, die im Produktionsprozess funktionieren. Durch die Natur des
Arbeitsprozesses
dirimieren sich zunächst die Produktionsmittel in

Arbeitsgegenstand
und
Arbeitsmittel
, oder weiter bestimmt
Rohmaterial
auf der einen Seite,
Instrumente, Hilfsmaterialien
usw. auf der andern. Es sind dies
Formbestimmungen des Gebrauchswerts
, die aus der Natur des Arbeitsprozesses selbst entspringen, und so ist – in Beziehung auf die Produktionsmittel – der Gebrauchswert weiter fortbestimmt. Die
Formbestimmung des Gebrauchswerts
wird hier selbst wesentlich für die Entwicklung des
ökonomischen Verhältnisses
, der
ökonomischen Kategorie
.

Ferner aber scheiden sich im Arbeitsprozesse die in ihn eingehenden Gebrauchswerte in zwei streng begrifflich geschiedene Momente und Gegensätze (ganz wie eben gesagt, die
gegenständlichen
Produktionsmittel tun) — auf der einen Seite die gegenständlichen Produktionsmittel, die
objektiven
Produktionsbedingungen, auf der andern Seite die werktätigen Arbeitsvermögen, die sich zweckmässig äussernde Arbeitskraft, die
subjektive
Produktionsbedingung. Dies ist eine weitere Formbestimmtheit des Kapitals, soweit es
sub specie des Gebrauchswerts
innerhalb des unmittelbaren Produktionsprozesses erscheint. In der einfachen Ware ist bestimmte zweckmässige Arbeit, Spinnen, Weben usw., im Gespinst, im Geweb verkörpert, vergegenständlicht. Die zweckmässige Form des Produkts ist die einzige Spur, welche die zweckmässige Arbeit zurückgelassen hat und diese Spur selbst kann ausgelöscht sein, wenn das Produkt die Form eines Naturprodukts hat, wie Vieh, Weizen usw. In der Ware erscheint der Gebrauchswert gegenwärtig, als das Vorhandene, das in dem Arbeitsprozess nur als
Produkt
erscheint. Die einzelne Ware ist in der Tat ein fertiges Produkt, hinter dem sein Entstehungsprozess liegt, worin der Prozess, wodurch sich besondere nützliche Arbeit in ihm verkörperte, vergegenständlichte, in der Tat aufgehoben ist. In dem Produktionsprozess wird die Ware. Sie wird beständig als Produkt vom Prozess abgestossen, so dass das Produkt selbst nur als ein Moment des Prozesses erscheint. Ein Teil des
Gebrauchswerts
, worin das Kapital innerhalb des Produktionsprozesses erscheint, ist das
lebendige Arbeitsvermögen
selbst, aber als Arbeitsvermögen von bestimmter, dem besonderen Gebrauchswert der Produktionsmittel entsprechender
Spezifikation
und als sich
betätigendes Arbeitsvermögen
, sich zweckmässig
äussernde Arbeitskraft
, die die Produktionsmittel zu gegenständlichen Momenten ihrer Betätigung macht und sie daher aus der ursprünglichen Form ihres Gebrauchswerts in die neue Form des Produkts
verwandelt
. Die Gebrauchswerte selbst machen

daher innerhalb der Arbeitsprozesse einen
wirklichen Verwandlungsprozess
durch, ob dieser nun mechanischer, chemischer, physikalischer Natur sei. Während in der Ware der Gebrauchswert ein gegebenes Ding mit bestimmten Eigenschaften ist, ist er jetzt Verwandlung der als Rohmaterial und Arbeitsmittel funktionierenden Dinge, Gebrauchswerte, vermittelst der sich durch sie und in ihnen betätigenden lebendigen Arbeit, welche eben das Arbeitsvermögen
actu
ist, in einen Gebrauchswert von veränderter Gestalt – das
Produkt
. So zerfällt also die Gestalt, die das Kapital als
Gebrauchswert
im Arbeitsprozess annimmt,
erstens
in die begriffsmässig dirimierten und auf einander bezogenen
Produktionsmittel
;
zweitens
in eine begriffsmässige, aus der Natur des Arbeitsprozesses entquillende Diremtion zwischen den
objektiven
Arbeitsbedingungen (den Produktionsmitteln) und den
subjektiven
Arbeitsbedingungen, dem zweckmässig tätigen
Arbeitsvermögen
, d. h. der Arbeit selbst.
Drittens
aber, das Ganze des Prozesses betrachtet, erscheint der Gebrauchswert des Kapitals hier als Gebrauchswert produzierender Prozess, worin die Produktionsmittel dieser spezifischen Bestimmtheit nach als Produktionsmittel des zweckmässig tätigen, ihrer bestimmten Natur entsprechenden,
spezifischen Arbeitsvermögens
funktionieren. Oder der gesamte
Arbeitsprozess
als solcher, in der lebendigen Wechselwirkung seiner objektiven und subjektiven Momente, erscheint als die Gesamtgestalt des Gebrauchswerts, d. h. [als] die
reale
Gestalt des Kapitals im Produktionsprozess.

Der Produktionsprozess des Kapitals ist vor allem, seine reale Seite betrachtet – oder ihn als Prozess betrachtet, der durch nützliche Arbeit mit Gebrauchswerten neue Gebrauchswerte bildet –
wirklicher Arbeitsprozess
. Als solcher sind seine Momente, seine begriffsmässig bestimmten Bestandteile – die des
Arbeitsprozesses
überhaupt, jedes
Arbeitsprozesses
, auf welcher Stufe der ökonomischen Entwicklung und auf Basis welcher Produktionsweise auch immer derselbe vor sich gehe. Da also die reale Gestalt oder die Gestalt der objektiven Gebrauchswerte, worin das
Kapital besteht
, sein materielles Substrat, notwendig die Gestalt von Produktionsmitteln ist – Arbeitsmittel und Arbeitsgegenstand – die zur Produktion neuer Produkte dienen; da ferner im Zirkulationsprozess, in der Form von Waren, also im Besitz des Kapitalisten als des Warenbesitzers, diese Gebrauchswerte schon vorhanden sind (auf dem Markt), bevor sie ihrem spezifischen Zweck gemäss im Arbeitsprozess funktionieren – weil also das Kapital, – soweit es sich in
objektiven
Arbeitsbedin-

gungen darstellt – seinem Gebrauchswert nach aus
Produktionsmitteln
, Rohmaterialien, Hülfsmaterialien und Arbeitsmitteln, Werkzeugen, Baulichkeiten, Maschinen usw.
besteht
, wird daraus der Schluss gezogen, dass alle
Produktionsmittel
δυνάμει
[2*]
, und soweit sie als Produktionsmittel funktionieren,
actu Kapita1
sind, daher das Kapital ein notwendiges Moment des
menschlichen Arbeitsprozesses überhaupt
, abgesehn von jeder historischen Form desselben, und daher etwas ewiges und durch die Natur der menschlichen Arbeit Bedingtes ist. Ebenso dass, weil der Produktionsprozess des Kapitals überhaupt
Arbeitsprozess
ist, der
Arbeitsprozess als solcher
, der Arbeitsprozess in allen gesellschaftlichen Formen notwendig
Arbeitsprozess des Kapitals
ist. Das Kapital wird so als ein
Ding
betrachtet, das eine gewisse dingliche Rolle, ihm als Ding zukommende Rolle im Produktionsprozess spielt. Es ist dieselbe Logik, die schliesst, dass weil Geld Gold ist, Gold an und für sich Geld ist, dass weil die Lohnarbeit Arbeit, alle Arbeit notwendig Lohnarbeit ist. Es wird so die
Identität
dadurch bewiesen, dass das allen Produktionsprozessen Identische im Unterschied von ihren
spezifischen Unterschieden
festgehalten wird. Die Identität wird dadurch bewiesen, dass vom Unterschied abstrahiert wird. Wir kommen im Verlauf dieses Abschnitts auf diesen entscheidend wichtigen Punkt ausführlicher zurück. Hier vorläufig nur das:

Erstens
: Die Waren, die der Kapitalist gekauft hat, um sie als Produktionsmittel im
Produktionsprozess
, resp. Arbeitsprozess zu konsumieren, sind sein Eigentum. Sie sind in der Tat nur sein in Waren verwandeltes Geld und ebenso sehr Dasein seines Kapitals als dies Geld war; ja in noch intensivrer Weise, sofern sie in der Gestalt vorhanden sind, worin sie wirklich als
Kapital
funktionieren, d. h. als Mittel von Wertschöpfung, zur Verwertung des Werte, d. h. zu seiner Vermehrung. Diese Produktionsmittel sind also
Kapital
. Andrerseits hat der Kapitalist mit dem andren Teil der vorgeschossenen Geldsumme Arbeitsvermögen, Arbeiter oder wie in Ch. IV entwickelt, dass dies
erscheint
,
lebendige Arbeit
gekauft. Diese gehört ihm daher ebensowohl, wie die objektiven Bedingungen des Arbeitsprozesses. Aber dennoch macht sich hier folgender spezifischer Unterschied geltend: Die wirkliche Arbeit ist das, was der Arbeiter dem capitalist wirklich gibt als Equivalent für den in Arbeitslohn verwandelten Teil des Kapitals, für den Kaufpreis der Arbeit. Es ist die Verausgabung seiner Lebenskraft, die Verwirklichung seiner produktiven Fähigkeiten, seine Bewegung, nicht die des Kapitalisten. Als persönliche Funktion betrachtet, in ihrer Realität, ist die Arbeit die Funktion

des Arbeiters und nicht die des Kapitalisten. Vom Standpunkt des Austauschs betrachtet, ist er das, was der Kapitalist von ihm im Arbeitsprozess erhält, nicht das, als was der Kapitalist ihm im Arbeitsprozess gegenübertritt. Dies bildet also einen Gegensatz zu den objektiven Arbeitsbedingungen, die als Kapital, und sofern als Dasein des Kapitalisten, der subjektiven Arbeitsbedingung, der Arbeit selbst oder vielmehr dem
Arbeiter
, der arbeitet, gegenübertreten innerhalb des Arbeitsprozesses selbst. So kömmt es, dass sowohl vom Standpunkt des Kapitalisten als von dem des Arbeiters aus das
Produktionsmittel
als Dasein des Kapitals, als eminently
capital
der Arbeit, also dem andern Element, worin sich das vorgeschossene Kapital verwandelt, gegenübertritt und daher auch ausserhalb des Produktionsprozesses δυνάμει
[2*]
als spezifische Existenzweise des Kapitals erscheine. Es entwickelt sich dies weiter, wie sich zeigen wird, teils aus der allgemeinen Natur des kapitalistischen Verwertungsprozesses (der Rolle, die darin die Produktionsmittel als Aufsauger von lebendiger Arbeit spielen), teils aus der Entwicklung der spezifisch-kapitalistischen Produktionsweise (worin Maschinerie usw. zum wirklichen Herrscher über die lebendige Arbeit wird). Daher auf Grundlage des kapitalistischen Produktionsprozesses dieses
unzertrennliche Zusammenschmelzen der Gebrauchswerte
, worin das Kapital in der Form von
Produktionsmitteln
existiert, und der Bestimmung dieser Produktionsmittel, dieser
Dinge
als
Kapital
, was ein bestimmtes gesellschaftliches Produktionsverhältnis ist, grade, wie innerhalb dieser Produktionsweise den in ihr Befangnen
Produkt
an und für sich als
Ware
gilt. Dies bildet eine Basis für den Fetischismus der Politischen Oekonomen.

Zweitens
: Die Produktionsmittel gehn als bestimmte
Waren
, z. B. als Baumwolle, Kohle, Spindeln usw. aus der Zirkulation in den Arbeitsprozess ein. Sie gehn in der
Gestalt des Gebrauchswerts
ein, die sie hatten, solange sie noch als Waren zirkulierten. In den Prozess eingetreten, funktionieren sie dann mit den ihren Gebrauchswerten entsprechenden, ihnen als Dingen dinglich zukommenden Eigenschaften der Baumwolle als Baumwolle etc. Es verhält sich aber anders mit dem Teil des Kapitals, den wir
variables
nennen, der aber erst durch seinen Austausch gegen
Arbeitsvermögen
in den
variablen Teil des Kapitals
wirklich verwandelt wird. Seiner realen Gestalt nach betrachtet, stellt das
Geld
– dieser Kapitalteil, den der Kapitalist im Ankauf von Arbeitsvermögen verausgabt –
nichts
dar als die auf dem
Markt befindlichen
(oder auf ihn within certain

terms geworfenen)
Lebensmittel
, die in die individuelle Konsumtion des Arbeiters eingehn. Das Geld ist nur die verwandelte Form dieser Lebensmittel, die der Arbeiter, sobald er es empfangen hat, rückverwandelt in Lebensmittel. Diese Verwandlung sowohl, wie dann die Konsumtion dieser Waren als Gebrauchswerte, ist ein Prozess, der
unmittelbar
nichts zu tun hat mit dem unmittelbaren Produktionsprozess, näher Arbeitsprozess, vielmehr ausserhalb denselben fällt. Der eine Teil des Kapitals und dadurch das Gesamtkapital, wird ja eben dadurch in eine
variable Grösse
verwandelt, dass statt des
Gelds
, einer konstanten Wertgrösse, oder der
Lebensmittel
, worin es sich darstellen kann, ebenfalls konstanten Wertgrössen, umgekehrt ein Element eingetauscht wird,
lebendige Arbeitsvermögen
, das wertschaffend ist und das als wertschöpfendes Element grösser oder kleiner sein kann, sich als variable Grösse darstellen kann, überhaupt in allen Umständen nur als eine
fliessende, werdende
– und daher within different limits enthaltne – werdende
Grösse
statt einer
gewordenen
als Faktor in den Produktionsprozess eintritt. Nun kann zwar in der Wirklichkeit der Konsum der Lebensmittel durch die Arbeiter selbst so im Arbeitsprozess einbegriffen sein (eingeschlossen sein), wie der Konsum von matières instrumentales durch die Maschinen z. B. in dieselben eingeschlossen ist, so dass der Arbeiter nur als von dem Kapital gekauftes Instrument erscheint, das zu seiner Funktion im Arbeitsprozess des Konsums, des Zusatzes einer gewissen Portion Lebensmittel als seiner matières instrumentales bedarf. Es findet dies mehr oder minder statt je nach dem Umfang und der Brutalität der Exploitation des Arbeiters. Indes ist es begrifflich nicht in dieser engen Weise (das weitere sehn wir
ad [2]
[3*]
bei der Reproduktion des ganzen Verhältnisses) in dem Kapitalverhältnis enthalten. Im Durchschnitt verzehrt der Arbeiter seine Lebensmittel während der
Unterbrechung
des unmittelbaren Arbeitsprozesses, während die
Maschine
die ihrigen
während ihres Funktionierens
verzehrt (Tier?). Dann aber, die ganze Arbeiterklasse betrachtet, wird ein Teil dieser Lebensmittel von Familiengliedern verzehrt, die noch nicht, oder nicht mehr arbeiten. In der Tat kann sich in der Praxis der Unterschied zwischen einem Arbeiter und einer Maschine auf den zwischen Tier und Maschine, quoad matières instrumentales, und deren Konsum reduzieren. Doch ist dies nicht notwendig und gehört daher nicht in die Begriffsbestimmung des Kapitals. Jedenfalls erscheint formell der in Arbeitslohn ausgelegte Teil des Kapitals als ein
nicht mehr
dem Kapitalisten,

sondern dem
Arbeiter
gehöriger Teil, sobald er seine reale Gestalt, die der in den Konsum des Arbeiters eingehenden Lebensmittel angenommen hat. Die
Gestalt des Gebrauchswerts
, die er also als Ware vor seinem Eingehn in den Produktionsprozess hat – als
Lebensmittel
– ist also durchaus verschieden von der Gestalt, die er annimmt
innerhalb
dieses Prozesses und welche die der sich
werktätig äussernden Arbeitskraft
, daher der lebendigen Arbeit selbst ist. Dies unterscheidet also diesen Teil des Kapitals spezifisch von dem in der Gestalt der Produktionsmittel vorhandenen und dies ist wieder ein Grund, warum auf Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise, die
Produktionsmittel
im eminenten Sinn und im
Unterschied
von und
Gegensatz
zu den
Lebensmitteln
als an und für sich
Kapital
erscheinen. Dieser Schein löst sich – von später zu Entwickelndem abgesehn – einfach dadurch auf, dass die
Form des Gebrauchswerts
, worin das Kapital am Schluss des Produktionsprozesses existiert, die des
Produkts
ist und dieses Produkt sowohl in der Form von
Produktionsmitteln
als
Lebensmitteln
existiert, beide also gleichmässig als
Kapital
vorhanden und daher auch im Gegensatz zum lebendigen Arbeitsvermögen vorhanden sind.

Kommen wir nun zum
Verwertungsprozess
.

Mit Bezug auf den
Tauschwert
zeigt sich wieder der Unterschied zwischen der
Ware
und dem im Verwertungsprozess begriffenen Kapital.

Der
Tauschwert
des in den Produktionsprozess eintretenden Kapitals ist kleiner als der Tauschwert des auf den Markt geworfenen oder vorgeschossenen Kapitals war – denn es ist nur der
Wert der Waren
, die als Produktionsmittel in den Prozess treten – d. h. der Wert des
konstanten
Kapitalteils, der in den Produktionsprozess als
Wert
eintritt. Statt dem
Wert
des variablen Kapitalteils haben wir jetzt die
Verwertung
als Prozess, die in actu der Verwertung begriffene Arbeit, die sich beständig als Wert realisiert, aber auch fliessend über die gesetzten Werte zu einer Wertschöpfung fortgeht.

Was nun zunächst die Erhaltung des
alten Werts
betrifft, des Wertteils des konstanten Teils, so hängt diese davon ab: dass der
Wert
der in den Prozess eintretenden Produktionsmittel nicht grösser ist als nötig, also die Waren, woraus sie bestehen, nur die zum Produktionszweck
gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit
vergegenständlicht enthalten, z. B. die Baulichkeiten, die Maschinerie etc., und es ist dies Sache des Kapitalisten beim Einkauf dieser Produktionsmittel darauf zu sehn, dass sie die zur Bildung des Produkts dem ave-

rage entsprechende Güte als Gebrauchswerte haben, sei es als Rohmaterial, sei es als Maschinen etc., also mit der average Güte funktionieren und der Arbeit, dem lebendigen Faktor, keine ungewöhnlichen Hindernisse entgegensetzen, z. B. Güte des Rohmaterials, wozu auch gehört, dass die angewandte Maschinerie etc, nicht mehr als den average déchet an die Waren abgibt etc. Alles dies ist Sache des Kapitalisten. Aber ferner hängt die Erhaltung des Werte des konstanten Kapitals davon ab, dass es möglichst nur produktiv konsumiert, nicht vergeudet wird, weil sonst ein grösserer Teil vergegenständlichter Arbeit im Produkt enthalten wäre, als
gesellschaftlich notwendig
ist. Zum Teil hängt dies von den Arbeitern selbst ab, und hier beginnt die
Aufsicht des Kapitalisten
. (Durch task work, Lohnabzüge weiss er sich dies zu sichern). Ferner, dass die Arbeit ordentlich, zweckgemäss verrichtet wird, die Verwandlung der Produktionsmittel in Produkt sachgemäss vor sich geht, der als Zweck vorschwebende Gebrauchswert als Resultat wirklich herauskommt in
gelungener
Form. Hier tritt wieder die
Aufsicht
und
Disziplin
des Kapitalisten ein. Endlich dass der Produktionsprozess nicht gestört, nicht unterbrochen wird und wirklich zum Produkt fortgeht in der durch die Natur des Arbeitsprozesses und seiner gegenständlichen Bedingungen gegebenen Frist (Zeitraum). Es hängt dies teils von der
Kontinuität der Arbeit
ab, welche mit der kapitalistischen Produktion eintritt. Teils aber von äussern unkontrollierbaren Zufällen. In sofern tritt mit jedem Produktionsprozess ein Risiko für die in ihn eingehenden Werte ein, ein Risiko, dem sie 1) aber auch
ausserhalb
des Produktionsprozesses unterliegen und das 2)
jedem
Produktionsprozess, nicht nur dem des Kapitals, eigen ist. (Das Kapital schützt sich dagegen durch
Assoziierung
. Der mit seinen eignen Produktionsmitteln arbeitende unmittelbare Produzent ist demselben Risiko unterworfen. Es ist dies nichts dem kapitalistischen Produktionsprozess Eigentümliches. Wenn in der kapitalistischen Produktion dies Risiko auf den Kapitalisten fällt, so nur weil er das Eigentum an den Produktionsmitteln usurpiert hat).

Was aber nun den lebendigen Faktor des Verwertungsprozesses betrifft, so ist 1) der
Wert
des variablen Kapitals dadurch zu erhalten, dass er ersetzt wird, reproduziert wird, d. h. dass den Produktionsmitteln ein so grosses Quantum Arbeit zugesetzt wird als der Wert des variablen Kapitals oder des Arbeitslohns betrug; 2) ein
Increment
seines Werts, Mehrwert zu schaffen, dadurch dass ein Ueberschuss von Arbeitsquantum über das im Arbeitslohn enthaltene, ein
zusätzliches Arbeitsquantum
im Produkt vergegenständlicht wird.

Darin entspricht der Unterschied zwischen dem
Gebrauchswert
des vorgeschossenen Kapitals oder der Waren, worin es existiert, und der
Gestalt des Gebrauchswerts des Kapitals
im Arbeitsprozess, dem
Unterschied
zwischen dem
Tauschwert
des vorgeschossenen Kapitals und der Erscheinung des
Tauschwerts
des Kapitals im Verwertungsprozess, dass
dort
das Produktionsmittel, das konstante Kapital, in derselben
Gebrauchswertform
in den Prozess tritt, die die Waren, woraus es besteht, vorher hatten, während an die Stelle der fertigen
Gebrauchswerte
, woraus das variable Kapital bestand, der lebendige Faktor der in neuen Gebrauchswerten sich verwertenden Arbeitskraft, realen Arbeit tritt, und dass
hier
der
Wert
der Produktionsmittel, des konstanten Kapitals, als solcher in den Verwertungsprozess tritt, während der
Wert
des variablen Kapitals garnicht in denselben eintritt, sondern ersetzt wird durch die wertschöpferische Tätigkeit, als Verwertungsprozess existierende Tätigkeit des lebendigen Faktors tritt.

Damit die
Arbeitszeit
des Arbeiters im Verhältnis zu ihrer Dauer Wert setze, muss sie
gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit
sein. d. h. der Arbeiter muss in einer bestimmten Zeit das
normal gesellschaftliche
Quantum zweckmässiger Arbeit verrichten, und der Kapitalist zwingt ihn daher, dass seine Arbeit wenigstens den normal gesellschaftlichen
Durchschnittsgrad
von Intensivität besitze. Er wird so viel wie möglich sie über dies
Minimum
zu steigern suchen und in einer gegebenen Zeit so viel Arbeit als möglich aus ihm zu extrahieren suchen, denn jede Intensivität der Arbeit über den
Durchschnittsgrad
schafft ihm Mehrwert. Er wird ferner den Arbeitsprozess so viel wie möglich zu verlängern suchen über die Schranken hinaus, die gearbeitet werden muss, um den Wert des variablen Kapitals, den Arbeitelohn, zu ersetzen. Bei gegebener Intensivität dea Arbeitsprozesses wird er seine Dauer, bei gegebener Dauer desselben seine Intensivität möglichst zu vermehren streben. Der Kapitalist
zwingt
den Arbeiter seiner Arbeit den Normalgrad von Intensivität, womöglich einen höheren Grad zu geben und er zwingt ihn, so viel wie möglich seinen Arbeitsprozess über die zur Ersetzung des Arbeitslohns nötige Zeitdauer zu verlängern.

Durch diesen eigentümlichen Charakter des kapitalistischen Verwertungsprozesses erhält auch die
reale Gestalt
des Kapitals im Produktionsprozess, seine
Gestalt als Gebrauchswert
, weitere Modifikation.
Erstens
müssen die Produktionsmittel in einer
Masse
vorhanden sein, die hinreichend ist nicht nur für die Absorption der notwendigen Arbeit, sondern auch für die der Surplusarbeit.
Zweitens

verändert sich die Intensivität und Extension des realen Arbeitsprozesses.

Die Produktionsmittel, die der Arbeiter anwendet im wirklichen Arbeitsprozess, sind zwar, das Eigentum des Kapitalisten und treten seiner Arbeit, die seine eigne Lebensäusserung ist, so, wie früher entwickelt, als
Kapital
gegenüber. Aber andrerseits ist er es, der sie in seiner Arbeit anwendet. Im wirklichen Arbeitsprozess
vernutzt
er die Arbeitsmittel als Leiter seiner Arbeit, und den Arbeitsgegenstand als die Materie, worin sich seine Arbeit darstellt. Er verwandelt eben dadurch die Produktionsmittel in die zweckgemässe Form des Produkts. Anders stellt sich aber die Sache vom Standpunkt des Verwertungsprozesses dar. Es ist nicht der Arbeiter, der die Produktionsmittel, sondern es sind die Produktionsmittel, die den Arbeiter anwenden. Es ist nicht die lebendige Arbeit, die sich in der gegenständlichen als ihrem objektiven Organ verwirklicht, sondern es ist die gegenständliche Arbeit, die sich durch Einsaugen der lebendigen erhält und vermehrt, und dadurch zum
sich verwertenden Wert
, zum
Kapital
wird, als solches funktioniert. Die Produktionsmittel erscheinen nur noch als
Einsauger
eines möglichst grossen Quantums lebendiger Arbeit. Die lebendige Arbeit erscheint nur noch als das Mittel der Verwertung vorhandener Werte und daher ihrer Kapitalisierung. Und abgesehn von dem früher Entwickelten, erscheinen gerade deswegen wieder die Produktionsmittel éminemment der lebendigen Arbeit gegenüber als Dasein des
Kapitals
, und zwar jetzt als Herrschaft der vergangnen, toten Arbeit über die lebendige. Grade als
wertbildend
wird die lebendige Arbeit fortwährend in den Verwertungsprozess der vergegenständlichten einverleibt. Als Anstrengung, als Verausgabung von Lebenskraft, ist die Arbeit die persönliche Tätigkeit des Arbeiters. Aber als
wertbildend
, als im
Prozess ihrer Vergegenständlichung
begriffen, ist die Arbeit des Arbeiters, sobald er in den Produktionsprozess eingetreten, selbst eine
Existenzweise
des Kapitalwerts, ihm einverleibt. Diese
werterhaltende
und
Neuwert
schaffende Kraft ist daher die Kraft des Kapitals und jener Prozess erscheint als der Prozess seiner
Selbstverwertung
und vielmehr der Verarmung des Arbeiters, der den von ihm geschaffenen Wert zugleich als
ihm selbst fremden Wert
schafft.

Auf Grundlage der kapitalistischen Produktion erscheint diese Fähigkeit der vergegenständlichten Arbeit, sich in
Kapital
zu verwandeln, d. h. die Produktionsmittel zu verwandeln in Mittel des Kommandos über und die Exploitation von lebendiger Arbeit, als ihnen an und

für sich zukommend (wie sie ja δυνάμει
[2*]
damit auf dieser Basis verbunden ist), unzertrennbar von ihnen, daher als
Eigenschaft, die ihnen als Dingen, als Gebrauchswerten, als Produktionsmitteln
zukommt. Diese erscheinen daher an und für sich als
Kapital
und das Kapital daher, welches ein
bestimmtes Produktionsverhältnis
ausdrückt, ein bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis, worin innerhalb der Produktion die Besitzer der Produktionsbedingungen zu den lebendigen Arbeitsvermögen treten als ein
Ding
, ganz wie der Wert als Eigenschaft eines Dings und die
ökonomische Bestimmung
des Dings als
Ware
, als seine dingliche Qualität erschien, ganz wie die gesellschaftliche Form, welche die Arbeit im Geld erhielt, sich als
Eigenschaften eines Dings
darstellte. 2) In der Tat ist die Herrschaft der Kapitalisten über die Arbeiter nur die Herrschaft der verselbständigten, dem Arbeiter gegenüber verselbständigten
Arbeitsbedingungen
(wozu ausser den objektiven Bedingungen des Produktionsprozess – den
Produktionsmitteln
– auch die objektiven Bedingungen der Erhaltung und Wirksamkeit der Arbeitskraft, also die
Lebensmittel
gehören) über den
Arbeiter
selbst, obg1eich dies Verhaltnis sich erst verwirklicht im
wirklichen Produktsionsprozess
, der wie wir gesehn, wesentlich
Produktionsprozess von Mehrwert
ist, was die Erhaltung des alten Werts einschliesst,
Selbstverwertungsprozess des vorgeschossenen Kapitals
ist. In der Zirkulation treten sich Kapitalist und Arbeiter nur als
Warenverkäufer
gegenüber, aber durch die spezifisch polarische Natur der Sorten von Waren, die sie einander verkaufen, tritt der Arbeiter notwendig in den Produktionsprozess ein als Bestandteil des
Gebrauchswerts
, des
realen Daseins
, und des
Wertdaseins
des Kapitals, obgleich sich erst
innerhalb
des Produktionsprozesses dies Verhältnis verwirklicht und der als Käufer von Arbeit nur δυνάμει
[2*]
existierende Kapitalist erst zum
wirklichen Kapitalisten
wird, wenn der durch den Verkauf seines Arbeitsvermögens
eventualiter
in
Lohnarbeiter
verwandelte Arbeiter in jenem Prozess erst
wirklich
unter das Kommando des Kapitals tritt. Die
Funktionen
, die der Kapitalist ausübt, sind nur die mit
Bewusstsein
und
Willen
ausgeübten Funktionen des Kapitals – des sich verwertenden Werts durch Einsaugung der lebendigen Arbeit – selbst. Der Kapitalist funktioniert nur als
personifiziertes
Kapital, das Kapital als Person, wie der Arbeiter nur als die personifizierte
Arbeit
, die ihm als Qual, als Anstrengung, die aber dem Kapitalisten als Reichtum schaffende und vermehrende Substanz gehört, wie sie als solche in der Tat als dem Kapital im Produktionsprozess einverleibtes Element, sein lebendiger, variabler Faktor erscheint. Die Herrschaft des

Kapitalisten über den Arbeiter ist daher die Herrschaft der Sache über den Menschen, der toten Arbeit über die lebendige, des Produkts über den Produzenten, da ja in der Tat die Waren, die zu Herrschaftsmitteln (aber bloss als Mittel der Herrschaft des
Kapitals
selbst) über die Arbeiter werden, blosse Resultate des Produktionsprozesses,
die
Produkte desselben sind. Es ist dies ganz
dasselbe
Verhältnis in der materiellen Produktion, im wirklichen Gesellschaftlichen Lebensprozess – denn dies ist der Produktionsprozess – welches sich auf dem ideologischen Gebiet in der
Religion
darstellt, die Verkehrung des Subjekts in das Objekt und umgekehrt.
Historisch
betrachtet erscheint diese Verkehrung als der notwendige Durchgangspunkt, um die Schöpfung des Reichtums als solchen, d. h. der rücksichtslosen Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit, welche allein die materielle Basis einer freien menschlichen Gesellschaft bilden können, auf Kosten der Mehrzahl zu erzwingen. Es muss durch diese gegensätzliche Form durchgangen werden, ganz wie der Mensch seine Geisteskräfte zunächst sich als unabhängige Mächte gegenüber religiös gestalten muss. Es ist der
Entfremdungsprozess
seiner eigenen Arbeit. Insofern steht hier der Arbeiter von vornherein höher als der Kapitalist, als der letztere in jenem Entfremdungsprozess wurzelt und in ihm seine absolute Befriedigung findet, während der Arbeiter als sein Opfer von vorn herein dagegen in einem rebellischen Verhältnis steht und ihn als Knechtungsprozess empfindet. Soweit der Produktionsprozess zugleich wirklicher Arbeitsprozess ist und der Kapitalist als
Aufseher
und
Leiter
desselben eine Funktion in der wirklichen Produktion zu verrichten hat, bekömmt seine Tätigkeit in der Tat einen spezifischen, mannigfaltigen Inhalt. Aber der
Arbeitsprozess
selbst erscheint nur als
Mittel
des
Verwertungsprozesses
, ganz wie der Gebrauchswert des Produkts nur als Träger seines Tauschwerts. Die Selbstverwertung des Kapitals – die Schöpfung von Mehrwert – ist also der bestimmende, beherrschende und übergreifende Zweck des Kapitalisten, der absolute Trieb und Inhalt seines Tuns, in der Tat nur der rationalisierte Trieb und Zweck des Schatzbildners, – ein durchaus armseliger und abstrakter Inhalt, der den Kapitalisten von einer andern Seite ganz ebenso sehr unter der Knechtschaft des Kapitalverhältnisses erscheinen lässt, wenn auch von anderer Seite her, auf dem entgegengesetzten Pol, als den Arbeiter.

Das ursprüngliche Verhältnis, worin der would be capitalist Arbeit kauft (nach Ch. IV können wir so sagen statt Arbeitsvermögen)

vom Arbeiter, um einen Geldwert zu kapitalisieren, und der Arbeiter die Disposition über sein Arbeitsvermögen, seine Arbeit verkauft, um sein Leben zu fristen, ist die notwendige Einleitung und Bedingung – enthält an sich in sich – das nun im wirklichen Produktionsprozess entwickelte Verhältnis, worin der Warenbesitzer zum capitalist, zum personifizierten Kapital und der Arbeiter zur blossen Personifikation der Arbeit für das Kapital wird. Wie jenes erste Verhältnis, worin beide sich scheinbar als
Warenbesitzer
gegenübertreten, die Voraussetzung, so ist es, wie wir später sehn werden, das Resultat und Produkt des kapitalistischen Produktionsprozesses. Aber danach müssen beide Akte auseinandergehalten werden. Der erste gehört der Zirkulation an. Der zweite entwickelt sich auf Basis des ersten erst im wirklichen Produktionsprozess.

Der Produktionsprozess ist
unmittelbare
Einheit von Arbeitsprozess und Verwertungsprozess, wie sein unmittelbares Resultat, die Ware,
unmittelbare
Einheit von Gebrauchswert und Tauschwert ist. Aber der Arbeitsprozess ist nur Mittel des Verwertungsprozesses und der Verwertungsprozess ist als solcher wesentlich
Produktion von Mehrwert
, d. h.
Vergegenständlichungsprozess unbezahlter Arbeit
. Dadurch ist der Gesamtcharakter des Produktionsprozesses spezifisch bestimmt.

Wenn wir den Produktionsprozess unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten betrachten 1) als
Arbeitsprozess
, 2) als
Verwertungsprozess
, so liegt schon darin, dass er nur ein einziger, unteilbarer Arbeitsprozess ist. Es wird nicht doppelt gearbeitet, einmal um ein zweckgemässes Produkt, einen Gebrauchswert zu schaffen, die Produktionsmittel in Produkte zu
verwandeln
, und das andermal, um
Wert
und
Mehrwert
zu schaffen, um den
Wert zu verwerten
. Die Arbeit wird nur in ihrer bestimmten, konkreten, spezifischen Form, Weise, Existenzweise zugesetzt, worin sie die zweckbestimmte Tätigkeit ist, die die Produktionsmittel in ein bestimmtes Produkt, Spindel und Baumwolle z. B. in
Garn
, verwandelt. Es ist nur Spinnarbeit etc., die zugesetzt wird und die durch ihre Zusetzung fortwährend mehr Garn produziert. Wertsetzend ist diese
reale
Arbeit, soweit sie einen normalen bestimmten Grad von Intensivität besitzt (oder nur
zählt
, soweit sie ihn besitzt) und soweit diese
reale Arbeit
von gegebener Intensivität in bestimmten, durch die Zeit gemessenen Quantitäten, sich im Produkt materialisiert.
Hörte der Arbeitsprozess auf
bei dem Punkt, wo das Quantum der in der Form des Spinnens etc. zugesetzten Arbeit = dem Quantum der im Arbeitslohn enthaltenen Arbeit, so würde kein

Mehrwert produziert. Der
Mehrwert
stellt sich daher auch dar in einem
Mehrprodukt
, hier als Quantum Garn überschüssig über das Quantum, dessen Wert = dem Wert des Arbeitslohns. Als Verwertungsprozess erscheint der Arbeitsprozess daher dadurch, dass die in ihm zugesetzte konkrete Arbeit ein Quantum
gesellschaftlich notwendiger Arbeit
ist (durch seine Intensivität), = einem gewissen Quantum gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit gesetzt ist und dadurch, dass dies Quantum ausser dem im Arbeitslohn enthaltenen ein
zuschüssiges
Quantum darstellt. Es ist die
quantitative
Berechnung der besonderen konkreten Arbeit als
notwendiger gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit
, eine Berechnung, der aber das reale Moment erstens der normalen Intensivität der Arbeit (dass zur Herstellung eines bestimmten Quantums Produkts nur die dazu gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit verwandt wird) und der Verlängerung des Arbeitsprozesses über seine zum Ersatz des Werts des variablen Kapitals notwendige
Dauer
entspricht.

Aus dem früher Entwickelten folgt, dass der Ausdruck
„vergegenständlichte Arbeit“
und der Gegensatz von Kapital als
vergegenständlichter Arbeit
zur
lebendigen Arbeit
grosser Missdeutung fähig ist.

Ich habe bereits früher
3 gezeigt, dass die Analyse der Ware auf
„Arbeit“
bei allen bisherigen Oekonomen zweideutig und unvollständig ist. Es genügt nicht sie auf „Arbeit“ zu reduzieren, sondern auf
Arbeit
in der Doppelform, worin sie sich einerseits als
konkrete Arbeit
im
Gebrauchswert der Waren
darstellt, andrerseits als
gesellschaftlich notwendige
Arbeit im
Tauschwert
berechnet wird. Vom ersten Gesichtspunkt hängt alles von ihrem besonderen Gebrauchswert, ihrem spezifischen Charakter ab, der eben dem von ihr geschaffenen Gebrauchswert den spezifischen Stempel aufdrückt und ihn zu einem konkreten Gebrauchswert im Unterschied von andern, zu diesem bestimmten Artikel macht. Dagegen wird von ihrer besondern Nützlichkeit, ihrer bestimmten Natur und Art und Weise ganz und gar abstrahiert, soweit sie als
Wertbildendes
Element berechnet und die Ware als ihre Vergegenständlichung berechnet wird. Als solche ist sie unterschiedlose,
gesellschaftlich notwendige, allgemeine
Arbeit, ganz und gar gleichgültig gegen jeden besonderen Inhalt, weshalb [sie] auch an ihrem selbständigen Ausdruck, dem
Geld
, an der Ware als
Preis
, einen allen Waren gemeinschaftlichen und nur durch Quantität unterscheidbaren Ausdruck

erhält. Nach der erstren Seite stellt sich die Sache im bestimmten
Gebrauchswert
der Ware, ihrer bestimmten
dinglichen Existenz
, nach der zweiten im
Geld
dar, ob dies nun als Geld, oder als blosses Rechengeld im Preise der Ware existiere. Nach der ersten Seite handelt es sich ausschliesslich um die
Qualität
, nach der zweiten bloss um die
Quantität
der Arbeit. Nach der ersten Seite stellt sich der Unterschied der konkreten Arbeit in der Teilung der Arbeit, nach der zweiten in ihrem unterschiedslosen Geldausdruck dar. Innerhalb des Produktionsprozesses nun tritt uns dieser Unterschied
aktiv
entgegen. Es sind nicht mehr wir, die ihn machen, sondern er wird im Produktionsprozess selbst gemacht.

Der Unterschied von
vergegenständlichter Arbeit
und
lebendiger
stellt sich im
realen Arbeitsprozess
dar. Die Produktionsmittel, z. B. Baumwolle und Spindel etc., sind Produkte, Gebrauchswerte, worin bestimmte nützliche, konkrete Arbeiten, Maschinenbau, Baumwollepflanzen usw.
verkörpert
sind, während die
Spinnarbeit
im Prozess als eine von den in den Produktionsmitteln enthaltenen Arbeiten nicht nur spezifisch verschiedene Arbeit erscheint, sondern als lebendige Arbeit, sich erst verwirklichende und ihr Produkt beständig von sich abstossende Arbeit im Gegensatz zu jenen bereits in ihren eigentümlichen Produkten vergegenständlichten Arbeiten erscheint. Auch von diesem Standpunkt aus stellt sich ein Gegensatz zwischen der einen Seite als vorhandenem Dasein des Kapitals und der lebendigen Arbeit als zunächst Lebensausgabe des Arbeiters dar. Ferner im Arbeitsprozess tritt die vergegenständlichte Arbeit als das
gegenständliche Moment
, Element, für die
Verwirklichung der lebendigen Arbeit
auf.

Ganz anders jedoch erscheint die Sache, sobald der Verwertungsprozess, die Bildung und Schaffung von Neuwert betrachtet wird.

Die Arbeit, die hier enthalten ist in den Produktionsmitteln, ist ein
bestimmtes Quantum allgemeiner gesellschaftlicher Arbeit
und stellt sich daher dar in einer gewissen
Wertgrösse
oder
Geldsumme
, in fact dem
Preise
dieser Produktionsmittel dar. Die Arbeit, die zugesetzt wird, ist ein
bestimmtes zusätzliches Quantum allgemeiner gesellschaftlicher Arbeit
und stellt sich dar als zusätzliche
Wertgrösse
und
Geldsumme
. Die in den Produktionsmitteln bereits enthaltene Arbeit ist dieselbe wie die neu zugesetzte. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die eine
vergegenständlicht
ist in Gebrauchswerten und die andre im Prozess dieser
Vergegenständlichung
begriffen, die eine vergangen, die andre gegenwärtig, die eine tot, die andre lebendig, die eine
vergegenständlicht
im Perfektum, die andre sich vergegenständlichend im Präsens

ist. Im Umfang, worin die vergangene Arbeit lebendige ersetzt, wird sie selbst ein Prozess,
verwertet sie sich
, wird sie ein Fluens, das eine Fluxion schafft. Dieses ihr Einsaugen zusätzlicher lebendiger Arbeit ist ihr
Selbstverwertungsprozess
, ihre wirkliche
Verwandlung in Kapital
, in sich selbst verwertenden Wert, ihre Verwandlung aus einer
konstanten Wertgrösse
in eine variable und
prozessierende
Wertgrösse. Allerdings kann diese zusätzliche Arbeit nur in der Gestalt konkreter Arbeit und daher den Produktionsmitteln nur in ihrer spezifischen Gestalt als besonderen Gebrauchswerten zugesetzt werden und wird auch der in diesen Produktionsmitteln enthaltene Wert nur durch ihren Konsum als Arbeitsmittel durch die konkrete Arbeit
erhalten
. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass der
vorhandene Wert
, die in den Produktionsmitteln
vergegenständlichte
Arbeit sich nicht nur über ihr eignen Quantum, sondern auch über das Quantum der im variablen Kapital vergegenständlichtcn Arbeit einzig und allein vermehrt, und in dem Grade vermehrt, als sie lebendige Arbeit einsaugt, und diese sich selbst vergegenständlicht als
Geld
, als allgemein gesellschaftliche Arbeit. Es ist daher eminently in diesem Sinn, – der sich auf den
Verwertungsprozess
, den eigentlichen Zweck der kapitalistischen Produktion bezieht – dass das Kapital als
vergegenständlichte
Arbeit (accumulated labour, pre-existent labour and so forth) der
lebendigen
Arbeit (immediate labour etc.) gegenübertritt und von den Oekonomen gegenübergestellt wird. Doch fallen sie hier beständig in Widersprüche und Zweideutigkeit – selbst Ricardo – weil sie die Analyse der Ware auf Arbeit in Doppelform nicht klar herausgearbeitet haben.

Durch den ursprünglichen Austauschprozess zwischen Kapitalist und Arbeiter – als Warenbesitzer – tritt nur der lebendige Faktor, das Arbeitsvermögen, als ein Moment der realen Gestalt des Kapitals in den Produktionsprozess ein. Aber erst im Produktionsprozess selbst verwandelt sich die vergegenständlichte Arbeit durch Einsaugung der lebendigen Arbeit in Kapital und verwandelt sich daher die Arbeit in Kapital.
[4*]

Der kapitalistische Produktionsprozess ist Einheit von Arbeitsprozess und Verwertungsprozess. Um Geld in Kapital zu verwandeln, wird es in Waren verwandelt, welche
Faktoren des Arbeitsprozesses
bilden. Man muss mit dem Geld erst
Arbeitsvermögen
und zweitens
Sachen
kaufen, ohne die Arbeitsvermögen nicht
verbraucht
werden, d. h. nicht
arbeiten
kann. Innerhalb des
Arbeitsprozesses
haben diese Sachen keinen Sinn ausser als
Lebensmittel der Arbeit, Gebrauchswerte der Arbeit
zu dienen – in Bezug auf die lebendige Arbeit selbst ihr Material und Mittel, in Bezug auf das Produkt der Arbeit seine Produktionsmittel, in Bezug darauf, dass diese Produktionsmittel selbst schon Produkte sind, Produkte als Produktionsmittel eines neuen Produkts. Aber diese Sachen spielen diese Rolle nicht im Arbeitsprozess, weil der Kapitalist sie kauft, weil sie die verwandelte Form seines Geldes sind, sondern er kauft sie umgekehrt, weil sie diese Rolle im Arbeitsprozess spielen. Für den Spinnprozess als solchen ist es z. B. gleichgültig, dass Baumwolle und Spindel das Geld des Kapitalisten, also
Kapital vorstellen
, dass das verausgabte Geld seiner Bestimmung nach Kapital ist. Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel werden sie nur in der Hand des arbeitenden Spinners, und sie werden es dadurch, dass er spinnt, nicht weil er Baumwolle, die einer andern Person gehört, mit einer Spindel, die derselben andern Person gehört, in Garn für dieselbe andre Person verspinnt. Dadurch, dass Waren im Arbeitsprozess verbraucht oder produktiv konsumiert werden, werden sie nicht Kapital, sondern Elemente des

Arbeitsprozesses. Sofern diese gegenständlichen Elemente des Arbeitsprozesses vom Kapitalisten gekauft sind, stellen sie sein Kapital vor. Aber dies gilt auch von der Arbeit. Sie stellt auch sein Kapital vor, denn dem Käufer des Arbeitsvermögens gehört die Arbeit ebensowohl wie die von ihm gekauften gegenständlichen Bedingungen der Arbeit. Und nicht nur die einzelnen Elemente des Arbeitsprozesses, der ganze Arbeitsprozess gehört ihm. Das Kapital, das früher in der Form von Geld, existiert jetzt in der Form des Arbeitsprozesses. Weil sich das Kapital des Arbeitsprozesses bemächtigt hat, der Arbeiter daher für den Kapitalisten statt für sich selbst arbeitet, verändert der Arbeitsprozess jedoch nicht seine
allgemeine Natur
. Weil Geld bei seiner Verwandlung in Kapital sich in die Faktoren des Arbeitsprozesses verwandelt, also notwendig auch die Gestalt von Arbeitsmaterial und Arbeitsmitteln annimmt, werden Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel nicht von Natur
Kapital
, so wenig wie Gold und Silber von Natur
Geld
werden, weil Geld sich u. a. in Gold und Silber darstellt. Dieselben modernen Oekonomen jedoch, die über die Einfalt des Monetarsystems lachen, wenn es auf die Frage: Was ist Geld? Antwortet: Gold und Silber ist Geld, entblöden sich nicht auf die Frage, was ist Kapital? zu antworten. Kapital ist Baumwolle. Sie sagen nichts anderes, wenn sie erklären, dass Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel, Produktionsmittel oder Produkte, die zur Neuproduktion verwandt werden, kurz dass die
gegenständlichen Bedingungen der Arbeit
von Natur
Kapital
sind, Kapital sind, sofern und weil sie durch ihre stofflichen Eigenschaften als Gebrauchswerte im Arbeitsprozess dienen. Es ist in der Ordnung, wenn andre hinzufügen: Kapital ist Fleisch und Brot, denn obgleich der Kapitalist das Arbeitsvermögen mit Geld kauft, stellt dieses Geld in der Tat nur Brot, Fleisch, kurz die Lebensmittel des Arbeiters vor
. Ein Stuhl mit vier Füssen und einem Samtüberschlag stellt unter gewissen Konjunkturen einen Thron vor; deswegen ist dieser Stuhl, ein Ding, das zum Sitzen dient, nicht durch die Natur seines Gebrauchswerts ein Thron. Der wesentlichste Faktor des Arbeitsprozesses ist der Arbeiter selbst und im antiken Produktionsprozess ist dieser Arbeiter Sklave.

Daraus folgt ebenso wenig, dass der Arbeiter von Natur
Sklave
ist, obgleich letztre Ansicht dem
Aristoteles
nicht ganz fern liegt, als dass Spindel und Baumwolle, weil sie heutzutage vom
Lohnabeiter
im Arbeitsprozess verzehrt werden, von Natur
Kapital
sind. Diese Verrücktheit. die ein bestimmtes
gesellschaftliches Produktionsverhältnis
, das sich in Dingen darstellt, als dingliche Natureigenschaft dieser Sachen selbst nimmt, schlägt uns ins Gesicht, wenn wir das erste beste Handbuch der Oekonomie aufschlagen, und gleich auf der ersten Seite lesen, dass die Elemente des Produktionsprozesses, auf ihre allgemeinste Form zurückgeführt, Erde,
Kapital
und Arbeit sind
. Es könnte ebenso gut gesagt werden, sie seien
Grundeigentum
, Messer, Scheren. Spindeln, Baumwolle, Korn, kurz
Arbeitsmaterial
und
Arbeitsmittel
, und —
Lohnarbeit
. Auf der einen Seite nennen wir die Elemente des Arbeitsprozesses verquickt mit den
spezifischen gesellschaftlichen Charakteren
, die sie auf einer bestimmten
historischen
Entwicklungsstufe besitzen, und auf der andern Seite fügen wir ein Element hinzu. das dem
Arbeitsprozess
unabhängig von allen bestimmten gesellschaftlichen Formen, als einem ewigen Prozesse zwischen Mensch und Natur überhaupt zukommt. (Wir werden weiter unten sehn, dass diese Illuison des Oekonomen, welche die Aneignung des Arbeitsprozesses durch das Kapital mit dem Arbeitsprozess selbst verwechselt, und daher die
gegenständlichen Elemente
des Arbeitsprozesses schlechthin in Kapital verwandelt, weil sich das Kapital u. a. auch in die gegenständlichen Elemente des Arbeitsprozesses verwandelt – wie diese Illusion, die bei den klassischen Oekonomen nur so lange dauert, als sie den kapitalistischen Pro-

duktionsprozess ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsprozesses betrachten und daher durch ihre weitere Entwicklung berichtigen, aus der Natur des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst entspringt. Es ergibt sich aber sofort, dass dies eine sehr bequeme Methode ist, die Ewigkeit der kapitalistischen Produktionsweise oder das
Kapital
als ein
unvergängliches Naturelement
menschlicher Produktion überhaupt zu beweisen. Arbeit ist ewige Naturbedingung menschlicher Existenz. Der Arbeitsprozess ist nichts als die Arbeit selbst, im Augenblick ihrer schöpferischen Tätigkeit betrachtet. Die allgemeinen Momente des Arbeitsprozessee sind daher von jeder bestimmten gesellschaftlichen Entwicklung unabhängig. Arbeitsmittel und Arbeitsmaterial, wovon ein Teil schon Produkte früherer Arbeit, spielen ihre Rolle in jedem Arbeitsprozess zu allen Zeiten und unter allen Umständen. Hänge ich ihnen daher den Namen
Kapital
an in der Zuversicht, dass „semper aliquid haeret“ so habe ich
bewiesen
, dass die Existenz des Kapitals ein ewiges Naturgesetz der menschlichen Produktion ist und dass der Kirgise, der mit einem den Russen gestohlenen Messer Binsen abschneidet und aus diesen Binsen seinen Kahn flicht, ganz ebenso gut ein Kapitalist ist, wie der Herr von Rothschild. Ebenso könnte ich beweisen, dass Griechen und Römer das Abendmahl zu sich nahmen, weil sie Wein tranken und Brot assen, und die Türken sich täglich mit katholischem Weihwasser besprenkeln, weil sie sich täglich waschen. Es ist derartige impertinent seichte Faselei, die man mit selbstgefälliger Wichtigkeit nicht nur von einem
F. Bastiat
, oder in den ökonomischen Traktätchen der
Society for the advancement of useful knowledge
, oder den Kleinkinderschriften einer mother
Martineau
, sondern sogar von wirklichen Fachschrif

tstellern ausgepatscht findet. Statt, wie bezweckt wird, in dieser Weise die ewige Naturnotwendigkeit des Kapitals zu beweisen, wird so vielmehr umgekehrt seine Notwendigkeit selbst für eine bestimmte historische Entwicklungsstufe des gesellschaftlichen Produktionsprozesses
verneint
, denn der Behauptung, Kapital sei nichts als Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel oder die gegenständlichen Elemente des Arbeitaprozesses seien von Natur Kapital, stellt sich mit Recht die Antwort entgegen, man brauche also Kapital, aber keine Kapitalisten, oder Kapital sei nichts als ein zur Prellerei der Massen erfundener
Name
.

Die Unfähigkeit, den Arbeitsprozess selbständig und doch zugleich als eine Seite des kapitalistischen Produktionsprozesses zu begreifen, zeigt sich noch schlagender, wenn uns Herr
F. Wayland
z. B. erzählt, Rohmaterial sei
Kapital
, und durch seine Verarbeitung werde es
Produkt
. So sei Leder das
Produkt
des Gerbers und das
Kapital
des Schuhmachers. Rohmaterial und Produkt sind beides Bestimmungen, die einem Ding mit Bezug auf den
Arbeitsprozess
zukommen, und die beide mit seiner Bestimmung
Kapital
zu sein an und für sich nichts zu tun haben, obgleich beides, Rohmaterial und Produkt,
Kapital
vorstellen, sobald der Arbeitsprozess vom Kapitalisten angeeignet ist
. Herr
Proudhon
hat dies mit seiner gewohnten „Tiefe“ ausgebeutet. «Wodurch verwandelt sich der
Begriff Produkt
plötzlich in den
Begriff Kapital
? Durch die Idee des Werts. Das heisst, dass das Produkt, um Kapital zu werden, durch eine authentische Wertschätzung durchgegangen, gekauft oder verkauft, sein Preis debattiert und durch eine Art legaler Konvention fixiert worden sein muss. Dies Fell, wie es aus der Metzgerei kommt ist das
Produkt das Metzgers
. Dies Fell wird es vom Gerber gekauft? Sogleich trägt dieser es oder seinen Wert zu seinen Exploitationsfonds. Durch die Arbeit des Gerbers wird dies
Kapital
wieder
Produkt
“.

Herr Proudhon zeichnet sich durch den Apparat falscher Metaphysik aus, womit er die allergewöhnlichsten Elementarvorstellungen erst als Kapital in seinen „Exploitationsfonds“ einträgt und dann als hochtrabendes „Produkt“ dem Publikum verkauft. Die Frage, wie sich
Produkt
in
Kapital
verwandelt, ist an und für sich Unsinn, aber die

Antwort ist der Frage wert. In der Tat erzählt uns Herr Proudhon nur die zwei ziemlich bekannten Tatsachen, einmal, dass Produkte mitunter als Rohmaterial verarbeitet werden und zweitens dass
Produkte
zugleich
Waren
sind, d. h. einen
Wert
besitzen, der vor seiner Realisation die Feuerprobe der Debatte zwischen Käufer und Verkäufer bestehn muss. Derselbe „Philosoph“ bemerkt: „La différence pour la sociéte, entre capital et produit n'existe pas. Cette différence est toute subjective aux individus“. Die abstrakte gesellschaftliche Form nennt er „subjektiv“ und seine subjektive Abstraktion nennt er „Gesellschaft“.

Wenn der Oekonom, solange er den kapitalistischen Produktionsprozess bloss unter dem Gesichtspunkt des
Arbeitsprozesses
betrachtet, das Kapital für ein blosses
Ding
erklärt, Rohstoff, Instrument usw., so fällt ihm dann wieder ein, dass der Produktionsprozess doch auch Verwertungsprozess ist und jene Dinge mit Bezug auf den Verwertungsprozess nur als
Wert
in Betracht kommen. „Dasselbe Kapital existiert bald unter der Form einer Geldsumme, bald unter der eines Rohstoffs, eines Instruments, einer fertigen Ware. Diese
Dinge
sind eigentlich nicht
das Kapital
; es haust in dem
Wert
, den sie haben“.
Sofern dieser Wert „sich erhält, nicht mehr untergeht, sich vervielfältigt, sich von der Ware losreisst, die ihn geschaffen hatte, gleich einer metaphysischen und unsubstantiellen Qualität immer im Besitz desselben Produzenten (d. h. Kapitalisten) bleibt“,
wird das, was soeben noch für ein
Ding
, jetzt für eine „
kommerzielle Idee
“ erklärt
.

Das Produkt des kapitalistischen Produktionsprozesses ist weder ein blosses
Produkt
(Gebrauchswert), noch blosse
Ware
, d. h. Produkt, das einen Tauschwert hat, sondern sein
spezifisches Produkt
ist der
Mehrwert
. Sein Produkt sind
Waren
, die mehr Tauschwert besitzen, d. h. mehr Arbeit darstellen als für ihre Produktion in der Form von

Geld oder Waren vorgeschossen wurde. Im kapitalistischen Produktionsprozess erscheint der
Arbeitsprozess
nur als
Mittel
, der
Verwertungsprozess
oder die
Produktion von Mehrwert
als Zweck. Sobald sich der Oekonom hierauf besinnt, wird Kapital erklärt als Reichtum, der in der Produktion verwandt wird, um „Profit“ zu machen
.

Wir haben gesehn, dass die Verwandlung von Geld in Kapital in zwei selbständige, ganz verschiedenen Sphären angehörige und getrennt von einander existierende Prozesse zerfällt. Der erste Prozess gehört der Sphäre der
Warenzirkulation
an und geht daher auf dem
Warenmarkt
vor. Es ist der
Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens
. Der zweite Prozess ist der
Konsum des gekauften Arbeitsvermögens
oder der
Produktionsprozess
selbst. In dem ersten Prozess stehn sich Kapitalist und Arbeiter nur als Geldbesitzer ünd Warenbesitzer gegenüber und ihre Transaktion ist, wie die zwischen allen Käufern und Verkäufern, ein Austausch von Equivalenten. Im zweiten Prozess erscheint der Arbeiter
pro tempore
als lebendiger Bestandteil des Kapitals selbst und die Kategorie des Austauschs ist hier gänzlich ausgeschlossen, da der Kapitalist alle Faktoren des Produktionsprozesses, sachliche wie persönliche, sich durch Kauf angeeignet hat, bevor dieser Prozess beginnt. Obgleich aber beide Prozesse selbständig neben einander existieren, bedingen sie sich wechselseitig. Der erste leitet den zweiten ein, und der zweite führt den ersten aus.

Der erste Prozess, der
Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens
, zeigt uns Kapitalist und Arbeiter nur als Käufer und Verkäufer von Ware. Was den Arbeiter von andern Warenverkäufern unterscheidet, ist nur die
spezifische Natur
, der
spezifische Gebrauchswert
der von ihm verkauften Ware. Aber der besondere Gebrauchswert der Waren ändert durchaus nichts an der ökonomischen Formbestimmtheit der Transaktion, nichts daran, dass der Käufer Geld und der Verkäufer Ware vorstellt. Um also zu
beweisen
, dass das Verhältnis zwischen Kapitalist und Arbeiter durchaus nichts als ein Verhältnis zwischen Warenbesitzern ist, die zu ihrem wechselseitigen Vorteil und durch einen freien Kontrakt Geld und Ware mit einander austauschen, genügt es den ersten Prozess zu isolieren und an seinem formellen Charakter festzuhalten. Dies einfache Kunststück ist keine Hexerei, aber es bildet den ganzen Weisheitsvorrat der Vulgärökonomie.

Wir haben gesehn, dass der Kapitalist sein Geld nicht nur in Arbeitsvermögen, sondern in die gegenständlichen Faktoren des Arbeitsprozesses, die Produktionsmittel, verwandeln muss. Betrachten wir aber das gesamte Kapital auf der einen Seite, also die Gesamtheit der Käufer von Arbeitsvermögen auf der einen Seite, und die Gesamtheit der Verkäufer von Arbeitsvermögen, die Gesamtheit der Arbeiter auf der andren, so ist der Arbeiter eben gezwungen statt einer Ware, sein eigenes Arbeitsvermögen als Ware zu verkaufen, weil ihm auf der andren Seite sämtliche Produktionsmittel, sämtliche gegenständliche Bedingungen der Arbeit ebensogut wie sämtliche Lebensmittel, Geld, Produktionsmittel und Lebensmittel als fremdes Eigentum gegenüberstehn, weil also aller
gegenständliche Reichtum
als Eigentum der
Warenbesitzer
dem Arbeiter gegenübersteht. Es ist unterstellt, dass er als
Nichteigentümer
arbeitet und die
Bedingungen seiner Arbeit
ihm als
fremdes Eigentum
gegenüberstehn. Dass Kapitalist Nr. I Geldbesitzer ist und von dem Kapitalisten Nr. II, der Produktionemittel besitzt, diese Produktionsmittel kauft, während der Arbeiter mit dem von dem Kapitalisten Nr. I erhaltenen Geld Lebensmittel von dem Kapitalisten Nr. III kauft, ändert durchaus nichts an dem Umstand, dass die Kapitalisten Nr. I, II und III zusammen die ausschliesslichen Besitzer von Geld, Produktionsmitteln und Lebensmitteln sind. Der Mensch kann nur leben, soweit er seine Lebensmittel produziert und er kann nur Lebensmittel produzieren, sofern er sich im Besitz von Produktionsmitteln, im Besitz der gegenständlichen Bedingungen der Arbeit befindet. Es versteht sieh also von vorn herein, dass der Arbeiter, der von Produktionsmitteln. entblösst ist, von Lebensmitteln entblösst ist, wie umgekehrt ein Mensch, der von Lebensmitteln entblösst ist kein Produktionsmittel schaffen kann. Was also selbst im ersten
Prozess
, bevor sich Geld oder Ware wirklich in
Kapital
verwandelt haben, ihnen von vorn herein den
Charakter von Kapital
aufdrückt, ist weder ihre Natur als Geld, noch ihre Natur als Ware noch der stoffliche Gebrauchswert dieser Waren als Lebensmittel und Produktionsmittel zu dienen, sondern der Umstand, dass dies Geld und diese Ware, diese Produktionsmittel und Lebensmittel als
selbständige Mächte
, personifiziert in ihren Besitzern, dem von allem gegenständlichen Reichtum entblössten
Arbeitsvermögen
gegenübertreten, dass also die zur Verwirklichung der Arbeit notwendigen sachlichen Bedingungen dem Arbeiter selbst
entfremdet
sind, vielmehr als mit eigenem Willen und eigener Seele begabte
Fetische
erscheinen, dass
Waren
als
Käufer
von
Personen
figurieren. Der Käufer des Arbeitsvermögens ist nur die Personifikation von
vergegenständlichter
Arbeit, die einen Teil ihrer selbst in der Form von Lebensmitteln an den Arbeiter abgibt, um das

lebendige Arbeitsvermögen
ihrem andern Teil einzuverleiben und durch diese Einverleibung sich ganz zu erhalten und über ihr ursprüngliches Mass hinaus zu wachsen. Es ist nicht der Arbeiter, der Lebensmittel und Produktionsmittel kauft, sondern die Lebensmittel kaufen den Arbeiter, um ihn den Produktionsmitteln einzuverleiben.

Lebensmittel
sind eine besondre stoffliche Existenzform, worin das Kapital dem Arbeiter gegenübertritt, bevor er sie durch Verkauf seines Arbeitsvermögens aneignet. Aber sobald der Produktionsprozess beginnt, ist das Arbeitsvermögen bereits verkauft, die Lebensmittel also, wenigstens de jure, in den Konsumtionsfonds des Arbeiters übergegangen. Diese Lebensmittel bilden kein Element des Arbeitsprozesses, welcher neben dem wirkenden Arbeitsvermögen selbst nichts voraussetzt ausser Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel. In der Tat muss der Arbeiter sein Arbeitsvermögen durch Lebensmittel erhalten, aber diese seine Privatkonsumtion, die zugleich Reproduktion seines Arbeitsvermögens ist, fällt ausserhalb des Produktionsprozesses der Ware. Es ist möglich, dass in der kapitalistischen Produktion tatsächlich die ganze disponible Zeit des Arbeiters vom Kapital absorbiert wird, dass also der Verzehr der Lebensmittel tatsächlich als ein blosser Incident des Arbeitsprozesses selbst erscheint, wie der Verzehr von Kohle durch die Dampfmaschine, von Oel durch das Rad oder von Heu durch das Pferd, wie die ganze Privatkonsumtion des arbeitenden Sklaven, und in diesem Sinn zählt
Ricardo
z. B. (sieh oben Note 127), neben Rohmaterial, Werkzeugen u.s.w. „Nahrung und Kleidung“ auf als Dinge, die „effect to labour“ geben und daher als „Kapital“ im Arbeitsprozess dienen. Wie sich das aber immer
tatsächlich
gestalten mag, die Lebensmittel, sobald der freie Arbeiter sie verzehrt, sind Waren, die er
gekauft
hat. Sobald sie in seine Hand übergehen, also um so mehr, sobald sie von ihm verzehrt werden, haben sie aufgehört, Kapital zu sein. Sie bilden also keines der
stofflichen Elemente
, worin das
Kapital
im
unmittelbaren Produktionsprozess
erscheint, obgleich sie die
stoffliche Existenzform
des
variablen Kapitals
bilden, das auf dem
Markt
, innerhalb der
Zirkulationssphäre
als Käufer von Arbeitsvermögen auftritt
.

Wenn ein Kapitalist von 500 Talern 400 in Produktionsmittel verwande1t und 100 in Kauf von Arbeitsvermögen auslegt, bilden diese 100 Taler sein
variables
Kapital. Mit diesen 100 Talern kaufen die

Arbeiter Lebensmittel, sei es vom selben Kapitalisten, sei es von andern. Die 100 Taler sind nur die
Geldform
dieser Lebensmittel, die also in der Tat den
stofflichen Bestand
des variablen Kapitals bilden. Innerhalb des
unmittelbaren Produktionsprozesses
existiert das variable Kapital nicht mehr: weder in Geldform, noch in Warenform, sondern in der Form der
lebendigen Arbeit
, die es sich durch den Kauf des Arbeitsvermögens angeeignet hat. Und nur durch diese Verwandlung des variablen Kapitals in Arbeit, wird überhaupt die in Geld oder Waren vorgeschossene Wertsumme in Kapital verwandelt. Obgleich also der
Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens
, wodurch die Verwandlung eines Teils des Kapitals in variables Kapital
bedingt
ist, ein vom
unmittelbaren Produktionsprozess
getrennter und selbständiger, ihm vorhergehender Prozess ist, bildet er die
absolute Grundlage
des kapitalistischen Produktionsprozesses und bildet ein
Moment
dieses Produktionsprozesses selbst, wenn wir ihn als
Ganzes
betrachten und nicht nur im Augenblick der unmittelbaren Warenproduktion. Nur weil der Arbeiter, um zu leben, sein Arbeitsvermögen verkauft, verwandelt sich der gegenständliche Reichtum in Kapital. Nur der
Lohnarbeit
gegenüber werden die
Sachen
, die gegenständliche Bedingungen der Arbeit sind, also die
Produktionsmittel
, und die
Sachen
, die gegenständliche Bedingungen für die Erhaltung des Arbeiters selbst sind, also die
Lebensmittel
,
Kapital
. Kapital ist kein
Ding
, so wenig wie Geld ein
Ding
ist. Im Kapital, wie im Geld, stellen sich bestimmte
gesellschaftliche Produktionsverhältnisse der Personen als Verhältnisse von Dingen
zu Personen dar, oder erscheinen bestimmte gesellschaftliche Beziehungen als
gesellschaftliche Natureigenschaften
von Dingen. Ohne
Salariat
keine Produktion von Mehrwert, sobald die Individuen sich als freie Personen gegenüberstehn, ohne Produktion von Mehrwert keine kapitalistische Produktion, also kein Kapital und kein Kapitalist! Kapital und Lohnarbeit (so nennen wir die Arbeit des Arbeiters, der sein eigenes Arbeitsvermögen verkauft) drücken nur zwei Faktoren desselben Verhältnisses aus. Das Geld kann nicht Kapital werden, ohne sich gegen Arbeitsvermögen als vom Arbeiter selbst verkaufte Ware auszutauschen. Andrerseits kann die Arbeit nur als Lohnarbeit erscheinen, sobald ihre eignen gegenständlichen Bedingungen ihr als selbstische Mächte, fremdes Eigentum, für sich seiender und an sich festhaltender Wert, kurz als Kapital gegenübertreten. Wenn das Kapital also seiner stofflichen Seite nach – oder den Gebrauchswerten nach, worin es existiert, nur aus den gegenständlichen Bedingungen der Arbeit selbst bestehn kann, müssen seiner Formseite nach diese gegenständlichen Bedingungen als
fremde,

selbständige Mächte
der Arbeit gegenüberstehn, als Wert – vergegenständlichte Arbeit – die zur lebendigen Arbeit sich als blossem Mittel seiner eignen Erhaltung und Vermehrung verhält. Die Lohnarbeit oder das Salariat ist also eine notwendige gesellschaftliche Form der Arbeit für die kapitalistische Produktion, ganz wie das Kapital, der potenzierte Wert, eine notwendige gesellschaftliche Form ist, die die gegenständlichen Bedingungen der Arbeit annehmen müssen, damit letztere Lohnarbeit sei. Lohnarbeit ist also notwendige Bedingung für Kapitalbildung und bleibt die beständige notwendige Voraussetzung für kapitalistische Produktion. Obgleich daher der erste Prozess, der Austausch von Geld gegen Arbeitsvermögen, oder der Verkauf des Arbeitsvermögens, als solcher nicht in den unmittelbaren Produktionsprozess eingeht, so geht er dagegen in die Produktion des ganzen Verhältnisses ein
.

Gehn wir nun von dem ersten Prozess, dem Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens, der die Verselbständigung von Produktionsmitteln und Lebensmitteln gegenüber dem wirklichen Arbeiter voraussetzt, also
personifizierte
Produktionsmittel und Lebensmittel voraussetzt, die als
Käufer
mit den Arbeitern als Verkäufern einen Kontrakt schliessen, gehn wir von diesem Prozess, der in der
Zirkulationsphäre
, auf dem
Warenmarkt
vorfällt, zum
unmittelbaren Produktionsprozess
selbst über, so ist dieser zunächst
Arbeitsprozess
. Im Arbeitsprozess tritt der Arbeiter als Arbeiter in ein normales, durch die Natur und den Zweck der Arbeit selbst bestimmtes tätiges Verhältnis zu den Produktionsmitteln. Er eignet und behandelt sie als blosses Mittel und Material seiner Arbeit. Die selbständige, an sich festhaltende und ihren eigenen Kopf habende Existenz dieser Produktionsmittel, ihre Trennung von der Arbeit, wird jetzt tatsächlich
aufgehoben
. Die gegenständlichen Bedin-

ungen der Arbeit treten in ihrer normalen Einheit mit der Arbeit, als blosse Materie und Organe ihres schöpferischen Wirkens auf. Das Fell, das der Arbeiter gerbt, behandelt er als blossen Gegenstand seiner produktiven Tätigkeit, nicht als Kapital. Er gerbt nicht dem Kapitalisten die Haut
. Soweit der Produktionsprozess bloss
Arbeitsprozess
ist, verzehrt der Arbeiter in diesem Prozess die Produktionsmittel als blosse
Lebensmittel der Arbeit
. Soweit aber der Produktionsprozess zugleich
Verwertungsprozess
ist, verzehrt der Kapitalist in ihm das Arbeitsvermögen des Arbeiters oder eignet sich die lebendige Arbeit als Lebensblut des Kapitals an. Das Rohmaterial, überhaupt der Arbeitsgegenstand, dient nur dazu, fremde Arbeit
einzusaugen
und das Arbeitsinstrument dient nur als Konduktor, Leiter für diesen
Einsaugunpsprozess
. Indem das lebendige Arbeitsvermögen den gegenständlichen Bestandteilen des Kapitals einverleibt ist, wird dies zu einem belebtem Ungeheuer, und fängt an zu wirken, „als hätt' es Lieb' im Leibe“. Da die Arbeit bloss in einer bestimmten nützlichen Form Wert schafft und da jede besondre nützliche Art Arbeit Material und Mittel von spezifischem Gebrauchswert erheischt, Spindel und Baumwolle usw. für die Spinnarbeit, Amboss, Hammer und Eisen für die Schmiedearbeit usw., kann die Arbeit nur eingesaugt werden, soweit das Kapital die Gestalt der für bestimmte Arbeitsprozesse erheischten spezifischen Produktionsmittel annimmt und nur in dieser Gestalt kann es lebendige Arbeit einsaugen. Hier sieht man also, warum dem Kapitalisten, dem Arbeiter und dem politischen
Oekonomen
, der den Arbeitsprozess nur als vom Kapital angeeigneten Arbeitsprozess zu denken fähig ist, die
stofflichen
Elemente des Arbeitsprozesses wegen ihrer stofflichen Eigenschaften als
Kapital
gelten und warum er unfähig ist, ihre stoffliche Existenz als blosser Faktoren des Arbeitsprozesses loszulösen von der mit ihnen verquickten
gesellschaftlichen
Eigenschaft, die sie zu
Kapital
macht. Er kann das nicht, weil wirklich derselbe identische Arbeitsprozess, dem die Produktionsmittel durch ihre stofflichen Eigenschaften als blosse Lebensmittel der Arbeit dienen, dieselben Produktionsmittel in blosse Einsaugungsmittel der Arbeit verwandelt. Im Arbeitsprozess für sich betrachtet, verwendet der Arbeiter die Produktionsmittel. Im Arbeitsprozess, der zugleich kapital-

duktionsprozess ist, verwenden die Produktionsmittel den Arbeiter, so dass die Arbeit nur als Mittel erscheint, wodurch eine bestimmte
Wertgrösse
, also eine bestimmte Masse
vergegenständlichter
Arbeit lebendige Arbeit einsaugt, um sich zu erhalten und zu vermehren. Der Arbeitsprozess erscheint so als
Selbstverwertungsprozess
der vergegenständlichten Arbeit vermittelst der lebendigen Arbeit
. Das
Kapital
wendet den
Arbeiter
und nicht der
Arbeiter das Kapital
an, und nur
Sachen, die den Arbeiter anwenden
, die daher im Kapitalisten
Selbstigkeit
, eignes Bewusstsein und eignen Willen besitzen, sind Kapital
. Sofern der Arbeitsprozess bloss das Mittel und die reale Form des
Verwertungsprozesses
ist, soweit er also ein Prozess ist, der darin besteht, ausser der Arbeit, die im Arbeitslohn vergegenständlicht war, einen
Überschuss unbezahlter Arbeit, Mehrwert
, in Waren zu vergegenständlichen, also
Mehrwert zu produzieren
, ist der Springpunkt dieses ganzen Prozesses der Austausch
vergegenständlichter Arbeit
mit
lebendiger Arbeit
, der Austausch von weniger
vergegenständlichter Arbeit
gegen mehr
lebendige Arbeit
. Im Austauschprozess selbst wird ein Quantum in Geld als Ware vergegenständlichter Arbeit gegen gleich grosses Quantum im lebendigen Arbeitsvermögen vergegenständlichter Arbeit ausgetauscht. Es werden dem Wertgesetz des Warenaustausches entsprechend Equivalente ausgetauscht,
gleiche Quanta
vergegenständlichter Arbeit, obgleich das eine Quantum in einer Sache, und das andre in einer lebendigen Person vergegenständlicht. Aber dieser Austausch

leitet nur den
Produktionsprozess
ein, vermittelst dessen in der Tat mehr Arbeit in lebendiger Form eingetauscht wird als in vergegenständlichter Form verausgabt war. Es ist daher das grosse Verdienst der klassischen Oekonomie den ganzen Produktionsprozess als solchen Prozess zwischen
vergegenständlichter Arbeit
und
lebendiger Arbeit
dargestellt und daher das Kapital, im Gegensatz zur lebendigen Arbeit, nur als
vergegenständlichte
Arbeit, d. h. als
Wert
, der sich selbst vermittelst der lebendigen Arbeit
verwertet
, dargestellt zu haben. Ihr Mangel besteht hier nur darin, dass sie erstens unfähig waren nachzuweisen, wie dieser Austausch von mehr lebendiger Arbeit gegen weniger vergegenständlichte Arbeit dem Gesetz des
Warenaustauschs
, der Bestimmung der Warenwerte durch die Arbeitszeit entspricht, und dass sie daher zweitens, den Austausch eines bestimmten Quantums
vergegenständlichter Arbeit
gegen Arbeitsvermögen im
Zirkulationsprozess
unmittelbar zusammenwerfen mit der im Produktionsprozess vorgehenden Einsaugung der lebendigen Arbeit durch die in der Gestalt von Produktionsmitteln vorhandene
vergegenständlichte
Arbeit. Den
Austauschprozess
zwischen variablem Kapital und Arbeitsvermögen werfen sie zusammen mit dem Einsaugungsprozess der lebendigen Arbeit durch das konstante Kapital. Auch dieser Mangel entspringt aus ihrer „kapitalistischen“ Befangenheit, denn für den Kapitalisten selbst, der die Arbeit erst zahlt, nachdem sie verwertet ist, erscheint der Austausch von einem kleinen Quantum vergegenständlichter Arbeit gegen ein grosses Qnantum lebendiger Arbeit als ein
einziger unvermittelter Prozess
. Wenn also der moderne Oekonom Kapital als
vergegenständlichte Arbeit
der lebendigen Arbeit gegenüberstellt, so versteht er unter vergegenständlichter Arbeit nicht die
Arbeitsprodukte
, soweit sie einen Gebrauchswert haben und Verkörperung bestimmter nützlicher Arbeiten sind, sondern soweit sie Materiatur eines bestimmten
Quantums
allgemeiner gesellschaftlicher Arbeit, daher
Wert
, Geld sind, das sich selbst durch den Aneignungsprozess fremder
lebendiger
Arbeit
verwertet
. Diese Aneignung ist vermittelt durch den auf dem
Warenmarkt
vorgehenden Austausch zwischen variablem Kapital

und Arbeitsvermögen, wird aber erst ausgeführt im wirklichen Produktionsprozess.

Die Unterordnung des Arbeitsprozesses unter das Kapitel ändert zunächst nichts an der wirklichen Produktionsweise und zeigt sich praktisch nur in folgendem: der Arbeiter tritt unter das Kommando, die Leitung und Oberaufsicht des Kapitalisten, natürlich nur mit Bezug auf seine Arbeit, die dem Kapital gehört. Der Kapitalist passt auf, dass er keine Zeit vergeudet und z. B. in jeder Stunde das Produkt einer Arbeitsstunde liefert, nur die durchschnittlich notwendige Arbeitszeit zur Herstellung des Produkts verwendet. Sofern das Kapitalverhältnis ein die Produktion beherrschendes Verhältnis ist, der Arbeiter. also beständig als Verkäufer und der Kapitalist beständig als Käufer auf dem Markt. erscheint, ist der Arbeitsprozess selbst im Grossen und Ganzen
kontinuierlich
und nicht unterbrochen, wie wenn der Arbeiter als unabhängiger Warenproduzent von dem Verkauf seiner Waren an einzelne Kunden abhängt, da das Minimum des Kapitals gross genug sein muss den Arbeiter fortwährend zu beschäftigen und den Verkauf der Waren abzuwarten
. Endlich zwingt der Kapitalist die Arbeiter die Dauer des Arbeitsprozosses möglichst über die Grenzen der zur Reproduktion

des Arbeitslohns notwendigen Arbeitszeit hinaus zu verlängern, da dieser
Ueberschuss von Arbeit
ihm grade den Mehrwert liefert
.

Wie den Warenbesitzer der Gebrauchswert der Ware nur als Träger ihres Tauschwerts interessiert, so den Kapitalisten der Arbeitsprozess nur als Träger und Mittel des Verwertungsprozesses. Auch innerhalb des Produktionsprozesses – soweit er Verwertungsprozess ist – fahren die Produktionsmittel fort blosser Geldwert zu sein, gleichgültig gegen die besondere stoffliche Gestalt, den besondern Gebrauchswert, worin dieser Tauschwert dargestellt ist, ganz wie innerhalb desselben die Arbeit selbst nicht zählt als produktive Tätigkeit von bestimmtem nützlichem Charakter, sondern als Wertschaffende Substanz, als gesellschaftliche Arbeit überhaupt, die sich vergegenständlicht und bei der das einzig interessante Moment
ihre Quantität
ist. Jede besondere Produktionssphäre gilt dem Kapital daher nur als eine besondre Sphäre, worin Geld angelegt wird, um mehr Geld aus ihm zu machen, um vorhandenen Wert zu erhalten und zu vermehren oder um sich
Mehrarbeit
anzueignen. In jeder besondren Produktionssphäre ist der Arbeitsprozess und sind daher auch die Faktoren des Arbeitsprozesses verschieden. Man kann mit Spindel, Baumwolle und Spinner keine Stiefel machen. Die Anlegung des Kapitals aber in dieser oder jener Produktionssphäre, die Massen, worin sich das Gesamtkapital der Gesellschaft in den verschiedenen Produktionssphären verteilt, endlich das Verhältnis, worin es aus einer Produktionssphäre in die andre auswandert, alles dies ist bestimmt durch das wechselnde Verhältnis, worin die Gesellschaft der Produkte dieser besondern Produktionssphären bedarf, d. h. der

Gebrauchswerte der Waren, die sie schaffen; denn obgleich nur der Tauschwert einer Ware bezahlt wird, wird sie immer nur ihres Gebrauchswerts wegen gekauft. <Da das unmittelbare Produkt des Produktionsprozesses
Ware
ist, kann der Kapitalist das am Ende des Prozesses in der Form von
Ware
existierende Kapital, also auch den [in] ihm enthaltenen
Mehrwert
nur realisieren, soweit er Käufer für seine Waren findet>.

Aber das Kapital ist an und für sich gleichgültig gegen die
Besonderheit
jeder Produktionssphäre, und wird nur durch die grössere oder geringere Schwierigkeit im Verkauf der Waren dieser oder jener Produktionssphäre bestimmt, wo es sich anlegt, wie es sich anlegt, und in welchem Umfang es aus einer Produktionssphäre in die andre übergeht oder seine Verteilung zwischen den verschiedenen Produktionssphären wechselt. In der Wirklichkeit stösst diese Flüssigkeit des Kapitals auf Friktionen, die hier nicht weiter zu betrachten sind. Aber einerseits schafft es sich, wie man später sehn wird, Mittel um diese Friktionen, soweit sie nur der Natur des Produktionsverhältnisses selbst entspringen, zu überwältigen, andererseits beseitigt es mit der Entwicklung der ihm eigentümlichen Produktionsweise alle gesetzlichen und ausserökonomischen Hindernisse seiner freien Bewegung in den verschiedenen Produktionssphären. Vor allem wirft es alle gesetzlichen oder traditionellen Schranken um, die es verhindern nach Gutdünken diese oder jene Art von Arbeitsvermögen zu kaufen, oder sich beliebig diese oder jene Art von Arbeit anzueignen. Obgleich ferner das Arbeitsvermögen in jeder besondern Produktionssphäre eine besondre Gestalt besitzt, als Vermögen für Spinnen, Schustern, Schmieden usw., für jede besondre Produktionssphäre daher ein Arbeitsvermögen erheischt ist, das sich nach einer besondern Seite entwickelt hat, ein
besondertes
Arbeitsvermögen, so unterstellt jene gleiche Flüssigkeit des Kapitals seine Gleichgültigkeit gegen den besondern Charakter des Arbeitsprozesses, den es sich aneignet, dieselbe Flüssigkeit oder
Variabilität
in der Arbeit, also in der Anwendungsfähigkeit des Arbeitsvermögens durch den Arbeiter. Wir werden sehn, dass die kapitalistische Produktionsweise selbst diese ihrer eignen Tendenz entgegenstehenden ökonomischen Hindernisse schafft, aber sie beseitigt alle
gesetzlichen
und
ausserökonomischen
Hindernisse dieser Variabilität.
Ebenso gleichgültig, wie dem Kapital, als sich verwertendem Wert, die besondre stoffliche Gestalt, worin es im Arbeitsprozesse erscheint, ob als Dampfmaschine,

Misthaufen oder Seide, ebenso gleichgültig ist dem Arbeiter der
besondre Inhalt
seiner Arbeit. Seine Arbeit gehört dem Kapital, sie ist nur der Gebrauchswert der Ware, die er verkauft hat und er hat sie nur verkauft, um sich Geld und mit dem Geld Lebensmittel anzueignen. Der Wechsel in der Art der Arbeit interessiert ihn nur deswegen, weit jede besondre Art der Arbeit eine andre Entwicklung des Arbeitsvermögens verlangt. Wenn seine Gleichgültigkeit gegen den besondern Inhalt der Arbeit ihm nicht die Fähigkeit verschafft sein Arbeitsvermögen auf Kommando zu variieren, zeigt er diese Gleichgültigkeit darin, dass er seine Ersatzmänner, die nachwachsende Generation, je nach dem Gebot des Markts aus einem Arbeitszweig in den andern wirft. Je entwickelter die kapitalistische Produktion in einem Lande, um so grösser die Forderung der
Variabilität
an das Arbeitsvermögen, um so gleichgültiger der Arbeiter gegen den
besondren Inhalt
seiner Arbeit und um so flüssiger die Bewegung des Kapitals aus einer Produktionssphäre in die andre. Die klassische Oekonomie setzt die
Variabilität
des Arbeitsvermögens und die
Flüssigkeit
des Kapitals als Axiome voraus, und soweit mit Recht, als dies die Tendenz der kapitalistischen Produktionsweise, die sich trotz aller Hindernisse, die sie grossenteils selbst schafft, rücksichtslos durchsetzt. Um die Gesetze der politischen Oekonomie rein darzustellen, wird von den Friktionen abstrahiert, wie in der reinen Mechanik abstrahiert wird von den besondern Friktionen, die in jedem besondern Fall ihrer Anwendung zu überwältigen sind.

Obgleich sich Kapitalist und Arbeiter nur als
Käufer
, Geld, und
Verkäufer
, Ware, auf dem Markt gegenübertreten, so ist dieses Ver-

hältnis durch den eigentümlichen Inhalt ihres Handels von vorn herein eigen gefärbt, um so mehr, da bei der kapitalistischen Produktionsweise vorausgesetzt ist, dass das Auftreten beider Seiten auf dem Markt in
derselben
entgegengesetzten Bestimmung sich
beständig
wiederholt oder ein beständiges ist. Betrachten wir das Verhältnis von Warenbesitzern überhäupt auf dem Markt, so tritt derselbe Warenbesitzer abwechselnd als Verkäufer und Käufer von Ware auf. Dass sich zwei Warenbesitzer als Käufer und Verkäufer von einander unterscheiden, ist nur ein beständig verschwindender Unterschied, indem alle dieselben Rollen abwechselnd gegeneinander in der Zirkulationssphäre spielen. Nun wird zwar auch der Arbeiter, nachdem er sein Arbeitsvermögen verkauft, in Geld verwandelt hat, Käufer, und treten ihm die Kapitalisten als blosse Warenverkäufer gegenüber. Aber Geld in seiner Hand ist nur Zirkulationsmittel. Auf dem eigentlichen
Warenmarkt
unterscheidet sich der Arbeiter in der Tat, wie jeder andere Geldbesitzer, nur als Käufer von dem Warenbesitzer als Verkäufer. Aber auf dem
Arbeitsmarkt
dagegen tritt ihm das
Geld
stets als Geldform des
Kapitals
gegenüber und daher der Geldbesitzer als personifiziertes Kapital,
Kapitalist
, wie er seinerseits dem Geldbesitzer als blosse Personifikation des Arbeitsvermögens und daher der Arbeit, als Arbeiter gegenübertritt.
Es ist nicht ein blosser Käufer und ein blosser Verkäufer, die sich gegenüberstehn, sondern es sind
Kapitalist
und
Arbeiter
, die sich in der Zirkulationssphäre, auf dem Markt, als
Käufer
und
Verkäufer
gegenübertreten. Ihr Verhältnis als
Kapitalist
und
Arbeiter
ist die Voraussetzung für ihr Verhältnis als
Käufer
und
Verkäufer
. Es ist nicht wie bei andren Warenverkäufern ein Verhältnis, das schlechthin aus der Natur der Ware selbst entspringt, dass nämlich Keiner unmittelbar die Produkte für seinen Lebensbedarf produziert, sondern Jeder ein bestimmtes Produkt als Ware produziert, durch deren Verkauf er sich die Produkte des andern aneignet. Es ist nicht diese
gesellschaftliche Teilung der

Arbeit
und Verselbständigung der verschiedenen Arbeitszweige gegen einander, wie sie z. B. den Schuster zum Verkäufer von Stiefeln und zum Käufer von Leder oder Brot macht. Sondern es ist die
Teilung
der zusammengehörigen
Elemente des Produktionsprozesses
selbst und ihre bis zur wechselseitigen Personifikation fortgehende
Verselbständigung
gegeneinander, wodurch
Geld
als allgemeine Form der
vergegenständlichten Arbeit
zum
Käufer
von Arbeitsvermögen, der lebendigen Quelle des
Tauschwerts
und daher des Reichtums wird. Der
wirkliche
Reichtum, dem Tauschwert nach betrachtet,
Geld
, dem Gebrauchswert nach betrachtet,
Lebensmittel und Produktionsmittel
– tritt als Person, der
Möglichkeit
des Reichtums, d. h. dem Arbeitsvermögen, als einer andren Person gegenüber.

Indem
Mehrwert
das spezifische Produkt des Produktionsprozesses, ist sein Produkt nicht nur Ware, sondern
Kapital
. Innerhalb des Produktionsprozesses verwandelt sich die Arbeit in Kapital. Die Tätigkeit des Arbeitsvermögens, d. h. die Arbeit,
vergegenständlicht
sich im Produktionsprozess, wird so Wert, aber da die Arbeit, schon bevor sie beginnt, aufgehört hat dem Arbeiter selbst zu gehören, ist das, was sich für ihn vergegenständlicht,
Vergegenständlichung fremder Arbeit
und daher dem Arbeitsvermögen selbständig gegenübertrender Wert,
Kapital
. Das
Produkt
gehört dem Kapitalisten und es stellt dem Arbeiter gegenüber ebensosehr Kapital vor wie die
Produktionselemente
. Andrerseits wird vorhandener Wert — oder Geld — erst
wirklich
Kapital, erstens indem es als sich verwertender Wert, als
prozessierender
Wert darstellt, und als solcher stellt es sich dar, indem die Tätigkeit des Arbeitsvermögens, die Arbeit, im Produktionsprozess als ihm einverleibte und selbst gehörige Energie wirkt, und zweitens indem es als
Mehrwert
sich von sich als ursprünglich vorausgesetztem
Wert
unterscheidet, was wieder Resultat der Vergegenständlichung der Mehrarbeit ist.

Im Produktionsprozess wird die Arbeit
vergegenständlichte Arbeit
im Gegensatz zum lebendigen Arbeitsvermögen, d. h. Kapital, und zweitens wird durch dieselbe Einsaugung und Aneignung der Arbeit im Produktionsprozess der vorausgesetzte Wert
prozessierender
Wert und daher Wert, der einen von sich verschiedenen Mehrwert schafft. Nur dadurch, dass sich die Arbeit während des Produktionsprozesses

in Kapital verwandelt, verwirklicht sich die vorausgesetzte Wertsumme, die nur δυνάμει
[2*]
Kapital war, als
wirkliches Kapital
.
[5*]

[...] d.h . aus der Produktion einen höheren Wert zurückzuerhalten als die Summe der Werte beträgt, die der Kapitalist in ihm und für ihn (den Produktionsprozess) vorschiesst. Die Produktion der Waren selbst erscheint nur als ein Mittel für diesen Zweck, wie überhaupt der Arbeitsprozess nur als Mittel des Verwertungsprozesses erscheint. Verwertungsprozess ist hier zu nehmen nicht in dem frühern Sinn als Wertbildungsprozess, sondern als Prozess für die Bildung von Mehrwert.

Dies Resultat wird aber zu Wege gebracht, soweit die lebendige Arbeit, die der Arbeiter zu leisten hat, und die sich daher auch in dem Produkt seiner Arbeit vergegenständlicht, grösser ist als die im variablen Kapital enthaltene oder in Arbeitslohn ausgelegte Arbeit oder, was dasselbe, als die zur Reproduktion des Arbeitsvermögens erheischte Arbeit. Insofern nur durch die Produktion von Mehrwert der vorgeschossene Wert Kapital wird, beruht die Entstehung des Kapitals selbst, wie der kapitalistische Produktionsprozess zunächst auf zwei Momenten:

Erstens
Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens
, ein Akt, der in die Zirkulationssphäre fällt, aber das
Ganze des kapitalistischen Produktionsprozesses
betrachtet, nicht nur ein Moment und eine Voraussetzung, sondern auch das beständige Resultat desselben bildet. Dieser Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens unterstellt die Trennung der gegenständlichen Arbeitsbedingungen – also der
Lebensmittel und Produktionsmittel
– von dem lebendigen Arbeitsvermögen selbst, so dass das letztre das einzige Eigentum, worüber der Arbeiter zu verfügen, und die einzige Ware, die er zu verkaufen hat. Die Trennung geht so weit fort, dass jene Bedingungen der Arbeit als
selbständige Personen
dem Arbeiter gegenübertreten, denn der Kapitalist als Besitzer derselben ist nur ihre Personifikation im Gegensatz zum Arbeiter als dem blossen Besitzer des Arbeitsvermögens. Diese Trennung und Verselbständigung ist vorausgesetzt, damit der Kauf und Verkauf des

Arbeitsvermögens vorgehe, also überhaupt die lebendige Arbeit der toten Arbeit als Mittel zu ihrer Selbsterhaltung und Selbstvermehrung, also Selbstverwertung einverleibt werde. Ohne den
Austausch
des variablen Kapitals gegen Arbeitsvermögen fände keine Selbstverwertung des Gesamtkapitals statt und daher keine Kapitalbildung oder keine Verwandlung von Produktionsmitteln und Lebensmitteln in Kapital. Das zweite Moment ist nun der wirkliche Produktionsprozess, d. h. also der wirkliche Konsumtionsprozess des vom Geld- oder Warenbesitzer eingekauften Arbeitsvermögens
[6*]
.

Im wirklichen Produktionsprozess dienen die gegenständlichen Bedingungen der Arbeit – Material und Mittel der Arbeit – nicht nur dazu, dass sich die lebendige Arbeit vergegenständlicht, sondern dass sich
mehr
Arbeit vergegenständlicht als im variablen Kapital enthalten war. Sie dienen also als Absorptionsmittel und Erpressungsmittel der Mehrarbeit, die sich im Mehrwert (und surplusproduce) darstellt. Betrachtet man also beide Momente, erstens den Austausch des Arbeitsvermögens gegen das variable Kapital, und zweitens den wirklichen Produktionsprozess (worin die lebendige Arbeit als agens dem Kapital einverleibt ist), so erscheint der ganze Prozess als ein Prozess, worin 1) weniger vergegenständlichte Arbeit gegen mehr lebendige Arbeit ausgetauscht wird, insofern das, was der Kapitalist realiter für den Arbeitslohn erhält, lebendige Arbeit ist; und 2) die

gegenständlichen Formen, worin sich das Kapital unmittelbar im Arbeitsprozess darstellt, die Produktionsmittel (also wieder vergegenständlichte Arbeit) als Mittel zur Erpressung und Absorption dieser lebendigen Arbeit – das Ganze als ein Prozess, der zwischen vergegenständlichter und lebendiger Arbeit vorgeht, ein Prozess, der nicht nur die lebendige Arbeit in vergegenständlichte, sondern zugleich die vergegenständlichte Arbeit in Kapital verwandelt, also auch die lebendige Arbeit in Kapital verwandelt. Es ist daher ein Prozess, in dem nicht nur Ware, sondern Mehrwert produziert wird und daher
Kapital
. (cf. 96 – 108)
[7*]

Die Produktionsmittel stellen sich hier dar nicht nur als Mittel zur Verwirklichung der Arbeit, sondern ganz ebensosehr als
Exploitationsmittel fremder Arbeit
[8*]
.

Es ist über den Wert oder Geld als Vergegenständlichung allgemeiner gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit dies noch zu bemerken:

z. B. Spinnarbeit mag an und für sich
über
oder
unter
dem Niveau der gesellschaftlichen Durchschnittsarbeit stehn. d. h. ein gewisses Quantum Spinnarbeit mag = > < demselben Quantum gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit, z. B. der in einem gewissen Quantum Gold vergegenständlichten Arbeitszeit von gleicher Grösse (Länge) sein. Wenn aber die Spinnarbeit mit dem in ihrer Sphäre normalen Grad der Intensivität verrichtet wird, also z. B. die auf das in einer Stunde fabrizierte Garn verwandte Arbeit = dem Normalquantum Garn ist, das eine Stunde Spinnarbeit unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen im Durchschnitt liefert, ist die in dem Garn vergegenständlichte Arbeit
gesellschaftlich notwendige Arbeit
. Als solche hat sie ein quantitativ bestimmtes Verhältnis zu der gesellschaftlichen Durchschnittsarbeit überhaupt, die als Mass gilt, so dass sie dasselbe, grösseres, kleineres Quantum derselben darstellt. Sie drückt also selbst ein
bestimmtes Quantum
der gesellschaftlichen Durchschnittsarbeit aus.

Formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital

Der Arbeitsprozess wird zum Mittel des Verwertungsprozesses, des Prozesses der Selbstverwertung des Kapitals – der Fabrikation von Mehrwert. Der Arbeitsprozess wird subsumiert unter das Kapital (es ist sein
eigner
Prozess) und der Kapitalist tritt in den Prozess als

Dirigent, Leiter; es ist für ihn zugleich unmittelbar Exploitationsprozess fremder Arbeit. Dies nenne ich die
formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
. Es ist die
allgemeine
Form alles kapitalistischen Produktionsprozesses; es ist aber zugleich eine
besondere
Form neben der entwickelten
spezifisch-kapitalistischen Produktionsweise
, weil die letztere die erstere, die erstere aber keineswegs notwendig die letztere involviert.

Der Produktionsprozess ist der Prozess des Kapitals selbst geworden. Es ist ein Prozess, der mit den
Faktoren des Arbeitsprozesses
vorgeht, worin sich das Geld des Kapitalisten verwandelt hat, und der unter seiner Leitung vorgeht, und zum Zweck vorgeht aus Geld Mehr Geld zu machen.

Wenn der früher unabhängig für sich selbst produzierende Bauer zum Taglöhner wird, der für einen Pächter arbeitet, wenn die in der zünftigen Produktionsweise geltende hierarchische Gliederung vor dem einfachen Gegensatz eines Kapitalisten, der Handwerker als Lohnarbeiter für sich arbeiten lässt, verschwindet, wenn der frühere Sklavenhalter seine früheren Sklaven als Lohnarbeiter beschäftigt usw., so sind anders gesellschaftlich bestimmte Produktionsprozesse in den Produktionsprozess des Kapitals verwandelt. Es treten damit die früher entwickelten Aenderungen ein. Der früher unabhängige Bauer wird als Faktor des Produktionsprozesses abhängig von dem Kapitalisten, der selben leitet und seine Beschäftigung selbst hängt von einem Kontrakt ab, den er als Warenbesitzer (Besitzer von Arbeitskraft) mit dem Kapitalisten als Geldbesitzer vorher geschlossen hat. Der Sklave hört auf, ein seinem Anwender angehöriges Produktionsinstrument zu sein. Das Verhältnis von Meister und Gesell verschwindet. Der Meister stand mit dem Gesellen im Verhältnis als Meister des Handwerks. Er steht ihm jetzt nur noch als Besitzer von Kapital, wie der andre ihm nur noch gegenübersteht als Verkäufer von Arbeit. Vor dem Produktionsprozess treten sie sich alle als Warenbesitzer gegenüber und haben nur ein
Geldverhältnis
zusammen,
innerhalb
des Produktionsprozesses als personifizierte Funktionäre der Faktoren dieses Prozesses, der Kapitalist als „Kapital“, der unmittelbare Produzent als „Arbeit“, und ihr Verhältnis ist bestimmt durch die Arbeit als blossen Faktor des sich selbst verwertenden Kapitals.

Ferner sorgt der Kapitalist dafür, dass die Arbeit den normalen Grad der Güte und Intensivität besitzt und verlängert den Arbeitsprozess soviel als möglich, da damit der von ihm produzierte Mehrwert wächst. Es wächst die
Kontinuität
der Arbeit, wenn an der Stelle früher von einzelnen Kunden abhängigen Produzenten, letztere, die keine Ware mehr

zu verkaufen haben, am Kapitalisten einen fortwährenden Zahlmeister besitzen.

Es tritt auch die dem
Kapitalverhältnis
immanente Mystifikation ein. Die Werterhaltende Kraft der Arbeit erscheint als Selbsterhaltungskraft des Kapitals, die Wertschöpferische Kraft der Arbeit als Selbstverwertende Kraft des Kapitals, und im Ganzen, dem Begriff nach, die
vergegenständlichte
Arbeit als Anwender der
lebendigen
.

Trotz alledem ist mit jenem change durchaus nicht von vorn herein ein wesentlicher Wechsel in der realen Art und Weise des Arbeitsprozesses, des wirklichen Produktionsprozesse eingetreten. Im Gegenteil liegt es in der Natur der Sache, dass da die Subsumtion des Arbeitsprozesses unter das Kapital eintritt – auf Grundlage eines
vorhandenen Arbeitsprozesses
, der vor dieser seiner Subsumtion unter das Kapital bestand, der sich auf Grundlage früher verschiedener Produktionsprozesse und anderer Produktionsbedingungen gestaltet hat – das Kapital sich einen
gegebenen, vorhandenen Arbeitsprozess
subsumiert, also z. B. handwerksmässige Arbeit, die der kleinen, selbständigen Bauernwirtschaft entsprechende Weise der Agrikultur. Treten Aenderungen in diesen überlieferten und vom Kapital unter sein Kommando gebrachten
Arbeitsprozessen
ein, so können diese Modifikationen nur allmähliche
Folgen
der bereits erfolgten Subsumtion gegebener, überlieferter Arbeitsprozesse unter das Kapital sein. Dass die Arbeit intensiver wird, oder die Dauer des Arbeitsprozesses sich verlängert, dass die Arbeit kontinuierlicher und unter dem Auge des interessierten Kapitalisten ordnungsmässiger usw. wird, verändert an und für sich nicht den Charakter des realen Arbeitsprozesses selbst, der realen Arbeitsweise. Es bildet dies also einen grossen Kontrast zu der, wie gezeigt, im Fortgang der kapitalistischen Produktion sich entwickelnden
spezifisch kapitalistischen Produktionsweise
(Arbeit auf grosser Stufenleiter etc.), die gleichzeitig mit den Verhältnissen der verschiedenen Produktionsagenten, die Art dieser Arbeit und die reale Weise des ganzen Arbeitsprozesses
revolutioniert
. Es ist im Gegensatz zur letztern, dass wir die bisher betrachtete Subsumtion des Arbeitsprozesses (einer schon vor Eintritt des Kapitalverhältnisses entwickelten Arbeitsweise unter dasselbe) unter das Kapital
die formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
nennen. Das Kapitalverhältnis als
Zwangsverhältnis
, um Mehrarbeit zu erzwingen durch Verlängerung der Arbeitszeit – ein Zwangsverhältnis, das auf keinen persönlichen Herrschaft- und Abhängigkeitsverhältnissen beruht, sondern einfach aus verschiedenen ökonomischen Funktionen entspringt – ist beiden Weisen gemeinsam, aber die spezifisch kapitalistische Produktionsweise kennt auch noch andre Weisen den Mehrwert zu erzwingen. Dagegen auf Basis einer vorhande-

nen Arbeitsweise, also einer
gegebenen
Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit und dieser Produktivkraft entsprechenden Weise der Arbeit kann Mehrwert nur erzeugt werden durch
Verlängerung der Arbeitszeit
, also in der Weise des
absoluten Mehrwerts
. Dieser als der einzigen Form der Produktion des Mehrwerts entspricht daher die
formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
.

Die allgemeinen Momente des Arbeitsprozesses, wie sie in Ch. II dargestellt werden, also z. B. die Diremtion der gegenständlichen Bedingungen der Arbeit in Material und Mittel gegenüber der lebendigen Tätigkeit der Arbeiter selbst usw., sind von jedem historischen und spezifisch gesellschaftlichen Charakter des Produktionsprozesses unabhängige, und für alle möglichen Entwick1ungsformen desselben gleich wahr bleibende Bestimmungen, in der Tat unveränderliche Naturbedingungen der menschlichen Arbeit. Es zeigt sich dies gleich schlagend darin, dass sie für die unabhängig arbeitenden, nicht im Austausch mit der Gesellschaft, sondern nur im Austausch mit der Natur produzierenden Menschen gelten, Robinson usw. Es sind also in der Tat absolute Bestimmungen der
menschlichen
Arbeit überhaupt, sobald sie sich aus dem rein tierischen Charakter herausgearbeitet hat.

Worin der selbst nur formell unter das Kapital subsumierte Arbeitsprozess von vorn herein sich unterscheidet und wodurch er sich mehr und mehr unterscheidet, selbst auf Basis der alten überlieferten Arbeitsweise – ist die Stufenleiter, worin er ausgeführt wird, also auf der einen Seite der Umfang der vorgeschossenen Produktionsmittel, andrerseits die Anzahl der von demselben employer kommandierten Arbeiter. Was z. B. auf Basis der zünftigen Produktionsweise als Maximum erscheint (z. B. mit Bezug auf die Gesellenanzahl) kann kaum ein Minimum bilden für das Kapitalverhältnis. Denn in der Tat kann dies nur noch ganz nominell eintreten, wo der Kapitalist nicht wenigstens so viel Arbeiter beschäftigt, dass der von ihm produzierte Mehrwert als Revenu für seine Privatkonsumtion, und als Akkumulationsfonds hinreicht, so dass er selbst unmittelbarer Arbeit enthoben ist, und nur noch als
Kapitalist
arbeitet, als Oberaufseher und Leiter des Prozesses, gleichsam die mit Willen und Bewusstsein begabte Funktion des in seinem Verwertungsprozess begriffenen Kapitals vollzieht. Diese Erweiterung der
Stufenleiter
bildet denn auch die reale Basis, worauf sich die spezifisch kapitalistische Produktionsweise unter sonst günsti-

gen historischen Verhältnissen, wie denen des 16. Jahrhunderts z. B. erhebt, obgleich sie natürlich
sporadisch
, als nicht die Gesellschaft beherrschend, an einzelnen Punkten erscheinen kann innerhalb früherer Gesellschaftsformen.

Am deutlichsten wird der unterscheidende Charakter der
formellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
durch Vergleich mit Zuständen, wo das Kapital bereits in bestimmten, untergeordneten Funktionen, aber noch nicht in seiner herrschenden, die allgemeine Gesellschaftsform bestimmenden Funktion als unmittelbarer Käufer von Arbeit und als unmittelbarer Aneigner des Produktionsprozesses existiert. Das
Wucherkapital
z. B., soweit es den unmittelbaren Produzenten, wie in Indien z. B., Rohmaterial, Arbeitsinstrument oder auch beides in der Form von Geld vorschiesst. Die ungeheuren Zinsen, die es zieht, die Zinsen, die es überhaupt, abgesehn von ihrer Grösse, dem unmittelbaren Produzenten so erpresst, sind nur ein andrer Name für Mehrwert. Es verwandelt in der Tat sein Geld dadurch in Kapital, dass es den unmittelbaren Produzenten unbezahlte Arbeit erpresst, Surplusarbeit. Aber es mischt sich nicht in den Produktionsprozess selbst, der nach wie vor in seiner herkömmlichen Weise neben ihm vorgeht. Es schiesst auf teils aus der
Verkümmrung
dieser Produktionsweise, teils ist es ein Mittel sie zu
verkümmern
und in den ungünstigsten Bedingungen sie fortvegetieren zu machen. Hier findet
noch nicht
die formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital statt. Ein andres Beispiel ist das
Kaufmannskapital
; so weit es einer Anzahl unmittelbarer Produzenten Aufträge gibt, dann ihre Produkte sammelt und sie verkauft, wobei es auch das Rohmaterial etc. vorschiessen mag oder auch Geldvorschüsse machen usw. Es ist diese Form, woraus sich zum Teil das moderne Kapitalverhältnis entwickelt hat, und die hier und da noch immer den Uebergang zum eigentlichen Kapitalverhältnis bildet. Auch hier findet noch keine formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital statt. Der unmittelbare Produzent bleibt immer noch zugleich der Warenverkäufer und Anwender seiner eigenen Arbeit. Es ist hier aber schon mehr als in dem Verhältnis des Wucherkapitals der Uebergang vorhanden. Beide Formen, auf die wir gelegentlich später zurückkommen, reproduzieren sich als Neben- und Uebergangsformen innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise.

Reelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital oder die spezifisch kapitalistische Produktionsweise

Es ist Ch. III ausführlich entwickelt worden, wie sich mit der
Produktion des relativen Mehrwerts
– (für den einzelnen Kapitalisten, soweit er die
Initiative
ergreift, dadurch gestachelt, dass der Wert der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit, die im Produkt vergegen-

ständlicht; dass also
Mehrwert
für ihn kreiert ist, sobald der
individuelle
Wert seines Produkts
unter
dessen gesellschaftlichem Wert steht, und daher
über
seinem individuellen Wert verkauft werden kann) – die ganze reale Gestalt der Produktionsweise ändert und eine spezifisch
kapitalistische Produktionsweise
(auch technologisch) entspringt, auf deren Basis und mit der sich zugleich auch erst die dem kapitalistischen
Produktionsprozesse
entsprechenden
Produktionsverhältnisse
zwischen den verschiedenen Agenten der Produktion, und speziell zwischen Kapitalist und Lohnarbeiter, entwickeln.

Die
gesellschaftlichen
Produktivkräfte der Arbeit, oder die Produktivkräfte direkt
gesellschaftlicher, vergesellschafteter
(gemeinsamer) Arbeit, durch die Kooperation, die Teilung der Arbeit innerhalb des Ateliers, die Anwendung der
Maschinerie
, und überhaupt die Verwandlung des Produktionsprozesses in bewusste
Anwendung
der Naturwissenschaft, Mechanik, Chemie etc., für bestimmte Zwecke,
Technologie
usw., ebenso wie das allem diesen entsprechende
Arbeiten auf grosser Stufenleiter
usw. (es ist nur diese vergesellschaftete Arbeit, die fähig ist, die
allgemeinen
Produkte der menschlichen Entwicklung, wie Mathematik etc. auf den
unmittelbaren
Produktionsprozess anzuwenden wie andrerseits die Entwicklung dieser Wissenschaften eine bestimmte Höhe des materiellen Produktionsprozesses voraussetzt), diese Entwicklung der Produktivkraft der
vergesellschafteten Arbeit
im Gegensatz zur mehr oder minder isolierten Arbeit der Einzelnen usw. und mit derselben die
Anwendung der Wissenschaft
, dieses
allgemeinen
Produkts der gesellschaftlichen Entwicklung auf den
unmittelbaren Produktionsprozess
, dies alles stellt sich dar als
Produktivkraft des Kapitals
, nicht als Produktivkraft der Arbeit, oder nur als Produktivkraft der Arbeit, soweit sie mit dem Kapital identisch ist, und jedenfalls nicht als Produktivkraft weder des einzelnen Arbeiters, noch der im Produktionsprozess kombinierten Arbeiter. Die Mystifikation, die im Kapitalverhältnis überhaupt liegt, wird jetzt viel weiter entwickelt, als es bei der nur formellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital der Fall war und sein konnte. Andrerseits tritt hier auch die historische Bedeutung der kapitalistischen Produktion, eben durch die Umwandlung des unmittelbaren Produktionsprozesses selbst und die Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit, erst schlagend hervor (spezifisch hervor).

Es ist nachgewiesen worden (Ch. III), wie nicht nur „vorgestellt“, sondern „tatsächlich“ das „Gesellschaftliche“ etc. seiner Arbeit dem Arbeiter nicht nur fremd, sondern feindlich und gegensätzlich, und als im Kapital vergegenständlicht und personifiziert gegenübertritt.

Wie die Produktion des absoluten Mehrwerts als materieller Ausdruck der formellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital, so kann die Produktion des relativen Mehrwerts als die der reellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital betrachtet werden.

Jedenfalls entsprechen den beiden Formen des Mehrwerts – dem absoluten und relativen – wenn sie jede für sich in getrennter Existenz betrachtet werden – und der absolute Mehrwert geht stets dem relativen vorher – zwei getrennte Formen der Subsumtion der Arbeit unter das Kapital, oder zwei getrennte Formen der kapitalistischen Produktion, von denen die erste immer den Vorläufer der andern bildet, obgleich die weiter entwickelte, die zweite, wieder die Basis für die Einführung der ersten in neuen Produktionszweigen bilden kann.

Nachträgliches über die formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital

Bevor wir weiter zur Betrachtung der reellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital fortschreiten, noch folgendes Nachträgliche aus meinen Heften.

Die auf dem absoluten Surpluswert beruhende Form nenne ich
Formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
, weil sie sich nur
formell
von den frühern Produktionsweisen unterscheidet, auf deren Grundlage sie unmittelbar entspringt (eingeführt wird), sei es nun, dass darin der Producer selfemploying, sei es, dass die unmittelbaren Produzenten Surplusarbeit für andre liefern müssen. Der
Zwang
, der ausgeübt wird, ist andrer Art, id est die Methode, wodurch die Surplusarbeil erzwungen wird. Das wesentliche bei der
formellen Subsumtion
ist:

1) das reine Geldverhältnis zwischen dem, der die Surplusarbeit aneignet und dem, der sie liefert; soweit
Unterordnung
entspringt, entspringt sie aus dem
bestimmten Inhalt
des Verkaufs, nicht aus einer
ihm
vorausgesetzten
Unterordnung
, wodurch der Produzent in andres Verhältnis als das Geldverhältnis (Verhältnis von Warenbesitzer zu Warenbesitzer) gegen den Exploiteur seiner Arbeit infolge politischen etc. Verhältnisses gestellt wäre; es ist nur als Besitzer der Arbeitsbedingungen, dass hier der Käufer den Verkäufer in seine
ökonomische Abhängigkeit
bringt; kein politisches und sozial fixiertes Verhältnis von Ueber- und Unterordnung;

2) was in dem ersten Verhältnis eingeschlossen ist – denn sonst hätte der Arbeiter nicht sein Arbeitsvermögen zu verkaufen, dass seine
objektiven Arbeitsbedingungen
(Produktionsmittel) und
subjektiven Arbeitsbedingungen
(Lebensmittel) ihm als
Kapital
, als monopolisiert

vom Käufer seines Arbeitsvermögens gegenüberslehn. Je vollständiger diese
Arbeitsbedingungen
ihm als fremdes Eigentum gegenüberstehn, umso vollständiger findet
formell
das
Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit
statt, also formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital, die Bedingung und Voraussetzung der
reellen
Subsumtion.

In der Produktionsweise selbst findet hier noch kein Unterschied statt. Der
Arbeitsprozess
,
technologisch
betrachtet, geht grad vor sich wie früher, nur jetzt als dem Kapital
untergeordneter
Arbeitsprozess. Es entwickelt sich jedoch im Produktionsprozess selbst, wie früher entwickelt, 1) ein
ökonomisches
Verhältnis der Ueber- und Unterordnung, indem der Konsum des Arbeitsvermögens vom Kapitalisten geschieht, daher von ihm überwacht und dirigiert wird; 2) es entwickelt sich grosse Kontinuität und Intensivität der Arbeit und grössere Oekonomie in der Anwendung der Arbeitsbedingungen, indem alles aufgeboten wird, damit das Produkt nur
gesellschaftlich notwendige
(oder rather noch weniger)
Arbeitszeit
darstellt und dies sowohl mit Bezug auf die lebendige Arbeit, die zu seiner Produktion verwandt wird, als in Bezug auf die vergegenständlichte Arbeit, die als Wert der angewandten Produktionsmittel wertbildend in es eingeht.

Bei der
formellen Subsumtion
der Arbeit unter das Kapital erhält der
Zwang zur Surplusarbeit
– und damit einerseits zur Bildung von Bedürfnissen und von Befriedigungsmitteln dieser Bedürfnisse, wie der Produktionsmasse über das Mass der traditionellen Bedürfnisse des Arbeiters hinaus – und Schaffung
freier Zeit
zur Entwicklung, unabhängig von der materiellen Produktion,
nur
eine
andre
Form als in früheren Produktionsweisen, aber eine Form, die die Kontinuität und Intensivität der Arbeit steigert, die Produktion vermehrt, der Entwicklung der
Variationen der Arbeitsvermögen
günstiger ist, und damit der Differenzierung der Arbeits- und Erwerbsweisen, endlich das Verhältnis der Besitzer der Arbeitsbedingungen und der Arbeiter selbst in ein reines
Kauf- und Verkaufverhältnis
oder
Geldverhältnis
auflöst, und das Exploitationsverhältnis von allen patriarchalischen und politischen oder auch religiösen Verquickungen
ausscheidet
. Allerdings erzeugt das
Produktionsverhältnis
selbst ein neues Verhältnis der
Ueber- und Unterordnung
(das auch
politische
etc. Ausdrücke seiner selbst produziert). Je weniger die kapitalistische Produktion über das formelle Verhältnis herauskommt, um so weniger ist auch jenes Verhältnis entwickelt, da es nur kleine Kapitalisten voraussetzt, die in Bildungs- und Beschäftigungsweise nur wenig von den Arbeitern selbst verschieden sind.

Der Unterschied in der
Art des Verhältnisses der Ueber- und Unterordung
, ohne die Produktionsweise selbst noch zu berühren, zeigt

sich am meisten, wo
ländliche
und
häusliche
Nebenarbeiten, die bloss für den Bedarf der Familie betrieben wurden, in selbständig kapitalistische Arbeitszweige verwandelt werden.

Der Unterschied der
formell
vom Kapital subsumierten Arbeit von früherer Anwendungsart der Arbeit tritt in demselben Umfang hervor, worin die
Grösse des Kapitals
wächst, das der einzelne Kapitalist anwendet, also die
Anzahl der gleichzeitig von ihm beschäftigten Arbeiter
. Erst mit einem gewissen Minimum von Kapital hört der Kapitalist auf selbst Arbeiter zu sein und [beginnt] sich nur die Direktion des Arbeitsprozesses und den Handel mit den produzierten Waren. vorzubehalten. Auch tritt erst die
reelle
Subsumtion der Arbeit unter das Kapital ein,
die eigentlich kapitalistische Produktionsweise
, wo sich Kapitalien von gewisser Grösse unmittelbar der Produktion bemächtigt haben, sei es dass der Kaufmann industrieller Kapitalist wird, sei es dass sich auf Basis der
formellen Subsumtion
grössre industrielle Kapitalisten gebildet haben
[a]
.

Tritt das Verhältnis der Ueber- und Unterordnung an die Stelle von Sklaverei, Leibeigenschaft, Vasallerei, patriarchalischen etc. Formen der Unterordnung, so findet nur eine
Verwandlung in seiner Form
statt. Die Form
wird freier
, weil sie nur noch
sachlicher
Natur, formell freiwillig,
rein ökonomisch
. (
Verte
).
[9*]

Oder das Verhältnis der
Ueber- und Unterordnung
im Produktionsprozess tritt an die Stelle früherer
Selbständigkeit
im Produktionsprozess, wie z. B. bei allen selfsustaining peasants, farmers, die nur eine Produktenrente, sei es an Staat, sei es an landlord zu zahlen hatten, ländlich-häuslicher Nebenindustrie oder
selbständigen Handwerks
. Hier ist also Verlust der frühern
Selbständigkeit
im Produktionsprozess vorhanden und das Verhältnis der Ueber- und Unterordnung ist selbst das Produkt der Einführung der kapitalistischen Produktionsweise.

Endlich kann das Verhältnis von Kapitalist und Lohnarbeiter an die Stelle des
zunftartigen Meisters
, seiner
Gesellen und Lehrlinge
treten, ein Uebergang, den zum Teil die städtische Manufaktur bei ihrer Entstehung durchmacht. Das
mittelaltrige Zunftverhältnis
, das sich in analoger Form auch in Athen und Rom in engen Kreisen entwickelt hat, und das so entscheidend wichtig war in Europa für Bildung der Kapitalisten einerseits, für Bildung eines freien Arbeiterstandes and-

rerseits, ist eine
beschränkte
, noch nicht adäquate Form des Kapital- und Lohnarbeitverhältnisses. Es existiert hier einerseits das Verhältnis von Käufer und Verkäufer. Es wird Lohn gezahlt und Meister, Gesell und Lehrling stehn sich als freie Personen gegenüber. Die technologische Basis dieses Verhältnisses ist der
handwerksmässige Betrieb
, worin din mehr oder minder kunstmässige Handhabung des
Arbeitsinstruments
der entscheidende Faktor der Produktion ist, die selbständige persönliche Arbeit, und daher ihre professionelle Entwicklung, die grössere oder kürzere Lehrzeit erheischt, bestimmt hier das Resultat der Arbeit. Der Meister befindet sich hier zwar im Besitz der Produktionsbedingungen, Handwerkszeugs, Arbeitsmaterials (obgleich das Handwerkszeug auch dem Gesellen gehören kann), ihm gehört das Produkt. Insofern ist er
Kapitalist
. Aber als Kapitalist ist er nicht
Meister
. Er ist erstens zunächst selbst
Handwerker
und is supposed Meister zu sein in seinem Handwerk. Innerhalb des Produktionsprozesses selbst figuriert er ebensowohl als Handwerker wie seine Gesellen und er weiht erst seine Lehrlinge in das Geheimnis des Handwerks ein. Er hat zu seinen Lehrlingen ganz dasselbe Verhältnis wie ein Professor zu seinen Schülern. Sein Verhältnis zu Lehrlingen und Gesellen ist daher nicht das des Kapitalisten als solchen, sondern des
Meisters
im Handwerk, der als solcher in der Korporation und daher ihnen gegenüber eine hierarchische Stellung einnimmt, die is supposed auf seine eigene
Meisterschaft
im Handwerk zu beruhen. Sein Kapital ist daher auch sowohl seiner
stofflichen
Gestalt nach als seinem
Wertumfang
nach gebundenes Kapital, das keineswegs noch die freie Gestalt des Kapitals erhalten hat. Es ist nicht ein
bestimmtes Quantum vergegenständlichter Arbeit
, Wert überhaupt, die diese oder jene Form von Arbeitsbedingungen annehmen kann, beliebig annimmt, je nachdem es, um sich Surplusarbeit anzueignen, sich beliebig gegen diese oder jene Form der lebendigen Arbeit austauscht. Nur nachdem er die vorgeschriebenen Stufen von Lehrling, Gesell durchgemacht, usw., selbst sein Meisterstück geliefert hat, kann er Geld in
diesem bestimmten
Arbeitszweig, in seinem eignen Handwerk, teils in die objektiven Bedingungen des Handwerks umsetzen, teils Gesellen damit kaufen und Lehrlinge halten. Nur in seinem eignen Handwerk kann er sein Geld in Kapital verwandeln, d. h. nicht nur als Mittel seiner eignen Arbeit, sondern auch als Exploitationsmittel fremder Arbeit verwenden. Sein Kapital ist an eine bestimmte Form des
Gebrauchswerts
gebunden und tritt daher ebenso wenig als
Kapital
seinen Arbeitern gegenüber. Die Methoden der Arbeit, die er anwendet,

sind nicht nur erfahrungsmässige, sondern zunftmässig vorgeschriebene – gelten als die notwendigen, und so erscheint auch nach dieser Seite nicht der Tauschwert, sondern der Gebrauchswert der Arbeit als der letzte Endzweck Es hängt nicht von seinem Belieben ab, Arbeit von dieser oder jener Qualität zu liefern, sondern der ganze Zunftbetrieb darauf eingerichtet, dass
bestimmte Qualität
geliefert wird. So wenig wie die Arbeitsmethode, steht der Preis der Arbeit seinem Belieben anheim. Die
beschränkte
Form, die sein Vermögen hindert, als
Kapital
zu funktionieren, zeigt sich ferner darin, dass in der Tat ein
Maximum
für den Wertumfang seines Kapitals vorgeschrieben ist. Ueber eine
gewisse Zahl Gesellen
hinaus darf er nicht halten, da durch die Zunft sämtlichen Meistern eine Aliquote am Verdienst ihres Handwerks gesichert werden soll. Endlich das Verhältnis des Meisters zu andren Meistern als Mitglied derselben Zunft; als solcher gehörte er einer Korporation an, die gewisse gemeinschaftliche Produktionsbedingungen (Zunftbande etc.), politische Rechte, Anteil an der städtischen Verwaltung usw. [besass.] Er arbeitete auf Bestellung mit Ausnahme seiner Arbeiten für Kaufleute – für den unmittelbaren Gebrauchswert, und demgemäss auch die Zahl der Meister geregelt. Er tritt nicht als
blosser Kaufmann
seinen Arbeitern gegenüber. Noch weniger kann der Kaufmann sein Geld in produktives Kapital verwandeln; er kann nur die Waren „verlegen“, nicht sie selbst produzieren.
Standesmässige Existenz
– nicht der Tauschwert als solcher, nicht Bereicherung als solche erscheint hier als Zweck und Resultat der Exploitation fremder Arbeit. Das Entscheidende ist hier das
Instrument
. Der Rohstoff wird hier in vielen Arbeitszweigen (z. B. der Schneiderei) dem Meister selbst von seinen Kunden geliefert. Die Schranke der Produktion innerhalb des Ganzen der vorgefundenen Konsumtion ist hier Gesetz. Sie ist also keineswegs geregelt durch die Schranken des Kapitals selbst. Im kapitalistischen Verhältnis verschwinden die Schranken mit den politisch-sozialen Banden, in denen hier noch das Kapital sich bewegt, daher noch nicht als
Kapital
erscheint.

Die bloss formelle Verwandlung des handwerksmässigen Betriebs in kapitalistischen, wo also zunächst der technologische Prozess noch derselbe bleibt, besteht im
Fortfallen aller dieser Schranken
– womit auch das Verhältnis der Ueber- und Unterordnung sich ändert. Der Meister ist nun nicht mehr als Meister Kapitalist, sondern als Kapitalist Meister. Die Schranke seiner Produktion ist nicht mehr bedingt durch die Schranke seines Kapitals. Das Kapital (Geld) kann sich beliebig

gegen
jede Art
der Arbeit und daher der Arbeitsbedingungen austauschen. Er kann aufhören selbst Handwerker zu sein. Mit der plötzlichen Ausdehnung des Handels und damit der Nachfrage nach Waren durch den Kaufmannsstand, musste der zunftmässige Betrieb von selbst über seine Schranken getrieben, sich formell in kapitalistischen Betrieb umwandeln.

Gegenüber dem selbständigen Handwerker, der für strange customers arbeitet, vermehrt sich natürlich die Kontinuität des Arbeiters, der für den Kapitalisten arbeitet, dessen Arbeit keine Grenze an dem zufälligen Bedürfnis einzelner customers, sondern nur an dem Exploitationsbedürfnis des ihn beschäftigenden Kapitals. Dem Sklaven gegenüber wird diese Arbeit produktiver, weil intensiver, indem der Sklave nur unter dem Antrieb äusserer Furcht, aber nicht für
seine Existenz
arbeitet, die ihm nicht gehört, und doch
garantiert
ist; der freie Arbeiter dagegen getrieben von seinen wants. Das Bewusstsein (oder vielmehr die
Vorstellung
) der freien Selbstbestimmung, der Freiheit, macht den einen zu einem viel besseren Arbeiter als den anderen, und das damit verbundene feeling (Bewusstsein) of
responsibility
; da er, wie jeder Warenverkäufer, responsibel ist für die Ware, die er liefert und sie in gewisser Qualität liefern muss, soll er nicht von andern Warenverkäufern derselben Species aus dem Feld geschlagen werden. Die
Kontinuität des Verhältnisses
von Sklave und Sklavenhalter ist ein Verhältnis, worin der Sklave durch direkten Zwang erhalten wird. Der freie Arbeiter selbst muss es dagegen erhalten, da seine Existenz und die seiner Familie davon abhängt, dass er fortwährend den Verkauf seines Arbeitsvermögens an den Kapitalisten erneuert.

Bei dem Sklaven erscheint das
Minimum des Salairs
als eine von seiner Arbeit unabhängige, konstante Grösse. Bei dem freien Arbeiter stellt sich dieser
Wert seines Arbeitsvermögens
und der ihm entsprechende
Durchschnittsarbeitslohn
nicht in dieser prädestinierten, von seiner eignen Arbeit unabhängigen, durch seine bloss physischen Bedürfnisse bestimmten Grenze dar. Es ist hier der
Durchschnitt
für die
Klasse
mehr oder minder
konstant
, wie der Wert aller Waren; aber er existiert nicht in dieser unmittelbaren Realität für den
Einzelnen
Arbeiter, dessen Lohn über oder unter diesem Minimum stehn mag.
Der Preis der Arbeit
sinkt bald unter, bald steigt er über
den Wert des Arbeitsvermögens
. Ferner Spielraum (within narrow limits) für die
Individualität
des Arbeiters, wodurch Lohnverschiedenheit teils in
verschiedenen Arbeitszweigen
, teils in
demselben
Arbeitszweig, je nach Arbeit-

samkeit, Geschick, Kraft etc, des Arbeiters, und zwar ist diese Verschiedenheit zum Teil bestimmt durch das Mass seiner eigenen persönlichen Leistung. So erscheint Lohngrösse wechselnd als Resultat seiner eigenen Arbeit und ihrer individuellen Qualität. Dies namentlich entwickelt, wo
Stücklohn
gezahlt. Obgleich dieser, wie gezeigt, am allgemeinen Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Surplusarbeit und notwendiger Arbeit nichts ändert, so drückt sich dadurch doch das Verhältnis für den einzelnen Arbeiter verschieden aus und zwar nach Mass seiner persönlichen Leistung. Bei dem Sklaven können besondere Kraft oder Geschicklichkeit den
Kaufwert
seiner Person erhöhen, aber das geht ihn selbst nichts an. Anders bei dem freien Arbeiter, der Selbsteigner
seines Arbeitsvermögens
ist.

Der höhre Wert dieses Arbeitsvermögens muss ihm selbst bezahlt werden und drückt sich in höherem Lohn aus. Es herrschen also grosse Lohnverschiedenheiten hier vor, je nachdem die besondere Arbeit höher entwickeltes, grössere Produktionskosten erheischendes Arbeitsvermögen erheischt oder nicht und damit ist einerseits der individuellen Verschiedenheit Spielraum eröffnet, andrerseits Sporn gegeben zur Entwicklung des eignen Arbeitsvermögens. So sicher es auch ist, dass die Masse der Arbeit aus mehr oder minder unskilled labour bestehn muss und daher auch die Masse des Arbeitslohns durch den
Wert des einfachen Arbeitsvermögens
bestimmt sein muss, so bleibt es einzelnen Individuen möglich, durch besondre Energie, Talent etc, in höhre Arbeitssphären sich aufzuschwingen, ganz wie die abstrakte Möglichkeit bleibt, dass dieser oder jener Arbeiter selbst Kapitalist und Exploiteur fremder Arbeit wird. Der Sklave gehört einem bestimmten
Master
; der Arbeiter muss sich zwar an das Kapital verkaufen, aber nicht an einen bestimmten Kapitalisten und so hat er innerhalb bestimmter Sphäre die Wahl, an wen er sich verkaufen will, und kann seinen master wechseln. Alle diese veränderten Beziehungen machen die Tätigkeit des freien Arbeiters intensiver, kontinuierlicher, beweglicher und geschickter als die des Sklaven, abgesehn davon, dass sie ihn selbst zu einer ganz andren historischen Aktion befähigen. Der Sklave erhält die für seinen Unterhalt nötigen Lebensmittel in
Naturalform
, die ebenso fixiert ist, der Art, wie dem Umfang nach – in
Gebrauchswerten
. Der freie Arbeiter erhält sie in der Form des
Gelds
, des
Tauschwerts
, der abstrakten sozialen Form des Reichtums. So sehr das Salair nun in der Tat nichts

ist als
versilberte
oder
vergoldete
oder
verkupferte
oder
verpapierte
Form der notwendigen Lebensmittel, in die es sich beständig auflösen muss — das
Geld
hier als nur verschwindende Form des Tauschwerts, als blosses
Zirkulationsmittel
funktioniert, bleibt doch in der Vorstellung der
abstrakte Reichtum
, der
Tauschwert
, nicht ein bestimmter traditionell und lokal beschränkter Gebrauchswert für ihn Zweck und Resultat seiner Arbeit. Es ist der Arbeiter selbst, der das Geld in beliebige Gebrauchswerte umsetzt, mit ihm beliebige Waren kauft und als
Geldbesitzer
, als Käufer von Waren steht er ganz in demselben Verhältnis zu den Verkäufern von Waren, wie alle andren Käufer. Die Bedingungen seiner Existenz zwingen ihn natürlich – ganz so wie der Wertumfang des von ihm erworbenen Geldes – es in einen ziemlich umschriebenen Kreis von Lebensmitteln aufzulösen. Indes ist hier einige Variation möglich, wie z. B. Zeitungen in die notwendigen Lebensmittel des englischen städtischen Arbeiters eingehn. Er kann etwas sparen, schatzbildnern. Er kann auch seinen Lohn vergeuden für Schnaps etc. Aber so agiert er als freier Agent, er muss selbst herhalten; er ist sich selbst verantwortlich für die Art, worin he spends his wages.
Er lernt sich selbst beherrschen im Gegensatz zum Sklaven
, der eines Meisters bedarf. Allerdings gilt dies nur, wenn man die Verwandlung von Leibeignen oder Sklaven in freie Lohnarbeiter betrachtet. Das kapitalistische Verhältnis erscheint hier als eine Erhebung in der sozialen Staffel. Umgekehrt, wo der selbständige Bauer oder Handwerker in einen Lohnarbeiter verwandelt wird. Welcher Unterschied zwischen der proud yeomanry of England, von der Shakespeare spricht, und den englischen Agrikulturtaglöhnern! Da der Zweck der Arbeit bei dem Lohnarbeiter allein das Salair, Geld, ein bestimmtes Quantum Tauschwert ist, in dem jede Besonderheit des Gebrauchswerts ausgelöscht, so ist er völlig gleichgültig gegen den
seiner Arbeit und daher die besondere Art seiner Tätigkeit, während diese Tätigkeit im Zunft- oder Kastensystem als Beruftstätigkeit gilt, bei dem Sklaven wie beim Arbeitsvieh nur eine bestimmte ihm aufgezwungene und überkommene Art der Tätigkeit, der Betätigung seines Arbeitsvermögens ist. Soweit daher nicht die Teilung der Arbeit das Arbeitsvermögen ganz vereinseitigt hat,
prinzipiell
ist der freie Arbeiter zu jeder Variation seines Arbeitsvermögens und seiner Arbeitstätigkeit empfänglich

und bereit (wie sich ja bei der surpluspopulation des Landes zeigt, die beständig in die Städte übergeht), die besseren Lohn verspricht. Ist der entwickelte Arbeiter mehr oder minder dieser Variation unfähig, so betrachtet er sie als stets offen für den neuen Nachwuchs, und die neue aufwachsende Arbeitergeneration ist beständig verteilbar und verfügbar für neue Arbeitszweige oder die besonders florierenden Arbeitszweige. In Nordamerika, wo die Lohnarbeit am freiesten von den Rückerinnerungen an altes Zunftwesen etc. entwickelt ist, zeigt sich denn auch besonders diese
Variabilität
, die vollkommene Gleichgültigkeit gegen den bestimmten Inhalt der Arbeit, und den Uebergang aus einem Zweig in den andren. Der Gegensatz dieser
Variabilität
gegen den eintönigen, traditionellen Charakter der
Sklavenarbeit
, die nicht den Produktionsverhältnissen nach variiert, sondern umgekehrt erheischt, dass die Produktion der einmal eingeführten und traditionell vererbten Arbeitsweise angepasst wird, wird daher auch von allen Schriftstellern der Vereinigten Staaten als gewisses Charakteristikum der freien Lohnarbeit des Nordens gegen die Sklavenarbeit des- Südens betont. (Sieh
Cairns
.) Die beständige Bildung
neuer Arten
der Arbeit, diese fortwährende Variation – die Mannigfaltigkeit der Gebrauchswerte entspricht und daher auch ist wirkliche Entwicklung des Tauschwerts – daher fortgehende Teilung der Arbeit im
Ganzen der Gesellschaft
erst mit der kapitalistischen Produktionsweise möglich. Sie beginnt mit dem freien handwerksmässig-zünftigen Betrieb, wo sie nicht an der Verknöcherung jedes bestimmten Geschäftszweige selbst eine Schranke findet.

Nach diesem Zusätzlichen über die
formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
, kommen wir also jetzt zur:

Reellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital

Das allgemein Charakteristische der
formellen Subsumtion
bleibt, id est die direkte
Unterordnung des Arbeitsprozesses
, in welcher Weise technologisch immer betrieben,
unter das Kapital
. Aber auf dieser Basis erhebt sich eine technologisch und sonstig
spezifische
, die
reale Natur des Arbeitsprozesses
und
seine realen Bedingungen umwandelnde Produktionsweise
, –
kapitalistische Produktionsweise
. Erst sobald diese eintritt, findet statt
reale Subsumtion der Arbeit unter das Kapital.

“Agriculture for subsistance ...
changed for
agriculture for trade ...,
the
improvement of the national territory ...
proportioned to this
change
“. (49, Note. A. Young. Political Arithmetic, London 1774).

Die reale Subsumtion der Arbeit unter das Kapital wird entwickelt in allen den Formen, die den relativen Mehrwert im Unterschied vom absoluten entwickeln.

Mit der realen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital findet eine völlige (und sich beständig fortsetzende und wiederholende)
[a]
Revolution in der Produktionsweise selbst statt, in der Produktivität der Arbeit und im Verhältnis von Kapitalist und Arbeiter.

Bei der reellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital treten alle früher von uns entwickelten changes im Arbeitsprozess selbst ein. Es werden die
sozialen Produktivkräfte der Arbeit
entwickelt und es wird mit der Arbeit auf grosser Stufenleiter die Anwendung von Wissenschaft und Maschinerie auf die unmittelbare Produktion. Einerseits schafft die
kapitalistische Produktionsweise
, die sich jetzt als eine Produktionsweise sui generis gestaltet, eine veränderte Gestalt der materiellen Produktion. Andrerseits bildet diese Veränderung der materiellen Gestalt die Basis für die Entwicklung des Kapitalverhältnisses, dessen adäquate Gestalt daher einem bestimmten Entwicklungsgrad der Produktivkräfte der Arbeit entspricht.

Man hat bereits gesehn, dass ein bestimmtes und stets
wachsendes Minimum von Kapital
in der Hand der einzelnen Kapitalisten einerseits notwendige Voraussetzung, andrerseits beständiges Resultat der
spezifisch
kapitalistischen Produktionsweise. Der Kapitalist muss Eigentümer oder Besitzer von Produktionsmitteln auf einer
gesellschaftlichen Stufenleiter
sein, in einem Wertumfang, der alles Verhältnis zu der möglichen Produktion des Einzelnen oder seiner Familie verloren hat. Das
Minimum des Kapitals
ist um so grösser in einem Geschäftszweig, je mehr er kapitalistisch betrieben wird, je höher die gesellschaftliche Produktivität der Arbeit in ihm entwickelt ist. In demselben Umfang muss das Kapital an Wertgrösse zunehmen und gesellschaftliche Dimensionen annehmen, also allen
individuellen
Charakter abstreifen. Eben die Produktivität der Arbeit, Masse der Produktion, Masse der Bevölkerung, Masse der Surplusbevölkerung, die diese Produktionsweise entwickelt, ruft mit freigesetzten Kapital und Arbeit beständig neue Geschäftszweige hervor, in denen das Kapital wieder auf kleiner Stufenleiter arbeiten kann und wieder die verschiedenen Entwicklungen durchlaufen, bis auch diese neuen Geschäftszweige auf gesellschaftlicher Stufenleiter betrieben werden. Dieser Prozess beständig. Gleichzeitig die
kapitalistische Produktion
tendierend sich alle ihrer bisher noch nicht bemächtigten
Industriezweige
, wo nur noch
formelle

Subsumtion,
zu erobern. Sobald sie sich der Agrikultur, Minenindustrie, Manufaktur der Hauptkleidungsstoffe usw. bemächtigt hat, ergreift sie die andren Sphären, wo nur noch
formell
oder auch noch selbständige Handwerker. Schon bei Betrachtung der Maschinerei bemerkt worden, wie die Einführung der Maschinerie in einem Zweig, sie in andren Zweigen und zugleich in andern Arten desselben Zweiges mit sich führt. z. B. die Maschinenspinnerei führt zur Maschinenweberei; die Maschinenspinnerei in der Baumwollindustrie zur Maschinenspinnerei in Wolle, Leinen, Seide usw. Die gehäufte Anwendung der Maschinerie in Kohlenbergwerken, Baumwollmanufactures usw. machte Einführung der grossen Produktionsweise im Maschinenbau selbst notwendig. Abgesehn von den gesteigerten Mitteln des Verkehrs, die diese Produktionsweise auf grosser Stufenleiter erheischte, ist es andrerseits nur durch Einführung der Maschinerie im Maschinenbau selbst – namentlich der zyklischen Prime Motors —, die die Einführung von Dampfschiffen und Eisenbahnen möglich machte, den ganzen Schiffsbau umwälzte. Die grosse Industrie wirft in die ihr noch nicht unterworfenen Zweige solche Menschenmassen, oder erzeugt in ihnen solche relative Surpluspopulation, wie zur Verwandlung des Handwerks oder des kleinen formell-kapitalistischen Betriebs in grosse Industrie erheischt ist. Hier folgende Toryjeremiade:

„In the good old times, when „Live and let live“ was the general motto, every man was contented with one avocation. In the cotton trade, there were weavers, cotton spinners, blanchers, dyers and several other independent branches, all living upon the profits of their respective trades, and all, as might be experted, contented and happy. By and by, however, when the downward course of trade bad proceeded to some extent, first one branch was adopted by the capitalist, and then another, till in time, the whole of the people were ousted, and thrown upon the market of labour, to find out a livelihood in the best manner they could. Thus, although
no charter
secures to these men the right to be cotton-spinners, manufacturers, printers etc., yet the course of events has invested them with
a monopoly of all
... They have become Jack-of-all trades, and as far as the country is concerned in the business, it is to be feared, they are masters of none“. (56.
Public Economy Concentrated
etc.
Carlisle. 1833
).

Das
materielle
Resultat der kapitalistischen Produktion, ausser

der Entwicklung der
gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit
, ist die
Steigerung der Masse der Produktion
und
Vermehrung
und
Vermannigfachung der Produktionssphären
und ihrer Abzweigungen, womit sich erst der Tauschwert der Produkte entsprechend entwickelt —
die Sphäre
, worin sie als Tauschwert wirken oder sich realisieren.

„Produktion um der Produktion“ willen
– Produktion als Selbstzweck – tritt zwar schon ein mit der
formellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
, sobald es überhaupt unmittelbar Zweck der Produktion wird, möglichst grossen und möglichst viel Mehrwert zu produzieren, sobald überhaupt der Tauschwert des Produkts der entscheidende Zweck wird. Indes
realisiert
sich diese dem Kapitalverhältnis
immanente
Tendenz erst in
adäquater

Weise
– und wird selbst eine
notwendige Bedingung
, auch
technologisch
– sobald sich die
spezifisch kapitalistische Produktionsweise
und mit ihr die
reelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
entwickelt hat.

Dies Letztere schon früher der Sache nach ausführlich entwickelt, dass hier ganz kurz zu sein. Es ist Produktion, die sich nicht an vorausbestimmende und vorausbestimmte Schranke der Bedürfnisse bindet. (Ihr gegensätzlicher Charakter schliesst
Schranke der Produktion
ein, über die sie beständig hinaus will. Daher Krisen, Ueberproduktion usw.). Dies ist die eine Seite, im Unterschied von früherer Produktionsweise; if you like, die positive Seite. Andrerseits die negative, oder der gegensätzliche Charakter:
Produktion
im Gegensatz zu, und unbekümmert um, den
Produzenten
. Der wirkliche Produzent als blosses Produktionsmittel, der sachliche Reichtum als Selbstzweck. Und die Entwicklung dieses sachlichen Reichtums daher im Gegensatz zu dem, und auf Kosten des, menschlichen Individuums.
Produktivität der Arbeit
überhaupt =
Maximum von Produkt
mit
Minimum von Arbeit
, daher möglichst Verwohlfeilerung der Waren. Dies wird zum Gesetz, unabhängig vom Willen der einzelnen Kapitalisten, in der kapitalistischen Produktionsweise. Und dies Gesetz verwirklicht sich nur, involviert das andre, dass die Stufenleiter der Produktion nicht nach gegebenen Bedürfnissen, sondern umgekehrt die Masse des Produkts durch die durch die Produktionsweise selbst vorgeschriebene und stets wachsende Stufenleiter der Produktion bestimmt wird. Ihr Zweck, dass das einzelne Produkt etc. möglichst
viel unbezahlte Arbeit
enthalte, und dies nur erreicht durch die
Produktion um der Produktion
willen. Es tritt dies
einerseits
als
Gesetz
auf, soweit der Kapitalist, der auf zu kleiner Stufenleiter produziert, mehr als das gesellschaftlich notwendige Quantum Arbeit in den Produkten verkörpern würde. Es tritt also als

adäquate Ausführung des
Wertgesetzes
auf, das sich erst vollständig entwickelt auf Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise. Aber es tritt andrerseits als Trieb des einzelnen Kapitalisten auf, der, um dies Gesetz zu durchbrechen, oder es zu seinem eignen Vorteil zu
überlisten
, den
individuellen Wert
seiner Ware
unter
ihren gesellschaftlich bestimmten Wert zu senken sucht.

Allen diesen Produktionsformen (des relativen Mehrwerts), ausser dem
wachsenden Minimum des zur Produktion erforderlichen Kapitals
, das gemeinsam, dass die
gemeinschaftlichen Bedingungen
für die Arbeit vieler unmittelbar kooperierenden Arbeiter als solche
Oekonomie
erlauben, im Gegensatz zur Zersplitterung dieser Bedingungen bei Produktion auf kleiner Stufenleiter, indem die
Wirksamkeit dieser gemeinsamen Produktionsbedingungen
nicht einen proportionell gleich grossen Zuwachs in ihrer Masse und ihrem
Wert
bedingt. Ihr
gemeinsamer, gleichzeitiger Gebrauch
lässt ihren
relativen
Wert (mit Bezug auf das Produkt) sinken, so sehr ihre absolute Wertmasse wächst.

Produktive und Unproduktive Arbeit

Wir wollen dies hier kurz vorwegnehmen, bevor wir noch weiter die
veränderte Gestalt
des
Kapitals
betrachten, wie sich als Resultat der kapitalistischen Produktionsweise ergibt.

Da der unmittelbare Zweck und [das]
eigentliche Produkt
der kapitalistischen Produktion –
Mehrwert
ist, so ist nur
die Arbeit produktiv
, die, und nur der Ausüber von Arbeitsvermögen ein
produktiver Arbeiter
, der unmittelbar
Mehrwert produziert
, also nur die Arbeit, die direkt im Produktionsprozess zur Verwertung des Kapitals
konsumiert wird
.

Von einfachem Standpunkt des
Arbeitsprozesses
überhaupt aus erschien uns die Arbeit
produktiv
, die sich in einem
Produkt
, näher, einer
Ware
, realisiert. Vom Standpunkt des kapitalistischen Produktionsprozesses kommt die nähere Bestimmung hinzu, dass die Arbeit produktiv ist, die unmittelbar das Kapital verwertet, oder Mehr-wert produziert, also sich ohne Equivalent für den Arbeiter, für ihren Verrichter
realisiert
in einer surplusvalue, dargestellt in einem surplusproduce, also einem
überschüssigen Increment von Ware
für den monopoliser der means of labour, für den
Kapitalisten
; nur die Arbeit, die das variable Kapital und daher das Gesamtkapitel setzt als C +

Δ C = C + Δ v. Es ist also Arbeit, die dem Kapital unmittelbar als
agency
seiner
Selbstverwertung
dient, als Mittel zur Produktion von Mehrwert.

Der kapitalistische Arbeitsprozess hebt die allgemeinen Bestimmungen des Arbeitsprozesses nicht auf. Er produziert Produkt und Ware. Insofern bleibt die Arbeit produktiv, die sich in
Waren
, als Einheit von Gebrauchswert und Tauschwert, vergegenständlicht. Aber der Arbeitsprozess ist nur Mittel für den Verwertungsprozess des Kapitals. Die Arbeit ist also produktiv, die sich in
Waren
darstellt, aber, wenn wir die einzelne Ware betrachten, in einem aliquoten Teil derselben
unbezahlte
Arbeit darstellt, oder wenn wir das Gesamtprodukt betrachten, die in einem aliquoten Teil der
gesamten Warenmasse
bloss unbezahlte Arbeit darstellt, also ein
Produkt
darstellt, das den Kapitalisten nichts kostet.

Der
Arbeiter
ist
produktiv
, der
produktive Arbeit
verrichtet und die
Arbeit ist produktiv
, die unmittelbar
Mehrwert
schafft, d. h. das Kapital
verwertet
.

Bloss die bürgerliche Borniertheit, die die kapitalistische Form der Produktion für die absolute Form derselben hält, daher für eine einzige Naturform der Produktion, kann die Frage, was
produktive Arbeit
und
produktiver Arbeiter
vom Standpunkt des Kapitals sind, verwechseln mit der Frage, was überhaupt
produktive
Arbeit ist und sich daher bei der tautologischen Antwort begnügen, dass alle Arbeit produktiv ist, die überhaupt produziert, in einem Produkt, oder irgend einem Gebrauchswert, überhaupt in einem Resultat resultiert.

Nur der Arbeiter ist produktiv, dessen Arbeitsprozess = dem
produktiven Konsumtionprozess
des Arbeitsvermögens – des Trägers dieser Arbeit – durch das Kapital oder den Kapitalisten ist.

Es ergibt sich hieraus sofort zweierlei:

Erstens
: Da mit der Entwicklung der
reellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital
oder der
spezifisch kapitalistischen Produktionsweise
nicht der einzelne Arbeiter, sondern mehr und mehr ein
sozial kombiniertes Arbeitsvermögen
der
wirkliche Funktionär
des Gesamtarbeitsprozesses wird, und die verschiedenen Arbeitsvermögen, die konkurrieren, und die gesamte produktive Maschine bilden, in sehr verschiedener Weise an dem unmittelbaren Prozess der Waren- oder besser hier Produktbildung teilnehmen, der eine mehr mit der Hand, der andre mehr mit dem Kopf arbeitet, der eine als manager, engineer, Technolog etc., der andre als overlooker, der dritte

als direkter Handarbeiter, oder gar bloss Handlanger, so werden mehr und mehr
Funktionen von Arbeitsvermögen
unter den unmittelbaren Begriff der
produktiven Arbeit
und ihre Träger unter den Begriff der
produktiven Arbeiter
, direkt vom Kapital ausgebeuteter und seinem Verwertungs- und Produktionsprozess überhaupt
untergeordneter
Arbeiter einrangiert. Betrachtet man den
Gesamtarbeiter
, aus dem das Atelier besteht, so verwirklicht sich materialiter seine
kombinierte Tätigkeit
unmittelbar in einem
Gesamtprodukt
, das zugleich eine
Gesamtmasse von Waren
ist, wobei es ganz gleichgültig, ob die Funktion des einzelnen Arbeiters, der nur ein Glied dieses Gesamtarbeiters, ferner oder näher der unmittelbaren Handarbeit steht. Dann aber: Die Tätigkeit dieses Gesamtarbeitsvermögens ist seine
unmittelbare produktive Konsumtion durch das Kapital
, d. h. also Selbstverwertungsprozess des Kapitals, unmittelbare Produktion von Mehr-wert, und daher, wie dies später noch weiter entwickelt werden soll,
unmittelbare Verwandlung desselben in Kapital
.

Zweitens
: Die näheren Bestimmungen der produktiven Arbeit folgen von selbst aus den gegebenen charakteristischen Merkmalen des kapitalistischen Produktionsprozesses.
Erstens
tritt der Besitzer des Arbeitsvermögens als
Verkäufer
desselben, irrationell, wie wir gesehn haben ausgedrückt, als direkter Verkäufer von
lebendiger Arbeit, nicht von Ware
, dem Kapital oder dem Kapitalisten gegenüber. Er ist
Lohnarbeiter
. Dies ist die
erste Voraussetzung
. Zweitens. aber, eingeleitet durch diesen vorläufigen, der Zirkulation angehörigen Prozess, wird sein Arbeitsvermögen und seine Arbeit als
lebendiger Faktor
dem Produktionsprozess des Kapitals unmittelbar einverleibt, wird selbst einer seiner
Bestandteile
, und zwar der
variierende
, der nicht nur die vorgeschossenen Kapitalwerte teils erhält, teils reproduziert, sondern zugleich
vermehrt
und daher erst durch Schöpfung des Mehrwerts, in sich verwertenden Wert, in Kapital verwandelt. Diese Arbeit
vergegenständlicht
sich unmittelbar während des Produktionsprozesses als
fliessender Wertgrösse
.

Es kann einerseits die
erste Bedingung stattfinden, ohne dass die zweite stattfindet
. Ein Arbeiter kann
Lohnarbeiter
, Taglöhner etc, sein. Es findet dies jedesmal statt;; wenn das zweite Moment fehlt. Jeder produktive Arbeiter ist Lohnarbeiter, aber deswegen ist nicht jeder Lohnarbeiter produktiver Arbeiter. So oft die Arbeit gekauft wird, um als
Gebrauchswert
verzehrt zu werden, als
Dienst
,

nicht um als
lebendiger Faktor
an die Stelle des Werts des variablen Kapitals zu treten, und dem kapitalistischen Produktionsprozess einverleibt zu werden, ist die Arbeit keine produktive Arbeit und der Lohnarbeiter kein produktiver Arbeiter. Seine Arbeit wird dann ihres
Gebrauchswerts
wegen, nicht als
Tauschwert setzend
, sie wird
unproduktiv
, nicht produktiv konsumiert. Der Kapitalist steht ihr daber nicht als Kapitalist, als Repräsentant des Kapitals gegenüber. Er tauscht sein Geld gegen sie als
Revenu
, nicht als
Kapital
aus. Ihre Konsumtion konstituiert nicht G–W–G', sondern W–G–W (letztres die
Arbeit
oder der
Dienst
selbst). Das Geld funktioniert hier nur als Zirkulationsmittel, nicht als Kapital.

So wenig die
Waren
, die der Kapitalist kauft zu seinem Privatkonsum, produktiv konsumiert werden,
Faktoren des Kapitals
werden, so wenig die
Dienste
, die er freiwillig oder gezwungen (beim Staat etc.) ihres
Gebrauchswerts
wegen, zu seiner Konsumtion kauft. Sie werden kein Faktor des Kapitals. Sie sind daher keine produktiven Arbeiten und ihre Träger keine
produktiven Arbeiter
.

Je mehr sich die Produktion überhaupt als Produktion von Waren entwickelt, um so mehr muss Jeder und will jeder
Warenhändler
werden, Geld machen, sei es aus seinem Produkt, sei es aus seinen
Diensten
, wenn sein Produkt seiner natürlichen Beschaffenheit gemäss nur in der Form des Diensts existiert, und dies
Geldmachen
erscheint als der letzte Zweck jeder Art von Tätigkeit. (Siehe
Aristoteles
)
[a]
. In der kapitalistischen Produktion wird nun einerseits die Produktion der Produkte als Waren, andrerseits die Form der Arbeit als Lohnarbeit absolut. Eine Masse von Funktionen und Tätigkeiten, die einen Heiligenschein um sich hatten, als Selbstzweck galten, gratis geschahen oder auf Umwegen bezahlt wurden (wie alle Professionals, Aerzte, barristers etc, in England, wo der barrister und der physician nicht auf Zahlung klagen konnten oder können), verwandeln sich einerseits direkt in
Lohnarbeiter
, so verschieden ihr Inhalt und ihre
Zahlung
sein mag
[b]
. Andrerseits verfallen sie – ihre Wertschätzung, der
Preis
dieser verschiedenen
Tätigkeit
von der Hure zum König –
den Gesetzen, die den Preis der Lohnarbeit
regeln. Die Entwicklung dieses letztren Punkts gehört in Spezialabhandlung über die Lohnarbeit und den Arbeitslohn, nicht hierher. Diese Erscheinung nun, dass mit der Entwicklung der kapitalistischen Produktion, alle
Dienste
sich in
Lohnarbeit
verwandeln und alle ihre Verrichter sich in
Lohnarbeiter
verwandeln, sie also diesen
Charakter
mit dem

produktiven Arbeiter gemein haben, gibt zur Verwechslung beider um so mehr Anlass, weil es eine die
kapitalistische Produktion
charakterisierende und durch sie selbst geschaffene Erscheinung ist. Andrerseits gibt es den Apologeten Anlass, den produktiven Arbeiter, weil er Lohnarbeiter ist, in einen Arbeiter zu verwandeln, der bloss seine
Dienste
(d. h. seine Arbeit als Gebrauchswert) gegen
Geld
austauschte. Damit wird dann glücklich über die differentia specifica dieses „produktiven Arbeiters“ und der kapitalistischen Produktion – als einer Produktion von Mehrwert, als Selbstverwertungsprozess des Kapitals, dessen blosse sich einverleibte agency die lebendige Arbeit ist, hinweggeschlüpft. Ein Soldat ist ein Lohnarbeiter, Söldner, aber er ist deswegen kein produktiver Arbeiter.

Weiterer Irrtum entspringt aus zwei Quellen.

Erstens:
innerhalb der kapitalistischen Produktion werden immer Teile der warenproduzierenden Arbeiten in einer Weise verrichtet, die
früheren Produktionsweisen
angehören, wo also das
Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit
faktisch noch nicht existiert und daher die dem kapitalistischen Standpunkt entsprechende Kategorie von
produktiver
und unproduktiver Arbeit garnicht anwendbar ist. Aber der herrschenden Produktionsweise entsprechend werden die auch wirklich von ihr noch nicht subsumierten Verhältnisse unter sie idealiter suhsumriert. z. B. der selfemploying labourer ist sein eigner Lohnarbeiter, seine eignen Produktionsmittel treten ihm als Kapital in der Vorstellung gegenüber. Als sein eigner Kapitalist wendet er sich selbst als Lohnarbeiter an. Derartige Anomalien bieten der Kannegiesserei über produktive und unproduktive Arbeit dann ein willkommenes Feld.

Zweitens:
Gewisse
unproduktive Arbeiten
mögen incidentaliter mit dem Produktionsprozess verknüpft sein und mag selbst ihr
Preis
in den
Preis der Ware
eingebn, also das für sie ausgelegte Geld so far einen
Teil des vorgeschossenen Kapitals
bilden und ihre Arbeit daher als Arbeit erscheinen, die sich nicht mit
Revenu
, sondern direkt mit
Kapital
austauscht.

Nehmen wir gleich den letzten Fall, die
Steuern
, den Preis für die Regierungsdienste etc. Aber dies gehört zu den
faux frais de production
und ist eine dem kapitalistischen Produktionsprozess an und für sich
zufällige
und in keiner Art durch denselben
bedingte
, und ihm notwendige, immanente Form. Werden z. B. sämtliche
indirekte
Steuern in
direkte
verwandelt, so werden die Steuern nach wie vor gezahlt, aber bilden nicht mehr Kapitalvorschuss, sondern
Revenuverausgabung
. Die Möglichkeit dieser Formverwandlung zeigt ihre

Aeusserlichkeit, Gleichgültigkeit und Zufälligkeit für den kapitalistischen Produktionsprozess. Mit einer Formverwandlung der produktiven Arbeit hörte dagegen die Revenu des Kapitals und das Kapital selbst auf.

Ferner z. B. Prozesse, materielle Akte etc. Alles dies bezieht sich auf Stipulationen zwischen den Warenbesitzern als Käufern und Verkäufern von Waren, und hat mit dem Verhältnis von Kapital und Arbeit nichts zu tun. Die Funktionäre mögen dadurch zu Lohnarbeitern des Kapitals werden; sie werden dadurch nicht zu produktiven Arbeitern.

Produktive Arbeit
ist nur ein abkürzender Ausdruck für das ganze Verhältnis und Art und Weise, worin das Arbeitsvermögen und die Arbeit im kapitalistischen Produktionsprozess figuriert. Sprechen wir also von
produktiver Arbeit
, so sprechen wir von
gesellschaftlich bestimmter Arbeit
, Arbeit, die ein ganz bestimmtes Verhältnis zwischen dem Käufer und Verkäufer von Arbeit einschliesst. Produktive Arbeit tauscht sich direkt mit
Geld als Kapital
aus, d. h. mit Geld, das an sich Kapital ist, die Bestimmung hat als Kapital zu funktionieren und dem Arbeitsvermögen als Kapital gegenübertritt. Produktive Arbeit ist also solche, die für den Arbeiter nur den vorherbestimmten Wert seines Arbeitsvermögens reproduziert, dagegen als Wertschaffende Tätigkeit das Kapital verwertet, die von ihr geschaffenen Werte dem Arbeiter selbst als
Kapital gegenübersetzt
. Das spezifische Verhältnis zwischen der
vergegenständlichten
und
lebendigen Arbeit
, das die erste zu Kapital, macht die letztere zu
produktiver Arbeit
.

Das spezifische Produkt des kapitalistischen Produktionsprozesses, Mehrwert, wird nur durch Austausch mit der
produktiven Arbeit
geschaffen.

Was ihren
spezifischen Gebrauchswert
für das Kapital bildet, ist nicht ihr bestimmter nützlicher Charakter, so wenig wie die besonderen nützlichen Eigenschaften des Produkts, worin sie sich vergegenständlicht, sondern ihr Charakter als schöpferisches Element des Tauschwerts (Mehrwerts).

Der kapitalistische Produktionsprozess ist nicht bloss die Produktion von Waren. Er ist ein Prozess, der unbezahlte Arbeit absorbiert, die Produktionsmittel zu Mitteln der Einsaugung unbezahlter Arbeit macht.

Aus dem Bisherigen gebt hervor, dass
produktive Arbeit
zu sein eine Bestimmung der Arbeit ist, die an und für sich absolut nichts zu tun hat mit dem
bestimmten Inhalt
der Arbeit, ihrer besonderen

Nützlichkeit oder dem eigentümlichen Gebrauchswert, worin sie sich darstellt.

Arbeit
desselben Inhalts
kann daher produktiv und unproduktiv sein.

z. B. Milton, who did the paradise lost, war ein unproduktiver Arbeiter. Der Schriftsteller dagegen, der Fabrikarbeit für seinen Buchhändler liefert, ist ein produktiver Arbeiter. Milton produzierte das Paradise lost, wie ein Seidenwurm Seide produziert, als Betätigung
seiner
Natur. Er verkaufte später das Produkt für 5 l. und wurde insofern Warenhändler. Aber der Leipziger Literaturproletarier, der auf Kommando seines Buchhandlers Bücher, z. B. Kompendien über Politische Oekonomie produziert, ist annähernd ein produktiver Arbeiter, soweit seine Produktion unter das Kapital subsumiert ist und nur zu dessen Verwertung stattfindet. Eine Sängerin, die wie der Vogel singt, ist ein unproduktiver Arbeiter. Wenn sie ihren Gesang für Geld verkauft, ist sie sofern Lohnarbeiter oder Warenhändler. Aber dieselbe Sängerin, von einem entrepreneur engagiert, der sie singen lässt um Geld zu machen, ist ein produktiver Arbeiter, denn sie
produziert
direkt Kapital. Ein Schulmeister, der andre unterrichtet, ist kein produktiver Arbeiter. Aber ein Schulmeister, der als Lohnarbeiter in einem Institut mit andern engagiert ist, um durch seine Arbeit das Geld des Entrepreneurs der knowledge mongering institution zu verwerten, ist ein produktiver Arbeiter. Doch sind die meisten dieser Arbeiten, der Form nach betrachtet, kaum formell unter das Kapital subsumiert, sondern gehören den Uebergangsformen an.

Im Ganzen sind die Arbeiten, die nur als Dienste genossen, nicht in von den Arbeitern trennbare und daher ausser ihnen als selbständige Ware existierende Produkte verwandelt, dennoch aber direkt
kapitalistisch
exploitiert werden können, verschwindende Grössen, verglichen mit der Masse der kapitalistischen Produktion. Sie sind deshalb ganz ausser Acht zu lassen und nur zu behandeln in der Lohnarbeit, unter der Kategorie der Lohnarbeit, die nicht zugleich produktive Arbeit ist.

Dieselbe Arbeit (z. B. gardening, tailoring etc.) kann von demselben workingman im Dienste eines industriellen Kapitalisten, oder eines unmittelbaren Konsumenten verrichtet werden etc. In beiden Fällen ist er Lohnarbeiter oder Taglöhner, aber in dem einen Fall ist er
produktiver
, in dem andern
unproduktiver
Arbeiter, weil er in

dem einen Fall Kapital produziert, in dem andern nicht; weil in dem einen Fall seine Arbeit ein Moment des Selbstverwertungsprozesses des Kapitals bildet, in dem andern nicht.

Ein grosser Teil des jährlichen Produkts, das als Revenu verzehrt wird und nicht mehr als Produktionsmittel von neuem in die Produktion eingeht, besteht aus den fatalsten, die jämmerlichsten Gelüste, fancies usw. befriedigenden Produkten (Gebrauchswert). Dieser Inhalt ist für die Bestimmung der produktiven Arbeit ganz gleichgültig (obgleich natürlich wenn ein unproportioneller Teil so reproduziert würde, statt in Produktionsmittel und Lebensmittel zurückverwandelt zu werden, die von neuem in die Reproduktion, sei es der Waren, sei es der Arbeitsvermögen selbst eingehn – kurz, die produktiv konsumiert werden, – die Entwicklung des Reichtums natürlich einen check erhielte). Diese Sorte produktiver Arbeit produziert Gebrauchswerte, vergegenständlicht sich in Produkten, die nur für die unproduktive Konsumtion bestimmt, in ihrer Realität, als Artikel, keinen
Gebrauchswert
für den Reproduktionsprozess haben (sie können dies nur bekommen durch
Stoffwechsel
, durch Austausch mit reproduktiven Gebrauchswerten; aber das ist nur ein Displacement. Somewhere müssen sie als unreproduktiv konsumiert werden. Andre solcher in den unproduktiven Konsumtionsprozess fallenden Artikel könnten nötigenfalls auch wieder als Kapital funktionieren. Das Nähere hierüber gehört in Ch. III Buch II über den Reproduktionsprozess. Es ist hier nur diese Bemerkung zu antizipieren: Es ist für die gewöhnliche Oekonomie unmöglich über die Schranken der Luxusproduktion, vom Standpunkt der kapitalistischen Produktion selbst ein vernünftiges Wort zu sagen. Die Sache ergibt sich aber sehr einfach, wenn die Momente des Reproduktionsprozesses ordentlich analysiert werden. Wird der Reproduktionsprozess gehemmt oder sein Fortschritt, soweit er schon durch den natürlichen Fortschritt der Population bedingt ist, aufgehalten durch unverhältnismässige Anwendung solcher
produktiven Arbeit
, die in unreproduktiven Artikeln sich darstellt, so ist also zu wenig notwendige Lebensmittel oder zu wenig Produktionsmittel etc. reproduziert worden, so ist der Luxus verdammlich vom Standpunkt der kapitalistischen Produktion. Im übrigen ist er eine absolute Notwendigkeit für eine Produktionsweise, die den Reichtum für die Nicht-Produzenten produziert, also ihm notwendige Formen geben muss, worin er von dem bloss geniessenden Reichtum aneigenbar).

Für den Arbeiter selbst ist diese produktive Arbeit, wie jede andre, bloss Mittel zur Reproduktion seiner notwendigen Lebensmittel; für den Kapitalisten, dem die Natur des Gebrauchswerts, und der Charakter der angewandten konkreten Arbeit an und für sich ganz gleichgültig, bloss ein moyen de battre monnaie, de produire la survalue.

Die Sucht, die
produktive
und
unproduktive
Arbeit durch ihren
stofflichen
Inhalt zu bestimmen, rührt aus drei Quellen her.

1) Die der kapitalistischen Produktionsweise eigentümliche, und aus ihrem Wesen entspringende fetischistische Anschauung, welche
ökonomische
Formbestimmtheiten, wie
Ware
zu sein,
produktive
Arbeit zu sein etc., als den stofflichen Trägern dieser Formbestimmtheiten oder Kategorien an und für sich zukommende Eigenschaft betracht.

2) Dass den Arbeitsprozess als solchen betrachtet, die Arbeit nur
produktiv
ist, die in einem
Produkt
(materiellen Produkt, da es sich hier nur um materiellen Reichtum handelt) resultiert;

3) Dass im
wirklichen
Reproduktionsprozess – seine
realen
Momente betrachtet, ein grosser Unterschied mit Bezug auf die Bildung etc. des Reichtums, zwischen der Arbeit, die sich in reproduktiven Artikeln und andrer, die sich in blossen luxuries darstellt.

(
Beispiel
: Ob ich eine Hose kaufe oder ob ich Tuch kaufe und einen Schneidergesellen ins Haus nehme, dem ich seinen
Dienst
(id est seine Schneiderarbeit) zahle, ist für mich völlig gleichgültig. Ich kaufe sie vom merchant tailor, wei1 sie so wohlfeiler. In beiden Fällen verwandle ich das Geld, das ich ausgebe, in einen Gebrauchswert, der meiner individuellen Konsumtion anheimfallen, mein individuelles Bedürfnis befriedigen soll, nicht in Kapital. Der Schneidergeselle leistet mir denselben
Dienst
, ob er bei dem merchant tailor für mich arbeitet oder in meinem Hause. Dagegen besteht der Dienst, den derselbe Schneidergeselle, von einem merchant tailor verwandt, diesem Kapitalisten leistet, darin dass er 12 Stunden arbeitet und nur 6 etc. bezahlt erhült. Der Dienst, den er ihm leistet, besteht also darin, dass er 6 Stunden umsonst arbeitet. Dass dies in der Form von Hosenmacherei geschieht, versteckt nur die wirkliche Transaktion. Sobald der merchant tailor kann, sucht er die Hosen daher wieder in Geld zu verwandeln, d. h. in eine Form, worin der bestimmte Charakter der Schneiderarbeit völlig verschwunden ist, und der geleistete Dienst sich darin ausdrückt, dass aus einem Taler zwei geworden sind.

Dienst
ist überhaupt nur Ausdruck für den
besonderen Gebrauchs-

wert
der Arbeit, soweit diese nicht als Sache, sondern als Tätigkeit nützlich ist. Do ut facias, facio ut facias, facio ut des, do ut des, sind hier ganz gleichgültige Formen desselben Verhältnisses, während in der kapitalistischen Produktion das do ut facias ein sehr spezifisches Verhältnis zwischen dem gegenständlichen Reichtum und der lebendigen Arbeit ausdrückt. Weil also in diesem
Kaufen von Diensten
das spezifische Verhältnis von Arbeit und Kapital garnicht enthalten, entweder völlig ausgelöscht, oder garnicht vorhanden ist, ist es natürlich die Lieblingsform von Say, Bastiat et Konsorten, um das
Verhältnis von Kapital und Arbeit
auszudrücken).

Auch der Arbeiter kauft mit Geld
Dienste
, was eine Art der Verausgabung, aber keine Manier ist das Geld in Kapital zu verwandeln.

Kein Mensch kauft ärztliche oder juristische „Dienstleistungen“ als Mittel, das so ausgelegte Geld in Kapital zu verwandeln.

Ein grosser Teil der
Dienste
gehört in die Konsumtionskosten von Waren, wie Köchin etc.

Der Unterschied der
produktiven
und
unproduktiven Arbeit
besteht bloss darin, ob Arbeit gegen
Geld als Geld
oder gegen
Geld als Kapital
ausgetauscht wird. Wo z. B., wie beim selfemploying labourer, artisan etc., ich seine
Ware
kaufe, kommt die Kategorie überhaupt nicht in Frage, weil kein direkter Austausch zwischen Geld und Arbeit irgendeiner Art, sondern zwischen
Geld und Ware
.

(Bei der nicht materiellen Produktion, selbst wenn sie rein für den Austausch betrieben wird, Waren produziert, ist zweierlei möglich:

1) Sie resultiert in Waren, die getrennt vom Produzenten bestehn, also im Intervall zwischen Produktion und Konsumtion als Waren zirkulieren können, wie Bücher, Gemälde, alle Kunstprodukte, die von der Kunstleistung des exekutierenden Künstlers verschieden sind. Hier ist kapitalistische Produktion in sehr beschränktem Masse anwendbar. Diese Leute, soweit sie nicht als sculptors etc. Gesellen etc. halten, arbeiten meist (wenn nicht selbständig) für ein Kaufmannskapital, z. B. Buchhändler, ein Verhältnis, das nur Uebergangsforrn selbst zur bloss
formell kapitalistischen Produktionsweise
bildet.

Dass in diesen Uebergangsformen, gerade die Exploitation der Arbeit am grössten, ändert nichts an der Sache;

2) Das Produkt ist nicht trennbar vom Akt des Produzierens. Auch hier findet kapitalistische Produktionsweise nur beschränkt statt und kann der Natur der Sache nach nur in einigen Sphären stattfinden. (Ich will
den Arzt
, nicht seinen Laufburschen). z. B. bei Unterrichtsanstalten können die Lehrer blosse Lohnarbeiter für den Unternehmer der Lernfabrik sein. Dergleichen nicht zu berücksichtigen für das Ganze der kapitalistischen Produktion).

“Productive labourer, der directly vermehrt
his master's wealth
“. (
Malthus. Principles of Political Economy. 2-nd edition. London 1836
).

Der Unterschied von
produktiver
und
unproduktiver Arbeit
wichtig mit Bezug auf die Akkumulation, da nur der Austausch gegen produktive Arbeit eine der Bedingungen der Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital ist.

Der Kapitalist als Repräsentant des in seinem Verwertungsprozess begriffenen – des
produktiven Kapitals
– verrichtet eine
produktive
Funktion, die gerade darin besteht, produktive Arbeit zu dirigieren und zu exploitieren. Im Gegensatz gegen Mitzehrer der
Surplusvalue
, die in keinem solchen unmittelbaren und tätigen Verhältnis zu ihrer Produktion steh[en], ist seine Klasse die
produktive Klasse
par excellence. (Als Lenker des Arbeitsprozesses kann der Kapitalist
produktive Arbeit
verrichten im Sinne, dass seine Arbeit in den Gesamtarbeitsprozess einbegriffen, der sich im Produkt verkörpert). Wir kennen hier nur noch das Kapital innerhalb des unmittelbaren Produktionsprozesses. Wie es sich mit andern Funktionen des Kapitals verhält – und den Agenten, deren es sich innerhalb dieser Funktionen bedient – kann erst später entwickelt werden.

Die Bestimmung der
produktiven Arbeit
(und daher auch der
unproduktiven
, als ihres Gegenteils) beruht also darauf, dass die Produktion des Kapitals Produktion von Mehrwert und die von ihr angewandte Arbeit Mehrwert produzierende Arbeit ist.

Brutto und Nettoprodukt.

(Gehört vielleicht besser in B. III. Ch. III.)

Da der Zweck der kapitalistischen Produktion (und daher der
produktiven
Arbeit) nicht die Existenz der Produzenten, sondern die

Produktion von Mehrwert, so ist alle notwendige Arbeit, die keine Surplusarbeit produziert, überflüssig und wertlos für die kapitalistische Produktion. Dasselbe gilt für eine Nation von Kapitalisten. Alles
produit brut
, welches nur den Arbeiter reproduziert, d. h. kein
produit net
(Surplusproduce) produziert, ist ebenso überflüssig wie jener Arbeiter selbst. Oder wenn Arbeiter auf einer gewissen Entwicklungsstufe der Produktion nötig waren, um produit net zu produzieren, werden sie auf einer fortgeschrittenen Stufe der Produktion, die ihrer nicht mehr bedarf, überflüssig. Oder nur die für das Kapital profitable Menschenzahl ist nötig. Dasselbe gilt für eine Nation von Kapitalisten. „Das Realinteresse einer Nation, ist es nicht dasselbe (wie das eines Privatkapitalisten, dem, wenn der Profit seines Kapitals von 20 000 „nur in allen Fällen nicht unter 2000 sinkt“, gleichgültig ist, ob er „100 oder 1000 Menschen in Bewegung setzt“), wenn nur ihre revenu net et réel, ihre rents und profits dieselben sind, was liegt daran, ob sie sich aus 18 oder 12 Millionen Individuen zusammensetzt? ... Wenn 5 Millionen Menschen die Nahrung und Kleidung für 10 Millionen Menschen produzieren könnten, so wären die Nahrung und Kleidung dieser 5 Millionen die revenu net. Zöge das Land einen Vorteil davon, wenn es, um dieselbe revenu net zu produzieren, 7 Millionen Menschen nötig hätte, d. h. wenn es nötig wäre, dass 7 Millionen angewandt würden, um die Nahrung und Kleidung von 12 Millionen zu produzieren? Die Nahrung und Kleidung von 5 Millionen wäre stets die revenu net“.

Selbst die Philanthropie kann nichts gegen diesen Satz Ricardos einzuwenden haben. Denn es ist immer besser, dass unter 10 Millionen nur 50% als reine Produktionsmaschinen für 5 Millionen, als unter 12 Millionen 7 oder 58 ¾ [%] als solche vegetieren.

„Of what use in a modern kingdom would be a whole province thus divided (zwischen selfsustaining little farmers wie in den first times of ancient Rome), however weil cultivated, except for the mere purpose of breeding men, which, singly taken, is a most useless purpose“. (47.
Arthur Young. Political Arithmetic etc. London, 1774
).

Dass der Zweck der kapitalistischen Produktion das
Net Produce
ist, in der Tat bloss in der Form des
Surplusproduce
, worin sich die
Sur-

plusvalue
darstellt, gesetzt, dass die kapitalistische Produktion essentiellement
Produktion von Mehrwert
ist.

Es steht dies entgegen z. B. der altertümlichen, frühern Produktionsweisen entsprechenden Ansicht, wonach die städtischen Magistrate etc. z. B. Erfindungen verboten haben, um Arbeiter nicht ausser Brot zu setzen, da der Arbeiter als solcher als Selbstzweck galt und sein standesmässiger Erwerb als sein Privilegium, in dessen Erhaltung die ganze alte Ordnung interessiert war. Es steht entgegen der noch national tingierten Anschauung des Protektionssystems (im Gegensatz zum freetrade), dass Industrien etc. als Existenzquellen einer grossen Masse Menschen national zu beschützen seien gegen auswärtige Konkurrenz etc. Es steht aber auch entgegen A. Smiths Ansicht, dass z. B. die Anlage des Kapitals in der Agrikultur „produktiver“, weil dasselbe Kapital mehr Hände beschäftige. Alles das sind für die entwickelte kapitalistische Produktionsweise veraltete und unwahre, falsche Anschauungen. Ein grosses Bruttoprodukt (as far as the variable part of capital is concerned) in Proportion zu kleinem Nettoprodukt ist = geringer Produktivkraft der Arbeit und daher des Kapitals.

Es sind jedoch traditionell allerlei konfuse Vorstellungen mit diesem Unterschied von Brutto- und Netto-Produkt verbunden. Dies stammt zum Teil her von der
Physiokratie
(sieh Buch IV), zum Teil von A. Smith, der die kapitalistische Produktion immer noch verwechselt hier und da mit der Produktion für die unmittelbaren Produzenten.

Wenn ein einzelner Kapitalist Geld ins Ausland schickt, wo er 10% interest kriegt, während er im Inland eine Masse Surpluspeople beschäftigen könnte, so verdient er vom kapitalistischen Standpunkt eine Bürgerkrone, denn dieser tugendhafte Bürger vollzieht das Gesetz, das innerhalb des Weltmarkts, wie innerhalb der Wände einer Gesellschaft, das Kapital verteilt, je nach der Rate des Profits, die besondere Produktionssphären liefern, und sie eben dadurch ausgleicht und die Produktion proportioniert. (Es ist gleichgültig, ob das Geld z. B. dem Kaiser von Russland für Kriege gegen die Türkei etc. geliefert wird). Der einzelne Kapitalist befolgt damit nur das immanente Gesetz und daher die Moral des Kapitals to produce as much surplusvalue as possible. Mit der Betrachtung des unmittelbaren Produktionsprozesses hat dies jedoch nichts zu tun.

Ferner setzt man dabei oft
kapitalistischcr Produktion
die
unkapitalistische
gegenüber, z. B. die agriculture for subsistance, in welcher Hände beschäftigt, der agriculture for trade, die dem
Markt
ein viel grösseres Produkt. liefert, daher erlaubt aus den früher in der Agrikultur Beschäftigten ein Nettoproduce in der Manufaktur herauszuschlagen. Aber dieser Gegensatz ist keine Bestimmung
innerhalb
der kapitalistischen Produktionsweise selbst.

Im Ganzen haben wir gesehn, dass es das Gesetz der .kapitalistischen Produktion, das konstante Kapital zu vermehren gegen das variable und den Mehrwert, das Net Produce; zweitens das Net Produce zu vermehren im Verhältnis zu dem Teil des Produkts, der das Kapital ersetzt, id est Arbeitslohn. Nun werden diese zwei Sachen verwechselt. Nennt man das gesamte Produkt Brutto-Produkt, so wächst es in der kapitalistischen Produktion gegen das Netto-Produkt; nennt man den in Arbeitslohn + Net Produce auflösbaren Teil des Produkts Brutto-Produkt, so wächst das Netto-Produkt gegen das Brutto-Produkt. Nur in der Agrikultur (durch Verwandlung von Ackerland in Viehweide etc.) wächst oft das Netto-Produkt auf Kosten des. Brutto-Produkts (der gesamten Produktenmasse) infolge gewisser der Rente eigentümlichen Bestimmungen, die nicht hierher gehören.

Sonst ist die Lehre von dem
Netto-Produkt
als dem letzten und höchsten Zweck der Produktion, nur der brutale, aber richtige Ausdruck dafür, dass die
Verwertung des Kapitals
und daher die Kreation von Mehrwert, ohne Rücksicht auf den Arbeiter, die treibende Seele der kapitalistischen Produktion ist.

Als das höchste Ideal – entsprechend dem relativen Wachstum des produit net – der kapitalistischen Produktion, möglichste Verminderung der vom Salair, möglichste Vermehrung der vom produit net Lebenden.

Mystifikation des Kapitals etc.

Da die lebendige Arbeit – innerhalb des Produktionsprozesses – dem Kapital bereits einverleibt ist, stellen sich alle
gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit
als
Produktivkräfte
, als dem Kapital inhärente Eigenschaften dar, ganz wie im Geld der allgemeine Charakter der Arbeit, soweit sie wertbildend, als Eigenschaft eines Dings erschien. Umsomehr jenes der Fall, als

1) zwar die Arbeit als
Aeusserung des Arbeitsvermögens
, als Anstrengung dem
einzelnen Arbeiter
gehört (es ist das, womit er

realiter dem Kapitalisten zahlt, was er ihm gibt), obgleich sie als sich im Produkt vergegenständlicht, als dem Kapitalisten gehörig,
dagegen
die
gesellschaftliche Kombination
, worin die einzelnen Arbeitsvermögen nur als besondre Organe des das Gesamtatelier bildenden Gesamt-Arbeitsvermögens funktionieren, nicht ihnen gehört, sondern ihnen vielmehr als
kapitalistisches Arrangement
entgegentritt, ihnen
angetan
wird;

2) diese
gesellschaftlichen Produktivkräfte
der Arbeit oder
Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit
sich historisch erst mit der spezifisch kapitalistischen Produktionsweise entwickeln, also als etwas dem Kapitalverhältnis Immanentes und von ihm Untrennbares erscheinen;

3) die
Objektiven Arbeitsbedingungen
, mit. der Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise, eine veränderte Gestalt annehmen, durch die Dimension, worin, und die Oekonomie, womit sie angewandt werden (ganz abgesehn von der Form der Maschinerie etc.). Sie werden entwickelter als konzentrierte Produktionsmittel,
gesellschaftlichen
Reichtum darstellend, und was eigentlich das Ganze erschöpft, im Umfang und dem Effekt der
Produktionsbedingungen gesellschaftlich
kombinierter Arbeit. Von der Kombination der Arbeit selbst abgesehn, erscheint dieser
gesellschaftliche Charakter der Arbeitsbedingungen
– wozu unter anderem ihre Form als Maschinerie und capital fixe in jeder Form gehört – als etwas durchaus Selbständiges, vom Arbeiter unabhängig existierendes, als eine
Existenzweise des Kapitals
und daher auch unabhängig von den Arbeitern durch die
Kapitalisten
Arrangiertes. Wie der
gesellschaftliche Charakter
ihrer eignen Arbeit, so erscheint noch viel mehr der
gesellschaftliche Charakter
den die Produktionsbedingungen als
gemeinschaftliche
Produktionsbedingungen kombinierter Arbeit erhalten, als
kapitalistischer
, unabhängig von den Arbeitern diesen Produktionsbedingungen als solchen zukommender Charakter.

ad 3) wollen wir hier gleich folgendes bemerken, was zum Teil Späteres antizipiert:

Der
Profit
im Unterschied vom Mehrwert – kann steigen durch ökonomische Verwendung der
gemeinsamen
Arbeitsbedingungen, sei es dass z. B. Gebäulichkeit gespart wird, Heizung, Beleuchtung usw., der Wert des Prime Motor nicht in demselben Grade wächst wie seine Kraft, Oekonomie im Preis des Rohstoffs, Wiedervernutzung des Abfalls, Verminderung der Administrationskosten, der Warenhäuser

bei massenhafterer Produktion etc., alle diese
relativen
Verwohlfeilerungen des konstanten Kapitals bei absolutem Wachsen seines Werts, beruhen darauf, dass diese Produktionsmittel, Arbeitsmittel wie Arbeitsmaterial,
gemeinsam
verwandt werden, und diese
gemeinsame
Verwendung hat zur absoluten Voraussetzung das
gemeinsame
Zusammenarbeiten konglomerierter Arbeiter, ist also selbst nur
gegenständlicher
Ausdruck des
gesellschaftlichen Charakters der Arbeit
und der daher resultierenden
gesellschaflichen
Produktivkraft, wie ja die besondre Gestalt dieser Bedingungen z. B. als Maschinerie meist nicht anwendbar ausser für kombinierte Arbeit. Sie erscheinen aber, dem Arbeiter gegenüber, der innerhalb dieselben tritt, als
gegebene
, von ihm
unabhängige
Bedingungen, als
Gestalt des Kapitals
. Es erscheint deshalb auch z. B. die Oekonomisierung derselben (und das daher entspringende Wachsen des Profits und Verwohlfeilerung der Waren) als etwas ganz Verschiedenes von der
Surplusarbeit
des Arbeiters, als direkte
Tat
und
Veranstaltung des Kapitalisten
, der hier überhaupt als Personifikation des
gesellschaftlichen
Charakters der Arbeit, des
Gesamtateliers
als solchen funktioniert. Die
Wissenschaft
als das allgemeine geistige Produkt der gesellschaftlichen Entwicklung, erscheint hier ebenso dem Kapital direkt einverleibt (die Anwendung derselben als Wissenschaft, getrennt von dem Wissen und Können der einzelnen Arbeiter, auf den materiellen Produktionsprozess), und die allgemeine Entwicklung der Gesellschaft, weil sie vom Kapital der Arbeit gegenüber ausgebeutet wird, als Produktivkraft des Kapitals gegenüber der Arbeit wirkt, erscheint als
Entwicklung
des
Kapitals
und um so mehr, da für die grosse Mehrzahl die
Entleerung des Arbeitsvermögens
gleichen Schritt damit hält.

Der Kapitalist selbst ist nur Gewalthaber als Personifizierung des Kapitals (weswegen er in der italienischen Buchha[lt]ung beständig als Doppelfigur figuriert, z. B. als debtor seines eignen Kapitals).

Die
Produktivität
des Kapitals besteht zunächst, die
formelle
Subsumtion betrachtet, bloss in dem
Zwang zur Surplusarbeit
; ein Zwang, den die kapitalistische Produktionsweise mit frühern Produktionsweisen teilt, aber in einer der Produktion günstigeren Form ausübt.

Selbst das bloss
formelle
Verhältnis betrachtet, die
allgemeine
Form der kapitalistischen Produktion, die ihre minder mit ihrer mehr entwickelten Weise teilt, erscheinen die
Produktionsmittel
, die
sachlichen Arbeitsbedingungen
, nicht als dem Arbeiter, sondern er ihnen subsumiert. Capital
employs
labour. Schon dies Verhältnis in seiner

Einfachheit Personifizierung der Sachen und Versachlichung der Personen.

Komplizierter aber und scheinbar mysteriöser wird das Verhältnis, indem mit der Entwicklung der spezifisch kapitalistischen Produktionsweise, nicht nur diese Dinge – diese Produkte der Arbeit, als Gebrauchswerte wie als Tauschwerte – sich dem Arbeiter gegenüber auf die Füsse stellen und ihm als
„Kapital“
gegenübertreten, sondern der gesellschaftlichen Form der Arbeit sich als
Entwicklungsformen des Kapitals
darstellen und daher die so entwickelten Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit als
Produktivkräfte des Kapitals
. Als solche gesellschaftliche Kräfte sind sie der Arbeit gegenüber
„kapitalisiert“
. In der Tat ist die
gemeinschaftliche
Einheit in der Kooperation, die Kombination in der Teilung der Arbeit, die Anwendung der Naturkräfte und Wissenschaften, der Produkte der Arbeit als
Maschinerie
– alles dies tritt den einzelnen Arbeitern als
fremd, sachlich, vorgefunden
, ohne und oft gegen ihr Zutun da, selbständig gegenüber, als blosse Daseinsformen der von ihnen unabhängigen und sie
beherrschenden Arbeitsmittel
, soweit sie
sachlich
, und den im Kapitalisten oder seinen understrappers (Repräsentanten) inkarnierten Einsicht und Willen des Gesamtateliers, soweit dies durch ihre eigne Kombination gebildet – als
Funktionen
des Kapitals, das im Kapitalisten lebt. Die gesellschaftlichen Formen ihrer eignen Arbeit – subjektiv-objektiv – oder die Form ihrer eignen gesellschaftlichen Arbeit sind von den einzelnen Arbeitern ganz unabhängig gebildete Verhältnisse; die Arbeiter als unter das Kapital subsumiert, werden Elemente dieser gesellschaftlichen Bildungen, aber diese gesellschaftlichen Bildungen gehören nicht ihnen. Sie treten ihnen daher gegenüber als
Gestalten
des Kapitals selbst, als im Unterschied von ihrem vereinzelten Arbeitsvermögen dem Kapital gehörige, aus ihm entspringende und ihm einverleibte Kombinationen. Und dies nimmt um so realere Form an, je mehr einerseits ihr Arbeitsvermögen selbst durch diese Formen so modifiziert wird, dass es in seiner Selbständigkeit, also
ausser
diesem kapitalistischen Zusammenhang ohnmächtig wird, seine selbständige Produktionsfähigkeit gebrochen wird, andrerseits mit der Entwicklung der Maschinerie auch technologisch die Bedingungen der Arbeit als die Arbeit beherrschend erscheinen und zugleich sie ersetzen, unterdrücken, überflüssig machen in ihren selbständigen Formen. In diesem Prozess, worin die
gesellschaftlichen
Charaktere ihrer Arbeit ihnen gewissermassem
kapitalisiert
gegenübertreten – wie z. B. in der Maschinerie die sichtbaren Produkte der Arbeit als Beherrscher der Arbeit erscheinen – findet natürlich dasselbe statt für die Naturkräfte

und die Wissenschaft, das Produkt der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung in ihrer abstrakten Quintessenz – sie treten ihnen als Mächte des Kapitals gegenüber. Sie trennen sich in der Tat von dem Geschick und der Kenntnis des einzelnen Arbeiters – und obgleich sie an ihrer Quelle betrachtet wieder das Produkt der Arbeit sind – erscheinen sie überall, wo sie in den Arbeitsprozess eintreten, als dem Kapital
einverleibt
. Der Kapitalist, der eine Maschine anwendet, braucht sie nicht zu verstehn. (Sieh Ure). Aber
in der Maschine
erscheint die realisierte Wissenschaft als
Kapital
den Arbeitern gegenüber. Und in der Tat erscheinen alle diese auf
gesellschaftliche Arbeit
begründete Anwendung von Wissenschaft, Naturkraft und Produkte der Arbeit in grossen Massen, ja selbst nur als
Exploitationsmittel
der Arbeit, als Mittel Surplusarbeit anzueignen, daher als dem Kapital angehörige
Kräfte
gegenüber der Arbeit. Das Kapital wendet natürlich alle diese Mittel nur an, um die Arbeit zu exploitieren, aber, um sie zu exploitieren, muss es sie auf die Produktion anwenden. Und so erscheint die Entwicklung der
gesellschaftlichen
Produktivkräfte der Arbeit und die Bedingungen dieser Entwicklungen, als
Tat des Kapitals
, zu der sich der einzelne Arbeiter nicht nur passiv verhält, sondern die im Gegensatz zu ihm vorgehn.

Das Kapital selbst ist doppelt, da es aus Waren besteht,

Tauschwert
(Geld), aber sich
verwertender Wert
, Wert, der dadurch Wert schafft, als
Wert wächst
, ein Increment erhält, dass es
Wert
ist. Dies reduziert sich auf Austausch eines gegebnen Quantums vergegenständlichter Arbeit gegen ein grösseres Quantum lebendiger Arbeit.

Gebrauchswert
, und hier erscheint es seinen bestimmten Verhältnissen im Arbeitsprozess nach. Aber grade hier bleibt es nicht bloss Arbeitsmaterial, Arbeitsmittel, denen die
Arbeit
gehört, die sich die Arbeit einverleibt haben, sondern mit der Arbeit auch ihre
gesellschaftlichen Kombinationen
und die diesen gesellschaftlichen Kombinationen entsprechende Entwicklung der Arbeitsmittel. Die kapitalistische Produktion entwickelt zuerst im Grossen – reisst los von dem einzelnen selbständigen Arbeiter – die Bedingungen des Arheitsprozesses, sowohl seine gegenständlichen, als subjektiven, aber entwickelt sie als den
einzelnen Arbeiter
beherrschende und ihm
fremde
Mächte.

So wird das Kapital ein sehr mysteriöses Wesen.

Die Arbeitsbedingungen türmen sich als
soziale Mächte
gegenüber dem Arbeiter auf und in dieser Form sind sie
kapitalisiert
.

Das Kapital ist also
produktiv
,

1) als
Zwang zur Surplusarbeit
. Die Arbeit ist
produktiv
eben als Verrichter dieser Surplusarbeit, durch die Differenz zwischen dein Wert des Arbeitsvermögens und seiner Verwertung.

2) als
Personifikation und Repräsentant
, verdinglichte Gestalt der „gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit“ oder der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit. Wie das Gesetz der kapitalistischen Produktion – die Kreation von Mehrwert etc. – hierzu zwingt, früher auseinandergesetzt. Es erscheint als ein Zwang, den die Kapitalisten sich wechselseitig und den Arbeitern antun, – also in der Tat als Gesetz des Kapitals gegen beide. Die gesellschaftliche Naturkraft der Arbeit entwickelt sich nicht im
Verwertungsprozess
als solchem; sondern im
wirklichen Arbeitsprozess
. Sie stellt sich daher dar als Eigenschaften, die dem Kapital als Ding zukommen, als sein Gebrauchswert. Die produktive Arbeit – als Wert produzierend, steht dem Kapital stets als Arbeit der
vereinzelten
Arbeiter gegenüber, welche gesellschaftlichen Kombinationen diese Arbeiter immer im Produktionsprozess eingehn mögen. Während das Kapital so den Arbeitern gegenüber die gesellschaftliche Produktivkraft der Arbeit, stellt die produktive Arbeit dem Kapital gegenüber immer nur die Arbeit der
vereinzelten
Arbeiter dar.

Man hat bei dem
Akkumulationsprozess
gesehn, wie das Moment, wodurch die bereits vergangene Arbeit in der Form produzierter Produktivkräfte und Produktionsbedingungen die Reproduktion, dem Gebrauchswert und Tauschwert nach, steigert – sowohl die Wertmasse, die ein bestimmtes Quantum lebendiger Arbeit
erhält
, als die
Masse Gebrauchswerte
, die es neu produziert – als dem
Kapital immanente Kraft
erscheint, weil die
vergegenständlichte Arbeit
stets kapitalisiert dem Arbeiter gegenüber funktioniert.

„Le capital c'est la puissance démocratique, philanthropique et égalitaire par excellence“. (29.
F. Bastiat. Gratuité du crédit etc. Paris, 1850
).

„Stock cultivates land: stock employs labour“. (
A. Smith
, l.c., b.V., ch. II., edit.
Buchanan
. 1814. v. III, p. 309).

„Capital is ... collective force“. (162.
John Wade. History of the Middle and Working Classes
etc. 3 ed.
London, 1835
). „Kapital ist nur ein anderer Name für Zivilisation“. (104. l.c.).

„La classe des capitalistes, considérée en bloc, se trouve dans une position normale, en ce que son bien-étre suit la marche du progrès social“. (75,
Riche ou Pauvre. Cherbuliez.
) «Le capitaliste est l'homme social par excellence, il représente la civilisation“. (76. l.c.).

Flach: „
Productive Power of capital
ist nichts als die Quantität der realen productive power, welche der Kapitalist vermittelst seines Kapitals kommandieren kann“. (p. 91.
J. St. Mill: Essays on some unsettled questions of Politcal Economy. London, 1811
).

„The accumulation of
capital
, o r the
means of employing labour
... must in all cases depend on the
productive powers of labour
“. (92.
Ricardo. Principles
. 3 ed. 1821). Ein Kommentator von Ricardo bemerkt hierzu: „
If the productive powers of labour mean the smallness of that aliquot part of any produce that goes to those whose manual labour produced it
, the sentence is nearly identical“. (p. 71.
Observations on certain verbal disputes in Political Econorny. London, 1821
).

Die beständige Transposition der Arbeit in das Kapital gut aus gedrückt in folgenden naiven Sätzen
Destutt de Tracys
:

„Ceux qui vivent de profits – (les capitalistes industrieux) alimentent tous les autres, et seuls augmentent la fortune publique et créent tous nos moyens de jouissance. Cela doit être,
puisque le travail est la source de toute richesse
, et puisque eux seuls donnent une
direction
utile au travail actuel, en faisant un usage utile du travail accumulé“. (242.
Destutt de Tracy
l.c. [„Traité d'Economie Politique.“]). Weil die Arbeit die Quelle alles Reichtums ist, ist das Kapital der Vermehrer allen Reichtums. «Nos facultés sont notre seule richesse originaire, notre travail produit tous les autres, et tout travail bien dirigé est productif“. (243. 1.c.). Unsre Vermögen sind unser einziger Originalreichtum. Darum ist das Arbeitsvermögen kein Reichtum. Die Arbeit produziert alle andren Reichtümer, d. h. sie produziert Reichtümer für alle andern ausser sich selbst, und nicht sie selbst ist Reichtum, sondern bloss ihr Produkt. Jede wohldirigierte Arbeit. ist produktiv; d. h. jede produktive Arbeit, jede Arbeit, die dem Kapitalisten Profit abwirft, ist wohldirigiert.

So sehr ist in der Vorstellung die Transposition der gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit in dingliche Eigenschaften des Kapitals eingebürgert, dass die Vorteile der Maschinerie, Anwendung der Wissenschaft, Erfindung usw. in dieser ihrer
entfremdeten
Form

als die
notwendige
Form, und daher dies alles als
Eigenschaften des Kapitals
vorgestellt wird. Was hier als Basis dient, ist 1) die Form, worin sich auf Basis der kapitalistischen Produktion, also auch im Bewusstsein der in dieser Produktionsweise Befangenen, die Sache darstellt; 2) das historische Faktum, dass zuerst und im Unterschied zu frühern Produktionsweisen in der
kapitalistischen
Produktionsweise diese Entwicklung stattfindet, der
gegensätzliche
Charakter dieser Entwicklung also ihr immanent
scheint
.

Anmerkungen des Verfassers

Ohne die Verwirrung war überhaupt der Streit nicht möglich, ob ausser der Arbeit nicht auch die Natur zum Produkt kontribuiere. Dies bezieht sich nur auf die
konkrete
Arbeit.

Capital
is that part of the wealth of a country which is employed in production, and consists of food, clothing, tools, raw materials, machinery, etc. necessary to give effect to labour“. (89.
Ricardo
l.c.) „
Capital
is a portion of the national wealth, employed or meant to be employed, in favouring reproduction“. (21.
G. Ramsay
, l.c.) „
Capital
... a particular species of wealth ... destined ... to the obtaining of other articles of uti1ity“. (
F. Torrens
l.c.) „
Capital
... produit ... comme moyens d'une nouvelle production“. (
Senior
, l.c., p. 318). „Lorsqu'un fonds est consacré à la production matérielle, il prend
le nom de capital
“. (207. t.l.
Storch. Cours d'Economie Politique
. Pariser Ausgabe von 1823). „Le
capital
est cette portion de la richesse
produite
qui est destinée à la reproduction“. (p. 364.
Rossi, Cours d'Economie Politique
. 1836 – 37. Brüsseler Ausgabe 1842). Rossi quält sich ab mit der „Schwierigkeit“, ob man das „Rohmaterial“ auch zum Kapital rechnen könne. Man könne zwar unterscheiden zwischen „capital-matière“ und „capital-instrument“, aber „est-ce (la matière première) vraiment là un instrument de production? n'est-ce pas plutôt l'objet sur lequel les instruments producteurs doivent agir?“ (p. 367). Er sieht nicht, dass wenn er einmal das Kapital mit seiner stofflichen Erscheinungsform verwechselt und daher die gegenständlichen Bedingungen der Arbeit schlechthin Kapital nennt, sie in Bezug auf die Arbeit selbst sich zwar als Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel unterscheiden, in Bezug auf das Produkt aber gleichmässig Produktionsmittel sind, wie er Kapital denn auch p. 372 schlechthin „moyens de production“ nennt. „Il n'y a aucune différence entre un
capital
et taute autre portion de richesse: c'est seulement par l'emploi qui en est fait, qu'une
chose
devient
capital
. c.-à-d. lorsqu'elle est employée dans une opération productive, comme matière première, comme instrument ou comme approvisionnement“. (
Cherbuliez. Riche au Pauvre. Paris
. 1841. p. 18).

Sieh z. B.
John Stuart Mill.

Principles of Political Economy.
v.l, b.l.

„Man sagt uns, dass die Arbeit keinen Schritt ohne Kapital tun kann, dass die Schaufel für den Mann, der gräbt, ebenso wichtig ist wie seine Arbeit, dass Kapital daher ebenso notwendig zur Produktion als die Arbeit selbst. Der Arbeiter weiss dies alles; diese Wahrheit tritt ihm täglich vor Augen; aber diese wechselseitige Abhängigkeit zwischen Kapital und Arbeit hat nichts zu tun mit der relativen Stellung des Kapitalisten und des Arbeiters; noch beweist sie, dass der erstere durch den letztem erhalten werden muss. Kapital ist nichts als unkonsumierte Produktion und alles Kapital, welches in diesem Augenblick existiert, existiert unabhängig von, und ist in keiner Weise identisch mit einem besondern Individuum oder einer besondern Klasse; und wäre jeder Kapitalist und jeder reiche Mann von Grossbritannien plötzlich maustot, kein einziger Partikel Reichtum oder Kapital würde mit ihm verschwinden, noch wäre die Nation verarmt auch nur um den Wert eines Farthings. Es ist das Kapital und nicht der Kapitalist, das wesentlich für die Operationen der Produzenten ist; und da ist ein ebenso grosser Unterschied zwischen diesen zwei als zwischen der Schiffsladung und dem Ladungsschein.“ (59.
J. F. Bray: Labour's wrongs and Labour's remedy etc. Leeds. 1839.
)

Capital
is a sort of
cabalistic word
like church or state, or any other of those general terms which are invented by those who fleece the rest of mankind to conceal the hand that shears them“. (17.
Labour defended against the claims of Capital etc. London. 1825
). Der Verfasser dieser anonymen Schrift ist
Th.

Hodgskin
, einer der bedeutendsten modernen englischen Oekonomen. Seine zitierte Schrift, deren Wichtigkeit noch jetzt anerkannt wird (sieh z. B.
John Lalor: Money und Morals etc. London. 1852
), rief einige Jahre nach ihrem Erscheinen eine anonyme Gegenschrift
Lord Brougham's
hervor, die ebenso oberflächlich ist als die sonstigen ökonomischen Leistungen dieses Schwätzereigenies.

„The material which ... we obtain for the purpose of combining it with our own (!) industry, and forming it into a product, is called
capital
; and, after the labour has been exerted, and the value created, it is called a
product
. Thus, the same article may be
product
to one, and
capital
to another. Leather is the product of the currier, and the capital of the shoemaker“. (
F. Wayland
, l.c., p. 25) (Folgt nun die obenstehende Scheisse aus Proudhon, wobei zu zitieren:
„Gratuit du Crédit.

Discussion entre M. Fr. Bastiat et M. Proudhon.“ Paris. 1850
, p. 179, 180, 182).

J. B. Say
. l.c.t. II. p. 429. Note. Wenn
Carey
sagt, „
Capital
... all articles possessing exchangeable value“ (
II. C. Carey.

Principles of Political Economy. Part I. Philadelphia, 1837
. p. 294), so fällt das in die Erklärung des Kapitals zurück, die wir schon im ersten Kapitel erwähnt: „Capital – is commodities“, eine Erklärung, die sich nur auf die Erscheinung des Kapitals im Zirkulationsprozess bezieht.

Sismondi. Nouv. Princ.
etc. t. I. p. 89.

„Le capital est une idée commerciale“.
Sismondi. Etudes
etc. t. II. p. 273.

>„
Capital
. That portion of the stock of a country which is kept or employed with a view to profit in the production and distribution of wealth.“ (
T. R. Malthus. Definitions in Political Economy
. New edition etc.
by John Cazenove. London. 1853
. p. 10). „
Kapital
der Teil des zur Produktion und generally for the purpose of obtaining profit employed wealth.“ (75.
Th. Chalmers. On Political Economy etc. London. 1832. 2-nd edition
).

Es ist dies das Richtige, was
Rossis
Polemik gegen die Aufzählung von Lebensmitteln unter den Bestandteilen des produktiven Kapitals zugrunde liegt. Wie unrichtig er aber die Sache fasst und in welchen Wirrwarr er sich daher hineinräsoniert, wird man in einem spätern Kapitel sehn.

Man kann daher schliessen, was ein
F. Bastiat
vorn Wesen der kapitalistischen Produktion versteht, wenn er das
Salariat
für eine der kapitalistischen Produktion äusserliche und gleichgültige Formalität erklärt und entdeckt, „que ce n'est pas
la forme de la remunération
qui crée. pour lui (l'ouvrier) cette dépendance“. (378.
Harmonies Economiques
. Paris, 1851). Es ist eine Entdeckung – dazu noch missverstandenes Plagiat aus wirklichen Oekonomen – würdig desselben schönrednerischen Ignoranten. der in derselben Schrift, also 1851, entdeckte „ce qui est plus décisif et plus infaillible encore, c'est la
disparition des grandes crises industrielles
en Angleterree“. (396). Obgleich F. Bastiat die grossen Krisen 1851 aus England wegdekretiert hatte, genoss England schon 1857 wieder eine grosse Krise und entging 1861, wie selbst in den offiziellen Berichten der englischen Handelskammern zu lesen steht, nur durch den Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs einer industriellen Krise Von bisher ungeahntem Umfang.

„Wir sehn ferner aus den Entwicklungen des Oekonomen selbst, wie das Kapital, das Resultat der Arbeit, im
Prozesse der Produktion, sogleich
wieder zum Substrat, zum Material der Arbeit gemacht, wie also die für einen Augenblick gesetzte
Trennung des Kapitals von der Arbeit
, sogleich wieder in der
Einheit beider aufgehoben
wird“.
F. Engels. Deutsch-französische Jahrbücher
usw., p. 99.

„
Labour
is the
agency
by which
capital
is made productive of ... profit“. (‚John Wade, l.c., p. 161). „In der bürgerlichen Gesellschaft ist die lebendige Arbeit nur ein Mittel, die aufgehäufte Arbeit zu vermehren.“ (p. 12.
Manifest der Kommunistischen Partei
. 1848).

Der bestimmte
ökonomische
Charakter von
Lebensmitteln
, sich Arbeiter zu kaufen, oder von
Produktionsmitteln
, von Leder und Leisten
Schustergesellen anzuwenden
, diese Verkehrung zwischen Sache und Person, also der
kapitalistische
Charakter ist mit dem
stofflichen
Charakter der Produktionselemente so unzertrennlich
verwachsen
, in der kapitalistischen Produktion und daher in der Phantasie der politischen Oekonomen, dass
Ricardo
z. B., während er es für nötig hält, die stofflichen Elemente des Kapitals näher zu charakterisieren, als
selbstverständlich
, ohne weiteres Bedenken oder weiteres Bemerken die ökonomisch
richtigen
Ausdrücke braucht, wie „
Capital
, or the
means of employing labour
“ (also nicht „means employed by labour“, sondern „means of employing labour“). (l.c., p. 92), „quantity of labour employed by a capital“ (p. 419 ib.), „the fund which is to employ them“ (the labourers), p. 252. usw. So heisst auch im heutigen Deutschen der Kapitalist, die Personifikation der
Sachen
, die Arbeit nehmen,
Arbeitsgeber
, und der wirkliche Arbeiter, der Arbeit gibt,
Arbeitsnehmer
. „In der bürgerlichen Gesellschaft ist das Kapital selbständig und persönlich, während das tätige Individuum unselbständig und unpersönlich ist.“ (
Manifest der Kommunistischen Partei
. l.c.)

Unmittelbare Arbeit und vergegenständlichte Arbeit, gegenwärtige und vergangene Arbeit, lebendige und aufgespeicherte Arbeit usw. sind daher Formen, worin die Oekonomen das Verhältnis von Kapital und Arbeit ausdrücken.

„Labour and capital ... the one
immediate
labour, ... the other
hoarded labour
“. (
James Mill. Elements of Political Economy
. London. 1821, p. 75). „
Antecedent labour
(capital) ...
present labour
“. (
E. G. Wakefield
in seiner Ausgabe A. Smiths.
London
. 1836. t. I. p. 231 Note). „
Accumulated labour
(capital) ...
immediate labour
“. (
Torrens
. l.c. ch. I. [p. 31]). „
Labour and Capital
, that is, accumulated labour“ (l.c., p. 499. Ricardo). „The specific advances of the capitalists do not consist of cloth (überhaupt Gebrauchswerten), but of labour“. (Malthus.
„The Measure of Value“ etc
., London. 1823. p. 17, 18).

„Comme tout homme est forcé de consommer avant de produire, l'ouvrier pauvre se trouve dans la
dépendance
du riche, et ne peut ni vivre ni travailler, s'il n'obtient de lui des denrées et des marchandises existantes, en retour de celles qu'il promet de produire par son travail ... pour l'y (id est le riche) faire consentir, il a fallu convenir que toutes les fois qu'il échangerait du
travail

fait
contre du
travail à faire
, le dernier aurait une valeur supérieure au premier“. (36, 37, t.I.
Sismondi: „De la Richesse commerciale“
. Paris. 1803).

Herr
W. Roscher
, der offenbar nicht einmal ahnt, was die englischen Oekonomen sagen und sich ausserdem unzeitig daran erinnert, dass Senior das Kapital „abstinence“ tauft, macht folgende, auch grammatisch
„geschickte“
Professoralbemerkung: „Die Schule Ricardos pflegt auch das Kapital unter den Begriff der Arbeit zu subsumieren, als ,aufgespeicherte Arbeit‘. Dies ist
ungeschickt
, weil ja (!) der Kapitalbesitzer doch (!) mehr (!) getan hat all die
blosse
(!)
Hervorbringung
(!) und
Erhaltung desselben
(!); eben die Enthaltung vom eigenen Geniessen, wofür er z. B. Zinsen verlangt“. (
W. Roscher
l.c.)

„If in the progress of time a change takes place in their economical position (der workmen), if they become the workmen of a capitalist who advanced their wages beforehand, two things take place. First they
can
now labour continuously; and, secondly, an agent is provided, whose office md whose interest it will be, to see that they
do
labour continuously ... Here, then, is an increased continuity in the labour of all this class of persons. They labour daily from morning to night, and are not interrupted by waiting for or seeking the customer ... But the continuity of labour, thus made possible, is secured and improved by the superintendence of the capitalist. He has advanced their wages; he is to receive the products of their labour. lt is his interest and his privilege to see that they do not labour interruptedly or dilatorily“. (
Jones
, R., l.c., p. 32 sq. passim).

„Un axiome généralement admis par les économistes est que taut travail doit laisser un excédant. Cette proposition est pour moi d'une vérité universelle et absolue: c'est le corollaire de la loi de la proportionnalité (!), que l'on peut regarder comme le sommaire de taute la science économique. Mais, j'en demande pardon aux économistes, le principe que
taut travail doit laisser un excédant
n'a pas de sons dans leur théorie, et n'est susceptible d'aucune
demonstration
“. (
Proudhon, „Philosophie de la Misère“
). Ich habe in der Schrift:
„Misère da la Philosophie. Réponse à la Philosophie de la Misère de M. Proudhon“, Paris 1847
, p. 76 – 91 nachgewiesen, dass Herr Proudhon nicht die geringste Ahnung davon hat, was dies
„excédant du travail“
ist, nämlich das
Mehrprodukt
, worin sich die Mehrarbeit oder unbezahlte Arbeit des Arbeiters darstellt. Da er in der kapitalistischen Produktion faktisch findet, dass jede Arbeit ein solches «excédant“ lässt, sucht er sich diese Tatsache aus irgendeiner mysteriösen Natureigenschaft der Arbeit zu erklären und sich mit den sesquepedalia verba, wie „corollaire de la loi de la proportionnalité“ usw. aus der Verlegenheit heraus zu marktschreien.

„Every man, if not restrained by law, would pass from one employment to another, as the various turns in trade should require“. (4.
„Considerations concerning taking off the Bounty an Corn exported“ etc.

London, 1753
).

„Nirgends erscheint die Flüssigkeit des Kapitals, die Variabilität der Arbeit und die Gleichgültigkeit des Arbeiters gegen den Inhalt seiner Arbeit grösser als in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. In Europa, selbst in England, ist die kapitalistische Produktion immer noch von feudalen Reminiszenzen heimgesucht und verfälscht. Dass z. B. Bäckerei, Schusterei usw. erst jetzt anfangen
kapitalistisch
in England betrieben zu werden, ist ganz und gar dem Umstand geschuldet, dass das englische Kapital feudale Vorurteile von „Respektabilität“ hatte. Es war „respektabel“, Neger in die Sklaverei zu verkaufen, aber es war nicht „respektabel“, Würste, Stiefel oder Brot zu machen. Aus den Vereinigten. Staaten stammt daher auch alle Maschinerie, die die europäischen „unrespektablen“ Geschäftszweige der kapitalistischen Produktionsweise unterordnet. Andrerseits ist die Person nirgendwo so gleichgültig als in den Vereinigten Staaten gegen die Art der Arbeit, die sie verrichtet, ist nirgends wo so bewusst, dass ihre Arbeit stets dasselbe Produkt, Geld, liefert und passiert nirgendwo mit derselben Nonchalance durch die disparatesten Arbeitszweige. Diese „Variabilität“ des Arbeitsvermögens erscheint hier daher als eine ganz distinkte Eigenschaft des freien Arbeiters im Gegensatz zum arbeitenden Sklaven, dessen Arbeitsvermögen stabil und nur in der einmal lokal herkömmlichen Weise zu verwenden ist. „Slave labour is eminently defective in point of versatility ... if tobacco be cultivated, tobacco becomes the sole staple, and tobacco is produced whatever be the state of the market, and whatever be the condition of the soil“. (46, 47.
Cairns
, l.c.).

„Das Verhältnis des Fabrikanten zum Arbeiter ist ..., ein rein ökonomisches. Der Fabrikant ist „das Kapital“, der Arbeiter ist die „Arbeit“.
F. Engels. Lage der arbeitenden Klassen etc.
, p. 329.

„Sie (die Arbeiter) tauschen ihre Arbeit (soll heissen ihr Arbeitsvermögen) aus gegen Getreide (id est Lebensmittel). Dies wird für sie Revenu (d. h. fällt ihrer individuellen Konsumtion anheim) ... während ihre
Arbeit zum Kapital
für ihren Herrn geworden ist“. (
Sismondi
. N. P. T.I. p. 90). „Die Arbeiter, welche ihre Arbeit im Austausch gehend, sie
in Kapital verwandeln
“. (l.c., p. 105).

[a]
[Der Text dieser Fussnote steht auf einem nachträglch geschriebenen, zusätzlichen Blatt, das Marx nicht numerierte. Da unter dem Text der Manuskriptseite 474, auf den sich die Fussnote bezieht, noch ein kurzer Absatz folgt, versah Marx die Fussnote mit der folgenden, ihr vorangestellten Bemerkung:]

Dies a) bezieht sich nicht auf den letzten Passus
, sondern auf den vorhergehenden.

[Auf diese Bemerkung folgt der Text der Fussnote.
D. Red.
]

a) „A free labourer has generally the liberty of changing his master: this liberty distinguishes a slave from a free labourer, as much as an English man-of-war sailor is distinguished from a merchant sailor ... The condition of a labourer is superior to that of a slave, because a labourer
thinks
himself
free
; and this conviction, however erroneous, has no small influence on the character of a population“. (56 – 57. P. R. Edmonds.
Practical, Moral and Political Economy. London, 1828
). „Das Motiv, das einen freien Mann zur Arbeit treibt, ist viel violenter, als das, welches einen Sklaven treibt: a free man has to choose between hard labour and
starvation (sieh die Stelle nach),
a slave between ... and a good whippings. (56. l.c.). „The difference between the conditions of a slave and a labourer under the money system is very inconsiderable: ... the master of the slave understands too well his own interest to weaken his slaves by stinting them in their food; but the master of a tree man gives him as little food as possible, because
the injury done to the labourer does not fall on himself alone, but on the whole class of masters“.
(l.c.).

In der antiken Zeit,
to make mankind laborious beyond their wants, to make one part of a state work, to maintain the other part gratuitously
, nur zu bewerkstelligen durch Sklaven: Sklaverei war daher allgemein eingeführt. Slavery was then as necessary towards multiplication, as it would now be destructive of it. The reason is plain.
If mankind be not forced to labour, they will only labour for themselves
; and if they have few wants, there will be few labour. But when states come to be formed and have occasion for idle hands to defend them against the violence of their enemies, food at any rate must be procured for those
who do not labour
; and as by the supposition, the wants of the labourers are small, a method must be found to
increase their labour above the proportion of their wants
. For this purpose
slavery
was calculated ... The slaves were forced to labour the soil which fed both them and the idle freemen, as was the case in Sparta; or they filled all the servile places which freemen fill now, and they were likewise employed, as in Greece and in Rome, in supplying with manufactures those whose service was necessary for the state. Here then was a
violent method of making mankind laborious
in raising food ... Men were then forced to labour,
because they were slaves to others
; men are now forced to labour because they are slaves of their own wants“. (
J. Steuart. (Dublin Edition
) v.l. p. 38 – 40).

„Im 16-ten Jahrhundert“, sagt derselbe
Steuart
, „während einerseits die lords ihre retainers entliessen, entliessen die farmers“, die sich in industrielle Kapitalisten verwandelten, „die idle mouths. Aus einem
means of subsistence
wurde die Agrikultur in einen
trade
verwandelt“. Die Folge war „The withdrawing ... a number of hands from a trifling agriculture
forces
, in a manner,
the husbandmen

to work harder
; and
by hard labour upon a small spot
, the
same effect
is produced
as with slight labour upon a great extent
“. (l.c., p. 105).

[a]
Manifest der Kommunistischen Partei (1848).

[a]
Aristoteles.

[b]
Manifest der Kommunistischen Partei.

Anmerkungen der Herausgeber

[1*]
[Im Manuskript:] ad 2) [
D. Red.
]

[2*]
[ δυνάμει = der Möglichkeit nach.
D. Red.
]

[3*]
[im Manuskript:] 3.[Siehe unsere Note S.4.
D. Red.
]

[4*]
[Hier machte Marx den Vermerk:]
Note
[und folgenden Hinweis:]

Das von
P. 96 bis 107
unter der Rubrik:
„Der unmittelbare Produktionsprozess“
Beigebrachte, gehört hierher, ist mit dem vorherigen to blend und beides durch einander to rectify. Ditto gehört hierher p. 262 – 64 dieses Buchs. [Gemäss dieser Anweisung bringen wir die beiden erwähnten Abschnitte an dieser Stelle. Aenderungen („beides durch einander to rectify“) wurden nicht vorgenommen. Die einzufügenden Seiten (ursprünglich S. 96 – 107) wurden von Marx nachträglich umnumeriert in 469a – 469 m. Der einzufügende Text, auf S. 469a (96) befindlich, beginnt mit einem von Marx ausgemerzten (vierfach schräg durchgestrichenen) Absatz, der eine Fortsetzung des Textes der uns nicht vorliegenden ursprünglichen Seiten 1 – 95 bildete. Am Kopf der Seite schrieb Marx:]
Das gehört zu p. 496
[(irrtümlich für: p. 469). Der auf den getilgten Absatz folgende nicht durchgestrichene Text trägt die in diesem Zusammenhang hinfällige Ueberschrift:]
6. Der unmittelbare Produktionsprozess.

[Der Text des ausgemerzten Absatzes lautet:]

[469a] [...] denn das Kapital, womit das Arbeitsvermögen gekauft wird, besteht in der Tat in Lebensmitteln, obgleich diese Lebensmittel dem Arbeiter vermittelst des Geldes übermacht werden. Er könnte auch mit den Anhängern des Monetarsystems auf die Frage, was ist Kapital? antworten,
Kapital
ist
Geld
, denn wenn das Kepital im Arbeitsprozess stofflich in der Form von Rohmaterialien, Arbeitsinstrumenten usw. existiert, existiert es im Zirkulationsprozess in der Form von Geld. So hätte ein antiker Oekonom auf die Frage, was ist ein Arbeiter? mit derselben Logik antworten müssen: Ein Arbeiter ist ein Sklave (weil der Sklave der Arbeiter des antiken Arbeitsprozesses war).[
D. Red.
]

[5*]
[Hier schliesst das erste, S. 44 beginnende Einschiebsel, das die Manuskriptseiten 469a – 469m bilden. Nach Marx' Angabe (sieh S. 42 u. 44 unsere Note) folgt hier nunmehr ein zweites, das Marx als Seite 262 – 264 bezeichnet hat. Seite 262 fehlt.
D. Red.
]

[6*]
[Das nachstehende Zitat, wovon der Anfang fehlt, steht im Manuskript unmittelbar unter dem vorstehenden deutschen Text, auf den es keine Beziehung hat. Es ist vielmehr die Fortsetzung einer Fussnote, die sich auf den Text der fehlenden Seite 262 bezog.
D. Red.
:]

to three capital workmen or to 4 ordinary ones ... If the three could be hfred at 3 l. 10 sh. a piece, while the 4 required 3 l. a piece, though the wages of the three would ba higher, the price of the work done by them would ba lower. lt is true that the causes which raise the amount of the labourers' wages often raise the rate of the capitalist's profit. If, by increased industry, one man performs the work of two, both the amount of wages, and the rate of profite will generally be raised; not by the rise of wages, but
in consequence of the additional supply of labour having diminished its price
, or having diminished the period for which it had previously been necessary to advance that price. The labourer, on the other hand, is principally interested in the
amount of wages
. The amount of his wages being given, it is certainly his interest
that the price of labour should be high
, for on that depends the
degree of exertion
imposed on him“. (l.c. 14, 5). Aus derselben Schrift:

„The labourer's situation does not depend on the amount which ha receives at any one time, but on bis average receipts during a given period ... the longer the period taken, the more accurate will ba the estimate“. (7. l.c.). „Das Jahr am besten als Periode. Umfasst Sommer- und Winterlöhne“. (7. l.c.).

[7*]
[Das Eingeklammerte bezieht sich auf S. 44 – 84 dieses Bandes, nämlich auf die Seiten 469a – 469m des Manuskripts. Siehe S. 42 – 44, unsere Note.
D. Red.
]

[8*]
[Hier schliesst das zweite Einschiebsel (S. 262 – 264 des Manuskripts, wovon S. 262 fehlt). Das Folgende ist die Fortsetzung der S. 469 des Manuskripts (S. 42 dieses Bandes).
D. Red.
]

[9*]
[Dieser Hinweis bezieht sich auf die in unserer vorigen Note angeführte Bemerkung von Marx.
D. Red.
]

[Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses - Teil 5]

Karl Marx

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

[II
[1*]
. Die kapitalistische Produktion ist Produktion und Reproduktion des spezifisch kapitalistischen Produktionsverhältnisses]

Das Produkt der kapitalistischen Produktion ist nicht nur
Mehrwert
, es ist
Kapital
.

Kapital ist, wie wir sahen, G6#8212;W—G', sich selbst
verwertender Wert
, Wert, der Wert gebiert.

Zunächst ist die vorgeschossene Geld- oder Wertsumme, selbst nach ihrer Verwandlung in die Faktoren des Arbeitsprozesses – in Produktionsmittel,
konstantes
Kapital – und in
Arbeitsvermögen
, worin sich das variable Kapital umgesetzt hat, nur
an sich
, nur δυνάμει
[2*]
Kapital und solches ist es noch mehr
nur
, vor seiner Umsetzung in die Faktoren des wirklichen Produktionsprozesses. Erst innerhalb desselben, durch
wirkliche
Einverleibung der lebendigen Arbeit in die gegenständlichen Daseinsformen des Kapitals, erst durch die wirkliche Einsaugung von zusätzlicher Arbeit, verwandelt sich nicht nur
diese Arbeit
in Kapital, sondern verwandelt sich die vorgeschossene Wertsumme aus möglichem Kapital, aus Kapital der Bestimmung nach, in wirkendes und wirkliches Kapital. Was ging während des Gesamtprozesses vor? Der Arbeiter verkaufte die Verfügung über sein Arbeitsvermögen um die notwendigen Lebensmittel, gegen einen gegebenen Wert, bestimmt durch den Wert seines Arbeitsvermögens. Was ist also, ihn betrachtet, das Resultat? Simplement und purement die Reproduktion seines Arbeitsvermögens. Was gab er daher weg? Die Wert erhaltende, Wert schaffende und vermehrende Tätigkeit, seine Arbeit. Er kömmt also aus dem Prozess heraus, wie er, von der Abnutzung seiner Arbeitskraft abgesehn, in ihn eintrat, als bloss subjektive Arbeitskraft, die denselben Prozess von neuem durchlaufen muss, um sich zu erhalten.

Das Kapital dagegen kömmt nicht aus dem Prozess hieraus, wie es in ihn einging. Es hat sich
in
ihm erst in wirkliches Kapital, in

sich verwertenden Wert verwandelt. Das Gesamtprodukt ist jetzt die Form, worin es als verwirklichtes Kapitel existiert und als solches steht es als Eigentum des Kapitalisten, als selbständige und durch die Arbeit selbst geschaffene Macht ihr von neuem gegenüber. Der Produktionsprozess war daher nicht nur sein Reproduktionsprozess, sondern sein Produktionsprozess als Kapital. Früher standen die Produktionsbedingungen sofern als Kapital gegenüber, als er sie
verselbständigt
sich gegenüber
vorfand
. Jetzt ist es das Produkt seiner eigenen Arbeit, dass er sie als in
Kapital
verwandelte Produktionsbedingungen sich gegenüber findet. Was als Voraussetzung, ist nun das Resultat des Produktionsprozesses.

Dass der Produktionsprozess
Kapital
schafft, ist soweit nur ein andrer Ausdruck dafür, dass er
Mehrwert
geschaffen hat.

Aber hierbei bleibt die Sache nicht stehn. Der
Mehrwert
wird rückverwandelt in zusätzliches Kapital, zeigt sich als Bildung von neuem Kapital oder von vergrössertem Kapital. So hat das
Kapital Kapital
geschaffen, sich nicht nur als Kapital realisiert. Der
Akkumulationsprozess
ist selbst ein immanentes Moment des kapitalistischen. Produktiosprozesses. Er schliesst ein neue
Schöpfung von Lohnarbeitern
, Mitteln zur Verwirklichung und Vermehrung des vorhandenen Kapitals, sei es nun, dass früher von der kapitalistischen Produktion noch nicht ergriffene Teile der Bevölkerung, wie Weiber und Kinder, von ihm subsumiert, sei es, dass die durch den natürlichen Anwuchs der Population vermehrte Arbeitermasse ihm unterworfen wird. Bei näherer Betrachtung ergibt sich, dass das Kapital diese Produktion der Arbeitskraft selbst, die Produktion der von ihm auszubeutenden Menschenmasse, seinen Exploitationsbedürfnissen gemäss
regelt
. Kapital produziert also nicht nur Kapital, es produziert eine wachsende Arbeitermasse, den Stoff, wodurch es allein als zusätzliches Kapital funktionieren kann. Die Arbeit produziert also nicht nur im Gegensatz zu sich die Arbeitsbedingungen auf stets erweiterter Stufenleiter als
Kapital
, sondern das Kapital produziert auf stets sich erweiternder Stufenleiter die
produktiven Lohnarbeiter
, deren es bedarf. Die Arbeit produziert ihre Produktionsbedingungen als
Kapital
und das Kapital die Arbeit als Mittel seiner Verwirklichung als Kapital, als Lohnarbeit. Die kapitalistische Produktion ist nicht nur Reproduktion des Verhältnisses, sie ist seine Reproduktion auf stets wachsender Stufenleiter, und im selben Masse, wie mit der

kapitalistischen Produktionsweise die gesellschaftliche Produktivkraft der Arbeit sich entwickelt, wächst der dem Arbeiter gegenüber aufgetürmte Reichtum, als ihn
beherrschender Reichtum
, als
Kapital
, dehnt sich ihm gegenüber die Welt des Reichtums als eine ihm fremde und ihn beherrschende Welt aus, und in demselben Verhältnis entwickelt sich seine subjektive Armut, Bedürftigkeit und Abhängigkeit im Gegensatz. Seine
Entleerung
und jene
Fülle
entsprechen sich, gehn gleichen Schritt. Zugleich vermehrt sich die Masse dieser lebendigen Produktionsmittel des Kapitals, das arbeitende
Proletariat
.

Wachstum des Kapitals
und
Zunahme des Proletariats
erscheinen daher als zusammengehörige, wenn auch polarisch verteilte
Produkte
desselben Prozesses.

Das Verhältnis wird nicht nur reproduziert, nicht nur auf beständig massenhafterer Stufenleiter produziert, das nicht nur mehr Arbeiter sich schafft und auch früher ihm nicht unterworfene Produktionszweige fortwährend ergreift, sondern, wie sich bei Darstellung der spezifisch kapitalistischen Produktionsweise gezeigt hat, es wird unter beständig günstigeren Umständen für die eine Seite, die Kapitalisten, und beständig ungünstigeren für die andre, die Lohnarbeiter, reproduziert.

Die Kontinuität des Produktionsprozesses betrachtet, ist der Arbeitslohn nur der
Teil
des vom Arbeiter beständig produzierten Produkts, der sich an ihn in Lebensmittel umsetzt und daher in Mittel der Erhaltung und Vermehrung der Arbeitsvermögen, deren das Kapital zu seiner Selbstverwertung, zu seinem Lebensprozess bedarf. Diese Erhaltung und Vermehrung der Arbeitsvermögen, als Resultat des Prozesses, erscheint also selbst nur als Reproduktion und Erweiterung seiner ihm gehörigen Reproduktionsbedingungen und Akkumulationsbedingungen. (Sieh den Yankee).

Damit verschwindet auch der
Schein
, den auf der Oberfläche das Verhältnis besass, dass sich gleichberechtigte
Warenbesitzer
in der Zirkulation, auf dem Warenmarkt gegenübertreten, die wie alle andren
Warenbesitzer
nur durch den stofflichen Inhalt ihrer Waren, den besondern Gebrauchswert der Waren, die sie aneinander zu verkaufen haben, sich von einander unterscheiden. Oder diese
ursprüngliche
Form des Verhältnisses bleibt nur noch als
Schein
des ihm zugrunde liegenden, des
kapitalistischen
Verhältnisses, übrig.

Es sind hier zwei Momente zu unterscheiden, wodurch die
Reproduktion des Verhältnisses selbst
auf stets sich erweiternder Stufenleiter sich als
Resultat des kapitalistischen Produktionsprozesses
von der

ersten Form unterscheidet, wie sie einerseits
historisch
auftritt, andrerseits auf der Oberfläche der entwickelten kapitalistischen Gesellschaft sich beständig von neuem darstellt.

1)
Erstens mit Bezug auf den einleitenden Prozess
, der innerhalb der Zirkulation vorgeht, den
Kauf und Verkauf von Arbeitsvermögen
.

Der kapitalistische Produktionsprozess ist nicht nur die
Verwandlung
des Werts oder der Ware, die der Kapitalist zum Teil auf den Markt bringt, zum Teil innerhalb des Arbeitsprozesses an sich hält, in
Kapital
; sondern diese in Kapital
verwandelten
Produkte sind nicht
seine
Produkte, sondern die des Arbeiters. Er verkauft beständig ihm einen Teil seines Produkts – notwendige Lebensmittel – für Arbeit; zur Erhaltung und Vermehrung des Arbeitsvermögens, des
Käufers
selbst, und borgt ihm gegenüber beständig einen anderen Teil seines Produkts, die objektiven Arbeitsbedingungen, als Mittel zur Selbstverwertung des Kapitals, als
Kapital
. Während der Arbeiter so seine Produkte als
Kapital
, reproduziert der Kapitalist den Arbeiter als
Lohnarbeiter
und daher als Verkäufer seiner Arbeit. Das Verhältnis von blossen Warenverkäufern schliesst ein, dass sie
ihre
eignen, in verschiedenen Gebrauchswerten verkörperten
Arbeiten
austauschen. Der Kauf und Verkauf des Arbeitsvermögens als beständiges
Resultat
des kapitalistischen Produktionsprozesses schliesst ein, dass der Arbeiter beständig einen Teil seines eigenen Produkts gegen seine lebendige Arbeit
zurückkaufen
muss. Damit
zerrinnt
der
Schein
des blossen
Verhältnisses
von
Warenbesitzern
. Dieser beständige Kauf und Verkauf von Arbeitsvermögen und das beständige Gegenübertreten der von dem Arbeiter selbst produzierten Ware als
Käufer
seines Arbeitsvermögens und als konstantes Kapital, erscheint nur als
vermittelnde Form
seiner Unterjochung unter das Kapital, der lebendigen Arbeit als blossen Mittels zur Erhaltung und Vermehrung der ihr gegenüber verselbständigten
gegenständlichen
Arbeit. Es ist dies eine dieser Produktionsweise immanente
Form
der Vermittlung, diese Verewigung des Verhältnisses des Kapitals als Käufers und des Arbeiters als Verkäufers von Arbeit; aber es ist eine Form, die sich nur der Form nach von andern mehr direkten Formen der Knechtung der Arbeit und des
Eigentums an sie
auf Seiten der Besitzer der Produktionsbedingungen unterscheidet. Sie
vertuscht
als blosses
Geldverhältnis
die wirkliche Transaktion und die perpetuierliche Abhängigkeit, die beständig erneuert wird, durch diese Vermittlung des Kaufs und Verkaufs. Es werden nicht nur reproduziert beständig die Bedingungen dieses
Handels
; sondern das, womit der eine kauft, und was der andre verkaufen muss, ist Resultat des Prozesses. Die beständige Erneuerung dieses Verhältnisses von
Kauf und Verkauf
vermittelt

nur die Beständigkeit des spezifischen Abhängigkeitsverhältnisses und gibt ihr den betrügenden
Schein
einer Transaktion, eines Kontrakts zwischen gleichberechtigten und sich gleich frei gegenüberstehenden
Warenbesitzern
. Dieses
einleitende
Verhältnis erscheint jetzt selbst als immanentes Moment der in der kapitalistischen Produktion produzierten Herrschaft der gegenständlichen Arbeit über die lebendige.

Es irren also sowohl

die, die die Lohnarbeit, den Verkauf der Arbeit an das Kapital, und damit die Form des
Salariats
, als der kapitalistischen Produktion
äusserlich
betrachten; sie ist eine
wesentliche
und durch das kapitalistische Produktionsverhältnis selbst stets von neuem produzierte
Form
der Vermittlung desselben;

die, die in diesem oberflächlichen Verhältnis, in dieser
wesentlichen Formalität, Schein
des Kapitalverhältnisses, sein
Wesen
selbst. finden, und daher das Verhältnis zu charakterisieren vorgehen, indem sie Arbeiter und Kapitalisten unter das allgemeine Verhältnis von
Warenbesitzern
subsumieren und damit apologisieren, seine differentia specifica auslöschen.

2) Damit das Kapitalverhältnis überhaupt eintrete, ist bestimmte historische Stufe und Form der gesellschaftlichen Produktion vorausgesetzt. Es müssen sich, innerhalb einer früheren Produktionsweise, Verkehrs- und Produktionsmittel und Bedürfnisse entwickelt haben, die über die alten Produktionsverhältnisse hinaus und zu ihrer Verwandlung in das Kapitalverhältnis hindrängen. Aber sie brauchen nur so weit entwickelt zu sein, damit die formelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital vor sich gehe. Auf Basis dieses veränderten Verhältnisses entwickelt sich aber eine spezifisch veränderte Produktionsweise, die einerseits neue materielle Produktivkräfte schafft, andrerseits auf deren Grundlage sich erst entwickelt, und damit in der Tat sich neue reale Bedingungen schafft. Es tritt damit eine vollständige ökonomische Revolution ein, die einerseits erst der Herrschaft des Kapitals über die Arbeit ihre realen Bedingungen schafft, vollendet, entsprechende Form gibt, andrerseits in den von ihr gegensätzlich zum Arbeiter entwickelten Produktivkräften der Arbeit, Produktionsbedingungen und Verkehrsverhältnissen, die realen Bedingungen einer neuen, die gegensätzliche Form der kapitalistischen Produktionsweise aufhebenden Produktionsweise, und so die materielle Basis eines neu

gestalteten gesellschaftlichen Lebensprozesses und damit einer neuen Gesellschaftsformation schafft.

Es ist dies eine wesentlich verschiedene Auffassung von der der bürgerlichen, in den kapitalistischen Vorstellungen selbst befangenen Oekonomen, die zwar sehn, wie
innerhalb
des Kapitalverhältnisses produziert wird, aber nicht, wie dieses
Verhältnis
selbst produziert wird und zugleich in ihm die materiellen Bedingungen seiner Auflösung produziert und damit seine
historische Berechtigung
als
notwendige Form
der ökonomischen Entwicklung, der Produktion des gesellschaftlichen Reichtums, beseitigt wird.

Wir haben dagegen gesehn, nicht nur wie das Kapital produziert, sondern wie es selbst produziert wird und wie es als ein wesentlich verändert[es] aus dem Produktionsprozess herauskömmt als wie es in ihn einging. Einerseits gestaltet es die Produktionsweise um; andrerseits ist diese veränderte Gestalt der Produktionsweise und eine besondre Stufe der Entwicklung der materiellen Produktivkräfte die Grundlage und Bedingung – die Voraussetzung seiner eignen Gestaltung.

Resultat des unmittelbaren Produktionsprozesses

Nicht nur die gegenständlichen Bedingungen des Produktionsprozesses erscheinen als sein Resultat; sondern ebenso ihr
spezifisch gesellschaftlicher
Charakter; die gesellschaftlichen Verhältnisse, und daher die gesellschaftliche Stellung der Produktionsagenten gegen einander, – die Produktionsverhältnisse selbst werden produziert, sind beständig erneuertes Resultat des Prozesses
[3*]
.

Uebergang von 1) und 2) dieses Kapitels zu 3) was wir hier zuerst als 1) behandeln
[1*]

Wir haben gesehn, dass die kapitalistische Produktion Produktion von Mehrwert ist und als solche Produktion von Mehrwert (in der
Akkumulation
) zugleich
Produktion von Kapital
und
Produktion
und Reproduktion des ganzen Kapitalverhältnisses auf stets ausgedehnterer (erweiterter) Stufenleiter. Aber der Mehrwert wird nur produziert als ein Teil des Warenwerts, wie er sich denn auch darstellt in einem bestimmten Quantum Ware oder surplusproduce. Das Kapital produziert nur
Mehrwert
und reproduziert sich selbst nur als
Produzent von Waren
. Es ist daher die
Ware
als sein
unmittelbares Produkt
, womit wir uns zunächst wieder beschäftigen müssen.
Waren
aber, wie wir gesehn haben, sind ihrer
Form
(ihrer ökonomischen Formbestimmtheit

nach) betrachtet,
unvollständige Resultate
. Sie haben erst gewisse Formverwandlungen durchzumachen – sie müssen in den Austauschprozess wieder eingehn, worin sie diese Formverwandlungen durchmachen – bevor sie als Reichtum, sei es in der Form von Geld, sei es als Gebrauchswerte, wieder funktionieren können. Wir haben also die
Ware
jetzt als nächstes Resultat des kapitalistischen Produktionsproszesses näher zu betrachten und dann die weitren Prozesse, die sie durchzumachen hat. (Waren sind die Elemente der kapitalistischen Produktion und Waren sind das
Produkt
derselben, sind die Form, worin das Kapital am Ende des Produktionsprozesses wieder erscheint.

Wir gehn von der Ware, von dieser spezifisch gesellschaftlichen Form des Produkts – als Grundlage und Voraussetzung der kapitalistischen Produktion aus. Wir nehmen das einzelne Produkt in die Hand und analysieren die Formbestimmtheiten, die es als Ware enthält, die es zur Ware stempeln. Vor der kapitalistischen Produktion wird ein grosser Teil des Produkts nicht als Ware produziert, nicht zur Ware. Andrerseits ist dann ein grosser Teil der Produkte, die in die Produktion eingehn, nicht Ware, geht nicht als Ware in den Produktionsprozess ein. Die Verwandlung der Produkte in Waren findet nur an einzelnen Punkten statt, erstreckt sich nur auf den Ueberschuss der Produktion, oder nur auf einzelne Sphären derselben (Manufakturprodukte) etc. Die Produkte gehn weder dem ganzen Umfang nach als Handelsartikel in den Prozess ein, noch kommen sie ihrer ganzen Breite nach als solche aus ihm heraus
. Dennoch ist Warenzirkulation und Geldzirkulation in bestimmten Grenzen, daher eine bestimmte Gradentwicklung des Handels,
Voraussetzung, Ausgangspunkt der Kapitalbildung
und der kapitalistischen Produktionsweise. Als solche Voraussetzung behandeln wir die Ware, indem wir von ihr als dem einfachsten Element der kapitalistischen Produktion ausgehn. Andrerseits aber ist die
Ware
Produkt, Resultat der kapitalistischen Produktion. Was erst als ihr Element, stellt sich später als ihr eignes Produkt dar. Erst auf ihrer Basis wird es allgemeine Form des Produkts Ware zu sein, und je mehr sie sich entwickelt, desto mehr gehn alle Produktionsingredienzen als Ware in ihren Prozess ein
[4*]
.

Anmerkungen des Verfassers

Sieh das
französische Werk
, das about 1752, wo behauptet, dass vor ... Weizen nur als Handelsartikel in Frankreich betrachtet worden sei.

Anmerkungen der Herausgeber

[1*]
[Im Manuskript:] ad 3) [Sieh. S. 4, unsere Note.
D. Red.
]

[2*]
[ δυνάμει = der Möglichkeit nach.
D. Red.
]

[3*]
[Mit diesem Satz bricht im Manuskript der Text des VI. Kapitels ab.
D. Red.
]

[4*]
[Nach der Ueberschrift der beiden vorigen Absätze, machte Marx den Vermerk:] (
Cf. p. 444
) [Dementsprechend plazieren wir den Text des vorstehenden Absatzes, der auf der Seite 444 des Manuskripts durch mehrfache Einklammerung hervorgehoben ist, an diese Stelle.
D. Red.
]

[Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses - Teil 6]

Karl Marx

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

[III]
[1*]
Waren als Produkt des Kapitals

Die

Ware
, als die elementarische Form des bürgerlichen
Reichtums, war unser Ausgangspunkt, die Voraussetzung für die
Entstehung des Kapitals. Andrerseits erscheinen
Waren

jetzt als das
Produkt des Kapitals
.

Dieser
Zirkellauf unsrer Darstellung entspricht sowohl der

historischen Entwicklung
des Kapitals, für welche ein

Warenaustausch, Warenhandel
eine der
Entstehungsbedingungen bildet, die sich selbst aber auf der
Grundlage verschiedener Produktionsstufen bildet, denen allen
gemein ist, dass in ihnen die kapitalistische Produktion noch gar
nicht oder nur noch sporadisch existiert. Andrerseits ist der
entwickelte Warenaustausch und die
Form der Ware
als
allgemein notwendige gesellschaftliche Form des Produkts selbst
erst das
Resultat der kapitalistischen
Produktionsweise
.

Betrachten
wir andrerseits die Gesellschaften
entwickelter
kapitalistischer Produktion
, so erscheint in ihnen die Ware
sowohl als die beständige elementarische
<Existenzbedingung> Voraussetzung des Kapitals wie
andrerseits als das unmittelbare Resultat des kapitalistischen
Produktionsprozesses.

Ware und Geld
sind beide elementarische Voraussetzungen des Kapitals, entwickeln
sich aber erst zu Kapital unter gewissen Bedingungen.
Kapitalbildung kann nicht stattfinden, ausser auf Grundlage der
Warenzirkulation (welche Geldzirkulation einschliesst), also auf
einer schon gegebenen, zu einem gewissen Umfang gediehenen Stufe
des Handels, während umgekehrt Warenproduktion und
Warenzirkulation zu ihrem Dasein keineswegs die kapitalistische
Produktionsweise voraussetzen, vielmehr, wie ich früher schon
auseinandergesetzt

, auch „vorbürgerlichen
Gesellschaftsformen angehört“. Sie sind
historische
Voraussetzung
der kapitalistischen Produktionsweise.
Andrerseits aber wird die Ware erst die
allgemeine Form des
Produkts
, muss alles Produkt die Form der Ware annehmen,
ergreifen Kauf und Verkauf nicht nur den Ueberfluss der Produktion,
sondern ihre Substanz selbst, und treten die verschiedenen
Produktionsbedingungen selbst umfassend als
Waren
auf, die
aus der Zirkulation in den Produktionsprozess eingehn, nur auf
Grundlage der kapitalistischen Produktion. Wenn die
Ware

daher einerseits als Voraussetzung der Kapitalbildung,
erscheint

andrerseits die
Ware
, soweit sie

allgemeine elementarische Form des Produkts
ist,
wesentlich als das Produkt und Resultat des kapitalistischen
Produktionsprozesses. Produkte nehmen auf früheren
Produktionsstufen
teilweise
die Form der Ware an. Das
Kapital dagegen produziert sein Produkt notwendig als Ware

. Im Mass der Entwicklung der
kapitalistischen Produktion, id est des Kapitals, realisieren sich
daher auch die allgemeinen über die Ware entwickelten Gesetze,
z. B. die den Wert betreffenden, in der verschiedenen Form der
Geldzirkulation.

Es zeigt sich
hier, wie selbst früheren Produktionsepochen angehörige
ökonomische Kategorien auf Grundlage der kapitalistischen
Produktionsweise einen spezifisch verschiedenen, historischen
Charakter erhalten.

Die
Verwandlung des Geldes, das selbst nur verwandelte Form der Ware,
in Kapital findet nur statt, sobald das Arbeitsvermögen in
eine Ware für den Arbeiter selbst verwandelt ist, die
Kategorie des Warenhandels sich also einer früher von ihr
ausgeschlossenen oder nur sporadisch in ihr eingeschlossenen
Sphäre schon bemächtigt hat. Nur sobald die arbeitende
Bevölkerung aufgehört hat, entweder selbst zu den

objektiven
Arbeitsbedingungen noch zu gehören oder
selbst noch als Warenproduzent auf den Markt zu treten, statt des
Produkts ihrer Arbeit vielmehr ihre Arbeit selbst oder genauer ihr
Arbeitsvermögen verkauft, wird die Produktion ihrem ganzen
Umfang, ihrer ganzen Tiefe und Breite nach

Warenproduktion
, verwandelt sich alles Produkt in Ware und
treten die gegenständlichen Bedingungen jeder einzelnen
Produktionssphäre selbst als Ware in sie ein. Nur auf
Grundlage der kapitalistischen Produktion wird die Ware in der Tat
die
allgemeine elementarische Form des Reichtums
. Hat sich
das Kapital z. B. noch nicht der Agrikultur bemächtigt, so wird
ein grosser Teil des Produkts noch unmittelbar als
Subsistenzmittel, nicht als Ware produziert werden; ein grosser
Teil der Arbeiterbevölkerung wird noch nicht in Lohnarbeiter
und ein grosser Teil der Arbeitsbedingungen noch nicht in Kapital
verwandelt sein. Es ist hierin eingeschlossen, dass die entwickelte
Teilung der Arbeit, wie sie
zufällig
im Innern der
Gesellschaft erscheint, und die kapitalistische Teilung der Arbeit
im Innern des Ateliers, einander wechselseitig bedingen und
produzieren. Denn
Ware
als notwendige Form des Produkts
und daher die Entäusserung des Produkts als notwendige Form
seiner Aneignung, unterstellt völlig entwickelte
Teilung
der gesellschaftlichen Arbeit
, während andrerseits nur
auf Grundlage der kapitalistischen Produktion, also auch der

kapitalistischen Teilung der Arbeit
im Innern des
Ateliers, alles Produkt notwendig

die Form der Ware annimmt und alle
Produzenten daher notwendig Warenproduzenten sind. Mit der
kapitalistischen Produktion ist daher auch erst allgemein der
Gebrauchswert durch den Tauschwert vermittelt.

Drei
Punkte
.

1) Die
kapitalistische Produktion macht erst Ware zur allgemeinen Form
aller Produkte.

2)
Warenproduktion führt notwendig zur kapitalistischen
Produktion, sobald der Arbeiter aufgehört hat Teil der
Produktionsbedingungen zu sein (Sklaverei, Leibeigenschaft) oder
die Basis nicht naturwüchsiges Gemeinwesen bleibt (Indien).
Von dem Moment an, wo die Arbeitskraft selbst allgemein zur Ware
wird.

3) Die
kapitalistische Produktion hebt die Basis der Warenproduktion auf,
die vereinzelte unabhängige Produktion und den Austausch der
Besitzer von Waren oder den Austausch von Aequivalenten. Der
Austausch von Kapital und Arbeitskraft wird formell:

Auf diesem
Standpunkt wird es auch ganz gleichgültig, in welcher Form die
Produktionsbedingungen selbst in den Arbeitsprozess eintreten, ob
sie wie z. B. ein Teil des konstanten Kapitals, Maschinerie usw.,
nur ihren Wert allmählich an das Produkt abgeben oder wie das
Rohmaterial materiell in es aufgehn; ob ein Teil des Produkts, wie
z. B. der Samen in der Agrikultur, direkt wieder von Produzenten
selbst als Arbeitsmittel vernutzt oder ob er erst vorher verkauft
und dann von neuem in ein Arbeitsmittel verwandelt wird. Alle
produzierten Arbeitsmittel funktionieren, abgesehen von ihrem
Dienst als Gebrauchswerte im Produktionsprozess, jetzt zugleich als
Elemente des
Verwertungsprozesses
. Soweit sie nicht in
wirkliches Geld, werden sie in Rechengeld verwandelt, werden sie
als Tauschwerte behandelt und, wird das Wertelement, das sie dem
Produkt in einer oder der anderen Weise zusetzen, genau berechnet.
Im selben Masse z. B. wie die Agrikultur ein kapitalistisch
betriebener Industriezweig wird, – die kapitalistische
Produktion ihren Sitz auf dem Lande aufschlägt – im
selben Masse, wie die Agrikultur für den Markt produziert,

Waren
produziert, Artikel für den Verkauf und nicht
die eigene unmittelbare Konsumtion, – am selben Masse
berechnet sie ihre Auslagen, behandelt jedes item derselben als
Ware, (ob sie es nun von einem Dritten, oder von sich selbst, der

Produktion
, kauft), und daher, soweit die Ware als
selbständiger Tauschwert behandelt wird, als
Geld
. Da
also Weizen, Heu, Vieh, Samen aller Art usw., als Waren

verkauft
werden – und sie ohne den Verkauf
überhaupt nicht als Produkte gelten – gehn sie auch
als

Waren
, resp. als Geld in die Produktion ein. In
demselben Masse wie die
Produkte
, werden natürlich
auch die
Produktionsbedingungen, die Elemente der Produkte

– die mit jenen Produkten identische Dinge sind – zu

Waren
und, soweit der Verwertungsprozess in Betracht
kömmt, werden sie in der selbständigen Form des
Tauschwerts, als
Geldgrössen
verrechnet. Der
unmittelbare Produktionsprozess ist hier beständig untrennbar

Arbeitsprozess und Verwertungsprozess
, wie das Produkt

Einheit von Gebrauchswert und Tauschwert
, d. h.

Ware
. Von diesem Formellen abgesehn: In demselben Masse
entwickelt sich, dass der farmer z. B. seine
Auslagen
kauft
, entwickelt sich also Samenhandel, Düngerhandel,
Handel mit Zuchtvieh etc. – während er seine Einnahmen

verkauft
; dass also für den einzelnen farmer diese
Produktionsbedingungen auch aktuell aus der Zirkulation in seinen
Produktionsprozess eingehn, die Zirkulation faktisch zur
Voraussetzung seiner Produktion wird, indem sie

[2*]

mehr und mehr wirklich
gekaufte

(oder
kaufbare
) Waren sind. Waren sind sie schon ohnehin
für ihn als Artikel, Arbeitsmittel, die zugleich

Wertteile
seines Kapitals bilden. (Er berechnet sie daher
als an sich
qua Produzent
verkauft, wenn er sie in natura
der Produktion zurückgibt.) Und zwar entwickelt sich dies in
demselben Verhältnis, wie sich die kapitalistische
Produktionsweise der Agrikultur entwickelt, sie also mehr und mehr
fabrikmässig betrieben wird.

Die Ware als

allgemein notwendige Form des Produkts
, als spezifische
Eigentümlichkeit der kapitalistischen Produktionsweise, zeigt
sich handgreiflich in der mit der Entwicklung der kapitalistischen
Produktion herbeigeführten Produktion auf grosser
Stufenleiter, der Einseitigkeit und
Massenhaftigkeit des
Produkts
, die ihm einen gesellschaftlichen und an die
gesellschaftlichen Zusammenhänge streng gebundenen Charakter
aufzwingt, dagegen seine unmittelbare Beziehung als Gebrauchswert
zur Befriedigung des Bedürfnisses des Produzenten, als etwas
ganz zufälliges, gleichgültiges und unwesentliches
erscheinen lässt. Dies Massenprodukt muss als Tauschwert
realisiert werden, die Metamorphose der Ware durchlaufen, nicht nur
als eine Notwendigkeit für die Subsistenz des Produzenten, der
als Kapitalist produziert, sondern als Notwendigkeit für die
Erneuerung und Kontinuität des Produktionsprozesses selbst. Es
fällt daher auch dem Handel anheim. Sein Käufer ist nicht
der unmittelbare Konsument, sondern der
Kauf-

mann, der die Metamorphose der Ware als
ein eignes Geschäft betreibt.

Endlich entwickelt das Produkt seinen
Charakter als Ware, und damit seinen Charakter als Tauschwert,
indem sich mit der kapitalistischen Produktion die Mannigfaltigkeit
der Produktionssphären, also die Sphäre der
Austauschbarkeit des Produkts beständig vervielfacht.

Die

Ware
, wie sie aus der kapitalistischen Produktion
herauskömmt, ist verschieden bestimmt von der Ware, wie von
ihr als Element, Voraussetzung der kapitalistischen Produktion
ausgegangen wird. Wir gingen aus von der einzelnen Ware als einem
selbständigen Artikel, worin sich ein bestimmtes Quantum
Arbeitszeit vergegenständlicht, und der daher einen Tauschwert
von gegebener Grösse hat.

Die Ware
erscheint jetzt doppelt weiter bestimmt:

1) Was in ihr
vergegenständlicht, von ihrem Gebrauchswert abgesehn, ist ein
bestimmtes Quantum gesellschaftlich notwendiger Arbeit, aber
während es bei der Ware als solcher durchaus unentschieden
bleibt (und in der Tat gleichgültig ist), von wem diese
Vergegenständlichte Arbeit herrührt usw., enthält
die
Ware
als
Produkt des Kapitals
zum Teil
bezahlte, zum Teil unbezahlte Arbeit. Es ist vorhin bemerkt worden,
dass dieser Ausdruck sofern nicht korrekt, als die Arbeit selbst
nicht direkt gekauft und verkauft wird. Aber in der Ware ist eine
Gesamtsumme Arbeit
vergegenständlicht
. Ein Teil
dieser vergegenständlichten Arbeit (abgesehn vom konstanten
Kapital, wofür Equivalent gezahlt) ist für das Equivalent
des Arbeitslolms eingetauscht, ein andrer Teil ist ohne Equivalent
vom Kapitalisten angeeignet. Beide Teile sind
vergegenständlicht, daher als Teile des Warenwertes vorhanden.
Und es dient als Abkürzung, den einen als bezahlte, den
anderen als unbezahlte Arbeit zu charakterisieren.

2) Die
einzelne Ware erscheint nicht nur materiell als Teil des
Gesamtprodukts des Kapitals, als ein aliquoter Teil des von ihm
produzierten lot. Wir haben überhaupt nicht mehr die einzelne
selbständige Ware, das einzelne Produkt vor uns. Nicht
einzelne Waren erscheinen als Resultat des Prozesses, sondern eine

Warenmasse
, worin sich der Wert des vorgeschossnen
Kapitals + dem Mehrwert – der angeeigneten Surplusarbeit
– reproduziert hat, und die jede einzelne: Träger des
Werts des
Kapitals
und des von ihm produzierten Mehrwerts.
Die auf einzelne Ware verwandte Arbeit, – schon wegen der
Durchschnittsberechnung, also ideellen Schätzung, die gilt
für den Teil des konstanten Kapitals, der bloss als
Déchet in den Wert des Gesamtprodukts eingeht,

wie
überhaupt für die gemeinschaftlich konsumierten
Produktionsbedingungen, wie endlich wegen der direkt
gesellschaftlichen und zur Durchschnittsarbeit vieler
kooperierenden Individuen sich ausgleichenden und geschätzten
Arbeit – gar nicht mehr zu berechnen. Sie gilt nur als
aliquoter Teil der auf sie fallenden und
ideell

geschätzten Gesamtarbeit. Bei der
Preisbestimmung
der
einzelnen Ware erscheint sie als blosser ideeller Teil des
Gesamtprodukts, worin sich das Kapital reproduziert.

3) Als
solcher, – Träger des Gesamtwerts des Kapitals +
Mehrwerts, im Unterschied von der Ware, die uns ursprünglich
selbständig erschien, – als
Produkt des
Kapitals
– in der Tat als verwandelte Form des sich nun
verwertet habenden Kapitals, zeigt sich die
Ware
jetzt in
dem
Umfang
, den
Dimensionen
des

Verkaufes
, die stattfinden müssen, damit der alte
Kapitalwert und ditto der von ihm erzeugte Mehrwert realisiert
werden, was keineswegs damit geschieht, dass die einzelnen Waren
oder ein Teil der einzelnen Waren zu ihrem Wert verkauft
werden.

Wir haben
früher gesehn, wie die Ware, um für die Zirkulation
zurecht gemacht zu werden, eine doppelte Existenzweise erhalten
muss. Sie muss dem Käufer nicht nur als ein Artikel von
bestimmten nützlichen Eigenschaften, als ein bestimmter

Gebrauchswert
, der bestimmte Bedürfnisse, sei es der
individuellen, sei es der produktiven Konsumtion befriedigt,
gegenübertreten. Ihr Tauschwert muss eine von ihrem
Gebrauchswert verschiedene und distinkte, selbständige,
obgleich ideelle
Form
erhalten haben. Sie muss als die
Einheit von Gebrauchswert und Tauschwert, aber darin zugleich als
das Gedoppelte
erscheinen
. Ihr Tauschwert erhält
diese selbständige, von ihrem Gebrauchswert. durchaus
unabhängige Form, als blosses Dasein der materialisierten
gesellschaftlichen Arbeitszeit, in ihrem
Preise
, diesem
Ausdruck, worin der Tauschwert als Tauschwert, d. h. als

Geld
ausgedrückt ist, und zwar ist er so
ausgedrückt im
Rechengeld
.

Es gibt nun
in der Tat einzelne Waren, wie z. B. Eisenbahnen, grosse
Baulichkeiten usw., die einerseits so kontinuierlicher Natur,
andrerseits solchen Umfangs sind, dass das ganze Produkt des
vorgeschossenen Kapitals als eine
einzelne
Ware erscheint.
Hier gälte also das Gesetz, das sich bei der Betrachtung der
einzelnen Ware gezeigt hat, dass ihr
Preis
nichts als ihr
in Geld ausgedrückter Wert ist. Der

Gesamtwert des
Kapitals + Mehrwert wäre in der einzelnen Ware enthalten und
im Rechengeld auszudrücken. Die Preisbestimmung einer solchen
Ware würde sich von der früher gegebenen der einzelnen
Ware nicht weiter unterscheiden, weil das
Gesamtprodukt

des Kapitals hier wirklich als
einzelne
Ware vorhanden
wäre. Es ist also unnötig weiter hierbei zu
verweilen.

Die Mehrzahl
der Waren jedoch sind diskreter Natur (und selbst die
kontinuierlichen können meist ideell als diskrete Grössen
behandelt werden), d. h. sie sind, als Massen eines gewissen
Artikels betrachtet, teilbar nach ihnen als besonderen
Gebrauchswerten gewohnheitsgemäss zukommenden

Maassen
, z. B.
a
Quarter Weizen,
b

Zentner Kaffee,
c
Ellen Leinwand,
x
Dutzend
Messer, wo die einzelne Ware selbst als Masseinheit gilt
usw.

Nun haben wir
uns zunächst nach dem
Gesamtprodukt
des Kapitals
umzusehn, welches stets als eine
einzelne
Ware, von
welchem Umfang immer und ob diskret oder kontinuierlich, betrachtet
werden kann als ein einziger Gebrauchswert, dessen Tauschwert daher
auch im
Gesamtpreis
als Ausdruck des Gesamtwerts dieses
Gesamtprodukts erscheint.

Es hat sich
bei Betrachtung des
Verwertungsprozesses
gezeigt, dass ein
Teil des vorgeschossenen konstanten Kapitals, wie Baulichkeiten,
Maschinerie usw., nur bestimmte Wertquoten, die es als
Arbeitsmittel im Arbeitsprozess verliert, an das Produkt abgibt,
dass es nie in der Form seines eignen Gebrauchswerts in das Produkt
materialiter eingeht, dass es während längerer Periode
fortfährt in dem Arbeitsprozess der Produktion der Ware zu
dienen, und dass der Wertteil, den es während einer bestimmten
Zeitperiode an das während dieser Periode hervorgebrachte
Produkt abgibt, geschätzt wird nach dem Verhältnis dieser
bestimmten Periode zur Gesamtperiode, während deren es sich
als Arbeitsmittel abnutzt, damit seinen Gesamtwert verliert und
damit seinen Gesamtwert auf das Produkt übertragen hat, so
dass, wenn es z. B. während 10 Jahren dient, nach einer
Durchschnittsrechnung, es an das Produkt eines Jahres 1/10 seines
Werts abgegeben, 1/10 seines Werts dem Jahresprodukt des Kapitals
zugesetzt hat. Soweit dieser Teil des konstanten Kapitals, nach
Abstossung einer gewissen Produktenmasse, fortfährt als
Arbeitsmittel zu dienen, und nach der obenerwähnten
Durchschnittsschätzung fortwährend einen bestimmten Wert
zu repräsentieren, geht es nicht in die Wertbildung der
abgestossenen Produktenmasse ein. Sein Gesamtwert ist
überhaupt nur bestimmend für den

Wert der
abgestossenen Produktenmasse, der Produktenmasse, zu deren
Produktion es bereits gedient hat, soweit der während einer
bestimmten Zeitperiode von ihm abgegebene Wert als aliquoter Teil
seines Gesamtwerts abgeschätzt ist, bestimmt ist durch das
Verhältnis der Zeitperiode, worin es gedient hat und einen
Teil seines Werts abgibt, zur Gesamtzeitperiode, während deren
es dient und seinen Gesamtwert an das Produkt abgibt. Im Uebrigen
kommt sein noch fortexistierender Wert für die
Wertschätzung der bereits abgestossenen Warenmasse nicht in
Betracht. Er kann also mit Bezug auf dieselbe gleich Null gesetzt
werden. Oder was auf dasselbe herauskommt, für den
vorliegenden Zweck kann die Sache der Vereinfachung halber so
betrachtet werden, als ob das
gesamte Kapital
, auch der
Teil seines konstanten Teils, der erst in längeren
Produktionsperioden ganz in ihr Produkt eingeht, ganz in dem von
uns zu betrachtenden Produkt des Gesamtkapitals enthalten,
aufgegangen wäre.

Nehmen wir
also an, das Gesamtprodukt sei = 1200 Ellen Leinwand. Das
vorgeschossene Kapital sei = 100 £‚ wovon 80 £
konstantes Kapital, 20 £ variables Kapital darstellen und die
Rate des Mehrwerts sei = 100%, so dass der Arbeiter die Hälfte
des Arbeitstags für sich, die andere Hälfte gratis
für den Kapitalisten arbeitet. In diesem Fall ist der
produzierte Mehrwert = 20 £ und der Gesamtwert der 1200 Ellen
= 120 £‚ wovon 80 £ vom konstanten Kapital
zugesetzter Wert, 40 £ neu zugesetzte Arbeit darstellen, wovon
die Hälfte den Arbeitslohn ersetzt, die andre Hälfte
Surplusarbeit darstellt oder Mehrwert bildet.

Da mit
Ausnahme der neu zugesetzten Arbeit die Elemente der
kapitalistischen Produktion selbst schon als Ware, also mit
bestimmten Preisen in den Produktionsprozess eingehn, so ist der
Wert, den das konstante Kapital zusetzt, schon als
Preis

gegeben, z. B. im obigen. Fall 80 £ für Flachs,
Maschinerie etc. Was aber die neuzugesetzte Arbeit betrifft, wenn
der durch die notwendigen Lebensmittel bestimmte Arbeitslohn 20
£‚ und die Mehrarbeit so gross wie die bezahlte Arbeit,
muss sie sich darstellen in einem Preis von 40 £‚ da der
Wert, worin sich die zugesetzte Arbeit darstellt, von ihrem Quantum
abhängt, keineswegs aber von den Verhältnissen, worin sie
bezahlt wird. Der Gesamtpreis der vom Kapital von 100 £
produzierten 1200 Ellen also = 120 £.

Wie nun den
Wert der einzelnen Ware, hier der Eile Leinwand bestimmen? Offenbar
indem wir den
Gesamtpreis
des Gesamtprodukts dividieren
durch die Anzahl des nach gegebenen Maassen in aliquote

Teile
geteilten, eingeteilten Produkts, den
Gesamtpreis
des
Produkts dividieren durch die
Anzahl der Maasse
, worin der

Gebrauchswert
sein Mass enthielt, also z. B. im
vorliegenden Fall 120 £/1200 Ellen; dies gibt für die
einzelne Ehe Leinwand einen Preis von 2 sh. Wird die Eile, die als
Mass der Leinwand dient, nun ferner als Masstab entwickelt, durch
Einteilung derselben in weitre aliquote Teile, so können wir
ferner den Preis der halben Eile usw., ebenso bestimmen. Der Preis
der einzelnen Ware ist so bestimmt, indem ihr Gebrauchswert als
aliquoter Teil des Gesamtprodukts und ihr Preis als entsprechender
aliquoter Teil des vom Kapital hervorgebrachten Gesamtwerts
berechnet ist.

Man hat
gesehn, dass entsprechend verschiedenen Graden in der

Produktivität
oder
Produktivkraft der Arbeit

dieselbe Arbeitszeit sich in einem sehr verschiedenen Quantum
Produkte, oder gleich grosser Tauschwert in ganz verschiedenen
Quantis von Gebrauchswerten darstellt. Nimm an, im vorliegenden
Fall vervierfache sich die Produktivität der Leinwebarbeit.
Das konstante Kapital, Flachs, Maschinerie etc., das von der in 40
£ dargestellten Arbeit bewegt wurde, war = 80 £.
Vervierfachte sich die Produktivität der Webarbeit, so wird
sie das vierfache davon in Bewegung setzen, also für 320
£ Flachs etc. Und die Ellenzahl würde sich vervierfachen,
von 1200 auf 4800 Ellen wachsen. Die neu zugesetzte Webarbeit aber
wird sich nach wie vor in 40 £ darstellen, da ihr Quantum
unverändert geblieben wäre. Der Gesamtpreis der 4800
Ellen also jetzt 360 £ und der Preis der einzelnen Eile 360
£/4800 Ellen = 1 Eile 1 1/2 sh. Der Preis der einzelnen Eile
wäre gesunken von 2 sh. oder 24 d. Auf 1 1/2 sh. oder 18 d.,
um 1/4‚ weil das in der Eile enthaltene konstante Kapital 1/4
weniger zusätzliche lebendige Arbeit bei seiner Umwandlung in
Leinwand eingesaugt hätte, oder dasselbe Quantum Webarbeit
sich auf ein grösseres Quantum Produkt verteilte. Für den
vorliegenden Zweck ist es jedoch noch besser ein Beispiel zu
nehmen, wo das vorgeschossene Gesamtkapitai
dasselbe

bleibt, aber die Produktivkraft der Arbeit infolge blosser
Naturbedingungen, z. B. Gunst oder Ungunst der Jahreszeit, [sich] in
sehr verschiedenen Quantis desselben Gebrauchswerts, z. B. Weizen
darstellt. Gesetzt das Arbeitsquantum spent upon an acre of land,
z. B. in the production of wheat, stelle sich dar in £ 7, wovon
4 £ neu zugesetzte Arbeit, 3 £ in konstantem Kapital
bereits vergegenständlichte Arbeit darstellen. Von den 4
£ sei 2 £ Arbeitslohn und 2 £ Mehrarbeit,
nach

dem vorausgesetzten Verhältnis der
Surplusarbeit/Mehrarbeit = 100 /100. Aber die crop soll vary mit
Variation der Jahreszeit.

Gesamtzahl der Qrs.
one qr
Wert oder Preis des

Gesamtprodukts

“When he has 5
he can sell about 28s.
£7

4 ½
31
ditto

4
35
"

3 ½
40
"

3
46s. 8d.
"

½
56
"

2
70
" ”

Der
Wert

oder
Preis
des Gesamtprodukts des für 1 Acre
vorgeschossenen Kapitals von 5 £ bleibt hier immer derselbe =
7 £‚ da die vorgeschossene Summe
vergegenständlichter und neu zugesetzter lebendiger Arbeit
konstant bleibt. Diese selbe Arbeit stellt sich aber in sehr
verschiedenen Quantis von Quarters dar, und das einzelne Quarter,
derselbe aliquote Teil des Gesamtprodukts, hat daher sehr
verschiedene Preise. Diese Variation in den Preisen der mit
demselben Kapital produzierten einzelnen Waren ändert aber
durchaus nichts an der Rate des Mehrwerts, an dem Verhältnis
des Mehrwerts zum variablen Kapital, oder an dem Verhältnis,
worin sich der gesamte Arbeitstag in bezahlte und unbezahlte Arbeit
teilt. Der Gesamtwert, worin sich die neu zugesetzte Arbeit
darstellt, bleibt derselbe, weil nach wie vor dasselbe Quantum
lebendiger Arbeit dem konstanten
[3*]

Kapital zugesetzt
ist und das Verhältnis des Mehrwerts zum Arbeitslohn, oder des
bezahlten zum unbezahlten Teil der Arbeit bleibt dasselbe, ob die
Eile, bei wachsender Produktivität der Arbeit, 2 oder 1/2 sh.
kostet. Was sich in Bezug auf die einzelne Eile verändert hat,
ist das Gesamtquantum Webarbeit, das ihr zugesetzt ist, aber das
Verhältnis, worin sich dies Gesamtquantum in bezahlte und
unbezahlte Arbeit teilt, bleibt dasselbe für jeden aliquoten
Teil dieses Gesamtquantums, der in der einzelnen Eile enthalten
ist, ob grösser oder kleiner. Ebenso, unter der

gegebenen
Voraussetzung, würde das Steigen des
Preises

des Quarters im
zweiten Fall mit der abnehmenden Produktivität, der Arbeit,
der Umstand, dass die neu zugesetzte Arbeit sich auf weniger
Quarters verteilt, ein grösseres Quantum neu zugesetzter
Arbeit daher auf das einzelne Quarter fällt, durchaus keinen
Unterschied machen an dem. Verhältnis, worin sich dieses
grössere oder kleinere Quantum Arbeit, das das einzelne
Quarter absorbiert, in bezahlte und unbezahlte Arbeit verteilt,
keinen Unterschied, weder an dem Gesamtmehrwert, den das Kapital
produziert hat, noch an dem aliquoten Teil Mehrwert, der im Wert
des einzelnen Quarters, relativ zu dem ihm überhaupt neu
zugesetzten Wert, enthalten ist. Ist unter den gegebenen
Voraussetzungen einem bestimmten Quantum Arbeitsmittel mehr
lebendige Arbeit zugesetzt, so ist ihm im selben Verhältnis
mehr bezahlte und unbezahlte Arbeit, wenn weniger, im selben
Verhältnis weniger bezahlte und weniger unbezahlte Arbeit
zugesetzt, aber das
Verhältnis
zwischen diesen beiden
Bestandteilen der neu zugesetzten Arbeit bleibt

unverändert
.

Von einzelnen
störenden Einflüssen abgesehn, deren Betrachtung für
den vorliegenden Zweck gleichgültig, ist es die Tendenz und
das Resultat der kapitalistischen Produktionsweise, die
Produktivität der Arbeit fortwährend zu steigern, daher
die Masse der mit derselben zusätzlichen Arbeit in Produkte
verwandelten Produktionsmittel fortwährend zu vermehren, die
neu zugesetze Arbeit fortwährend sozusagen über eine
grössere Produktenmasse zu verteilen und daher den

Preis
der einzelnen Ware zu senken oder die Warenpreise
überhaupt zu
verwohlfeilern
. Aber diese
Verwohlfeilerung der Warenpreise involviert an und für sich
durchaus keinen Wechsel weder in der Masse des von demselben
variablen Kapital produzierten Mehrwerts, noch in der in der
einzelnen Ware enthaltenen proportionellen Teilung der neu
zugesetzten Arbeit in bezahlte und unbezahlte, oder der in der
einzelnen Ware realisierten Rate des Mehrwerts. Wenn ein bestimmtes
Quantum Flachs, Spindel etc. zu ihrer Verwandlung in eine Eile
Leinwand weniger Webarbeit absorbiert, so ändert dies durchaus
nichts an dem Verhältnis, worin sich diese grössere oder
geringere Webarbeit in bezahlte und unbezahlte teilt. Das

absolute Quantum
der einem bestimmten Quantum bereits
vergegenständlichter Arbeit neu zugesetzten lebendigen Arbeit
ändert nichts an dem
Verhältnis
, worin sich dies
für die einzelne Ware variierende grössere oder kleinere
Quantum in bezahlte und unbezahlte Arbeit teilt. Trotz der aus
einer Variation in der Produktivkraft der Arbeit entspringenden
Variation in den Warenpreisen, resp. einer Senkung dieser
Warenpreise und Verwohlfeilerung der Ware,

kann also das
Verhältnis bezahlter und unbezahlter Arbeit, überhaupt
die vom Kapital realisierte Rate des Mehrwerts
konstant

bleiben. Würde keine Variation in der Produktivkraft der den
Arbeitsmitteln neu zugesetzten Arbeit eintreten, sondern in der
Produktivikraft der Arbeit, die die Arbeitsmittel schafft, deren
Preis daher steigen oder fallen würde, so ist es ebenfalls
klar, dass die so bewirkte Varation in den
Warenpreisen

die konstante Teilung der in denselben enthaltenen
zusätzlichen lebendigen Arbeit in bezahlte und unbezahlte
nicht alterieren würde.

Umgekehrt. Wenn

Variation in den Warenpreisen
eine konstante Rate des
Mehrwerts, eine konstante Teilung der zusätzlichen Arbeit in
bezahlte und unbezahlte nicht ausschliesst, so schliesst

Konstanz
der
Warenpreise
eine Variation in der
Rate des Mehrwerts, einen Wechsel in der proportionellen Teilung
der neu zugesetzten Arbeit in bezahlte und unbezahlte nicht aus.
Wir wollen zur Vereinfachung der Sache annehmen, dass in dem
Arbeitszweig, wovon die Rede, keine
Variation in der
Produktivkraft aller in ihr enthaltenen Arbeit
also z. B. im
obigen Fall keine Variation in der Produktivität der Webarbeit
eintrete oder der Arbeit eintrete, die Flachs, Spindeln usw.
liefere. Nach der obigen Annahme werden 80 £ in konstantem
Kapital, 20 £ in variablem ausgelegt. Diese 20 £ sollen
20 Tage (Wochentage z. B.) von 20 Webern darstellen. Nach der
Voraussetzung produzierten sie 40 £‚ arbeiteten also
halben Tag für sich, halben Tag für den Kapitalisten.
Aber ferner gesetzt der Arbeitstag sei = 10 Stunden gewesen und
werde nun auf 12 verlängert, sodass die Surplusarbeit um 2
Stunden per Mann vermehrt würde. Der Gesamtarbeitstag
wäre um 1/5 gewachsen, von 10 Stunden auf 12. Da 10 : 12 = 16
2/3, wären 16 2/3 Weber jetzt nur noch nötig, um dasselbe
konstante Kapital von 80 £ in Bewegung zu setzen, daher 1200
Ellen Leinwand zu produzieren. (Denn 20 Mann, die 10 Stunden
arbeiten, arbeiten 200, und 16 2/3, die 12 Stunden arbeiten,
arbeiten auch 200). Oder lassen wir nach wie vor die 20 Arbeiter,
so werden sie jetzt statt 200 Stunden — 240 Stunden Arbeit
zusetzen. Und da der Wert von 200 Stunden täglich per Woche
sich in 40 £‚ würde der von 240 Stunden
täglich per Woche sich in 48 £ ausdrücken. Da aber
die Produktivkraft der Arbeit etc. dasselbe geblieben und da auf 40
£ 80 £ konstantes Kapital käme, würden auf 48
£ 96 £ konstantes Kapital kommen. Das vorgelegte Kapital
betrüge also 116 £ und der von ihm produzierte Warenwert
= 148 £. Da aber 120 £ = 1200 Ellen, sind 128 £ =
1280 Ellen. Die Elle würde also kosten: 128/1280 = 1/10 £
= 2 sh. Der Preis der einzelnen Eile wäre unverändert,
weil sie nach

wie vor dasselbe Gesamtquantum in den Arbeitsmitteln
vergegenständlichter und neu zugesetzter Webarbeit gekostet
hätte. Aber der in jeder Eile enthaltene Mehrwert wäre
gewachsen. Früher kam auf 1200 Ellen 20 £ Mehrwert, also
auf 1 Elle 20 £/1200 = 2/120 = 1/60 £ = 1/3 sh. = 4 d.
Jetzt kommt auf 1280 Ellen 28 £, [auf 1 Elle]
[4*]

5 1/3 d., da 5 1/3
d. * 1280 = 28 £‚ welches die wirkliche Summe des in den
1280 Ellen enthaltenen Mehrwerts. Ebenso sind die zusätzlichen
8 £ Mehrwert = 80 Ellen (à 2 sh. per Elle) und in der Tat
ist die Ellenzahl gewachsen von 1200 auf 1280 Ellen.

Der

Warenpreis
bleibt hier derselbe; die Produktivkraft der
Arbeit bleibt dieselbe. Das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital
bleibt dasselbe. Nichts desto weniger steigt die Summe des
Mehrwerts von 20 auf 28 oder um 8, welches das 2 1/2 oder 5/2 von
20 ist; da 8 * 5/2 = 40/2 = 20‚ also um 40%. Dies ist die
Prozentzahl, worum der Gesamtmehrwert gewachsen ist. Was aber die

Rate des Mehrwerts
anbetrifft, so war sie
ursprünglich 100% und ist jetzt 140%.

Diese Sauzahlen
können später berichtigt werden. Einstweilen genügt
es, dass bei
konstanten Warenpreisen
der Mehrwert
wächst, weil dasselbe variable Kapital mehr Arbeit in Bewegung
setzt, und daher nicht nur mehr Waren von demselben
Preis

produziert, sondern mehr Waren, worin
mehr
unbezahlte
Arbeit enthalten ist.

Die richtige
Rechnung

ist gezeigt in
folgender Gegeneinandarstellung, wozu noch folgendes
vorherzuschicken:

Wenn 20 v
ursprünglich = 20 zehnstündigen Tagen (die man als
Wochentage mit 6 multiplizieren kann, ändert an der Sache
nichts) und der Arbeitstag = 10 Stunden, so diese Gesamtarbeit =
200 Stunden.

Wird der Tag von 10
auf 12 Stunden verlängert (und die Mehrarbeit von 5 auf 7), so
die Gesamtarbeit der 20 = 240 Stunden.

Stellt sich 200
Stunden Arbeit in 40 £ dar, so 240 in 48 £.

Setzen 200 Stunden
konstantes Kapital von 80£ in Bewegung, so 240 eins von 96
£.

Produzieren 200
Stunden 1200 Ellen, so 240 Stunden dagegen 1440 Ellen.

Und nun die
folgende Gegenüberstellung:

c

v

m

Wert des

Gesamt-

produkts

Rate des

Mehr-

werts

Summe

des

Mehrwerts

Ellen

Preis

der

Elle

Quantum

Webarbeit

per Elle

Surplus-

arbeit

Rate der

Surplus-

arbeit

I)

£80

£20

£20

£120

100%

20

1,200

2s.

8d.

4d.

4 : 4 = 100%

II)

96

£20

£28

£144

140%

28

1,440

2s.

8d.

4⅔d.

4⅔ : 3⅓ = 140%

5 : 7 = die Stundenzahl ist von 5 auf 7 gestiegen.

Infolge der
Erhöhung des
absoluten Mehrwerts
, id est durch die
Verlängerung des Arbeitstags, hat sich das Verhältnis im
Gesamtquantum der angewandten Arbeit von 5 : 5 auf 7 : 5, von 100
auf 140% gesteigert und dieses Verhältnis zeigt sich ditto in
der
einzelnen
Eile. Die Gesamtmasse des Mehrwerts aber ist
bestimmt durch die
Anzahl
der Arbeiter, die zu dieser
gesteigerten Rate angewandt. Wären diese infolge des
verlängerten Arbeitstags vermindert – nur dasselbe
Quantum Arbeit wie vorher, also wegen des verlängerten
Arbeitstags verminderte Anzahl von Arbeitern angewandt worden, so
wäre die Steigerung der Rate des Mehrwerts
dieselbe

geblieben, aber nicht die seiner absoluten Summe.

Nehmen wir
nun umgekehrt an, dass der
Arbeitstag derselbe
bliebe = 10
Stunden, dass aber infolge einer
Vermehrung in der
Produktivität der Arbeit
, weder im konstanten Kapital,
das die Webarbeit anwendet, noch in der Webarbeit selbst, sondern
in anderen Industriezweigen, deren Produkte in den Arbeitslohn
eingehn, die notwendige Arbeit von 5 auf 4 Stunden reduziert
würde, so dass die Arbeiter jetzt 6 Stunden statt 5 für
den Kapitalisten und 4 statt 5 für sich arbeiten. Das
Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen war 5 : 5 =
100 : 100, 100%, es ist jetzt 6 : 4 = 150 : 100 = 150%.

Nach wie vor
20 Mann zu 10 Stunden verwandt = 200 Stunden; setzen nach wie vor
dasselbe konstante Kapital von 80 £ in Bewegung. Der Wert des
Gesamtprodukts nach wie vor 120 £‚ die Ellenzahl = 1200,
der Preis der Elle = 2 sh. Da sich überhaupt nichts in den
Produktionspreisen verändert hat. Das Gesamtprodukt (Wert
nach) von 1 war = 2 £‚ und von 20 = 40. Wenn aber 5
Stunden per Tag die Woche = 20, so 4 = 16, womit er jetzt dieselbe
Masse Lebensmittel

wie früher kauft. D[as] in Zahlung
der 20, die nur noch 4 Stunden notwendiger Arbeit verrichten = 16
£ statt früher 20. Das variable Kapital von 20 auf 16
gefallen, setzt aber nach wie vor dasselbe Quantum absoluter Arbeit
in Bewegung. Aber dies Quantum verteilt sich anders. Früher
war 1/2 bezahlt, 1/2 unbezahlt. Jetzt ist von 10 Stunden 4 bezahlt
und 6 nicht bezahlt, also 2/5 bezahlt und 3/5 nicht bezahlt; oder
statt des Verhältnisses von 5 : 5, das von 6 : 4, so statt
einer Rate des Surpluswerts von 100% eine von 150. Um 50% gestiegen
die Rate des Mehrwerts. Auf die Elle käme 3 1/5 d. bezahlte
und 4 4/5 d. unbezahlte Webarbeit; dies ist 24/5 : 16/5 oder 24 :
16, wie oben. Wir hätten daher:

c

v

m

Wert des

Gesamt-

produkts

Rate des

Mehr-

werts

Summe

des

Mehrwerts

Ellen

Preis

per

Elle

Quantum

Webarbeit

per Elle

Surplus-

arbeit

Rate der

Surplus-

arbeit

III)

80

16

24

£120

150%

24

1,200

2s.

8d.

4 4/5 d.

4 4/5 :3 1/5 =

24:16 = 150%

Man bemerkt
hier, dass die Summe des Mehrwerts nur 24 statt 28 wie in II. Wenn
aber in III dasselbe variable Kapital von 20 ausgelegt, so
wäre das
Gesamtquantum
der angewandten Arbeit
gestiegen, da es dasselbe bleibt, wenn ein variables Kapital von 16
ausgelegt. Es wäre also, da 20 um 1/4 mehr als 16, um 1/4
gestiegen.
Das Gesamtquantum der angewandten Arbeit wäre
gestiegen, nicht nur das Verhältnis der Surplusarbeit zur
bezahlten.
Da 16 bei dieser neuen Rate liefert 40
£‚ so 20 liefert 50, wovon
30
Mehrwert. Wenn
40 £ = 200 Stunden, wären 50 = 250 Stunden. Und wenn 200
in Bewegung setzten 80 c, so 250 Stunden 100 c. Wenn endlich 200
Stunden 1200 Ellen produzieren, so 250 Stunden 1500 Ellen. Die
Rechnung wäre also die:

c

v

m

Gesamt-

Wert

Rate des

Mehr-

werts

Summe

des

Mehrwerts

Ellen

Preis

per

Elle

Quantum

Webarbeit

Surplus-

arbeit

Rate der

Surplus-

Arbeit

IIIa)

100

20

30

150

150%

30

1,500

2s.

8d.

4 4/5d.

150%

Es ist dies überhaupt zu merken, dass
wenn infolge des Sinkens des Arbeitslohnes (Folge hier der
vermehrten Produktivkraft)
weniger variables Kapital

nötig ist, um dasselbe Quantum Arbeit anzuwenden, also

dasselbe Quantum Arbeit mit grösserem
Vorteil
für das Kapital anzuwenden, indem der bezahlte Teil desselben
Quantums fällt gegen den unbezahlten, dagegen, wenn der
Kapitalist fortfährt
dieselbe
Masse
variables
Kapital
auszulegen, er doppelt gewinnt, weil er nicht nur auf
dasselbe Gesamtquantum eine
erhöhte Rate des
Mehrwerts
, sondern dann zu
dieser erhöhten Rate des
Mehrwerts
ein
grössres Quantum Arbeit
ausbeutet,
although his variable capital has not increased in
magnitude.

Es hat sich
also gezeigt:

1) bei

wechselnden Warenpreisen
kann die Rate und Masse des
Mehrwerts
konstant bleiben; und

2) bei

konstanten Warenpreisen
kann die Rate und Masse des
Mehrwerts
variieren
.

Die
Warenpreise überhaupt, wie dies entwickelt bei Betrachtung der
Produktion des Mehrwerts, influenzieren ihn nur, soweit sie in die
Reproduktionskosten des Arbeitsvermögens eingehn und daher
seinen eignen Wert affizieren; eine Affektion, die in kürzeren
Perioden durch entgegenstehende Einflüsse paralysiert sein
kann.

Aus 1) folgt,
dass das aus der Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit
entspringende Sinken der Warenpreise, Verwohlfeilerung der Waren
– abgesehn von dem Teil der Waren, die durch ihre
Verwohlfeilerung das Arbeitsvermögen selbst verwohlfeilern
(wie ihre Verteuerung es umgekehrt verteuert) – zwar
einschliesst, dass weniger Arbeit in den einzelnen Waren
materialisiert ist oder dieselbe Arbeit sich in einer
grösseren Warenmasse darstellt, weswegen ein geringerer
aliquoter Teil derselben auf die einzelne Ware fällt,
schliesst aber an und für sich nicht ein, dass die

proportionelle Teilung
der in jeder einzelnen Ware
enthaltenen Arbeit zwischen
bezahlter
und

unbezahlter
wechselt. Die entwickelten zwei Gesetze gelten
allgemein für alle Waren, also auch für die, die nicht in
die Reproduktion des Arbeitsvermögens direkt oder indirekt
eingehn, deren Verwohlfeilerung oder Verteuerung also
gleichgültig für die Bestimmung des
Werts
des
Arbeitsvermögens selbst.

Aus 2) folgt
– (sieh ad III und IIIa) – dass obgleich die

Warenpreise
dieselben bleiben, und die Produktivkraft der
lebendigen Arbeit dieselbe bleibt, die unmittelbar in dem
Produktionszweig angewandt wird, deren Resultat diese Ware –

Rate und Masse des Mehrwerts

steigen können. (Es hätte
ebenso entwickelt werden können das
Umgekehrte
, dass
sie sinken können, wenn entweder der Gesamtarbeitstag
verkürzt oder durch Verteuerung andrer Waren die

notwendige Arbeitszeit
bei gleichbleibendem Arbeitstag
wächst.) Es ist dies der Fall, weil ein
variables Kapital
von gegebener Grösse
sehr
ungleiche
Quanta

Arbeit von gegebener Produktivkraft
anwenden kann (und die
Warenpreise bleiben dieselben, solange die Produktivkraft der
Arbeit sich nicht ändert) oder
variables Kapital von
variierender Grösse gleiche
Quanta Arbeit von gegebener
Produktivkraft anwendet. Kurz, ein variables Kapital von bestimmter
Wertgrösse setzt keineswegs stete dieselben Quanta lebendiger
Arbeit in Bewegung und, soweit es daher als blosses Symbol für
die Quanta Arbeit betrachtet wird, die es in Bewegung setzt, ist
[es] ein Symbol von
variabler Grösse
.

Diese letzte
Bemerkung – (ad 2) und das Gesetz 2)) zeigt, wie die Ware als

Produkt des Kapitals
, als
aliquoter Bestandteil des
Kapitals
, als Träger des Kapitals, das sich verwertet hat
und daher einen aliquoten Teil des vom Kapital geschaffenen
Mehrwerts in sich enthält, anders betrachtet werden muss, als
wir früher beim Beginn unserer Entwicklung der einzelnen
selbständigen Ware betrachtet haben.

(Wenn wir von
Warenpreisen sprechen, so hier immer unterstellt, dass der

Gesamtpreis
der vom Kapital produzierten Warenmasse = dem

Gesamtwert
dieser Masse und daher der
Preis
des
aliquoten Teils der einzelnen Ware = dem aliquoten Teil jenes
Gesamtwerts.
Preis
hier überhaupt nur der
Geldausdruck von
Wert
. Von den Werten verschiedene Preise
kommen überhaupt bisher in unserer Entwicklung noch nicht
vor).

Die
einzelne Ware
–
als Produkt des Kapitals, in der Tat als Elementarteil des
reproduzierten und verwerteten Kapitals – zeigt ihren
Unterschied von der einzelnen Ware, von der wir als Voraussetzung
der Kapitalbildung ausgingen, von der selbständig betrachteten
Ware, auch darin, – ausser dem bisher betrachteten, die
Preisbestimmung betreffenden Punkte -, dass wenn die Ware zu ihrem
Preis verkauft wird, der
Wert
des zu ihrer Produktion
vorgeschossenen Kapitals, und noch minder der, in [dem] von diesem
Kapital geschaffenen
Mehrwert
realisiert ist. Ja als
blosser Träger des Kapitals, nicht nur materiell, als Teils
des Gebrauchswerts, woraus das Kapital besteht, sondern als
Träger des Werts, woraus das Kapital besteht –
können Waren zu dem ihrem Wert entsprechenden Preis verkauft
werden und dennoch
unter
ihrem Wert als
Produkt des
Kapitals
verkauft sein und

als
Bestandteile des Gesamtprodukts,
worin nun das sich verwertet habende Kapital zunächst
existiert.

In unserem
obigen Beispiel reproduzierte sich ein Kapital von 100 £ in
1200 Ellen Leinwand, vom Preis von 120 £. Nach früher
gegebener Auseinandersetzung können wir, da wir hatten 80 c,
20 v, 20 m die Sache so darstellen, dass die 80 £ konstantes
Kapital dargestellt sind in 800 Ellen oder 2/3 des Gesamtprodukts;
20£ variables Kapital oder Arbeitslohn in 200 Ellen oder 1/6
des Gesamtprodukts und 20 £ Mehrwert ditto in 200 Ellen oder
einem zweiten 1/6 des Gesamtprodukts. Werden nun nicht 1 Eile,
sondern z. B. 800 verkauft zu ihrem Preise = 80£ und
wären die zwei anderen Teile unverkaufbar, so wäre selbst
von dem ursprünglichen Kapitalwert 100 nur 4/5 reproduziert.
Als Träger des Gesamtkapitals, d. h. als einziges
aktuelles
Produkt
des Gesamtkapitals von 100, wären die 800 Ellen
unter ihrem Wert verkauft, und zwar 1/3 unter ihrem Wert, da der
Wert des Gesamtprodukts = 120 und 80 nur = 2/3 des Gesamtprodukts,
das fehlende Wertquantum 40 aber gleich dem andern Dritteil dieses
Produkts. Diese 800 Eilen könnten auch, für sich
betrachtet,
über
ihrem Wert verkauft werden und
wären doch als Träger des Gesamtkapitals
zu

ihrem Wert verkauft, z. B. wenn sie selbst zu 90, die übrigen
400 Ellen aber zu nur 30 £ verkauft würden. Wir wollen
aber vom Verkauf einzelner Portionen der Warenmasse

über
oder
unter
ihrem Wert ganz absehn, da
nach der Voraussetzung die Waren überhaupt
zu
ihrem
Wert verkauft werden.

Es handelt
sich hier nicht nur darum, wie bei der selbständigen Ware,
dass sie zu ihrem Wert, sondern dass sie als Träger des zu
ihrer Produktion vorgeschossenen Kapitals und daher als

aliquoter Teil des Gesamtprodukts des Kapitals
zu ihrem
Werte (Preise) verkauft wird. Werden von diesem Gesamtprodukt, 4200
Ellen = 120 £‚ nur 800 verkauft, so stellen diese 800
nicht 2/3 aliquote Teile des Gesamtwerts, sondern den ganzen
Gesamtwert vor, und repräsentieren also einen Wert von 120 und
nicht von 80 und die einzelne Ware nicht = 80/800 = 8/80 = 4/40 =
2/20 £ = 2 sh. 8 d., sondern 120/800 = 12/80 = 3/20 = 3 sh.
Danach wäre die einzelne Ware um 50% zu teuer verkauft,
würde sie zu 3 sh. statt zu zwei verkauft. Als aliquoter Teil
des produzierten Gesamtwerts muss die einzelne Ware zu ihrem Preis
verkauft werden

und daher als
aliquoter Teil
des
verkauften Gesamtprodukts. Sie muss verkauft werden nicht als
selbständige Ware, sondern z. B. 1/1200 des Gesamtprodukts,
daher als Ergänzung zu den übrigen 1199/1200. Es kommt
darauf an, dass die einzelne Ware zu ihrem Preis * mit der

Anzahl
, welche den Nenner ihrer als aliquoten Teils
bildet, verkauft wird.

(Es ergibt
sich hier schon von selbst, dass da mit der
Entwicklung der
kapitalistischen Produktion
und der ihr entsprechenden
Verwohlfeilerung der Ware
ihre Masse
wächst, die

Anzahl
Waren, die verkauft werden müssen,

wächst
, also beständige
Ausdehnung des
Markts
nötig ist, ein Bedürfnis für die
kapitalistische Produktionweise. Doch gehört this point better
to the subsequent book). (Es ergibt sich daraus auch, warum, wenn
der Kapitalist z. B. 1200 Ellen zu 2 sh., er 1300 nicht zu diesem
Preise liefern könnte. Weil die zusätzlichen 100
vielleicht Vorkehrungen im konstanten Kapital etc. erheischen
würden, die für eine Zusätzliche Produktion von 1200
Ellen, aber nicht für die von 100 jenen Preis abwerfen
würden Usw.).

Man sieht hieraus, wie die Ware, als
Produkt des Kapitals

sich unterscheidet von der
einzelnen Ware, selbständig
behandelt
, und wird sich dieser Unterschied mehr und mehr
zeigen und mehr und mehr auch die Reale Preisbestimmung der Ware
usw. affizieren, je weiter wir den kapitalistischen Produktions-
und Zirkulationsprozess verfolgt haben werden.

Der Punkt,
worauf ich hier aber noch speziell aufmerksam machen will,
der:

Man hat in
Ch. II, 3, dieses Ersten Buchs gesehn, wie die verschiedenen
Wertteile des Produkts des Kapitals – Wert des konstanten
Kapitals, Wert des variablen Kapitals und Mehrwert –
einerseits in ihren
proportionellen Teilen
sich in jeder
einzelnen Ware als aliquotem Teil des produzierten

Gesamtgebrauchswerts
und als aliquotem Teil des

produzierten Gesamtwerts
dargestellt sind, sich
wiederholen; wie andrerseits das Gesamtprodukt in gewisse
Portionen, Quotiäten des produzierten Gebrauchswerts, Artikels
geteilt werden kann, wovon ein Teil nur den Wert des konstanten
Kapitals, der andre nur den des variablen, der dritte endlich nur
den des Mehrwerts darstellt. Diese beiden Darstellungen, obgleich
wie früher gezeigt,der Sache nach identisch,

widersprechen
sich in ihrer Ausdrucksweise. Denn in der
letztren Auffassung erscheinen die einzelnen Waren, die z.[B.] zu

lot
1 gehören, das bloss den Wert des konstanten
Kapitals reproduziert, so als ob sie nur vor dem
Produktionsprozesse vergegenständlichte

Arbeit
darstellten. Also z. B. die 800 Ellen = 80 £ = dem Wert des
vorgeschossenen konstanten Kapitals nur den Wert des konsumierten
Baum[woll]garns, Oels, Kohlen, Maschinerie etc., aber keinen
Wertpartikel der neu zugesetzten Webarbeit darstellen, während
doch andrerseits als
Gebrauchswert betrachtet
, jede Eile
Leinwand ausser dem in ihr enthaltenen Flachs etc. ein bestimmtes
Quantum Webarbeit enthält, das ihr eben die Form der Leinwand
gegeben hat, und in ihrem
Preise
von
2 sh.
, 16 d.
als Reproduktion des in ihr aufgezehrten konstanten Kapitals, 4 d.
für Arbeitslohn, 4 d. in ihr materiaiisierte unbezahlte Arbeit
enthält. Dieser scheinbare Widerspruch – dessen Mangel
an Lösung, wie man später sehn wird, zu fundamentalen
blunders in der Analyse Anlass gegeben – ist at first view,
für den, der nur den
Preis
der einzelnen Ware im Auge
hält, ganz so
verwirrend
, wie der der kurz vorher
aufgestellte Satz, dass die einzelne Ware oder ein bestimmtes
Quotum des Gesamtprodukts
zu
seinem Preis
unter

seinem Preis;
über
seinem Preis
zu
seinem
Preis und sogar
über
seinem Preis
unter

seinem Preis verkauft werden kann. Ein Beispiel dieser Konfusion

Proudhon
(verte).
[5*]

(Der Preis
der Elle im obigen Beispiel bestimmt, nicht isoliert, sondern als
aliquoter Teil des Gesamtprodukts.)

(Das
vorher über die
Preisbestimmung Entwickelte
habe ich
früher so dargestellt (es sind vielleicht einzelne
Ausdrücke daraus der vorhergehenden Darstellung einzuschieben
[)]:

Ursprünglich fassten wir
die
einzelne Ware selbständig
, als Resultat und direktes
Produkt eines bestimmten Quantums Arbeit. Jetzt, wo sie

Resultat, Produkt des Kapitals
, ändert sich die Sache

formell
(später
wirklich
in den
Produktionspreisen) dahin: Die produzierte Masse von
Gebrauchswerten stellt ein Quantum Arbeit dar = dem
Wert des im
Produkt enthaltenen und aufgezehrten konstanten Kapitals
(des
von ihm auf das Produkt
übertragenen Quantums
materialisierter Arbeit
) + des gegen das variable Kapital
eingetauschten
Arbeitsquantums
, wovon ein Teil den Wert
des variablen Kapitals ersetzt und der andre
Mehrwert

bildet, Ist die im Kapital enthaltene Arbeitszeit in Geld
ausgedrückt = 100 £ ‚wovon 40 £. variables
Kapital ist und Rate des Mehrwerts – 50%, so drückt sich
die Gesamtmasse der im Produkt enthaltenen Arbeit aus in
120
£
. Bevor die Ware zirkulieren kann, muss ihr

Tauschwert
vorher in
Preis
verwandelt werden. Ist
das Gesamtprodukt daher nicht ein einziges kontinuierliches

Ding, so dass
sich das ganze Kapital in einer
einzelnen
Ware
reproduziert, wie z. B. ein Haus – so muss das Kapital den

Preis
der einzelnen Ware berechnen, d. h. den Tauschwert
der einzelnen Ware in Rechengeld darstellen. Je nach der
verschiedenen Produktivität der Arbeit wird sich nun der

Gesamtwert
von 120 £ auf mehr oder weniger Produkte

verteilen
, der
Preis
der einzelnen Ware also im

umgekehrten Verhältnis
zur Gesamtanzahl der Waren,
einen grösseren oder kleineren aliquoten Teil der 120 £
per Stück darstellen. Ist das Gesamtprodukt z. B. = 60 Tonnen
Kohlen, so 60 Tonnen = 120 £ = 2 sh. per Tonne 120 £/60;
ist das Produkt = 75 Tonnen, so die Tonne = 120/75 = 1 £ 12
sh., wenn =240 Tonnen, so = 120/240 = 12/24 = 1/2 £ usw. Der

Preis
der einzelnen Ware also = dem Gesamtpreis des
Produkts/Gesamtanzahl der Produkte, der Gesamtpreis dividiert durch
die Gesamtanzahl der Produkte, die nach verschiedenen Maassen, je
nach dem Gebrauchswert des Produkts gemessen wird.

Ist so der
Preis der einzelnen Ware = dem Gesamtpreis der vom Kapital 100
produzierten Warenmasse (Tonnenzahl)
dividiert
durch die
Gesamtzahl der Waren (hier der Tonnen), so ist andrerseits der

Gesamtpreis
des Gesamtprodukts = dem Preis der einzelnen
Ware
multipliziert
mit der
Gesamtanzahl
der
produzierten Waren. Ist mit der Produktivität die Masse der
Waren
[6*]

gestiegen, so die Anzahl, während der
Preis der einzelnen Ware gefallen ist. Umgekehrt wenn die
Produktivität abgenommen hat, wo der eine Faktor, der Preis
steigt, und der andre Faktor, die Anzahl abnimmt. Solange
das
ausgelegte Quantum
Arbeit
dasselbe
, stellt es sich im
selben
Gesamtpreis
von 120 £ dar, wie viel davon
immer auf die einzelne Ware falle mit ihrer im Verhältnis zur
Produktivität der Arbeit variierenden Masse.

Ist der
Preisteil, der auf das einzelne Produkt fällt – der
aliquote Teil des Gesamtwerts – kleiner wegen der
grössren Anzahl Produkte, d. h. wegen der größeren
Produktivität der Arbeit, so ist auch der Mehrwertteil, der
auf es fällt, kleiner, der aliquote Teil des Gesamtpreises,
worin sich der Mehrwert von 20 £ ausdrückt, und der an
ihm hängt. Dadurch wird aber das
Verhältnis
des
Preisteils der einzelnen Ware, der Mehrwert ausdrückt, zu dem
Preisteil der Ware, der Arbeitslohn oder bezahlte Arbeit darstellt,
nicht alteriert.

Allerdings hat sich nun bei Betrachtung
des kapitalistischen Produktionsprozesses [gezeigt], dass –
abgesehn von der Verlängerung des Arbeitstages – mit der
Verwohlfeilerung der Waren, die den Wert des Arbeitsvermögens
bestimmen, in den notwendigen Konsum des Arbeiters eingehn, die
Tendenz vorhanden ist, das Arbeitsvermögen selbst zu
verwohlfeilern, und daher gleichzeitig den
bezahlten
Teil
der Arbeit zu verkürzen und den
unbezahlten
zu
verlängern bei gleichbleibender Grösse des
Arbeitstage.

Während
also in der früheren Voraussetzung der Preis der einzelnen
Ware in demselben Verhältnis, worin sie aliquoten Teil des
Gesamtwerts bildet, in demselben Verhältnis, worin sie am
Gesamtpreis partizipiert, auch an dem
Mehrwert

partizipiert, wird jetzt trotz des sinkenden Preises des Produkts
der Teil dieses Preises, der Mehrwert darstellt, steigen. Dies aber
nur der Fall, weil im
Gesamtpreis
des Produkts, infolge
der vergrösserten Produktivität der Arbeit, der Mehrwert
einen grösseren propotionellen Platz einnimmt. Derselbe Grund
– die gewachsene Produktivität der Arbeit (das

Umgekehrte
wäre der Fall bei abnehmender
Produktivität), die dasselbe Quantum Arbeit, denselben Wert
von 120£ sich in grössrer Produktenmasse darstellen
lässt, daher den
Preis
der einzelnen Ware senkt,
vermindert den
Wert des Arbeitsvermögens
. Obgleich
daher der
Preis der einzelnen Ware sinkt
, obgleich das
Gesamtquantum der in ihr enthaltenen Arbeit, daher ihr Wert,
abnimmt, nimmt der proportionelle Bestandteil dieses Preises, der
aus Mehrwert besteht, zu, oder in dem geringeren Gesamtquantum
Arbeit., das in der einzelnen Ware, z. B. der einzelnen Tonne,
steckt, steckt ein grösseres
Quantum unbezahlter
Arbeit
als früher, wo die Arbeit unproduktiver, die Masse
des Produkts kleiner, der Preis der einzelnen Ware höher war.
In dem
Gesamtpreis
120 £ steckt nun mehr unbezahlte
Arbeit und daher in jedem aliquoten Teil dieser 120 £
[)].

Es sind
ähnliche
puzzles
, die Proudhon verwirren, indem er
nur auf Preis der einzelnen, selbständigen Ware sieht und
nicht die Ware als
Produkt des Gesamtkapitals
, daher das
Verhältnis betrachtet, worin sich das Gesamtprodukt mit seinen
respektiven Preisen begrifflich teilt.

„Il est
impossible que
l'intérêt du capital
(dies ist
nur ein besonders benannter Teil des Mehrwerts) s'ajoutant dans le
commerce
au salaire de l'ouvrier
pour
composer le prix
de tu marchandise
, l'ouvrier puisse racheter ce qu'il a
lui-même produit.
Vivre en travailant est un principe qui,
sous le régime de l'intérêt, implique
contradictions“.
(105.
Gratuité du Crédit.
Discussion entre M. Fr. Bastiat et M. Proudhon.

Paris 1850

.)

Es ist ganz richtig: Um die Sache klar zu
machen, nehmen wir an, der Arbeiter, „l'ouvrier“, um
den es sich handelt, sei die ganze Arbeiterklasse. Das Wochengeld,
das sie erhält, und womit sie nun Lebensmittel zu kaufen hat
etc., wird ausgelegt in einer Masse von Waren, deren

Preis
, jede einzelne und alle zusammen betrachtet, ausser
einem Teil = Arbeitslohn, einen Teil =
Mehrwert

enthält, wovon der von Proudhon erwähnte Zins nur einen,
und vielleicht relativ nur kleinen proportionellen Teil bildet. Wie
ist es nun möglich, dass die Arbeiterklasse mit ihrer
Wocheneinnahme, die nur = Salair, eine Warenmasse kaufen soll, die
Salair + Mehrwert? Da der Wochenlohn, für die ganze Klasse
betrachtet, nur = der wöchentlichen Summe der Lebensmittel,
folgt sonnenklar, dass der Arbeiter mit der erhaltenen Geldsumme
die notwendigen Lebensmittel
nicht
kaufen kann. Denn die
Geldsumme, die er erhalten = Wochenlohn, dem ihm bezahlten
Wochenpreis seiner Arbeit, während der Preis der
wöchentlich notwendigen Lebensmittel = dem Wochenpreis der in
ihnen enthaltenen Arbeit + dem Preis, worin sich die unbezahlte
Mehrarbeit darstellt.
Ergo: «il est impossible que ...
l'ouvrier puisse racheter ce qu'il a lui-même produit.

Vivre en
travaillant
“
impliziert unter diesen Voraussetzungen daher
„
contradiction
“. Proudhon hat ganz Recht,
soweit als der
Schein
geht. Wenn er aber statt die Ware
selbständig zu betrachten, sie als Produkt des Kapitals
betrachtet, so wird er finden, dass das Wochenprodukt sich in einen
Teil zerlegt, dessen Preis = dem Arbeitslohn, = dem während
der Woche ausgelegten variablen Kapital keinen
Surpluswert

etc. enthält, ein andrer Teil, dessen Peis nur = dem
Surpluswert usw.; obgleich der Preis der Ware alle jene Elemente
einschliesst etc., es ist aber grade nur jener erstre Teil, den der
Arbeiter rückkauft (wobei für den vorliegenden Zweck
gleichgültig, dass er bei diesem Rückkauf beschissen
werden kann und wird von Epicier etc.).

So
verhält es sich im Durchschnitt mit den Proudhonschen
scheinbar tiefen und unentwirrbaren ökonomischen Paradoxen.
Sie bestehn darin, dass er die Verwirrung, welche die
ökonomischen Erscheinungen in seinem Kopf erzeugt, als das
Gesetz der Erscheinung ausspricht.

(In der Tat
ist sein Satz noch schlechter, weil er die Voraussetzung
impliziert, dass der wahre Preis der Ware = dem in ihr enthaltenen
Salair, = dem in ihr enthaltenen Quantum
bezahlter
Arbeit
und

der
Mehrwert
, Zins etc, nur ein
Aufschlag, willkürlicher, über diesen wahren Preis der
Ware ist.)

Aber noch
schlechter ist seine Kritik durch die Vulgärökonomie.
z. B. Herr
Forcade
(hier

die Stelle zu zitieren), macht ihm nicht
nur bemerklich, dass sein Satz auf der einen Seite zu viel beweise,
indem nach demselben die Arbeiterklasse überhaupt nicht leben
könne, sondern dass er auf der andren Seite im Aussprechen des
Paradoxen nicht weit genug gehe, indem ja der Preis der Waren, die
der Arbeiter kauft, ausser dem Salair + Zins etc. auch noch
Rohmaterial usw. (kurz die Preiselemente des konstanten Kapitals)
einschliesse. Ganz richtig, Forcade. But what next? Er zeigt, dass
das Problem in der Tat noch schwieriger ist, als Proudhon es
hinstellt – und dies ist ein Grund für ihn, selbst nicht
bis zu dem Umfang, worin P[roudhon] es aufgestellt, es nicht zu
lösen, sondern mit einer (sieh Nr. 1) nichtssagenden Phrase
drüber wegzuschlüpfen.

In der Tat
ist dies das Gute an Proudhons Manier, dass, indem er mit
sophistischer Selbstgefälligkeit die Verwirrung der
ökonomischen Phänomene offen ausspricht im Gegensatz zu
den Vulgärökonomen, die sie zu vertuschen suchen, aber
unfähig sind sie zu begreifen, ihre theoretische
Jämmerlichkeit ans Licht gezogen wird; So bezeichnet Herr W.
Thucydides
Roscher
Proudhons „Qu'est-ce que [la]
Propriété?“ als „verwirrt und
verwirrend“. In dem „verwirrend“ ist das
Gefühl der Ohnmacht der Vulgärökonomie
gegenüber dieser Verwirrung ausgesprochen. Sie ist
unfähig, die Widersprüche der kapitalistischen Produktion
selbst in der verwirrten, oberflächlichen und sophistischen
Form, worin Proudhon sie fasst und ihr an den Kopf wirft, zu
lösen. Es bleibt ihr nichts übrig als von der ihr
theoretisch unüberwindlichen Sophisterei zu appellieren an den
„gemeinen“ Menschenverstand und sich darauf tzu
berufen, dass ja doch die Dinge ihren Gang gehn. Ein schöner
Trost für angebliche „Theoretiker“.

(Nb. Dieser
ganze Passus über Proudhon kömmt wohl besser in C. III,
Buch II oder noch später.)

Jetzt ist
zugleich die in Ch. 1 dargestellte Schwierigkeit gelöst.
Werden die
Waren
, die das Produkt des Kapitals bilden, zu
den durch ihren Wert bestimmten Preisen verkauft, verkauft also die
gesamte Kapitalistenklasse die Waren
zu ihrem Wert
, so
realisiert jeder einen Mehrwert, d. h. er verkauft einen Wertteil
der Ware, der ihm nichts gekostet, den er nicht gezahlt hat. Der
Gewinn, den sie wechelseitig machen, wird so nicht durch
gegenseitige Uebervorteilung

erreicht – diese kann nur darauf
sich beziehn, dass der eine dem andren ein Stück des ihm
zukommenden Mehrwerts abschnappt, – nicht dadurch, dass sie
sich ihre Waren über ihrem Wert, sondern dass sie sich
dieselben zu
ihrem Wert
verkaufen. Diese Voraussetzung,
dass die Waren zu ihren Werten entsprechenden Preisen verkauft
werden, bildet die Grundlage auch der im folgenden Buch enthaltenen
Untersuchungen.

Das
nächste Resultat des unmittelbaren kapitalistischen
Produktionsprozesses, sein Produkt, sind
Waren
, in derem
Preis nicht nur der Wert des vorgeschossenen, während ihrer
Produktion konsumierten Kapitals ersetzt, sondern zugleich die
während derselben Produktion konsumierte Surplusarbeit als

Surpluswert
materialisiert, vergegenständlicht ist.
Als
Ware
muss das Produkt des Kapitals in den
Austauschprozess der Waren, und damit nicht nur in den wirklichen
Stoffwechsel eingehn, sondern zugleich jene Formverwandlungen
durchmachen, die wir als Metamorphose der Waren dargestellt haben.
Soweit es sich nur um die formellen Wandlungen – die
Verwandlung dieser Waren in Geld und ihre Rückverwandlung in
Waren handelt – ist der Prozess bereits in dem, was wir
„einfache Zirkulation“ nannten – die Zirkulation
der Waren als solcher – dargestellt. Aber diese Waren sind
jetzt zugleich Träger des Kapitals; sie sind das verwertete,
mit Mehrwert geschwängerte Kapital selbst. Und in dieser
Beziehung schliesst ihre Zirkulation, die jetzt zugleich
Reproduktionsprozess des Kapitals, weitere Bestimmungen ein, die
der abstrakten Betrachtung der Warenzirkulation fremd waren. Wir
haben die Zirkulation der Waren daher jetzt zu betrachten als den

Zirkulationsprozess des Kapitals
. Dies geschieht im
nächsten Buch
[7*]

.

Anmerkungen des Verfassers

„Zur Kritik der politischen
Oekonomie“, Berlin 1859, p. 74.

Sismondi.

Sismondi.

Vgl. „Zur Kritik der Politischen
Oekonomie“, p. 17. Auch
Wakefield
.

p. 107
„An Inquiry
into the Connections etc“.

By a Farmer. Lond.

Forcaae

Anmerkungen der Herausgeber

[1*]

[in Manuskript:] ad 1) [Vergleiche S. 4
dieses Bandes.
D. Red.
]

[2*]

[d. h. die Produktionsbedingungen.
D.
Red.
]

[3*]

[Bei Marx offensichtlicher Schreibfehler:]
variablen [
D. Red.
]

[4*]

[Im Manuskript:] 28 £; jetzt 5 1/4
d., [
D. Red.
]

[5*]

[Diese Angabe bezieht sich auf Seite 457
des Manuskripts, S. 222 ff. dieses Bandes.
D.
Red.
]

[6*]

[Im Manuskript steht:] Produktivität
der Waren die Masse [
D. Red.
]

[7*]
[Hier endet das eigentliche Thema des VI. Kapitels (in der Marxschen Numerierung des Manuskripts die Seiten 441–495 mit den Einschiebseln S./nbsp;469a (96) bis 469 m (107) und 263 bis 264 (wovon der Aufaug. die Seite 262, fehlt); siehe in
diesem Band die Seiten 4–228. Was nun folgt, sind einzelne
Seiten, die offenbar um- und in die schon vorliegende Fassung
hineinverarbeitet werden sollten. Wir bringen sie in der
zufälligen Aufeinanderfolge, die entsteht, wenn man der
Marxschen, grosse Lücken aufweisenden Numerierung derselben
folgt.
D. Red.
]

[Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses - Teil 7]

Karl Marx

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

[Einzelne Seiten]

...| [eine temporäre Verfügung über]
sein Arbeitsvermögen. Sobald seine Arbeit wirklich beginnt, hat sie bereits aufgehört ihm zu gehören, kann also nicht mehr von ihm
verkauft
werden.

Die eigentümliche Natur dieser spezifischen Ware, des Arbeitsvermögens, bringt es mit sich, dass mit der Abschließung des Kontrakts zwischen Käufer und Verkäufer die verkaufte Ware erst wirklich als Gebrauchswert in die Hände des Käufers übergegangen ist. Der Tauschwert dieser Ware, gleich dem jeder andren Ware, ist bestimmt, bevor sie in Zirkulation tritt, weil sie als Vermögen, als Kraft verkauft wird und eine bestimmte Arbeitszeit erheischt war, um dieses Vermögen, diese Kraft zu produzieren. Der Tauschwert dieser Ware existiert daher vor ihrem Verkauf, aber ihr Gebrauchswert besteht erst in der nachträglichen Kraftäußerung. Die Veräußerung der Kraft und ihre wirkliche Äußerung, d. h. ihr Dasein als Gebrauchswert fallen daher der Zeit nach aus einander. Es verhält sich wie mit einem Hause, dessen Gebrauch mir für einen Monat verkauft ist. Der Gebrauchswert ist mir hier erst geliefert, nachdem ich das Haus einen Monat bewohnt habe. So ist mir der Gebrauchswert des Arbeitsvermögens erst geliefert, nachdem ich es verbraucht habe, in der Tat für mich habe arbeiten lassen. Bei solchen Gebrauchswerten aber, wo die formelle Entäußerung der Ware durch den Verkauf und das wirkliche Überlassen ihres Gebrauchswerts an den Käufer der Zeit nach aus einander fallen, wirkt, wie wir früher gesehn, das Geld des Käufers erst als
Zahlungsmittel
. Das Arbeitsvermögen wird für den Tag, die Woche usw.
verkauft
, aber es wird erst
bezahlt
, nachdem es während eines Tags, einer Woche usw. konsumiert worden ist. In allen Ländern von entwickeltem Kapitalverhältnis wird das Arbeitsvermögen erst
bezahlt
, nachdem es funktioniert hat. Überall
schießt
daher der Arbeiter dem Kapitalisten den Gebrauch seiner Ware
vor
, lässt sie vom Käufer konsumieren,
kreditiert
sie, bevor er ihren Tauschwert bezahlt erhält. In Zeiten von Krisen und selbst bei einzelnen Bankrotten zeigt sich, dass dies beständige Kreditieren der Arbeiter an die Kapitalisten, das aus der besondren Natur des verkauften Gebrauchswerts entspringt, kein leerer Wahn ist.
(1)

Indes ändert es an der Natur des Warenaustausches selbst nichts, ob Geld als Kaufmittel oder als Zahlungsmittel funktioniert. Der Preis des Arbeitsvermögens wird im Kauf kontraktlich festgesetzt, obgleich er erst später realisiert wird. Diese Form der Zahlung ändert ebenso wenig daran, dass diese Preisbestimmung sich auf den
Wert des Arbeitsvermögens
bezieht und weder auf den
Wert des Produkts
, noch auf den
Wert der Arbeit
, die als solche überhaupt nicht Ware ist.

Der
Tauschwert
des Arbeitsvermögens, wie sich gezeigt, wird gezahlt, wenn der Preis der Lebensmittel gezahlt wird, die in einem gegebenen Gesellschaftszustand gewohnheitsmäßig notwendig sind, damit der Arbeiter sein Arbeitsvermögen mit dem notwendigen Grad von Kraft, Gesundheit, Lebensfähigkeit überhaupt ausübe und sich durch Ersatzmänner verewige
(2)
.

Wenn der Mensch sich vor allen andren Tieren durch Schrankenlosigkeit und Dehnbarkeit seiner Bedürfnisse auszeichnet, gibt es andrerseits kein Tier, das seine Bedürfnisse in demselben unglaublichen Grad kontrahieren und sich auf dasselbe Minimum seiner Lebensbedingungen beschränken kann, mit einem Wort, kein Tier, welches dasselbe Talent zum
Verirländern
besitzt. Von einem solchen
physischen Minimum
der Existenz ist nicht | die Rede, wenn es sich vom
Wert
des Arbeitsvermögens handelt. Wie bei jeder Ware kann beim Arbeitsvermögen sein Preis
über
seinen Wert steigen oder
unter
ihn fallen, also nach einer oder der andren Richtung von dem Preise abweichen, der nur der Geldausdruck des Wertes selbst ist. Das Niveau der Lebensbedürfnisse selbst, deren Gesamtwert den Wert des Arbeitsvermögens bildet, kann steigen oder sinken. Die Analyse dieser Schwankungen gehört jedoch nicht hierher, sondern in die Lehre vom Arbeitslohn. Es wird sich im Fortgang dieser Untersuchung zeigen,

dass es für die Analyse des Kapitals ganz gleichgültig ist, ob man das Niveau der Arbeiterbedürfnisse hoch oder niedrig voraussetzt. Wie in der Theorie, wird übrigens auch in der Praxis vom
Wert
des Arbeitsvermögens als einer
gegebnen Größe
ausgegangen. Ein Geldbesitzer z. B., der sein Geld in Kapital, z. B. in das Betriebskapital einer Baumwollfabrik, verwandeln will, erkundigt sich vor allem nach der durchschnittlichen Höhe des Arbeitslohns an dem Ort, wo er die Fabrik zu errichten beabsichtigt. Er weiß, dass wie die Baumwollpreise, so der Arbeitslohn beständig von dem Durchschnitt abweicht, aber er weiß zugleich, dass diese Schwankungen sich ausgleichen. In seinen Rechnungsanschlag geht der Arbeitslohn daher als eine
gegebne Wertgröße
ein. Andrerseits bildet der
Wert des Arbeitsvermögens
die bewusste und ausgesprochene Grundlage der
Trades' Unions
, deren Wichtigkeit für die englische Arbeiterklasse kaum überschätzt werden kann. Die
Trades' Unions
bezwecken nichts andres als das
Sinken des Niveaus
des Arbeitslohns unter seine traditionell in verschiedenen Geschäftszweigen gegebene Höhe zu verhindern, das Herunterdrücken des
Preises
des Arbeitsvermögens unter seinen
Wert
. Sie wissen natürlich, dass ein Wechsel im Verhältnis der Nachfrage und Zufuhr* einen Wechsel im Marktpreis hervorbringt. Einerseits aber ist das Eintreten eines solchen Wechsels sehr verschieden von der einseitigen Behauptung des Käufers, in diesem Falle des Kapitalisten, dass solcher Wechsel eingetreten ist. Andrerseits existiert „ein großer Unterschied zwischen der durch Nachfrage und Zufuhr bestimmten Höhe des Arbeitslohns, d. h. der Höhe, welche die ehrliche (fair) Operation des Warenaustauschs ergibt,
wenn Käufer und Verkäufer auf gleichem Fuße verhandeln
, und der Höhe des Arbeitslohns, die der Verkäufer, der Arbeiter, sich gefallen lassen muss, wenn der Kapitalist mit jedem Mann
einzeln
verhandelt und eine Herabdrückung durch Exploitation der zufälligen Not Einzelner Arbeiter (die unabhängig von dem allgemeinen Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr) diktiert. Die Arbeiter
kombinieren
, um sich
in dem Kontrakt über den Verkauf ihrer Arbeit
einigermaßen auf den Fuß der
Gleichheit
mit dem Kapitalisten zu setzen. Dies ist das Rationale (der logische Grund) der Trades' Unions“
(3)
. Was sie bezwecken ist, „dass die zufällige unmittelbare Bedürftigkeit eines Arbeiters ihn nicht zwinge, sich mit geringerem Arbeitslohn zu begnügen, als Nachfrage und Zufuhr
vorher
, in dem bestimmten Arbeitszweig festgesetzt hat“
(4)

und so den
Wert
des Arbeitsvermögens in einer bestimmten Sphäre überhaupt unter sein gewohnheitsmäßiges Niveau herabzudrücken. Dieser
Wert
des Arbeitsvermögens wird „von den Arbeitern selbst als das
Minimum des Lohns
, von dem Kapitalisten als
uniformer, gleichmäßiger Arbeitslohn
für alle Arbeiter in einem Geschäft betrachtet“
(5)
. Die Unions erlauben daher ihren Mitgliedern nie
unter
diesem Minimum des Lohns zu arbeiten
(6)
. Sie sind von den Arbeitern selbst gestiftete Assekuranzgesellschaften hierzu. Ein Beispiel mag den Zweck dieser zur Protektion des
Werts
des Arbeitsvermögens gebildeten Kombinationen unter den Arbeitern erklären. in allen Geschäften in London gibt es sogenannte
„Sweaters“
(Ausschweißer). „Ein
Sweater
ist jemand, der es übernimmt, eine gewisse Quantität Werk zum gewohnheitsmäßigen Arbeitslohn einem ersten Unternehmer zu liefern, es jedoch durch andre zu einem niedrigeren Preise verrichten lässt; diese Differenz, die seinen Profit bildet, ist aus den Arbeitern, die wirklich das Werk verrichten,
ausgeschweisst
“
(7)
und stellt nichts vor als den Unterschied zwischen dem
Wert
des Arbeitsvermögens, der vom ersten Unternehmer gezahlt wird und dem
unter

dem Wert des Arbeitsvermögens stehenden Preis, den der
Ausschweißer
den wirklichen Arbeitern zahlt
(8)
. Es ist nun, nebenbei bemerkt, eine höchst charakteristische ...

| Die Form des
Stücklohns
wird z. B. in den englischen Potteries benutzt, um junge apprentices (mit dem 13. Jahr) bei schwachem Stücklohn zu engagieren, so dass sie sich „zum großen Nutzen ihrer Meister“ grade in ihrer Entwicklungsperiode überarbeiten. Es wird dies offiziell als einer der Gründe der Degeneration der Bevölkerung in den Töpfereifabriken angegeben
(9)
.

Die Steigerung des Gesamtarbeitslohns (z. B. des wöchentlichen) in den Arbeitszweigen, worin task work frisch eingeführt wird - Steigerung sage infolge der erhöhten Intensivität der Arbeit, sobald sie eine gewisse Höhe erreicht hat, wird für die masters selbst ein Grund zur Verkürzung des Arbeitslohns, weil sie ihn für höher halten als

dem Arbeiter gut ist. Task-work als ein Mittel zur Erniedrigung des Arbeitslohns so direkt denunziert
(10)
.

Es muss an und für sich klar sein, dass die Art
wie
der Arbeitslohn ausgezahlt wird, an und für sich nichts an seiner Natur verändert, obgleich die Art der Zahlung - die übrigens der manchmal technischen Natur der Arbeit nach nur eine oder die andre Weise zulässt - mehr als die andre die Entwicklung des kapitalistischen Produktionsprozesses begünstigen mag.

Es ist klar, dass die
individuellen
Verschiedenheiten des Arbeitslohns, die mit dem Stücklohn freieres Spiel haben als mit dem Zeitlohn, nur Abweichungen von dem Niveau des Arbeitslohns sind. Aber der Stücklohn, wenn nicht durch andre Umstände paralysiert, hat eine Tendenz, dies Niveau selbst herabzudrücken
.

Arbeitslohn als der
Gesamtpreis
der täglichen Durchschnittsarbeit, widerspricht dem Begriff des Werts. Jeder Preis muss reduzierbar sein auf einen
Wert
, da der Preis an und für sich nur der Geldausdruck des Werts ist und der Umstand, dass aktuelle Preise über oder unter dem ihrem Wert entsprechenden Preis stehn, ändert nichts daran, dass sie ein, wenn im vorausgesetzten Fall auch
quantitativ
zu großer oder zu kleiner - quantitativ inkongruenter Ausdruck des Werts der Ware sind. Aber hier beim
Preis der Arbeit
wäre qualitative Inkongruenz.

Note 16.
Zu p. 244.
„When corn forms a part of the subsistence of the labourer, an increase in its natural price, necessarily occasions an increase in the natural price of labour; or, in other words, when it requires a greater quantity of labour to procure subsistence, a greater quantity of labour, or of its produce, must remain with the labourer, as his wages. But, as a greater quantity of his labour, or (what is the same thing) of the produce of his labour, becomes necessary to the subsistence of the labouring manufacturer, and is consumed by him while at work, a smaller quantity of the productions of labour will remain with the employer“. (235, 236.
R. Torrens: An Essay on the External Corn Trade.
1815).

| Da der Wert einer Ware = der in ihr enthaltenen notwendigen Arbeit, so wäre der Wert eines Arbeitstages - der sonst unter

den adäquaten Produktionsbedingungen verrichtet wird und mit dem durchschnittlichen,
gewöhnlichen
gesellschaftlichen Mass von Intensivität und Geschick - gleich dem in ihm enthaltenen Tag Arbeit, was Unsinn ist und gar keine Bestimmung abgibt. Der
Wert der Arbeit
- d. h. der Preis der Arbeit (qualitativ) von seinem Geldausdruck entblößt - ist also ein irrationeller Ausdruck und in der Tat bloß eine verwandelte und verkehrte Form für den
Wert des Arbeitsvermögens
. (
Preis
, der nicht auf
Wert
reduzierbar ist, sei es unmittelbar oder durch eine Reihe Mittelglieder, drückt irgend einen bloß zufälligen Austausch von irgend etwas gegen Geld aus. Und so können Dinge, die der Natur der Sache nach keine
Waren
sind und daher in diesem Sinn extra commercium hominum, durch ihren Austausch gegen Geld in Waren verwandelt werden. Daher der Zusammenhang zwischen Venalität und Korruption und Geldverhältnis. Da das Geld die verwandelte Gestalt der Ware ist, sieht man ihm nicht an, wo es herkommt, was in ihm verwandelt ist, Gewissen, Jungfernschaft oder Erdäpfel).

Aber ganz ebenso irrationell wie der Zeitlohn als unmittelbarste Form des Arbeitslohns, ist der Stücklohn, wenn er unmittelbar als Ausdruck eines Wertverhältnisses dienen soll. Es ist z. B. in einem Stück Ware (abgesehn von dem in ihr enthaltenen konstanten Kapital) eine Arbeitsstunde vergegenständlicht = 6 d. sage. Der Arbeiter erhält 3 d., oder der
Wert dieses Stücks
mit Bezug auf den Arbeiter ist nicht durch den in ihm enthaltenen
Wert
, als gemessen durch die Arbeitszeit, bestimmt. In der Tat drückt dieser Stücklohn daher
unmittelbar
kein Wertverhältnis aus. Es handelt sich nicht darum, den Wert des Stücks durch die in ihm enthaltene Arbeitszeit zu messen, sondern umgekehrt, die notwendige Arbeitszeit, die der Arbeiter verrichtet hat, durch das Stück zu messen. Der Lohn, den
er erhält, ist demnach Zeitlohn
, indem das Stück nur den Beruf hat, die Zeit zu messen, für die er den Lohn erhält, und als Garantie zu dienen, dass er nur
notwendige Arbeitszeit
angewandt, also mit der gehörigen Intensivität gearbeitet hat, außerdem seine Arbeit (als Gebrauchswert) die gehörige Qualität besessen. Der
Stücklohn
ist also nichts als eine
bestimmte Form
des Zeitlohns, der seinerseits nur die verwandelte Form für den
Wert des Arbeitsvermögens
, respektive der diesem Wert quantitativ entsprechenden oder von ihm abweichenden
Preise des Arbeitsvermögens
. Wenn der Stücklohn die Tendenz hat, großen Spielraum für die Individualität des Arbeiters zu

lassen, also den Lohn einzelner Arbeiter über das allgemeine Niveau mehr oder minder zu erheben, treibt er ebenso sehr dazu, den Lohn andrer Arbeiter unter das Niveau zu senken und dies Niveau selbst durch die aufgestachelte und aufs äußerste gespannte Konkurrenz der Arbeiter, zu fällen.

Insofern die Intensivität der Arbeit - bei sonst gleichen Umständen - gemessen wird durch die Masse Produkt, die der Arbeiter in einer bestimmten Zeit liefert, muss man, wenn man die Zeitlöhne (z. B. den Lohn des Arbeitstags von gegebener Länge) in verschiedenen Ländern vergleicht, zugleich vergleichen, wie sich diese Löhne verhalten, wenn als Stücklohn ausgedrückt. Man erhält erst dadurch das wahre Verhältnis zwischen notwendiger und Mehrarbeit, oder zwischen Arbeitslohn und Mehrwert. Es wird sich dann oft finden, dass obgleich der scheinbare Zeitlohn höher in reichen Ländern der Stücklohn höher in armen Ländern ist, der Arbeiter hier also in der Tat einen größern Teil des Arbeitstags zur Reproduktion seines Salairs erheischt als dort, also die Rate des Mehrwerts hier kleiner ist als dort und der verhältnismäßige Arbeitslohn daher größer. In der Tat also der reale Preis der Arbeit hier höher ist als dort. Verschiedene Nationen betrachtet, macht außer der Dauer und der vom einzelnen Arbeiter unabhängigen Produktivität die Intensivität ebenso großen Unterschied, wie die Dauer des Arbeitstags. Der intensivere Nationale Arbeitstag gilt = dem weniger intensiven + x. Nimmt man den Arbeitstag der Gold und Silber produzierenden Länder als das Maß des internationalen Arbeitstags an, so wird sich der intensivere englische Arbeitstag von 12 Stunden z. B. in mehr Gold ausdrücken als der weniger intensive spanische; d. h. er wird höher im Verhältnis zu dem mittleren im Geld und Silber realisierten Arbeitstag stehn. Ein höherer nationaler Arbeitslohn, den gesamten Tag von einer gegebenen Länge betrachtet, höher nicht nur dem Gebrauchswert, sondern dem Tauschwert nach und daher auch im Geldausdruck (gegebenen Wert von Geld und Silber vorausgesetzt, muss höhrer Geldausdruck immer mehr Wert und niedrigrer immer minder Wert ausdrücken; die Geldlöhne der Arbeiter bei verschiedenen Nationen
gleichzeitig
betrachtet, ist der
Wert von Gold und Silber
stets als gegeben vorausgesetzt, da selbst ein
Wechsel
in diesem Wert für die verschiedenen Nationen
gleichzeitig
, also soweit ihr

wechselseitiges
Verhältnis angeht, kein Wechsel vorhanden ist), unterstellt also in der Tat keinen höhern
Preis der Arbeit
, als Preis für bestimmtes Arbeitsquantum. Bei längerer Arbeitsdauer, wie, was international dasselbe, bei größerer Intensivität der Arbeit, kann der Arbeitslohn in dem einen Land höher sein als in dem andern, aber erstens dennoch einen kleinem Teil des Gesamttags ausmachen, also relativ kleiner sein und zweitens selbst einen geringeren
Preis der Arbeit
darstellen. z. B. erhält der Arbeiter täglich 3 sh. für 12 Stunden, so ist das weniger als wenn sein Taglohn 2 1/2 sh. für 11 Stunden beträgt. Denn die eine Stunde Mehrarbeit schließt eine viel größere Abnutzung, also raschere Reproduktion des Arbeitsvermögens ein. Noch größer wäre der Unterschied, wenn die 2 1/2 sh. für 10, und die 3 für
...

| „Although skill and mechanical science may do much, the preponderance of the
vital element is essential in the extension of manufactures
. The system of
morcellement
, in preventing a rapid development of the population, has thus tended indirectly to retard the extension of manufactures. It has also bad that effect in a direct manner. It has retained a large population attached to and occupied upon the soil. The cultivation of the soil is their primary occupation - that which is followed with pride and contentment - their employment in spinning, weaving, and the like is but a subsidiary one necessary for their support. Their savings are hoarded for the purpose of increasing their inheritance and they are not prone to wander from home in search of fresh occupation er new habits. (Also grade hier, wo saving = hoarding relatively to a high degree still exists, and is able to exist under the given circumstances, is the
formation of capital
, relatively speaking, and the
development of capitalistic production
, prevented, in comparison to England, by the very same economical conditions that are favourable to the hoarding etc.). The position of a proprietor, the possession of a house, of a plot of ground, is the chief object also of the factory operative, and of almost every poor man who has not already a property; in fact, all look to the land ... From

this description of the character and occupatiens of a very numerous class of the French people, it will be readily inferred that, unlike that of England, the manufacturing industry of France is represented by small establishments, (zeigt sich hier wie nötig die Expropriation von Grund und Boden nötig für die Entwicklung der großen Industrie) some moved by steam and water, many dependent for their moving power upen animal labour and many factories still entirely employing manual labour only. The
characteristic of French industry
is well describered by Baron C. Dupin, as
consequent upon the system of the tenure of land
. He says: „As France is the country of divided properties, that ei small holdings, so it is the
country of the division of industry, and of small workshops
“. (67, 68.
Rep[ort] of Ins[pectors] of Fact[ories]
. 31. Oct. 1855). Derselbe Factory Inspector (A. Redgrave) gibt (für 1852) eine Übersicht der französischen
textile
manufactures, of whatever importance, woraus folgt, dass [die treibende Kraft
Steam
2,053 (Pferdekraft),
Water
959 und
Other Mechanical Power
2,057]
. (p. 69, 1. c. )
(11)
. Er vergleicht diesen return mit dem return of the number of factories etc., presented to the House of Commons in 1850, und zeigt daraus „the following remarkable difference between the system of textile manufacture of England and that of France“. Nämlich folgendes Resultat:

| „The number of factories in France is
3 times as large
as those in England, while the number of persons employed in them ja only 1/5 greater; but the very different proportions of machinery and moving power will be best shown by the following comparison:

France

England

Number of factories

12,986

4,330

Number of persons employed

706,450

596,082

In der Tat
in Frankreich unter factories aufgezählt, was in England
garnicht zu diese Kategorie gerechnet wird.

Average number of persons
in each factory

54

137

Average number of spindles to each person employed

7

43

also 6 mal so viel in
England als in Frankreich.

Average number of persons to each loom

2

(power and handloom)

2

(powerloom only)

Es sind danach in Frankreich mehr Personen employed als in England, aber auch nur, weil im englischen Return alle handloom weaving ausgeschlossen; aber auf das average establishment kommen in England mehr als 2 mal so viel, wie in France (54/136 = 27/68 = 13/34 = 1/3 beinahe), also größere agglomeration der Personen unter dem Kommando desselben Kapitals. In Frankreich 3 mal soviel Fabriken, aber nur 1/5 mehr Personen darin beschäftigt, also
weniger
Personen beschäftigt im Verhältnis zur
Zahl der establishments
. Ferner mit Bezug auf die mass of machinery coming upon each person, in England 6 mal soviel spindles als in Frankreich. Wären alle Personen Spinner, so kämen auf Frankreich 4,945,180 spindels, in England auf 1/5 weniger. So in England 1 power loom auf 2 persons, in France 1 power or 1 hand loom.

Persons

596,082

43

1,788,246

23,843,28

25,631,526

In England 25,631,526. Ferner the steampower employed in factories of Great Britain = 108,113 horses; the proportion of persons employed about 5 1/2 persons to each horse power of steam; the proportion of France upon this estimate should give a steam power = 128,409 horses, whereas the
whole
of the steam power of France was in 1852

only = 75,518 horses, produced by 6,080 steam-engines, of the average power of less than 12 1/2 horses to each; while the number of steam engines employed in the textile factories of France appears to have been in
1852
2053 and the power of those engines to be equal to 20,282 horses, distributed as follows:

Factories

Power
in horses

Employed in spinning only

1,438

16,494

Employed in weaving only

101

1,738

Employed in finishing only

242

612

Employed in other processes

272

1,438

2,053

20,282

(p. 70, l.c.)

„The absence, in France, of the bones and sinews of manufactures, coal and iron must ever retard her progress as a manufacturing country" (l.c.).

Auf den einzelnen Arbeiter in der englischen Fabrik kommt viel mehr Arbeitsmaschinerie und Treibbewegungsmaschinerie (Mechanic Power), also auch viel mehr Rohstoff von ihm verarbeitet in
derselben
Zeit, compared to the Frenchmen. The productive power of his labour is, therefore, much greater, as is the capital that employs him. The number of establishments much smaller in England than in France. The number of workingmen employed on the average, in one single establishment, much greater in England than in France, although the total number employed in France greater than in England, although in a small proportion only, compared to the number of establishments.

Es zeigt sich hier, dass infolge von historischen etc. Umständen, die verschieden eingewirkt haben auf die
relative Größe der Konzentration der Produktionsmittel
, entsprechend relativ größerer oder kleinerer
Expropriation
der Masse der unmittelbaren Produzenten, sehr verschiedene Entwicklungsstufe der Produktivkräfte und der
kapitalistischen Produktionsweise
überhaupt. Es ist dies aber grade im umgekehrten Verhältnis zum „saving“ und „hoarding“ des unmittelbaren Produzenten selbst, der in Frankreich sehr groß verglichen mit England. Die Stufenleiter, worauf die surpluslabour der producers can be „saved“ and „hoarded“ and „accumulated“ and brought together in great masses, id est
concentrated
, can be used as capital, corresponds exactly to the degree in which their surplus labour is hoarded etc. by their employers instead of by themselves; corresponds, therefore, to the degree in which the great mass of the real

producers is precluded from the capacity and the conditions of „saving“, „hoarding“, „accumulating“, is in one word precluded from all power of appropriating its own surplus labour to any important degree, because of their more or less complete
expropriation from
their
means of production
. Capitalistic Accumulation and concentration are based upon, and correspond to, the facility of
appropriating other people's surplus labour in great masses
, and the corresponding inability of these people themselves to lay any claim to their own surplus labour. It is, therefore, the most ludicrous delusion fallacy, or imposture, to explain, and account for, this capitalistic Accumulation, by confounding it with, and, as far as phraseology goes, converting it into, a process quite its opposite, exclusive of it, and corresponding to a mode of production upon whose ruins capitalistic production can alone be reared. It is this one of the delusions carefully entertained by the Political Economy. The truth is this, that in this Bourgeois society, every workman if he is an exceedingly clever and shrewd fellow, and gifted with bourgeois instincts, and favoured by an exceptional fortune, can possibly be converted himself into an
exploiteur du travail d'autrui
. But where there was no travail to be exploité, there would be no capitalist nor capitalistic production.

||75

Ricardo
tröstet in der Tat die Arbeiter damit, dass infolge der steigenden Produktivkraft der Arbeit die Zunahme des Gesamtkapitals gegen den variablen Bestandteil, auch der als Revenue verzehrte Teil des Mehrwerts wächst, und daher increased demand tor menial servants. (
Ricardo
, Principles. p. 473).

||76 „Property ... is essential to preserve the common unskilled labourer from falling into the condition of a piece of machinery, bought at the
minimum
market price at which it can be produced, that is at which labourers can be got to exist and propagate their species, to which he is
invariably
reduced sooner or later, when the interests of capital and labour are quite distinct, and are left to adjust themselves under the sole operation of the law of supply an demand“. (
Samuel Laing. „National Distress“. London, 1844
. p. 46).

||77
Irland. Emigration.
Soweit die wirkliche Zu- oder Abnahme der Arbeiterpopulation in dem zehnjährigen Zyklus der Industrie irgendeinen wahrnehmbaren Einfluss auf den Arbeitsmarkt ausüben kann, könnte es nur in England sein, und wir nehmen es als Muster, weil hier kapitalistische Produktionsweise entwickelt ist und nicht, wie auf dem Kontinent von Europa, großenteils noch auf dem Boden einer ihr nicht entsprechenden Bauerwirtschaft sich bewegt, nur durch den Einfluss, den die Verwertungsbedürfnisse des Kapitals auf die Ausdehnung oder Kontraktion der Emigration ausüben. Es ist zunächst zu bemerken, dass die Emigration des Kapitals, d. h. der Teil der jährlichen Revenu, der als Kapital im Ausland, namentlich in den Kolonien und United States von Amerika angelegt wird, viel größer ist im Verhältnis zum jährlichen Akkumulationsfonds als die Zahl der Auswanderer zum jährlichen Bevölkerungszuschuss. Ein Teil dazu reist in der Tat nur dem Kapital nach. Ferner besteht die Auswanderung aus England, soweit ihr Hauptbestandteil, die agrikole, betrachtet wird, großenteils nicht aus Arbeitern, sondern aus Pächterssöhnen usw. Sie wurde bisher mehr als ersetzt durch die Immigration aus Irland. Die Perioden der Stagnation und Krise, wo der Drang nach Auswanderung am größten, sind dieselben, wo mehr Zuschusskapital ins Ausland gesandt und die Perioden, wo die Emigration abnimmt, dieselben, wo die Emigration des überschüssigen Kapitals abnimmt. Das absolute Verhältnis von dem im Land angewandten Kapital und Arbeitskraft wird also durch die Schwankungen der Emigration wenig berührt. Nähme die Emigration in England ernstliche Dimensionen an, im Verhältnis zum jährlichen Zuwachs der Bevölkerung, so wäre es um seine Weltmarktsstellung geschehn. Die irische Emigration seit 1848 hat die Malthusianer in allen ihren Erwartungen und Vorhersagungen geprellt. Erstens hatten sie eine Auswanderung, die das Maß des Bevölkerungszuschusses übersteigt, für unmöglich erklärt. Die Irländer haben das Problem gelöst, trotz ihrer Armut. Der ausgewanderte Teil schickt jährlich großenteils die Mittel zur Auswanderung den Zurückgebliebenen. Zweitens aber hatten dieselben Herrn vorhergesagt, dass die famine, die eine Million hinraffte und der darauffolgende Exodus, ganz so in Irland wirken werde, wie der Black Death Mitte des 14. Jahrhunderts in England. Es hat grade das Gegenteil stattgefunden. Die Produktion nahm rascher ab als die Bevölkerung und ebenso die Beschäftigungsmittel der Agrikulturarbeiter, obgleich ihr Lohn heute, den verschiedenen Preis der Lebensmittel betrachtet, nicht höher steht als 1847. Die Bevölkerung aber hat sich in 15 Jahren von 8 auf

ungefähr 4 1/2 Millionen vermindert. Allerdings ist die Viehproduktion einigermaßen gewachsen und Lord Dufferin, der Irland in eine bloße Schafweide verwandeln will, hat ganz Recht, dass es immer noch viel zu zahlreich ist. Die Irländer unterdes tragen nicht nur ihre eignen Knochen nach Amerika, sondern sich selbst, und das „Exoriare aliquis ultor“ wird sich furchtbar jenseits des Transatlantic [bewahrheiten.]

Betrachten wir die zwei letzten Jahre 1864 und 1865, so finden wir für die Hauptcrops:

1864

qrs.

1865

qrs.

Decrease

Wheat

875,782

826,783

48,999

Oats

7,826,332

7,659,727

166,605

Barley

761,909

732,017

29,892

Bere

15,160

13,989

1,171

Potatoes

4,312,388

3,865,990

446,398

Turnips

3,467,659

3,301,683

165,976

Flax

64,506

39,561

24,945

(Das official:
„Agricult. Statistics Ireland“. Dublin, 1866
. p. 4).

Dies verhindert nicht, dass einzelne Subjekte sich bei dem raschen Ruin des Landes bereichern. So z. B. die Zahl der Personen, die von 900 bis 1000 £ jährliches Einkommen 1864: 59 und 1865: 66, die, die 1000-2000 £: 1864 : 315, 1866: 342; 1864 nahmen:

1864

1865

Incomes zwischen

3000-4000

46

50

4000-5000

19

28

5000-10000

30

44

10000-50000

23

25

und drei Personen, von denen jede 87,706 £; drei, von denen jede 91,509 £ (
„Income and Property Tax Return“. 7. August 1866
). Lord Dufferin, der zu der Zahl dieser „Überzähligen“ gehört, findet, mit Recht, dass Irland immer noch viel zu viel Einwohner zählt.

„Erst unter Friedrich II. wurde für die meisten Provinzen des Königreichs Preußen den Untertanen (Bauern) die Erblichkeit und das Eigentumsrecht gesichert. Und diese Verordnung half dazu, ein Leiden des Landvolks zu enden, welches das Land zu
entvölkern
drohte. Denn grade im vorigen (18.) Jahrhundert, seit die Gutsherrn darauf bedacht waren, den
Ertrag ihrer Wirtschaft zu steigern
, fanden sie vorteilhaft,
einzelne ihrer Untertanen auszutreiben und die Bauernäcker zum Herrengut zu schlagen
. Die ausgetriebenen Leute verfielen als heimatlose Leute dem Elend; den übrigen Untertanen aber wurden dadurch die Lasten vollends unerträglich gemacht, denn ihnen wurde jetzt von den Gutsherren zugemutet, auch noch die früheren Bauernäcker zu bestellen, deren Besitzer sonst durch ihre Arbeit die Bestellung des Herrenguts erleichtert hatten. Dies
„Bauernlegen“
war im
östlichen Deutschland
besonders arg geworden. Als Friedrich II.
Schlesien
eroberte, waren dort viele 1000 Bauerngüter ohne Wirte; die Hütten lagen in Trümmern, die Äcker waren in den Händen der Gutsherren.
Alle eingezogenen Stellen
mussten wieder aufgebaut, mit Wirten besetzt, mit Vieh und Geräte ausgestattet und als erblichen und eigentümlicher Besitz an Landbauern ausgegeben werden. Auf
Rügen
verursachte derselbe Missbrauch noch in der Jugend von Moritz Arndt Aufstände des Landvolks, Soldaten wurden entsendet, Aufrühren eingekerkert: dafür suchten die Bauern Rache, sie lauerten einzelnen Edelleuten auf und erschlugen sie. Ebenso war in
Kursachsen
noch 1790 derselbe Missbrauch eine Ursache der Empörung“. (
G. Freitag
).

Es zeigte sich hier recht, was es mit den feudalen Nobelgefühlen auf sich hatte!

Obgleich die Kapitalbildung und die kapitalistische Produktionsweise wesentlich beruht auf Aufhebung nicht nur der feudalen Produktionsweise, sondern auf
Expropriation
der Bauern, Handwerker, überhaupt der Produktionsweise, die auf dem
Privateigentum des unmittelbaren Produzenten an seinen Produktionsbedingungen
beruht: obgleich die kapitalistische Produktionsweise, einmal eingeführt, in demselben Masse sich entwickelt, als jenes Privateigentum und die auf ihm gegründete Produktionsweise aufgehoben wird, also jene unmittelbaren Produzenten
expropriiert
werden unter dem Namen der
Konzentration des Kapitals
(Zentralisation); obgleich jener
Expropriationsprozess
, wie er sich später systematisch wiederholt in

dem clearing of estates, zum Teil als gewaltsamer Akt die kapitalistische Produktionsweise
einleitet
- so liebt es nicht nur die
Theorie der kapitalistischen Produktionsweise
(die
Politische Ökonomie
, Rechtsphilosophie usw.), sondern der Kapitalist selbst in seiner
Vorstellung
seine Art Eigentum und Aneignung, die auf der Aneignung fremder Arbeit in ihrem Fortgang und auf der Expropriation des unmittelbaren Produzenten in ihrer Grundlage beruht, mit jener
Produktionsweise
zu verwechseln, die umgekehrt das
Privateigentum des unmittelbaren Produzenten an seinen Produktionsbedingungen
voraussetzt - eine Voraussetzung, unter welcher die kapitalistische Produktionsweise in Agrikultur und Manufaktur etc. unmöglich wäre - und daher auch jeden Angriff auf diese
Form der Aneignung
als einen Angriff auf jenes erarbeitete Eigentum, ja auf
alles Eigentum
darzustellen. Es kommt dabei natürlich immer große Schwierigkeit heraus die Expropriation der arbeitenden Masse vom Eigentum als Lebensbedingung des auf Arbeit ruhenden Eigentums darzustellen. (Übrigens beim Privateigentum in jener Form immer wenigstens
Sklaverei
der Familienglieder eingeschlossen, die rein vom Familienhaupt vernutzt und exploitiert werden). Die allgemeine
juristische
Vorstellung von Locke bis Ricardo daher die des
kleinbürgerlichen Eigentums
, während die von ihnen dargestellten Produktionsverhältnisse der
kapitalistischen Produktionsweise
angehören. Was dies möglich macht, ist das Verhältnis des
Käufers und Verkäufers
, die
formell
dieselben bleiben in beiden Formen .Man findet bei allen diesen Schriftstellern das Doppelte:

1)
ökonomisch
gegen das auf
Arbeit beruhende Privateigentum
, zeigen die Vorteile der
Expropriation der Masse
und der
kapitalistischen Produktionsweise
nach;

2)
ideologisch
und
juristisch
wird die
Ideologie
des auf
Arbeit beruhenden Privateigentums
ohne weiteres auf das auf der
Expropriation der unmittelbaren Produzenten
beruhende Eigentum übertragen.

|||79 So z. B. die Redensart von Wegwälzen gegenwärtiger Lasten auf künftige Generationen durch Staatsschulden.
A
kann dem
B
, der ihm Waren wirklich oder zum Schein leiht, eine Schuldverschreibung auf
Produkte der Zukunft
geben, wie es ja auch Poeten und Musiker der Zukunft gibt. Aber
A
und
B
zusammen verzehren nie ein Atom vom Produkt der Zukunft. Jede Zeit zahlt ihre eignen Kriegskosten.

Dagegen kann ein Arbeiter in diesem Jahr die Arbeit der drei folgenden Jahre vorverausgaben.

„In pretending to stave off the expenses of the present hour to a future day, in pretending that you can burthen posterity to supply the wants of the existing generation“, behauptet man das Absurde, „that you can consume what does not yet exist, that you can feed on provisions before their seeds have been sown in the earth ... All the wisdom of our statesmen will have ended in a great transfer of property from one class of persons to another, in creating an enormous fund for the rewards of jobs and peculation“. (8, 9,
Percy Ravenstone. M.A. Thoughts on the Funding System and its Effects. London, 1824
).

| Die Colliers

Wie diese Abhängigkeit der colliers für ihre Wohnungen von den Exploiteurs wirkt, zeigt sich bei jedem Strike. z. B. November 1863 Strike in Durham. Die Leute wurden im härtesten Wetter mit Frau und Kind an die Luft gesetzt und die Möbel etc. vor die Türen geworfen. Es galt also vor allem Obdach während der kalten Nächte zu finden. Ein großer Teil schlief an offener Luft; ein Teil brach ein in ihre evacuated dwellings und occupied sie während der Nacht. Die Minenexploiteurs ließen darauf den folgenden Tag Tür und Fenster vernageln und verbarren, um den Herausgeworfenen den Luxus abzuschneiden, in eiskalter Nacht auf dem nackten Boden der leeren cottages zu schlafen. Die Leute nahmen nun ihre Zuflucht dazu, hölzerne cabins, Wigwams von Torf aufzuschlagen, aber diese wurden wieder niedergerissen durch die Eigentümer der Felder. Eine Masse Kinder starben und verdarben während dieses Feldzugs der Arbeit gegen das Kapital. (
Reynolds Newspaper. November, 29. 1863
).

Anmerkungen des Verfassers

(1)
„L'ouvrier
préte
son industrie“.
Storch. Cours d'Economie Politique
. Petersburger Ausgabe. 1815. t. II. p. 36, aber, setzt
Storch
schlau hinzu, er
„riskiert nichts“
außer
de perdre ... son salaire
... l'ouvrier ne transmet
rien de matériel
“. (37.l.c.). „All labour is paid alter it has ceased“. (104.
An Inquiry into those Principles, respecting the Nature of Demand etc. London, 1821
). Andre praktische Konsequenzen, die aus dieser, übrigens in der Natur des Verhältnisses begründeten Zahlungsweise hervorgehn, gehören nicht in den Bereich unsrer Untersuchung. Jedoch mag ein Beispiel am Platz sein. In London existieren zweierlei Sorten von Bäcker, die „full priced“, die das Brot zu seinem
vollen Preise
verkaufen, und die
„undersellers“
, die es
unter
diesem Preis verkaufen. Letztre Klasse bildet über 3/4 der gesamten Bäcker. ( p.XXXII. Report des Regierungskommissars
H. S. Tremenhere
über die
„Grievances complained of by the Journeymen Bakers etc“. London. 1862
). Diese „undersellers“ verfälschen großenteils das Brot durch Beimischung von Alaun, Seife, Perlasche, Kalk, Derbyshire Steinmehl usw. (Siehe das obenzitierte Blue Book, ebenso den Bericht des
„Committee of 1855 on the Adulteration of Bread“
, und
C. Hassall's: „Adulterations Detected“. 2-nd edition. London. 1861
).
Sir John Gordon
erklärte vor dem Committee von 1855, dass infolge dieser Fälschungen „the poor men who lived on 2 lbs. of bread a day did not take in one fourth of that amount of nutrition“, abgesehn von den „injurious effects on health“. Aber ein Grund warum „ein sehr großer Teil der arbeitenden Klasse“, obgleich die Fälschung ihnen bekannt, das Alaun, Steinmehl usw. mit in den Kauf nimmt, führt Tremenhere (l.c. p. XLXVIII) an, dass es für sie „a matter of necessity is to take, from their baker, or from the chendler's shop whatever bread may be offered to them“, weil sie, die den Arbeitslohn erst Ende der Woche erhalten, „only pay for the week's supply to the family at the week's end“ und, fügt Tremenhere, mit Anführung der Zeugenaussagen hinzu, „it is notorious that
bread composed of those mixtures, is mode expressly for sale in this manner
“.

(2)
Petty bestimmt den
Wert
des täglichen Arbeitslohns als Wert des „daily food“, das für den Arbeiter hinreicht „so as to live, labour, and generate“. (69.
Political Anatomy of Ireland
. (1622) edition,
London. 1691
. Zitiere nach
Dureau de la Malle
).

„The price of labour is always constituted of the price of necessaries“. Der Arbeiter erhält nicht den entsprechenden Lohn, „whenever the price of necessaries such, that the labouring man's wages will not,
suitably
to his low rank and station, as a labouring man, support
such a family
as is often the lot of many of them to have“. (p. 19.
Jacob Vanderlint: Money answers all Things.

London. 1734
.) „Le simple ouvrier, qui n'a que ses bras et son industrie, n'a
rien
qu'autant qu'il parvient à vendre à d'autres sa peine ... En tout genre de travail
il doit arriver
et
il arrive en effect
, que le salaire de l'ouvrier se borne à ce qui lui est nécessaire pour lui procurer sa subsistance“. (
Turgot: „Réflexions sur la Formation et la Distribution des Richesses“. (1766). Oeuvres, T. I, p. 10, édition Dairè. Paris, 1844
).

„The price of the necessaries of life is, in fact, the cost of producing labour“. (48, Note.
Malthus. Inquiry into etc. Rent. London, 1815
). "Aus einer vergleichenden Übersicht über Kornpreise und Arbeitslöhne seit der Regierung Edward's III. seit 500 Jahren also, folgt, dass die tägliche Einnahme des Arbeiters in diesem Land häufiger unter als über einem Peck Weizen (= ¼ Bushel) stand; dass ein Peck. Weizen eine Art Mittelpunkt, eher etwas über dem Mittelpunkt, bildet, um den die Arbeitslöhne, im Korn ausgedrückt, je nach Nachfrage oder Zufuhr oszilliert haben“. (
Malthus. Principles of Political Economy. 2-nd edition. London
, 1836. p. 254.)

„The natural price of any article, is that ... bestowed upon its production ... Its (labour's) natural price ... consists in such a quantity ei the necessaries and comforts of life, as, from the nature of the climate and the habits of the country, are necessary to support the labourer, and to enable him to rear such a family as may preserve,
in the market
, an undiminished supply of labour ... The natural price of labour ... though it varies under different climates, and with the different stages of national improvement, may, in any given time and place be regarded as very nearly stationary". (
R. Torrens: An Essay on the External Corn Trade. London. 1815
. p. 55 - 65
passim
).

(3)

J. T. Dunning
(Secretary to the London consolidated society of bookbinders).
Trades, Unions and Strikes: their philosophy and intention. London. 1860
. p. 6, 7.

(4)
l.c., p. 7.

(5)
l.c., p. 17.

(6)
Es versteht sich, dass die Kapitalisten diesen „uniform rate of labour“ am Eingriff in die persönliche Freiheit des Arbeiters denunzieren, als ein Hindernis, das den Kapitalisten hindere, dem Zug seines Herzens zu folgen und das besondre Talent usw. besonders zu belohnen. Herr
Dunne

‚ dessen eben zitierte Schrift nicht nur die Sache trifft, sondern mit glücklicher Ironie behandelt, antwortet, dass die Trades' Unions dem Kapitalisten erlauben „to pay for superior skill, er working ability, as much more as he pleases“, ihn aber verhindern, 99/100 der Lohnmasse, d. h. den Lohn des „common run of men“, der Durchschnittsarbeiter in jedem Geschäft, unter das
„Minimum des Salairs“
, d. h. den gewohnheitsmässigen Wert des durchschnittlichen Arbeitsvermögens herabzudrücken. dass die Verbindungen der Arbeiter gegen den Despotismus des Kapitals von einem Edinburgh Reviewer (1860. Über die Combinations of Trade) als eine Sklaverei denunziert werden, der sich diese freeborn Britons in unbegreiflicher Verblendung freiwillig unterwerfen, ist in der Ordnung. Im Krieg wünscht man, dass die feindliche Armee sich nicht dem Despotismus der Disziplin unterwerfe. Aber der moralisch indignierte
Reviewer
entdeckt noch Schlimmeres. Die Trades' Unions sind ein Sacrilegium, denn sie verletzen die Gesetze des
Free Trade
! Quelle horreur! Herr Dunne
antwortet u.a.: „It would not be
a free exchange of blows
, if one of the parties were to have one arm disabled or tied down, while the other had the free use of both ... the employer wishes to deal with his men singly, so that he whenever he pleases, may give the 'sweaters' price for their labour; their right arm es bargainers being tied down by their necessities in its sale. This he calls
free trade
, but the freedom is all on his own side. Call it
trade
, if you will, it is not free
exchange
“. (47, l.c.)

(7)
l.c., p. 6.

(8)
„Es hat sich eine philanthropische Assoziation in London gebildet, die bezweckt, Kaufkontrakte für Militärbekleidung zu denselben Preisen zu schließen, welche die Regierung gegenwärtig den contractors zahlt und dennoch den verhungernden Näherinnen einen Aufschlag von 30% auf ihre gegenwärtigen Löhne zu zahlen. Dies Resultat wird nämlich erreicht durch die Beseitigung des „middle-man“, dessen Profite dem Menschenmaterial zu gut kommen sollen, aus dem er sie bisher herausgeschnitten hat. Mit allen Vorteilen, die die Gesellschaft gewähren kann, kann eine Näherin nicht mehr verdienen als 1 shilling für 10 Stunden ununterbrochener Arbeit an Militärhemden, nämlich für zwei Hemden den Tag und bei Kleidungsstücken nicht mehr als 1 sh. 6 d. den Tag, für zwölfstündige Arbeit. Bei den jetzigen Kontraktverhältnissen schwanken ihre Löhne von 5 bis 8 d. Für zehnstündige Arbeit, wobei sie noch das Garn usw. stellen müssen“. (Times, 13. März 1860).

(9)
„There are, in the employ of the manufacturer, many youths who are taken as apprentices at the early age of 13 and 14 as flar-pressers and hollow-ware pressers. For the first two years they are paid weekly wages of 2 s. to 3 s. 6 d. per week. After that they begin to work on the
piece-work system
, earning journeymens' wages. 'The practice', as Longe says, 'of employing a great number of apprentices and taking them at the age of 13 and 14 is very common in a certain class of manufactories, a practice which is not only very prejudicial to the interests of the trade, but is probably another great cause to which
the bad constitutions of the potters is to be attributed
. This system,
so advantageous to the employer
, who requires quantity rather than quality of goods, tends directly to encourage the young potter
greatly to overwork himself
during the 4 or 5 years during which he is employed on the piece work system, but at low wages'. The consequences of overwork in the hot stoves at that early age may readily be anticipated“. (XIII.
Childrens' Employment Commission. First Report. London 1863
).

(10)
„Indeed, the main objection in different trades
to working by the piece
is the complaint that, when the men are found to earn good wages at it, the
employer wishes to reduce the price of the work
, and that
it is so often made use of as a means of reducing wages
“.

(11)
Was als vorläufige (ursprüngliche) Akkumulation des Kapitals erscheint, ist in der Tat nur Verselbständigung der Produktionsbedingungen - ihre Losscheidung vom selfemploying producer und seine Verwandlung in Lohnarbeiter. Im Text ist dies gezeigt an der Manufaktur. Klar dies z. B. aber auch an dem Verhältnis des farming capitalist und des Bauern etc. „La grande culture n'éxige pas uns plus grande masse de capitaux que la petite ou la moyenne culture; elle en éxige moins au contraire, aber in diesen verschiedenen Systemen müssen die Kapitalien verschieden distribuiert sein; dans la grande culture les capitaux appliqués à l'agriculture doivent so trouver entre les mains d'un petit nombre d'hommes qui salarient les bras qu'ils emploient“. (p.
218. 2-ème livraison, 1825. Mathieu de Dombasle: Annales Agricoles de Rovilles
).

Anmerkungen der Herausgeber

Im Manuskript durchgestrichen.

[Hier bricht der Text der Seite 25 ab.
D. Red.
]

[Der vorstehende Absatz im Manuskript quer durchgestrichen.
D. Red.
]

[Die Seiten 261 und 262 fehlen. Statt dieser fehlenden Fortsetzung liegt ein als Seite 379 bezeichnetes Blatt vor, das sich dem Thema nach einigermaßen ungezwungen dem vorstehenden Text anschließt und von Marx überschrieben ist:] ad b)
Verschiedne Zentralisation der Produktionsmittel bei verschiednen Völkern.
[Auf dieses Stichwort folgt der nachstehende Text.
D. Red.
]

[Diese Nummer, wie auch die nachfolgenden, ist keine Seitennummer, sondern die Ordnungszahl einer Fußnote, die der nachstehende Text bildet. Die Seiten, auf denen sich diese Fußnoten befinden, sind nicht paginiert. [
D. Red.
]

[Diese und die folgende Seite ist ebenfalls nicht paginiert.
D. Red.
]

[Der Text dieser Seite ist einmalig vertikal durchgestrichen.
D. Red.
]

[Auch diese Seite ist nicht nummeriert.
D. Red.
]

[Soll heißen: Dunning.
D. Red.
]