Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen
Ökonomie

Nach
Karl Marx Friedrich Engels Werke Band 42, Berlin 1983, S.
47-768.

A.
Einleitung

I. Produktion,
Konsumtion, Distribution, Austausch (Zirkulation)

2. Das allgemeine Verhältnis der Produktion zu Distribution, Austausch, Konsumtion

3. Die Methode der politischen Ökonomie

4. Produktion.
Produktionsmittel und Produktionsverhältnisse. Produktionsverhältnisse und
Verkehrsverhältnisse. Staats- und Bewußtseinsformen im Verhältnis zu den
Produktions- und Verkehrverhältnissen. Rechtsverhältnisse.
Familienverhältnisse

II. Das Kapitel vom Geld

Alfred Darimon: De la
Réforme des Banques. Paris 1856

Entstehung und Wesen des
Geldes

Die edlen Metalle als Träger
des Geldverhältnisses

a) Gold und Silber im
Verhältnis zu den anderen Metallen – b) Schwankungen des Wertverhältnisses
zwischen den verschiedenen Metallen

Der Umlauf des Geldes

a) Das Geld als Maß der Werte
- b) Das Geld als Zirkulationsmittel – c) Das Geld als materieller
Repräsentant des Reichtums. (Aufhäufen des Geldes; vorher noch das Geld als
die allgemeine Materie der Kontrakte etc.)

III.
Das Kapitel vom Kapital

Erster Abschnitt: Der Produktionsprozess des Kapitals

Das Kapitel vom Geld als
Kapital

Verwandlung von Geld in
Kapital
– 1. Die Zirkulation und der aus der Zirkulation
herkommende Tauschwert die Voraussetzung des Kapitals– 2. Der aus der
Zirkulation herkommende Tauschwert sich ihr voraussetzend, sich in ihr
erhaltend und vervielfältigend vermittelst der Arbeit

Austausch zwischen Kapital
und Arbeit

Arbeitsprozess und
Verwertungsprozess

Absoluter und relativer
Mehrwert

Mehrwert und Profit

Zweiter Abschnitt: Der Zirkulationsprozess des Kapitals

Reproduktion und
Akkumulation des Kapitals

Ursprüngliche Akkumulation
des Kapitals

Formen, die der
kapitalistischen Produktion vorhergehen

Kreislauf des Kapitals

Theorien über
Mehrwert und Profit

Fixes und zirkulierendes
Kapital

Fixes Kapital und
Entwicklung der Produktivkräfte der Gesellschaft

Zirkulation und Reproduktion
des fixen und des zirkulierenden Kapitals

Dritter Abschnitt. Das
Kapital als Frucht bringend. Zins. Profit. (Produktionskosten etc.)

E
rgänzungen zu den Kapiteln
von Geld und vom Kapital

Geld als Maß der Werte
–
Geld als Zirkulationsmittel
und als selbständiger Wert
–
Maschinerie und Profit
–
Entfremdung
–
Vermischtes

1.Wert


## A. Einleitung

Produktion, Konsumtion, Distribution, Austausch
(Zirkulation)

Produktion

Das allgemeine Verhältnis der Produktion zu Distribution,
Austausch, Konsumtion

Produktion und Konsumtion

Produktion und Distribution

Austausch endlich und Zirkulation

Die Methode der politischen Ökonomie

Produktion. Produktionsmittel und Produktionsverhältnisse.
Produktionsverhältnisse und Verkehrsverhältnisse. Staats- und
Bewußtseinsformen im Verhältnis zu den Produktions- und
Verkehrverhältnissen. Rechtsverhältnisse. Familienverhältnisse

### I. Produktion, Konsumtion, Distribution, Austausch (Zirkulation)

1. Produktion

a) Der vorliegende Gegenstand
zunächst die
materielle Produktion
.

In Gesellschaft produzierende
Individuen - daher gesellschaftlich bestimmte Produktion der Individuen ist
natürlich der Ausgangspunkt. Der einzelne und vereinzelte Jäger und Fischer,
womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen Einbildungen der
18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich
einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem
mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social,
der die von Natur independenten Subjekte durch Vertrag in Verhältnis und
Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dies Schein und nur der
ästhetische Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die
Vorwegnahme der "bürgerlichen Gesellschaft", die seit dem 16.
Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte.
In dieser Gesellschaft der freien Konkurrenz erscheint der Einzelne losgelöst
von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör
eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. Den Propheten des
18. Jahrhunderts, auf deren Schultern Smith und Ricardo noch ganz stehn,
schwebt dieses Individuum des 18. Jahrhunderts - das Produkt einerseits der
Auflösung der feudalen Gesellschaftsformen, andrerseits der seit dem 16.
Jahrhundert neu entwickelten Produktivkräfte - als Ideal vor, dessen Existenz
eine vergangne sei. Nicht als ein historisches Resultat, sondern als
Ausgangspunkt der Geschichte. Weil als das naturgemäße Individuum, angemessen ihrer
Vorstellung von der menschlichen Natur, nicht als ein geschichtlich
entstehendes, sondern von der Natur gesetztes. Diese Täuschung ist jeder neuen
Epoche bisher eigen gewesen. Steuart, der in mancher Hinsicht im Gegensatz zum
18. Jahrhundert und als Aristokrat mehr auf historischem Boden steht, hat diese
Einfältigkeit vermieden.

Je tiefer wir in der Geschichte
zurückgehen, je mehr erscheint das Individuum, daher auch das produzierende
Individuum, als unselbständig, einem größren Ganzen angehörig: erst noch in
ganz natürlicher Weise in der Familie und in der zum Stamm erweiterten Familie;
später in dem aus dem Gegensatz und Verschmelzung der Stamme hervorgehenden
Gemeinwesen in seinen verschiednen Formen. Erst in dem 18. Jahrhundert, in der
"bürgerlichen Gesellschaft", treten die verschiednen Formen des
gesellschaftlichen Zusammenhangs dem Einzelnen als bloßes Mittel für seine
Privatzwecke entgegen, als äußerliche Notwendigkeit. Aber die Epoche, die
diesen Standpunkt erzeugt, den des vereinzelten Einzelnen, ist gerade die der
bisher entwickeltsten gesellschaftlichen (allgemeinen von diesem Standpunkt
aus) Verhältnisse. Der Mensch ist im wörtlichsten Sinn ein zwon politikon,
nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft
sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der
Gesellschaft - eine Rarität, die einem durch Zufall in die Wildnis verschlagnen
Zivilisierten wohl vorkommen kann, der in sich dynamisch schon die
Gesellschaftskräfte besitzt - ist ein ebensolches Unding als Sprachentwicklung
ohne
zusammen
lebende und zusammen sprechende Individuen. Es ist sich
dabei nicht länger aufzuhalten. Der Punkt wäre gar nicht zu berühren, wenn die
Fadaise, die bei den Leuten des 18. Jahrhunderts Sinn und Verstand hatte, von
Bastiat, Carey, Proudhon etc. nicht wieder ernsthaft mitten in die modernste
Ökonomie hereingezogen würde. Für Proudhon u.a. ist es natürlich angenehm, den
Ursprung eines ökonomischen Verhältnisses, dessen geschichtliche Entstehung er
nicht kennt, dadurch geschichtsphilosophisch zu entwickeln, daß er mythologisiert,
Adam oder Prometheus sei auf die Idee fix und fertig gefallen, dann sei sie
eingeführt worden etc. Nichts ist langweilig trockner, als der phantasierende
locus communis <Gemeinplatz>.

Wenn also von Produktion die
Rede ist, ist immer die Rede von Produktion auf einer bestimmten
gesellschaftlichen Entwicklungsstufe - von der Produktion gesellschaftlicher
Individuen. Es könnte daher scheinen, daß, um überhaupt von der Produktion zu
sprechen, wir entweder den geschichtlichen Entwicklungsprozeß in seinen
verschiednen Phasen verfolgen müssen, oder von vornherein erklären, daß wir es
mit einer bestimmten historischen

Epoche zu tun
haben, also z.B. mit der modernen bürgerlichen Produktion, die in der Tat unser
eigentliches Thema ist. Allein alle Epochen der Produktion haben gewisse
Merkmale gemein, gemeinsame Bestimmungen. Die
Produktion im allgemeinen ist
eine
Abstraktion, aber eine verständige Abstraktion, sofern sie

wirklich das
Gemeinsame hervorhebt, fixiert und uns daher die Wiederholung erspart. Indes
dies
Allgemeine
,
oder das durch Vergleichung herausgesonderte Gemeinsame, ist selbst ein
vielfach Gegliedertes, in verschiedne Bestimmungen Auseinanderfahrendes.
Einiges davon gehört allen Epochen; andres einigen gemeinsam. [Einige]
Bestimmungen werden der modernsten Epoche mit der ältesten gemeinsam sein. Es
wird sich keine Produktion ohne sie denken lassen; allein, wenn die
entwickeltsten Sprachen Gesetze und Bestimmungen mit den unentwickeltsten
gemein haben, so ist grade das, was ihre Entwicklung ausmacht, der Unterschied
von diesem Allgemeinen und Gemeinsamen. Die Bestimmungen, die für die
Produktion überhaupt gelten, müssen grade gesondert werden, damit <In der
Handschrift: um> über der Einheit - die schon daraus hervorgeht, daß das
Subjekt, die Menschheit, und das Objekt, die Natur, dieselben - die wesentliche
Verschiedenheit nicht vergessen wird. In diesem Vergessen liegt z.B. die ganze
Weisheit der modernen Ökonomen, die die Ewigkeit und Harmonie der bestehenden
sozialen Verhältnisse beweisen. Z.B. keine Produktion möglich, ohne ein
Produktionsinstrument, wäre dies Instrument auch nur die Hand. Keine möglich
ohne vergangne, aufgehäufte Arbeit, wäre diese Arbeit auch nur die Fertigkeit,
die in der Hand des Wilden durch wiederholte Übung angesammelt und konzentriert
ist. Das Kapital ist unter andrem auch Produktionsinstrument, auch vergangne,
objektivierte Arbeit. Also ist das Kapital ein allgemeines, ewiges
Naturverhältnis; d.h., wenn ich grade das Spezifische weglasse, was
"Produktionsinstrument", "aufgehäufte Arbeit" erst zum
Kapital macht. Die ganze Geschichte der Produktionsverhältnisse erscheint daher
z.B. bei Carey als eine durch die Regierungen böswillig veranlaßte
Verfälschung.

Wenn es keine Produktion im
allgemeinen gibt, so gibt es auch keine allgemeine Produktion. Die Produktion
ist immer ein besondrer Produktionszweig - z.B. Agrikultur, Viehzucht,
Manufaktur etc. - oder sie ist
Totalität
. Allein die politische Ökonomie
ist nicht Technologie. Das Verhältnis der allgemeinen Bestimmungen der
Produktion auf einer gegebnen gesellschaftlichen Stufe zu den besondren
Produktionsformen anderswo zu entwickeln (später).

Endlich ist die Produktion auch nicht
nur besondre. Sondern es ist stets nur ein gewisser Gesellschaftskörper, ein
gesellschaftliches Subjekt, das in einer größren oder dürftigren Totalität von
Produktionszweigen tätig ist. Das Verhältnis, das die wissenschaftliche
Darstellung zur reellen Bewegung hat, gehört ebenfalls noch nicht hierher.
Produktion im allgemeinen. Besondere Produktionszweige. Totalität der
Produktion.

Es ist Mode, der Ökonomie einen
allgemeinen Teil vorherzuschicken - und es ist grade der, der unter dem Titel
"Produktion" figuriert (siehe zum Beispiel J. St. Mill) -, worin die
allgemeinen Bedingungen
aller
Produktion abgehandelt werden. Dieser allgemeine Teil besteht oder soll
angeblich bestehn:

1. aus den Bedingungen, ohne
welche Produktion nicht möglich ist. D.h. also in der Tat nichts als die
wesentlichen Momente aller Produktion angeben. Es reduziert sich dies in der
Tat aber, wie wir sehn werden, auf einige sehr einfache Bestimmungen, die in
flachen Tautologien breitgeschlagen werden;

2. die Bedingungen, die mehr
oder weniger die Produktion fördern, wie z.B. Adam Smiths fortschreitender und
stagnanter Gesellschaftszustand. Um dies, was als Aperçu bei ihm seinen Wert
hat, zu wissenschaftlicher Bedeutung zu erheben, wären Untersuchungen nötig,
über die Perioden der
Grade der Produktivität
in der Entwicklung
einzelner Völker - eine Untersuchung, die außerhalb der eigentlichen Grenzen
des Themas liegt, soweit sie aber in dasselbe gehört, bei der Entwicklung der
Konkurrenz, Akkumulation usw. anzubringen ist. In der allgemeinen Fassung läuft
die Antwort auf das Allgemeine hinaus, daß ein industrielles Volk die Höhe
seiner Produktion in dem Moment besitzt, worin es überhaupt reine
geschichtliche Höhe einnimmt. In fact. Industrielle Höhe eines Volks, solange
noch nicht der Gewinn, sondern das Gewinnen ihm Hauptsache ist. Sofern die
Yankees über den Engländern. Oder aber: daß z.B. gewisse Racen, Anlagen,
Klimate, Naturverhältnisse, wie Seelage, Fruchtbarkeit des Boden etc., der
Produktion günstiger sind als andre. Läuft auch wieder auf die Tautologie
hinaus, daß der Reichtum in dem Grade leichter geschaffen wird, als subjektiv
und objektiv seine Elemente in höherm Grad vorhanden sind

Das ist es aber alles nicht,
worum es den Ökonomen wirklich in diesem allgemeinen Teil sich handelt. Die
Produktion soll vielmehr - siehe z.B. Mill - im Unterschied von der
Distribution etc. als eingefaßt in von der Geschichte unabhängigen ewigen
Naturgesetzen dargestellt werden, bei welcher Gelegenheit dann ganz unter der
Hand bürgerliche Verhältnisse als unumstößliche Naturgesetze der Gesellschaft
in abstracto untergeschoben

werden. Dies ist der
mehr oder minder bewußte Zweck des ganzen Verfahrens. Bei der Distribution
dagegen sollen die Menschen in der Tat allerlei Willkür sich erlaubt haben.
Ganz abgesehn von dem rohen Auseinanderreißen von Produktion und Distribution
und ihrem wirklichen Verhältnis, muß so viel von vornherein einleuchten, daß,
wie verschiedenartig die Distribution auf verschiednen Gesellschaftsstufen sein
mag, es ebenso möglich sein muß, ebensogut wie in der Produktion, gemeinsame
Bestimmungen herauszuholen und ebenso möglich, alle historischen Unterschiede
zu konfundieren oder auszulöschen

in
allgemein menschlichen
Gesetzen.
Z.B. der Sklave, der Leibeigne, der Lohnarbeiter erhalten alle ein Quantum
Nahrung, das ihnen möglich macht, als Sklave, als Leibeigner, als Lohnarbeiter
zu existieren. Der Erobrer, der vom Tribut, oder der Beamte, der von der
Steuer, oder der Grundeigentümer, der von der Rente, oder der Mönch, der vom
Almosen, oder der Levit, der vom Zehnten lebt, erhalten alle ein Quotum der
gesellschaftlichen Produktion, das nach andren Gesetzen bestimmt ist als das
des Sklaven etc. Die beiden Hauptpunkte, die alle Ökonomen unter diese Rubrik
stellen, sind: 1. Eigentum; 2. Sicherung desselben durch Justiz, Polizei etc.
Es ist darauf sehr kurz zu antworten:

ad 1. Alle Produktion ist
Aneignung der Natur von seiten des Individuums innerhalb und vermittelst einer
bestimmten Gesellschaftsform. In diesem Sinn ist es Tautologie, zu sagen, daß
Eigentum (Aneignen) eine Bedingung der Produktion sei. Lächerlich aber ist es,
hiervon einen Sprung auf eine bestimmte Form des Eigentums, z.B. das
Privateigentum, zu machen. (Was dazu noch eine gegensätzliche Form, die
Nichteigentum

ebensowohl als Bedingung unterstellt.) Die Geschichte zeigt vielmehr
Gemeineigentum (z.B. bei den Indern, Slawen, alten Kelten etc.) als die
ursprüngliche Form, eine Form, die unter der Gestalt des Gemeindeeigentums noch
lange eine bedeutende Rolle spielt. Von der Frage, ob der Reichtum sich besser
unter dieser oder jener Form des Eigentums entwickle, ist hier noch gar nicht
die Rede. Daß aber von keiner Produktion, also auch von keiner Gesellschaft die
Rede sein kann, wo keine Form des Eigentums existiert, ist eine Tautologie.
Eine Aneignung, die sich nichts zu eigen macht, ist eine contradictio in subjecto
<ein Widersinn>.

ad 2. Sicherstellung des
Erworbnen etc. Wenn diese Trivialitäten auf ihren wirklichen Gehalt reduziert
werden, so sprechen sie mehr aus, als ihre Prediger wissen. Nämlich, daß jede
Form der Produktion ihre eignen

Rechtsverhältnisse, Regierungsform etc. erzeugt. Die Roheit und
Begriffslosigkeit liegt eben darin, das organisch Zusammengehörende zufällig
aufeinander zu beziehn, in einen bloßen Reflexionszusammenhang zu bringen. Den
bürgerlichen Ökonomen schwebt nur vor, daß sich mit der modernen Polizei besser
produzieren lasse als z.B. im Faustrecht. Sie vergessen nur, daß auch das
Faustrecht ein Recht ist, und daß das Recht des Stärkeren unter andrer Form
auch in ihrem "Rechtsstaat" fortlebt.

Wenn die einer bestimmten Stufe
der Produktion entsprechenden gesellschaftlichen Zustände erst entstehn, oder
wenn sie schon vergehn, treten natürlich Störungen der Produktion ein, obgleich
in verschiednem Grad und von verschiedner Wirkung.

Zu resümieren: Es gibt allen
Produktionsstufen gemeinsame Bestimmungen, die vom Denken als allgemeine
fixiert werden; aber die sogenannten
allgemeinen Bedingungen
aller
Produktion sind nichts als diese abstrakten Momente, mit denen keine wirkliche
geschichtliche Produktionsstufe begriffen ist.

### 2. Das allgemeine Verhältnis der Produktion zu Distribution, Austausch, Konsumtion

Ehe in eine weitere Analyse der
Produktion eingegangen wird, ist es nötig, die verschiednen Rubriken, die die
Ökonomen neben sie stellen, ins Auge zu fassen.

Die flach auf der Hand liegende
Vorstellung: In der Produktion eignen (bringen hervor, gestalten) die
Gesellschaftsglieder die Naturprodukte menschlichen Bedürfnissen an; die
Distribution bestimmt das Verhältnis, worin der einzelne teilnimmt an diesen Produkten;
der Austausch führt ihm die besondren Produkte zu, in die er das ihm durch die
Distribution zugefallne Quantum umsetzen will; endlich in der Konsumtion werden
die Produkte <In der Handschrift: Produktion> Gegenstände des Genusses,
der individuellen Aneignung. Die Produktion bringt die den Bedürfnissen
entsprechenden Gegenstände hervor; die Distribution verteilt sie nach
gesellschaftlichen Gesetzen; der Austausch verteilt wieder das schon Verteilte
nach dem einzelnen Bedürfnis; endlich in der Konsumtion tritt das Produkt aus
dieser gesellschaftlichen Bewegung heraus, es wird direkt Gegenstand und Diener
des einzelnen Bedürfnisses und befriedigt es im Genuß. Produktion erscheint so
als der Ausgangspunkt, Konsumtion als der Endpunkt, Distribution und Austausch
als die Mitte, die selbst wieder doppelt ist, indem die Distribution als das
von der Gesellschaft, der Austausch als das als das von den Individuen
ausgehende Moment bestimmt ist. In der Produktion objektiviert sich die Person,
in der Konsumtion <In der Handschrift: Person> subjektiviert sich die
Sache; in der Distribution übernimmt die Gesellschaft in der Form allgemeiner,
herrschender Bestimmungen die Vermittlung zwischen der Produktion und
Konsumtion; in dem Austausch sind sie vermittelt durch die zufällige
Bestimmtheit des Individuums.

Die Distribution bestimmt das
Verhältnis (das Quantum), worin die Produkte an das Individuum fallen; der
Austausch bestimmt die Produkte, worin das Individuum den ihm durch die
Distribution zugewiesnen Anteil verlangt.

Produktion, Distribution, Austausch,
Konsumtion bilden so einen regelrechten Schluß; Produktion die Allgemeinheit,
Distribution und Austausch die Besonderheit, Konsumtion die Einzelheit, worin
sich das Ganze zusammenschließt. Dies ist allerdings ein Zusammenhang, aber ein
flacher. Die Produktion ist durch allgemeine Naturgesetze bestimmt; die
Distribution durch gesellschaftlichen Zufall, und sie kann daher mehr oder
weniger befördernd auf die Produktion wirken; der Austausch liegt zwischen
beiden als formal gesellschaftliche Bewegung, und der schließende Akt der
Konsumtion, der nicht nur als Endziel, sondern auch als Endzweck gefaßt wird,
liegt eigentlich außerhalb der Ökonomie, außer soweit er wieder zurück wirkt
auf den Ausgangspunkt und den ganzen Vorgang von neuem einleitet.

Die Gegner der politischen
Ökonomen - seien es Gegner innerhalb oder außerhalb ihres Berings -, die ihnen
barbarische Auseinanderreißung des Zusammengehörigen vorwerfen, stehn entweder
mit ihnen auf demselben Boden oder unter ihnen. Nichts gewöhnlicher als der
Vorwurf, die politischen Ökonomen faßten die Produktion zu ausschließlich als
Selbstzweck ins Auge. Es komme ebensosehr auf die Distribution an. Diesem
Vorwurf liegt grade die ökonomische Vorstellung zugrunde, daß die Distribution
als selbständige, unabhängige Sphäre neben der Produktion haust. Oder die
Momente würden nicht in ihrer Einheit gefaßt. Als wenn dies Auseinanderreißen
nicht aus der Wirklichkeit in die Lehrbücher, sondern umgekehrt aus den
Lehrbüchern in die Wirklichkeit gedrungen sei, und es sich hier um eine
dialektische Ausgleichung von Begriffen handele, und nicht um die Auflösung
realer Verhältnisse!

a) [Produktion und Konsumtion]

Die Produktion ist unmittelbar
auch Konsumtion. Doppelte Konsumtion, subjektive und objektive: das Individuum,
das im Produzieren seine Fähigkeiten entwickelt, gibt sie auch aus, verzehrt
sie im Akt der Produktion, ganz wie das natürliche Zeugen eine Konsumtion von
Lebenskräften ist. Zweitens: Konsumtion der Produktionsmittel, die gebraucht
und abgenutzt werden und zum Teil (wie z.B. bei der Feurung) in die allgemeinen
Elemente wieder aufgelöst werden. Ebenso Konsumtion des Rohstoffs, der nicht in
seiner natürlichen Gestalt und Beschaffenheit bleibt, die vielmehr aufgezehrt
wird. Der Akt der Produktion selbst ist daher in allen seinen Momenten auch ein
Akt der Konsumtion. Aber dies geben die Ökonomen zu. Die Produktion als
unmittelbar identisch mit der Konsumtion, die Konsumtion als unmittelbar
zusammenfallend mit der Produktion, nennen sie
produktive Konsumtion
.

Diese Identität von Produktion und Konsumtion kommt hinaus auf Spinozas Satz:
Determinatio est negatio <Bestimmung ist Verneinung>.

Aber diese Bestimmung der
produktiven Konsumtion wird eben nur aufgestellt, um die mit der Produktion
identische Konsumtion zu trennen von der eigentlichen Konsumtion, die vielmehr
als vernichtender Gegensatz der Produktion gefaßt wird. Betrachten wir also die
eigentliche Konsumtion.

Die Konsumtion ist unmittelbar
auch Produktion, wie in der Natur die Konsumtion der Elemente und der
chemischen Stoffe Produktion der Pflanze ist. Daß in der Nahrung z.B., einer
Form der Konsumtion, der Mensch seinen eignen Leib produziert, ist klar. Es gilt
dies aber von jeder andren Art der Konsumtion, die in einer oder der andren Art
den Menschen nach einer Seite hin produziert. Konsumtive Produktion. Allein,
sagt die Ökonomie, diese mit der Konsumtion identische Produktion ist eine
zweite, aus der Vernichtung des ersten Produkts hervorgehende. In der ersten
versachlichte sich der Produzent, in der zweiten personifiziert sich die von
ihm geschaffne Sache. Also ist diese konsumtive Produktion - obgleich sie eine
unmittelbare Einheit zwischen Produktion und Konsumtion ist - wesentlich
verschieden von der eigentlichen Produktion. Die unmittelbare Einheit, worin
die Produktion mit der Konsumtion und die Konsumtion mit der Produktion
zusammenfällt, läßt ihre unmittelbare Zweiheit bestehn.

Die Produktion ist also
unmittelbar Konsumtion, die Konsumtion ist unmittelbar Produktion. Jede ist
unmittelbar ihr Gegenteil. Zugleich aber findet eine vermittelnde Bewegung
zwischen beiden statt. Die Produktion vermittelt die Konsumtion, deren Material
sie schafft, der ohne sie der Gegenstand fehlte. Aber die Konsumtion vermittelt
auch die Produktion, indem sie den Produkten erst das Subjekt schafft, für das
sie Produkte sind. Das Produkt erhält erst den letzten finish <die letzte
Vollendung> in der Konsumtion. Eine Eisenbahn, auf der nicht gefahren wird,
die also nicht abgenutzt, nicht konsumiert wird, ist nur ein Eisenbahn dunamei
<der Möglichkeit nach>, nicht der Wirklichkeit nach. Ohne Produktion
keine Konsumtion; aber auch ohne Konsumtion keine Produktion, da die Produktion
so zwecklos wäre. Die Konsumtion produziert die Produktion doppelt,

1. indem erst in der Konsumtion
das Produkt wirkliches Produkt wird. Z.B. ein Kleid wird erst wirklich Kleid
durch den Akt des Tragens; ein Haus, das nicht bewohnt wird, ist in fact kein
wirkliches Haus; also als Produkt, im Unterschied von bloßem Naturgegenstand,
bewährt sich,
wird
das Produkt erst in der Konsumtion. Die Konsumtion
gibt, indem sie das Produkt auflöst, ihm erst den finishing stroke <letzten
Schliff>;

denn Produkt ist das Produkt <In der
Handschrift: die Produktion> nicht als <In der Handschrift: nicht nur
als> versachlichte Tätigkeit, sondern nur als Gegenstand für das tätige
Subjekt;

2. indem die Konsumtion das
Bedürfnis
neuer
Produktion schafft, also den idealen innerlich
treibenden Grund der Produktion, der ihre Voraussetzung ist. Die Konsumtion
schafft den Trieb der Produktion; sie schafft auch den Gegenstand, der als
zweckbestimmend in der Produktion tätig ist. Wenn es klar ist, daß die
Produktion den Gegenstand der Konsumtion äußerlich darbietet, so ist daher
ebenso klar, daß die Konsumtion den Gegenstand der Produktion
ideal setzt
,
als innerliches Bild, als Bedürfnis, als Trieb und als Zweck. Sie schafft die
Gegenstände der Produktion in noch subjektiver Form. Ohne Bedürfnis keine
Produktion. Aber die Konsumtion reproduziert das Bedürfnis.

Dem entspricht von seiten der
Produktion, daß sie

1. der Konsumtion <In der
Handschrift: Produktion> das Material den Gegenstand liefert. Eine
Konsumtion ohne Gegenstand ist keine Konsumtion; also schafft nach dieser
Seite, produziert die Produktion die Konsumtion.

2. Aber es ist nicht nur der
Gegenstand, den die Produktion der Konsumtion schafft. Sie gibt auch der
Konsumtion ihre Bestimmtheit, ihren Charakter, ihren finish. Ebenso wie die
Konsumtion dem Produkt seinen finish als Produkt gab, gibt die Produktion den
finish der Konsumtion.
Einmal
ist der Gegenstand kein Gegenstand
überhaupt, sondern ein bestimmter Gegenstand, der in einer bestimmten, durch
die Produktion selbst wieder [zu] vermittelnden Art konsumiert werden muß.
Hunger ist Hunger, aber Hunger, der sich durch gekochtes, mit Gabel und Messer
gegeßnes Fleisch befriedigt, ist ein andrer Hunger, als der rohes Fleisch mit
Hilfe von Hand, Nagel und Zahn verschlingt. Nicht nur der Gegenstand der
Konsumtion, sondern auch die Weise der Konsumtion wird daher durch die
Produktion produziert, nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv. Die
Produktion schafft also den Konsumenten.

3. Die Produktion liefert dem
Bedürfnis nicht nur ein Material, sondern sie liefert dem Material auch ein
Bedürfnis. Wenn die Konsumtion aus ihrer ersten Naturroheit und Unmittelbarkeit
heraustritt - und das Verweilen in derselben wäre selbst noch das Resultat
einer in der Naturroheit steckenden Produktion -, so ist sie selbst als Trieb
vermittelt durch den Gegenstand. Das Bedürfnis, das sie nach ihm fühlt, ist
durch die Wahrnehmung desselben geschaffen. Der Kunstgegenstand - ebenso jedes
andre Produkt - schafft ein kunstsinniges und schönheitsgenußfähiges Publikum.
Die Produktion produziert daher nicht nur einen Gegenstand für das Subjekt,
sondern auch ein Subjekt für den Gegenstand.

Die Produktion produziert die
Konsumtion daher, 1. indem sie ihr das Material schafft; 2. indem sie die Weise
der Konsumtion bestimmt;

3. indem sie die erst von ihr als
Gegenstand gesetzten Produkte als Bedürfnis im Konsumenten erzeugt. Sie
produziert daher Gegenstand der Konsumtion, Weise der Konsumtion, Trieb der
Konsumtion. Ebenso produziert die Konsumtion die
Anlage
des Produzenten,
indem sie ihn als zweckbestimmendes Bedürfnis sollizitiert.

Die Identitäten zwischen
Konsumtion und Produktion erscheinen also dreifach;

1.
Unmittelbare Identität
:
Die Produktion ist Konsumtion; die Konsumtion ist Produktion. Konsumtive
Produktion. Produktive Konsumtion. Die Nationalökonomen nennen beides
produktive Konsumtion. Machen aber noch einen Unterschied. Die erste figuriert
als Reproduktion; die zweite als produktive Konsumtion. Alle Untersuchungen
über die erste sind die über produktive oder unproduktive Arbeit; die über die
zweite über produktive oder nichtproduktive Konsumtion.

2. Daß jede als Mittel der
andren erscheint; von ihr vermittelt wird; was als ihre wechselseitige
Abhängigkeit ausgedrückt wird; eine Bewegung, wodurch sie aufeinander bezogen
werden und sich wechselseitig unentbehrlich erscheinen, aber sich doch noch äußerlich
bleiben. Die Produktion schafft das Material als äußerlichen Gegenstand für die
Konsumtion; die Konsumtion schafft das Bedürfnis als innern Gegenstand, als
Zweck für die Produktion. Ohne Produktion keine Konsumtion; ohne Konsumtion
keine Produktion. Figuriert in der Ökonomie in vielen Formen.

3. Die Produktion ist nicht nur
unmittelbar Konsumtion, und die Konsumtion unmittelbar Produktion; noch ist die
Produktion nur Mittel für die Konsumtion und die Konsumtion Zweck für die
Produktion, d.h., daß jede der andren ihren Gegenstand liefert, die Produktion
äußerlichen der Konsumtion, die Konsumtion vorgestellten der Produktion;
sondern jede derselben ist nicht nur unmittelbar die andre, noch die andre nur
vermittelnd, sondern jede der beiden schafft, indem sie sich vollzieht, die
andre; sich als die andre. Die Konsumtion vollzieht erst den Akt der
Produktion, indem sie das Produkt als Produkt vollendet, indem sie es auflöst,
die selbständig sachliche Form an ihm verzehrt; indem sie die in dem ersten Akt
der Produktion entwickelte Anlage durch das Bedürfnis der Wiederholung zur
Fertigkeit steigert; sie ist also nicht nur der abschließende Akt, wodurch das
Produkt Produkt, sondern auch, wodurch der Produzent Produzent wird.
Andrerseits produziert die Produktion die Konsumtion, indem sie die bestimmte
Weise der Konsumtion schafft, und dann, indem sie den Reiz der Konsumtion, die
Konsumtionsfähigkeit selbst

schafft als Bedürfnis. Diese
letztre unter 3. bestimmte Identität in der Ökonomie vielfach erläutert in dem
Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr, von Gegenständen und Bedürfnissen, von
durch die Sozietät geschaffnen und natürlichen Bedürfnissen.

Hiernach für einen Hegelianer
nichts einfacher, als Produktion und Konsumtion identisch zu setzen. Und das
ist geschehn nicht nur von sozialistischen Belletristen, sondern von
prosaischen Ökonomen selbst, z.B. Say, in der Form, daß wenn man ein Volk betrachte,
seine Produktion seine Konsumtion sei. Oder auch die Menschheit in abstracto.
Storch hat dem Say das Falsche nachgewiesen, indem ein Volk z.B. nicht rein
sein Produkt konsumiert, sondern auch Produktionsmittel schafft etc., fixes
Kapital etc. Die Gesellschaft als ein einziges Subjekt betrachten, ist, sie
überdem falsch betrachten - spekulativ. Bei einem Subjekt erscheinen Produktion
und Konsumtion als Momente eines Akts. Das Wichtigste ist hier nur
hervorgehoben, daß, betrachte man Produktion und Konsumtion als Tätigkeiten
eines Subjekts oder einzelner Individuen, sie jedenfalls als Momente eines
Prozesses erscheinen, worin die Produktion der wirkliche Ausgangspunkt und
darum auch das übergreifende Moment ist. Die Konsumtion als Notdurft, als
Bedürfnis ist selbst ein innres Moment der produktiven Tätigkeit. Aber die
letztre ist der Ausgangspunkt der Realisierung und daher auch ihr
übergreifendes Moment, der Akt, worin der ganze Prozeß sich wieder verläuft.
Das Individuum produziert einen Gegenstand und kehrt durch dessen Konsumtion
wieder in sich zurück, aber als produktives Individuum, und sich selbst
reproduzierendes. Die Konsumtion erscheint so als Moment der Produktion.

In der Gesellschaft aber ist
die Beziehung des Produzenten auf das Produkt, sobald es fertig ist, eine
äußerliche <In der Handschrift: ein äußerliches> und die Rückkehr
desselben zu dem Subjekt hängt ab von seinen Beziehungen zu andren Individuen. Es
wird desselben nicht unmittelbar habhaft. Auch ist die unmittelbare Aneignung
desselben nicht sein Zweck, wenn es in der Gesellschaft produziert. Zwischen
den Produzenten und die Produkte tritt die
Distribution
, die durch
gesellschaftliche Gesetze seinen Anteil an der Welt der Produkte bestimmt, also
zwischen die Produktion und Konsumtion tritt.

Steht nun die Distribution als
selbständige Sphäre neben und außerhalb der Produktion?

b) [Produktion und Distribution]

Wenn man die gewöhnlichen
Ökonomien betrachtet, muß zunächst auffallen, daß alles in ihnen doppelt
gesetzt wird. Z.B. in der Distribution figurieren Grundrente, Arbeitslohn, Zins
und Profit, während in der Produktion Erde, Arbeit, Kapital figurieren als Agenten
der Produktion. Mit dem Kapital nun ist von vornherein einleuchtend, daß es
doppelt gesetzt ist, 1. als Produktionsagent; 2. als Einnahmequelle; als
bestimmend bestimmte Distributionsform. Zins und Profit figurieren daher auch
als solche in der Produktion, insofern sie Formen sind, in denen das Kapital
sich vermehrt, anwächst, also Momente seiner Produktion selbst. Zins und Profit
als Distributionsformen unterstellen das Kapital als Agenten der Produktion.
Sie sind Distributionsweisen, die zur Voraussetzung das Kapital als
Produktionsagenten haben. Sie sind ebenso Reproduktionsweisen des Kapitals.

Arbeitslohn ist ebenso die
unter einer andren Rubrik betrachtete Lohnarbeit: die Bestimmtheit, die die
Arbeit hier als Produktionsagent hat, erscheint als Distributionsbestimmung.
Wäre die Arbeit nicht als Lohnarbeit bestimmt, so erschiene die Art wie sie an
den Produkten teilnimmt, nicht als Arbeitslohn, wie z.B. in der Sklaverei.
Endlich die Grundrente, um gleich die entwickeltste Form der Distribution zu
nehmen, worin das Grundeigentum an den Produkten teilnimmt, unterstellt das
große Grundeigentum (eigentlich die große Agrikultur) als Produktionsagenten,
nicht die Erde schlechthin, so wenig wie das Salär die Arbeit schlechthin. Die
Distributionsverhältnisse und -weisen erscheinen daher nur als Kehrseite der
Produktionsagenten. Ein Individuum, das in der Form der Lohnarbeit an der
Produktion teilnimmt, nimmt in der Form des Arbeitslohns an den Produkten, den
Resultaten der Produktion teil. Die Gliederung der Distribution ist vollständig
bestimmt durch die Gliederung der Produktion. Die Distribution ist selbst ein
Produkt der Produktion, nicht nur dem Gegenstand nach, daß nur die Resultate
der Produktion distribuiert werden können, sondern auch der Form nach, daß die
bestimmte Art der Teilnahme an der Produktion die besondren Formen der
Distribution, die Form, worin an der Distribution teilgenommen wird, bestimmt.
Es ist durchaus eine Illusion, in der Produktion Erde, in der Distribution
Grundrente zu setzen etc.

Ökonomen wie Ricardo, denen am
meisten vorgeworfen wird, sie hätten nur die Produktion im Auge, haben daher
ausschließlich die Distribution als Gegenstand der Ökonomie bestimmt, weil sie
instinktiv die Distributionsformen als den bestimmtesten Ausdruck faßten, worin
die Produktionsagenten in einer gegebnen Gesellschaft sich fixieren.

Dem einzelnen Individuum gegenüber
erscheint natürlich die Distribution als ein gesellschaftliches Gesetz, das
seine Stellung innerhalb der Produktion bedingt, innerhalb deren es produziert,
die also der Produktion vorausgeht. Das Individuum hat von Haus aus kein
Kapital, kein Grundeigentum. Es ist von Geburt auf die Lohnarbeit angewiesen
durch die gesellschaftliche Distribution. Aber dies Angewiesensein selbst ist
das Resultat [dessen], daß Kapital, Grundeigentum als selbständige
Produktionsagenten existieren.

Ganze Gesellschaften betrachtet,
scheint die Distribution nach noch einer Seite hin der Produktion vorherzugehn
und sie zu bestimmen; gleichsam als anteökonomisches fact <vorökonomische
Tatsache>. Ein eroberndes Volk verteilt das Land unter die Eroberer und
imponiert so eine bestimmte Verteilung und Form des Grundeigentums: bestimmt
daher die Produktion. Oder es macht die Eroberten zu Sklaven und macht so
Sklavenarbeit zur Grundlage der Produktion. Oder ein Volk, durch Revolution,
zerschlägt daß große Grundeigentum in Parzellen; gibt also durch diese neue
Distribution der Produktion einen neuen Charakter. Oder die Gesetzgebung
verteilt das Grundeigentum in gewissen Familien, oder verteilt die Arbeit [als]
erbliches Privileg und fixiert sie so kastenmäßig. In allen diesen Fällen, und
sie sind alle historisch, scheint die Distribution nicht durch die Produktion,
sondern umgekehrt die Produktion durch die Distribution gegliedert und
bestimmt.

Die Distribution in der
flachsten Auffassung erscheint als Distribution der Produkte, und so weiter
entfernt von und quasi selbständig gegen die Produktion. Aber ehe die
Distribution Distribution der Produkte ist, ist sie: 1. Distribution der
Produktionsinstrumente, und 2., was eine weitere Bestimmung desselben
Verhältnisses ist, Distribution der Mitglieder der Gesellschaft unter die
verschiednen Arten der Produktion. (Subsumtion der Individuen unter bestimmte
Produktionsverhältnisse.) Die Distribution der Produkte ist offenbar nur
Resultat dieser Distribution, die innerhalb des Produktionsprozesses selbst
einbegriffen ist und die Gliederung der Produktion bestimmt. Die Produktion
abgesehn von dieser in ihr eingeschloßnen Distribution betrachten, ist offenbar
leere Abstraktion, während umgekehrt die Distribution der Produkte von selbst
gegeben ist mit dieser ursprünglich ein Moment der Produktion bildenden
Distribution. Ricardo, dem es darum zu tun war, die moderne Produktion in ihrer
bestimmten sozialen Gliederung aufzufassen, und der der Ökonom der Produktion
par excellence ist, erklärt eben deswegen nicht die Produktion, sondern die
Distribution für das eigentliche Thema der modernen Ökonomie. Es folgt hier
wieder die Abgeschmacktheit der Ökono-

men, die die Produktion
als ewige Wahrheit entwickeln, während sie die Geschichte in den Bereich der
Distribution bannen.

Welches Verhältnis diese die
Produktion selbst bestimmende Distribution zu ihr einnimmt, ist offenbar eine
Frage, die innerhalb der Produktion selbst fällt. Sollte gesagt werden, daß
dann wenigstens, da die Produktion von einer gewissen Distribution der Produktionsinstrumente
ausgehn muß, die Distribution in dieser Bedeutung der Produktion vorhergeht,
ihre Voraussetzung bildet, so ist darauf zu antworten, daß die Produktion in
der Tat ihre Bedingungen und Voraussetzungen hat, die Momente derselben bilden.
Diese mögen im ersten Beginn als naturwüchsig erscheinen. Durch den Prozeß der
Produktion selbst werden sie aus naturwüchsigen in geschichtliche verwandelt,
und wenn sie für eine Periode als natürliche Voraussetzung der Produktion
erscheinen, waren sie für eine andre ihr geschichtliches Resultat. Innerhalb
der Produktion selbst werden sie beständig verändert. Z.B. die Anwendung der
Maschinerie veränderte die Distribution sowohl der Produktionsinstrumente als
der Produkte. Das moderne große Grundeigentum selbst ist das Resultat sowohl
des modernen Handels und der modernen Industrie, wie der Anwendung der letztern
auf die Agrikultur.

Die oben aufgeworfnen Fragen
lösen sich alle in letzter Instanz dahin auf, wie allgemeingeschichtliche
Verhältnisse in die Produktion hineinspielen, und ihr Verhältnis zur
geschichtlichen Bewegung überhaupt. Die Frage gehört offenbar in die Erörterung
und Entwicklung der Produktion selbst.

Indes in der trivialen Form,
worin sie oben aufgeworfen sind, können sie ebenso kurz abgefertigt werden. Bei
allen Eroberungen ist dreierlei möglich. Das erobernde Volk unterwirft das
eroberte seiner eignen Produktionsweise (z.B. die Engländer in Irland in diesem
Jahrhundert, zum Teil in Indien); oder es läßt die alte bestehn und begnügt
sich mit Tribut (z.B. Türken und Römer); oder es tritt eine Wechselwirkung ein,
wodurch ein Neues entsteht, eine Synthese (zum Teil in den germanischen
Eroberungen). In allen Fällen ist die Produktionsweise, sei es des erobernden
Volks, sei es des eroberten, sei es die aus der Verschmelzung beider
hervorgehende, bestimmend für die neue Distribution, die eintritt. Obgleich
diese als Voraussetzung für die neue Produktionsperiode erscheint, ist sie so
selbst wieder ein Produkt der Produktion, nicht nur der geschichtlichen im
allgemeinen, sondern der bestimmten geschichtlichen Produktion.

Die Mongolen mit ihren
Verwüstungen in Rußland z.B. handelten ihrer Produktion, der Viehweide gemäß,
für die große, unbewohnte Strecken eine Hauptbedingung. Die germanischen
Barbaren, für die Ackerbau mit Leibeignen hergebrachte Produktion war und
isoliertes Leben auf dem Land,

konnten die römischen
Provinzen um so leichter diesen Bedingungen unterwerfen, als die dort
stattgehabte Konzentration des Grundeigentums die älteren
Agrikulturverhältnisse schon ganz umgeworfen hatte.

Es ist eine hergebrachte
Vorstellung, daß in gewissen Perioden nur vom Raub gelebt ward. Um aber rauben
zu können, muß etwas zu rauben da sein, also Produktion. Und die Art des Raubs
ist selbst wieder durch die Art der Produktion bestimmt. Eine stockjobbing
nation <Nation von Börsenspekulanten> z.B. kann nicht beraubt werden wie
eine Nation von Kuhhirten.

In dem Sklaven wird das
Produktionsinstrument direkt geraubt. Dann aber muß die Produktion des Landes,
für das er geraubt wird, so gegliedert sein, um <In der Handschrift: als>
Sklavenarbeit zuzulassen, oder (wie in Südamerika etc.) es muß eine dem Sklaven
entsprechende Produktionsweise geschaffen werden.

Gesetze können ein
Produktionsinstrument, z.B. Land, in gewissen Familien verewigen. Diese Gesetze
bekommen nur ökonomische Bedeutung, wenn das große Grundeigentum in Harmonie
mit der gesellschaftlichen Produktion ist, wie z.B. in England. In Frankreich wurde
kleine Agrikultur getrieben trotz des großen Grundeigentums, letztres daher
auch von der Revolution zerschlagen. Aber die Verewigung der Parzellierung z.B.
durch Gesetze? Trotz dieser Gesetze konzentriert sich das Eigentum wieder. Der
Einfluß der Gesetze zur Festhaltung von Distributionsverhältnissen, und dadurch
ihre Einwirkung auf die Produktion, sind besonders zu bestimmen.

c) Austausch endlich und Zirkulation

Die Zirkulation selbst nur ein
bestimmtes Moment des Austauschs oder auch der Austausch in seiner Totalität
betrachtet.

Insofern der
Austausch
nur
ein vermittelndes Moment zwischen der Produktion und der durch sie bestimmten
Distribution mit der Konsumtion ist; insofern letztre aber selbst als ein
Moment der Produktion erscheint, ist der Austausch offenbar auch in letztre
einbegriffen als Moment.

Es ist erstens klar, daß der
Austausch von Tätigkeiten und Fähigkeiten, der in der Produktion selbst
geschieht, direkt zu ihr gehört und sie wesentlich ausmacht. Dasselbe gilt
zweitens vom Austausch der Produkte, soweit er zur Herstellung des fertigen, für
die unmittelbare Konsumtion bestimmten Produkts Mittel ist. Soweit ist der
Austausch selbst in der Produktion einbegriffner Akt. Drittens, der sogenannte
Exchange <Austausch> zwischen dealers <Geschäftsleuten> und dealers
ist

sowohl seiner Organisation nach ganz durch die Produktion
bestimmt, als selbst produzierende Tätigkeit. Der Austausch erscheint nur
unabhängig neben, indifferent gegen die Produktion in dem letzten Stadium, wo
das Produkt unmittelbar für die Konsumtion ausgetauscht wird. Aber 1. kein
Austausch ohne Teilung der Arbeit, sei diese nun naturwüchsig oder selbst schon
geschichtliches Resultat; 2. Privataustausch setzt Privatproduktion voraus; 3.
die Intensität des Austauschs, wie seine Extension, wie seine Art, durch die
Entwicklung und Gliederung der Produktion bestimmt. Z.B. Austausch zwischen
Stadt und Land, Austausch auf dem Land, in der Stadt etc. Der Austausch
erscheint so in allen seinen Momenten in der Produktion entweder direkt
einbegriffen oder durch sie bestimmt.

Das Resultat, wozu wir
gelangen, ist nicht, daß Produktion, Distribution, Austausch Konsumtion
identisch sind, sondern daß sie alle Glieder einer Totalität bilden,
Unterschiede innerhalb einer Einheit. Die Produktion greift über, sowohl über
sich in der gegensätzlichen Bestimmung der Produktion als über die andren
Momente. Von ihr beginnt der Prozeß immer wieder von neuem. Daß Austausch und
Konsumtion nicht das Übergreifende sein können, ist von selbst klar. Ebenso von
der Distribution als Distribution der Produkte. Als Distribution der
Produktionsagenten aber ist sie selbst ein Moment der Produktion. Eine
bestimmte Produktion bestimmt also bestimmte Konsumtion, Distribution,
Austausch, die
bestimmten Verhältnisse dieser verschiednen Momente
zueinander
. Allerdings wird auch die Produktion,
in ihrer einseitigen
Form
, ihrerseits bestimmt durch die andren Momente. Z.B. wenn der Markt
sich ausdehnt, d.h. die Sphäre des Austauschs, wächst die Produktion dem Umfang
nach und teilt sich tiefer ab. Mit Veränderung der Distribution ändert sich die
Produktion; z.B. mit Konzentration des Kapitals, verschiedner Distribution der
Bevölkerung in Stadt und Land etc. Endlich bestimmen die Konsumtionsbedürfnisse
die Produktion. Es findet Wechselwirkung zwischen den verschiednen Momenten
statt. Dies der Fall bei jedem organischen Ganzen.

### 3. Die Methode der politischen Ökonomie

Wenn wir ein gegebnes Land
politisch-ökonomisch betrachten, so beginnen wir mit seiner Bevölkerung, ihrer
Verteilung in Klassen, Stadt, Land, See, den verschiednen Produktionszweigen,
Aus- und Einfuhr, jährlicher Produktion und Konsumtion, Warenpreisen etc.

Es scheint das Richtige zu
sein, mit dem Realen und Konkreten, der wirk-

lichen
Voraussetzung zu beginnen, also z.B. in der Ökonomie mit der Bevölkerung, die
die Grundlage und das Subjekt des ganzen gesellschaftlichen Produktionsakts
ist. Indes zeigt sich dies bei näherer Betrachtung [als] falsch. Die
Bevölkerung ist eine Abstraktion, wenn ich z.B. die Klassen, aus denen sie
besteht, weglasse. Diese Klassen sind wieder ein leeres Wort, wenn ich die
Elemente nicht kenne, auf denen sie beruhn, z.B. Lohnarbeit, Kapital etc. Diese
unterstellen Austausch, Teilung der Arbeit, Preise etc. Kapital z.B. ohne
Lohnarbeit ist nichts, ohne Wert, Geld, Preis etc. Finge ich also mit der
Bevölkerung an, so wäre das eine chaotische Vorstellung des Ganzen, und durch
nähere Bestimmung würde ich analytisch immer mehr auf einfachere Begriffe
kommen; von dem vorgestellten Konkreten auf immer dünnere Abstrakta, bis ich
bei den einfachsten Bestimmungen angelangt wäre. Von da wäre nun die Reise
wieder rückwärts anzutreten, bis ich endlich wieder bei der Bevölkerung
anlangte, diesmal aber nicht als bei einer chaotischen Vorstellung eines
Ganzen, sondern als einer reichen Totalität von vielen Bestimmungen und
Beziehungen. Der erste Weg ist der, den die Ökonomie in ihrer Entstehung geschichtlich
genommen hat. Die Ökonomen des 17. Jahrhunderts z.B. fangen immer mit dem
lebendigen Ganzen, der Bevölkerung, der Nation, Staat, mehreren Staaten etc.
an; sie enden aber immer damit, daß sie durch Analyse einige bestimmende
abstrakte, allgemeine Beziehungen, wie Teilung der Arbeit, Geld, Wert etc.
herausfinden. Sobald diese einzelnen Momente mehr oder weniger fixiert und
abstrahiert waren, begannen die ökonomischen Systeme, die von den einfachen,
wie Arbeit, Teilung der Arbeit, Bedürfnis, Tauschwert, aufsteigen bis zum
Staat, Austausch der Nationen und Weltmarkt Das letztre ist offenbar die
wissenschaftlich richtige Methode. Das Konkrete ist konkret, weil es die
Zusammenfassung vieler Bestimmungen ist, also Einheit des Mannigfaltigen. Im
Denken erscheint es daher als Prozeß der Zusammenfassung, als Resultat, nicht
als Ausgangspunkt, obgleich es der wirkliche Ausgangspunkt und daher auch der
Ausgangspunkt der Anschauung und der Vorstellung ist. Im ersten Weg wurde die
volle Vorstellung zu abstrakter Bestimmung verflüchtigt; im zweiten führen die
abstrakten Bestimmungen zur Reproduktion des Konkreten im Weg des Denkens.
Hegel geriet daher auf die Illusion, das Reale als Resultat des sich in sich
zusammenfassenden, in sich vertiefenden und aus sich selbst sich bewegenden
Denkens zu fassen, während die Methode, vom Abstrakten zum Konkreten
aufzusteigen, nur die Art für das Denken ist, sich das Konkrete anzueignen, es
als ein geistig Konkretes zu reproduzieren. Keineswegs aber der
Entstehungsprozeß des Konkreten selbst. Z.B. die einfachste ökonomische
Kategorie, sage z.B. Tauschwert, unterstellt Bevölkerung, Bevölkerung,
produzierend in bestimmten Verhältnissen;

auch gewisse Sorte
von Familien- oder Gemeinde- oder Staatswesen etc. Er kann nie existieren außer
als abstrakte,
einseitige
Beziehung eines schon gegebnen konkreten,
lebendigen Ganzen. Als Kategorie führt dagegen der Tauschwert ein
antediluvianisches Dasein. Für das Bewußtsein daher - und das philosophische
Bewußtsein ist so bestimmt -, dem das begreifende Denken der wirkliche Mensch
und daher die begriffne Welt als solche erst das wirkliche ist, erscheint daher
die Bewegung der Kategorien als der wirkliche Produktionsakt - der leider nur
einen Anstoß von außen erhält -, dessen Resultat die Welt ist; und dies ist -
dies ist aber wieder eine Tautologie - soweit richtig, als die konkrete
Totalität als Gedankentotalität, als ein Gedankenkonkretum, in fact ein Produkt
des Denkens, des Begreifens ist; keineswegs aber des außer oder über der Anschauung
und Vorstellung denkenden und sich selbst gebärenden Begriffs, sondern der
Verarbeitung von Anschauung und Vorstellung in Begriffe. Das Ganze, wie es im
Kopfe als Gedankenganzes erscheint, ist ein Produkt des denkenden Kopfes, der
sich die Welt in der ihm einzig möglichen Weise aneignet, einer Weise, die
verschieden ist von der künstlerischen, religiösen, praktisch-geistigen
Aneignung dieser Welt. Das reale Subjekt bleibt nach wie vor außerhalb des
Kopfes in seiner Selbständigkeit bestehn; solange sich der Kopf nämlich nur
spekulativ verhält, nur theoretisch. Auch bei der theoretischen Methode daher
muß das Subjekt, die Gesellschaft, als Voraussetzung stets der Vorstellung
vorschweben.

Aber haben diese einfachen
Kategorien nicht auch eine unabhängige historische oder natürliche Existenz vor
den konkretem? Ça dépend. <Das kommt darauf an.> Z.B. Hegel fängt die
Rechtsphilosophie richtig mit dem Besitz an, als der einfachsten rechtlichen
Beziehung des Subjekts. Es existiert aber kein Besitz vor der Familie oder
Herrschafts- und Knechtsverhältnissen, die viel konkretere Verhältnisse sind.
Dagegen wäre es richtig, zu sagen, daß Familien, Stammesganze existieren, die
nur noch
besitzen
, nicht
Eigentum
haben. Die einfachere Kategorie
erscheint also als Verhältnis einfacher Familien- oder Stammgenossenschaften im
Verhältnis zum Eigentum. in der höheren Gesellschaft erscheint sie als das
einfachere Verhältnis einer entwickelteren Organisation. Das konkretere
Substrat, dessen Beziehung der Besitz ist, ist aber immer vorausgesetzt. Man
kann sich einen einzelnen Wilden besitzend vorstellen. Dann ist aber der Besitz
kein Rechtsverhältnis. Es ist unrichtig, daß der Besitz sich historisch zur
Familie entwickelt. Er unterstellt vielmehr immer diese "konkretere
Rechtskategorie". Indes bliebe dann immer soviel, daß die einfachen
Kategorien Ausdruck von Verhältnissen sind, in denen das unentwickelte Konkrete

sich realisiert haben mag, ohne noch die vielseitigere
Beziehung oder Verhältnis, das in der konkretern Kategorie geistig ausgedrückt
ist, gesetzt zu haben; während das entwickeltere Konkrete dieselbe Kategorie
als ein untergeordnetes Verhältnis beibehält. Geld kann existieren und hat
historisch existiert, ehe Kapital existierte, ehe Banken existierten, ehe
Lohnarbeit existierte etc. Nach dieser Seite hin kann also gesagt werden, daß
die einfachre Kategorie herrschende Verhältnisse eines unentwickeltern Ganzen
oder untergeordnete Verhältnisse eines entwickeltern Ganzen ausdrücken kann,
die historisch schon Existenz hatten, ehe das Ganze sich nach der Seite
entwickelte, die in einer konkretem Kategorie ausgedrückt ist. Insofern
entspräche der Gang des abstrakten Denkens, das vom Einfachsten zum Kombinierten
aufsteigt, dem wirklichen historischen Prozeß.

Andrerseits kann gesagt werden,
daß es sehr entwickelte, aber doch historisch unreifere Gesellschaftsformen
gibt, in denen die höchsten Formen der Ökonomie, z.B. Kooperation, entwickelte
Teilung der Arbeit etc., stattfinden, ohne daß irgendein Geld existiert, z.B.
Peru. Auch bei den slawischen Gemeinwesen tritt das Geld und der es bedingende
Austausch nicht oder wenig innerhalb der einzelnen Gemeinwesen hervor, sondern
an ihrer Grenze, im Verkehr mit andren, wie es denn überhaupt falsch ist, den
Austausch mitten in die Gemeinwesen zu setzen als das ursprünglich
konstituierende Element. Er tritt vielmehr im Anfang eher in der Beziehung der
verschiednen Gemeinwesen aufeinander, als für die Mitglieder innerhalb eines
und desselben hervor. Ferner: Obgleich das Geld sehr früh und allseitig eine
Rolle spielt, so ist es im Altertum doch als herrschendes Element nur einseitig
bestimmten Nationen, Handelsnationen, zugewiesen. Und selbst im gebildetsten
Altertum, bei Griechen und Römern, erscheint seine völlige Entwicklung, die in
der modernen bürgerlichen Gesellschaft vorausgesetzt ist, nur in der Periode
ihrer Auflösung. Also diese ganz einfache Kategorie erscheint in ihrer
Intensivität nicht historisch als in den entwickeltsten Zuständen der
Gesellschaft. Keineswegs alle ökonomischen Verhältnisse durchwatend. Z.B. im
Römischen Reich, in seiner größten Entwicklung, blieb Naturalsteuer und
Naturallieferung Grundlage. Das Geldwesen eigentlich nur vollständig dort
entwickelt in der Armee. Es ergriff auch nie das Ganze der Arbeit. So, obgleich
die einfachre Kategorie historisch existiert haben mag vor der konkretern, kann
sie in ihrer völligen intensiven und extensiven Entwicklung grade einer
kombinierten Gesellschaftsform angehören, während die konkretere in einer wenig
entwickeltern Gesellschaftsform völliger entwickelt war.

Arbeit scheint eine ganz einfache
Kategorie. Auch die Vorstellung derselben in dieser Allgemeinheit - als Arbeit
überhaupt - ist uralt. Dennoch, ökonomisch in dieser Einfachheit gefaßt, ist
"Arbeit" eine ebenso moderne Kategorie wie die Verhältnisse, die
diese einfache Abstraktion erzeugen. Das Monetarsystem z.B. setzt den Reichtum
noch ganz objektiv, als Sache außer sich im Geld. Gegenüber diesem Standpunkt
war es ein großer Fortschritt, wenn das Manufaktur- oder kommerzielle System
aus dem Gegenstand in die subjektive Tätigkeit - die kommerzielle und
Manufakturarbeit - die Quelle des Reichtums setzt, aber immer noch bloß diese
Tätigkeit selbst in der Begrenztheit als geldmachend auffaßt. Diesem System
gegenüber das physiokratische, das eine bestimmte Form der Arbeit - die
Agrikultur - als die Reichtum schaffende setzt, und das Objekt selbst nicht
mehr in der Verkleidung des Geldes, sondern als Produkt überhaupt, als
allgemeines Resultat der Arbeit. Dieses Produkt noch der Begrenztheit der
Tätigkeit gemäß als immer noch naturbestimmtes Produkt - Agrikulturprodukt,
Erdprodukt par excellence.

Es war ein ungeheurer
Fortschritt von Adam Smith, jede Bestimmtheit der Reichtum zeugenden Tätigkeit
fortzuwerfen - Arbeit schlechthin, weder Manufaktur, noch kommerzielle, noch
Agrikulturarbeit, aber sowohl die eine wie die andre. Mit der abstrakten Allgemeinheit
der Reichtum schaffenden Tätigkeit nun auch die Allgemeinheit des als Reichtum
bestimmten Gegenstandes, Produkt überhaupt, oder wieder Arbeit überhaupt, aber
als vergangne, vergegenständlichte Arbeit. Wie schwer und groß dieser Übergang,
geht daraus hervor, wie Adam Smith selbst noch von Zeit zu Zeit wieder in das
physiokratische System zurückfällt. Nun könnte es scheinen, als ob damit nur
der abstrakte Ausdruck für die einfachste und urälteste Beziehung gefunden,
worin die Menschen - sei es in welcher Gesellschaftsform immer - als
produzierend auftreten. Das ist nach einer Seite hin richtig. Nach der andren
nicht. Die Gleichgültigkeit gegen eine bestimmte Art der Arbeit setzt eine sehr
entwickelte Totalität wirklicher Arbeitsarten voraus, von denen keine mehr die
alles beherrschende ist. So entstehn die allgemeinsten Abstraktionen überhaupt
nur bei der reichsten konkreten Entwicklung, wo eines vielen gemeinsam
erscheint, allen gemein. Dann hört es auf, nur in besondrer Form gedacht werden
zu können. Andrerseits ist diese Abstraktion der Arbeit überhaupt nicht nur das
geistige Resultat einer konkreten Totalität von Arbeiten. Die Gleichgültigkeit
gegen die bestimmte Arbeit entspricht einer Gesellschaftsform, worin die
Individuen mit Leichtigkeit aus einer Arbeit in die andre übergehn und die
bestimmte Art der Arbeit ihnen zufällig, daher gleichgültig ist. Die Arbeit ist
hier nicht nur in der Kategorie, sondern in der Wirklichkeit als Mittel zum
Schaffen des Reichtums überhaupt geworden und hat aufgehört,

als Bestimmung mit den Individuen in einer Besonderheit verwachsen zu sein. Ein
solcher Zustand ist am entwickeltsten in der modernsten Daseinsform der
bürgerlichen Gesellschaften - den Vereinigten Staaten, Hier also wird die
Abstraktion der Kategorie "Arbeit", "Arbeit überhaupt",
Arbeit sans phrase, der Ausgangspunkt der modernen Ökonomie, erst praktisch
wahr. Die einfachste Abstraktion also, welche die moderne Ökonomie an die
Spitze stellt und die eine uralte und für alle Gesellschaftsformen gültige
Beziehung ausdrückt, erscheint doch nur in dieser Abstraktion praktisch wahr
als Kategorie der modernsten Gesellschaft. Man könnte sagen, was in den
Vereinigten Staaten als historisches Produkt, erscheine bei den Russen z.B. -
diese Gleichgültigkeit gegen die bestimmte Arbeit - als naturwüchsige Anlage.
Allein einmal verteufelter Unterschied, ob Barbaren Anlage haben, zu allem
verwandt zu werden, oder ob Zivilisierte sich selbst zu allem verwenden. Und
dann entspricht praktisch bei den Russen dieser Gleichgültigkeit gegen die
Bestimmtheit der Arbeit das traditionelle Festgerittensein in eine ganz
bestimmte Arbeit, woraus sie nur durch Einflüsse von außen herausgeschleudert
werden.

Dies Beispiel der Arbeit zeigt
schlagend, wie selbst die abstraktesten Kategorien, trotz ihrer Gültigkeit -
eben wegen ihrer Abstraktion für alle Epochen, doch in der Bestimmtheit dieser
Abstraktion selbst ebensosehr das Produkt historischer Verhältnisse sind und
ihre Vollgültigkeit nur für und innerhalb dieser Verhältnisse besitzen.

Die bürgerliche Gesellschaft
ist die entwickeltste und mannigfaltigste historische Organisation der
Produktion. Die Kategorien, die ihre Verhältnisse ausdrücken, das Verständnis
ihrer Gliederung, gewährt daher zugleich Einsicht in die Gliederung und die Produktionsverhältnisse
aller der untergegangnen Gesellschaftsformen, mit deren Trümmern und Elementen
sie sich aufgebaut, von denen teils noch unüberwundne Reste sich in ihr
fortschleppen, bloße Andeutungen sich zu ausgebildeten Bedeutungen entwickelt haben
etc. Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen. Die
Andeutungen auf Höhres in den untergeordneten Tierarten können dagegen nur
verstanden werden, wenn das Höhere selbst schon bekannt ist. Die bürgerliche
Ökonomie liefert so den Schlüssel zur antiken etc. Keineswegs aber in der Art
der Ökonomen, die alle historischen Unterschiede verwischen und in allen
Gesellschaftsformen die bürgerlichen sehen. Man kann Tribut, Zehnten etc.
verstehn, wenn man die Grundrente kennt. Man muß sie aber nicht identifizieren.
Da ferner die bürgerliche Gesellschaft selbst nur eine gegensätzliche Form der
Entwicklung, so werden Verhältnisse frührer Formen oft nur ganz verkümmert in
ihr anzutreffen sein, oder gar travestiert. Z.B. Ge-

meindeeigentum.
Wenn daher wahr ist daß die Kategorien der bürgerlichen Ökonomie eine Wahrheit
für alle andren Gesellschaftsformen besitzen, so ist das nur cum grano salis
<in ganz bestimmter Richtung> zu nehmen. Sie können dieselben entwickelt,
verkümmert, karikiert etc. enthalten, immer in wesentlichem Unterschied. Die
sogenannte historische Entwicklung beruht überhaupt darauf, daß die letzte Form
die vergangnen als Stufen zu sich selbst betrachtet und, da sie selten und nur
unter ganz bestimmten Bedingungen fähig ist, sich selbst zu kritisieren - es
ist hier natürlich nicht von solchen historischen Perioden die Rede, die sich
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selbst
als Verfallzeit vorkommen -, sie immer einseitig auffaßt. Die christliche
Religion war erst fähig, zum objektiven Verständnis der frühern Mythologien zu
verhelfen, sobald ihre Selbstkritik zu einem gewissen Grad sozusagen dunamei
<der Möglichkeit nach> fertig war. So kam die bürgerliche Ökonomie erst
zum Verständnis der feudalen, antiken, orientalen, sobald die Selbstkritik der
bürgerlichen Gesellschaft begonnen. Soweit die bürgerliche Ökonomie nicht
mythologisierend sich rein identifiziert mit dem Vergangnen, glich ihre Kritik
der frühern, namentlich der Feudalen, mit der sie noch direkt zu kämpfen hatte,
der Kritik die das Christentum am Heidentum, oder auch der Protestantismus am
Katholizismus ausübte.

Wie überhaupt bei jeder
historischen, sozialen Wissenschaft, ist bei dem Gange der ökonomischen
Kategorien immer festzuhalten, daß, wie in der Wirklichkeit, so im Kopf, das
Subjekt, hier die moderne bürgerliche Gesellschaft, gegeben ist, und daß die
Kategorien daher Daseinsformen, Existenzbestimmungen, oft nur einzelne Seiten
dieser bestimmten Gesellschaft, dieses Subjekts, ausdrücken, und daß sie daher
auch
wissenschaftlich
keineswegs da erst anfängt, wo nun von ihr
als solcher
die
Rede ist. Dies ist festzuhalten, weil es gleich über die Einteilung
Entscheidendes zur Hand gibt. Z.B. nichts scheint naturgemäßer, als mit der
Grundrente zu beginne, dem Grundeigentum, da es an die Erde, die Quelle aller
Produktion und allen Daseins, gebunden ist, und an die erste Produktionsform
aller einigermaßen befestigten Gesellschaften - die Agrikultur. Aber nichts
wäre falscher. In alle Gesellschaftsformen ist es eine bestimmte Produktion,
die allen übrigen und deren Verhältnisse daher auch allen übrigen, Rang und
Einfluß anweist. Es ist eine allgemeine Beleuchtung, worin alle übrigen Farben
getaucht sind und [die] sie in ihrer Besonderheit modifiziert. Es ist ein
besondrer Äther, der das spezifische Gewicht alles in ihm hervorstehenden
Daseins bestimmt. Z.B. bei Hirtenvölkern. (Bloße Jäger und Fischervölker liegen
außer dem Punkt, wo die wirkliche Entwicklung beginnt) Bei ihnen kömmt gewisse
Form des Ackerbaus vor,

sporadische. Das Grundeigentum ist
dadurch bestimmt. Es ist gemeinsames und hält diese Form mehr oder minder bei,
je nachdem, ob diese Völker mehr oder minder noch an ihrer Tradition
festhalten, z.B. das Gemeindeeigentum der Slawen. Bei Völkern von festsitzendem
Ackerbau - dies Festsitzen schon große Stufe -, wo dieser vorherrscht wie bei
den Antiken und Feudalen, hat selbst die Industrie und ihre Organisation und
die Formen des Eigentums, die ihr entsprechen, mehr oder minder
grundeigentümlichen Charakter, ist entweder ganz von ihm <In der
Handschrift: ihr> abhängig wie bei den ältern Römern oder, wie im Mittelalter,
ahmt die Organisation des Landes in der Stadt und in ihren Verhältnissen nach.
Das Kapital selbst im Mittelalter - soweit es nicht reines Geldkapital ist -
als traditionelles Handwerkszeug etc. etc. hat diesen grundeigentümlichen
Charakter. In der bürgerlichen Gesellschaft ist es umgekehrt, Die Agrikultur
wird mehr und mehr ein bloßer Industriezweig und ist ganz vom Kapital
beherrscht. Ebenso die Grundrente. In allen Formen, worin das Grundeigentum
herrscht, die Naturbeziehung noch vorherrschend. In denen, wo das Kapital
herrscht, das gesellschaftlich, historisch geschaffne Element. Die Grundrente
kann nicht verstanden werden ohne das Kapital. Das Kapital aber wohl ohne die
Grundrente. Das Kapital ist die alles beherrschende ökonomische Macht der bürgerlichen
Gesellschaft. Es muß Ausgangspunkt wie Endpunkt bilden und vor dem
Grundeigentum entwickelt werden. Nachdem beide besonders betrachtet sind, muß
ihre Wechselbeziehung betrachtet werden,

Es wäre also untubar und
falsch, die ökonomischen Kategorien in der Folge aufeinander folgen zu lassen,
in der sie historisch die bestimmenden waren. Vielmehr ist ihre Reihenfolge
bestimmt durch die Beziehung, die sie in der modernen bürgerlichen Gesellschaft
aufeinander haben, und die genau das umgekehrte von dem ist, was als ihre
naturgemäße erscheint oder der Reihe der historischen Entwicklung entspricht.
Es handelt sich nicht um das Verhältnis, das die ökonomischen Verhältnisse in
der Aufeinanderfolge verschiedener Gesellschaftsformen historisch einnehmen.
Noch weniger um ihre Reihenfolge "in der Idee" (
Proudhon
)
(einer verschwimmelten Vorstellung der historischen Bewegung). Sondern um ihre
Gliederung innerhalb der modernen bürgerlichen Gesellschaft.

Die Reinheit (abstrakte
Bestimmtheit), in der die Handelsvölker - Phönizier, Karthaginienser - in der
alten Welt erschienen, ist eben durch das Vorherrschen der Agrikulturvölker
selbst gegeben. Das Kapital als Handels- oder Geldkapital erscheint eben in dieser
Abstraktion, wo das Kapital noch nicht das beherrschende Element der
Gesellschaften ist. Lombarden, Juden

nehmen dieselbe Stellung
gegenüber den Agrikultur treibenden mittelaltrigen Gesellschaften ein.

Als weitres Beispiel der
verschiednen Stellung, die dieselben Kategorien in verschiednen
Gesellschaftsstufen einnehmen: Eine der letzten Formen der bürgerlichen
Gesellschaft:
joint-stock-companies
<
Aktiengesellschaften
>.
Erscheinen aber auch im Beginn derselben in den großen privilegierten und mit
Monopol versehnen Handelskompanien.

Der Begriff des
Nationalreichtums selbst schleicht sich bei den Ökonomen des 17. Jahrhunderts
so ein - eine Vorstellung, die noch zum Teil bei denen des 18. fortgeht -, daß
bloß für den Staat der Reichtum geschaffen wird, seine Macht aber im Verhältnis
zu diesem Reichtum steht. Es war dies noch unbewußt heuchlerische Form, worin
sich der Reichtum selbst und die Produktion desselben als Zweck der modernen
Staaten ankündigt und sie nur noch als Mittel zur Produktion des Reichtums
betrachtet.

Die Einteilung offenbar so zu
machen, daß 1. die allgemein abstrakten Bestimmungen, die daher mehr oder
minder allen Gesellschaftsformen zukommen, aber im oben auseinandergesetzten
Sinn. 2. die Kategorien, die die innre Gliederung der bürgerlichen Gesellschaft
ausmachen und worauf die fundamentalen Klassen beruhn. Kapital, Lohnarbeit, Grundeigentum.
Ihre Beziehung zueinander. Stadt und Land. Die drei großen gesellschaftlichen
Klassen. Austausch zwischen denselben. Zirkulation. Kreditwesen (privat). 3.
Zusammenfassung der bürgerlichen Gesellschaft in der Form des Staats. In
Beziehung zu sich selbst betrachtet. Die "unproduktiven" Klassen.
Steuern. Staatsschuld. Öffentlicher Kredit. Die Bevölkerung. Die Kolonien.
Auswanderung. 4. Internationales Verhältnis der Produktion. Internationale
Teilung der Arbeit. Internationaler Austausch. Aus- und Einfuhr. Wechselkurs.
5. Der Weltmarkt und die Krisen.

### 4. Produktion.

Produktionsmittel und Produktionsverhältnisse.

Produktionsverhältnisse und Verkehrsverhältnisse.

Staats- und Bewußtseinsformen im Verhältnis zu den Produktions- und
Verkehrsverhältnissen.

Rechtsverhältnisse.

Familienverhältnisse.

Notabene in bezug auf Punkte,
die hier zu erwähnen und nicht vergessen werden dürfen:

1.
Krieg
früher
ausgebildet wie Frieden; Art, wie durch den Krieg und in den Armeen etc.
gewisse ökonomische Verhältnisse wie Lohnarbeit, Maschinerie etc. früher
entwickelt als im Innern der bürgerlichen Gesellschaft. Auch das Verhältnis von
Produktivkraft und Verkehrsverhältnissen besonders anschaulich in der Armee.

2.
Verhältnis der bisherigen
idealen Geschichtschreibung zur realen. Namentlich die sogenannte
Kulturgeschichte
, die alte Religions- und Staatengeschichte. (Bei der
Gelegenheit kann auch etwas gesagt werden über die verschiednen Arten der
bisherigen Geschichtschreibung. Sogenannte objektive. Subjektive (Moralische
u.a.). Philosophische.)

3.
Sekundäres und Tertiäres
,
überhaupt
abgeleitete, übertragene
, nicht ursprüngliche
Produktionsverhältnisse. Einspielen hier internationaler Verhältnisse.

4.
Vorwürfe über
Materialismus dieser Auffassung. Verhältnis zum naturalistischen Materialismus.

5.
Dialektik der Begriffe
Produktivkraft
(
Produktionsmittel
)
und Produktionsverhältnis,
eine Dialektik
, deren Grenzen zu bestimmen und die realen Unterschiede
nicht aufhebt.

6.
Das unegale Verhältnis
der Entwicklung
der
materiellen Produktion, z.B. zur künstlerischen.
Überhaupt
der Begriff des Fortschritts nicht in der gewöhnlichen Abstraktion zu fassen.
Moderne Kunst etc. Diese Disproportion noch nicht so wichtig und schwierig zu
fassen als innerhalb praktisch-sozialer Verhältnisse selbst. Z.B. der Bildung.
Verhältnis der United States zu Europa. Der eigentlich schwierige Punkt, hier
zu erörtern, ist aber der, wie die Produktionsverhältnisse als
Rechtsverhältnisse in ungleiche Entwicklung treten. Also z.B. das Verhältnis
des römischen Privatrechts (im Kriminalrecht und öffentlichen das weniger der
Fall) zur modernen Produktion.

7.
Diese Auffassung
erscheint als notwendige Entwicklung.
Aber Berechtigung des Zufalls. Wie.
(Die Freiheit u.a. auch.) (Einwirkung der Kom

munikationsmittel.
Weltgeschichte existierte nicht immer; die Geschichte als Weltgeschichte
Resultat.)

8.
Der Ausgangspunkt
natürlich von der Naturbestimmtheit
; subjektiv und objektiv. Stämme, Racen
etc.

Bei der Kunst bekannt, daß
bestimmte Blütezeiten derselben keineswegs im Verhältnis zur allgemeinen
Entwicklung der Gesellschaft, also auch der materiellen Grundlage, gleichsam
des Knochenbaus ihrer Organisation, stehn. Z.B. die Griechen verglichen mit den
modernen oder auch Shakespeare. Von gewissen Formen der Kunst, z.B. dem Epos,
sogar anerkannt, daß sie, in ihrer Weltepoche machenden, klassischen Gestalt
nie produziert werden können, sobald die Kunstproduktion als solche eintritt;
also daß innerhalb des Berings der Kunst selbst gewisse bedeutende Gestaltungen
derselben nur auf einer unentwickelten Stufe der Kunstentwicklung möglich sind.
Wenn dies im Verhältnis der verschiednen Kunstarten innerhalb des Bereichs der
Kunst selbst der Fall ist, ist es schon weniger auffallend, daß es im
Verhältnis des ganzen Bereichs der Kunst zur allgemeinen Entwicklung der
Gesellschaft der Fall ist. Die Schwierigkeit besteht nur in der allgemeinen
Fassung dieser Widersprüche. Sobald sie spezifiziert werden, sind sie schon erklärt.

Nehmen wir z.B. das Verhältnis
der griechischen Kunst und dann Shakespeares zur Gegenwart. Bekannt, daß die
griechische Mythologie nicht nur das Arsenal der griechischen Kunst, sondern
ihr Boden. Ist die Anschauung der Natur und der gesellschaftlichen Verhältnisse,
die der griechischen Phantasie und daher der griechischen [Mythologie] zugrunde
liegt, möglich mit Selfaktors und Eisenbahnen und Lokomotiven und elektrischen
Telegraphen? Wo bleibt Vulkan gegen Roberts et Co., Jupiter gegen den
Blitzableiter und Hermes gegen den Crédit mobilier? Alle Mythologie überwindet
und beherrscht und gestaltet die Naturkräfte in der Einbildung und durch die
Einbildung: verschwindet also mit der wirklichen Herrschaft über dieselben. Was
wird aus der Fama neben Printinghouse Square? Die griechische Kunst setzt die
griechische Mythologie voraus, d.h. die Natur und die gesellschaftlichen Formen
selbst schon in einer unbewußt künstlerischen Weise verarbeitet durch die
Volksphantasie. Das ist ihr Material. Nicht jede beliebige Mythologie, d.h.
nicht jede beliebige unbewußt künstlerische Verarbeitung der Natur (hier
darunter alles Gegenständliche, also die Gesellschaft eingeschlossen).
Ägyptische Mythologie konnte nie der Boden oder der Mutterschoß griechischer
Kunst sein. Aber jedenfalls
eine
Mythologie. Also keinesfalls eine
Gesellschaftsentwicklung, die alles mythologische Verhältnis zur Natur aus-

schließt,
alles mythologiserende Verhältnis zu ihr; also vom Künstler eine von Mythologie
unabhängige Phantasie verlangt.

Von einer andren Seite: Ist
Achilles möglich mit Pulver und Blei? Oder überhaupt die "Iliade"
mit der Druckerpresse oder gar Druckmaschine? Hört das Singen und Sagen und die
Muse mit dem Preßbengel nicht notwendig auf <In der Handschrift: aus>,
also verschwinden nicht notwendige Bedingungen der epischen Poesie?

Aber die Schwierigkeit liegt
nicht darin, zu verstehn, daß griechische Kunst und Epos an gewisse
gesellschaftliche Entwicklungsformen geknüpft sind. Die Schwierigkeit ist, daß
sie für uns noch Kunstgenuß gewähren und in gewisser Beziehung als Norm und unerreichbare
Muster gelten.

Ein Mann kann nicht wieder zum
Kinde werden, oder er wird kindisch.

Aber freut ihn die Naivetät des
Kindes nicht, und muß er nicht selbst wieder auf einer höhren Stufe streben,
seine Wahrheit zu reproduzieren? Lebt in der Kindernatur nicht in jeder Epoche
ihr eigner Charakter in seiner Naturwahrheit auf? Warum sollte die
geschichtliche Kindheit der Menschheit, wo sie am schönsten entfaltet, als eine
nie wiederkehrende Stufe nicht ewigen Reiz ausüben? Es gibt ungezogene Kinder
und altkluge Kinder. Viele der alten Völker gehören in diese Kategorie. Normale
Kinder waren die Griechen. Der Reiz ihrer Kunst für uns steht nicht im
Widerspruch zu der unentwickelten Gesellschaftsstufe, worauf sie wuchs. Ist
vielmehr ihr Resultat und hängt vielmehr unzertrennlich damit zusammen, daß die
unreifen gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sie entstand und allein
entstehn konnte, nie wiederkehren können.


l|I-1|
## II. Das Kapitel vom Geld [1]

### Alfred Darimon: De la Réforme des Banques. Paris 1856

I.

„Das
ganze Übel kommt daher, dass man hartnäckig darauf besteht, die Vorherrschaft
der Edelmetalle in Zirkulation und Austausch aufrechtzuerhalten.“ (1,2.) [
2]

Beginnt
mit den Maßregeln, die im Oktober 1855 die Banque de France ergriff, pour
remédier à la diminution progressive de son encaisse [
3
] (2). Will uns ein statistisches
Tableau des Zustandes dieser Bank während der fünf [
4]
letzten Monate geben, die
ihren Oktobermaßregeln vorhergingen. Vergleicht zu diesem Behuf ihren
Bullionvorrat während jedes dieser fünf [
5]
Monate und die
„fluctuations du portefeuille“, d. h. die Masse der von ihr gemachten
discounts [
6
] (in ihrem Portefeuille
befindlichen Handelspapiere,
Wechsel).
Die Zahl, die den
Wert der im Besitz der Bank befindlichen securities [
7
] ausdrückt,

„repräsentiert“,
nach Darimon, „das stärkere oder geringere Bedürfnis, das die Öffentlichkeit
nach ihren Diensten empfand,
oder, was auf das gleiche herauskommt,
die Bedürfnisse der Zirkulation
“. (2.)

Ce
qui revient au meme? Du tout. [
8
] Wenn die Masse der zum discount
präsentierten bills [
9
] identisch wäre mit den
„Bedürfnissen der Zirkulation“, des
Geldumlaufs
im
eigentlichen Sinn, müsste der Notenumlauf bestimmt sein durch die Masse der
diskontierten Wechsel. Diese Bewegung nun ist durchschnittlich nicht nur
nicht parallel, sondern oft eine umgekehrte. Die Masse der diskontierten
Wechsel und die Fluktuationen darin drücken die Bedürfnisse des Kredits aus,
während die Masse des zirkulierenden Gelds durch ganz verschiedene Einflüsse
bestimmt wird. Um irgendwie zu Schlüssen über die Zirkulation zu gelangen,
hätte Darimon vor allem neben der Rubrik des Bullionvorrates und der Rubrik
der diskontierten Wechsel eine Rubrik über

den Betrag der
zirkulierenden Noten aufstellen müssen. Um über die Bedürfnisse der
Zirkulation zu sprechen, lag es in der Tat nahe, zunächst die Fluktuationen
in der wirklichen Zirkulation zu konstatieren. Das Weglassen dieses
notwendigen Glieds der Vergleichung verrät sofort die dilettantische
Stümperhaftigkeit und das absichtliche Zusammenwerfen der Bedürfnisse des
Kredits mit denen des Geldumlaufs – eine Zusammenwerfung, worauf in der Tat
das ganze Geheimnis der Proudhonschen Weisheit beruht. (Sterblichkeitsliste,
wo auf der einen Seite die Krankheiten, auf der anderen die Todesfälle
figurierten, aber die Geburten vergessen wären.) Die zwei Rubriken (sieh p.
3), die Darimon gibt, die Rubrik des Metallvorrats der Bank von April bis
September auf der einen, die Bewegung ihres Portefeuilles auf der andern
Seite, drücken nichts aus als das tautologische Faktum, wozu es keines
Aufwandes statistischer Illustrationen bedarf, dass in demselben Maße, wie
der Bank Wechsel eingebracht wurden, um ihr Metall zu entziehen, ihr
Portefeuille sich mit Wechseln füllte und ihr Keller sich von Metall leerte.
Und selbst diese Tautologie, die Darimon durch seine Tabelle beweisen will,
ist nicht rein in ihr ausgedrückt. Sie zeigt vielmehr, dass vom 12. April bis
13. September 1855 der Metallvorrat der Bank sank um ungefähr 144 Millions,
während die Papiere in ihrem Portefeuille stiegen um ungefähr 101
Millionen
10
. Die Abnahme des
Bullionvorrats übertraf also um 43 Millionen die Zunahme der diskontierten
Handelspapiere. Die Identität beider Bewegungen scheitert an diesem
Gesamtergebnis der fünfmonatlichen
11
Bewegung. Eine genauere
Vergleichung der Zahlen zeigt uns andere Inkongruenzen.

Metallvorrat in der Bank

Von der Bank diskontierte Papiere

12.
April
– 432614 797 frs

12. April –
322
904 313

10. Mai
–
420914028

10. Mai
–
310744925.

In
anderen Worten: Vom 12. April bis 10. Mai fällt der Metallvorrat um
11.700.769, während die Zahl der Securities zunimmt
12
um
12.159.388; d. h., die Zunahme der securities übertrifft um ungefähr ½
Million (458.619 frs) die Abnahme des Metallvorrats. Die umgekehrte Tatsache,
aber in weit überraschenderem Umfang, zeigt sich, wenn wir den Monat Mai mit
Monat Juni vergleichen:

Metallvorrat in der Bank

Von der Bank diskontierte Papiere

10. Mai –
420914028

12. April –
310744925

14. Juni –
407769813

14. Juni –
310369439.

| Vom 10. Mai bis zum 14. Juni hatte demnach der Metallvorrat abgenommen
um 13144215 frs. Waren ihre securities in demselben Maß gewachsen? Umgekehrt,
sie waren gefallen in demselben Zeitraum um 375 486 frs. Hier haben wir daher
nicht mehr bloß quantitatives Missverhältnis im Fallen auf der einen und dem
Steigen auf der andern Seite. Das umgekehrte Verhältnis der beiden Bewegungen
selbst ist verschwunden. Enormer Fall auf der einen Seite ist begleitet von
relativ schwachem Fall auf der anderen Seite.

Metallvorrat in der Bank

Von der Bank diskontierte Papiere

14. Juni –
4117769813

14. Juni –
310369439

12. Juli
–
314629614

12. Juli –
381699256.

Die
Vergleichung der Monate Juni und Juli zeigt Abnahme des Metallvorrats um
93140199 und Zunahme der securities um 71329817, d. h., die Abnahme des
Metallvorrats um 21810 382 frs größer als die Zunahme des Portefeuilles.

Metallvorrat in der Bank

Von der Bank diskontierte Papiere

12. Juli
–
314629614

12. Juli –
381699256

9. August –
338784444

9. August –
458689605.

Wir
sehen auf beiden Seiten Zunahme, auf der des Metallvorrats um 24154 830, auf
der des Portefeuilles die viel bedeutendere um 76 990 349 frs.

Metallvorrat in der Bank

[Von der Bank diskontierte Papiere]

9. August –
338784444

9. August –
458689605

13. Sept.

–
288645333

[13.Sept.]

–
431390562.

Das
Fallen des Metallvorrats um 50139111 frs ist hier begleitet von einem Fallen
der securities um 27 299 043 frs. (Dezember 1855, trotz der restriktiven
Maßregeln der Banque de France, war ihre encaisse
13
wieder
um 24 Millionen vermindert.)

Was
Sauce für den Gänserich ist, ist Sauce für die Gans. Die Wahrheiten, die aus
einem sukzessiven Vergleich der fünf
14
Monate hervorgehen,
besitzen denselben Anspruch auf Sicherheit als die Wahrheiten, die aus Herrn
Darimons Vergleich der beiden Endpunkte der Reihe sich ergeben. Und was zeigt
die Vergleichung? Wahrheiten, die sich wechselseitig verschlingen. – Zweimal
Wachsen des Portefeuilles mit Fall des Metallvorrats, aber so, dass der Fall
des

letzteren das Wachstum des anderen nicht erreicht
(Monat April bis Mai und Juni bis Juli). Zweimal Fall des Metallvorrats,
begleitet vom Fall des Portefeuilles, aber so, dass der Fall des letzteren
den des ersteren nicht deckt (Monat Mai bis Juni und Monat August bis
September), endlich einmal Zunahme des Metallvorrats und Zunahme des
Portefeuilles, aber so, dass die erstere die zweite nicht deckt. Fall auf der
einen Seite, Zunahme auf der anderen; Fall auf beiden Seiten; Zunahme auf
beiden Seiten; also alles, nur kein sich gleichbleibendes Gesetz, nur vor
allem kein umgekehrtes Verhältnis, nicht einmal eine Wechselwirkung, da Fall
im Portefeuille nicht die Ursache des Falles im Metallvorrat und Zunahme im
Portefeuille nicht Ursache der Zunahme im Metallvorrat sein kann. Das
umgekehrte Verhältnis und die Wechselwirkung ist nicht einmal durch die
isolierte Vergleichung, die Darimon zwischen dem ersten und letzten Monat
aufstellt, konstatiert. Wenn die Zunahme im Portefeuille von 101
Million
15
die Abnahme im
Metallvorrat um 144 Millionen nicht deckt, so bleibt die Möglichkeit, dass
die Zunahme auf der einen Seite | und die Abnahme auf der anderen in gar
keinem Kausalnexus zueinander stehen. Die statistische Illustration, statt
eine Antwort zu geben, hat vielmehr eine Masse sich durchkreuzender Fragen
aufgeworfen, statt eines Rätsels einen Schock.

Die
Rätsel verschwänden in der Tat, sobald Herr Darimon neben seine Rubriken des
Metallvorrats und des Portefeuilles (der diskontierten Papiere) die Rubriken
der Notenzirkulation und der Depositen hinstellte. Geringerer Fall auf Seiten
des Metallvorrats als die Zunahme des Portefeuilles erklärte sich daraus,
dass das Deposit von Metall gleichzeitig gewachsen war oder dass ein Teil der
für Diskonto ausgegebenen Noten nicht gegen Metall ausgetauscht wurde,
sondern in Zirkulation blieb, oder endlich, dass ohne die Zirkulation zu
vermehren, die ausgegebenen Noten sofort in der Form von Depositen oder in
Zahlung verfallener Wechsel zurückkehrten. Fall des Metallvorrats, begleitet
von geringerem Fall des Portefeuilles, erklärte sich daraus, dass Deposits
der Bank entzogen oder Noten zum Austausch gegen Metall ihr gebracht wurden
und ihr eigenes Diskontogeschäft so beeinträchtigt wurde durch die Besitzer
der entzogenen Depositen oder der versilberten Noten. Endlich geringer Fall
des Metallvorrats, begleitet von geringerem Fall des Portefeuilles, erklärte
sich aus denselben Gründen. (Abfluss zur Ersetzung des Silbergeldes im Innern
des Landes lassen wir ganz außer acht, da Darimon sie nicht in den Bereich
seiner Betrachtung zieht.) Aber die Rubriken, die sich so wechselseitig
erklärt hätten, hätten auch bewiesen, was nicht bewiesen werden sollte, dass
die Befriedigung wachsender Handelsbedürfnisse auf Seiten der Bank nicht
notwendig Vermehrung ihres Notenumlaufs bedingt, dass die Verminderung oder
Vermehrung dieses Umlaufs der Verminderung oder Vermehrung ihres
Metallvorrats nicht

entspricht, dass die Bank die Masse der
Zirkulationsmittel nicht kontrolliert etc. – lauter Resultate, die Herrn
Darimon nicht in seinen Kram passten. In seiner Hast, seine vorgefasste
Meinung, den Gegensatz zwischen der metallenen Grundlage der Bank, repräsentiert
in ihrem Metallvorrat, und den Bedürfnissen der Zirkulation, nach seiner
Ansicht repräsentiert im Portefeuille, schreiend hinzustellen, reißt er zwei
Rubriken aus ihrer notwendigen Ergänzung heraus, die allen Sinn in dieser
Isolierung verlieren oder höchstens gegen ihn zeugen. Wir haben uns bei
diesem
fait
16
aufgehalten, um den
ganzen Wert der statistischen und positiven Illustrationen der Proudhonianer
an einem Beispiel aufzuklären. Statt dass ökonomische Tatsachen die Probe
ihrer Theorien liefern, liefern sie den Beweis der Nichtüberwältigung der Tatsachen,
um mit ihnen spielen zu können. Ihre Art, mit den Tatsachen zu spielen, zeigt
vielmehr die Genesis ihrer theoretischen Abstraktion.

Folgen
wir Darimon weiter.

Als
die Bank von Frankreich ihren Metallvorrat um 144 Millionen vermindert und
ihr Portefeuille um 101 Million
17
gewachsen sah, ergriff
sie am 4. und 18. Oktober 1855 Verteidigungsmaßregeln für ihren Keller gegen
ihr Portefeuille. Sie erhob den Diskonto sukzessiv von 4 auf 5 und von 5 auf
6% und reduzierte die Verfallzeit der zum Diskont präsentierten Wechsel von
90 auf 75 Tage. In anderen Worten: Sie erschwerte die Bedingungen, unter
denen sie ihr Metall dem Handel zur Verfügung stellte. Was beweist dies?

„Dass“,
sagt Darimon, „eine Bank, die nach den jetzigen Prinzipien organisiert, d. h.
auf die Vorherrschaft des Goldes und Silbers gegründet ist, dem Dienst des
Publics sich genau in dem Moment entzieht, wo das Publikum ihrer Dienste am
meisten bedarf.“ [P.3.]

Bedurfte
Herr Darimon seiner Zahlen, um zu beweisen, dass die Zufuhr in demselben Maße
ihre Dienste verteuert, in welchem die Nachfrage ihr Ansprüche stellt (und
sie überholt)? Und folgen die Herren, die das „Publikum“ der Bank gegenüber
repräsentieren, nicht derselben „angenehmen Gewohnheit des Daseins“
18
?
Die philanthropischen Getreidehändler, die ihre Wechsel der Bank
präsentierten, um Noten zu erhalten, um die Noten gegen das Gold der Bank
auszutauschen, um das Gold der Bank gegen das Getreide des Auslands
einzutauschen, um das Getreide des Auslands mit dem Geld des französischen
Publikums einzutauschen, gingen sie etwa von der Idee aus, dass, weil das
Publikum jetzt am meisten des Getreides bedürfte, es nun ihre Pflicht sei,
ihm Getreide zu wohlfeileren Bedingungen abzulassen, oder stürzten sie nicht
vielmehr auf die Bank, um das Steigen der Getreidepreise, die Not des Pu-

blikums,
das Missverhältnis seiner Nachfrage zur Zufuhr zu exploitieren? Und die Bank
soll von diesem allgemeinen ökonomischen Gesetze ausgenommen sein? Quelle
idée!
19
Aber die jetzige
Organisation der Banken mag es mit sich bringen, dass Gold in so großer
Quantität aufgehäuft werden muss, um das Kaufmittel, das im Falle der
Getreidenot aufs Nützlichste für die Nation verwandt werden könnte, zum
Brachliegen zu verdammen, um überhaupt Kapital, das die ergiebigen |
Verwandlungen der Produktion durchlaufen sollte, zur unproduktiven und faulen
Grundlage der Zirkulation zu machen. In diesem Falle handelte es sich also
darum, dass in der jetzigen Organisation der Banken der unproduktive
Metallvorrat noch über seinem nötigen Minimum steht, weil die Ersparung von
Gold und Silber innerhalb der Zirkulation noch nicht auf ihre ökonomische
Grenze zurückgedrängt ist. Es handelte sich um ein Mehr oder Minder auf
derselben Grundlage. Aber die Frage wäre zusammengeschrumpft von der
sozialistischen Höhe auf die bürgerlich praktische Fläche, worin wir sie bei
dem größten Teil der englisch-bürgerlichen Gegner der Bank von England
spazieren finden. Quelle chute!
20
Oder handelt es sich
nicht um ein Mehr oder Minder der Ersparung des Metalls durch Noten und
andere Bankvorrichtungen, sondern um gänzliches Verlassen der
Metallgrundlage? Aber dann taugt wieder die statistische Fabel nicht noch
ihre Moral. Wenn die Bank, unter welchen Bedingungen immer, edle Metalle ins
Ausland schicken soll im Falle der Not, muss sie dieselben vorher aufhäufen,
und wenn das Ausland sie im Austausch für seine Waren annehmen soll, müssen
sie ihre Vorherrschaft behauptet haben.

Die
Ursachen, die der Bank ihr edles Metall entführten, waren nach Dari- mon
Missernte und daher Notwendigkeit der Getreideeinfuhr vom Ausland. Er
vergisst den Ausfall in der Seidenernte und die Notwendigkeit, sie mas-
senweis von China zu kaufen. Ferner sagt Darimon: die großen und zahlreichen
Unternehmungen, die mit den letzten Monaten der Pariser
Industrieausstellung
21
zusammenfielen. Er
vergisst wieder die großen Spekulationen und Unternehmungen im Ausland, die
der Crédit mobilier und seine Rivalen unternahmen, um, wie
Isaac Pereire
22
sagt, zu zeigen, dass das
französische Kapital sich vor den anderen Kapitalen ebenso durch seine
kosmopolitische Natur auszeichnet wie die französische Sprache vor den andern
Sprachen. Dazu die durch den orientalischen Krieg
23
verursachte
unproduktive Ausgabe, Anleihe von 750 Millions. Also auf der einen Seite ein
großer und plötzlicher Ausfall in zwei der bedeutendsten Zweige der
französischen Produktion! Auf der anderen eine ungewöhnliche Verwendung des
französischen Kapitals

auf ausländischen Märkten in
Unternehmungen, die keineswegs ein unmittelbares Äquivalent schufen und
teilweise vielleicht nie ihre Produktionskosten decken werden! Um auf der
einen Seite die Abnahme der inländischen Produktion durch Einfuhr zu decken
und auf der anderen die Zunahme in ausländischen Industrieunternehmungen,
dazu waren erheischt nicht Zirkulationszeichen, die zum Austausch von
Äquivalenten dienen, sondern die Äquivalente selbst, nicht Geld, sondern
Kapital. Der Ausfall in der französischen inländischen Produktion war
jedenfalls kein Äquivalent für die Beschäftigung französischen Kapitals im
Ausland.

Gesetzt
nun, die Bank von Frankreich habe nicht auf metallener Grundlage geruht und
das Ausland sei willig gewesen, das französische Äquivalent oder Kapital in
jeder Form, nicht nur in der spezifischen der edlen Metalle, anzunehmen. Wäre
die Bank nicht ebenso gezwungen gewesen, die Bedingungen ihres Diskonto zu
erhöhen grade in dem Moment, wo ihr „Publikum“ am meisten auf ihre Dienste
drang? Die Noten, worin sie die Wechsel dieses Publikums diskontiert, sind
jetzt nichts als Anweisungen auf Gold und Silber. Sie wären in unserer
Unterstellung
24
Anweisungen auf den
Produktenvorrat der Nation und ihre unmittelbar verwendbare Arbeitskraft: der
erste beschränkt, die zweite nur innerhalb sehr positiver Grenzen und in
bestimmten Zeitperioden vermehrbar. Andrerseits die Papiermaschine unerschöpflich
und wie durch Zauberschlag wirkend. Gleichzeitig, während die Getreide- und
Seidenmissernten den direkt austauschbaren Reichtum der Nation enorm
verminderten, die auswärtigen Eisenbahn-, Bergwerksunternehmungen etc.
denselben direkt austauschbaren Reichtum fixierend in einer Form, die kein
unmittelbares Äquivalent schafft und ihn daher für den Augenblick ohne Ersatz
verschlingt! Der direkt austauschbare, zirkulationsfähige, ins Ausland
schickbare Reichtum der Nation also unbedingt vermindert! Auf der anderen
Seite unbeschränktes Wachsen der Bankanweisungen. Unmittelbare Folge: Steigen
im Preise der Produkte, der Rohmaterialien und der Arbeit. Auf der anderen
Seite Fallen im Preise der Bankanweisungen. Die Bank hätte nicht den
Nationalreichtum durch Zauberschlag vermehrt, sondern nur durch eine sehr
gewöhnliche Operation ihr eigenes Papier entwertet. Mit dieser Entwertung
plötzliche Lähmung der Produktion? Aber nein, ruft der Proudhonist. Unsere
neue Bankorganisation würde sich | nicht mit dem negativen Verdienst
befriedigen, die Metallgrundlage abzuschaffen und alles andere beim Alten zu
lassen. Sie würde ganz neue Produktions- und Verkehrsbedingungen schaffen,
also unter ganz neuen Voraussetzungen eingreifen. Hat nicht auch die
Einführung der jetzigen

Banken zu ihrer Zeit die
Produktionsbedingungen revolutioniert? Wäre ohne die Konzentration des
Kredits, die sie bewirkte, ohne die Staatsrente, die sie schuf im Gegensatz
zur Grundrente, und dadurch die Finanz im Gegensatz zum Grundeigentum, das
moneyed interest
25
im Gegensatz zum landed
interest
26
, wäre ohne dies neue
Zirkulationsinstitut die große moderne Industrie möglich geworden, die
Aktienunternehmungen etc., die tausendfachen Formen von Zirkulationspapieren,
die ebenso sehr Produkte als Produktionsbedingungen des modernen Handels und
der modernen Industrie sind?

Wir
sind hier bei der Grundfrage angelangt, die mit dem Ausgangspunkt nicht mehr
zusammenhängt. Die Frage wäre allgemein: Können durch Änderung im
Zirkulationsinstrument – in der Organisation der Zirkulation – die
bestehenden Produktionsverhältnisse und die ihnen entsprechenden
Distributionsverhältnisse revolutioniert werden? Fragt sich weiter: Kann eine
solche Transformation der Zirkulation vorgenommen werden, ohne die
bestehenden Produktionsverhältnisse und die auf ihnen beruhenden
gesellschaftlichen Verhältnisse anzutasten? Wenn jede solche Transformation
der Zirkulation selbst wieder Veränderungen der anderen
Produktionsbedingungen und gesellschaftliche Umwälzungen voraussetzte, so
fiele natürlich von vornherein die Lehre, die ihre Zirkulationskunststücke
vorschlägt, um einerseits den gewaltsamen Charakter der
Veränderungen zu vermeiden, andererseits diese Veränderungen selbst nicht zur
Voraussetzung, sondern umgekehrt zum allmählichen Resultat der
Zirkulationsumwandlung machen will. Die Falschheit dieser Grundvoraussetzung
würde hinreichen, das gleiche Missverständnis über den inneren Zusammenhang
der Produktions-, Distributions- und Zirkulationsverhältnisse zu beweisen.
Die oben angedeutete historische Instanz kann natürlich nicht den Ausschlag
geben, da die modernen Kreditinstitute ebenso sehr Wirkung als Ursache der
Konzentration des Kapitals waren, nur ein Moment in derselben bilden und
Konzentration des Vermögens ebenso sehr durch Mangel an Zirkulation (wie im
alten Rom) als durch erleichterte Zirkulation beschleunigt wird. Es wäre
ferner zu untersuchen oder schlüge vielmehr in die allgemeine Frage, ob die
verschiedenen zivilisierten Formen des Geldes – Metallgeld, Papiergeld,
Kreditgeld, Arbeitsgeld (letzteres als sozialistische Form) – erreichen können,
was von ihnen verlangt
27
wird, ohne das in der
Kategorie Geld ausgedrückte Produktionsverhältnis selbst aufzuheben, und ob
es dann andererseits nicht wieder eine sich selbst auflösende Forderung ist,
durch die formelle Umwandlung eines Verhältnisses sich über wesentliche
Bedingungen desselben wegsetzen zu wollen? Die verschiedenen Formen des

Geldes mögen der gesellschaftlichen Produktion auf verschiedenen Stufen
besser entsprechen, die eine Übelstände beseitigen, denen die andere nicht
gewachsen ist; keine aber, solange sie Formen des Geldes bleiben und solange
das Geld ein wesentliches Produktionsverhältnis bleibt, kann
28
die
dem Verhältnis des Geldes inhärenten Widersprüche aufheben, sondern sie nur
in einer oder der andern Form repräsentieren. Keine
29
Form der
Lohnarbeit, obgleich die eine Missstände der anderen überwältigen mag, kann
die Missstände der Lohnarbeit selbst überwältigen. Ein Hebel mag besser den
Widerstand der ruhenden Materie überwinden, als der andere. Jeder beruht
darauf, dass der Widerstand bleibt. Diese allgemeine Frage über das
Verhältnis der Zirkulation zu den übrigen Produktionsverhältnissen kann
natürlich erst am Schluss aufgeworfen werden. Verdächtig bleibt es von
vornherein, dass Proudhon und Konsorten sie nicht einmal in ihrer reinen Form
aufstellen, sondern nur gelegentlich darüber deklamieren. Wo daran
angestreift wird, wird jedes Mal genau zuzusehen sein.

Soviel
geht gleich aus dem Eingang Darimons hervor, dass
Geldumlauf und
Kredit
völlig identifiziert werden, was ökonomisch falsch ist.
(Der crédit gratuit, nebenbei bemerkt, ist nur eine heuchlerische,
spießbürgerliche und ängstliche Form für das: La propriété c’est le vol
30
.
Anstatt dass die Arbeiter den Kapitalisten das Kapital
nehmen,
sollen
die Kapitalisten gezwungen werden, es ihnen zu
geben.)
Auch
darauf ist zurückzukommen.

In
dem behandelten Thema selbst ist Darimon nur dabei angelangt, dass die
Banken, die in Kredit handeln, wie die Kaufleute, die in Waren, oder die
Arbeiter, die in Arbeit handeln, teurer verkaufen, wenn die Nachfrage steigt
im Verhältnis zur Zufuhr, d.h. dem Publikum ihre Dienste in demselben Moment
erschweren, wo es ihrer am meisten bedarf. Wir haben gesehen, dass die Bank
so tun muss, ob sie konvertible oder inkonvertible Noten ausgibt.

Das
Verfahren der Bank von Frankreich im Oktober 1855 gab zu einem „immense
clameur“
31
Anlass (p. 4.) und einem
„grand débat“
32
zwischen ihr und den
Wortführern des Publikums. Darimon resümiert oder gibt vor, diese Debatte zu
resümieren. Wir folgen ihm hier nur gelegentlich, weil sein Resume die
Schwäche beider Gegner zeigt durch ihr beständiges desultorisches Abspringen.
Herumtappen in äußerlichen Gründen. Jeder der beiden Kämpfer lässt jeden
Augenblick seine Waffe fallen, um eine andere hervor zu suchen. Beide kommen
nicht zum Schlagen, nicht nur, weil sie beständig die Waffen

wechseln, womit sie sich schlagen sollen, sondern ebenso sehr, weil sie sich
nur auf einem Terrain begegnet sind, um sofort auf ein anderes [zu] flüchten.

(Seit
1806 bis 1855 war der Diskont in Frankreich nicht auf 6% erhöht; seit 50
Jahren fast immuable à 90 jours le maximum de l’échéance des effets de
commerce.
33
)

Die
Schwäche, womit Darimon die Bank sich verteidigen lässt, und seine eigene
falsche Vorstellung geht z.B. aus folgender Stelle seines fiktiven Dialogs
| hervor:

Sagt
der Gegner der Bank:

„Dank
Ihres Monopols sind Sie Vergeber und Regulator des Kredits. Wenn Sie sich
streng zeigen, werden die Diskonteure Sie nicht nur nachahmen, sondern Ihre
Härte noch übertreffen ... Durch Ihre Maßnahmen haben Sie die Geschäfte zum
Stillstand gebracht.“ (p. 5.)

Sagt
die Bank, und zwar „humblement“
34
:

„Was
erwarten Sie von mir? sagt bescheiden die Bank ... Um mich vor dem Ausländer
zu hüten, muss ich vor den Staatsangehörigen auf der Hut sein... Vor allem
muss ich den Abfluss der Zahlungsmittel verhindern, ohne die ich nichts bin
und nichts kann.“ (p.5.)

Der
Bank wird eine Albernheit untergelegt. Sie wird von der Frage abspringen
gemacht, verpuffen in eine allgemeine Phrase, um ihr mit einer allgemeinen
Phrase antworten zu können. Die Bank teilt die Illusion Darimons in diesem
Dialog, dass sie durch ihr Monopol wirklich den Kredit reguliert. In der Tat
beginnt die Macht der Bank erst, wo die der privaten
35
„escompteurs“

36
aufhört,
in einem Moment daher, wo ihre Macht selbst schon außergewöhnlich beschränkt
ist. Laß sie in einem Augenblick des easy state des money market

37
,
wo jeder zu 2½% eskomptiert, auf 5% stehenbleiben, und die Eskompteurs, statt
ihr nachzuahmen, werden ihr alle Geschäfte unter der Nase weg eskomptieren.
Nirgends ist dies anschaulicher gezeigt als in der Geschichte der Bank of
England seit dem Gesetz von 1844, das sie im Geschäft des Diskontierens
etc. zum wirklichen Rivalen der private bankers

38
machte. Die Bank of
England, um während der Perioden der Easiness

39
des Geldmarkts sich einen
Anteil, und einen wachsenden Anteil am Diskontogeschäft zu sichern, war
beständig gezwungen, ihn herabzusetzen, nicht nur auf, sondern oft unter das
Maß der private bankers. Ihr „Regulieren des Kredits“ ist also cum grano
salis

zu nehmen, während Darimon seinen Aberglauben an ihre
unbedingte Kontrolle des Geldmarkts und des Kredits zum Ausgangspunkt macht.

Statt
die Bedingungen ihrer wirklichen Macht über den Geldmarkt kritisch zu
untersuchen, klammert er [sich] sofort an die Phrase, dass der cash

40
alles
für sie ist und dass sie seinen efflux

41
ins Ausland verhüten
muss. Ein Professor des
Collège de France
(Chevalier)
antwortet:

„Gold
und Silber sind Waren wie alle anderen... Ihre Metallreserve ist nur gut
dazu, um in dringenden Augenblicken für Ankäufe ins Ausland geschickt zu
werden.“

Die
Bank antwortet:

„Metallgeld
ist nicht eine Ware wie die anderen; es ist ein Austauschinstrument, und
kraft dieses Titels genießt es das Privilegium, allen anderen Waren Gesetze
vorzuschreiben.“

Hier
springt Darimon zwischen die Kombattanten:

„Also
muss man diesem Privilegium, das Gold und Silber genießen, die einzig
authentischen Instrumente der Zirkulation und des Austauschs zu sein, nicht
nur die aktuelle Krise, sondern die periodischen Handelskrisen zuschreiben.“

Um
allen Unannehmlichkeiten der Krisen zu steuern,

„würde
es hinreichen, dass Gold und Silber Waren würden wie die anderen oder, exakt
gesprochen, dass alle Waren Austauschinstrumente mit demselben Rang (au même
titre) (kraft desselben Titels) würden, wie Gold und Silber; dass die
Produkte sich wahrhaft gegen Produkte austauschten“, (p. 5-7.)

Flachheit,
mit der hier die Streitfrage vorgestellt ist. Wenn die Bank Anweisungen auf
Geld ausgibt (Noten) und Schuldscheine auf Kapital, die in Gold (Silber)
rückzahlbar sind

42
(Deposite), versteht es
sich von selbst, dass sie die Verminderung ihres Metallvorrats nur bis zu
einem gewissen Grad ansehen und ertragen kann, ohne dagegen zu reagieren.
Solches hat nichts zu schaffen mit der Theorie des Metallgeldes. Auf die Krisenlehre
des Darimon werden wir zurückkommen.

In
dem Abschnitt
„Petite Histoire des crises de circulation“
lässt
Herr Darimon die englische Krise von
1809 bis 1811
weg und
beschränkt sich darauf, unter
1810
zu notieren die Ernennung
des Bullionkomitees, und unter 1811 lässt er wieder die wirkliche Krise
(die 1809 begann) weg und beschränkt sich auf die Annahme durch das Haus der
Gemeinen der Resolution, dass

„die
Depreziation der Noten gegen das Bullion nicht von einer Depreziation des
Papiergeldes, sondern von einer Verteurung des Bullion herrührt“,

und Ricardos Pamphlet

43
, das die gegenteilige
Behauptung aufstellt, wovon die Konklusion sein soll:

„Das
Geld in seinem vollkommensten Zustand ist das Papiergeld.“ (p. 22, 23.)

Die
Krisen von 1809 und 1811 waren hier wichtig, weil die Bank damals
unkonvertible Noten ausgab, die Krisen also keinesfalls aus der
Konvertibilität der Noten in Gold (Metall) hervorgingen, also auch
keinenfalls durch Abschaffung dieser Konvertibilität zu hemmen waren. Darimon
hüpft in flinker Schneidermanier über diese seine Krisenlehre widerlegenden
Tatsachen weg. Er klammert sich an Ricardos Aphorism, was mit dem
eigentlichen Gegenstand in Frage und des Pamphlets – der Depreziation der
Banknoten – nichts zu tun hatte. Er ignoriert, dass Ricardos Geldlehre
vollständig widerlegt ist mit ihren falschen Voraussetzungen, dass die Bank
die Anzahl der zirkulierenden Noten kontrolliert, dass die Anzahl der
Zirkulationsmittel die Preise bestimmt, während umgekehrt die Preise die
Anzahl der Zirkulationsmittel bestimmen etc. Zu Ricardos Zeit fehlten noch
alle Detailuntersuchungen über die Erscheinungen des Geldumlaufs. Dies
beiläufig.

Gold
und Silber sind Waren wie die anderen. Gold und Silber sind nicht Waren wie
die anderen: Als allgemeines Austauschinstrument sind sie die privilegierten
Waren und degradieren die anderen Waren eben kraft dieses Privilegiums. Dies
ist die letzte Analyse, worauf Darimon den Antagonismus reduziert. Schafft
das Privilegium des Goldes und Silbers ab, degradiert es zum Rang aller
anderen Waren, entscheidet Darimon in letzter Instanz. Dann hebt ihr nicht
die spezifischen Übel des Gold- und Silbergeldes oder in Gold und Silber
konvertibler Noten auf. Ihr schafft alle Übel ab. Oder vielmehr erhebt alle
Waren zu dem nun exklusiv von Gold und Silber besessenen Monopol. Lasst den
Papst bestehen, aber macht jeden zum Papst. Schafft das Geld ab, indem ihr
jede Ware zu Geld macht und mit den spezifischen Eigenschaften des Geldes
verseht. Es fragt sich hier eben, ob nicht das Problem seine eigene
Ungereimtheit ausspricht und daher die Unmöglichkeit der Lösung schon in den
von der Aufgabe gestellten Bedingungen liegt. Die Antwort kann oft nur in der
Kritik der Frage bestehen und oft nur gelöst werden, |[7| indem die Frage
selbst verneint wird. Die wirkliche Frage ist: Macht das bürgerliche
Austauschsystem selbst nicht ein spezifisches Austauschinstrument nötig?
Schafft es nicht notwendig ein besonderes Äquivalent für alle Werte? Eine
Form dieses Austauschinstruments oder dieses Äquivalents mag handlicher,
passender sein, weniger Inkonvenienzen mit sich führen als die andere. Aber
die Inkonvenienzen, die von der Existenz eines besonderen
Austauschinstruments hervorgehen, eines besonderen und doch allgemeinen
Äquivalents, müssten sich in jeder Form, wenn auch verschieden, wieder
erzeugen. Über diese Frage selbst

geht Darimon natürlich
mit Enthusiasmus fort. Schafft das Geld ab, und schafft es nicht ab! Schafft
das exklusive Privilegium, das Gold und Silber durch ihre Exklusivität als
Geld besitzen, ab, aber macht alle Waren zu Geld, d. h., gebt allen
gemeinschaftlich eine Eigenschaft, die von der Exklusivität getrennt nicht
mehr existiert.

In
den Bulliondrains

44
kommt in der Tat ein
Widerspruch zum Vorschein, den Darimon ebenso flach auffasst als überwältigt.
Es zeigt sich, dass Gold und Silber keine Waren wie die andern sind und die
moderne Ökonomie sich plötzlich und mit Schrecken temporär immer wieder bei
den Vorurteilen des Merkantilsystems ankommen sieht. Die englischen Ökonomen
suchen die Schwierigkeit durch eine Distinktion zu lösen. Was in den Momenten
solcher monetären Krisen verlangt wird, sagen sie, ist nicht Gold und Silber
als Geld, Gold und Silber als Münze, sondern Gold und Silber als Kapital. Sie
vergessen hinzuzufügen: Kapital, aber Kapital in der bestimmten Form von Gold
und Silber. Woher sonst der Efflux grade dieser Waren, während die meisten
anderen sich aus Mangel an Efflux depreziieren, wenn Kapital in jeder Form
ausführbar wäre?

Nehmen
wir bestimmte Beispiele: drain

45
infolge der inländischen
Missernte in einem Hauptnahrungsmittel (Getreide z. B.), einer ausländischen
Missernte und daher Verteurung in einem importierten
Hauptkonsumtionsgegenstand (z. B. Tee); drain infolge einer Missernte in den
entscheidenden Rohmaterialien der Industrie (Baumwolle, Wolle, Seide,Flachs);
drain infolge von Überimport (durch Spekulation, Krieg etc.) verursacht. Der
Ersatz eines plötzlichen oder dauernden Ausfalls (in Getreide, Tee,
Baumwolle, Flachs etc.) beraubt in dem Fall der inländischen Missernte die
Nation doppelt. Ein Teil ihres angelegten Kapitals oder Arbeit ist nicht
reproduziert – wirklicher Ausfall in der Produktion. Ein Teil des
reproduzierten Kapitals muss abgelassen werden, um diese Lücke zu füllen, und
zwar ein Teil, der nicht in einfach arithmetischem Verhältnis zum Ausfall
steht, da das fehlende Produkt infolge der verminderten Zufuhr und der
vergrößerten Nachfrage auf dem Weltmarkt steigt und steigen muss. Es ist
nötig, genau zu untersuchen, wie sich solche Krisen, abgesehen vom Geld,
ausnehmen würden und welche Bestimmtheit das Geld hereinbringt innerhalb der
gegebenen Verhältnisse.
(Getreidemissernte
und
Überimportation
die
Hauptfälle. Krieg versteht sich von selbst, da er unmittelbar ökonomisch
dasselbe ist, als wenn die Nation einen Teil ihres Kapitals ins Wasser
würfe.)

Fall einer Getreidemissernte:
Die Nation gegen andere Nation
betrachtet, ist

es klar, dass ihr Kapital (nicht nur ihr
wirklicher Reichtum) sich vermindert hat, so klar, als dass ein Bauer, der
seinen Brotteig verbrannt und der ihn nun beim Bäcker kaufen muss, um den
Betrag seines Kaufs verarmt ist. Mit Bezug auf das Inland scheint das Steigen
des Getreidepreises, soweit der Wert in Frage kommt, alles beim Alten zu
lassen. Abgesehen nur davon, dass die verminderte Quantität Getreide
multipliziert mit dem erhöhten Preis in wirklichen Missernten nie = der
normalen Quantität multipliziert mit dem minderen Preis. Gesetzt, es würde
nur 1 Quarter in England produziert und dieser 1 Quarter erreiche denselben
Preis wie früher die 30 Millionen Quarters Weizen. Die Nation würde dann,
abgesehen davon, dass ihr die Mittel zur Reproduktion des Lebens wie des
Getreides fehlten, wenn wir den Arbeitstag, um 1 Quarter zu reproduzieren, =
a setzen, a x 30 Millionen Arbeitstage (Produktionskosten

46
)
für 1 x a Arbeitstag (Produkt) austauschen; die produktive Kraft ihres
Kapitals hätte sich millionenfach vermindert und die Summe der im Land
besessenen Werte hätte sich vermindert, da jeder Arbeitstag um das
30millionenfache depreziiert wäre. Jedes Stück Kapital repräsentierte nurmehr
1/30.000.000 seines früheren Werts, seines Äquivalents in
Produktionskosten, obgleich sich im angegebenen Fall am Nominalwert des
Landeskapitals nichts vermindert hätte (abgesehen von der Depreziation des
Grund und Bodens), da der verminderte Wert der übrigen Produkte durch den
erhöhten des 1 Quarter Weizens genau kompensiert wäre. Die Erhöhung des
Weizenpreises um das 30millionenfache

47
wäre der Ausdruck einer
gleichen Depreziation in allen übrigen Produkten. Übrigens ist diese
Unterscheidung von Inland und Ausland durchaus illusorisch. Wie sich die
Nation, die den Getreideausfall erduldet, zur fremden Nation, von der sie
kauft, verhält sich jedes Individuum der Nation zum Pächter oder
Getreidehändler. Die Surplussumme, die es auf Ankauf des Getreides verwenden
muss, ist eine direkte Verminderung seines Kapitals, seiner
Dispositionsmittel.

Um
die Frage nicht zu trüben durch unwesentliche Einflüsse, muss eine Nation,
bei der free trade
48
in Korn existiert,
vorausgesetzt werden. Selbst wenn das eingeführte Getreide so wohlfeil wäre
wie das selbst produzierte, so wäre die Nation ärmer um das von den Pächtern
nicht reproduzierte Kapital. Allein in der gemachten Voraussetzung importiert
die Nation stets so viel fremdes Getreide, als bei dem normalen Preise
einführbar ist. Das Wachstum in der Einfuhr unterstellt also Wachsen des
Preises.

Das
Steigen im Getreidepreise ist = dem Fallen im Preise aller übrigen Waren. Die
erhöhten Produktionskosten (repräsentiert im Preise), zu denen

der Quarter Getreide erhalten wird, ist = der verminderten Produktivität des
Kapitals, das in allen anderen Formen existiert. Dem Surplus, das für Ankauf
des Getreides verwandt wird, muss ein Minus im Ankauf aller anderen Produkte
und schon darum ein Fallen ihrer Preise entsprechen. Mit oder ohne Metall
oder irgend anderes Geld befände sich die Nation in einer Krise, die sich
nicht nur auf das Getreide erstreckte, sondern auf alle anderen
Produktionszweige, da nicht nur positiv deren Produktivität vermindert, der
Preis ihrer Produktion depreziiert wäre gegen den durch die normalen
Produktionskosten bestimmten Wert, sondern auch alle Kontrakte, Obligationen
etc. auf den Durchschnittspreisen der Produkte beruhen. x Scheffel Getreide
müssen z. B. für die Staatsschuld geliefert werden, aber die
Produktionskosten dieser x Scheffel haben sich in einem bestimmten Verhältnis
vermehrt. Ganz ohne Rücksicht auf das Geld befände sich | also die Nation
in einer allgemeinen Krise. Nicht nur vom Geld, selbst vom Tauschwert der
Produkte abgesehen, hätten sich die Produkte depreziiert, die Produktivität
der Nation vermindert, während alle ihre ökonomischen Verhältnisse auf einer
Durchschnittsproduktivität ihrer Arbeit gegründet sind.

Die
durch einen Getreideausfall verursachte Krise ist also keinenfalls durch den
drain of bullion erzeugt, obgleich sie durch Hindernisse, die diesem drain
entgegen aufgeworfen werden, vermehrt werden kann.

Jedenfalls
kann auch nicht mit Proudhon

49
gesagt werden, dass die
Krise davon herrühre, dass die edlen Metalle allein einen authentischen Wert
besäßen im Gegensatz zu den anderen Waren; denn das Steigen des
Getreidepreises heißt in nächster Instanz nur, dass mehr Gold und Silber für
ein gegebenes Quantum Getreide im Austausch gegeben werden muss, d.h., dass
der Preis des Goldes und Silbers im Verhältnis zum Preise des Getreides
gefallen ist. Gold und Silber teilen also die Depreziation im Verhältnis zum
Getreide mit allen übrigen Waren, von der kein Privilegium sie schützt. Die
Depreziation des Goldes und Silbers gegen Getreide ist identisch mit Steigen
der Getreidepreise (nicht ganz richtig. Der Quarter Getreide steigt von 50
auf 100 sh, also um 50%, aber Cottonwaren fallen um 100. Das Silber ist gegen
das Getreide nur um 50, die Cottonwaren sind (infolge stockender Nachfrage
etc.) um 100% gegen es gefallen.
50
D.h., die Preise der
anderen Waren fallen tiefer, als die des Getreides steigen. Das Gegenteil
findet aber auch statt. Z. B. in den letzten Jahren, wo das Getreide um 100 %
temporär stieg, fiel es den Industrieprodukten nicht ein, in derselben Proportion
zu fallen, in der also Gold gegen Getreide gefallen war. Dieser Umstand
betrifft zunächst nicht den allgemeinen Satz). Gold kann auch nicht gesagt
werden ein Privilegium zu besitzen dadurch, dass als Münze sein Quantum genau
und authentisch bestimmt ist. Ein Taler (Silber) bleibt

unter allen Umständen ein Taler. So bleibt ein Scheffel Weizen ein Scheffel
und eine Elle Leinwand eine Elle.

Die
Depreziation der meisten Waren (Arbeit eingeschlossen) und die daher
erfolgende Krise im Fall bedeutenden Getreidemisswachses kann also nicht
primitiv der Ausfuhr des Goldes zugeschrieben werden, da die Depreziation und
die Krise stattfinden würde, wenn gar kein einheimisches Gold ausgeführt und
kein fremdes Getreide eingeführt würde. Die Krise reduziert sich einfach auf
das Gesetz der Nachfrage und Zufuhr, das bekanntlich im Kreise erster
Bedürfnisse – in nationalem Maße betrachtet – ungleich schärfer und
energischer wirkt als in allen anderen Kreisen. Die Goldausfuhr ist nicht die
Ursache der Getreidekrise, sondern die Getreidekrise die Ursache der
Goldausfuhr.

Gold
und Silber für sich betrachtet, können nur nach zwei Richtungen hin behauptet
werden, ihrerseits in die Krise einzugreifen und ihre Symptome zu
verschlimmern: 1. Insofern die Goldausfuhr erschwert wird wegen der
Metallbedingungen, an die die Banken gebunden sind; insofern die Maßregeln,
die die Bank daher gegen diese Goldausfuhr trifft, nachteilig auf die
inländische Zirkulation zurückschlagen; 2. Insofern die Goldausfuhr nötig
wird, weil die ausländischen Nationen Kapital nur in der Form von Gold und in
keiner anderen Form nehmen wollen.

Die
Schwierigkeit Nr. 2 kann fortbestehen, selbst wenn die Schwierigkeit Nr. 1
beseitigt ist. Die Bank von England erfuhr sie grade während der Periode, wo
sie gesetzlich befugt war, inkonvertible Noten auszugeben. Die Noten fielen
gegen das Goldbullion, aber ebenso fiel der mintprice of gold

51
gegen
seinen Bullionpreis. Gold war eine besondere Sorte von Ware gegen die Note
geworden. Es kann gesagt werden, dass die Note sofern noch von Gold abhängig
blieb, als sie nominell ein bestimmtes Quantum Gold repräsentierte, das in
fact nicht auslösbar gegen sie war. Das Gold war ihr Nenner geblieben,
obgleich sie gesetzlich nicht mehr gegen diese Quantität Goldes bei der Bank
auswechselbar war.

Es
unterliegt wohl keinem Zweifel (?) (ist später zu untersuchen und gehört
nicht direkt zu dem object in question

52
), dass, solange
Papiergeld seine Denomination von Gold erhält (also z. B. eine 5-Pfundnote
der papierne Repräsentant von 5 sovereigns ist), die Konvertibilität der Note
in Gold ein ökonomisches Gesetz für sie bleibt, es mag
politisch
existieren
oder nicht. Die Noten der Bank von England fuhren auch von
1799-1819 fort auszusagen, dass sie den Wert eines bestimmten Quantums
Gold vorstellten. Wie diese Behauptung anders auf die Probe stellen, als
durch die Tatsache, dass die Note

in der Tat soundso viel
Bullion
53
kommandiert? Von dem
Moment an, wo für eine 5-£-Note nicht mehr Bullionwert = 5 sovereigns zu
haben waren, war die Note depreziiert, obgleich sie inconvertible war. Die
Gleichheit des Notenwerts mit einem bestimmten Goldwert, die ihr Titel
besagt, trat sofort in Widerspruch mit der faktischen Ungleichheit zwischen
Note und Gold. Die Streitfrage zwischen den Engländern, die das Gold
festhalten als den Nenner der Note, dreht sich also in der Tat nicht um die
Konvertibilität der Note in Gold – die nur die praktische Gleichsetzung ist,
das der Titel der Note theoretisch aussagt –, sondern wie diese
Konvertibilität zu sichern sei, ob diese Konvertibilität durch gesetzlich der
Bank auferlegte Beschränkungen gesichert oder sich selbst zu überlassen ist?
Die letzteren behaupten, dass diese Konvertibilität bei einer Zettelbank, die
auf Wechsel vorschießt, deren Noten also einen gesicherten Reflux
54
haben,
on an average

55
gewährleistet ist und
dass ihre Gegner es doch nie über diese Durchschnittssicherheit bringen. Das
letztere ist ein fact. Der Average, nebenbei gesagt, ist nicht zu verachten,
und Durchschnittsberechnungen können und müssen so gut die Grundlage der
Banken als aller Assekuranzen etc. bilden. Auf dieser Seite sind es vor allem
die schottischen Banken, die mit Recht als Muster aufgeführt werden. Die
strengen Bullionisten ihrerseits sagen, dass sie es ernst mit der |
Konvertibilität nehmen, dass die Notwendigkeit dieser Konvertibilität durch
die Denomination der Note selbst gegeben ist, dass die Verpflichtung der Bank
zu konvertieren, die Note konvertibel hält, eine Schranke bildet gegen
overissue
56
, dass ihre Gegner
Pseudoanhänger der Inkonvertibilität sind. Zwischen diesen beiden Seiten
verschiedene Schattierungen, eine Masse kleiner „espèces“
57
.
Die Verteidiger der Inkonvertibilität endlich, die entschiedenen
Antibullionisten, sind, ohne es zu wissen, ebenso Pseudoanhänger der
Konvertibilität als ihre Gegner der Inkonvertibilität, weil sie die
Denomination der Note bestehen lassen, also die praktische Gleichsetzung von
Note von bestimmter Denomination und bestimmtem Goldquantum zum Maß des
Vollwerts ihrer Noten machen.

In
Preußen existiert Papiergeld mit Zwangskurs. (Ein Reflux ist ihm insofern
gesichert, als ein Quotum der Steuern in Papier gezahlt werden muss.) Diese
Papiertaler sind keine Anweisungen auf Silber, sind bei keiner Bank gegen es
legal austauschbar etc. Sie werden von keiner Handelsbank auf Wechsel
geliehen, sondern von der Regierung bei Bestreitung ihrer
58
Ausgaben
ausgezahlt. Aber ihre Denomination ist die des Silbers. Ein Papiertaler sagt

aus, denselben Wert zu repräsentieren als ein Silbertaler. Würde entweder das
Vertrauen in die Regierung gründlich erschüttert oder würde dies Papiergeld
in größeren Proportionen ausgegeben als die Bedürfnisse des Umlaufs
erheischen, so hörte der Papiertaler auf, in der Praxis dem Silbertaler
gleichzustehen, und wäre depreziiert, weil unter den Wert herabgesunken, den
sein Titel aussagt. Er würde selbst depreziieren, wenn keiner der
obengenannten Umstände einträte, sondern besonderes Bedürfnis nach Silber für
die Ausfuhr z. B. ihm ein Privilegium gegen den Papiertaler verschaffte.
Konvertibilität in Gold und Silber ist also praktisches Maß des Werts jeden
Papiergeldes, das seine Denomination vom Gold oder Silber erhält, das Papier
sei legal konvertibel oder nicht. Ein Nominalwert läuft nur als Schatten
neben seinem Körper her; ob beide sich decken, muss die wirkliche
Konvertibilität (Austauschbarkeit) desselben beweisen. Sinken des Realwerts
unter den Nominalwert ist Depreziation. Wirkliches Nebeneinanderlaufen, sich
Vertauschen ist Konvertibilität. Bei nicht konvertiblen Noten zeigt sich die
Konvertibilität nicht an der Kasse der Bank, sondern am tagtäglichen
Austausch zwischen Papier und dem Metallgeld, dessen Denomination es trägt.
In der Tat ist die Konvertibilität der konvertiblen Noten schon gefährdet, wo
sie nicht mehr durch den Alltagsverkehr in allen Teilen des Landes, sondern
durch besondere große Experimente an der Kasse der Bank bestätigt werden
soll.

In
Schottland auf dem Land wird das Papiergeld selbst dem Metallgeld vorgezogen.
Schottland vor 1845, wo ihm das englische Gesetz von 1844 aufgedrungen
wurde, hat natürlich alle englischen sozialen Krisen mitgemacht und manche
Krisen in höherem Grad, da sich das Clearing of the land hier
rücksichtsloser entwickelte. Nichtdestoweniger hat Schottland keine
eigentlichen Geldkrisen gekannt (dass einige Banken ausnahmsweis bankrott
machten, weil sie leichtsinnig Kredit gaben, gehört nicht hierher); keine
Depreziation der Noten, kein Klagen und keine Untersuchungen, ob das Quantum
der zirkulierenden currency
59
hinreichend oder nicht
etc. Schottland ist hier wichtig, weil es einerseits zeigt, wie das
Geldsystem auf der jetzigen Grundlage vollständig geregelt sein kann – alle
die Übel abgeschafft, die Darimon bejammert –, ohne die jetzige soziale
Grundlage zu verlassen; ja während gleichzeitig ihre Widersprüche,
Antagonismen, der Klassengegensatz etc. einen noch höheren Grad erreichen als
in irgendeinem anderen Land der Welt. Es ist charakteristisch, dass Darimon
sowohl als der Protektor, der sein Buch einleitet – Emile Girardin, der seine
praktische Schwindelei durch theoretischen Utopismus ergänzt –, den Gegensatz
zu den Monopolbanken wie

der Bank of England und Bank of
France nicht in Schottland finden, sondern in den Vereinigten Staaten suchen,
wo das Banksystem infolge der erforderlichen Staatscharters
60
nur
nominell frei ist, wo nicht die freie Konkurrenz der Banken, sondern ein
Föderativsystem von Monopolbanken besteht.

Allerdings
war das schottische Bank- und Geldwesen die gefährlichste Klippe für die
Illusionen der Zirkulationskünstler. Goldgeld oder Silbergeld (wo nicht
doppelter legaler Standard
61
der Münze) werden nicht
gesagt zu de- preziieren, sooft ihr relativer Wert gegen alle anderen Waren
wechselt. Warum nicht? Weil sie ihren eigenen Nenner bilden; weil ihr Titel
nicht der eines Wertes ist, d. h. sie nicht an einer dritten Ware geschätzt
sind, sondern nur aliquote
62
Teile ihrer eigenen
Materie ausdrücken, 1 sovereign = so viel Quantum Gold von dem und dem
Gewicht. Das Gold also nominell undepreziierbar, nicht weil es allein
einen
authentischen Wert
ausdrückt, sondern weil es als Geld
keinen
Wert at all

63
ausdrückt, sondern
ein bestimmtes Quantum seiner eigenen Materie, seine eigene quantitative
Bestimmtheit auf der Stirn trägt. (Später näher zu untersuchen, ob dies
distinktive Merkmal des Gold- und Silbergeldes eine immanente Eigenschaft
jedes Geldes in letzter Instanz.)

Getäuscht
von dieser nominellen Undepreziierbarkeit des Metallgeldes, sehen Darimon und
Konsorten nur die eine Seite, die in den Krisen hervorbricht: die
Appreziation

64
des Goldes und Silbers
gegen fast alle übrigen Waren; sie sehen nicht die andere Seite, die
Depreziation
des
Goldes und Silbers oder
Geldes
gegen alle übrigen Waren
(Arbeit vielleicht, nicht immer, ausgenommen) in Perioden der sog.
Prosperität,
den
Perioden des temporären allgemeinen Steigens der Preise
65
.
Da diese Depreziation des Metallgeldes (und aller Geldsorten, die auf ihm
beruhen) seiner Appreziation immer vorhergeht, hätten sie ihr Problem
umgekehrt stellen müssen: der periodisch wiederkehrenden Depreziation des
Geldes vorzubeugen (in ihrer Sprache, die Privilegien der Waren gegen das
Geld abzuschaffen). In letzterer Formulierung hätte sich sofort die Aufgabe
aufgelöst: Das Steigen und Fallen der Preise aufzulösen. Letztere: Preise
aufzuheben. Dieses: den Tauschwert abzuschaffen. Dieses Problem: Den
Austausch, wie er der bürgerlichen Organisation | der Gesellschaft
entspricht. Dies letzte Problem: die bürgerliche Gesellschaft ökonomisch zu
revolutionieren. Es hätte sich dann von vornherein gezeigt, dass dem Übel der
bürgerlichen Gesellschaft nicht durch Bank„verwandlungen“ oder Gründung eines
rationellen „Geldsystems“ abzuhelfen ist.

Konvertibilität – legal oder nicht – also bleibt Anforderung an jedes Geld,
dessen Titel es zu einem Wertzeichen macht, d. h. es der Quantität einer
dritten Ware gleichsetzt. Die Gleichsetzung schließt schon die
Entgegensetzung, die mögliche Ungleichheit; die Konvertibilität schließt ihr
Gegenteil, die Inkonvertibilität; die Appreziation schließt die Depreziation
ein, δυνάμει

66
, wie Aristoteles sagen würde.
Setze z. B., der Sovereign hieße nicht nur Sovereign, was ein bloßer
Ehrenname für den xten aliquoten Teil einer Unze Goldes ist (Rechenname), wie
Meter für eine bestimmte Länge, sondern er hieße, say

67

x Stunden
Arbeitszeit.
– 1/x Unze Gold ist in der Tat nichts als
materialisiert, x vergegenständlicht, x Stunden
68
Arbeitszeit. Aber das
Gold ist vergangene Arbeitszeit, bestimmte Arbeitszeit. Sein Titel würde ein
bestimmtes Quantum Arbeit überhaupt zu seinem Maßstab machen. Das Pfund Gold
müsste konvertibel sein gegen x Stunden Arbeitszeit, sie jeden Augenblick
kaufen können; sobald es mehr oder weniger kaufen könnte, wäre es appreziiert
oder depreziiert; im letzten Fall hätte seine Konvertibilität aufgehört.
Nicht die in den Produkten inkorporierte Arbeitszeit, sondern die gegenwärtig
nötige Arbeitszeit ist das Wertbestimmende. Nehme das Pfund Gold selbst: es
sei das Produkt von 20 Stunden Arbeitszeit. Gesetzt durch irgendwelche
Umstände bedürfe es später 10 Stunden, um ein Pfund Gold zu produzieren. Das
Pfund Gold, dessen Titel besagt, dass es = 20 Stunden Arbeitszeit, wäre nun
nur noch = 10 Stunden Arbeitszeit, da 20 Stunden Arbeitszeit = 2 Pfund Gold.
10 Stunden Arbeit tauschen sich faktisch aus gegen 1 Pfund Gold; also kann
sich 1 Pfund Gold nicht mehr gegen 20 Arbeitsstunden austauschen.

Goldgeld
mit dem plebejischen Titel: x
Arbeitsstunden
wäre größeren
Schwankungen ausgesetzt als irgendein anderes Geld und namentlich als das
gegenwärtige Goldgeld; weil Gold gegen Gold nicht steigen oder fallen kann
(sich selbst gleich ist), wohl aber die in einem bestimmten Quantum Gold
enthaltene vergangene Arbeitszeit beständig steigen oder fallen muss gegen
die gegenwärtige lebendige Arbeitszeit. Um es konvertibel zu erhalten, müsste
die Produktivität der Arbeitsstunde stationär gehalten werden. Ja nach dem
allgemeinen ökonomischen Gesetz, dass die Produktionskosten beständig fallen,
dass die lebendige Arbeit beständig produktiver wird, also die in Produkten
vergegenständlichte Arbeitszeit beständig depreziiert, wäre beständige
Depreziation das unvermeidliche Schicksal dieses goldenen Arbeitsgeldes. Um diesem
Übelstand zu steuern, könnte gesagt werden, nicht das Gold solle den
Arbeitsstundentitel erhalten, sondern, wie Weitling
69
vorschlug
und vor ihm

Engländer und nach ihm Franzosen, darunter
Proudhon et Co., Papiergeld, ein bloßes Wertzeichen, solle diesen Titel
erhalten. Die Arbeitszeit, die in dem Papier selbst verkörpert ist, käme
dabei ebenso wenig in Anschlag als der Papierwert der Banknoten. Das eine
wäre bloßer Repräsentant der Arbeitsstunden wie das andere des Goldes oder
Silbers. Wenn die Arbeitsstunde produktiver würde, würde der Zettel, der sie
repräsentiert

70
, seine Kaufkraft steigern und
umgekehrt, gerade wie jetzt eine 5-Pfundnote mehr oder weniger kauft, je
nachdem der relative Wert des Goldes im Vergleich zu anderen Waren steigt
oder sinkt.

Nach
demselben Gesetz, wonach das goldene Arbeitsgeld einer beständigen
Depreziation erläge, würde das papierne Arbeitsgeld einer beständigen
Appreziation genießen. Das ist ja grade, was wir wollen; der Arbeiter würde
der steigenden Produktivität seiner Arbeit froh werden, statt dass er jetzt
im Verhältnis zu ihr fremden Reichtum, eigene Entwertung schafft. So die
Sozialisten. But, unfortunately, there arise some small scruples.
71
D’abord

72
:
Wenn wir einmal Geld supponieren, seien es auch nur Stundenzettel, so müssen
wir auch Akkumulation dieses Geldes voraussetzen und Kontrakte, Obligationen,
fixe Lasten etc., die unter der Form dieses Geldes eingegangen wären. Die
akkumulierten Zettel würden beständig appreziieren, so gut wie die neu
ausgegebenen, und so einerseits die wachsende Produktivität der Arbeit den
Nichtarbeitern zugute kommen, andererseits die früher kontrahierten Lasten
gleichen Schritt halten mit der Mehrergiebigkeit der Arbeit. Das Fallen und
Steigen des Gold- oder Silberwerts wäre ganz gleichgültig, wenn die Welt
jeden Augenblick von neuem angefangen werden könnte und eingegangene
Verbindlichkeiten, ein bestimmtes Quantum Gold zu zahlen, nicht die
Schwankungen des Goldwerts überlebten. So hier mit dem Stundenzettel und der
Produktivität der Stunde.

Der
Punkt, der hier zu untersuchen ist, ist die Konvertibilität des
Stundenzettels. Es führt zum selben Ziel, wenn wir einen Abweg machen.
Obgleich noch zu früh, kann einiges über die Delusions
73
bemerkt
werden, die dem Stundenzettel zugrunde liegen und uns in das tiefste
Geheimnis blicken lassen, das die Proudhonsche Zirkulationstheorie mit seiner
allgemeinen Theorie verbindet – seiner Theorie von der Wert|bestimmung.
Wir finden diesen selben Zusammenhang z. B. bei Bray und Gray. Was etwa
Wahres darin zugrunde liegen mag, später zu untersuchen. (Vorher noch
incidentally

74
: Die Banknoten bloß als
Anweisungen auf Gold betrachtet, dürften sie nie über das

Quantum Goldgeld ausgegeben werden, das sie zu ersetzen vorgeben, ohne zu
depreziieren. Drei Anweisungen von 15 ₤
,
die ich an drei
verschiedene Gläubiger auf dieselben 15₤ in Gold ausgebe, sind in der
Tat jede nur eine Anweisung auf 15/3 Pfund = 5 Pfund. Jede dieser Noten wäre
also von vornherein auf 33⅓ %

75
depreziiert.)

Der
Wert
(der
reale Tauschwert) aller Waren (die Arbeit eingeschlossen) ist durch ihre
Produktionskosten bestimmt, in anderen Worten, durch die Arbeitszeit, die zu
ihrer Hervorbringung erheischt wird. Der
Preis
ist dieser
ihr Tauschwert in Geld ausgedrückt. Die Ersetzung des Metallgeldes (und des
von ihm seine Denomination erhaltenden Papier- oder Kreditgeldes) durch
Arbeitsgeld, das seine Denomination von der Arbeitszeit selbst erhielte,
würde also den
realen
Wert (Tauschwert) der Waren und
ihren
nominellen Wert, Preis, Geldwert
gleichsetzen.
Gleichsetzung des
realen Werts und des nominellen Werts, des Werts
und des Preises.
Dies würde aber nur erreicht unter der
Voraussetzung, dass
Wert
und
Preis
nur
nominell
verschieden
sind. Solches ist aber keineswegs der Fall. Der durch die Arbeitszeit
bestimmte Wert der Waren ist nur ihr
Durchschnittswert.
Ein
Durchschnitt, der als äußerliche Abstraktion erscheint, soweit er als die
Durchschnittszahl einer Epoche heraus addiert wird, z.B. 1 Pfund Kaffee 1 sh,
wenn der Durchschnitt, sage der Kaffeepreise von 25 Jahren, gezogen wird; der
aber sehr real ist, wenn er zugleich als die Triebkraft und das bewegende
Prinzip der Oszillationen erkannt wird, die die Warenpreise während einer
bestimmten Epoche durchlaufen. Diese Realität ist nicht nur von theoretischer
Wichtigkeit: Sie bildet die Grundlage der kaufmännischen Spekulation, deren
Wahrscheinlichkeitsrechnung sowohl von den mittleren Durchschnittspreisen,
die ihr als Zentrum der Oszillation gelten, als von Durchschnittshöhen und
Durchschnittstiefen der Oszillation über oder unter dieses Zentrum ausgeht.
Von diesem Durchschnittswert der Ware ist ihr
Marktwert
stets
verschieden und steht stets entweder unter oder über ihm. Der Marktwert
gleicht sich aus zum Realwert durch seine beständigen Oszillationen, nie
durch eine Gleichung mit dem Realwert als einem Dritten, sondern durch stete
Ungleichsetzung seiner selbst (nicht, wie Hegel sagen würde, durch abstrakte
Identität, sondern durch beständige Negation der Negation, d. h. seiner
selbst als der Negation des Realwerts). Dass der Realwert selbst wieder –
unabhängig von seiner Beherrschung der Oszillationen des Marktpreises
(abgesehen von ihm als dem
Gesetze
dieser Oszillationen) –
sich selbst verneint und den Realwert der Waren beständig in Widerspruch mit
seiner eigenen Bestimmung setzt, den Realwert der vorhandenen Waren
depreziiert oder

appreziiert – habe ich in meinem
Pamphlet gegen Proudhon gezeigt und ist an diesem Ort nicht näher darauf
einzugehen.

Der
Preis
unterscheidet
sich also vom
Wert,
nicht nur wie das Nominelle vom Realen;
nicht nur durch die Denomination in Gold und Silber, sondern dadurch, dass
der letztere als Gesetz der Bewegungen erscheint, die der erstere durchläuft.
Sie sind aber beständig verschieden und decken sich nie oder nur ganz
zufällig und ausnahmsweise. Der Warenpreis steht beständig über oder unter
dem Warenwert, und der Warenwert selbst existiert nur in dem up and
down
76
der Warenpreise.
Nachfrage und Zufuhr bestimmen beständig die Warenpreise; decken sich nie
oder nur zufällig; aber die Produktionskosten bestimmen ihrerseits die
Oszillationen der Nachfrage und Zufuhr. Das Gold oder Silber, worin der Preis
einer Ware, ihr Marktwert, ausgedrückt wird, ist selbst ein bestimmtes
Quantum aufgehäufter Arbeit, ein bestimmtes Maß materialisierter Arbeitszeit.
Unter der Voraussetzung, dass die Produktionskosten der Ware und die
Produktionskosten des Goldes und Silbers dieselben bleiben, heißt das Steigen
oder Fallen ihres Marktpreises nichts, als dass eine Ware, = x Arbeitszeit,
beständig > oder < als x Arbeitszeit im Markt kommandiert, über oder
unter ihrem durch die Arbeitszeit bestimmten Durchschnittswert steht. Die
erste Grundillusion der Stundenzettler besteht darin, dass, indem sie
die
nominelle Verschiedenheit
zwischen Realwert und
Marktwert, zwischen Tauschwert und Preis, aufheben – also den Wert statt in
einer bestimmten Vergegenständlichung der Arbeitszeit, say Gold und Silber,
in der Arbeitszeit selbst ausdrücken –, sie auch den wirklichen Unterschied
und Widerspruch zwischen Preis und Wert beseitigen. So versteht sich von
selbst, wie die bloße Einführung des Stundenzettels alle Krisen, alle
Missstände der bürgerlichen Produktion beseitigte. Der Geldpreis der Waren =
ihrem Realwert; die Nachfrage = der Zufuhr; die Produktion = der Konsumtion;
das Geld zugleich abgeschafft und konserviert; die Arbeitszeit, deren Produkt
die Ware ist, die in der Ware materialisiert wird, brauchte bloß konstatiert
zu werden, um ein ihr entsprechendes Gegengebilde in einem Wertzeichen, Geld,
in Stundenzetteln zu erzeugen. Jede Ware wäre so direkt in Geld verwandelt
und Gold und Silber ihrerseits zum Rang aller anderen Waren herabgesetzt.

Es
bedarf keiner Ausführung, dass der Widerspruch zwischen Tauschwert und Preis
– des Durchschnittspreises und der Preise, deren Durchschnitt er ist –, der
Unterschied zwischen den Größen und ihrer Durchschnittsgröße, | nicht
dadurch aufgehoben wird, dass man den bloßen
Namensunterschied
zwischen
beiden aufhebt, also statt zu sagen: 1 Pfund Brot

kostet 8
d, sagt, 1 Pfund Brot = 1/x Arbeitsstunde. Umgekehrt, wenn 8 d = 1/x
Arbeitsstunde, und wenn die Arbeitszeit, die in einem Pfunde Brot
materialisiert ist, mehr oder weniger als 1/x Arbeitsstunde, so würde der
Unterschied zwischen Wert und Preis, dadurch dass das Maß des Werts zugleich
das Element wäre, worin der Preis ausgedrückt wird, ihren Unterschied nur
grell hervortreten lassen, der im Gold- oder Silberpreis versteckt ist. Es
käme eine unendliche Gleichung heraus. 1/x Arbeitsstunde (enthalten in 8 d
oder ausgedrückt durch einen Zettel) > < als 1/x Arbeitsstunde
(enthalten in dem Pfund Brot).

Der
Stundenzettel, der die
Durchschnittsarbeitszeit
repräsentiert,
würde nie der
wirklichen Arbeitszeit
entsprechen und nie
gegen sie konvertibel sein; d.h., die in einer Ware vergegenständlichte
Arbeitszeit würde nie eine sich gleiche Quantität Arbeitsgeld kommandieren
und umgekehrt, sondern mehr oder weniger, wie jetzt jede Oszillation der
Marktwerte in einem Steigen oder Fallen ihrer Gold- und Silberpreise sich
ausdrückt.

Die
beständige Depreziation der Waren – in längeren Perioden – gegen die
Stundenzettel, von der wir früher sprachen, ging aus dem Gesetz der
steigenden Produktivität der Arbeitszeit, aus den Störungen im relativen Wert
selbst hervor, die durch sein eigenes inhärentes Prinzip, die Arbeitszeit,
geschaffen werden. Die Inkonvertibilität der Stundenzettel, von der wir jetzt
sprechen, ist nichts als ein anderer Ausdruck für die Inkonvertibilität
zwischen Realwert und Marktwert, Tauschwert und Preis. Der Stundenzettel
repräsentierte im Gegensatz zu allen Waren eine ideale Arbeitszeit, die sich
bald gegen mehr, bald gegen weniger der wirklichen austauschte und in dem
Zettel eine abgesonderte, eigene Existenz erhielte, die dieser wirklichen
Ungleichheit entspräche. Das allgemeine Äquivalent, Zirkulationsmittel und
Maß der Waren träte ihnen wieder gegenüber individualisiert, eigenen Gesetzen
folgend, entfremdet, d. h. mit allen Eigenschaften des jetzigen Geldes, ohne
seine Dienste zu leisten. Aber die Konfusion würde dadurch eine ganz andere
Höhe erhalten, dass das Medium, worin die Waren, diese vergegenständlichten
Quanta von Arbeitszeit, verglichen werden, nicht eine dritte Ware, sondern
ihr eigenes Wertmaß, die Arbeitszeit, selbst wäre. Ware a, die
Vergegenständlichung von 3 Stunden Arbeitszeit, ist = 2 Arbeitsstundenzettel;
Ware b, die Vergegen-

ständlichung ditto von 3
Arbeitsstunden, ist = 4 Arbeitsstundenzettel. Dieser Widerspruch ist in der
Tat, nur verhüllt, in den Geldpreisen ausgedrückt. Der Unterschied zwischen
Preis und Wert, zwischen der Ware, gemessen durch die Arbeitszeit, deren Produkt
sie ist, und dem Produkt der Arbeitszeit, gegen die [sie] sich austauscht,
dieser Unterschied erheischt eine dritte Ware als Maß, worin sich der
wirkliche Tauschwert der Ware ausdrückt.
Weil der Preis nicht gleich
dem Wert ist, kann das wertbestimmende Element
–
die
Arbeitszeit – nicht das Element sein, worin die Preise ausgedrückt werden,
weil die Arbeitszeit sich zugleich als das bestimmende und das
nichtbestimmende, als das gleiche und ungleiche ihrer selbst auszudrücken
hätte.
Weil die Arbeitszeit als Wertmaß nur ideal existiert, kann
sie nicht als Materie der Vergleichung der Preise dienen. (Hier zugleich geht
Licht auf, wie und warum das Wertverhältnis im Geld eine materielle und
besonderte Existenz erhält. Dies weiter auszuführen.) Der Unterschied von
Preis und Wert erheischt, dass die Werte als Preise an einem anderen Maßstab
als ihrem eigenen gemessen werden. Preis im Unterschied vom Wert ist
notwendig
Geldpreis.
Hier erscheint, dass der
nominelle
Unterschied
zwischen Preis und Wert durch ihren
realen
bedingt ist.

1
Als Ausgangspunkt für das
„Kapitel
vom Geld
“ diente Marx das bereits in seinem Brief an Engels vom 10.
Januar 1857 erwähnte Buch des Proudhonisten Alfred
Darimon
„De
la réforme des banques“, Paris 1856, das er einer scharfen Kritik unterzog.
(Siehe Band 29 unserer Ausgabe, S. 93.) Er blieb aber nicht bei der Kritik
der proudhonistischen Illusionen über die Rolle des Geldes und der Banken in
der kapitalistischen Gesellschaft stehen; im Verlauf seiner Untersuchung
analysierte er vielmehr das Entstehen und das Wesen des Geldes als
notwendiges Resultat der Entwicklung der Warenform des Produkts.

Die
Überschrift „Das Kapitel vom Geld“ fügte Marx später hinzu und noch später
„II.“.

2
Die eingeklammerten Ziffern
verweisen auf die Seiten von Darimons Buch.

3
um Abhilfe zu schaffen gegen die
fortschreitende Verminderung ihres Kassenbestandes

4
in der Handschrift: 6

5
in der Handschrift: 6

6
Diskontierungen

7
Wertpapiere

8
Was auf das gleiche herauskommt?
– Keinesfalls.

9
Wechsel

10
Marx übernahm die Zahl 101 von
Darimon, es müsste aber heißen: 108 Millionen.

11
In der Handschrift: 6
monatlichen

12
Es müsste heißen: abnimmt.
Dieser Irrtum setzt sich weiter fort, hat jedoch keine wesentliche Bedeutung
für die von Marx aus Darimons statistischen Tabellen gezogenen Schlüsse.

13
ihr Kassenbestand

14
in der Handschrift: sechs

15
Marx übernahm die Zahl 101 von
Darimon, es müsste aber heißen: 108 Millionen.

16
Marx übernahm die Zahl 101 von
Darimon, es müsste aber heißen: 108 Millionen.

17
Marx übernahm die Zahl 101 von
Darimon, es müsste aber heißen: 108 Millionen.

18
Ironische Anspielung auf Egmonts
Worte „schöne, freundliche Gewohnheit des Daseins und des Wirkens“ aus
Goethes Drama „Egmont“, V. Aufzug, Gefängnis.

19
Was für ein Einfall!

20
Welcher Sturz!

21
In Paris fand von Mai bis
November 1855 die Weltausstellung der Industrie statt.

22
Die Quelle konnte nicht
ermittelt werden.

23
Gemeint ist der Krimkrieg
1853-1856, in dem das zaristische Russland gegen die Türkei mit ihren
Verbündeten Frankreich, England und Sardinien kämpfte.

24
In der Handschrift:
Unterstellungen

25
die Geldleute

26
zu den Grundbesitzern

27
in der Handschrift: erlangt

28
In der Handschrift: können

29
in der Handschrift: Jede

30
La propriété c’est le vol
(Eigentum ist Diebstahl) – Grundthese
in Proudhons Schrift „Qu’est-ce que la propriété?“, Paris 1841.

31
„großen Geschrei“

32
“„heftigen Streit“

33
unveränderlich 90 Tage die
maximale Zahlungsfrist für Handelswechsel.

34
„bescheiden“

35
in der Handschrift: private

36
„Diskonteure“

37
der entspannten Lage auf dem
Geldmarkt

38
Privatbankiers

39
Entspannung

40
das Bargeld

41
Abfluss

42
in der Handschrift: ist

43
David Ricardo, „The high price
of bullion a proof of the depreciation of bank-notes“, London 1810.

44
dem Abfließen von Gold und
Silber

45
Abfluss

46
Dieser Begriff wird hier und an
einigen anderen Stellen von Marx im Sinne
„der immanenten
Produktionskosten
der Ware, gleich ihrem Wert, i. e. der zu ihrer
Produktion erheischten Totalsumme von Arbeitszeit“ verwendet. (Siehe Band
26.3 unserer Ausgabe, S. 76.)

47
In der Handschrift: das a X 30
millionenfache

48
Freihandel

49
Pierre-Joseph Proudhon, „Système
des contradictions économiques ...“, 1.1, Paris 1846, p. 68-70.

50
Die Prozentzahlen sind offenbar
unrichtig. Das Beispiel könnte heißen: Der Quarter Getreide steigt von 50 auf
100 sh, aber Cottonwaren fallen von 100 auf 20 sh. Das Silber ist gegen das
Getreide nur um 50, die Cottonwaren sind (infolge stockender Nachfrage etc.)
um 80% gegen es gefallen.

51
Münzpreis des Goldes

52
fraglichen Gegenstand

53
Gold und Silber

54
Rückfluss

55
auf einem Durchschnittswert

56
übergroße Emission

57
„Sonderfälle“

58
in der Handschrift: seiner

59
Umlaufmittel

60
Staatsvollmachten

61
doppelt legale Währung

62
ohne Rest aufgehende

63
überhaupt

64
Aufwertung

65
in der Handschrift: Steigen des Geldes

66
der Möglichkeit nach

67
sage

68
in der Handschrift: 1/x Stunde

69
Wilhelm Weitling, „Garantien der
Harmonie und Freiheit“, Vivis 1842, S. 153-175.

70
In der Handschrift: d. sie
produziert

71
Aber. unglücklicherweise,
erheben sich einige kleine Bedenken.

72
Zunächst

73
Täuschungen

74
nebenbei

75
In der Handschrift: um
33⅓ %

76
Auf und Ab


[Entstehung und Wesen des Geldes]

Ware a = 1 sh (i. e. = 1/x
Silber); Ware b = 2 sh (d. h. 1/x Silber). Daher Ware b = dem doppelten Wert
der Ware a. Das Wertverhältnis zwischen a und b ist ausgedrückt durch die
Proportion, in der sich beide gegen das Quantum einer dritten Ware austauschen,
gegen Silber; nicht gegen ein Wertverhältnis.

Jede Ware (Produkt oder
Produktionsinstrument) ist = der Vergegenständlichung einer bestimmten
Arbeitszeit. Ihr Wert, das Verhältnis, worin sie sich gegen andere Waren
austauscht oder andere Waren sich gegen sie austauschen, ist = dem in ihr
realisierten Quantum Arbeitszeit. Wenn die Ware z. B. = 1 Stunde Arbeitszeit,
so tauscht sie sich aus mit allen anderen Waren, die das Produkt von 1 Stunde
Arbeitszeit. (Dies ganze Raisonnement in der Voraussetzung, dass der Tauschwert
= dem Marktwert; der Realwert = dem Preis.) Der Wert der Ware ist von der Ware
selbst unterschieden. Wert (Tauschwert) ist die Ware nur im Austausch
(wirklichen oder vorgestellten): Wert ist nicht nur die Austauschfähigkeit
dieser Ware im allgemeinen, sondern ihre spezifische Austauschbarkeit. Er ist
zugleich der Exponent des Ver

hältnisses, worin sie sich
austauscht mit anderen Waren, und der Exponent des Verhältnisses, worin sie
sich bereits in der Produktion mit anderen Waren (materialisierter Arbeitszeit)
ausgetauscht hat; er ist quantitativ bestimmte | Austauschbarkeit. Die
Waren, z. B. eine Elle Baumwolle und ein Maß Öl, als Baumwolle und Öl
betrachtet, sind natürlich verschieden, besitzen verschiedene Eigenschaften,
werden durch verschiedene Maße gemessen, sind inkommensurabel. Als Werte sind
alle Waren qualitativ gleich und nur quantitativ unterschieden, messen sich
also alle wechselseitig und ersetzen sich (tauschen sich aus, sind konvertibel
gegeneinander) in bestimmten quantitativen Verhältnissen. Der Wert ist ihr
gesellschaftliches Verhältnis, ihre ökonomische Qualität. Ein Buch, das einen
bestimmten Wert besitzt, und ein Laib Brot, das denselben Wert besitzt,
tauschen sich gegeneinander aus, sind derselbe Wert nur in verschiedenem
Material. Als Wert ist die Ware zugleich Äquivalent für alle anderen Waren in
einem bestimmten Verhältnis. Als Wert ist die Ware Äquivalent; als Äquivalent
sind alle ihre natürlichen Eigenschaften in ihr ausgelöscht; steht sie in
keinem qualitativen besonderen Verhältnis mehr zu den anderen Waren; sondern
ist sie sowohl das allgemeine Maß als der allgemeine Repräsentant, als das
allgemeine Austauschmittel aller anderen Waren. Als Wert ist sie
Geld.

Aber weil die Ware oder
vielmehr das Produkt oder Produktionsinstrument von sich als Wert unterschieden
ist, ist sie als Wert von sich als Produkt unterschieden. Ihre Eigenschaft als
Wert kann nicht nur, sondern muss zugleich eine von ihrer natürlichen Existenz
verschiedene gewinnen. Warum? Weil die Waren als Werte nur quantitativ
voneinander verschieden sind, muss jede Ware qualitativ von ihrem eigenen Wert
verschieden sein. Ihr Wert muss daher auch eine von ihr qualitativ
unterscheidbare Existenz besitzen, und im wirklichen Austausch muss diese
Trennbarkeit zur wirklichen Trennung werden, weil die natürliche
Verschiedenheit der Waren mit ihrer ökonomischen Äquivalenz in Widerspruch
geraten muss und beide nur nebeneinander bestehen können, indem die Ware eine
doppelte Existenz gewinnt, neben ihrer natürlichen eine rein ökonomische, in
der sie ein bloßes Zeichen, ein Buchstabe für ein Produktionsverhältnis ist,
ein bloßes Zeichen für ihren eigenen Wert. Als Wert ist jede Ware gleichmäßig
teilbar; in ihrem natürlichen Dasein ist sie es nicht. Als Wert bleibt sie
dieselbe, wie viele Metamorphosen und Existenzformen sie auch durchläuft; in
der Wirklichkeit werden Waren nur ausgetauscht, weil sie ungleich sind und
verschiedenen Systemen von Bedürfnissen entsprechen. Als Wert ist sie
allgemein, als wirkliche Ware eine Besonderheit. Als Wert ist sie stets
austauschbar; in dem wirklichen Austausch ist sie es nur, wenn sie besondere
Bedingungen erfüllt. Als Wert ist das Maß ihrer Austauschbarkeit durch sie

selbst bestimmt; der Tauschwert drückt eben das Verhältnis aus, in dem sie
andere Waren ersetzt; im wirklichen Austausch ist sie nur austauschbar in
Quantitäten, die mit ihren natürlichen Eigenschaften Zusammenhängen und den
Bedürfnissen der Austauschenden entsprechen. (Kurz alle Eigenschaften, die als
besondere Eigenschaften des Geldes aufgezählt werden, sind Eigenschaften der
Ware als Tauschwert; des Produkts als Wert im Unterschied vom Wert als
Produkt.) (Der Tauschwert der Ware, als besondere Existenz neben der Ware
selbst, ist
Geld;
die
Form, worin alle Waren sich gleichen, sich vergleichen, sich messen; worin alle
Waren sich auflösen, was sich in alle Waren auflöst; das allgemeine
Äquivalent.)

Jeden Augenblick, im Rechnen,
Buchführen etc. verwandeln wir die Waren in Wertzeichen, fixieren wir sie als
bloße Tauschwerte, abstrahierend von ihrem Stoff und allen ihren natürlichen
Eigenschaften. Auf dem Papier, im Kopf geht diese Metamorphose durch bloße
Abstraktion vor sich; aber im wirklichen Umtausch ist eine wirkliche
Vermittlung
notwendig,
ein Mittel, um diese Abstraktion zu bewerkstelligen. Die Ware ist in ihren
natürlichen Eigenschaften weder beständig austauschbar noch mit
jeder anderen Ware
austauschbar,
nicht in ihrer natürlichen Gleichheit mit sich; sondern als sich selbst
ungleich, als etwas von sich ungleiches, als Tauschwert gesetzt. Wir müssen sie
erst in sich als Tauschwert umsetzen, um diesen Tauschwert dann mit anderen zu
vergleichen und auszuwechseln. Im rohesten Tauschhandel, wenn zwei Waren
gegeneinander ausgetauscht werden, wird jede erst gleichgesetzt einem Zeichen,
das ihren Tauschwert ausdrückt, z. B. bei gewissen Negern an den
westafrikanischen Küsten = x bars. Die eine Ware ist = 1 bar; die andere =
2 bars. In diesem Verhältnis werden sie ausgetauscht. Die Waren werden im Kopf
erst und in der Sprache in bars verwandelt, bevor sie sich gegeneinander
austauschen. Sie werden geschätzt, bevor sie ausgetauscht werden, und um sie zu
schätzen, müssen sie in bestimmte Zahlenverhältnisse zueinander gebracht
werden. Um sie in solche Zahlenverhältnisse zu bringen und sie kommensurabel zu
machen, müssen sie dieselbe Denomination (Einheit) erhalten. (Die bar besitzt
eine bloß imaginäre Existenz, wie überhaupt ein Verhältnis nur durch
Abstraktion eine besondere Verkörperung erhalten, selbst wieder
individualisiert werden kann.) Um den Überschuss des einen Werts über den
anderen beim Austausch zu decken, zur Liquidierung der Bilanz, wird beim rohesten
Tauschhandel, wie jetzt bei dem Internationalhandel, Zahlung in Geld
erforderlich.

Die Produkte (oder Tätigkeiten)
tauschen sich nur aus als Waren; die Waren im Tausche selbst existieren nur als
Werte; nur als solche vergleichen sie sich. Um das Gewicht Brot zu bestimmen,
das ich mit einer Elle Leinwand aus-

tauschen kann, setze ich
erst die Elle Leinwand = ihrem Tauschwert, d. h. = 1/x Arbeitszeit. Ebenso
setze ich das Pfund Brot 1/x seinem Tauschwert = 1/x oder 2/x etc. Arbeitszeit.
Ich setze jede der Waren = einem Dritten; d. h. | sich selbst ungleich.
Dies Dritte, von beiden verschieden, da es ein Verhältnis ausdrückt, existiert
zunächst im Kopfe, in der Vorstellung, wie Verhältnisse überhaupt nur
gedacht
werden können,
wenn sie fixiert werden sollen, im Unterschied von den Subjekten, die sich
verhalten. Indem ein Produkt (oder Tätigkeit) Tauschwert wird, wird es nicht
nur in ein bestimmtes quantitatives Verhältnis verwandelt, eine Verhältniszahl
– nämlich in eine Zahl, die ausdrückt, welche Quantität von anderen Waren ihm
gleich ist

1
, sein
Äquivalent, oder in welchem Verhältnis es das Äquivalent anderer Waren ist –,
sondern muss zugleich qualitativ verwandelt werden, in ein anderes Element
umgesetzt werden, damit beide Waren benannte Größen werden, mit derselben
Einheit, also kommensurabel werden. Die Ware muss erst in Arbeitszeit, also
etwas von ihr qualitativ Verschiedenes, umgesetzt werden (qualitativ
verschieden; 1. weil sie nicht Arbeitszeit als Arbeitszeit, sondern
materialisierte Arbeitszeit; Arbeitszeit nicht in der Form der Bewegung,
sondern der Ruhe; nicht des Prozesses, sondern des Resultats ist; 2. weil sie
nicht die Vergegenständlichung der Arbeitszeit im Allgemeinen, die nur in der
Vorstellung existiert (selbst nur die von ihrer Qualität getrennte, nur
quantitativ verschiedene Arbeit ist), sondern das bestimmte Resultat einer
bestimmten, natürlich bestimmten, von anderen Arbeiten qualitativ verschiedenen
Arbeit ist), um dann als bestimmtes Quantum Arbeitszeit, bestimmte
Arbeitsgröße, mit anderen Quantis Arbeitszeit, anderen Arbeitsgrößen verglichen
zu werden.

Zum bloßen Vergleichen –
Schätzen der Produkte –, zu ihrer ideellen Wertbestimmung, reicht es hin, diese
Transformation im Kopfe vorzunehmen (eine Transformation, worin das Produkt
bloß als Ausdruck quantitativer Produktionsverhältnisse existiert). Beim Vergleichen
der Waren reicht diese Abstraktion hin; beim wirklichen Austausch muss die
Abstraktion wieder vergegenständlicht, symbolisiert, durch ein Zeichen
realisiert werden. Diese Notwendigkeit tritt ein: 1. wie wir bereits gesagt,
die auszutauschenden Waren werden beide im Kopfe in gemeinsame
Größenverhältnisse, Tauschwerte, verwandelt und so gegeneinander geschätzt.
Sollen sie aber nun wirklich vertauscht werden, so treten ihre natürlichen
Eigenschaften in Widerspruch mit ihrer Bestimmung als Tauschwerte und bloß
benannter Zahlen. Sie sind

nicht beliebig teilbar etc. 2. Im
wirklichen Austausch werden stets besondere Waren gegen besondere Waren
ausgetauscht, und die Austauschbarkeit jeder Ware, wie das Verhältnis, worin
sie austauschbar ist, hängt von lokalen und zeitlichen Bedingungen etc. ab. Die
Verwandlung der Ware in Tauschwert setzt sie aber nicht einer bestimmten
anderen Ware gleich

2
,
sondern drückt sie als Äquivalent, ihr Austauschbarkeitsverhältnis zu allen
anderen Waren, aus. Diese Vergleichung, die im Köpf mit einem Schlag
vorgenommen ist, wird in der Wirklichkeit nur in einem bestimmten, durch das
Bedürfnis bestimmten, Umkreis realisiert, und nur sukzessive. (Z. B. ich
tausche der Reihe nach ein Einkommen von 100 Talern, wie es meine Bedürfnisse
mit sich bringen, gegen einen ganzen Umkreis von Waren aus, deren Summe = dem
Tauschwert von 100 Talern.) Um also die Ware auf einen Schlag als Tauschwert zu
realisieren und ihr die allgemeine Wirkung des Tauschwerts zu geben, reicht der
Austausch mit einer besonderen Ware nicht aus. Sie muss mit einem dritten Ding
ausgetauscht werden, das nicht selbst wieder eine besondere Ware ist, sondern
das Symbol der Ware als Ware, des Tauschwerts der Ware selbst;
das also sage die Arbeitszeit als solche
repräsentiert,
sage ein Stück Papier oder Leder, welches einen
aliquoten

3
Teil
Arbeitszeit repräsentiert. (Ein solches Symbol unterstellt die allgemeine
Anerkennung; es kann nur ein gesellschaftliches Symbol sein; es drückt in der
Tat nur ein gesellschaftliches Verhältnis aus.) Dies Symbol repräsentiert die
aliquoten Teile der Arbeitszeit; den Tauschwert in solchen aliquoten Teilen,
als fähig sind durch einfache arithmetische Kombination alle Verhältnisse der
Tauschwerte untereinander auszudrücken. Dies Symbol, dies materielle Zeichen
des Tauschwerts ist ein Produkt des Tausches selbst, nicht die Ausführung einer
a priori gefassten Idee. (In fact wird die Ware, die als Mittler des Austauschs
gebraucht wird, erst nach und nach in Geld verwandelt, in ein Symbol; sobald
das geschehen ist, kann ein Symbol derselben sie selbst wieder ersetzen. Sie
wird jetzt bewusstes Zeichen des Tauschwerts.)

Der Prozess ist also einfach
der: Das Produkt wird Ware, d. h.
bloßes
Moment des Austauschs.
Die Ware wird in Tauschwert verwandelt.
Um sie sich selbst als Tauschwert gleichzusetzen, wird sie mit einem Zeichen
vertauscht, das sie als den Tauschwert als solchen repräsentiert. Als solcher
symbolisierter Tauschwert kann sie dann wieder in bestimmten Verhältnissen mit
jeder anderen Ware ausgetauscht werden. Dadurch, dass das Produkt Ware und die
Ware Tauschwert wird, erhält es erst im Kopfe eine doppelte Existenz. Diese
ideelle Verdopplung geht (und muss dazu fortgehen), dass die Ware im wirklichen
Austausch

doppelt erscheint: als natürliches Produkt auf der
einen Seite, als Tauschwert auf der anderen. D. h., ihr Tauschwert erhält eine
materiell von ihr getrennte Existenz.

| Die Bestimmung des
Produkts im Tauschwert bringt es also notwendig mit sich, dass der Tauschwert
eine vom Produkt getrennte, losgelöste Existenz erhält. Der von den Waren
selbst losgelöste und selbst als eine Ware neben ihnen, existierende Tauschwert
ist –
Geld.
Alle
Eigenschaften der Ware als Tauschwert erscheinen als ein von ihr verschiedener
Gegenstand, eine von ihrer natürlichen Existenzform losgelöste soziale
Existenzform im
Geld.
(Dies
weiter nachzuweisen, indem die gewöhnlichen Eigenschaften des Geldes aufgezählt
werden.) (Das Material, worin dieses Symbol ausgedrückt wird, ist keineswegs
gleichgültig, so verschieden es auch historisch auftritt. Die Entwicklung der
Gesellschaft arbeitet mit dem Symbol auch das ihm mehr und mehr entsprechende Material
heraus, von dem sie nachher wieder sich los zu winden strebt; ein Symbol, wenn
es nicht willkürlich ist, erfordert gewisse Bedingungen in dem Material, worin
es dargestellt wird. So z. B. die Zeichen für Worte eine Geschichte haben.
Buchstabenschrift etc.) Der Tauschwert des Produkts erzeugt also das Geld neben
dem Produkt. Wie es nun unmöglich ist, Verwicklungen und Widersprüche, die aus
der Existenz des Geldes neben den besonderen Waren hervorgehen, dadurch
aufzuheben, dass man die Form des Geldes verändert (obgleich Schwierigkeiten,
die einer niedrigem Form desselben angehören, durch eine höhere vermieden
werden mögen), ebenso unmöglich ist es, das Geld selbst aufzuheben, solange der
Tauschwert die gesellschaftliche Form der Produkte bleibt. Es ist nötig, dies
klar einzusehen, um sich keine unmöglichen Aufgaben zu stellen und die Grenzen
zu kennen, innerhalb deren Geldreformen und Zirkulationsumwandlungen die
Produktionsverhältnisse und die auf ihnen ruhenden gesellschaftlichen
Verhältnisse neu gestalten können.

Die Eigenschaften des Geldes
als 1. Maß des Warenaustausches; 2. als Austauschmittel; 3. als Repräsentant
der Waren (deswegen als der Gegenstand der Kontrakte); 4. als allgemeine Ware
neben den besonderen Waren – folgen alle einfach aus seiner Bestimmung des von
den Waren selbst getrennten und vergegenständlichten Tauschwerts. (Die
Eigenschaft des Geldes als allgemeine Ware gegen alle anderen, als Verkörperung
ihres Tauschwerts, macht es zugleich zur realisierten und stets realisierbaren
Form des Kapitals; zur stets gültigen Erscheinungsform des Kapitals, eine
Eigenschaft, die bei den Bulliondrains

4
hervortritt; die macht, dass das Kapital
historisch zuerst nur in der

Form des Geldes erscheint; die
endlich den Zusammenhang des Geldes mit dem Zinsfuß und seine Einwirkung darauf
erklärt.)

Je mehr die Produktion sich
dermaßen gestaltet, dass jeder Produzent vom Tauschwert seiner Ware abhängig
wird, d. h., je mehr das Produkt wirklich Tauschwert wird und der Tauschwert
das unmittelbare Objekt der Produktion, desto mehr müssen sich die
Geldverhältnisse
entwickeln
und die Widersprüche, die dem
Geldverhältnisse,
dem
Verhältnisse des Produkts zu sich als Geld, immanent sind. Das Bedürfnis des
Austauschs und die Verwandlung des Produkts in reinen Tauschwert schreitet
voran im selben Maß wie die Teilung der Arbeit, d. h. mit dem
gesellschaftlichen Charakter der Produktion. Aber in demselben Maße, wie dieser
wächst, wächst die Macht des
Geldes,
d.
h. setzt sich das Tauschverhältnis als eine den Produzenten gegenüber äußere
und von ihnen unabhängige Macht fest. Was ursprünglich als Mittel zur Förderung
der Produktion erschien, wird zu einem den Produzenten fremden Verhältnis. In
demselben Verhältnis, wie die Produzenten vom Austausch abhängig werden,
scheint der Austausch von ihnen unabhängig zu werden und die Kluft zwischen dem
Produkt als Produkt und dem Produkt als Tauschwert zu wachsen. Das Geld bringt
diese Gegensätze und Widersprüche nicht hervor; sondern die Entwicklung dieser
Widersprüche und Gegensätze bringt die scheinbar transzendentale Macht des
Geldes hervor. (Auszuführen der Einfluss der Verwandlung aller Verhältnisse in
Geldverhältnisse: der Naturalsteuer in Geldsteuer, der Naturalrente in
Geldrente, der Kriegsleistung in Mietstruppe, überhaupt aller persönlichen
Leistungen in Geldleistungen, der patriarchalischen, sklavischen, leibeigenen,
zünftigen Arbeit in reine Lohnarbeit.)

Das Produkt wird zur Ware; die
Ware wird zum Tauschwert; der Tauschwert der Ware ist ihre immanente
Geldeigenschaft; diese ihre Geldeigenschaft löst sich von ihr als Geld los,
gewinnt eine allgemeine, von allen besonderen Waren und ihrer natürlichen Existenzweise
gesonderte soziale Existenz; das Verhältnis des Produkts zu sich als Tauschwert
wird sein Verhältnis zu einem neben ihm existierenden Gelde oder aller Produkte
zu dem außer ihnen allen existierenden Geld. Wie der wirkliche Austausch der
Produkte ihren Tauschwert erzeugt, so erzeugt ihr Tauschwert das Geld.

Die nächste Frage, die nun
entgegentritt, ist die: Die Existenz des Geldes neben den Waren, hüllt sie
nicht von vorn Widersprüche ein, die mit diesem Verhältnisse selbst gegeben
sind?

Erstens:
Das einfache Faktum, dass die Ware
doppelt existiert, einmal als bestimmtes Produkt, das seinen Tauschwert in
seiner natürlichen Daseinsform ideell enthält (latent enthält), und dann als
manifestierter Tauschwert
(Geld),
der
wieder allen Zusammenhang mit der natürlichen Daseinsform des Produkts

abgestreift hat, diese doppelte
verschiedene
Existenz
muss zum
Unterschied,
der
Unterschied zum
Gegensatz
und
Widerspruch
fortgehen.
Derselbe Widerspruch zwischen der besonderen Natur der Ware als Produkt und
ihrer allgemeinen Natur als Tauschwert, der die Notwendigkeit erzeugte, sie
doppelt zu setzen, einmal als diese bestimmte Ware, das andere Mal als Geld,
der Widerspruch zwischen ihren besonderen natürlichen Eigenschaften und ihren
allgemeinen sozialen Eigenschaften enthält von vornherein die Möglichkeit, dass
diese beiden getrennten Existenzformen der Ware nicht gegeneinander konvertibel
sind. Die Austauschbarkeit der Ware existiert als ein Ding neben ihr im Gelde,
als etwas von ihr Verschiedenes, nicht mehr unmittelbar Identisches. Sobald das
Geld ein äußeres Ding neben der Ware ist, ist die Austauschbarkeit der Ware
gegen Geld sofort an äußere Bedingungen geknüpft, die eintreten können oder
nicht; äußerlichen Bedingungen preisgegeben. Die Ware wird im Austausch
verlangt wegen ihrer natürlichen Eigenschaften, wegen der Bedürfnisse, deren
Objekt sie ist. Das Geld dagegen nur seines Tauschwerts wegen, als Tauschwert.
Ob die Ware daher umsetzbar ist gegen Geld, gegen es ausgetauscht werden kann,
ob für sie ihr Tauschwert gesetzt werden kann, hängt von Umständen ab, die
zunächst mit ihr als Tauschwert nichts zu schaffen haben und unabhängig davon
sind. Die Umsetzbarkeit der Ware hängt von den natürlichen Eigenschaften des
Produkts ab; die des Geldes fällt zusammen mit seiner Existenz als
symbolisierter Tauschwert. Es wird also möglich, dass die Ware in ihrer
bestimmten Form als Produkt nicht mehr umgetauscht, gleichgesetzt werden kann
mit ihrer allgemeinen Form als Geld.

Indem die Austauschbarkeit der
Ware außer ihr als Geld existiert, ist sie etwas von ihr Verschiedenes, ihr
Fremdes geworden; mit dem sie erst gleichgesetzt werden muss, dem sie also
d’abord

5
ungleich
ist; während die Gleichsetzung selbst von äußeren Bedingungen abhängig wird,
also zufällig.

Zweitens:
Wie der Tauschwert der Ware
doppelt existiert, als die bestimmte Ware und als Geld, so zerfällt der Akt des
Austauschs in zwei voneinander unabhängige Akte: Austausch der Ware gegen Geld,
Austausch des Geldes gegen Ware; Kauf und Verkauf. Da diese nun eine räumlich
und zeitlich voneinander gesonderte, gegeneinander gleichgültige Existenzform
gewonnen haben, hört ihre unmittelbare Identität auf. Sie können sich
entsprechen und nicht entsprechen; sie können sich decken oder nicht; sie
können in Missverhältnisse zueinander treten. Sie werden sich zwar beständig
auszugleichen suchen; aber an die Stelle der frühem unmittelbaren Gleichheit
ist jetzt die beständige Bewegung der Ausgleichung getreten, die eben
beständige Un-

gleichsetzung voraussetzt. Die Konsonanz kann
jetzt voll möglicherweise nur durch Durchlaufen der äußersten Dissonanzen
erreicht werden.

Drittens:
Mit der Trennung des Kaufs und
Verkaufs, der Spaltung des Austauschs in zwei voneinander räumlich und zeitlich
unabhängige Akte, tritt ferner ein anderes neues Verhältnis hervor.

Wie sich der Austausch selbst
zerspaltet in zwei voneinander unabhängige Akte, so trennt sich die
Gesamtbewegung des Austauschs selbst von den Austauschenden, den Produzenten
der Waren. Der Austausch des Austauschs wegen trennt sich vom Austausch der Waren
wegen. Ein Kaufmannsstand tritt zwischen die Produzenten, ein Stand, der bloß
kauft, um zu verkaufen, und bloß verkauft, um wieder zu kaufen, und in dieser
Operation nicht den Besitz der Waren als Produkte bezweckt, sondern bloß das
Erhalten von Tauschwerten als solchen, von Geld. (Beim bloßen Tauschhandel kann
sich ein Kaufmannsstand bilden. Da er aber bloß den Überfluss der Produktion
auf beiden Seiten zur Disposition hat, so bleibt sein Einfluss auf die
Produktion selbst durchaus sekundär, wie seine ganze Wichtigkeit.) Der
Verselbständigung des Tauschwerts im Geld, von den Produkten losgerissen,
entspricht die Verselbständigung des Austauschs (Handels) als von den
Austauschenden losgerissene Funktion. Der Tauschwert war das Maß des
Warenaustauschs; aber sein Zweck war der direkte Besitz der ausgetauschten
Ware, ihre Konsumtion (ob diese Konsumtion nun darin besteht, dass sie direkt
zur Befriedigung von Bedürfnissen, als Produkt dient, oder selbst wieder als
Produktionswerkzeug). Der Zweck des Handels ist nicht direkt die Konsumtion,
sondern das Erwerben von Geld, von Tauschwerten. Durch diese Verdopplung des
Austauschs – des Austauschs der Konsumtion wegen und des Austauschs des
Austauschs wegen – entsteht ein neues Missverhältnis. Der Kaufmann in seinem Austausch
ist bloß bestimmt durch die Differenz zwischen Kauf und Verkauf der Waren; aber
der Konsument hat den Tauschwert der Ware, die er kauft, definitiv zu ersetzen.
Die Zirkulation, der Austausch innerhalb des Kaufmannsstandes, und das Ende der
Zirkulation, der Austausch zwischen dem Kaufmannsstand und den Konsumenten, so
sehr sie sich schließlich wechselseitig bedingen müssen, sind durch ganz andere
Gesetze und Motive bestimmt und können in den größten Widerspruch miteinander
geraten. Schon in dieser Trennung liegt die Möglichkeit der Handelskrisen. Da
die Produktion aber unmittelbar für den Handel und nur mittelbar für die |
Konsumtion arbeitet, muss sie ebenso sehr von dieser Inkongruenz zwischen
Handel und Konsumtionsaustausch ergriffen werden, als sie ihrerseits erzeugen.
(Die Verhältnisse von Nachfrage und Zufuhr werden gänzlich verkehrt.) (Von dem
eigentlichen Handel trennt sich dann wieder das Geldgeschäft.)

Aphorismen.
(Alle Waren sind vergängliches
Geld; das Geld ist die unvergängliche Ware.

6
Je weiter sich die Teilung der Arbeit
entwickelt, um so mehr hört das unmittelbare Produkt auf, ein Tauschmittel zu
sein. Es tritt die Notwendigkeit eines allgemeinen Tauschmittels ein, d. h.
eines Tauschmittels, das von der spezifischen Produktion eines jeden unabhängig
ist. Im Geld ist der Wert der Sachen von ihrer Substanz getrennt. Das Geld ist
ursprünglich der Repräsentant aller Werte; in der Praxis dreht sich die Sache
um, und alle realen Produkte und Arbeiten werden die Repräsentanten des Geldes.
Im unmittelbaren Tauschhandel kann nicht jeder Artikel gegen jeden Artikel und
eine bestimmte Tätigkeit kann nur gegen bestimmte Produkte ausgetauscht werden.
Die Schwierigkeiten, die im Tauschhandel liegen, kann das Geld nur aufheben,
indem es sie verallgemeinert, universell macht. Es ist absolut nötig, dass die
gewaltsam getrennten Elemente, die wesentlich zusammengehören, durch gewaltsame
Eruption sich als
Trennung
eines
wesentlich Zusammengehörigen ausweisen. Die Einheit stellt sich
gewaltsam
her. Sobald die
feindliche Spaltung zu Eruptionen führt, weisen die Ökonomen auf die
wesentliche Einheit
hin
und abstrahieren von der Entfremdung. Ihre apologetische Weisheit besteht

7
darin, in allen
entscheidenden Momenten ihre eigenen Bestimmungen zu vergessen. Das Produkt als
unmittelbares Tauschmittel ist 1. noch unmittelbar zusammenhängend mit seiner
natürlichen Qualität, also in jeder Weise beschränkt durch dieselbe; kann sich
z. B. deteriorieren etc.; 2. mit dem unmittelbaren Bedürfnis, das der andere
grade nach diesem Produkt hat oder nicht hat, oder auch nach seinem Produkt
habe. Indem das Produkt der Arbeit und die Arbeit selbst dem Austausch
unterworfen wird, kommt ein Moment herein, wo sie von ihrem Besitzer getrennt
werden. Ob sie aus dieser Trennung in einer anderen Gestalt wieder zu ihm
zurückkehren, wird
zufällig.
Indem
das Geld in den Austausch hereinkommt, bin ich gezwungen, mein Produkt gegen
den allgemeinen Tauschwert oder die allgemeine Tauschfähigkeit auszutauschen,
und so wird mein Produkt vom allgemeinen commerce abhängig und aus seinen
lokalen, natürlichen und individuellen Grenzen herausgerissen. Eben hierdurch
kann es aufhören, ein Produkt zu sein.)

Viertens:
Wie der Tauschwert im Geld
als
allgemeine Ware
neben
alle besonderen Waren tritt, so tritt dadurch zugleich der Tauschwert als
besondere Ware
im Geld
(da es eine besondere Existenz besitzt) neben alle anderen Waren. Nicht nur,
dass dadurch eine Inkongruenz entsteht, dass das Geld, weil es nur im Austausch
existiert, als die allgemeine Tauschfähigkeit der besondren

Tauschfähigkeit der Waren gegenübertritt und sie unmittelbar auslöscht und
trotzdem beide beständig gegeneinander konvertibel bleiben sollen; so tritt das
Geld dadurch mit sich selbst und seiner Bestimmung in Widerspruch, dass es
selbst eine
besondere
Ware
ist (selbst wenn nur Zeichen) und daher in seinem Austausch gegen andere Waren
wieder besonderen Austauschbedingungen unterworfen wird, die seiner allgemeinen
unbedingten Austauschbarkeit widersprechen. (Hier noch gar nicht von Geld als
fixiert in der Substanz eines bestimmten Produkts etc. gesprochen.) Der
Tauschwert gewann neben seiner Existenz in der Ware eine eigene Existenz im Geld,
er wurde von seiner Substanz getrennt, eben weil die natürliche Bestimmtheit
dieser Substanz seiner allgemeinen Bestimmung als Tauschwert widersprach. Jede
Ware ist der anderen gleich (oder vergleichbar) als Tauschwert
(qualitativ:
jede
repräsentiert nur noch ein
quantitatives
Plus
oder Minus des Tauschwerts). Darum ist diese ihre Gleichheit, diese ihre
Einheit unterschieden von ihrer natürlichen Verschiedenheit und erscheint daher
im Geld sowohl als ihr gemeinsames Element wie als ein Drittes gegen sie. Aber
einerseits bleibt der Tauschwert natürlich zugleich eine inhärente Qualität der
Waren, während er zugleich außer ihnen existiert; andererseits wird das Geld,
indem es nicht mehr als Eigenschaft der Waren, als ein Allgemeines derselben
existiert, sondern neben ihnen individualisiert ist, selbst eine
besondere
Ware neben
den anderen Waren (durch Nachfrage und Zufuhr bestimmbar; zerfällt in besondere
Geldsorten etc.). Es wird eine Ware wie die anderen Waren und ist zugleich
keine Ware wie die anderen Waren. Trotz seiner allgemeinen Bestimmung ist es
ein Austauschbares neben anderen Austauschbaren. Es ist nicht nur der
allgemeine Tauschwert; sondern zugleich ein besonderer Tauschwert neben anderen
besonderen Tauschwerten. Hier neue Quelle von Widersprüchen, die sich in der
Praxis geltend machen. (In der Trennung des Geldgeschäfts vom wirklichen Handel
tritt die besondere Natur des Geldes wieder hervor.)

Wir sehen also, wie es dem Geld
immanent ist, seine Zwecke zu erfüllen, indem es sie zugleich negiert; sich zu
verselbständigen gegen die Waren; aus einem Mittel zum Zweck zu werden; den
Tauschwert der Waren zu realisieren, indem es sie von ihm los trennt; den
Austausch zu erleichtern, indem es ihn spaltet; die Schwierigkeiten des
unmittelbaren Warenaustauschs zu | überwinden, indem es sie
verallgemeinert; in demselben Grad, wie die Produzenten vom Austausch abhängig
werden, den Austausch gegen die Produzenten zu verselbständigen.

(Es wird später nötig sein, eh
von dieser Frage abgebrochen wird, die idealistische Manier der Darstellung zu
korrigieren, die den Schein hervorbringt, als handle es sich nur um
Begriffsbestimmungen und die Dialektik

dieser Begriffe. Also
vor allem die Phrase: Das Produkt (oder Tätigkeit) wird Ware; die Ware
Tauschwert; der Tauschwert Geld.)

(„Economist“. 24 Jan. 1857.
Folgender Satz gelegentlich bei
den banks zu berücksichtigen:

„Soweit die kaufmännischen
Klassen an den Profiten der Banken teilhaben, was jetzt ziemlich allgemein der
Fall – und ein noch höheres Ausmaß erreichen dürfte infolge der weiteren
Ausbreitung der Aktienbanken, der Abschaffung aller Körperschaftsprivilegien
und der Ausdehnung der völligen Freiheit auf das Bankgeschäft –, ist wegen der
gestiegenen Geldkurse ihr Reichtum größer geworden. Tatsächlich sind die
kaufmännischen Klassen infolge der Höhe ihrer Einlagen im Grunde genommen ihre
eigenen Bankiers; und insofern das zutrifft, muss für sie der Diskontsatz von
geringer Bedeutung sein. Alle Bank- und anderen Reserven müssen
selbstverständlich Ergebnisse anhaltenden Fleißes und aus Profiten
zurückgelegter Ersparnisse sein; und wenn man folglich die kaufmännischen oder
industriellen Klassen als Ganzes nimmt, müssen sie ihre eigenen Bankiers sein,
und es ist nur nötig, das Prinzip des freien Handels auf alle Geschäfte
auszudehnen, um für sie die Vorteile und Nachteile aller Schwankungen des
Geldmarktes auszugleichen oder zu neutralisieren.“)

Alle Widersprüche des
Geldsystems
und des
Produktenaustauschs unter dem Geldsystem sind die Entwicklung des Verhältnisses
der Produkte als
Tauschwerte,
ihrer
Bestimmung als
Tauschwert
oder
Wert
schlechthin.

(„Morning Star“. 12 Febr.
1857.
„Der
Gelddruck während des vergangenen Jahres, und der hohe Diskontsatz, der
infolgedessen eingeführt wurde, waren sehr vorteilhaft für die Profite der Bank
von Frankreich. Ihre Dividende hat sich weiter erhöht: 118 frs im Jahre 1852,
154 frs im Jahre 1853, 194 frs im Jahre 1854, 200 frs im Jahre 1855, 272 frs im
Jahre 1856.“)

Zu bemerken auch folgende
Stelle:

„Die englischen Silbermünzen
wurden zu einem Preis ausgegeben, der über dem in ihnen enthaltenen Silberwert
lag. Ein Pfund Silber im Wert von 60-62 sh (3 £ im Durchschnitt in Gold) wurde
zu Münzen im Wert von 66 sh geprägt. Die Münze zahlt den Tagesmarktpreis von 5
sh bis 5 sh 2 d je Unze und gibt sie zu einem Kurswert von 5 sh 6d je Unze
heraus. Zwei Ursachen verhindern, dass aus dieser Anordnung irgendeine
Unannehmlichkeit in der Praxis entsteht: (von
Silbermünzen,
nicht von wirklichem Wert)
erstens, die Münze kann nur an der Münzstätte und zu diesem Preis erworben
werden; denn als Zirkulationsmittel im Lande kann sie nicht abgewertet werden
und sie kann nicht außer Landes geschickt werden, weil sie hier über ihren
eigentlichen Wert hinaus zirkuliert; und zweitens, da sie nur bis zu 40 sh
legales Zahlungsmittel ist, gerät sie niemals in Konflikt mit den Goldmünzen,
noch beeinflusst sie deren Wert. Gibt Frankreich den Rat, ebenso Silbermünzen
mit geringerem Wert auszugeben, nicht mit dem eigentlichen Wert, und den Betrag
zu begrenzen, für den sie ein legales Zahlungsmittel sein sollten. Zu gleicher
Zeit aber: Wenn sie die Qualität der Münze festlegen, einen

breiteren Spielraum zwischen dem eigentlichen und dem Nominalwert, den wir in
England haben, einzuräumen, weil der wachsende Wert des Silbers im Verhältnis
zum Gold sehr wahrscheinlich in Kürze unseren gegenwärtigen Münzpreis erreichen
wird und wir dann gezwungen sind, ihn wieder zu ändern. Unsere Silbermünze
liegt gegenwärtig wenig mehr als 5% unter ihrem eigentlichen Wert: Für eine
kurze Zeit danach waren es 10%.“
(„Economist“.
24
Jan. 1857.)

Es könnte nun gedacht werden,
dass das Ausgeben von Stundenzetteln alle diese Schwierigkeiten überkommt. (Die
Existenz des Stundenzettels setzt natürlich schon Bedingungen voraus, die bei
der Untersuchung des Verhältnisses von Tauschwert und Geld nicht unmittelbar
gegeben sind und ohne welche beide existieren können und existieren:
öffentlicher Kredit; Bank etc.; doch alles dies hier nicht weiter zu berühren;
da natürlich die Männer des Stundenzettels ihn als
letztes
Produkt der
„Serie“

8
betrachten,
das, wenn es dem „reinen“ Begriff des Geldes am meisten entspricht, in der
Realität zuletzt „erscheint“.) Zunächst: Wenn die Voraussetzungen, worunter der
Preis der Waren = ihrem Tauschwert, als erfüllt vorausgesetzt werden: Decken
von Nachfrage und Zufuhr; von Produktion und Konsumtion; in letzter
Instanz
Proportionate
Production

9

10
(die
sog. Distributionsverhältnisse sind selbst Produktionsverhältnisse), so wird
die Geldfrage ganz sekundär und speziell die Frage, ob tickets, blaue oder
grüne, blecherne oder papierne, ausgegeben werden oder in welcher anderen Form
die gesellschaftliche Buchführung gehandhabt wird. Es ist dann höchst
abgeschmackt, den Vorwand, als ob Untersuchungen über die wirklichen
Geldverhältnisse angestellt werden sollten, beizubehalten.

| Die Bank (any bank

11
) gibt die
Stundenzettel aus. Die Ware a = dem Tauschwert x, d.h. = x Arbeitszeit, tauscht
sich aus gegen Geld, repräsentierend x Arbeitszeit. Die Bank müsste ebenso die
Ware kaufen, d. h. gegen ihren Geldrepräsentanten austauschen, wie z.B. jetzt
die Bank von England für Gold Noten geben muss. Die Ware, das substantielle und
darum zufällige Dasein des Tauschwerts, wird ausgetauscht gegen das symbolische
Dasein des Tauschwerts als Tauschwerts. Es ist so keine Schwierigkeit, sie aus
der Form der Ware in die Form des Geldes umzusetzen. Die Arbeitszeit, die in
ihr enthalten ist, braucht nur authentisch verifiziert zu sein (was nebenbei
gesagt nicht so leicht ist, wie die Feinheit und das Gewicht von Gold und
Silber erproben) und erzeugt damit sofort ihre
contrevaleur

12
; ihr Gelddasein. Wie wir immer die
Sache wenden und drehen mögen, in letzter Instanz läuft sie darauf hinaus: Die
Bank, die die Stundenzettel ausgibt, käuft die Ware zu

ihren Produktionskosten, käuft alle Waren, und zwar kostet ihr das Kaufen
nichts als die Produktion von Papierschnitzeln, die dem Verkäufer anstatt des
Tauschwerts, den er in einer bestimmten substantiellen Form besitzt, den
symbolischen Tauschwert der Ware gibt, in anderen Worten eine Anweisung auf
alle anderen Waren zum Belauf desselben Tauschwerts. Der Tauschwert als solcher
kann natürlich nur symbolisch existieren, obgleich dieses Symbol, um es als
Sache anwenden zu können – nicht bloß als Vorstellungsform –, sachliches Dasein
besitzt; nicht nur ideelle Vorstellung ist, sondern wirklich vorgestellt in
einer gegenständlichen Weise. (Ein Maß kann in der Hand behalten werden; der
Tauschwert misst, aber er tauscht nur aus, indem das Maß aus der einen Hand in
die andere übergeht.
13
)

Also die Bank gibt für die Ware
Geld; Geld, das exakt eine Anweisung auf den Tauschwert der Ware, d. h. auf
alle Waren von demselben Wert, ist: Die Bank kauft. Die Bank ist der allgemeine
Käufer, der Käufer nicht nur dieser oder jener Ware, sondern aller Ware. Denn
sie soll eben den Umsatz jeder Ware in ihr symbolisches Dasein als Tauschwert
bewerkstelligen. Wenn sie aber der allgemeine Käufer ist, muss sie auch der
allgemeine Verkäufer sein, nicht nur das Dock, worin alle Waren deponiert
werden, nicht nur das allgemeine Warenhaus, sondern der Besitzer der Waren, in
demselben Sinn, wie es jeder andere Kaufmann ist. Ich habe meine Ware a gegen
den Stundenzettel b ausgetauscht, der ihren Tauschwert vorstellt; aber nur,
damit ich dies b nun beliebig wieder in allen wirklichen Waren c, d, e, etc.
metamorphosieren kann. Kann nun dieses Geld zirkulieren außerhalb der Bank?
Anders als zwischen dem Inhaber des Zettels und der Bank? Wodurch ist die
Konvertibilität dieses Zettels gesichert? Es sind nur zwei Fälle möglich.
Entweder sämtliche Wareninhaber (Produkte oder Arbeit) wollen ihre Ware zu
ihrem Tauschwert verkaufen, oder einige wollen, andere nicht. Wenn sie alle zu
ihrem Tauschwert verkaufen wollen, so werden sie nicht den Zufall abwarten, ob
sich ein Käufer findet oder nicht, sondern gehen sofort zur Bank, treten ihr
die Ware ab und erhalten ihr Tauschwertzeichen, Geld, dafür: lösen sie gegen
ihr eigenes Geld ein. In diesem Fall ist die Bank zugleich der allgemeine
Käufer und Verkäufer in einer Person. Oder das Gegenteil findet statt. In
diesem Fall ist der Bankzettel bloßes Papier, behauptet bloß, das allgemein
anerkannte Symbol des Tauschwerts zu sein, hat aber keinen Wert. Denn dies
Symbol hat das eigen, dass es nicht nur den Tauschwert vorstellt, sondern im
wirklichen Austausch derselbe
ist.
Im
letzteren Fall wäre der Bankzettel kein Geld, oder nur konventionelles Geld
zwischen der Bank und ihren Kunden, nicht auf dem allgemeinen Markt. Es wäre
dasselbe, was ein Dutzend Speisekarten sind, die ich im Abonnement bei einem
Wirt erhalte, oder ein Dutzend Theaterbilletts,

die beide
Geld vorstellen, aber das eine nur Geld bei dieser bestimmten Speisetafel, das
andere in diesem bestimmten Theater. Der Bankzettel hätte aufgehört, den
Anforderungen des Geldes zu entsprechen, da er nicht im general public

14
, sondern nur
zwischen der Bank und ihren Kunden zirkulierte. Wir müssen also die letztere
Unterstellung fallen lassen.

Die Bank wäre also der
allgemeine Käufer und Verkäufer. Statt der Noten könnte sie auch Cheques
ausgeben und statt dieser einfache Bookaccounts

15
führen. Je nach der Summe der Warenwerte,
die X an sie abgelassen, hätte er dieselbe Wertsumme in anderen Waren an sie zu
gut. Ein zweites Attribut der Bank wäre notwendig, den Tauschwert aller Waren,
d.h. die in ihnen materialisierte Arbeitszeit, authentisch zu fixieren. Aber
hier könnten ihre Funktionen nicht enden. Sie müsste die Arbeitszeit bestimmen,
in der die Waren hervorgebracht werden können mit den Durchschnittsmitteln der
Industrie, die Zeit, in der sie hervorgebracht werden müssen. Aber auch das
wäre nicht hinreichend. Sie hätte nicht nur die Zeit zu bestimmen, in der ein
gewisses Quantum Produkte hervorgebracht werden muss, und die Produzenten in
solche Bedingungen zu setzen, dass ihre Arbeit gleich produktiv ist (also auch
die Distribution der Arbeitsmittel auszugleichen und zu ordnen), sondern sie
hätte die Quanta Arbeitszeit zu | bestimmen, die auf die verschieden
Produktionszweige verwandt werden soll. Das letztere wäre nötig, da, um den
Tauschwert zu realisieren, ihr Geld wirklich konvertibel zu machen, die
allgemeine Produktion gesichert werden müsste und in solchen Verhältnissen,
dass die Bedürfnisse der Austauschenden befriedigt werden. Das ist noch nicht
alles. Der größte Austausch ist nicht der der Waren, sondern der der Arbeit gegen
Waren. (Gleich drauf näher.) Die Arbeiter würden nicht ihre Arbeit an die Bank
verkaufen, sondern den Tauschwert für das volle Produkt ihrer Arbeit erhalten
etc. Genau dann besehen wäre die Bank nicht nur der allgemeine Käufer und
Verkäufer: sondern auch der allgemeine Produzent. In der Tat wäre sie entweder
die despotische Regierung der Produktion und Verwalterin der Distribution, oder
sie wäre in der Tat nichts als ein board

16
, was für die gemeinsam arbeitende Gesellschaft
Buch und Rechnung führte. Die Gemeinsamkeit der Produktionsmittel ist
vorausgesetzt etc., etc. Die Saint-Simonisten machten ihre Bank zum Papsttum
der Produktion.

Die Auflösung aller Produkte
und Tätigkeiten in Tauschwerte setzt voraus sowohl die Auflösung aller festen
persönlichen (historischen) Abhängigkeitsverhältnisse in der Produktion als die
allseitige Abhängigkeit der Produzenten voneinander. Die Produktion sowohl
jedes einzelnen ist abhängig von der

Produktion aller andern;
als die Verwandlung seines Produkts in Lebensmittel für ihn selbst abhängig
geworden ist von der Konsumtion aller andern. Preise sind alt; ebenso der
Austausch; aber sowohl die Bestimmung der einen mehr und mehr durch die
Produktionskosten wie das Übergreifen des andern über alle
Produktionsverhältnisse sind erst vollständig entwickelt und entwickeln sich
stets vollständiger in der bürgerlichen Gesellschaft, der Gesellschaft der freien
Konkurrenz. Was Adam Smith, in echter 18.-Jahrhundertweise in die
antehistorische Periode setzt, der Geschichte vorhergehen lässt, ist vielmehr
ihr Produkt.

17

Diese wechselseitige
Abhängigkeit ausgedrückt in der beständigen Notwendigkeit des Austauschs und in
dem Tauschwert als allseitigem Vermittler. Die Ökonomen drücken das so aus:
Jeder verfolgt sein Privatinteresse und nur sein Privatinteresse und dient dadurch,
ohne es zu wollen und zu wissen, den Privatinteressen aller, den allgemeinen
Interessen. Der Witz besteht nicht darin, dass, indem jeder sein
Privatinteresse verfolgt, die Gesamtheit der Privatinteressen, also das
allgemeine Interesse erreicht wird. Vielmehr könnte aus dieser abstrakten
Phrase gefolgert werden, dass jeder wechselseitig die Geltendmachung des
Interesses der andern hemmt und statt einer allgemeinen Affirmation vielmehr
eine allgemeine Negation aus diesem bellum omnium contra omnes

18
resultiert.
Die Pointe liegt vielmehr darin, dass das Privatinteresse selbst schon ein
gesellschaftlich bestimmtes Interesse ist und nur innerhalb der von der
Gesellschaft gesetzten Bedingungen und mit den von ihr gegebenen Mitteln
erreicht werden kann, also an die Reproduktion dieser Bedingungen und Mittel
gebunden ist. Es ist das Interesse der Privaten; aber dessen Inhalt, wie Form
und Mittel der Verwirklichung, durch von allen unabhängige gesellschaftliche
Bedingungen gegeben.

Die wechselseitige und
allseitige Abhängigkeit der gegeneinander gleichgültigen Individuen bildet
ihren gesellschaftlichen Zusammenhang. Dieser gesellschaftliche Zusammenhang
ist ausgedrückt im
Tauschwert,
worin
für jedes Individuum seine eigene Tätigkeit oder sein Produkt erst eine
Tätigkeit und ein Produkt für es wird; es muss ein allgemeines Produkt
produzieren – den
Tauschwert
oder,
diesen für sich isoliert, individualisiert,
Geld.
Andrerseits die
Macht, die jedes Individuum über die Tätigkeit der anderen oder über die
gesellschaftlichen Reichtümer ausübt, besteht in ihm als dem Eigner von
Tauschwerten,
von
Geld.
Es trägt seine
gesellschaftliche Macht, wie seinen Zusammenhang mit der Gesellschaft in der
Tasche mit sich. Die Tätigkeit, welches immer ihre individuelle
Erscheinungsform, und das Produkt der Tätigkeit, welches immer seine besondere
Beschaffenheit, ist der
Tauschwert,
d.
h. ein Allgemeines, worin alle Individualität, Eigenheit negiert und aus-

gelöscht
ist. Dieses ist in der Tat ein Zustand sehr verschieden von dem, worin das
Individuum oder das in Familie und Stamm (später Gemeinwesen) naturwüchsig oder
historisch erweiterte Individuum direkt aus der Natur sich reproduziert oder
seine produktive Tätigkeit und sein Anteil an der Produktion an eine bestimmte
Form der Arbeit und des Produkts angewiesen ist und sein Verhältnis zu anderen
eben so bestimmt ist.

Der gesellschaftliche Charakter
der Tätigkeit, wie die gesellschaftliche Form des Produkts, wie der Anteil des
Individuums an der Produktion, erscheint hier als den Individuen gegenüber
Fremdes, Sachliches; nicht als das Verhalten ihrer gegeneinander, sondern als
ihr Unterordnen unter Verhältnisse, die unabhängig von ihnen bestehen und aus
dem Anstoß der gleichgültigen Individuen aufeinander entstehen. Der allgemeine
Austausch der Tätigkeiten und Produkte, der Lebensbedingung für jedes einzelne
Individuum geworden, ihr wechselseitiger Zusammenhang, erscheint ihnen selbst
fremd, unabhängig, als eine Sache. Im Tauschwert ist die gesellschaftliche
Beziehung der Personen in ein gesellschaftliches ||2l| Verhalten der Sachen
verwandelt; das persönliche Vermögen in ein sachliches. Je weniger
gesellschaftliche Kraft das Tauschmittel besitzt, je zusammenhängender es noch
mit der Natur des unmittelbaren Arbeitsprodukts und den unmittelbaren
Bedürfnissen der Austauschenden ist, um so größer muss noch die Kraft des Gemeinwesens
sein, das die Individuen zusammenbindet, patriarchalisches Verhältnis, antikes
Gemeinwesen, Feudalismus und Zunftwesen. (Sieh mein Heft, XII, 34b.)

19

Jedes Individuum besitzt die
gesellschaftliche Macht unter der Form einer Sache. Raubt der Sache diese
gesellschaftliche Macht, und ihr müsst sie Personen über die Personen geben.
Persönliche Abhängigkeitsverhältnisse (zuerst ganz naturwüchsig) sind die ersten
Gesellschaftsformen, in denen sich die menschliche Produktivität nur in
geringem Umfang und auf isolierten Punkten entwickelt. Persönliche
Unabhängigkeit, auf
sachlicher
Abhängigkeit
gegründet, ist die zweite große Form, worin sich erst ein System des
allgemeinen gesellschaftlichen Stoffwechsels, der universalen Beziehungen,
allseitiger Bedürfnisse und universeller Vermögen bildet. Freie Individualität,
gegründet auf die universelle Entwicklung der Individuen und die Unterordnung
ihrer gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen Produktivität als ihres
gesellschaftlichen Vermögens, ist die dritte Stufe. Die zweite schafft die
Bedingungen der dritten. Patriarchalische, wie antike Zustände (ebenso
feudale), verfallen daher ebenso sehr mit der Entwicklung des Handels, des
Luxus, des
Geldes,
des
Tauschwerts,
wie die
moderne Gesellschaft in gleichem Schritt mit ihnen emporwächst.

Austausch und Teilung der
Arbeit bedingen sich wechselseitig. Da jeder

für sich
arbeitet und sein Produkt nichts für sich ist, muss er natürlich austauschen,
nicht nur, um an dem allgemeinen Produktionsvermögen teilzunehmen, sondern um
sein eigenes Produkt in ein Lebensmittel für sich selbst zu verwandeln. (Sieh
meine „Bemerkungen über Ökonomie“ p. V (13,14).

20
)Der Austausch als vermittelt durch den
Tauschwert und das Geld setzt allerdings die allseitige Abhängigkeit der
Produzenten voneinander voraus, aber zugleich die völlige Isolierung ihrer
Privatinteressen und eine Teilung der gesellschaftlichen Arbeit, deren Einheit
und wechselseitige Ergänzung gleichsam als ein Naturverhältnis außer den
Individuen, unabhängig von ihnen, existiert. Der Druck der allgemeinen
Nachfrage und Zufuhr aufeinander vermittelt den Zusammenhang der gegeneinander
Gleichgültigen.

Die Notwendigkeit selbst, das
Produkt oder die Tätigkeit der Individuen erst in die Form des
Tauschwerts,
in
Geld,
zu verwandeln,
und dass sie erst in dieser
sachlichen
Form
ihre gesellschaftliche
Macht
erhalten
und beweisen, beweist zweierlei: 1. dass die Individuen nur noch für die
Gesellschaft und in der Gesellschaft produzieren; 2. dass ihre Produktion
nicht
unmittelbar
gesellschaftlich
ist, nicht the offspring of association

21
, die die Arbeit unter sich verteilt. Die
Individuen sind unter die gesellschaftliche Produktion subsumiert, die als ein
Verhängnis außer ihnen existiert; aber die gesellschaftliche Produktion ist
nicht unter die Individuen subsumiert, die sie als ihr gemeinsames Vermögen
handhaben. Es kann also nichts falscher und abgeschmackter sein, als auf der
Grundlage des
Tauschwerts,
des
Geldes,
die Kontrolle
der vereinigten Individuen über ihre Gesamtproduktion vorauszusetzen, wie es
oben mit der Stundenzettelbank geschah. Der
private Austausch
aller Arbeitsprodukte,
Vermögen und Tätigkeiten steht im Gegensatz sowohl zu der

22
auf Über- und
Unterordnung (naturwüchsig oder politisch) der Individuen untereinander
begründeten Verteilung (wobei der eigentliche
Austausch
nur nebenher läuft oder im
Großen weniger das Leben ganzer Gemeinwesen ergreift, als vielmehr zwischen
verschiedenen Gemeinwesen eintritt, überhaupt keineswegs alle Produktions- und
Verkehrsverhältnisse unterwirft) (welchen Charakter diese Über- und
Unterordnung annehme; patriarchal, antik oder feudal) wie zu dem freien
Austausch von Individuen, die assoziiert sind auf der Grundlage der gemeinsamen
Aneignung und Kontrolle der Produktionsmittel. (Letztere Assoziation ist nichts
Willkürliches; Sie setzt die Entwicklung materieller und geistiger Bedingungen
voraus, die an diesem Punkt nicht weiter auszuführen sind.) Wie die Teilung der
Arbeit Agglomeration, Kombination, Kooperation, den Gegensatz der
Privatinteressen, Klasseninteressen, die Konkurrenz,

Konzentration des Kapitals, Monopol, Aktiengesellschaften erzeugt – lauter
gegensätzliche Formen der Einheit, die den Gegensatz selbst hervorruft –, so
erzeugt der Privataustausch den Welthandel, die private Unabhängigkeit eine
vollkommene Abhängigkeit vom sog. Weltmarkt und die zersplitterten Akte des
Austauschs ein Bank- und Kreditwesen, dessen Buchführung | wenigstens die
Ausgleichungen des Privataustauschs konstatiert. Im Wechselkurs – so sehr die
Privatinteressen jeder Nation sie in ebenso viele Nationen teilen

23
als sie
fullgrown individuals

24
besitzt
und die Interessen der Exporters und Importers derselben Nation sich hier
gegenüberstehen – erhält der Nationalhandel einen
Schein
von Existenz
etc. etc. Niemand wird deswegen glauben, durch eine
Börsenreform
die
Grundlagen
des inneren
oder auswärtigen Privathandels aufheben zu können. Aber innerhalb der
bürgerlichen, auf dem
Tauschwert
beruhenden
Gesellschaft erzeugen sich sowohl Verkehrs- als Produktionsverhältnisse, die
ebenso viel Minen sind, um sie zu sprengen. (Eine Masse gegensätzlicher Formen
der gesellschaftlichen Einheit, deren gegensätzlicher Charakter jedoch nie
durch stille Metamorphose zu sprengen ist. Andrerseits, wenn wir nicht in der
Gesellschaft, wie sie ist, die materiellen Produktionsbedingungen und ihnen
entsprechenden Verkehrsverhältnisse für eine klassenlose Gesellschaft verhüllt
vorfänden, wären alle Sprengversuche Donquichoterie.)

Wir haben gesehen, dass,
obgleich der Tauschwert = ist der relativen Arbeitszeit, die in den Produkten
materialisiert ist, das Geld seinerseits = dem Tauschwert der Waren, losgelöst
von ihrer Substanz; in diesem Tauschwert oder Geldverhältnisse Widersprüche
zwischen den Waren und ihrem Tauschwert, zwischen den Waren als Tauschwerten
und dem Geld enthalten sind. Wir haben gesehen, dass eine Bank, die unmittelbar
das Gegenbild der Ware im Arbeitsgeld erzeugt, eine Utopie ist. Obgleich also
das Geld nur der von der Substanz der Waren losgelöste Tauschwert und nur der
Tendenz dieses Tauschwerts, sich rein zu setzen, seinen Ursprung verdankt, kann
die Ware nicht unmittelbar in Geld verwandelt werden; d. h., der authentische
Ausweis über das Quantum der in ihr realisierten Arbeitszeit kann nicht als ihr
Preis dienen in der Welt der Tauschwerte. How is this?

25

(In einer Form des Geldes –
soweit es Tauschmittel (nicht
Maß
des
Tauschwerts) – ist den Ökonomen klar, dass die Existenz des Geldes die
Versachlichung des gesellschaftlichen Zusammenhangs voraussetzt; soweit nämlich
das Geld als
Pfand

26
erscheint, was der eine in der Hand des
anderen zurücklassen muss, um eine Ware von ihm zu erhalten. Hier sagen die
Öko-

nomen selbst, dass die Menschen der Sache (dem Geld) das
Vertrauen schenken, was sie sich nicht als Personen schenken. Aber warum
schenken sie der Sache das Vertrauen? Doch offenbar nur als
versachlichtem Verhältnis
der
Personen untereinander; als versachlichtem Tauschwert, und Tauschwert ist
nichts als eine Beziehung der produktiven Tätigkeit der Personen untereinander.
Jedes andere Pfand mag direkt dem Pfandinhaber als solches nützen; Geld nützt
ihm nur als „Faustpfand der Gesellschaft“

27
, aber solches Faustpfand ist es nur wegen seiner
gesellschaftlichen (symbolischen) Eigenschaft; und gesellschaftliche
Eigenschaft kann es nur besitzen, weil die Individuen ihre eigene
gesellschaftliche Beziehung als Gegenstand sich entfremdet haben.)

In den
Preiscourantlisten,
worin
alle Werte gemessen sind im Geld, scheint

28
zugleich die Unabhängigkeit des
gesellschaftlichen Charakters der Sachen von den Personen, wie zugleich die
Tätigkeit des Handels auf dieser Basis der Fremdartigkeit, worin die
Gesamtproduktions- und -verkehrsverhältnisse dem einzelnen, allen einzelnen
gegenüber, erscheinen, sie wieder den einzelnen zu unterwerfen. Da die
Verselbständigung des Weltmarkts, if you please

29
, (worin die Tätigkeit jedes einzelnen
eingeschlossen) wächst mit der Entwicklung der Geldverhältnisse (Tauschwerts)
und vice versa, der allgemeine Zusammenhang und die allseitige Abhängigkeit in
Produktion und Konsumtion zugleich mit der Unabhängigkeit und Gleichgültigkeit
der Konsumierenden und Produzierenden zueinander; da dieser Widerspruch zu
Krisen führt etc., so wird gleichzeitig mit der Entwicklung dieser Entfremdung,
auf ihrem eigenen Boden, versucht, sie aufzuheben; Preiscourantlisten, Wechselkurse,
Verbindungen der Handelstreibenden untereinander durch Briefe, Telegraphen etc.
(die Kommunikationsmittel wachsen natürlich gleichzeitig), worin jeder einzelne
sich Auskunft über die Tätigkeit aller anderen verschafft und seine eigene
danach auszugleichen sucht. (D. h., obgleich die Nachfrage und Zufuhr aller von
allen unabhängig vor sich geht, so sucht sich jeder über den Stand der
allgemeinen Nachfrage und Zufuhr zu unterrichten; und dies Wissen wirkt dann
wieder praktisch auf sie ein. Obgleich alles dies auf dem gegebenen Standpunkt
die Fremdartigkeit nicht aufhebt, so führt es Verhältnisse und Verbindungen
herbei, die die Möglichkeit, den alten Standpunkt aufzuheben, in sich
einschließen.) (Die Möglichkeit allgemeiner Statistik etc.) (Es ist dies übrigens
unter den Kategorien von „
Preisen
,
Nachfrage und Zufuhr“
zu
entwickeln. Übrigens hier nur zu bemerken, dass die Übersicht über den
Gesamthandel und die Gesamtproduktion, soweit sie faktisch in den
Preiscourantlisten vorliegt, in der Tat den besten Beweis liefert, wie den
einzelnen ihr eigener Austausch

und ihre eigene Produktion

30
als
sachliches,
von
ihnen
unabhängiges
Verhältnis
gegenübertritt. Im
Weltmarkt
hat
sich der
Zusammenhang des
einzelnen
mit allen, aber auch zugleich die
Unabhängigkeit
dieses Zusammenhangs von den einzelnen
selbst
zu einer solchen Höhe entwickelt, dass seine Bildung zugleich schon die
Übergangsbedingung aus ihm selbst enthält.) Die
Vergleichung
an der
Stelle der wirklichen Gemeinschaftlichkeit und Allgemeinheit.

(Es ist gesagt worden und mag
gesagt werden, dass das Schöne und Große eben in diesem naturwüchsigen, vom
Wissen und Wollen der Individuen unabhängigen, und grade ihre wechselseitige
Unabhängigkeit und Gleichgültigkeit gegeneinander voraussetzenden Zusammenhang,
materiellen und geistigen Stoffwechsel, beruht. Und sicher ist dieser sachliche
Zusammenhang ihrer Zusammenhangslosigkeit vorzuziehen oder einem auf Bluturenge
Natur und Herrschafts- und Knechtschafts[verhältnisse] gegründet[en] nur
lokalen Zusammenhang. Es ist ebenso sicher, dass die Individuen sich ihre
eigenen gesellschaftlichen Zusammenhänge nicht unterordnen können, bevor sie
dieselben geschaffen haben. Aber es ist abgeschmackt, jenen nur
sachlichen Zusammenhang
als
den naturwüchsigen, von der Natur der Individualität (im Gegensatz zum
reflektierten Wissen und Wollen) unzertrennlichen und ihr immanenten,
aufzufassen. Er ist ihr Produkt. Er ist ein historisches Produkt. Er gehört
einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung an. Die Fremdartigkeit und Selbständigkeit,
worin er noch gegen sie existiert, beweist nur, dass sie noch in der Schöpfung
der Bedingungen ihres sozialen Lebens begriffen sind, statt von diesen
Bedingungen aus es begonnen zu haben. Es ist der Zusammenhang, der
naturwüchsige, von Individuen innerhalb bestimmter, bornierter
Produktionsverhältnisse. Die universal entwickelten Individuen, deren
gesellschaftliche Verhältnisse als ihre eigenen, gemeinschaftlichen Beziehungen
auch ihrer eigenen gemeinschaftlichen Kontrolle unterworfen sind, sind

31
kein Produkt
der Natur, sondern der Geschichte. Der Grad und die Universalität der
Entwicklung der Vermögen, worin
diese
Individualität
möglich wird, setzt eben die Produktion auf der Basis der Tauschwerte voraus,
die mit der Allgemeinheit der Entfremdung des Individuums von sich und von
anderen, aber auch die Allgemeinheit und Allseitigkeit seiner Beziehungen und
Fähigkeiten erst produziert. Auf früheren Stufen der Entwicklung erscheint das
einzelne Individuum voller, weil es eben die Fülle seiner Beziehungen noch
nicht herausgearbeitet und als von ihm unabhängige gesellschaftliche Mächte und
Verhältnisse sich gegenübergestellt hat. So lächerlich es ist, sich nach jener

ursprünglichen Fülle zurückzusehnen, so lächerlich ist der Glaube, bei jener
vollen Entleerung stehenbleiben zu müssen. Über den Gegensatz gegen jene
romantische Ansicht ist die bürgerliche nie herausgekommen, und darum wird jene
als berechtigter Gegensatz sie bis an ihr seliges Ende begleiten.)

(Als Beispiel kann hier
genommen werden das Verhältnis des einzelnen zur Wissenschaft.)

(Das Geld mit dem Blute zu
vergleichen – das Wort Zirkulation gab dazu Anlass – ist ungefähr ebenso
richtig wie das Gleichnis des Menenius Agrippa

32
zwischen den Patriziern und dem Magen.)
(Das Geld mit der Sprache zu vergleichen ist nicht minder falsch. Die Ideen
werden nicht in die Sprache verwandelt, so dass ihre Eigentümlichkeit aufgelöst
und ihr gesellschaftlicher Charakter neben ihnen in der Sprache existierte, wie
die Preise neben den Waren. Die Ideen existieren nicht getrennt von der
Sprache. Ideen, die aus ihrer Muttersprache erst in eine fremde Sprache
übersetzt werden müssen, um zu kursieren, um austauschbar zu werden, bieten
schon mehr Analogie; die Analogie liegt dann aber nicht in der Sprache, sondern
in ihrer Fremdheit.)

(Die Austauschbarkeit aller
Produkte, Tätigkeiten, Verhältnisse gegen

33
ein Drittes,
Sachliches,
was wieder
gegen alles
ohne
Unterschied
ausgetauscht werden kann – also die Entwicklung
der Tauschwerte (und der Geldverhältnisse) ist identisch mit der allgemeinen
Venalität, Korruption. Die generelle Prostitution erscheint als eine notwendige
Phase der Entwicklung des gesellschaftlichen Charakters der persönlichen
Anlagen, Vermögen, Fähigkeiten, Tätigkeiten. Mehr höflich ausgedrückt: Das
allgemeine Nützlichkeits- und Brauchbarkeitsverhältnis. Das Gleichsetzen des
Ungleichartigen, wie schön Shakespeare

34
das Geld fasst. Die Bereicherungssucht als
solche ohne Geld unmöglich; alle andere Akkumulation und Akkumulationssucht
erscheint naturwüchsig, borniert, durch die Bedürfnisse einerseits, die
bornierte Natur der Produkte anderseits bedingt (sacra auri fames

35
).)

(Das Geldwesen in seiner
Entwicklung unterstellt offenbar schon andere allgemeine Entwicklungen.)

Wenn gesellschaftliche
Verhältnisse betrachtet werden, die ein unentwickeltes System des Austauschs,
der Tauschwerte und des Geldes erzeugen oder denen ein unentwickelter Grad
derselben entspricht, so ist es von vornherein klar, dass die Individuen, obgleich
ihre Verhältnisse persönlicher erscheinen, nur als Individuen in einer
Bestimmtheit in Beziehung zueinander treten, als Feudalherr und Vasall,
Grundherr und Leibeigener etc. oder als Kastenglieder etc. oder als
Standesangehörige etc. Im Geldverhältnisse, im entwickelten

Austauschsystem (und dieser Schein verführt die Demokratie) sind in der Tat die
Bande der persönlichen Abhängigkeit gesprengt, zerrissen, Blutsunterschiede,
Bildungsunterschiede etc. (die persönlichen Bande erscheinen wenigstens alle
als
persönliche
Verhältnisse);
und die Individuen
scheinen
unabhängig
(diese Unabhängigkeit, die überhaupt bloß eine Illusion ist und richtiger
Gleichgültigkeit – im Sinn der Indifferenz – hieße), frei aufeinander zu stoßen
und in dieser Freiheit auszutauschen; sie scheinen so aber nur für den, der von
den
Bedingungen,
den
Existenzbedingungen
(und
diese sind wieder von Individuen unabhängige und erscheinen, obgleich von der
Gesellschaft erzeugt, gleichsam als
Naturbedingungen,
d.
h. von den Individuen unkontrollierbare), abstrahiert, unter denen diese
Individuen in Berührung treten.

Die | Bestimmtheit, die im
ersten Fall als eine persönliche Beschränkung des Individuums durch ein
anderes, erscheint im letzteren ausgebildet als eine sachliche Beschränkung des
Individuums durch von ihm unabhängige und in sich selbst ruhende Verhältnisse.
(Da das einzelne Individuum nicht seine persönliche Bestimmtheit abstreifen,
wohl aber äußere Verhältnisse überwinden und sich unterordnen kann, so
scheint
seine Freiheit
im Fall 2 größer. Eine nähere Untersuchung jener äußeren Verhältnisse, jener Bedingungen,
zeigt aber die Unmöglichkeit der Individuen einer Klasse etc., sie en masse zu
überwinden, ohne sie aufzuheben. Der einzelne kann zufällig mit ihnen fertig
werden; die Masse der von ihnen Beherrschten nicht, da ihr bloßes Bestehen die
Unterordnung und die notwendige Unterordnung der Individuen unter sie
ausdrückt.) Diese äußeren Verhältnisse sind so wenig eine Beseitigung der
„Abhängigkeitsverhältnisse“, dass sie nur die Auflösung derselben in eine
allgemeine Form sind; vielmehr das Herausarbeiten des allgemeinen
Grundes
der
persönlichen Abhängigkeitsverhältnisse sind. Auch hier kommen die Individuen
nur als bestimmte zueinander in Beziehung. Diese
sachlichen
Abhängigkeitsverhältnisse
im Gegensatz zu den
persönlichen
erscheinen
auch so (das sachliche Abhängigkeitsverhältnis ist nichts als die den scheinbar
unabhängigen Individuen selbständig gegenübertretenden gesellschaftlichen
Beziehungen, d.h. ihre ihnen selbst gegenüber verselbständigten wechselseitigen
Produktionsbeziehungen), dass die Individuen nun von
Abstraktionen
beherrscht
werden, während sie früher voneinander abhingen. Die Abstraktion oder Idee ist
aber nichts als der theoretische Ausdruck jener materiellen Verhältnisse, die
Herr über sie sind. Verhältnisse können natürlich nur in Ideen ausgedrückt
werden, und so haben Philosophen als das Eigentümliche der neuen Zeit ihr
Beherrschtsein von Ideen aufgefasst und mit dem Sturz dieser Ideenherrschaft
die Erzeugung der freien Individualität identifiziert. Der Irrtum war vom
ideologischen Standpunkt aus um so leichter zu begehen, als
f
jene
Herrschaft der Verhältnisse (jene sachliche Abhängigkeit, die übrigens wieder
in bestimmte, nur aller Illusion entkleidete, persönliche
Abhängigkeitsverhältnisse umschlägt) in dem Bewusstsein der Individuen selbst
als Herrschen von Ideen erscheint und der Glaube an die Ewigkeit dieser Ideen,
d. h. jener sachlichen Abhängigkeitsverhältnisse, von den herrschenden Klassen,
of course

36
, in
jeder Weise befestigt, genährt, eingetrichtert wird.

(Es ist natürlich der Illusion
der „rein persönlichen Verhältnisse“ der Feudalzeiten etc. gegenüber keinen
Augenblick zu vergessen, 1. dass diese Verhältnisse selbst innerhalb ihrer
Sphäre einen sachlichen Charakter auf einer bestimmten Phase annahmen, wie die
Entwicklung der Grundeigentumsverhältnisse z.B. aus rein militärischen
Subordinationsverhältnissen zeigt; aber

2. das sachliche Verhältnis,
worin sie zugrunde gehen, hat selbst einen bornierten, naturbestimmten
Charakter und
erscheint
daher
als persönlich, während in der modernen Welt die persönlichen Verhältnisse als
reiner Ausfluss der Produktions- und Austauschverhältnisse heraustreten.)

Das Produkt wird Ware. Die Ware
wird Tauschwert. Der Tauschwert der Ware erhält besondere Existenz neben der
Ware; d. h. die Ware, in der Form, worin [sie] 1. austauschbar mit allen andern
Waren ist; worin sie 2. daher allgemeine Ware und ihre natürliche Besonderheit
ausgelöscht ist; 3. worin das Maß ihrer Austauschbarkeit gesetzt ist, das
bestimmte Verhältnis, worin sie alle anderen Waren sich gleichsetzt, ist die
Ware als Geld, und zwar nicht als Geld überhaupt, sondern als eine
bestimmte Summe Geld,
denn
um den Tauschwert in allen seinen Unterschieden darzustellen, muss das Geld
zählbar, quantitativ teilbar sein.

Das Geld, die gemeinsame Form,
worein sich alle Waren als Tauschwerte verwandeln, die allgemeine Ware, muss
selbst als eine
besondere
Ware
neben den anderen existieren, da sie nicht nur im Kopf an ihm gemessen, sondern
im wirklichen Austausch gegen es ausgetauscht und eingewechselt werden müssen.
Der Widerspruch, der dadurch hereinkommt, an einer anderen Stelle zu
entwickeln. Das Geld entsteht nicht durch Konvention, sowenig wie der Staat. Es
entsteht aus dem Austausch und im Austausch naturwüchsig, ist ein Produkt
desselben.
Ursprünglich
wird
die Ware als Geld dienen – d. h. eingetauscht werden, nicht als Gegenstand des
Bedürfnisses und der Konsumtion, sondern um sie wieder auszutauschen gegen
andere Waren –, die am meisten als Gegenstand des Bedürfnisses eingetauscht
wird, kursiert; die also am sichersten ist, wieder gegen andere besondere Waren
ausgetauscht werden zu können; die also in der gegebenen gesellschaftlichen
Organisation den Reichtum κατ΄ ἐξοχήν

37

repräsentiert,
Gegenstand der allgemeinsten Nachfrage und Zufuhr ist und einen besonderen
Gebrauchswert besitzt. So Salz, Häute, Vieh, Sklaven. Eine solche Ware
entspricht faktisch mehr in ihrer besonderen Gestalt als Ware sich selbst als
(schade, dass im Deutschen der Unterschied von denrée

38
und marchandise

39
nicht passend wiederzugeben) Tauschwert,
denn die anderen Waren.

Die besondere Nützlichkeit der
Ware, sei es als besonderer Konsumtionsgegenstand (Häute), sei es als
unmittelbares Produktionswerkzeug (Sklave), stempelt sie hier zum Geld. Im
Fortgang der Entwicklung wird grade das Umgekehrte eintreten, d. h. die Ware, die
am wenigsten unmittelbar Gegenstand der Konsumtion oder Werkzeug der
Produktion, wird am besten grade die Seite repräsentieren, dass sie dem
Bedürfnis
des Austauschs
als solchen
dient. Im ersten | Fall wird die Ware Geld
wegen ihres besonderen Gebrauchswerts, – im zweiten Fall erhält sie davon ihren
besonderen Gebrauchswert, dass sie als Geld dient. Dauerhaftigkeit,
Unveränderlichkeit, Teilbarkeit und Wiederzusammensetzbarkeit, relativ leichte
Transportierbarkeit, weil sie großen Tauschwert in kleinem Raum einschließen

40
, alles das macht
die edlen Metalle besonders geeignet auf der letzteren Stufe. Zugleich bilden
sie natürlichen Übergang aus der ersten Form des Geldes. Bei etwas höherer
Stufe der Produktion und des Austauschs tritt das Produktionsinstrument
über
die Produkte;
die
Metalle
aber
(erst Steine) sind die ersten und unentbehrlichsten Produktionswerkzeuge.
Im
Kupfer,
das
im Geld der Alten eine so große Rolle spielt, findet sich noch beides zusammen,
der besondere Gebrauchswert als Produktionsinstrument und die übrigen
Eigenschaften, die nicht vom Gebrauchswert der Ware her fließen, sondern ihrer
Bestimmung als Tauschwert (worin Tauschmittel eingeschlossen) entsprechen. Von
den anderen Metallen scheiden sich dann wieder die
edlen
ab, indem sie
nicht oxydierbar etc., gleichmäßiger Qualität etc. und dann der höheren Stufe
besser entsprechen, indem ihre unmittelbare Nützlichkeit für Konsumtion und
Produktion zurücktritt

41
,
sie aber schon ihrer Seltenheit wegen den rein auf dem Tausch gegründeten Wert
mehr darstellen. Sie stellen von vornherein den Überfluss vor, die Form, worin
der Reichtum ursprünglich erscheint. Auch Metalle lieber gegen Metalle als
andere Waren ausgetauscht.

Die erste Form des Geldes
entspricht einer geringen Stufe des Austauschs und des Tauschhandels, wo das
Geld mehr noch in seiner Bestimmung als
Maß
hervortritt,
denn als wirkliches
Austauschinstrument.
Auf
dieser Stufe kann

das Maß noch rein imaginär sein (indes
schließt die bar der Neger das Eisen ein)
(Muscheln
etc. entsprechen aber mehr der
Reihe, deren

42
letzte
Spitze Gold und Silber ist).

Daraus, dass die Ware zum
allgemeinen Tauschwert, geht hervor, dass der Tauschwert zu einer besonderen
Ware wird: Er kann dies nur, indem eine besondere Ware allen anderen gegenüber
das Privilegium erhält, ihren Tauschwert zu repräsentieren, zu symbolisieren;
d. h.
Geld
zu
werden. Dass der Geldeigenschaft aller Waren eine besondere Ware als
Geldsubjekt erscheint – geht aus dem Wesen des Tauschwerts selbst hervor. Im
Fortgang der Entwicklung kann der Tauschwert des Geldes wieder eine von seiner
Materie, seiner Substanz, getrennte Existenz erhalten, wie im Papiergeld, ohne
indes das Privilegium dieser besonderen Ware aufzuheben, indem die besonderte
Existenz ihre Denomination von der besonderen Ware zu erhalten fortfahren muss.

Weil die Ware Tauschwert ist,
ist sie austauschbar gegen Geld, = Geld gesetzt. Das Verhältnis, worin sie dem
Geld gleichgesetzt wird, d. h. die Bestimmtheit ihres Tauschwerts, ist
vorausgesetzt
ihrer
Umsetzung in Geld. Das Verhältnis, worin die besondere Ware gegen Geld
ausgetauscht wird, d. h. das Quantum Geld, worein ein bestimmtes Quantum Ware
umsetzbar, ist bestimmt durch die in der Ware vergegenständlichte Arbeitszeit.
Als Verwirklichung einer
bestimmten
Arbeitszeit
ist die Ware Tauschwert; im Geld ist das Quotum Arbeitszeit, das sie
repräsentiert, sowohl gemessen als in seiner allgemeinen, dem Begriff
entsprechenden, austauschbaren Form enthalten. Das Geld ist das sachliche
Medium, worein die Tauschwerte getaucht, eine ihrer allgemeinen Bestimmung entsprechende
Gestalt erhalten. Adam Smith sagt, dass die Arbeit (Arbeitszeit) das
ursprüngliche Geld ist, womit alle Waren gekauft werden
.

43
Den Akt der Produktion betrachtet,
bleibt dies immer richtig (ebenso wohl in Bezug auf die Bestimmung der
relativen Werte). Jede Ware wird in der Produktion fortwährend gegen
Arbeitszeit ausgetauscht. Die Notwendigkeit eines von der Arbeitszeit unterschiedenen
Geldes kommt grade dadurch herein, dass das Quotum Arbeitszeit ausgedrückt
werden soll nicht in ihrem unmittelbaren und besonderen Produkt, sondern in
einem vermittelten und allgemeinen Produkt, in ihrem besonderen Produkt als
gleich und konvertibel gegen alle anderen Produkte derselben Arbeitszeit; der
Arbeitszeit nicht in einer Ware, sondern in allen Waren zugleich und darum in
einer besonderen Ware, die alle anderen repräsentiert. Die Arbeitszeit kann
nicht unmittelbar selbst das Geld sein (eine Forderung, die in anderen Worten
damit zusammenfällt, dass jede Ware unmittelbar ihr eigenes Geld sein soll),
eben weil sie faktisch stets nur in

besondren Produkten
existiert (als Gegenstand): Als allgemeiner Gegenstand kann sie nur symbolisch
existieren, eben wieder in einer besonderen Ware, die als Geld gesetzt wird.
Die Arbeitszeit existiert nicht als allgemeiner, von den natürlichen
Besonderheiten der Waren unabhängiger und abgeschiedener (losgelöster)
Gegenstand des Austauschs. Als solcher müsste sie existieren, um die
Bedingungen des Geldes unmittelbar zu erfüllen. Die Vergegenständlichung des
allgemeinen, gesellschaftlichen Charakters der Arbeit (und darum der
Arbeitszeit, die im Tauschwert enthalten) macht eben ihr Produkt zum
Tauschwert; gibt der Ware die Eigenschaft des Geldes, die aber ein selbständig
außer ihr existierendes Geldsubjekt wieder einschließt.

Die bestimmte Arbeitszeit ist
vergegenständlicht in einer bestimmten, besonderen Ware von besonderen
Eigenschaften und besonderen Beziehungen zu den Bedürfnissen; als Tauschwert
aber soll sie vergegenständlicht sein in einer Ware, die nur ihre Qualität oder
Quantität ausdrückt, gleichgültig gegen ihre natürlichen Eigenschaften ist und
daher in jede andere Ware, die dieselbe Arbeitszeit vergegenständlicht,
metamorphosiert, d.h. ausgetauscht werden kann. Als Gegenstand soll sie diesen
allgemeinen Charakter besitzen, | der ihrer natürlichen Besonderheit
widerspricht. Dieser Widerspruch kann nur gelöst werden, indem er selbst
vergegenständlicht wird; d. h., indem die Ware doppelt gesetzt wird, einmal in
ihrer natürlichen unmittelbaren Form, dann in ihrer vermittelten, als Geld. Das
letztere ist nur möglich, indem eine besondere Ware gleichsam die allgemeine
Substanz der Tauschwerte wird oder indem der Tauschwert der Waren mit einer
besonderen Substanz, einer besonderen Ware im Unterschied von allen übrigen, identifiziert
wird. D. h., indem die Ware erst mit dieser allgemeinen Ware, dem symbolischen
allgemeinen Produkt oder Vergegenständlichung der Arbeitszeit umgetauscht
werden muss, um dann als Tauschwert gleichgültig gegen alle anderen Waren
beliebig umtauschbar, in sie metamorphosierbar zu sein. Das Geld ist die
Arbeitszeit als allgemeiner Gegenstand oder die Vergegenständlichung der
allgemeinen Arbeitszeit, die Arbeitszeit als
allgemeine Ware.
Wenn es daher sehr
einfach aussieht, dass die Arbeitszeit, weil sie die Tauschwerte reguliert, in
der Tat nicht nur ihr inhärentes Maß, sondern ihre Substanz selbst ist (denn
als Tauschwerte besitzen die Waren keine andere Substanz, keine natürliche
Beschaffenheit) und auch unmittelbar als ihr
Geld
dienen könne, d. h. das Element
hergeben, worin die Tauschwerte sich als solche realisieren, so trügt dieser
Schein der Einfachheit. Vielmehr schließt das Verhältnis der Tauschwerte – der
Waren als einander gleicher und gleichsetzbarer Vergegenständlichungen der
Arbeitszeit-Widersprüche ein, die in einem von der Arbeitszeit
verschiedenen Gelde
ihren
sachlichen Ausdruck erhalten.

Bei Adam Smith

44
erscheint dieser Widerspruch noch als ein
Nebeneinandersetzen. Neben dem besonderen Arbeitsprodukt (der Arbeitszeit als
besonderem Gegenstand) muss der Arbeiter noch ein Quantum allgemeiner Ware (die
Arbeitszeit als allgemeinen Gegenstand) erzeugen. Die beiden Bestimmungen des
Tauschwerts erscheinen ihm äußerlich nebeneinander. Das Innere der ganzen Ware
erscheint noch nicht ergriffen und durchdrungen vom Widerspruch. Dies
entspricht der Stufe der Produktion, die er vorliegen hatte, wo der Arbeiter
noch einen Teil seiner Subsistenz direkt in seinem Produkt besaß; weder seine
ganze Tätigkeit noch sein ganzes Produkt vom Austausch abhängig geworden war;
d. h. die Subsistenzagrikultur (oder ähnlich, wie Steuart sie nennt

45
) noch zu einem
großen Maß herrschte und ebenso die patriarchale Industrie (Handweberei,
Spinnerei im Haus und verknüpft mit der Agrikultur). Nur noch der Überschuss
wird in einem großen Kreis der Nation ausgetauscht. Tauschwert und Bestimmung
durch die Arbeitszeit noch nicht völlig entwickelt auf nationalem Maßstab.

(Incident

46
: Von Gold und Silber weniger richtig
als von irgendeiner anderen Ware, dass ihre Konsumtion nur wachsen kann im
Verhältnis zu ihren verminderten Produktionskosten. Sie wächst vielmehr im
Verhältnis zum Wachstum des allgemeinen Reichtums, da ihr Gebrauch spezifisch
den Reichtum, Überfluss, Luxus repräsentiert, weil sie selbst den allgemeinen
Reichtum
repräsentieren.
Abgesehen
vom Gebrauch als Geld, werden Silber und Gold mehr konsumiert im Verhältnis zum
Wachstum des allgemeinen Reichtums. Wenn daher ihre Zufuhr plötzlich wächst,
selbst ohne dass die Produktionskosten oder ihr Wert sich verhältnismäßig
verringerte, finden sie einen rasch sich erweiternden Markt, der ihre
Depreziation aufhält. Manches, was den Ökonomen – die allgemein Konsumtion von
Gold und Silber vom Fall ihrer Produktionskosten allein abhängig machen – in
dem
australisch-kalifornischen
case

47
unerklärlich

48
und, wo sie
sich in einem Zirkel bewegen, daher erklärt. Es hängt dies genau damit
zusammen, dass sie den Reichtum repräsentieren, also mit ihrer Eigenschaft als
Geld.)

(Der Gegensatz des Goldes und
Silbers als der eternal

49
Ware
im Gegensatz zu den andern, den wir bei Petty finden, schon bei
Xenophon, de Vectigalibus,
c.
1. in Bezug auf Marmor und Silber.

„Die Erde verfügt aber nicht
nur über das, was alljährlich blüht und reift, sondern sie hat auch dauerhafte
Güter. Es gibt nämlich in ihr reichliche Vorkommen von Stein etc. (nämlich der
Marmor)... Es gibt aber auch Land, das bei agrarischer Nutzung keinen Ertrag
abwirft, bei bergmännischer Nutzung aber das Vielfache an Menschen ernährt, als
wenn es Getreide trüge.“)

50

(Wohl zu merken, dass der Austausch
zwischen verschiedenen Stämmen oder Völkern – und dies, nicht der
Privataustausch, ist seine erste Gestalt – erst damit beginnt, dass einem
unzivilisierten Stamm Überfluss abgekauft wird (abgemogelt), der nicht das Produkt
seiner Arbeit, sondern natürliches Produkt des Bodens und der Natur, die er
okkupiert.)

(Daraus, dass das Geld in einer
bestimmten Ware symbolisiert sein muss, dann diese Ware selbst (Gold etc.), die
ordinären ökonomischen Widersprüche, die daraus hervorgehen, zu entwickeln.
Dies Nr. II. Dann, da alle Waren gegen das Geld ausgetauscht werden müssen, um
als
Preise
bestimmt
zu werden, ob dieser Austausch nun wirklich oder nur im Kopf stattfindet, das
Verhältnis des Quantums des Goldes oder Silbers zu den Warenpreisen zu
bestimmen. Dies Nr. III. Es ist klar, dass, bloß
gemessen
im Gold oder
Silber, ihre Quantität keinen Einfluss auf den Preis der Waren ausübt; durch
den wirklichen Austausch, soweit es wirklich als Zirkulationsinstrument dient,
kommt die Schwierigkeit herein; die Verhältnisse von Nachfrage und Zufuhr etc.
Was aber seinen Wert als Zirkulationsinstrument affiziert, affiziert es
offenbar als Maß.)

| Die Arbeitszeit selbst
existiert als solche nur subjektiv, nur in der Form der Tätigkeit. Insofern sie
als solche austauschbar (selbst Ware) ist, ist sie nicht nur quantitativ,
sondern qualitativ bestimmt und verschieden, keineswegs allgemeine, sich
gleiche Arbeitszeit; sondern entspricht als Subjekt ebenso wenig der die
Tauschwerte bestimmenden allgemeinen Arbeitszeit, wie die besonderen Waren und
Produkte ihr als Objekt entsprechen.

Der Satz von A. Smith, dass der
Arbeiter neben seiner besonderen Ware eine allgemeine Ware produzieren muss, in
anderen Worten, dass er einem Teil seiner Produkte die Form des Geldes geben
muss, überhaupt seiner Ware, soweit sie nicht als Gebrauchswert für ihn,
sondern als Tauschwert dienen soll – heißt, subjektiv ausgedrückt, weiter
nichts, als dass seine besondere Arbeitszeit nicht unmittelbar gegen jede
andere besondere Arbeitszeit ausgetauscht werden kann, sondern dass diese ihre
allgemeine Austauschbarkeit erst vermittelt werden, dass sie eine
gegenständliche, von ihr selbst verschiedene Form annehmen muss, um diese
allgemeine Austauschbarkeit zu erlangen.

Die Arbeit des einzelnen, im
Akt der Produktion selbst betrachtet, ist das Geld, womit er unmittelbar das
Produkt, den Gegenstand seiner besonderen Tätigkeit, kauft; aber es ist
ein
besonderes
Geld,
das eben nur dies
bestimmte
Produkt
kauft. Um unmittelbar das
allgemeine
Geld
zu sein, müsste sie von vornherein nicht
besondere
Arbeit,
sondern
allgemeine
sein,
d. h. von vornherein als Glied der
allgemeinen
Produktion gesetzt
sein. In dieser Voraussetzung aber würde
nicht erst der Austausch ihr den allgemeinen Charakter geben, sondern

ihr vorausgesetzter gemeinschaftlicher Charakter würde die Teilnahme an den
Produkten bestimmen. Der gemeinschaftliche Charakter der Produktion würde von
vornherein das Produkt zu einem gemeinschaftlichen, allgemeinen machen. Der
ursprünglich in der Produktion stattfindende Austausch – der kein Austausch von
Tauschwerten wäre, sondern von Tätigkeiten, die durch gemeinschaftliche
Bedürfnisse bestimmt wären, durch gemeinschaftliche Zwecke – würde von
vornherein die Teilnahme des einzelnen an der gemeinschaftlichen Produktenwelt
einschließen. Auf der Grundlage der Tauschwerte wird die Arbeit erst durch
den
Austausch
als
allgemein
gesetzt.
Auf
dieser Grundlage wäre sie als solche
gesetzt
v
or dem Austausch; d. h., der Austausch der Produkte wäre überhaupt
nicht das
Medium,
wodurch
die Teilnahme des einzelnen an der allgemeinen Produktion vermittelt würde.
Vermittlung muss natürlich stattfinden.

Im ersteren Fall, der von der
selbständigen Produktion der einzelnen ausgeht – so sehr diese selbständigen
Produktionen durch ihre Beziehungen zueinander sich post festum bestimmen,
modifizieren –, findet die Vermittlung statt durch den Austausch der Waren, den
Tauschwert, das Geld, die alle Ausdrücke eines und desselben Verhältnisses
sind. Im zweiten Fall ist die
Voraussetzung
selbst vermittelt;
d.h., eine gemeinschaftliche Produktion,
die Gemeinschaftlichkeit als Grundlage der Produktion, ist vorausgesetzt. Die
Arbeit des einzelnen ist von vornherein als gesellschaftliche Arbeit gesetzt.
Welches daher auch immer die besondere materielle Gestalt des Produkts sei, das
er schafft oder schaffen hilft, was er mit seiner Arbeit gekauft hat, ist nicht
ein bestimmtes besonderes Produkt, sondern ein bestimmter Anteil an der
gemeinschaftlichen Produktion. Er hat darum auch kein besonderes Produkt
auszutauschen. Sein Produkt ist
kein
Tauschwert.
Das Produkt hat nicht erst in eine besondere Form
umgesetzt zu werden, um einen allgemeinen Charakter für den einzelnen zu
erhalten. Statt einer Teilung der Arbeit, die in dem Austausch von Tauschwerten
sich notwendig erzeugt, fände eine Organisation der Arbeit statt, die den
Anteil des einzelnen an der gemeinschaftlichen Konsumtion zur Folge hat. In dem
ersten Fall wird der gesellschaftliche Charakter der Produktion erst durch die
Erhebung der Produkte zu Tauschwerten und den Tausch dieser Tauschwerte post
festum
gesetzt.
Im
zweiten Fall ist der
gesellschaftliche
Charakter der Produktion
vorausgesetzt, und die Teilnahme an
der Produktenwelt, an der Konsumtion, ist nicht durch den Austausch voneinander
unabhängiger Arbeiten oder Arbeitsprodukte vermittelt. Er ist vermittelt durch
die gesellschaftlichen Produktionsbedingungen, innerhalb deren das Individuum
tätig ist. Die Arbeit des einzelnen also unmittelbar zum
Geld
machen wollen (d.
h. auch sein Produkt), zum
realisierten

Tauschwert,
heißt,
sie
unmittelbar als
allgemeine
Arbeit bestimmen, d.h. eben die Bedingungen negieren, unter denen sie zu Geld
und Tauschwerten gemacht werden muss und vom Privataustausch abhängt. Die
Forderung kann bloß befriedigt werden unter Bedingungen, worin sie nicht mehr
gestellt werden kann. Die Arbeit auf Grundlage der Tauschwerte setzt eben voraus,
dass weder die Arbeit des einzelnen noch sein Produkt
unmittelbar
allgemein
ist; dass es diese Form erst durch eine
gegenständliche
Vermittlung
erlangt, durch ein von ihm verschiedenes
Geld.

Gemeinschaftliche Produktion
vorausgesetzt, bleibt die Zeitbestimmung natürlich wesentlich. Je weniger Zeit
die Gesellschaft bedarf, um Weizen, Vieh etc. zu produzieren, desto mehr Zeit
gewinnt sie zu anderer Produktion, materieller oder geistiger. Wie bei einem
einzelnen Individuum hängt die Allseitigkeit ihrer Entwicklung, ihres Genusses
und ihrer Tätigkeit von Zeitersparung ab. Ökonomie der Zeit, darin löst sich
schließlich alle Ökonomie auf. Ebenso muss die Gesellschaft ihre Zeit
zweckmäßig einteilen, um eine ihren Gesamtbedürfnissen gemäße Produktion zu
erzielen; wie der einzelne seine Zeit richtig einteilen muss, um sich
Kenntnisse in angemessenen Proportionen zu erwerben oder um den verschiedenen
Anforderungen an seine Tätigkeit Genüge zu leisten. Ökonomie der Zeit sowohl
wie planmäßige Verteilung der Arbeitszeit auf die verschiedenen Zweige der
Produktion bleibt also erstes ökonomisches Gesetz auf Grundlage der
gemeinschaftlichen Produktion. Es wird sogar in viel höherem Grade Gesetz. Dies
ist jedoch wesentlich | verschieden vom Messen der Tauschwerte (Arbeiten
oder Arbeitsprodukte) durch die Arbeitszeit. Die Arbeiten der einzelnen in
demselben
Arbeitszweig
und
die verschiedenen Arten der Arbeit sind nicht nur
quantitativ,
sondern
qualitativ
verschieden.
Was setzt der nur
quantitative
Unterschied
von Dingen voraus? Die Dieselbigkeit ihrer
Qualität.
Also das quantitative Messen der
Arbeiten die Ebenbürtigkeit, die Dieselbigkeit ihrer
Qualität.

(Strabo,
über XI. Von den Albanoi auf dem
Kaukasus:

„Auch die Menschen zeichnen
sich durch Schönheit und hohen Wuchs aus; sie sind schlicht und keine
Krämerseelen; denn gewöhnlich benutzen sie keine Münzen und sie kennen auch
keine größere Zahl als hundert; vielmehr vollziehen sie den Austausch mit
Naturalien.“ Es heißt daselbst weiter: „Unbekannt sind sie auch mit genauen
Maßen und Gewichten.“)

Das Geld, früher als
Maß
erscheinend (wofür
z.B. bei Homer Ochsen), denn als
Tauschmittel,
weil im Tauschhandel jede
Ware selbst noch ihr Tauschmittel ist. Sie kann aber nicht ihr Maß oder eigener
Vergleichungsstandard sein.

1
In
der Handschrift: sind

2
In
der Handschrift: aus

3
ohne
Rest aufgehenden

4
Gold-
und Silberabflüssen

5
zunächst

6
Bereits
in seinem zusammenfassenden und kommentierten Exzerptheft der zweiten
Verarbeitungsstufe des Materials „Das vollendete Geldsystem“, London 1851, hat
Marx auf S. 19 im Zusammenhang mit zwei Stellen aus Petty (siehe
vorl. Band, S. 158) formuliert: „Das Geld ist die unvergängliche Ware; alle
Waren sind nur vergängliches Geld.“

7
In
der Handschrift: bestimmt

8
Anspielung
auf Proudhons These „Les theóries économiques n’en ont pas moins leur
succession logique
et
leur sé
rie dans l’entendement
[Die
ökonomischen Theorien haben nicht minder ihre
logische Abfolge
und ihre
Gliederung in der Vernunft
]“
in dessen Schrift „Système des contradictions économiques …“, t.1, Paris
1846, p. 146.

9
proportionale
Produktion

10
Diesen Ausdruck verwandte John Gray häufig in seinem
Buch „Lectures on the nature and use of money“, Edinburgh 1848, p.67, 108, 123
und 142-148.

11
irgendeine Bank

12
ihren Gegenwert

13
Marx resümiert hier Gedanken
John Lockes aus dessen Arbeit „Further considerations concerning
raising the value of money“ von 1695. (Siehe „The works of John Locke“, 7. ed„
vol. 2, London 1768, p.92.)

14
in der allgemeinen Öffentlichkeit

15
Bankkonten

16
Amt

17
Adam Smith, „An inquiry …“ vol. 1, London 1835, p.
130. (Siehe auch Band 26.1 unserer Ausgabe, S.48-49.)

18
bellum omnium contra omnes
(Krieg aller gegen alle) – aus dem
Traktat „De cive“ des englischen Philosophen Thomas Hobbes (siehe
Thomas Hobbes, „Opera philosophica“, vol. I, Amstelodami 1668, p.7).

19
Diese Angabe bezieht sich auf ein unbekanntes
Manuskript von Marx.

20
Diese „Bemerkungen“ sind nicht überliefert.

21
das Ergebnis der Assoziation

22
in der Handschrift: zu dem

23
In der Handschrift: teilt

24
ausgewachsene Individuen

25
Wie ist das?

26
Anspielung auf John Bellers „Essays about
the poor, manufactures, trade ...“, London 1699, p. 13, und
auf Aristoteles’ „Ethica Nicomachea“, V, 8, 1133b 11/12.

27
Johann Georg Büsch, „Abhandlung von dem Geldumlauf
..T. 1, 2. Aufl., Hamburg und Kiel 1800, S. 298/299.

28
In der Handschrift: erscheint

29
bitte sehr

30
In der Handschrift: Produkt

31
in der Handschrift: ist kein Produkt

32
494 v. u. Z. zogen die Plebejer aus Rom aus und
forderten politische Gleichberechtigung. Nach der Sage gelang es dem Patrizier
Menenius Agrippa, durch die Fabel vom Magen und den Gliedern – als die Glieder
dem angeblich faulen Magen die Nahrung verweigerten, magerten sie selbst ab –
sie zur Rückkehr zu bewegen.

33
In der Handschrift: in ein Drittes

34
William Shakespeare, „Timon von Athen“, IV. Akt, 3.
Szene.

35

sacra
auri fames (auri sacra fames)
(der verfluchte Hunger nach
Gold) – Zitat aus Virgils „Aeneis“, 3, 57.

36
selbstverständlich

37
vorzugsweise

38
Essware

39
Handelsware

40
in der Handschrift: einschließt

41
in der Handschrift: zurücktreten

42
,In der Handschrift: dessen

43
Adam Smith, „Recherches sur la nature et les causes
de la richesse des nations“, t. 1, Paris 1802, p. 60.

44
Adam Smith, „Recherches …“, t.1, p.47.

45
In seiner Arbeit „An inquiry into the principles of
political oeconomy“, vol. 1, Dublin 1770, p. 88, unterscheidet James
Steuart zwischen Landwirtschaft als Warenwirtschaft und zur Herstellung der
unmittelbaren Subsistenzmittel des jeweiligen kleinen Landwirts und seiner
Familie.

46
Nebenbei

47
Fall

48
In seiner Arbeit „An inquiry into the principles of
political oeconomy“, vol. 1, Dublin 1770, p. 88, unterscheidet James
Steuart zwischen Landwirtschaft als Warenwirtschaft und zur Herstellung der
unmittelbaren Subsistenzmittel des jeweiligen kleinen Landwirts und seiner
Familie.

49
ewigen

50
Dureau de La Malle, „Économie politique des
Romains“, t.1, Paris 1840, p. 48/49. Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XIV von 1851.


[Die edlen Metalle als Träger des Geldverhältnisses]

2.
Soviel geht aus dem bisher
Entwickelten hervor: Ein besonderes Produkt
(Ware)
(Material) muss das Subjekt des
Geldes werden, das als Eigenschaft jeden Tauschwerts existiert. Das Subjekt,
worin dies Symbol dargestellt wird, ist kein gleichgültiges, da die Ansprüche
an das Darstellende enthalten sind in den Bedingungen – Begriffsbestimmungen,
bestimmten Verhältnissen des Darzustellenden. Die Untersuchung über die edlen
Metalle als die Subjekte des Geldverhältnisses, die Inkarnationen desselben,
liegt also keineswegs, wie Proudhon glaubt, außerhalb des Bereichs der
politischen Ökonomie, sowenig, wie die physische Beschaffenheit der Farben und
des Marmors außerhalb des Bereichs der Malerei und Skulptur liegt. Die
Eigenschaften, die die Ware als Tauschwert hat und womit ihre natürlichen
Qualitäten nicht adäquat sind, drücken die Ansprüche aus, die an die Waren zu
machen, die κατ' ἐξοχήν

1
das Material des Geldes sind. Diese Ansprüche
auf der Stufe, von der wir bis jetzt allein sprechen können, am vollständigsten
realisiert in den edlen Metallen. Die Metalle an sich als
Produktionsinstrumente [haben] Vorzug vor den übrigen Waren und von den
Metallen das, welches in seiner physischen Vollheit und Reinheit am ersten
gefunden wird – Gold; dann Kupfer, dann Silber und Eisen. Die edlen Metalle
realisieren wieder im Vorzug vor den anderen das
Metall,
wie Hegel sagen
würde.

The precious metals
uniform in their physical qualities, so that equal quantities of it should be
so far identical as to present no ground for prefering the one for the other.

2
Gilt z. B. nicht von
equal numbers of cattle and equal
quantities of grain

3
.

a) Gold und Silber im Verhältnis zu den
anderen Metallen

Die unedlen Metalle oxydieren
an der Luft; die edlen (Quecksilber, Silber, Gold, Platin) sind an der Luft
unveränderlich.

Aurum
(Au). Dichte = 19,5; Schmelzpunkt:
1200 °C. „Das gleißende Gold

ist das prachtvollste aller
Metalle und daher schon von den Alten die Sonne oder der König der Metalle
genannt worden. Ziemlich verbreitet, niemals in großen Massen, und ist daher
auch kostbarer als die übrigen Metalle. In der Regel trifft man es gediegen,
teils in größeren Stücken, teils in kleinen Körnchen in anderem Gestein
eingesprengt. Aus der Verwitterung dieses entsteht der goldhaltige Sand, den
viele Flüsse führen und aus welchem das Gold wegen seiner großen Dichte
ausgewaschen werden kann. Außerordentliche Dehnbarkeit des Goldes: ein Gran
auszuziehen bis zu 500 Fuß langem Draht, und zu Blättchen zu schlagen, deren
Dicke kaum 1/200000 [Zoll]. Gold wird von keiner einzigen Säure
angegriffen, nur von freiem Chlor aufgelöst (
Königswasser
,
ein Gemenge von Salpetersäure und Salzsäure). Vergolden.“

4

Argentum
(Ag). Dichte = 10. Schmelzpunkt =
1000 °C. Heller Blick; das freundlichste aller Metalle; sehr weiß und dehnbar;
lässt sich zu schönen Arbeiten treiben und in dünne Fäden ziehen. Das Silber
findet sich gediegen; sehr häufig mit Blei legiert in sübemen Bleierzen.

Bisher
chemische
Eigenschaften
des Goldes und Silbers. (Die Teilbarkeit und Wiederzusammensetzbarkeit,
Gleichmäßigkeit des reinen Goldes und Silbers etc. bekannt.)
Mineralogische:

Gold.
Es ist gewiss merkwürdig, dass die
Metalle, je edler sie sind, um so mehr vereinzelt und von den gewöhnlich
vorkommenden Körpern getrennt erscheinen, höhere Naturen von gemeinen entfernt.
So finden wir Gold in der Regel gediegen, kristallinisch in verschiedenen
Formen des Würfels oder in den mannigfaltigsten Formen: unregelmäßige Stücke
und Körner, Sand und Staub, als welcher es in vielen Felsarten, z. B. dem
Granit, eingesprengt und durch deren Zertrümmerung im Sande der | Flüsse
und im Gerölle des aufgeschwemmten Bodens angetroffen wird. Da in diesem
Zustand die Dichte des Goldes bis 19,4 geht, so können selbst jene feinen
Goldteilchen gewonnen werden, wenn man den goldführenden Sand mit Wasser
aufrührt. Aus diesem setzt sich zunächst das spezifisch schwerere Metall nieder
und wird also, wie man sagt, ausgewaschen. Am häufigsten ist noch dem Gold
Silber beigesellt, und man trifft natürliche Legierungen beider Metalle, die
0,16 bis 38,7 Prozent Silber enthalten; was natürlich Unterschiede in Farbe und
Dichte zur Folge hat.

Silber.
In ziemlicher Mannigfaltigkeit
seiner Minerale, erscheint als eins der häufigeren Metalle, sowohl gediegen als
mit anderen Metallen legiert oder mit Arsen und Schwefel verbunden.
(Chlorsilber, Bromsilber, kohlensaures Silberoxyd, Wismutsilbererz, Sternbergit,
Polybasit etc.)

Die haupt
chemischen
Eigenschaften
sind:
aller edlen
Metalle:
Nichtoxydierbarkeit an der Luft; des Goldes (und
Platins): Nichtauflösbarkeit in

Säuren, sondern des ersteren
nur im Chlor

5
. Das
Nichtoxydieren an der Luft erhält sie rein, frei von Rost; sie stellen sich
dar, als was sie sind. Widerstehen der Auflösung durch das Oxygen –
Unvergänglichkeit
(so
sehr gepriesen von den alten Gold- und Silberschwärmern).

Physikalische
Eigenschaften: Spezifische Schwere,
d.h.
viel Gewicht in geringem Raum; für das Zirkulationsinstrument so besonders
wichtig. Gold 19,5; Silber 10.
Farbenglanz.
Glanz
des Goldes, Weiße des Silbers, Pracht,
Dehnbarkeit;
daher
zu Schmucksachen und zur Verherrlichung der übrigen Gegenstände so dienstbar.
Die
weiße
Farbe
des Silbers (die alle Lichtstrahlen in ihrer ursprünglichen Mischung
zurückwirft); Rotgelbe des Goldes (die alle farbigen Lichtstrahlen des auf es
fallenden gemischten Lichtes vernichtet und nur das Rot zurückwirft).
Schwere Schmelzbarkeit.

Geognostische
Eigenschaften:
Das
Vorkommen (besonders beim Gold) im
gediegenen
Zustand,
getrennt von den anderen Körpern; vereinzelt, individualisiert. Individuelles,
gegen das Elementarische, selbständiges Auftreten.

Von den beiden anderen edlen
Metallen: 1.
Platin
nicht
die Farbe: Grau in Grau (Russe der Metalle); zu selten; den Alten unbekannt;
erst nach der Entdeckung von Amerika bekannt geworden; im 19. Jahrhundert auch
im Ural entdeckt; nur von Chlor angegriffen; immer gediegen; spezifische
Schwere = 21; in den stärksten Feuergraden unschmelzbar; mehr
wissenschaftlichen Wert. 2.
Quecksilber:
stellt
sich flüssig dar; verdampfbar; die Dämpfe giftig: eingehbar in flüssige Gemenge
(Amalgame). (Dichte = 13,5, Siedepunkt = 360 °C.) Also weder Platin noch
weniger Quecksilber passt zu Geld.

Eine der
geognostischen
Eigenschaften
allen edlen Metallen gemein:
Seltenheit.
Seltenheit
nun insofern (abgesehen von Nachfrage und Zufuhr) Element des Werts, als das an
und für sich Nicht-Seltene, Negation der Seltenheit, das Elementarische, keinen
Wert hat, weil es nicht als Resultat der Produktion erscheint. In der ursprünglichen
Bestimmung des Werts das von der bewussten und gewollten Produktion meist
Unabhängige das Wertvollste, Nachfrage vorausgesetzt. Kieselsteine haben keinen
Wert, relativement parlant

6
,
weil sie sich
ohne
Produktion
(bestehe diese auch nur im Suchen) vorfinden. Damit
etwas den Gegenstand des Austauschs bilde, Tauschwert habe, muss nicht jeder es
ohne Vermittlung des Austauschs haben können; muss es nicht in solcher
elementarischen Form erscheinen, als Gemeingut zu sein. Die Seltenheit insofern
Element des Tauschwerts und daher diese Eigenschaft der edlen Metalle, auch vom
nähern Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr abgesehen, wichtig.

Wenn überhaupt der Vorzug der Metalle
als Produktionsinstrumente betrachtet, so kommt dem Golde zugute, dass es au
fond

7
das
erst entdeckte Metall qua Metall ist.
Und
zwar aus doppeltem Grund.
Erstens,
weil
es von allen am meisten metallisch, als distinktes und distinguierbares Metall
in der Natur auftritt;
zweitens,
weil
in seiner Präparation die Natur das Werk der Kunst übernommen und für seine
erste Auffindung nur rough labour

8
, weder Wissenschaft noch entwickelte
Produktionsinstrumente erforderlich.

„Gewiss ist, dass dem Gold der
Platz
des am frühesten
bekannten Metalls
zukommt, und in den ersten authentischen
Berichten über den Fortschritt der Menschheit ist es schon als Maßstab für die
Stellung des Menschen indiziert“ [
„Lectures on Gold for the instruction of emigrants about to
proceed to Australia.“ Delivered at the Museum of Practical Geology. London.
1852. p. 172.]

(weil als
Überfluss,
in welcher
Form der Reichtum zuerst erscheint. Die erste Form des Wertes ist der
Gebrauchswert,
das
Alltägliche, was die Beziehung des Individuums zur Natur ausdrückt; die zweite
der
Tauschwert
neben
dem Gebrauchswert, sein Gebieten über die Gebrauchswerte anderer, seine soziale
Beziehung: selbst ursprünglich wieder Wert des sonntäglichen, über die
unmittelbare Notdurft gehenden Gebrauchs).

Sehr zeitige Entdeckung des Goldes durch
den Menschen:

„Gold unterscheidet sich, von
sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, auffällig von den übrigen Metallen durch die
Tatsache, dass es in der Natur in seinem metallischen Zustand gefunden wird.
Eisen und Kupfer, Zinn, Blei und Silber werden gewöhnlich in chemischen
Verbindungen mit Sauerstoff, Schwefel, Arsen oder Kohlenstoff entdeckt; und die
wenigen außergewöhnlichen Vorkommen dieser Metalle in verbindungslosem oder –
wie man das früher nannte – jungfräulichem Zustand sind eher als mineralogische
Kuriositäten denn als alltägliche Erscheinungen zu bezeichnen. Gold jedoch wird
immer gediegen bzw. metallisch gefunden... Als metallische Masse, seltsam durch
seine gelbe Farbe, musste es daher das Auge des ungebildeten Menschen auf sich
ziehen. Die anderen, vermutlich auch auf seinem Pfade liegenden Substanzen
dagegen, konnten seinem noch kaum geweckten Beobachtungsvermögen keine
anziehenden Eigentümlichkeiten bieten. Außerdem wird Gold, da es sich in den
Felsen bildet, die dem Einfluss der Atmosphäre am meisten ausgesetzt sind,
im
Schutt
der
Berge gefunden. Die zersetzenden Einflüsse der Atmosphäre, der
Temperaturveränderungen, der Arbeit des Wassers und besonders die Einwirkungen
des Eisens brechen beständig Felsstücke los. Sie werden von den Fluten in die
Täler getragen und von der ständigen Arbeit des fließenden Wassers zu Kieseln
geformt. Darunter werden Geröll und Teilchen aus Gold entdeckt. Die Hitze der
Sommer ließ das Wasser verdunsten und verwandelte die von Stromrinnen und
Läufen winterlicher Regengüsse gegrabenen Täler in Wanderpfade der

nomadisierenden Menschen; und hier dürfen wir die frühzeitige Entdeckung des
Goldes annehmen.“ [p. 171-172.]

„Gold kommt am häufigsten rein
oder doch auf alle Fälle so nahezu rein vor, dass sein metallischer Charakter
sofort erkennbar ist, sowohl in Flüssen als in Quarzadern.“ [p.8]

„Das spezifische Gewicht des
Quarzes und fast aller übrigen schweren, dichten Gesteine liegt bei etwa 2
1/2, während das spezifische Gewicht des Goldes 18 oder 19 beträgt. Gold ist
daher ungefähr siebenmal so schwer wie irgendeine Fels- oder Gesteinsart, mit
der zusammen es wahrscheinlich vorkommen dürfte. Strömendes Wasser, kraftvoll
genug, um Sand oder Kiesel aus Quarz oder irgendeinem anderen Gestein
wegzutragen, dürfte demnach nicht in der Lage sein, die mit ihnen vermischten
Goldpartikel fortzubewegen. Bewegtes Wasser tat also für die goldhaltigen
Felsen ehedem gerade das, was heute der Bergarbeiter zu erledigen hätte,
nämlich die Bruchstücke zerschlagen, die leichteren Teilchen aussondern und das
Gold zurücklassen. Flüsse sind tatsächlich große natürliche
Schwingtröge,
da sie
alle leichteren und feineren Teilchen sofort wegschwemmen, während die
schwereren entweder an natürlichen Hindernissen hängenbleiben oder
zurückgelassen werden, wo Kraft oder Geschwindigkeit der Strömung nachlassen.“
(Sieh
Gold
(Lectures
on). London 1852.) (p. 12 und 13.)

„Aus Tradition und früher
Geschichte lässt sich schließen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach die
Entdeckung des Goldes im Sand und Kies
der Wasserläufe der erste Schritt des Kennenlernens der Metalle gewesen sein
dürfte,
und in fast allen, vielleicht in allen Ländern
Europas, Afrikas und Asiens wurden schon sehr zeitig größere oder kleinere
Goldmengen mit einfachen Verrichtungen aus goldhaltigen Ablagerungen
ausgewaschen. Gelegentlich war die Ausbeute der Goldströme groß genug, um eine
Welle der Erregung hervorzurufen, die eine Zeitlang einen Landstrich in
Bewegung brachte, aber wieder beschwichtigt wurde. Im Jahre 760 zogen die Armen
in großer Zahl aus, um südlich von Prag Gold aus dem Flusssand auszuwaschen,
und drei Männer waren in der Lage, am Tag eine Mark (½Pfund) Gold zu
extrahieren; und so groß war der darauffolgende Zustrom zu den Goldfeldern,
dass im Jahr danach eine Hungersnot das Land heimsuchte. Wir lesen mehrfach von
der Wiederkehr ähnlicher Ereignisse während der nächsten Jahrhunderte, obwohl hier
wie andernorts der Oberfläche verstreuter Reichtum aufhörte, die Allgemeinheit
anzuziehen, zugunsten regelrechten und systematischen Bergbaus.“ [p. 93-95.]

„Gold wird in zwei Arten von
Ablagerungen gefunden, in
Gängen
bzw.
Adern,
die den
kompakten Felsen mehr oder weniger senkrecht zum Horizont durchschneiden, und
als
Sedimentablagerungen
bzw.
,Seifen',
in denen das
Gold mit Kies, Sand oder Lehm vermischt, von der mechanischen Arbeit des
Wassers auf der Oberfläche der Felsen abgelagert wurde, die bis zu unbekannter
Tiefe von den Gängen durchsetzt sind. Die Kunst des Bergbaues ist ganz
besonders auf die erste Art gerichtet, zur letzteren gehören die einfachen Verrichtungen
des
Schürfens.
Goldbergbau
im eigentlichen Sinne ist, wie jeder andere Bergbau, eine Kunst, die ||3l|
Anwendung von Kapital erfordert und eine Geschicklichkeit, wie sie nur durch
jahrelange Erfahrung zu erwerben ist. Es gibt keine, von zivilisierten Menschen
ausgeübte Kunst, die zur vollen Entfaltung die Anwendung

so
vieler Wissenschaften und paralleler Fertigkeiten erfordert. Aber so wichtig
sie für den Bergarbeiter sind, für den Goldwäscher oder Goldschürfer, der
hauptsächlich der Stärke seines Armes oder der Spannkraft seiner Gesundheit
vertrauen muss, ist kaum eine vonnöten. Die Apparatur, die er benutzt, muss
notwendigerweise einfach sein, damit sie von einem Platz zum anderen
transportiert werden kann, leicht zu reparieren ist, wenn beschädigt, und keine
jener Feinheiten in der Handhabung erfordert, die Zeitverlust verursachen, wenn
er kleine Mengen erlangen will.“ [p. 95-97.]

„Unterschied zwischen den
Sedimentablagerungen von Gold, für die heutzutage am besten die in Sibirien,
Kalifornien und Australien als Beispiele dienen können, und den feinen Sanden,
die alljährlich von Flüssen zu Tal gespült werden, wobei man findet, dass
einige auch ausbeutungswürdige Goldmengen enthalten. Die letzteren werden
selbstverständlich buchstäblich an der Oberfläche gefunden, die ersteren können
unter einer 1 bis 70 Fuß starken Schicht angetroffen werden, die aus Erdreich,
Torf, Sand, Kies usw. besteht. Die Abbaumethoden müssen in beiden Fällen im
Prinzip gleich sein.“ [p. 97.]

„Für den Goldschürfer hat die
Natur die fündigsten, prächtigsten und reichsten Teile der Gänge
heruntergerissen und die Materialien so zerrieben und ausgewaschen, dass die
schwerste Arbeit für ihn bereits erledigt wurde; während der Bergarbeiter, der
die dürftigeren, aber beständigeren, in die Tiefe führenden Gänge in Angriff
nimmt, alle Mittel subtilster Kunstfertigkeit zu Hilfe nehmen muss.“ [p.98.]

„Gold ist mit Recht wegen verschiedenster,
physikalischer und chemischer Eigenschaften als das Edelste der Metalle
betrachtet worden. Es ist an der Luft unveränderlich und rostet nicht. (Die
Unvergänglichkeit grade der Widerstand gegen das Oxygen der Atmosphäre.) Von
leuchtender rötlich-gelber Farbe, wenn im gediegenen Zustand, und sehr dicht.
In hohem Grade hämmerbar. Erfordert starke Hitze zum Schmelzen. Spezifisches
Gewicht.“ [p. 72-73.]

Also 3 Arten seiner Produktion:
1. Im Flusssand. Einfaches Finden auf der Oberfläche.
Waschen.
2. In den
aufgeschwemmten beds

9
.
Digging

10
.
3.
Mining

11
.
Seine Produktion erheischt
also keine Entwicklung der Produktivkräfte. Natur tut das meiste Werk dabei.

(Die
Wurzeln
der Worte für
Gold, Silber etc. (sieh
Grimm);
hier
liegen lauter allgemeine, auf die Wörter bald zu übertragende Begriffe
des
Glanzes,
der
Farbe
nah. Silber weiß,
Gold gelb; Erz und Gold, Erz und Eisen wechseln ihre Namen. Bei den Deutschen
Bronze früher im Gebrauch wie Eisen. Unmittelbare Verwandtschaft zwischen aes

12
und aurum

13
.)

Kupfer (
Erz, Bronze:
Zinn und
Kupfer) und Gold vor Silber und Eisen gebraucht.

„Gold lang vor Silber
angewandt, weil es sich rein und nur ein wenig mit Silber alliiert vorfindet;
erhalten durch einfache Wäsche. Das Silber existiert im Allgemeinen in Gängen,
eingeschlossen in den härtesten Felsen urzeitlicher Formationen; es erfordert

für den Abbau komplizierte Maschinen und Arbeitsmethoden. In Südamerika wird
das Gold aus Gängen nicht exploitiert, sondern das als Staub und als Körner in
den alluvialen Formationen verteilte Gold. Ebenso zur Zeit des Herodot. Die
ältesten Monumente von Griechenland, Asien, Nordeuropa und der neuen Welt
beweisen, dass Gebrauch des Goldes als Geräte und Schmuckstücke möglich mit
halb barbarischem Zustand; und Verwendung des Silbers zum selben Gebrauch zeigt
an allein aus sich heraus einen genügend fortgeschrittenen gesellschaftlichen
Zustand.“ Vgl. Dureau de la Malle, Heft. (l.)

14

Kupfer als Hauptinstrument des
Kriegs und Friedens, (ibid.2.) (als
Geld
in
Italien ibid.)

b) Schwankungen des Wertverhältnisses
zwischen den verschiedenen Metallen

Wenn überhaupt der Gebrauch der
Metalle als Körper des Geldes, ihr relativer Gebrauch untereinander, früheres
oder späteres Erscheinen, zugleich die
Schwankungen
in ihrem relativen Wert
zu betrachten.
(Letronne, Böckh, Jacob.) (Soweit diese Frage zusammenhängt mit der
Masse überhaupt der zirkulierenden Metalle und ihrem Verhältnis zu den Preisen,
später zu betrachten, als historischer Anhang zum Kapitel über das Verhältnis
des Geldes zu den Preisen.)

„Der beständige Wechsel
zwischen Gold, Silber, Kupfer in verschiedenen Epochen musste zunächst abhängen
von der Natur der Vorkommen dieser drei Metalle und von dem mehr oder weniger
reinen Zustand, in dem sie gefunden wurden. Dann politische Veränderungen, wie
die Invasion Asiens und eines Teils von Afrika durch die Perser und Mazedonier,
später die Eroberung des Teils dreier Kontinente durch die Römer (der römische
Erdkreis usw.).“ [Dureau de la Malle, p. 63/64.]

Also abhängig von dem relativen
Zustand der Reinheit, worin sie sich finden, und ihrer Lagerung.

Das Wertverhältnis zwischen den
verschiedenen Metallen kann ohne Rücksicht auf Preise bestimmt werden – durch
das einfache
quantitative
Verhältnis,
worin sie sich gegeneinander austauschen. In dieser Form können wir überhaupt
verfahren, wenn wir nur wenige Waren | miteinander vergleichen, die
gleichnamiges Maß haben; z. B. soviel Quarter Roggen, Gerste, Hafer für soviel
Quarter Weizen. Im Tauschhandel, wo überhaupt noch wenig ausgetauscht wird und
noch wenig Waren in den Verkehr kommen, diese Methode angewandt, und daher kein
Geld noch nötig.

Bei den den Sabäern
benachbarten
Arabern
nach Strabo das
or natif so

abondant

15
, dass 10 Pfd. Gold gegeben für 1 Pfd. Eisen und
2 Pfd. für 1 Pfd. Silber. Goldreichtum der terrains de

16
Bactriane (Bactara etc., kurz Turkestan)
und des Teils von Asien situated

17
zwischen dem Paropamisus (Hindoo-kûsh) und
dem Imaus (Mustag-Mountains), also dem Desertum arenosum auro abundans (Desert
of Cobi)

18
: Nach
Dureau de la Malle daher wahrscheinlich,

„dass vom 15.-16. Jahrhundert
vor Christi das Verhältnis von Gold zu Silber = 1:6 oder wie 1:8, ein
Verhältnis, das in China und Japan bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts
bestanden hat; 1:13 fixiert es Herodot für Persien unter Darius Hystaspes. Nach
dem Gesetz des Manou, geschrieben zwischen 1300 und 600 vor Ch., das Gold
zum Silber = 1:272. Die Silberbergwerke befanden sich tatsächlich kaum anderswo
als in den Urgebirgen, vor allem in Gangformationen als Ablagerungen und in
einigen Schichten der Sekundärformationen. Anstelle alluvialer Sande sind die
Ganggesteine des Silbers für gewöhnlich die kompaktesten und härtesten
Gesteine, solche wie der Quarz usw. Dieses Metall ist in den kalten Gebieten,
sei es infolge ihrer geographischen Breite, sei es wegen der absoluten Höhe,
viel üblicher als das Gold, das im allgemeinen die warmen Länder vorzieht. Im
Gegensatz zum Gold trifft man nur sehr selten auf Silber in reinem Zustand usw.
(meist mit Arsen oder Schwefel verbunden) (muriatic salzsauer, nitric salpeter).
Was die Quantität der Verbreitung der beiden Metalle angeht (vor der Entdeckung
von Australien und Kalifornien): Humboldt, 1811, schätzt das Verhältnis von
Gold zu Silber in Amerika = 1:46, in Europa (das asiatische Russland
einbegriffen) = 1:40. Die Mineralogen der Akademie der Naturwissenschaften
heutzutage (1842) = 52:1, dennoch Pfund Gold nur 15 Pfund Silber wert; also
Wertverhältnis 1:15.“ [p. 54-56.]

Kupfer.
Dichte = 8,9. Schöne morgenrote
Farbe; ziemliche Härte; erfordert sehr hohe Temperatur zum Schmelzen. Nicht
selten in gediegenem Zustand gefunden; häufig mit Oxygen oder Schwefel
verbunden.

„Es hat als Lagerstätten die
ursprünglichen alten Erdformationen. Findet sich aber auch oft, mehr als die
anderen Minerale, an der Oberfläche der Erde, sei es in geringen Tiefen zum
Klumpen reinen Metalls zusammengeballt, die manchmal beträchtliches Gewicht
haben. Verwendet vor dem Eisen in Krieg und Frieden.“ [p. 56.]

(Gold verhält sich als
Geldmaterial zu Silber wie Kupfer als Arbeitsinstrument zu Eisen in der
geschichtlichen Entwicklung.)

„In großer Masse in Zirkulation
in dem den Römern unterworfenen Italien vom 1. bis 5. Jahrhundert. Man kann von
vornherein den Grad der Zivilisation eines Volkes bestimmen, wenn man lediglich
Kenntnis hat von der Art des Metalls, Gold, Kupfer, Silber oder Eisen, das es
für seine Waffen, seine Werkzeuge oder seinen Schmuck verwendet.“
„Hesiod
in seinem
Gedicht über die Agrikultur:,Ehern war ihr Gerät; noch gab es kein
schwärzliches Eisen.' [Hesiod, „Opera et dies“, I, 151.]“

„
Lucretius:
,Früher bekannt war des Erzes
Gebrauch als jener des Eisens.' [Lucretius, „De rerum natura“, V, 1286.] Jacob
[, „An historical inquiry ..p. 35 und 42] zitiert in Nubien und Sibirien uralte
Kupferminen (sieh Dureau 1,58); Herodot sagt, dass die Massageten nur
Bronze, kein Eisen hatten. Eisen, nach den Marmortafeln von Oxford, nicht
gekannt vor 1431 v. Chr. Im
Homer
Eisen
selten; dagegen der Gebrauch von Erzen (Bronze) sehr verbreitet, diese
Legierung von Kupfer, Zink und Zinn, deren sich die griechische und die
römische Gesellschaft so lange, selbst für die Herstellung von Äxten und
Rasiermessern, bediente, [p. 57/58.] Italien, ziemlich reich an gediegenem
Kupfer; es stellte bis 247 v. Ch. auch Kupfergeld her, außer dem einheitlichen
Zahlungsmittel, zumindest das normale Geld, die Währungseinheit in
Mittelitalien. Die griechischen Kolonien im südlichen Italien erhielten von
Griechenland und Asien direkt oder durch Tyrus und Karthago das Silber, woraus
sie Geld machten seit dem 5. und 6. Jahrhundert. Die Römer, scheint es, besaßen
Silbergeld vor der Verjagung der Könige, aber, sagt Plinius [,
„Historia naturalis“, III., 24], ,es ist dies untersagt nach einem alten
Beschluss des Senats, welcher die Schonung Italiens (d. h. seiner Silberminen)
befahl.' Sie fürchten die Folge eines bequemen Zirkulationsmittels – Luxus,
Anwachs der Sklaven, Akkumulation, Konzentration des Grundeigentums.“ [p.
64-66.]

Auch bei den Etruskern Kupfer
früher als Gold für Geld.

Es ist falsch, wenn Garnier

19
sagt (sieh
Heft III, p.22

20
):

„Im Mineralreich natürlich
gesucht und gewählt das für die Akkumulation bestimmte Material.“

Umgekehrt, nachdem das
Metallgeld gefunden war (sei es als eigentliches Geld oder nur noch als
bevorzugtes Tauschmittel per Gewicht), begann die Akkumulation. Über diesen
Punkt in Bezug auf das
Gold
besonders zu sprechen. Reitemeier

21
richtig (sieh Heft III, p. 33):

„Gold, Silber und Kupfer zuerst
bei den alten Völkern zu Hau- und Brechwerkzeugen, trotz ihrer
relativen Schwäche
gebraucht,
früher als Eisen und früher als zum Gebrauch von Geld.“

(Verbesserung der Werkzeuge,
als man dem Kupfer durch Löschen eine Härte zu geben lernte, die dem festen
Gestein Trotz bot. Aus einem sehr gehärteten Kupfer machte man die Meißel und
Hämmer, deren man sich zur Bezwingung des Gesteins bediente. Endlich Eisen
entdeckt.) Jacob

22
sagt:

„Im patriarchalischen Zustande
(sieh Heft IV, p. 3), wo die Metalle, woraus Waffen gemacht, wie 1. Messing und
2. Eisen, selten und ungeheuer teuer, verglichen mit der üblichen Nahrung und
der Kleidung, die damals in Gebrauch waren, obgleich kein geprägtes Geld aus
Edelmetallen bekannt, hatten Gold und Silber dennoch die Fähigkeit erworben,
leichter und bequemer ausgetauscht zu werden gegen andere Metalle als Getreide
und Vieh.“

| „Übrigens ist nichts als eine
einfache Waschanlage nötig, um in den riesigen alluvialen Formationen, zwischen
den Gebirgsketten des Hindukusch und des Himalaja, reines oder fast reines Gold
zu gewinnen. Damals war die Bevölkerung in diesen Gegenden Asiens sehr
zahlreich; und folglich Arbeitskräfte sehr billig. Silber wegen der
Schwierigkeit (technischen) seiner Exploitation relativ teuer. Die
entgegengesetzte Wirkung vollzog sich in Asien und in Griechenland nach dem
Tode Alexanders. Die goldhaltigen Sande erschöpften sich; der Preis der Sklaven
und der Arbeitskräfte stieg; nachdem die Mechanik und die Geometrie von Euklid
bis Archimedes ungeheure Fortschritte gemacht hatte, konnte man mit Profit die
reichen Gänge der Silberminen Asiens, Thrakiens und Spaniens ausbeuten, und da
das Silber 52mal so reichlich vorhanden war als das Gold, musste sich das
Verhältnis der Werte der beiden Metalle zueinander verändern, und das Pfund
Gold, das zur Zeit des Xenophon, 350 v. Chr., gegen 10 Pfund Silber ausgetauscht
wurde, war im Jahre 422 n. Chr. 18 Pfund des letzteren Metalls wert.“ [Dureau
de la Malle, p. 62/63.]

Also von 1:10 gestiegen auf
1:18.

Ende des
5. Jahrhunderts n. Ch.
ungemein
verminderte Masse der Barschaften, Stocken des Bergbaus. Im Mittelalter bis
Ende des 15. Jahrhunderts verhältnismäßig bedeutender Teil des Geldes in
Goldmünzen. (Die Verminderung warf sich besonders auf das früher meist
zirkulierende Silber.) Verhältnis im 15. Jahrhundert = 1:10, im 18. Jahrhundert
=1:14 auf dem Kontinent; in England = 1:15. Im neuem Asien Silber mehr als Ware
im Handel; besonders in China, wo Kupfergeld (Teilen, Komposition von Kupfer,
Zink, Blei) Landesmünze; in China Gold (und Silber) dem Gewicht nach als Ware
für die Bilanz des auswärtigen Handels.

23

Große Schwankungen in Rom
zwischen Kupfer- und Silberwert (in den Münzen). Bis auf Servius für den
Austausch das metal en lingots

24
:
aes
rude

25
.
Die
Geldeinheit das As von Kupfer = 1 Pfund Kupfer. Zur Zeit des Servius Silber zu
Kupfer = 279:1; bis zum Anfang des punischen Kriegs = 400: 1

26
; zur Zeit des
ersten punischen Kriegs = 140:1; zweiten punischen Kriegs = 112
:
1
.

27

Gold im Anfang in Rom sehr
teuer, während Silber von Karthago (und Spanien); Gold nur in lingots

28
gebraucht bis
547. Gold zum Silber im Handel = 13,71:1, in den monnaies

29
= 17,14: 1

30
;
unter Cäsar = 12:1 (beim Ausbruch des Bürgerkrieges, nach Plünderung
des aerarium

31
durch
Cäsar, nur 8,9:

32
);
unter Honorius und Arcadius (397) fixiert = 14,4:1; unter
Honorius und Theodose Junior (422) = 18:1. Silber zu Kupfer = 100:1; Gold zu
Silber = 18:1. Erste Silbermünze in Rom geschlagen 485 u.c., erste Goldmünze:
547.

Sobald das As, nach dem zweiten
punischen Kriege, auf 1 Unze reduziert, nur noch monnaie d’appoint

33
; le sesterce
(Silber) unite monetaire

34
und
alle großen Zahlungen im argent

35
gemacht. (Im täglichen Verkehr blieb Kupfer
(später Eisen) das Hauptmetall. Unter den Kaisern des Orients und Okzidents der
solidus (aureus), also Gold, das regulierende Geld.)

In der alten Welt also, wenn
der Durchschnitt gezogen wird:

Erstens: Verhältnismäßiger
Höherwert des Silbers über das Gold.
Abgesehen
von einzelnen Erscheinungen (Arabern), wo das Gold wohlfeiler als Silber und
noch wohlfeiler als Eisen, in Asien vom 15. bis 6. Jahrhundert vor Ch. Gold zu
Silber = 6:1 oder 8:1 (letzterer rapport

36
in China und Japan bis Anfang des 19.
Jahrhunderts). Im Code des Manou selbst = 2½ : 1
.
Dies niedrigere Verhältnis entspringend
aus denselben Ursachen, die Gold zuerst als Metall auffinden lassen. Gold
damals hauptsächlich aus Asien und Ägypten. Dieser Periode entspricht in der
italienischen Entwicklung das
Kupfer
als
Geld. Wie überhaupt das Kupfer als Hauptinstrument des Friedens und Kriegs dem
Gold als dem vorherrschenden edlen Metall entspricht. Noch zur Zeit
des Xenophon Gold zu Silber = 10:1.

Zweitens:
Seit dem Tod
des Alexander verhältnismäßiges Steigen des Werts des Goldes zum
Silber mit der Erschöpfung der sables auriferes

37
, Fortschritt in der Technik und Zivilisation;
und so Öffnung der Silberminen; nun Einfluss des quantitativen Mehrvorkommens
von Silber als Gold in der Erde. Besonders aber die Karthaginienser,
Exploitierung von Spanien, die das Verhältnis von Gold und Silber ähnlich
revolutionieren musste, wie die Entdeckung des amerikanischen Silbers Ende des
15. Jahrhunderts. Verhältnis vor Zeit Cäsars = 17:1; später 14:1; endlich seit
422 n. Ch. = 18:1. (Das Fallendes Goldes unter Cäsar aus akzidentellen
Gründen.) Dem Fallen des Silbers im Verhältnis zum Gold entspricht das Eisen
als Hauptproduktionsinstrument in Krieg und Frieden. Wenn in der ersten Periode
Goldzufuhr aus dem Osten, in der zweiten Silberzufuhr aus dem kühleren Westen.

Drittens im Mittelalter:
Wieder das Verhältnis wie zur Zeit
des Xenophon. 10:1. (An manchen Orten = 12:1?)

Viertens nach der
Entdeckung von Amerika:
Wieder
about

38
das
Verhältnis wie zur Zeit des Honorius und Arcadius (397); 14 bis 15:1. Obgleich
seit about Ende 1815-1844 Wachsen der Goldproduktion, trug das Gold Prämien
(z.B. in Frankreich). Es ist wahrscheinlich, dass die Entdeckung von
Kalifornien und Australien

fünftens
wieder das Verhältnis der
römischen Kaiserzeit 18:1 herbeiführen wird, wenn nicht noch größeres. Das
relative Wohlfeilerwerden des Silbers mit dem Fortschritt der edlen
Metallproduktion sowohl in der alten als neuen Zeit von Ost nach West, bis Kalifornien
und Australien dies umdrehen. Im Einzelnen große Schwankungen; wenn aber die
Hauptdifferenzen betrachtet werden, wiederholen sie sich auffallend.

| Bei den Alten das Kupfer
drei- oder viermal so teuer als heute. (Garnier [, p. 253].)

c) Ist nun zu betrachten die
Bezugsquellen von Gold und Silber und Zusammenhang derselben mit der
geschichtlichen Entwicklung.

d)
Das Geld als Münze.
Das
Historische kurz über die Münzen. Herab- und Heraufsetzung etc.

1
vorzugsweise

2
Die
edlen Metalle stimmen in ihren physikalischen Eigenschaften überein, so dass
sie in gleichen Mengen miteinander insoweit identisch sein sollten, keinen
Anlass dafür zu bieten, eines dem anderen vorzuziehen.

3
gleicher
Anzahl von Rindern und gleichen Mengen Getreide

4
Die
von Marx benutzte Quelle konnte nicht ermittelt werden.

5
In
der Handschrift: Chrom

6
relativ
ausgedrückt

7
im
Grunde

8
grobe
Arbeit

9
Schichten

10
Goldmine

11
Bergbau

12
Kupfer

13
Gold

14
Dureau de La Malle, „Économie politique des
Romains“, t.1, Paris 1840, p. 48/49. Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XIV von 1851.

15
gediegene Gold so reichlich

16
Gebiete von

17
gelegen

18
goldreichen Sandwüste (Wüste Gobi)

19
Germain Garnier, „Histoire de la monnaie … 1.1,
Paris 1819, p.7. Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft III von 1850. 114

20
In der Handschrift: 28

21
Johann Friedrich Reitemeier, „Geschichte des
Bergbaues und Hüttenwesens bey den alten Völkern“, Göttingen 1785, S. 14-16 und
32. Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft III von 1850. 114

22
William Jacob, „An historical inquiry into the
production and consumption of the precious metals“, vol. 1, London 1831, p.
142. Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft IV von 1850. 114

23
Siehe Gustav von Gülich, „Die gesammten gewerblichen
Zustände in den bedeutendsten Ländern der Erde“, Bd. 3 („Geschichtliche
Darstellung des Handels, der Gewerbe und des Ackerbaus der bedeutendsten
handeltreibenden Staaten unserer Zeit“, Bd.5), Jena 1845, S. 110/111 und 131.

24
Metall in Barren

25
ungemünztes Kupfergeld

26
in der Handschrift: 1100

27
Die Angaben über das Wertverhältnis der Metalle
entnahm Marx dem Buch von Dureau de La Malle, „économie politique des Romains“,
p. 66-96.

28
Metallbarren

29
Münzen

30
in der Handschrift: 17,4:1

31
der Staatskasse

32
in der Handschrift: 8:1

33
Kleingeld

34
die Sesterze (Silber) Währungseinheit

35
in Silber

36
letzteres Verhältnis

37
goldhaltigen Sande

38
ungefähr


[Der Umlauf des Geldes]

Die
Zirkulation
oder der
Umlauf des Geldes
entspricht
einer entgegengesetzten
Zirkulation
oder Umlauf der Waren.
Die Ware von A geht über in die Hand
von B, während das Geld von B in die Hand von A übergeht etc. Die Zirkulation
des Geldes wie die der Ware geht von unendlich verschiedenen Punkten aus und
kehrt an unendlich verschiedenen Punkten zurück. Der Ausgang von einem Zentrum
nach den verschiedenen Punkten der Peripherie und die Rückkehr von allen
Punkten der Peripherie nach einem Zentrum findet nicht statt bei dem Geldumlauf
auf der Stufe, wo wir ihn hier betrachten, seiner
unmittelbaren,
sondern
erst in der durch das Bankwesen
vermittelten
Zirkulation.
Wohl aber besteht diese erste naturwüchsige Zirkulation aus einer Masse von
Umläufen. Der eigentliche Umlauf beginnt aber erst da, wo das Gold und Silber
aufhört, Ware zu sein; zwischen den Ländern, die edle Metalle ausführen, und
solchen, die sie einführen, findet keine Zirkulation in diesem Sinn statt,
sondern einfacher Austausch, da das Gold und Silber hier nicht als Geld,
sondern als Ware figurieren. Insofern das Geld den Austausch der Waren, d. h
hier ihre Zirkulation, vermittelt, also Tauschmittel ist, ist es
Instrument der Zirkulation,
Zirkulationsrad

1
;
aber insofern es in diesem Prozess selbst zirkuliert wird, umläuft, einer
eigenen Bewegung folgt, hat es selbst eine
Zirkulation, Geldzirkulation, Geldumlauf.
Es
gilt zu finden, wieweit diese Zirkulation durch besondere Gesetze bestimmt ist.
Soviel ist von vornherein klar, dass, wenn das Geld Zirkulationsrad für die
Ware, die Ware ebenso sehr Zirkulationsrad für das Geld ist. Wenn das Geld die
Waren zirkuliert, zirku

lieren die Waren das Geld. Die
Zirkulation der Waren und die Zirkulation des Geldes bedingen sich also
wechselweise.

Bei dem Geldumlauf ist
dreierlei zu betrachten: 1. Die Form der Bewegung selbst; die Linie, die sie
beschreibt (ihr Begriff); 2. Die Quantität des zirkulierenden Geldes; 3. der
Grad der Geschwindigkeit, womit es seine Bewegung vollbringt, zirkuliert. Dies
kann nur geschehen in Beziehung auf die Warenzirkulation. Soviel ist von
vornherein klar, dass die Warenzirkulation Momente besitzt, die durchaus
unabhängig sind von der Geldzirkulation und sie vielmehr entweder direkt
bestimmen oder so, dass dieselben Umstände, die z. B. die Geschwindigkeit der
Warenzirkulation bestimmen, auch die der Geldzirkulation bestimmen. Der
Gesamtcharakter der Produktionsweise wird beides bestimmen und direkter die
Warenzirkulation. Die Masse der Austauschenden (Populationsmenge): ihre
Verteilung in Stadt und Land; die absolute Quantität der Waren, der Produkte
und Produktionsagenten; die relative Masse der in Zirkulation gesetzten Waren;
die Entwicklung der Kommunikations- und Transportmittel, in dem doppelten Sinn,
dass sie sowohl den Kreis der untereinander Austauschenden, in Kontakt
Tretenden bestimmt als die Geschwindigkeit, womit der Rohstoff zum Produzenten
und das Produkt zum Konsumenten gelangt; endlich die Entwicklung der Industrie,
die verschiedene Produktionszweige konzentriert, z. B. Spinnen, Weben, Färben
etc., und so eine Reihe vermittelnder Tauschakte überflüssig macht. Die
Warenzirkulation ist die ursprüngliche Voraussetzung der Geldzirkulation.
Soweit diese wieder die Warenzirkulation bestimmt, ihrerseits zu sehen.

Zunächst ist der
allgemeine Begriff der Zirkulation oder
des Umlaufs
festzusetzen.

Noch zu bemerken, dass, was das
Geld zirkuliert, Tauschwerte und darum
Preise
sind.
Bei der Warenzirkulation ist daher nicht nur ihre Masse, sondern sind ebenso
sehr ihre Preise in Betracht zu ziehen. Eine große Menge Waren zu geringem
Tauschwert, Preis, erheischen zu ihrer Zirkulation offenbar weniger Geld als
eine geringe Masse zu dem doppelten Preis. Also ist eigentlich der Begriff des
Preises
vor
dem
der Zirkulation zu entwickeln. Die Zirkulation ist das Setzen der Preise, die
Bewegung, in der die Waren in Preise verwandelt werden: ihr Realisieren als
Preise. Die doppelte Bestimmung des Geldes als

1.
Maß
oder Element, worin
die Ware als Tauschwert realisiert wird, und seine Bestimmung als 2.
Tauschmittel,
Zirkulationsinstrument,
wirken in ganz verschiedener Richtung. Das Geld zirkuliert nur Waren, die
ideell,
nicht nur im
Kopf des Einzelnen, sondern in der Vorstellung der Gesellschaft (unmittelbar
der Parteien im Prozess des Kaufs und Verkaufs) schon in Geld verwandelt sind.

Diese ideelle Verwandlung in Geld und
die reelle sind keineswegs durch dieselben Gesetze bestimmt. Ihr Verhältnis
zueinander ist zu untersuchen.

a)
[Das Geld als Maß der Werte]

Eine wesentliche Bestimmung der
Zirkulation ist, dass sie Tauschwerte, und zwar als
Preise
bestimmte
Tauschwerte, zirkuliert. Jede Art des Warenaustauschs, z. B. barter

2
, Naturallieferungen,
feudale Dienstleistungen etc., konstituiert daher noch nicht die Zirkulation.
Zur Zirkulation ist vor allem zweierlei nötig:
Erstens
: Die Voraussetzung der Waren als
Preise;
Zweitens:
Nicht
einzelne Austauschakte, sondern ein Umkreis von Austauschen, eine Totalität
derselben, in beständigem Flusse und mehr oder minder auf der ganzen Oberfläche
der Gesellschaft vorgehend; ein System von Tauschakten. | Die Ware ist
bestimmt als Tauschwert. Als Tauschwert ist sie in bestimmtem Verhältnis (im
Verhältnis zu der in ihr enthaltenen Arbeitszeit) Äquivalent für alle anderen
Werte (Waren); sie entspricht aber nicht unmittelbar dieser ihrer Bestimmtheit.
Als Tauschwert ist sie verschieden von sich selbst in ihrem natürlichen Dasein.
Es bedarf einer Vermittlung, um sie als solchen zu setzen. Im Geld tritt ihr
daher der Tauschwert als etwas anderes gegenüber. Die als Geld gesetzte Ware
ist erst die Ware als reiner Tauschwert, oder die Ware als reiner Tauschwert
ist Geld. Aber zugleich existiert jetzt das Geld außerhalb und neben der Ware;
ihr Tauschwert, der Tauschwert aller Waren, hat eine von ihr unabhängige, in
einem eigenen Material, in einer spezifischen Ware verselbständigte Existenz
gewonnen. Der Tauschwert der Ware drückt die Gesamtheit der quantitativen
Verhältnisse aus, in denen alle anderen Waren gegen sie ausgetauscht werden
können, bestimmt durch die ungleichen Quantitäten derselben, die in derselben
Arbeitszeit produziert werden können. Das Geld besteht nun als Tauschwert aller
Waren neben und außerhalb derselben.

Es ist zunächst die allgemeine
Materie, worin sie eingetaucht, vergoldet und versilbert, werden müssen, um
ihre freie Existenz als Tauschwerte zu gewinnen. Sie müssen ins Geld übersetzt,
in ihm ausgedrückt werden. Das Geld wird der allgemeine Nenner der Tauschwerte,
der Waren als Tauschwerte. Der Tauschwert im Geld ausgedrückt, d.h. dem Geld
gleichgesetzt, ist der
Preis.
Nachdem
das Geld als gegen die Tauschwerte Selbständiges gesetzt worden ist, werden die
Tauschwerte nun in der Bestimmtheit des ihnen als Subjekt

gegenüberstehenden Geldes gesetzt. Jeder Tauschwert ist aber ein bestimmtes
Quantum; quantitativ bestimmter Tauschwert. Als solcher ist er = einem
bestimmten Quantum Geld. Diese Bestimmtheit ist dem allgemeinen Gesetz nach
gegeben durch die in dem Tauschwert realisierte Arbeitszeit. Also ein
Tauschwert, der das Produkt say

3
eines Tages ist, drückt sich aus in einem
Quantum Gold oder Silber, das = einem Tag Arbeitszeit; das Produkt eines
Arbeitstags ist. Das allgemeine Maß der Tauschwerte wird nun das Maß zwischen
jedem Tauschwert und dem Geld, dem er
gleichgesetzt
wird.
(Gold und Silber sind zunächst durch ihre Produktionskosten bestimmt in den
Ländern ihrer Produktion.

„In den Bergbau-Ländern hängen
alle Preise schließlich ab von den Produktionskosten der edlen Metalle; die den
Bergarbeitern gezahlte Vergütung ergibt den Maßstab, woraus die Remuneration
aller anderen Produzenten berechnet ... Der Gold- und Silberwert aller keinem
Monopol unterworfenen Ware hängt in einem nicht Minen besitzenden Land ab von
dem Gold und Silber, das erworben werden kann durch den Export des Ertrags
einer gegebenen Menge Arbeit, von der gegenwärtigen Profitrate und in jedem
einzelnen Falle von dem Betrag für Löhne, die gezahlt worden sind, und von der
Zeit, für die sie vorgeschossen wurde.“
(Senior.)

4

In anderen Worten: von der
quantity of gold and silver which directly or indirectly

5
erhalten werden von den Minen besitzenden
Ländern für eine gewisse Quantität Arbeit (exportabler Produkte).) Das Geld ist
zunächst das, was die Beziehung der Gleichheit aller Tauschwerte ausdrückt: In
ihm sind sie gleichnamig.

Der in der Bestimmtheit des
Geldes gesetzte Tauschwert
ist
der
Preis.
Im
Preis ist der Tauschwert ausgedrückt als ein bestimmtes Quantum Geld. Im Preise
erscheint das Geld erstens als die
Einheit
aller
Tauschwerte; zweitens als die Einheit, von der sie eine bestimmte Anzahl
enthalten, so dass durch die Vergleichung mit ihm ihre quantitative
Bestimmtheit, ihr quantitatives Verhältnis zueinander ausgedrückt ist. Das Geld
ist hier also gesetzt als das
Maß
der
Tauschwerte; und die Preise als die am Geld gemessenen Tauschwerte. Dass das
Geld das Maß der Preise ist, also an ihm die Tauschwerte miteinander verglichen
werden, ist die Bestimmung, die sich von selbst ergibt. Das wichtigere aber für
die Entwicklung: dass im Preise der
Tauschwert
mit dem Geld verglichen
wird. Nachdem das Geld als der von den
Waren selbständige, getrennte Tauschwert gesetzt worden, wird nun die einzelne
Ware, der besondere Tauschwert, dem Geld wieder
gleichgesetzt,
d. h.
gleich einem bestimmten Quantum Geld gesetzt, als Geld ausgedrückt, in Geld
übersetzt. Dadurch,

daß sie dem Geld gleichgesetzt sind, sind
sie wieder aufeinander bezogen, wie sie es dem Begriff nach als Tauschwerte
waren: dass sie sich in bestimmten Verhältnissen decken und vergleichen. Der
besondere Tauschwert, die Ware, wird ausgedrückt, subsumiert, unter der
Bestimmtheit gesetzt des verselbständigten Tauschwerts, des Geldes. Wie das
geschieht (d.h. das quantitative Verhältnis zwischen dem quantitativ bestimmten
Tauschwert und einer bestimmten Quantität Geld gefunden wird), oben. Indem aber
das Geld eine selbständige Existenz außer den Waren hat, so erscheint der Preis
der Ware als
äußere
Beziehung
der Tauschwerte oder Waren auf das Geld; die Ware
ist nicht
Preis, wie
sie ihrer sozialen Substanz nach Tauschwert war; diese Bestimmtheit fällt nicht
mit ihr
unmittelbar
zusammen;
sondern ist vermittelt durch ihre Vergleichung mit dem Geld; die Ware ist
Tauschwert, aber sie
hat
einen
Preis. Der erste war in unmittelbarer Einheit mit ihr, ihre unmittelbare
Bestimmtheit, mit der sie ebenso unmittelbar auseinanderfiel, so dass sich auf
der einen Seite die Ware, auf der anderen (im Geld) ihr Tauschwert befand,
jetzt aber im
Preis
bezieht
sich die Ware einerseits auf das Geld als ein außer ihr Seiendes, und zweitens
ist sie
ideell
selbst
als Geld gesetzt, da das Geld eine von ihr verschiedene Realität hat. Der Preis
ist eine Eigenschaft der Ware, eine Bestimmung, in der sie als Geld
vorgestellt
wird. Er
ist nicht mehr eine unmittelbare, sondern reflektierte Bestimmtheit derselben.
| Neben dem reellen Geld existiert nun die Ware als ideell gesetztes Geld.

Diese nächste Bestimmung,
sowohl des Geldes
als Maß
als
der Ware als
Preis,
wird
am einfachsten veranschaulicht durch den Unterschied zwischen
reellem Geld
und
Rechengeld.
Als Maß
dient das Geld stets als Rechengeld, und als Preis ist die Ware stets nur
ideell in das Geld verwandelt.

„Die Schätzung der Ware durch
den Verkäufer, das Angebot, gemacht durch den Käufer, die Rechnungen,
Obligationen, Renten, Inventarien etc., kurz alles, was herbeiführt und
vorhergeht dem materiellen Akt der Zahlung, muss ausgedrückt werden im
Rechengeld. Das reelle Geld interveniert nur, um die Zahlungen zu realisieren
und die Rechnungen zu saldieren (liquidieren). Habe ich 24 livres 12 sous zu
zahlen, so präsentiert das Rechengeld 24 Einheiten von einer Art und 12 von
einer anderen, während ich wirklich zahlen werde in zwei materiellen Stücken:
einem Goldstück wert 24 livres und einem Silberstück wert 12 sous. Die
Totalmasse des reellen Geldes hat notwendige Grenzen in den Bedürfnissen der
Zirkulation. Das Rechengeld ist ein ideales Maß, das keine Grenzen hat als die
Vorstellung. Angewandt,
jede
Art des Reichtums auszudrücken, wenn sie nur betrachtet wird unter dem
Gesichtspunkt ihres Tauschwerts;
so den Nationalreichtum, das
Einkommen des Staats und der einzelnen; die Rechenwerte, unter welcher Form
diese Werte immer

6
existieren,
geregelt nach derselben Form; so dass es

keinen einzigen
Artikel gibt in der masse des choses consommables

7
, der nicht mehrere Mal durch den Gedanken in Geld
verwandelt würde, während, verglichen mit dieser Masse, die Totalsumme des
effektiven Geldes höchstens ist = 1:10.“
Garnier.

8

(Das letztere Verhältnis
schlecht. 1: vielen Millionen richtiger. Doch dies ganz unmessbar.)

Wenn also ursprünglich das Geld
den Tauschwert, so drückt jetzt die Ware als Preis, als ideell gesetzter, im
Kopf realisierter Tauschwert, eine Summe Geldes aus: Geld in einer bestimmten
Proportion. Als Preise sind alle Waren unter verschiedenen Formen Repräsentanten
des Geldes, während früher das Geld, als der verselbständigte Tauschwert, der
Repräsentant aller Waren war. Nachdem das Geld reell als Ware, wird die Ware
ideell als Geld gesetzt.

Es ist nun zunächst klar, dass
bei dieser ideellen Verwandlung der Waren in Geld oder in der Setzung der Waren
als
Preise
die
Quantität des reell vorhandenen Geldes durchaus gleichgültig ist in doppelter
Beziehung:
Erstens:
Die
ideelle Verwandlung der Waren in Geld ist prima facie

9
unabhängig von und unbeschränkt durch die
Masse des reellen Geldes. Kein einziges Geldstück ist zu diesem Prozess nötig,
sowenig wie ein Längenmaß (sage Elle) reell angewandt zu werden braucht, um
etwa den Erdäquator in Ellen auszudrücken. Wenn z. B. der ganze
Nationalreichtum von England in Geld geschätzt wird, d. h. als Preis
ausgedrückt wird, so weiß jeder, dass nicht genug Geld auf der Welt ist, um
diesen Preis zu realisieren. Das Geld ist hierzu nur als Kategorie nötig, als
gedachtes Verhältnis.
Zweitens:
Indem
das Geld als Einheit gilt, also die Ware so ausgedrückt wird, dass sie eine
bestimmte Summe aliquoter Teile des Geldes enthält, gemessen wird durch es, so
das Maß zwischen beiden das allgemeine Maß von Tauschwerten – die
Produktionskosten oder die Arbeitszeit. Also wenn ⅓ Unze Gold das
Produkt von 1 Arbeitstag und die Ware x das Produkt von 3 Arbeitstagen, so die
Ware x = 1 Unze oder 3 £ St. 17 sh 7 d. Bei dem Messen von Geld und Ware tritt
wieder das ursprüngliche Maß der Tauschwerte ein. Statt in 3 Arbeitstagen wird
die Ware ausgedrückt in dem Quantum Gold oder Silber, das das Produkt von 3
Arbeitstagen. Das Quantum des reell vorrätigen Geldes hat offenbar mit dieser
Proportion nichts zu tun.

(Fehler von James Mill

10
:
übersieht, dass die
Produktionskosten, nicht die Quantität der edlen Metalle, ihren Wert bestimmt,
und die Preise der Waren measured in metailic value

11
.)

(„Waren im Austausch sich
wechselseitig Maß. Aber dies Verfahren würde so viel Vergleichungspunkte
erheischen als es Waren in Zirkulation gibt. Würde eine Ware nur ausgetauscht
gegen eine, nicht gegen zwei Waren, so könnte sie nicht dienen als Ver-

gleichungspunkt.
Daher die Notwendigkeit eines allgemeinen Vergleichungspunktes. Dieser Punkt
kann rein ideal sein. Die Bestimmung des Maßes die ursprüngliche, wichtiger als
die des Lohnes. Im Handel zwischen Russland und China dient das Silber, alle
Waren wertmäßig einzustufen, dennoch macht sich dieser Handel durch
Tausch.“
(Storch.)

12

„Die Operation des Messens
durch Geld ähnlich mit der Anwendung von Gewichten bei Vergleichung materieller
Quanta. Derselbe Name der beiden Einheiten, die zum Zählen bestimmt waren des
Gewichts wie des Werts jeder Sache.
Gewichtmaße
und Wertmaße dieselben Namen.
Ein é
talon,
das immer identisches Gewicht
hatte, war leicht gefunden. Bei dem Geld handelte es sich wieder um den Wert
des Pfundes Silber = seinen Produktionskosten.“

13

(
Sismondi
. Nicht nur dieselben Namen. Gold und
Silber ursprünglich gewogen. So as = 1 Pfund Kupfer bei den Römern.)

| „Schafe und Ochsen, nicht
Gold und Silber,
Geld
bei
Homer und Hesiod, als Maß des Wertes. Im Feld von Troja Tauschhandel.“
(
Jacob
[,
„An historical inquiry...“, p. 109].)

(Ebenso
Sklaven
im
Mittelalter,
ibid
[,
p. 351].)

Das Geld kann in der Bestimmung
des Maßes gesetzt sein und des allgemeinen Elements der Tauschwerte, ohne in
seinen weiteren Bestimmungen realisiert zu sein; also auch bevor es die Form
des Metallgelds angenommen hat. Beim einfachen Tauschhandel. Indessen dann
vorausgesetzt, dass überhaupt nur wenig Austausch stattfindet; dass die Waren
nicht als Tauschwerte und darum auch nicht als
Preise
entwickelt sind.

(„Ein allgemeiner Maßstab im
Preis von irgend etwas setzt dessen häufige und alltägliche Veräußerung voraus.
Dies nicht in einfachen Gesellschaftszuständen der Fall. In nicht industriellen
Ländern viele Dinge ohne bestimmten Preis. Allein der Verkauf kann Preise
festsetzen, und nur häufiger Verkauf von Artikeln des Grundbedarfs hängt vom
Verhältnis von Stadt und Land ab“ etc.)

14

Entwickelte Preisbestimmung

15
setzt voraus,
dass der einzelne nicht direkt seinen Lebensunterhalt produziert, sondern dass
sein unmittelbares Produkt
Tauschwert
ist,
also erst durch einen gesellschaftlichen Prozess vermittelt werden muss,
um
Lebensmittel
für
ihn zu werden. Zwischen der völligen Entwicklung dieser Grundlage der
industriellen Gesellschaft und dem patriarchalen Zustand viele Zwischenstufen,
unendliche Schattierungen.

Soviel ergibt sich aus a):
Steigen die Produktionskosten der edlen Metalle, so fallen alle Warenpreise;
fallen die Produktionskosten der edlen Metalle, so steigen alle Warenpreise.
Dies ist das allgemeine Gesetz, das, wie wir sehen werden, im Einzelnen modifiziert
wird.

b) [Das Geld als Zirkulationsmittel]

Wenn die Tauschwerte in den
Preisen
ideell
in
Geld verwandelt werden, werden sie im Tausch, im Kauf und Verkauf,
reell
in Geld
verwandelt, gegen Geld umgetauscht, um sich als Geld dann wieder gegen Ware
umzutauschen. Der besondere Tauschwert muss erst gegen den
allgemeinen
ausgetauscht
werden, um sich dann wieder gegen besondere auszutauschen. Die Ware wird als
Tauschwert nur verwirklicht durch diese vermittelnde Bewegung, in der das Geld
den Mittler spielt. Das Geld läuft also in einer entgegengesetzten Richtung um
wie die Waren. Es erscheint als der Mittler des Warenaustauschs, als das
Tauschmittel. Es ist Zirkulationsrad, Zirkulationsinstrument für den
Warenumlauf; aber als solches hat es zugleich seine eigene Zirkulation –
Geldumlauf, Geldzirkulation.
Verwirklicht
wird der Preis der Ware erst in ihrem Austausch gegen wirkliches Geld oder in
ihrem wirklichen Austausch gegen Geld.

Soviel ergibt sich nun aus dem
vorigen. Die Waren werden erst gegen Geld reell ausgetauscht, in wirkliches
Geld verwandelt, nachdem sie vorher ideell in Geld verwandelt worden – d.
h.
Preisbestimmung
erhalten
haben als
Preise.
Die
Preise
sind also
die
Voraussetzung
der
Geldzirkulation, so sehr ihre Realisierung als Resultat derselben erscheint.
Die Umstände, die die
Preise
der
Waren, weil ihren Tauschwert, über oder unter ihren
Durchschnittswert heben oder fallen machen, sind in dem Abschnitt vom
Tauschwert zu entwickeln und gehen dem Prozess ihrer wirklichen
Realisierung im
Geld
voraus; erscheinen also zunächst völlig unabhängig davon. Die Verhältnisse von
Zahlen untereinander, dadurch, dass ich sie in Dezimalbrüchen darstelle,
bleiben natürlich dieselben. Es ist bloß andere
Namensgebung.
Um die
Waren wirklich zu zirkulieren, dazu gehören
Transportinstrumente
und kann das nicht
vom Geld bewerkstelligt werden. Wenn ich 1000 Pfund Eisen gekauft habe für den
Betrag von x l, so ist das Eigentum des Eisens in meine Hand übergegangen.
Meine x l haben ihren Dienst als Tauschmittel getan und haben zirkuliert,
ebenso wie der Eigentumstitel. Der Verkäufer hat umgekehrt den Preis des
Eisens, das Eisen als Tauschwert, realisiert. Um aber nun das Eisen von ihm zu
mir zu bringen, dazu tut das Geld nichts; dazu bedarf es eines Wagens, Pferde,
Wege etc. Die wirkliche Zirkulation der Waren in Ort und Zeit wird nicht vom
Geld bewerkstelligt. Es realisiert nur ihren
Preis
und überträgt damit den Titel an der
Ware auf den Käufer, auf den, der die Tauschmittel dargeboten hat. Was vom Geld
zirkuliert wird, sind nicht die Waren, sondern die Eigentumstitel an denselben;
und was gegen es in dieser Zirkulation realisiert wird, sei es im Kauf

oder Verkauf, sind wieder nicht die Waren, sondern ihre Preise. Die
Quantität Geld, die also für die Zirkulation erheischt wird, ist zunächst
bestimmt durch die Höhe oder Niedrigkeit der Preise der Waren, die in
Zirkulation geworfen sind. Die Gesamtsumme dieser Preise ist aber
bestimmt
erstens:
durch
die Preise der einzelnen Waren;
zweitens:
durch
die Masse, die von Waren zu bestimmten Preisen in Zirkulation kommt. Z. B., um
ein Quarter Weizen zu 60 sh zu zirkulieren, sind noch einmal soviel sh nötig,
als es zu 30 sh Preis zu zirkulieren. Und wenn 500 dieser Quarters zu 60 sh
zirkuliert werden sollen, sind 30.000 sh nötig, während zur Zirkulation von 200
solcher Quarters nur 12.000 sh nötig sind. Also abhängend von der Höhe oder
Niedrigkeit der Warenpreise und den Quanta der Waren von fixiertem Preis.

Drittens
aber hängt die Quantität des zur
Zirkulation erheischten Geldes nicht nur von der Gesamtsumme der zu
realisierenden Preise ab, sondern von der Geschwindigkeit, mit der das Geld
umläuft, das Geschäft dieser Realisation vollbringt. Wenn 1 Taler in einer
Stunde 10 Einkäufe von jedes Mal dem Preis eines Talers macht, sich zehnmal
austauscht, so vollführt er quite

16
dasselbe Geschäft, als 10 Taler tun würden,
die nur 1 Einkauf in einer Stunde bewerkstelligten. Die Geschwindigkeit ist das
negative Moment; sie ersetzt Quantität; durch sie vervielfacht sich ein
Geldstück.

Die Umstände, die einerseits
die Masse der zu realisierenden Warenpreise, andererseits die Geschwindigkeit
des Umlaufs des Geldes bestimmen, sind später zu untersuchen. Soviel ist klar,
dass die Preise nicht hoch oder niedrig sind, weil viel oder wenig Geld
zirkuliert, sondern dass viel oder wenig Geld zirkuliert, weil die Preise hoch
oder niedrig sind; und ferner, dass die Geschwindigkeit des zirkulierenden
Gelds nicht von seiner Quantität, wohl aber | die Quantität des
zirkulierenden Mediums von seiner Geschwindigkeit abhängt (heavy payments

17
werden nicht
gezählt, sondern gewogen; dadurch die Zeit abgekürzt).

Indes, wie schon erwähnt, der
Geldumlauf geht nicht von einem Zentrum aus, noch kehrt er zu einem Zentrum von
allen Punkten der Peripherie zurück (wie bei den
banks of issue

18
und zum Teil beim
Staatsgeld); sondern von unendlich vielen Punkten, und kehrt an unendlich viele
zurück (diese Rückkehr selbst und die Zeit, in der sie zurückgelegt wird,
zufällig). Die Geschwindigkeit des Zirkulationsmittels kann also nur bis zu einem
gewissen Punkt die Quantität des zirkulierenden Mediums ersetzen. (Fabrikanten
und Pächter zahlen z. B. dem Arbeiter; dieser dem Krämer etc.; von diesem kehrt
das Geld zurück zu den Fabrikanten und Pächtern.) Dasselbe Quantum Geld kann
nur
suk-

zessive,
mit welcher
Geschwindigkeit auch immer, eine Reihe von Zahlungen effektuieren. Es sind aber
eine bestimmte Masse Zahlungen
gleichzeitig
zu
machen. Die Zirkulation nimmt ihren Ausgangspunkt gleichzeitig an einer Masse
von vielen Punkten. Es ist also ein bestimmtes Quantum Geld für die Zirkulation
nötig, das sich immer in Zirkulation befinden wird und das bestimmt ist durch
die Gesamtsumme, die von den

19
gleichzeitigen Ausgangspunkten der
Zirkulation ausgeht, und die Geschwindigkeit, womit sie ihre Bahn durchmisst
(zurückkehrt). So sehr diese Quantität des zirkulierenden Mediums nun auch
Ebbungen und Flutungen ausgesetzt ist, findet ein Durchschnittsniveau statt;
indem die permanenten Veränderungen nur sehr allmählich sind, nur in langen
Perioden vor sich gehen und durch eine Masse Nebenumstände, wie wir sehen
werden, stets paralysiert werden.

(Zu a)
„Maßstab,
gebraucht als
Attribut des Geldes, meint
Anzeiger
des Wertes“.
Lächerlich, dass „Preise fallen müssen, weil
Waren geschätzt sind, soundsoviele Unzen Gold wert zu sein, und der Goldbestand
in diesem Lande abnimmt“. „Die Wirksamkeit des Goldes als Wertanzeiger bleibt
unberührt davon, ob seine Menge in irgendeinem einzelnen Lande größer oder
kleiner ist. Gelänge es durch Anwendung von Hilfsmitteln des Bankwesens, die
ganze Papier- und Metallzirkulation in diesem Lande auf ½ zu reduzieren, würde
der relative Wert von Gold und Waren derselbe bleiben. Beispiel von Peru im 16.
Jahrhundert und Transmission von Frankreich nach England.“
Hubbard,
VIII, 45.

20
)

(„An der afrikanischen Küste
weder Gold noch Silber Maß des Wertes, statt dessen idealer Standard,
imaginäres bar.“
Jacob,
V,
15.

21
)

In seiner Bestimmung als Maß
ist das Geld gleichgültig gegen seine Quantität, oder ist die existierende
Quantität des Geldes gleichgültig. In seiner Bestimmtheit als Tauschmittel, als
Zirkulationsinstrument, ist seine Quantität gemessen. Ob diese beiden Bestimmungen
des Geldes in Widerspruch miteinander geraten können – später zuzusehen.

(Der Begriff der
gezwungenen, unfreiwilligen Zirkulation

22
(sieh
Steuart
) gehört noch nicht
hierhin.)

Zur
Zirkulation
gehört
wesentlich, dass der Austausch als ein Prozess, ein flüssiges Ganze von Käufen
und Verläufen erscheint. Ihre erste Voraussetzung ist die Zirkulation der Waren
selbst, die beständig von vielen Seiten ausgehende Zirkulation derselben. Die
Bedingung der Warenzirkulation ist, dass sie als
Tauschwerte
produziert
werden, nicht als
unmittelbare
Gebrauchswerte,
sondern als durch den Tauschwert vermittelte. Die
Aneignung durch und vermittelst der Ent- und Veräußerung ist
Grundvoraussetzung. In der Zirku-

lation als der Realisierung
der Tauschwerte ist enthalten: 1. dass mein Produkt nur Produkt ist, sofern es
für andere ist; also aufgehobenes Einzelnes, Allgemeines; 2. dass es nur für
mich Produkt ist, soweit es entäußert worden, für andere geworden ist; 3. dass
es nur für den anderen ist, soweit er selbst sein Produkt entäußert; worin
schon 4. liegt, dass die Produktion nicht als Selbstzweck für mich erscheint,
sondern als Mittel. Die Zirkulation ist die Bewegung, worin die allgemeine
Entäußerung als allgemeine Aneignung und die allgemeine Aneignung als
allgemeine Entäußerung erscheint. So sehr nun das Ganze dieser Bewegung als
gesellschaftlicher Prozess erscheint und so sehr die einzelnen Momente dieser
Bewegung vom bewussten Willen und besonderen Zwecken der Individuen ausgehen,
so sehr erscheint die Totalität des Prozesses als ein objektiver Zusammenhang,
der naturwüchsig entsteht; zwar aus dem Aufeinanderwirken der bewussten
Individuen hervorgeht, aber weder in ihrem Bewusstsein liegt noch als Ganzes
unter sie subsumiert wird. Ihr eigenes Aufeinanderstoßen produziert ihnen eine
über ihnen stehende,
fremde
gesellschaftliche
Macht; ihre Wechselwirkung als von ihnen unabhängigen Prozess und Gewalt. Die
Zirkulation, weil eine Totalität des gesellschaftlichen Prozesses, ist auch die
erste Form, worin nicht nur wie etwa in einem Geldstück oder im Tauschwert das
gesellschaftliche Verhältnis als etwas von den Individuen Unabhängiges
erscheint, sondern das Ganze der gesellschaftlichen Bewegung selbst. Die
gesellschaftliche Beziehung der Individuen aufeinander als verselbständigte
Macht über den Individuen, werde sie nun vorgestellt als Naturmacht, Zufall
oder in sonst beliebiger Form, ist notwendiges Resultat dessen, dass der
Ausgangspunkt nicht das freie gesellschaftliche Individuum ist. Die Zirkulation
als erste Totalität unter den ökonomischen Kategorien gut, um dies zur
Anschauung zu bringen.

| Auf den ersten Blick
betrachtet, erscheint die Zirkulation als ein
schlecht unendlicher Prozess.
Die Ware
wird gegen Geld ausgetauscht; das Geld wird gegen die Ware ausgetauscht und
dies wiederholt sich ins Unendliche. Diese beständige Erneuerung desselben
Prozesses bildet in der Tat ein wesentliches Moment der Zirkulation. Aber
genauer betrachtet, bietet sie noch andere Phänomene dar; die Phänomene des
Zusammenschließens oder der Rückkehr des Ausgangspunkts in sich. Die Ware wird
gegen Geld ausgetauscht; das Geld wird gegen die Ware ausgetauscht. So wird
Ware gegen Ware ausgetauscht, nur dass dieser Austausch ein vermittelter ist.
Der Käufer wird wieder Verkäufer, und der Verkäufer wird wieder Käufer. So ist
jeder in der doppelten und entgegengesetzten Bestimmung gesetzt, und so die
lebendige Einheit beider Bestimmungen. Indes ist es nun ganz falsch, wenn, wie
die Ökonomen tun, plötzlich, sobald die Widersprüche des Geldwesens
hervortreten, plötzlich

bloß die Endresultate, ohne den
Prozess, der sie vermittelt, festgehalten werden, bloß die Einheit, ohne den
Unterschied, die Bejahung, ohne die Verneinung. Die Ware wird in der
Zirkulation gegen Ware ausgetauscht; sie wird ebenso sehr nicht gegen Ware
ausgetauscht, insofern sie gegen Geld ausgetauscht wird. Die Akte des Kaufens
und Verkaufens, in andern Worten, erscheinen als zwei gegeneinander
gleichgültige, in Ort und Zeit

23
auseinanderliegende Akte. Wenn gesagt wird,
dass der, der verkauft, doch auch kauft, insofern er Geld kauft, und dass der,
der kauft, doch auch verkauft, insofern er Geld verkauft, so wird grade vom
Unterschied abgesehen, von dem spezifischen Unterschied von Ware und Geld.

Nachdem die Ökonomen uns aufs
Schönste gezeigt haben, dass der Tauschhandel, in dem beide Akte
zusammenfallen, einer entwickeltem Gesellschaftsform und Produktionsweise nicht
genügt, betrachten sie plötzlich den durch das Geld vermittelten Tauschhandel als
unmittelbaren, sehen vom
spezifischen
Charakter
dieser Transaktion weg. Nachdem sie uns gezeigt haben, dass im Unterschied von
der Ware Geld nötig ist, behaupten sie all at once

24
, dass kein Unterschied zwischen dem Geld und der
Ware existiert. Zu dieser Abstraktion wird Zuflucht genommen, weil in der
wirklichen Entwicklung des Geldes Widersprüche vorkommen, die der Apologetik
des bürgerlichen common sense unangenehm sind und daher vertuscht werden
müssen. Insofern Kauf und Verkauf, die beiden wesentlichen Momente der
Zirkulation, gleichgültig gegeneinander sind, in Raum und Zeit getrennt,
brauchen sie keineswegs zusammenzufallen. Ihre Gleichgültigkeit kann zur
Befestigung und scheinbaren Selbständigkeit des einen gegen das andere
fortgehen. Insofern sie aber beide wesentlich Momente eines Ganzen bilden, muss
ein Moment eintreten, wo die selbständige Gestalt gewaltsam gebrochen und die
innere Einheit äußerlich durch eine gewaltsame Explosion hergestellt wird. So
liegt schon in der Bestimmung des Geldes als Mittler, in dem Auseinanderfallen
des Austauschs in zwei Akte, der Keim der Krisen, wenigstens ihre Möglichkeit,
die nicht realisiert werden kann als da, wo die Grundbedingungen der klassisch
ausgebildeten, ihrem Begriff entsprechenden Zirkulation vorhanden sind.

Es hat sich ferner gezeigt,
dass in der Zirkulation das Geld nur die Preise realisiert. Der Preis erscheint
zunächst als ideelle Bestimmung der Ware; aber das gegen die Ware ausgetauschte
Geld ist ihr realisierter Preis, ihr wirklicher Preis. Der Preis erscheint
daher ebenso sehr
außer
und
unabhängig
neben
der
Ware wie ideell an ihr existierend. Wenn sie nicht in Geld realisiert werden
kann, hört sie auf, zirkulationsfähig zu sein, und ihr Preis wird nur imaginär;

wie ursprünglich das in Tauschwert verwandelte Produkt, wenn
es nicht wirklich ausgetauscht wird, aufhört, Produkt zu sein. (Vom Steigen und
Fallen der Preise hier nicht die Rede.) Unter a) betrachtet, erschien der
Preis als Bestimmung an den Waren;
aber
unter b) betrachtet, erscheint
das
Geld als der Preis außer der Ware.
Es ist nicht nur Nachfrage,
die nach der Ware nötig ist; sondern
gemünzte
Nachfrage.
Die Ware erscheint also, wenn ihr Preis nicht realisiert werden kann, wenn sie
nicht in Geld verwandelt werden kann, als
entwertet, entpreist.
Der in ihrem Preis
ausgedrückte Tauschwert muss geopfert werden, sobald diese spezifische
Verwandlung in Geld nötig ist. Daher die Klagen bei Boisguillebert [,
„Dissertation sur la nature“ ,p.413 und 395] z. B., dass das Geld der Henker aller
Dinge ist, der Moloch, dem alles geopfert werden muss, der Despot der Waren. In
den Zeiten der auf kommenden absoluten Monarchie mit ihrer Verwandlung aller
Steuern in Geldsteuern erscheint das Geld in der Tat als der Moloch, dem der
reale Reichtum geopfert wird. So erscheint es auch in jedem monetary panic

25
. Aus einem Knecht
des Handels, sagt Boisguillebert, wird das Geld zu seinem Despoten, [p. 399.]
In der Tat ist aber schon in der Bestimmung der Preise an sich vorhanden, was
in dem Austausch gegen das Geld gesetzt wird: dass das Geld nicht mehr die Ware,
sondern die Ware das Geld repräsentiert. Die Klagen über den Handel durch Geld
als nicht legitimen Handel bei manchen Schriftstellern, die den Übergang aus
der Feudalzeit in die moderne Zeit bilden; wie später bei Sozialisten.

α) Je weiter sich die Teilung
der Arbeit entwickelt, um so mehr hört das Produkt auf, ein Tauschmittel zu
sein. Es tritt die Notwendigkeit eines allgemeinen Tauschmittels ein,
unabhängig von der spezifischen Produktion eines jeden. Bei der auf die unmittelbare
Subsistenz gerichteten Produktion kann nicht
jeder
Artikel gegen
jeden
und kann eine
bestimmte Tätigkeit nur | gegen
bestimmte
Produkte
ausgetauscht werden. Je besonderter, mannigfaltiger, unselbständiger die
Produkte werden, desto notwendiger wird ein allgemeines Tauschmittel. Im Anfang
ist das Produkt der Arbeit oder die Arbeit selbst das allgemeine Tauschmittel.
Aber es hört immer mehr auf, ein allgemeines Tauschmittel zu sein, je mehr es
sich besondert. Eine einigermaßen entwickelte Teilung der Arbeit setzt voraus,
dass die Bedürfnisse eines jeden sehr vielseitig und sein Produkt sehr
einseitig geworden ist. Das
Bedürfnis
des Austauschs
und
das
unmittelbare Tauschmittel
entwickeln sich in umgekehrtem
Verhältnis. Also die Notwendigkeit eines
allgemeinen Tauschmittels,
wo sich das
bestimmte Produkt und die bestimmte Arbeit gegen die
Tauschfähigkeit
austauschen
muss. Der Tauschwert einer Sache ist nichts anders als der

quantitativ
spezifizierte Ausdruck ihrer Fähigkeit, zum
Tauschmittel
zu dienen. Im Geld wird
das
Tauschmittel
selbst
zur Sache, oder der Tauschwert der Sache gewinnt eine selbständige Existenz
außerhalb der Sache. Indem die Ware gegenüber dem Geld ein Tauschmittel von nur
beschränkter Kraft ist, kann sie aufhören, dem Geld gegenüber Tauschmittel zu
sein.

β) Die Trennung des Tausches in
Kauf und Verkauf macht es möglich, dass ich bloß kaufe, ohne zu verkaufen
(accaparement von Waren), oder bloß verkaufe, ohne zu kaufen (Akkumulation von
Geld). Sie macht die Spekulation möglich. Sie macht das Austauschen zu einem
besonderen Geschäft; d. h., sie begründet den
Kaufmannsstand.
Diese Trennung hat eine
Masse Transaktionen möglich gemacht zwischen dem definitiven Austausch der
Waren, und sie befähigt eine Masse Personen, diese Scheidung auszubeuten. Sie
hat eine Masse
Scheintransaktionen
möglich
gemacht. Bald zeigt es sich, dass, was als ein wesentlich getrennter Akt
erschien, ein wesentlich Zusammengehöriges ist; bald, dass, was als ein
wesentlich zusammengehöriger Akt gedacht wurde, in der Wirklichkeit wesentlich
getrennt ist. In Momenten, wo das Kaufen und Verkaufen sich als wesentlich
verschiedene Akte behaupten, findet die allgemeine Depreziation aller Waren
statt. In Momenten, wo es hervortritt, dass das Geld nur Mittel des Austauschs,
findet die Depreziation des Geldes statt. Allgemeines Fallen oder Steigen der
Preise.

Mit dem Geld Möglichkeit
einer absoluten Teilung der Arbeit gegeben,
weil Unabhängigkeit der Arbeit von ihrem spezifischen
Produkt, von dem unmittelbaren Gebrauchswert ihres Produkts für sie.

Das allgemeine Steigen der Preise
in Zeiten der Spekulation kann nicht einer allgemeinen Erhöhung ihres
Tauschwerts
oder
ihrer
Produktionskosten
zugeschrieben
werden; denn, wenn der
Tauschwert
oder die Produktionskosten
des Goldes gleichmäßig stiegen mit
denen aller anderen Waren, so blieben ihre Tauschwerte in Geld ausgedrückt, d.
h. ihre
Preise,
dieselben.
Es kann ebenso wenig einem Fallen im Produktionspreis des Goldes
zugeschrieben werden. (Vom Kredit hier noch nicht die Rede.) Aber da das Geld
nicht nur allgemeine Ware, sondern
auch
besondere
ist und als besondere den Gesetzen der Nachfrage und Zufuhr unterfällt, so muss
die allgemeine Nachfrage nach besonderen Waren im Gegensatz zum Geld es fallen
machen.

Wir sehen, dass es in der Natur
des Geldes liegt, dass es die Widersprüche sowohl des unmittelbaren
Tauschhandels als des Tauschwerts nur löst, indem es sie allgemein setzt. Es
war zufällig, ob sich das
besondere
Tauschmittel gegen
ein besonderes umtauschte oder nicht; jetzt
aber muss sich die Ware gegen das
allgemeine
Tauschmittel
austauschen, gegen das ihre Besonderheit in noch
größerem Widerspruch steht. Um die Tauschfähigkeit der Ware zu sichern, wird

ihr die Tauschfähigkeit selbst als eine selbständige Ware
gegenübergestellt. (Vom Mittel wird es Zweck.) Es war die Frage, ob die
besondere Ware die besondere trifft. Aber das Geld hebt den Akt des Austauschs
selbst in zwei voneinander gleichgültige Akte auf.

(Ehe die Fragen über
Zirkulation, starke, schwache etc. und namentlich der streitige Punkt über die
Quantität des zirkulierenden Geldes und Preise weiter entwickelt wird, ist das
Geld in seiner dritten Bestimmung zu betrachten.)

Ein Moment der Zirkulation ist,
dass die Ware durch das Geld sich gegen die Ware austauscht. Aber ebenso sehr
findet das andere Moment statt, nicht nur, dass Ware gegen Geld und Geld gegen
Ware sich austauscht, sondern ebenso sehr, dass Geld gegen Ware und Ware gegen
Geld sich austauscht; also, dass das Geld durch die Ware mit sich selbst
vermittelt wird und als die sich mit sich selbst in seinem Umlauf
zusammengehende Einheit erscheint. So erscheint es nicht mehr als Mittel,
sondern als Zweck der Zirkulation (wie z. B. im Kaufmannsstand) (im Handel
überhaupt). Wenn die Zirkulation nicht nur als ein beständiges Abwechseln
betrachtet wird, sondern in den Kreisläufen, die sie in sich selbst beschreibt,
so erscheint dieser Kreislauf doppelt: Ware-Geld-Geld-Ware; andererseits
Geld-Ware-Ware-Geld; d.h., wenn ich verkaufe um zu kaufen; so kann ich ebenso
kaufen, um zu verkaufen. Im ersteren Fall das Geld nur Mittel, um die Ware zu
erhalten, und die Ware der Zweck; im zweiten Fall die Ware nur Mittel, um Geld
zu erhalten, und das Geld der Zweck. Dies ergibt sich einfach, indem die
Momente der Zirkulation zusammengefasst werden. Als bloße Zirkulation
betrachtet, muss es gleichgültig sein, an welchem Punkt ich herein greife, um
ihn als Ausgangspunkt zu fixieren.

Nun findet zwar ein
spezifischer Unterschied statt zwischen der in Zirkulation befindlichen Ware
und dem in Zirkulation befindlichen Geld. Die Ware wird aus der Zirkulation
herausgeworfen an einem gewissen Punkt und erfüllt ihre definitive Bestimmung
erst, sobald sie ihr definitiv entzogen wird, konsumiert wird, sei es im Akt
der Produktion, sei es ||4l| in der eigentlichen Konsumtion. Die Bestimmung des
Geldes dagegen ist es, in der Zirkulation zu bleiben als ihr Rad; als
perpetuum mobile
seinen
Umlauf stets von neuem zu beginnen.

Nichtsdestoweniger findet sich
jene zweite Bestimmung ebenso sehr in der Zirkulation als die erste. Nun kann
man sagen: Ware gegen Ware umzutauschen hat einen Sinn, da die Waren, obgleich
als Preise Äquivalente, qualitativ verschieden sind und ihr Austausch so
schließlich qualitativ verschiedene Bedürfnisse befriedigt. Dagegen Geld gegen
Geld umzutauschen hat keinen Sinn, es sei denn, dass quantitativer Unterschied
stattfindet, weniger Geld gegen mehr umgetauscht wird, teurer verkauft als
gekauft wird, und mit der

Kategorie des Profits haben wir
noch nichts zu tun. Der Schluss Geld-Ware-Ware-Geld, den wir aus der Analyse
der Zirkulation ziehen, erschiene so nur als eine willkürliche und sinnlose
Abstraktion, etwa als wollte man den Kreislauf des Lebens beschreiben:
Tod-Leben-Tod; obgleich noch im letzteren Fall nicht zu leugnen wäre, dass die
beständige Auflösung des Individualisierten in das Elementarische ebenso sehr
ein Moment des Naturprozesses ist, wie die beständige Individualisierung des
Elementarischen. Ebenso im Akt der Zirkulation die beständige Vergeldung der
Waren, ebenso sehr wie die beständige Verwandlung des Geldes in Waren. Bei dem
realen Prozess des Kaufens, um wieder zu verkaufen, ist allerdings das Motiv
der Profit, der dabei gemacht wird, und der Endzweck, weniger Geld vermittelst
der Ware gegen mehr Geld auszutauschen, da kein qualitativer Unterschied
zwischen Geld (es ist hier weder von besonderem Metallgeld noch von besonderen
Münzsorten die Rede) und Geld. Indes bleibt nicht zu leugnen, dass die
Operation fehlschlagen kann und so Austausch von Geld gegen Geld ohne
quantitativen Unterschied selbst in der Realität häufig vorkommt und deswegen
vorkommen kann. Aber damit überhaupt dieser Prozess, auf dem der Handel beruht
und der deswegen auch der Breite nach ein Hauptphänomen der Zirkulation bildet,
überhaupt möglich ist, muss der Kreislauf Geld-Ware-Ware-Geld als besondere
Form der Zirkulation anerkannt werden. Diese Form unterscheidet sich spezifisch
von der, worin das Geld als bloßes Tauschmittel der Waren erscheint; als die
Mitte; als Untersatz des Schlusses. Neben der quantitativen Bestimmtheit, die
er im Handel hat, ist er in seiner rein qualitativen Form, seiner spezifischen
Bewegung, heraus zu scheiden.
Zweitens:
Er
enthält schon, dass das Geld weder nur als Maß noch als Tauschmittel, noch als
beides allein gilt; sondern noch eine dritte Bestimmung hat. Es erscheint
hier
erstens
als
Selbstzweck, zu dessen bloßer Realisation der Warenhandel und Austausch dient.
Zweitens, da mit ihm hier der Kreislauf abschließt, so tritt es
außerhalb desselben,
wie
die durch das Geld gegen ihr Äquivalent ausgetauschte Ware aus der Zirkulation
herausgeworfen wird. Es ist sehr richtig, dass das Geld, soweit es nur als
Agent der Zirkulation bestimmt ist, beständig in ihrem Kreislauf eingeschlossen
bleibt. Aber es zeigt sich hier, dass es noch etwas anderes ist außer diesem
Zirkulationsinstrument, dass [es] auch eine selbständige Existenz außer der
Zirkulation besitzt und in dieser neuen Bestimmung ihr ebensowohl entzogen
werden kann, wie die Ware ihr stets definitiv entzogen werden muss. Wir haben
so zu betrachten das Geld in seiner dritten Bestimmung, worin es die beiden
ersten als Bestimmungen in sich einschließt, also sowohl die, als Maß zu dienen
wie das allgemeine Tauschmittel, und so die Realisation der Warenpreise zu
sein.

c) Das Geld als materieller
Repräsentant des Reichtums. (Aufhäufen des Geldes; vorher noch das Geld als die
allgemeine Materie der Kontrakte etc.)

Es liegt in der Natur des
Kreislaufs, dass jeder Punkt zugleich als Anfangs- und Endpunkt erscheint, und
zwar, dass er als das eine erscheint, insofern er als das andere erscheint. Die
Formbestimmung G-W-W-G also ebenso richtig, wie die andere, die als die
ursprüngliche erscheint, W-G-G-W. Die Schwierigkeit ist, dass die andere Ware
qualitativ verschieden ist; nicht so das andere Geld. Es kann nur quantitativ
verschieden sein. – Als
Maß
betrachtet,
ist die materielle Substanz des Geldes wesentlich, obgleich sein Vorhandensein
und näher seine Quantität, die
Anzahl,
worin
die Portion Gold oder Silber, die als Einheit dient, durchaus gleichgültig für
es in dieser Bestimmung ist und es überhaupt nur als vorgestellte, nicht
existierende Einheit gebraucht wird. Als was es vorhanden sein muss in dieser
Bestimmung, ist als Einheit und nicht als Anzahl. Wenn ich sage, ein Pfund
Baumwolle ist 8 d wert, so sage ich, dass 1 Pfund Baumwolle = 1/116 Unze Gold
(die Unze zu 3l 17sh 7d) (931

26
d). Dies drückt dann zugleich seine
Bestimmtheit als Tauschwert, als Äquivalent aller anderen Waren aus, die die
Unze Gold so oder so oft enthalten, da sie ebenfalls alle mit der Unze Gold
| verglichen werden. Dies ursprüngliche Verhältnis des Pfundes Baumwolle
zum Gold, wodurch die Quantität Gold bestimmt, die in einem Pfund

27
Baumwolle
enthalten ist, ist gesetzt durch die Quantität der in beiden realisierten
Arbeitszeit, der wirklichen gemeinsamen Substanz der Tauschwerte. Dies
vorauszusetzen aus dem Chapter

28
, das über den Tauschwert als solchen handelt.
Die Schwierigkeit, diese Gleichung zu finden, ist nicht so groß als sie
scheint. Z. B., in der Arbeit, die direkt Gold produziert, erscheint direkt ein
bestimmtes Quantum Gold als das Produkt eines Arbeitstags z. B. Die Konkurrenz
setzt die anderen Arbeitstage diesem gleich, modificandis modificatis

29
. Direkt oder
indirekt. Mit einem Wort, in der unmittelbaren Produktion des Goldes erscheint
unmittelbar ein bestimmtes Quantum Gold als Produkt und darum als der Wert, das
Äquivalent einer bestimmten Arbeitszeit. Es gilt also nur die Arbeitszeit, die
in den verschiedenen Waren realisiert ist, zu bestimmen, und sie der
Arbeitszeit, die direkt das Gold produziert, gleichzusetzen, um zu sagen,
wieviel Gold in einer bestimmten Ware enthalten ist.

Die Bestimmung aller Waren als Preise –
als gemessener Tauschwerte – ist ein Prozess, der nur allmählich vor sich geht,
häufigen Austausch voraussetzt und darum häufiges Vergleichen der Waren als
Tauschwerte; sobald aber einmal die Existenz der Waren als Preise zur
Voraussetzung geworden ist – eine Voraussetzung, die selbst ein Produkt des
gesellschaftlichen Prozesses, ein Resultat des gesellschaftlichen
Produktionsprozesses –, erscheint die Bestimmung neuer Preise einfach, da die
Elemente der Produktionskosten dann selbst schon in der Form von Preisen
vorhanden, also einfach zusammenzuaddieren sind. (
Frequente Alienation, sale, frequent sale

30
, Steuart.
Vielmehr
alles dies muss, damit die Preise eine gewisse Regularität erhalten,
Kontinuität haben.) Indes der Punkt, auf den wir hier kommen wollten, der: Gold
mit Bezug auf die Waren, soweit es als Maßeinheit festgesetzt werden soll, wird
durch barter bestimmt, unmittelbaren Tauschhandel; wie das Verhältnis aller
anderen Waren zueinander. In dem barter ist indes der Tauschwert das Produkt
nur
an sich;
es
ist die erste Erscheinungsform desselben; aber das Produkt ist noch nicht als
Tauschwert gesetzt. Erstens greift diese Bestimmung nicht über die ganze
Produktion über, sondern betrifft nur ihren Überfluss und ist daher mehr oder
minder selbst
überflüssig
(wie
der Austausch selbst); eine zufällige Erweiterung des Kreises der
Befriedigungen, Genüsse (Beziehung zu neuen Objekten). Er geht daher nur an
wenigen Punkten vor (ursprünglich da, wo die naturwüchsigen Gemeinheiten
aufhörten, in ihrem Kontakt mit Fremden), ist auf kleinen Umkreis beschränkt
und bildet ein an der Produktion Vorübergehendes, Beiläufiges; erlischt ebenso
zufällig, wie er entsteht. Der Tauschhandel, worin der Überfluss der eigenen
Produktion zufällig gegen den der fremden ausgetauscht wird, ist nur das
erste Vorkommen
des
Produkts als Tauschwert im Allgemeinen und wird bestimmt durch zufällige
Bedürfnisse, Gelüste etc. Sollte er aber fortgesetzt werden, ein
kontinuierlicher Akt werden, der in sich selbst die Mittel zu seiner steten
Erneuerung enthält, so kommt ebenso äußerlich, zufällig, nach und nach die
Regulation des wechselseitigen Austauschs durch die Regulation der
wechselseitigen Produktion herein, und die Produktionskosten, die sich
schließlich alle in Arbeitszeit auflösen, würden so das Maß des Austauschs
werden. Dies zeigt uns, wie der Austausch wird und der Tauschwert der Ware.

Die Umstände, unter denen ein
Verhältnis zuerst vorkommt, zeigten uns dasselbe aber keineswegs, weder in
seiner Reinheit noch in seiner Totalität. Ein Produkt, als Tauschwert gesetzt,
ist wesentlich nicht mehr als einfaches bestimmt; es ist in einer von seiner
natürlichen Qualität verschiedenen gesetzt;

es ist als
Verhältnis
gesetzt, und
zwar dies Verhältnis allgemein, nicht zu einer Ware, sondern zu jeder Ware, zu
jedem möglichen Produkt. Es drückt also ein allgemeines Verhältnis aus; das
Produkt, das sich zu sich als der Realisation eines
bestimmten Quantums
der
allgemeinen Arbeit, der gesellschaftlichen Arbeitszeit verhält und insofern das
Äquivalent für jedes andere Produkt in dem in seinem Tauschwert ausgedrückten
Verhältnis ist. Der Tauschwert unterstellt die gesellschaftliche Arbeit als die
Substanz aller Produkte, ganz abgesehen von ihrer Natürlichkeit. Es kann nichts
ein Verhältnis ausdrücken, ohne sich zu einem zu verhalten; und kein
allgemeines Verhältnis, ohne sich zu einem allgemeinen zu verhalten. Da die
Arbeit Bewegung ist, ist die Zeit ihr natürliches Maß. Der barter in seiner
rohesten Form unterstellt die Arbeit als Substanz und die Arbeitszeit als Maß
der Waren; was dann auch heraustritt, sobald er regularisiert, kontinuierlich
wird, er in sich selbst die wechselseitigen Bedingungen seiner Erneuerung
enthalten soll. -

Tauschwert
ist die Ware nur, insofern sie in
einem anderen ausgedrückt wird, also als Verhältnis. Ein Scheffel Weizen ist
soviel Scheffel Roggen wert; in diesem Fall ist der Weizen Tauschwert, soweit
er im Roggen, und der Roggen Tauschwert, soweit er im Weizen ausgedrückt ist.
Soweit jeder der beiden nur auf sich bezogen ist, ist er nicht Tauschwert. Nun
in dem Verhältnis, worin das Geld als Maß erscheint, ist es selbst nicht als
Verhältnis, nicht als Tauschwert, sondern als natürliche Quantität einer gewissen
Materie, ein natürliches Gewichtteil Gold oder Silber ausgedrückt. Überhaupt
ist die Ware, worin der Tauschwert einer anderen ausgedrückt ist, nie als
Tauschwert, nie als Verhältnis, sondern als bestimmtes Quantum in ihrer
natürlichen Beschaffenheit ausgedrückt. Wenn 1 Scheffel Weizen 3 Scheffel
Roggen wert ist, so ist nur der Scheffel Weizen als Wert ausgedrückt, nicht der
Scheffel Roggen.
An sich
ist
der andere zwar auch gesetzt; der 1 Scheffel Roggen ist dann
= ⅓ Scheffel Weizen; aber dies ist nicht |
gesetzt,
sondern nur
ein zweites Verhältnis, was allerdings unmittelbar in dem ersten vorhanden ist.
Wenn eine Ware in einer anderen ausgedrückt ist, so ist sie als Verhältnis, die
andere als einfaches Quantum einer bestimmten Materie gesetzt. 3 Scheffel Roggen
sind an sich kein Wert, sondern der Roggen als bestimmtes Raumquantum füllend,
als an einem Raummaß gemessen.

Ebenso verhält es sich mit dem
Geld als Maß, als der Einheit, worin die Tauschwerte der anderen Waren gemessen
werden. Es ist ein bestimmtes Gewicht der natürlichen Substanz, worin es
dargestellt ist, Gold, Silber etc. Wenn 1 Scheffel wheat

31
d. Preis von
77 sh 7 d, so ist er ausgedrückt als ein

andres, dem er
gleich ist, als 1 Unze Gold, als Verhältnis, als Tauschwert. Aber 1 Unze Gold
an sich ist kein Tauschwert; nicht ausgedrückt als Tauschwert; sondern als
bestimmtes Quantum seiner selbst, seiner natürlichen Substanz, des Goldes. Wenn
1 Scheffel Weizen den Preis von 77 sh 7 d hat oder von 1 Unze Gold, so kann
dies ein größerer oder kleinerer Wert sein, da 1 Unze Gold im Wert steigen oder
fallen wird im Verhältnis zu der zu ihrer Produktion erheischten Quantität
Arbeit. Dies aber ist für seine Preisbestimmung als solche gleichgültig; da
sein Preis von 77 sh 7 d exakt das Verhältnis ausdrückt, in welchem er
Äquivalent für alle anderen Waren ist, sie kaufen kann. Die Bestimmtheit der Preisbestimmung,
ob der Quarter 77 oder 1780 sh, fällt außerhalb der Preisbestimmung überhaupt,
d. h. des Setzens des Weizens als Preis. Einen Preis hat er, ob er 100 oder 1
sh kostet. Der Preis drückt seinen Tauschwert nur in einer allen Waren
gemeinsamen Einheit aus; unterstellt also, dass dieser Tauschwert schon durch
andere Verhältnisse reguliert ist. Dass 1 Quarter Weizen den Preis von 1 Unze
Gold hat – da Gold und Weizen durchaus als Naturgegenstände keine Beziehung
zueinander haben, als
solche
keine
Maße füreinander sind,
gleichgültig
gegeneinander
sind –, ist allerdings dadurch gefunden, dass die Unze Gold selbst wieder im
Verhältnis zu der zu ihrer Produktion nötigen Arbeitszeit und so beide, Weizen
und Gold, im Verhältnis zu einem dritten, der Arbeit, gesetzt und in diesem
Verhältnis gleichgesetzt sind; dass beide daher als Tauschwerte miteinander
verglichen sind. Aber dies zeigt uns nur, wie der Preis des Weizens gefunden
wird, die Quantität Gold, der er gleichgesetzt wird. In diesem Verhältnis selbst,
wo das Geld als Preis des Weizens erscheint, ist es selbst nicht wieder als
Verhältnis, als Tauschwert, sondern als bestimmtes Quantum einer natürlichen
Materie gesetzt.

In dem Tauschwert sind die
Waren (Produkte) gesetzt als Verhältnisse zu ihrer gesellschaftlichen Substanz,
der Arbeit; aber als Preise sind sie ausgedrückt in Quantis anderer Produkte
nach ihrer natürlichen Beschaffenheit. Es kann nun allerdings gesagt werden,
dass auch der Preis des Geldes gesetzt ist als 1 Quarter Weizen, 3 Quarter
Roggen und alle die anderen Quanta

32
verschiedener Waren, deren Preis 1 Unze
Gold ist. Um aber dann den Preis des Geldes auszudrücken, müsste der ganze
Umkreis der Waren aufgezählt werden, jede in der Quantität, in der sie gleich 1
Unze Gold ist. Das Geld hätte also so viele Preise, als es Waren gibt, deren
Preis es selbst ausdrückte. Die Hauptbestimmung des Preises, die
Einheit,
fiele fort.
Keine Ware drückte den Preis des Geldes aus, weil keine sein Verhältnis zu
allen anderen Waren, seinen

allgemeinen Tauschwert,
ausdrückte. Es ist aber das Spezifische des Preises, dass der Tauschwert selbst
in seiner Allgemeinheit und doch einer bestimmten Ware ausgedrückt werden soll.
Aber selbst das ist gleichgültig. Soweit das Geld als Materie erscheint, worin
der Preis aller Waren ausgedrückt, gemessen wird, ist das Geld selbst als ein
bestimmtes Quantum Gold, Silber etc., kurz seiner natürlichen Materie gesetzt;
einfaches Quantum einer bestimmten Materie, nicht selbst als Tauschwert, als
Verhältnis. So ist jede Ware, in der eine andere als Preis ausgedrückt wird,
selbst nicht als Tauschwert
gesetzt,
sondern
als einfaches Quantum ihrer selbst. In der Bestimmung des Geldes als Einheit
der Tauschwerte, als ihr Maß, ihr allgemeiner Vergleichungspunkt, erscheint
seine natürliche Materie, Gold, Silber, wesentlich, indem es als Preis der Ware
nicht Tauschwert, nicht Verhältnis, sondern ein bestimmtes Gewicht Gold, Silber
ist; z. B. ein Pfund, mit seinen Unterabteilungen, und so erscheint das Geld
auch ursprünglich als Pfund,
aes
grave.
Dies unterscheidet eben den Preis vom Tauschwert, und
wir haben gesehen, dass der Tauschwert notwendig zur Preisbestimmung treibt.
Daher der Unsinn jener, die die Arbeitszeit als solche zum Geld machen, d. h.
den Unterschied zwischen Preis und Tauschwert setzen und nicht setzen wollen.

Das Geld als Maß, als Element
der Preisbestimmung, als messende Einheit der Tauschwerte bietet also das
Phänomen dar, dass es 1. nur als vorgestellte Einheit nötig ist, wenn einmal
der Tauschwert einer Unze Gold gegen eine beliebige Ware bestimmt ist; dass
sein wirkliches Vorhandensein überflüssig ist und darum noch mehr die
Quantität, in der es gegenwärtig ist; als Anzeiger (indicator des Werts

33
) ist sein amount

34
, in dem es in einem
Lande existiert, gleichgültig; bloß als Recheneinheit nötig; 2. dass, während
es so nur ideell gesetzt zu sein braucht, und in der Tat, als Preis der Ware,
nur ideell
an
ihr
gesetzt ist, es gleichzeitig als einfaches Quantum der natürlichen Substanz, in
der es sich darstellt, als ein bestimmtes als Einheit angenommenes Gewicht
Gold, Silber etc., den Vergleichungspunkt, die Einheit, das Maß abgibt. Die
Tauschwerte (Waren) sind in der Vorstellung verwandelt in gewisse Gewichtteile
von Gold oder Silber und ideell als = diesem vorgestellten Quantum Gold etc.
gesetzt; als es ausdrückend.

| Gehen wir aber nun zur
zweiten Bestimmung des Geldes über, als Tauschmittel und Verwirklicher der
Preise, so haben wir gefunden, dass es hier in einer bestimmten
Quantität
vorhanden
sein muss; dass das als Einheit gesetzte Gewicht Gold oder Silber in einer
bestimmten Anzahl nötig ist, um dieser Bestimmung adäquat zu sein. Wenn die
Summe der zu realisierenden Preise

auf der einen Seite
gegeben ist, die abhängt von dem Preis einer bestimmten Ware multipliziert mit
ihrer Quantität, und die Geschwindigkeit der Geldzirkulation auf der anderen
Seite, ist eine gewisse Quantität des Zirkulationsmittels erheischt. Betrachten
wir nun aber näher die ursprüngliche Form, die unmittelbare Form, in der sich
die Zirkulation darstellt, W-G-G-W, so erscheint in dieser das Geld als reines
Tauschmittel. Die Ware wird gegen Ware ausgetauscht, und das Geld erscheint
bloß als das Mittel des Austauschs. Der Preis der ersten Ware wird im Geld
realisiert, um mit dem Geld den Preis der zweiten Ware zu realisieren und sie
so für die erste zu erhalten. Nachdem der Preis der ersten Ware realisiert ist,
ist es nicht der Zweck dessen, der nun seinen Preis im Geld erhalten hat, den
Preis der zweiten Ware zu erhalten, sondern er zahlt ihren Preis, um die Ware
zu erhalten. Im Grunde hat ihm das Geld daher nur dazu gedient, die erste Ware
gegen die zweite auszutauschen. Als bloßes Zirkulationsmittel hat das Geld
keinen anderen Zweck. Der Mann, der seine Ware gegen Geld verkauft hat, will
wieder die Ware kaufen, und der, von dem er sie kauft, braucht das Geld wieder,
um die Ware zu kaufen etc. In dieser Bestimmung nun als reines
Zirkulationsmittel besteht die Bestimmung des Geldes selbst nur in diesem
Umlauf, den es dadurch bewerkstelligt, dass seine Quantität vorher bestimmt
ist; seine Anzahl. Wie oft es selbst als Einheit in den Waren vorhanden ist,
ist vorher in ihren Preisen bestimmt, und als Zirkulationsinstrument erscheint
es bloß als Anzahl dieser vorausgesetzten Einheit. Insofern es den Preis der
Waren realisiert, wird die Ware gegen ihr reales Äquivalent in Gold und Silber
ausgetauscht; wird ihr Tauschwert wirklich in dem Geld als einer andern Ware
ausgedrückt

35
; aber
insofern dieser Prozess nur stattfindet, um das Geld wieder in Ware zu
verwandeln, um also die erste Ware gegen die zweite auszutauschen, erscheint
das Geld nur verschwindend, und seine Substanz besteht nur darin, dass es
fortwährend als dies Verschwinden erscheint, als dieser Träger der Vermittlung.
Das Geld als Umlaufsmittel ist
nur
Umlaufsmittel.
Die einzige ihm wesentliche Bestimmtheit, um in diesem Charakter dienen zu
können, ist die der Quantität oder Anzahl, in der es umläuft. (Da die Anzahl mit
durch die Geschwindigkeit bestimmt ist, braucht diese hier nicht besonders
erwähnt zu werden.) Sofern es den Preis realisiert, ist seine materielle
Existenz als Gold und Silber wesentlich; aber soweit diese Realisierung nur
verschwindend ist und sich selbst auf heben soll, ist sie
gleichgültig.
Es ist
nur ein
Schein,
als
handle es sich darum, die Ware gegen Gold oder Silber als eine besondere Ware
auszutauschen: ein Schein, der verschwindet, indem der Prozess beendigt ist,
sobald das Gold und Silber

wieder gegen Ware und somit die
Ware gegen die Ware ausgetauscht ist. Das Gold und Silber als bloßes
Zirkulationsmittel oder das Zirkulationsmittel als Gold und Silber ist daher
gleichgültig gegen seine Beschaffenheit als eine besondere natürliche Ware.

Setze den Totalpreis der
zirkulierenden Waren = 10000

36
Taler. Ihr Maß ist dann 1 Taler =
x Gewicht Silber. Es seien nun 100 Taler nötig, um diese Waren zu zirkulieren
in 6 Stunden; d.h., jeder Taler zahle den Preis von 100 Taler in 6 Stunden. Was
nun wesentlich ist, dass 100 Taler, die Anzahl 100, vorhanden ist der
metallischen Einheit, die die Totalsumme der Warenpreise misst; 100 solcher
Einheiten. Dass diese Einheiten aus Silber bestehen, ist für den Prozess selbst
gleichgültig. Dies erscheint schon darin, dass der eine Taler im Kreislauf der
Zirkulation eine 100mal größere Silbermasse repräsentiert, als reell in ihm
enthalten ist, obgleich er in jedem bestimmten Austausch nur das Gewicht Silber
von 1 Taler repräsentiert. Im Ganzen der Zirkulation genommen repräsentiert der
1 Taler also 100 Taler, ein 100mal größeres Silbergewicht, als er wirklich
enthält. Er ist in der Tat nur ein
Zeichen
für
das Silbergewicht, das in 100

37
Talern enthalten ist. Er
realisiert einen 100mal größeren Preis als er wirklich, als Quantum Silber
betrachtet, realisiert. Gesetzt, das £ St. z. B. sei = ⅓ Unze Gold
(es ist nicht so viel). Soweit der Preis einer Ware von 1 £ St. bezahlt wird,
d. h. ihr Preis von 1 £St. realisiert, sie gegen 1 £St. ausgetauscht wird, ist
es entscheidend, dass das £ St. wirklich ⅓ Unze Gold enthält

38
. Wäre es ein falsches £ St., aus unedlem Metall
komponiert, ein £ St. nur zum Schein, so wäre in der Tat nicht der Preis der
Ware realisiert; um ihn zu realisieren, müsste sie in so viel von unedlem
Metall bezahlt sein als = ⅓ Unze Gold.

Nach diesem abgesonderten
Moment der Zirkulation betrachtet, ist es also wesentlich, dass die Geldeinheit
wirklich ein bestimmtes Quantum von Gold und Silber darstellt. Wenn wir aber
das Ganze der Zirkulation nehmen, sie als mit sich zusammenschließenden
Prozess: W-G-G-W, verhält sich die Sache anders. Im ersten Fall wäre die
Realisierung des Preises nur scheinbar: Nur
Teil
ihres Preises wäre realisiert. Der
ideell an ihr gesetzte Preis wäre nicht reell gesetzt. Die Ware, die ideell =
soviel Gewichtteile Gold gesetzt ist, würde im wirklichen Austausch nicht
soviel Gewichtteile Gold gegen sich auslösen. Wenn aber ein falsches £ St. für
ein echtes zirkulierte, täte es absolut im Ganzen der Zirkulation denselben
Dienst, als ob es echt wäre. Wenn eine Ware A zum Preis von 1 £ gegen 1
falsches Pfund ausgetauscht und dies falsche Pfund wieder ausgetauscht wird
gegen Ware B von 1 £St., so hat das falsche Pfund absolut denselben Dienst
getan, als ob es ein | echtes wäre. Das wirkliche

Pfund
ist daher in diesem Prozess in der Tat nur ein
Zeichen,
soweit nicht das Moment
betrachtet wird, wonach es die Preise realisiert, sondern das Ganze des
Prozesses, worin es nur als Zirkulationsmittel dient und worin die Realisierung
der Preise nur ein
Schein,
verschwindende
Vermittlung ist. Hier dient das Pfund Gold nur dazu, damit die Ware A gegen die
Ware B von gleichem Preise ausgetauscht wird. Die wirkliche Realisation des
Preises der Ware A ist hier die Ware B, und die wirkliche Realisation des Preises
B ist die Ware A oder C oder D, was dasselbe für die Form des Verhältnisses
ist, für das der besondere Inhalt der Ware ganz gleichgültig. Waren von
gleichen Preisen werden ausgetauscht. Statt die Ware A direkt mit der Ware B
auszutauschen, wird der Preis der Ware A mit der Ware B und der Preis der Ware
B mit der Ware A ausgetauscht.

Das Geld stellt so der Ware
gegenüber nur ihren Preis dar. Die Waren werden zu ihrem Preis gegeneinander
ausgetauscht. Der Preis der Ware selbst drückt an ihr ideell aus, dass sie die
Anzahl einer gewissen natürlichen Einheit (Gewichtsteils) von Gold oder Silber,
der Materie ist, worin das Geld verkörpert ist. Im Geld, oder ihrem
realisierten Preis, tritt ihr nun eine wirkliche Anzahl dieser Einheit
gegenüber. Soweit aber die Realisierung des Preises nicht das letzte ist, und
es sich nicht darum handelt, den Preis der Ware als Preis zu haben, sondern als
Preis einer anderen Ware, ist die Materie des Geldes gleichgültig, z. B. das
Gold und Silber. Das Geld wird Subjekt als Zirkulationsinstrument, als
Tauschmittel, und die natürliche Materie, worin es sich darstellt, erscheint
als ein Accident

39
, dessen Bedeutung im Akt des Tausches selbst verschwindet;
weil es nicht in dieser Materie ist, dass die gegen das Geld ausgetauschte Ware
schließlich realisiert werden soll, sondern der Materie der anderen Ware. Wir
haben nämlich jetzt außer den Momenten, dass in der Zirkulation 1. das Geld die
Preise realisiert, 2. die Eigentumstitel zirkuliert;

3. noch das, dass vermittelst
ihrer geschieht, was direkt nicht geschehen konnte, dass der Tauschwert der
Ware in jeder anderen Ware ausgedrückt wird. Wenn 1 Elle Leinwand 2 sh kostet
und 1 Pfund Zucker 1 sh, so wird die Elle Leinwand vermittelst der 2 sh in 2
Pfund Zucker realisiert, der Zucker daher in die Materie ihres Tauschwerts
verwandelt, in die Materie, worin ihr Tauschwert realisiert wird.

Als bloßes Zirkulationsmittel,
in seiner Rolle im Prozess der Zirkulation als beständigem Fluss, ist das Geld
weder Maß der Preise, denn als solches ist es schon in den Preisen selbst
gesetzt; noch Mittel der Realisation der Preise, denn als solches existiert
dies in dem einen Moment der Zirkulation, verschwindet

es
aber in der Totalität ihrer Momente; sondern ist bloßer
Repräsentant
des
Preises gegen alle Waren und dient nur als Mittel, dass Waren zu gleichen
Preisen ausgetauscht werden. Es wird gegen die eine Ware ausgetauscht, weil es
der allgemeine Repräsentant ihres Tauschwertes und als solcher der
Repräsentant
jeder
anderen Ware von gleichem Tauschwert ist, allgemeiner Repräsentant ist, und als
solcher ist es in der Zirkulation selbst. Es
stellt vor
den Preis der einen Ware
gegenüber allen anderen Waren oder den Preis aller Waren gegenüber einer Ware.
Es ist in dieser Beziehung nicht nur
Repräsentant
der
Warenpreise, sondern
Zeichen
seiner
selbst; d.h., in dem Akt der Zirkulation selbst ist seine Materie, Gold und
Silber, gleichgültig. Es
ist
der
Preis; es ist ein bestimmtes Quantum Gold oder Silber; aber insofern diese
Realität des Preises hier nur eine verschwindende ist, eine, die bestimmt ist,
beständig zu verschwinden, aufgehoben zu werden, nicht als definitive
Realisation zu gelten, sondern fortwährend nur als intermediäre, vermittelnde;
insofern es sich hier überhaupt nicht um die Realisation des Preises, sondern
um die Realisation des Tauschwerts einer besonderen Ware in dem Material einer
anderen Ware handelt, ist sein eigenes Material gleichgültig, ist es
verschwindend als Realisation des Preises, da diese selbst verschwindet; ist
daher, soweit es in dieser beständigen Bewegung ist, nur als Repräsentant des
Tauschwerts, der erst wirklich wird, indem der wirkliche Tauschwert beständig
an die Stelle seines Repräsentanten tritt, beständig den Platz mit ihm
wechselt, sich beständig mit ihm austauscht. In diesem Prozess ist also seine
Realität nicht, dass es der Preis ist, sondern dass es ihn
vorstellt,
sein
Repräsentant ist; gegenständlich vorhandener Repräsentant des Preises, also
seiner selbst, und als solcher des Tauschwerts der Waren. Als Tauschmittel
realisiert es die Preise der Waren nur, um den Tauschwert der einen Ware in der
anderen als ihrer Einheit zu setzen, um ihren Tauschwert in der anderen Ware zu
realisieren, d.h., die andere Ware als das Material ihres Tauschwerts zu
setzen.

Als solches gegenständliches
Zeichen also ist es nur in der Zirkulation; aus ihr herausgenommen, ist es
wieder realisierter Preis; innerhalb des Prozesses aber ist, wie wir gesehen
haben, die Quantität, die Anzahl dieser gegenständlichen Zeichen der monetären
Einheit wesentlich bestimmt. Während also in der Zirkulation, worin das Geld
als Existierendes den Waren gegenüber erscheint, seine materielle Substanz,
sein Substrat als bestimmtes Quantum Gold und Silber gleichgültig ist, dagegen
seine Anzahl wesentlich bestimmt ist, da es so nur ein
Zeichen
für bestimmte
Anzahl dieser Einheit ist, war in seiner Bestimmung als Maß, worin es nur
ideell eingesetzt war, sein materielles Substrat wesentlich, aber seine
Quantität und seine Existenz überhaupt gleichgültig. Es folgt daraus, dass das
Geld als Gold und Silber, soweit es
nur
als

Zirkulations-Tauschmittel ist, durch jedes andere
Zeichen,
| das ein bestimmtes
Quantum seiner Einheit ausdrückt, ersetzt werden kann und so symbolisches Geld
das reelle ersetzen kann, weil das materielle Geld als bloßes Tauschmittel
selbst symbolisch ist.

Aus diesen widersprechenden
Bestimmungen des Geldes als Maß, als Verwirklichung der Preise und als bloßes
Tauschmittel, erklärt sich das sonst unerklärliche Phänomen, dass, wenn das
metallene Geld, Gold, Silber,
verfälscht
wird
durch Beimischung von niederem Metall, das Geld depreziiert wird und die Preise
steigen; weil in diesem Fall das Maß der Preise nicht mehr die
Produktionskosten sage der Unze Goldes, sondern der zu ⅔ mit Kupfer
etc. vermischten Unze (die Münzverfälschungen, soweit sie bloß darin bestehen,
dass die Namen der aliquoten Gewichtteile des edlen Metalls verfälscht oder
verändert werden, also z.B. der achte Teil einer Unze 1 sovereign genannt
würde, lässt das Maß absolut dasselbe und ändert nur seinen Namen. War früher ¼
der Unze 1 sovereign genannt, und ist es jetzt ⅛, so drückt der Preis von
1 sovereign nur mehr ⅛ Unze Gold aus; also 2 sovereigns (about

40
) nötig, um denselben Preis auszudrücken, den früher 1
sovereign ausdrückte); oder bei bloßer Namensverfälschung der aliquoten Teile
des edlen Metalls das Maß dasselbe geblieben ist, aber der aliquote Teil in
doppelt soviel francs etc. als früher ausgedrückt ist; andererseits, wenn das
Substrat des Geldes, Gold, Silber, ganz aufgehoben und durch Papier mit dem
Zeichen bestimmter Quanta reellen Geldes ersetzt wird, in der durch die
Zirkulation erheischten Quantität, das Papier zum Vollwert des Goldes und Silbers
kursiert. Im ersten Fall, weil das Zirkulationsmittel zugleich das Material des
Geldes als Maßes ist, und das Material, worin sich der Preis als definitiver
realisiert; im zweiten Fall, weil das Geld nur in seiner Bestimmung als
Zirkulationsmittel.

Beispiel der plumpen
Verwechslung der widersprechenden Bestimmungen des Geldes:

„Der Preis ist genau bestimmt
durch die Geldmenge, die vorhanden ist, um es damit zu kaufen. Alle Waren in
der Welt können nicht mehr einbringen, als alles in der Welt vorhandene Geld.“

Erstens hat die Preisbestimmung
mit dem wirklichen Verkauf nichts zu tun; in ihr das Geld nur als Maß.
Zweitens, alle Waren (in Zirkulation befindlichen) können tausend[mal] mehr
money fetchen

41
als in der world

42
ist, wenn jedes piece

43
Geld tausendmal zirkulierte. (Die Steile aus
dem
London
„
Weekly Dispatch“,
Nov.8,
[1857].)

Da die Totalsumme der Preise,
die in der Zirkulation zu realisieren sind,

wechselt mit den
Preisen der Waren und der Masse, die davon in Umlauf geworfen ist; da
andererseits die Geschwindigkeit des im Umlauf befindlichen Zirkulationsmittels
ebenfalls bestimmt ist durch Umstände, die von ihm selbst unabhängig sind, muss
die Quantität der Zirkulationsmittel wechseln können, sich erweitern und
zusammenziehen –
Kontraktion
und Expansion der Zirkulation.

Als bloßes Zirkulationsmittel
kann vom Geld gesagt werden, dass es auf hört, Ware zu sein
(besondere
Ware), indem
sein Material gleichgültig ist und es nur noch das Bedürfnis des Austauschs
selbst befriedigt, kein anderes unmittelbares Bedürfnis mehr: Gold und Silber
hören auf, Ware zu sein, sobald sie als Geld zirkulieren. Auf der anderen Seite
kann von ihm gesagt werden, dass es nur mehr
Ware
ist
(allgemeine
Ware), die Ware in ihrer
reinen Form, gleichgültig gegen ihre natürliche Besonderheit und daher gleichgültig
gegen alle unmittelbaren Bedürfnisse, ohne natürliche Beziehung auf ein
bestimmtes Bedürfnis als solches. Die Anhänger des Monetärsystems, selbst
zum Teil des Protektionssystems (sieh z.B. Ferrier, p.2)

44
haben sich an die erste Seite

45
, die modernen Ökonomen an die zweite
Seite

46
gehalten; z.B. Say, der sagt, dass das Geld als
eine „besondere“ Ware, eine Ware wie jede andere behandelt

47
... Als Tauschmittel erscheint das Geld als notwendiger
Vermittler zwischen Produktion und Konsumtion. In dem System des entwickelten
Geldes produziert man nur, um auszutauschen, oder man produziert nur, indem man
austauscht. Das Geld weggestrichen, würde man also entweder auf eine niedrigere
Stufe der Produktion zurückgeworfen (der der nebenbeispielende Tauschhandel
entspricht) oder man würde zu einer höheren fortgehen, worin der Tauschwert
nicht mehr die erste Bestimmung der Ware, weil die allgemeine Arbeit, deren
Repräsentant [er] ist, nicht mehr als nur zur Gemeinschaftlichkeit vermittelte
Privatarbeit erschiene.

Die Frage, ob das Geld als
Zirkulationsmittel produktiv oder nicht produktiv ist, löst sich ebenso
einfach. Nach Adam Smith

48
das Geld unproduktiv. Nun sagt
Ferrier z.B.:

„Es schafft die valeurs, weil
sie ohne es nicht existieren würden.“ [p. 52.]

Man muss nicht nur

„seinen
Wert
als Metall
betrachten, sondern ebenso sehr seine
Eigenschaft
als
Geld“, [p. 18.]

A. Smith hat recht, insofern es
nicht das Instrument irgendeines besonderen Produktionszweiges ist; Ferrier hat
recht, | weil ein Moment der all-

gemeinen auf dem
Tauschwert beruhenden Produktion ist, Produkt und Produktionsagent in der
Bestimmung des Geldes zu setzen, und diese Bestimmung ein vom Produkt
unterschiedenes Geld unterstellt; weil das Geldverhältnis selbst ein
Produktionsverhältnis ist, wenn die Produktion in ihrer Totalität betrachtet
wird.

Soweit W-G-G-W in seine beiden
Momente zerlegt wird, obgleich die
Preise
der
Waren unterstellt sind (und dies macht Hauptunterschied), zerfällt die
Zirkulation in zwei Akte des unmittelbaren Tauschhandels. W-G: Der Tauschwert
der Ware wird in einer anderen, besonderen Ware, dem Material des Geldes,
ausgedrückt, wie der des Geldes in der Ware; ebenso in G-W. Insofern hat A.
Smith recht, wenn er sagt, dass das Geld als Tauschmittel nur kompliziertere
Art von barter

49
(Tauschhandel). Insofern aber das Ganze des Prozesses
betrachtet wird, nicht beide als gleichgültige Akte, dass die Ware in Geld
realisiert wird und das Geld in Ware, haben die Gegner A. Smiths recht, die
sagen, dass er die Natur des Geldes verkannt hat und dass die Geldzirkulation
den harter verdrängt; indem das Geld nur dient, die „arithmetical division“

50
, die aus der Teilung der Arbeit entsteht, zu saldieren.
Diese „arithmetical figures“

51
brauchen sowenig von Gold und
Silber zu sein wie die Längenmaße. (Sieh
Solly,
p.20.)

52

Die Waren werden aus
marchandises denrees

53
, gehen in die Konsumtion ein; das Geld
als Zirkulationsmittel nicht; es hört an keinem Punkt auf, Ware zu sein,
solange
es in der
Bestimmung des Zirkulationsmittels bleibt.

Wir gehen jetzt zur dritten
Bestimmung des Geldes über, die zunächst resultiert aus der zweiten Form der
Zirkulation:

G-W-W-G; worin das Geld nicht
nur als
Mittel
erscheint,
auch nicht als
Maß,
sondern
als Selbstzweck und daher ebenso aus der Zirkulation heraustritt, wie die
bestimmte Ware, die ihren Kreislauf zunächst vollendet, und aus marchandise
denree geworden ist.

Vorher noch zu bemerken, dass,
die Bestimmung des Geldes als eines immanenten Verhältnisses der allgemein auf
den Tauschwert begründeten Produktion vorausgesetzt, nun auch nach einzelnen
Seiten hin sein Dienst als Produktionsinstrument nachgewiesen werden kann.

„Der Nutzen des Goldes und
Silbers beruht darauf, dass sie Arbeit ersetzen.“
(
Lauderdale
.
p. II.)

54

Ohne Geld eine Masse trocs

55
nötig, eh man im Austausch den gewünschten Gegenstand
erhält. Man müsste ferner bei jedem besonderen Austausch die

Untersuchung
über den relativen Wert der Waren anstellen. Ersteres erspart das Geld als
Austauschinstrument (Handelsinstrument); letzteres als Wertmesser und
Repräsentant aller Waren,
(idem,
l.
c.) Die umgekehrte Behauptung, dass das Geld
nicht
produktiv sei, sagt nur, dass es
außer der Bestimmtheit, worin es produktiv ist, als Maß, Zirkulationsinstrument
und Repräsentant der Werte,
unproduktiv
ist,
dass seine Quantität nur produktiv ist, soweit sie erheischt, um diese
Bestimmungen zu erfüllen. Dass [es] nicht nur
unproduktiv,
sondern
faux frais de production
wird

56
, sobald mehr von ihm angewandt, als zu dieser seiner
produktiven Bestimmung nötig, ist eine Wahrheit, die von jedem anderen
Produktions- oder Austauschinstrument gilt; von der Maschine sowohl wie von dem
Transportmittel. Wird aber damit gemeint, dass das Geld nur vorhandenen reellen
Reichtum austauscht, so ist das falsch, da ebenso Arbeit gegen es ausgetauscht
und mit ihm gekauft wird, die produktive Tätigkeit selbst,
potentieller
Reichtum.

Die
dritte Bestimmung
des
Geldes in ihrer vollständigen Entwicklung unterstellt die beiden ersten und ist
ihre Einheit. Das Geld hat also selbständige Existenz außer der Zirkulation; es
ist aus ihr herausgetreten. Als
besondere
Ware
kann es aus seiner Form von Geld in die von Luxusgegenständen, Gold- und
Silberschmuck, verwandelt werden (solange die Kunstarbeit sehr einfach, wie z.
B. in der älteren englischen Periode, die Verwandlung aus Silbergeld in plate

57
und vice versa beständig. Sieh
Taylor
);
oder es kann als Geld
aufgehäuft
werden
und so einen
Schatz
bilden.
Sofern das Geld in seiner selbständigen Existenz aus der Zirkulation herkommt,
erscheint es in ihr selbst als Resultat der Zirkulation; es schließt sich mit
sich selbst durch die Zirkulation zusammen. In dieser Bestimmtheit ist seine
Bestimmung als
Kapital
schon
latent enthalten

58
. Es ist negiert als nur Tauschmittel. Indes, da es
historisch als Maß gesetzt sein kann, bevor es als Tauschmittel erscheint, und
als Tauschmittel erscheinen kann, bevor es als Maß gesetzt ist – im letzteren
Fall würde es nur als bevorzugte
Ware

59
da sein –, so kann es auch in der dritten Bestimmung
historisch erscheinen, bevor es in den beiden früheren gesetzt ist. Aber
als
Geld
können
Gold und Silber nur aufgehäuft werden, wenn sie in einer der beiden
Bestimmungen schon vorhanden sind, und in der dritten Bestimmung kann es
entwickelt nur erscheinen, wenn es in den beiden früheren entwickelt ist. Seine
Aufhäufung ist sonst nur Aufhäufung von Gold und Silber, nicht von Geld.

| (Als besonders
interessantes Beispiel auf die
Aufhäufung
des Kupfergeldes
in den älteren Zeiten der römischen Republik
einzugehen.)

Insofern das Geld als
universeller materieller Repräsentant
des Reichtums

aus der Zirkulation herkommt
und als solcher selbst
Produkt
der Zirkulation
ist, die zugleich als Austausch in einer
höheren Potenz und eine
besondere
Form
des Austauschs, steht es auch in dieser dritten Bestimmung in Bezug auf die
Zirkulation; es steht ihr selbständig gegenüber, aber diese seine
Selbständigkeit ist nur ihr eigener Prozess. Es kommt ebenso aus ihr her, wie
es wieder in sie eingeht. Außer aller Beziehung auf sie wäre es nicht Geld,
sondern ein einfacher Naturgegenstand, Gold und

Silber. Es
ist in dieser Bestimmung ebenso sehr ihre Voraussetzung wie ihr Resultat. Seine
Selbständigkeit selbst ist nicht Aufhören der Beziehung zur Zirkulation,
sondern
negative
Beziehung
zu ihr. Dies liegt in dieser Selbständigkeit als dem Resultat von G-W-W-G. Im
Geld als
Kapital
ist
an ihm selbst gesetzt, 1. dass es ebenso Voraussetzung der Zirkulation wie ihr
Resultat ist; 2. dass seine Selbständigkeit daher selbst nur
negative
Beziehung,
aber stets Beziehung auf die Zirkulation ist; 3. ist es selbst als
Produktionsinstrument
gesetzt,
indem die Zirkulation nicht mehr in ihrer ersten Einfachheit erscheint als
quantitativer Umtausch, sondern als Prozess der Produktion, der reale
Stoffwechsel. Und so ist denn das Geld selbst bestimmt als besonderes Moment
dieses Produktionsprozesses. In der Produktion handelt es sich nicht nur um einfache
Preisbestimmung, d. h. um Übersetzen der Tauschwerte der Waren in eine
gemeinschaftliche Einheit, sondern um Schaffen der Tauschwerte, also auch um
Schaffen der
Bestimmtheit
der
Preise. Nicht nur um bloßes Setzen der Form, sondern des Inhalts. Wenn daher in
der einfachen Zirkulation das Geld insofern im allgemeinen als produktiv
erscheint, insofern Zirkulation im Allgemeinen selbst ein Moment des Systems
der Produktion, so ist diese Bestimmung nur noch
für uns,
noch
nicht
gesetzt
am
Geld. 4. Als Kapital erscheint das Geld daher auch gesetzt als Verhältnis zu
sich selbst vermittelst der Zirkulation – im
Verhältnis
von
Zins und Kapital.
Aber hier
haben wir es noch nicht mit diesen Bestimmungen zu tun, sondern wir haben das
Geld einfach zu betrachten, wie es in seiner dritten Beziehung als
selbständiges
aus der
Zirkulation, eigentlich aus seinen beiden frühem Bestimmungen, hervorgegangen
ist.

(„Vermehrung des Geldes nur
Vermehrung der
Zählungsmittel.“
Sismondi
.
60

Dies nur richtig, soweit es als
bloßes Tauschmittel bestimmt ist. In der anderen Eigenschaft ist es auch
Vermehrung der
Zahlungsmittel.)

,Der Handel hat den Schatten
vom Körper getrennt und die Möglichkeit eingeführt, sie getrennt zu besitzen.“
(
Sismondi
.) [p.
300.]

Das Geld ist also jetzt der
verselbständigte Tauschwert (als solcher erscheint es als
Tauschmittel
immer nur
verschwindend) in seiner allgemeinen Form. Es besitzt zwar eine besondere
Körperlichkeit oder Substanz, Gold und Silber, und dies gibt ihm eben seine
Selbständigkeit, denn was nur an einem anderen als Bestimmung oder Beziehung
von andern existiert, ist nicht selbständig. Andrerseits, in dieser
körperlichen Selbständigkeit als Gold und Silber repräsentiert es nicht nur den
Tauschwert der einen Ware gegenüber der anderen, sondern den Tauschwert
gegenüber allen Waren, und während es selbst eine Substanz besitzt, erscheint
es zugleich in seiner besonderen Existenz als Gold und Silber als der
allgemeine Tauschwert der anderen Waren. Es ist auf der einen Seite besessen
als ihr Tauschwert; sie stehen auf der andern Seite als ebenso viel besondere
Substanzen desselben, so dass er sich ebenso sehr in jede dieser Substanzen
durch den Austausch verwandeln kann, als gleichgültig gegen und erhaben über
ihre Bestimmtheit und Besonderheit ist. Sie sind daher nur zufällige
Existenzen. Es ist der
„
précis de toutes les choses
“

61
,
worin ihr besonderer Charakter verwischt; der
allgemeine Reichtum als kurzgefasstes Kompendium gegenüber seiner Ausbreitung
und Zersplitterung in der Welt der Waren. Während in der besonderen Ware der
Reichtum als ein Moment derselben erscheint oder sie als ein besonderes Moment
des Reichtums, erscheint im Gold und Silber der allgemeine Reichtum selbst
konzentriert in einer besonderen Materie. Jede besondere Ware, soweit sie
Tauschwert ist, Preis hat, drückt selbst nur ein bestimmtes Quantum Geld in
einer unvollkommenen Form aus, da sie erst in die Zirkulation geworfen werden
muss, um realisiert zu werden, und es ihrer Besonderheit wegen zufällig bleibt,
ob sie realisiert wird oder nicht. Sofern sie aber nicht als Preis, sondern in
ihrer natürlichen Bestimmtheit, ist sie nur Moment des Reichtums durch ihre
Beziehung auf ein besonderes Bedürfnis, das sie befriedigt, und drückt in
dieser Beziehung 1. nur den Gebrauchsreichtum aus, 2. nur eine ganz besondere
Seite dieses Reichtums. Geld dagegen, abgesehen von seiner besonderen
Brauchbarkeit als wertvolle Ware, ist 1. der realisierte Preis; 2. befriedigt
es jedes Bedürfnis, insofern es gegen das Objekt jedes Bedürfnisses
ausgetauscht werden kann, ganz gleichgültig gegen jede Besonderheit. Die Ware
besitzt diese Eigenschaft nur vermittelst des Geldes. Das Geld besitzt sie
direkt gegenüber allen Waren, daher gegenüber der ganzen Welt des Reichtums,
dem Reichtum als solchem. Im Geld ist der allgemeine Reichtum nicht nur eine
Form, sondern zugleich der Inhalt selbst. Der Begriff des Reichtums ist
sozusagen in einem besonderen Gegenstand realisiert,
individualisiert.
In
der besonderen Ware, ||ll-1| soweit sie Preis ist, ist der Reichtum nur als
ideelle Form gesetzt, die noch nicht realisiert ist; soweit sie einen
bestimmten Gebrauchswert hat, stellt sie nur eine ganz vereinzelte Seite
desselben dar. Im Geld dagegen ist der Preis realisiert, und die Substanz
desselben ist der Reichtum selbst, sowohl in seiner Abstraktion von seinen
besonderen Existenzweisen als in seiner Totalität.

Der Tauschwert bildet die Substanz des
Geldes, und der Tauschwert ist der Reichtum. Das Geld ist daher andererseits
auch die verkörperlichte Form des Reichtums gegenüber all den besonderen
Substanzen, aus denen er besteht. Wenn daher einerseits in ihm, soweit das Geld
für sich betrachtet wird, Form und Inhalt des Reichtums identisch sind, ist es
andererseits im Gegensatz zu allen anderen Waren ihnen gegenüber die allgemeine
Form des Reichtums, während die Totalität dieser Besonderheiten seine Substanz
bildet. Wenn das Geld nach der ersten Bestimmung der Reichtum selbst ist, so
ist es nach der anderen der
allgemeine
materielle Repräsentant desselben.
Im Geld selbst existiert
diese Totalität als vorgestellter Inbegriff der Waren. Der Reichtum (Tauschwert
als Totalität sowohl wie Abstraktion) existiert also erst, mit Ausschluss aller
anderen Waren, als solcher individualisiert, im Gold und Silber, als ein
einzelner handgreiflicher Gegenstand. Das Geld ist daher der Gott unter den
Waren.

Als vereinzelter
handgreiflicher Gegenstand kann das Geld daher zufällig gesucht, gefunden,
gestohlen, entdeckt werden und der allgemeine Reichtum handgreiflich in den
Besitz des einzelnen Individuums gebracht werden. Aus seiner Knechtsgestalt, in
der es als bloßes Zirkulationsmittel erscheint, wird es plötzlich der Herrscher
und Gott in der Welt der Waren. Es stellt die himmlische Existenz der Waren
dar, während sie seine irdische darstellen. Jede Form des natürlichen
Reichtums, eh er durch den Tauschwert ersetzt

62
ist, unterstellt eine wesentliche
Beziehung des Individuums zum Gegenstand, so dass es sich nach einer seiner
Seiten hin selbst in der Sache vergegenständlicht und sein Besitzen der Sache
zugleich als eine bestimmte Entwicklung seiner Individualität erscheint; der
Reichtum an Schafen die Entwicklung des Individuums als Hirten, der Reichtum an
Korn seine Entwicklung als Landmann etc.
Das Geld dagegen, als das Individuum
des
allgemeinen Reichtums, als selbst aus der Zirkulation herkommend und nur das
allgemeine repräsentierend, als
nur
gesellschaftliches Resultat,
unterstellt durchaus keine
individuelle Beziehung zu seinem Besitzer; sein Besitzen ist nicht die
Entwicklung irgendeiner der wesentlichen Seiten seiner Individualität, sondern
vielmehr Besitz des Individualitätslosen, da dies gesellschaftliche [Verhältnis]
zugleich als ein sinnlicher, äußerlicher Gegenstand existiert, dessen sich
mechanisch bemächtigt werden kann und der ebenso sehr verloren werden kann.
Seine Beziehung zum Individuum erscheint also als eine rein zufällige; während
diese Beziehung zu einer gar nicht mit seiner Individualität zusammenhängenden
Sache ihm zugleich, durch den Charakter dieser Sache, die

allgemeine
Herrschaft über die Gesellschaft, über die ganze Welt der Genüsse, Arbeiten
etc. gibt. Es wäre dasselbe, als wenn z. B. das Finden eines Steins mir, ganz
unabhängig von meiner Individualität, den Besitz aller Wissenschaften
verschaffte. Der Besitz des Geldes stellt mich im Verhältnis zu dem Reichtum
(dem gesellschaftlichen) ganz in dasselbe Verhältnis, worein mich der Stein der
Weisen in Bezug auf die Wissenschaften stellen würde.

Das Geld ist daher nicht
nur
ein
Gegenstand
der Bereicherungssucht, sondern es ist der Gegenstand derselben. Sie ist
wesentlich
auri sacra
fames

63
.
Die Bereicherungssucht als solche, als
eine besondere Form des Triebs, d. h. als unterschieden von der Sucht nach
besonderem Reichtum, also z. B. Sucht für Kleider, Waffen, Schmuck, Weiber,
Wein etc., ist nur möglich, sobald der allgemeine Reichtum, der Reichtum als
solcher, in einem besonderen Ding individualisiert ist, d. h., sobald das Geld
in seiner dritten Bestimmung gesetzt ist. Das Geld ist also nicht nur der
Gegenstand, sondern zugleich die Quelle der Bereicherungssucht. Habsucht ist
auch ohne Geld möglich; Bereicherungssucht ist selbst das Produkt einer
bestimmten gesellschaftlichen Entwicklung, nicht
natürlich
im Gegensatz
zum
Geschichtlichen.
Daher
der Jammer der Alten über das Geld als die Quelle alles Bösen. Die Genusssucht
in ihrer allgemeinen Form und der Geiz sind die zwei besonderen Formen der
Geldgier. Abstrakte Genusssucht unterstellt einen Gegenstand, der [die]
Möglichkeit aller Genüsse enthielte. Die abstrakte Genusssucht verwirklicht das
Geld in der Bestimmung, worin es der
materielle
Repräsentant des Reichtums ist;
den Geiz, insofern es nur die
allgemeine Form des Reichtums gegenüber den Waren als seinen

64
besonderen Substanzen ist. Um es als solches zu
halten, muss er alle Beziehung auf die Gegenstände der besonderen Bedürfnisse
opfern, entsagen, um das Bedürfnis der Geldgier als solcher zu befriedigen. Die
Geldgier oder Bereicherungssucht ist notwendig der Untergang der alten
Gemeinwesen. Daher der Gegensatz dagegen. Es selbst ist das
Gemeinwesen
und kann
kein anderes über ihm stehendes dulden. Das unterstellt aber die völlige
Entwicklung der Tauschwerte, also einer ihr entsprechenden Organisation der
Gesellschaft.

Bei den Alten war nicht der
Tauschwert der nexus rerum

65
; erscheint so nur bei den
Handelsvölkern, die aber nur carrying trade

66
hatten und nicht selbst
produzierten. Wenigstens war das bei den Phöniziern, Karthaginiensern etc.
Nebensache. Sie konnten ebenso gut in den Zwischenräumen der alten Welt leben
wie die Juden in Polen oder im Mittelalter. Vielmehr war diese Welt selbst die
Voraussetzung solcher Handelsvölker. Sie gehen auch jedesmal

kaputt,
sobald sie in ernsthaften Konflikt mit antiken Gemeinwesen geraten. Bei den
Römern, Griechen etc. erscheint das Geld erst unbefangen in seinen beiden
ersten Bestimmungen als Maß und Zirkulationsmittel, in beiden nicht sehr
entwickelt. Sobald sich aber entweder ihr Handel etc. entwickelt oder, wie bei
den Römern, die Eroberung ihnen Geld massenhaft | zuführt – kurz, plötzlich
auf einer gewissen Stufe ihrer ökonomischen Entwicklung erscheint das Geld
notwendig in seiner dritten Bestimmung, und je mehr es sich in derselben
ausbildet, als Untergang ihres Gemeinwesens. Um produktiv zu wirken, muss das
Geld in der dritten Bestimmung, wie wir gesehen haben, nicht nur Voraussetzung,
sondern ebenso sehr Resultat der Zirkulation sein und als ihre Voraussetzung
selbst ein Moment derselben, ein von ihr Gesetztes sein. Bei den Römern z. B.,
wo es aus der ganzen Welt zusammen gestohlen war, war dies nicht der Fall.

Es liegt in der einfachen
Bestimmung des Geldes selbst, dass es als entwickeltes Moment der Produktion
nur da existieren kann, wo die
Lohnarbeit
existiert;
dass es also da auch so, weit entfernt, die Gesellschaftsform aufzulösen,
vielmehr eine Bedingung ihrer Entwicklung und ein Triebrad zur Entwicklung
aller Produktivkräfte, materieller und geistiger, ist. Ein einzelnes Individuum
kann heute noch zufällig zu Geld kommen, und sein Besitz kann daher ebenso
auflösend auf es wirken, als es auf die Gemeinwesen der Alten wirkte. Aber die
Auflösung dieses Individuums in der modernen Gesellschaft ist selbst nur die
Bereicherung des produktiven Teils derselben. Der Geldbesitzer im antiken Sinn
wird aufgelöst von dem industriellen Prozess, dem er wider Wissen und Wollen
dient. Die Auflösung betrifft nur seine Person. Als
materieller Repräsentant des allgemeinen
Reichtums,
als der
individualisierte
Tauschwert,
muss das Geld
unmittelbar
Gegenstand, Zweck und Produkt
der allgemeinen Arbeit, der Arbeit aller Einzelnen sein. Die Arbeit muss
unmittelbar den Tauschwert, d. h. Geld produzieren. Sie muss daher
Lohnarbeit
sein. Die
Bereicherungssucht, so als der Trieb aller, indem jeder Geld produzieren will,
schafft er den allgemeinen Reichtum. Die allgemeine Bereicherungssucht kann nur
so die Quelle des allgemeinen, sich stets von neuem erzeugenden Reichtums werden.
Indem die Arbeit Lohnarbeit, ihr Zweck unmittelbar Geld ist, ist der allgemeine
Reichtum
gesetzt
als
ihr Zweck und Gegenstand.
(Über
den Zusammenhang des antiken Heerwesens, sobald es Söldnerwesen wird, in dieser
Beziehung zu sprechen.)
Das Geld als Zweck wird hier Mittel
der allgemeinen Arbeitsamkeit. Der allgemeine Reichtum wird produziert, um sich
seines Repräsentanten zu bemächtigen. So werden die wirklichen Quellen des
Reichtums eröffnet. Indem der Zweck der Arbeit nicht ein besonderes Produkt
ist, das in einem besonderen Verhältnisse zu den besonderen Bedürfnissen des

Individuums steht, sondern Geld, der Reichtum in seiner allgemeinen Form,
hat erstens die Arbeitsamkeit des Individuums keine Grenze; sie ist
gleichgültig gegen ihre Besonderheit und nimmt jede Form an, die zum Zweck
dient; sie ist erfinderisch im Schaffen neuer Gegenstände für das
gesellschaftliche Bedürfnis etc.

Es ist also klar, dass mit der
Lohnarbeit als Grundlage das Geld nicht auflösend, sondern produzierend wirkt;
während das antike Gemeinwesen schon an sich mit der Lohnarbeit als allgemeiner
Grundlage im Widerspruch steht. Allgemeine Industrie ist nur möglich, wo jede
Arbeit den allgemeinen Reichtum, nicht eine bestimmte Form desselben,
produziert; wo also auch der Lohn des Individuums Geld ist. Sonst sind nur
besondere Formen des Kunstfleißes möglich. Der Tauschwert als unmittelbares
Produkt der Arbeit ist Geld als ihr unmittelbares Produkt. Die unmittelbare
Arbeit, die den Tauschwert als solchen produziert, ist daher Lohnarbeit. Wo das
Geld nicht selbst das Gemeinwesen, muss es das Gemeinwesen auflösen. Der Antike
konnte unmittelbar Arbeit kaufen, einen Sklaven; aber der Sklave konnte mit
seiner Arbeit nicht Geld kaufen. Die Vermehrung des Geldes konnte die Sklaven
teurer, aber nicht ihre Arbeit produktiver machen. Die
Negersklaverei
– eine
rein industrielle Sklaverei –, die ohnehin mit der Entwicklung der bürgerlichen
Gesellschaft verschwindet und unverträglich ist,
unterstellt sie,
und
wenn nicht andere freie Staaten mit Lohnarbeit neben ihr existierten, sondern
sie isoliert, würden sich sofort alle Gesellschaftszustände in den Negerstaaten
in vorzivilisierte Formen umwandeln. "

Das Geld als individualisierter
Tauschwert und damit inkarnierter Reichtum ist gesucht worden in der Alchimie;
es figuriert in dieser Bestimmung im Monetarsystem

67
. Die Vorepoche der Entwicklung der
modernen industriellen Gesellschaft wird eröffnet mit der allgemeinen Geldgier,
sowohl der Individuen als der Staaten. Die wirkliche Entwicklung der
Reichtumsquellen geht gleichsam hinter ihrem Rücken vor, als Mittel, um des
Repräsentanten des Reichtums habhaft zu werden. Wo es nicht aus der Zirkulation
hervorgeht, wie in Spanien, sondern leibhaft gefunden wird, verarmt die Nation,
während die Nationen, die arbeiten müssen, um es den Spaniern abzunehmen, die
Quellen des Reichtums entwickeln und sich wirklich bereichern. Das Auffinden,
Entdecken von Gold in neuen Weltteilen, Ländern, spielt daher so große Rolle in
der Geschichte der Revolution, weil hier Kolonisation improvisiert wird,
treibhausmäßig vor sich geht.

68
Das Jagen nach Gold in allen
Ländern führt zu ihrer Entdeckung; zu neuer Staatenbildung; zunächst zur
Erweiterung der in die Zirkulation kommenden und zu neuen Bedürfnissen
[führenden] und entfernte Weltteile in den Prozess des Austauschs und Stoffwechsels
ziehenden

Waren. Nach dieser Seite hin war es daher auch als
allgemeiner Repräsentant des Reichtums, als individualisierter Tauschwert, ein
doppeltes Mittel, den Reichtum zur Universalität zu erweitern und die
Dimensionen des Austauschs über die ganze Erde zu ziehen; die wirkliche
Allgemeinheit
des
Tauschwerts dem Stoff und dem Raum nach erst zu schaffen. Es liegt aber in der
Bestimmung, in der es hier entwickelt ist, dass die Illusion über seine Natur,
d. h. das Festhalten einer seiner Bestimmungen in ihrer Abstraktion, und mit
Hinwegsehen der in derselben enthaltenen Widersprüche ihm diese wirklich
magische Bedeutung gibt, hinter dem Rücken der Individuen. Es wird in der Tat
durch diese sich selbst widersprechende und daher illusorische Bestimmung,
durch diese seine Abstraktion, ein so enormes | Instrument in der wirklichen
Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte.

Die elementare Voraussetzung
der bürgerlichen Gesellschaft ist, dass die Arbeit unmittelbar den Tauschwert
produziert, also Geld; und dass dann ebenso Geld unmittelbar die Arbeit kauft,
den Arbeiter daher nur, sofern er selbst seine Tätigkeit im Austausch
veräußert.
Lohnarbeit
nach
der ersten Seite,
Kapital
nach
der zweiten sind also nur andere Formen des entwickelten Tauschwerts und des
Geldes als seiner Inkarnation. Das Geld ist damit unmittelbar zugleich
das
reale Gemeinwesen,
insofern
es die allgemeine Substanz des Bestehens für alle ist und zugleich das
gemeinschaftliche Produkt aller. Im Geld ist aber, wie wir gesehen haben, das
Gemeinwesen zugleich bloße Abstraktion, bloße äußerliche, zufällige Sache für
den einzelnen, und zugleich bloß Mittel seiner Befriedigung als eines
isolierten einzelnen. Das antike Gemeinwesen unterstellt eine ganz andere
Beziehung des Individuums für sich. Die Entwicklung des Geldes in seiner
dritten Bestimmung bricht es also. Jede Produktion ist eine
Vergegenständlichung des Individuums. Aber im Geld (Tauschwert) ist die
Vergegenständlichung des Individuums nicht die seiner in seiner natürlichen
Bestimmtheit, sondern seiner als in einer gesellschaftlichen Bestimmung
(Verhältnis) gesetzt, die ihm zugleich äußerlich ist.

Das Geld, gesetzt in der Form
des Zirkulationsmittels, ist
Münze.
Als
Münze hat es seinen Gebrauchswert selbst verloren; sein Gebrauchswert fällt
zusammen mit seiner Bestimmung als Zirkulationsmittel. Es muss z.B. erst
umgeschmolzen werden, um als Geld als solches dienen zu können. Es muss
demonetisiert werden. Darum ist es in der Münze auch nur
Zeichen
und
gleichgültig gegen sein Material. Aber als Münze verliert es auch seinen
universellen Charakter, nimmt einen nationalen, lokalen an. Es zerfällt in Münze
von verschiedenen Sorten, je nach dem Material, woraus es besteht, Gold,
Kupfer, Silber etc. Es erhält einen politischen Titel und spricht sozusagen
eine verschiedene Sprache in den verschiedenen Ländern. Endlich in demselben
Land

erhält es verschiedene Denominationen etc. Das Geld in
der dritten Bestimmung, als
selbständig
aus
der Zirkulation heraus- und ihr gegenübertretend, negiert daher auch seinen
Charakter als Münze. Es erscheint wieder als Gold und Silber, ob es in sie
umgeschmolzen wird oder nur nach seinem Gewichtteil von Gold und Silber
geschätzt wird. Es verliert auch wieder seinen nationalen Charakter und dient
als Tauschmittel zwischen den Nationen, als universelles Tauschmittel, aber
nicht mehr als
Zeichen,
sondern
als ein bestimmtes Quantum von Gold und Silber. In dem entwickeltsten
internationalen Austauschsystem daher erscheint das Gold und Silber ganz wieder
in der Form, wie es im ursprünglichen Tauschhandel schon eine Rolle spielt. Das
Gold und Silber, wie der Austausch selbst, erscheinen, wie schon bemerkt,
ursprünglich nicht innerhalb des Kreises eines gesellschaftlichen Gemeinwesens,
sondern da, wo es

69
aufhört, an seiner

70
Grenze; an den wenig zahlreichen
Punkten seines

71
Kontakts mit fremden Gemeinwesen. Es erscheint jetzt
so gesetzt als die
Ware
als
solche, die universelle Ware, die an allen Orten ihren Charakter als Ware
erhält. Es gilt dieser Formbestimmung nach gleichmäßig an allen Orten. Nur so
ist es der materielle Repräsentant des
allgemeinen
Reichtums.
Im Merkantilsystem gilt das Gold und Silber daher als Maß der Macht der
verschiedenen Gemeinwesen.

„Sobald die Edelmetalle Ziel
des Handels werden, ein allgemeines Äquivalent für alles, werden sie auch zum
Maßstab der Macht unter den Nationen. Daher das Merkantilsystem.“ (Steuart.)

72

So sehr nun die modernen
Ökonomen sich über das Merkantilsystem hinaus dünken, so tritt in Perioden
allgemeiner Krisen Gold und Silber ganz in dieser Bestimmung auf, im Jahre 1857

73
sogut wie 1600

74
. In diesem Charakter [spielen] Gold und
Silber wichtige Rolle in der Schöpfung des Weltmarkts. So die Zirkulation des
amerikanischen Silbers vom Westen nach Osten; das metallene Band zwischen
Amerika und Europa auf der einen, mit Asien auf der anderen Seite seit Beginn
der modernen Epoche. Bei den ursprünglichen Gemeinwesen dieser Handel mit Gold
und Silber nur nebenher spielend, auf den Überfluss sich beziehend, wie der
ganze Austausch. Aber im entwickelten Handel als ein Moment gesetzt, das
wesentlich mit der ganzen Produktion etc. zusammenhängt. Es erscheint nicht
mehr für den Austausch des Überflusses, sondern als Saldierung des Überschusses
im Gesamtprozess des internationalen Warenaustauschs. Es ist jetzt Münze nur
noch als
Weltmünze.
Als
solche aber ist es wesentlich gegen seine Formbestimmung als Zirkulationsmittel
gleich-

gültig, während sein Material alles ist. Als Form
bleibt in dieser Bestimmung das Gold und Silber als die allerorten
zugängliche
Ware
,
die Ware als solche.

(In diesem ersten Abschnitt, wo
Tauschwerte, Geld, Preise betrachtet werden, erscheinen die Waren immer als
vorhanden. Die Formbestimmung einfach. Wir wissen, dass sie Bestimmungen der
gesellschaftlichen Produktion ausdrücken, aber diese selbst ist Voraussetzung.
Aber sie sind
nicht
gesetzt
in dieser Bestimmung. Und so in der Tat erscheint der
erste Austausch als Austausch des Überflusses nur, der nicht das Ganze der
Produktion ergreift und bestimmt. Es ist der
vorhandene
Überschuss einer
Gesamtproduktion, die außerhalb der Welt der Tauschwerte liegt. So auch noch in
der entwickelten Gesellschaft tritt dies an der Oberfläche als unmittelbar
vorhandene Warenwelt hervor. Durch sich selbst weist sie aber über sich hinaus,
auf die ökonomischen Verhältnisse, die
als
Produktionsverhältnisse
gesetzt sind. Die innere Gliederung
der Produktion bildet daher den zweiten Abschnitt, die Zusammenfassung im Staat
den dritten, das internationale Verhältnis den vierten, der Weltmarkt den
Abschluss, worin die Produktion als Totalität gesetzt ist und ebenso jedes
ihrer Momente; worin aber zugleich alle Widersprüche zum Prozess kommen. Der
Weltmarkt bildet dann wieder ebenso die Voraussetzung des Ganzen und seinen
Träger. Die Krisen sind dann das allgemeine Hinausweisen über die Voraussetzung
und das Drängen zur Annahme einer neuen geschichtlichen Gestalt.)

„Die Warenmenge und die
Geldmenge mögen gleich bleiben und Preise mögen ungeachtet dessen steigen oder
fallen“ (nämlich durch größere Ausgaben z. B. der Geldkapitalisten,
Grundrentner, Staatsbeamten etc.
Malthus
.
X,
43

75
).

| Das Geld, wie wir gesehen
haben, als selbständig aus der Zirkulation heraus- und ihr gegenübertretend,
ist die Negation (negative Einheit) seiner Bestimmung als Zirkulationsmittel
und Maß. Wir haben bereits entwickelt:

(Soweit das Geld
Zirkulationsmittel ist, kann

„die Quantität desselben, die
zirkuliert, nie individuell angewandt werden; sie muss immer
zirkulieren“.
(Storch.)

76

Das Individuum kann das Geld
nur brauchen, indem es sich seiner entäußert, es als
Sein für anderes
setzt,
in seiner gesellschaftlichen Bestimmung. Dies, wie Storch richtig bemerkt, ist
ein Grund, warum die Materie des Geldes

„nicht unentbehrlich zur
Existenz des Menschen sein darf“ [p. 113),

wie z. B. Häute, Salz etc., die
bei manchen Völkern als Geld dienen. Denn die in Zirkulation befindliche
Quantität desselben ist der Konsumtion verloren. Daher [haben] erstens Metalle
überhaupt den Vorzug vor andren Waren als

Geld, und zweitens
wieder die edlen Metalle vor denen, die als Produktionsinstrumente nützlich. Es
ist charakteristisch für die Ökonomen, dass Storch dies so ausdrückt: Die
Materie des Geldes müsse

„direkten Wert haben, aber
gegründet auf ein besoin factice

77
“. [p. 114.]

Besoin factice nennt der Ökonom
erstens die besoins

78
, die aus dem
gesellschaftlichen
Dasein
des Individuums hervorgehen; zweitens die, die nicht aus seiner nackten
Existenz als Naturgegenstand fließen. Dies zeigt die innerliche verzweifelte
Armut, die die Grundlage des bürgerlichen Reichtums und seiner Wissenschaft
bildet.]

Erstens.
Das Geld ist die Negation des
Zirkulationsmittels als solches, der
Münze.
Aber
es enthält sie zugleich als seine Bestimmung, negativ, indem es beständig in
Münze umgewandelt werden kann; positiv als
Weltmünze,
aber als solche ist es
gleichgültig gegen die Formbestimmung und wesentlich
Ware
als solche,
allgegenwärtige Ware, nicht durch den Ort bestimmte. Diese Gleichgültigkeit
drückt sich doppelt aus:
Einmal
darin,
dass es jetzt nur als Gold und Silber Geld ist, nicht
als
Zeichen,
nicht
mit der Form der Münze. Daher hat die
façon,
die
der Staat dem Geld in der Münze gibt, keinen Wert, sondern nur sein
Metallgehalt. Selbst im inneren Handel hat es nur temporären Wert, lokalen,

„weil es nicht nützlicher dem,
der es besitzt, als dem, der die zu kaufenden Waren besitzt“ [p. 175],

Je mehr der innere Handel vom
äußern allseitig bedingt wird, desto mehr verschwindet auch der Wert
dieser
façon:
existiert
nicht im Privataustausch, sondern erscheint nur als Steuer.
Dann:
Als solche
allgemeine Ware,
als
Weltmünze, ist die Rückkehr des Goldes und Silbers zum Ausgangspunkt, überhaupt
die Zirkulation als solche, nicht nötig.
Beispiel:
Asien und Europa. Daher der
Jammer der Anhänger des Monetarsystems, dass das Geld bei den Heiden
verschwindet, nicht zurückfließt. (Sieh
Misselden

79
a[bout]
1600.)
Je mehr
die auswärtige Zirkulation von der inneren bedingt und umfasst wird, gerät die
Weltmünze als solche in Zirkulation (Rotation). Diese höhere Stufe geht uns
hier noch nichts an und liegt noch nicht in dem einfachen Verhältnis, das wir
hier betrachten.

Zweitens:
Das Geld ist die Negation seiner
als bloßer Realisierung der Preise der Waren, wo die besondere Ware immer das
Wesentliche bleibt. Es wird vielmehr der in sich selbst realisierte Preis und
als solches der
materielle

Repräsentant
des Reichtums
sowohl als die
allgemeine Form des Reichtums
gegenüber
allen Waren als nur besonderen Substanzen desselben; aber

Drittens:
Ist das Geld auch negiert in der
Bestimmung, wo es nur das
Maß
der
Tauschwerte ist. Als allgemeine Form des Reichtums und als sein materieller
Repräsentant ist es nicht mehr das ideelle Maß von anderem, von Tauschwerten.
Denn es ist selbst die adäquate Wirklichkeit des Tauschwerts, und es ist diese
in seinem metallischen Dasein. Die Maßbestimmung muss hier an ihm selbst
gesetzt werden. Es ist seine eigene Einheit und das Maß seines Werts, das Maß
seiner als Reichtum, als Tauschwert, ist die Quantität, die es von sich selbst
darstellt. Die Anzahl eines Quantums seiner selbst, das

80
als Einheit dient. Als Maß war
seine Anzahl gleichgültig; als Zirkulationsmittel war seine Materialität, die Materie
der Einheit, gleichgültig; als Geld in dieser dritten Bestimmung ist die Anzahl
seiner selbst als eines bestimmten materiellen Quantums wesentlich. Seine
Qualität als allgemeiner Reichtum vorausgesetzt, ist kein Unterschied mehr an
ihm, als der quantitative. Es stellt mehr oder weniger des allgemeinen
Reichtums dar, je nachdem es nun als bestimmtes Quantum desselben in größerer
oder geringerer Anzahl besessen wird. Wenn es der allgemeine Reichtum ist, so
ist einer um so reicher, je mehr er davon besitzt, und der einzige wichtige
Prozess ist das
Anhäufen
desselben,
sowohl für das einzelne Individuum als für Nationen. Seiner Bestimmung nach
trat es hier als aus der Zirkulation heraustretend auf

81
. Jetzt erscheint dies Herausziehen
desselben aus der Zirkulation und
Aufspeichem
desselben
als der wesentliche Gegenstand des Bereicherungstriebs und als der wesentliche
Prozess des Bereicherns. Im Gold und Silber besitze ich den allgemeinen
Reichtum in seiner gediegenen Form, und je mehr ich davon anhäufe, um so mehr
eigene ich mir von dem allgemeinen Reichtum an. Wenn Gold und Silber den
allgemeinen Reichtum repräsentieren, so, als bestimmte Quantitäten,
repräsentieren sie ihn nur im bestimmten Grade, der der Erweiterung ins
Unbestimmte fähig ist. Diese Akkumulation des Goldes und Silbers, die sich als
wiederholtes Entziehen desselben aus der Zirkulation darstellt, ist zugleich
das In-Sicherheit-Bringen des allgemeinen Reichtums gegen die Zirkulation, worin
er stets verlorengeht im Austausch zu einem besonderen, schließlich in der
Konsumtion verschwindenden Reichtum.

Bei allen alten Völkern
erscheint das Aufhäufen von Gold und Silber ursprünglich als priesterliches und
königliches Privilegium, da der Gott und König der Waren nur den Göttern und
Königen zukommt. Nur sie verdienen, den Reichtum als solchen zu besitzen. Dies
Aufhäufen dann einerseits nur als

zur Schaustellung des
Überflusses, d. h. des Reichtums als einer extraordinären sonntäglichen Sache;
zum Geschenk für Tempel und ihre Götter; zu öffentlichen Kunstgegenständen;
endlich als
gesichertes
Mittel
für den Fall außerordentlicher Not, zum Waffenankauf etc. Das Aufhäufen wird
später bei den Alten Politik. Der
Staatsschatz
als
Reservefonds und der Tempel sind die ursprünglichen Banken, worin dies
Allerheiligste konserviert wird. Das Aufhäufen und Aufspeichern [erreicht]
seine letzte Entwicklung in den modernen Banken; hier aber | mit
weiterentwickelter Bestimmung. Andrerseits bei den Privaten das Aufspeichern
als In-Sicherheit-Bringen des Reichtums in seiner gediegenen Form vor den
Wechselfällen der äußeren Welt, in welcher er
vergraben
werden kann etc., kurz in
ein
ganz geheimes
Verhältnis
zum Individuum tritt. Dies noch auf großer historischer Stufenleiter in Asien.
Wiederholt sich bei allen panics, Kriegen etc. in der bürgerlichen
Gesellschaft, die dann in den barbarischen Zustand zurückfällt. Ebenso das
Aufhäufen des Goldes etc. als Schmuck und Prunk bei Halbbarbaren. Aber sehr
großer und stets wachsender Teil desselben als Luxusgegenstand der Zirkulation
entzogen in der entwickeltsten bürgerlichen Gesellschaft. (Sieh Jacob

82
etc.) Als Repräsentant des allgemeinen Reichtums ist
eben das Behalten desselben, ohne es der Zirkulation preiszugeben und es für
besondere Bedürfnisse zu verwenden, Beweis des Reichtums der Individuen, und im
selben Maß, wie das Geld in seinen verschiedenen Bestimmungen sich entwickelt,
d. h., der Reichtum als solcher der allgemeine Maßstab des Werts des
Individuums wird, Trieb nach Schaustellung desselben, also display

83
von Gold und Silber als Repräsentanten des Reichtums,
ganz wie Herr v. Rothschild als seiner würdiges Wappen, ich glaube zwei
Banknoten von 1.000.001., jede im Rahmen eingefasst, aushängen hat. Die
barbarische Schaustellung von Gold etc. nur naivere Form dieser modernen, da
sie weniger mit Bezug auf das Gold als Geld geschieht. Hier noch
einfacher
Glanz
desselben.
Dort reflektierte Pointe. Die Pointe liegt darauf, dass es
nicht
als Geld benutzt
ist; die gegensätzliche Form zur Zirkulation ist hier das wichtige.

Die Akkumulation aller anderen
Waren weniger ursprünglich als die des Goldes und Silbers: 1. wegen ihrer
Vergänglichkeit. Die Metalle stellen an sich das Dauerhafte gegenüber den
anderen Waren dar; auch schon [wegen] ihrer größeren Seltenheit und exzeptionellen
Charakters als die Produktionsinstrumente
par excellence
mit Vorliebe aufgehäuft.
Die edlen Metalle als nicht der Oxydation an der Luft etc. ausgesetzt, wieder
weniger vergänglich als die unedlen Metalle. Was an den anderen Waren vergeht,
ist eben ihre Form; aber

diese Form gibt ihnen ebenso den
Tauschwert, während ihr Gebrauchswert im Aufheben dieser Form, der Konsumtion,
besteht. Beim Geld dagegen ist seine Substanz, seine Materialität, die Form
selbst, in der es den Reichtum repräsentiert. Wenn das Geld als an allen Orten,
der Raumbestimmung nach allgemeine Ware erscheint, so jetzt auch der
Zeitbestimmung nach. Es erhält sich als Reichtum in allen Zeiten. Spezifische
Dauer desselben. Es ist der Schatz, den weder die Motten noch der Rost fressen.
84
Alle Waren sind
nur vergängliches Geld; das Geld ist die unvergängliche Ware. Das Geld ist die
allgegenwärtige Ware; die Ware nur lokales Geld. Die Akkumulation ist aber
wesentlich ein in der Zeit vor sich gehender Prozess. Nach dieser Seite hin sagt Petty

85
:

„Der große und
schließliche Effekt des Handels ist nicht Reichtum überhaupt, sondern
vorzugsweise Überfluss von Silber, Gold und Juwelen, die nicht
vergänglich
sind, noch
so
wandelbar
wie
andere Waren, sondern Reichtum zu allen Zeiten und an allen Orten. Überfluss
von Wein, Korn, Gevögel, Fleisch usw. sind Reichtümer, aber hic et nunc

86
... So ist das Erzeugen solcher Waren und die Folgen
eines solchen Handels, der ein Land mit Gold und Silber versieht, vor anderen
vorteilhaft.“ (p. 3.) „Ist das Geld durch die Steuer von einem genommen, der es
verisst oder vertrinkt, und einem gegeben, der es in Verbesserung des Landes,
in Fischfang, in Bearbeiten von Minen, in Manufakturen oder selbst in Kleidern
verwendet, so ist immer für das Gemeinwesen Vorteil vorhanden; denn selbst
Kleider sind nicht so vergänglich als Mahlzeiten; wenn in Ausstattung von
Häusern, ist der Vorteil ein wenig größer; im Bauen von Häusern noch mehr; in
Verbesserung von Ländereien, Bearbeiten von Minen, Fischfang mehr noch; am
größten von allen, wenn angelegt, um Gold und Silber ins Land zu bringen, weil
diese Dinge allein
nicht
vergänglich
sind, sondern zu allen Zeiten und allen Orten als
Reichtum geschätzt werden.“ (p.5.)

So ein Schriftsteller des 17.
Jahrhunderts. Man sieht, wie das Aufhäufen des Goldes und Silbers den wahren
Stimulus erhielt mit seiner Auffassung als materieller Repräsentant und
allgemeine Form des Reichtums. Der Geldkultus hat seinen Asketismus, seine Entsagung,
seine Selbstaufopferung – die Sparsamkeit und Frugalität, das Verachten der
weltlichen, zeitlichen und vergänglichen Genüsse; das Nachjagen nach dem
ewigen
Schatz. Daher
der Zusammenhang des englischen Puritanismus oder auch des holländischen
Protestantismus mit dem Geldmachen. Ein Schriftsteller am Beginn des 17.
Jahrhunderts
(Misselden)
drückt
die Sache ganz unbefangen so aus:

„Die natürliche Materie des
Handels ist die Ware, die künstliche ist das Geld. Obgleich das Geld in Natur
und Zeit nach der Ware kommt, ist es, wie es jetzt im Gebrauch ist, die
Hauptsache geworden.“

Er vergleicht dies den beiden Söhnen des
alten Jakob, der seine rechte Hand auf den jüngeren und die linke auf den
älteren Sohn legte, (p. 24.)

„Wir konsumieren unter uns
einen zu großen Überfluss an Weinen aus Spanien, Frankreich, Rhein, Levante,
den Inseln: die Rosinen von Spanien, die Korinthen der Levante, die Cambricks
von Henault und den Niederlanden, die Seidenzeuge von Italien, den Zucker und
Tabak von Westindien, die Gewürze von Ostindien; alles dies ist nicht notwendig
für uns und doch erkauft mit
hartem
Gelde
... Würde weniger von fremdem und mehr von einheimischem Produkt verkauft, so
müsste der Überschuss in der Form von Gold und Silber, als Schatz, zu uns
kommen.“

87

Die modernen Ökonomen machen
sich natürlich lustig über dergleichen im allgemeinen Teil der Ökonomie. Wenn
aber die Ängstlichkeit in der Lehre vom Geld im Besonderen und die fieberhafte
Angst, mit der in der Praxis der Ein- und Abfluss von Gold und Silber in den
Zeiten der Krisen bewacht wird, betrachtet wird, so zeigt sich, dass das Geld,
in der Bestimmung, worin die Anhänger des Monetär- und Merkantilsystems es mit
naiver Einseitigkeit auffassten, durchaus noch ihr Recht hat, nicht nur in der
Vorstellung, sondern als reale ökonomische Kategorie.

| Der Gegensatz, der die
wirklichen Bedürfnisse der Produktion gegen diese Suprematie des Geldes
vertritt, am schlagendsten in
Boisguillebert.
(Sieh
die frappanten Stellen in meinem Heft

88
.)

2. Das Aufhäufen anderer Waren
nach einer doppelten Seite, abgesehen von ihrer Vergänglichkeit, wesentlich
unterschieden vom Aufhäufen von Gold und Silber, die hier identisch mit Geld
sind. Einmal, das Aufhäufen anderer Waren hat nicht den Charakter des Aufhäufens
von Reichtum überhaupt, sondern von besonderem Reichtum, und ist daher selbst
ein besonderer Produktionsakt, wo es mit dem einfachen Aufhäufen nicht getan
ist. Getreide aufzuspeichern erfordert besondere Vorrichtungen etc. Schafe
aufzuhäufen macht mich zum Hirten; Sklaven oder Land aufhäufen macht
Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse etc. nötig. Alles das erfordert also
von dem einfachen Akkumulieren, Vermehren als solchem des Reichtums
unterschiedene Akte und bestimmte Verhältnisse. Andrerseits, um die aufgehäufte
Ware nun als allgemeinen Reichtum zu realisieren, mir den Reichtum in allen
seinen besonderen Formen anzueignen, muss ich Handel treiben mit der besonderen
Ware, die ich angehäuft habe, Kornhändler, Viehhändler etc. Dessen überhebt mich
das Geld als
allgemeiner
Repräsentant
des Reichtums.

Die Akkumulation von Gold und
Silber, von Geld, ist die erste historische Erscheinung des Ansammelns von
Kapital und das erste große Mittel desselben; aber als solches ist sie noch
nicht Akkumulation von Kapital. Dazu

müßte das
Wiedereingehen des Akkumulierten in die Zirkulation selbst als Moment und
Mittel des Aufhäufens gesetzt sein.

Das Geld in seiner letzten,
vollendeten Bestimmung erscheint nun nach allen Seiten als ein Widerspruch, der
sich selbst auflöst; zu seiner eigenen Auflösung treibt. Als
allgemeine Form des Reichtums
steht
ihm die ganze Welt der wirklichen Reichtümer gegenüber. Es ist die reine
Abstraktion derselben, – daher so festgehalten bloße Einbildung. Wo der
Reichtum in ganz materieller, handgreiflicher Form als solcher zu existieren
scheint, hat er seine Existenz bloß in meinem Kopf, ist ein reines
Hirngespinst. Midas. Andererseits, als
materieller Repräsentant des allgemeinen Reichtums
wird
es bloß verwirklicht, indem es wieder in Zirkulation geworfen, gegen die
einzelnen besonderen Weisen des Reichtums verschwindet. In der Zirkulation
bleibt es als Zirkulationsmittel; aber für das aufhäufende Individuum geht es
verloren, und dies Verschwinden ist die einzig mögliche Weise, es als Reichtum
zu versichern. Die Auflösung des Aufgespeicherten in einzelnen Genüssen ist
seine Verwirklichung. Es kann nun wieder von anderen einzelnen aufgespeichert
werden, aber dann fängt derselbe Prozess von neuem an. Ich kann sein Sein für
mich nur wirklich setzen, indem ich es als bloßes Sein für andere hingebe. Will
ich es festhalten, so verdunstet es unter der Hand in ein bloßes Gespenst des
wirklichen Reichtums. Ferner: Das Vermehren desselben durch seine Aufhäufung,
dass seine eigene Quantität das Maß seines Werts ist, zeigt sich wieder als
falsch. Wenn die anderen Reichtümer sich nicht aufhäufen, so verliert es selbst
seinen Wert in dem Maß, in dem es aufgehäuft wird. Was als seine Vermehrung
erscheint, ist in der Tat seine Abnahme. Seine Selbständigkeit ist nur Schein;
seine Unabhängigkeit von der Zirkulation besteht nur in Rücksicht auf sie, als
Abhängigkeit von ihr. Es gibt vor, allgemeine Ware zu sein, aber ihrer
natürlichen Besonderheit wegen ist es wieder eine besondere Ware, deren Wert
sowohl von Nachfrage und Zufuhr abhängt als er wechselt mit seinen spezifischen
Produktionskosten. Und da es selbst in Gold und Silber sich inkarniert, wird es
in jeder wirklichen Form einseitig; so dass, wenn das eine als Geld – das
andere als besondere Ware und vice versa erscheint, und so jedes in beiden
Bestimmungen erscheint. Als der absolut sichre, ganz von meiner Individualität
unabhängige Reichtum, ist es zugleich als das mir ganz äußerliche, das absolut
unsichere, das durch jeden Zufall von mir getrennt werden kann. Ebenso die ganz
widersprechenden Bestimmungen desselben als Maß, Zirkulationsmittel, und Geld
als solches. Endlich in der letzten Bestimmung widerspricht es sich noch, weil
es den Wert als solchen repräsentieren soll; in der Tat aber nur ein
identisches Quantum von veränderlichem Wert repräsentiert. Es hebt sich daher
auf als
vollendeter
Tauschwert.

Als bloßes Maß ist es schon negiert in
sich als Zirkulationsmittel; als Zirkulationsmittel und Maß in sich als Geld.
Die Negation seiner in der letzten Bestimmung ist also zugleich die in den
beiden früheren. Als bloß
allgemeine
Form des Reichtums
negiert, muss es also sich verwirklichen in
den besonderen Substanzen des wirklichen Reichtums; aber indem es so sich
wirklich bewährt als
materieller
Repräsentant
der Totalität des Reichtums, muss es zugleich
sich erhalten als die allgemeine Form. Sein Eingehen in die Zirkulation muss
selbst ein Moment seines Beisichbleibens und sein Beisichbleiben ein Eingehen
in die Zirkulation sein. D. h., als realisierter Tauschwert muss es zugleich
als Prozess gesetzt sein, worin sich der Tauschwert realisiert. Es ist zugleich
die Negation seiner als einer rein dinglichen Form, den Individuen gegenüber
äußerlichen und zufälligen Form des Reichtums. Es muss vielmehr als die Produktion
des Reichtums erscheinen und dieser als Resultat der Beziehungen der Individuen
aufeinander in der Produktion. Der Tauschwert ist jetzt also bestimmt als
Prozess, nicht mehr als einfaches Ding, für das die Zirkulation nur eine
äußerliche Bewegung ist oder das als Individuum in einer besonderen Materie
existiert: als Verhalten zu sich selbst durch den Prozess der Zirkulation.
Andrerseits ist die Zirkulation selbst nicht mehr bloß als der einfache Prozess
des Austauschs von Waren gegen Geld und von Geld gegen Waren, nicht mehr bloß
als die vermittelnde Bewegung, um die Preise der verschiedenen Waren zu
realisieren, als Tauschwerte gegeneinander gleichzusetzen, wo beides außerhalb
der Zirkulation erscheint: der vorausgesetzte Tauschwert, die schließliche
Entziehung der Ware in die Konsumtion, also das Vernichten des Tauschwerts
einerseits und das Entziehen des Geldes, seine Verselbständigung gegen seine
Substanz, was wieder eine andere Form seiner Vernichtung ist. Der Tauschwert
selbst, und jetzt nicht mehr der | Tauschwert im Allgemeinen, sondern der
gemessene, muss als Voraussetzung selbst als von der Zirkulation gesetzt und
als von ihr gesetzt ihr vorausgesetzt erscheinen. Der Prozess der Zirkulation
muss ebenso als Prozess der Produktion der Tauschwerte erscheinen. Es ist also
einerseits das Rückgehen des Tauschwerts in die Arbeit, andererseits des Gelds
in den Tauschwert; der aber jetzt in einer vertieften Bestimmung gesetzt ist.
Bei der Zirkulation ist der
bestimmte
Preis
vorausgesetzt, und sie als Geld setzt ihn nur formell. Die
Bestimmtheit
des
Tauschwerts selbst, oder das Maß des Preises, muss jetzt selbst als Akt der
Zirkulation erscheinen. So gesetzt ist der Tauschwert das
Kapital,
und die
Zirkulation zugleich als Akt der Produktion gesetzt.

Nachzuholen:
In der Zirkulation, wie sie als
Geldzirkulation erschien, ist die Gleichzeitigkeit beider Pole des Austauschs
stets vorausgesetzt. Aber es kann Zeitdifferenz zwischen dem Dasein der
auszutauschenden Waren ein-

treten. Es kann in der Natur der
wechselseitigen Leistungen liegen, dass die Leistung heute geschieht, aber die
Gegenleistung erst über ein Jahr geschehen kann etc.

„Bei der Mehrzahl der
Kontrakte“, sagt Senior, „hat nur eine der kontrahierenden Parteien die Sache
disponibel und leiht sie; und wenn der Austausch stattfinden soll, muss man sie
sogleich zedieren unter der Bedingung, das Äquivalent erst in einer späteren
Epoche zu erhalten. Da nun der Wert aller Dinge in einem bestimmten Zeitraum
wechselt, so nimmt man als Zahlungsmittel die Sache, deren Wert am wenigsten
wechselt, die am längsten eine gegebene Durchschnittsfähigkeit, Sachen zu
kaufen, erhält. So wird das Geld
Ausdruck
oder Repräsentant
des Werts.“

89

Danach hinge die letztere
Bestimmung des Geldes gar nicht mit seiner frühem zusammen. Sie ist aber
falsch. Erst wenn das Geld als selbständiger Repräsentant des Werts gesetzt
ist, werden die Kontrakte z. B. nicht mehr in Getreidequantis oder in zu leistenden
Diensten abgeschätzt. (Letzteres z. B. im Lehnswesen durchgängig.) Es ist eine
Reflection des Herrn Senior, dass das Geld eine „längere
Durchschnittsfähigkeit“, seinen Wert zu behaupten, besitzt. The fact ist, dass
es als allgemeines Material der Kontrakte (
allgemeine
Ware der Kontrakte,
sagt Bailey

90
)
genommen ist als
allgemeine
Ware, Repräsentant des allgemeinen Reichtums
(sagt Storch

91
),
verselbständigter
Tauschwert.
Das Geld muss in seinen zwei ersten Bestimmungen
schon sehr entwickelt sein, um in der dritten in dieser Rolle allgemein
aufzutreten. Nun zeigt es sich in der Tat, dass, obgleich die Quantität des
Geldes uniform dieselbe bleibt, sein Wert wechselt; dass es überhaupt als
bestimmtes Quantum der Veränderlichkeit aller Werte unterworfen ist. Hier macht
sich seine Natur als besondere Ware gegen seine allgemeine Bestimmung geltend.
Als Maß ist [dem Geld] der Wechsel gleichgültig, denn

„in einem wechselnden Medium
können immer zwei verschiedene Beziehungen zu demselben ausgedrückt werden, so
gut wie in einem konstanten“ [Bailey, p.9/10].

Als Zirkulationsmittel ist er
auch gleichgültig, da seine Quantität als solches durch das Maß gesetzt ist.
Aber als
Geld,
wie
es in den Kontrakten erscheint, ist er wesentlich, wie überhaupt in dieser
Bestimmung seine Widersprüche hervortreten.

Es ist nun in besonderen
Abschnitten nachzuholen:

1.
Geld als Münze.
Dies
sehr summarisch über das Münzwesen. 2. Historisch die Bezugsquellen des Goldes
und Silbers. Ihre Entdeckungen etc. Die Geschichte ihrer Produktion. 3.
Ursachen der variations

92
im Wert der edlen Metalle und
daher des Metallgeldes; Wirkungen dieses Wechsels auf Industrie

und
die verschiednen Klassen. 4.
Vor
allem:
Quantity

93
der Zirkulation mit Bezug auf
Steigen und Fallen der Preise. (16. Jahrhundert. 19. Jahrhundert.) Dabei aber
auch zu sehen, wie es als Maß affiziert wird durch steigende Quantity etc. 5.
Über die Zirkulation: Geschwindigkeit, nötiges Quantum, Wirkung der
Zirkulation; mehr, minder entwickelte etc. 6. Auflösende Wirkung des Geldes.

(Dies nachzuholen.)
(Hierin die spezifisch
ökonomischen Untersuchungen.)

(Die spezifische Schwere des
Goldes und Silbers, viel Gewicht in einem relativ schmalen Volumen zu
enthalten, as compared with other metals

94
, wiederholt sich in der Welt der Werte
so, dass es großen Wert (Arbeitszeit) in verhältnismäßig schmalem Volumen
enthält. Die in ihm realisierte Arbeitszeit, Tauschwert, ist das spezifische
Gewicht der Ware. Dies macht die edlen Metalle besonders geeignet zum Dienst
der Zirkulation (da man bedeutende Portion Wert in der Tasche mit sich tragen
kann) und zur Akkumulation, da man großen Wert in schmalem Raum in Sicherheit
bringen und aufhäufen kaum. Das Gold verwandelt sich dabei [nicht] während der
Aufhäufung, wie Eisen, Blei etc. Bleibt, was es ist.)

„Hätte Spanien nie die Minen
von Mexiko und Peru besessen, so hätte es nie bedurft des Korns von
Polen.“
(Ravenstone.)

95

„Jene [d. h. zehn künftige
Herrscher] haben einen gemeinsamen Plan und sie übergeben ihre Kraft und Macht
dem Tier. [Und es bewirkt, dass sich alle ... ein Zeichen auf ihre rechte Hand
machen oder auf ihre Stirn] und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn
er nicht das Zeichen oder den Namen des Tieres hat oder die Zahl seines
Namens.“
(Apocalypse.
Vulgata.)

96

„Die korrelativen Quantitäten
der Waren, die man füreinander ablässt, konstituieren den Preis der
Ware.“
(Storch
[,
„Cours d’économie politique 1.1, p.72].) „Der Preis ist der Maßstab des
Tauschwerts.“ (l.c. [, p.73.])

Wie wir gesehen haben, ist in
der einfachen Zirkulation als solcher (dem Tauschwert in seiner Bewegung) die
Aktion der Individuen aufeinander dem Inhalt nach nur wechselseitige
interessierte Befriedigung ihrer Bedürfnisse, der Form nach Austauschen, Setzen
als Gleiche (Äquivalente), so hier auch das Eigentum nur noch gesetzt als
Appropriation des Produkts der Arbeit durch die Arbeit und des Produkts fremder
Arbeit durch eigene Arbeit, insofern das Produkt der eigenen Arbeit durch
fremde Arbeit gekauft wird. Das Eigentum an fremder Arbeit vermittelt durch das
Äquivalent der eigenen Arbeit. Diese Form des Eigentums – ganz wie Freiheit und
Gleichheit – in diesem einfachen

Verhältnis gesetzt. In der
weiteren Entwicklung des Tauschwerts wird sich dies verwandeln und schließlich
zeigen, dass das Privateigentum an dem Produkt der eigenen Arbeit identisch ist
mit der Trennung von Arbeit und Eigentum; so dass Arbeit = wird fremdes
Eigentum schaffen und Eigentum fremde Arbeit kommandieren.

1
Zirkulationsrad
(the great wheel of circulation)
nennt Adam Smith das Geld in seiner Schrift „An inquiry ...“, vol. 2, London
1836, p.272, 276 und 284.

2
Tauschhandel

3
nehmen
wir an

4
Nassau
William Senior, „Three lectures on the cost of obtaining money, and on some
effects of private and government paper money“, London 1830, p. 14/15 und
13/14.

5
Menge
Gold und Silber, die direkt oder indirekt

6
In
der Handschrift: immerhin

7
Masse
der Konsumgüter

8
Germain
Garnier, „Histoire de la monnaie ...“, 1.1, Paris 1819, p.72, 73, 77 und
78.

9

auf
den ersten Blick

10
Marx meint hier die quantitative Geldtheorie, die von
James Mill in seinem Buch „Elements of political economy“, London 1821, sect.
VII, VIII, ch. 3, dargelegt wird. Ausführliche Exzerpte aus diesen Teilen
des Buches von Mill gibt Marx in seiner Arbeit „Zur Kritik der Politischen
Ökonomie“, verbunden mit einer Kritik der Ansichten Mills (siehe Band 13
unserer Ausgabe, S. 153-155).

Die im Text angeführte
Formulierung des Fehlers von Mill hat Marx dem Buch von Thomas Tooke, „An
inquiry into the currency principle“, 2. ed., London 1844, p. 136, entnommen.

11
gemessen in Metallwert

12
Henri Storch, „Cours d’économie
politique, ou exposition des principes qui déterminent la prospérité des
nations. Avec des notes explicatives et critiques par J.-B. Say“, 1.1,
Paris 1823, p. 81-84 und 87/88.

13
Marx gibt hier eine Zusammenfassung von Sismondis
Darlegungen in seinen „
Études
sur l’économie politique“, t.2, Bruxelles 1838, p. 264-268.

14
James Steuart, „An inquiry into the principes of
political oeconomy ..vol. 1, Dublin 1770, p. 395 und 396.

15
In der Handschrift: Preisentwicklung

16
genau

17
hohe Einzahlungen

18

Notenbanken

19
In der Handschrift: die an d.

20
John Gellibrand Hubbard, „The currency and the
country“, London 1843, p.44-46.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft von 1851, das ursprünglich die Nummer VIII trug, aber später die
Nummer VII erhielt.

21
William Jacob, „An historical inquiry ...“, vol. 2,
London 1831.

Marx zitiert diese Stelle nach
seiner sehr komprimierten Fassung im Londoner Exzerptheft „Geldwesen,
Kreditwesen, Krisen“ von 1854/1855, S. 21/22, wo er auf die Seite 15 seines
Londoner Exzerptheftes V von 1851 verweist, die die Stelle ausführlicher wiedergibt.

22
James Steuart, „An inquiry ...“, vol. 2, Dublin 1770,
p.389.

Mit dem Begriff der
gezwungenen, unfreiwilligen Zirkulation
bezeichnet
Steuart jene unbedingten Zahlungen, wie die Bezahlung einer Geldschuld in der
dem Schuldner gesetzten Frist. Im Unterschied zu dieser
unfreiwilligen Zirkulation
nennt
er die Verwendung von Geld für den Kauf des einen oder anderen
Gegenstandes
freiwillige
Zirkulation.

23
In der Handschrift: Raum

24
alle auf einmal

25
jeder Geldpanik

26
In der Handschrift: 924

27
in der Handschrift: einer Unze

28
Kapitel

29
nach erforderlichen Modifikationen

30
Häufige Veräußerung, Verkauf,
häufiger Verkauf

31
Weizen

32
In der Handschrift: Quantis

33
Wertanzeiger

34
Betrag

35
In der Handschrift: ausgetauscht

36
In der Handschrift: 1200

37
in der Handschrift: 200

38
in der Handschrift: erhält

39
Zufall

40
ungefähr

41
Geld einbringen

42
Welt

43
Stück

44
Marx verweist auf ein undatiertes und nicht
nummeriertes Brüsseler Exzerptheft von etwa April/Mai 1845. Die exzerpierte
Stelle aus dem Buch von Ferrier, „
Du
gouvernement considère dans ses rapports avec le commerce
“, Paris 1805, p.35, lautet: „Das Silber
hört auf, Ware zu sein, sobald es Geld wird, denn einmal wird es
unentbehrlicher Mittler zwischen Produktion und Konsumtion und kann dann
unmittelbar kein Bedürfnis mehr befriedigen.“

45
in der Handschrift: zweite Seite

46
in der Handschrift: erste Seite

47
Marx bezieht sich hier auf folgende Stelle bei Say, „
Traité d’économie politique...“,
3.ed., t. 2, Paris 1817, p. 460/461
:
„Das Geld ist eine
Ware,
die
sich immer in der
Zirkulation
befindet...
Die Vergrößerung oder Verringerung dieser Ware, wie jeder anderen, bedeutet
keine Vergrößerung oder Verringerung des Gesamtkapitals des Landes, da jede
Ware im Einzelnen immer nur ein ganz kleiner Anteil des Gesamtkapitals, einer
Nation ist“.

48
Adam Smith, „An inquiry ...“, vol.2,London 1836,p.
271-285; vol. 3,London 1836, p. 70-106.

49
Mit den Worten „Geld ist lediglich eine
kompliziertere Art des Tauschhandels“ formuliert Edward Solly in
seinem Buch „The present distress, in relations to the theory of money“, London
1830, p. 3, die Ansicht von Adam Smith, wie sie indessen „An inquiry ...“,
vol. 1, London 1776, ch. 4, ausgedrückt ist.

50
„arithmetische Teilung“

51
„arithmetische Zahlen“

52
Siehe Edward Solly, „The present distress“ London
1830, p. 5/6.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft III von 1850.

53
Handelswaren Esswaren

54
Lauderdale, „Recherches sur la nature et l’origine de
la richesse publique..Paris 1808, p. 140.

Marx verweist auf ein Brüsseler
Exzerptheft von 1845.

55
Austausche

56
Produktionsnebenkosten
werden

57
(silbernes) Tafelgeschirr

58
in der Handschrift: erhalten

59
Im Zusammenhang mit dieser Textstelle steht am oberen
Rand der Seite 8 des Heftes II folgendes von Marx nachträglich
eingefügtes Zitat: „
Des
les premiers pas de la civilisation les hommes ont fixe la valeur d’échange des
produits de leur travail, non par comparaison avec les
produits offerts en échange,
mais
par leur comparaison avec un produit préféré
. [Seit den Anfängen der Zivilisation haben die Menschen
den Tauschwert der Produkte ihrer Arbeit nicht im Vergleich zu
Produkten, die zum Tausch angeboten wurden,
festgelegt,
sondern im Vergleich zu einem bevorzugten Produkt.]“
[
Ganilh
[,
„Des systèmes d’économie
politique ...“, t.2, Paris 1809, p. 64/65] 13, a)

Marx verweist auf sein
Brüsseler Exzerptheft „Geschichte der Nationalökonomie“ von 1846, wobei der
Buchstabe „a“ die linke Spalte der Seite bedeutet.

60
S
ismondi,
„Études sur l’économie politique“, t. 2, Bruxelles 1838, p.278.

61
„
précis de toutes les choses
“
(„das Allgemeine aus allen Dingen“) – ein Ausdruck
von Boisguillebert in seiner „Dissertation sur la nature des richesses“ Paris
1843, p. 399.

62
In der Handschrift: versetzt

63
auri sacra fames
(der verfluchte Hunger nach Gold) – Zitat aus Virgils
„Aeneis“, 3, 57.

64
In der Handschrift: ihren

65
In sein Londoner Exzerptheft „Das vollendete
Geldsystem“ von 1851, S. 41, schrieb Marx folgende Bemerkung: „Die Bande müssen
als politische, religiöse etc. organisiert sein, solange die Geldmacht nicht
der nexus rerum et hominum ist [dasjenige ist, was die Sachen und Menschen
verbindet] (p. 34)“.

Worauf sich der Verweis
„(p.34)“ bezieht, konnte nicht ermittelt werden. Die vorhergehenden vier Seiten
des Exzerptheftes, wo die hier von Marx exzerpierte Quelle zweifellos genannt
worden war, ist nicht erhalten geblieben.

66
Zwischenhandel

67
Marx schrieb im Manuskript
über Monetarsystem Merkantil und meinte damit
das Merkantilsystem.

68
Marx bezieht sich hier auf die Entdeckung reicher
Goldvorkommen 1848 in Kalifornien und 1851 in Australien, die einen großen
Einfluss auf die ökonomische Entwicklung in Amerika und Europa hatte.

69
In der Handschrift: sie

70
in der Handschrift: ihrer

71
in der Handschrift: ihres

72
James Steuart, „An inquiry ...“, vol. 1, Dublin 1770,
p.327.

73
Gemeint ist die erste Weltwirtschaftskrise in der
Entwicklung des Kapitalismus (1857/1858). Sie begann in den USA und erfasste
alle großen europäischen Industrieländer.

74
Siehe vorl. Band, S, 155

75
Thomas Robert Malthus, „Principles of political
economy ...“, 2. ed., London 1836, p. 391, note.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft X von 1851.

76
Henri Storch, „Cours d’économie politique ...“, t. 2,
Paris 1823, p. 113/114.

77
künstliches Bedürfnis

78
Bedürfnisse

79
Edward Misselden, „Free trade. Or, the meanes to make
trade florish“, London 1622, p. 19-24. Misselden schreibt hier vom Handel
des christlichen Europa mit solchen nichtchristlichen Ländern wie der Türkei,
Persien und Ostindien.

80
In der Handschrift: die

81
In der Handschrift: dar

82
In der Handschrift: Jacobs

83
Schaustellung

84
„Die Bibel. Das Neue Testament“, Evangelium des
Matthäus 6,19.

85
William Petty, „Several essays in political
arithmetick...“, London 1699,p. 178/179 und 195/196.

Marx verweist auf sein
Exzerptheft „Manchester. Juli 1845“.

86
hier und jetzt

87
Edward Misselden, „Free trade ...“, London 1622, p.7
und 12/13.

Der Vergleich mit dem alten
Jakob bezieht sich auf „Die Bibel. Das Alte Testament“, l. Buch Mose, 48,13-20.

Marx verweist auf sein
Exzerptheft „Manchester. Juli 1845“.

88
Marx verweist auf ein undatiertes und nicht
nummeriertes Brüsseler Exzerptheft von etwa Juni/Juli 1845.

Auszüge aus Boisguilleberts
Schriften machte Marx nach dem Sammelband
„Économistes financiers du XVIIIe
siècle“, Paris 1843.
(Siehe „Zur
Kritik ...“, sowie „Das Kapital“, Band 1)

89
Nassau William Senior, „Principes fondamentaux de
l’économie politique..Paris 1836, p. 116/117.

90
Samuel Bailey, „Money and its vicissitudes in value“,
London 1837, p. 3 (siehe auch „Zur Kritik …“).

91
Henri Storch, „Cours d’économie politique ..t.2,
Paris 1823, p. 135.

92
Veränderungen

93
Menge

94
verglichen mit anderen Metallen

95
Piercy Ravenstone, „Thoughts on the funding
System...“, London 1824, p. 20.

96
Marx zitiert die „Apokalypse (Offenbarung) des
Johannes“ nach der „Vulgata“, der in der Katholischen Kirche gebräuchlichen
lateinischen Bibelübersetzung (siehe „Die Bibel. Das Neue Testament“,
Offenbarung des Johannes, 17,13 und 13,17).


[III. Das Kapitel vom
Kapital]

1

[Erster Abschnitt: Der
Produktionsprozess des Kapitals]

## Das Kapitel vom Geld als Kapital

[Verwandlung
von Geld in Kapital]

Was die Auffassung des Geldes
in seiner vollen Bestimmtheit als Geld besonders schwierig macht –
Schwierigkeiten, denen die politische Ökonomie dadurch zu entrinnen sucht, dass
sie eine seiner Bestimmungen über die andere vergisst und, wenn ihr die eine entgegengehalten
wird, an die andere appelliert –, ist, dass hier ein Gesellschaftsverhältnis,
eine bestimmte Beziehung der Individuen aufeinander, als ein Metall, ein Stein,
eine rein körperliche Sache außer ihnen erscheint, die als solche in der Natur vorgefunden
wird und an der auch nicht mehr eine Formbestimmung zu unterscheiden bleibt von
ihrer natürlichen Existenz. Gold und Silber ist nicht Geld an und für sich. Die
Natur produziert kein Geld, sowenig wie sie einen Wechselkurs oder Bankiers
produziert. In Peru und Mexiko diente Gold und Silber nicht als Geld, obgleich
es als Schmuck vorkommt und ein ausgebildetes Produktionssystem sich hier
vorfindet. Geld zu sein ist keine natürliche Eigenschaft des Gold und Silbers
und ist daher dem Physiker, Chemiker etc. als solchem durchaus unbekannt. Aber
Geld ist unmittelbar Gold und Silber. Als Maß betrachtet, ist das Geld noch als
Formbestimmung vorherrschend; noch mehr als Münze, wo dies auch äußerlich in
seinem Gepräge erscheint; aber in der dritten Bestimmung, d. h. in seiner
Vollendung, wo Maß und Münze zu sein nur als Funktionen des Geldes erscheinen,
ist alle Formbestimmung verschwunden, oder sie fällt unmittelbar mit seinem
Metallsein zusammen. Es erscheint durchaus nicht an ihm, dass die Bestimmung,
Geld zu sein, bloß Resultat des gesellschaftlichen Prozesses; es
ist
Geld. Dies um so
härter, da sein unmittelbarer Gebrauchswert für das lebendige Individuum in gar
keinem Verhältnis zu dieser Rolle steht und überhaupt in ihm als der
Inkarnation des reinen Tauschwerts die Erinnerung an den Gebrauchswert im
Unterschied von demselben ganz aus-

gelöscht ist. Es tritt
daher hier in der ganzen Reinheit hervor der Grundwiderspruch, der im
Tauschwert und der ihm entsprechenden Produktionsweise der Gesellschaft enthalten
ist. Die Versuche, diesen Widerspruch aufzuheben, dadurch, dass dem Geld seine
metallene Form entzogen und es auch äußerlich als von der Gesellschaft
Gesetztes,
als Ausdruck
eines gesellschaftlichen Verhältnisses gesetzt wird, wovon die letzte Form die
von Arbeitsgeld wäre, ist schon oben kritisiert worden. Es muss jetzt ganz klar
geworden sein, dass dies eine Stümperei ist, solange die Basis des Tauschwerts
beibehalten wird, und dass nun gar die Illusion, als wenn das Metallgeld den
Tausch verfälschte, aus einer gänzlichen Unbekanntschaft mit seiner Natur
hervorgeht. Andrerseits ist es ebenfalls klar, dass in dem Maße, wie der
Gegensatz gegen die herrschenden Produktionsverhältnisse wächst und diese
selbst zur Umhäutung gewaltsamer hindrängen, die Polemik gegen das Metallgeld
oder das Geld überhaupt sich richtet, als die frappanteste, widerspruchsvollste
und härteste Erscheinung, worin das System handgreiflich gegenübertritt. Durch
allerlei Künsteleien an demselben sollen dann die Gegensätze, deren bloße
sinnfällige Erscheinung es ist, aufgehoben werden. Ebenso klar, dass manche
revolutionäre Operationen mit demselben gemacht werden können, insofern ein
Angriff auf dasselbe alles andere beim Alten zu lassen und nur zu rektifizieren
scheint. Man schlägt dann auf den Sack und meint den Esel. Indes, solang der
Esel das Schlagen auf den Sack nicht fühlt, trifft man in der Tat nur den Sack
und nicht den Esel. Sobald er fühlt, schlägt man den Esel und nicht den Sack.
Solange die Operationen gegen das Geld als solches gerichtet sind, ist es bloß
ein Angriff auf Konsequenzen, deren Ursachen bestehen bleiben; also Störung des
produktiven Prozesses, die der solide Grund dann auch die Kraft besitzt, durch
mehr oder minder gewaltsame Reaktion als bloße vorübergehende
Störungen
zu setzen und
zu beherrschen.

Andrerseits liegt es in der
Bestimmung des Geldverhältnisses, soweit es bisher in seiner Reinheit
entwickelt und ohne Bezug auf höher entwickelte Produktionsverhältnisse, dass
in den einfach gefassten Geldverhältnissen alle immanenten Gegensätze der bürgerlichen
Gesellschaft ausgelöscht erscheinen, und nach dieser Seite wird wieder zu ihm
geflüchtet, von der bürgerlichen Demokratie mehr noch als von den bürgerlichen
Ökonomen (diese sind dann wenigstens so konsequent, zu noch einfachem
Bestimmung des Tauschwerts und Austauschs zurückzugehen) zur Apologetik der
bestehenden ökonomischen Verhältnisse. In der Tat, soweit die Ware oder die
Arbeit nur noch als Tauschwert bestimmt ist und die Beziehung, wodurch die
verschiedenen Waren aufeinander bezogen werden als Austausch dieser Tauschwerte
gegeneinander, ihre Gleichsetzung, sind die Individuen, die Subjekte, zwischen

denen dieser Prozess vorgeht, nur einfach bestimmt als Austauschende. Es
existiert absolut kein Unterschied zwischen ihnen, soweit die Formbestimmung in
Betracht kommt, und dies ist die ökonomische Bestimmung, die Bestimmung, worin
sie in dem Verkehrsverhältnis zueinander stehen; der indicator ihrer
gesellschaftlichen Funktion oder gesellschaftlichen Beziehung zueinander. Jedes
der Subjekte ist ein Austauschender; d. h., jedes hat dieselbe
gesellschaftliche Beziehung zu dem anderen, die das andere zu ihm hat. Als
Subjekte des Austauschs ist ihre Beziehung daher die der
Gleichheit.
Es ist
unmöglich, irgendeinen Unterschied oder gar Gegensatz unter ihnen auszuspüren,
nicht einmal eine Verschiedenheit. Ferner, die Waren, die sie austauschen, sind
als Tauschwerte Äquivalente oder gelten wenigstens als solche (es könnte nur
subjektiver Irrtum in der wechselseitigen Schätzung stattfinden, und sofern das
eine Individuum etwa das andere prellte, geschähe es
nicht durch die Natur der sozialen
Funktion, in der sie einander
gegenüber stehen, denn diese
ist
dieselbe
;
in ihr sind sie
gleich
;
sondern nur [durch] die natürliche Schlauheit, Überredungskunst etc., kurz, nur
die rein individuelle Überlegenheit des einen Individuums über das andere. Der
Unterschied wäre ein natürlicher, der die Natur des Verhältnisses als solchen
nichts angeht und der, wie mit Hinsicht auf weitere Entwicklung gesagt werden
kann, sogar durch die Konkurrenz etc. noch abgeschwächt und seiner originellen
Potenz beraubt wird).

Soweit die reine Form, die
ökonomische Seite des Verhältnisses betrachtet wird – der Inhalt außerhalb
dieser Form fällt hier eigentlich noch ganz außerhalb der Ökonomie oder ist als
von dem ökonomischen unterschiedener natürlicher Inhalt gesetzt, von dem gesagt
werden kann, dass er noch ganz von dem ökonomischen Verhältnis getrennt ist,
weil er noch unmittelbar mit ihm zusammenfällt

2
–, so treten nur drei Momente hervor, die
formell unterschieden sind: Die Subjekte des Verhältnisses, die
Austauschenden
–
,
in derselben
Bestimmung gesetzt; die Gegenstände ihres Austauschs, Tauschwerte,
Äquiva
lente,
die nicht nur
gleich sind, sondern ausdrücklich gleich sein sollen und als gleich gesetzt
sind; endlich der Akt des Austauschs selbst, die Vermittlung, wodurch die
Subjekte eben als Austauschende, Gleiche, und ihre Objekte als Äquivalente,
Gleiche, gesetzt werden. Die Äquivalente sind die Vergegenständlichung des
einen Subjekts für andere; d. h., sie selbst sind gleich viel wert und bewähren
sich im Akt des Austauschs als Gleichgeltende und zugleich als Gleichgültige
gegeneinander. Die Subjekte sind im Austausch nur füreinander durch die
Äquivalente als Gleichgeltende und bewähren sich als solche durch den Wechsel
der Gegenständlichkeit, worin das eine für andere ist. Da sie nur so als
Gleichgeltende, als Besitzer von Äquivalenten und Bewährer dieser Äquivalenz im
Austausche füreinander sind, sind sie als Gleich-

geltende
zugleich Gleichgültige gegeneinander; ihr sonstiger individueller Unterschied
geht sie nichts an; sie sind gleichgültig gegen alle ihre sonstigen
individuellen Eigenheiten.

Was nun den Inhalt angeht
außerhalb dem Akt des Austauschs, der sowohl Setzen als Bewähren der
Tauschwerte wie der Subjekte als Austauschender ist, so kann dieser Inhalt, der
außerhalb der ökonomischen Formbestimmung fällt, nur sein: 1. Die natürliche Besonderheit
der Ware, die ausgetauscht wird.

2. Das besondere natürliche
Bedürfnis der Austauschenden oder, beides zusammengefasst, der verschiedene
Gebrauchswert der auszutauschenden Waren. Dieser, der Inhalt des Austauschs,
der ganz außerhalb seiner ökonomischen Bestimmung liegt, so, weit entfernt, die
soziale Gleichheit der Individuen zu gefährden, macht vielmehr ihre natürliche
Verschiedenheit zum Grund ihrer sozialen Gleichheit. Wenn das Individuum A
dasselbe Bedürfnis hätte wie das Individuum B und in demselben Gegenstand seine
Arbeit realisiert hätte wie das Individuum B, so wäre gar keine Beziehung
zwischen ihnen vorhanden; sie wären gar nicht verschiedene Individuen, nach der
Seite ihrer Produktion hin betrachtet. Beide haben das Bedürfnis zu atmen; für
beide existiert die Luft als Atmosphäre; dies bringt sie in keinen sozialen
Kontakt; als atmende Individuen stehen sie nur als Naturkörper zueinander in
Beziehung, nicht als Personen. Die Verschiedenheit ihres Bedürfnisses und ihrer
Produktion gibt nur den Anlass zum Austausch und zu ihrer sozialen
Gleichsetzung in ihm; diese natürliche Verschiedenheit ist daher die
Voraussetzung ihrer sozialen Gleichheit im Akt des Austauschs und dieser
Beziehung überhaupt, worin sie zueinander als produktiv treten. Nach dieser
natürlichen Verschiedenheit betrachtet, ist das Individuum [A] als Besitzer
eines Gebrauchswerts für B und B als Besitzer eines Gebrauchswerts für A. Nach
dieser Seite setzt die natürliche Verschiedenheit sie wieder wechselseitig in
das Verhältnis der Gleichheit. Demnach sind sie aber nicht gleichgültig
gegeneinander, sondern integrieren sich, bedürfen einander, so dass das
Individuum B als objektiviert in der Ware ein Bedürfnis für das Individuum A
ist und vice versa; so dass sie nicht nur in gleicher, sondern auch in
gesellschaftlicher Beziehung zueinander stehen. Dies ist nicht alles. Dass das
Bedürfnis des einen durch das Produkt des anderen und vice versa befriedigt
werden kann und der eine fähig ist, den Gegenstand dem Bedürfnis des anderen zu
produzieren und jeder dem anderen als Eigentümer des Objekts des Bedürfnisses
des anderen gegenübersteht, zeigt, dass jeder als
Mensch
über sein
eigenes besonderes Bedürfnis etc. übergreift und dass sie sich als Menschen
zueinander verhalten; dass ihr gemeinschaftliches Gattungswesen von allen
gewusst ist. Es kommt sonst nicht vor, dass Elefanten für Tiger oder Tiere für
andere Tiere produzieren. Z. B.: Ein Bienenschwarm bildet

au
fond

3
nur eine
Biene, und sie produzieren alle dasselbe. Ferner. Soweit nun diese natürliche
Verschiedenheit der Individuen und der Waren derselben (Produkte, Arbeit etc.
sind hier noch gar nicht verschieden; sondern existieren nur in der Form von
Waren oder, wie Herr Bastiat nach Say will,
Diensten

4
;
Bastiat bildet sich ein, indem
er die ökonomische Bestimmung des Tauschwerts auf den natürlichen Inhalt
desselben, Ware oder Dienst, reduziert, also unfähig ist, das ökonomische
Verhältnis des Tauschwerts als solchen festzuhalten, habe er einen großen
Fortschritt gemacht über die klassischen Ökonomen der englischen Schule, die
fähig sind, die Produktionsverhältnisse in ihrer Bestimmtheit als solche
festzuhalten, in ihrer reinen Form) das Motiv bildet zur Integrierung dieser
Individuen, zu ihrer gesellschaftlichen Beziehung als Austauschende, worin sie
sich als Gleiche
vorausgesetzt
sind
und
bewähren,
kommt
zur Bestimmung der Gleichheit noch die der
Freiheit
hinzu. Obgleich das Individuum A
Bedürfnis fühlt nach der Ware des Individuums B, bemächtigt es sich derselben
nicht mit Gewalt, noch vice versa, sondern sie erkennen sich wechselseitig an
als Eigentümer, als Personen, deren Willen ihre Waren durchdringt. Danach kommt
hier zunächst das juristische Moment der Person herein und der Freiheit, soweit
sie darin enthalten ist. Keines bemächtigt sich des Eigentums des anderen mit
Gewalt. Jedes entäußert sich desselben freiwillig.

Aber dies ist nicht alles: Das
Individuum A dient dem Bedürfnisse des Individuums B vermittelst der Ware
a,
nur insofern und
weil das Individuum B dem Bedürfnis des Individuums A vermittelst der
Ware
b
dient
und vice versa. Jedes dient dem anderen, um sich selbst zu dienen; jedes
bedient sich des anderen wechselseitig als seines Mittels. Es ist nun beides in
dem Bewusstsein der beiden Individuen vorhanden: 1. dass jedes nur seinen Zweck
erreicht, soweit es dem anderen als Mittel dient; 2. dass jedes nur Mittel für
das andere (Sein für anderes) wird als Selbstzweck (Sein für sich); 3. dass die
Wechselseitigkeit, wonach jedes zugleich Mittel und Zweck, und zwar nur seinen
Zweck erreicht, insofern es Mittel wird, und nur Mittel wird, insofern es sich
als Selbstzweck setzt, dass jeder sich also als Sein für anderes setzt,
insofern er Sein für sich und der andere als Sein für ihn, insofern er Sein für
sich – dass diese Wechselseitigkeit ein notwendiges fact

5
ist, vorausgesetzt als natürliche
Bedingung des Austauschs, dass sie aber als solche jedem der beiden Subjekte
des Austauschs gleichgültig ist und ihm diese Wechselseitigkeit nur Interesse
hat, soweit sie sein Interesse, als das des anderen ausschließend, ohne
Beziehung darauf, befriedigt. D. h., das gemeinschaftliche Interesse, was als
Motiv des Gesamt-

akts erscheint, ist zwar als fact von beiden
Seiten anerkannt, aber als solches ist es nicht Motiv, sondern geht sozusagen
nur hinter dem Rücken der in sich selbst reflektierten Sonderinteressen, dem
Einzelinteresse im Gegensatz zu dem des anderen vor. Nach dieser letzten Seite
kann das Individuum höchstens noch das tröstliche Bewusstsein haben, dass die
Befriedigung seines gegensätzlichen Einzelinteresses grade die Verwirklichung
des aufgehobenen | Gegensatzes, des gesellschaftlichen allgemeinen
Interesses ist. Aus dem Akt des Austauschs selbst ist das Individuum, jedes
derselben, in sich reflektiert als ausschließliches und herrschendes (bestimmendes)
Subjekt desselben. Damit ist also die vollständige Freiheit des Individuums
gesetzt: Freiwillige Transaktion; Gewalt von keiner Seite; Setzen seiner als
Mittel, oder als dienend, nur als Mittel, um sich als Selbstzweck, als das
Herrschende und Übergreifende zu setzen; endlich das selbstsüchtige Interesse,
kein darüberstehendes verwirklichend; der andere ist auch als ebenso sein
selbstsüchtiges Interesse verwirklichend anerkannt und gewusst, so dass beide
wissen, dass das gemeinschaftliche Interesse eben nur in der Doppelseitigkeit,
Vielseitigkeit und Verselbständigung nach den verschiedenen Seiten, der
Austausch des selbstsüchtigen Interesses ist. Das allgemeine Interesse ist eben
die Allgemeinheit der selbstsüchtigen Interessen.

Wenn also die ökonomische Form,
der Austausch, nach allen Seiten hin die Gleichheit der Subjekte setzt, so der
Inhalt, der Stoff, individueller sowohl wie sachlicher, der zum Austausch
treibt, die
Freiheit.
Gleichheit
und Freiheit sind also nicht nur respektiert im Austausch, der auf Tauschwerten
beruht, sondern der Austausch von Tauschwerten ist die produktive, reale Basis
aller
Gleichheit
und
Freiheit.
Als reine
Ideen sind sie bloß idealisierte Ausdrücke desselben; als entwickelt in
juristischen, politischen, sozialen Beziehungen sind sie nur diese Basis in
einer anderen Potenz. Dies hat sich denn auch historisch bestätigt. Die
Gleichheit und Freiheit in dieser Ausdehnung sind grade das Gegenteil der
antiken Freiheit und Gleichheit, die eben den entwickelten Tauschwert nicht zur
Grundlage haben, vielmehr an seiner Entwicklung kaputtgehen. Sie setzen
Produktionsverhältnisse voraus, die in der alten Welt noch nicht realisiert
waren; auch nicht im Mittelalter. Direkte Zwangsarbeit ist die Grundlage der
ersten; das Gemeinwesen ruht auf dieser als existierender Unterlage; Arbeit
selbst als Privilegium, als noch in ihrer Besonderung, nicht als allgemein
Tauschwerte produzierend, geltend die Grundlage des zweiten. Weder ist die
Arbeit Zwangsarbeit; noch, wie im zweiten Fall, findet sie statt mit Rücksicht
auf ein Gemeinsames als ein Höheres (Korporationen).

Nun ist es zwar richtig, dass
die [Beziehung der] Austauschenden nach der Seite der Motive, d.h. der
natürlichen, außerhalb des ökonomischen Prozesses

fallenden,
auch auf einem gewissen Zwang beruht; aber diese ist nach der einen Seite
selbst nur die Gleichgültigkeit des anderen für mein Bedürfnis als solches,
gegen meine natürliche Individualität, also seine Gleichheit mit mir und
Freiheit, die aber ebenso sehr die Voraussetzung der meinigen ist;
andererseits, soweit ich bestimmt werde, forciert durch meine Bedürfnisse, ist
es nur meine eigene Natur, die ein Ganzes von Bedürfnissen und Trieben ist, das
mir Gewalt antut, nichts Fremdes (oder mein
Interesse
in allgemeiner, reflektierter
Form gesetzt). Aber es ist ja auch eben diese Seite, wodurch ich dem anderen
Zwang antue, ihn in das Tauschsystem treibe.

Im römischen Recht ist
der
servus

6
daher
richtig bestimmt als einer, der nicht für sich durch den Austausch erwerben
kann (Siehe
Institut.

7
).
Es
ist daher ebenso klar, dass dies
Recht,
obgleich
es einem Gesellschaftszustand entspricht, in welchem keineswegs der Austausch
entwickelt war, doch, insofern er in bestimmtem Kreise entwickelt war,
die
Bestimmungen der
juristischen Person, eben des Individuums des Austauschs,
entwickeln
konnte und so das Recht (nach den Grundbestimmungen hin) für die industrielle
Gesellschaft antizipieren, vor allem aber dem Mittelalter gegenüber als das
Recht der aufkommenden bürgerlichen Gesellschaft geltend gemacht werden musste.
Seine Entwicklung selbst fällt aber auch vollständig mit der Auflösung des
römischen Gemeinwesens zusammen.

Da das Geld erst die
Realisierung des Tauschwerts ist und erst bei entwickeltem Geldsystem das
System der Tauschwerte sich realisiert hat, oder umgekehrt, so kann das
Geldsystem in der Tat nur die Realisation dieses Systems der Freiheit und
Gleichheit sein. Als Maß gibt das Geld nur dem Äquivalent den bestimmten
Ausdruck, macht es erst zum Äquivalent auch der Form nach. In der Zirkulation
tritt zwar noch ein Unterschied in der Form hervor: Die beiden Austauschenden
erscheinen in den unterschiedenen Bestimmungen als Käufer und Verkäufer; der
Tauschwert erscheint einmal als allgemeiner in der Form des Geldes, dann als
besonderer in der natürlichen Ware, die einen Preis hat; aber erstens wechseln
diese Bestimmungen; die Zirkulation selbst ist nicht ein Ungleichsetzen,
sondern nur ein Gleichsetzen, ein Aufheben des nur vermeinten Unterschieds. Die
Ungleichheit ist nur eine rein formelle. Endlich im Geld als zirkulierendem
selbst, so dass es bald in der einen Hand, bald in der anderen erscheint, und
gleichgültig gegen dies Erscheinen ist, setzt [sich] nun gar die Gleichheit
sachlich. Jeder erscheint als Besitzer des Geldes dem anderen gegenüber, selbst
als Geld, soweit der Prozess des Austauschs betrachtet wird. Darum ist die
Gleichgültigkeit und Gleichgeltendheit in der

Form der Sache
ausdrücklich vorhanden. Die besondere natürliche Verschiedenheit, die in der
Ware lag, ist ausgelöscht und wird beständig durch die Zirkulation ausgelöscht.
Ein Arbeiter, der für 3 sh Ware kauft, erscheint dem Verkäufer in derselben
Funktion, in derselben Gleichheit – in der Form von 3 sh, wie der König, der es
tut. Aller Unterschied zwischen ihnen ist ausgelöscht. Der Verkäufer qua
solcher erscheint nur als Besitzer einer Ware zum Preis von 3 sh, so dass beide
vollkommen gleich sind; nur dass die 3 sh einmal in Silber, das andere Mal in
Zucker etc. existieren. In der dritten Form des Geldes könnte eine verschiedene
Bestimmung zwischen den Subjekten des Prozesses hereinzukommen scheinen. Aber
soweit das Geld hier als Material, allgemeine Ware der Kontrakte erscheint, ist
vielmehr aller Unterschied zwischen Kontrahenten und

8
Kontrahenten ausgelöscht. Soweit es
Gegenstand der Akkumulation wird, scheint das Subjekt hier nur Geld, die
allgemeine Form des Reichtums, der Zirkulation zu | entziehen, insofern es
ihr nicht Waren zum gleichen Preis entziehe. Akkumuliert also das eine
Individuum, das andere nicht, so tut dies keins auf Unkosten des anderen. Das
eine genießt den realen Reichtum, das andere setzt sich in Besitz der
allgemeinen Form des Reichtums. Wenn das eine verarmt, das andere sich
bereichert, so ist das ihr freier Wille und geht keineswegs aus dem
ökonomischen Verhältnisse, aus der ökonomischen Beziehung selbst, in die sie
zueinander gesetzt sind, hervor. Selbst die Erbschaft und dergleichen
juristische Verhältnisse, die so entstehende Ungleichheiten verewigen, tun
dieser natürlichen Freiheit und Gleichheit keinen Eintrag. Wenn das
ursprüngliche Verhältnis des Individuums A nicht im Widerspruch steht zu diesem
System, so kann dieser Widerspruch sicher nicht dadurch hervorgebracht werden,
dass das Individuum B an die Stelle des Individuums A tritt, es verewigt. Es
ist dies vielmehr ein Geltendmachen der sozialen Bestimmung über die natürliche
Lebensgrenze hinaus: eine Befestigung derselben gegen die zufällige Wirkung der
Natur, deren Einwirkung als solche vielmehr Aufhebung der Freiheit des
Individuums wäre. Zudem, da das Individuum in diesem Verhältnis nur die
Individuation von Geld ist, so ist es als solches ebenso unsterblich als das
Geld, und seine Repräsentation durch Erben ist vielmehr die Durchführung dieser
Bestimmung.

Wenn diese Auffassungsweise
nicht in ihrer historischen Bedeutung hervorgehoben wird, sondern als
Widerlegung entgegengehalten wird den entwickelteren ökonomischen
Verhältnissen, in denen die Individuen nicht mehr bloß als Austauschende oder
Käufer und Verkäufer, sondern in bestimmten

Verhältnissen
zueinander hervortreten, nicht mehr alle in derselben Bestimmtheit gesetzt
sind; so ist das dasselbe, als wollte behauptet werden, dass kein Unterschied
noch weniger Gegensatz und Widerspruch zwischen den Naturkörpern existiert,
weil sie, z. B. in der Bestimmung der Schwere gefasst, alle schwer und demnach
gleich sind; oder gleich sind, weil sie alle drei Raumdimensionen einnehmen.
Der Tauschwert selbst wird hier ebenfalls in seiner einfachen Bestimmtheit
festgehalten gegen seine entwickelteren gegensätzlichen Formen. Im Gang der
Wissenschaft betrachtet, erscheinen diese abstrakten Bestimmungen grade als die
ersten und dürftigsten; wie sie zum Teil auch historisch Vorkommen; das
Entwickeltere als das Spätere. Im Ganzen der vorhandenen bürgerlichen
Gesellschaft erscheint dieses Setzen als Preise und ihre Zirkulation etc. als
der oberflächliche Prozess, unter dem aber in der Tiefe ganz andere Prozesse
vorgehen, in denen diese scheinbare Gleichheit und Freiheit der Individuen
verschwindet.

Einerseits wird vergessen, dass
von vornherein die
Voraussetzung
des
Tauschwerts als der objektiven Grundlage des Ganzen des Produktionssystems
schon in sich schließt den Zwang für das Individuum, dass sein unmittelbares
Produkt kein Produkt für es ist, sondern ein solches erst
wird
im
gesellschaftlichen Prozess und diese allgemeine und doch äußerliche Form
annehmen
muss
;
dass das Individuum nur noch als Tauschwert produzierendes Existenz hat, also
schon die ganze Negation seiner natürlichen Existenz eingeschlossen ist; es
also ganz durch die Gesellschaft bestimmt ist; dass dies ferner Teilung der
Arbeit etc. voraussetzt, worin das Individuum schon in anderen Verhältnissen
als denen der bloß
Austauschenden
gesetzt
ist etc. Dass also nicht nur die Voraussetzung keineswegs weder eine aus dem
Willen noch der unmittelbaren Natur des Individuums hervorgehende, sondern
eine
geschichtliche
ist
und das Individuum schon als durch die Gesellschaft
bestimmt
setzt.

Andrerseits wird vergessen,
dass die höheren Formen, in denen nun der Austausch [erscheint], oder die
Produktionsbeziehungen, die sich in ihm realisieren, keineswegs stehenbleiben
bei dieser einfachen Bestimmtheit, wo der höchste Unterschied, zu dem es kommt,
ein formeller und darum gleichgültiger ist. Es wird endlich nicht gesehen, dass
schon in der einfachen Bestimmung des Tauschwerts und des Geldes der Gegensatz
von Arbeitslohn

9
und
Kapital etc. latent enthalten ist

10
. Diese ganze Weisheit kommt also darauf heraus,
bei den einfachsten ökonomischen Verhältnissen stehenzubleiben, die,
selbständig gefasst, reine Abstraktionen sind; die aber in der Wirklichkeit
vielmehr durch

die tiefsten Gegensätze vermittelt sind und
nur eine Seite darstellen, worin deren Ausdruck verwischt ist. '

Andrerseits zeigt sich ebenso
sehr die Albernheit der Sozialisten (namentlich der französischen, die den
Sozialismus als Realisation der von der französischen Revolution
ausgesprochenen Ideen der
bürgerlichen
Gesellschaft
nachweisen wollen), die demonstrieren, dass der Austausch, der Tauschwert
etc.
ursprünglich
(in
der Zeit) oder ihrem

11

Begriff
nach (in ihrer

12
adäquaten
Form) ein System der Freiheit und Gleichheit aller sind, aber verfälscht worden
sind durch das Geld, Kapital etc. Oder auch, dass die Geschichte bisher noch
verfehlte Versuche gemacht, sie in der ihrer Wahrheit entsprechenden Weise
durchzuführen, und sie nun, wie Proudhon, z. B. den wahren Jakob entdeckt
haben, wodurch die echte Geschichte dieser Verhältnisse an der Stelle ihrer
falschen geliefert werden soll. Ihnen ist zu antworten: dass der Tauschwert
oder näher das Geldsystem in der Tat das System der Gleichheit und Freiheit ist
und dass, was ihnen in der näheren Entwicklung des Systems störend
entgegentritt, ihm immanente Störungen sind, eben die Verwirklichung der
Gleichheit und Freiheit,
die
sich ausweisen als Ungleichheit und Unfreiheit. Es ist ein ebenso frommer wie
dummer Wunsch, dass der Tauschwert sich nicht zum Kapital entwickle oder die
den Tauschwert produzierende Arbeit zur Lohnarbeit. Was die Herren von den
bürgerlichen Apologeten unterscheidet, ist auf der einen Seite das Gefühl der
Widersprüche, die das System einschließt; auf der anderen der Utopismus, den
notwendigen Unterschied zwischen der realen und idealen Gestalt der
bürgerlichen Gesellschaft nicht zu begreifen und daher das überflüssige
Geschäft vornehmen zu wollen, den ideellen Ausdruck selbst wieder realisieren
zu wollen, da er in der Tat nur das Lichtbild dieser Realität ist.

| Das fade Beweisen nun
gar, wie es geschieht im Gegensatz gegen diese Sozialisten von der
heruntergekommenen neuesten Ökonomie (als deren klassischer Repräsentant, was
Fadheit, Affektation von Dialektik, biedre Aufgeblasenheit, läppisch
selbstzufriedene Gemeinplätzlichkeit und gänzliche Unfähigkeit, geschichtliche
Prozesse aufzufassen [betrifft],
Frederick
Bastiat
gelten kann, denn der Amerikaner Carey macht
wenigstens die bestimmten amerikanischen Verhältnisse gegen die europäischen
geltend),
die nachweist,
dass
die ökonomischen Verhältnisse überall
dieselben
einfachen
Bestimmungen ausdrücken und daher überall die Gleichheit und Freiheit des
einfach bestimmten Austauschs von Tauschwerten, reduziert sich rein auf
verkindete Abstraktion. Z.B. das Verhältnis von Kapital und Zins wird reduziert
auf den

Austausch von Tauschwerten. Nachdem also erst aus
der Empirie hereingenommen ist, dass der Tauschwert nicht nur in dieser
einfachen Bestimmtheit, sondern auch in der wesentlich verschiedenen des
Kapitals existiert, wird das Kapital wieder reduziert auf den einfachen Begriff
des Tauschwerts, und der Zins, der nun gar ein bestimmtes Verhältnis des
Kapitals als solchen ausdrückt, ebenfalls aus der Bestimmtheit herausgerissen,
gleich Tauschwert gesetzt; von dem ganzen Verhältnisse in seiner spezifischen
Bestimmtheit abstrahiert und zurückgegangen auf das unentwickelte Verhältnis
des Austauschs von Ware gegen Ware. Soweit ich von dem abstrahiere, was ein
Konkretum von seinem Abstraktum unterscheidet, ist es natürlich das Abstraktum,
und gar nicht von ihm unterschieden.
Danach
sind alle ökonomischen Kategorien nur andere und andere Namen für immer
dasselbe Verhältnis, und diese grobe Unfähigkeit, die realen Unterschiede
aufzufassen, soll dann den reinen common sense als solchen darstellen. Die
„ökonomischen Harmonien“ des Herrn Bastiat belaufen sich au fond dann darauf,
dass ein einziges ökonomisches Verhältnis existiert, das verschiedene Namen
annimmt, oder dass nur dem Namen nach eine Verschiedenheit stattfindet.
Die
Reduktion ist nicht einmal soweit wenigstens formell wissenschaftlich, dass auf
ein wirkliches ökonomisches Verhältnis alles reduziert würde, dadurch dass der
Unterschied, der die Entwicklung ausmacht, fallen gelassen wird, sondern bald
wird diese, bald jene Seite fallen gelassen, um die Identität bald nach dieser,
bald nach jener Seite herauszubringen.

Z. B. Arbeitslohn ist Bezahlung
für Dienst, den ein Individuum dem anderen tut. (Die ökonomische Form als
solche wird, wie schon oben bemerkt, hier fallen gelassen.) Profit ist auch
Bezahlung für Dienst, den ein Individuum dem anderen tut. Also sind Arbeitslohn
und Profit identisch, und es ist eigentlich eine Verirrung der Sprache, die
eine Bezahlung Arbeitslohn, die andere Profit zu nennen. Aber nun Profit und
Zins. Im Profit ist die Bezahlung des Dienstes Chancen ausgesetzt; im Zins ist
sie fixiert. Also da im Arbeitslohn relativement parlant

13
die Bezahlung
fixiert

14
ist,
während sie im Profit, im Gegensatz zur Arbeit Chancen ausgesetzt

15
ist, ist das
Verhältnis von Zins und Profit dasselbe wie das von Arbeitslohn und Profit,
was, wie wir gesehen haben, der Austausch von Äquivalenten gegeneinander ist.
Die Gegner nehmen dann diese Fadaise

16
(die dadurch, dass sie von den ökonomischen
Verhältnissen, da wo der Gegensatz ausgedrückt ist, zu denen zurückgeht, wo er
noch bloß latent liegt und vertuscht ist) beim Wort und zeigen nach, dass z. B.
im Kapital und Zins nicht

einfach ausgetauscht wird, indem
nicht das Kapital durch Äquivalent ersetzt wird, sondern, nachdem der Besitzer
20mal das Äquivalent in der Form von Zinsen aufgegessen hat, er es immer noch
in der Form von Kapital erhält und wieder gegen 20 neue Äquivalente austauschen
kann.

17
Daher
denn die unerquickliche Debatte, worin der eine behauptet, dass zwischen dem
entwickelten und unentwickelten Tauschwert kein Unterschied ist, die anderen
aber, dass er leider da ist, aber nicht, der Billigkeit nach, da sein sollte.

Das
Geld als Kapital
ist
eine Bestimmung des Geldes, die über seine einfache Bestimmung als Geld
hinausgeht. Es kann als höhere Realisation betrachtet werden; wie gesagt werden
kann, dass der Affe sich im Menschen entwickelt. Indes ist dann die niedere
Form als das übergreifende Subjekt über die höhere gesetzt. Jedenfalls
ist
Geld als Kapital
von
Geld als Geld
unterschieden.
Die neue Bestimmung ist zu entwickeln. Andrerseits, das
Kapital als Geld
scheint
der Rückgang des Kapitals in eine niedere Form. Es ist aber nur das Setzen
desselben in einer Besonderheit, die als Nicht-Kapital schon vor ihm existiert
und eine seiner Voraussetzungen ausmacht. Das Geld kommt in allen spätern
Verhältnissen wieder vor; aber dann fungiert es eben nicht mehr als bloßes Geld.
Wenn, wie hier, es zunächst darum zu tun ist, es bis zu seiner Totalität als
Geldmarkt zu verfolgen, so wird die übrige Entwicklung vorausgesetzt und muss
gelegentlich hereingenommen werden. So hier die allgemeine Bestimmung des
Kapitals, eh wir zu seiner Besonderheit als Geld fortgehen.

Wenn ich sage, wie z. B. Say,
dass das Kapital eine
Summe
von Werten
ist, so sage ich nichts, als dass das
Kapital – Tauschwert
ist.

18
Jede Summe von
Werten ist ein Tauschwert, und jeder Tauschwert ist eine Summe von Werten.
Durch einfache Addition kann ich nicht vom Tauschwert zum Kapital kommen. In
der bloßen Akkumulation von Geld ist, wie wir gesehen haben, noch nicht das
Verhältnis des Kapitalisierens gesetzt.

Im sog. Detailhandel, dem
täglichen Verkehr des bürgerlichen Lebens, wie er zwischen Produzenten und
Konsumenten direkt vorgeht, dem Kleinhandel, worin der Zweck auf der einen
Seite Austausch der Ware gegen Geld und auf der anderen Austausch des Geldes gegen
Ware, zur Befriedigung individueller Bedürfnisse – in dieser Bewegung, die an
der Oberfläche der bürgerlichen Welt vorgeht, ist es allein, worin die Bewegung
der Tauschwerte, ihre Zirkulation rein vorgeht. Ein Arbeiter, der ein Laib Brot
kauft, und ein Millionär, der es kauft, erscheinen in diesem Akt nur als
einfache Käufer, wie der Krämer ihnen gegenüber nur als Verkäufer erscheint.
Alle anderen Bestimmungen sind

hierin
ausgelöscht. Der
ihrer
Käufe wie der
Umfang
derselben
erscheint | völlig gleichgültig gegen diese Formbestimmung.

Wenn in der Theorie der Begriff
des Werts dem des Kapitals vorhergeht, andererseits aber zu seiner reinen
Entwicklung wieder eine auf das Kapital gegründete Produktionsweise
unterstellt, so findet dasselbe in der Praxis statt. Die Ökonomen betrachten
daher das Kapital auch notwendig bald als Schöpfer der Werte, Quelle derselben,
wie andererseits sie Werte für die Bildung des Kapitals voraussetzen und es
selbst nur als eine Summe von Werten in einer bestimmten Funktion darstellen.
Die Existenz des Werts in seiner Reinheit und Allgemeinheit setzt eine
Produktionsweise voraus, worin das einzelne Produkt aufgehört hat, ein solches
für den Produzenten überhaupt und noch mehr für den einzelnen Arbeiter zu sein,
und ohne die Realisierung durch die Zirkulation nichts ist. Es ist keine
formelle Bestimmung für den, der einen Infinitesimalteil einer Elle Kattun
schafft, dass sie Wert ist, Tauschwert. Wenn er nicht einen Tauschwert, Geld
geschaffen, hätte er überhaupt nichts geschaffen. Diese Wertbestimmung selbst
hat also zu ihrer Voraussetzung eine gegebene historische Stufe der
gesellschaftlichen Produktionsweise und ist selbst ein mit derselben gegebenes,
also historisches Verhältnis.

Andrerseits entwickeln sich
einzelne Momente der Wertbestimmung auf früheren Stufen des historischen
Produktionsprozesses der Gesellschaft und erscheinen als dessen Resultat.

Innerhalb des Systems der
bürgerlichen Gesellschaft daher folgt auf den Wert unmittelbar das
Kapital.
In der
Geschichte gehen andere Systeme vor,
die die materielle
Grundlage der unvollkommeneren Wertentwicklung bilden. Wie der Tauschwert hier
nur nebenher spielt neben dem Gebrauchswert, erscheint nicht das Kapital,
sondern das Grundeigentumsverhältnis als seine reale Basis. Das moderne Grundeigentum
kann dagegen gar nicht begriffen werden, weil es nicht existieren kann ohne die
Voraussetzung des Kapitals, und es erscheint historisch in der Tat als eine
durch das Kapital bewirkte, sich adäquat gesetzte Form der vorhergehenden
historischen Gestalt des Grundeigentums. Es ist grade in der Entwicklung des
Grundeigentums, worin daher der allmähliche Sieg und Herausbildung des Kapitals
studiert werden kann, weswegen Ricardo, der Ökonom der modernen Zeit, mit
großem historischen Sinn die Verhältnisse von Kapital, Lohnarbeit und
Grundrente innerhalb der Grenzen des Grundeigentums betrachtet hat, um sie in
ihrer spezifischen Form zu fixieren. Das Verhältnis des industriellen
Kapitalisten zum Grundeigentümer erscheint als außerhalb des Grundeigentums
liegende Beziehung. Aber als Verhältnis des modernen farmer zum Grundrentner
erscheint es als immanentes Verhältnis des Grundeigentums selbst und das andere
als nur in seiner Beziehung zum

Kapital mehr existierend
gesetzt. Die Geschichte des Grundeigentums, die die allmähliche Verwandlung des
feudalen Landlords in den Grundrentner, des erbsässigen halb tributären und oft
unfreien Leibpächters in den modernen Farmer und der dem Grunde angehörigen
angesessenen Leibeigenen und Fronbauern in Ackerbautagelöhner nachwiese, wäre
in der Tat die Geschichte der Bildung des modernen Kapitals. Sie würde die
Beziehung zum städtischen Kapital, Handel etc. in sich schließen. Wir haben es
aber hier mit der gewordenen, auf ihrer eigenen Grundlage sich bewegenden
bürgerlichen Gesellschaft zu tun.

Das Kapital kommt zunächst aus
der Zirkulation her, und zwar vom Geld als seinem Ausgangspunkt. Wir haben
gesehen, dass das in die Zirkulation eingehende und zugleich aus ihr in sich
zurückgehende Geld die letzte Form

19
ist, worin das Geld sich aufhebt. Es ist
zugleich der erste Begriff des Kapitals und die erste Erscheinungsform
desselben. Das Geld hat sich negiert, als bloß in der Zirkulation aufgehend; es
hat sich aber ebenso negiert, als selbständig ihr gegenübertretend. Diese
Negation zusammengefasst, in ihren positiven Bestimmungen, enthält die ersten
Elemente des Kapitals. Geld ist die erste Form, worin das Kapital als solches
erscheint. G-W-W-G; dass das Geld gegen Ware und die Ware gegen Geld
ausgetauscht wird;
diese
Bewegung des Kaufens, um zu verkaufen, die die Formbestimmung des Handels
bildet, das Kapital als Handelskapital,
findet sich in den
frühsten Zuständen der ökonomischen Entwicklung; ist die erste Bewegung, worin
der Tauschwert als solcher den Inhalt bildet, nicht nur Form ist, sondern sein
eigener Gehalt. Die Bewegung kann vorgehen innerhalb von Völkern und zwischen
Völkern, für deren Produktion keineswegs der Tauschwert noch zur Voraussetzung
geworden ist. Die Bewegung greift nur das Surplus ihrer auf unmittelbaren
Gebrauch berechneten Produktion an und geht nur an ihrer Grenze vor sich. Wie
die Juden innerhalb der altpolnischen oder überhaupt mittelaltrigen
Gesellschaft, so können ganze Handelsvölker, wie im Altertum und später die
Lombarden, diese Stellung zwischen Völkern einnehmen, deren Produktionsweise
noch nicht der Tauschwert als Grundvoraussetzung bedingt hat. Das kommerzielle
Kapital ist bloß zirkulierendes Kapital, und das zirkulierende Kapital ist die
erste Form desselben; in der es
noch
keineswegs zur Grundlage der Produktion geworden.
Eine
weiterentwickelte Form ist
das
Geldkapital und der Geldzins,
Wucher, dessen selbständiges
Auftreten ebenfalls einer frühen Stufe angehört. Endlich die Form W-G-G-W,
worin das Geld und die Zirkulation überhaupt als bloßes Mittel erscheint für
die
zirkulierende Ware,
die
ihrerseits wieder aus

der Zirkulation heraustritt und direkt
das Bedürfnis befriedigt, ist selbst die Voraussetzung jenes ursprünglichen
Erscheinens des Handelskapitals. Die Voraussetzungen erscheinen an verschiedene
Völker verteilt oder innerhalb der Gesellschaft das kommerzielle Kapital als
solches nur bedingt durch diese rein auf die Konsumtion gerichtete Zirkulation.
Andrerseits ist die
zirkulierende
Ware,
die Ware, die sich nur dadurch realisiert, dass sie die
Form einer anderen Ware annimmt, die aus der Zirkulation heraustritt und
unmittelbaren | Bedürfnissen dient, ebenfalls als erste Form des Kapitals,
das wesentlich
Warenkapital
ist.

Andrerseits ist es ebenso klar,
dass die einfache Bewegung der Tauschwerte, wie sie in der reinen Zirkulation
vorhanden ist, nie Kapital realisieren kann. Sie kann zum Entziehen und
Aufhäufen des Geldes führen, aber sobald das Geld wieder in die Zirkulation
tritt, löst es sich auf in eine Reihe von Tauschprozessen mit Waren, die
verzehrt werden, geht daher verloren, sobald seine Kaufkraft erschöpft ist.
Ebenso die Ware, die sich vermittelst des Geldes gegen Ware ausgetauscht hat,
tritt aus der Zirkulation heraus, um konsumiert, vernichtet zu werden. Wird sie
aber im Geld gegen die Zirkulation verselbständigt, so stellt sie nur mehr die
substanzlose allgemeine Form des Reichtums dar. Da Äquivalente gegeneinander
ausgetauscht werden, verschwindet die als Geld fixierte Form des Reichtums,
sobald es gegen die Ware, und der in der Ware vorhandene Gebrauchswert, sobald
er gegen Geld ausgetauscht wird. Durch den einfachen Akt des Austauschs kann
jedes nur in seiner Bestimmung gegen das andere verlorengehen, sobald es sich
in ihm realisiert. Keins kann sich in seiner Bestimmung erhalten, indem es in
das andere übergeht. Gegen die Sophisterei der bürgerlichen Ökonomen, die das
Kapital beschönigen, indem sie es auf den reinen Austausch reduzieren wollen,
ist daher umgekehrt die ebenso sophistische, aber ihnen gegenüber berechtigte
Forderung aufgestellt worden, das Kapital zum reinen Austausch
wirklich
zu reduzieren,
wodurch es als Macht verschwände und, sei es in der Form der Ware oder des
Geldes, vernichtet würde.
*

Die Wiederholung des Prozesses
von beiden Punkten, Geld oder Ware, ist nicht in den Bedingungen des Austauschs
selbst gesetzt. Der Akt kann nur wiederholt werden, bis er vollendet ist, d.
h., bis zum Betrag des Tauschwerts ausgetauscht ist. Er kann sich nicht an sich
selbst von neuem entzünden.
Die
Zirkulation trägt daher nicht in sich selbst das Prinzip der Selbsterneuerung.

Die Momente derselben sind ihr
vorausgesetzt,
nicht
von ihr selbst gesetzt. Waren müssen stets von neuem und von außen her in sie
geworfen werden wie Brennmaterial ins Feuer. Sonst erlischt sie in Indifferenz.
Sie erlösche in dem Geld als indifferentes Resultat, das, insofern es nicht
mehr in Bezug auf Waren, Preise, Zirkulation stünde, aufgehört hätte, Geld zu
sein, ein Produktionsverhältnis auszudrücken; von dem nur noch sein
metallisches Dasein übriggeblieben, aber sein ökonomisches vernichtet wäre. Die
Zirkulation, die also als das unmittelbar Vorhandene an der Oberfläche der
bürgerlichen Gesellschaft erscheint, ist nur, sofern sie beständig vermittelt
ist. In sich selbst betrachtet, ist sie die Vermittlung vorausgesetzter
Extreme. Aber sie setzt diese Extreme nicht. Muss also doch nicht nur in jedem
ihrer Momente, sondern als Ganzes der Vermittlung, als totaler Prozess selbst
vermittelt sein. Ihr unmittelbares Sein ist daher reiner Schein.
Sie ist das Phänomen eines hinter ihr
vorgehenden Prozesses.
Sie ist jetzt negiert in jedem ihrer
Momente – als Ware – als Geld – und als Beziehung von beiden, als einfacher
Austausch und Zirkulation beider. Wenn ursprünglich der Akt der
gesellschaftlichen Produktion als Setzen von Tauschwerten und dies in seiner
weiteren Entwicklung als Zirkulation erschien – als vollständig entwickelte
Bewegung der Tauschwerte gegeneinander –, so geht jetzt die Zirkulation selbst
zurück in die Tauschwert setzende oder produzierende Tätigkeit. Sie geht darein
zurück als in ihren Grund. Was ihr vorausgesetzt ist, sind Waren (sei es in der
besonderen Form, sei es in der allgemeinen des Gelds), die die Verwirklichung
einer bestimmten Arbeitszeit und als solche Werte sind; ihre Voraussetzung ist
also sowohl die Produktion von Waren durch Arbeit als ihre Produktion als
Tauschwerte. Dies ist ihr Ausgangspunkt, und durch ihre eigene Bewegung geht
sie in die Tauschwerte.schaffende Produktion als ihr Resultat zurück. Wir sind
also wieder beim Ausgangspunkt angelangt, bei der Tauschwerte setzenden,
schaffenden
Produktion,
aber
diesmal so, dass
diese
die Zirkulation als entwickeltes Moment voraussetzt
und als
beständiger Prozess erscheint, der die Zirkulation setzt und aus ihr beständig
in sich zurückkehrt, um sie von neuem zu setzen. Die Tauschwert setzende
Bewegung erscheint hier also jetzt in viel komplizierterer Form, indem sie
nicht mehr nur die Bewegung der vorausgesetzten Tauschwerte oder sie formal als
Preise setzend ist, sondern zugleich sie als Voraussetzungen schaffend,
erzeugend. Die Produktion selbst ist hier nicht mehr vor ihren Resultaten
vorhanden, d. h. vorausgesetzt; sondern sie erscheint als diese Resultate
zugleich selbst hervorbringend; aber sie bringt sie nicht mehr hervor, wie auf
der ersten Stufe, als bloß zur Zirkulation führend, sondern zugleich die
Zirkulation, die entwickelte Zirkulation in ihrem Prozess unterstellend. (Die
Zirkulation besteht au fond nur in dem formalen

Prozess, den
Tauschwert einmal in der Bestimmung der Ware, das andere Mal in der Bestimmung
des Geldes zu setzen.)

Diese Bewegung erscheint in
verschiedenen Gestalten, sowohl historisch, als zur wertproduzierenden Arbeit
führend, wie auch andererseits innerhalb des Systems der bürgerlichen, d.h. der
Tauschwert setzenden Produktion selbst. Bei halb oder ganz barbarischen Völkern
kommen zuerst die handeltreibenden Völker dazwischen, oder die Stämme, deren
Produktion natürlich verschieden ist, geraten in Kontakt und tauschen ihren
Überfluss aus. Der erste Fall ist die klassischere Form. Bleiben wir also bei
demselben. Das Austauschen des Überflusses ist Austausch- und
Tauschwert-setzender Verkehr. Er erstreckt sich aber bloß auf den Austausch
[des Überflusses] und spielt neben der Produktion | selbst her. Wiederholt
sich aber das Erscheinen der zum Austausch sollizitierenden Händler (die
Lombarden, Normannen etc. spielen fast allen europäischen Völkern gegenüber
diese Rolle) und entwickelt sich ein fortgehender Handel, worin das
produzierende Volk nur noch sog.
passiven
Handel
treibt, indem der Anstoß zur Tauschwert setzenden Tätigkeit von außen kommt,
nicht aus der inneren Gestalt seiner Produktion, so muss das Surplus der
Produktion nicht nur ein zufälliges, gelegentlich vorhandenes sein, sondern ein
beständig wiederholtes, und so erhält die inländische Produktion selbst eine
auf die Zirkulation, das Setzen von Tauschwerten gerichtete Tendenz. Zunächst
ist die Wirkung mehr stofflich. Der Kreis der Bedürfnisse ist erweitert; der
Zweck ist die Befriedigung der neuen Bedürfnisse und daher größere
Regelmäßigkeit und Vermehrung der Produktion. Die Organisation der inländischen
Produktion selbst ist bereits modifiziert durch die Zirkulation und den
Tauschwert; aber noch nicht weder über ihre ganze Oberfläche noch in ihrer
ganzen Tiefe von ihr ergriffen. Dies ist, was man die
zivilisierende Wirkung
des
auswärtigen Handels nennt. Es hängt dann ab, teils von der Intensivität dieser
Wirkung von außen, teils von dem Grade, worin die Elemente der inländischen
Produktion – Teilung der Arbeit etc. – schon entwickelt sind, inwieweit die Tauschwert
setzende Bewegung das Ganze der Produktion angreift. In England z.B. im 16.
Jahrhundert und Anfang des 17. macht die Einfuhr der niederländischen Waren das
Surplus von Wolle, das England im Austausch zu geben, wesentlich entscheidend.
Um nun mehr Wolle zu produzieren, wurde Ackerland in Schafweide verwandelt, das
kleine Pachtsystem aufgebrochen etc., Clearing von estates fand statt
etc. Die Agrikultur verlor also den Charakter der Arbeit für den Gebrauchswert
und der Austausch ihres Überschusses den gegen sie, in ihrer inneren
Konstruktion betrachtet, gleichgültigen Charakter. Die Agrikultur ward an
gewissen Punkten selbst rein durch die Zirkulation bestimmt, in Tauschwert
setzende Produktion

verwandelt. Damit wurde die
Produktionsweise nicht nur verändert, sondern alle alten Populations- und
Produktionsverhältnisse, ökonomische Verhältnisse, die ihr entsprachen,
aufgelöst. So war der Zirkulation hier vorausgesetzt eine Produktion, die nur
als Überschuss Tauschwerte schuf; aber sie ging zurück in eine Produktion, die
nur noch mit Beziehung auf die Zirkulation stattfand, in Tauschwerte als ihren
ausschließlichen Inhalt setzende Produktion.

Andrerseits, in der modernen
Produktion, worin der Tauschwert und die entwickelte Zirkulation vorausgesetzt
sind, bestimmen einerseits die Preise die Produktion; andererseits bestimmt die
Produktion die Preise.

Wenn gesagt wird, dass das
Kapital „aufgehäufte (realisierte) Arbeit (eigentlich
vergegenständlichte
Arbeit)
ist, die als Mittel zu neuer Arbeit (Produktion) dient“,

20
so wird die
einfache Materie des Kapitals betrachtet, abgesehen von der Formbestimmung,
ohne die es nicht Kapital ist. Es heißt weiter nichts, als Kapital ist –
Produktionsinstrument, denn im weitesten Sinn muss jeder, auch der rein von
Natur gelieferte Gegenstand, wie Steine z. B., durch irgendeine Tätigkeit erst
angeeignet werden, eh er als Instrument, als Produktionsmittel dienen kann.
Danach hätte Kapital in allen Formen der Gesellschaft existiert, ist etwas
durchaus unhistorisches. Jedes Glied des Körpers ist danach Kapital, da jedes
durch Tätigkeit, Arbeit nicht nur entwickelt, sondern genährt, reproduziert
werden muss, um als Organ tätig sein zu können. Der Arm, die Hand namentlich,
sind so Kapital. Kapital wäre nur ein neuer Name für eine Sache, so alt wie das
Menschengeschlecht, da jede Art der Arbeit, auch die unentwickeltste, Jagd,
Fischfang etc., voraussetzt, dass das Produkt vorhergegangener Arbeit als
Mittel für unmittelbare, lebendige Arbeit verwandt wird. Die weitere
Bestimmung, die in der obigen Definition enthalten ist, dass ganz von dem
materiellen Stoff der Produkte abstrahiert und die vergangene Arbeit selbst als
ihr einziger Inhalt (Stoff) betrachtet wird; wie ebenfalls abstrahiert wird von
dem bestimmten, besonderen Zweck, zu dessen Herstellung dieses Produkt nun
wieder als Mittel dienen soll, und als Zweck vielmehr nur eine Produktion im
allgemeinen gesetzt wird – alles dies schien nur Werk der Abstraktion, die
gleich wahr in allen Gesellschaftszuständen ist und nur die Analyse weiterführt
und abstrakter (allgemeiner) formuliert, als es sonst wohl zu geschehen
pflegte. Wird so von der bestimmten Form des Kapitals abstrahiert und nur
der
betont,
als welcher es ein notwendiges Moment
aller Arbeit ist, so ist natürlich nichts leichter zu beweisen, als dass
Kapital eine notwendige Bedingung aller menschlichen Produktion ist.
Der
Beweis wird eben geführt durch die Abstraktion von den spezifischen
Bestimmungen, die es zum Moment einer besonders entwickelten
historischen
Stufe der
menschlichen Produktion machen. Der Witz ist, dass, wenn alles Kapital

vergegenständlichte Arbeit ist, die als Mittel zu neuer Produktion dient,
nicht alle vergegenständlichte Arbeit, die als Mittel zu neuer Produktion
dient, Kapital ist.
Das
Kapital wird als Sache gefasst, nicht als Verhältnis.

Wird andererseits gesagt,
Kapital ist eine Summe von Werten, angewandt zur Produktion von Werten, so
heißt das: Kapital ist der sich selbst reproduzierende Tauschwert. Aber formell
reproduziert sich der Tauschwert auch in der einfachen Zirkulation. In dieser
Erklärung ist zwar die Form festgehalten, wodurch der Tauschwert der
Ausgangspunkt ist, aber die Beziehung zum Inhalt (die beim Kapital nicht wie
beim einfachen Tauschwert
gleichgültig
ist)
ist fallen gelassen. Wird gesagt, Kapital ist Tauschwert, der einen Profit
produziert oder wenigstens mit der Absicht, einen Profit zu produzieren,
angewandt wird, so ist das Kapital zu seiner eigenen Erklärung schon
vorausgesetzt, denn Profit ist bestimmtes Verhältnis des Kapitals zu sich
selbst. Das Kapital ist kein einfaches Verhältnis, sondern ein
Prozess,
in dessen
verschiedenen Momenten es immer Kapital ist. Dieser zu entwickeln daher. In
der
aufgehäuften
Arbeit
ist auch schon etwas Erschlichenes, da | es in der Begriffsbestimmung
nur
vergegenständlichte
Arbeit
sein soll, in der allerdings ein bestimmtes Quantum Arbeit aufgehäuft ist. Die
aufgehäufte Arbeit umfasst aber schon ein Quantum solcher Gegenstände, in denen
Arbeit realisiert ist.

„Im Anfang begnügte sich jeder,
da sich der Austausch für jeden Austauschpartner nur auf Dinge ohne Wert
richtete: Man maß dem keine Bedeutung bei, und jeder war zufrieden, wenn er im
Austausch einen nützlichen Gegenstand für einen Gegenstand ohne Nutzen empfing.
Als aber die Teilung der Arbeit jeden zum Kaufmann und die Gesellschaft zur
Handelsgesellschaft gemacht hatte, wollte jeder seine Erzeugnisse nur gegen ihr
Äquivalent übergeben; folglich war es, um dieses Äquivalent zu bestimmen,
nötig, den Wert dessen zu kennen, das man empfing.“ (
Ganilh
.
12, b.)

21

D. h. in anderen Worten, dass
der Austausch nicht beim formalen Setzen von Tauschwerten stehenblieb, sondern
notwendig dazu fortging, die Produktion selbst dem Tauschwert zu unterwerfen.

1. Die
Zirkulation und der aus der Zirkulation herkommende Tauschwert die
Voraussetzung des Kapitals

2. Der
aus der Zirkulation herkommende Tauschwert sich ihr voraussetzend, sich in ihr
erhaltend und vervielfältigend vermittelst der Arbeit

1
Das
„Kapitel vom Kapital“
nimmt
in den „Grundrissen“ den größten Umfang ein und bildet den hauptsächlichen
Inhalt der Hefte II bis VII des Manuskriptes. Hier erforscht Marx erstmals den
Gesamtmechanismus der kapitalistischen Ausbeutung, ihre Bedingungen, ihren
historischen Charakter, die Tendenzen ihrer Entwicklung und die
Unvermeidlichkeit ihrer Beseitigung.

Dieses Kapitel nannte Marx
zunächst „Das Kapitel vom Geld als Kapital“ (Heft II); bei der Fortsetzung in
Heft III schreibt er dann „Das Kapitel vom Kapital. (Fortsetzung.) (von Heft
II)“.

Obwohl das sehr umfangreiche
„Kapitel vom Kapital“ nicht nach einer klaren Gliederung niedergeschrieben
wurde, wird aus dem Manuskript die Einteilung der gesamten Untersuchungen über
das Kapital in drei Abschnitte sichtbar: 1. Produktionsprozess des Kapitals, 2.
Zirkulationsprozess des Kapitals und 3. der abschließende Teil, den Marx in
einem Brief an Lassalle vom 11. März 1858 als Einheit von Produktions- und
Zirkulationsprozess des Kapitals oder als „Kapital und Profit, Zins“
bezeichnete

2
Die
These, dass der natürliche Inhalt des Austauschprozesses am Anfang „noch ganz
von dem ökonomischen Verhältnis getrennt ist, weil er noch unmittelbar mit ihm
zusammenfällt“, wurde von Marx in seiner Arbeit „Zur Kritik der
Politischen Ökonomie“ (August 1858 bis Januar 1859) weiterentwickelt.
Er spricht dort davon, dass unter den Bedingungen des unmittelbaren
Tauschhandels, der die ursprüngliche Form des Austauschprozesses ist, der
„Tauschwert einer Ware […] nicht in ihrem eigenen Gebrauchswert zur Erscheinung“
kommt. In diesem Entwicklungsstadium des Austausches bilden die Gebrauchswerte
den Inhalt des Reichtums, ungeachtet seiner gesellschaftlichen Form. „Der
Gebrauchswert in dieser Gleichgültigkeit gegen die ökonomische Formbestimmung,
d. h. der Gebrauchswert als Gebrauchswert, liegt jenseits des
Betrachtungskreises der politischen Ökonomie.“

3
im
Grunde

4
Der
gesamte Warenaustausch sowohl bei dem unmittelbaren Tauschhandel als auch bei
Ware-Geld-Zirkulation wird bei Bastiat, Say und anderen Vulgärökonomen auf den
gegenseitigen Austausch von
Diensten
zurückgeführt,
wobei Bastiat die Dienste des Landwirtes, Bäckers, Schuhmachers, Webers,
Maschinenbauers, Lehrers, Arztes, Advokaten usw. meint. (Siehe Frederic Bastiat,
„Harmonies economiques“, 2. ed., Paris 1851, p. 87-169.)

5
eine
notwendige Tatsache

6
Sklave

7
Marx
bezieht sich hier vermutlich auf folgende Stellen aus dem „Corpus iuris
civilis“, Institutiones, I, 8, 1: „Was immer von einem Sklaven erworben
wird, das wird für seinen Herrn erworben.“ Ebenda, II, 9, 3: „Denn der Sklave
selbst, der in der Gewalt eines anderen ist, kann kein Eigentum besitzen.“

8
In
der Handschrift: Kontrakten und

9
Marx
hat sich wahrscheinlich verschrieben, es müsste Lohnarbeit heißen.

10
In der Handschrift: sind

11
In der Handschrift: seinem

12
In der Handschrift: seiner

13
relativ gesehen

14
in der Handschrift: Chancen ausgesetzt

15
in der Handschrift: fixiert -

16
Albernheit

17
Gegner Frederic Bastiats, wie Pierre-Joseph Proudhon
und dessen Anhänger Charles-François Chevé, führten 1849/1850 gegen ihn eine
Polemik in sieben offenen Briefen, die 1850 zusammen mit sieben Antwortbriefen
Bastiats unter dem Titel „Gratuité du crédit“, Paris 1850, veröffentlicht
wurden.

18
Jean-Baptiste Say, „Traité d’économie politique ...“,
3.éd., t.2, Paris 1817, p.428 und 478.

19
In der Handschrift: Forderung

*
Wie im Geld der Tauschwert, d.h. alle Beziehungen der
Waren als Tauschwerte, als Ding erscheint, so in dem
Kapital
alle Bestimmungen
der Tauschwerte schaffenden Tätigkeit, der Arbeit.

20
Siehe David Ricardo, „On the principles ..3. ed.,
London 1821, p. 327 und 499.

Eine ähnliche Aussage findet
sich auch bei Adam Smith, „An inquiry ...“, vol. 2, London 1836, p.356.

21
Charles Ganilh, „Des systemes d’économie politique..
,“, t. 2, Paris 1809, p. 11/12. Marx verweist auf sein Brüsseler Exzerptheft
„Geschichte der Nationalökonomie“ von 1846, wobei der Buchstabe „b“ die rechte
Spalte der Seite bedeutet.


 [Austausch
zwischen Kapital und Arbeit]

Der dem Kapital als dem
gesetzten Tauschwert gegenübertretende
Gebrauchswert
ist
die
Arbeit.
Das
Kapital tauscht sich aus oder ist in dieser Bestimmtheit nur in Beziehung auf
das
Nicht-Kapital,
die
Negation des Kapitals, in Bezug auf welche es allein Kapital ist; das wirkliche
Nicht-Kapital ist die
Arbeit.

Wenn wir den Austausch zwischen
Kapital und Arbeit betrachten, so finden wir, dass er in zwei nicht nur
formell, sondern qualitativ verschiedene und selbst entgegengesetzte Prozesse
zerfällt:

1. Der Arbeiter tauscht seine
Ware, die Arbeit, den Gebrauchswert, die als Ware auch einen
Preis
hat, wie alle
anderen Waren, aus gegen eine bestimmte

Summe Tauschwerte,
bestimmte Summe Geld, die das Kapital an ihn ablässt.

2. Der Kapitalist tauscht die
Arbeit selbst ein, die Arbeit als wertsetzende Tätigkeit, als produktive
Arbeit; d. h., er tauscht die Produktivkraft ein, die das Kapital erhält und
vervielfältigt und die damit zur Produktivkraft und reproduzierenden Kraft des
Kapitals, eine dem Kapital selbst angehörige Kraft wird.

Die Trennung dieser beiden
Prozesse ist so augenfällig, dass sie in der Zeit auseinanderfallen können und
keineswegs zusammenfallen müssen. Der erste Prozess kann vollendet sein und ist
zu einem gewissen Grade meist vollendet, ehe der zweite auch nur beginnt. Die
Vollendung des zweiten Aktes unterstellt die Vollendung des Produkts. Die
Zahlung des Arbeitslohns kann nicht auf diese warten. Wir werden es selbst als
eine wesentliche Bestimmung des Verhältnisses finden, dass sie nicht auf
dieselbe wartet.

Beim einfachen Austausch,
Zirkulation, findet nicht dieser gedoppelte Prozess statt. Wenn die Ware a
gegen das Geld b ausgetauscht und dieses dann gegen die zur Konsumtion
bestimmte Ware c – das ursprüngliche Objekt des Austauschs für a, so fällt der
Gebrauch der Ware c, ihr Konsum, ganz außerhalb der Zirkulation; geht die Form
des Verhältnisses nichts an; liegt jenseits der Zirkulation selbst und ist ein
rein stoffliches Interesse, das nur noch ein Verhältnis des Individuums A in
seiner Natürlichkeit zu einem Gegenstande seines vereinzelten Bedürfnisses
ausdrückt. Was es mit der Ware c anfängt, ist eine Frage, die außerhalb des
ökonomischen Verhältnisses liegt. Hier erscheint umgekehrt der
Gebrauchswert des gegen das Geld
Eingetauschten als besonderes ökonomisches Verhältnis,
und
die
bestimmte Verwendung
des gegen das Geld Eingetauschten bildet den letzten Zweck beider Prozesse.
Dies unterscheidet also schon formell den Austausch zwischen Kapital und Arbeit
vom einfachen Austausch – zwei verschiedene Prozesse.

Fassen wir nun ferner, wie dem
Inhalt nach der Austausch zwischen Kapital und Arbeit verschieden ist von dem
einfachen Austausch (Zirkulation), so finden wir, dass dieser Unterschied nicht
durch eine äußere Beziehung oder Vergleichung herauskommt, sondern dass in der
Totalität des letzteren Prozesses die zweite Form sich selbst von der ersten
unterscheidet, dass diese Vergleichung selbst eingeschlossen ist. Der
Unterschied des zweiten Akts vom ersten – nämlich der besondere Prozess der
Aneignung der Arbeit von Seiten des Kapitals ist der zweite Akt – ist exactly

1
der Unterschied
des Austauschs zwischen Kapital und Arbeit vom Austausch, wie das Geld ihn
zwischen Waren

vermittelt.
Im Austausch zwischen Kapital und Arbeit
ist der erste Akt ein Austausch, fällt ganz in die gewöhnliche Zirkulation; der
zweite ist ein qualitativ vom Austausch verschiedener Prozess, und es ist nur
by misuse

2
, dass er
überhaupt Austausch
irgendeiner Art genannt werden könnte. Er
steht direkt dem Austausch gegenüber; wesentlich andere Kategorie.

{Kapital.
I.
Allgemeinheit:
1. a)
Werden des Kapitals aus dem Geld, b) Kapital und Arbeit (sich vermittelnd
durch
fremde
Arbeit),
c) Die Elemente des Kapitals, aufgelöst nach ihrem Verhältnis zur Arbeit
(Produkt. Rohmaterial. Arbeitsinstrument). 2.
Besonderung des Kapitals:
a) Capital
circulant, Capital fixe. Umlauf des Kapitals. 3.
Die Einzelnheit des Kapitals.
Kapital
und Profit. Kapital und Zins. Das Kapital als
Wert,
unterschieden von sich als Zins und
Profit.

II.
Besonderheit:
1.
Akkumulation der Kapitalien. 2. Konkurrenz der Kapitalien. 3. Konzentration der
Kapitalien (quantitativer Unterschied des Kapitals als zugleich qualitativ,
als
Maß
seiner
Größe und Wirkung).

| III.
Einzelnheit:
1. Das
Kapital als Kredit. 2. Das Kapital als Aktienkapital. 3. Das Kapital als
Geldmarkt. Im Geldmarkt ist das Kapital in seiner Totalität gesetzt; darin ist
es
preisbestimmend,
arbeitgebend,
die
Produktion
regulierend,
in einem Wort
Produktionsquelle ;
aber das Kapital nicht
nur als sich selbst produzierend (materiell durch Industrie etc. Preise
setzend, Produktivkräfte entwickelnd), sondern zugleich als Schöpfer von Werten
muss einen vom Kapital spezifisch unterschiedenen Wert oder Form des Reichtums
setzen. Dies ist die
Grundrente.
Es
ist die einzige Wertschöpfung des Kapitals als von ihm selbst, seiner eigenen
Produktion unterschiedener Wert. Sowohl seiner Natur nach wie historisch ist
das Kapital der
Schöpfer
des
modernen Grundeigentums, der Grundrente; wie seine Aktion daher auch als
Auflösung der alten Form des Grundeigentums erscheint. Die neue entsteht durch
die Aktion des Kapitals auf die alte. Das Kapital ist dies – nach einer Seite
hin betrachtet – als Schöpfer der modernen Agrikultur. In den ökonomischen
Verhältnissen des modernen Grundeigentums, das als ein Prozess erscheint:
Grundrente – Kapital – Lohnarbeit (die Form des Schlusses kann auch anders
gefasst werden: als Lohnarbeit – Kapital – Grundrente; aber Kapital muss immer
als die tätige Mitte erscheinen), ist daher die innere Konstruktion der
modernen Gesellschaft oder das Kapital in der Totalität seiner Beziehungen
gesetzt.

Es fragt sich nun, wie ergibt
sich der Übergang aus dem Grundeigentum in die Lohnarbeit? (Der Übergang aus
der Lohnarbeit in das Kapital ergibt sich

von selbst; da
dieses hier in seinen aktiven Grund zurückgegangen ist.) Historisch ist der
Übergang unstreitig. Er liegt schon darin, dass das Grundeigentum Produkt des
Kapitals ist. Wir finden daher überall, dass da, wo durch Reaktion des Kapitals
auf die älteren Formen des Grundeigentums das letztere sich in Geldrente
verwandelt (dasselbe findet in anderer Weise statt, wo der moderne Bauer
geschaffen wird) und daher gleichzeitig die Agrikultur als durch das Kapital
betrieben sich in industrielle Agronomie verwandelt, notwendig aus den cottiers

3
, Leibeigenen,
Fronbauern, Erbpächtern, Häuslern etc. Taglöhner werden, Lohnarbeiter, also
die
Lohnarbeit
in
ihrer Totalität erst geschaffen wird durch Aktion des Kapitals auf das
Grundeigentum und dann, sobald dies einmal als Form herausgearbeitet ist, durch
den Grundeigentümer selbst. Dieser selbst clears

4
dann, wie Steuart sagt, das Land
von seinen

5
überflüssigen
Mäulern, reißt die Kinder der Erde los von der Brust, worauf sie gewachsen, und
verwandelt so selbst die Erdarbeit, die ihrer Natur nach als unmittelbare
Subsistenzquelle erscheint, in vermittelte Subsistenzquelle, von
gesellschaftlichen Beziehungen rein abhängige. (Die wechselseitige Abhängigkeit
muss erst rein herausgearbeitet sein, eh an wirkliche soziale
Gemeinschaftlichkeit gedacht werden kann.
6
Alle Verhältnisse als von der Gesellschaft
gesetzte, nicht als von der Natur bestimmte.) Dadurch allein die Anwendung der
Wissenschaft erst möglich und die volle Produktivkraft entwickelt.

Es kann also kein Zweifel
existieren, dass die
Lohnarbeit
in
ihrer
klassischen
Form,
als die ganze Breite der Gesellschaft durchwadend

7
und sich statt der Erde zu dem Boden machend,
worauf sie steht, erst durch das moderne Grundeigentum geschaffen wird, d.h.
durch das Grundeigentum als vom Kapital selbst geschaffter Wert. Daher führt
also das Grundeigentum zurück zur Lohnarbeit. Es ist, nach einer Seite hin
betrachtet, nichts als die Übertragung der Lohnarbeit aus den Städten auf das
Land, also die über die ganze Oberfläche der Gesellschaft verbreitete
Lohnarbeit. Der alte Grundeigentümer, wenn er reich ist, braucht keinen Kapitalisten,
um zu modernem Grundeigentümer zu werden. Er braucht nur seine Arbeiter in
Lohnarbeiter zu verwandeln und für Profit statt für Revenu zu produzieren. Dann
ist in seiner Person der moderne Pächter und der moderne Grundeigentümer
vorausgesetzt. Dies ist aber kein formeller Unterschied, dass die Form, in der
er seine Revenu bezieht, sich verändert, oder die Form, worin der Arbeiter
bezahlt wird, sondern es unterstellt
eine
totale Umgestaltung der Produktionsweise
(der Agrikultur)
selbst; hat daher Voraussetzungen, die auf bestimmter Entwick-

lung
der Industrie, des Handels und der Wissenschaft, kurz der Produktivkräfte
beruhen. Wie überhaupt die auf dem Kapital und der Lohnarbeit beruhende
Produktion nicht nur formell von anderen Produktionsweisen verschieden ist,
sondern ebenso sehr eine totale Revolution und Entwicklung der materiellen
Produktion voraussetzt. Obgleich das Kapital als Handelskapital sich
vollständig entwickeln kann (bloß nicht soweit quantitativ) ohne diese
Umgestaltung des Grundeigentums, so nicht als industrielles Kapital. Selbst die
Entwicklung der Manufaktur setzt eine beginnende Auflösung der alten
ökonomischen Grundeigentumsverhältnisse voraus. Andrerseits wird aus dieser
punktuellen Auflösung erst die neue Form in ihrer Totalität und Breite, sobald
die moderne Industrie sich zu einem hohen Grad der Ausbildung entwickelt hat,
die aber selbst stets um so rascher vorangeht, je mehr sich die moderne
Agrikultur, die ihr entsprechende Eigentumsform, die ihr entsprechenden
ökonomischen Verhältnisse entwickelt haben. Daher England in dieser Beziehung
Musterland für die anderen kontinentalen Länder. Ebenso: Wenn die erste Form
der Industrie, die große Manufaktur, schon Auflösung des Grundeigentums
voraussetzt, so ist diese wieder bedingt durch die in den Städten vor sich
gegangene untergeordnetre Entwicklung des Kapitals, in seinen selbst noch
unentwickelten Formen (mittelaltrigen) und zugleich durch die Wirkung der in
anderen Ländern zugleich mit dem Handel blühenden Manufaktur (so wirkt Holland
auf England im 16. und ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts). In diesen Ländern
selbst der Prozess schon durchgemacht und die Agrikultur für Viehzucht geopfert
und das Getreide von zurückgebliebenen Ländern verschafft, wie Polen etc. durch
Einfuhr (Holland again

8
).

Es ist zu bedenken, dass die
neuen Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse sich nicht aus
Nichts
entwickeln noch
aus der Luft, noch aus dem Schoß der sich selbst setzenden Idee; sondern
innerhalb und gegensätzlich gegen vorhandene Entwicklung der Produktion und
überlieferte, traditionelle Eigentumsverhältnisse. Wenn im vollendeten
bürgerlichen System jedes ökonomische Verhältnis das andere in der
bürgerlich-ökonomischen Form voraussetzt und so jedes Gesetzte zugleich
Voraussetzung ist, so ist das mit jedem | organischen System der Fall. Dies
organische System selbst als Totalität hat seine Voraussetzungen, und seine
Entwicklung zur Totalität besteht eben [darin], alle Elemente der Gesellschaft
sich unterzuordnen oder die ihm noch fehlenden Organe aus ihr heraus zu
schaffen. Es wird so historisch zur Totalität. Das Werden zu dieser Totalität
bildet ein Moment seines Prozesses, seiner Entwicklung. – Andrerseits, wenn
innerhalb einer Gesell-

schaft die modernen
Produktionsverhältnisse, d.h. das Kapital zu seiner Totalität entwickelt ist,
und diese Gesellschaft sich nun eines neuen Terrains bemächtigt wie z. B. in
den Kolonien, so findet sie, namentlich ihr Repräsentant, der Kapitalist, dass
sein Kapital aufhört, Kapital zu sein ohne Lohnarbeit und dass eine der
Voraussetzungen hiervon nicht nur Grundeigentum überhaupt, sondern modernes
Grundeigentum ist; Grundeigentum, das als kapitalisierte Rente teuer ist und
als solches die unmittelbare Benutzung der Erde durch die Individuen
ausschließt. Daher
Wakefields
Kolonietheorie,
von der englischen Regierung in Australien in der Praxis befolgt. Das
Grundeigentum wird hier künstlich verteuert, um die Arbeiter in Lohnarbeiter zu
verwandeln, das Kapital als Kapital wirken zu machen und so die neue
Kolonie
produktiv
zu
machen; Reichtum in ihr zu entwickeln, statt sie, wie in Amerika, zur
momentanen Lieferung der Lohnarbeiter zu verwenden.
Wakefields
Theorie ist
unendlich wichtig zur richtigen Auffassung des modernen Grundeigentums.

- Das Kapital, als Grundrente
schaffend, geht also zurück in die Produktion der Lohnarbeit als seines
allgemeinen schöpferischen Grundes. Das Kapital geht aus der Zirkulation hervor
und setzt die Arbeit als Lohnarbeit; bildet sich so aus, und als Ganzes entwickelt,
setzt das Grundeigentum, sowohl als seine Bedingung wie als seinen Gegensatz.
Es zeigt sich aber, dass es hiermit nur die Lohnarbeit als seine allgemeine
Voraussetzung geschaffen hat. Diese ist also nun für sich zu betrachten.
Anderseits erscheint das moderne Grundeigentum selbst am mächtigsten in dem
Prozesse des Clearing of estates und Verwandlung der Landarbeiter in
Lohnarbeiter. So doppelter Übergang in die Lohnarbeit. Dies nach der positiven
Seite hin. Negativ, nachdem das Kapital das Grundeigentum gesetzt und damit
seinen doppelten Zweck erreicht: 1. Industriellen Ackerbau und dadurch
Entwicklung der Produktivkraft der Erde; 2. Lohnarbeit, also Herrschaft des
Kapitals allgemein auf dem Lande, betrachtet es die Existenz des Grundeigentums
selbst als eine bloß vorübergehende Entwicklung, die nötig ist als Aktion des
Kapitals auf die alten Grundeigentumsverhältnisse, und ein
Produkt ihrer Zersetzung;
die
aber als solche – diesen Zweck einmal erreicht – bloße Beschränkung des Profits
ist, keine Notwendigkeit für die Produktion. Es sucht also das Grundeigentum
als Privateigentum aufzulösen und auf den Staat zu übertragen. Dies die
negative Seite. So die ganze innere Gesellschaft in Kapitalisten und
Lohnarbeiter zu verwandeln. Wenn das Kapital so weit ist, ist die Lohnarbeit
auch so weit, dass sie einerseits den Grundeigentümer als Superfötation

9
zur Vereinfachung
des

Verhältnisses, Milderung der Steuern etc. zu beseitigen
sucht in derselben Form wie der Bourgeois; andererseits, um der Lohnarbeit zu
entrinnen und selbständiger – für unmittelbaren Gebrauch – Produzent zu werden,
die Zerschlagung des großen Grundeigentums verlangt.

Das Grundeigentum wird so von
zwei Seiten her negiert; die Negation von Seiten des Kapitals ist nur
Formveränderung zu seiner Alleinherrschaft. (Grundrente als die allgemeine
Staatsrente (-Steuer), so dass die bürgerliche Gesellschaft in anderer Weise das
mittelaltrige System, aber als die vollständige Negation desselben,
reproduziert.) Die Negation von Seiten der Lohnarbeit ist nur versteckte
Negation des Kapitals, also auch ihrer selbst. Als selbständig dem Kapital
gegenüber ist sie also jetzt zu betrachten. So der Übergang doppelt: 1.
Positiver Übergang
aus
dem modernen Grundeigentum oder des Kapitals vermittelst des modernen
Grundeigentums [zu] der allgemeinen Lohnarbeit; 2.
negativer Übergang:
Verneinung
des Grundeigentums durch das Kapital, d. h. also Verneinung des selbständigen
Werts durch das Kapital, d. h. eben Verneinung des Kapitals durch sich selbst.
Aber ihre Verneinung ist die
Lohnarbeit.
Dann
Verneinung des Grundeigentums und vermittelst seiner des Kapitals von Seiten
der Lohnarbeit. D.h. die Lohnarbeit, die sich als das Selbständige setzen
will.}

(Der
Markt,
der im Anfang in
der Ökonomie als abstrakte Bestimmung erscheint, nimmt totale Gestaltungen an.
Einmal der
Geldmarkt.
Dieser
umschließt den Wechselmarkt; überhaupt den Anleihemarkt; also Geldhandel,
Bullionmarkt

10
.
Als
Geldleihmarkt
erscheint
er sowohl an den Banken, f. i.

11
dem Discount, wozu sie diskontieren:
loanmarket, billbrokers

12
etc.;
aber dann auch als Markt aller
zinstragenden
Papiere:
Staatsfunds und Share market

13
. Die letzteren sondern sich in größere Gruppen:
Erstens die
Shares

14

der Geldinstitute
selbst;
Bank shares; jointstock bank shares

15
;
Shares
der
Kommunikationsmittel (
railway
shares

16
die
bedeutendsten;
canal
shares;
steam navigation shares, telegraph shares, Omnibus shares

17
);
shares allgemeiner industrieller
enterprises

18

(mining shares

19
die hauptsächlichsten). Dann für Zufuhr
allgemeiner Elemente
(gas
shares

20
, Wasserleitung
shares).
Miscellaneous

21
ins
tausendfache gehend. Zur
Außewahrung
der Waren
(dock shares

22
etc.).
Miscellaneous
ins unendliche gehend, wie
der auf Aktien gegründeten entreprises, industrieller oder Handelskompanien.
Endlich als Sicherung des

Ganzen
Insurance shares

23
aller Sorten. Wie nun
der Markt im Großen und Ganzen in home market und Foreign market

24
zerfällt, so
der innere Markt selbst wieder zerfallend in Market of Home Shares, national
funds etc. und Foreign funds, foreign | shares

25
etc. Eigentlich gehört diese Entwicklung
aber zum Weltmarkt, der nicht nur der innere Markt im Verhältnis zu allen außer
ihm existierenden foreign markets, sondern zugleich der innere [Markt] aller
foreign markets als wieder Bestandteile des home market ist.
Die Konzentration des Geldmarkts
auf
einem Hauptplatz innerhalb eines Landes, während sich die übrigen Märkte mehr
verteilen nach der Teilung der Arbeit; obgleich auch hier große Konzentration
[auf] die Hauptstadt, wenn diese zugleich Exporthafen. – Die vom Geldmarkt
unterschiedenen Märkte sind erstens so verschieden als es Produkte und
Produktionszweige sind und bilden ebenso verschiedene Märkte. Hauptmärkte von
diesen verschiedenen Produkten bilden sich in Zentren, die solche sind entweder
in Bezug auf Ein- oder Ausfuhr oder weil sie entweder selbst Zentren einer
bestimmten Produktion sind oder die unmittelbaren Zufuhrplätze solcher Zentren.
Von der bloßen Verschiedenheit gehen diese Märkte aber noch zu einer mehr oder
minder organischen Sonderung in großen Gruppen fort

26
, die notwendig nach den Grundelementen des
Kapitals selbst zerfallen in: Produktenmarkt und Rohproduktmarkt. Das
Produktionsinstrument als solches bildet keinen besonderen Markt; es ist als
solches hauptsächlich vorhanden erstens in den Rohstoffen selbst, die als
Produktionsmittel verkauft werden; dann aber im besonderen in den Metallen, da
diese allen Gedanken an unmittelbare Konsumtion ausschließen, und dann den
Produkten, wie Kohlen, Öl, chemische Stoffe, die bestimmt sind zu verschwinden
als akzessorische Mittel der Produktion. Ebenso Farben, Holz, drugs

27
etc. Danach:

I.
Produkte.
1.
Kornmarkt
mit seinen
verschiedenen Unterabteilungen. Z.B. Seedmarkt

28
*: Reis, Sago, Kartoffel etc. Dieser
ökonomisch sehr wichtig; zugleich Markt für Produktion und für unmittelbare
Konsumtion. 2.
Colonial
Producemarket

29
:
Kaffee,
Tee, Kakao, Zucker; Tobacco, spices (Pfeffer, Pimento, Cinnamon, Cassia lignea,
cloves, ginger, mace, nutmegs, etc.); 3.
Früchte.
Almonds, Currants, Figs, Plums,
Prunes, Raisins, Oranges, Lemons etc.
Molasses
(für
Produktion etc.); 4.
Provisions.
Butter;
cheese; bacon; hams; lard; pork; beef

30
(geräuchertes), Fische etc. 5.
Spirits.
Wein, Rum,
Bier

etc. II.
Rohprodukte.
1.
Die Rohstoffe der mechanischen
Industrie.
Flachs; Hanf; Baumwolle; Seide; Wolle; Häute;
Leder; Gutta Percha etc.; 2.
Rohstoffe
der chemischen Industrie.
Pottasche, Salpeter; Terpentin;
Nitrat of Soda etc.

III.
Rohstoffe, die Produktionsinstrumente
zugleich. Metalle
(Kupfer, Eisen, Zinn, Zink, Blei, Stahl
etc.),
Holz.
Wood.
Timber

31
.
Färbehölzer. Schiffbauholz etc.
Akzessorische
Produktionsmittel und Rohstoffe.
Drugs und Dyes

32
. (Cochenille,
Indigo etc.). Teer. Talg. Öle. Kohlen etc. Jedes Produkt muss natürlich in den
Markt; aber wirklich große Märkte im Unterschied vom Detailhandel bilden nur
die großen Produkte zum Konsum (ökonomisch wichtig nur der Kornmarkt, Tee-,
Zucker-, Coffeemarkt; Weinmarkt einigermaßen und Spiritmarkt überhaupt) oder
die die Rohstoffe der Industrie bilden: (Woll-, Seiden-, Holz-, Metallmarkt
etc.) An welcher Stelle die abstrakte Kategorie des Marktes hinein muss, wird
sich finden.}

Der Austausch des Arbeiters mit
dem Kapitalisten ist ein einfacher Austausch; jeder erhält ein Äquivalent; der
eine Geld, der andere eine Ware, deren
Preis
exakt
gleich ist dem für sie gezahlten Geld; was der Kapitalist in diesem einfachen
Austausch erhält, ist ein Gebrauchswert: Disposition über fremde Arbeit. Von
Seiten des Arbeiters – und dies ist der Austausch, worin er als Verkäufer
erscheint – ist es evident, dass bei ihm sowenig wie bei dem Verkäufer
irgendeiner anderen Ware, eines Gebrauchswerts, der Gebrauch, den der Käufer
von der an ihn abgelassenen Ware macht, die Formbestimmung des Verhältnisses
angeht. Was er verkauft, ist die Disposition über seine Arbeit, die eine
bestimmte ist, bestimmte Kunstfertigkeit etc.

Es ist ganz gleichgültig, was
der Kapitalist mit seiner Arbeit macht, obgleich er sie natürlich nur ihrer
Bestimmtheit nach verwenden kann und seine Disposition selbst sich nur auf
eine
bestimmte
Arbeit
und eine
zeitlich
bestimmte
Verfügung über dieselbe (soundso viel Arbeitszeit)
beschränkt

33
. Das
Stückarbeitzahlen-System bringt allerdings den Schein herein, als ob er einen
bestimmten Anteil am Produkt erhielte. Es ist dies aber nur eine andere Form,
die Zeit zu messen (statt zu sagen, du arbeitest während 12 Stunden, wird
gesagt, du erhältst soviel per Stück; d. h., wir messen die Zeit, die du
gearbeitet hast, an der Anzahl der Produkte); geht uns hier bei Betrachten des
allgemeinen Verhältnisses gar nichts an. Wenn der Kapitalist sich begnügte mit
der bloßen Dispositionsfähigkeit, ohne den Arbeiter wirklich arbeiten zu
lassen, z. B. um seine Arbeit als Reserve zu haben etc. oder seinem
Konkurrenten die Dis-

positionsfähigkeit zu entziehen (wie
z.B. Schauspieldirektoren Sängerinnen für eine season

34
kaufen, nicht um sie singen zu lassen,
sondern damit sie nicht auf einem Konkurrenztheater singt), so hat der
Austausch vollständig stattgefunden. Im Geld erhält der Arbeiter zwar den
Tauschwert, die allgemeine Form des Reichtums in einem bestimmten Quantum, und
das Mehr oder Weniger, das er erhält, verschafft ihm größeren oder geringeren
Anteil am allgemeinen Reichtum. Wie dies Mehr oder Weniger bestimmt wird, wie
die Quantität Geld, die er erhält, gemessen wird, geht das allgemeine
Verhältnis so wenig an, dass es aus demselben als solchen nicht entwickelt
werden kann. Im Allgemeinen betrachtet, kann der Tauschwert seiner Ware nur
bestimmt sein nicht durch die Art, wie der Käufer seine Ware
gebraucht,
sondern nur
durch das Quantum vergegenständlichter Arbeit, das in ihr selbst vorhanden ist;
also hier durch das Quantum Arbeit, das es kostet, den Arbeiter selbst zu
produzieren. Denn der Gebrauchswert, den | er anbietet, existiert nur als
Fähigkeit, Vermögen seiner Leiblichkeit; hat kein Dasein außerhalb derselben.
Die vergegenständlichte Arbeit, die nötig ist, um sowohl die allgemeine
Substanz, an der sein Arbeitsvermögen existiert, also ihn selbst, leiblich zu
erhalten, wie um diese allgemeine Substanz zur Entwicklung des besonderen
Vermögens zu modifizieren, ist die in ihr vergegenständlichte Arbeit. Diese
misst im Allgemeinen das Quantum des Werts, die Summe Geldes, die er im
Austausch erhält. Die weitere Entwicklung, wie der Arbeitslohn gemessen wird,
gleich allen anderen Waren durch die Arbeitszeit, die nötig ist, um den
Arbeiter als solchen zu produzieren, gehört noch nicht hierher.

In der Zirkulation, wenn ich
eine Ware gegen Geld austausche, dafür Ware kaufe und mein Bedürfnis
befriedige, ist der Akt am Ende. So ist es beim Arbeiter. Aber er hat die
Möglichkeit, ihn von vorn anzufangen, weil seine Lebendigkeit die Quelle, worin
sein eigener Gebrauchswert bis zu einer gewissen Zeit, bis er abgenutzt ist,
stets wieder von neuem sich entzündet und dem Kapital stets gegenüberstehen
bleibt, um denselben Austausch von neuem zu beginnen. Wie bei jedem als Subjekt
in der Zirkulation stehenden Individuum ist der Arbeiter Besitzer eines
Gebrauchswerts; er setzt ihn um gegen Geld, die allgemeine Form des Reichtums,
aber nur um diese wieder gegen Waren als Gegenstände seiner unmittelbaren
Konsumtion, als die Mittel zur Befriedigung seiner Bedürfnisse umzusetzen. Da
er seinen Gebrauchswert gegen die allgemeine Form des Reichtums umtauscht, wird
er Mitgenießer des allgemeinen Reichtums bis zur Grenze seines Äquivalents –
einer quantitativen Grenze, die allerdings in eine qualitative umschlägt, wie bei
jedem Austausch.

Er ist aber nicht an besondre
Gegenstände noch an eine besondere Weise der Befriedigung gebunden. Er ist
nicht qualitativ ausgeschlossen – der Kreis seiner Genüsse, sondern nur
quantitativ. Dies unterscheidet ihn vom Sklaven, Leibeigenen etc. Die Konsumtion
wirkt certainly

35
auf
die Produktion selbst zurück; aber dieser Rückschlag geht weder den Arbeiter
bei seinem Austausch an sowenig wie jeden anderen Verkäufer einer Ware;
vielmehr fällt sie, vom Standpunkt der bloßen Zirkulation – und wir haben noch
kein anderes entwickeltes Verhältnis vor uns –, außerhalb des ökonomischen
Verhältnisses. Soviel kann indes nebenbei bemerkt werden schon jetzt, dass die
relative, nur quantitativ, nicht qualitativ, und nur durch die Quantität
gesetzte qualitative Beschränkung des Kreises der Genüsse der Arbeiter ihnen
auch als Konsumenten (bei der weiteren Entwicklung des Kapitals muss überhaupt
das Verhältnis von Konsumtion und Produktion näher betrachtet werden) eine ganz
andere Wichtigkeit als Agenten der Produktion gibt, denn die sie z. B. in der
antiken Zeit oder im Mittelalter oder in Asien besitzen und besaßen. Aber dies
gehört, wie gesagt, noch nicht hierher.

Ebenso, indem der Arbeiter das
Äquivalent erhält in der Form des Geldes, der Form des allgemeinen Reichtums,
ist er in diesem Austausch als Gleicher dem Kapitalist gegenüber, wie jeder
andere Austauschende; wenigstens dem
Schein
nach.
Dem fact nach ist diese Gleichheit schon dadurch gestört, dass sein Verhältnis
als Arbeiter zum Kapitalisten, als Gebrauchswert in der spezifisch vom
Tauschwert verschiedenen Form, im Gegensatz zu dem als Wert gesetzten Wert,
vorausgesetzt ist für diesen scheinbar einfachen Austausch; dass er also schon
in einem anders ökonomisch bestimmten Verhältnis steht – außer dem des
Austauschs, worin die Natur des Gebrauchswerts, der besondere Gebrauchswert der
Ware als solcher gleichgültig ist.

Dieser Schein existiert indes
als Illusion seinerseits und zu einem gewissen Grade auf der anderen Seite und
modifiziert daher auch wesentlich sein Verhältnis im Unterschied von dem der
Arbeiter in anderen gesellschaftlichen Produktionsweisen. Aber, was das
Wesentliche ist, der Zweck des Austauschs für ihn ist die Befriedigung seines
Bedürfnisses. Der Gegenstand seines Austauschs ist unmittelbarer Gegenstand des
Bedürfnisses, nicht der Tauschwert als solcher. Er erhält zwar Geld, aber nur
in seiner Bestimmung als Münze; d. h. nur als sich selbst aufhebende und
verschwindende Vermittlung. Was er austauscht, ist daher nicht der Tauschwert,
nicht der Reichtum, sondern Lebensmittel, Gegenstände zur Erhaltung seiner
Lebendigkeit, Befriedigung seiner Bedürfnisse überhaupt, physischer, sozialer
etc. Es ist ein

bestimmtes Äquivalent in Lebensmitteln,
vergegenständlichter Arbeit, gemessen durch die Produktionskosten seiner
Arbeit. Was er ablässt, ist die Disposition über sie. Anderseits ist es nun
wahr, dass selbst innerhalb der einfachen Zirkulation die Münze zum Geld
fortgeht und dass also, insofern er im Austausch Münze erhält – er diese in
Geld verwandeln kann, indem er sie aufhäuft etc., der Zirkulation entzieht; sie
fixiert als allgemeine Form des Reichtums statt als verschwindendes
Tauschmittel. Nach dieser Seite könnte also gesagt werden, dass im Austausch
des Arbeiters mit dem Kapital sein Objekt – und also auch das Produkt für ihn
des Austauschs – nicht das Lebensmittel, sondern der Reichtum sei, nicht ein
besonderer Gebrauchswert, sondern der Tauschwert als solcher. Der Arbeiter
könnte hiernach den Tauschwert nur zu seinem eigenen
Produkt
machen, wie der
Reichtum überhaupt allein als
Produkt
der einfachen Zirkulation,
worin Äquivalente ausgetauscht
werden,
erscheinen
kann,
nämlich indem er die substantielle Befriedigung opfert der
Form
des Reichtums,
also durch
Entsagen,
Sparen,
Abknappen an seiner Konsumtion weniger der Zirkulation entzieht, als er
ihr
Güter
gibt.
Dies ist die einzig mögliche Form, sich zu bereichern, die durch die
Zirkulation selbst gesetzt ist.

Die Entsagung könnte dann auch
in der mehr aktiven Form erscheinen, die nicht in der einfachen Zirkulation
gesetzt ist, dass er in höherem Grade der Ruhe, überhaupt seinem Sein als
getrennt von seinem Sein als Arbeiter entsagt, und möglichst nur als Arbeiter
ist; also den Akt des Austauschs öfter erneuert oder quantitativ wieder

36
zieht, also
durch
Fleiß.
Es
wird daher auch in der heutigen Gesellschaft die Forderung des Fleißes und
namentlich auch des
Sparens,
der
Entsagung
nicht an die
Kapitalisten, sondern an die Arbeiter gestellt, und namentlich von den |
Kapitalisten. Die jetzige Gesellschaft stellt grade die paradoxe Forderung,
dass der entsagen soll, bei dem der Gegenstand des Austauschs das Lebensmittel
ist, nicht der, für den er die Bereicherung. Die Illusion, als wenn die
Kapitalisten faktisch „entsagten“ – und dadurch Kapitalisten wurden – eine
Forderung und Vorstellung, die überhaupt nur Sinn hatte innerhalb der Vorzeit,
worin sich das Kapital aus feudalen etc. Verhältnissen herausbildet – ist von
allen zurechnungsfähigen modernen Ökonomen aufgegeben. Der Arbeiter soll
sparen, und viel Wesens ist gemacht worden mit Sparkassen etc.

(Bei letzteren wird indes
selbst von den Ökonomen zugegeben, dass ihr eigentlicher Zweck auch nicht der
Reichtum, sondern nur zweckmäßigere Verteilung der Ausgabe ist, so dass sie im
Alter oder wenn Krankheiten, Krisen

etc. dazwischen kommen,
nicht den Armenhäusern, dem Staat, dem Bettel (in einem Wort der Arbeiterklasse
selbst und namentlich nicht den Kapitalisten) zur Last fallen und auf deren
Tasche vegetieren, also sparen für die Kapitalisten; ihre Produktionskosten für
dieselben vermindern.) Allein kein Ökonom wird leugnen, dass, wenn die
Arbeiter
allgemein,
also
als
Arbeiter
(was
der einzelne Arbeiter im Unterschied von seinem genus tut oder tun kann, kann
eben nur als
Ausnahme,
nicht
als
Regel
existieren,
weil es nicht in der Bestimmung des Verhältnisses selbst liegt), also als
Regel
diese Forderungen
erfüllten (abgesehen von dem Schaden, den sie der allgemeinen Konsumtion
zufügen würden – der Ausfall wäre enorm –, also auch der Produktion, also auch
der Anzahl und Masse der Austausche, die sie mit dem Kapital machen könnten,
also sich selbst als Arbeitern), er absolut Mittel anwendete, die ihren eigenen
Zweck aufheben und ihn grade degradieren müssten zum Irländer, zu der Stufe des
Lohnarbeiters, wo das tierischste Minimum von Bedürfnissen, von Lebensmitteln
ihm als der einzige Gegenstand und Zweck seines Austauschs mit dem Kapital
erscheint. Mit dem Zweck, den Reichtum, statt des Gebrauchswerts zu seinem
Zweck zu machen, würde er nicht nur daher zu keinem Reichtum kommen, sondern
den Gebrauchswert obendrein in den Kauf verlieren. Denn als Regel würde das
Maximum des Fleißes, der Arbeit, und das Minimum der Konsumtion – und dieses
ist das Maximum seiner Entsagung und seines Geldmachens – zu weiter nichts
führen können, als dass er für ein Maximum von Arbeit ein Minimum von Lohn
erhielte. Er würde durch die Anstrengung nur das allgemeine
Niveau
der
Produktionskosten seiner eigenen Arbeit und darum ihren allgemeinen Preis
vermindert haben. Es ist nur als Ausnahme, dass der Arbeiter durch
Willenskraft, physische Kraft und Ausdauer, Geiz etc. seine Münze in Geld
verwandeln kann, als Ausnahme von seiner Klasse und den allgemeinen Bedingungen
seines Daseins. Sind alle oder die Mehrzahl überfleißig (soweit der Fleiß in
der modernen Industrie überhaupt ihrem Gutdünken überlassen ist, was in den
wichtigsten und entwickeltsten Produktionszweigen nicht der Fall ist), so
vermehren sie nicht den Wert ihrer Ware, sondern nur ihre Quantität; also die
Forderungen, die an sie als Gebrauchswert gestellt würden. Sparen sie alle, so
wird eine allgemeine Reduktion des Lohns sie schon wieder auf den richtigen Fuß
setzen; denn das allgemeine Sparen zeigte dem Kapitalisten, dass ihr Lohn
allgemein zu hoch steht, dass sie mehr als ihr Äquivalent für ihre Ware, die
Dispositionsfähigkeit über ihre Arbeit, erhalten; da es gerade das Wesen des
einfachen Austauschs – und in diesem Verhältnis stehen sie zu ihm – ist, dass
keiner mehr in die Zirkulation herein wirft, als er entzieht; aber ihr auch nur
entziehen kann, was er herein geworfen hat. Ein einzelner Arbeiter kann
nur
fleißig
sein
über das Niveau

hinaus, mehr als er es sein muss, um als
Arbeiter zu leben, weil ein anderer unter dem Niveau steht, fauler ist; er kann
nur sparen, weil und wenn ein anderer verschwendet.

Das Höchste, wozu er es im
Durchschnitt mit seiner Sparsamkeit bringen kann, ist, die Ausgleichung der
Preise – hohe und niedere, ihren Kreislauf – besser ertragen zu können; also
nur zweckmäßiger seine Genüsse zu verteilen, nicht Reichtum zu erwerben. Und
das ist auch die eigentliche Forderung der Kapitalisten. Die Arbeiter sollen in
der guten Geschäftszeit soviel sparen, dass sie in der schlechten mehr oder
minder leben können, short time

37
ertragen oder das Herabsetzen der Löhne
etc. (Er würde dann noch tiefer fallen.) Also Forderung, dass sie sich immer
auf einem Minimum von Lebensgenuss halten sollen und den Kapitalisten die
Krisen erleichtern etc. Sich als reine Arbeitsmaschinen und ihren tear and wear

38
selbst
möglichst zahlen sollen. Von der reinen Vertierung, worin dies ausliefe – und
solche Vertierung machte selbst unmöglich, den Reichtum in allgemeiner Form,
als Geld, als angehäuftes Geld, nur anzustreben –, abgesehen (und der Anteil,
den der Arbeiter an höheren, auch geistigen Genüssen, nimmt; die Agitation für
seine eigenen Interessen, Zeitungen halten, Vorlesungen hören, Kinder erziehen,
Geschmack entwickeln etc., sein einziger Anteil an der Zivilisation, der ihn
vom Sklaven scheidet, ist ökonomisch nur dadurch möglich, dass er den Kreis
seiner Genüsse in den guten Geschäftszeiten erweitert, also in den Zeiten, wo
Sparen zu einem gewissen Grade möglich) davon, würde er, wenn er recht in
asketischer Weise sparte und so Prämien für das Lumpenproletariat, Spitzbuben
etc. aufhäufte, die im Verhältnis zur Nachfrage wachsen würden – seine
Ersparnisse, wenn sie über die Sparbüchse der offiziellen Sparkassen
hinausgehen, die ihm ein Minimum von Zins zahlen, damit die Kapitalisten große
Zinsen aus ihren Ersparnissen schlagen oder der Staat sie aufisst, womit er
bloß die Macht seiner Gegner und seine eigene Abhängigkeit vermehrt – seine
Ersparnisse bloß konservieren und fruchtbringend machen können, indem er sie in
Banken etc. legt, so dass er nachher in Zeiten der Krisen seine Depositen
verliert, während er in Zeiten der Prosperität allem Lebensgenuss entsagt hat,
um die Macht des Kapitals zu vermehren; also in jeder Weise
für das
Kapital, nicht
| für sich gespart hat.

Übrigens – soweit das Ganze
nicht heuchlerische Phrase der bürgerlichen „Philanthropie“ ist, die überhaupt
darin besteht, den Arbeiter mit „frommen Wünschen“ abzuspeisen – verlangt jeder
Kapitalist zwar, dass seine Arbeiter sparen sollen, aber nur
seine,
weil sie ihm als
Arbeiter gegenüberstehen; beileibe nicht die übrige
Welt der Arbeiter,
denn
sie stehen ihm als Konsumenten gegen-

über. In spite

39
aller
„frommen“ Redensarten sucht er daher alle Mittel auf, um sie zum Konsum
anzuspornen, neue Reize seinen Waren zu geben, neue Bedürfnisse ihnen
anzuschwatzen etc. Es ist grade diese Seite des Verhältnisses von Kapital und
Arbeit, die ein wesentliches Zivilisationsmoment ist und worauf die historische
Berechtigung, aber auch die gegenwärtige Macht des Kapitals beruht. (Dies
Verhältnis von Produktion und Konsumtion zu entwickeln erst unter: Kapital und
Profit etc.) (oder auch unter der Akkumulation und Konkurrenz der Kapitalien.)

Dies sind indes alles
exoterische Betrachtungen, soweit am Platz, als die Forderungen der
heuchlerischen Bürgerphilanthropie nachgewiesen werden, sich in sich selbst
aufzulösen und also grade zu bestätigen, was sie widerlegen sollen, dass im
Austausch des Arbeiters mit dem Kapital er sich im Verhältnis der einfachen
Zirkulation befindet, also nicht Reichtum erhält, sondern nur Lebensmittel,
Gebrauchswerte für die unmittelbare Konsumtion. Dass die Forderung dem
Verhältnis selbst widerspricht, geht aus der einfachen Reflexion hervor (über
die neuerdings manchmal mit Selbstgefälligkeit vorgebrachte Forderung, den
Arbeitern einen gewissen Anteil am Profit zu geben, ist unter dem
Abschnitt
Arbeitslohn
zu
sprechen; außer als
besondere
Prämie,
die nur als Ausnahme von der Regel ihren Zweck
erreichen kann und sich in fact auch beschränkt in nennenswerter Praxis auf
Einkaufen von einzelnen Overlookers

40
etc. in dem Interesse des
Arbeitgebers
gegen
das
Interesse seiner Klasse; oder auf Commis etc., kurz nicht mehr
einfache Arbeiter,
also
auch nicht mehr auf das allgemeine Verhältnis; oder es ist eine besondere
Manier, die Arbeiter zu prellen und ihnen
einen Teil ihres Arbeitslohns
unter der
prekärem Form eines vom Stand des Geschäfts abhängigen Profits
vorzuenthalten),
dass,
wenn die Ersparung des Arbeiters nicht bloßes Produkt der Zirkulation bleiben
soll – abgespartes Geld, das nur verwirklicht werden kann, indem es früher oder
später gegen den substantiellen Inhalt des Reichtums, Genüsse, umgesetzt wird –
das aufgehäufte Geld selbst Kapital werden, d. h. Arbeit kaufen müsste, sich zu
der Arbeit als Gebrauchswert verhalten müsste. Sie unterstellt also wieder
Arbeit, die nicht Kapital ist, und unterstellt, dass die Arbeit ihr Gegenteil
geworden ist – Nicht-Arbeit. Um Kapital zu werden, unterstellt sie selbst die
Arbeit als Nicht-Kapital gegenüber dem Kapital. Also die Herstellung des
Gegensatzes, der an einem Punkt aufgehoben werden soll, an einem anderen Punkt.
Ware also im ursprünglichen Verhältnis selbst der Gegenstand und das
Produkt
des Austauschs
des Arbeiters – als Produkt des bloßen Austauschs kann es kein anderes Produkt
sein – nicht der Gebrauchswert, Lebensmittel,

Befriedigung
des unmittelbaren Bedürfnisses, Entziehung aus der Zirkulation des Äquivalents,
was in sie eingesetzt ist, um es durch die Konsumtion zu vernichten –, so
stünde die Arbeit dem Kapital nicht als Arbeit, nicht als Nicht-Kapital
gegenüber, sondern als Kapital. Aber auch Kapital kann dem Kapital nicht
gegenüberstehen, wenn dem Kapital nicht Arbeit gegenübersteht, da Kapital nur
Kapital ist als Nicht-Arbeit; in dieser gegensätzlichen Beziehung. Also wäre
der Begriff und das Verhältnis des Kapitals selbst vernichtet.

Dass es Zustände gibt, worin
selbstarbeitende Eigentümer miteinander austauschen, wird certainly

41
nicht
geleugnet. Solche Zustände aber sind nicht die Zustände der Gesellschaft, worin
das Kapital als solches entwickelt existiert; sie werden daher auch an allen
Punkten durch seine Entwicklung vernichtet. Als Kapital kann es sich nur
setzen, indem es die Arbeit als Nicht-Kapital, als reinen Gebrauchswert setzt.
(Als Sklave hat der Arbeiter
Tauschwert,
einen
Wert;
als freier
Arbeiter hat er
keinen
Wert;
sondern nur die Disposition über seine Arbeit, durch
Austausch mit ihm bewirkt, hat Wert. Er steht dem Kapitalisten nicht als
Tauschwert gegenüber, sondern der Kapitalist ihm. Seine
Wertlosigkeit
und
Entwertung
ist die
Voraussetzung des Kapitals und die Bedingung der
freien
Arbeit
überhaupt. Linguet betrachtet sie als Rückschritt

42
; er vergisst, dass
damit der Arbeiter formell als Person gesetzt ist, der noch etwas
außer seiner
Arbeit für
sich ist und der seine Lebensäußerung nur veräußert als Mittel für sein eigenes
Leben. Solange der Arbeiter als solcher
Tauschwert
hat,
kann das
industrielle
Kapital
als solches nicht existieren, also überhaupt nicht das
entwickelte Kapital. Diesem gegenüber muss die Arbeit als
reiner Gebrauchswert
stehen,
der als Ware von seinem Besitzer selbst gegen es angeboten wird, gegen
seinen
Tauschwert
[die
Münze], die allerdings in der Hand des Arbeiters nur in ihrer Bestimmung als
allgemeines Tauschmittel wirklich wird; sonst verschwindet.) Well

43
. Der Arbeiter
befindet sich also nur im Verhältnis der einfachen Zirkulation, des einfachen
Austauschs und erhält nur
Münze
für
seinen Gebrauchswert; Lebensmittel; aber vermittelt. Diese Form der Vermittlung
ist, wie wir gesehen, wesentlich und charakteristisch für das Verhältnis. Dass
er fortgehen kann zur Verwandlung der Münze in Geld – zum Sparen –, beweist
eben nur, dass sein Verhältnis das der einfachen Zirkulation ist; er kann mehr
oder weniger sparen; aber darüber hinaus kommt er nicht; verwirklichen kann er
das Gesparte nur, indem er nun den Kreis seiner Genüsse momentan erweitert.
Wichtig ist dies – und in die Bestimmung des Verhältnisses selbst eingreifend
–, dass, indem

das Geld das Produkt seines Austauschs ist,
allgemeiner Reichtum als Illusion ihn vorantreibt; ihn industriell macht.
Zugleich wird dadurch nicht nur formell ein Spielraum der Willkür für die
Verwirk||[29]
44
|[lichung
...]

(Der Arbeiter in diesem
Austausch erhält das Geld in der Tat nur als
Münze,
d. h. bloß verschwindende Form der
Lebensmittel, gegen die er es austauscht. Lebensmittel nicht Reichtum, für ihn
der Zweck des Austauschs.

Man hat das
Arbeitsvermögen
insofern
das Kapital des Arbeiters genannt, als es der fonds ist, den er nicht aufzehrt
durch einen vereinzelten Austausch, sondern stets von Neuem während
seiner
Lebensdauer als
Arbeiter
wiederholen kann. Demnach wäre alles Kapital, was ein
fonds von wiederholten) ||III-8|
45
Prozessen desselben Subjekts ist; so z.B.:
die Substanz des Auges das Kapital des Sehens etc. Solche belletristische
Phrasen, die nach irgendeiner Analogie alles unter alles rangieren, mögen sogar
geistreich scheinen, wenn sie das erste Mal gesagt werden, und um so mehr so,
je mehr sie das Disparateste identifizieren. Wiederholt, und nun gar mit
Selbstgefälligkeit, als Aussprüche von wissenschaftlichem Wert wiederholt, sind
sie tout bonnement

46
albern.
Nur für belletristische Grünfärber und Schwätzer ins Blaue gut, die alle
Wissenschaften anschmieren mit ihrem lakritzensüßen Dreck. Dass die Arbeit
stets neue Quelle des Austauschs für den Arbeiter, solange er arbeitsfähig –
nämlich nicht des Austauschs schlechthin, sondern des Austauschs mit dem
Kapital –, liegt in der Begriffsbestimmung selbst, dass er nur zeitliche
Disposition über seine Arbeitsfähigkeit verkauft, also den Tausch stets wieder
von neuem beginnen kann, sobald er das gehörige Maß von Stoff eingenommen, um
wieder seine Lebensäußerung reproduzieren zu können. Statt ihre Verwunderung
dahin zu richten – und es dem Arbeiter als ein großes Verdienst des Kapitals
anzurechnen, dass er überhaupt lebt, also bestimmte Lebensprozesse täglich wiederholen
kann, sobald er sich ausgeschlafen und sattgegessen hat – hätten die
schönfärbenden Sykophanten der bürgerlichen Ökonomie ihr Augenmerk vielmehr
darauf richten sollen, dass er nach stets wiederholter Arbeit immer nur seine
lebendige, unmittelbare Arbeit selbst auszutauschen hat. Die Wiederholung
selbst ist in fact nur scheinbar.
Was
er austauscht gegen das Kapital, ist seine ganze Arbeitsfähigkeit, die er, say

47
, in 20 Jahren
ausgibt.
Statt ihm diese auf einmal zu zahlen, zahlt sie das
Kapital dosenweise, wie er sie ihm zur Disposition stellt, sage wöchentlich. Es
ändert dies also absolut nichts an der Natur der Sache und berechtigt zu nichts
weniger als dem Schlusse, dass, weil der Arbeiter 10-12 Stunden schlafen muss,
bevor er fähig ist, seine Arbeit und seinen Austausch mit dem Kapital zu
wiederholen

– die Arbeit
sein Kapital
bildet. Was danach als
Kapital, in fact, aufgefasst ist, ist die Schranke, die Unterbrechung seiner
Arbeit, dass er kein perpetuum mobile ist. Der Kampf um
die Zehnstundenbill etc. beweist, dass der Kapitalist nichts mehr
wünscht, als dass er seine
Dosen
Lebenskraft soviel wie möglich ohne Unterbrechung vergeudet.

Wir kommen jetzt zum zweiten
Prozess, der nach diesem Austausch die Beziehung zwischen Arbeit und Kapital
bildet. Wir wollen hier nur noch zufügen, dass die Ökonomen selbst den obigen
Satz so ausdrücken: dass das
Salair
nicht produktiv
ist. Produktiv sein heißt bei ihnen, of course

48
, produktiv von
Reichtum. Da das Salair nun das Produkt des Austauschs zwischen Arbeiter und
Kapital ist – und das einzige Produkt, das in diesem Akt selbst gesetzt ist –,
geben sie zu, dass der Arbeiter in diesem Austausch
keinen Reichtum
produziert,
weder für den Kapitalisten – denn für diesen ist das Zahlen von Geld für einen
Gebrauchswert – und dies
Zahlen
bildet
die einzige Funktion des Kapitals in diesem Verhältnis – Aufgeben von Reichtum,
nicht Schaffen desselben, weswegen er möglichst wenig zu zahlen sucht; noch für
den Arbeiter, denn es schafft ihm nur Lebensmittel, Befriedigung individueller
Bedürfnisse, mehr oder weniger – nie die allgemeine Form des Reichtums, nie
Reichtum. Kann es auch nicht, da der Inhalt der Ware, die er verkauft, sie in
keiner Weise über die allgemeinen Gesetze der Zirkulation stellt: durch den
Wert, den er in die Zirkulation wirft, ein Äquivalent, vermittelst der Münze,
in einem andern Gebrauchswert, den er verzehrt, zu erhalten. Eine solche
Operation kann, of course, nie bereichern, sondern muss ihren Vollbringer am
Ende des Prozesses grade auf den Punkt zurückbringen, auf dem er sich im Anfang
befand. Dies schließt, wie wir gesehen haben, nicht aus, schließt vielmehr ein,
dass der Kreis seiner unmittelbaren Befriedigungen einer gewissen Verengerung
oder Erweiterungen fähig. Andrerseits, wenn der Kapitalist – der in diesem
Austausch noch gar nicht als Kapitalist, sondern nur als
Geld
gesetzt ist –
diesen Akt immer von neuem wiederholte, würde sein Geld bald aufgegessen sein
vom Arbeiter und er | es in einer Reihe von anderen Genüssen, geflickten
Hosen, geputzten Stiefeln – kurz, empfangenen Dienstleistungen – verschwendet
haben. Jedenfalls würde die Wiederholung dieser Operation exakt gemessen sein
durch die Grenze seines Beutels. Sie würde ihn nicht mehr bereichern als die
depense

49
von
Geld für andere Gebrauchswerte für seine liebe Person, die bekanntlich alle ihm
nicht – einbringen, sondern kosten.

Es kann sonderbar scheinen,
dass, da im Verhältnis von Arbeit und Kapital und auch in diesem ersten
Verhältnis des Austauschs zwischen beiden, der

Arbeiter den
Tauschwert kauft und der Kapitalist den Gebrauchswert, indem die Arbeit dem
Kapital nicht als
ein
Gebrauchswert,
sondern als
der
Gebrauchswert
schlechthin gegenübersteht, der Kapitalist Reichtum, der Arbeiter nur einen
Gebrauchswert, der in der Konsumtion erlischt, erhalten soll. {Soweit das den
Kapitalisten angeht, erst bei dem zweiten Prozess zu entwickeln.} Es erscheint
dies als eine Dialektik, die grade in das Umgekehrte von dem umschlägt, was
erwartet werden sollte. Allein, genauer betrachtet, zeigt sich, dass der
Arbeiter, der seine Ware austauscht, im Austauschprozess die Form W-G-G-W durchmacht.
Wenn in der Zirkulation von der Ware, dem Gebrauchswert als dem Prinzip des
Tauschs ausgegangen wird, langen wir notwendig wieder bei der Ware an, indem
das Geld nur als Münze erscheint und als Tauschmittel eine nur verschwindende
Vermittlung ist; die Ware als solche, nachdem sie ihren Kreislauf beschrieben,
als direktes Objekt des Bedürfnisses aber konsumiert wird. Andrerseits
repräsentiert das Kapital G-W-W-G; das entgegengesetzte Moment.

Trennung des Eigentums von
der Arbeit
erscheint als
notwendiges Gesetz dieses Austauschs zwischen Kapital und Arbeit. Die Arbeit
als das
Nicht-Kapital
als
solches gesetzt, ist: 1.
Nicht-vergegenständlichte
Arbeit, negativ gefasst
(selbst noch gegenständlich; das
Nichtgegenständliche selbst in objektiver Form). Als solche ist sie
Nicht-Rohstoff, Nicht-Arbeitsinstrument, Nicht-Rohprodukt: die von allen
Arbeitsmitteln und Arbeitsgegenständen, von ihrer ganzen Objektivität getrennte
Arbeit. Die lebendige als
Abstraktion
von
diesen Momenten ihrer realen Wirklichkeit existierende Arbeit (ebenso
Nicht-Wert); diese völlige Entblößung, aller Objektivität bare, rein subjektive
Existenz der Arbeit. Die Arbeit als die
absolute
Armut:
die Armut, nicht als Mangel, sondern als völliges
Ausschließen des gegenständlichen Reichtums. Oder auch als
der
existierende
Nicht-Wert
und daher
rein gegenständliche Gebrauchswert, ohne Vermittlung existierend, kann diese
Gegenständlichkeit nur eine nicht von der Person getrennte: nur eine mit ihrer
unmittelbaren Leiblichkeit zusammenfallende sein. Indem die Gegenständlichkeit
rein unmittelbar ist, ist sie ebenso unmittelbar Nicht-Gegenständlichkeit. In
anderen Worten keine außer dem unmittelbaren Dasein des Individuums selbst
fallende Gegenständlichkeit.

2.
Nicht-vergegenständlichte Arbeit,
Nicht-Wert, positiv
gefasst, oder sich auf sich beziehende
Negativität, ist sie die nicht
-vergegenständlichte,
also
ungegenständliche, i. e. subjektive Existenz der Arbeit selbst. Die Arbeit
nicht als Gegenstand, sondern als Tätigkeit; nicht als selbst
Wert,
sondern als
die
lebendige Quelle
des
Werts. Der allgemeine Reichtum, gegenüber dem Kapital, worin er gegenständlich,
als Wirklichkeit existiert, als
allgemeine
Möglichkeit
desselben, die sich in der Aktion als solche
bewährt. Es widerspricht sich also

in keiner Weise oder
vielmehr der in jeder Weise sich widersprechende Satz, dass die Arbeit
einerseits die
absolute
Armut als Gegenstand,
andererseits die
allgemeine Möglichkeit
des
Reichtums als Subjekt und als Tätigkeit ist, bedingen sich wechselseitig und
folgen aus dem Wesen der Arbeit, wie sie als Gegensatz, als gegensätzliches
Dasein des Kapitals vom Kapital
vorausgesetzt
ist
und andererseits ihrerseits das Kapital voraussetzt.

Der letzte Punkt, worauf noch
aufmerksam zu machen ist, in der Arbeit, wie sie dem Kapital gegenübersteht,
ist der, dass sie als
der
dem
als Kapital gesetzten Geld gegenüberstehende Gebrauchswert nicht diese oder
jene Arbeit, sondern
Arbeit
schlechthin,
abstrakte Arbeit ist; absolut gleichgültig gegen
ihre besondere
Bestimmtheit,
aber
jeder Bestimmtheit fähig. Der besonderen Substanz, worin ein bestimmtes Kapital
besteht, muss natürlich die Arbeit als besondere entsprechen; aber da das
Kapital
als solches
gleichgültig
gegen jede Besonderheit seiner Substanz, und sowohl als die Totalität derselben
wie als Abstraktion von allen ihren Besonderheiten ist, so die ihm
gegenüberstehende Arbeit hat subjektiv dieselbe Totalität und Abstraktion an
sich. In der zunftmäßigen, handwerksmäßigen Arbeit z.B., wo das Kapital selbst
noch eine bornierte Form hat, noch ganz in bestimmte Substanz versenkt ist,
also noch nicht
Kapital
als solches
ist, erscheint auch die Arbeit noch als versenkt
in ihre besondere Bestimmtheit: nicht in der Totalität und Abstraktion,
als
die
Arbeit,
wie sie dem Kapital gegenübersteht. D. h., die Arbeit ist zwar in jedem
einzelnen Fall eine bestimmte; aber das Kapital kann sich jeder
bestimmten
Arbeit
gegenüberstellen; die
Totalität
aller
Arbeiten steht ihm δυνάμει

50
gegenüber, und es ist zufällig, welche ihm
gerade gegenübersteht.

Andererseits ist der Arbeiter
selbst absolut gleichgültig gegen die Bestimmtheit seiner Arbeit; sie hat als
solche nicht Interesse für ihn, sondern nur soweit sie überhaupt
Arbeit
und als solche
Gebrauchswert für das Kapital ist. | Träger der Arbeit als solcher, d. h.
der Arbeit als
Gebrauchswert
für
das Kapital zu sein, macht daher seinen ökonomischen Charakter aus; er
ist
Arbeiter
im
Gegensatz zum Kapitalisten. Dies ist nicht der Charakter der Handwerker,
Zunftgenossen etc., deren ökonomischer Charakter grade in der
Bestimmtheit
ihrer
Arbeit und dem Verhältnis zu einem
bestimmten
Meister
liegt etc. Dies ökonomische Verhältnis – der
Charakter, den Kapitalist und Arbeiter als die Extreme eines
Produktionsverhältnisses tragen – wird daher desto reiner und adäquater
entwickelt, je mehr die Arbeit allen Kunstcharakter verliert; ihre besondere
Fertigkeit immer mehr etwas Abstraktes, Gleichgültiges wird und sie mehr und
mehr
rein

51

abstrakte Tätigkeit,
rein
mechanische, daher

gleichgültige, gegen ihre besondere Form
indifferente Tätigkeit wird; bloß
formelle
Tätigkeit
oder, was dasselbe ist, bloß
stoffliche,
Tätigkeit
überhaupt, gleichgültig gegen die Form. Hier zeigt es sich denn wieder, wie die
besondere Bestimmtheit des Produktionsverhältnisses, der Kategorie – Kapital
und Arbeit hier – erst wahr wird mit der Entwicklung einer besonderen
materiellen Weise der Produktion
und
einer besonderen Stufe der Entwicklung der industriellen
Produktivkräfte.
(Dieser
Punkt überhaupt bei diesem Verhältnis besonders zu entwickeln, später; da er
hier schon
gesetzt
ist
im Verhältnis selbst, während er bei den abstrakten Bestimmungen, Tauschwert,
Zirkulation, Geld, mehr noch in unsere subjektive Reflexion fällt.)

2. Wir kommen nun zur zweiten
Seite des Prozesses. Der Austausch zwischen Kapital oder Kapitalist und
dem
Arbeiter
ist
nun fertig, soweit es sich überhaupt um den Prozess des
Austauschs
handelt. Er
geht jetzt fort zur Beziehung des Kapitals zur Arbeit als seinem Gebrauchswert.
Die Arbeit ist nicht nur der dem Kapital gegenüberstehende
Gebrauchswert,
sondern
sie ist
der Gebrauchswert
des
Kapitals selbst. Als das Nichtsein der Werte als vergegenständlichter ist die
Arbeit ihr Sein als nichtvergegenständlichter, ihr ideelles Sein; die
Möglichkeit der Werte und als Tätigkeit die Wertsetzung. Dem Kapital gegenüber
ist sie die bloße abstrakte Form, die bloße Möglichkeit der wertsetzenden
Tätigkeit, die nur als Fähigkeit, Vermögen existiert in der Leiblichkeit des
Arbeiters. Aber durch den Kontakt mit dem Kapital zur wirklichen Tätigkeit
gebracht – aus sich kann sie nicht dazu kommen, da sie gegenstandlos ist – wird
sie eine wirkliche wertsetzende, produktive Tätigkeit. In Bezug auf das Kapital
kann die Tätigkeit überhaupt nur in der Reproduktion seiner selbst – der
Erhaltung und Vermehrung seiner als des
wirklichen
und
wirksamen
Wertes, nicht
des bloß gemeinten, wie im Geld als solchem bestehen. Durch den Austausch mit
dem Arbeiter hat sich das Kapital die Arbeit selbst angeeignet; sie ist eins
seiner Momente geworden, die nun als befruchtende Lebendigkeit auf seine nur daseiende
und daher tote Gegenständlichkeit wirkt.

Das Kapital ist Geld (für sich
gesetzter Tauschwert), aber nicht mehr Geld als in einer besonderen Substanz
und daher ausgeschlossen von den anderen Substanzen der Tauschwerte, neben
ihnen existierend, sondern in allen Substanzen, den Tauschwerten jeder Form und
Daseinsweise der vergegenständlichten Arbeit seine ideale Bestimmung erhaltend.
Insofern das Kapital, als in allen besonderen Formen der vergegenständlichten
Arbeit existierendes Geld, nun in Prozess tritt mit der nicht
vergegenständlichten, sondern lebendigen, als Prozess und Akt existierenden
Arbeit, ist es zunächst dieser qualitative Unterschied der Substanz, in der es
besteht, von der Form, worin es nun
auch
als

Arbeit besteht. Es ist der Prozess dieser Unterscheidung und
der Aufhebung derselben, worin das Kapital selbst Prozess wird.

Die Arbeit ist das Ferment, das
in es geworfen wird, es nun zur Gärung bringt. Einerseits muss die
Gegenständlichkeit, worin es besteht, verarbeitet, d. h. von der Arbeit
aufgezehrt, andererseits die bloße Subjektivität der Arbeit als bloßer Form
aufgehoben und sie in dem Material des Kapitals vergegenständlicht werden. Die
Beziehung des Kapitals seinem Inhalt nach auf die Arbeit, der
vergegenständlichten Arbeit auf die lebendige Arbeit – in dieser Beziehung, wo
das Kapital passiv gegen die Arbeit erscheint, ist es sein passives Dasein, als
besondere Substanz, das in Bezug auf die Arbeit als formende Tätigkeit tritt –
kann überhaupt nur die Beziehung der Arbeit auf ihre Gegenständlichkeit, ihren
Stoff sein – (was

52
schon
im ersten Kapitel auseinanderzusetzen, das dem [vom] Tauschwert vorhergehen und
von der Produktion im Allgemeinen handeln muss) –, und in Bezug auf die Arbeit
als Tätigkeit hat der Stoff, die vergegenständlichte Arbeit, nur zwei
Beziehungen, die des
Rohstoffs,
d.
h. des formlosen Stoffs, des bloßen Materials für die formsetzende, zweckmäßige
Tätigkeit der Arbeit, und die des
Arbeitsinstruments,
des
selbst gegenständlichen Mittels, wodurch die subjektive Tätigkeit zwischen sich
und den Gegenstand selbst einen Gegenstand als ihren Leiter schiebt.

53

Die Bestimmung als
Produkt,
die die
Ökonomen hier hereinbringen, gehört noch gar nicht hierher, als von Rohstoff
und Arbeitsinstrument
unterschiedene
Bestimmung.
Es erscheint als
Resultat,
nicht
als
Voraussetzung
des
Prozesses zwischen dem passiven Inhalt des Kapitals und der Arbeit als
Tätigkeit. Als
Voraussetzung
ist
Produkt kein von Rohstoff und Arbeitsinstrument verschiedenes Verhältnis des
Gegenstands zur Arbeit, da Rohstoff und Arbeitsinstrument, weil als die
Substanz von Werten, selbst schon
vergegenständlichte
Arbeit, Produkte
sind. Die Substanz des Werts ist überhaupt
nicht die besondere natürliche Substanz, sondern die vergegenständlichte
Arbeit. Diese selbst | erscheint wieder in Bezug auf die
lebendige Arbeit
als
Rohstoff
und
Arbeitsinstrument.
Den
bloßen Akt der Produktion an sich betrachtet, mag das Arbeitsinstrument und der
Rohstoff als in der Natur vorgefunden erscheinen, so dass sie bloß
angeeignet
zu werden
brauchen, d. h. zum Gegenstand und Mittel der Arbeit gemacht, was nicht selbst
ein Prozess der Arbeit ist. Ihnen gegenüber erscheint also das
Produkt
als ein
qualitativ anderes und ist Produkt nicht nur als Resultat der Arbeit durch das
Instrument auf den Stoff, sondern als erste
Vergegenständlichung der Arbeit
neben
ihnen. Als Bestandteile des

Kapitals aber sind Rohstoff und
Arbeitsinstrument selbst schon vergegenständlichte Arbeit, also
Produkt.
Dies erschöpft
noch nicht die Beziehung. Denn z. B. in der Produktion, worin gar keine
Tauschwerte, kein Kapital also existiert, kann das Produkt der Arbeit zum
Mittel und Gegenstand neuer Arbeit werden. Z. B. in der rein für den
Gebrauchswert produzierenden Agrikultur. Der Bogen des Jägers, das Netz des
Fischers, kurz, die einfachsten Zustände setzen schon Produkt voraus, was
aufhört, als Produkt zu gelten, und
Rohmaterial
oder
namentlich
Produktionsinstrument
wird,
denn dies eigentlich die erste spezifische Form, worin
das Produkt als Mittel der Reproduktion erscheint. Diese Beziehung erschöpft
also keineswegs das Verhältnis, worin
Rohstoff
und
Arbeitsinstrument
als
Momente des Kapitals selbst auftreten.

Die Ökonomen bringen übrigens
noch in ganz anderer Beziehung das
Produkt
als
drittes Element der Substanz des Kapitals herein. Es ist das Produkt, sofern es
die Bestimmung hat sowohl aus dem Produktionsprozess wie aus der Zirkulation
herauszutreten und unmittelbarer Gegenstand der individuellen Konsumtion zu
sein, das
Approvisionnement

54
,
wie Cherbuliez es
nennt

55
. Nämlich
die Produkte, die vorausgesetzt sind, damit der Arbeiter als Arbeiter lebt und
fähig ist, während der Produktion, bevor ein neues Produkt geschaffen ist, zu
leben. Dass der Kapitalist diese Fähigkeit besitzt, ist gesetzt darin, dass
jedes Element des Kapitals Geld ist und als solches aus sich als allgemeiner
Form des Reichtums verwandelt werden kann in den Stoff desselben,
Konsumtionsgegenstand. Das
Approvisionnement
der
Ökonomen bezieht sich daher nur auf die Arbeiter; d.h., es ist das in der Form
von Verzehrungsgegenständen, Gebrauchswert ausgedrückte Geld, das sie vom
Kapitalisten im Akt des Austauschs zwischen beiden erhalten. Aber dies gehört
in den ersten Akt. Soweit dieser erste in Beziehung zum zweiten steht, davon
handelt es sich hier noch nicht. Die einzige Diremtion

56
, die durch den Produktionsprozess selbst gesetzt
ist, ist die ursprüngliche Diremtion, die durch den Unterschied zwischen
gegenständlicher Arbeit und lebendiger selbst gesetzte, d. h. die
zwischen
Rohstoff
und
Arbeitsinstrument.
Dass
die Ökonomen diese Bestimmungen durcheinander werfen, ist ganz in der Ordnung,
da sie die zwei Momente der Beziehung zwischen Kapital und Arbeit durcheinander
werfen müssen und ihren spezifischen Unterschied nicht festhalten dürfen.

Also: Der Rohstoff wird
konsumiert, indem er verändert wird, geformt durch die Arbeit, und das
Arbeitsinstrument wird konsumiert, indem es verbraucht wird in diesem Prozess,
aufgenutzt wird. Andrerseits wird die Arbeit ebenfalls konsumiert, indem sie
angewandt, in Bewegung gesetzt wird und so

ein bestimmtes
Quantum Muskelkraft etc. des Arbeiters verausgabt wird, wodurch er sich
erschöpft. Aber sie wird nicht nur konsumiert, sondern zugleich aus der Form
der Tätigkeit in der des Gegenstandes, der Ruhe fixiert, materialisiert; als
Veränderung des Gegenstandes verändert sie ihre eigene Gestalt und wird aus
Tätigkeit Sein. Das Ende des Prozesses ist das
Produkt,
worin der Rohstoff als mit der
Arbeit verbunden erscheint und das Arbeitsinstrument aus der bloßen Möglichkeit
sich ebenfalls in Wirklichkeit übersetzt hat, indem es zum wirklichen Leiter
der Arbeit geworden, damit aber, durch seine mechanische oder chemische
Beziehung zum Arbeitsmaterial, selbst in seiner ruhenden Form aufgezehrt worden
ist. Alle drei Momente des Prozesses, das Material, das Instrument, die Arbeit,
fallen zusammen in ein neutrales Resultat – das
Produkt.
In dem Produkt
sind zugleich reproduziert die Momente des Produktionsprozesses, die in ihm
aufgezehrt worden sind. Der ganze Prozess erscheint daher als
produktive Konsumtion,
d.h.
als Konsumtion, die weder im
Nichts
endet
noch in der bloßen Subjektivierung des Gegenständlichen, sondern die selbst
wieder als ein
Gegenstand
gesetzt
ist. Das Verzehren ist nicht einfaches Verzehren des Stofflichen, sondern
Verzehren des Verzehrens selbst; im Aufheben des Stofflichen Aufheben dieses
Aufhebens und daher
Setzen
desselben.
Die
formgebende
Tätigkeit
verzehrt den Gegenstand und verzehrt sich selbst, aber sie verzehrt nur die
gegebene Form des Gegenstands, um ihn in neuer gegenständlicher Form zu setzen,
und sie verzehrt sich selbst nur in ihrer subjektiven Form als Tätigkeit. Sie
verzehrt das Gegenständliche des Gegenstandes – die Gleichgültigkeit gegen die
Form – und das Subjektive der Tätigkeit; formt den einen, materialisiert die
andere. Als
Produkt
ist
aber das Resultat des Produktionsprozesses
Gebrauchswert.

| Betrachten wir nun das
bisher erhaltene Resultat, so finden wir:

Erstens:
Durch die Aneignung, Einverleibung
der Arbeit in das Kapital – das Geld, i. e. der Akt des Kaufens der
Dispositionsfähigkeit über den Arbeiter erscheint hier nur als Mittel, um
diesen Prozess herbeizuführen, nicht als Moment seiner selbst – gerät dies in
Gärung und wird zum Prozess,
Produktionsprozess,
worin
es sich als Totalität, als lebendige Arbeit auf sich selbst nicht nur als
vergegenständlichte, sondern, weil vergegenständlichte, [als] bloßer
Gegenstand
der Arbeit
bezieht.

Zweitens:
In der einfachen Zirkulation war
die Substanz der Ware und des Geldes selbst gleichgültig für die
Formbestimmung, d. h. soweit Ware und Geld Momente der Zirkulation blieben. Die
Ware, soweit es auf ihre Substanz ankam, fiel außerhalb des ökonomischen
Verhältnisses als Gegenstand der Konsumtion (des Bedürfnisses); das Geld,
soweit seine Form sich verselb-

ständigte, bezog sich noch auf
die Zirkulation, aber nur negativ und war nur dies negative Beziehen. Für sich
fixiert, erlöschte es ebenfalls in toter Materialität, hörte auf, Geld zu sein.
Ware und Geld waren beide Ausdrücke des Tauschwerts und nur verschieden als
allgemeiner und besonderer Tauschwert. Diese Verschiedenheit selbst war wieder
bloß eine gemeinte, indem sowohl in der wirklichen Zirkulation beide
Bestimmungen vertauscht wurden, als jede, für sich betrachtet, das Geld selbst
eine besondere Ware, und die Ware als Preis selbst allgemeines Geld war. Der
Unterschied war nur formell. Jedes war nur in der einen Bestimmung gesetzt, weil
und sofern es nicht in der anderen gesetzt war. Jetzt jedoch, im
Produktionsprozess, unterscheidet sich das Kapital selbst als Form von sich als
Substanz. Beide Bestimmungen ist es zugleich und zugleich die Beziehung beider
aufeinander. Aber:

Drittens:
Erschien es als diese Beziehung
nur noch
an sich.
Sie
ist noch nicht
gesetzt,
oder
sie ist selbst nur erst gesetzt unter der Bestimmung eines der beiden Momente,
des
stofflichen,
das
in sich selbst als Materie (Rohstoff und Instrument) und Form (Arbeit)
unterschieden ist, und als Beziehung beider, als wirklicher Prozess selbst
wieder nur stoffliche Beziehung ist – Beziehung der beiden stofflichen
Elemente, die den Inhalt des Kapitals unterschieden von seiner Formbeziehung
als Kapital bilden. Betrachten wir das Kapital nach der Seite, worin es
ursprünglich im Unterschied von der Arbeit erscheint, so ist es im Prozess nur
passives Dasein, nur gegenständliches, an dem die Formbestimmung, wonach es
Kapital ist – also ein für sich seiendes gesellschaftliches Verhältnis
vollständig erloschen ist. Es tritt nur nach der Seite seines Inhalts – als
vergegenständlichte Arbeit überhaupt – in den Prozess; aber dass es
vergegenständlichte Arbeit ist, ist der Arbeit, und deren Beziehung auf es
bildet den Prozess, vollständig gleichgültig; es ist vielmehr nur als
Gegenstand, nicht als
vergegenständlichte
Arbeit,
dass es in den Prozess tritt, verarbeitet wird. Die
Baumwolle, die zum Baumwollgarn, oder das Baumwollgarn, das zum Gewebe, oder
das Gewebe, das zum Material des Drückens und Färbens wird, existiert für die
Arbeit nur als vorhandene Baumwolle, Baumwollgarn, Gewebe. Soweit sie selbst
Produkte der Arbeit, vergegenständlichte Arbeit sind, treten sie in gar keinen
Prozess, sondern nur als materielle Existenzen mit bestimmten natürlichen
Eigenschaften.
Wie
diese
an ihnen gesetzt worden sind, geht die Beziehung der lebendigen Arbeit auf sie
nichts an; für sie existieren sie nur, insofern sie im Unterschied von
derselben, d. h. als Arbeitsstoff existieren. Dies, soweit ausgegangen wird von
dem Kapital in seiner der Arbeit vorausgesetzten gegenständlichen Form.
Andrerseits, soweit die Arbeit selbst eines seiner gegenständlichen Elemente
geworden ist durch den Austausch mit dem Arbeiter, ist ihr Unterschied von

den gegenständlichen Elementen des Kapitals selbst nur ein
gegenständlicher; die einen in der Form der Ruhe, die andere in der Form der
Tätigkeit. Die Beziehung ist die stoffliche Beziehung eines seiner Elemente auf
das andere; aber nicht
seine
eigene
Beziehung zu beiden.

Es erscheint also einerseits
nur als
passiver
Gegenstand,
worin alle Formbeziehung ausgelöscht; es erscheint
andererseits nur als einfacher
Produktionsprozess,
in
den das Kapital als solches, als von seiner Substanz verschieden, nicht
eingeht. Es erscheint gar nicht einmal in seiner Substanz, die ihm selbst
zukommt – als vergegenständlichte Arbeit, denn diese ist die Substanz des
Tauschwerts – sondern nur in der natürlichen Daseinsform dieser Substanz, worin
alle Beziehung auf Tauschwert, vergegenständlichte Arbeit, auf die Arbeit
selbst als Gebrauchswert des Kapitals – und darum alle Beziehung auf das
Kapital selbst – ausgelöscht ist. Nach dieser Seite | hin betrachtet, fällt
der Prozess des Kapitals mit

57
dem einfachen Produktionsprozess als
solchen zusammen, worin seine Bestimmung als Kapital ganz ebenso ausgelöscht
ist in der Form des Prozesses, wie das Geld als Geld in der Form des Werts
ausgelöscht war. Soweit wir den Prozess bisher betrachtet, tritt das für sich
seiende Kapital – i. e. der Kapitalist – gar nicht herein. Es ist nicht der
Kapitalist, der von der Arbeit als Rohstoff und Arbeitsinstrument aufgezehrt
wird. Es ist auch nicht der Kapitalist, der aufzehrt, sondern die Arbeit. Der
Produktionsprozess des Kapitals erscheint so nicht als Produktionsprozess des
Kapitals, sondern als Produktionsprozess schlechthin, und im
Unterschied von der Arbeit
erscheint
das Kapital nur in der stofflichen Bestimmtheit von
Rohstoff
und
Arbeitsinstrument.
Es
ist diese Seite – die nicht nur eine willkürliche Abstraktion ist, sondern eine
Abstraktion, die im Prozess selbst vergeht, die die Ökonomen fixieren, um das
Kapital als notwendiges Element alles Produktionsprozesses darzustellen. Sie
tun das natürlich nur, indem sie vergessen, dass auf sein Verhalten als Kapital
während dieses Prozesses aufzupassen.

Es ist hier am Ort auf ein
Moment aufmerksam zu machen, das hier erst nicht nur vom Standpunkt der
Beobachtung aus hervortritt, sondern im ökonomischen Verhältnis selbst gesetzt
ist. Im ersten Akt, im Austausch zwischen Kapital und Arbeit, erschien die als
solche,
für sich
existierende
Arbeit notwendig als
Arbeiter.
Ebenso
hier im zweiten Prozess: Kapital überhaupt ist als für sich seiender,
selbstischer
Wert
sozusagen gesetzt (was im Geld nur angestrebt war). Aber das für sich seiende
Kapital ist der
Kapitalist.
Es
wird wohl von Sozialisten gesagt, wir brauchen Kapital, aber nicht den Ka-

pitalisten.

58
Dann erscheint
das Kapital als reine Sache, nicht als Produktionsverhältnis, das, in sich
reflektiert, eben der Kapitalist ist. Ich kann das Kapital wohl von diesem
einzelnen Kapitalisten scheiden, und es kann auf einen andern übergehen. Aber
indem er das Kapital verliert, verliert er die Eigenschaft, Kapitalist zu sein.
Das Kapital ist daher wohl vom einzelnen Kapitalisten trennbar, nicht von
dem
Kapitalisten, der
als solcher dem Arbeiter gegenübersteht. So kann auch der einzelne Arbeiter
aufhören, das Fürsichsein der Arbeit zu sein; er kann Geld erben, stehlen etc.
Aber dann hört er auf,
Arbeiter
zu
sein. Als Arbeiter ist er nur die für sich seiende Arbeit. (Dies nachher
weiterzuentwickeln.)

1
genau

2
durch Missbrauch

3
Kätnern

4
reinigt

5
in
der Handschrift: ihren

6
James
Steuart, „An inquiry...“, vol. 1, Dublin 1770, p. 50, 153, 156 und 157.

7
durchdringend
(engl.: to wade through)

8
wieder

9
Auswucherung

10
Gold- und Silbermarkt

11
z. B.

12
Anleihenmarkt, Wechselmakler

13
Aktienmarkt

14
Aktien

15
Bankaktien; Aktien von Aktienbanken

16

Eisenbahnaktien

17
Kanal
aktien;
Dampfschifffahrtsaktien; Telegraphenaktien; Omnibusaktien

18
Unternehmen

19
Bergbauaktien

20
Gasaktien

21
Vielseitigkeit

22
Hafenaktien

23
Versicherungsaktien

24
Binnenmarkt und Außenmarkt

25
Markt für Binnenaktien, staatliche Obligationen etc.
und Auslandsfonds, ausländische Aktien

26
in der Handschrift: statt

27
Drogen -

28
Saatgutmarkt

29
Markt für, Kolonialwaren

30
Gewürze (Pfeffer, Gewürzkörner, Zimt, Zimtbaum,
Gewürznelken, Ingwer, Muskatblüte, Muskatnuss, etc.); 3.
Früchte.
Mandeln,
Korinthen, Feigen, Pflaumen, Backpflaumen, Rosinen, Orangen, Zitronen
etc.
Melasse
(für
Produktion etc.);
4.
Lebensmittel
. Butter; Käse; Speck; Schinken; Schweineschmalz;
Schweinefleisch; Rindfleisch

31
Holz. Bauholz

32
Drogen und Farben

33
in der Handschrift: beschränkt ist

34
Saison

35
zweifellos

36
weiter

37
Kurzarbeit

38
Verschleiß

39
Trotz

40
Aufsehern

41
gewiss

42
Simon-Nicolas-Henri Linguet,
„Theorie des loix civiles, ou principes fondamentaux de la société“, I.I,
Londres 1767, p. 462-513.

Mit den Ansichten von Linguet
setzt sich Marx im 7. Kapitel der „Theorien über den Mehrwert“ auseinander

43
Nun gut

44
Seite 29, die letzte Seite des Heftes II, ist nicht
erhalten geblieben. Der Text am Ende der verlorengegangenen Seite 29 wurde nach
einer Textstelle von Seite „A“ des Heftes II des Manuskriptes von 1861-1863
rekonstruiert (siehe MEGA II/3.1, S. 147). Marx hatte diese Stelle offenbar von
Seite 29 des Heftes II der „Grundrisse“ abgeschrieben, wie es die Fortsetzung
des letzten Satzes der verlorengegangenen Seite auf der Seite 8 des
Heftes III der „Grundrisse“ zeigt.

45
Beginnend mit der Seite 8 des Heftes III
des Manuskriptes folgt ein Text, der die Fortsetzung des Heftes II darstellt.

Die ersten sieben Seiten des
Heftes III enthalten den einige Monate vorher
niedergeschriebenen unvollendeten Entwurf über die
Vulgärökonomen Bastiat und Care
y
y.

46
aufrichtig

47
sagen wir

48
selbstverständlich

49
Ausgabe

50
potentiell

51
in der Handschrift: mehr in rein

52
In der Handschrift: und diese (was

53
Marx schreibt dazu im ersten Band des
„Kapitals“: „Das Arbeitsmittel ist ein Ding oder ein Komplex von Dingen, die
der Arbeiter zwischen sich und den Arbeitsgegenstand schiebt und die ihm als
Leiter seiner Tätigkeit auf diesen Gegenstand dienen.“

54
der
Lebensmittelfonds

55
Antoine Cherbuliez, „
Richesse ou pauvreté ...“, 2. ed., Paris
1841, p. 16.

Marx meint hier folgende
Stelle: „Die Rohmaterialien, das Werkzeug, der Lebensmittelfonds“ sind das
Kapital.

56
Trennung

57
In der Handschrift: in

58
Marx bezieht sich hier auf die Aussagen der
utopischen Sozialisten Bray und Hodgskin, mit denen er sich in seinen „Theorien
über den Mehrwert“ auseinandersetzt.

John Francis Bray, „Labour’s
wrongs and labour’s remedy ...“, Leeds 1839, p. 59


[Arbeitsprozess und Verwertungsprozess]

Es kann am Ende des Prozesses
nichts herauskommen, was nicht im Anfang desselben als Voraussetzung und
Bedingung desselben erschien. Andrerseits muss aber auch alles herauskommen.
Wenn daher am Ende des Produktionsprozesses, der unter der Voraussetzung des
Kapitals begonnen war, das Kapital am Ende, als Formbeziehung, verschwunden
erscheint, kann dies nur der Fall sein, weil die unsichtbaren Fäden, die es
durch denselben durchzieht, übersehen worden sind. Betrachten wir also diese
Seite.

Es ist also das erste Resultat:

α) Durch die Einverleibung der
Arbeit in das Kapital wird das Kapital Produktionsprozess; zunächst aber
materieller
Produktionsprozess;
Produktionsprozess überhaupt, so dass der Produktionsprozess des Kapitals nicht
unterschieden ist von materiellem Produktionsprozess überhaupt. Seine
Formbestimmung ist völlig erloschen. Dadurch, dass das Kapital ausgetauscht hat
einen Teil seines gegenständlichen Seins gegen Arbeit, ist sein
gegenständliches Dasein selbst dirimiert

1
in sich als Gegenstand und Arbeit; die
Beziehung beider bildet den Produktionsprozess oder noch genauer den
Arbeitsprozess.
Es
erscheint hiermit
der vor
dem Wert, als Ausgangspunkt gesetzte Arbeitsprozess –
der
wegen seiner Abstraktheit, reinen Stofflichkeit, allen Produktionsformen gleich
eigen ist –
wieder
innerhalb des Kapitals,
als ein Prozess, der innerhalb seines
Stoffs vorgeht, seinen Inhalt bildet.

(Dass auch innerhalb des
Produktionsprozesses selbst diese
Auslöschung
der Formbestimmung
nur Schein ist, wird sich zeigen.)

Insofern das Kapital Wert ist, aber als
Prozess zunächst unter der Form des einfachen Produktionsprozesses, des in
keiner besonderen
ökonomischen
Bestimmtheit
gesetzten Produktionsprozesses, sondern des Produktionsprozesses überhaupt
erscheint, so kann – je nachdem irgendeine besondere Seite des einfachen
Produktionsprozesses (der als solcher, wie wir gesehen haben, keineswegs
Kapital voraussetzt, sondern allen Produktionsweisen eigen ist) fixiert wird,
gesagt werden, das Kapital werde Produkt, oder es sei Arbeitsinstrument oder
auch Rohstoff der Arbeit. Wird es ferner wieder als eine der Seiten aufgefasst,
die der Arbeit als Stoff oder bloßes Mittel gegenübersteht, so wird mit Recht
gesagt, dass das Kapital nicht produktiv sei,
2
weil es dann eben nur als der der Arbeit
gegenüberstehende Gegenstand, Materie, betrachtet wird; als bloß passiv. Das
Richtige aber ist, dass es nicht als eine der Seiten oder als Verschiedenheit
der einen Seite an sich selbst noch als bloßes Resultat (Produkt) erscheint,
sondern als der einfache Produktionsprozess selbst; dass dieser jetzt als der
sich selbst bewegende
des
Kapitals erscheint.

||l4| β) Nun die Seite der
Formbestimmung zu betrachten, wie sie sich in dem Produktionsprozess erhält und
modifiziert.

{Was
produktive Arbeit
ist
oder
nicht,
ein
Punkt, worüber viel gestritten worden ist hin und her, seit
Adam Smith
diese
Unterscheidung machte,
3
muss
sich aus der Auseinanderlegung der verschiedenen Seiten des Kapitals selbst
ergeben.
Produktive
Arbeit
ist bloß die, die
Kapital
produziert. Ist es nicht toll,
fragt z. B. (wenigstens ähnlich) Herr Senior, dass der Klaviermacher
ein
produktiver Arbeiter
sein
soll, aber der
Klavierspieler
nicht,
obgleich doch ohne den Klavierspieler das Klavier ein Nonsens wäre?
4
Aber so ist es
exakt. Der Klaviermacher reproduziert
Kapital
;
der Klavierspieler tauscht seine Arbeit nur gegen Revenue aus. Aber der
Klavierspieler produziert Musik und befriedigt unsern Tonsinn, produziert ihn
auch gewissermaßen? In fact, so tut er: Seine Arbeit produziert etwas; darum
ist sie nicht
produktive
Arbeit
im
ökonomischen
Sinn;
sowenig als die Arbeit des Narren produktiv ist, der Hirngespinste
produziert.
Produktiv ist
die Arbeit nur, indem sie ihr eigenes Gegenteil produziert.
Andre
Ökonomen lassen daher den sog. improduktiven Arbeiter indirekt produktiv sein.
Z.B. der Klavierspieler gibt Stimulus zur Produktion; teils indem er unsere
Individualität tatkräftiger, lebensvoller stimmt, oder auch in dem gemeinen
Sinn, dass er ein neues Bedürfnis erweckt, zu dessen Befriedigung mehr Fleiß in
der unmittelbaren materiellen Produktion angewandt wird. Darin ist schon
zugegeben, dass nur die Arbeit, die Kapital produziert, produktiv ist; dass
also die Arbeit, die das nicht tut, wie
nützlich
sie
immer sein mag – sie kann ebenso gut schädlich sein – für die Kapitali-

sierung
nicht produktive, hence

5
unproduktive
Arbeit ist. Andre Ökonomen sagen, der Unterschied von produktiv und unproduktiv
müsse nicht auf die Produktion, sondern auf die Konsumtion bezogen werden.
Quite the contrary.
6
Der
Tabakproduzent ist produktiv, obgleich der Tabakkonsum improduktiv ist. Die
Produktion für unproduktive Konsumtion ist quite as productive as that for
productive consumption; always supposed that it produces or reproduces capitale

7
.

„Produktiver Arbeiter [ist]
derjenige, der
unmittelbar
seines
Meisters Reichtum
vermehrt“,

sagt
Malthus
daher sehr
richtig (X, 40)
8
;
wenigstens nach einer Seite hin richtig. Der Ausdruck ist zu abstrakt, da er in
dieser Fassung ebenso vom Sklaven gilt. Des master’s wealth

9
, im Verhältnis zum
Arbeiter, ist die Form des Reichtums selbst in seinem Verhältnis zur Arbeit,
das Kapital. Productive labourer he that directly augments Capital.

10
}

Als
Gebrauchswert
ist die
Arbeit nur
für das
Kapital
und ist
der
Gebrauchswert
des Kapitals selbst, d. h. die vermittelnde Tätigkeit, wodurch es sich
verwertet.
Das Kapital
als seinen Wert reproduzierend und vermehrend ist der selbständige Tauschwert
(das Geld) als Prozess, als
Prozess
der Verwertung.
Die Arbeit ist daher nicht als Gebrauchswert
für den Arbeiter; sie ist daher nicht
für
ihn
als
Produktivkraft
des
Reichtums, als Mittel oder als Tätigkeit der Bereicherung. Er bringt sie als
Gebrauchswert in den Austausch mit dem Kapital, das ihm so nicht als Kapital,
sondern als
Geld
gegenübersteht.
Kapital als Kapital ist es erst in Bezug auf den Arbeiter durch die Konsumtion
der Arbeit, die zunächst außerhalb dieses Austauschs fällt und unabhängig von
ihm ist.
Gebrauchswert
für
das Kapital, ist die Arbeit
bloßer
Tauschwert
für den Arbeiter; vorhandener
Tauschwert.
Als solcher
wird sie gesetzt im Akt des Austauschs mit dem Kapital, durch ihren Verkauf für
Geld. Der Gebrauchswert einer Sache geht ihren Verkäufer als solchen nichts an,
sondern nur ihren Käufer. Die Eigenschaft des Salpeter, zum Pulver verbraucht
werden zu können, bestimmt nicht den Preis des Salpeters, sondern dieser Preis
ist bestimmt durch die Produktionskosten des Salpeters selbst, das Quantum der
in ihm vergegenständlichten Arbeit. In der Zirkulation, worein die
Gebrauchswerte als Preise eingehen, resultiert ihr Wert nicht von der
Zirkulation, obgleich er sich nur in ihr realisiert; er ist ihr
vorausgesetzt
und wird
nur verwirklicht durch den Austausch gegen Geld. So die Arbeit, die vom
Arbeiter als
Ge-

brauchswert
dem Kapital
verkauft wird, ist für den Arbeiter sein
Tauschwert,
den er realisieren will, der
aber schon
bestimmt
ist
vor dem Akt dieses Austauschs, als Bedingung ihm vorausgesetzt ist, bestimmt
wie der Wert jeder anderen Ware durch Nachfrage und Zufuhr oder im Allgemeinen,
womit wir es hier allein zu tun haben, die Produktionskosten, das Quantum
vergegenständlichter Arbeit, wodurch die Arbeitsfähigkeit des Arbeiters
produziert worden ist und die sie daher als Äquivalent erhält.

Der | Tauschwert der
Arbeit, dessen Realisierung im Prozess des Austauschs mit dem Kapitalisten
vorgeht, ist daher
vorausgesetzt,
vorausbestimmt,
und erleidet nur die formelle Modifikation, die jeder nur ideell gesetzte Preis
durch seine Realisierung erhält. Er ist nicht bestimmt durch den Gebrauchswert
der Arbeit. Für den Arbeiter selbst hat sie nur Gebrauchswert, insofern sie
Tauschwert
ist, nicht
Tauschwerte produziert. Für das Kapital hat sie nur Tauschwert, insofern sie
Gebrauchswert ist. Gebrauchswert als unterschieden von ihrem Tauschwert ist sie
nicht für den Arbeiter selbst, sondern nur für das Kapital. Der Arbeiter
tauscht also die Arbeit als einfachen, vorherbestimmten, durch einen
vergangenen Prozess bestimmten Tauschwert aus – er tauscht die Arbeit selbst
als
vergegenständlichte
Arbeit,
nur soweit sie schon ein bestimmtes Quantum Arbeit
vergegenständlicht, also ihr Äquivalent schon ein gemessenes, gegebenes ist –;
das Kapital tauscht sie ein als lebendige Arbeit, als die allgemeine Produktivkraft
des Reichtums; den Reichtum vermehrende Tätigkeit. Dass der Arbeiter sich also
durch diesen Austausch nicht
bereichern
kann,
indem er, wie Esau für ein Gericht Linsen seine

11
Erstgeburt, so er für die Arbeitsfähigkeit
als eine vorhandene Größe ihre
schöpferische
Kraft
hingibt, ist klar. Er muss sich vielmehr verarmen, wie
wir weiter sehen werden, indem die schöpferische Kraft seiner Arbeit als die
Kraft des Kapitals, als
fremde
Macht
sich ihm gegenüber etabliert. Er
entäußert
sich der
Arbeit als Produktivkraft des Reichtums; das Kapital eignet sie sich als solche
an. Die Trennung von Arbeit und Eigentum am Produkt der Arbeit, von Arbeit und
Reichtum ist daher in diesem Akt des Austauschs selbst gesetzt. Was als
Resultat
paradox
scheint, liegt schon in der Voraussetzung selbst. Die Ökonomen haben mehr oder
minder empirisch dies ausgedrückt.

Dem Arbeiter gegenüber
wird
also die
Produktivität seiner Arbeit eine
fremde
Macht,
überhaupt seine Arbeit, soweit sie nicht
Vermögen,
sondern
Bewegung,
wirkliche
Arbeit
ist; das Kapital umgekehrt verwertet sich selbst durch
Aneignung fremder Arbeit.
(Wenigstens
ist die Möglichkeit der Verwertung dadurch gesetzt; als Resultat des Austauschs
zwischen Arbeit und

Kapital. Realisiert wird das Verhältnis
erst im Produktionsakt selbst, wo das Kapital wirklich die fremde Arbeit
konsumiert.) Wie ihm Arbeit als vorausgesetzter Tauschwert gegen ein Äquivalent
in Geld, wird dies wieder gegen ein Äquivalent in
Ware
ausgetauscht, die
verzehrt wird. In diesem Prozess des Austauschs ist die Arbeit nicht produktiv;
sie wird dies erst für das Kapital; aus der Zirkulation kann sie nur
herausziehen, was sie in sie hineingeworfen hat, ein
prädeterminiertes
Quantum
Ware, die ebenso wenig ihr eigenes Produkt ist, wie ihr eigener Wert.

Die Arbeiter, sagt
Sismondi
,
tauschen ihre Arbeit
aus gegen Getreide und verzehren es, während sie „zum
Kapital
für ihren Herrn
geworden ist“. (Sism[ondi] VI.) „Ihre Arbeit zum Austausch gebend,
verwandeln
die Arbeiter
sie in Kapital.“ (id. VIII.)
12

Indem der Arbeiter seine Arbeit
an den Kapitalisten verkauft, erhält er ein Recht nur auf den
Arbeitspreis
, nicht auf
das
Produkt dieser
Arbeit,
noch auf den Wert, den
sie ihm zugefügt hat.

(Cherbuliez
XXVIII.)
13

„
Verkaufen der Arbeit = Renunziation auf alle Früchte der
Arbeit. “
(l. c.)

Alle Fortschritte der
Zivilisation daher, oder in anderen Worten, alle Vermehrung der
gesellschaftlichen Produktivkräfte,
if
you want

14
der
Produktivkräfte der Arbeit selbst
–
wie sie resultieren von Wissenschaft, Erfindungen, Teilung und Kombination der
Arbeit, verbesserten Kommunikationsmitteln, Schaffen des Weltmarkts,
Maschinerie etc. – bereichern nicht den Arbeiter, sondern das
Kapital
; vergrößern also nur
die die Arbeit beherrschende Macht; vermehren nur die Produktivkraft des
Kapitals. Da das Kapital der Gegensatz des Arbeiters ist, vermehren sie nur
die
objektive Macht
über
die Arbeit. Die
Verwandlung
der Arbeit (als
lebendiger zweckmäßiger Tätigkeit) in
Kapital
ist
an sich
das Resultat
des Austauschs zwischen Kapital und Arbeit, insofern sie dem Kapitalisten das
Eigentumsrecht auf das Produkt der Arbeit gibt (und das Kommando über
dieselbe).
Gesetzt
wird
diese Verwandlung
erst
im
Produktionsprozess
selbst.
Die Frage, ob das Kapital produktiv sei oder nicht, ist also absurd. Die Arbeit
selbst ist
nur produktiv
als
in das Kapital aufgenommen, wo das Kapital die Grundlage der Produktion bildet,
und der Kapitalist also der Kommandeur der Produktion ist. Die Produktivität
der Arbeit wird ebenso zur Produktivkraft des Kapitals, wie der allgemeine
Tauschwert der Waren sich im Geld fixiert. Die Arbeit, wie sie im Gegensatz zum
Kapital
für sich
im
Arbeiter existiert, die Arbeit also in ihrem
unmittelbaren Dasein,
getrennt vom
Kapital, ist
nicht
produktiv.
Als Tätigkeit des Arbeiters wird sie auch nie
produktiv,
dieweil sie
nur in den einfachen, nur formell verändernden Prozess

der
Zirkulation eingeht. Diejenigen daher, die nachweisen, dass alle dem |
Kapital zugeschriebene Produktivkraft eine
Verrückung
ist, eine
Transposition der Produktivkraft
der
Arbeit, vergessen eben, dass das Kapital selbst wesentlich diese
Verrückung, diese Transposition
ist
und dass die Lohnarbeit als solche das Kapital voraussetzt, also auch
ihrerseits betrachtet diese
Transsubstantiation
ist;
der notwendige Prozess, ihre eigenen Kräfte als dem Arbeiter
fremde
zu setzen.
Zugleich die Lohnarbeit bestehen lassen und das Kapital aufheben, ist daher
sich selbst widersprechende und auflösende Forderung. Andere, selbst Ökonomen,
z. B. Ricardo, Sismondi etc., sagen, dass
nur die Arbeit,
nicht das Kapital
produktiv ist.
15
Aber
dann fassen sie das Kapital nicht in seiner
spezifischen Formbestimmtheit
als ein in
sich reflektiertes
Produktionsverhältnis,
sondern
denken nur an seine stoffliche Substanz, Rohstoff etc. Diese stofflichen
Elemente aber machen nicht das Kapital zum Kapital. Andrerseits fällt ihnen
dann wieder ein, dass das Kapital nach der einen Seite
Wert
ist, also
etwas
Immaterielles,
Gleichgültiges
gegen sein stoffliches Bestehen. So
Say:

„
Das Kapital ist seinem Wesen nach immer immateriell,
da
es nicht die Materie ist, die das Kapital ausmacht, sondern der
Wert
dieser Materie,
Wert, der nichts Körperliches hat.“ (Say. 21.)
16

Oder
Sismondi:

„Das Kapital ist ein
kaufmännischer
Begriff.“
(
Sismondi.
LX.)
17

Aber dann fällt ihnen ein, dass
Capital doch auch eine andere ökonomische Bestimmung ist als
valeur

18
,
weil sonst überhaupt nicht von
Kapital
im Unterschied
von valeur
zu sprechen wäre und, wenn alle Kapitalien Werte,
die Werte als solche noch nicht Kapital sind. Dann flüchten sie wieder zu
seiner stofflichen Gestalt innerhalb des Produktionsprozesses zurück, z. B.
wenn Ricardo

19
das
Kapital erklärt als accumulated labour employed in the production of new labour

20
, d.h. als
bloßes
Arbeitsinstrument
oder
Arbeitsmaterial.
In
diesem Sinne spricht Say

21
gar von dem
Service productif du Capital

22
,
auf
den sich seine Remuneration gründen soll, als wenn das Arbeitsinstrument als
solches Anspruch auf den Dank des Arbeiters hätte und es nicht grade nur durch
ihn als Arbeitsinstrument, als
produktiv
gesetzt
werde. Die Selbständigkeit des Arbeitsinstruments, d.h. eine
gesellschaftliche
Bestimmung
desselben, d. h. seine Bestimmung als Kapital wird so vorausgesetzt, um die
Ansprüche des Kapitals zu deduzieren.
Proudhons
:
„le
Capital vaut, le travail produit“
23
, heißt absolut nichts als: Das Kapital ist Wert,
24
und dahier
weiter nichts vom Kapital gesagt ist, als dass es Wert ist, der Wert ist Wert
(das

Subjekt des Urteils ist hier bloß anderer Name für das
Prädikat), und die Arbeit produziert, ist produktive Tätigkeit, d.h., die
Arbeit ist Arbeit, da sie eben nichts ist außer dem „produire“
25
. Dass diese
identischen Urteile keinen besonderen fonds

26
von Weisheit enthalten, muss augenfällig
sein, und dass sie namentlich nicht ein Verhältnis ausdrücken können, worin der
Wert und die Arbeit in ein Verhältnis treten, worin sie sich selbst aufeinander
beziehen und voneinander unterscheiden, nicht als gleichgültige Indifferente
nebeneinander liegen. Schon dass
die
Arbeit
dem Kapital gegenüber als Subjekt erscheint, d. h. der
Arbeiter nur in der Bestimmung der
Arbeit,
und
diese ist nicht
er
selbst,
müsste die Augen öffnen. Es liegt darin schon,
abgesehen vom Kapital, eine Beziehung, ein Verhältnis des Arbeiters zu seiner
eigenen Tätigkeit, das keineswegs das
„natürliche“
ist,
sondern selbst schon eine spezifische
ökonomische
Bestimmung
enthält.

Das Kapital, soweit wir es hier
betrachten, als zu unterscheidendes Verhältnis von Wert und Geld ist das
Kapital im allgemeinen,
d.
h. der Inbegriff der Bestimmungen, die den Wert als Kapital von sich als bloßem
Wert oder Geld unterscheiden. Wert, Geld, Zirkulation etc., Preise etc. sind
vorausgesetzt, ebenso Arbeit etc. Aber wir haben es weder noch mit einer
besonderen
Form des
Kapitals zu tun noch mit dem
einzelnen
Kapital
als unterschieden von anderen einzelnen Kapitalien
etc. Wir wohnen seinem Entstehungsprozess bei. Dieser dialektische
Entstehungsprozess ist nur der ideale Ausdruck der wirklichen Bewegung, worin
das Kapital wird. Die späteren Beziehungen sind als Entwicklung aus diesem Keim
heraus zu betrachten. Aber es ist nötig, die bestimmte Form zu fixieren, auf
der es auf einem
gewissen
Punkt
gesetzt ist. Sonst entsteht Konfusion.

| Das Kapital ist bisher
seiner stofflichen Seite nach als
einfacher
Produktionsprozess
betrachtet worden. Dieser Prozess ist aber
der Seite der Formbestimmtheit nach
Selbstverwertungsprozess.
Selbstverwertung
schließt ein sowohl Erhalten des vorausgesetzten Werts als Vervielfältigung
desselben.

Der Wert tritt als Subjekt auf.
Die Arbeit ist zweckmäßige Tätigkeit, und so ist der stofflichen Seite nach
vorausgesetzt, dass im Produktionsprozess das Arbeitsinstrument wirklich als
Mittel zu einem Zweck gebraucht worden ist und dass das Rohmaterial als Produkt
einen höheren Gebrauchswert erhalten hat, sei es durch chemischen Stoffwechsel
oder mechanische Veränderung, als es vorher besaß. Allein diese Seite selbst,
als bloß den Gebrauchswert betreffend, gehört noch dem einfachen
Produktionsprozess an. Es handelt sich hier nicht darum – dies ist vielmehr
eingeschlossen, vorausgesetzt –, dass ein

höhrer
Gebrauchswert erzeugt ist (dies selbst ist sehr relativ; wenn Korn in
Branntwein verwandelt wird, so ist der höhere Gebrauchswert selbst schon mit
Bezug auf die Zirkulation gesetzt); es ist auch kein höherer Gebrauchswert für
das Individuum, den Produzenten erzeugt. Dies ist wenigstens zufällig und geht
das Verhältnis als solches nichts an; sondern ein höherer Gebrauchswert
für andere.
Worum es
sich handelt, dass ein
höherer
Tauschwert
hervorgebracht ist. Bei der einfachen Zirkulation
endete für die einzelne Ware der Prozess damit, dass sie als Gebrauchswert an
ihren Mann kam, konsumiert wurde. Sie trat damit aus der Zirkulation heraus;
verlor ihren Tauschwert, überhaupt ihre ökonomische Formbestimmung. Das Kapital
hat sein Material durch die Arbeit und die Arbeit durch sein Material
konsumiert; es hat sich als Gebrauchswert konsumiert, aber nur als
Gebrauchswert für es selbst,
als
Kapital. Seine Konsumtion als Gebrauchswert fällt also hier selbst in die
Zirkulation, oder vielmehr es setzt selbst den
Anfang der Zirkulation
oder ihr Ende, wie
man will. Die Konsumtion des Gebrauchswertes fällt hier selbst in den
ökonomischen Prozess, weil der Gebrauchswert hier selbst durch den Tauschwert
bestimmt ist. In keinem Moment des Produktionsprozesses hört das Kapital auf,
Kapital zu sein, oder der Wert auf, Wert zu sein und als solcher
Tauschwert.
Nichts ist
alberner als, wie Herr Proudhon tut, sagen, durch den Akt des Austauschs, d. h.
dadurch, dass es wieder in die einfache Zirkulation tritt, wird das Kapital nun
aus Produkt Tauschwert.

27
Wir
wären damit wieder an den Anfang zurückgeschleudert, selbst bis zum
unmittelbaren Tauschhandel, wo die Entstehung des Tauschwerts aus dem Produkt
betrachtet wird. Dass das Kapital nach Beendigung des Produktionsprozesses,
nach seiner Konsumtion als Gebrauchswert, wieder als Ware in Zirkulation tritt
und treten kann, liegt schon darin, dass es als sich erhaltender Tauschwert
vorausgesetzt war. Soweit es aber nur als Produkt jetzt wieder Ware und als
Ware Tauschwert wird, Preis erhält und als solcher im Geld realisiert wird, ist
es einfache Ware, Tauschwert überhaupt, und als solcher ist es in der
Zirkulation ebenso sehr dem Schicksal ausgesetzt, dass es sich im Geld
realisiert, als dass es sich nicht in ihm realisiert; d. h. dass sein
Tauschwert Geld wird oder nicht. Sein Tauschwert ist daher vielmehr
problematisch geworden – der vorhin ideell gesetzt war – als dass er
entstünde.
Und nun gar,
dass es als ein höherer Tauschwert
reell
in
der Zirkulation gesetzt wird, kann nicht aus der Zirkulation selbst herstammen,
worin nur Äquivalente, ihrer einfachen Bestimmung nach, ausgetauscht werden.
Wenn es als höherer Tauschwert aus ihr herauskommt, muss es als solcher in sie
herein getreten sein.

Das Kapital besteht der Form
nach nicht aus Arbeitsgegenständen und Arbeit, sondern aus
Werten
und noch
bestimmter aus
Preisen.
Dass

seine

28
Wertelemente
verschiedene Substanzen angenommen haben während des Produktionsprozesses, geht
ihre Bestimmung als Werte nicht an; sie werden dadurch nicht verändert. Wenn
sie aus der Form der Unruhe des Prozesses – am Ende desselben wieder in ruhende,
objektive Gestalt sich zusammenfassen im Produkt, so ist dies ebenfalls ein
bloßer Stoffwechsel in Bezug auf den Wert, der ihn nicht alteriert. Allerdings
sind die Substanzen als solche zerstört worden, aber nicht in Nichts, sondern
in eine anders geformte Substanz. Früher erschienen sie als elementarische,
gleichgültige Bedingungen des Produkts. Jetzt sind sie Produkt. Der Wert des
Produkts kann also nur = sein der Summe der Werte, die in den bestimmten
stofflichen Elementen des Prozesses materialisiert waren, als Rohstoff,
Arbeitsinstrument (dazu gehören auch die bloß instrumentellen Waren) und als
Arbeit selbst. Der Rohstoff ist ganz verzehrt worden, die Arbeit ist ganz
verzehrt worden, das Instrument ist nur zum Teil verzehrt worden, fährt also
fort, einen Teil des Werts des Kapitals in seiner bestimmten vor dem Prozess
ihm angehörigen Existenzweise zu besitzen. Dieser Teil kommt also gar nicht in
Betracht hier, da er keine Veränderung erlitten. Die verschiedenen
Existenzweisen der Werte waren reiner Schein, der Wert selbst bildete in ihrem
Verschwinden das sich gleichbleibende Wesen. Das Produkt, als Wert betrachtet,
ist dieser Seite nach nicht
Produkt,
sondern
vielmehr identisch geblieben, unveränderter Wert, der nur in einer anderen
Existenzweise ist, die ihm aber auch gleichgültig ist und gegen Geld
ausgetauscht werden kann.

Der Wert des Produkts ist = dem
Wert des Rohstoffs + dem Wert des vernichteten Teils, also an das Produkt
übergegangenen, in seiner ursprünglichen Form aufgehobenen des
Arbeitsinstruments + dem Wert der Arbeit. Oder der Preis des Produkts ist
gleich seinen Produktionskosten, i. e. = der Summe der Preise der Waren, die in
dem Produktionsprozess konsumiert worden sind. D.h. in anderen Worten nichts,
als dass der Produktionsprozess nach seiner stofflichen Seite gleichgültig für
den Wert | war; dass er daher identisch mit sich geblieben ist und nur eine
andere stoffliche Existenzweise angenommen hat, in anderer Substanz und Form
materialisiert ist. (Die Form der Substanz geht die ökonomische
Form,
den Wert als
solchen nichts an.) War das Kapital ursprünglich = 100 Taler, so ist es nach
wie vor gleich 100 Taler geblieben, obgleich die 100 Taler im
Produktionsprozess existierten als 50 Taler Baumwolle, 40 Taler Arbeitslohn +
10 Taler Spinnmaschine und jetzt als Baumwollgarn zum Preis von 100 Talern
existieren. Diese Reproduktion der 100 Taler ist einfaches
Sichselbstgleichbleiben, bloß dass es durch den ma-

teriellen
Produktionsprozess vermittelt ist. Dieser muss daher zum Produkt fortgehen,
denn sonst verliert Baumwolle ihren Wert, Arbeitsinstrument umsonst aufgenutzt,
Arbeitslohn umsonst bezahlt. Die einzige Bedingung für die Sichselbsterhaltung
des Werts ist, dass der Produktionsprozess wirklicher totaler Prozess ist, also
bis zum Produkt fortgeht. Die Totalität des Produktionsprozesses, d. h., dass
er bis zum Produkt fortgeht, ist hier in der Tat Bedingung des Sicherhaltens,
Sichgleichbleibens des Werts, aber dies liegt schon in der ersten Bedingung,
dass das Kapital wirklich Gebrauchswert wird, wirklicher Produktionsprozess;
ist an diesem Punkt also
vorausgesetzt.

Andrerseits ist der
Produktionsprozess
nur
Produktionsprozess
für das Kapital, insofern es sich als Wert in diesem Prozess erhält, also im
Produkt. Der Satz, dass der notwendige Preis = der Summe der Preise der
Produktionskosten, ist daher rein analytisch. Es ist die Voraussetzung der
Produktion des Kapitals selbst. Einmal ist das Kapital als 100 Taler gesetzt,
als einfacher Wert; dann ist es in diesem Prozess gesetzt als Summe von Preisen
bestimmter, durch den Produktionsprozess selbst bestimmter, Wertelemente seiner
selbst. Der Preis des Kapitals, sein Wert in Geld ausgedrückt, = dem Preise
seines Produkts. D.h., der Wert des Kapitals als Resultat des
Produktionsprozesses ist derselbe, der er als Voraussetzung desselben war. Nur
bleibt er während des Prozesses nicht bestehen, weder in der Einfachheit, die
er am Anfang, noch die er am Ende als Resultat wieder hat, sondern zerlegt sich
in zunächst durchaus gleichgültige quantitative Bestandteile als Wert der
Arbeit (Arbeitslohn), Wert des Arbeitsinstruments und Wert des Rohmaterials. Es
ist weiter noch keine Beziehung gesetzt, als dass im Produktionsprozess der
einfache Wert sich numerisch auseinander legt, als eine Anzahl von Werten, die
im Produkt wieder in ihrer Einfachheit zusammengeht, aber nun als
Summe
ist. Die Summe
ist aber = der ursprünglichen Einheit. Es ist hier sonst, den Wert betrachtet,
außer der quantitativen Teilung, durchaus noch kein Unterschied in der
Beziehung zwischen den verschiedenen Wertquantis enthalten

29
. 100 Taler war das
ursprüngliche Kapital; 100 Taler ist das Produkt, aber die 100 Taler jetzt als
Summe von 50 + 40 + 10 Taler. Ich hätte die 100 Taler auch ursprünglich als
eine Summe von 50 + 40+ 10 Talern betrachten können, aber ebenso gut als eine Summe
von 60 + 30 + 10 Talern etc. Dass sie jetzt als Summe von bestimmten Anzahlen
von Einheiten erscheinen, ist dadurch gesetzt, dass die verschiedenen
stofflichen Elemente, worin das Kapital sich im Produktionsprozess zerlegte,
jedes einen Teil seines Werts, aber einen bestimmten, darstellten.

Es wird sich später zeigen, dass diese
Anzahlen, worin die ursprüngliche Einheit zerlegt wird, selbst bestimmte
Verhältnisse zueinander haben, aber das geht uns hier noch nichts an. Soweit
eine Bewegung während des Produktionsprozesses im Werte selbst gesetzt ist, ist
sie rein formelle, die aus folgendem einfachen Akt besteht: dass der Wert erst
als Einheit existiert: eine bestimmte Anzahl von Einheiten, die selbst als
Einheit, ein Ganzes betrachtet wird: Kapital von 100 Talern; zweitens, dass
während des Produktionsprozesses diese Einheit geteilt wird in 50 Taler, 40
Taler und 10 Taler, eine Teilung, die wesentlich ist, insofern Arbeitsmaterial,
Instrument und Arbeit in bestimmten Quantis gebraucht werden, aber hier in
Bezug auf die 100 Taler selbst nur als ein gleichgültiges Zerlegen in
verschiedene Anzahlen derselben Einheit sind; endlich, dass im Produkt die 100
Taler als Summe wieder erscheinen. Der einzige Prozess in Bezug auf den Wert,
dass er einmal als ein Ganzes, Einheit; dann als Teilung dieser Einheit in
bestimmte Anzahl; endlich als Summe erscheint. Die 100 Taler, die am Ende als
Summe erscheinen, sind ebenso gut und grade dieselbe Summe, die im Anfang als
Einheit erschien. Die Bestimmung der Summe, des Zusammenaddierens kam nur durch
das Teilen, das im Produktionsakt vor sich ging, heraus; existiert aber nicht
im Produkt als solchem. Weiter also sagt der Satz nichts, dass der Preis des
Produkts = dem Preise der Produktionskosten oder dass der Wert des Kapitals =
dem Wert des Produkts ist, als dass sich der Wert des Kapitals im
Produktionsakt erhalten hat und jetzt als Summe erscheint. Mit dieser bloßen
Identität des Kapitals oder Reproduktion seines Werts durch den
Produktionsprozess hindurch wären wir noch nicht weiter, als wir im Anfang waren.
Was im Anfang als Voraussetzung da war, ist jetzt | als Resultat da, und
zwar in unveränderter Form. Dass die Ökonomen das in der Tat nicht meinen, wenn
sie von der Bestimmung des Preises durch die Produktionskosten sprechen, ist
klar. Es könnte sonst nie ein größerer Wert geschaffen werden, als ursprünglich
vorhanden war; kein größerer Tauschwert, obgleich ein größerer Gebrauchswert,
von dem hier gar nicht die Rede. Es handelt sich vom
Gebrauchswert des Kapitals
als
solchen, nicht vom Gebrauchswert einer Ware.

Wenn man sagt, die
Produktionskosten oder der notwendige Preis einer Ware ist = 110, so rechnet
man so: Ursprüngliches Kapital = 100 (also z.B. Rohstoff = 50; Arbeit = 40;
Instrument = 10) + 5% Zins + 5% Profit. Also die Produktionskosten = 110, nicht
= 100; die Produktionskosten also größer als die Kosten der Produktion. Es
hilft nun durchaus nichts, wie einige Ökonomen lieben, vom Tauschwert zum
Gebrauchswert der Ware zu flüchten. Ob dieser als Gebrauchswert höher oder
niedriger ist, bestimmt als solches nicht den Tauschwert. Die Waren fassen oft
unter ihre Produktionspreise,

obgleich sie unstreitig
höheren Gebrauchswert erhalten haben, den sie in der Epoche
vor
der Produktion
hatten. Ebenso unnütz ist es, zur Zirkulation zu flüchten. Ich produziere zu
100, aber ich verkaufe zu 110.

„Profit wird nicht gemacht,
indem man austauscht. Hätte er nicht zuvor existiert, könnte er es auch nach
dieser Transaktion nicht.“ (Ramsay. IX, 88.)
30

D. h. aus der einfachen
Zirkulation die Vermehrung des Werts erklären wollen, während sie

31
vielmehr
ausdrücklich
ihn nur
als Äquivalent setzt. Auch empirisch ist es klar, dass wenn alle um 10% zu
teuer verkaufen, dies dasselbe ist, als wenn sie alle zu den Produktionskosten
verkauften. Der Mehrwert

32
wäre
damit rein nominell, factice

33
, konventionell, eine bloße Phrase. Und da das
Geld selbst Ware ist, Produkt, so würde es auch um 10 % zu teuer verkauft, d.h.
der Verkäufer, der 110 Taler erhielte, erhielte in fact nur 100. (Sieh
auch
Ricardo
über
den auswärtigen Handel, den er als einfache Zirkulation fasst und daher sagt:

„Der auswärtige Handel kann nie
die Tauschwerte eines Landes erhöhen.“ (
Ricardo
,
39, 40.)
34

Die Gründe, die er dafür
beibringt, sind absolut dieselben, die „beweisen“, dass der Austausch als
solcher, die einfache Zirkulation, also der Handel überhaupt, sofern er als
solche gefasst wird, nie
Tauschwerte
erhöhen,
nie den
Tauschwert
erzeugen
kann.) Der Satz, dass der Preis = den Produktionskosten, müsste sonst auch
heißen: Der Preis einer Ware ist stets größer als ihre Produktionskosten. Außer
der einfachen numerischen Teilung und Zusammenaddierung kommt im
Produktionsprozess noch das Formelement zu dem Wert hinzu, dass seine Elemente
nun als
Produktionskosten
erscheinen,
d. h. eben, dass die Elemente des Produktionsprozesses selbst nicht [in] ihrer
stofflichen Bestimmtheit, sondern als
Werte
festgehalten
werden, die in der Daseinsweise, worin sie
vor
dem Produktionsprozess sind,
aufgezehrt werden.

Andrerseits ist es klar, dass,
wenn der Produktionsakt nur die Reproduktion des Werts des Kapitals ist, nur
eine stoffliche, keine ökonomische Veränderung mit ihm vorgegangen wäre und
dass eine solche einfache Erhaltung seines Werts seinem Begriff widerspricht.
Es bliebe zwar nicht wie das selbständige Geld außerhalb der Zirkulation;
sondern nähme die Gestalt verschiedener Waren an, aber für nichts; es wäre dies
ein zweckloser Prozess, da es schließlich nur die identische Summe Geldes
repräsentierte und nur das Risiko gelaufen hätte, beschädigt aus dem
Produktionsakt – der misslingen kann; worin das Geld seine unvergängliche Form
aufgibt – herauszutreten. Well.

Der Produktionsprozess ist nun zu Ende.
Das Produkt ist auch wieder realisiert in Geld und hat wieder die ursprüngliche
Form der 100 Taler angenommen. Aber der Kapitalist muss auch essen und trinken;
er kann nicht von diesem Formwechsel des Geldes leben. Ein Teil der 100 Taler
müsste also nicht als Kapital, sondern als Münze ausgewechselt werden gegen
Waren als Gebrauchswerte und in dieser Form konsumiert werden. Aus den 100
Talern wären 90 geworden, und da er das Kapital immer schließlich in der Form
des Geldes wieder produziert, und zwar des Quantums Geldes, womit er die
Produktion begonnen, so wären am Ende die 100 Taler aufgegessen und das Kapital
verschwunden. Aber der Kapitalist wird für die
Arbeit
bezahlt, die 100 Taler als Kapital
in den Produktionsprozess zu werfen, statt sie aufzuessen. Aber wovon soll er
bezahlt werden? Und erscheint seine Arbeit nicht rein nutzlos, da das Kapital
einschließt den Arbeitslohn; also die Arbeiter leben könnten durch einfache
Reproduktion der Produktionskosten, was der Kapitalist nicht kann? Er erschiene
also unter den
faux frais
de production

35
.
Was
aber immer sein Verdienst sein mag, – möglich wäre die Reproduktion ohne ihn,
da die Arbeiter im Produktionsprozess nur den Wert verlangen, den sie
hereinbringen, also das ganze Verhältnis des Kapitals nicht brauchen, um ihn
stets von neuem anzufangen; und zweitens wäre kein fund

36
da, woraus seinen Verdienst
bezahlen, da der Preis der Ware = den Produktionskosten. Würde seine Arbeit
aber als besondere aufgefasst neben und außer der der Arbeiter, etwa der
superintendence

37
der
Arbeit etc., so erhielte er wie sie einen bestimmten Arbeitslohn, fiele also in
ihre Kategorie und verhielte sich keineswegs als Kapitalist zur Arbeit; würde
sich auch nie bereichern, sondern nur einen Tauschwert erhalten, den er durch
die Zirkulation konsumieren müsste.

Das Dasein des Kapitals
gegenüber der Arbeit verlangt, dass das für sich seiende Kapital, der
Kapitalist als
Nicht-Arbeiter
da
sein, leben kann. Andrerseits ist es ebenso klar, dass auch von | den
gewöhnlichen ökonomischen Bestimmungen aus das Kapital, das nur seinen
Wert
erhalten könnte,
ihn
nicht
erhielte.
Die Risikos der Produktion müssen
kompensiert
sein. Das Kapital muss sich erhalten in den
Schwankungen der Preise. Die Entwertung des Kapitals, die fortwährend vor sich
geht durch Erhöhung der Produktivkraft, muss kompensiert sein etc. Platt sagen
daher auch die Ökonomen, dass, wenn kein Gewinn, kein Profit herauskäme, jeder
sein Geld aufessen, statt es in die Produktion werfen, als Kapital anwenden
würde. Kurz, dies
Nichtverwerten,
d.
h. das Nichtvervielfältigen des Werts des Kapitals vorausgesetzt, ist
vorausgesetzt, dass es kein wirkliches Glied der Produktion, kein
besonderes Pro-

duktionsverhältnis; ist
ein
Zustand vorausgesetzt, worin die Produktionskosten nicht die Form des Kapitals
haben und das Kapital nicht als Bedingung der Produktion gesetzt ist.

Es ist einfach zu begreifen,
wie die Arbeit den Gebrauchswert vermehren kann; die Schwierigkeit liegt darin,
wie sie höhere Tauschwerte als die vorausgesetzten schaffen kann.

Gesetzt, der Tauschwert, den
das Kapital dem Arbeiter zahlt, sei ein exaktes Äquivalent für den Wert, den
die Arbeit im Produktionsprozess schafft. In diesem Falle wäre Vermehrung des
Tauschwerts des Produkts unmöglich. Was die Arbeit als solche in den Produktionsprozess
hereingebracht hätte über den vorausgesetzten Wert des Rohmaterials und des
Arbeitsinstruments hinaus, wäre dem Arbeiter gezahlt. Der Wert des Produkts
selbst, soweit er ein Surplus ist über den Wert des Rohstoffs und Instruments,
fiele dem Arbeiter anheim; nur, dass der Kapitalist ihm diesen Wert zahlt im
Arbeitslohn und dass er ihn dem Kapitalisten zurückgibt im Produkt.

{Dass unter den
Produktionskosten
nicht
die Summe der Werte verstanden wird, die in die Produktion eingehen – selbst
von den Ökonomen, die das behaupten –, ist handgreiflich am Zins für geliehenes
Kapital. Dieser gehört für den industriellen Kapitalisten direkt zu seinen
Ausgaben, zu seinen
wirklichen
Produktionskosten.
Der Zins selbst aber unterstellt schon, dass das Kapital aus der Produktion als
Mehrwert herauskommt, da er selbst nur
eine
Form
dieses Mehrwerts ist. Da der Zins also vom Standpunkt des
Leihers schon in seine
unmittelbaren
Produktionskosten
eingeht, zeigt sich, dass das Kapital als
solches in die Produktionskosten eingeht, das Kapital als solches aber nicht
bloße Addition seiner Wertbestandteile ist. – Im Zins erscheint das Kapital
selbst wieder in der Bestimmung der
Ware,
aber
als einer von allen anderen Waren
spezifisch
verschieden
Ware;
das Kapital als
solches
– nicht als eine bloße Summe von Tauschwerten – tritt
in die Zirkulation und wird
Ware.
Hier
ist der Charakter der Ware selbst als
ökonomische,
spezifische
Bestimmung vorhanden, nicht gleichgültig wie in
der einfachen Zirkulation noch direkt auf die Arbeit als Gegensatz, als seinen
Gebrauchswert bezogen wie in dem industriellen Kapital; dem Kapital, wie es in
seinen nächsten, aus der Produktion und Zirkulation hervorgehenden Bestimmungen
ist. Die Ware als Kapital oder das Kapital als
Ware
wird daher nicht ausgetauscht in der
Zirkulation gegen ein Äquivalent; es
erhält
sein Fürsichsein,
indem es in die Zirkulation tritt; es erhält
also seine ursprüngliche Beziehung zu seinem Eigentümer, auch wenn es in die
Hände eines fremden Besitzers tritt. Es wird daher nur
verliehen.
Sein
Gebrauchswert als solcher für seinen Eigentümer ist seine
Verwertung,
Geld als
Geld, nicht als Zirkulationsmittel; sein
Gebrauchswert als Kapital.
Die von

Herrn Proudhon aufgestellte Forderung, dass das Kapital nicht ausgeliehen
werden und Zins tragen, sondern als Ware für sein Äquivalent verkauft werden
soll, wie jede andere Ware, ist überhaupt nur die Forderung, dass der
Tauschwert nie Kapital werden, sondern einfacher Tauschwert bleiben soll; dass
das
Kapital als Kapital
nicht existieren
soll. Diese Forderung, zusammen mit der
anderen, dass die Lohnarbeit die allgemeine Basis der Produktion bleiben soll,
zeigt eine erfreuliche Konfusion über die einfachsten ökonomischen Begriffe.
Daher die miserable Rolle, die er in der Polemik mit Bastiat spielt,
worüber später. Das Geschwätz über Billigkeits- und Rechtsrücksichten läuft nur
darauf hinaus, das Eigentumsverhältnis oder Rechtsverhältnis, wie es dem
einfachen Austausch entspricht, dem Eigentums- und Rechtsverhältnis einer hohem
Stufe des Tauschwerts als Maßstab anlegen zu wollen. Daher Bastiat, unbewusst,
selbst wieder die Momente in der einfachen Zirkulation hervorhebt, die zum
Kapital hin drängen.
38
–
Das Kapital selbst als Ware, ist das
Geld
als Kapital
oder das
Kapital
als Geld.}

{Das dritte Moment, das zu
entwickeln ist in der Formung des Begriffs des Kapitals, ist die
ursprüngliche Akkumulation
der
Arbeit gegenüber, also auch die gegenstandslose Arbeit der Akkumulation
gegenüber. Das
erste
Moment
ging aus vom Wert, als aus der Zirkulation herkommend
und sie voraussetzend. Es war der
einfache
Begriff
des Kapitals; das Geld, wie es unmittelbar zum Kapital
fort bestimmt wird; das
zweite
Moment
ging vom Kapital als Voraussetzung der Produktion und
Resultat derselben aus; das
dritte
Moment
setzt das Kapital als
bestimmte Einheit
der Zirkulation und
Produktion. Es ist zu unterscheiden zwischen der Akkumulation ||2l| der
Kapitalien; diese setzt voraus Kapitalien; das Verhältnis des Kapitals
als
daseiend und
unterstellt
also auch seine Beziehungen zur Arbeit, Preisen (capital fixe und circulant),
Zins und Profit. Aber das Kapital, um zu werden, setzt eine gewisse
Akkumulation voraus; die schon im selbständigen Gegensatz der
vergegenständlichten Arbeit gegen die lebendige liegt; im selbständigen
Bestehen dieses Gegensatzes. Diese Akkumulation, die zum Werden des Kapitals
nötig, die also schon als Voraussetzung – als ein Moment – in seinen Begriff
aufgenommen ist, ist zu unterscheiden wesentlich von der Akkumulation des als
Kapital gewordenen Kapitals, wo schon
Kapitalien
vorhanden
sein müssen.}

{Wir haben bisher schon
gesehen, dass das Kapital voraussetzt: 1. den Produktionsprozess überhaupt, wie
er allen gesellschaftlichen Zuständen eigen ist, also ohne historischen
Charakter,
menschlich,
if
you please

39
; 2.
die
Zir-

kulation,
die selbst
schon in jedem ihrer Momente und noch mehr in ihrer Totalität bestimmtes
historisches
Produkt
ist; 3.
Kapital
als
bestimmte Einheit von beiden. Inwiefern nun der allgemeine Produktionsprozess
selbst historisch modifiziert wird, sobald er nur noch als Element des Kapitals
erscheint, muss sich in seiner Entwicklung ergeben; wie aus der einfachen
Auffassung der spezifischen Unterschiede des Kapitals seine historischen
Voraussetzungen überhaupt sich ergeben müssen.}

(Alles andere ist Hin- und
Herschwatzen. Welche Bestimmungen in den ersten Abschnitt,
von der Produktion überhaupt,
und
in den ersten Abschnitt des zweiten Abschnitts, vom
Tauschwert überhaupt,
aufzunehmen
sind, kann erst am Resultat und als Resultat der ganzen Entwicklung
heraustreten. Z. B. haben wir schon gesehen, dass die Unterscheidung von
Gebrauchswert und Tauschwert in die Ökonomie selbst gehört und nicht, wie
Ricardo tut, der Gebrauchswert als einfache Voraussetzung tot liegen bleibt.
Das Kapitel von der Produktion endet objektiv mit dem Produkt als Resultat; das
von der Zirkulation beginnt mit der
Ware,
die
selbst wieder
Gebrauchswert
und
Tauschwert
(also auch
von beiden verschiedener
Wert),
Zirkulation
als Einheit beider; – die aber nur formell ist und daher in die Ware als bloßen
Gegenstand des Konsums, außerökonomisch, und den Tauschwert als
verselbständigtes Geld – zusammenfällt.}

Der Mehrwert, den das
Kapital am Ende des Produktionsprozesses hat –
ein Mehrwert, der als höherer Preis des
Produkts erst in der Zirkulation realisiert wird, aber wie alle Preise in ihr
realisiert werden, dadurch, dass sie schon ideell ihr
vorausgesetzt
sind,
bestimmt sind, ehe sie in sie eingehen – heißt, dem allgemeinen Begriff des
Tauschwerts gemäß ausgedrückt, dass die im Produkt vergegenständlichte
Arbeitszeit – oder Quantum Arbeit (ruhend ausgedrückt, erscheint die Größe der
Arbeit als Raumquantum, aber bewegt ausgedrückt, ist sie nur durch die Zeit
messbar) – größer ist als die in den ursprünglichen Bestandteilen des Kapitals
vorhandene. Dies nun ist nur möglich, wenn die im Arbeitspreis
vergegenständlichte Arbeit kleiner ist als die lebendige Arbeitszeit, die mit
ihr gekauft worden ist. Die im Kapital vergegenständlichte Arbeitszeit
erscheint, wie wir gesehen haben, als eine aus drei Teilen bestehende Summe: a)
die im Rohstoff vergegenständlichte Arbeitszeit; b) die im Instrument
vergegenständlichte Arbeitszeit; c) die im Arbeitspreis vergegenständlichte
Arbeitszeit. Nun bleiben die Teile a) und b) unverändert als Bestandteile des
Kapitals; wenn sie auch im Prozess ihre Gestalt verändern, ihre materiellen
Daseinsweisen, bleiben sie als Werte unverändert. Es ist nur c) das das Kapital
austauscht gegen ein qualitativ anderes: ein gegebenes

Quantum
vergegenständlichter Arbeit gegen ein Quantum lebendiger Arbeit. Soweit die
lebendige Arbeitszeit nur die im Arbeitspreise vergegenständlichte Arbeitszeit
reproduzierte, wäre auch dies nur formell, und es hätte überhaupt, was den Wert
betrifft, nur ein Wechsel stattgefunden gegen lebendige Arbeit als andere
Daseinsweise desselben Werts, wie in Bezug auf den Wert des Arbeitsmaterials
und Instruments nur eine Veränderung ihrer stoffhchen Daseinsweise
stattgefunden hat. Hat der Kapitalist dem Arbeiter einen Preis = einem
Arbeitstag gezahlt und der Arbeitstag des Arbeiters fügt dem Rohstoff und
Instrument nur einen Arbeitstag zu, so hätte der Kapitalist einfach
ausgetauscht, den Tauschwert in einer Form gegen den Tauschwert in einer
anderen. Er hätte nicht als Kapital gewirkt. Andrerseits wäre der Arbeiter
nicht im einfachen Prozess des Austauschs geblieben: Er hätte in der Tat das
Produkt seiner Arbeit in Zahlung erhalten, nur dass der Kapitalist ihm den
Gefallen getan hätte, ihm den Preis des Produkts vor seiner Realisation
vorauszuzahlen. Der Kapitalist hätte ihm Kredit gegeben, und zwar gratis, pour
le roi de Prusse

40
.
Voilà tout.
41
Der
Austausch zwischen Kapital und Arbeit, dessen Resultat der Arbeitspreis ist, so
sehr er von Seiten des Arbeiters einfacher Austausch ist, muss von Seiten des
Kapitalisten Nicht-Austausch sein. Er muss mehr Wert erhalten, als er gegeben
hat. Der Austausch, von Seiten des Kapitals betrachtet, muss nur ein
scheinbarer
sein, d. h.
einer anderen ökonomischen Formbestimmung als der des Austauschs angehören,
oder das Kapital als Kapital und die Arbeit als Arbeit im Gegensatz zu ihm

42
wären
unmöglich. Sie tauschten sich nur aus als gleiche Tauschwerte, die in
verschiedenen Daseinsweisen stofflich existieren. – Um das Kapital zu
rechtfertigen, zu apologisieren, nehmen die Ökonomen daher ihre Zuflucht zu
diesem einfachen | Prozess, erklären es eben durch einen Prozess, der sein
Dasein unmöglich macht. Um es zu demonstrieren, demonstrieren sie es weg. Du
zahlst mir meine Arbeit, tauschst sie ein gegen ihr eigenes Produkt und ziehst
mir ab den Wert des Rohstoffs und Materials, das du mir geliefert hast. D.h.,
wir sind
Associés,
die
verschiedene Elemente in den Produktionsprozess hereinbringen und nach dem Wert
derselben austauschen. Also, das Produkt wird in Geld verwandelt, und das Geld
wird so geteilt, dass du Kapitalist den Preis deines Rohstoffs und Instruments
erhältst, ich Arbeiter den Preis, den die Arbeit ihnen zugefügt hat. Der Nutzen
ist für dich, dass du Rohstoff und Instrument nun in einer konsumablen Form
besitzest, für mich, dass meine Arbeit sich verwertet hat. Du würdest
allerdings bald in den Fall kommen, in der Form des Geldes dein Kapital
aufgegessen zu haben, während ich als Arbeiter in den Besitz beider kommen
würde. -

Was der Arbeiter austauscht gegen das
Kapital, ist seine Arbeit selbst (im Austausch die Dispositionsfähigkeit
darüber); er
entäußert
sie.
Was er als Preis erhält, ist der
Wert
dieser
Entäußerung. Er tauscht die Wert setzende Tätigkeit gegen einen
vorherbestimmten Wert aus, abgesehen von dem Resultat seiner Tätigkeit.

{Es ist eine ungeheure Weisheit
von Herrn Bastiat, dass das
Salariat
eine
unwesentliche, bloß formelle Form ist, eine Form der Assoziation, die
als solche
mit dem
ökonomischen Verhältnis von Arbeit und Kapital nichts zu tun hat. Wären, sagt
er, die Arbeiter so reich, um das Fertigsein und Verkauf des Produkts abwarten
zu können, so würde das Salariat sie nicht hindern, die Lohnarbeit nicht, einen
ebenso vorteilhaften Kontrakt mit dem Kapitalisten zu machen, wie ihn ein
Kapitalist mit dem anderen macht. Also liegt das Übel nicht in der Form des
Salariats, sondern in von ihm unabhängigen Bedingungen. Dass diese Bedingungen
selbst die
Bedingungen
des Salariats
sind, fällt ihm natürlich nicht ein. Wenn die
Arbeiter zugleich Kapitalisten wären, so würden sie sich in der Tat nicht als
arbeitende Arbeiter, sondern als arbeitende Kapitalisten – d. h. nicht in der
Form von Lohnarbeitern – zum nicht arbeitenden Kapital verhalten. Darum ist ihm
auch Arbeitslohn und Profit
wesentlich
dasselbe
wie
Profit
und
Zins.
43
Dies nennt er
Harmonie der ökonomischen Verhältnisse,
dass
nämlich nur
scheinbar
ökonomische
Verhältnisse existieren, in der Tat, im Wesen aber nur ein Verhältnis – das des
einfachen Austauschs. Die
wesentlichen
Formen
erscheinen ihm daher an sich als
inhaltslos,
d.h.
als keine wirklichen Formen.)

Wie ist nun sein Wert bestimmt?
Durch die vergegenständlichte Arbeit, die in seiner Ware enthalten ist. Diese
Ware existiert in seiner Lebendigkeit. Um sie von heute auf morgen zu erhalten
– von der Arbeiterklasse, also dem Ersatz für wear und tear

44
, damit sie sich als
Klasse erhalten kann, haben wir es noch nicht zu tun, da der Arbeiter hier
als
Arbeiter,
daher
als vorausgesetztes perennierendes Subjekt dem Kapital gegenübersteht, noch
nicht als vergängliches Individuum der Arbeiterart – muss er bestimmte Masse
Lebensmittel verzehren, das aufgezehrte Blut ersetzen etc. Er erhält nur ein
Äquivalent. Also morgen, nach vollbrachtem Austausch – und wenn er den
Austausch formell beendigt hat, führt er ihn erst aus im Produktionsprozess –
existiert seine Arbeitsfähigkeit in derselben Weise wie zuvor: Er hat ein
exaktes Äquivalent erhalten, denn der Preis, den er erhalten hat, lässt ihn im
Besitz desselben Tauschwerts, den er vorher hatte. Das Quantum
vergegenständlichte Arbeit, das in seiner Lebendigkeit enthalten ist, ist ihm
vom Kapital

gezahlt worden. Er hat es konsumiert, und da es
nicht als Ding existierte, sondern als Fähigkeit in einem Lebendigen, kann er
von wegen der
spezifischen
Natur
seiner Ware – der spezifischen Natur des Lebensprozesses – den Tausch von Neuem
eingehen. Dass außer der in seiner Lebendigkeit vergegenständlichten
Arbeitszeit – d. h. der Arbeitszeit, die nötig war, um die nötigen Produkte für
die Erhaltung seiner Lebendigkeit zu zahlen noch weitere Arbeit
vergegenständlicht ist in seinem unmittelbaren Dasein, nämlich die Werte, die
er konsumiert hat, um eine bestimmte
Arbeitsfähigkeit,
eine
besondere
Geschicklichkeit
zu
erzeugen – und deren Wert zeigt sich darin, zu welchen Produktionskosten ein
ähnliches bestimmtes Arbeitsgeschick produziert werden kann – geht uns hier
noch nicht an, wo es sich nicht um eine
besonders
qualifizierte
Arbeit, sondern um Arbeit schlechthin, einfache Arbeit handelt.

Wäre ein Arbeitstag nötig, um
einen Arbeiter einen Arbeitstag am Leben zu erhalten, so existierte das Kapital
nicht, weil der Arbeitstag sich gegen sein eigenes Produkt austauschen würde,
also das Kapital als Kapital sich nicht verwerten und daher auch nicht erhalten
kann. Die Selbsterhaltung des Kapitals ist seine Selbstverwertung. Müsste das
Kapital, um zu leben, auch arbeiten, so erhielte es sich nicht als Kapital,
sondern als Arbeit. Das Eigentum von Rohstoffen und Arbeitsinstrumenten wäre
nur
nominell;
sie
gehörten öko|nomisch grade dem Arbeiter soweit, als sie dem Kapitalisten
gehörten, da sie ihm nur
Wert
schafften,
soweit er selbst Arbeiter wäre. Er verhielte sich daher nicht zu ihnen als
Kapital, sondern als einfachem Stoff und Mittel der Arbeit, wie der Arbeiter
selbst es im Produktionsprozess tut. Ist dagegen z.B. nur ein halber Arbeitstag
nötig, um einen Arbeiter einen ganzen Arbeitstag am Leben zu erhalten, so
ergibt sich der Mehrwert des Produkts von selbst, weil der Kapitalist im Preis
nur einen halben Arbeitstag bezahlt hat und im Produkt einen ganzen
vergegenständlicht erhält; also für die zweite Hälfte des Arbeitstags
nichts
ausgetauscht
hat. Nicht der Austausch, sondern ein Prozess, worin er ohne Austausch
vergegenständlichte Arbeitszeit,
d.
h.
Wert,
erhält,
kann ihn allein zum Kapitalisten machen. Der halbe Arbeitstag kostet dem
Kapital
nichts
;
es erhält also einen Wert, für den es kein Äquivalent gegeben hat. Und die
Vermehrung der Werte kann nur dadurch stattfinden, dass ein Wert über das
Äquivalent hinaus erhalten, also
geschaffen
wird.

Mehrwert ist überhaupt Wert
über das Äquivalent hinaus. Äquivalent seiner Bestimmung nach ist nur die
Identität des Werts mit sich. Aus dem Äquivalent heraus kann daher nie der
Mehrwert entsprießen; also auch nicht ursprünglich aus der Zirkulation; er muss
aus dem Produktionsprozess des Kapitals selbst entspringen. Die Sache kann auch
so ausgedrückt werden: Wenn der Arbeiter nur einen halben Arbeitstag braucht,
um einen ganzen zu

leben, so braucht er, um seine Existenz
als Arbeiter zu fristen, nur einen halben Tag zu arbeiten. Die zweite Hälfte
des Arbeitstags ist Zwangsarbeit; surplus Arbeit

45
. Was auf Seiten des Kapitals als Mehrwert
erscheint, erscheint exakt auf Seite des Arbeiters als Mehrarbeit über sein
Bedürfnis als Arbeiter hinaus, also über sein unmittelbares Bedürfnis zur
Erhaltung seiner Lebendigkeit hinaus. Die große geschichtliche Seite des
Kapitals ist, diese
Surplusarbeit,
überflüssige
Arbeit vom Standpunkt des bloßen Gebrauchswerts, der bloßen Subsistenz aus,
zu
schaffen,
und
seine historische Bestimmung ist erfüllt, sobald einerseits die Bedürfnisse so
weit entwickelt sind, dass die Surplusarbeit über das Notwendige hinaus selbst
allgemeines Bedürfnis ist, aus den individuellen Bedürfnissen selbst hervorgeht
– andererseits die allgemeine Arbeitsamkeit durch die strenge Disziplin des
Kapitals, wodurch die sich folgenden Geschlechter durchgegangen sind,
entwickelt ist als allgemeiner Besitz des neuen Geschlechts – endlich durch die
Entwicklung der Produktivkräfte der Arbeit, die das Kapital in seiner
unbeschränkten Bereicherungssucht und den Bedingungen, worin es sie allein realisieren
kann, beständig voran peitscht, so weit gediehen ist, dass der Besitz und die
Erhaltung des allgemeinen Reichtums einerseits nur eine geringere Arbeitszeit
für die ganze Gesellschaft erfordert und die arbeitende Gesellschaft sich
wissenschaftlich zu dem Prozess ihrer fortschreitenden Reproduktion, ihrer
Reproduktion in stets größerer Fülle verhält; also die Arbeit, wo der Mensch in
ihr tut, was er Sachen für sich tun lassen kann, aufgehört hat. Kapital und
Arbeit verhalten sich demnach hierin wie Geld und Ware; ist das eine die
allgemeine Form des Reichtums, die andere nur die Substanz, die unmittelbare
Konsumtion bezweckt. Als das rastlose Streben nach der allgemeinen Form des
Reichtums treibt aber das Kapital die Arbeit über die Grenzen seiner Naturbedürftigkeit
hinaus und schafft so die materiellen Elemente für die Entwicklung der reichen
Individualität, die ebenso allseitig in ihrer Produktion als Konsumtion ist und
deren Arbeit daher auch nicht mehr als Arbeit, sondern als volle Entwicklung
der Tätigkeit selbst erscheint, in der die Naturnotwendigkeit in ihrer
unmittelbaren Form verschwunden ist; weil an die Stelle des Naturbedürfnisses
ein geschichtlich erzeugtes getreten ist. Daher ist
das Kapital produktiv;
d.h.
ein
wesentliches
Verhältnis für die Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte.
Es
hört erst auf, solches zu sein, wo die Entwicklung dieser Produktivkräfte
selbst an dem Kapital selbst eine Schranke findet.

In der
Times
vom November 1857
findet sich ein allerliebster Wutschrei von Seiten eines westindischen Planters

46
. Mit großer
sittlicher Entrüstung

setzt dieser Advokat – als Plädoyer
für die Wiedereinführung der Negersklaverei – auseinander, wie die
Quashees
(die freien
niggers von Jamaica) sich damit begnügen, das für ihren eigenen Konsum strikt
Notwendige zu produzieren, und als den eigentlichen Luxusartikel neben diesem
„Gebrauchswert“ die Faulenzerei selbst betrachten (indulgence and idleness

47
); wie sie sich den
Teufel um Zucker und das in den plantations

48
ausgelegte Capital fixe scheren, vielmehr
mit ironischer Schadenfreude den zugrunde gehenden Planter anschmunzeln, und
selbst das ihnen angelernte Christentum nur ausbeuten als Schönfärberei dieser
schadenfrohen Stimmung und Indolenz. Sie haben aufgehört, Sklaven zu sein, aber
nicht, um Lohnarbeiter zu werden, sondern self-sustaining

49
, für den eigenen
notdürftigen Konsum arbeitende peasants

50
. Das Kapital als Kapital existiert ihnen
gegenüber nicht, weil der verselbständigte Reichtum überhaupt
nur
existiert entweder
durch
unmittelbare
Zwangsarbeit,
Sklaverei, oder
vermittelte
Zwangsarbeit,
Lohnarbeit.
Der
unmittelbaren Zwangsarbeit steht der Reichtum nicht als Kapital gegenüber,
sondern als
Herrschaftsverhältnis;
es
wird daher auf ihrer Basis auch nur das Herrschaftsverhältnis reproduziert, für
das der Reichtum selbst nur Wert als Genuss hat, nicht als Reichtum selbst, das
| daher auch nie die
allgemeine
Industrie
schaffen kann. (Auf dies Verhältnis von Sklaverei
und Lohnarbeit werden wir zurückkommen.)

Die Schwierigkeit, die
Entstehung des Werts zu begreifen, zeigt sich 1. in den modernen englischen
Ökonomen, die dem Ricardo vorwerfen, er habe das Surplus nicht begriffen,
den
Mehrwert
nicht
begriffen

51
(siehe
Malthus On value

52
der wenigstens
wissenschaftlich zu verfahren sucht), obgleich Ricardo allein von allen Ökonomen
es begriffen hat, wie seine Polemik gegen A. Smiths Verwechslung der
Wertbestimmung durch das Salair und durch die in der Ware vergegenständlichte
Arbeitszeit beweist. Die Neuen sind rein flache Einfaltspinsel. Allerdings
gerät Ricardo selbst oft in Konfusion, da er wohl die Entstehung des Mehrwerts
als Voraussetzung des Kapitals begreift, aber oft daran irre wird, auf dieser
Basis hin die Vermehrung der Werte zu begreifen, außer dadurch, dass
mehr vergegenständlichte Arbeitszeit
im
selben Produkt investiert wird, in anderen Worten, dass die Produktion
schwieriger
wird.
53
Daher bei ihm
der absolute Gegensatz zwischen
value

54
und
Reichtum.
Daher die
Einseitigkeit seiner Theorie von der Grundrente; seine falsche Theorie vom
internationalen Handel, der nur den Gebrauchswert (was er Reichtum nennt),
nicht Tauschwert produzieren soll.
55
Der einzige Ausweg zur Vermehrung der Werte
als solcher bleibt außer der
wachsenden
Schwierig-

keit
der Produktion
(Rententheorie) nur der Anwachs der
Population
(die
natürliche Vermehrung der Arbeiter durch die Zunahme des Kapitals), obgleich er
selbst diese Beziehung nirgends einfach zusammengefasst hat. Der Grundfehler,
dass er nirgends untersucht, wo denn eigentlich der Unterschied zwischen der
Wertbestimmung durch das Salair und der durch die vergegenständlichte Arbeit
herkommt. Das Geld und der Austausch selbst (die Zirkulation) erscheint daher
nur als rein formelles Element in seiner Ökonomie, und obgleich es sich nach
ihm
nur
um
den Tauschwert in der Ökonomie handelt, erscheinen Profit etc.
nur
als Rate des
Anteils am Produkt, die ebenso auf der Basis der Sklaverei stattfindet. Die
Form der Vermittlung hat er nirgends untersucht.

2)
Die Physiokraten.
Hier
tritt die Schwierigkeit, das Kapital, die Selbstverwertung des Werts, hinc

56
den Mehrwert,
den das Kapital im Produktionsakt schafft, zu begreifen, handgreiflich hervor,
und sie

57
musste
bei den Vätern der modernen Ökonomie hervortreten, wie bei dem letzten
klassischen Abschluss derselben in Ricardo die Schöpfung des Mehrwerts, die er
in der Form der Rente [auffasst]. Es ist au fond

58
die Frage nach dem Begriff des Kapitals und
der Lohnarbeit und daher die Fundamentalfrage, die an der Schwelle des Systems
der modernen Gesellschaft sich aufwirft. Das Monetärsystem hatte die
Selbständigkeit des Werts nur begriffen, wie er aus der einfachen Zirkulation
resultiert –
Geld
;
sie machten daher diese
abstrakte
Form
des Reichtums zum ausschließlichen Objekt der Nationen,
die grade in die Periode eintraten, wo die
Bereicherung als solche
als der Zweck der
Gesellschaft selbst erschien.

Dann kam das
Merkantilsystem
,
fallend in die
Epoche, wo das industrielle Kapital und daher die Lohnarbeit in der Manufaktur
auftritt und sich entwickelt im Gegensatz und auf Kosten des nichtindustriellen
Reichtums, des feudalen Grundeigentums. Ihnen schwebt das Geld schon als Kapital
vor, aber eigentlich nur selbst wieder in der Form des Geldes, der Zirkulation
des
merkantilen
Kapitals,
des sich in
Geld
verwandelnden
Kapitals. Das industrielle Kapital hat für sie
Wert, und zwar den höchsten Wert – als Mittel – nicht als der Reichtum selbst
in seinem produktiven Prozess –, weil es das merkantile Kapital schafft und
dies in der Zirkulation zu Geld wird. Die Manufakturarbeit – d. h. au fond die
industrielle Arbeit, aber die Agrikulturarbeit war und erschien ihnen im
Gegensatz als hauptsächlich Gebrauchswert produzierend; Rohprodukt,
verarbeitet, ist wertvoller, weil in klarer Form, also mehr für Zirkulation,
den commerce

59
geeigneter,
merkantiler Form mehr Geld schaf-

fend (dabei die historische
Anschauung des Reichtums der nicht ackerbauenden Völker, wie Holland
namentlich, im Gegensatz zu den ackerbauenden, feudalen; der Ackerbau erschien
überhaupt nicht in industrieller, sondern in feudaler Form, also als Quelle des
feudalen Reichtums, nicht des bürgerlichen). Eine Form der Lohnarbeit, die
industrielle, und eine des Kapitals, des industriellen, war also als Quelle des
Reichtums anerkannt, aber nur sofern sie Geld schufen. Der Tauschwert selbst
daher noch nicht in der Form des Kapitals begriffen.

Nun die
Physiokraten.
Unterscheiden
Kapital von Geld und fassen es in seiner allgemeinen Form als verselbständigten
Tauschwert, der sich in der Produktion erhält

60
und durch sie vermehrt. Sie betrachten
daher auch das Verhältnis für sich, wie es nicht selbst Moment der einfachen
Zirkulation, sondern vielmehr ihre Voraussetzung ist und aus ihr selbst sich
beständig wieder als ihre Voraussetzung herstellt. Sind also die Väter der
modernen Ökonomie. Sie begreifen auch, dass das Setzen des Mehrwerts durch die
Lohnarbeit die Selbstverwertung, d.h. die Verwirklichung des Kapitals ist. Aber
wie wird durch Kapital, d. h. vorhandene Werte, ein Mehrwert geschaffen, vermittelst
der Arbeit? Hier lassen sie ganz die Form fallen und betrachten nur den
einfachen Produktionsprozess. Nur die Arbeit kann daher produktiv sein, die in
einem solchen Felde vorgeht, wo handgreiflich die Naturkraft des
Arbeitsinstruments dem Arbeiter erlaubt, mehr Werte zu produzieren als er
konsumiert. Der Mehrwert geht daher nicht aus der Arbeit als solcher, sondern
aus der Naturkraft hervor, die von der Arbeit benutzt und geleitet | wird –
Agrikultur. Diese ist daher die einzig
produktive
Arbeit,
denn so weit sind sie, dass
nur die Mehrwert schaffende Arbeit
produktiv ist
(dass der Mehrwert sich in einem materiellen
Produkt ausdrücken muss, rohe, noch bei A. Smith vorkommende Anschauung

61
. Schauspieler sind
produktive Arbeiter, nicht sofern sie das Schauspiel produzieren, sondern
increase their employer’s wealth

62
. Doch welche Sorte von Arbeit geschieht, also in
welcher Form die Arbeit sich materialisiert, ist absolut gleichgültig für
dies Verhältnis.
Es ist
wieder nicht gleichgültig von späteren Gesichtspunkten aus); aber dieser
Mehrwert verwandelt sich unter der Hand in größeres Quantum des Gebrauchswerts,
der aus der Produktion herauskommt, über den, der in ihr konsumiert worden ist.
Nur im Verhältnis des natürlichen Samens zu seinem Produkt erscheint diese
Vervielfältigung der Gebrauchswerte, der Überschuss des Produkts über den
Bestandteil desselben, der zu neuer Produktion dienen muss – von dem also ein
Teil unproduktiv konsumiert werden kann – handgreiflich.

Von der Ernte braucht nur ein Teil als
Samen der Erde direkt wiedergegeben zu werden; in selbst natürlich sich
vorfindenden Produkten, den Elementen, Luft, Wasser, Erde, Licht und den im
Dünger und anderswie zugeführten Substanzen, erzeugen ihn die Samen dann wieder
in vervielfältigtem Quantum als Korn etc. Kurz, die menschliche Arbeit hat den
chemischen Stoffwechsel (in der Agrikultur) nur zu leiten, zum Teil auch
mechanisch zu befördern oder die Lebensreproduktion selbst (Viehzucht), um das
Surplus zu erhalten, d. h. dieselben Natursubstanzen aus einer für den Gebrauch
wertlosen Form in eine wertvolle zu verwandeln. Die wahre Gestalt des
allgemeinen Reichtums ist daher der Überschuss der Erdprodukte (Korn, Vieh,
Rohstoffe).

Ökonomisch betrachtet ist daher
nur die
Rente
Form
des Reichtums. So kommt es, dass die ersten Propheten des Kapitals nur den
Nicht-Kapitalisten, den
feudalen
Grundeigentümer,
als Repräsentanten des
bürgerlichen
Reichtums
fassen. Die Konsequenz, die Legung aller Steuern auf die Rente, ist aber dann
auch ganz zum Vorteil des bürgerlichen Kapitals. Der Feudalismus ist nur
bürgerlich verherrlicht im Prinzip – was manche Feudale, wie den
alten Mirabeau, düpiert hat – um ihn in der Nutzanwendung zu ruinieren. Alle
anderen Werte repräsentieren nur Rohstoff + Arbeit; die Arbeit selbst
repräsentiert das Korn oder andere Erdprodukte, die der Arbeiter konsumiert;
also setzt der Fabrikarbeiter etc. nicht mehr dem Rohstoff zu, als er von
Rohstoffen konsumiert. Seine Arbeit ebenso wohl wie sein Arbeitsgeber fügen
also dem Reichtum nichts zu – der Reichtum ist das Surplus über die in der
Produktion aufgezehrten Waren –, sondern geben ihm nur angenehme und nützliche
Konsumtionsformen.

Damals hatte sich die Anwendung
der Naturkräfte in der Industrie noch nicht entwickelt, noch die Teilung der
Arbeit etc., die die Naturkraft der Arbeit selbst vermehrt. Dies aber zu A.
Smiths Zeit der Fall. Bei ihm also die Arbeit überhaupt Quelle der Werte,
ebenso des Reichtums, aber Mehrwert setzt sie eigentlich auch nur, soweit in
der Teilung der Arbeit das Surplus ebenso als natürliche Gabe, Naturkraft der
Gesellschaft erscheint wie bei den Physiokraten der Erde. Daher das Gewicht,
das A. Smith auf die Teilung der Arbeit legt. Andrerseits erscheint bei
ihm
Kapital
–
(weil er zwar die Arbeit als wertschaffend fasst, aber die Arbeit selbst als
Gebrauchswert, für sich seiende Produktivität,
menschliche
Naturkraft überhaupt (dies
unterscheidet ihn von den Physiokraten), aber nicht als Lohnarbeit, nicht in
ihrer
spezifischen
Formbestimmung
im Gegensatz zum Kapital) – ursprünglich nicht als das Moment der Lohnarbeit
gegensätzlich in sich enthaltend, sondern wie es aus der Zirkulation herkommt,
als Geld, und daher aus der Zirkulation wird, durch
Ersparung.
Das Kapital
ursprünglich verwertet sich also nicht selbst – weil

eben
die Aneignung fremder Arbeit nicht in seinen Begriff selbst aufgenommen ist. Es
erscheint nur
nachträglich,
nachdem
es schon als
Kapital
vorausgesetzt
ist – mauvais cercle

63
–,
als
Kommando über fremde
Arbeit.
Die Arbeit sollte daher eigentlich nach A. Smith ihr
eigenes Produkt zum Lohn haben, das Salair = dem Produkt sein, also die Arbeit
nicht Lohnarbeit und das Kapital nicht Kapital sein. Um daher den Profit und
die Rente als ursprüngliche Elemente der Produktionskosten hereinzubringen, d.
h. aus dem Produktionsprozess des Kapitals einen Mehrwert herauskommen zu
lassen, setzt er sie in höchst rüder

64
Form voraus. Der Kapitalist will den
Gebrauch seines Kapitals nicht umsonst; ebenso der Grundeigentümer nicht den
Grund und Boden umsonst der Produktion geben. Sie verlangen etwas dafür. So
sind sie, als historische facts mit ihren Ansprüchen hereingenommen, nicht
erklärt. Eigentlich ist das Salair der
einzig
ökonomisch
berechtigte, weil notwendige Bestandteil der
Produktionskosten. Profit und Rente sind nur
Abzüge
vom Salair, willkürlich erzwungen
im geschichtlichen Prozess von Kapital und Grundeigentum und
gesetzlich,
nicht
ökonomisch berechtigt. Da er andererseits aber wieder der Arbeit in der Form
von Grundeigentum und Kapital die Produktionsmittel und -materialien als
selbständige Gestalten gegenübersetzt, hat er sie wesentlich als Lohnarbeit
gesetzt. So Widersprüche. Daher sein Schwanken in der Wertbestimmung; das
Setzen auf gleiche Stufe von Profit und Grundrente: falsche | Ansichten vom
Einfluss des Salairs auf die Preise etc.

Nun
Ricardo
(Siehe l

65
). Bei ihm wird aber
wieder Lohnarbeit und Kapital als natürliche, nicht bestimmt historische
Gesellschaftsform für die Erzeugung des Reichtums als Gebrauchswert gefasst, d.
h. ist ihre Form als solche, eben weil natürlich,
gleichgültig
und wird
nicht in ihrer
bestimmten
Beziehung
zur Form des Reichtums gefasst, wie der Reichtum selbst in seiner Form als
Tauschwert als bloß formelle Vermittlung seines stofflichen Bestehens
erscheint; daher der bestimmte Charakter des bürgerlichen Reichtums nicht
begriffen – eben weil er als adäquate Form des Reichtums überhaupt erscheint,
und daher auch
ökonomisch,
obgleich
vom
Tauschwert
ausgegangen
wird, die
bestimmten
ökonomischen Formen des Austauschs
selbst gar keine Rolle in
seiner Ökonomie spielen

66
,
sondern immer nur von Verteilung des allgemeinen Produkts der Arbeit und der
Erde unter den drei Klassen gesprochen, als ob es sich in dem auf den
Tauschwert
gegründeten
Reichtum nur um den
Gebrauchswert
handelte
und der Tauschwert nur eine zeremonielle Form wäre, die bei Ricardo ganz so
verschwindet wie das Geld als Zirkulationsmittel im Austausch. Um die wahren
Gesetze der Ökonomie geltend zu machen, liebt

er es daher,
auch auf dies Verhältnis des Geldes als bloß formellen sich zu beziehen. Daher auch
seine Schwäche in der eigentlichen Lehre vom Geld selbst.

Die exakte Entwicklung des
Kapitalbegriffs nötig, da er der Grundbegriff der modernen Ökonomie, wie das
Kapital selbst, dessen abstraktes Gegenbild sein Begriff, die Grundlage der
bürgerlichen Gesellschaft. Aus der scharfen Auffassung der Grundvoraussetzung
des Verhältnisses müssen sich alle Widersprüche der bürgerlichen Produktion
ergeben, wie die Grenze, an der es über sich selbst hinaustreibt.

{Es ist wichtig zu bemerken,
dass der Reichtum als solcher, i. e. der bürgerliche Reichtum, immer in der
höchsten Potenz ausgedrückt ist in dem Tauschwert, wo er als
Vermittler
gesetzt, als
die Vermittlung der Extreme von Tauschwert und Gebrauchswert selbst. Diese
Mitte erscheint immer als das vollendete
ökonomische
Verhältnis, weil es die
Gegensätze zusammenfasst, und erscheint schließlich immer als eine einseitig
höhere Potenz gegenüber den Extremen selbst; weil die Bewegung oder das
Verhältnis, das als vermittelnd zwischen den Extremen
ursprünglich
erscheint,
dialektisch dazu notwendig fortführt, dass es als Vermittlung mit sich selbst
erscheint, als das Subjekt, dessen Momente nur die Extreme sind, deren
selbständige Voraussetzung es aufhebt, um sich durch ihre Aufhebung selbst als
das allein Selbständige zu setzen. So in der religiösen Sphäre Christus der
Mittler zwischen Gott und dem Menschen – bloßes Zirkulationsinstrument zwischen
beiden – wird ihre Einheit, Gottmensch, und wird als solcher wichtiger denn
Gott; die Heiligen wichtiger als Christus; die Pfaffen wichtiger als die
Heiligen. Der totale ökonomische Ausdruck, selbst einseitig gegen die Extreme,
ist immer der Tauschwert, wo er als Mittelglied gesetzt ist; z.B. Geld in der
einfachen Zirkulation; Kapital selbst als Vermittler zwischen Produktion und
Zirkulation. Innerhalb des Kapitals selbst nimmt eine Form desselben wieder die
Stellung des Gebrauchswerts gegen die andere als Tauschwert an. So z.B. das
industrielle Kapital erscheint als Produzent gegenüber dem Kaufmann, der als
Zirkulation erscheint. So steht das erste die stoffliche, der andere die
Formseite, also den Reichtum als Reichtum dar. Zugleich ist das merkantile
Kapital selbst wieder Vermittler zwischen der Produktion (dem industriellen
Kapital) und der Zirkulation (dem konsumierenden Publikum) oder zwischen dem
Tauschwert und Gebrauchswert, wo abwechselnd beide Seiten, die Produktion als
Geld, die Zirkulation als Gebrauchswert (konsumierendes Publikum) oder die
erste als Gebrauchswert (Produkt), die zweite als Tauschwert (Geld) gesetzt
ist. Ebenso innerhalb des Handels selbst: der Großhändler als Mittler zwischen
Fabrikant und Detaillist oder zwischen dem Fabrikant und Agricultu-

rist

67
oder
verschiedenen Fabrikanten, ist dieselbe höhere Mitte. So wieder die Warenmäkler
dem Großhändler gegenüber. Dann der Banker den Industriellen und Kaufleuten
gegenüber; die Aktiengesellschaft gegenüber der einfachen Produktion; der
Financier als Vermittler zwischen dem Staat und [der] bürgerlichen Gesellschaft
auf der höchsten Stufe.
Der
Reichtum als solcher
repräsentiert sich am distinktesten und
breitesten, je weiter er von der unmittelbaren Produktion entfernt und selbst
wieder vermittelt zwischen Seiten, die, jede für sich betrachtet, schon als
ökonomische Formbeziehungen gesetzt sind. Dass das Geld aus dem Mittel zum
Zweck wird und dass die höhere Form der Vermittlung überall das Kapital, die
niedere selbst wieder als Arbeit, bloß als Quelle des Mehrwerts setzt. Z. B.
der bill-broker

68
,
Bankier etc. den Fabrikanten und farmers

69
gegenüber, die ihm gegenüber relativ
gesetzt sind in der Bestimmung der Arbeit (des Gebrauchswerts), während er sich
ihnen gegenüber setzt als Kapital, Schöpfung von Mehrwert; in der tollsten Form
im Financier.}

Kapital
ist
unmittelbare Einheit
von
Produkt und Geld oder besser von Produktion und Zirkulation. So ist es wieder
selbst ein
Unmittelbares,
und
seine Entwicklung besteht darin, als diese Einheit – die als bestimmtes und
daher einfaches Verhältnis gesetzt ist – sich selbst zu setzen und aufzuheben.
Die Einheit erscheint zunächst im Kapital als etwas
Einfaches.

| {Ricardos Gedankengang
ist einfach der: Produkte tauschen sich aus – also Kapital gegen Kapital – nach
den Quanten vergegenständlichter Arbeit, die in ihnen enthalten sind.
Arbeitstag tauscht sich immer aus gegen Arbeitstag. Dies ist Voraussetzung. Der
Austausch selbst kann also ganz beiseite gelassen werden. Das Produkt – das
Kapital als Produkt gesetzt – ist
an
sich
Tauschwert, wozu der Austausch nur Form hinzufügt, bei
ihm formelle Form. Die Frage ist nun nur, in welchen
Raten
sich dies Produkt
verteilt. Diese
Raten,
ob
sie als bestimmte Quota des vorausgesetzten Tauschwerts oder seines Inhalts,
des materiellen Reichtums betrachtet werden, dasselbe. Ja, da der Austausch als
solcher bloße Zirkulation ist – Geld als Zirkulation –, so ist es besser, ganz
von ihm zu abstrahieren und bloß die Quota des materiellen Reichtums zu
betrachten, die innerhalb des Produktionsprozesses oder als Resultat desselben
an die verschiedenen Agenten verteilt werden. In der Form des
Austauschs
ist aller
Wert etc. nur
nominell;
reell
ist er in der Form der
Rate.
Der
ganze Austausch, soweit er nicht größere
materielle Varietät
schafft, ist
nominell.
Da immer ein
ganzer Arbeitstag gegen einen ganzen Arbeitstag ausgetauscht wird, bleibt die
Summe der
Werte
dieselbe
– das Wachstum der

Produktivkräfte wirkt nur auf den
Inhalt des Reichtums, nicht seine Form. Vermehrung der Werte kann daher nur
entstehen durch vergrößerte Schwierigkeit der Produktion – und diese kann nur
stattfinden da, wo die Naturkraft gleichen Quantis menschlicher Arbeit nicht
mehr gleichen Dienst leistet, also die Fruchtbarkeit der natürlichen Elemente
abnimmt – in der Agrikultur. Das Fallen der Profite wird daher verursacht durch
die Rente. Erstens die falsche Voraussetzung, dass immer ein
ganzer Arbeitstag
in
allen Zuständen der Gesellschaft gearbeitet wird; etc. etc. (sieh oben).}

Wir haben gesehen: Der Arbeiter
braucht nur einen halben Arbeitstag z. B. zu arbeiten, um einen ganzen zu
leben; und daher den anderen Tag denselben Prozess wieder anfangen zu können.
In seiner Arbeitsfähigkeit – soweit sie in ihm als
Lebendigem
existiert,
oder in ihm als
lebendigem
Arbeitsinstrument,
ist vergegenständlicht nur ein halber Arbeitstag. Der ganze lebendige Tag
(Lebenstag) des Arbeiters ist das ruhende Result, die Vergegenständlichung
eines halben Tags Arbeit. Der Kapitalist, indem er durch den Austausch gegen
die im Arbeiter vergegenständlichte Arbeit – d.h. gegen einen halben Tag Arbeit
den ganzen Arbeitstag sich aneignet, und dann im Produktionsprozess an dem
Stoff, woraus sein Kapital besteht, konsumiert, schafft so den Mehrwert seines
Kapitals – im vorausgesetzten Fall einen halben Tag vergegenständlichte Arbeit.
Gesetzt, die Produktivkräfte der Arbeit verdoppeln sich nun, d. h. in derselben
Zeit liefere dieselbe Arbeit den doppelten
Gebrauchswert.
(Als Gebrauchswert ist in
dem jetzigen Verhältnis einstweilen nur noch bestimmt, was der Arbeiter
konsumiert, um sich am Leben als Arbeiter zu erhalten; das Quantum
Lebensmittel, wogegen er durch die Vermittlung des Geldes die in seiner
lebendigen Arbeitsfähigkeit vergegenständlichte Arbeit austauscht.) Der
Arbeiter würde dann nur ¼ Tag zu arbeiten haben, um einen ganzen zu leben; der
Kapitalist braucht dann nur noch ¼ Tag vergegenständlichte Arbeit im Austausch
dem Arbeiter zu geben, um vermittelst des Produktionsprozesses seinen Mehrwert
von ½ auf ¾ zu vermehren; indem er statt
½
Tags vergegenständlichte Arbeit ¾ Tag
vergegenständlichte Arbeit gewänne. Der Wert des Kapitals, wie es aus dem
Produktionsprozess herauskommt, wäre um ¾ statt um
2/4 gestiegen. Der Kapitalist brauchte also nur mehr ¾ Tage arbeiten
zu lassen, um denselben Mehrwert – den von ½ oder 2/4 vergegenständlichter
Arbeit dem Kapital zuzufügen. Das Kapital aber als die allgemeine Form des
Reichtums – das Geld – repräsentierend, ist der schranken- und maßlose Trieb,
über seine Schranke hinauszugehen. Jede Grenze ist und muss Schranke für es
sein. Es hörte sonst auf, Kapital – das

Geld als sich selbst
produzierend zu sein. Sobald es eine bestimmte Grenze nicht mehr als Schranke
fühlte, sondern als Grenze sich in ihr wohl fühlte, wäre es selbst von
Tauschwert zu Gebrauchswert, von der allgemeinen Form des Reichtums zu einem
bestimmten substantiellen Bestehen desselben herabgesunken. Das Kapital als
solches schafft einen bestimmten Mehrwert, weil es keinen unendlichen at once

70
setzen kann;
aber es ist die beständige Bewegung, mehr davon zu schaffen. Die quantitative
Grenze des Mehrwerts erscheint ihm nur als Naturschranke, als Notwendigkeit,
die es beständig zu überwältigen und über die es beständig hinauszugehen sucht.

{Die Schranke erscheint als ein
Zufall, der überwältigt werden muss. Selbst in der oberflächlichsten Anschauung
tritt dies hervor. Wenn das Kapital von 100 auf 1000 wächst, so ist nun 1000
der Ausgangspunkt, von dem die Vermehrung vor sich gehen muss; die
Verzehnfachung um 1000% zählt für nichts; Profit und Zins wird selbst wieder
Kapital. Was
als Mehrwert
erschien, erscheint nun als einfache Voraussetzung etc.,
als
in
sein einfaches
Bestehen selbst
aufgenommen.}

Der Kapitalist wird also (ganz
abgesehen von den später hinzukommenden Bestimmungen, Konkurrenz, Preisen etc.)
den Arbeiter nicht nur ¾ Tag arbeiten lassen, weil die ¾ Tag ihm
denselben Mehrwert verschaffen
wie
vorher der ganze Tag, sondern er wird ihn den ganzen Tag arbeiten lassen; und
die Vermehrung der Produktivkraft, die den Arbeiter befähigt, mit ¼ Arbeitstag
den ganzen Tag zu leben, drückt sich nun einfach darin aus, dass er nun ¾ Tag
| für das Kapital arbeiten muss, während er früher nur 2/4 Tag für es
arbeitete. Die vergrößerte Produktivkraft seiner Arbeit, soweit sie Abkürzung
der Zeit für die Ersetzung der in ihm vergegenständlichten Arbeit (für den
Gebrauchswert, die Subsistenz), erscheint als Verlängerung seiner Arbeitszeit
für die Verwertung des Kapitals (für den Tauschwert). Vom Standpunkt des
Arbeiters betrachtet, muss er nun eine Surplusarbeit ¾ Tag tun, um einen Tag zu
leben, während er früher nur eine Surplusarbeit von 2/4 Tag tun musste. Durch
die Vermehrung der Produktivkraft, die Verdopplung derselben, hat sich seine
Surplusarbeit vermehrt um ¼ [Tag]. Eins hier zu bemerken: Die Produktivkraft
hat sich verdoppelt, die Surplusarbeit für den Arbeiter hat sich nicht
verdoppelt, sondern ist nur um ¼ [Tag] gewachsen; ebenso wenig hat sich der
Surpluswert des Kapitals verdoppelt, sondern ist auch nur um ¼ [Tag] gewachsen

71
. Es zeigt sich
also, dass nicht in demselben numerischen Verhältnis, worin die Produktivkraft
wächst, die Surplusarbeit (vom Standpunkt des Arbeiters aus) oder der
Surpluswert (vom Standpunkt

des Kapitals aus) wächst. Woher
dies? Die Verdopplung der Produktivkraft ist die Reduktion der notwendigen
Arbeit

72
(für
den Arbeiter) um ¼ [Tag], also auch die Produktion des Surpluswerts um ¼ [Tag
größer], weil das ursprüngliche Verhältnis gesetzt war wie ½. Hätte der
Arbeiter ursprünglich ⅔ Tag arbeiten müssen, um einen Tag zu leben,
so wäre der Surpluswert ⅓ gewesen, ebenso wie die Surplusarbeit. Die
Verdopplung der Produktivkraft der Arbeit hätte also den Arbeiter befähigt,
seine Arbeit für das Notwendige zu beschränken auf die Hälfte
von ⅔ oder 2/(3X2), 2/6 oder ⅓ Tag, und der Kapitalist
würde ⅓ [Tag] Wert gewonnen haben. Die gesamte Surplusarbeit aber
würde ⅔ [Tag] geworden sein. Die Verdopplung der Produktivkraft, die
im ersten Beispiel in ¼ [Tag] Surpluswert und -arbeit resultierte, resultierte
jetzt in ⅓ [Tag] Surpluswert oder -arbeit.

Der Multiplikator der
Produktivkraft – die Zahl, womit sie multipliziert wird – ist also nicht der
Multiplikator der Surplusarbeit oder des Surpluswerts, sondern war das
ursprüngliche Verhältnis der im Arbeitspreis vergegenständlichten Arbeit ½ der
in 1 Arbeitstag, der immer als Grenze erscheint (die Herrn Fabrikanten haben
ihn allerdings auch in die Nacht verlängert,
Zehnstundenbill (
Sieh den Bericht von
Leonhard Horner.) (Der Arbeitstag selbst hat keine Grenze am natürlichen Tag;
er kann
tief in die Nacht

73
verlängert
werden; dies gehört in das Kapitel vom
Arbeitslohn),
vergegenständlichten
Arbeit, so ist die Verdopplung gleich der Division von ½ (dem ursprünglichen

74
Verhältnis)
durch 2 oder ¼. War das ursprüngliche Verhältnis ⅔, so ist die
Verdoppelung gleich der Division von ⅔ durch 2

75
= 2/6
oder ⅓. Der Multiplikator der Produktivkraft ist also immer nicht der
Multiplikator, sondern der Divisor des ursprünglichen Verhältnisses, nicht der
Multiplikator seines Zählers, sondern seines Nenners. Wäre er das erstere

76
, so entspräche der Multiplikation
der Produktivkraft die Multiplikation des Surpluswerts. Aber der Surpluswert

77
ist immer
gleich einer Division des ursprünglichen Verhältnisses durch den Multiplikator
der Produktivkraft. Wenn das ursprüngliche Verhältnis 8/9 war, d. h. der
Arbeiter 8/9 Arbeitstag braucht, um zu leben, also das Kapital im Austausch
gegen die lebendige Arbeit nur 1/9 gewinnt, die Surplusarbeit gleich 1/9, so
wird der Arbeiter nun mit der Hälfte von 8/9 Arbeitstag leben können, i. e.,
mit 8/18 = 4/9 (ob wir den Zähler dividieren oder den Nenner multiplizieren
dasselbe), und der Kapitalist, der nun den ganzen Tag

arbeiten
lässt, hätte einen ganzen Surpluswert von 5/9
78
Arbeitstag; davon abgezogen den
ursprünglichen Surpluswert von 1/9, lässt 4/5

79
. Die Verdopplung der Produktivkraft hier also =
Wachstum des Surpluswerts oder [der] Surpluszeit um 4/9

80
. Dies kommt einfach daher, dass der
Surpluswert immer gleich ist dem Verhältnis des ganzen Arbeitstags zu dem Teil
des Arbeitstags, der nötig, um den Arbeiter am Leben zu erhalten. Die Einheit,
wonach sich der Surpluswert berechnet, ist immer ein Bruch, i. e. der bestimmte
Teil eines Tags, der exakt den Arbeitspreis repräsentiert. Ist dieser = ½, so
ist die Vermehrung

81
der
| Produktivkraft = der Reduzierung der notwendigen Arbeit auf ¼; ist sie
= ⅓
,
so
Verminderung der notwendigen Arbeit auf 1/6; also im ersten [Fall] der totale
Surpluswert = ¾; im zweiten = 5/6; der relative Surpluswert

82
, d. h. der im
Verhältnis zu dem früher vorhandenen, im ersten Fall = ¼
,
im zweiten gleich
1/6

83
.

Der Wert des Kapitals wächst
also nicht im selben Verhältnis, worin die Produktivkraft sich vermehrt,
sondern im Verhältnis, worin die Vermehrung der Produktivkraft, der
Multiplikator der Produktivkraft, den Bruchteil des Arbeitstags, der seinen dem
Arbeiter angehörigenTeil ausdrückt, dividiert. Um wie viel die Produktivkraft
der Arbeit den Wert des Kapitals vermehrt, hängt also von dem ursprünglichen
Verhältnis ab, worin der Anteil der im Arbeiter vergegenständlichten Arbeit zu
seiner lebendigen Arbeit steht. Dieser Anteil drückt sich immer aus als ein
Bruchteil des ganzen Arbeitstags, ⅓, ⅔, etc. Die Vermehrung der
Produktivkraft, d.h. ihre Multiplikation durch eine gewisse Anzahl, ist gleich
einer Division des Zählers oder der Multiplikation des Nenners dieses
Bruchteils durch dieselbe Anzahl. Wie groß oder klein also die Vermehrung des
Werts ist, hängt nicht nur von der Zahl ab, die die Vervielfältigung der
Produktivkraft ausdrückt, sondern ebenso sehr von dem vorher gegebenen
Verhältnis, das den

84
dem
Arbeitspreis gehörigen Teil des Arbeitstags ausmacht. Ist dieses
Verhältnis ⅓, so ist die Verdopplung der Produktivkraft des Arbeitstages =
einer Reduktion desselben auf 1/6; ist sie ⅔, so Reduktion desselben auf
2/6. Die vergegenständlichte Arbeit, die im Arbeitspreis enthalten ist, ist
immer gleich einem Bruchteil des ganzen Tags; immer, arithmetisch ausgedrückt,
ein Bruch; stets ein Zahlenverhältnis, nie eine einfache Zahl. Wenn die
Produktivkraft sich verdoppelt, mit 2 multipliziert, so braucht der Arbeiter
nur noch 1/2 der früheren Zeit zu arbeiten, um den Arbeitspreis
herauszuschlagen; aber es hängt von dem ersten gegebenen Verhältnis ab, nämlich
von der Zeit, die er vor der Vermehrung der Produktivkraft

so
brauchte, wieviel Arbeitszeit er nun noch zu diesem Behuf braucht. Der
Multiplikator der Produktivkraft ist der Divisor dieses ursprünglichen
Bruchteils. Der [surplus] Wert oder die Surplusarbeit wächst daher nicht in
demselben numerischen Verhältnis wie die Produktivkraft. Ist das ursprüngliche
Verhältnis ½ und die Produktivkraft verdoppelt, so reduziert sich die
notwendige
(für den
Arbeiter) Arbeitszeit auf ¼, und der Surpluswert wächst nur um ¼. Ist
die Produktivkraft vervierfacht, so wird das ursprüngliche Verhältnis ⅛,
und der [surplus] Wert wächst nur um ⅜

85
. Der [surplus] Wert kann nie gleich dem ganzen
Arbeitstag sein; d. h., ein bestimmter Teil des Arbeitstags muss stets gegen
die in dem Arbeiter vergegenständlichte Arbeit ausgetauscht werden. Der
Mehrwert ist überhaupt nur Verhältnis der lebendigen Arbeit zu der im Arbeiter
vergegenständlichten;
das
eine Glied des Verhältnisses muss daher immer bleiben.
Schon
dadurch, dass das Verhältnis konstant ist als Verhältnis, obgleich seine
Faktoren wechseln, ist ein bestimmtes Verhältnis zwischen Vermehrung der Produktivkraft
und Vermehrung des Werts gegeben. Einerseits sehen wir daher, dass der relative
Surpluswert exakt gleich ist der relativen Surplusarbeit: war der [notwendige]
Arbeitstag ½ und verdoppelt sich die Produktivkraft, so reduziert sich der dem
Arbeiter gehörige Anteil, die
notwendige
Arbeit,
auf ¼, und der neu hinzukommende Wert ist auch exakt
¼; aber der Total[surplus]wert ist nun ¾. Während der Surpluswert
um ¼ gestiegen ist, also im Verhältnis von 1:4, ist der
Totalsurpluswert = ¾ = 3:4.

Nehmen wir nun an, ¼ sei
der
notwendige
ursprüngliche
Arbeitstag gewesen, und Verdopplung der Produktivkraft fände statt, so wird die
notwendige Arbeit reduziert auf ⅛, und die [vermehrte] Surplusarbeit oder
[der vermehrte surplus] Wert exakt = ⅛ = 1:8. Dagegen ist der Totalsurpluswert
= 7:8. Im ersten Beispiel war der ursprüngliche Totalsurpluswert
=1:2 (½) und stieg nun auf 3:4; im zweiten Fall war der ursprüngliche
Totalsurpluswert ¾ und ist nun gestiegen auf 7:8 (⅞). Im ersten Fall ist er
gewachsen von ½ oder 2/4 auf ¾; im zweiten von ¾ oder 6/8 auf 7/8; im
ersten Fall um ¼, im zweiten um ⅛: d.h., im ersten Fall ist er doppelt so
hoch gestiegen, wie im zweiten; | aber im ersten Fall ist der
Totalsurpluswert nur ¾ oder 6/8, während er im zweiten ⅞ ist,
also ⅛ mehr.

Gesetzt, die
notwendige Arbeit
1/16,
so der totale Surpluswert = 15/16; der im vorigen Verhältnis

86
6/8 = 12/16

87
war; also der
totale Surpluswert, der vorausgesetzt, ist höher um 3/16

88
als im vorigen
Fall. Gesetzt nun, die Produktivkraft verdopple sich, so die notwendige Arbeit
= 1/32; die früher = 2/32 (1/16) war; also ist die Surpluszeit um 1/32
gestiegen, also auch der Surpluswert.

Betrachten wir den totalen Surpluswert,
der 15/16 oder 30/32 war, so ist er jetzt 31/32. Verglichen mit dem frühem
Verhältnis (wo die
notwendige
Arbeit
¼ war oder 8/32), ist der Totalsurpluswert jetzt 31/32, während er früher nur
28/32

89
war,
also um 3/32

90
gewachsen.
Aber relativ betrachtet, vermehrte er sich im ersten Fall durch die Verdopplung
der Produktion um ⅛ oder 4/32, während er sich jetzt nur vermehrt hat
um 1/32, also um 3/32 weniger.

Wäre die
notwendige Arbeit
schon
reduziert auf 1/1000, so wäre der Totalsurpluswert = 999/1000. Vertausendfachte
sich nun die Produktivkraft, so fiele die
notwendige Arbeit
auf 1/1.000.000
Arbeitstag und der Totalsurpluswert betrüge 999.999/1.000.000 eines
Arbeitstags; während er vor dieser Vermehrung der Produktivkraft nur 999/1000
oder 999.000/1.000.000 betrug; er wäre also gewachsen um 999/1.000.000 = 1/1001

91
(dazu noch
1/(1001+1/999)

92
,
d.h., das Totalsurplus wäre mit der Vertausendfachung der Produktivkraft noch
nicht um 1/1001

93
gestiegen,
d.h. noch nicht um 3/3003

94
,
während es im vorigen Fall durch bloße Verdopplung der Produktivkraft um 1/32
stieg. Fällt die notwendige Arbeit von 1/1000 auf 1/1.000.000, so fällt sie
exakt um 999/1.000.000 (denn 1/1000 = 1000/1.000.000), d.h. um den Surpluswert

95
.

Resümieren wir dies, so finden
wir:

Erstens:
Die Vermehrung der Produktivkraft
der lebendigen Arbeit vermehrt den
Wert
des
Kapitals (oder vermindert den Wert des Arbeiters) nicht dadurch, dass sie das
Quantum der mit derselben Arbeit geschaffenen Produkte oder Gebrauchswerte
vermehrt – Produktivkraft der Arbeit ist ihre Naturkraft –, sondern weil sie
die
notwendige
Arbeit
vermindert, also in demselben Verhältnis, worin sie diese vermindert,
Surplusarbeit
oder, was
dasselbe ist, Surpluswert schafft; weil der Mehrwert des Kapitals, den es durch
den Produktionsprozess erlangt, überhaupt nur in dem Überschuss der
Surplusarbeit über die
notwendige
Arbeit
besteht. Die Vermehrung der Produktivkraft kann die
Surplusarbeit nur vermehren – d. h. den Überschuss der im Kapital als Produkt
vergegenständlichten Arbeit über die in dem Tauschwert des Arbeitstags
vergegenständlichte Arbeit, soweit sie das Verhältnis der
notwendigen Arbeit
zur
Surplusarbeit
vermindert,
und nur in dem Verhältnis, worin sie dies Verhältnis vermindert. Der
Surpluswert ist exakt gleich der Surplusarbeit; die Vermehrung des einen exakt
gemessen durch die Verminderung der
notwendigen
Arbeit.

Zweitens.
Der Mehrwert des Kapitals vermehrt
sich nicht wie der Multiplikator der Produktivkraft, d. h. die Anzahl, worin
die Produktivkraft (als Einheit, als Multiplikand gesetzt) sich vermehrt;
sondern um das Surplus des Bruchteils des lebendigen Arbeitstags, der
ursprünglich die notwendige Arbeit darstellt, über diesen selben Bruchteil,
dividiert durch den Multiplikator der Produktivkraft. Also, wenn die
notwendige Arbeit
= ¼
des lebendigen Arbeitstags und die Produktivkraft sich verdoppelt, so wächst
der Wert des Kapitals nicht um das Doppelte, sondern | um ⅛, welches
gleich ist ¼ oder 2/8 (der ursprüngliche Bruchteil des Arbeitstags, der die
notwendige Arbeit darstellt) – ¼ dividiert durch 2 oder = 2/8
– ⅛ = ⅛. (Der Wert verdoppelt sich, kann auch ausgedrückt
werden, er 4/2 oder 16/8 sich. Wäre also im obigen Beispiel die Produktivkraft
um 10/8 gewachsen, so der Profit nur um ⅛. Sein Wachsen verhielte sich zu
dem der Produktivkraft = 1:16.

96
(That is it!

97
) War der Bruchteil 1/1000 und wächst die
Produktivkraft um das Tausendfache, so wächst der Wert des Kapitals nicht um
das Tausendfache, sondern noch nicht um 1/1001

98
; er wächst um 1/1000 – 1/1.000.000, d.h. um
1000/1.000.000 – 1/1.000.000 = 999/1.000.000)

Also hängt die
absolute Summe,
worin
das Kapital seinen Wert durch eine bestimmte Vermehrung der Produktivkraft
vermehrt, ab von dem
gegebenen
Bruchteil
des Arbeitstags, von dem aliquoten

99
Teil des
Arbeitstags ab, der die
notwendige
Arbeit
darstellt und der also das ursprüngliche Verhältnis der notwendigen Arbeit zum
lebendigen Arbeitstag ausdrückt. Die Vermehrung der Produktivkraft in einem
bestimmten Verhältnis kann also den Wert des Kapitals in den
verschiedenen Ländern
z.B.
verschieden vermehren. Eine allgemeine Vermehrung der Produktivkraft im selben
Verhältnis kann den Wert des Kapitals in den verschiedenen Industriezweigen
verschieden vermehren und wird dies tun, je nach dem verschiedenen Verhältnis
in diesen Zweigen der
notwendigen
Arbeit
zum lebendigen Arbeitstag. Dies Verhältnis wäre
natürlich in einem System der freien Konkurrenz dasselbe in allen
Geschäftszweigen, wenn die Arbeit überall einfache Arbeit wäre, also die
notwendige Arbeit
dieselbe.
(Dieselben Quanten vergegenständlichter Arbeit darstellte.)

Drittens:
Je größer der Surpluswert des
Kapitals
vor der
Vermehrung der Produktivkraft,
je größer das Quantum der
vorausgesetzten Surplusarbeit oder Surpluswerts des Kapitals oder je kleiner
bereits der Bruchteil des Arbeitstags, der das Äquivalent des Arbeiters bildet,
die notwendige Arbeit ausdrückt, desto geringer ist das Wachstum des
Surpluswerts, das das Kapital von der Vermehrung der Produktivkraft erhält.
Sein Surpluswert steigt, aber in immer geringerem Verhältnis zur Entwicklung
der Produktivkraft. Je entwickelter also

schon das Kapital,
je mehr Surplusarbeit es geschaffen hat, um so furchtbarer muss es die
Produktivkraft entwickeln, um sich nur in geringem Verhältnis verwerten, d. h.
Mehrwert zuzufügen – weil seine Schranke immer bleibt das Verhältnis zwischen
dem Bruchteil des Tages, der die
notwendige
Arbeit
ausdrückt, und dem ganzen Arbeitstag. Innerhalb dieser
Grenzen kann es sich allein bewegen. Je kleiner schon der Bruchteil, der auf
die
notwendige
Arbeit
fällt, je größer die
Surplusarbeit,
desto
weniger kann irgendeine Vermehrung der Produktivkraft die notwendige Arbeit
sensibly

100
vermindern;
da der Nenner enorm gewachsen ist. Die Selbstverwertung des Kapitals wird
schwieriger im Maße, wie es schon verwertet ist. Die Vermehrung der
Produktivkräfte würde dem Kapital gleichgültig; die Verwertung selbst, weil
ihre Proportionen minim
101
geworden
sind; und es hätte auf gehört, Kapital zu sein. Wäre die notwendige
Arbeit 1/1000 und verdreifachte sich die Produktivkraft, so wurde sie nur
fallen [auf] 1/3000 oder die Surplusarbeit wäre nur gewachsen um 2/3000-
Es geschieht dies aber nicht, weil der Arbeitslohn gewachsen oder der Anteil
der Arbeit am Produkt, sondern weil er
schon
so
tief gefallen ist, betrachtet im Verhältnis zum Produkt der Arbeit oder zum
lebendigen Arbeitstag.

{Die im Arbeiter
vergegenständlichte Arbeit zeigt sich hier selbst als Bruchteil
seines eigenen lebendigen Arbeitstags;
denn
das ist dasselbe, als worin die vergegenständlichte Arbeit, die er vom Kapital
als Lohn erhält, zum ganzen Arbeitstag steht.}

(Alle diese Sätze nur richtig
in dieser Abstraktion für das Verhältnis auf dem jetzigen Standpunkt. Es werden
weitere Beziehungen hineinkommen, die sie bedeutend modifizieren. Das Ganze,
soweit es sich nicht ganz im allgemeinen [darstellt],
gehört überhaupt schon in die Lehre vom
Profit
.)

Soviel zunächst im Allgemeinen:
Die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit – erst das Setzen der
Surplusarbeit – ist notwendige Bedingung für das Wachstum des Werts oder die
Verwertung des Kapitals. Als unendlicher Trieb der Bereicherung strebt es also
nach unendlicher Vermehrung der Produktivkräfte der Arbeit und ruft sie ins
Leben. Aber andererseits, jede Vermehrung der Produktivkraft der Arbeit –
abgesehen davon, dass sie die Gebrauchswerte für den Kapitalisten vermehrt –
ist Vermehrung der Produktivkraft des Kapitals und ist, vom jetzigen Standpunkt
aus, nur Produktivkraft der Arbeit, insofern sie Produktivkraft des Kapitals
ist.

1
getrennt

2
Gemeint
ist hier vor allem die anonym erschienene Schrift von Thomas Hodgskin,
„Labour defended against the Claims of capital; or, the unproductiveness of
Capital proved“, London 1825.

Eine ausführliche Analyse
dieser Schrift gibt Marx in den „Theorien über den Mehrwert“ (siehe Band 26.3
unserer Ausgabe, S. 262-313).

3
Adam
Smith, „An inquiry ...“, vol.2, London 1836, p. 355-385.

4
Nassau
William Senior polemisiert in seinem Buch „Principes fondamentaux de l’économie
politique ..Paris 1836, p. 195-206, gegen Smith’ Theorie von produktiver und
unproduktiver Arbeit. Das Beispiel vom Klaviermacher und -spieler kommt hier
jedoch nicht vor.

Ähnliche Beispiele beschreibt
Marx ausführlicher in seinen „Theorien über den Mehrwert“ (siehe Band 26.1
unserer Ausgabe, S. 130, 259-264 und 377).

5
folglich

6

Ganz das Gegenteil.

7
ganz
so produktiv wie die für produktive Konsumtion; immer vorausgesetzt, dass sie
Kapital produziert oder reproduziert

8
Thomas
Robert Malthus, „Principles of political economy...“, 2. ed., London 1836, p.
47, note.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft X von 1851.

9
Meisters
Reichtum

10
Produktiver Arbeiter [ist] derjenige, der unmittelbar
Kapital vermehrt.

11
In der Handschrift: Linsen auf seine

12
Sismondi, „Nouveaux principes d’économie politique
...“, 2.ed., 1.1, Paris 1827, p. 90 und 105.

Marx verweist auf die
Seitenzahlen eines nicht überlieferten Exzerptheftes, das zwischen 1844 und
1847 entstand.

13
Antoine Cherbuliez, „Richesse ou pauvrete“, 2. ed.,
Paris 1841, p. 55/56 und 64.

Marx verweist auf die
Seitenzahl eines nicht überlieferten Exzerptheftes, das zwischen 1844 und 1847
entstand. 229

14
wenn Sie wollen

15
Mit den Ansichten Ricardos über den unproduktiven
Charakter des Kapitals setzt sich Marx in seinen „Theorien über den Mehrwert“
auseinander (siehe Band 26.2 unserer Ausgabe, S.464, und Band 26.3, S.
259-262).

16
Jean-Baptiste Say, „Traité d’économie politique .. .“,3.
ed.,t. 2, Paris 1817,p.429.

Marx verweist auf ein Pariser
Exzerptheft von 1844 (siehe MEGA IV/2, S.324).

17
Sismondi, „
Études sur l’économie politique
“, t. 2, Bruxelles 1838, p.273.

Marx verweist auf die Seite
eines Brüsseler Exzerptheftes von 1845.

18
Wert

19
Siehe David Ricardo, „On the principles ..3. ed.,
London 1821, p. 327 und 499.

20
akkumulierte Arbeit verwendet bei der Produktion
neuer Arbeit

21
Jean-Baptiste Say, „Traité d’économie politique ...“,
3. ed„ t. 2, Paris 1817, p.424, 425 und 429.

22
produktiven Dienst des Kapitals

23
„das Kapital hat Wert, die Arbeit produziert“

24
Pierre-Joseph Proudhon, „
Système des contradictions économiques,
ou Philosophie de la misère
“,
1.1, Paris 1846, p.61 (siehe auch
hier
).

25
produzieren

26
Schatz

27
Frederic Bastiat und Pierre-Joseph Proudhon,
„Gratuité du crédit“, Paris 1850, p.250 und 248/249. Marx verweist auf sein
Londoner Exzerptheft XVI von 1851.

28
In der Handschrift: Dass es seine

29
In der Handschrift: erhalten

30
George Ramsay, „An essay on the distribution of
wealth“, Edinburgh, London 1836, p. 184.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851. 236

31
In der Handschrift: es

32

Marx
verwendet den Terminus „Mehrwert“ hier zum erstenmal in diesem Manuskript zur
Kennzeichnung jenes Überschusses über das ursprüngliche vorgeschossene Kapital,
den sich der Kapitalist unentgeltlich aneignet.

33
künstlich

34
David Ricardo, „On the principles ...“, 3. ed.,
London 1821, p. 131.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VIII von 1851, in dem u. a. ausführlich kommentierte Auszüge aus
Ricardos Hauptwerk enthalten sind. Auf den Seiten 39/40 dieses Heftes gibt Marx
in eigener deutscher Übersetzung die wichtigsten Stellen aus dem 7. Kapitel
„Über den Außenhandel“ wieder und macht seine kritischen Bemerkungen dazu. Die
im Text angeführte Stelle ist ein Resümee von Marx, das den Hauptgedanken
Ricardos über den auswärtigen Handel zusammenfasst.

35

Produktionsnebenkosten

36
Kapital

37
Oberaufsicht

38
Marx bezieht sich hier auf Frederic Bastiat und
Pierre-Joseph Proudhon, „Gratuité du
crédit
“, Paris 1850.

Die Ansichten von Proudhon über
den Zins hat Marx in den „Theorien über den Mehrwert“ behandelt (siehe Band
26.3 unserer Ausgabe, S. 512-516).

39
wenn Sie wollen

40
pour le roi de Prusse
(für den König von Preußen) –
gemeint ist für jemanden, bei dem nichts zu gewinnen ist, umsonst.

41
Das ist alles.

42
in der Handschrift: ihr

43

Frederic Bastiat, „Harmonies economiques“, 2.ed„ Paris
1851, p.378 und 381-383.

44
Verschleiß

45
Marx verwendet den Terminus „surplus Arbeit“ hier zum
ersten Mal in diesem Manuskript.

46
Plantagenbesitzer. Gemeint ist der mit
„Expertus“ Unterzeichnete Artikel „Negroes and the slave trade. To the Editor
of the Times“, der in „The Times“ (London) vom 21. November 1857 veröffentlicht
wurde.

47
Nachsicht und Trägheit

48
Plantagen

49
selbstversorgende

50
Bauern

51
Marx macht in seinem Londoner Exzerptheft VIII von
1851, S.58, folgende Bemerkung: „Die meisten Gegner von Ricardo,
wie Wakefield z. B. behaupten, er könne den Mehrwert nicht erklären.
Also z. B.: Ein Fabrikant legt 30 Pfund Sterling aus für Rohmaterial, 20 für
Maschinerie, 50 für Arbeitslohn. Insgesamt 100 Pfund Sterling. Er verkauft
seine Ware für 110 Pfund Sterling. Wo kommen die 10 Pfund Sterling her?“ (Siehe
auch Band 26.2 unserer Ausgabe, S. 428-434.)

52
Wahrscheinlich meint Marx Malthus’ Schrift „The
measure of value stated and illustrated ...“, London 1823. Eine ausführliche
Analyse der Werttheorie von Malthus und insbesondere von Malthus’ Kritik an der
Lehre Ricardos gibt Marx in den „Theorien über den Mehrwert“. (Siehe Band 26.3
unserer Ausgabe, S. 23-28.) 245 272

155

53
David Ricardo, „On the principles.. .“,3. ed., London
1821, p. 1-12 und 60/61.

54
Wert

55
s. o.

56
daher

57
in der Handschrift: es

58
im Grunde

59
Handel

60
In der Handschrift: verhält

61
Adam Smith, „An inquiry ...“, vol.2, London 1836,
p.356

62
den Reichtum ihres Auftraggebers vermehren

63
fehlerhafter Kreislauf

64
grober

65
siehe oben

66
in der Handschrift: bilden

67
Landwirt

68
Wechselmakler

69
Pächtern

70
sofort

71
in der Handschrift: gefallen

72
Marx verwendet den Terminus „notwendige Arbeit“ hier
zum ersten Mal in diesem Manuskript.

73
In der Handschrift:
Arbeit

74
in der Handschrift: (durch das ursprüngliche

75
in der Handschrift: durch 3

76
in der Handschrift: letztere

77
sollte eigentlich heißen: das Wachstum des
Surpluswerts

78
In der Handschrift: 4/9

79
in der Handschrift: 3/9 oder ⅓

80
in der Handschrift: ⅓

81
sollte eigentlich heißen: Verdopplung

82
Marx verwendet den Terminus „relativer Surpluswert“
hier zum ersten Mal in diesem Manuskript.

83
in der Handschrift: 2/6 oder ⅓

84
in der Handschrift: das das

85
In der Handschrift: ⅛

86
Gemeint ist der zweite Fall mit dem ursprünglichen
Totalsurpluswert ¾.

87
in der Handschrift: ⅝

= 1/16

88

in der Handschrift: 5/16

89
In der Handschrift: 20/32

90
in der Handschrift: 11/32

91
in der Handschrift: 1/11

92
in der Handschrift: (dazu noch 1/(11+1/999)

93
in der Handschrift: 1/11

94
in der Handschrift: 3/33

95
sollte eigentlich heißen: um den Zuwachs des
Surpluswerts

96
Hier müsste es statt Profit Mehrwert heißen, statt
1:16 müsste 16⅔:100 oder 1:6 stehen, denn in dem von Marx gemeinten zweiten
Fall wächst die Produktivkraft um 100%, während der Mehrwert von ¾ eines
Arbeitstages auf ⅞ eines Arbeitstages steigt, d. h. nur um 16⅔%
wächst.

97
So ist das!

98
in der Handschrift: 1/11

99
ohne Rest aufgehenden

100
spürbar

101
gering


[Absoluter und relativer Mehrwert]

| Soviel ist jetzt schon
klar, kann wenigstens vorweg angedeutet werden: Die Vermehrung der
Produktivkraft vermehrt an und für sich nicht die Preise. Z.B. der Bushel
Weizen. Vergegenständlichte sich ein halber Arbeitstag in einem Bushel Weizen
und war dies der Preis des Arbeiters, so kann die Surplusarbeit nur 1

1
Bushel Weizen
produzieren. 2 Bushel Weizen also der Wert eines Arbeitstags und, wenn das in
Geld = 26 sh, = 26 sh. Der Bushel = 13 sh. Verdoppelt sich nun die
Produktivkraft, so der Bushel Weizen nur mehr = ¼ Arbeitstag; = 6½

sh. Der Preis
dieses fraktionellen Teils der Ware durch die Produktivkraft gefallen. Aber der
Gesamtpreis geblieben

2
;
aber nun Surplus von ¾ Arbeitstag. Jedes Viertel = 1 Bushel Weizen = 6½

sh. Also das
Gesamtprodukt = 26 sh = 4 Busheis. Soviel wie früher. Der Wert des Kapitals
sich vermehrt von 13 auf 18 3/2 sh. Der Wert der Arbeit vermindert von 13 auf
6½; die materielle Produktion gestiegen von 2 Bushel auf 4. Jetzt 18 3/2.
Verdoppelte sich auch die Produktivkraft im Goldproduzieren, so dass, wenn 13
sh früher das Produkt eines halben Arbeitstags und ein halber Arbeitstag
die
notwendige Arbeit;
jetzt
von ¼, so produziert 52 sh oder 52 - 13 oder 39 sh

3

mehr.
1 Bushel Weizen jetzt = 13 sh; nach wie vor derselbe fraktionelle Preis; aber
das Gesamtprodukt = 52 sh; früher nur = 26 sh. Andrerseits kauften aber die 52
sh jetzt 4 Bushel, während die 26 früher nur 2 kauften.

Well. D’abord

4
ist klar, wenn
das Kapital bereits die Surplusarbeit so weit gesteigert hat, dass der ganze
lebendige Arbeitstag konsumiert wird im Produktionsprozess (und wir nehmen hier
den Arbeitstag als das natürliche Quantum der Arbeitszeit an, das der Arbeiter
zur Disposition stellen kann; er stellt seine Arbeitsfähigkeit immer nur für
eine
bestimmte Zeit,
d.
h.
bestimmte Arbeitszeit
zur
Disposition), so kann die Vermehrung der Produktivkraft die Arbeitszeit nicht
vermehren, also auch nicht die vergegenständlichte Arbeitszeit. Ein Arbeitstag
ist vergegenständlicht im Produkt, whether
the necessary time of labour
be
represented by 6 or 3 hours, by ½ or ¼ des Arbeitstags

5
. Der Mehrwert des
Kapitals ist gewachsen; d. h. sein Wert im Verhältnis zum Arbeiter – denn wenn
er früher nur = 2/4, ist er jetzt = ¾ vergegenständlichte Arbeitszeit; aber
sein Wert ist gewachsen nicht weil das
absolute,
sondern
das
relative
Arbeitsquantum
gewachsen; d.h. nicht das Totalquantum der
Arbeit

ist gewachsen; es wird nach wie vor einen Tag
gearbeitet; also kein absoluter Zuwachs von Surpluszeit (Surplusarbeitszeit);
sondern das
Quantum der
notwendigen Arbeit hat sich vermindert,
und dadurch hat sich
die relative Surplusarbeit vermehrt. Der Arbeiter arbeitete in fact früher den
ganzen Tag, aber nur ½ Tag Surpluszeit; er arbeitet nach wie vor den ganzen
Tag, aber ¾ Arbeitstag Surpluszeit. Insofern hat sich also der Preis (den Gold-
und Silberwert als denselben vorausgesetzt) oder der Tauschwert des Kapitals
durch die Verdoppelung der Produktivkraft nicht vermehrt. Dies betrifft
also
die Rate des
Profits,
nicht den Preis des Produkts oder den Wert des
Kapitals, das im Produkt wieder zu Ware geworden ist. In fact aber vermehren
sich auch die absoluten Werte in dieser Weise, weil sich der Teil des Reichtums
vermehrt, der als Kapital gesetzt – als selbstverwertender Wert.
(Akkumulation der Kapitalien.)
Nehme
an, unser früheres Beispiel.
Kapital
sei
= 100 Talern, und zwar zerfalle es im Produktionsprozess in folgende Teile: 50
Taler Baumwolle, 40 Taler Arbeitslohn, 10 Taler Instrument. Nimm zugleich an,
um die Rechnung zu vereinfachen, das ganze Arbeitsinstrument werde aufgezehrt
in einem Produktionsakt (und dies hier noch ganz gleichgültig), sein Wert
erschiene also ganz in der Form des Produkts wieder. In diesem Fall setze, die
Arbeit würde im Austausch gegen die 40 Taler, die die in ihrem lebendigen
Arbeitsvermögen vergegenständlichte Arbeitszeit ausdrücken, sage eine
Arbeitszeit von 4 Stunden, geben dem Kapital 8 Stunden. Das Instrument und
Rohmaterial vorausgesetzt, würde das Gesamtprodukt betragen 100 Taler, wenn der
Arbeiter nur 4 Stunden arbeitet, d.h., wenn ihm das Rohmaterial und das
Instrument gehörte und er nur 4 Stunden arbeitete. Er würde die 60 Taler um 40
vermehren, die er verzehren könnte, da er erstens die 60 Taler – das zur
Produktion nötige Rohmaterial und Instrument ersetzt und ihnen einen Mehrwert
von 40 Talern hinzugefügt, als Reproduktion seines eigenen lebendigen
Arbeitsvermögens oder der in ihm

6
vergegenständlichten Zeit. Er könnte die
Arbeit immer wieder von neuem beginnen, da er im Produktionsprozess sowohl den
| Wert des Rohmaterials als des Instruments als des Arbeitsvermögens
reproduziert hatte, und zwar des letzteren dadurch, dass er beständig den Wert
der ersteren um 4 Stunden vergegenständlichte Arbeit vermehrt. Nun aber
erhielte er die 40 Taler Arbeitslohn nur mehr, indem er 8 Stunden arbeitet,
also dem Arbeitsmaterial und Instrument, die ihm jetzt als Kapital
gegenüberstehen, einen Mehrwert von 80 Talern gegeben; während der erste
Mehrwert von 40 Talern, den er ihnen gab, exakt nur der Wert seiner Arbeit. Er
würde so hinzufügen einen Mehrwert exakt = der Surplusarbeit oder Surpluszeit.

{Es ist durchaus für den Punkt, wo wir
hier stehen, noch nicht nötig anzunehmen, dass mit der Surplusarbeit oder
Surpluszeit sich auch das Material und Instrument vermehren muss. Wie die bloße
Surplusarbeit den Rohstoff vermehrt, sieh
Babbage,
z. B. Golddrahtarbeiten etc.

7
}

Der Wert des Kapitals wäre also
von 100 Talern auf 140 vermehrt.

{Nimm noch an, das Rohmaterial
verdopple sich und das Arbeitsinstrument wachse (der einfachen Rechnung wegen)
[in demselben Verhältnis], So würden die Auslagen des Kapitals jetzt betragen
100 Taler Baumwolle, 20 Taler Instrument, also 120 Taler, und für die Arbeit
nach wie vor 40 Taler; altogether

8
160 Taler. Vermehrt die Surplusarbeit von 4
Stunden 100 Taler um 40%, so vermehrt sie 160 Taler um 64 Taler. Also das
Gesamtprodukt = 224 Taler. Hier ist vorausgesetzt, dass die Rate des Profits
mit der Größe des Kapitals dieselbe bleibt, und Arbeitsmaterial und -instrument
sind nicht selbst schon betrachtet als Realisierungen von Surplusarbeit,
Kapitalisierung von Surplusarbeit; wie wir gesehen, je größer die schon
gesetzte Surpluszeit, d.h. die Größe des Kapitals als solchen, desto mehr vorausgesetzt,
dass
absolute Vermehrung
der Arbeitszeit
unmöglich und relative durch Vermehrung der
Produktivkraft in geometrischer Proportion declining

9
.

Das Kapital nun, als einfacher
Tauschwert betrachtet, wäre absolut größer, 140 Taler statt 100; aber in fact
wäre nur ein neuer Wert geschaffen, d. h. ein Wert, der nicht bloß nötig ist,
um die 60 Taler Vorlagen für das Arbeitsmaterial und Instrument und 40 Taler
für die Arbeit zu ersetzen, ein neuer Wert von 40 Talern. Um 40 Taler wären die
in Zirkulation befindlichen Werte vermehrt, um 40 Taler mehr
vergegenständlichte Arbeitszeit.

Setze nun dieselbe
Voraussetzung. 100 Taler Kapital; nämlich 50 für Baumwolle, 40 Taler für
Arbeit, 10 für Produktionsinstrument; die Surplusarbeitszeit bleibe dieselbe
wie im vorigen Fall, nämlich 4 Stunden und die gesamte Arbeitszeit 8 Stunden.
So das Produkt in allen Fällen nur = 8 Stunden Arbeitszeit = 140 Taler. Gesetzt
nun, die Produktivkraft der Arbeit verdopple sich; d.h. 2 Stunden genügten dem
Arbeiter, um Rohstoff und Instrument soweit zu verwerten, als zur Erhaltung
seines Arbeitsvermögens nötig. Wären 40 Taler vergegenständlichte Arbeitszeit
in Silber von 4 Stunden, so werden 20 Taler die vergegenständlichte Arbeitszeit
von 2 Stunden sein. Diese 20 Taler drücken jetzt denselben Gebrauchswert aus
wie früher die 40 Taler. Der Tauschwert des Arbeitsvermögens hat sich
vermindert um die Hälfte, weil die Hälfte der ursprünglichen Arbeitszeit
denselben Gebrauchswert schafft, der Tauschwert des Gebrauchswerts aber rein
gemessen ist durch die in ihm

vergegenständlichte
Arbeitszeit. Der Kapitalist lässt aber nach wie vor den Arbeiter 8 Stunden
arbeiten, und sein Produkt repräsentiert also nach wie vor eine Arbeitszeit von
8 Stunden = 80 Talern Arbeitszeit, während der Wert von Rohstoff und Instrument

10
derselbe
geblieben, nämlich 60 Taler; altogether wie vorhin 140 Taler. (Der Arbeiter
selbst hätte nur mehr nötig gehabt, um zu leben, den 60 Talern Rohstoff und
Instrument einen Wert von 20 Talern hinzuzufügen; er hätte also nur mehr einen
Wert von 80 Talern geschaffen. Der Gesamtwert seines Produkts würde sich
vermindert haben durch die Verdopplung der Produktion von 100 auf 80, um 20
Taler, d. h. um 1/5 von 100 = 20 %.) Aber die Surpluszeit oder Surpluswert des
Kapitals ist jetzt 6 Stunden statt 4 oder 60 Taler statt 40. Sein Zuwachs ist 2
Stunden, 20 Taler. Seine Rechnung würde sich nun so machen: Für Rohmaterial 50,
für Arbeit 20, für Instrument 10; Auslagen = 80 Taler. Gewinn = 60 Taler. Er
würde das Produkt nach wie vor zu 140 Taler verkaufen, aber einen Gewinn von 60
statt früher von 40 Talern ziehen. Nach der einen Seite hin wirft er also nur
denselben Tauschwert in die Zirkulation wie früher, 140 Taler. Der Mehrwert
seines Kapitals ist aber um 20 Taler gewachsen. Danach also nur der Anteil, den
er an den 140 Talern hat, die Rate seines Profits. Der Arbeiter hat in fact 2
Stunden länger gratis für ihn gearbeitet; nämlich 6 Stunden statt 4, und es ist
für ihn dasselbe, als wenn er unter dem früheren Verhältnis statt 8 Stunden 10
gearbeitet, seine
absolute
Arbeitszeit
vermehrt hätte.

Aber es ist in der Tat auch
ein
Neuwert
entstanden;
nämlich 20 Taler mehr sind als
selbständiger
Wert
gesetzt, als vergegenständlichte Arbeit, die freigeworden, entbunden ist davon,
nur zum Austausch für die frühere Arbeitskraft zu dienen. Dies kann doppelt
sich darstellen. Entweder wird mit den 20 Talern soviel mehr Arbeit in Bewegung
gesetzt, wie sie
Kapital
werden
und vergrößerten Tauschwert schaffen: mehr vergegenständlichte Arbeit zum
Ausgangspunkt des neuen Produktionsprozesses machen; oder der Kapitalist
tauscht die 20 Taler als Geld aus gegen Waren außer denen, die er in seiner
Produktion als industrielles | Kapital braucht; sämtliche Waren außer der
Arbeit und dem Geld selbst tauschen sich also aus gegen 20 Taler mehr; gegen 2
Stunden vergegenständlichte Arbeitszeit mehr. Ihr
Tauschwert
ist also um
eben diese
freigewordene
Summe
gestiegen. In fact, 140 Taler sind 140 Taler, wie der
sehr „scharfsinnige“ französische Herausgeber

11
der Physiokraten gegen
Boisguillebert
bemerkt.
Aber es ist falsch, dass diese 140 Taler nur mehr Gebrauchswert repräsentieren;
sie repräsentieren einen größeren Teil von
selbständigem Tauschwert,
von
Geld,
von
latentem Kapital;
also
als
Reichtum

gesetztem Reichtum. Dies geben die Ökonomen selbst zu, wenn sie sich später
durch die Akkumulation der Kapitalien nicht nur die Masse der Gebrauchswerte,
sondern auch der
Tauschwerte
akkumulieren
lassen; da das Element der Akkumulation der Kapitalien nach Ricardo selbst
durch die relative Surplusarbeit ganz ebenso vollständig gesetzt ist – wie es
denn nicht anders möglich ist – als durch die absolute.

Andrerseits liegt es schon in
der von Ricardo selbst am besten entwickelten Aufstellung, dass diese
überschüssigen 20 Taler, die rein durch die Vermehrung der Produktivkraft
geschaffen sind, wieder Kapital werden können.
12
Von den 140 Talern konnten früher (den
Konsum des Kapitals einstweilen außer Acht gelassen) nur 40 neues Kapital
werden; 100 wurden nicht Kapital, sondern blieben Kapital; jetzt 60, also ist
ein um einen Tauschwert von 20 Talern größeres Kapital vorhanden. Die
Tauschwerte, der
Reichtum
als solcher
hat sich also vermehrt, obgleich nach wie vor die
Gesamtsumme desselben
nicht
unmittelbar
gewachsen ist. Warum hat er sich vermehrt? Weil der Teil der Gesamtsumme sich
vermehrt hat, der nicht bloß Zirkulationsmittel, sondern Geld oder der nicht
bloß Äquivalent, sondern
für
sich seiender Tauschwert.
Entweder würden die 20 frei
gewordenen Taler als Geld akkumuliert, d. h. in der abstrakten Form des
Tauschwerts den vorhandenen Tauschwerten zugefügt; oder sie alle zirkulieren,
und dann steigen die Preise der damit gekauften Waren; sie repräsentieren alle
mehr Gold, und da die Produktionskost des Goldes nicht gefallen ist (vielmehr
gestiegen im Verhältnis zu der mit dem produktiver gewordenen Kapital
produzierten Ware) mehr vergegenständlichte Arbeit (dies führt dazu, dass der
Überschuss, der anfangs auf der Seite des einen produzierenden Kapitals
erschien, nun auf der Seite der anderen erscheint, die die teurer gewordenen
Waren produzieren); oder die 20 Taler werden direkt von dem ursprünglich
zirkulierenden Kapital selbst als Kapital vernutzt. So ist ein neues Kapital
von 20 Talern – Summe sich selbst erhaltenden und verwertenden Reichtums –
gesetzt. Das Kapital ist um den Tauschwert von 20Talern gestiegen.

(Die Zirkulation geht uns
eigentlich noch nichts an, da wir es hier mit Kapital überhaupt zu tun haben
und die Zirkulation nur vermitteln kann zwischen der Form des Kapitals als Geld
und seiner Form als Kapital; das erste Kapital mag das Geld als solches
realisieren, d. h. gegen Waren austauschen, die es mehr verzehrt, als es früher
verzehrte; in der Hand des Produzenten dieser Waren wird dies Geld aber zu
Kapital. Es wird also zu Kapital in der Hand direkt des ersten Kapitals oder
auf einem Umwege, eines anderen Kapitals. Das andere Kapital ist aber immer
wieder Kapital als solches; und wir haben es hier mit dem
Kapital als solchem
zu
tun, say the capital of the

whole society

13
. Die
Verschiedenheit etc. der Kapitalien geht uns noch nicht an.)

Diese 20 Taler können überhaupt
nur in doppelter Form erscheinen. Als Geld, so dass das Kapital selbst wieder
in der Bestimmung von noch nicht zu Kapital gewordenem Geld – seinem
Ausgangspunkt existiert; der abstrakt-selbständigen Form des Tauschwerts oder
des allgemeinen Reichtums; oder selbst wieder als Kapital, als neue Herrschaft
vergegenständlichter Arbeit über lebendige. {Die Produktivkraft hat sich
verdoppelt, ist um 100 % gestiegen, der Wert des Kapitals ist gestiegen um 50

14
% in dem
angegebenen Beispiel.) (Jede Vermehrung der Masse des angewandten Kapitals kann
die
Produktivkraft
vermehren
in nicht nur arithmetischem, sondern geometrischem Verhältnis; während es den
Profit eben dann – als Vermehrer der Produktivkraft – nur in viel geringerem
Verhältnis vermehren kann. Die Wirkung der Vermehrung des Kapitals auf die
Vermehrung der Produktivkraft ist also unendlich höher als die der Vermehrung
der Produktivkraft auf das Wachstum des Kapitals.) Als allgemeiner Reichtum,
materialisiert in der Form des Geldes (des Dings, wo es nur abstrakt ist)
oder
neuer
lebendiger
Arbeit.

Von den 140 Talern konsumiert
der Kapitalist sage 20 als Gebrauchswerte für sich selbst vermittelst des
Geldes als Zirkulationsmittel. So konnte er in der ersten Voraussetzung nur mit
einem größeren Kapital, mit größerem Tauschwert von 120 Talern (gegen 100) den
Prozess der Selbstverwertung beginnen. Nach der Verdopplung der Produktivkräfte
kann er es mit 140 Talern, ohne seine Konsumtion einzuschränken. Ein größerer
Teil der Tauschwerte befestigt sich als Tauschwert, statt im Gebrauchswert zu
verschwinden (mag er sich nun so befestigen direkt oder vermittelt durch
Produktion). Größeres Kapital schaffen heißt, größeren Tauschwert schaffen,
obgleich der Tauschwert in seiner
unmittelbaren
Form
als einfacher Tauschwert nicht durch das
Produktivitätswachstum vermehrt worden ist, ist er es in seiner potenzierten
Form als
Kapital.
Dies
größere Kapital von 140 Talern repräsentiert absolut mehr vergegenständlichte
Arbeit als früher das Kapital von 120 Talern.

| Es setzt daher auch,
wenigstens verhältnismäßig, mehr lebendige Arbeit in Bewegung und reproduziert
daher auch schließlich größeren einfachen Tauschwert. Das Kapital von 120
Talern zu 40% produzierte ein Produkt oder einfachen Tauschwert von 60 Talern
zu 40%; das Kapital von 140 Talern einen einfachen Tauschwert [von] 64 Talern.
15
Hier ist dann
die Vermehrung des Tauschwerts in der Form des Kapitals auch unmittelbar
gesetzt als Vermehrung des Tauschwerts in seiner einfachen Form.

Es ist von der höchsten Wichtigkeit,
dies festzuhalten. Es genügt nicht, wie Ricardo zu sagen, der Tauschwert
vermehrt sich nicht

16
:
i. e. die abstrakte Form des Reichtums; sondern nur der Tauschwert als Kapital.
Er hat dabei bloß den ursprünglichen Produktionsprozess im Auge. Aber wenn sich
die relative Surplusarbeit vermehrt – und daher das Kapital sich absolut
vermehrt –, so vermehrt sich notwendig innerhalb der Zirkulation auch der
relative als
Tauschwert
existierende Tauschwert,
das
Geld als solches, und darum, durch Vermittlung des Produktionsprozesses,
der
absolute Tauschwert.
In
anderen Worten, von demselben Quantum Tauschwert – oder Geld – und in dieser
einfachen Form erscheint das Produkt des Verwertungsprozesses – (Mehrwert ist
das Produkt nur in Beziehung zum Kapital, dem Werte, wie er vor dem
Produktionsprozess existierte; für sich selbst, als selbständige Existenz
betrachtet, ist er bloß
quantitativ
bestimmter Tauschwert)
– ist ein Teil freigeworden, der nicht
als Äquivalent für vorhandene Tauschwerte existiert oder auch für vorhandene
Arbeitszeit. Tauscht er sich gegen die vorhandenen aus, so gibt er ihnen kein
Äquivalent, sondern mehr als ein Äquivalent und macht also auf ihrer Seite Teil
des Tauschwerts frei. Ruhend kann dieser freigewordene Tauschwert, um den sich
die Gesellschaft bereichert hat, nur Geld sein, dann ist nur die abstrakte Form
des Reichtums vermehrt; bewegt – sich nur realisieren in
neuer
lebendiger Arbeit
(sei es, dass früher schlafende Arbeit in Bewegung gesetzt wird oder dass
neue Arbeiter
geschaffen
werden (Population beschleunigt wird) oder aber dass neuer Kreis der
Tauschwerte, der in Zirkulation befindlichen Tauschwerte erweitert wird, was
geschehen kann von Seiten der Produktion, indem der freigewordene Tauschwert
einen
neuen
Produktionszweig
auftut, also neues Objekt des Austauschs, die
vergegenständlichte Arbeit in der Form eines neuen Gebrauchswerts; oder dass
dasselbe erreicht wird, indem vergegenständlichte Arbeit in einem neuen Lande
durch Erweiterung des Handels in den Kreis der Zirkulation hereingebracht
wird). Diese muss also geschaffen werden.

Die Form, worin sich Ricardo
die Sache klarzumachen sucht (und er ist sehr unklar in dieser Beziehung), sagt
au fond

17
auch
weiter nichts, als dass er gleich ein bestimmtes Verhältnis hereinbringt, statt
einfach zu sagen, dass von derselben Summe einfacher Tauschwerte ein geringerer
Teil in der Form des einfachen Tauschwerts (Äquivalents) und ein größerer Teil
in der Form des Geldes sich setzt (des Geldes als der ursprünglichen,
antediluvianischen

18
Form,
woraus das Kapital immer von neuem entsteht; des Geldes in seiner Bestimmung
als Geld, nicht als Münze etc.); dass daher der
als
Tauschwert für
sich,

d.h. als
Wert
gesetzte
Teil sich vergrößert, der
Reichtum
in seiner Form als Reichtum

19
(während er grade auf den
falschen Schluss kommt, dass er nur in der Form des
materiellen; stofflichen
Reichtums
als

20
Gebrauchswert
sich vergrößert). Die Entstehung des
Reichtums
als solchen,
soweit er nicht aus der
Rente,
d. h. nach ihm
nicht aus der
Vermehrung
der
Produktivkraft, sondern umgekehrt aus der
Verminderung derselben
hervorgeht, ist ihm
daher
völlig
unbegreiflich,
und er verwickelt sich in die tollsten
Widersprüche. Nehmen wir einmal die Sache in seiner Form. Kapital 1000 setzte
50 Arbeiter in Bewegung; oder 50 lebendige Arbeitstage; durch Verdopplung der
Produktivkraft könnte es in Bewegung setzen 100 Arbeitstage. Diese aber
existieren nicht in der Voraussetzung und werden willkürlich hereingebracht,
weil er sonst – wenn nicht
mehr
wirkliche Arbeitstage
hereinkommen – die Vermehrung des
Tauschwerts durch die vergrößerte Produktivität nicht begreift. Andrerseits ist
das
Wachstum der
Population
als ein
Element
der Vergrößerung der Tauschwerte
nirgends bei ihm
entwickelt;
selbst
nirgends klar und bestimmt ausgesprochen. Die gegebene Voraussetzung sei
Kapital 1000 und Arbeiter 50. Die richtige Konsequenz, die er
auch zieht
(siehe das
Heft)

21
: 500
Kapital mit 25 Arbeitern kann denselben Gebrauchswert produzieren wie früher;
die anderen 500 mit den anderen 25 Arbeitern stiften ein neues Geschäft und
produzieren auch Tauschwert von 500. Der Profit bleibt derselbe, da er nicht
durch den Austausch der 500 gegen die 500, sondern die Raten, worin Profit und
Arbeitslohn sich ursprünglich in die 500 teilen, herauskommt und der Austausch
vielmehr der von Äquivalenten ist, der ebenso wenig wie im
auswärtigen Handel,
woran
Ricardo dies ausdrücklich entwickelt, den Wert vermehren kann. Da der Austausch
von Äquivalenten eben nichts heißt, als dass der Wert, der in der Hand von A
existierte vor dem Austausch mit B, noch in seiner Hand existiert nach dem
Austausch mit B. Der Gesamtwert oder Reichtum ist derselbe geblieben. Der
Gebrauchswert aber oder
der
Stoff des Reichtums
hat sich verdoppelt. Es ist nun absolut
kein Grund vorhanden, warum überhaupt der
Reichtum als Reichtum,
der
Tauschwert als solcher
wachsen
soll – sofern die
Vermehrung
der Produktivkräfte
betrachtet wird. Wenn sich die
Produktivkräfte wieder in beiden | Zweigen verdoppeln, so können nun wieder
Kapital a in 250 mit 12½ Arbeitstagen und 250 mit 12½ Arbeitstagen ebenso
Kapital b auseinandergehen. Es existieren nun vier Kapitale mit demselben
Tauschwert von 1000£ St., konsumieren nach wie vor zusammen 50 lebendige
Arbeitstage {Es ist
au
fond falsch zu sagen,
dass die lebendige Arbeit das Kapital
konsumiert, das Kapital (die vergegenständlichte Arbeit) konsumiert

die lebendige im Produktionsprozess.} und produzieren einen vierfachen
Gebrauchswert [wie] vor der Verdopplung d[es] Konsumtionswert[es]. Ricardo ist
zu klassisch, Albernheiten zu begehen wie seine Verbesserer, die den größeren
Wert infolge der Vermehrung der Produktivkräfte dadurch entstehen lassen, dass
in der Zirkulation der eine teurer verkauft. Statt das Kapital von 500, sobald
es Ware, einfacher Tauschwert geworden ist, gegen 500 auszutauschen, tauscht er
es gegen 550 aus (zu 10%), aber dann erhält der andere offenbar im Tauschwert
nur 450 statt 500 und die Gesamtsumme bleibt nach wie vor 1000. Dies geschieht
oft genug im Handel, erklärt aber nur den Profit des einen Kapitals durch den
Verlust des anderen Kapitals, also nicht den Profit
des
Kapitals, und ohne
diese Voraussetzung existiert weder Profit auf der einen noch auf der anderen
Seite.

Ricardos Prozess kann also
fortgehen, ohne dass eine andere Grenze existierte als die
Vermehrung der Produktivkraft
(und
diese ist wieder stofflich, zunächst außerhalb des
ökonomischen Verhältnisses
selbst
liegend), die mit einem Kapital von 1000 und 50 Arbeitern stattfinden kann.
Sieh folgende Stelle:

„Kapital ist der Teil des
Reichtums eines Landes, der verwendet wird mit der Absicht auf künftige
Produktion,
und er kann
in der gleichen Weise vermehrt werden wie Reichtum.“

(Nämlich
wealth

22
bei ihm der Überfluss an
Gebrauchswerten, und vom Standpunkt des einfachen Austauschs aus betrachtet,
kann dieselbe vergegenständlichte Arbeit sich in unbegrenzten Gebrauchswerten
ausdrücken und bleibt stets
derselbe
Tauschwert,
solange sie dasselbe Quantum vergegenständlichte
Arbeit bleibt, denn ihr
Äquivalent
ist
gemessen nicht durch die Masse der Gebrauchswerte, worin sie existiert, sondern
durch ihr eigenes Quantum.)

„Ein
zusätzliches Kapital
wird
in der Bildung künftigen Reichtums ebenso wirksam sein, ob es durch
Vervollkommnung der Geschicklichkeit oder der Maschinerie erlangt wird oder
indem mehr Revenue produktiv angewendet wird; denn Reichtum“ (Gebrauchswert)
„hängt immer von der
Menge
der
produzierten Waren ab“ (auch etwas von ihrer Mannigfaltigkeit, wie es scheint)
„ohne Rücksicht auf die Leichtigkeit, mit der die in der Produktion angewandten
Werkzeuge hergestellt sein mögen“ (d.h., die in ihnen vergegenständlichte
Arbeitszeit). „Eine bestimmte Menge Kleidung und Proviant werden die gleiche
Anzahl Männer unterhalten und beschäftigen; aber sie werden von doppeltem Wert
sein“ (Tauschwert), „wenn 200 mit ihrer Produktion beschäftigt worden sind.“

23

Wenn vermittelst der Vermehrung der
Produktivkraft 100 soviel produzieren an Gebrauchswerten wie früher 200, so:

„wird von den 200 die Hälfte
entlassen, so produzieren die Testierenden 100 soviel wie früher die 200. Eine
Hälfte des Kapitals kann also aus dem Geschäftszweig entzogen werden; es ist
ebenso viel Kapital freigeworden wie Arbeit. Und da die eine Hälfte des
Kapitals ganz denselben Dienst tut wie früher das ganze, so sind nun zwei
Kapitalien gebildet etc.“ (cf. 39, 40
ibid.

24
über
den internationalen

25
Handel,
wozu wir zurückkommen müssen).

Ricardo spricht hier nicht vom
Arbeitstag; dass der Kapitalist, wenn er früher einen halben
vergegenständlichten Arbeitstag austauschte gegen den ganzen lebendigen
Arbeitstag des Arbeiters, also au fond nur einen halben lebendigen Arbeitstag
gewann, indem er die andere Hälfte in der Form der Gegenständlichkeit dem
Arbeiter gibt und in der Form der Lebendigkeit von ihm erhält, d. h. eine
Hälfte des Arbeitstags dem Arbeiter bezahlt, sondern in der Form gleichzeitiger
Arbeitstage, d.h. also verschiedener Arbeiter; dies ändert nichts an der Sache,
sondern nur am Ausdruck. Jeder dieser Arbeitstage liefert soviel mehr
Surpluszeit. Wenn der Kapitalist als Grenze früher
den
Arbeitstag hatte,
hat er jetzt 50 Arbeitstage etc. Wie gesagt, in dieser Form ist mit der
Vermehrung der Kapitalien durch die Produktivität keine Vermehrung der
Tauschwerte gesetzt, und nach Ricardo könnte die Bevölkerung daher auch,
gesetzt von 10.000.000, auf 10.000 herabsinken, ohne dass der
Tauschwert oder die Quantität der Gebrauchswerte sich verminderte (siehe
Schluss seines Buchs

26
).

Dass Widersprüche im
Kapital
enthalten sind,
sind wir die letzten zu leugnen. Unser Zweck ist vielmehr, sie völlig zu
entwickeln. Ricardo aber
entwickelt
sie nicht,
sondern
shifts them off by considering the value
in exchange as indifferent for the formation of wealth. That is to say, he
contends that in a society based upon the value of exchange, and wealth
resulting from such value, the contradictions which this form of wealth is
driven to with the development of productive powers etc. do not exist, and that
a progress of value is not necessary in such a society to secure the progress
of wealth, | consequently that value as the form of wealth does not at all
affect that wealth itself and its development

27
, d.h., er betrachtet den Tauschwert

als bloß
formell.
Nun
fällt ihm aber doch wieder ein 1. dass es den Kapitalisten um value

28
zu tun ist, 2.
dass historisch mit dem Progress der Produktivkräfte (ebenso des
internationalen Handels hätte er denken
sollen
)
der
Reichtum als solcher,
i.e.
die Wertsumme, wächst. Wie dies nun erklären? Die Kapitalien akkumulieren sich
schneller als die Bevölkerung; damit steigt das Salair; damit die Population;
damit die Kornpreise; damit die Schwierigkeit der Produktion und damit
die
Tauschwerte.
Bei
diesen wird also endlich auf Umweg angelangt. Das Moment mit der Rente wollen
wir hier noch, wo es sich nicht um größere Schwierigkeit der Produktion,
sondern umgekehrt um Wachstum der Produktivkräfte handelt, ganz weglassen. Mit
der Akkumulation der Kapitalien steigt das Salair, wenn die Population nicht
gleichzeitig wächst; der Arbeiter heiratet, Sporn wird der Produktion [der
Kinder] gegeben, oder seine Kinder leben besser, sterben nicht vorzeitig etc.
Kurz, die Population wächst. Ihr Wachstum aber bringt Konkurrenz unter den
Arbeitern hervor und zwingt so den Arbeiter, sein Arbeitsvermögen wieder zu seinem
Werte
dem Kapitalist zu
verkaufen oder momentan auch noch darunter. Jetzt nun verfügt

29
das
akkumulierte Kapital, das unterdes langsamer herangewachsen ist, über das
Surplus, das es früher in der Form des Salairs, also als Münze ausgab, um den
Gebrauchswert der Arbeit zu kaufen, wieder als Geld, um es als Kapital in der
lebendigen Arbeit zu verwerten, und da es jetzt auch über größere Menge
Arbeitstage verfügt, wächst sein
Tauschwert
wieder.

(Selbst das nicht recht bei
Ricardo entwickelt, sondern mit der Rententheorie durcheinander; da das
Wachstum der Bevölkerung das Surplus, das früher in der Form des Salairs dem
Kapital abhanden kam, ihm nun in der Form der Rente entzieht.) Aber selbst das
Wachsen der Population ist nicht recht in seiner Theorie begreiflich. Er hat
nirgends entwickelt, dass ein
immanentes
Verhältnis
stattfindet zwischen dem Ganzen der im Kapital vergegenständlichten Arbeit und
dem lebendigen Arbeitstag (ob dieser als ein Arbeitstag von 50 x 12 Stunden
oder als zwölf stündliche Arbeit von 50 Arbeitern vorgestellt wird, ist für das
Verhältnis dasselbe) und dass dieses immanente Verhältnis eben das
Verhältnis des Bruchteils des lebendigen
Arbeitstags,
oder des Äquivalents für die vergegenständlichte
Arbeit, womit der Arbeiter bezahlt wird, zu

30
dem lebendigen Arbeitstag ist; wo das Ganze
der Tag selbst und das immanente Verhältnis das variable Verhältnis (der Tag
selbst ist konstante Größe) zwischen dem
Bruchteil der notwendigen Arbeitsstunden
und
der
Surplusarbeitsstunden.
Er
hat auch nicht, eben weil er dies Verhältnis nicht entwickelt hat, nicht
entwickelt (was uns bisher noch nichts anging, da es sich

uns
um das
Kapital als
solches
handelte und die Entwicklung der Produktivkräfte als
äußeres Verhältnis hereingenommen), dass die Entwicklung der Produktivkraft
selbst sowohl die Vermehrung des Kapitals als der gleichzeitigen Arbeitstage
voraussetzt, innerhalb der gegebenen Schranke des Kapitals aber, das einen
Arbeitstag (sei es auch einen von 50 x 12 Stunden, 600 Stunden) in Bewegung setzt,
selbst die Schranke für die Entwicklung seiner Produktivkraft ist.

Das Salair schließt nicht nur
den Arbeiter ein, sondern auch seine Reproduktion; so dass, wenn dies Exemplar
der Arbeiterklasse stirbt, ein anderes dasselbe remplaciert

31
; wenn die 50
Arbeiter tot sind, 50 neue da sind, sie zu ersetzen. Die 50 Arbeiter selbst –
als lebendige Arbeitsvermögen – stellen nicht nur die Kosten ihrer eigenen
Produktion dar, sondern die Kosten, die ihren Eltern über ihr Salair als
Individuen gezahlt werden mussten, um sich in 50 neuen Individuen zu
remplacieren. Also die Bevölkerung geht voran auch ohne Erhöhung des Salairs.
Warum geht sie nun nicht rasch genug voran? und muss besonderen Stimulus
erhalten? Doch nur, weil dem Kapital nicht damit gedient ist, bloß mehr
„wealth“ im Ricardoschen Sinn zu erhalten, sondern weil es mehr
value,
mehr
vergegenständlichte Arbeit kommandieren will. Diese kann es aber in der Tat
nach ihm nur dann kommandieren, wenn der Arbeitslohn fällt; d. h. mehr
lebendige Arbeitstage für dasselbe Kapital mit vergegenständlichter Arbeit
ausgetauscht und daher größere value geschaffen wird. Um den Arbeitslohn fallen
zu machen, setzt er Vermehrung der Population voraus. Und um Vermehrung der
Population hier zu beweisen, setzt er voraus, dass die Nachfrage nach
Arbeitstagen zunimmt, in anderen Worten, dass das Kapital mehr
vergegenständlichte Arbeit
(im
Arbeitsvermögen vergegenständlichte) kaufen kann, dass also seine
value
gewachsen ist. Er
ging aber ursprünglich grade von der entgegengesetzten Voraussetzung aus und
machte den Umweg nur,
weil
er
von ihr ausging. Wenn 1000 £ 500 Arbeitstage kaufen konnte und die
Produktivkraft wächst, so kann es entweder fortfahren, im selben Arbeitszweig
die 500 anzuwenden oder sich spalten und im einen Arbeitszweig 250, im anderen
250 anwenden, so dass sich auch das Kapital in 2 Kapitalien von 500 spaltet.
Aber es kann nie mehr als 500 Arbeitstage kommandieren, da sonst nach Ricardo
nicht nur die von ihm produzierten Gebrauchswerte, sondern ihr
Tauschwert
sich
vervielfältigt haben müsste,
die
vergegenständlichte Arbeitszeit,
worüber es kommandiert. Es
kann also von seiner Voraussetzung aus keine größere Nachfrage nach Arbeit
stattfinden. Findet sie aber | statt, so ist der
Tauschwert
des Kapitals
gewachsen. Vgl.
Malthus
on
value,
der die

Widersprüche
fühlt,
nun aber in die
Plumpe fällt, wo er selbst entwickeln will
.
32

Wir sprachen immer nur von den
zwei Elementen des Kapitals, den zwei Teilen des lebendigen Arbeitstags, von
denen der eine das Salair, der andere den Profit, der eine die notwendige
Arbeit, der andere die Surplusarbeit darstellt. Wo bleiben dann die zwei
anderen Teile des Kapitals, die im Arbeitsmaterial und Arbeitsinstrument
realisiert sind? Was den einfachen Produktionsprozess angeht, so unterstellt
die Arbeit das Dasein von Instrument, das die Arbeit erleichtert, und Material,
in dem sie sich darstellt, das sie formt. Diese Form gibt ihm

33
den
Gebrauchswert. Im Austausch wird dieser Gebrauchswert soweit Tauschwert, als er
vergegenständlichte Arbeit enthält. Aber als Bestandteile des Kapitals sind sie
Werte, die die Arbeit ersetzen muss? Also im obigen Beispiel (und solche
Einwände massenhaft gegen Ricardo gemacht; er betrachte bloß Profit und Salair
als Bestandteile der Produktionskosten, nicht die Maschine und das Material)
scheint es, dass, wenn das Kapital 100, zerfallend [in] 50 für Baumwolle, 40
für Arbeitslohn, 10 für Instrument; und der Arbeitslohn von 40 Talern = 4
Stunden vergegenständlichte Arbeit, nun das Kapital 8 Stunden
arbeiten lässt, der Arbeiter, der reproduzieren müsste 40 Taler für Salair, 40
Taler Surpluszeit (Profit), 10 Taler Instrument, 50 Taler Baumwolle = 140
Taler, nur reproduziert 80 Taler. Denn 40 Taler sind das Produkt eines halben
Arbeitstags, 40 die andere Surplushälfte. Aber 60 Taler ist der Wert der beiden
andern Bestandteile des Kapitals

34
. Da das wirkliche Produkt des Arbeiters 80
Taler, so kann er nur 80 reproduzieren, nicht 140. Er hätte vielmehr den Wert
der 60 vermindert; da von den 80 40 Ersatz für seinen Arbeitslohn und die
übrigen 40 Surplusarbeit [um] 20 kleiner sind als 60. Statt eines Profits von
40 hätte der Kapitalist Verlust von 20 auf seinen ursprünglichen Teil des
Kapitals, der aus Instrument und Material besteht.

Wie soll der Arbeiter außer den
80 noch 60 Taler Wert schaffen, da eine Hälfte seines Arbeitstags, wie sein
Lohn zeigt, nur 40 Taler schafft mit Instrument und Material; die andere Hälfte
nur dasselbe; und er nur über den einen Arbeitstag verfügt, in einem Arbeitstag
nicht zwei arbeiten kann. Setze die 50 Taler Material = x Pfund Baumwollgarn;
die 10 Taler Instrument = Spindel

35
. Was nun den
Gebrauchswert
zunächst angeht, so ist
klar, dass der Arbeiter, wenn die Baumwolle nicht schon die Form des Garns und
Holz und Eisen die der Spindel hätte, er kein
Gewebe,
keinen höheren Gebrauchswert
produzieren könnte. Für ihn selbst im Produktionsprozess sind die 50 Taler und
die 10 Taler
nichts als
Garn und Spindel, keine Tauschwerte.
Seine Arbeit hat

diesen einen höheren Gebrauchswert gegeben und ihnen ein Quantum
vergegenständlichter Arbeit von 80 Talern zugefügt, nämlich 40 Taler, worin er
seinen Arbeitslohn reproduziert, 40 Surpluszeit. Der Gebrauchswert – das Gewebe
– enthält einen Arbeitstag mehr, wovon aber die eine Hälfte nur den Teil des
Kapitals ersetzt, wogegen die Disposition über das Arbeitsvermögen ausgetauscht
ist. Die vergegenständlichte Arbeitszeit, die in Garn und Spindel enthalten ist
und den Teil des Werts des Produkts bildet, hat der Arbeiter nicht geschaffen;
für ihn waren und blieben sie Material, dem er eine andere Form gab und neue
Arbeit einverleibte. Die einzige Bedingung ist, dass er sie nicht wasted

36
hat, und das
hat er nicht getan, soweit sein Produkt Gebrauchswert und höheren Gebrauchswert
wie früher hatte. Es enthält jetzt zwei Teile vergegenständlichter Arbeit –
seinen Arbeitstag und die in seinem Material, Garn und Spindel schon unabhängig
von ihm und vor seiner Arbeit enthaltene. Die früher vergegenständlichte Arbeit
war die Bedingung
seiner
Arbeit;
sie machte sie erst zur Arbeit, kostet ihm keine. Unterstelle, sie seien nicht
schon als Bestandteile des Kapitals vorausgesetzt, als
Werte,
und hätten
ihm
nichts gekostet. So
wäre der Wert des Produkts, wenn er einen ganzen Tag gearbeitet, 80, wenn einen
halben, 40 Taler. Er wäre eben = einem vergegenständlichten Arbeitstag. Sie
kosten ihm in der Tat in der Produktion nichts; das hebt aber die in ihnen
vergegenständlichte Arbeitszeit nicht auf, die bleibt und nur andere Form
erhält. Hätte der Arbeiter außer dem Gewebe auch noch das Garn und die Spindel
im selben Arbeitstag schaffen müssen, so war der Prozess in fact unmöglich.
Dass sie also weder als Gebrauchswerte in ihrer ursprünglichen Form noch als
Tauschwerte seine Arbeit erfordern, sondern
vorhanden
sind, macht eben, dass der
Zusatz eines Arbeitstags von ihm ein Produkt von höherem Wert als einem
Arbeitstag schafft. Er schafft dies aber, sofern er dieses Mehr über den
Arbeitstag nicht zu schaffen hat, sondern als Material, als Voraussetzung
vorfindet.
Es kann also
nur insofern gesagt werden, dass er diese Werte reproduziert, als sie
ohne
die Arbeit
verfaulen würden, nutzlos wären; aber ebenso wäre die
Arbeit ohne sie
nutzlos.
Soweit der Arbeiter diese Werte reproduziert, geschieht es nicht dadurch, dass
er ihnen höheren Tauschwert gibt oder in irgendeinen Prozess mit ihrem
Tauschwert tritt, sondern sie überhaupt dem einfachen Prozess der Produktion
unterwirft, überhaupt
arbeitet.
Aber es kostet ihm keine höhere Arbeitszeit
neben
der, die er zu ihrer Verarbeitung
und höheren Verwertung braucht. Es ist eine Bedingung, worin ihn das Kapital
gestellt hat, zu arbeiten. Er reproduziert sie nur dadurch, dass er ihnen einen
höheren Wert gibt, und dieses höheren Wert geben ist = seinem Arbeitstag. Sonst

lässt er sie, wie sie sind. Dass ihr alter Wert erhalten
bleibt, geschieht dadurch, dass ihnen ein neuer zugefügt, nicht dass der alte
selbst
reproduziert
wird,
geschaffen wird. Soweit sie Produkt früherer Arbeit sind, bleibt ein Produkt
früherer Arbeit, eine Summe früher vergegenständlichter Arbeit, ein Element
seines
Produkts,
enthält
das Produkt außer seinem Neuwert auch noch den alten. Er produziert also in der
Tat an diesem Produkt nur den Arbeitstag, den er ihm zufügt, und die Erhaltung
des alten Werts kostet ihm absolut nichts, außer was es ihm kostet, den neuen
zuzufügen. Für ihn ist er nur Material und bleibt solches, wie es auch die Form
ändert; also
unabhängig
von
seiner Arbeit Vorhandenes. Dass dieses Material, das bleibt, da es nur andere
Form erhält, selbst schon Arbeitszeit enthält, ist Sache des Kapitals, nicht
seine; ist ebenfalls
unabhängig
von
seiner Arbeit und besteht fort
nach
derselben,
wie es vor derselben bestand.

Diese sog. Reproduktion kostet
ihm keine Arbeitszeit, sondern ist die Bedingung seiner Arbeitszeit, da sie
nichts ist, denn den vorhandenen Stoff als Material seiner Arbeit setzen, sich
zu ihm als Material verhalten. Er ersetzt also durch den
Akt
des Arbeitens
selbst, nicht durch die Hinzufügung besonderer Arbeitszeit zu diesem Behufe,
die alte Arbeitszeit. Er ersetzt sie einfach durch Zufügen
neuer,
wodurch die alte
im Produkt erhalten bleibt und Element eines neuen Produkts wird. Der Arbeiter
ersetzt also nicht mit seinem Arbeitstag den Rohstoff und das Instrument,
soweit sie Werte sind. Diese
Erhaltung
des alten Werts erhält der Kapitalist also ebenso gratis als die Surplusarbeit.
Aber
er erhält sie gratis, [nicht] weil sie dem Arbeiter nichts kostet, sondern das
Resultat davon ist, dass das Material und Arbeitsinstrument in seiner Hand sich
schon der
Voraussetzung
nach
sich befindet und der Arbeiter daher nicht
arbeiten
kann, ohne die in
gegenständlicher Form schon in der Hand des Kapitals vorhandene Arbeit zum
Material seiner Arbeit zu machen und daher auch die in diesem Material
vergegenständlichte Arbeit zu konservieren. Der Kapitalist zahlt also dem
Arbeiter nichts dafür, dass das Garn und die Spindel – ihr Wert – sich dem Wert
nach im Gewebe wiederfindet, also erhalten hat. Dies Erhalten geschieht einfach
durch das Zusetzen neuer Arbeit, die höheren Wert zusetzt.

Aus dem ursprünglichen
Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit geht also hervor, dass derselbe Dienst,
den die lebendige Arbeit durch ihre Beziehung als lebendige Arbeit der
vergegenständlichten erweist – dem Kapital nichts kostet, wie er

37
auch dem
Arbeiter nichts kostet, sondern nur die Beziehung ausdrückt, dass das Material
und Instrument der Arbeit ihm gegenüber Kapital

sind, von
ihm
unabhängige
Voraussetzungen.
Die Erhaltung des alten Werts ist kein von der Zufügung des neuen getrennter
Akt, sondern macht sich von selbst; erscheint als natürliches Resultat
desselben. Dass aber diese Erhaltung dem Kapital nichts kostet und dem Arbeiter
auch nichts kostet, ist schon gesetzt in dem Verhältnis von
Kapital und Arbeit,
das
an sich schon der Profit des einen und das Salair

38
des anderen ist.

Der einzelne Kapitalist kann
sich einbilden (und für seine Rechnung tut es denselben Dienst), dass, wenn er
ein Kapital von 100 Talern besitzt, 50 Taler Baumwolle, 40 Taler Lebensmittel,
um Arbeit zu erhalten, 10 Taler Instrument, und einen Profit von 10 % mit zu
seinen Produktionskosten rechnet, dass die Arbeit ihm ersetzen muss 50 Taler
auf Baumwolle, 40 Taler Lebensmittel, 10 Taler Instrument und 10% auf 50, auf
40 und auf 10; so dass in seiner Vorstellung ihm die Arbeit schafft 55 Taler
Rohstoff, 44 Taler Lebensmittel, 10 Taler Instrument, together

39
=110. Aber für
Ökonomen ist dies eine merkwürdige Vorstellung, obgleich mit großer Prätention
geltend gemacht als eine Neuerung gegen Ricardo

40
. Wenn der Arbeitstag des Arbeiters = 10
Stunden und er in 8 Stunden 40 Taler schaffen kann, d. h. sein Salair
schaffen oder, was dasselbe ist, sein Arbeitsvermögen erhalten und ersetzen
kann, so braucht er 4/5 Tag, um dem Kapital das Salair zu ersetzen, und gibt
ihm 1/5 Surplusarbeit oder 10 Taler. Das Kapital erhält also im Austausch für
die 40 Taler Salair, für 8 Stunden vergegenständlichter Arbeit, 10
lebendige, und dieser Überschuss konstituiert seinen ganzen Profit. Die ganze
vergegenständlichte Arbeit, die der Arbeiter also geschaffen hat, ist 50 Taler,
und was immer die Kosten des Instruments und des Rohstoffs sein mögen, mehr
kann er ihnen nicht zufügen, denn in mehr Arbeit kann sich sein Tag nicht
vergegenständlichen; dass nun dadurch, dass er den 60 Talern Rohstoff und
Instrument die 50 Taler zugefügt – 10 Stunden Arbeit (wovon 8 nur
Ersatz des Salairs) – er zugleich das Material und Instrument erhalten – sie
werden eben dadurch erhalten, dass sie mit der lebendigen Arbeit wieder in Kontakt
kommen und als Instrument und Material benutzt werden – das kostet ihm keine
Arbeit (er hätte auch keine überflüssige Zeit für sie), noch wird es ihm vom
Kapitalist gezahlt. Diese belebende Naturkraft der Arbeit – dass, indem sie
Material und Instrument benutzt, sie dieselben erhält, in dieser oder jener
Form, also auch die in ihnen vergegenständlichte Arbeit, ihren Tauschwert –
wird, wie jede Natur- oder gesellschaftliche Kraft der Arbeit, die nicht das
Produkt früherer Arbeit oder nicht das Produkt solcher früheren Arbeit, die
wiederholt werden muss (z. B. die geschichtliche Entwicklung des Arbeiters
etc.),
Kraft des
Kapitals,
nicht der

Arbeit. Also auch nicht
vom Kapital gezahlt. Sowenig wie dem Arbeiter bezahlt wird, dass er denken kann
etc.

| Wir haben gesehen, wie
ursprünglich der
gegen
die
Zirkulation verselbständigte
Wert
–
d. h. die Ware, für die die Bestimmung des Tauschwerts nicht bloß formelle,
verschwindende Bestimmung, um sich gegen anderen Gebrauchswert auszutauschen
und schließlich als Objekt der Konsumtion zu verschwinden –, das
Geld als Geld,
das der
Zirkulation entzogene und sich ihr gegenüber
negativ
behauptende Geld die Voraussetzung
ist, aus der das
Kapital
wird.
Andrerseits das Produkt des Kapitals, soweit es nicht seine eigene bloße
Reproduktion
ist (diese
Reproduktion aber ist nur formell; da von den drei Teilen seiner Werte nur
einer wirklich konsumiert, also reproduziert wird, der den Arbeitslohn
ersetzende; der Profit aber ist nicht Reproduktion, sondern Zusatz von Wert,
Surpluswert), hat zum Resultat wieder den Wert, der nicht mehr als Äquivalent
in die Zirkulation eingeht und andererseits noch nicht wieder zu Kapital
potenziert ist, also
negativ
gegen
die Zirkulation verselbständigter Wert –
Geld
(in seiner dritten, adäquaten Form).
Wie das Geld erst als Voraussetzung des Kapitals erschien, als Ursache
desselben, so erscheint es jetzt als seine Wirkung. In der ersten Bewegung ging
das Geld aus der einfachen Zirkulation hervor; in der zweiten geht [es] aus dem
Produktionsprozess des Kapitals hervor. In der ersten
geht es über
in Kapital;
in der zweiten erscheint es als eine vom Kapital selbst gesetzte Voraussetzung
des Kapitals; und ist daher schon
an
sich
als Kapital gesetzt; hat schon die ideelle Beziehung auf
das Kapital in sich. Es geht nicht mehr einfach in das Kapital über, sondern
als
Geld
ist
schon an ihm gesetzt, dass es in Kapital verwandelt werden kann.

Die Vermehrung der Werte ist
also das Resultat der Selbstverwertung des Kapitals; ob diese Selbstverwertung
nun das Resultat absoluter
Surpluszeit
oder
relativer,
d. h. einer
wirklichen Vermehrung der absoluten Arbeitszeit oder einer Vermehrung der
relativen Surplusarbeit, d.h. Verminderung des aliquoten

41
Teils des
Arbeitstags, der als notwendige Arbeitszeit für Erhaltung des Arbeitsvermögens
bestimmt ist; als
notwendige
Arbeit
überhaupt.

Die lebendige Arbeitszeit
reproduziert nichts als den Teil der vergegenständlichten Arbeitszeit (des
Kapitals), der als Äquivalent für die Disposition über das lebendige
Arbeitsvermögen erscheint und der daher, als Äquivalent, die in diesem
Arbeitsvermögen vergegenständlichte Arbeitszeit ersetzen muss, d.h. die
Produktionskosten der lebendigen Arbeitsvermögen ersetzen, in anderen Worten,
den Arbeiter als Arbeiter am Leben erhalten muss. Was sie mehr produziert, ist
nicht Reproduktion, sondern neue Schöpfung, und zwar

neue
Wertschöpfung, weil Vergegenständlichung neuer Arbeitszeit in einem
Gebrauchswert. Dass zugleich erhalten wird die im Rohstoff und Instrument
enthaltene Arbeitszeit, ist Resultat
nicht
der Quantität der Arbeit,
sondern ihrer
Qualität
als Arbeit
überhaupt; und ihre allgemeine Qualität, die keine besondere Qualifikation
derselben ist – nicht spezifisch bestimmte Arbeit –, sondern dass die
Arbeit als Arbeit Arbeit
ist,
wird nicht besonders bezahlt, da das Kapital
diese Qualität
im Austausch mit dem
Arbeiter gekauft hat.

Das Äquivalent aber für diese
Qualität (den spezifischen Gebrauchswert der Arbeit) gemessen ist einfach durch
das
Quantum
Arbeitszeit,
das sie produziert hat. Der Arbeiter fügt zunächst dem Wert des Rohstoffs und
Instruments, durch die Anwendung des Instruments als Instruments und die
Formierung des Rohstoffs, soviel neue Form

42
zu als = ist der in seinem eigenen Salair
enthaltenen

43
Arbeitszeit;
was er mehr hinzufügt, ist Surplusarbeitszeit, Surpluswert. Aber durch das
einfache Verhältnis, dass das Instrument als Instrument benutzt wird und das
Rohmaterial als Rohmaterial der Arbeit gesetzt wird, durch den einfachen
Prozess, dass sie in Kontakt mit der Arbeit kommen, als ihr Mittel und
Gegenstand gesetzt und so als Vergegenständlichung der lebendigen Arbeit,
Momente der Arbeit selbst gesetzt sind, werden sie erhalten nicht der Form,
aber der Substanz nach, und, ökonomisch betrachtet, ist vergegenständlichte
Arbeitszeit ihre Substanz. Die vergegenständlichte Arbeitszeit hört auf, in
einseitiger gegenständlicher Form zu existieren – und daher der Auflösung durch
den chemischen etc. Prozess als bloßes Ding preisgegeben zu sein [dadurch],
dass sie als materielle Daseinsweise – Mittel und Objekt – der lebendigen
Arbeit gesetzt wird. Aus bloß vergegenständlichter Arbeitszeit, in deren
dinglichem Dasein die Arbeit nur noch als verschwunden, als
äußerliche Form
ihrer
natürlichen Substanz besteht, die dieser Substanz selbst äußerlich ist (z.B.
dem Holz die Form des Tisches oder dem Eisen die Form der Walze), als bloß
existierend in der äußeren Form des Stofflichen, entwickelt sich die
Gleichgültigkeit des Stoffs gegen die Form; sie erhält sie durch kein
lebendiges, immanentes Gesetz der Reproduktion, wie der Baum z. B. seine Form
als Baum erhält (das Holz erhält sich als Baum in bestimmter Form, weil diese
Form eine Form des Holzes ist; während die Form als Tisch dem Holz zufällig
ist, nicht die immanente Form seiner Substanz), sie existiert nur als dem
Stofflichen äußere Form, oder sie existiert selbst nur stofflich. Die
Auflösung, der ihr Stoff daher ausgesetzt ist, löst sie ebenso auf. Aber als
Bedingungen der lebendigen Arbeit gesetzt, werden sie selbst wieder beseelt.
Die vergegenständlichte Arbeit hört auf, tot an dem Stoff als äußere,

gleichgültige Form zu existieren, da sie selbst wieder als Moment der
lebendigen Arbeit gesetzt ist; als Beziehung der lebendigen Arbeit auf sich
selbst in einem gegenständlichen Material, als
Gegenständlichkeit
lebendiger Arbeit (als
Mittel und Objekt) (die
gegenständlichen
Bedingungen
der lebendigen Arbeit).

Indem so die lebendige Arbeit
durch ihre Verwirklichung im Material dieses selbst verändert, eine
Veränderung, die durch den Zweck der Arbeit bestimmt und die zweckmäßige
Tätigkeit derselben – (eine Veränderung, die nicht wie im toten Gegenstand das
Setzen der Form als äußerlich dem Stoff, bloßer verschwindender Schein seines
Bestehens) – wird das Material so in bestimmter Form erhalten, der Formwechsel
des Stoffs dem Zweck der Arbeit unterworfen. Die Arbeit ist das lebendige,
gestaltende Feuer; die Vergänglichkeit der Dinge, ihre Zeitlichkeit, | als
ihre Formung durch die lebendige Zeit. Im einfachen Produktionsprozess –
abgesehen vom Verwertungsprozess – wird die Vergänglichkeit der Form der Dinge
benutzt, um ihre Brauchbarkeit zu setzen. Indem aus der Baumwolle Garn wird,
aus dem Garn Gewebe, aus dem Gewebe gedrucktes etc. Gewebe oder gefärbtes etc.
und aus diesem sage ein Kleid, hat sich 1. die Substanz der Baumwolle in allen
diesen Formen erhalten. (Im chemischen Prozess haben sich im von der Arbeit geregelten
Stoffwechsel überall Äquivalente (natürliche) ausgetauscht
etc.); 2. in allen diesen subsequenten Prozessen hat der Stoff eine
nützlichere Form erhalten, weil eine ihn mehr dem Konsum aneignende; bis er
zuletzt die Form erhalten, worin er direkt Gegenstand desselben werden kann, wo
also die Aufzehrung des Stoffs und die Aufhebung seiner Form menschlicher
Genuss wird, seine Veränderung sein Gebrauch selbst ist. Der Stoff der
Baumwolle erhält sich in allen diesen Prozessen; in der einen Form des Gebrauchswerts
geht er unter, um
einer
höheren Platz zu machen, bis der Gegenstand als Gegenstand der unmittelbaren
Konsumtion da ist.
Indem aber die Baumwolle als Twist gesetzt
ist, ist sie in einer bestimmten Beziehung auf eine fernere Art der Arbeit
gesetzt. Träte diese Arbeit nicht ein, so ist nicht nur die Form nutzlos an ihr
gesetzt worden, d. h., die frühere Arbeit wird nicht durch die neue bestätigt,
sondern auch der Stoff ist verdorben, indem er in der Form als Twist nur
Gebrauchswert hat, insofern er wieder verarbeitet wird: nur noch Gebrauchswert
ist in Bezug auf den Gebrauch, den die fernere Arbeit davon macht; nur
Gebrauchswert ist, insofern seine Form als Twist aufgehoben wird zu der von
Gewebe; während die Baumwolle in ihrem Dasein als Baumwolle unendlicher
Nutzanwendungen fähig ist. So wäre ohne die fernere Arbeit der Gebrauchswert
von Baumwolle und Twist, Material und Form verhunzt; er wäre vernichtet, statt
produziert worden. Das Material sowohl wie die Form, der Stoff wie die Form
wird

erhalten durch die fernere Arbeit – als Gebrauchswerte
erhalten, bis sie die Gestalt des Gebrauchswerts als solches erhalten, dessen
Gebrauch die Konsumtion ist. Es liegt also im einfachen Produktionsprozess,
dass die frühere Stufe der Produktion erhalten wird durch die spätere und dass
durch das Setzen des hohem Gebrauchswerts der alte erhalten oder nur soweit
verändert wird, als er erhöht wird als Gebrauchswert. Es ist die lebendige
Arbeit, die den Gebrauchswert des unvollendeten Arbeitsprodukts erhält, dadurch
dass sie es zum Material einer weiteren Arbeit macht. Sie erhält es

44
aber nur
dadurch, d. h. schützt es

45
nur
dadurch vor der Unbrauchbarkeit und dem Vergehen, dass sie e
s
46
ihrem Zweck
gemäß bearbeitet, überhaupt zum Objekt neuer lebendiger Arbeit macht.

Dies
Erhalten des alten Gebrauchswerts
ist
kein Prozess, der neben dem Vermehren desselben oder dem Vollenden desselben
durch neue Arbeit vor sich geht; sondern geschieht durch diese neue Arbeit der
Erhöhung des Gebrauchswerts selbst. Dadurch, dass die Arbeit des Webens das
Garn in Gewebe verwandelt, also als Rohstoff des Webens (einer besonderen Art
der lebendigen Arbeit) behandelt (und der Twist hat nur Gebrauchswert, indem er
verwebt wird), erhält sie den Gebrauchswert, den die Baumwolle als solche hatte
und spezifisch im Garn erhalten hatte. Sie erhält das Produkt der Arbeit, indem
sie es zum Rohstoff neuer Arbeit macht; aber sie setzt nicht 1. neue Arbeit
hinzu und erhält 2. daneben durch eine andere Arbeit den Gebrauchswert des
Rohstoffs.
Sie erhält den
Nutzen der Baumwolle als Garn, indem sie das Garn verwebt.
(Alles
dies gehört schon ins 1. Kapitel
von
der Produktion im allgemeinen.) Erhält sie durch die Verwebung.
Dies
Erhalten der Arbeit als Produkt, oder des Gebrauchswerts des Produkts der
Arbeit, dadurch, dass es zum Rohstoff neuer Arbeit wird, wieder als materielle
Gegenständlichkeit der zweckmäßigen lebendigen Arbeit gesetzt wird, ist im
einfachen Produktionsprozess gegeben. In Bezug auf den Gebrauchswert besitzt
die Arbeit diese Eigenschaft, dass sie dadurch den vorhandenen Gebrauchswert
erhält, dass sie ihn erhöht, und sie erhöht ihn, indem sie ihn zum Gegenstand
einer neuen durch den Endzweck bestimmten Arbeit macht; wieder aus der Form des
gleichgültigen Bestehens in die des gegenständlichen Materials, des Leibes der
Arbeit macht.

(Dasselbe gilt vom
Instrument.
Eine
Spindel erhält sich nur als Gebrauchswert, indem sie zum Spinnen vernutzt wird.
Sonst wäre durch die bestimmte Form, die hier am Eisen und Holz gesetzt wird,
sowohl die Arbeit, die sie setzte, als der Stoff, an dem sie sie

47
setzte,
verdorben zum Gebrauch. Nur indem sie

als Mittel der
lebendigen Arbeit, als ein gegenständliches Daseinsmoment ihrer Lebendigkeit
gesetzt wird, wird der Gebrauchswert von Holz und Eisen ganz ebenso wie ihre
Form erhalten. Aufgenutzt zu werden, ist ihre Bestimmung als Arbeitsinstrument,
aber im Spinnprozess aufgenutzt zu werden. Die größere Produktivität, die sie
der Arbeit verleiht, schafft mehr Gebrauchswerte und ersetzt so den in der
Konsumtion des Instruments aufgezehrten Gebrauchswert. Am klarsten erscheint
dies in der Agrikultur, da [ihr Produkt] unmittelbar als Lebensmittel und
Gebrauchswert am leichtesten, weil am ursprünglichsten, in seinem Unterschied
vom Tauschwert – als Gebrauchswert erscheint. Wenn die Hacke dem Landbauer
doppelt soviel Korn verschafft, als er sonst erhalten könnte, so braucht er
weniger Zeit auf die Produktion der Hacke selbst anzuwenden; er hat Proviant
genug, um eine neue Hacke zu machen.)

Nun erscheinen im
Verwertungsprozess die Wertbestandteile des Kapitals – von denen einer in der
Form des Materials, der andere in der Form des Instruments existiert – dem
Arbeiter gegenüber, d. h. der lebendigen Arbeit (denn als solche existiert der
Arbeiter nur in diesem Prozess), nicht als Werte, sondern als einfache Momente
des Produktionsprozesses; als Gebrauchswerte für die Arbeit, als die
gegenständlichen Bedingungen ihrer Wirksamkeit oder als ihre gegenständlichen
Momente. Dass er sie erhält, indem er das Instrument als Instrument benutzt und
dem Rohstoff | eine höhere Form des Gebrauchswerts gibt, liegt in der Natur
der Arbeit selbst. Aber die so erhaltenen Gebrauchswerte der Arbeit sind als
Bestandteile des Kapitals Tauschwerte und als solche bestimmt durch die in
ihnen enthaltenen Produktionskosten, das Quantum in ihnen

48
vergegenständlichter
Arbeit. (Für den Gebrauchswert handelt es sich nur um die
Qualität
der bereits
vergegenständlichten Arbeit.) Das Quantum der
vergegenständlichten Arbeit
wird erhalten,
indem ihre
Qualität als
Gebrauchswerte für fernere Arbeit
erhalten wird durch den
Kontakt mit der lebendigen Arbeit. Der Gebrauchswert der Baumwolle wie ihr
Gebrauchswert als Garn wird dadurch erhalten, dass sie als Garn verwebt wird;
dadurch, dass sie als eines der gegenständlichen Momente (neben dem Spinnrad

49
) im Weben
existiert.
Dadurch erhält
sich also auch das Quantum Arbeitszeit, das in der Baumwolle und Baumwollgarn
enthalten war. Was im einfachen Produktionsprozess als Erhalten der Qualität
der vorhergegangenen Arbeit – und dadurch
auch des Materials,
worin sie gesetzt ist – erscheint, erscheint im Verwertungsprozess als Erhalten
des Quantums der schon vergegenständlichten Arbeit.
Für das Kapital
ist
diese Erhaltung [das Erhalten] des Quantums der vergegenständlichten
Arbeit
durch
den
Produktionsprozess;

für die
lebendige Arbeit
selbst nur das des schon
vorhandenen, für die Arbeit vorhandenen Gebrauchswerts.

Die lebendige Arbeit setzt
ein
neues Arbeitsquantum
zu;
aber nicht durch dieses
quantitative Zusetzen
erhält sie das schon
vergegenständlichte Arbeitsquantum, sondern durch ihre
Qualität
als
lebendige Arbeit
oder
dadurch, dass sie sich als Arbeit zu den Gebrauchswerten verhält, worin die
vergangene Arbeit existiert. Bezahlt wird die lebendige Arbeit aber auch nicht
für diese Qualität, die sie als lebendige Arbeit besitzt – sie würde gar nicht
gekauft, wenn sie nicht lebendige Arbeit wäre –, sondern für das in ihr selbst
enthaltene Arbeits
quantum.
Bezahlt
wird nur der
Preis
ihres
Gebrauchswerts, wie der aller anderen Waren. Die spezifische Qualität, die sie
besitzt, dadurch, dass sie neues Arbeitsquantum dem schon vergegenständlichten
Arbeitsquantum zufügt, zugleich die vergegenständlichte Arbeit in ihrer
Qualität als vergegenständlichte Arbeit zu erhalten, wird ihr nicht bezahlt und
kostet dem Arbeiter auch nichts, da sie die Natureigenschaft seines
Arbeitsvermögens ist. In dem Produktionsprozess ist die Trennung der Arbeit von
ihren gegenständlichen Daseinsmomenten – Instrument und Material –
aufgehoben. Auf der Trennung beruht das
Dasein des Kapitals und der Lohnarbeit. Die Aufhebung der Trennung, die im
Produktionsprozess wirklich vorgeht
– denn sonst könnte gar
nicht gearbeitet werden –,
zahlt
das Kapital nicht.
(Die Aufhebung geschieht auch nicht durch
den Austausch mit dem Arbeiter – sondern
durch die Arbeit selbst im Produktionsprozess.
Als
solche
gegenwärtige
Arbeit
aber ist sie selbst schon dem Kapital einverleibt, ein
Moment desselben. Diese erhaltende Kraft der Arbeit erscheint also als
Selbsterhaltungskraft
des
Kapitals. Der Arbeiter hat nur neue Arbeit hinzugefügt; die vergangene – indem
das Kapital existiert – hat eine ewige Existenz als Wert, durchaus unabhängig
von seinem stofflichen Dasein. So erscheint die Sache dem Kapital und dem
Arbeiter.) Müsste es diese auch zahlen, so hörte es eben auf, Kapital zu sein.
Es fällt dies rein in die stoffliche Rolle, die die Arbeit im
Produktionsprozess ihrer Natur nach spielt; in ihren Gebrauchswert. Als
Gebrauchswert gehört die Arbeit aber dem Kapitalisten; als bloßer Tauschwert
dem Arbeiter. Ihre lebendige Qualität im Produktionsprozess selbst, die
vergegenständlichte Arbeitszeit dadurch zu erhalten, dass sie dieselbe zur
gegenständlichen Daseinsweise lebendiger Arbeit macht, geht den Arbeiter nichts
an.
Diese Aneignung,
wodurch im Produktionsprozess selbst die lebendige Arbeit Instrument und
Material
zum Leibe ihrer Seele macht und dadurch von den Toten
auferweckt, steht in der Tat im Gegensatz dazu, dass die Arbeit gegenstandslos
oder nur in unmittelbar er Lebendigkeit Wirklichkeit im Arbeiter [ist] – und
Arbeitsmaterial und Instrument als für sich selbst seiende im Kapital
existieren. (Darauf zurückzukommen.) Der Verwertungs-

prozess
des Kapitals geht durch den und im einfachen Produktionsprozess vor sich,
dadurch, dass die lebendige Arbeit in ihre naturgemäße Beziehung zu ihren
materiellen Daseinsmomenten gesetzt wird. Aber soweit sie in diese Beziehung
tritt, existiert diese Beziehung nicht für sie selbst, sondern für das Kapital;
ist sie selbst schon Moment des Kapitals.

Es zeigt sich also, dass
vermittelst des Austauschprozesses mit dem Arbeiter der Kapitalist – indem er
in der Tat dem Arbeiter ein Äquivalent zahlt für die in seinem Arbeitsvermögen
enthaltenen Produktionskosten, d. h. ihm die Mittel gibt, sein Arbeitsvermögen
zu erhalten – sich aber die lebendige Arbeit aneignet, zweierlei gratis erhält,
erstens die Surplusarbeit, die den Wert seines Kapitals vermehrt, aber zugleich
zweitens die Qualität der lebendigen Arbeit, die die in den Bestandteilen des
Kapitals materialisierte vergangene Arbeit erhält und so den vorher
existierenden Wert des Kapitals erhält. Diese Erhaltung geschieht aber nicht
dadurch, dass die lebendige Arbeit das
Quantum
der vergegenständlichten Arbeit vergrößert,
Wert schafft,
sondern einfach dadurch, dass sie im Zufügen von neuem Arbeitsquantum als
lebendige
Arbeit
existiert, in dem durch den Produktionsprozess

50
gesetzten immanenten Verhältnis zu Material
und Instrument der Arbeit; also durch ihre
Qualität
als lebendige Arbeit. Als solche
Qualität aber ist sie selbst ein Moment des einfachen Produktionsprozesses und
kostet dem Kapitalisten gerade sowenig, wie ihm das Garn und die Spindel

51
außer ihrem
Preis noch etwas dafür kosten, dass sie ebenfalls Momente des
Produktionsprozesses sind.

Wenn z. B. in Zeiten von
stagnations of trade

52
etc.
die mills

53
stillgesetzt
werden, so zeigt sich in der Tat, dass die Maschine einrostet und das Garn
nutzloser Ballast ist, außerdem verdirbt, sobald ihre Beziehung zur lebendigen
Arbeit aufhört. Wenn der Kapitalist bloß | arbeiten lässt, um Mehrwert zu
schaffen – um noch nicht vorhandenen Wert zu schaffen –, so zeigt sich, dass,
sobald er aufhört, arbeiten zu lassen, auch sein schon vorhandenes Kapital
entwertet wird; dass also die lebendige Arbeit nicht nur neuen Wert zufügt,
sondern durch den very act of adding a new value to the old one, maintains,
eternizes it

54
.
(Die Albernheit des dem Ricardo gemachten Vorwurfs, dass er
nur
Profit und Salair
als notwendige Bestandteile der Produktionskosten auffasst, nicht auch den im
Rohstoff und Instrument enthaltenen Teil des Kapitals zeigt sich so klar.
Soweit der in ihnen vorhandene Wert nur erhalten wird, macht dies keine neuen Produktionskosten.
Was aber diese vorhandenen

Werte selbst angeht, lösen sie
sich alle wieder in vergegenständlichte Arbeit auf – notwendige Arbeit und
Surplusarbeit – Salair und Profit. Das bloße Naturmaterial, soweit
keine
menschliche
Arbeit in ihm vergegenständlicht ist, soweit es daher bloße Materie ist,
unabhängig von der menschlichen Arbeit existiert, hat keinen
Wert,
da Wert nur
vergegenständlichte Arbeit ist; sowenig Wert wie die allgemeinen Elemente
überhaupt.) Die Erhaltung des vorhandenen Kapitals durch die sie verwertende
Arbeit kostet daher dem Kapital nichts und gehört daher nicht zu den
Produktionskosten; obgleich die vorhandenen Werte im Produkt erhalten sind und
also im Austausch für dieselben Äquivalente dafür gegeben werden müssen. Aber
die
Erhaltung dieser
Werte
im Produkt kostet dem Kapital nichts und kann daher von
ihm auch nicht unter die Produktionskosten rangiert werden. Sie werden auch
nicht ersetzt durch die Arbeit, da sie nicht konsumiert werden, außer insofern
sie in ihrer für die

55

Arbeit
gleichgültigen, außer ihr bestehenden Daseinsweise konsumiert werden, d.h. eben
ihre
Vergänglichkeit an
ihnen konsumiert
wird durch die Arbeit (aufgehoben wird). Real
konsumiert wird nur das Salair.

1
In
der Handschrift: 2

2
in
der Handschrift: gestiegen

3
in
der Handschrift: 12 oder 40 sh

4
Gut.
Zunächst

5
ob
die notwendige Arbeitszeit
von
sechs oder drei Stunden, von ½ oder ¼ des Arbeitstages repräsentiert wird

6
in
der Handschrift: ihr

7
Charles Babbage,
„Traité sur l’économie des machines et des manufactures“, Paris 1833, p.
216-219.

8
alles
zusammen

9
sinkend

10
In der Handschrift: Material

11
Gemeint ist Eugène Daire, der Herausgeber des
Buches „Économistes financiers du XVIIIe siècle“

12
Gemeint sind die Ansichten Ricardos zur
Kapitalakkumulation in seinem Buch „On the principles ...“, 3. ed., London
1821, p. 89, 136 und 340. (Siehe auch Band 26.2 unserer Ausgabe, S. 535-547.)

13
sagen wir dem Kapital der ganzen Gesellschaft

14
in der Handschrift: 20

15
Die Zahlen in diesem Satz widersprechen sich
offensichtlich und stimmen nicht mit den obigen Beispielen überein. Statt 40 %
wurde ursprünglich 20 % geschrieben. Eine eindeutige durchgehende Korrektur
aller dieser Zahlen lässt sich nicht vornehmen.

16
David Ricardo, „On the principles ...“, 3. ed.,
London 1821, p.325/326.

17
im Grunde

18
vorsintflutlich

19
Im Zusammenhang mit dieser Textstelle steht im
Manuskript am oberen Rand der S.36 ohne Einfügungszeichen folgende nachträglich
niedergeschriebene Bemerkung:
„{Geld
für
sich muss weder als Gebrauchswert noch Tauschwert, sondern als
Wert
bezeichnet
werden.)“

20
In der Handschrift: d

21
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft VIII von
1851, wo sich auf den Seiten 35-43 ausführlich kommentierte Auszüge aus
Ricardos Buch „On the principles ...“ befinden.

22
Reichtum

23
David Ricardo, „On the principles ...“, 3.ed., London
1821, p. 327/328.

24
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft VIII von
1851, wo sich auf den Seiten 39/40 Auszüge aus Ricardos Buch „On the principles
...“ mit seinen kritischen Bemerkungen unter dem Titel „Der auswärtige Handel
und der Tauschwert“ befinden.

25
In der Handschrift: nationalen

26
Gemeint ist das Kapitel 26 „On gross and net revenue“
von Ricardos Buch „On the principles ...“.

27
schafft sie sich vom Halse, indem er den Wert im
Austausch als gleichgültig für die Bildung von Reichtum betrachtet. D. h., er
behauptet, dass in einer auf dem Tauschwert beruhenden Gesellschaft und
Reichtum, der aus einem solchen Wert resultiert, die Widersprüche, zu denen
diese Form des Reichtums getrieben wird, mit der Entwicklung der
Produktivkräfte usw. nicht existieren und dass in einer solchen Gesellschaft
eine Zunahme an Wert nicht nötig ist, um die Zunahme des Reichtums zu sichern,
dass folglich Wert als die Form des Reichtums diesen Reichtum selbst und seine
Entwicklung überhaupt nicht beeinflusst

28
Wert

29
in der Handschrift: eintauscht

30
in der Handschrift: und

31
ersetzt

32
Wahrscheinlich meint Marx Malthus’ Schrift „The
measure of value stated and illustrated ...“, London 1823. Eine ausführliche
Analyse der Werttheorie von Malthus und insbesondere von Malthus’ Kritik an der
Lehre Ricardos gibt Marx in den „Theorien über den Mehrwert“. (Siehe Band 26.3
unserer Ausgabe, S. 23-28.)

33
In der Handschrift: ihr

34
in der Handschrift: Salairs

35
Hier und im folgenden Text müsste es statt Spindel
Webstuhl heißen, da es sich um Produktion von Gewebe handelt.

36
vergeudet

37
In der Handschrift: sie

38
In der Handschrift: d. Profits

39
zusammen

40
Siehe George Ramsay, „An essay on the
distribution of wealth“, Edinburgh, London 1836, p. 55, und Nassau
William Senior, „Letters on the Factory Act...“, London

41
ohne Rest auf gehenden

42
Sollte wahrscheinlich heißen: Arbeit

43
in der Handschrift: erhalten

44
In der Handschrift: sie

45
In der Handschrift: sie

46
In der Handschrift: sie

47
;in der Handschrift: sie ihn

48
In der Handschrift: ihr

49
sollte eigentlich heißen: Webstuhl

50
In der Handschrift: das Produktionsgesetz

51
sollte eigentlich heißen: Webstuhl

52
Stockungen des Handels

53
Fabriken

54
allein durch den Akt des Hinzufügens eines neuen
Wertes zum alten, es unterhält und verewigt

55
in der Handschrift: v. d.

## [Mehrwert und Profit]

Kehren wir noch einmal zu
unserm Beispiel zurück. 100 Taler Kapital, nämlich 50 Taler Rohmaterial, 40
Taler Arbeit, 10 Taler Produktionsinstrument. Der Arbeiter brauche 4 Stunden,
um die 40 Taler, die zu seinem Leben nötigen Mittel, oder den zu seiner Erhaltung
nötigen Teil der Produktion zu schaffen; sein Arbeitstag
sei 8 Stunden. Der Kapitalist erhält dadurch Surplus von 4 Stunden
gratis; sein Surpluswert gleich 4 vergegenständlichten Stunden, 40 Talern; also
sein Produkt = 50 + 10 (erhaltene Werte, nicht reproduzierte; als Werte
konstant
geblieben,
unverändert
geblieben)
+ 40 Taler (Arbeitslohn, reproduziert, weil in der Form des Salairs konsumiert)
+ 40 Taler Mehrwert.
Summa:
140
Taler. Von diesen 140 Talern sind nun 40 Überschuss. Der Kapitalist musste
leben während der Produktion und, bevor er zu produzieren anfing; sage 20
Taler. Diese musste er außer seinem Kapital von 100 Talern besitzen; es mussten
also Äquivalente für sie in der Zirkulation vorhanden sein. (Wie diese
entstanden sind, geht uns hier nichts an.) Das Kapital unterstellt die
Zirkulation als konstante Größe. Diese Äquivalente wieder von neuem vorhanden.
Verzehrt also 20 Taler von seinem Gewinn. Diese gehn in die

einfache Zirkulation ein. Die 100 Taler gehen auch in die einfache Zirkulation,
aber um wieder verwandelt zu werden in Bedingungen neuer Produktion, 50 Taler
Rohmaterial, 40 Lebensmittel für Arbeiter, 10 Instrument. Bleibt Mehrwert
zugefügt als solcher, neugeschaffen, von 20 Talern. Dieser ist
Geld,
negativ
selbständig gesetzter Wert gegen die Zirkulation. In die Zirkulation als bloßes
Äquivalent, um Gegenstände der bloßen Konsumtion auszutauschen, kann es nicht
eingehen, da die Zirkulation als konstant vorausgesetzt ist. Die selbständige,
illusorische Existenz des Geldes ist aber aufgehoben; es existiert nur noch, um
sich zu verwerten; d.h. Kapital zu werden. Um solches zu werden, müsste es aber
von neuem gegen die Momente des Produktionsprozesses, Lebensmittel für
Arbeiter, Rohstoff und Instrument

1
ausgetauscht werden; diese alle lösen sich in
vergegenständlichte Arbeit auf, können nur durch lebendige gesetzt werden.
Das
Geld,
soweit
es jetzt schon
an sich
als
Kapital existiert, ist daher einfach
Anweisung
auf zukünftige
(neue) Arbeit. Gegenständlich existiert es nur
als
Geld.
Der
Surpluswert, der Zuwachs der
vergegenständlichten
Arbeit,
soweit er für sich existiert, ist
Geld;
aber das Geld ist
jetzt
an sich
schon
Kapital; als solches
Anweisung
auf neue Arbeit.
Hier tritt das Kapital schon nicht mehr nur
in Verhältnis zur vorhandenen Arbeit; sondern zu zukünftiger. Es erscheint auch
nicht mehr aufgelöst in seine einfachen Elemente im Produktionsprozess, sondern
in das als Geld; aber nicht mehr als Geld, das bloß die abstrakte Form des
allgemeinen Reichtums, sondern Anweisung auf die reale Möglichkeit des
allgemeinen Reichtums – das Arbeitsvermögen, und zwar das
werdende Arbeitsvermögen ist.
Als
solche Anweisung ist seine materielle Existenz als Geld gleichgültig und kann
durch jeden Titel ersetzt werden. So gut wie der Staatsgläubiger besitzt jeder
Kapitalist in seinem neuerworbenen Wert Anweisung auf zukünftige Arbeit und hat
sich durch die Aneignung der gegenwärtigen zugleich schon die zukünftige
angeeignet. (Diese Seite des Kapitals später zu entwickeln. Es zeigt sich hier
schon seine Eigenschaft, als Wert, getrennt von seiner Substanz, zu bestehen.
Die Basis des Kredits ist hierin schon gelegt.) Seine Aufhäufung in der Form
des Geldes ist keineswegs daher materielle Aufhäufung der materiellen Bedingungen
der Arbeit. Sondern Aufhäufung der Eigentumstitel auf Arbeit. Setzen
zukünftiger Arbeit als
Lohnarbeit,
als
Gebrauchswert des Kapitals. Für den neugeschaffenen Wert kein
Äquivalent
vorhanden;
seine Möglichkeit nur in neuer | Arbeit.

In diesem Beispiel also durch
absolute Surplusarbeitszeit – Arbeiten von 8 Stunden statt 4 – neuer
Wert von 20 Talern, Geld, und Geld schon in bezug

auf seine
Form als Kapital (schon als
gesetzte
Möglichkeit
des Kapitals, nicht wie früher als solche dadurch
werdend, dass es aufhörte, Geld als solches zu sein) geschaffen; den alten
Werten der vorhandenen Welt des Reichtums zugefügt.

Verdoppelt sich nun die
Produktivkraft, so dass der Arbeiter statt 4 Stunden nur 2 Stunden
notwendige Arbeit
zu
liefern hat, und lässt ihn der Kapitalist consequently

2
nach wie vor 8 Stunden arbeiten, so
steht die Rechnung so: 50 Taler Material, 20 Arbeitslohn, 10 Arbeitsinstrument,
60 Surpluswert. (6 Stunden, früher 4.) Zuwachs von absolutem
Surpluswert: 2 Stunden oder 20 Taler.
Summa:
140
Taler (im Produkt).
3

Summa 140 Taler nach wie vor;
davon aber 60 Mehrwert; wovon 40 wie vorher für absolute Vermehrung der
Surpluszeit, 20 für relative. Es sind aber nach wie vor nur 140 Taler in
einfachem Tauschwert enthalten. Sind nun bloß die Gebrauchswerte vermehrt, oder
ist ein neuer Wert geschaffen? Vorhin musste das Kapital wieder mit 100
beginnen, um sich von neuem um 40% zu vermehren. Was wird aus den 20 Mehrwert?
Vorher aß das Kapital 20 auf; es blieben ihm 20 Wert. Jetzt isst es 20 auf; es
bleiben ihm 40. Andrerseits blieb vorhin das in die Produktion eingehende
Kapital 100; jetzt ist es 80 geworden. Was auf der einen Seite an Wert in der
einen Bestimmung gewonnen ist, ist auf der anderen Seite als Wert in der
anderen verloren. Das erste Kapital geht in den Produktionsprozess wieder ein;
produziert wieder 20 (seinen Konsum abgerechnet) Mehrwert. Am Ende dieser
zweiten Operation neugeschaffener Wert für kein Äquivalent vorhanden. 20 Taler
zusammen mit den ersten 40. Nehmen wir nun das zweite Kapital.

50 Material, 20 Arbeitslohn (=
2 Stunden), 10 Arbeitsinstrument. Mit den 2 Stunden produziert es aber Wert
von 8, nämlich 80 Taler (wovon 20 für Produktionskosten). Bleiben 60, da
20 nur reproduzieren das Salair (also verschwunden sind als Salair). 60 + 60 =
120. Am Ende dieser zweiten Operation 20 Taler Konsumtion, bleiben 20
Surpluswert

4
;
zusammen mit der ersten 60. Bei der dritten Operation bei dem ersten [Kapital]
60, bei dem zweiten 80; bei der vierten [Operation] bei dem ersten [Kapital]
80, bei dem zweiten 100. Um wie viel sich der Tauschwert des ersten Kapitals
als produktives Kapital vermindert hat, hat es sich als
Wert
vermehrt.

Gesetzt, beide Kapitalien seien
imstande, als Kapital mit ihrem Surplus verwandt werden zu können; d. h. für
das Surplus sich gegen neue lebendige Arbeit austauschen zu können. So erhalten
wir folgende Rechnung (die Konsumtion beiseite gelassen):
erstes Kapital
produziert
40%; das zweite

60%. 40% von 140 sind 56; 60% von 140
(nämlich 80 Kapital, 60 Surpluswert) sind 84. Das Gesamtprodukt im ersten Fall
140 + 56 = 196; im zweiten 140 + 84 = 224. Im zweiten Fall also der absolute
Tauschwert höher um 28. Das erste Kapital hat 40 Taler, um neue Arbeitszeit zu
kaufen; der Wert der Arbeitsstunde war vorausgesetzt 10 Taler; also kauft er
mit 40 Talern 4 neue Arbeitsstunden, die ihm 80 produzieren (wovon 40 Ersatz
des Salairs) (nämlich 8 Arbeitsstunden, geben). Es war am Ende 140 +
80 (nämlich Reproduktion des Kapitals von 100: Mehrwert 40 oder Reproduktion
von 140; die ersten 100 Taler reproduzieren sich als 140; die zweiten 40 (da
sie nur zum Ankauf neuer Arbeit ausgegeben werden, also keinen Wert
einfach
ersetzen, –
unmögliche Voraussetzung übrigens –) produzieren 80. 140 + 80 = 220. Das zweite
Kapital von 140; die 80 produzieren 40; oder die 80 Taler reproduzieren sich
als 120; die übrigbleibenden 60 aber reproduzieren sich (denn
rein
zum Ankauf
von
Arbeit
ausgegeben
und sie also keinen Wert einfach ersetzen, sondern aus sich selbst
reproduzieren und das Surplus setzen) als 180; also 120 + 120 = 240. (40 Taler
mehr produziert als das erste Kapital, exakt die Surpluszeit von 2 Stunden,
denn das erste ist Surpluszeit von 2 Stunden auch im ersten Kapital
unterstellt). Also größerer Tauschwert als Resultat, weil mehr Arbeit
vergegenständlicht; 2 Stunden mehr Surplusarbeit.

| Hier noch ein anderes zu
bemerken: 140 Taler zu 40% werfen ab 56; Kapital und Zins zusammen = 140 + 56 =
196; aber wir haben erhalten 220; wonach der Zins der 140 wäre nicht 56,
sondern 84; was wäre 60% für 140 (140:84 = 100: x; x = 8400/140 = 60).
Ebenso im zweiten Fall: 140 zu 60% = 84; Kapital und Zins = 140 + 84 = 224; wir
erhalten aber 240; wonach der Zins der 140 nicht 84, sondern 100; (140 + 100 =
240); d. h. Prozent (140:100 = 100 :x; x = 10.000/140)

5
71 3/7%. Woher kommt das nun? (Im ersten Fall
60% statt 40; im zweiten71 3/7%

6
statt 60%.) Im ersten Fall, wo 60 statt 40,
also 20% zu viel herausgekommen; indem zweiten Fall 71 3/7%
7
statt 60, also 11
3/7
%

8
zu viel. Woher also erstens die
Verschiedenheit in beiden Fällen und zweitens der Unterschied in jedem Falle?

Im ersten Falle das
ursprüngliche Kapital 100 = 60 (Material und Arbeitsinstrument) und 40 Arbeit;
2/5 Arbeit, 3/5 (Material). Die ersten 3/5 bringen gar keinen Zins; die letzten
2/5

bringen
100%. Aber auf das ganze Kapital gerechnet, hat es sich nur um 40 % vermehrt;
2/5 von 100 = 40. Die 100 % auf dieselben geben aber nur 40% auf das ganze 100;
d. h. eine Vermehrung des Ganzen um 2/5. Hätte sich nun von dem neu
hinzugekommenen Kapital von 40 auch nur 2/5

um 100% vermehrt,
so gäbe das eine Vermehrung des Ganzen um 16. 40 + 16 = 56. Dieses zusammen mit
den 140 = 196; was denn wirklich 40% auf 156 ist, Kapital und Zinsen
zusammengerechnet. 40 um 100% vermehrt, verdoppelt, ist 80; 2/5 von 40 um 100%
vermehrt ist 16. Von den 80 ersetzen 40 das Kapital. 40 Gewinn.

Rechnung also: 100c + 40Zins +
40c + 40Z = 220; oder Kapital von 140 mit Zins von 80; hätten wir aber
gerechnet: 100c + 40Z + 40c + 16Z = 196; oder das Kapital von 140 mit Zins von
56.

Es sind zu viel Zins gerechnet,
auf 40 Kapital 24; 24 aber = 3/5 von 40 (3 x 8 =24); d.h. neben dem
Kapital nur 2/5 vom Kapital sind um 100% gewachsen; das ganze Kapital also nur
um 2/5, i. e. 16 Taler

9
.
Die Zinsberechnung um 24 Taler

10
zu groß auf 40 (um 100 % auf 3/5 des
Kapitals); 24 auf 24 sind 100 % auf 3x8 (3/5 von 40). Auf die ganze Summe von
140 aber kommen 60% statt 40; d. h. auf 40 zu viel gerechnet 24 (3/5), 24 auf
40 sind 60%. Es sind also auf Kapital 40 60% zu viel gerechnet (60
= 3/5 von 100). Auf 140 aber 24 zu viel gerechnet (und dies ist der
Unterschied von 220 zu 196), sind erst 1/5 vom 100 und
1/12 vom 100 zu viel gerechnet; 1/5
vom 100 = 20%; 1/12

11
vom 100 8 4/12 %
oder 8⅓ %; also zusammen 28⅓ % zu viel. Also auf das Ganze
nicht wie [auf] die 40 Kapital 60%, sondern nur 28 ⅓ % zu viel;
was eine Differenz von 31 ⅔ %

12
macht, je nachdem 24 zu viel auf 40 der 140
Kapital gerechnet wird. Ebenso in dem anderen Beispiel.

In den ersten 80, die 120
produzieren, war 50 + 10 einfach ersetzt; 20 aber reproduzierte das Dreifache
von sich 60; (20 Reproduktion, 40 Surplus).

Arbeitsstunden

Wenn 20 ... 60 setzt, die ihren
dreifachen Wert [ausmachen], setzt 60 … 180.

||lV-l| Es ist sich nicht
länger bei dieser höchst ennuyanten Rechnung aufzuhalten. Der Witz ist einfach
der: Betragen wie bei unserem ersten Beispiel 3/5 (60 vom 100) Material und
Instrument, 2/5 Arbeitslohn (40) und warf das Kapital 40% Gewinn ab, so ist es
am Schluss gleich 140 (diese 40% Gewinn dem gleich, dass der Kapitalist
mit 6 notwendigen Arbeitsstunden 12 arbeiten ließ, also 100% auf die
notwendige Arbeitszeit gewann). Arbeiteten nun die gewonnenen 40 Taler wieder
als Kapital unter denselben Voraussetzungen – und auf dem Punkt, worauf wir
stehen, haben sich die Voraussetzungen noch nicht verändert –, so muss von den
40 Talern wieder 3/5, i. e. 24 Taler, auf

Material und
Instrument verwandt werden und 2/5 auf Arbeit; so dass dann auch nur der
Arbeitslohn von 16 sich verdoppelt, 32 wird, 16 so zur Reproduktion, 16
Surplusarbeit; also all together

13
am Ende der Produktion 40 + 16 = 56 oder
40%. Das Gesamtkapital von 140 hätte also unter denselben Umständen produziert
196. Es darf nicht, wie es in den meisten Ökonomien geschieht, angenommen
werden, dass die 40 Taler rein in Arbeitslohn ausgelegt sind, im Ankauf
lebendiger Arbeit, und daher am Schluss der Produktion 80 Taler liefern.

Wird gesagt: Ein Kapital von
100 bringt 10% in einer gewissen Epoche, 5% in einer anderen, so ist nichts
falscher, zu schließen, wie Carey und Konsorten

14
tun, dass im
ersten Fall der Anteil des Kapitals an der Produktion 1/10, also der der Arbeit
nur 9/10; dass im zweiten Fall der Anteil des Kapitals nur 1/20, also der
der Arbeit 19/20 war; also da die Rate des Profits fällt, die der Arbeit
steigt. Der Profit von 10 % auf ein Kapital von 100 ist natürlich vom
Standpunkt des Kapitals aus, das keineswegs ein Bewusstsein über die Natur
seines Verwertungsprozesses hat und nur in
Krisen
ein Interesse hat, ein Bewusstsein
darüber zu haben, so betrachtet, dass die Wertbestandteile seines Kapitals –
Material, Instrument, Arbeitslohn sich indifferent um 10% vermehrt haben, also
das Kapital als Summe von 100 Talern Wert, als diese Anzahl einer gewissen
Einheit von Werten, sich um 10% vermehrt hat. In der Tat aber fragt es sich: 1.
wie verhielten sich die Bestandteile des Kapitals zueinander und 2. wie viel
Surplusarbeit hat es mit dem Salair – mit den im Salair vergegenständlichten
Arbeitsstunden gekauft. Kenne ich die Gesamtsumme des Kapitals, das Verhältnis
seiner Wertbestandteile zueinander (praktisch müsste ich auch wissen, der
wievielte Teil des Produktionsinstruments sich im Prozess abnutzt, also
wirklich in ihn eingeht), und kenne ich den Profit, so weiß ich, wie viel
Surplusarbeit geschaffen worden ist. Bestand das Kapital zu 3/5 aus Material
(von dem hier der Bequemlichkeit wegen vorausgesetzt wird, dass es ganz
Material der Produktion wird, ganz produktiv konsumiert wird), also 60 Taler
und dem Arbeitslohn 40, und ist der Profit der 100 Taler 10, so hat die mit 40
Talern vergegenständlichte Arbeitszeit gekaufte Arbeit im Produktionsprozess 50
Taler vergegenständlichte Arbeit geschaffen, also eine Surpluszeit gearbeitet
oder Surpluswert geschaffen von 25 % = ¼ der notwendigen Arbeitszeit. Arbeitet
der Arbeiter also einen Tag von 12 Stunden

15
, so hat er 3 Stunden Surpluszeit gearbeitet, und
seine notwendige Arbeitszeit, um ihn einen Tag am Leben zu erhalten, war 9
Arbeitsstunden. Der in der Produktion geschaffene Neuwert ist zwar nur 10
Taler, aber der wirklichen Rate nach sind diese 10 Taler auf die 40, nicht auf
die 100 zu berechnen. Die 60 Taler Wert

haben keinen neuen
Wert geschaffen; sondern der Arbeitstag. Der Arbeiter hat also das gegen das
Arbeitsvermögen ausgetauschte Kapital um 25 % vermehrt, nicht um 10 %. Das
Gesamtkapital hat einen Zuwachs von 10 % erhalten. 10 ist 25% auf 40; es ist
nur 10% auf 100. Die Profitrate des Kapitals drückt also keineswegs die Rate
aus, worin die lebendige Arbeit die gegenständliche vermehrt; denn diese
Vermehrung ist bloß = dem Surplus, womit der Arbeiter seinen Arbeitslohn
reproduziert, d. h. = der Zeit, die er mehr arbeitet, als er arbeiten müsste,
um seinen Arbeitslohn zu produzieren.

Wäre im obigen Beispiel der
Arbeiter nicht Arbeiter des Kapitalisten und verhielte er sich zu den in den
100 Talern enthaltenen Gebrauchswerten nicht als zu Kapital, sondern einfach
als zu gegenständlichen Bedingungen seiner Arbeit, so besäße er, bevor er den
Produktionsprozess von neuem beginnt, 40 Taler Lebensmittel, die er verzehrt
während des Arbeitstags, 60 Taler Instrument und Material. Er würde nur ¾ Tag
arbeiten, 9 Stunden, und sein Produkt wäre am Ende des Tags nicht 110 Taler,
sondern 100, die er wieder austauschen würde in den obigen Proportionen und den
Prozess immer wieder von neuem beginnen. Aber er würde auch drei Stunden
weniger arbeiten; d. h. 25% Surplusarbeit sparen = 25% Surpluswert auf den
Austausch, den er zwischen 40 Taler Lebensmitteln und seiner Arbeitszeit
gemacht hätte, und wenn er einmal drei Stunden mehr arbeitete, weil er Material
daliegen hätte und ebenso das Instrument, so würde es ihm nicht einfallen zu
sagen, dass er einen Neugewinn von 10% geschaffen, sondern einen von 25%; weil
er für ein Viertel mehr Lebensmittel kaufen könnte; statt für 40 Taler für 50,
und die Lebensmittel allein würden ihm, dem es um den Gebrauchswert zu tun,
Wert haben.

Auf der Illusion, dass nicht
der Neugewinn | geschaffen wird durch den Austausch der in den 40 Talern
vergegenständlichten 9 Arbeitsstunden gegen 12 lebendige, also ein Surpluswert
von 25% geschaffen wird auf diesen Teil, sondern dass das Gesamtkapital
gleichmäßig sich um 10 % vermehrt hat -10 % auf 60 ist 6 und auf 40
ist 4 –, beruht die
zusammengesetzte
Zinsberechnung
des berüchtigten Dr. Price

16
, die den heaven
born

17
Pitt zum
Blödsinn seines
sinking
fund

18
veranlasste.
Durch die Identität des Mehrgewinns mit der Surplusarbeitszeit – absoluten und
relativen – ist eine qualitative Grenze für die Akkumulation des Kapitals
gesetzt, der
Arbeitstag,
die
Zeit, worin das Arbeitsvermögen des Arbeiters innerhalb 24 Stunden tätig sein
kann – der Grad der Produktivkraftsentwicklung – und die Population, welche die
Anzahl der gleichzeitigen Arbeitstage ausdrückt etc. Wird dagegen der
Mehrgewinn nur

als Zins gefasst – d.h. als Verhältnis,
wonach das Kapital vermittelst irgendeiner imaginären sleight of hand

19
sich vermehrt,
so ist die Grenze nur quantitativ, und es ist dann absolut nicht einzusehen,
warum das Kapital nicht jeden anderen Morgen die Zinsen wieder zu sich als
Kapital schlägt und so Zins von seinem Zins schafft in unendlicher
geometrischer Progression. Die
Unmöglichkeit
der
Priceschen Zinsvermehrung haben die Ökonomen aus der Praxis gesehen; den in ihr
enthaltenen blunder

20
nie
aufgedeckt.

Von den 110 Talern, die am Ende
der Produktion herauskommen, sind 60 Taler (Material und Instrument), soweit
sie Werte sind, absolut unverändert geblieben. Der Arbeiter hat ihnen nichts
genommen und nichts zugesetzt. Dass er dem Kapital gratis, durch das very fact
of his labour being living labour

21
, die vergegenständlichte Arbeit erhält –
erscheint vom Standpunkt des Kapitalisten allerdings so, dass er ihm noch
heraus zahlen müsse die Erlaubnis, dass er, Kapitalist, ihn als Arbeit in die
adäquate Beziehung zu den vergegenständlichten Momenten – gegenständlichen
Bedingungen – treten lässt. Was nun die übrigen 50 Taler betrifft, so
repräsentieren 40 Taler davon nun nicht bloße Erhaltung, sondern
wirkliche Reproduktion,
da
das Kapital sie in der Form des Salairs von sich entäußert und der Arbeiter sie
konsumiert hat; 10 Taler repräsentieren die Produktion über die Reproduktion
hinaus, nämlich ¼ Surplusarbeit (von 3 Stunden). Produkt des
Produktionsprozesses sind nur diese 50 Taler. Wenn der Arbeiter daher, wie
falsch behauptet wird, das Produkt so mit dem Kapitalisten teilte, dass er 9/10
erhielte, müsste er nicht 40 Taler erhalten (und er hat sie voraus erhalten,
dafür sie reproduziert; in der Tat also dem Kapital völlig zurückbezahlt und
ihm in den Kauf den schon bestehenden Wert gratis erhalten), was nur 8/10;
sondern er müsste 45 erhalten, was dem Kapital nur 5 ließe. Der Kapitalist
hätte also am Ende nur 65 Taler als Produkt des Produktionsprozesses, den er
mit 100 Talern begonnen. Aber von den reproduzierten 40 Talern erhält der
Arbeiter nichts, ebenso wenig wie von den 10 Talern Mehrwert. Sollen die 40
reproduzierten Taler so aufgefasst werden, dass sie bestimmt sind, von neuem
als Salair zu dienen, also auch von neuem dem Kapital zum Ankauf der lebendigen
Arbeit, so kann, wenn von Verhältnis die Rede sein soll, nur gesagt werden,
dass die vergegenständlichte Arbeit von 9 Stunden (40 Talern) eine lebendige
von 12 Stunden (50 Talern) kauft und so einen Mehrwert von 25% auf das
wirkliche Produkt (teils als Fonds für den Arbeitslohn reproduziert, teils als
Mehrwert neuproduziert) des Verwertungsprozesses macht.

Eben war das ursprüngliche Kapital von
100:

Arbeitsbedingungen:

Instrument:

Lohnarbeit:

50 -

10 -

40. Produzierte
Mehrgewinn von 10 Talern (25% Surpluszeit).
Zusammen
110 Taler.

Gesetzt nun, es sei gewesen:

60-20-20. Das Resultat sei 110
Taler; so sagt der gewöhnliche Ökonom und der noch gewöhnlichere Kapitalist,
dass 10 % aus allen Teilen des Kapitals gleichmäßig produziert worden sei. Es
wäre wieder 80 Taler Kapital nur erhalten; keine Veränderung mit seinem Wert
vorgegangen. Nur die 20 Taler hätten sich ausgetauscht gegen 30; also hätte
sich die Surplusarbeit vermehrt um 50%, nicht wie vorhin um 25 %.

Nimm den dritten Fall:

[Arbeitsbedingungen:]

[Instrument:]

[Lohnarbeit:]

100

70 -

20 -

10 -.

Resultat 110.

So der unveränderte Wert 90.
Das neue Produkt 20; also Mehrwert oder Surpluszeit 100 %. Wir haben hier drei
Fälle, in denen immer der Profit des ganzen Kapitals 10

22
, aber im ersten Fall der geschaffene
Neuwert 25 % auf die zum Ankauf der lebendigen Arbeit ausgegebene
vergegenständlichte Arbeit, im zweiten Fall 50%, im dritten: 100%.

Diese verfluchten falschen
Rechnungen soll der Teufel holen. Aber never mind

23
. Commengons de nouveau

24
.

Im ersten Fall hatten wir:

Unveränderlichen Wert

Lohnarbeit

Mehrwert

Summa

60

40

10

110.

Wir unterstellen fortwährend
den Arbeitstag = 12 Stunden. (Wir könnten auch den Arbeitstag als wachsend
annehmen, z. B. dass er früher nur x Stunden war, nun aber x + b Stunden, und
die Produktivkraft als gleichbleibend; oder beide Faktoren als wechselnd.)

Stunden

Taler

Produziert der Arbeiter in

12

50

so in

1 Stunde

4 1/6 Taler

in 12 Stunden

50 Taler

so in

9 3/5

Stunde

40 Taler

so in

2 2/5 Stunde

10 Taler

Die notwendige Arbeit des Arbeiters
beträgt also 9 3/5 Stunden (40 Taler); die Surplusarbeit daher 2 2/5 Stunden
(Wert von 10 Talern). 2 2/5 Stunden ist der 5te Teil des Arbeitstags.
Die Surplusarbeit des Arbeiters

25
beträgt 1/5 Tag, also = dem Wert von
10 Talern. Betrachten wir diese 2 2/5 Stunden nun als Prozent, die
das Kapital auf die in 9 3/5 Stunden vergegenständlichte Arbeitszeit im
Austausch gegen die lebendige Arbeit gewonnen hat, so 2 2/5 :
9 3/5 = 12/5 : 48/5, d. h. = 12:48 = 1:4. Also ¼ des Kapitals =
25% auf dasselbe. Ebenso 10 Taler:40 Taler = 1:4 = 25%.

Fassen wir nun das ganze
Resultat zusammen:

No. I

Ursprüngliches

Kapital:

Unveränderter

Wert:

Reproduzierter

Wert

für

Lohn:

Mehrwert

der Produktion:

Total

summe:

Surpluszeit und

-wert:

% auf die aus

getauschte
vergegenständlichte

Arbeit:

100

Taler

60

Taler

40

Taler

10

Taler

110

Taler

2 2/5 Stunden
oder 10 Taler

25%

(Es könnte gesagt werden, dass
das
Arbeitsinstrument,
der
Wert desselben, reproduziert, nicht nur ersetzt werden muss; da es in der Tat
abgenutzt, in der Produktion konsumiert wird. Dies beim
Capital fixe
zu
betrachten. In der Tat übersetzt sich der Wert des Instruments in den des
Materials; er ändert, soweit er vergegenständlichte Arbeit ist, nur die Form.
War im obigen Beispiel der Wert des Materials 50 und der des Arbeitsinstruments
10, so nun, wo das Instrument um 5 abgenutzt ist, der des Materials 55 und der
des Instruments 5; verschwindet es ganz, so hat der des Materials 60 erreicht.
Dies ist Element des einfachen Produktionsprozesses. Das Instrument ist nicht
wie das Salair
außerhalb
des Produktionsprozesses
konsumiert worden.)

Kommen wir nun zur zweiten
Voraussetzung:

Ursprüngliches

Kapital:

Unveränderter

Wert:

Reproduzierter

Wert für Lohn:

Mehrwert

der Produktion:

Totalsumme:

100

80

20

10 Taler

110 Taler

Produziert der Arbeiter in 12
Stunden 30 Taler, so in 1 Stunde 2 2/4 Taler, so in 8 Stunden
20 Taler; so in 4 Stunden 10 Taler. 10 Taler sind 50% auf

20
Taler; so sind 4 Stunden auf 8 Stunden; der Surpluswert = 4 Stunden,
V3 Tages- oder 10 Taler Surpluswert.

Also:

No.

II)

Ursprüngliches

Kapital:

Unveränderter

Wert:

Reproduzierter

Wert

für den

Lohn:

Mehrwert

der Produktion:

Totalsumme:

Surpluszeit und

-wert

% auf

das

Kapital

100

80

20

8 Stunden

10

Taler

110

4 Stunden 10
Taler

50%.

Im ersten Fall wie im zweiten
ist der Profit auf das Gesamtkapital von 100 = 10%, aber im ersten Fall ist der
wirkliche Mehrwert, den das Kapital erhält im Produktionsprozess, 25, im
zweiten 50%.

Die Voraussetzungen in No. II
sind an sich ebenso möglich wie die in No. I. Aber aufeinander bezogen,
erscheinen sie in No. II abgeschmackt. Das Material und das Instrument sind von
60 auf 80 Taler erhöht, die Produktivität der Arbeit ist von 4 1/6 Taler per
Stunde gefallen auf 2 2/4 Taler, und der Mehrwert hat sich um 100%
vermehrt. (Unterstelle aber, dass die Mehrausgabe für Lohn im ersten Fall mehr
Arbeitstage ausdrückt, im zweiten weniger, so ist die Voraussetzung richtig.)
Dass der notwendige Arbeitslohn, also der Wert der Arbeit in Talern
ausgedrückt, gefallen ist, wäre an sich gleichgültig. Ob der Wert einer
Arbeitsstunde in 2 oder 4 Talern ausgedrückt, im ersten Fall wie im zweiten
tauscht sich das Produkt von 12 Arbeitsstunden (in der Zirkulation) gegen 12
Arbeitsstunden aus, und in beiden Fällen erscheint die Surplusarbeit als
Mehrwert. Die Abgeschmacktheit der Voraussetzung geht daraus hervor, dass wir
1. das Maximum der Arbeitszeit als 12 Stunden gesetzt haben; also nicht mehr
oder weniger Arbeitstage hereinbringen können; 2. je mehr wir das Kapital auf
der einen Seite wachsen lassen, desto mehr lassen wir nicht nur die
notwendige
Arbeitszeit
vermindern, sondern müssen ihren
Wert
verringern;
während der Wert derselbe ist. Im zweiten Fall müsste der Preis vielmehr
steigen. Dass der Arbeiter mit weniger Arbeit leben kann, d. h. in denselben
Stunden mehr produziert, müsste sich zeigen nicht in der | Abnahme der Taler
für die notwendige Arbeitsstunde, sondern an der Zahl der notwendigen
Arbeitsstunden. Wenn er z. B. wie im ersten Beispiel 4 1/6 Taler erhält,
aber der Gebrauchswert dieses Werts, der
konstant
sein muss, um
Wert
auszudrücken
(nicht Preis), sich so vervielfacht hätte, dass er nicht mehr wie im ersten
Fall 9 3/5, sondern nur 4 Stunden zur Produktion seines lebendigen
Arbeitsvermögens brauchte, so müsste das sich im Surplus des Werts ausdrücken.
Aber

hier haben wir, wie wir die Bedingungen gestellt
haben, variabel den „unveränderten Wert“, unverändert die 10%, die hier
konstant sind als Zufügung zur reproduktiven Arbeit, obgleich sie verschiedene
Prozentteile derselben ausdrücken.

Wir haben im ersten Fall den
unveränderten Wert kleiner als im zweiten Fall, das Gesamtprodukt der Arbeit
größer; da, wenn ein Bestandteil von 100 kleiner ist, der andere größer sein
muss; und da zugleich die Fixität der absoluten Arbeitszeit dieselbe; da ferner
das Gesamtprodukt der Arbeit sich verkleinert, wie der „unveränderte Wert“ sich
vergrößert, und vergrößert, wie dieser sich verkleinert, so erhalten wir für
dieselbe Arbeitszeit weniger Arbeitsprodukt (absolutes) im selben Verhältnis
wie mehr Kapital angewandt wird. Dies wäre nun ganz richtig, da, wenn von einer
gegebenen Summe wie 100 mehr in „unverändertem Wert“ ausgelegt wird, weniger in
Arbeitszeit ausgelegt werden kann und daher
relativ
zum ausgelegten Kapital überhaupt
weniger neuer Wert geschaffen werden kann; aber dann muss die
Arbeitszeit
nicht wie
hier fixiert sein, oder wenn sie fixiert ist, muss der
Wert der Arbeitsstunde
nicht
wie hier kleiner werden, was unmöglich ist, wenn der „unveränderte Wert“ größer
und der
Mehrwert größer
wird;
die
Anzahl
der
Arbeitsstunden müsste kleiner werden. Dies ist aber bei unserem Beispiel
vorausgesetzt. Wir unterstellen im ersten Fall, dass in 12 Stunden Arbeit 50
Taler produziert werden; im zweiten nur 30 Taler. Im ersten lassen wir den
Arbeiter 9 3/5 Stunden arbeiten; im zweiten nur 6, obgleich er
weniger in der Stunde produziere. C’est absurde.

26

Ist aber doch nicht etwas
Richtiges, anders aufgefasst, in diesen Zahlen? Vermindert sich nicht der
absolute Neuwert, obgleich der relative wächst, sobald in die Bestandteile des
Kapitals verhältnismäßig mehr Material und Instrument zur Arbeit eingeht? Es
wird im Verhältnis zu einem gegebenen Kapital weniger lebendige Arbeit
angewandt; also wenn auch der Überschuss dieser lebendigen Arbeit über ihre
Kosten größer ist und daher der Prozentsatz eben in Bezug auf den Arbeitslohn
sich vergrößert, d. h. der Prozentsatz in Bezug auf das wirklich konsumierte
Kapital, wird der absolute Neuwert nicht notwendig relativ kleiner als bei dem
Kapital, das weniger Arbeitsmaterial und Instrument (dies namentlich ist der
Hauptpunkt in der Veränderung des unveränderten, i. e. durch den
Produktionsprozess als Wert unveränderten Werts) anwendet und mehr lebendige
Arbeit

27
; eben weil
mehr lebendige Arbeit relativ angewandt wird? Der Vermehrung des
Arbeitsinstruments entspricht dann das Wachsen der Produktivkraft, da sein
Mehrwert wie in der früheren Produktionsweise in keinem Verhältnis zu seinem
Gebrauchswert, seiner Produktiv-

kraft steht und die bloße
Vermehrung der Produktivkraft Mehrwert schafft, wenn auch keineswegs in
demselben Zahlenverhältnis. Die Vermehrung der Produktivkraft, die sich in der
Vergrößerung des Werts des Instruments – des Raums, den es in den Auslagen des
Kapitals einnimmt, aussprechen muss, führt notwendig mit sich Vermehrung des
Materials, da mehr Material bearbeitet werden muss, damit mehr Produkt
produziert werden kann. (Die Vermehrung der Produktivkraft bezieht sich aber
auch auf Qualität; doch nur auf Quantität für ein gegebenes Produkt von
bestimmter Qualität; auf Qualität für eine bestimmt gegebene Quantität; kann
sich auf beides beziehen.) Obgleich nun weniger Arbeit (notwendige) im
Verhältnis zur Surplusarbeit vorhanden als überhaupt notwendig, weniger
lebendige Arbeit überhaupt zum Kapital vorhanden, kann so nicht sein Mehrwert
zunehmen, obgleich er im Verhältnis zum ganzen Kapital abnimmt, also die sog.
Rate des Profits abnimmt? Z. B. nehme Kapital von 100. Material sei
ursprünglich 30. Instrument 30. (Zusammen 60 unveränderlicher Wert.)
Arbeitslohn 40 (4 Arbeitstage). Profit 10. Hier der Profit 25% Neuwert auf die
im Arbeitslohn vergegenständlichte Arbeit und 10% in Bezug auf das Kapital. Nun
werde Material 40, Instrument 40. Die Produktivität verdopple sich, so dass nur
mehr 2 Arbeitstage nötig = 20. Gesetzt nun, der absolute Profit sei kleiner als
10; d. h. der Profit auf das Gesamtkapital. Kann nicht der auf die beschäftigte
Arbeit mehr als 25%, i.e. im angegebenen Fall mehr als nur den vierten Teil von
20 [betragen]? In fact, der dritte Teil von 20 ist 6 ⅔; also weniger
als Zehn, | aber doch 33 ⅓ % auf die angewandte Arbeit, während es im
vorigen Fall nur 25 % war. Hier hätten wir am Ende nur 106 ⅔, während wir
früher 110 hätten, und doch wäre mit derselben Summe (100) die Surplusarbeit,
der Mehrgewinn größer in Bezug auf die angewandte Arbeit als im ersten; aber da
absolut weniger Arbeit angewandt war von 50%, während der größere Profit auf
die angewandte Arbeit nur 8 ⅓ mehr beträgt als im ersten Fall, muss
das absolute Ergebnis kleiner sein, als auch der Profit auf das Totalkapital.
Denn 20 x 33 ⅓ kleiner als 40 x 25.

Dieser ganze Fall ist
unwahrscheinlich und kann nicht als ein allgemeines Beispiel in der Ökonomie
gelten; denn Vermehrung des Arbeitsinstruments, Vermehrung des bearbeiteten
Materials ist hier vorausgesetzt, obgleich nicht nur die relative, sondern die absolute
Arbeiterzahl sich vermindert hat. (Natürlich, wenn zwei Faktoren = einem
dritten, muss der eine sich verkleinern, indem sich der andere vergrößert.)
Aber Vergrößerung des Arbeitsinstruments dem Wert nach, den es im Kapital
einnimmt, und Vermehrung des Arbeitsmaterials dem Wert nach mit relativ
verminderter Arbeit setzt im ganzen voraus Teilung der Arbeit, also Vermehrung
der Arbeiter wenigstens absolut, wenn auch nicht im Verhältnis zur Größe des
angewandten Kapitals.

Indes z. B. bei der lithographischen
Maschine, die jeder selbst zum Abzug von Lithographien gebrauchen kann, setze,
der
Wert
des
ersterfundenen Instruments sei größer gewesen als der, den 4 Arbeiter früher
anwandten, bevor diese handlichen Dinger erfunden waren; sie brauche nur mehr 2
Arbeiter (hier, wie bei vielen Maschinen, die instrumentartig sind, von gar
keiner weiteren Teilung der Arbeit die Rede, sondern vielmehr die qualitative
Teilung verschwindet); die Instrumente seien ursprünglich nur vom Wert von 30
gewesen, aber die nötige Arbeit (d. h. für den Kapitalisten nötig, um Profit zu
machen) von 4 Arbeitstagen. (Es gibt Maschinen, z. B. Luftheizungsröhren, wo
die Arbeit als solche ganz verschwindet, außer an einem Punkt; die Röhre wird
an einem Punkt geöffnet; um sie an die übrigen zu übertragen, sind gar keine
Arbeiter nötig. Dies überhaupt der Fall (siehe Babbage) bei Kraftleitern

28
, wo früher die
Kraft in materieller Form durch ebenso viele Arbeiter, vorhin Heizer, von einem
Ort zum andern [übertragen wurde] – die Leitung aus einem Raum in den andern,
die jetzt physischer Prozess geworden ist, als Arbeit von soundsoviel Arbeitern
erschien.) Wendet er diese Lithographiermaschine als Erwerbsquelle, als Kapital
an, nicht als Gebrauchswert, so vermehrt sich das Material notwendig, da er in
derselben Zeit mehr Lithographien abziehen kann und eben daher sein Profit
kommt. Dieser Lithograph wende daher Instrument von 40 an, Material von 40,
Arbeitstage 2 (20), die ihm 33 ⅓ %, d.h. 6 ⅔ auf 20
vergegenständlichte Arbeitszeit [einbringen], so besteht sein Kapital wie das
des andern aus 100, bringt ihm nur 62/3%, aber er gewinnt auf die
angewandte Arbeit 33 ⅓; der andere gewinnt auf das Kapital 10, auf die
angewandte Arbeit nur 25 %. Der auf die angewandte Arbeit erhaltene Wert mag
kleiner sein, aber die Profite des ganzen Kapitals sind größer, wenn die
übrigen Bestandteile des Kapitals im Verhältnis kleiner. Dennoch könnte das
Geschäft mit den 6 ⅔% auf das Gesamtkapital und 33 ⅓% auf die
angewandte Arbeit profitlicher werden, als das ursprünglich basierte auf 25%
von der Arbeit und 10% Profit vom Totalkapital. Unterstelle z.B. Korn etc.
stiegen so, dass der Lebensunterhalt des Arbeiters um 25% im Wert stiege. Die 4
Arbeitstage würden dem ersten Lithographen jetzt 50 statt 40 kosten. Seine
Instrumente und Material blieben dieselben: 60 Taler. Also müsste er auslegen
Kapital von 110. Sein Profit mit Kapital von 110 wäre auf die 50 Taler für 4
Arbeitstage 12 (25%

29
).
Also 12 Taler auf 110; (i.e. 9 1/6%auf das Gesamtkapital von 110). Der andere
Lithograph: Maschine 40; Material 40; aber die 2 Arbeitstage statt 20 werden
ihm kosten 25% mehr, d.h. 25. Er müsste also auslegen 105; sein Mehrwert auf
die Arbeit 33⅓ %, d.h. ⅓, also 8 ⅓. Er würde also auf 105
gewinnen 8⅓; 13⅛ %. Also nimm in einem Zyklus von 10 Jahren 5
schlechte und 5 gute Herbste zu den obigen

average

30
Proportionen
an; so würde der erste Lithograph gewinnen gegen den zweiten in den ersten 5
Jahren 50 Taler Zins; in den zweiten 45 5/6; zusammen 95 5/6 Taler;
average Zins auf die 10 Jahre
9
7/12 Taler. Der
andere Kapitalist würde gewonnen haben erste 5 Jahre 31 ⅓; zweite 5
Jahre 65 5/8; zusammen: 96 23/24 Taler; average

31
von den 10
Jahren 87/120. Da No. II mehr Material verarbeitet zum selben
Preis, liefert er es wohlfeiler. Es könnte dagegen gesagt werden, da er mehr
Instrument abnutzt, liefert er es teurer; besonders da das Verhältnis, in dem
er mehr Maschinenwert braucht, dasselbe ist, in dem er mehr Material abnutzt;
allein es ist praktisch | falsch, dass sich die Maschinen im selben Maß mehr
abnutzen, d. h. dass sie in demselben Zeitraum ersetzt werden müssen, als sie
mehr Material bearbeiten. Doch alles das gehört nicht hierher. Das Verhältnis
zwischen Wert von Maschine und Material sei konstant in beiden Fällen
unterstellt.

Das Beispiel gewinnt erst
Wichtigkeit, wenn wir unterstellen ein kleineres Kapital, das mehr Arbeit
anwendet und weniger Material und Maschinerie, aber hohem Prozentsatz auf das
ganze Kapital gewinnt; und ein größeres Kapital, das mehr Maschinerie, mehr Material
anwendet, verhältnismäßig weniger, aber absolut

32
ebenso viel Arbeitstag und kleineren
Prozentsatz auf das Ganze, weil weniger auf die Arbeit, die produktiver ist,
Teilung der Arbeit angewandt etc. Es muss dabei unterstellt sein, dass der
Gebrauchswert der Maschine (was oben nicht unterstellt war) bedeutend größer
als ihr Wert; d.h., dass ihre Entwertung im Dienst der Produktion nicht in
demselben Verhältnis steht, wie ihre Vermehrung der Produktion.

Also wie oben Presse (dies Mal
Druckpresse, aber Handpresse; das zweite Mal selfacting

33
Druckpresse).

Kapital I von 100 wende an in
Material 30; in Handpresse 30; in Arbeit 4 Arbeitstage = 40 Taler; Gewinn 10%;
also 25% auf die lebendige Arbeit (¼ Surpluszeit).

Kapital II
von 200 wende an Material
100,
Presse
60,
4 Arbeitstage (40 Taler); Gewinn auf die 4 Arbeitstage 13 ⅓

34
Taler: 1
Arbeitstag und ⅓, während im ersten Fall nur 1 Arbeitstag; Gesamtsumme:
413 ⅓. D. h. 3 ⅓ %

35
, während im ersten Fall 10 %. Dennoch ist
in diesem zweiten Fall der Mehrwert auf die angewandte Arbeit 13 ⅓, im ersten
nur 10; im ersten schaffen 4 Tage in 4 Tagen 1 Surplustag; im zweiten 4 [Tage]
1 ⅓ Surplustag. Die Rate des Profits auf das gesamte Kapital ist aber
um den 3.Teil oder 33 ⅓% kleiner als im ersten; die Totalsumme des Gewinns ist
um ⅓ größer. Nehmen wir nun an, die 30 und 100 Material seien Druckbogen;
das Instrument zehre sich in

derselben Zeit auf, in 10
Jahren oder 1/10 in einem Jahr. So hat No. I zu ersetzen 1/10 von 30
im Instrument

36
,
i.e. 3; No. II 1/10 von 60, i.e. 6. Weiter geht das Instrument

37
auf beiden
Seiten in die jährliche Produktion (die 4 Arbeitstage können als Tage von 3
Monaten gelten) nicht ein, die im obigen betrachtet ist.

Kapital I
verkauft 30 Druckbogen zu 30
Material + 3 Instrument + 50 (vergegenständlichte Arbeitszeit
)

38
=
83.

Kapital II
verkauft 100 Druckbogen zu 100 Material
+ 6 Instrument + 53 ⅓

=
159 ⅓.

Kapital
I verkauft 130 Druckbogen zu 83
Talern; I Druckbogen zu
83/30
Talern = 2 Taler 23
Silbergroschen.

Kapital II
verkauft 100 Druckbogen zu 159
Talern 10 Silbergroschen; 1 Druckbogen zu

(159 Talern x 10
Silbergroschen)/100; i.e. zu 1 Taler 9 Silbergroschen 10 Pfennig.

Es ist also klar, dass Kapital
I im Arsch ist, weil es unendlich zu teuer verkauft. Obgleich nun im ersten
Fall der Profit auf das Gesamtkapital 10% war und im zweiten 3 ⅓ % nur, so hat
doch das erste Kapital nur 25% genommen auf die Arbeitszeit, während das zweite
– 33 ⅓ nimmt. Bei dem Kapital I ist das Verhältnis der notwendigen Arbeit
größer zum angewandten Gesamtkapital, und daher erscheint die Surplusarbeit,
obgleich absolut kleiner als in Kapital II, als größere Rate des Profits auf
das kleinere Gesamtkapital. 4 Arbeitstage zu 60 größer als 4 zu 160; das erste
1 Arbeitstag auf vorhandenes Kapital von 15; im zweiten 1 Arbeitstag auf 40.
Aber im zweiten Kapital ist die Arbeit produktiver (was gesetzt ist sowohl
durch den
größeren
Bestand
der Maschinerie; daher auch den größeren Raum, den sie unter den Werten des
Kapitals einnimmt; als durch das größere Material, worin sich der | mehr
Surpluszeit arbeitende, daher mehr Material in derselben Zeit verbrauchende
Arbeitstag ausdrückt). Es schafft mehr Surpluszeit (relative Surpluszeit, also
durch die Entwicklung der Produktivkraft bedingte). Im ersten Fall ist die
Surpluszeit 1/4, im zweiten ⅓. Sie schafft daher in derselben Zeit mehr
Gebrauchswerte wie einen größeren Tauschwert; den letzteren aber nicht im
selben Verhältnis wie den ersteren, da, wie wir gesehen, der Tauschwert nicht
in demselben numerischen Verhältnis wächst wie die Produktivität der Arbeit.
Der fraktionelle Preis ist daher kleiner als der Totalpreis der Produktion – i.
e. der fraktionelle Preis multipliziert mit dem Quantum der produzierten
fraktionellen Preise

39
größer.
Hätten wir nun, obgleich die Totalsumme der Ar-

beitstage
relativ kleiner wie in No. I, als
absolut
größer
angenommen, so wäre die Sache noch frappanter. Der
Profit des größeren, mit größerer Maschinerie arbeitenden Kapitals erscheint
daher kleiner als der des kleineren mit relativ oder absolut mehr lebendiger
Arbeit arbeitenden, eben weil der
größere
Profit auf die lebendige Arbeit
kleiner erscheint auf ein
Gesamtkapital verteilt, in dem die angewandte lebendige Arbeit in geringerem
Verhältnis steht zum Gesamtkapital, als der
kleinere Profit auf die lebendige Arbeit,
der
in einem größeren Verhältnis steht zum kleineren Gesamtkapital. Dass das
Verhältnis aber in No. II so ist, dass mehr Material verarbeitet werden kann,
und größerer Teil des Werts in Arbeitsinstrument angelegt ist, ist nur der
Ausdruck für die Produktivität der Arbeit.

Dies also ist der berühmte Witz
des unglücklichen Bastiat, der sich fest eingeredet hatte – worauf
Herr Proudhon ihm nicht zu antworten wusste – dass, weil die
Profitrate auf das größere und produktivere Gesamtkapital kleiner erscheint,
der Anteil des Arbeiters größer geworden, während grade
umgekehrt
seine
Surplusarbeit größer geworden
.

40

Ricardo scheint die Sache auch
nicht verstanden zu haben, da er otherwise

41

das
periodische Sinken des Profits sich nicht bloß aus dem durch das Steigen der
Kornpreise (und damit der Rente) verursachten Steigen der Salaire erklärt haben
würde

42
. Aber au
fond

43
ist der
Mehrwert – soweit er zwar die Grundlage des Profits, aber auch von dem commonly

44
sog. Profit
unterschieden ist, nie entwickelt worden. Der unglückliche Bastiat würde im
angegebenen Fall gesagt haben, dass da im ersten Beispiel der Profit 10% (i. e.
1/10), im zweiten nur 3 ⅓ %, i. e. 1/33 (lass den Prozentteil
weg)

45
, der
Arbeiter im ersten Fall
9/
10,
im zweiten 32/33 erhält. Weder ist das Verhältnis in irgendeinem
der beiden cases

46
richtig
noch ihr Verhältnis untereinander.

Was nun die weitere Beziehung
angeht des Neuwerts des Kapitals zum Kapital als
indifferentem Gesamtwert
(so
erschien uns überhaupt das Kapital, bevor wir zum Produktionsprozess
fortgingen, und so muss es uns wieder am Ende desselben erscheinen), so ist das
zu entwickeln teils unter der Rubrik
Profit,
wo
der Neuwert eine neue Bestimmung erhält, teils unter der Rubrik der
Akkumulation.
Hier gilt
es uns nur, zunächst die Natur des Mehrwerts als Äquivalent der über die
notwendige Arbeitszeit hinaus vom Kapital ins Werk gesetzten absoluten oder
relativen Arbeitszeit zu entwickeln.

Dass die Konsumtion im
Produktionsakt des Wertbestandteils, der im Instrument besteht, durchaus nicht
das Produktionsinstrument vom Material unterscheiden kann – hier, wo bloß noch
die Setzung des Mehrwerts zu er-

klären, die Selbstverwertung
– geht einfach daraus hervor, dass diese Konsumtion dem einfachen
Produktionsprozess selbst angehört, dass also schon in diesem – damit er die
Fälligkeit hat, von sich von neuem zu beginnen – der Wert des konsumierten
Instruments (sei es des
einfachen
Gebrauchswerts
selbst oder des Tauschwerts, wenn die
Produktion schon zur Teilung der Arbeit fortgegangen und wenigstens das Surplus
ausgetauscht wird) sich im Wert (Tauschwert oder Gebrauchswert) des Produkts
wiederfinden muss. Das Instrument verliert seinen Gebrauchswert in demselben
Maße, wie es den Tauschwert von Rohmaterial erhöhen hilft und als Mittel der
Arbeit dient. Dieser Punkt muss, indeed

47
, untersucht werden, da die Unterscheidung
zwischen dem unveränderten Wert als einem Teil des Kapitals, der erhalten
bleibt, dem anderen, der reproduziert wird (
reproduziert
für
das Kapital; vom Standpunkt der wirklichen Produktion der Arbeit aus,
produziert)
und dem,
der neu produziert wird, wesentlich wichtig.

It is now time to
finir avec la question regardant
la valeur résultant de l’accroissement des forces productives
.
48
Wir haben gesehen: Ein
Mehrwert
(nicht bloß
größerer Gebrauchswert) wird geschaffen, wie bei dem absoluten Zuwachs der
Surplusarbeit. Wenn eine bestimmte Grenze gegeben ist, sage z. B., dass der
Arbeiter nur einen halben Tag braucht, um sich Lebensmittel für einen
ganzen
zu produzieren –
die natürliche Grenze sei erreicht, die der Arbeiter

49
mit einem gegebenen Arbeitsquantum
Surplusarbeit liefert, so ist eine Vermehrung der absoluten Arbeitszeit nur
möglich, dadurch, dass
gleichzeitig
mehr
Arbeiter angewandt werden, der wirkliche Arbeitstag sich simultaneously

50
vervielfältigt,
statt nur verlängert wird – (der einzelne Arbeiter kann unter der Voraussetzung
nur 12 Stunden arbeiten; soll die Surpluszeit von 24 Stunden gewonnen werden,
so müssen 2 Arbeiter dran). In diesem Fall muss das Kapital, bevor es den Selbstverwertungsprozess
eingeht, in dem Tauschakt mit dem Arbeiter 6 Arbeitsstunden mehr kaufen, also
größeren Teil von sich abgeben; andererseits im Durchschnitt mehr in Material
auslegen, das bearbeitet werden soll (abgesehen davon, dass der überschüssige
Arbeiter
vorhanden
sein,
d. h. die arbeitende Population gewachsen sein muss). Also hängt die
Möglichkeit des weiteren Verwertungs|prozesses hier ab von einer
vorhergegangenen Akkumulation des Kapitals (seinem stofflichen Bestehen nach
betrachtet). Wächst dagegen die Produktivkraft und daher die relative
Surpluszeit, so ist – auf dem jetzigen Standpunkt kann das Kapital immer noch

betrachtet werden als direkt Lebensmittel, Rohstoff etc. produzierend

51
– geringere
Auslage für Salair nötig, und das Wachstum im Material ist durch den
Verwertungsprozess selbst geschaffen. Doch diese Frage bezieht sich rather

52

auf die
Akkumulation
der
Kapitalien.

Kommen wir nun zu dem Punkt, an
dem wir zuletzt abgebrochen. Die wachsende Produktivität vermehrt den
Surpluswert,
obgleich
sie

53
nicht
die absolute Summe der Tauschwerte vermehrt. Sie

54
vermehrt die Werte, weil sie

55
einen
neuen
Wert als Wert,
d.
h. einen Wert schafft, der nicht bloß als Äquivalent ausgetauscht werden soll,
sondern sich behaupten; in einem Worte, mehr Geld. Die Frage ist: Vermehrt sie

56
schließlich
auch die Summe der Tauschwerte? Au fond ist dies zugegeben, da auch Ricardo
zugibt, dass mit der Akkumulation der Kapitalien die Ersparnisse, hence

57
die
Tauschwerte wachsen, die produziert werden. Das Wachsen der Ersparungen heißt
nichts als Wachsen selbständiger Werte – Geldes. Aber Ricardos Demonstration
widerspricht dieser seiner eigenen Behauptung.

Unser altes Beispiel. 100 Taler
Kapital; 60 Taler unveränderter Wert; 40 Salair; produziere 80; also Produkt =
140.

{Hier zeigt es sich wieder,
dass der Surpluswert auf das Ganze des Kapitals = der Hälfte des
neuproduzierten Werts ist, da eine Hälfte desselben = der notwendigen Arbeit.
Welches Verhältnis dieser Surpluswert, der immer gleich der Surpluszeit ist,
also = dem Gesamtprodukt des Arbeiters minus den Teil, der sein Salair bildet,
hängt ab 1. von dem Verhältnis, das der unveränderte Teil des Kapitals zum
produktiven; 2. Das

58
die
notwendige Arbeitszeit zur Surpluszeit einnimmt. Im obigen Fall 100% das
Verhältnis der Surpluszeit zur notwendigen; macht 40% auf das Kapital von 100;
also 3. auch nicht nur von dem in 2. angegebenen Verhältnis, sondern von der
absoluten Größe der notwendigen Arbeitszeit. Wäre von dem Kapital von 100 der
unveränderte Teil 80, so wäre der gegen die notwendige Arbeit ausgetauschte =
20, und wenn dies 100% Surpluszeit schaffe, der Profit des Kapitals
20%. Wäre aber das Kapital = 200 mit demselben Verhältnis des konstanten
und variablen Teils

59
(nämlich 3/5 zu 2/5),
so die Summe 280, was 40 auf 100 macht. In diesem Fall wüchse das absolute
Quantum des Profits von 40 auf 80, aber das Verhältnis bliebe 40%. Wäre dagegen
in den 200 sage wieder das konstante Element 120, das Quantum der notwendigen
Arbeit 80, aber diese vermehrte sich nur um 10%, also um 8, so wäre
die Gesamtsumme = 208, also Profit von 4%; vermehrte sie sich nur um 5

60
, so die Gesamtsumme
205; also 2 ½ %.}

Diese 40 Surpluswert sei absolute
Arbeitszeit.

Gesetzt nun, die Produktivkraft
verdopple sich: der Arbeiter könne also wenn 40 8 notwendige
Arbeitsstunden

61
liefern,
nun in 4 Stunden einen ganzen Tag lebendiger Arbeit produzieren. Es würde dann
die Surpluszeit wachsen (früher ⅔ Tag, um einen ganzen zu
produzieren, jetzt 1//3 Tag) um ⅓. Von dem Produkt des Arbeitstags
wäre ⅔

62
Mehrwert,
und wenn die notwendige Arbeitsstunde = 5 Taler (5x8 = 40), brauchte er jetzt
nur noch 5 x 4 = 20 Taler. Dem Kapital also Surplusgewinn von 20, nämlich 60
statt 40. Am Schluss 140, wovon 60 = dem konstanten Wert, 20 = dem Salair und
60 = dem Mehrgewinn; zusammen 140. Mit 80 Taler Kapital kann der Kapitalist nun
die Produktion von neuem beginnen:

Der Kapitalist

63
A auf
derselben Stufe der alten Produktion wende sein Kapital 140 zu neuer Produktion
an. Nach dem ursprünglichen Verhältnis braucht er 3/5 zum invariablen
Teil des Kapitals, also 3 x 140/5 = 3 x 28 = 84, bleibt für die
notwendige Arbeit 56. Er wandte vorhin 40 für die Arbeit an, jetzt 56; 2/5

64
von 40 mehr.
Also am Schluss sein Kapital = 84 + 56 + 56 = 196.

Der Kapitalist

65
B auf der
Stufe der gewachsenen Produktion würde ebenfalls die 140 Taler zu neuer
Produktion anwenden. Wenn er Kapital von 80 braucht, 60 als invariablen Wert
und nur 20 für Arbeit, so von 60 braucht er 45 für invariablen Wert und 15 für
Arbeit; also Summe wäre = 1.60 + 20 + 20 = 100 und zweitens 45 + 15 + 15 = 75.
Also sein Gesamtergebnis 175

66
, während das des ersten = 196. Die Vermehrung
der Produktivität der Arbeit heißt nichts, als dass dasselbe Kapital denselben
Wert schafft mit weniger Arbeit oder dass die geringere Arbeit dasselbe Produkt
schafft mit größerem Kapital. Weniger notwendige Arbeit mehr Surplusarbeit
produziert. Dass notwendige Arbeit | ist kleiner im Verhältnis zum Kapital,
für seinen Verwertungsprozess ist offenbar dasselbe als: Das Kapital ist
verhältnismäßig größer zur notwendigen Arbeit, die es in Bewegung setzt; denn dasselbe
Kapital setzt mehr Surplusarbeit in Bewegung, also weniger notwendige. Wird
vorausgesetzt, wie in unserem Fall, dass das Kapital dasselbe bleibt, d.h.,
dass beide wieder mit 140 Taler beginnen, so muss bei dem produktiveren
größerer Teil auf das Kapital fallen (nämlich seinen invariablen Teil), bei dem
unproduktiveren größerer auf Arbeit. Das erste Kapital von 140 setzt daher
notwendige Arbeit von 56 in Bewegung, und diese notwendige Arbeit unterstellt
zu ihrem Prozess einen invariablen Teil des Kapitals von 84. Das zweite setzt
in Bewegung Arbeit von 20 + 15 = 35, und invariables Kapital 60 + 45 = 105 (und
aus dem früher Entwickelten folgt auch, dass die Vermehrung der Produktiv-

kraft
nicht in demselben Maß den Wert vermehrt, wie sie sich selbst vermehrt).}

{Im ersten Fall, wie vorhin
schon gezeigt, der absolute Neuwert größer als im zweiten, weil die Masse
angewandter Arbeit größer ist im Verhältnis zum invariablen; während im zweiten
diese kleiner ist, eben weil die Arbeit produktiver. Allein 1. der Unterschied,
dass der Neuwert im ersten Fall nur 40 war, im zweiten 60, schließt aus, dass
der erste mit demselben Kapital die Produktion neu beginnen kann wie im
zweiten; denn ein Teil des Neuwerts auf beiden Seiten muss als Äquivalent in
die Zirkulation eingehen, damit der Kapitalist lebe, und zwar vom Kapital.
Verzehren beide 20 Taler, so fängt der erste die neue Arbeit an mit 120
Kapital, der andere auch mit 120 etc. Sieh oben. Auf dies Ganze noch einmal
zurückzukommen; aber die Frage, wie sich der Neuwert, der durch die größere
Produktivkraft geschaffen ist, verhält zum Neuwert, der durch absolut vermehrte
Arbeit geschaffen ist, gehört in das Kapitel von der
Akkumulation und dem Profit.}

Es wird daher auch von der
Maschinerie gesagt, dass sie
Arbeit
spart;
das
bloße
Sparen
der Arbeit ist indes, wie
Lauderdale
richtig
bemerkt hat

67
,
nicht das Charakteristische; da mit Hilfe der Maschinerie die menschliche
Arbeit Dinge tut und schafft, die sie absolut ohne sie nicht schaffen könnte.
Letzteres bezieht sich auf den Gebrauchswert der Maschinerie. Das
Sparen
der notwendigen
Arbeit und das Schaffen der
Surplusarbeit
ist
das Charakteristische. Die größere Produktivität der Arbeit drückt sich darin
aus, dass das Kapital weniger notwendige Arbeit zu kaufen hat, um denselben
Wert und größere Quanta von Gebrauchswerten zu schaffen, oder dass geringere
notwendige Arbeit denselben Tauschwert schafft, mehr Material verwertet und
eine größere Masse Gebrauchswerte. Das Wachsen der Produktivkraft unterstellt
also, wenn der
Gesamtwert
des Kapitals derselbe bleibt,
dass der konstante Teil
desselben (in Material und Maschinen bestehende) wächst im Verhältnis zum
variablen, d. h. zu dem Teil desselben, der sich mit der lebendigen Arbeit
austauscht, den Fonds des Arbeitslohns bildet. Es erscheint dies zugleich so,
dass geringeres Quantum Arbeit ein größeres Quantum Kapital in Bewegung setzt.
Wächst der
Gesamtwert des
Kapitals,
das in den Produktionsprozess eingeht, so muss der
Arbeitsfonds (dieser variable Teil des Kapitals)
relativ
abnehmen,
verglichen mit dem Verhältnis, wenn die Produktivität der Arbeit, also das
Verhältnis der notwendigen Arbeit zur Surplusarbeit, dasselbe geblieben wäre.

Nehmen wir im obigen Fall an,
das Kapital 100 sei Agrikulturkapital gewesen. 40 Taler Samen, Dünger etc., 20
Taler Arbeitsinstrument und 40 Taler Lohnarbeit auf dem alten Standpunkt der
Produktion (Unterstelle diese

40 Taler = 4 notwendigen
Arbeitstagen.) Diese schaffen Summe von 140 auf dem alten Standpunkt der
Produktion. Die Fruchtbarkeit vermehre sich um das Doppelte, sei es durch
Verbesserung des Instruments oder besseren Dünger etc. In diesem Fall muss das
Produkt sein = 140 Taler (unterstellt, das Instrument sich ganz aufzuzehren).
Die Fruchtbarkeit verdopple sich, so dass der Preis des notwendigen Arbeitstags
um die Hälfte falle oder dass nur 4 halbe notwendige Arbeitstage (i. e. 2
ganze) nötig sind, um 8 zu produzieren, 2 Arbeitstage
um 8 zu produzieren ist dasselbe, dass auf den einzelnen Arbeitstag
1/4 (3 Stunden) fällt für die notwendige Arbeit. Statt 40 Taler hat der
Pächter jetzt nur mehr 20 auf Arbeit zu spenden.
68
Am Ende des Prozesses haben sich also die
Bestandteile des Kapitals geändert; von den ursprünglichen 40 auf Samen etc.,
die jetzt doppelten Gebrauchswert haben; 20 Arbeitsinstrument und 20 Arbeit (2
ganze Arbeitstage). Früher das Verhältnis des konstanten Teils des Kapitals zum
variablen = 60:40 = 3 :2; jetzt = 80:20 oder = 4:1. Oder betrachten wir das
ganze Kapital, so verhielt sich die notwendige Arbeit = 2/5; jetzt wie
1/5. Will der Pächter nun fortfahren, die Arbeit im früheren Verhältnis
anzuwenden, um wie viel müsste dann sein Kapital wachsen? Oder, damit wir
die
bösartige
Voraussetzung
vermeiden, dass er fortfuhr, mit 60 konstantem
Kapital und 40 Arbeitsfonds zu arbeiten – nachdem die Verdopplung der
Produktivkraft eingetreten, wodurch falsche Verhältnisse hereingekommen
{obgleich dies z. B. beim Pächter ganz richtig, wenn die seasons

69
an
Fruchtbarkeit verdoppelt oder für jeden Industriellen richtig, wenn nicht in
seiner Branche, sondern in den von ihm benutzten die Produktivkraft sich
verdoppelt; also z. B. die Rohwolle um 50 %

70
weniger kostete, ferner das Getreide (also
der Arbeitslohn), endlich das Instrument; er würde dann nach wie vor
fortfahren, erstens 40 Taler in Rohwolle auszulegen, aber doppelt soviel
Quantum, 20 in Maschinerie, 40 in Arbeit); es wird damit nämlich unterstellt,
dass trotz der verdoppelten Produktivkraft das Kapital fortfuhr, in denselben
Bestandteilen zu arbeiten, dieselbe Quantität notwendige Arbeit anzuwenden,
ohne mehr auszugeben für Rohmaterial und Arbeitsinstrument {Setze, dass nur die
Baumwolle sich verdoppelt in Produktivkraft, die Maschine dieselbe geblieben,
so – dies weiter zu untersuchen); also die Produktivkraft verdopple sich, so
dass, wenn er früher 40 Taler für Arbeit ausgeben musste, er nun nur 20 Taler
braucht.

(Ist unterstellt, dass 4 ganze
Arbeitstage nötig waren – jeder = 10 Taler, um ihm Surplus von 4 ganzen
Arbeitstagen zu schaffen, und dies Surplus werde ihm verschafft, indem die 40
Taler Baumwolle in Garn verwandelt werden, so

braucht
er jetzt nur 2 ganze Arbeitstage, | um denselben Wert zu schaffen –
nämlich 8 Arbeitstage; der Wert des Garns drückte früher Surpluszeit
von 4 Arbeitstagen aus, jetzt von 6. Oder jeder der Arbeiter brauchte
früher 6 Stunden notwendige Arbeitszeit, um 12 zu schaffen;
jetzt 3.
Die notwendige
Arbeitszeit betrug 12 x 4 = 48 [Stunden] oder 4 Tage. In jedem dieser Tage die
Surpluszeit = ½ Tag (6 Stunden). Sie [die notwendige
Arbeitszeit] beträgt jetzt nur noch 12 x 2 = 24 [Stunden] oder 2 Tage; 3
Stunden [im Tage]. Um den Surpluswert herauszubringen, musste jeder der 4
Arbeiter arbeiten 6 x 2 Stunden; d. h. 1 Tag; jetzt braucht er nur
mehr zu arbeiten 3x2, d. h. ½ Tag. Ob nun 4 einen ½ Tag arbeiten oder 2 einen
ganzen Tag, ist dasselbe. Der Kapitalist könnte 2 Arbeiter entlassen. Er müsste
sie sogar entlassen, da er aus einem bestimmten Quantum Baumwolle nur ein
bestimmtes Quantum Garn machen kann; also nicht mehr 4 ganze Tage arbeiten
lassen kann; sondern nur noch 4 halbe. Wenn der Arbeiter aber 12 Stunden
arbeiten muss, um 3 Stunden, d. h. sein
notwendiges
Salair
zu erhalten, so wird er, wenn er 6 Stunden arbeitet, nur 1½ Stunden
Tauschwert erhalten. Wenn er aber mit 3 notwendigen Arbeitsstunden 12, kann er
mit IV2 nur 6 leben. Jeder der 4 Arbeiter könnte also, wenn
sie alle 4 angewandt würden, nur einen halben Tag leben, d. h. alle 4 können
nicht als
Arbeiter
von
demselben Kapital am Leben erhalten werden, sondern nur 2. Der Kapitalist
könnte 4 zahlen mit dem alten Fonds für 4 halbe Arbeitstage; dann zahlte er 2
zu viel und machte den Arbeitern ein Geschenk aus der Produktivkraft; da er nur
4 halbe lebendige Arbeitstage anwenden kann; solche „Möglichkeiten“ kommen
weder in der Praxis vor, und noch weniger kann davon die Rede sein, hier, wo es
sich um das Kapitalverhältnis als solches handelt.)

20 Taler von dem Kapital von
100 sind jetzt nicht direkt in der Produktion angewandt. Der Kapitalist wendet
nach wie vor 40 Taler für Rohstoff, 20 für Instrument an, also 60, aber nur
noch 20 Taler für Arbeit (2 Arbeitstage). Von dem ganzen Kapital von 80 wendet
er ¾ (60) für den konstanten Teil an und nur ¼ für Arbeit. Wendet er
also die Testierenden 20 in derselben Weise an, so ¾ für konstantes
Kapital, ¼ für Arbeit; i. e. 15 für das erste, 5 für die zweite. Da
nun ein Arbeitstag = 10 Taler vorausgesetzt, wäre 5 nur = 6 Stunden =
½ Arbeitstag. Das Kapital könnte mit dem Neuwert von 20, durch die
Produktivität gewonnen, nur ½ Arbeitstag mehr kaufen, um sich in demselben
Verhältnis zu verwerten. Es müsste wachsen um das Dreifache (nämlich 60)
(zusammen mit den 20, 80), um die 2 entlassenen Arbeiter oder die früher
angewandten 2 Arbeitstage ganz anwenden zu können. Nach dem neuen Verhältnis
wendet das Kapital ¾ an konstantes Kapital, um ¼ Arbeitsfonds
anzuwenden.

Mit 20 ganzem Kapital daher ¾, i.
e. 15 konstantes und ¼ Arbeit (i. e. 5) = ½ Arbeitstag.

Mit 4 X 20 ganzem Kapital,
daher 4 x 15 = 60 konstantem, daher 4 x 5 Arbeitslohn
= 4/2 Arbeitstage = 2 Arbeitstage.

Wenn also die Produktivkraft
der Arbeit sich verdoppelt, so dass ein Kapital von 60 Talern Rohwolle und
Instrument nur mehr 20 Taler Arbeit (2 Arbeitstage) braucht zu seiner
Verwertung, wo es früher 100 [Gesamtkapital] brauchte, so müsste das
Gesamtkapital von 100 auf 160 wachsen, oder das nun zu rechnende Kapital von 80
müsste sich verdoppeln, um die ganze außer Arbeit gesetzte Arbeit
beizubehalten. Durch die Verdopplung der Produktionskraft wird aber nur ein
neues Kapital gebildet von 20 Talern = ½ der früher angewandten Arbeitszeit;
und diese reicht nur hin, um ½ Arbeitstag mehr anzuwenden. Das Kapital, welches
vor der Verdopplung der Produktivkraft 100 war und 4 Arbeitstage anwandte
(unter der Voraussetzung, dass
2/5 =
40
Arbeitsfonds war), müsste jetzt, wo der Arbeitsfonds auf 1/5 von 100
gefallen ist, auf 20 = 2 Arbeitstagen (auf ¼ aber von 80, dem neu in den
Verwertungsprozess tretenden Kapital), steigen auf 160, um 60%, um die alten 4
Arbeitstage mehr anwenden zu können. Es kann mit den infolge der Vermehrung der
Produktivkraft dem Arbeitsfonds entzogenen 20 Talern jetzt nur ½ Arbeitstag von
neuem anwenden, wenn mit dem ganzen alten Kapital fort gearbeitet werden soll.
Es wandte früher mit 100 an 16/4 (4 Tage) Arbeitstage; es könnte
jetzt nur noch anwenden 10/4

71
. Wenn also die Produktivkraft sich verdoppelt,
so braucht das Kapital sich nicht zu verdoppeln, um dieselbe notwendige Arbeit
in Bewegung zu setzen, 4 Arbeitstage, also nicht zu wachsen auf 200, sondern es
braucht nur zu wachsen um das Ganze minus den dem Arbeitsfonds entzogenen Teil.
(100 - 20 = 80) x 2 = 160. (Dagegen das erste Kapital, vor der Vermehrung der
Produktivkraft, das mit 100 ausgab: 60 konstant, 40 Arbeitslohn (4
Arbeitstage), brauchte, um 2 Tage mehr anzuwenden, von 100 nur zu wachsen auf
150; nämlich 3/5 konstantes Kapital (30)
und 2/5 Arbeitsfonds (20). Während vorausgesetzt, dass in beiden
Fällen der [Gesamt-]Arbeitstag sich um 2 Tage vergrößert

72
, das zweite

73
am Ende
betragen würde | 160

74
;
das erste nur 150

75
).
Von dem dem Arbeitsfonds infolge des Wachstums der Produktivkraft entzogenen
Teil des Kapitals muss ein Teil wieder verwandelt werden in Rohmaterial und
Instrument, ein anderer mit lebendiger Arbeit ausgetauscht; dies kann nur
geschehen in den Proportionen zwischen den verschiedenen Teilen, die durch die
neue Produktivität gesetzt sind. Es kann nicht mehr

geschehen
in dem alten Verhältnis; denn das Verhältnis von Arbeitsfonds zu dem konstanten
Fonds ist gesunken. Wandte das Kapital von 100 2/5 für Arbeitsfonds an
(40) und infolge der Verdopplung der Produktivkraft nur noch 1/5 (20), so
ist 1/5 des Kapitals freigeworden (20 Taler); der beschäftigte Teil 80
wendet nur noch ¼ als Arbeitsfonds an. Also ebenso die 20 nur noch 5 Taler (½ Arbeitstag).
Das ganze Kapital von 100 wendet also jetzt an 2½ Arbeitstag; oder es
müsste wachsen auf 160, um 4 wieder anzuwenden.

Wäre das ursprüngliche Kapital
1000 gewesen und in derselben Weise geteilt; 3/5 konstantes
Kapital, 2/5 Arbeitsfonds, so also 600 + 400 (400 sei gleich 40
Arbeitstagen; Arbeitstag = 10 Taler). Verdopplung der Produktivkraft nun der
Arbeit, also 20 Arbeitstage für dasselbe Produkt erheischt (= 200 Taler), so
würde das erheischte Kapital, um die Produktion von neuem zu beginnen, sein =
800; nämlich 600 + 200; es wären freigeworden 200 Taler. Diese im selben
Verhältnis angewandt, so ¾ konstantes Kapital = 150 und ¼
Arbeitsfonds = 50. Wenn daher die 1000 Taler ganz angewandt werden, so nun 750
konstant + 250 Arbeitsfonds = 1000 Taler. 250 Arbeitsfonds wäre aber = 25
Arbeitstagen (i. e. der neue Fonds kann nur im neuen Verhältnis, d. h. zu ¼ die
Arbeitszeit anwenden; um die ganze alte Arbeitszeit anzuwenden, müsste er
sich
vervierfachen).
Das
freigewordene Kapital von 200 wendete an Arbeitsfonds von 50 = 5
Arbeitstagen (¼ der freigewordenen Arbeitszeit). (Der von dem Kapital
losgelöste Teil des Arbeitsfonds ist selbst als Kapital angewandt nur mehr
zu ]/4 Arbeitsfonds; d.h. gerade in dem Verhältnis, worin der Teil
des neuen Kapitals der Arbeitsfonds ist, zur Gesamtsumme des Kapitals steht.)
Um also 20 Arbeitstage anzuwenden (4x5 Arbeitstage), müsste dieser Fonds
wachsen von 50 auf 4 x 50 = 200; also müsste sich der freigewordene Teil von
200 auf 600 vermehren, d.h. verdreifachen; so dass das gesamte neue Kapital 800
betrüge. So das Gesamtkapital 1600; von diesem 1200 konstanter Teil und 400
Arbeitsfonds. Wenn also das Kapital 1000 ursprünglich Arbeitsfonds von 400
enthielt (40 Arbeitstage) und durch Verdopplung der Produktivkraft nur mehr
Arbeitsfonds von 200 anzuwenden braucht, um die
notwendige Arbeit
zu
kaufen, d. h. nur mehr ½ der früheren Arbeit; so müsste das Kapital wachsen um
600, um die Gesamtheit der früheren Arbeit anzuwenden (und dieselbe Surpluszeit
zu gewinnen). Es müsste den doppelten Arbeitsfonds anwenden können, nämlich 2 x
200 = 400; da aber das Verhältnis des Arbeitsfonds zum Gesamtkapital jetzt = '/4,
so erheischte dies ein Gesamtkapital von 4 x 400 = 1600.

{Das Gesamtkapital, das nötig
wäre, um die alte Arbeitszeit anzuwenden, ist also =
dem alten Arbeitsfonds multipliziert mit
dem Nenner des
Bruchteils, der nun das Verhältnis des
Arbeitsfonds zum neuen Gesamtkapital ausdrückt.

Wenn die
Verdopplung der Produktivkraft dies auf ¼ reduziert hat, so multipliziert mit
4; wenn auf ⅓, so multipliziert mit 3. Ist die Produktivkraft verdoppelt, so
die notwendige Arbeit und damit der Arbeitsfonds reduziert auf 1/2 seines
frühem Werts; aber macht 1/4 in Bezug auf das neue Gesamtkapital von
800 oder 1/5 in Bezug auf das alte Gesamtkapital von 1000.
Oder das neue Gesamtkapital ist
=
2
x
dem alten Kapital minus den
freigewordenen Teil
des
Arbeitsfonds'
(1000 - 200) x 2 = (800) x 2
= 1600. Das neue Gesamtkapital drückt eben aus die Gesamtsumme von konstantem
und variablem Kapital, die nötig, um die Hälfte der alten Arbeitszeit (⅓, ¼
etc. 1/x je nachdem sich die Produktivkraft 3 x, 4 x, x x vermehrt hat)
anzuwenden; 2 x also das Kapital, um sie ganz anzuwenden (oder 3 x,4 x,x x
etc., je nach dem Verhältnis, worin die Produktivkraft gewachsen). Gegeben muss
hier immer sein
(technologisch)
das
Verhältnis, worin ursprünglich die Kapitalteile zueinander standen; davon hängt
z. B. ab, in welchen Bruchteilen sich die Vervielfältigung der Produktivkraft
als Division der
notwendigen
Arbeit
ausdrückt.}

Oder es ist, was dasselbe ist,
| = 2 x
dem neuen
Kapital,
das infolge der neuen Produktivkraft die Stelle des
alten in der Produktion ersetzt (800 x 2) (also hätte sich die Produktivkraft
vervierfacht, verfünffacht etc. = 4 x, 5 x
dem neuen
Kapital etc. Hat sich die
Produktivkraft verdoppelt, so ist die
notwendige
Arbeit
reduziert auf ½
,
ebenso
der Arbeitsfonds. Betrug sie also, wie im obigen Fall von dem alten Kapital
1000 ... 400, i. e. 2/5 vom Gesamtkapital, so jetzt 1/5 oder
200. Dies Verhältnis, um das sie reduziert ist, ist der freigewordene Teil des
Arbeitsfonds = 1/5 des alten Kapitals = 200. 1/5 des alten
= ¼ des neuen. Das neue Kapital ist = dem alten + 3/5 desselben.
Näher diese Pimpeleien später etc.).

Dieselben ursprünglichen
Verhältnisse zwischen den Teilen des Kapitals vorausgesetzt und dieselbe
Vermehrung der Produktivkraft, so ist die Größe oder Kleinheit des Kapitals
völlig gleichgültig für die allgemeinen Sätze. Eine ganz andere Frage ist, ob,
wenn das Kapital sich
vergrößert,
die
Verhältnisse dieselben bleiben (dies gehört aber in die Akkumulation). Aber
dies vorausgesetzt, sehen wir, wie die Vermehrung der Produktivkraft die
Verhältnisse in den Bestandteilen des Kapitals verändert. Wie für 100, so für
1000 wirkt die Verdopplung der Produktivkraft in derselben Weise, wenn in
beiden Fällen ursprünglich 3/5 konstantes, 2/5 Arbeitsfonds
war. (Das Wort
Arbeitsfonds
wird
hier nur der Bequemlichkeit wegen gebraucht; wir haben das Kapital noch nicht
in dieser
Bestimmtheit
entwickelt.
Bisher zwei Teile; der eine ausgetauscht gegen Waren (Material und Instrument),
der andere gegen das Arbeitsvermögen.) (Das
neue Kapital
– d. h. der Teil des alten
Kapitals, der seine
Funktion
vertritt,
ist = dem alten minus dem freigewordenen Teil des Arbeits-

fonds;
dieser freigewordene Teil aber = dem Bruchteil, der die notwendige Arbeit
ausdrückte (oder was dasselbe, den Arbeitsfonds) dividiert durch den
Multiplikator der Produktivkraft. Also wenn das alte Kapital 1000, der
Bruchteil, der die notwendige Arbeit oder Arbeitsfonds ausdrückt = 2/5;
und die Produktivkraft verdoppelt sich, so das neue Kapital, das die Funktion
des alten vertritt, = 800, nämlich 2/5 des alten Kapitals = 400;
diese dividiert durch 2, den Multiplikator der Produktivkraft, = 2/10 =
1/5 = 200. Also das neue Kapital = 800 und der freigewordene Teil des
Arbeitsfonds = 200).

Wir haben gesehen, dass unter
diesen Verhältnissen ein Kapital von 100 Talern zu 160 und eins von 1000 zu
1600 anwachsen muss, um dieselbe Arbeitszeit (von 4 oder 40 Arbeitstagen) zu
halten, etc.; beide müssen wachsen um 60%, i. e. 3/5 ihrer selbst
(des alten Kapitals), um das freigesetzte (im ersten Fall 20 Taler,
im zweiten 200) 1/5 – den freigesetzten Arbeitsfonds – als solchen
wieder anwenden zu können.

{Notabene.
Vorhin sahen wir, wie derselbe
Prozentsatz auf das Gesamtkapital sehr verschiedene Verhältnisse ausdrücken
kann, worin das Kapital seinen Mehrwert schafft, d.h. Surplusarbeit, relative
oder absolute, setzt. Wäre das Verhältnis zwischen dem unveränderten Wertteil
des Kapitals und dem veränderlichen (gegen Arbeit ausgetauscht) so, dass der
letztere = ½ des Gesamtkapitals (also Kapital 100 = 50 (konstantem) + 50
(verändertem)), so brauchte der gegen die Arbeit ausgetauschte Teil sich nur um
50% zu vermehren, um 25% auf das Kapital zu geben; nämlich 50 + 50 (+ 25) =
125; während im obigen Beispiel 75 + 25 (+ 25) = 125; also der gegen die
lebendige Arbeit ausgetauschte Teil um 100% sich vermehrte, um 25 auf das
Kapital zu geben. Hier sehen wir, wie, wenn die Verhältnisse dieselben bleiben,
derselbe Prozentsatz auf das Gesamtkapital bleibt, wie groß oder klein es immer
sei; d.h., wenn das Verhältnis des Arbeitsfonds zum Gesamtkapital dasselbe
bleibt; also oben ¼. Nämlich: 100 gibt 125,80 gibt 100,1000 gibt 1250,800 gibt
1000,1600 gibt 2000

76
etc.,
immer = 25%. Wenn Kapitalien, worin die Bestandteile in verschiedenem
Verhältnisse stehen, also auch die Produktivkraft, dieselben Prozente auf das
ganze Kapital geben, so muss der wirkliche Mehrwert sehr verschieden sein in
den verschiedenen Zweigen.}

(So ist das Beispiel richtig,
die Produktivkraft verglichen unter denselben Verhältnissen mit demselben
Kapital
vor
dem
Steigen der Produktivkraft. Kapital von 100 wende an 50 konstanten Wert, 50 =
Arbeitsfonds. Der Fonds vermehre sich um 50 %, i. e. ½; so das Gesamtprodukt =
125. Der Arbeitsfonds von 50 Talern employiere 10 Arbeitstage, zahle für den
Tag 5 Taler. Da der

Neuwert ½, so muss die Surpluszeit
= 5 Arbeitstagen sein; d. h. der Arbeiter, der nur 10 Arbeitstage zu arbeiten
brauchte, um 15 zu leben, muss für den Kapitalisten 15 arbeiten, um 15 zu
leben; und seine Surplusarbeit von 5 Tagen konstituiert den Mehrwert des
Kapitals. In Stunden ausgedrückt, wenn der Arbeitstag = 12 Stunden, so die
Surplusarbeit = 6 auf den Tag. Arbeitet so in 10 Tagen oder 120 Stunden zu viel
60 = 5 Tage. Nun aber bei der Verdopplung der | Produktivität wäre das
Verhältnis der 100 Taler 75 und 25, d. h. dasselbe Kapital braucht nur mehr 5
Arbeiter anzuwenden, um denselben Wert von 125 zu schaffen; so also die 5
Arbeitstage = 10; sich verdoppelt; d.h. bezahlt werden 5 Arbeitstage,
produziert 10. Der Arbeiter brauchte nur 5 Tage zu arbeiten, um 10 zu leben
(vor der Vergrößrung der Produktivkraft musste er 10 arbeiten, um 15 zu leben;
konnte also, wenn er 5 arbeitete, nur 7½ leben); er muss aber für
den Kapitalisten 10 arbeiten, um 10 zu leben; dieser profitiert also 5 Tage; 1
Tag auf den Tag; oder, auf den Tag ausgedrückt, früher musste er ½ arbeiten, um
1 zu leben (i. e. 6 Stunden, um 12 zu leben); jetzt brauchte er nur ¼ zu
arbeiten, um 1 zu leben (i. e. 3 Stunden). Wenn er einen ganzen Tag arbeitete,
könnte er 2 leben; wenn er 12 Stunden arbeitete, 24; wenn er 6 arbeitete, 12
Stunden. Er muss aber jetzt 12 Stunden arbeiten, um 12 zu leben. Er brauchte
nur ½ zu arbeiten, um 1 zu leben; er muss aber 2 x ½ = 1 arbeiten, um 1 zu
leben. Unter dem alten Zustand der Produktivkraft musste er 10 Tage arbeiten,
um 15 zu leben, oder 12 Stunden, um 18 zu leben; oder 1 Stunde, um 1½ zu leben,
oder 8 Stunden, um 12 zu leben, d.h. ⅔ Tag, um 3/3 zu
leben. Er muss aber 3/3 arbeiten, um 3/3 zu leben, d.h. ⅓

77
zu viel. Die
Verdopplung der Produktivkraft steigert das Verhältnis der Surpluszeit von 1 :
1½ (d. h. 50 %) zu 1:2 (d. h. 100%).

78
Im Verhältnis von der frühem Arbeitszeit:
er brauchte 8, um 12 zu leben, d. h. ⅔ notwendige Zeit des ganzen
Arbeitstags; er braucht jetzt nur noch ½
,
d.
h. 6, um 12 zu leben. Deswegen wendet das Kapital nun 5 Arbeiter statt 10 an.
Wenn vorhin die 10 (kosteten 50) produzierten 75, so produzieren jetzt die [5,
die] 25 [kosten,] 50; d.h. die ersten nur 50%; die zweiten 100

79
. Die Arbeiter
arbeiten nach wie vor 12 Stunden; aber im ersten Fall kaufte das Kapital 10
Arbeitstage, jetzt nur mehr 5; weil die Produktivkraft sich verdoppelt hat,
produzieren die 5 – 5 Surplusarbeitstage; weil im ersten Fall 10 Arbeitstage
nur 5 Surplusarbeitstage gaben; jetzt, wo die Produktivkraft sich verdoppelt,
also von 50% auf 100% gestiegen – 5 [Arbeitstage] 5; im ersten Fall 120
Arbeitsstunden (= 10 Arbeitstagen) produzieren 180, im zweiten 60
[Arbeitsstunden] 60; d.h. im ersten Fall beträgt die Surpluszeit auf den ganzen
Tag ⅓ (auf die notwendige Arbeitszeit 50%); (d.h. auf 12 Stunden 4;

die notwendige Zeit 8); im zweiten Fall beträgt die Surpluszeit auf
den ganzen Tag ½ (auf die notwendige Arbeitszeit 100%) (d.h. auf 12
Stunden 6; die notwendige Zeit 6); darum die 10 Tage im ersten Fall
gaben 5 Tage Surpluszeit (-arbeit), und im zweiten die 5 geben 5. (Die relative
Surpluszeit hat sich also verdoppelt; im Verhältnis zum ersten Verhältnis ist
sie nur gewachsen um ½ gegen ⅓; d.h. um 1/6, d.h. um 16 4/6%.)}

konst

variabel

100

60

+ 40

(ursprüngliches
Verhältnis)

100

75

+ 25

(+ 25) = 125
(25%)

160

120

+ 40

(+ 40) = 200
(25%)

Da Surplusarbeit oder
Surpluszeit die Voraussetzung des Kapitals ist, so beruht es also auf der
Grundvoraussetzung, dass ein Surplus über die zur Erhaltung und Fortpflanzung
des einzelnen notwendige Arbeitszeit existiert; dass z. B. das Individuum
nur 6 Stunden zu arbeiten braucht, um einen Tag zu leben, oder 1 Tag,
um 2 zu leben etc. Mit der Entwicklung der Produktivkräfte nimmt die notwendige
Arbeitszeit ab und damit die Surpluszeit zu. Oder auch, dass ein Individuum für
zwei etc. arbeiten kann.

(„
Reichtum ist verfügbare
Zeit und nichts
weiter, [p. 6.] ... Wäre die ganze Arbeit eines Landes nur hinreichend, den
Unterhalt der ganzen Bevölkerung aufzubringen, gäbe es keine
Mehrarbeit,
folglich
nichts, was man als Kapital akkumulieren lassen könnte, [p. 4.]... Wahrhaft
reich eine Nation, wenn
kein
Zins
existiert oder wenn statt 12 Stunden 6 gearbeitet wird.
[p. 6.] ... Was dem Kapitalisten auch immer zustehen mag, er kann nur die
Mehrarbeit
des
Arbeiters erhalten; denn der Arbeiter muss leben.“
(„The source and remedy of the national
difficulties“.)
(p.27, 28.)

80
)

Eigentum.
Ursprung von der Produktivität der
Arbeit.

„Wenn einer nur für einen
produzieren kann, jeder Arbeiter; dann kann es kein Eigentum geben. Wenn die
Arbeit eines Mannes fünf unterhalten kann, werden vier Untätige auf einen in
der Produktion Beschäftigten entfallen. Eigentum entwickelt sich aus der
Verbesserung der Art und Weise der Produktion ... Das Wachstum des Eigentums,
diese größere Fähigkeit, untätige Menschen und unproduktive Industrie zu
unterhalten = Kapital... Maschinerie selbst kann selten mit Erfolg verwendet
werden, um die Anstrengungen eines Individuums einzuschränken;
mehr Zeit ginge bei ihrer Konstruktion
verloren, als durch ihre Verwendung erspart werden könnte. Sie ist nur wirklich
nützlich, wenn sie auf große Mengen einwirkt, wenn eine einzige Maschine die
Arbeiten Tausender unterstützen kann.
Demgemäß ist sie in den
bevölkerungsreichsten Ländern, wo es die meisten untätigen Menschen gibt, immer
am reichlichsten vorhanden. Sie wird nicht in Betrieb genommen wegen des
Mangels an Menschen, sondern infolge der Möglichkeit, mit der sie zusammengebracht
werden ... Nicht ¼ der englischen Bevölkerung liefert | alles, was von
allen verzehrt wird. Unter William dem Eroberer

z. B. die
Anzahl der direkt an der Produktion Beteiligten viel größer als zu den
Untätigen.“ (
Ravenstone
.
IX,
32
.)

81

Wenn einerseits das Kapital die
Surplusarbeit schafft, ist die Surplusarbeit ebenso sehr Voraussetzung für die
Existenz des Kapitals. Auf Schaffen disponibler Zeit beruht die ganze
Entwicklung des Reichtums. Das Verhältnis der
notwendigen
Arbeitszeit zur
überflüssigen
(so
zunächst ist sie vom Standpunkt der notwendigen Arbeit aus) ändert sich auf den
verschiedenen Stufen der Entwicklung der Produktivkräfte. Auf den primitivem
Stufen des Austauschs tauschen die Menschen nichts aus als ihre
überflüssige Arbeitszeit
;
sie ist das Maß ihres Austauschs, der sich daher auch nur auf überflüssige
Produkte erstreckt. In der auf dem Kapital beruhenden Produktion ist die
Existenz der
notwendigen
Arbeitszeit
bedingt durch Schaffen
überflüssiger
Arbeitszeit.
Auf den untersten Stufen der Produktion sind erstens noch wenige menschliche
Bedürfnisse produziert, also auch wenige zu befriedigen. Die notwendige
Arbeitszeit ist daher beschränkt, nicht weil die Arbeit produktiv, sondern weil
wenig notwendig; und zweitens existiert auf allen Stufen der Produktion gewisse
Gemeinsamkeit der Arbeit,
gesellschaftlicher
Charakter
derselben, etc. Später entwickelt sich die gesellschaftliche Produktivkraft
etc. (Hierauf zurückzukommen.)

Die
Surpluszeit
existiert
als Überschuss des Arbeitstags über den Teil desselben, den wir die
notwendige
Arbeitszeit
nennen; zweitens als Vermehrung der
gleichzeitigen
Arbeitstage,
i. e. der
arbeitenden
Bevölkerung.
(Sie kann auch erzeugt werden – doch dies nur
anspielungsweise hier zu erwähnen, gehört in das Kapitel von der Lohnarbeit –
durch gewaltsame Verlängerung des Arbeitstags über seine natürlichen Grenzen
hinaus; durch Hinzufügung von Weibern und Kindern zur arbeitenden Bevölkerung.)
Das erste Verhältnis der Surpluszeit des Tages zu seiner notwendigen kann und
wird durch Entwicklung der Produktivkräfte modifiziert, so dass die notwendige
Arbeit auf immer kleineren aliquoten

82
Teil beschränkt wird. Dasselbe gilt dann
für die Bevölkerung relativ. Eine arbeitende Bevölkerung, say of 6 Millions

83
, kann betrachtet
werden als ein Arbeitstag von 6 x 12, i. e. 72 Millionen Stunden: so dass
dieselben Gesetze hier anwendbar.

Es ist, wie wir gesehen, Gesetz
des Kapitals, Surplusarbeit, disponible Zeit zu schaffen; es kann dies nur,
indem es
notwendige
Arbeit
in Bewegung setzt – d.h. den Tausch mit dem Arbeiter
eingeht. Es ist daher seine Tendenz, möglichst viel Arbeit zu schaffen; wie es
ebenso sehr seine Tendenz ist, die notwendige Arbeit auf ein Minimum zu
reduzieren. Es ist daher ebensosehr

Tendenz des Kapitals,
die arbeitende Bevölkerung zu vermehren, wie einen Teil derselben beständig als
Surplusbevölkerung – Bevölkerung, die zunächst nutzlos ist, bis das Kapital sie
verwerten kann – zu setzen. (Daher die Richtigkeit der Theorie von
Surplusbevölkerung und Surpluskapital.) Es ist ebenso sehr Tendenz des
Kapitals, menschliche Arbeit überflüssig zu machen (relativ) als menschliche
Arbeit ins Maßlose zu treiben. Wert ist nur vergegenständlichte Arbeit, und
Surpluswert (Verwertung des Kapitals) ist nur Überschuss über den Teil der
vergegenständlichten Arbeit, der notwendig zur Reproduktion des
Arbeitsvermögens. Arbeit überhaupt ist und bleibt aber die Voraussetzung, und
die Surplusarbeit existiert nur im Verhältnis zur notwendigen, also nur
insofern diese existiert. Das Kapital muss daher beständig notwendige Arbeit
setzen, um Surplusarbeit zu setzen; es muss sie vermehren (nämlich die
gleichzeitigen
Arbeitstage),
um das Surplus vermehren zu können; aber es muss sie ebenso sehr aufheben als
notwendige, um sie als Surplusarbeit zu setzen.

Den einzelnen Arbeitstag
betrachtet, ist der Prozess natürlich einfach: 1. ihn bis an die Grenzen der
natürlichen Möglichkeit zu verlängern; 2. den notwendigen Teil desselben immer
mehr zu verkürzen (also die Produktivkräfte maßlos zu steigern). Aber der
Arbeitstag, räumlich betrachtet – die Zeit selbst räumlich betrachtet –, ist
das
Nebeneinander vieler
Arbeitstage.
Mit je mehr Arbeitstagen at once

84
das Kapital
den Austausch eingehen kann, worin es
vergegenständlichte
Arbeit gegen lebendige
austauscht, desto größer seine
Verwertung
at once.
Es
kann die
natürliche
Grenze,
die der lebendige Arbeitstag eines Individuums bildet,
auf einer gegebenen Stufe der
Entwicklung der Produktivkräfte
(und es ändert selbst nichts,
dass diese Stufe changing

85
ist)
nur überspringen, indem es
neben
dem
einen Arbeitstag einen
anderen
gleichzeitig
setzt – durch das räumliche Zufügen
von
mehr gleichzeitigen Arbeitstagen.
Ich kann z. B. die
Surplusarbeit von A nur auf 3 Stunden treiben; aber wenn ich die Tage von B, C,
D etc. hinzufüge, werden es 12 Stunden. Statt eine Surpluszeit von 3 habe ich
eine von 12 geschaffen. Daher sollizitiert

86
das Kapital die Vermehrung der Population
und der very process

87
,
wodurch die notwendige Arbeit reduziert wird, macht es möglich, neue notwendige
Arbeit (und daher Surplusarbeit) ins Werk zu setzen. (D.h., die
Produktion der Arbeiter
wird
wohlfeiler, mehr Arbeiter können in derselben Zeit produziert werden, in
demselben Maß als die
notwendige
Arbeitszeit
kleiner oder die zur
Produktion des lebendigen
Arbeitsvermögens
erforderliche Zeit relativ geringer wird.
Dies sind identische Sätze.) (Dies noch ohne Rücksicht darauf, dass die
Vermehrung

der Population die Produktivkraft der Arbeit
vermehrt, indem sie größere Teilung und größere Kombination der Arbeit etc.
möglich macht. Die Vermehrung der Population ist eine
Naturkraft
| der
Arbeit, die nicht gezahlt wird.
Naturkraft
nennen
wir auf diesem Standpunkt die
gesellschaftliche
Kraft. Alle Naturkräfte der gesellschaftlichen Arbeit
sind
selbst historische Produkte). Andrerseits ist es die Tendenz des Kapitals –
ebenso sehr, wie früher beim einzelnen Arbeitstag – nun in Bezug auf die vielen
gleichzeitigen notwendigen Arbeitstage (die, insofern nur der Wert betrachtet
wird, als
ein
Arbeitstag
betrachtet werden können), sie auf ein Minimum zu reduzieren, d. h. möglichst
viele derselben als
nicht
notwendig
zu setzen, und wie vorhin beim einzelnen Arbeitstag
die notwendigen Arbeitsstunden, so jetzt die notwendigen Arbeitstage zu
reduzieren im Verhältnis zum Total der vergegenständlichten Arbeitszeit. (Wenn
6 nötig, um 12 überflüssige Arbeitsstunden zu produzieren, so arbeitet das
Kapital darauf hin, [dass] nur 4 dazu nötig sind. Oder die 6 Arbeitstage können
als ein Arbeitstag von 72 Stunden betrachtet werden; gelingt es, die notwendige
Arbeitszeit um 24 Stunden zu verringern, so fallen 2 notwendige Arbeitstage weg
– i. e. 2 Arbeiter.)

Andererseits das neue
Surpluskapital, das geschaffen wird, kann als solches nur verwertet werden
durch Austausch gegen lebendige Arbeit. Daher ebenso sehr Tendenz des Kapitals,
die
Arbeitsbevölkerung
zu
vermehren als den
notwendigen
Teil
derselben beständig zu vermindern (einen Teil beständig
wieder als Reserve zu setzen). Und die Vermehrung der Bevölkerung selbst
Hauptmittel zur Verminderung derselben.
Au
fond ist dies nur Anwendung des Verhältnisses [der notwendigen und der
Surplusarbeit] zum einzelnen Arbeitstag.
Hier liegen also
schon sämtliche Widersprüche, die in der modernen Populationstheorie als solche
ausgesprochen, obgleich nicht begriffen worden sind. Das Kapital als Setzen der
Surplusarbeit ist ebenso sehr und in demselben Moment Setzen und Nichtsetzen
der notwendigen Arbeit; es ist nur, insofern sie ist und zugleich nicht ist.

{Es gehört noch nicht hierher,
kann hier aber schon erinnert werden, wie dem Schaffen der Surplusarbeit auf
der einen Seite entspricht ein Schaffen von Minus-Arbeit, relativer idleness

88
(oder
nichtproduktiver
Arbeit
im besten Fall) auf der anderen. Es versteht sich dies erstens vom Kapital von
selbst; dann aber auch den Klassen, mit denen es teilt; also von den vom
Surplusproduce

89
lebenden
Paupers

90
, flunkeys

91
, Jenkinses

92
etc., kurz,
dem ganzen train von retainers

93
; dem Teil der
dienenden
Klasse, der nicht von Kapital,
sondern von

Revenue lebt. Wesentlicher Unterschied
dieser
dienenden
und
der
arbeitenden
Klasse.
In Bezug auf die ganze Gesellschaft das Schaffen der
disponiblen Zeit
dann
auch als Schaffen der Zeit zur Produktion von Wissenschaft, Kunst etc. Es ist
keineswegs der Entwicklungsgang der Gesellschaft, dass, weil ein Individuum
seine Not befriedigt hat, es nun seinen Überfluss schafft; sondern, weil ein
Individuum oder Klasse von Individuen gezwungen wird, mehr zu arbeiten als zur
Befriedigung seiner Not nötig – weil
Surplusarbeit
auf
der einen Seite –, wird Nichtarbeit und Surplusreichtum auf der anderen
gesetzt. Der Wirklichkeit nach existiert die Entwicklung des Reichtums nur in
diesen Gegensätzen: der Möglichkeit nach ist eben seine Entwicklung die
Möglichkeit der Aufhebung dieser Gegensätze. Oder weil ein Individuum nur
seine eigene
Not
befriedigen kann, indem es zugleich die Not und ein Surplus über dieselbe für
ein
anderes
Individuum
befriedigt. Bei der Sklaverei dies brutal. Erst unter der Bedingung der
Lohnarbeit führt es zur
Industrie,
industriellen
Arbeit. – Malthus daher auch ganz konsequent,
wenn er neben Surplusarbeit und Surpluskapital das Verlangen stellt von
Surplusidlers, consuming without producing

94
oder die Notwendigkeit von Verschwendung,
Luxus, Spendieren

95
etc.}

Wenn das Verhältnis der
notwendigen Arbeitstage zum Total der vergegenständlichten Arbeitstage = 9:12
war (also Surplusarbeit = ¼), so ist das Bestreben des Kapitals, es zu
reduzieren auf 6:9 (also ⅔, also Surplusarbeit = ⅓). (Dies später näher zu
entwickeln; indes die Hauptgrundzüge hier, wo es sich vom allgemeinen Begriff
des Kapitals handelt.)

1
In
der Handschrift: Instrument und Rohmaterial

2
folglich

3
Im
Manuskript ist dieser Absatz gestrichen. Da sich Marx im nächsten Absatz auf
die gestrichene Passage bezieht, wird sie im edierten Text wiedergegeben.

4
Statt
20 Surpluswert müsste es 40 Surpluswert heißen. Nach der Voraussetzung von Marx
produziert das zweite Kapital 60 Taler Surpluswert, wovon 20 Taler vom
Kapitalisten konsumiert und die bleibenden 40 Taler akkumuliert werden.

Hier beginnt eine Reihe von
Rechenfehlern, die jedoch am Wesen der theoretischen Ausführungen nichts
ändern, da alle diese Zahlen nur als ungefähre Illustrationen dienen. An
anderer Stelle bemerkt Marx selbst über einige dieser Rechenfehler: „Diese
verfluchten falschen Rechnungen soll der Teufel holen.“ (Siehe vorl. Band, S.
291.)

5
ln
der Handschrift: 1000/149

6
in
der Handschrift: 70 1/7 %

7
in
der Handschrift: 70 1/7

8
in
der Handschrift: 10 1/7%

9
in
der Handschrift: 16%

10
in der Handschrift: 24%

11
in der Handschrift: 11/12

12
in der Handschrift: 32 ⅔ %

13
alles zusammen

14
Wahrscheinlich bezieht sich Marx hier auf Careys Buch
„Principles of political economy“, Philadelphia 1837. Mit
Konsorten
ist Bastiat
gemeint.

15
Marx hat diese Zahlen für Surplusstunden und die
notwendigen Stunden eines Arbeitstages von 12 Stunden (unter der Voraussetzung,
dass die Mehrwertrate gleich 25% ist) präzisiert: 2 2/5 Surplusstunden und 9
3/5 notwendige Stunden

16
Gemeint sind die Schriften von Richard Price „An
appeal to the public ..2. ed., London 1772, und „Observations on reversionary
payments 2.ed., London 1772.

17
himmlischen

18
Gemeint ist der Staatsschulden-Tilgungsfonds, der vom
britischen Premierminister William Pitt 1786 gebildet wurde.

19
Taschenspielerkunststücks

20
groben Fehler

21
durch die alleinige Tatsache, dass seine Arbeit
lebendige Arbeit ist

22
In der Handschrift: 110

23
das tut nichts

24
Beginnen wir von neuem

25
In der Handschrift: d. Arbeit

26
Das ist unsinnig.

27
in der Handschrift: Material

28
Siehe Charles Babbage, „
Traite sur l’économie des machines et
des manufactures“, Paris
1833,
p. 20/21.

29
Marx setzt hier voraus, dass die Mehrwertrate nach
der Verteuerung des Arbeitsvermögens dieselbe geblieben ist wie vor der
Verteuerung, also für das Kapital I blieb sie gleich 25% und für das Kapital II
gleich 33 1/3%. Dies ist nur möglich, wenn der Arbeitstag entsprechend
länger geworden ist. Diese und folgende arithmetische Rechnungen von Marx sind
ungenau. Sie werden im edierten Text so belassen, wie sie in der Handschrift
stehen, ohne sie in jedem Fall nachzuweisen.

30
durchschnittlichen

31
Durchschnitt

32
in der Handschrift: relativ

33
automatische-26

34
in der Handschrift: 13 1/3
%

35
Hier beginnt erneut eine Reihe von Rechenfehlern.
Statt 413 1/3 müsste es 213 1/3, statt 373% müsste es 673% heißen. Zu
diesen Rechenfehlern kommen noch im weiteren Text ungenaue Kalkulationen über
den Preis des einzelnen Druckbogens hinzu (ein Taler bestand aus 30
Silbergroschen zu 12 Pfennigen).

36
In der Handschrift: Material

37
In der Handschrift: Material

38
in der Handschrift steht über diesen Worten ohne
Einfügungszeichen: (Produktionszeit)

39
sollte wahrscheinlich heißen: Produkte

40
Siehe Frederic Bastiat und Pierre-Joseph Proudhon,
„Gratuité du crédit“, Paris 1850, p. 130/131 und 133-157.

41
andernfalls

42
Siehe David Ricardo, „On the principles ...“, 3. ed.,
London 1821, p. 119-122.

43
im Grunde

44
gewöhnlichen

45
Alle diese Rechnungen sind ungenau.

46
Fälle

47
allerdings

48
Es ist jetzt Zeit, Schluss zu machen mit dem Problem,
das den aus der Vergrößerung der Produktivkräfte resultierenden Wert betrifft.

49
sollte wahrscheinlich heißen: innerhalb deren der
Arbeiter

50
gleichzeitig

51
In der Handschrift: produzieren

52
eher

53
in der Handschrift: es

54
in der Handschrift: es

55
in der Handschrift: es

56
in der Handschrift: es

57
folglich

58
in der Handschrift: den

59
Marx verwendet die Termini „konstantes“ und
„variables“ Kapital für die zwei wesentlich verschiedenen Teile des Kapitals
hier zum ersten Mal in diesem Manuskript.

60
in der Handschrift: um 5%

61
Marx ging zuerst von der Voraussetzung aus, dass der
Arbeitstag = 8 Stunden, jetzt setzt er ihn = 12 Stunden.

62
In der Handschrift: 1/3

63
in der Handschrift: D. Kapital

64
in der Handschrift: jetzt 16; ⅔

65
in der Handschrift: D. Kapital

66
Marx lässt hier die Voraussetzung fallen, dass der
Kapitalist B unter verdoppelter Produktivität der Arbeit produziert. Nach der
ursprünglichen Voraussetzung müsste die Rechnung lauten: „also Summe wäre = 1.
60 + 20 + 60= 140 und zweitens 45 + 15 +45 = 105. Also sein Gesamtergebnis
245“.

67
Lauderdale, „Recherches ...“, Paris 1808, p. 119/120.

68
zu verausgaben (engl.: to spend)

69
Jahreszeiten

70
in der Handschrift: 100%

71
In der Handschrift: 5/4

72
in der Handschrift: sich verdoppelt

73
in der Handschrift: erste

74
in der Handschrift: 250

75
in der Handschrift: 160

76
In der Handschrift: 200

77
In der Handschrift: ⅔

78
Unter Verdopplung der Produktivkraft versteht Marx
hier Verdopplung der Mehrwertrate von 50% auf 100%, nicht, wie an anderen
Stellen, die Verdopplung der in derselben Zeit produzierten Gebrauchswerte.

79
in der Handschrift: 50

80
Die Auszüge sind der anonym erschienenen Schrift „The
source and remedy of the national difficulties ...“, London 1821,
p.4, 6 und 23, entnommen.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XII von 1851.

81
Piercy Ravenstone, „Thoughts on the funding System,
and its effects“, London 1824, p. 11, 13, 45 und 46.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

82
ohne Rest aufgehenden

83
sagen wir von 6 Millionen

84
zugleich

85
im Verändern begriffen

86
regt an

87
eben der Prozess

88
Untätigkeit

89
Mehrprodukt

90
Armen

91
Lakaien

92
Speichelleckern

93
Gefolge von Dienstmannen

94
Überschuss an Müßiggängern, die konsumieren, ohne zu
produzieren

95
Verausgabung

## [Zweiter Abschnitt: Der Zirkulationsprozess des Kapitals]

### [Reproduktion und Akkumulation des Kapitals]

| Wir haben nun gesehen,
wie durch den
Verwertungsprozess
das
Kapital 1. seinen Wert erhalten hat durch den Austausch selbst (nämlich den mit
der lebendigen Arbeit); 2. vermehrt, Surpluswert geschaffen. Als Resultat
dieser Einheit von Produktions- und Verwertungsprozess erscheint nun das
Produkt des Prozesses, d.h. das Kapital selbst, wie es als Produkt aus dem

Prozesse hervorgeht, dessen Voraussetzung es war – als Produkt, das Wert
ist, oder der
Wert
selbst
erscheint als Produkt dieses Prozesses, und zwar ein
höherer Wert,
weil mehr
vergegenständlichte Arbeit enthaltend als der, von dem ursprünglich ausgegangen
worden. Dieser Wert als solcher ist
Geld.
Indes
ist dies nur
an sich
der
Fall; es ist nicht als solches gesetzt; was zunächst
gesetzt
ist, vorhanden
ist, ist eine Ware von einem bestimmten (ideellen) Preise, d.h., die nur ideell
als eine bestimmte Geldsumme existiert und die sich erst im Austausch als
solche
realisieren
soll,
also erst wieder in den Prozess der einfachen Zirkulation eingehen muss, um
als
Geld
gesetzt
zu werden. Wir kommen daher jetzt zur
dritten
Seite des Prozesses,
worin das Kapital als solches gesetzt
wird.

3. Genau betrachtet erscheint
nämlich der
Verwertungsprozess
des
Kapitals – und das Geld wird nur zu Kapital durch den Verwertungsprozess –
zugleich als sein
Entwertungsprozess,
its
demonetisation

1
. Und
zwar nach doppelter Seite hin. Erstens, soweit das Kapital nicht die absolute
Arbeitszeit vermehrt, sondern die relative notwendige Arbeitszeit vermindert
durch Vermehrung der Produktivkraft, reduziert es die Produktionskosten seiner
selbst – soweit es als bestimmte Summe von Waren vorausgesetzt war, seinen
Tauschwert: Ein Teil des bestehenden Kapitals wird beständig entwertet durch
Verminderung der Produktionskosten, zu denen es
reproduziert
werden
kann; nicht durch Verminderung der Arbeit, die in ihm vergegenständlicht ist,
sondern der lebendigen Arbeit, die nun nötig ist, um sich in diesem bestimmten
Produkt zu vergegenständlichen. Diese beständige | Entwertung des
bestehenden
Kapitals
gehört nicht hierher; da sie schon das Kapital fertig voraussetzt. Sie ist hier
nur zu notieren, um anzudeuten, wie das Spätere schon im allgemeinen Begriff
des Kapitals enthalten. Gehört in die Lehre von der Konzentration und
Konkurrenz der Kapitalien. -

Die
Entwertung,
um die es
sich hier handelt, ist die, dass das Kapital aus der Form von Geld in die
einer
Ware
übergegangen
ist, eines Produkts, das einen bestimmten Preis hat, der
realisiert
werden soll.
Als Geld existierte es als
Wert.
Jetzt
existiert
es als
Produkt und nur ideell als Preis; aber nicht als
Wert als
solcher. Um
sich zu
verwerten,
i.
e., als Wert zu erhalten und zu vervielfältigen, müsste es erst aus der Form
von Geld übergehen in die von Gebrauchswerten (Rohmaterial – Instrument –
Arbeitslohn); dadurch aber verlöre es die
Form
als Wert und muss nun von neuem in
die Zirkulation treten, um diese Form des allgemeinen Reichtums von neuem zu
setzen. Es ist jetzt nicht mehr einfach als Austauschender, dass der Kapitalist
in den Zirkulationsprozess tritt, sondern

als
Produzent
gegenüber den
anderen Austauschenden als
Konsumenten.
Sie
sollen Geld austauschen, um seine Ware für ihre Konsumtion zu erhalten, während
er sein Produkt austauscht, um ihr Geld zu erhalten. Gesetzt, dieser Prozess
scheitere – und durch die bloße Trennung ist die Möglichkeit dieses Scheiterns
im einzelnen Fall gegeben –, so hat sich das Geld des Kapitalisten in ein
wertloses Produkt verwandelt und nicht nur keinen neuen Wert gewonnen, sondern
seinen ursprünglichen verloren. Dies mag aber der
Fall
sein oder nicht –
jedenfalls bildet die Entwertung ein Moment des Verwertungsprozesses; was schon
einfach darin liegt, dass das Produkt des Prozesses in seiner unmittelbaren
Form nicht
Wert
ist,
sondern erst von neuem in die Zirkulation eintreten muss, um als solcher
realisiert zu werden. Wenn also durch den Produktionsprozess das Kapital als
Wert und Neuwert reproduziert ist, so zugleich als
Nichtwert
gesetzt, als
erst zu
verwertend durch
den Austausch.
Die 3 Prozesse, deren Einheit das Kapital
bildet, sind äußerliche, Zeit und Raum nach außer einander liegend. Als solcher
ist der Übergang aus dem einen in den andern, d.h., ihre Einheit in Bezug auf
die einzelnen Kapitalisten betrachtet, zufällig. Sie existieren
unabhängig
nebeneinander,
trotz ihrer
inneren
Einheit
und jeder als Voraussetzung des andern. Im Großen und
Ganzen muss diese sich bewähren, soweit das Ganze der Produktion auf dem
Kapital beruht, also es die notwendigen Momente seiner Selbstgestaltung alle
realisieren muss und die Bedingungen für die Verwirklichung derselben
enthalten. Auf dem Punkt, zu dem wir bis jetzt noch gekommen, erscheint das
Kapital noch nicht als die Zirkulation (den Austausch) selbst bedingend,
sondern bloß als Moment derselben, und grade aufhörend Kapital zu sein in dem
Augenblick, worin es in sie eingeht. Als
Ware
überhaupt teilt das Kapital jetzt das
Schicksal der Ware; es wird zufällig, ob sie ausgetauscht wird oder nicht gegen
Geld; ob ihr
Preis
realisiert
wird oder nicht realisiert wird.

Im Produktionsprozess selbst –
wo das Kapital fortwährend als Wert vorausgesetzt blieb – erschien seine
Verwertung
gänzlich
abhängig nur vom Verhältnis seiner als vergegenständlichter Arbeit zur
lebendigen Arbeit; d. h. vom Verhältnis des Kapitals zur Lohnarbeit. Aber jetzt
als Produkt, als Ware erscheint es abhängig von der Zirkulation, die außerhalb
dieses Prozesses liegt. (In der Tat, wie wir gesehen haben, in ihn als ihren
Grund zurückgeht, aber ebenso sehr aus ihm wieder hervorgeht.) Als Ware muss es
1. Gebrauchswert und als solcher Gegenstand des Bedürfnisses, Objekt der
Konsumtion sein; 2. gegen sein Äquivalent – in Geld – umgetauscht werden. Im
Verkauf kann sich erst der Neuwert realisieren.

Wenn es früher
vergegenständlichte Arbeit zum Preis von 100 Talern enthielt und jetzt zum
Preis von 110 (der Preis nur in Geld das Maß der ver-

gegenständlichten
Arbeit ausdrückend), so muss sich dies herausstellen dadurch, dass sich die nun
in der produzierten Ware enthaltene austauscht gegen 110 Taler. Zunächst ist
das Produkt soweit entwertet, insofern es überhaupt ausgetauscht werden muss gegen
Geld, um seine Form als Wert wieder zu erhalten.

Innerhalb des
Produktionsprozesses erschien die Verwertung gänzlich identisch mit der
Produktion von Surplusarbeit (der Vergegenständlichung von Surpluszeit) und
daher ohne weitere
Grenzen
als
die, die innerhalb dieses Prozesses selbst teils vorausgesetzt, teils gesetzt
werden; die aber immer so als zu überwältigende
Schranken
in ihm
gesetzt sind. Jetzt erscheinen Schranken desselben, die
außerhalb
desselben
liegen. Zunächst, ganz oberflächlich betrachtet, ist die Ware nur Tauschwert,
insofern sie zugleich
Gebrauchswert,
d.
h. Objekt der Konsumtion ist (hier noch ganz gleichgültig, welcher Art von
Konsumtion); sie hört auf, Tauschwert zu sein, wenn sie aufhört, Gebrauchswert
zu sein (da sie noch nicht wieder als Geld existiert, sondern in bestimmter mit
ihrer natürlichen Qualität zusammenfallenden Daseinsweise). Ihre erste Schranke
ist also die
Konsumtion
selbst
– das
Bedürfnis für sie.
(Von
einem
nicht
zahlungsfähigen
Bedürfnis, d.h. einem Bedürfnis nach einer
Ware, das nicht selbst eine Ware oder Geld im Austausch zu geben | hätte,
kann nach den bisherigen Voraussetzungen noch in keiner Weise die Rede sein.)
Zweitens aber muss ein Äquivalent für sie vorhanden sein und, da ursprünglich
die Zirkulation als feste Größe vorausgesetzt war – als von einem bestimmten
Umfang –, andererseits aber das Kapital im Produktionsprozess einen Neuwert
geschaffen hat, scheint für diesen in der Tat kein Äquivalent vorhanden sein zu
können.

Indem also das Kapital aus dem
Produktionsprozess heraus- und wieder in die Zirkulation hereintritt, scheint
es a) als
Produktion
eine
Schranke an der vorhandenen Größe der
Konsumtion
zu
finden – oder der
Konsumtionsfähigkeit.
Als
ein bestimmter Gebrauchswert ist seine Quantität bis zu einem gewissen Punkt
gleichgültig; allein auf einem bestimmten Grade – da es nur ein bestimmtes
Bedürfnis befriedigt – hört es auf, für die Konsumtion erheischt zu sein.
Als
bestimmter,
einseitiger, qualitativer
Gebrauchswert, z.B. Getreide, ist
seine Quantität selbst nur bis zu einem gewissen Grade gleichgültig; ist es nur
in bestimmter Quantität erheischt; d. h. in einem gewissen
Maß.
Dies Maß aber ist
gegeben teils durch die Qualität seiner als Gebrauchswert – seine
spezifische
Nützlichkeit,
Verwendbarkeit –, teils die Anzahl der Austauschenden, die ein Bedürfnis haben
nach dieser bestimmten Konsumtion. Zahl der Konsumenten multipliziert mit der
Größe ihres Bedürfnisses für dieses
spezifische
Produkt.
Der Gebrauchswert an sich hat nicht die Maßlosigkeit des

Werts
als solchen. Nur bis zu einem gewissen Grade können gewisse Gegenstände
konsumiert werden und sind sie Gegenstände des Bedürfnisses. Z.B.: Es wird nur
bestimmte Quantum Getreide verzehrt etc. Als
Gebrauchswert
hat daher das Produkt in
sich selbst eine Schranke – eben die Schranke des Bedürfnisses danach –, die
aber nicht am Bedürfnis des Produzenten, sondern dem Gesamtbedürfnis der
Austauschenden nun gemessen wird. Wo der Bedarf von einem bestimmten Gebrauchswert
aufhört, hört es auf, Gebrauchswert zu sein. Als Gebrauchswert ist es gemessen
durch den Bedarf für ihn. Sobald es aber aufhört, Gebrauchswert zu sein, hört
es auf, Gegenstand der Zirkulation zu sein (sofern es nicht Geld ist), b)
Als
Neuwert
und
Wert
überhaupt aber
scheint es Schranke zu haben an der Größe
vorhandener Äquivalente,
zunächst Geld,
nicht als Zirkulationsmittel, sondern als Geld. Der Surpluswert (versteht sich
vom ursprünglichen von selbst) erheischt ein Surplusäquivalent. Dies erscheint
jetzt als zweite Schranke.

c) Ursprünglich erschien das
Geld – d. h. der Reichtum als solcher, d. h. der in und durch den Austausch
gegen
fremde
vergegenständlichte Arbeit
existierende Reichtum – in sich
zusammenzufallen, soweit es nicht fortging zum Austausch gegen
fremde lebendige Arbeit,
d.
h. zum Produktionsprozess. Die Zirkulation war unfähig, sich aus sich selbst zu
erneuern. Andrerseits erscheint jetzt der Produktionsprozess in a fix, soweit
er nicht fähig, in den Zirkulationsprozess überzugehen. Das Kapital als auf der
Lohnarbeit beruhende Produktion setzt die Zirkulation als notwendige Bedingung
und Moment der ganzen Bewegung voraus. Diese bestimmte Form der Produktion
setzt voraus diese bestimmte Form des Austauschs, der in der Geldzirkulation
seinen Ausdruck findet. Um sich zu erneuern, muss das ganze Produkt in Geld
verwandelt werden; nicht wie auf früheren Stufen der Produktion, wo der
Austausch nur die überflüssige Produktion und die überflüssigen Produkte
ergreift; sie aber keineswegs in ihrer Totalität.

Dies sind nun die Widersprüche,
wie sie sich einer einfachen objektiven, unparteiischen Auffassung von selbst
darbieten. Wie sie in der auf dem Kapital beruhenden Produktion beständig
aufgehoben, aber auch beständig wieder erzeugt – und nur gewaltsam aufgehoben
werden (obgleich dies Aufheben bis zu einem gewissen Punkt bloß als ruhige
Ausgleichung erscheint), ist eine andere Frage. Das wichtige ist zunächst, die
Existenz dieser Widersprüche zu konstatieren. Alle Widersprüche der Zirkulation
leben wieder auf in neuer Form. Das Produkt als Gebrauchswert steht im
Widerspruch mit sich als Wert; d. h., soweit es in einer bestimmten Qualität,
als eine spezifische Sache da ist, Produkt von bestimmten natürlichen
Eigenschaften, als Substanz des Bedürfnisses im Widerspruch mit seiner
Substanz, die es als Wert exklusiv in der

vergegenständlichten Arbeit
besitzt.
Diesmal aber ist dieser Widerspruch gesetzt nicht mehr wie in der Zirkulation
nur so, dass er
ein bloß
formeller Unterschied
ist, sondern das Gemessensein durch den
Gebrauchswert ist hier fest bestimmt als das Gemessensein durch das
Gesamtbedürfnis der Austauschenden für dies Produkt – d. h. durch das Quantum
der Gesamtkonsumtion. Diese erscheint hier als
Maß
für es als Gebrauchswert und daher
auch als
Tauschwert.
In
der einfachen Zirkulation war es einfach zu übersetzen aus der Form des
besonderen Gebrauchswerts in die des Tauschwerts. Seine Schranke erschien nur
darin, dass es als ersterer, durch seine
natürliche Beschaffenheit
in einer
besonderen Form statt in der Wertform existierte, in der es gegen alle anderen
Waren direkt austauschbar war. Jetzt aber ist gesetzt, dass in seiner
natürlichen Beschaffenheit
selbst
das
Maß
seines
Vorhandenseins gegeben ist. Um in die allgemeine Form übersetzt zu werden, darf
der Gebrauchswert nur in einer bestimmten Quantität vorhanden sein; einer
Quantität,
deren Maß
nicht in
der in ihm
vergegenständlichten Arbeit
liegt, sondern aus
seiner Natur als Gebrauchswert,
und
zwar
als Gebrauchswert
für andere
hervorgeht. Andererseits, der Widerspruch früher,
dass das für sich seiende | Geld dazu fortgehen musste, sich gegen die
lebendige Arbeit auszutauschen, erscheint nun noch größer, indem das
Surplusgeld, um als solches zu sein, oder der Surpluswert sich gegen
Surpluswert austauschen muss. Hat als Wert seine Schranke also ebenso sehr an
der fremden Produktion wie als Gebrauchswert an der fremden Konsumtion; hier
sein Maß an dem Quantum des Bedarfs für das spezifische Produkt, dort an dem
Quantum
vergegenständlichter
Arbeit,
das in der Zirkulation existiert. Die Gleichgültigkeit
des Werts als solchen gegen den Gebrauchswert ist damit ebenso in falsche
Position gebracht wie andererseits die Substanz und das Maß des Werts als
vergegenständlichte Arbeit überhaupt.

{Es kann noch nicht auf das
Verhältnis von Nachfrage, Zufuhr, Preisen übergegangen werden, die in ihrer
eigentlichen Entwicklung das Kapital voraussetzen. Soweit Nachfrage und Zufuhr
abstrakte Kategorien sind, noch keine bestimmten ökonomischen Verhältnisse
ausdrücken, sind sie vielleicht schon bei der einfachen Zirkulation oder
Produktion zu betrachten?}

Worauf es hier ankommt – wo der
allgemeine Begriff des Kapitals betrachtet wird, dass es
diese Einheit von Produktion und
Verwertung
nicht
unmittelbar
ist,
sondern nur als ein
Prozess,
der
an Bedingungen geknüpft ist, und wie er erschien,
äußerliche
Bedingungen.

(Wir haben vorhin bei dem
Verwertungsprozess des Kapitals gesehen, wie er den
einfachen Produktionsprozess
als
früher entwickelt unterstellt. So wird

es sich mit
Nachfrage und Zufuhr
soweit
verhalten, als im einfachen Austausch Bedürfnis für das Produkt vorausgesetzt
wird. Das
eigene
Bedürfnis
des Produzenten (des unmittelbaren) als Bedürfnis anderer Nachfrage. Es muss
sich bei dieser Entwicklung selbst ergeben, was ihr
vorausgesetzt
werden
muss, und das ist dann alles später in die ersten Kapitel zu werfen.}

Die Schöpfung von
absolutem Mehrwert
durch
das Kapital – mehr vergegenständlichte Arbeit – hat zur Bedingung, dass sich
der Zirkel der Zirkulation erweitert, und zwar beständig erweitert. Der an
einem Punkt geschaffene
Mehrwert
erheischt
die Schöpfung des Mehrwerts an einem
anderen
Punkt,
gegen den er sich austausche; wenn auch nur zunächst Produktion von mehr Gold
und Silber, mehr Geld, so dass, wenn der Mehrwert nicht unmittelbar wieder zu
Kapital werden kann, er in der Form des Geldes als Möglichkeit von neuem
Kapital existiert. Eine Bedingung der auf dem Kapital basierten Produktion ist
daher
die Produktion
eines stets erweiterten Zirkels der Zirkulation,
sei es, dass
der Kreis direkt erweitert wird
oder
dass mehr Punkte in demselben als Produktionspunkte geschaffen werden.
Erschien
die Zirkulation zunächst als gegebene Größe, so erscheint sie hier als bewegte
und durch die Produktion selbst sich ausdehnende. Danach erscheint sie schon
selbst als ein Moment der Produktion. Wie das Kapital daher einerseits die
Tendenz hat, stets mehr Surplusarbeit zu schaffen, so die ergänzende, mehr
Austauschpunkte zu schaffen; d. h. hier vom Standpunkt des
absoluten
Mehrwerts
oder Surplusarbeit aus, mehr Surplusarbeit als Ergänzung zu sich selbst
hervorzurufen; au fond

2
die
auf dem Kapital basierte Produktion oder die ihm entsprechende Produktionsweise
zu propagieren. Die Tendenz, den
Weltmarkt
zu
schaffen, ist unmittelbar im Begriff des Kapitals selbst gegeben. Jede Grenze
erscheint als zu überwindende Schranke. Zunächst, jedes Moment der Produktion
selbst dem Austausch zu unterwerfen und das Produzieren von unmittelbaren,
nicht in den Austausch eingehenden Gebrauchswerten aufzuheben, d. h. eben, auf
dem Kapital basierte Produktion an die Stelle früherer, von seinem Standpunkt
aus naturwüchsiger Produktionsweisen zu setzen. Der
Handel
erscheint hier
nicht mehr als zwischen den selbständigen Produktionen zum Austausch ihres
Überflusses vorgehende Funktion, sondern als wesentlich allumfassende
Voraussetzung und Moment der Produktion selbst.

Of course

3
, alle auf den
unmittelbaren Gebrauchswert gerichtete Produktion vermindert ebenso sehr die
Zahl der Austauschenden wie die Summe der Tauschwerte überhaupt, die in
Zirkulation geworfen werden, und vor allem die Produktion von
Surpluswerten.
Hence
the tendency of Capital 1. to con-

tinually
enlarge the periphery of circulation; 2. to transform it at all points into
production carried on by Capital.
4

Andrerseits, die Produktion
von
relativem
Surpluswert,
d.h. die auf Vermehrung und Entwicklung der
Produktivkräfte gegründete Produktion von Surpluswert, erheischt Produktion
neuer Konsumtion; dass sich der konsumtive Zirkel innerhalb der Zirkulation
ebenso erweitert wie vorhin der produktive Zirkel. Erstens: Quantitative
Erweiterung der bestehenden Konsumtion; zweitens: Schaffen neuer Bedürfnisse
dadurch, dass vorhandene in einem größeren Kreis propagiert werden;
drittens:
Produktion
neuer
Bedürfnisse und Entdeckung
und Schöpfung neuer Gebrauchswerte. Dies in anderen Worten, dass die gewonnene
Surplusarbeit nicht bloß quantitatives Surplus bleibt, sondern zugleich der
Kreis der qualitativen Unterschiede der Arbeit (damit der Surplusarbeit)
beständig vermehrt, mannigfaltiger gemacht, in sich selbst mehr differenziert
wird. Z. B. braucht durch Verdopplung der Produktivkraft nur mehr ein Kapital
von 50 angewandt zu werden, wo früher eins von 100, so dass ein Kapital von 50
und die ihm entsprechende notwendige Arbeit frei wird; so | muss für die
freigewordenen Kapital und Arbeit ein neuer, qualitativ verschiedener
Produktionszweig geschaffen werden, der neues Bedürfnis befriedigt und
hervorbringt. Der Wert der alten Industrie wird erhalten [dadurch], dass fund

5
für eine neue
geschaffen wird, wo sich das Verhältnis des Capital und labour

6
in einer
neuen
Form setzt. Also
Explorieren der ganzen Natur, um neue nützliche Eigenschaften der Dinge zu
entdecken; universeller Austausch der Produkte aller fremden Klimate und
Länder; neue Zubereitungen (künstliche) der Naturgegenstände, wodurch ihnen
neue Gebrauchswerte gegeben werden. {Die Rolle, die der
Luxus
bei den Alten im
Unterschied zu den Modernen spielt, später
to allude to

7
.} Die Exploration der Erde nach
allen Seiten sowohl um neue brauchbare Gegenstände zu entdecken wie neue
Gebrauchseigenschaften der alten; wie neue Eigenschaften derselben als
Rohstoffe etc.; die Entwicklung der Naturwissenschaft daher zu ihrem höchsten
Punkt; ebenso die Entdeckung, Schöpfung und Befriedigung neuer aus der
Gesellschaft selbst hervorgehenden Bedürfnisse; die Kultur aller Eigenschaften
des gesellschaftlichen Menschen und Produktion desselben als möglichst
Bedürfnisreichen, weil Eigenschafts- und Beziehungsreichen – seine Produktion
als möglichst totales und universelles Gesellschaftsprodukt – (denn um nach
vielen Seiten hin zu genießen, muss er genussfähig, also zu

einem
hohen Grad kultiviert sein) – ist ebenso eine Bedingung der auf das Kapital
gegründeten Produktion. Es ist dies nicht nur Teilung der Arbeit, dies Schaffen
neuer Produktionszweige, d. h. qualitativ neuer Surpluszeit; sondern das
Abstoßen der bestimmten Produktion von sich selbst als Arbeit von neuem
Gebrauchswert; Entwicklung von einem stets sich erweiternden und umfassenden
System von Arbeitsarten, Produktionsarten, denen ein stets erweitertes und
reicheres System von Bedürfnissen entspricht.

Wie also die auf das Kapital
gegründete Produktion einerseits die universelle Industrie schafft – d. h.
Surplusarbeit, wertschaffende Arbeit –, so anderseits ein System der
allgemeinen Exploitation der natürlichen und menschlichen Eigenschaften, ein
System der allgemeinen Nützlichkeit, als dessen Träger die Wissenschaft selbst
so gut erscheint wie alle physischen und geistigen Eigenschaften, während
nichts als
An-sich-Höheres,
Für-sich-selbst-Berechtigtes,
außer diesem Zirkel der gesellschaftlichen Produktion und Austauschs erscheint.
So schafft das Kapital erst die bürgerliche Gesellschaft und die universelle
Aneignung der Natur wie des gesellschaftlichen Zusammenhangs selbst durch die
Glieder der Gesellschaft. Hence the great civilising influence of Capital

8
; seine Produktion
einer Gesellschaftsstufe, gegen die alle früheren nur als
lokale Entwicklungen
der
Menschheit und als
Naturidolatrie

9

erscheinen.
Die Natur wird erst rein Gegenstand für den Menschen, rein Sache der
Nützlichkeit; hört auf, als Macht für sich anerkannt zu werden; und die
theoretische Erkenntnis ihrer selbständigen Gesetze erscheint selbst nur als
List, um sie den menschlichen Bedürfnissen, sei es als Gegenstand des Konsums,
sei es als Mittel der Produktion, zu unterwerfen. Das Kapital treibt dieser
seiner Tendenz nach ebenso sehr hinaus über nationale Schranken und Vorurteile
wie über Naturvergötterung und überlieferte, in bestimmten Grenzen
selbstgenügsam eingepfählte Befriedigung vorhandener Bedürfnisse und
Reproduktion alter Lebensweise. Es ist destruktiv gegen alles dies und
beständig revolutionierend, alle Schranken niederreißend, die die Entwicklung
der Produktivkräfte, die Erweiterung der Bedürfnisse, die Mannigfaltigkeit der
Produktion und die Exploitation und den Austausch der Natur- und Geisteskräfte
hemmen.

Daraus aber, dass das Kapital
jede solche Grenze als Schranke setzt und daher
ideell
darüber weg ist,
folgt keineswegs, dass es sie
real
überwunden
hat, und da jede solche Schranke seiner Bestimmung widerspricht, bewegt sich
seine Produktion in Widersprüchen, die beständig überwunden, aber ebenso
beständig gesetzt werden. Noch mehr. Die Universalität, nach der es un-

aufhaltsam
hintreibt, findet Schranken an seiner eigenen Natur, die auf einer gewissen
Stufe seiner Entwicklung es selbst als die größte Schranke dieser Tendenz
werden erkennen lassen und daher zu seiner Aufhebung durch es selbst hin
treiben.

Die Ökonomen, die
wie Ricardo, die Produktion als unmittelbar identisch mit der
Selbstverwertung des Kapitals auffassen – also unbekümmert, sei es um die
Schranken der Konsumtion, sei es um die existierenden Schranken der Zirkulation
selbst, soweit sie auf allen Punkten Gegenwerte darstellen muss, nur die
Entwicklung der Produktivkräfte und das Wachstum der industriellen Bevölkerung
im Auge halten – die Zufuhr ohne Rücksicht auf Nachfrage – haben daher das
positive Wesen des Kapitals richtiger gefasst und tiefer, als die,
wie Sismondi die Schranken der Konsumtion und des vorhandenen Kreises
der Gegenwerte betonen, obgleich der letztere tiefer die Borniertheit der auf
das Kapital gegründeten Produktion, ihre negative Einseitigkeit begriffen hat.
Der erstere mehr seine universelle Tendenz, der zweite seine besondere
Beschränktheit. Der ganze Streit, ob
Überproduktion
möglich
und notwendig auf dem Standpunkt des Kapitals, dreht sich darum, ob der
Verwertungsprozess des Kapitals in der Produktion unmittelbar seine Verwertung
in der Zirkulation setzt; ob seine | im
Produktionsprozess
gesetzte Verwertung
seine
reale
Verwertung
ist. Ricardo hat natürlich auch a suspicion

10
, dass der
Tauschwert
nicht Wert außer dem Austausch
ist und sich nur als Wert durch den Austausch bewährt; aber er betrachtet die
Schranken, die die Produktion so antrifft, als zufällig, Schranken, die
überwunden werden. Er fasst also das Überwundenwerden solcher Schranken selbst
in dem Wesen des Kapitals, obgleich er oft in der Ausführung absurd wird;
während
Sismondi
umgekehrt
nicht nur das Antreffen der Schranke betont, sondern das Schaffen derselben
durch das Kapital selbst, das so in Widersprüche gerät, von denen er ahnt, dass
sie zu seinem downbreak

11
führen
müssen. Er möchte daher von außen Schranken der Produktion setzen durch Sitte,
Gesetz etc., die eben als nur äußere und künstliche Schranken notwendig vom
Kapital über den Haufen geworfen werden. Andrerseits hat Ricardo und seine
ganze Schule die wirklichen
modernen
Krisen,
in denen dieser Widerspruch des Kapitals [sich] in
großen Ungewittern entladet, die mehr und mehr es selbst als Grundlage der
Gesellschaft und Produktion selbst bedrohen, niemals begriffen.

Die Versuche, die vom orthodox
ökonomischen Standpunkt gemacht worden sind, um
allgemeine Überproduktion
in
einem gegebenen Moment zu leugnen, sind in der Tat kindisch. Entweder, sieh z.
B. MacCulloch, um die auf

das
Kapital gegründete
Produktion
zu retten, wird von all ihren spezifischen Eigenschaften abgesehen, ihren
Begriffsbestimmungen und sie umgekehrt als einfache Produktion für den
unmittelbaren Gebrauchswert
aufgefasst.
Von den wesentlichen Verhältnissen gänzlich abstrahiert. In fact, um sie von
Widersprüchen zu reinigen, wird sie geradezu fallengelassen und negiert. – Oder
wie z.B.
Mill
,
scharfsinniger
(nachgemacht von dem faden Say):
Zufuhr
und Nachfrage
seien identisch, müssten sich daher entsprechen.

12
Die Zufuhr sei
nämlich eine Nachfrage, gemessen durch ihr eigenes Quantum. Hier große
Konfusion: 1. diese Identität von Zufuhr, so dass sie eine Nachfrage ist,
gemessen durch ihr eigenes Quantum, nur wahr, soweit sie
Tauschwert
= einem
bestimmten Quantum vergegenständlichter Arbeit. Insofern ist sie das Maß ihrer
eigenen Nachfrage – was den
Wert
betrifft.
Aber als solcher Wert wird sie erst realisiert durch den Austausch gegen
Geld
und als
Austauschobjekt gegen Geld hängt sie 2. von ihrem
Gebrauchswert
ab; als
Gebrauchswert aber von der Masse vorhandener Bedürfnisse für sie, Bedarfs
derselben. Als Gebrauchswert aber ist sie absolut nicht gemessen durch die in
ihr vergegenständlichte Arbeitszeit, sondern wird ein Maßstab an sie angelegt,
der außerhalb ihrer Natur als Tauschwert liegt.

Oder es wird weiter gesagt:
Die
Zufuhr selbst ist
Nachfrage für ein bestimmtes Produkt
von
gewissem Wert
(der in
dem verlangten Quantum des Produkts sich ausdrückt). Wenn also das zugeführte
Produkt unverkäuflich, so dies der Beweis, dass zu viel von der zugeführten und
zu wenig von der Ware produziert ist, die der Zuführer nachfragt. Also sei
nicht allgemein Überproduktion vorhanden, sondern Überproduktion in einem oder
einigen Artikeln, aber Unterproduktion in anderen. Dabei wird dann wieder
vergessen, dass das, was das produzierende Kapital verlangt, nicht ein
bestimmter Gebrauchswert ist, sondern
Wert
für
sich, also Geld – Geld nicht in der Bestimmung von Zirkulationsmittel, sondern
als allgemeine Form des Reichtums oder Form der Realisierung des Kapitals nach
der einen Seite, Rückgang in seinen ursprünglichen schlafenden Zustand nach der
anderen. Die Behauptung aber, dass zu
wenig
Geld
produziert werde, heißt in der Tat nichts, als was
behauptet wird, dass die Produktion nicht mit der Verwertung Zusammenfalle,
also
Überproduktion
ist
oder, was dasselbe ist, nicht in Geld verwandelbare, nicht in
Wert
verwandelbare
Produktion; nicht in der Zirkulation sich bewährende. Hence the illusion

13
der
Geldkünstler (auch Proudhon etc.), dass Mangel an
Zirkulationsmitteln
–
wegen der Kostbarkeit des Geldes – vorhanden sei und mehr Geld künstlich
geschaffen werden muss. (Sieh auch die Birminghamer, die
Gemini
z. B.)

Oder es wird gesagt, dass, vom
gesellschaftlichen Standpunkt
betrachtet, Produktion und Konsumtion
dasselbe sei, also nie ein
Überschuss oder Missverhältnis zwischen beiden stattfinden könne. Unter
gesellschaftlichem Standpunkt wird hier die Abstraktion verstanden, die eben
von der bestimmten gesellschaftlichen Gliederung und Verhältnissen
absieht
und daher auch
von den Widersprüchen, die aus ihr hervorgehen. Sehr richtig hat z.B.
schon
Storch

14

gegen
Say

15
bemerkt,
dass ein großer Teil der Konsumtion nicht Konsumtion für den unmittelbaren
Gebrauch ist, sondern Konsumtion im Produktionsprozess, z. B. Konsumtion in
Maschinen, Kohlen, Öl, notwendigen Gebäuden etc. Diese Konsumtion ||2l| ist
keineswegs identisch mit der Konsumtion, um die es sich hier handelt. Ebenso
haben
Malthus

16
und
Sismondi

17
richtig bemerkt, dass z.B. die
Konsumtion der Arbeiter keineswegs eine an sich
befriedigende
Konsumtion
für den Kapitalisten.

Es wird hier das Moment der
Verwertung gänzlich herausgeworfen und Produktion und Konsumtion sich einfach
gegenübergestellt, d. h. direkt auf den
Gebrauchswert,
also
nicht auf das Kapital basierte Produktion vorausgesetzt. Oder
sozialistisch
ausgedrückt:
Arbeit und Austausch der Arbeit, i.e. Produktion und Austausch derselben
(Zirkulation) sei der ganze Prozess; wie könne da anders als aus Versehen,
schiefer Berechnung Missverhältnis hervorgehen? Die Arbeit wird hier nicht als
Lohnarbeit noch das Kapital als Kapital betrachtet. Einerseits die Resultate
der auf das Kapital gegründeten Produktion mitgenommen; anderseits die
Voraussetzung und Bedingung dieser Resultate geleugnet – die notwendige Arbeit
als durch und für die Surplusarbeit gesetzte Arbeit. Oder –
Ricardo

18
z.B. – da die Produktion selbst durch die
Produktionskosten geregelt, reguliere sie sich selbst, und wenn ein
Produktionszweig sich nicht verwerte, entziehe sich ihm das Kapital zu gewissem
Grade und werfe sich auf anderen Punkt, wo es nötig. Aber abgesehen davon, dass
diese Notwendigkeit der Ausgleichung selbst die Ungleichheit, die Disharmonie
und daher den Widerspruch
voraussetzt
–
in allgemeiner Krise der Überproduktion ist der Widerspruch
nicht zwischen den verschiedenen Arten des produktiven Kapitals, sondern
zwischen dem industriellen und loanable

19
Kapital – zwischen dem Kapital, wie es als
in den Produktionsprozess direkt involviert und wie es als Geld selbständig
(relativement

20
)
außer demselben erscheint. Endlich:
proportionate
production

21
(dies
liegt auch schon in Ricardo etc.) bloß, wenn die Tendenz des Kapitals, sich in
richtigen Proportionen zu verteilen, so ebenso sehr seine notwendige Tendenz –
da es Surplusarbeit maßlos anstrebt, Surplusproduktivität, Surpluskonsum etc. –
über die Proportion hinauszutreiben.

(In der
Konkurrenz
erscheint diese innere Tendenz
des Kapitals als ein Zwang, der ihm von
fremdem
Kapital
angetan wird und der es vorantreibt über die richtige Proportion mit
beständigem
Marche,
marche!

22
Die
freie Konkurrenz, wie Herr
Wakefield

23
in
seinem Kommentar zu Smith richtig herauswittert

24
ist
noch
nie
entwickelt worden von den Ökonomen, soviel von ihr
geschwatzt wird und so sehr sie die Grundlage der ganzen bürgerlichen, auf dem
Kapital beruhenden Produktion. Sie ist nur negativ verstanden worden: d. h. als
Negation von Monopolen, Korporation, gesetzlichen Regulationen etc. Als
Negation der feudalen Produktion. Sie muss aber doch auch etwas
für sich
sein, da bloß
0 leere Negation ist, Abstrahieren von einer Schranke, die z. B. in der Form
von Monopol, natürlichen Monopolen etc. sofort wieder aufersteht. Begrifflich
ist die
Konkurrenz
nichts
als die innere
Natur des
Kapitals,
seine wesentliche Bestimmung, erscheinend und
realisiert als Wechselwirkung der vielen Kapitalien aufeinander, die innere
Tendenz als äußerliche Notwendigkeit.) (Kapital existiert und kann nur
existieren als viele Kapitalien, und seine Selbstbestimmung erscheint daher als
Wechselwirkung derselben aufeinander.) Das Kapital ist ebenso sehr das
beständige Setzen als Aufheben der
Proportionate
Production.
Die existierende Proportion muss immer aufgehoben
werden durch das Schaffen von Surpluswerten und Vermehrung der Produktivkräfte.
Diese Forderung aber, dass die Produktion
gleichzeitig
und
simultaneously

25
erweitert werden soll in
derselben Proportion,
legt
äußerliche Forderungen an das Kapital, die keineswegs aus ihm selbst
hervorgehen; zugleich treibt das Herausgehen aus der gegebenen Proportion in
einem Produktionszweig

26
alle
aus derselben heraus und in ungleichen Proportionen. Bisher (denn wir sind noch
nicht bei der Bestimmung des Kapitals als
Capital circulant
angelangt und haben noch
auf der einen Seite die Zirkulation, auf der anderen das Kapital, oder die
Produktion als Voraussetzung derselben oder Grund, woraus sie hervorgeht) hat
die Zirkulation schon vom Standpunkt der Produktion aus das Verhältnis zur
Konsumtion und Produktion – in anderen Worten Surplusarbeit als Gegenwert und
Spezifizierung der Arbeit in immer reicherer Form.

In dem einfachen Begriff des
Kapitals müssen
an sich
seine
zivilisierenden Tendenzen etc. enthalten sein; nicht, wie in den bisherigen
Ökonomien, bloß als äußerliche Konsequenzen erscheinen. Ebenso die
Widersprüche, die später freiwerden, schon latent in ihm nachgewiesen werden.

Bisher haben wir bei dem
Verwertungsprozess bloß die Gleichgültigkeit der

einzelnen
Momente gegeneinander; dass sie sich innerlich bedingen und äußerlich suchen;
aber finden können oder nicht, decken können oder nicht, entsprechen können
oder nicht. Die innere Notwendigkeit des Zusammengehörigen und seine
gleichgültige selbständige Existenz gegeneinander schon Grund|lage von
Widersprüchen.

Indes sind wir noch keineswegs
fertig. Der Widerspruch zwischen der Produktion und Verwertung – deren Einheit
das Kapital seinem Begriff nach ist – muss noch immanenter gefasst werden als
bloß die gleichgültige, scheinbar unabhängige Erscheinung der einzelnen Momente
des Prozesses oder vielmehr der Totalität von Prozessen gegeneinander.

Um der Sache näherzukommen:
D’abord there is a limit, not inherent to production generally, but to
production founded on Capital

27
, und diese limit

28
ist doppelt oder vielmehr dieselbe, nach
zwei Richtungen hin betrachtet. Es genügt hier nachzuweisen, dass das Kapital
eine
besondere
Beschränkung
der Produktion enthält – die seiner allgemeinen Tendenz, über jede Schranke
derselben fort zu treiben, widerspricht –, um die Grundlage der
Überproduktion,
den
Grundwiderspruch des entwickelten Kapitals, aufgedeckt zu haben; um überhaupt
aufgedeckt zu haben, dass es nicht, wie die Ökonomen meinen, die
absolute
Form für die
Entwicklung der Produktivkräfte ist – absolute Form dafür wie Form des
Reichtums, die absolut mit der Entwicklung der Produktivkräfte zusammenfiele.
Die Stufen der Produktion, die dem Kapital vorhergehen, erscheinen, vom
Standpunkt desselben aus betrachtet, als ebenso viel Fesseln der
Produktivkräfte. Es selbst aber, richtig verstanden, erscheint als Bedingung
für die Entwicklung der Produktivkräfte, solange sie eines äußern Sporns
bedürfen, der zugleich als ihr Zaum erscheint. Disziplin derselben, die
überflüssig und lästig wird auf einer gewissen Höhe ihrer Entwicklung; ganz
ebenso gut wie die Korporationen etc. Diese immanenten Grenzen müssen mit der
Natur des Kapitals, mit seinen wesentlichen Begriffsbestimmungen selbst
zusammenfallen. Diese notwendigen limits sind:

1. Die
notwendige Arbeit
als
Grenze des Tauschwerts des lebendigen Arbeitsvermögens oder des Salairs der
industriellen Bevölkerung;

2. Der
Surpluswert
als Grenze
der Surplusarbeitszeit; und, in Bezug auf die relative Surplusarbeitszeit, als
Schranke der Entwicklung der Produktivkräfte;

3. Was dasselbe ist, die
Verwandlung in Geld,
der
Tauschwert überhaupt als Grenze der Produktion; oder der auf den Wert
gegründete Austausch oder

der auf den Austausch gegründete
Wert als Grenze der Produktion. Es ist dies:

4. wieder dasselbe als
Beschränkung der Produktion von
Gebrauchswerten
durch den Tauschwert; oder dass der reale
Reichtum eine
bestimmte,
von
ihm selbst verschiedene Form, also nicht absolut mit ihm identische Form
annehmen muss, um überhaupt Objekt der Produktion zu werden.

Anderseits geht aus der
allgemeinen Tendenz des Kapitals
hervor
(dasselbe, was in der einfachen Zirkulation so erschien, dass das Geld als
Zirkulationsmittel als bloß verschwindend, ohne selbständige Notwendigkeit und
darum nicht als Grenze und Schranke erschien), dass es vergisst und abstrahiert
von der:

1. notwendigen Arbeit als
Grenze des Tauschwerts des lebendigen Arbeitsvermögens; 2. dem Surpluswert als
Grenze der Surplusarbeit und Entwicklung der Produktivkräfte; 3. dem Geld als
Grenze der Produktion; 4. der Beschränkung der Produktion von Gebrauchswerten
durch den Tauschwert.

Hinc

29
die Überproduktion: d.h. die
plötzliche
Erinnerung
aller
dieser notwendigen Momente der auf das Kapital gegründeten Produktion; daher
allgemeine Entwertung infolge des Vergessens derselben. Zugleich damit Aufgabe
dem Kapital gestellt, von einem höheren Grade der Entwicklung der
Produktivkräfte aus etc., von neuem seinen Versuch zu beginnen mit immer
größerem collapse

30

als Kapital.
Klar
daher, dass je höher die Entwicklung des Kapitals, es um so mehr als Schranke
der Produktion – und daher auch der Konsumtion erscheint, abgesehen von den
anderen Widersprüchen, die es als lästige Schranke der Produktion und des
Verkehrs erscheinen lassen.

{Das ganze
Kreditwesen,
und damit
zusammenhängende overtrading

31
, overspeculation

32
etc. beruht auf der Notwendigkeit, die
Schranke der Zirkulation und der Austauschsphäre zu erweitern und überspringen.
Kolossaler, klassischer erscheint dies im Verhältnis von Völkern als im
Verhältnis von Individuen. So z.B. die Engländer gezwungen, fremden Nationen
zu
leihen,
um
sie zu ihren customers

33
zu
haben. Au fond tauscht der englische Kapitalist aus mit dem
produktiven
englischen
Kapital doppelt, 1. als er selbst, 2. als Yankee etc. oder unter welcher
anderen Form er sein Geld platziert hat.}

{Kapital als
Schranke der Produktion
findet
sich angedeutet: z.B.
Hodgskin
:

„In dem gegenwärtigen Zustand
vermehrt jede Akkumulation von Kapital die Masse Profit, die dem Arbeiter
abgefordert wird, und beseitigt alle jene Arbeit, die bloß dem

Arbeiter
eine bequeme Existenz verschaffen würde ...
Profit
als Schranke der Produktion.“ (IX,
p.46.)

34

Durch den foreign trade

35
die Schranke
der Austauschsphäre erweitert und den Kapitalisten möglich gemacht, mehr
Surplusarbeit zu konsumieren:

„In einer Reihe von Jahren kann
die Welt nicht mehr von uns nehmen, als wir von der Welt nehmen können. Selbst
die Profite, die unsere Kaufleute im auswärtigen Handel machen, werden durch
die Konsumenten der Waren bezahlt, die dafür eingehen. Auswärtiger Handel [ist]
bloßer Tauschhandel und als solcher Austausch für Bequemlichkeit und Vergnügen
des Kapitalisten. | Aber er kann Gebrauchsgegenstände nur bis zu einem
gewissen Grade konsumieren. Er tauscht Baumwollwaren aus gegen Weine und Seiden
fremder Länder. Aber diese
stellen
ebenso nur die Mehrarbeit unserer eigenen Bevölkerung dar,
wie
die Tuche und Baumwollwaren, und auf diese Weise
wird die zerstörende Macht des
Kapitalisten über die Maßen gesteigert.
Damit ist die
Natur
überlistet.“

(„Source and Remedy“
etc.
p. 27, 28.)

36

Inwiefern der
Glut

37
zusammenhängt mit der
Schranke
der
notwendigen Arbeit:

„Eine vermehrte Nachfrage der
Arbeiter bedeutet bloß die Neigung, selbst weniger . zu nehmen und einen
größeren Anteil .ihren Anwendern zu überlassen; und wenn man sagt,
dass dies durch Verminderung der
Konsumtion den Überfluss vermehrt,
kann ich nur sagen,
dass Überfluss dann gleichbedeutend ist
mit hohen Profiten.“
(„
Enquiry“
etc.,
London 1821, p. 12.)

38

Hierin die eine Seite des
Widerspruchs vollständig ausgedrückt.

„Die Praxis, die Arbeit an dem
Punkt zu stoppen, wo sie über die Erhaltungskosten des Arbeiters hinaus einen
Profit für den Kapitalisten produzieren kann, im Gegensatz zum Naturgesetz, das
die Produktion regelt.“ (
H[odgskin,]
45,
IX.)

39

„Je mehr das Kapital
akkumuliert wird, desto mehr
wächst
die Gesamtsumme des geforderten Profits;
so entsteht ein
künstliches Hemmnis
für
Produktion und Bevölkerung.“
(H[odgskin,]
46.)

Die Widersprüche zwischen dem
Kapital als Produktionsinstrument überhaupt und Produktionsinstrument von value

40
, so entwickelt
von
Malthus:
(X,
40 sqq.):

„Profite werden unabänderlich
am
Wert
und
niemals an der
Menge
gemessen...
Der
Reichtum
eines
Landes hängt zum Teil von der
Quantität
der Produkte
ab, die durch seine Arbeit erlangt wird, und zum
Teil von einem
solchen
Anpassen dieser Quantität an die Bedürfnisse und Kaufkraft der vorhandenen
Bevölkerung,
das berechnet ist, ihr Wert zu verleihen. Nichts
ist sicherer, als dass er [der Reichtum] nicht durch einen dieser Faktoren
allein bestimmt ist. Aber vielleicht am engsten sind Reichtum und Wert
verbunden in

der
Notwendigkeit des letzteren für die Produktion des ersteren.
Der
für Waren festgesetzte Wert, d. h., das Opfer an Arbeit, das die Menschen zu
bringen bereit sind, um sie [die Waren] zu erwerben, kann nach Lage der Dinge
als
nahezu einziger Grund
für
die Existenz des Reichtums bezeichnet werden ... Die Nachfrage nach
Konsumgütern, nur veranlasst durch Arbeiter, die mit produktiver Arbeit
beschäftigt sind, kann für sich
allein
nie
ein Motiv für die Akkumulation und Anwendung von Kapital bilden ...
Die Produktionskräfte allein sichern die
Schaffung eines entsprechenden Grades von Reichtum ebenso wenig wie das
Wachstum der Bevölkerung.
Was dazu gehört, ist
eine solche Verteilung der Produkte
und
eine solche Anpassung dieser Produkte an die Bedürfnisse derjenigen, die sie
konsumieren sollen, dass
der
Tauschwert der ganzen Masse
beständig vergrößert wird, d. h.,
die Produktionskräfte werden nur voll in Bewegung gesetzt von der ungehemmten
Nachfrage nach allem, was produziert wird ... Dies wird zwar einerseits
hervorgebracht durch beständig neue Industriezweige (und
wechselseitige
Erweiterung
der alten), wodurch die alten neue
Märkte
erhalten
etc. Die Produktion schafft in der Tat selbst Nachfrage, indem sie mehr
Arbeiter employiert in demselben Geschäftszweig und neue Geschäftszweige
schafft, wo neue Kapitalisten wieder neue Arbeiter employieren und zugleich
Markt wechselseitig für die alten werden; aber die durch den produktiven
Arbeiter selbst geschaffene Nachfrage kann niemals eine
ausreichende
Nachfrage
sein, da sie nicht das volle Ausmaß dessen erfasst, was er produzierte. Wenn
sie das täte, gäbe es keinen Profit und folglich kein Motiv, ihn [den Arbeiter]
anzuwenden. Gerade das Vorhandensein eines Profits von irgendeiner Ware
setzt
eine Nachfrage
voraus außerhalb derjenigen des Arbeiters, der sie produziert hat.“
„Beide,
Arbeiter und Kapital, können im Übermaß vorhanden sein im Vergleich zu der
Möglichkeit, sie mit Vorteil anzuwenden.“

41
}

{Zu bemerken für 3., wozu wir
bald fortgehen werden, dass die vorläufige Akkumulation, als die das Kapital
der Arbeit gegenüber erscheint und wodurch es command

42
über sie ist, zunächst nichts ist als
surplus labour

43
selbst in der Form von
surplus produce

44
,
andererseits
Anweisung auf
fremde co-existing
labour.}

Es handelt sich hier, of course

45
, noch nicht darum,
die Überproduktion in ihrer Bestimmtheit zu entwickeln, sondern nur die Anlage
dazu, wie sie primitiv im Verhältnis des Kapitals selbst gesetzt ist. Wir haben
daher auch noch hier wegzulassen die Rücksicht auf die anderen besitzenden und
konsumierenden etc. Klassen, die nicht produzieren, sondern von ihrer Revenue
leben, also mit dem Kapital austauschen; Tauschzentren für es bilden. Wir
können nur soweit teilweise Rücksicht auf sie nehmen (aber besser bei der
Akkumulation),
als sie
für die historische Bildung des Kapitals most important

46
.

Bei der auf Sklaverei basierten
Produktion, so gut wie bei der patriarcha-

lisch
ländlich-industriellen, wo der größte Teil der Bevölkerung durch seine Arbeit
unmittelbar den größten Teil seines Bedürfnisses befriedigt, ist der Kreis der
Zirkulation und des Austauschs sehr verengert, und bei der ersten namentlich
kommt der Sklave als
Austauschender
gar
nicht in Betracht. Aber bei der auf das Kapital gegründeten Produktion ist auf
allen Punkten die Konsumtion durch den Austausch vermittelt und hat die Arbeit
nie unmittelbaren Gebrauchswert für den Arbeitenden. Ihre | ganze Basis ist
die Arbeit als Tauschwert und Tauschwert schaffend.

Well. D’abord

47
der
Lohnarbeiter im Unterschied vom Sklaven ist selbst ein selbständiges Zentrum
der Zirkulation, ein Austauschender, Tauschwertsetzender und durch den
Austausch Erhaltender.
Erstens:
Durch
den Austausch zwischen dem Teil des Kapitals, der als Salair bestimmt ist, und
dem lebendigen Arbeitsvermögen ist der
Tauschwert
dieses
Teils des Kapitals unmittelbar gesetzt, bevor das Kapital wieder aus dem
Produktionsprozess heraus in die Zirkulation eintritt, oder dies kann selbst
als Akt der Zirkulation noch begriffen werden.
Zweitens:
Mit Ausnahme seiner eigenen
Arbeiter erscheint jedem Kapitalisten gegenüber die Gesamtmasse aller anderen
Arbeiter nicht als Arbeiter, sondern als Konsumenten; Besitzer von Tauschwerten
(Salair), Geld, das sie gegen seine Ware austauschen. Sie sind ebenso viel
Zentren der Zirkulation, von denen der Akt des Austauschs ausgeht und der
Tauschwert des Kapitals erhalten wird. Sie bilden einen proportionell sehr
großen Teil – obgleich not quite so great as is generally imagined

48
, wenn man die
eigentlich industriellen Arbeiter im Auge hält – der Konsumenten. Je größer
ihre Anzahl – die Anzahl der industriellen Bevölkerung – und die Masse Geld,
worüber sie zu verfügen haben, desto größer die Austauschsphäre für das
Kapital. Wir haben gesehen, dass es die Tendenz des Kapitals, die Masse der
industriellen Bevölkerung möglichst zu steigern.

January. (1858)

Eigentlich geht uns hier das
Verhältnis des einen Kapitalisten zu den Arbeitern der
anderen
Kapitalisten
noch gar nichts [an]. Es zeigt nur die Illusion jedes Kapitalisten, ändert aber
nichts am Verhältnis von Kapital überhaupt zu Arbeit. Jeder Kapitalist weiß von
seinem Arbeiter, dass er ihm gegenüber nicht als Produzent dem Konsumenten [gegenüber]steht
und wünscht, seinen Konsum, i. e. seine Tauschfähigkeit, sein Salair möglichst
zu beschränken. Er wünscht sich natürlich die Arbeiter der
anderen
Kapitalisten
als möglichst große

Konsumenten
seiner
Ware. Aber das
Verhältnis
jedes
Kapitalisten
zu
seinen
Arbeitern
ist das
Verhältnis
überhaupt
von
Kapital
und Arbeit,
das wesentliche Verhältnis. Die Illusion aber –
wahr für den einzelnen Kapitalisten im Unterschied von allen anderen –,
dass
außer seinen
Arbeitern
die ganze übrige Arbeiterklasse ihm gegenübersteht als
Konsument
und
Austauscher,
nicht als
Arbeiter – Geldspendender

49
entsteht
eben dadurch. Es wird vergessen, dass, wie
Malthus
sagt,

„allein die Existenz eines
Profits auf irgendeinen Gebrauchsgegenstand
eine Nachfrage außer der des Arbeiters voraussetzt,
der
ihn produziert hat, und daher
kann
die Nachfrage des Arbeiters selbst niemals eine ausreichende Nachfrage sein“.
50

Da eine Produktion die andere
in Bewegung setzt und sich daher Konsumenten in den Arbeitern des
fremden
Kapitals
schafft, so
erscheint
für
jedes einzelne Kapital die Nachfrage der Arbeiterklasse, die durch die
Produktion selbst gesetzt ist, als „adequate demand“

51
. Diese durch die Produktion selbst gesetzte
Nachfrage treibt sie voran über die
Proportion,
worin
sie in Bezug auf die Arbeiter produzieren müsste, einerseits; muss sie darüber
hinaustreiben; andererseits verschwindet oder schrumpft zusammen die
Nachfrage
exterior to the
demand of the labourer himself

52
,
so tritt der collapse

53
ein. Das
Kapital selbst betrachtet dann die
Nachfrage
durch die Arbeiter – i. e.
das Zahlen des Salairs, worauf
diese Nachfrage beruht – nicht als Gewinn, sondern als Verlust. D. h.,
das
immanente Verhältnis
zwischen Kapital und Arbeit
macht sich geltend.
Es ist hier wieder die Konkurrenz der
Kapitalien,
ihre Gleichgültigkeit gegeneinander und
Selbständigkeit voneinander, die dazu führt, dass das einzelne Kapital sich zu
den Arbeitern des totalen übrigen Kapitals
nicht als Arbeitern
verhält: Hinc über die
richtige Proportion hinausgetrieben wird. Es unterscheidet eben das Kapital von
dem Herrschaftsverhältnis, dass der
Arbeiter
ihm
als Konsument und Tauschwertsetzender gegenübertritt, in der Form des
Geldbesitzenden,
des
Geldes, einfaches Zentrum der Zirkulation – eins der unendlich vielen Zentren
derselben wird, worin seine Bestimmtheit als Arbeiter ausgelöscht ist.

{Es ist ganz dasselbe mit der
durch die Produktion selbst erzeugten Nachfrage für Rohmaterial, Halbfabrikat,
Maschinerie, Kommunikationsmittel und die in der Produktion verbrauchten
Hilfsmaterialien von Farbstoffen, Kohle, Talg, Seife etc. Diese Nachfrage als
zahlende, Tauschwert setzende ist adäquat und genügend, solange die Produzenten
unter sich selbst austauschen. Ihre Inadäquatheit zeigt sich, sobald das
schließliche Produkt an dem unmittelbaren

und schließlichen
Konsum seine Grenze findet. Auch dieser
Schein,
der
über die richtige Proportion hinaustreibt, im Wesen des Kapitals begründet,
das, wie bei der Konkurrenz näher zu entwickeln, sich von sich repellierendes

54
, viele gänzlich
gegeneinander gleichgültige Kapitalien
ist.
Insofern
der eine Kapitalist vom anderen
kauft,
Ware
kauft oder verkauft, stehen sie im einfachen Tauschverhältnis; verhalten sich
nicht als Kapital zueinander. Die
richtige
(eingebildete)
Proportion, worin sie gegeneinander austauschen müssen, um schließlich als
Kapital sich verwerten zu können, liegt
außerhalb
ihrer
Beziehung aufeinander.}

Zunächst: Das Kapital zwingt
die Arbeiter hinaus über die notwendige Arbeit zur Surplusarbeit. Nur so
verwertet es sich und schafft Surpluswert. Aber andererseits setzt es die
notwendige Arbeit nur,
soweit
und
insofern
sie
Surplusarbeit ist und diese
realisierbar
ist
als
Surpluswert.
Es
setzt also die Surplusarbeit als Bedingung für die notwendige und den
Surpluswert als Grenze für vergegenständlichte Arbeit, Wert überhaupt. Sobald
es die erstere

55
nicht
setzen kann, setzt es die letztere

56
nicht, und auf seiner Grundlage kann nur es
sie setzen. Es beschränkt also – wie die Engländer sich ausdrücken durch
artificial check

57
–
Arbeit und Wertschöpfung, und zwar aus demselben Grunde, warum und insofern es
Surplusarbeit und Surpluswert setzt. Es setzt also seiner Natur nach |
eine
Schranke
für
Arbeit und Wertschöpfung, die im Widerspruch mit seiner Tendenz steht, sie ins
Maßlose zu erweitern. Und indem es ebenso wohl eine ihm
spezifische
Schranke
setzt wie anderseits über
jede
Schranke
hinaustreibt, ist es der lebendige Widerspruch.

{Da der Wert die Grundlage des
Kapitals bildet, es also notwendig nur durch Austausch gegen
Gegenwert
existiert,
stößt es sich notwendig von sich selbst ab. Ein
Universalkapital
ohne
fremde Kapitalien sich gegenüber, mit denen es austauscht – und von dem
jetzigen Standpunkt aus hat es nichts sich gegenüber als Lohnarbeit oder sich
selbst –, ist daher ein Unding. Die Repulsion der Kapitalien voneinander liegt
schon in ihm als realisiertem Tauschwert.}

Wenn das Kapital so einerseits
die Surplusarbeit und ihren
Austausch
gegen
Surplusarbeit
zur
Bedingung der notwendigen Arbeit und daher des Setzens des
Arbeitsvermögens
als
Tauschzentrums macht – nach dieser Seite also schon die Sphäre des Austauschs
verengert und bedingt –, so anderseits ebenso wesentlich für es, den Konsum des
Arbeiters auf das zur Reproduktion seines Arbeitsvermögens Notwendige
einzuschränken

58
–
den die
notwendige

Arbeit
ausdrückenden
Wert
zur Schranke der
Verwertung des Arbeitsvermögens und daher der
Tauschfähigkeit
des Arbeiters zu machen
und das Verhältnis dieser notwendigen zur surplus Arbeit auf ein Minimum zu
reduzieren zu suchen. Neue Schranke der Tauschsphäre, die aber ganz ebenso wie
die erste identisch mit der Tendenz des Kapitals ist, zu jeder Grenze seiner
Selbstverwertung sich als Schranke zu verhalten. Die maßlose Vergrößerung
seines Werts – das maßlose Wertsetzen – also absolut hier identisch mit dem
Schrankensetzen der Austauschsphäre, d.h. der Möglichkeit der Verwertung – der
Realisierung des im Produktionsprozess gesetzten Wertes.

Mit der
Produktivkraft
ebenso.
Einerseits die Tendenz des Kapitals, notwendig sie zum Äußersten zu steigern,
um die relative
Surpluszeit
zu
vermehren. Anderseits damit die
notwendige
Arbeitszeit,
also die Tauschfähigkeit der Arbeiter vermindert.
Ferner, wie wir gesehen, wächst der relative
Surpluswert
in viel geringerem Verhältnis
wie die Produktivkraft, und zwar nimmt dies Verhältnis immer um so mehr ab, je
höher die Produktivkraft schon gesteigert.
Aber die Masse der Produkte wächst in ähnlichem Verhältnis
–
wenn nicht, so würde neues Kapital freigesetzt – ebenso wie Arbeit – die nicht
in die Zirkulation eingingen. In demselben Maße aber wie die Masse der Produkte
wächst, wächst die Schwierigkeit, die in ihnen enthaltene Arbeitszeit zu
verwerten – weil die Anforderung an den Konsum steigt. (Wir haben es hier nur
noch damit zu tun, wie der
Verwertungsprozess
des
Kapitals zugleich sein
Entwertungsprozess.
Wieweit
es auch, während es die Tendenz hat, die
Produktivkräfte ins Maßlose zu steigern, ebenso die Hauptproduktivkraft,
den Menschen
selbst, vereinseitigt, limitiert, etc., gehört
nicht an diesen Platz; überhaupt die Tendenz hat, die Produktivkräfte zu
beschränken.)

Das Kapital setzt also
die
notwendige
Arbeitszeit
als Schranke für den Tauschwert des lebendigen
Arbeitsvermögens; die
Surplusarbeitszeit
als
Schranke für die notwendige Arbeitszeit und den
Surpluswert
als
Schranke für die Surplusarbeitszeit; während es zugleich über alle diese
Schranken wegtreibt, soweit es sich das
Arbeitsvermögen
als
einfach Austauschendes gegenübersetzt, als Geld, und die Surplusarbeitszeit als
die einzige Schranke, weil Schöpferin des Surpluswerts. (Oder, nach der ersten
Seite hin, es setzt den Austausch der Surpluswerte als Schranke für den der
notwendigen.)

Es setzt im selben Moment
vorhandene Werte
in der
Zirkulation – oder, was dasselbe ist, Proportion des von ihm gesetzten Wertes
zu dem in ihm selbst und in der Zirkulation
vorausgesetzten
Werte – als Schranke,
notwendige Schranke seiner Wertschöpfung; anderseits seine Produktivität als
die einzige Schranke und Schöpferin der Werte. Es treibt also fortwährend
einerseits zu

seiner eigenen Entwertung, anderseits zur
Hemmung der Produktivkräfte und der sich in Werten vergegenständlichenden
Arbeit.

(Die Dummheit von der
Unmöglichkeit der Überproduktion (in anderen Worten, die Behauptung der
unmittelbaren Identität des Produktionsprozesses und Verwertungsprozesses des
Kapitals) ist sophistisch wenigstens, d.h. geistreich, wie oben erwähnt, so von
James Mill ausgedrückt worden, dass die Zufuhr = ihrer eigenen Nachfrage, also
Nachfrage und Zufuhr sich decken, was in anderen Worten nur dasselbe heißt, als
dass der Wert durch die Arbeitszeit bestimmt ist, also der
Austausch nichts zu ihm hinzufügt,
wobei
nur vergessen ist, dass der Austausch stattfinden muss und dieses vom
Gebrauchswert
abhängt
(in letzter Instanz). Also, wie Mill sagt, wenn Nachfrage und Zufuhr sich nicht
decken, dies daher rührt, dass von einem bestimmten Produkt (dem zugeführten)
zu viel, und vom anderen (dem nachgefragten) zu wenig produziert ist. Dies
Zuviel und Zuwenig betrifft nicht den Tauschwert, sondern den Gebrauchswert. Es
ist mehr von dem zugeführten Produkt als davon „gebraucht“ wird; darauf kommt
der Witz heraus. Also, dass die Überproduktion vom Gebrauchswert und daher vom
Austausch selbst herrührt. Bei Say

59
dies stultifiziert

60
, Produkte tauschen sich nur um gegen Produkte;
es ist also höchstens von einen zu viel, von anderen zu wenig produziert. Dabei
vergessen, 1. dass Werte sich gegen Werte austauschen und ein Produkt sich nur
gegen das andere austauscht, soweit es Wert ist; d.h., soweit es Geld ist oder
wird; 2. sich gegen Arbeit austauscht. Der brave Mann tritt auf den Standpunkt
des
einfachen Austauschs,
auf
dem in der Tat keine Überproduktion möglich ist, weil es sich in der Tat nicht
um den Tauschwert, sondern um den Gebrauchswert handelt. Die Überproduktion
findet statt in Bezug auf die Verwertung, not else

61
.)

| Proudhon, der wohl
die Glocken läuten hört, aber nie weiß, wo, leitet die Überproduktion daher ab,
„dass der Arbeiter sein Produkt nicht rückkaufen kann“

62
. Er versteht darunter, dass Zins und Profit
darauf chargiert

63
wird;
oder dass der Preis des Produkts überchargiert ist über seinen wirklichen Wert.
Es beweist dies d’abord, dass er nichts von der Wertbestimmung versteht, die,
generally spoken

64
,
durchaus nichts von overcharge

65
einschließen kann. Im praktischen Handel
kann Kapitalist a den Kapitalist b bescheißen. Was der eine zu viel, steckt der
andere zu wenig in die Tasche. Addieren wir beide zusammen, so die Summe ihres
Austauschs = der Summe der in ihr vergegenständlichten Arbeitszeit, wovon nur
Kapitalist a mehr als ihm zukam im Verhältnis zu B in die Tasche gesteckt. Von
allen Profiten, die das Kapital, i.e. die Gesamtmasse der Kapitalisten macht,
geht ab 1. der konstante Teil des Kapi-

tals; 2. der
Arbeitslohn oder die vergegenständlichte Arbeitszeit, notwendig, um das
lebendige Arbeitsvermögen zu reproduzieren. Sie können also nichts unter sich
teilen als den Surpluswert. Die Proportionen – gerechte oder ungerechte –,
worin sie diesen Surpluswert unter sich verteilen, ändern absolut nichts an dem
Austausch und dem Verhältnis des Austauschs zwischen Kapital und Arbeit.

Es könnte gesagt werden,
die
notwendige
Arbeitszeit (
d. h. der Arbeitslohn), die also nicht Profit
einschließt, sondern rather

66
von ihm abzuziehen ist, sei selbst wieder
bestimmt durch die
Preise
von
Produkten, die schon den Profit einschließen. Woher anders könnte der Profit
kommen, den der nicht direkt diesen Arbeiter anwendende Kapitalist im Austausch
mit ihm macht? Z.B.: Der Arbeiter des spinner’s tauscht sein Salair aus gegen
soviel Bushels

67
Getreide.
In dem Preis jedes Bushels ist aber schon der Profit des Pächters, i. e. des
Kapitals eingeschlossen. So dass der
Preis
der
Lebensmittel, die die notwendige Arbeitszeit selbst kauft, schon
Surplusarbeitszeit einschließt. D’abord ist es klar, dass das Salair, gezahlt
durch den Spinner seinen working-men

68
, groß genug sein muss, um den nötigen Bushel
Weizen zu kaufen, welcher Profit für den Pächter immer eingehe in den
Preis
des Bushels
Weizens; dass aber ebenso sehr anderseits der Arbeitslohn, den der Pächter
seinen Arbeitern zahlt, groß genug sein muss, um ihnen die nötige Quantität
Kleidungsstücke zu verschaffen, welcher Profit des Spinners und weavers

69
auch immer in
den
Preis
dieser
Kleidungsstücke eingehe. | Der Witz kommt einfach daher, 1. dass
Preis
und
Wert
verwechselt
werden; 2. dass Verhältnisse hineinkommen, die die Wertbestimmung als solche
nicht angehen. Unterstelle zunächst – was das begriffliche Verhältnis ist –,
dass der Kapitalist A selbst alle die Lebensmittel produziert, deren der
Arbeiter bedarf oder die die Summe der Gebrauchswerte darstellen, in denen
seine notwendige Arbeit sich vergegenständlicht. Der Arbeiter hätte also mit
dem Geld, das er von dem Kapitalisten erhält – das Geld erscheint hier in
dieser Transaktion nur als Zirkulationsmittel –, einen aliquoten

70
– den seine
notwendige Arbeit repräsentierenden – Teil des Produkts dem Kapitalisten mit dem
von ihm erhaltenen Geld zurückzukaufen. Der
Preis
eines aliquoten Teils des Produkts
des Kapitalisten A ist of course

71
derselbe für den Arbeiter wie für jeden
anderen Austauschenden. Von dem Moment, wo er von dem Kapitalisten kauft, ist
seine spezifische Qualität als Arbeiter erloschen; in seinem Geld ist jede Spur
des Verhältnisses und der Operation verschwunden, wodurch es erhalten worden
ist; er steht

dem Kapitalisten in der Zirkulation einfach
als G gegenüber, der ihm als W gegenübersteht; als Realisierer des
Preises
von W, der für
ihn daher ebenso vorausgesetzt ist, wie für jeden anderen Repräsentanten von G,
d. h. Käufer. Well. In dem Preise der aliquoten Teile der Ware, die er kauft,
ist aber eingeschlossen der Profit, worin der dem Kapital zufallende
Surpluswert erscheint. Repräsentiert seine notwendige Arbeitszeit daher 20
Taler = einem bestimmten aliquoten Teil des Produkts, so verkauft ihm der
Kapitalist, wenn der Profit 10%, die Ware zu 22 Talern.

So meint Proudhon und schließt
daher, dass der Arbeiter sein Produkt, d. h. den seine
notwendige Arbeit
vergegenständlichenden
aliquoten Teil des Gesamtprodukts, nicht zurückkaufen kann. (Auf seine andere
Konklusion, dass
daher
das
Kapital nicht adäquat austauschen kann und daher Überproduktion, werden wir
gleich zurückkommen.) Sage, um die Sache handgreiflich zu machen, die 20 Taler
des Arbeiters = 4 Scheffel Getreide. Der Arbeiter könnte danach – wenn 20 Taler
der in Geld ausgedrückte Wert der 4 Scheffel – und der Kapitalist sie für 22
verkauft, seine 4 Scheffel nicht zurückkaufen, oder er könnte nur kaufen 3 7/11
Scheffel. In anderen Worten, es wird sich eingebildet, dass die Geldtransaktion
das Verhältnis verfälscht. 20 Taler ist der Preis der notwendigen Arbeit = 4
Scheffel; und diesen gibt der Kapitalist dem Arbeiter; sobald dieser aber nun
für seine 20 Taler die 4 Scheffel haben will, erhält er nur 3 7/11. – Da er
hiermit nicht den
notwendigen
Lohn
erhielte, könnte er überhaupt nicht leben, und so beweist Herr Proudhon zu
viel.

{Dass in der Praxis sowohl als
allgemeine Tendenz, wie direkt über den
Preis,
wie
z. B. im Trucksystem, das Kapital die
notwendige Arbeit
zu betrügen sucht und
sie unter ihren Maßstab sowohl natürlichen als in einem bestimmten
Gesellschaftszustand gegebenen herabzusetzen, gehört nicht hierher. Wir haben
hier überall zu unterstellen, dass der
ökonomisch
gerechte,
d. h. durch die allgemeinen Gesetze der Ökonomie bestimmte Arbeitslohn bezahlt
wird. Die Widersprüche müssen hier aus den allgemeinen Verhältnissen selbst
folgen; nicht aus Prellereien der einzelnen Kapitalisten. Wie in der Realität
sich das weiter gestaltet, gehört in die Lehre vom Salair.}

Aber die Voraussetzung ist
gefälligst falsch. Wenn 5 Taler den
Wert
eines
Scheffels ausdrücken, d. h. die in ihm

72
vergegenständlichte Arbeitszeit, und 4
Scheffel den notwendigen Arbeitslohn, so verkauft der Kapitalist A diese 4
Scheffel nicht, wie Proudhon meint, zu 22, sondern zu 20 Talern. Aber die Sache
ist die: Das Gesamtprodukt (notwendige und surplus Arbeitszeit eingeschlossen)
sei 110 Taler = 22 Scheffeln; davon repräsentieren 16 Scheffel = 80 Taler das
ausgelegte Kapital in Saat, Maschinerie etc.; 4 Scheffel

=
20 Taler die notwendige Arbeitszeit; 2 Scheffel = 10 Taler die
Surplusarbeitszeit. Der Kapitalist verkauft jeden Scheffel zu 5 Talern, dem
notwendigen Wert des Scheffels, und dennoch gewinnt er an jedem Scheffel 10%
oder 5/10 Taler, ½ Taler = 15 Silbergroschen. Woher dies? Weil er verkauft 22 x
5 statt 20 x 5. Wir können hier = 0 setzen das Kapital, das er mehr auslegen
muss, um 2 Scheffel mehr zu produzieren, da sie sich in reine Surplusarbeit,
gründlicheres Pflügen, Ausreuten des Unkrauts, Hinschleppenlassen von
animalischem Dünger, der ihm etwa nichts kostet, etc. auflösen können. |
Der in den 2 Surplusscheffeln enthaltene Wert hat
ihm nichts
gekostet,
bildet daher ein Surplus über seine Auslagen. Dass er von den 22 Scheffeln 20
verkauft zu dem, was sie ihm gekostet haben, zu 100 Talern, und 2, die ihm
nichts gekostet haben – deren Wert aber = der in ihnen enthalten Arbeit – zu 10
Talern, ist für ihn dasselbe, als dass er jeden Scheffel zu 15 Silbergroschen
mehr verkauft, als sie ihm gekostet haben. (Zu ½ Taler oder 10% auf 5 Taler =
5/10.) Obgleich er also an den dem Arbeiter verkauften 4 Scheffeln 2 Taler
verdient, erhält der Arbeiter den Scheffel zu seinem notwendigen Wert. Er
verdient nur 2 Taler an ihnen, weil er neben diesen 4 Scheffeln noch 18 zu
demselben Preis verkauft. Verkaufte er nur 16, so verdiente er nichts; denn er
verkaufte dann im ganzen: 5 x 20 = 100, sein Auslagekapital.

Bei der Manufaktur ist es in
der Tat auch möglich, dass die Auslagen des Kapitals nicht wachsen, damit der
[Kapitalist] einen Surpluswert verkauft; d. h., es ist nicht nötig, dass die
Auslage in Rohmaterial und Maschinerie wächst. Nimm an, dass dasselbe Produkt
durch bloße Handarbeit – die Masse von nötigem Rohmaterial und Instrument als
konstant gesetzt – höheren finish erhält, höheren Gebrauchswert und also der
Gebrauchswert des Produkts wächst, nicht indem seine Quantität, sondern seine
Qualität vermehrt wird durch mehr darauf verwandte Handarbeit. Sein Tauschwert
– die in ihm vergegenständlichte Arbeit – einfach wächst im Verhältnis zu
dieser Arbeit. Verkauft dann der Kapitalist zu 10% teurer, so wird der aliquote
Teil des Produkts, in Geld ausgedrückt, der die notwendige Arbeit
repräsentiert, dem Arbeiter gezahlt, und ließe sich das Produkt teilen, so
könnte der Arbeiter diesen aliquoten Teil kaufen. Der Profit des Kapitalisten
käme nicht daher, dass er ihm diesen aliquoten Teil überchargierte, sondern, dass
er in dem Ganzen einen aliquoten Teil verkauft, den er nicht bezahlt hat und
der eben
Surplusarbeitszeit
repräsentiert.
Das Produkt als Wert ist immer teilbar; in seiner natürlichen Form braucht es
nicht so zu sein. Der Profit kommt hier immer daher, dass der ganze Wert einen
aliquoten Teil enthält, der nicht bezahlt ist und daher in jedem aliquoten Teil
des Ganzen ein aliquoter Teil Surplusarbeit

gezahlt wird. So
im obigen Beispiel. Indem der Kapitalist 22 Scheffel verkauft, d. h. 2, die
Surplusarbeit repräsentieren, ist es dasselbe, als wenn er auf jeden Scheffel
1/10 Scheffel zu viel verkaufte, d. h. 1/10 Surpluswert. Ist nur 1 Uhr z. B.
produziert worden, wo dasselbe Verhältnis von Arbeit, Kapital und Surpluswert,
so ist die Qualität der Uhr durch 1/10Arbeitszeit erhöht worden um 1/10 Wert,
das dem Kapitalisten nichts kostet.

Dritter Fall, dass der
Kapitalist, wie meist in der Manufaktur (doch nicht in der extraktiven
Industrie), mehr Rohmaterial (das Instrument bleibe konstant; indes ändert
nichts, wenn es auch variabel gesetzt wird) braucht, worin sich die
Surplusarbeitszeit vergegenständlicht. (Dies gehört eigentlich noch nicht her,
da das Kapital hier ebenso gut unterstellt werden kann oder muss, ebenso das
Rohmaterial, z. B. die Baumwolle zu produzieren, und die Mehrproduktion an
irgendeinem Punkte sich in
bloße
Surplusarbeit
auflösen muss oder, was vielmehr das
Wirkliche,
die
gleichzeitige
Surplusarbeit
an allen Punkten der Zirkulation voraussetzt.) Er verspinne 25 Pfund Baumwolle,
die ihm kosten 50 Taler und wozu er Maschinerie braucht (die wir ganz
konsumiert annehmen wollen im Produktionsprozess) 30 Taler und Arbeitslohn 20
Taler, zu 25 Pfund Twist, die er verkauft 110. Das Pfund Twist verkauft er dann
zu 4 2/5 Talern oder 4 Talern 12 Silbergroschen. Der Arbeiter erhält also 4
6/11 Pfund Twist, wenn er wieder kaufen will. Wenn der Arbeiter für sich
arbeitete, würde er ebenfalls das Pfund verkaufen zu 4 Talern 12 Silbergroschen
und keinen Profit machen – vorausgesetzt, dass er bloß die notwendige Arbeit
verrichte; aber er wird weniger Baumwolle verspinnen.

| Wie wir wissen, besteht
der Wert eines Pfundes Twist ausschließlich in dem Quantum der in ihm
vergegenständlichten Arbeitszeit. Unterstelle nun, der Wert des Pfundes Twist =
5 Taler. Gesetzt, 4/5, i. e. 4 Taler, repräsentieren Baumwolle, Instrument
etc.; so repräsentiert 1 Taler die vermittelst des Instrumentes in der
Baumwolle realisierte Arbeit. Bedarf der Arbeiter, um vom Spinnen zu leben, sag
einen Monat 20 Taler, so müsste er – da er für das Spinnen [von] einem Pfund
Twist 1 Taler verdient, aber 20 verdienen muss – 20 Pfund Twist spinnen. Wenn
er selbst Baumwolle, Instrument

73
etc. besäße und für sich selbst arbeitete,
also sein eigener Meister wäre, müsste er 20 Pfund Twist verkaufen; da er von
jedem nur 1/5 verdiente, einen Taler, und 1 x 20 = 20. Lässt ihn der Kapitalist
arbeiten, so repräsentiert die Arbeit, die 20 Pfund Baumwolle spinnt, nur die
notwendige Arbeit; denn nach der Voraussetzung repräsentieren von den 20 Pfund
Twist oder 20 x 5 = 100 Talern. 80 Taler nur die eingekaufte Baumwolle und
Instrument und der neureproduzierte Wert

nichts als
die
notwendige Arbeit.
Von
den 20 Pfund Twist würden 4 Pfund = 20 Taler die notwendige Arbeit
repräsentieren und 16 nichts als den konstanten Teil des Kapitals. 16 x 5 = 80
Taler. In jedem weiteren Pfund, was der Kapitalist über die 20 hinaus arbeiten
lässt, ist 1/5 Surplusarbeit, für ihn Surpluswert. (Vergegenständlichte Arbeit,
die er verkauft, ohne für sie bezahlt zu haben.) Lässt er 1 Pfund mehr spinnen,
so gewinnt er 1 Taler, 10 Pfund mehr 10. Auf 10 Pfund oder 50 Taler würde der
Kapitalist haben im Ersatz für seine Auslagen 40 Taler und Surplusarbeit 10
Taler; oder 8 Pfund Twist, um das Material für 10 zu kaufen (Maschinerie und
Baumwolle), und 2 Pfund Twist oder ihren Wert, die ihm nichts kosteten. Nehmen
wir nun die Rechnung des Kapitalisten zusammen, so finden wir, er hat ausgelegt

Taler

Taler

Arbeitslohn:

Taler

Mehrwert:

Taler

80 + 40 = 120
(Rohmaterial, Instrument etc.)

20

10

120

20

10 =

150.

Er hat im Ganzen produziert 30
Pfund Twist (30 x 5 = 150); das Pfund zu 5 Talern, dem exakten
Wert
des Pfundes, d. h.
rein bestimmt durch die in ihm vergegenständlichte Arbeit und nur von ihr den
Wert herleitend. Von diesen 30 Pfund repräsentieren 24 konstantes Kapital, 4
Pfund gehen auf Arbeitslohn, und 2 bilden
den Mehrwert.
Dieser Mehrwert, wie es vom
Kapitalisten geschieht, auf seine Gesamtauslage gerechnet, die 140 Taler
beträgt (oder 28 Pfund), bildet 1/14 = 7 1/7% (obgleich im gegebenen Beispiel
der Mehrwert 50% in Bezug auf die Arbeit beträgt).

| Gesetzt, die
Produktivität der Arbeit wachse so, dass er fähig sei, mit derselben Auslage an
Arbeit 40 Pfund zu spinnen. Nach unserer Voraussetzung würde er verkaufen diese
40 Pfund zu ihrem wirklichen Wert, nämlich das Pfund zu 5 Talern, wovon 4 Taler
in Baumwolle etc. vergegenständlichte Arbeit, 1 Taler neu hinzugefügte Arbeit
repräsentiert. Er würde also verkaufen:

20 Pfund für notwendige Arbeit
etc. = 100

Taler

Taler

40 Pfund – das Pfund zu 5 =
40 x 5 =

200; von diesen 40 Pfund
gingen ab

20 Pfund für notwendige
Arbeit etc. =

100.

An den ersten 20 Pfund hätte
er nicht 1 Farthing

74
verdient;
von den Testierenden Hundert gingen ab 4/5 = 4 x 20 = 80.

80

für Material etc. Blieben:

20

Taler

An einer Auslage von 200 Talern hätte
der Kapitalist verdient 20, oder 10%. 10% auf die Gesamtauslage; in der Tat
aber 20 auf die zweiten hundert Taler oder zweiten 20 Pfund, in denen er die
vergegenständlichte Arbeit nicht bezahlt hat. Nimm nun an, er sei fähig, das
Doppelte zu machen, sage

Pfund

Taler

80

400.

Von diesen gehen ab 20 Pfund
für

20 für notwendige Arbeit etc.

=
100.

Bleiben

300.

Von diesen gehen ab für
Material etc. 4/5

240.

Bleiben

60;

Ein Profit von 60 auf

400
ist

= 6 auf 40 = 15%

75
.

In fact in obigem Beispiel die
Auslage des Kapitalisten nur 180, auf diese gewinnt er 20, oder 11 1/9%.

Je kleiner der Teil der Auslage
wird, der die notwendige Arbeit repräsentiert, desto größer der Gewinn,
obgleich er in keinem augenfälligen Verhältnis zum wirklichen Mehrwert, i. e.
Surplusarbeit steht. Z. B., damit der Kapitalist gewinne 10% muss er 40 Pfund
Twist spinnen; der Arbeiter braucht nur 20 zu spinnen = notwendige Arbeit. Die
Surplusarbeit = der notwendigen, 100% Mehrwert. Dies ist unser altes Gesetz.
Das ist aber nicht die Sache, um die es sich hier handelt.

In dem obigen Beispiel von den
40 Pfund ist der
wirkliche
Wert
des Pfundes 5 Taler, und der Arbeiter würde wie der
Kapitalist, wenn er sein eigenes Geschäft führte
als Arbeiter,
der sich
selbst die Avancen vorschießen könnte, um das Rohmaterial etc. so weit
verwerten zu können, dass er als Arbeiter leben könnte, das Pfund zu 5 Talern
verkaufen. Er würde aber nur 20 Pfund produzieren und von dem Verkauf derselben
4/5 zur Erhaltung von neuem Rohmaterial anwenden und 1/5 zum Leben. Von
den 100 Talern würde er nur seinen Arbeitslohn herausschlagen. Der Gewinn des
Kapitalisten kommt nicht daher, dass er das Pfund zu teuer verkauft – er
verkauft es zu seinem
exakten
Wert –,
sondern, dass er es über den
Produktionskosten
verkauft,
die es
ihm
kostet
(nicht, die es kostet; denn das 1/5 kostet dem Arbeiter die Surplusarbeit).
Wenn er unter 5 Talern verkaufte, würde er
unter
dem Wert verkaufen, und der Käufer
hätte das 1/5 Arbeit, das in jedem Pfund Twist steckt über die Auslagen
etc., umsonst. Der Kapitalist rechnet aber so:

Wert von 1 Pfund =

5 Taler

von 40 Pfund =

200 Taler; davon gehen ab
Kosten:

180

20. Bleiben 20. Er rechnet
nicht,

dass er auf die | zweiten 100 Taler
20 gewinnt, sondern, dass er auf seine ganze Auslage von 180 ... 20 gewinnt.
Dieses gibt ihm Profit von 11 1/9% statt von 20. Ferner rechnet er, dass, um
diesen Profit zu machen, er verkaufen muss: 40 Pfund. 40 Pfund zu 5 Talern gibt
ihm nicht 1/5 oder 20%, sondern 20 Taler verteilt auf 40 Pfund oder ½
Taler per Pfund. Auf den Preis, wozu er das Pfund verkauft, gewinnt er an 5
Talern ½ Taler oder auf 10 Taler 1; 10% auf den Verkaufspreis. Der Preis
ist bestimmt durch den Preis der aliquoten Einheit (1 Pfund) multipliziert mit
der Anzahl, zu der es verkauft wird; hier 1 Pfund zu 5 Talern x 40. So richtig
diese Preisbestimmung für den Beutel des Kapitalisten ist, so sehr ist sie
geeignet, theoretisch irrezuführen, indem es nun aussieht, als ob eine
Überchargierung über den
wirklichen
Wert
in jedem einzelnen Pfund stattfände und die Entstehung des Mehrwerts des
einzelnen Pfundes unsichtbar geworden ist. Diese
Preisbestimmung durch die Multiplikation
des Wertes der Einheit (Maßes) des Gebrauchswerts (Pfund, Elle, Zentner etc:)
mit der Anzahl dieser Einheit, die produziert ist,
ist wichtig
später in der Theorie von den Preisen. Es folgt daraus u. a., dass das Sinken
des Preises der Einheit und Wachsen der Anzahl derselben – das mit dem Wachsen
der Produktivkräfte eintritt – zeigt, dass der Profit im Verhältnis zur Arbeit
steigt oder das Verhältnis der notwendigen Arbeit im Verhältnis zur
Surplusarbeit sinkt – nicht das Umgekehrte, wie Herr Bastiat etc. meint.
76
Wüchse z.B.
durch die Produktivität die Arbeit so, dass der Arbeiter doppelt soviel Pfunde
in derselben Zeit produzierte wie früher – wobei vorausgesetzt wird, dass 1
Pfund Twist z. B. ihm ganz denselben Dienst tut, was es auch kosten mag, und
dass er bloß Twist, Kleidung zum Leben brauchte – so würde in 20 Pfund Twist
der durch die Arbeit hinzugefügte Wert nicht mehr 1/5, sondern nur noch
1/10

77
betragen,
weil er mit ½ Zeit die 20 Pfund Baumwolle in Twist verwandeln würde. Zu den 80
Talern, die das Rohmaterial kostet, kämen also nur noch hinzu nicht mehr 20
Taler, sondern nur noch 10. Die 20 Pfund würden kosten 90 Taler und das Pfund
90/20 oder 4 9/20

78
Taler.
Würde die Totalarbeitszeit aber dieselbe bleiben, so würde die Arbeit jetzt
statt 40 80 Pfund Baumwolle in Twist verwandeln. 80 Pfund Twist, das Pfund zu 4
9/20 Talern = 356 Taler. Die Rechnung für den Kapitalisten wäre –

Gesamteinnahme

356 Taler; ab für Arbeit
etc.:

90

266. Davon ginge ab für
Auslagen etc.

239 1/5

26 72/89. Der Gewinn des
Kapitalisten also 26 72/89 statt 20. Sage 27, was etwas zu viel (17/89 zu
viel).

Seine Gesamtauslage
330; über 12%, obgleich er am einzelnen Pfund weniger Gewinn hätte.

Der Gewinn des Kapitalisten an
dem Wert des Maßes (Einheit) des Gebrauchswerts – Pfund, Elle, Quarter etc. –
nimmt ab im Verhältnis, wie das Verhältnis der lebendigen Arbeit zum Rohstoff
etc. – der neu hinzukommenden Arbeit – abnimmt; d.h., je weniger Arbeitszeit
nötig ist, um dem Rohstoff die Form zu geben, die die Einheit ausdrückt. Elle
Tuch etc. Aber anderseits – da dies identisch mit der größeren Produktivität
der Arbeit – oder dem Wachsen der Surplusarbeitszeit – wächst die Anzahl dieser
Einheiten, in denen Surplusarbeitszeit enthalten ist, d.h. Arbeitszeit, für die
er nicht zahlt.

Es geht ferner aus dem obigen
hervor, dass der Preis
unter
den
Wert fallen kann und das Kapital immer noch Gewinn haben kann; nur muss er eine
Anzahl multipliziert mit der Einheit verkaufen, die ein Surplus bildet über die
Anzahl multipliziert [mit] der Einheit, die den notwendigen Preis der Arbeit
bildet. Wenn das Verhältnis der Arbeit zum Rohstoff etc. 1/5, so kann er
z.B. bloß zu 1/10 | über dem konstanten Wert verkaufen, da ihm die
Surplusarbeit
nichts
kostet.
Er schenkt dann dem Konsumenten 1/10 der
Surplusarbeit und verwertet nur 1/10 für sich. Dies sehr wichtig bei der
Konkurrenz; namentlich von Ricardo übersehen. Der Preisbestimmung liegt die
Wertbestimmung zugrunde; aber es kommen neue Elemente hinzu. Der Preis, der
ursprünglich nur als der Wert in Geld ausgedrückt erscheint, wird weiter fort
bestimmt als selbst spezifische Größe. Wenn 5 Taler der
Wert
eines Pfundes
Twist, d. h. dieselbe Arbeitszeit, die in 5 Talern, in einem Pfund Twist
enthalten ist, so wird nichts an dieser Wertbestimmung geändert, ob 4mal oder
4millionenmal Pfunde Twist abgeschätzt werden. Das Moment der Anzahl der
Pfunde, weil es in anderer Form das Verhältnis der Surplusarbeit zur
notwendigen ausdrückt, wird bei der
Preisbestimmung
dezisiv
wichtig. In der
Zehnstundenbill-
etc.
-frage diese Sache populär anschaulich gemacht.

Aus dem obigen ergibt sich
ferner:

Der Arbeiter würde nur 20 Pfund
Twist spinnen, nur Rohmaterial, Maschinerie etc. zum Wert von 80 Talern
monatlich verwerten – als auf die
notwendige
Arbeit
sich einschränkender. Der Kapitalist muss außer dem Rohmaterial, Maschinerie
etc., die nötig sind zur
Reproduktion,
Selbsterhaltung
des Arbeiters, notwendig Kapital auslegen in Rohmaterial (und Maschinerie, wenn
auch nicht in demselben Verhältnis) zur Vergegenständlichung der Surplusarbeit.
(In der Agrikultur, Fischfang, kurz, den extraktiven Industrien ist das nicht
absolut nötig; doch immer, sobald sie ins Große, also
industriell
betrieben
werden; erscheint dann als Mehrauslage nicht des Rohstoffs selbst,

sondern der Instrumente, um ihn zu gewinnen.) Diese Surplusauslagen – d. h.
die Darbietung des Materials für die Surplusarbeit – der gegenständlichen
Elemente ihrer Verwirklichung – sind es eigentlich, die die spezifische
sog.
vorläufige
Akkumulation
des Kapitals bilden; das Akkumulieren des Vorrats
(sagen wir einstweilen noch)
spezifisch
dem
Kapital. Denn es ist abgeschmackt, wie wir noch näher sehen werden, es als dem
Kapital spezifisch anzusehen – dass die gegenständlichen Bedingungen der
lebendigen Arbeit überhaupt vorhanden sein müssen – sei es von der Natur
geliefert oder geschichtlich erzeugt. Diese
spezifischen Advances

79
,
die das Kapital macht, heißt
nichts, als dass es die vergegenständlichte Surplusarbeit – Surplusprodukt – in
neuer lebendiger Surplusarbeit
verwertet,
statt
sie, wie etwa ägyptische Könige oder etruskische Adelspfaffen, in Pyramiden
etc. anzulegen (zu verausgaben).

Bei der
Preisbestimmung
(wie
wir das auch vom Profit sehen werden) kommt dann noch hinzu – der
Betrug,
die
wechselseitige Prellerei.
Der
eine kann im Austausch gewinnen, was der andere verliert; sie können nur den
Surpluswert unter sich verteilen – das Kapital als Klasse. Die Proportionen
aber eröffnen ein Feld der individuellen Überlistung etc. (abgesehen von
Nachfrage und Zufuhr), die mit der Wertbestimmung als solcher nichts zu tun
hat.

Also nichts mit Herrn Proudhons
Entdeckung, dass der Arbeiter sein Produkt nicht zurückkaufen kann. Es beruht
dies darauf, dass er (P[roudhon]) nichts versteht, weder von der Wert- noch von
der Preisbestimmung. Aber wieder davon abgesehen, so seine Konklusion,
dass
daher
Überproduktion,
in dieser Abstraktion falsch. Im Sklavenverhältnis tritt dadurch keine gene

80
für die Herren
ein, dass die Arbeiter nicht als Konsumenten mit ihnen konkurrieren. (Die
Luxusproduktion,
wie
sie bei den Alten auftritt, indes notwendiges Resultat des
Sklavenverhältnisses. Nicht Überproduktion, aber
Überkonsumtion
und
verrückte Konsumtion,
die,
ins Ungeheuerliche und Bizarre ausschlagend, den Untergang des alten
Staatenwesens bezeichnet.)

★

Das Kapital, nachdem es aus dem
Produktionsprozess heraustritt als
Produkt,
muss
wieder in Geld verwandelt werden. Das Geld, das vorhin nur als realisierte Ware
etc. erschien, erscheint jetzt als
realisiertes
Kapital
oder das realisierte Kapital als Geld. Dies eine
Bestimmung des
Geldes
(wie
des Kapitals). Dass die Masse des Geldes als Zirkulationsmittel mit der
Schwierigkeit, Kapital zu realisieren, d. h. zu
verwerten,
nichts zu
tun hat, geht schon aus der vorigen Entwicklung hervor.

| Nimm in dem obigen Beispiel an, wo
der Kapitalist, wenn er das Pfund Twist zu 5 Talern verkauft – nämlich 40 Pfund
zu [je] 5 Talern –, also das Pfund Twist zu seinem
wirklichen Wert
verkauft
und dadurch gewinnt ½ Taler auf 5 (den Verkaufspreis), 10% auf den
Verkaufspreis oder ½ auf 4½, d. h. 11 % auf seine Auslage, er verkaufe nur zu
10% – nehme auf 4½ Taler nur 9/20 Taler Profit (dies ist 1/20 Unterschied von ½
auf 4½ Taler; gerade Unterschied von 1 1/9%). Er verkaufe also das Pfund zu 4½
Talern + 9/20 Taler; d.h. zu 4 19/20

Talern
oder die 40 Pfund zu 198 Talern. Es sind nun verschiedene Fälle möglich. Der
Kapitalist, mit dem er austauscht – an den er seine 40 Pfund verkauft – nimm
an, dieser sei Silberminenbesitzer, also Silberproduzent – zahlt ihm nur 198
Taler – gibt ihm also 2 Taler zu wenig vergegenständlichte Arbeit in Silber für
die in 40 Pfund Twist

81
vergegenständlichte
Arbeit. Gesetzt, bei diesem Kapitalisten B seien die Verhältnisse der Auslagen
ganz dieselben etc. Wenn Kapitalist B auch nur 10 statt 11 1/9

82
nimmt, so
dürfte er für 200 Taler nur verlangen nicht 40 Pfund Twist, sondern nur 39 3/5.
Es ist also unmöglich, dass beide Kapitalisten zu gleicher Zeit sich zu 1 1/9%
zu wenig verkaufen oder der eine böte 40 Pfund zu 198 Talern und der andere böte
200 Taler für 39 3/5 Pfund, ein Kasus, der nicht vorkommen kann. Kapitalist B
hätte im vorausgesetzten Fall bei dem Einkauf von 40 Pfund Twist 1 1/9% zu
wenig gezahlt; d.h., er hätte außer dem Profit, den er nicht im Austausch
erhält, sondern der im Austausch nur bestätigt wird, einem Profit von 11 1/9,
noch durch den Verlust des anderen Kapitalisten 1 1/9 % mehr gewonnen oder 12
2/9 %. An seinen eigenen Arbeitern – der mit seinem eigenen Kapital in
Bewegung gesetzten Arbeit – hätte er 11 1/9 % gewonnen; die 1 1/9 % mehr
sind Surplusarbeit der Arbeiter des Kapitalisten A, die er sich aneignet.
Die
allgemeine Rate des
Profits
kann also in dem einen oder anderen Geschäftszweig
fallen dadurch, dass Konkurrenz etc. den Kapitalisten zwingt, unter dem
Wert
zu verkaufen, d.h.,
einen Teil der Surplusarbeit nicht für sich, sondern seine Käufer zu verwerten.
Aber die allgemeine Rate kann nicht so fallen; sie kann nur dadurch fallen,
dass das Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen
relativ
fällt, und
dies, wie wir früher gesehen, tritt ein, wenn das Verhältnis schon sehr groß
oder, anders ausgedrückt, das Verhältnis der von dem Kapital in Bewegung
gesetzten lebendigen Arbeit sehr klein ist – der Teil des Kapitals, der sich
gegen lebendige Arbeit austauscht – sehr klein ist gegen den, der sich gegen
Maschinerie und Rohmaterial austauscht. Die allgemeine Rate des Profits kann
dann fallen, obgleich die absolute Surplusarbeit steigt.

Wir kommen damit auch auf einen
anderen Punkt. Eine
allgemeine
Rate des

Profits
ist
überhaupt nur dadurch möglich, dass die Rate des Profits in dem einen
Geschäftszweig zu groß und in dem anderen zu klein ist; d. h., dass ein Teil
des Surpluswerts – der der Surplusarbeit entspricht – übertragen wird von dem
einen Kapitalisten auf den anderen. Wenn in 5 Geschäftszweigen zum Beispiel die
Rate des Profits respektive

a

b

c

d

e

15

12

10

8

5%

so ist die Durchschnittsrate
10%; damit diese aber in der Realität existiere, müssen Kapitalist A und B 7 %
abgeben an D und E, nämlich 2 an D und 5 an E, während bei C die Sache beim
alten bleibt. Die Gleichheit der Rate des Profits auf dasselbe Kapital von 100
ist unmöglich, da die Verhältnisse der Surplusarbeit durchaus verschieden sind,
je nach der Produktivität der Arbeit und dem Verhältnis zwischen Rohstoff,
Maschinerie und Arbeitslohn und dem Umfang, worin überhaupt produziert werden
muss. Gesetzt aber, Geschäftszweig e sei notwendig, z. B. der der bakers

83
, so müssen ihm die
durchschnittlichen 10% gezahlt werden. Das kann aber nur geschehen, indem a und
b einen Teil ihrer Surplusarbeit dem e zugute kommen lassen. Die
Kapitalistenklasse verteilt so zu einem gewissen Grade den Gesamtsurpluswert,
dass, to a certain degree

84
,
sie gleichmäßig nach dem Verhältnis der
Größe
ihres
Kapitals anstatt nach den wirklich von den Kapitalien in den einzelnen
Geschäftszweigen geschaffenen Surpluswerten [an ihm teilnimmt]. Der größere
Profit – der aus der wirklichen Surplusarbeit innerhalb eines
Produktionszweiges, dem wirklich geschaffenen Surpluswert hervorgeht – wird
herabgedrückt auf das Niveau durch die Konkurrenz und das Minus von Surpluswert
in dem anderen Geschäftszweig durch Entziehung von Kapitalien aus demselben,
also sich günstig stellendes Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr, herauf
gehoben auf das Niveau. Die Konkurrenz kann dies Niveau selbst nicht
herabsetzen, sondern hat nur die Tendenz, ein solches Niveau zu schaffen. Das
Weitere gehört in den Abschnitt von der Konkurrenz. Es realisiert sich dies
durch das Verhältnis der Preise in den verschiedenen Geschäftszweigen, die in
den einen
unter
ihren
Wert
fallen, in den
anderen über ihn
steigen.
Dadurch
kommt der Schein hervor, als wenn die gleiche Summe Kapital in ungleichen Geschäftszweigen
gleiche Surplusarbeit oder Surpluswert
schaffe.
-

| Gesetzt, im obigen
Beispiel, wo Kapitalist A, sage durch die Konkurrenz gezwungen, zu 10 % Profit
verkauft statt zu 11 1/9 und daher das Pfund Twist für 1/20 Taler zu
wohlfeil verkauft, so würde unter der Voraussetzung der Arbeiter nach wie vor
20 Taler erhalten, in Geld, seinen notwendigen Arbeitslohn; in Twist aber
erhielte er statt 4 Pfund 4 4/99 Pfund. Er würde, mit

dem
Twist verglichen, über seinen notwendigen Arbeitslohn hinaus erhalten 4/20

85
Taler = 1/5
Taler oder 6 Silbergroschen, i. e. 1 % auf seinen Arbeitslohn. Arbeitet der
Arbeiter in einem Geschäftszweig, dessen Produkt ganz außerhalb der Sphäre
seines Konsums liegt, so gewinnt er keinen farthing

86
durch diese Operation, sondern die Sache
ist für ihn die, dass er einen Teil seiner Surplusarbeit statt für den
Kapitalisten A direkt für den Kapitalisten B indirekt, d. h. durch Vermittlung
des Kapitalisten A verrichtet. Er kann nur gewinnen davon, dass der Kapitalist
A einen Teil der in seinem Produkt vergegenständlichten Arbeit umsonst ablässt
dadurch, dass er selbst Konsument dieses Produkts und nur in dem Grade wie er
solcher Konsument ist. Also, wenn sein Twistkonsum 1/10 seiner Ausgabe beträgt,
so gewinnt er exactly

87
1/50
Taler durch die Operation (2/100 Taler auf 2 Taler, 1/100 auf 1 exakt 1 % auf
die 2 Taler), d.h. 1/10 % auf seinen Gesamtarbeitslohn von 20 Talern oder 7 1/5
Pfennige. Dies wäre die Proportion – 7 1/5 Pfennige –, in der er an seiner
eigenen Surplusarbeit von 20 Talern teilnähme. Und auf solche Proportionen
reduziert sich der Surpluslohn, den der Arbeiter im besten Fall macht durch das
Sinken des
Preises
in
dem Geschäftszweige, worin er selbst beschäftigt ist, unter den notwendigen
Wert. Im
besten
Fall
– und der ist unmöglich – ist die limit (im angegebenen Kasus) 6 Silbergroschen
oder 1%, d.h., wenn er von Twist exklusiv leben könnte; d. h., im besten Fall
ist sein Surpluslohn bestimmt durch das Verhältnis der notwendigen Arbeitszeit
zur Surplusarbeitszeit. In eigentlichen Luxusindustrien, von deren Konsum er
selbst ausgeschlossen ist, ist er immer = 0.

Nehmen wir nun an, die
Kapitalisten A, B, C tauschten untereinander aus; bei allen das Gesamtprodukt =
200 Taler. A produziere Twist, B Getreide und C Silber; die Verhältnisse von
Surplusarbeit und notwendiger und von Auslagen und Profit seien ganz dieselben.
A verkauft 40 Pfund Twist statt zu 200 Talern zu 198 und verliert 1 1/9%
Gewinn; ditto B seine sage 40 Scheffel Getreide zu 198, statt zu 200; C aber
tauscht seine in den 200 Talern vergegenständlichte Arbeit ganz aus. Zwischen A
und B ist das Verhältnis so, dass, wenn jeder ganz austauschte mit dem anderen,
keiner verliert. A erhielte 40 Scheffel Getreide, B 40 Pfund Twist; aber jeder
nur einen Wert von 198. C erhält für 198 Taler 40 Pfund Twist oder 40 Bushel
Getreide und zahlt in beiden Fällen 2 Taler zu wenig oder erhält zu viel 2/5
Pfund Twist oder 2/5 Bushel Getreide. Nimm aber an, das Verhältnis gestalte
sich so, dass A verkauft zu 200 Talern seine 40 Pfund an den Silbermann C,
dieser aber zahlen muss 202 an den Getreidemann B oder B 2 Taler über seinen
Wert erhält. Zwischen dem Twist A und dem Silber C ist alles all right

88
; beide tauschen den
Wert gegen-

einander aus; aber dadurch, dass bei B gestiegen
ist der Preis über seinen Wert, sind, in Getreide ausgedrückt, die 40 Pfund
Twist und die 200 Taler Silber gefallen um 1 1/9%, oder beide könnten in der
Tat mit den 200 Talern nicht mehr 40 Bushel Getreide kaufen, sondern nur noch
39 61/101. 39 61/101 Bushel

89
Weizen kosteten 200 Taler, oder der Bushel
Weizen statt 5 Taler 5 1/20 Taler; 5 Taler 1½

90
Silbergroschen. Nimm nun im letzteren
Verhältnis an, dass der Konsum des Arbeiters zu ½ aus Weizen besteht; sein
Twistkonsum war 1/10 seiner Einnahme; sein Weizenkonsum 5/10
.
An dem 1/10 gewann er
1/10% auf seinen Gesamtarbeitslohn; am Weizen verliert er 5/10; er
verliert also im ganzen 5/10%, statt zu gewinnen. Obgleich der Kapitalist
ihm seine notwendige Arbeit gezahlt hätte, fiele sein Lohn unter das notwendige
Salair infolge der Überchargierung

91
des Getreidemannes B. Dauerte dies fort, so
würde sein notwendiger
Arbeitslohn
steigen
müssen. Rührt also das Verkaufen des Twistes durch den
Kapitalisten A her von einem Steigen der Preise des
Getreides
oder anderer
Gebrauchswerte, die den wesentlichsten Teil der Konsumtion des Arbeiters
bilden, über ihren Wert – so verliert der Arbeiter des Kapitalisten A in
demselben Verhältnis, wie sein Konsum des teurer gewordenen Produkts größer
ist, als des von ihm selbst produzierten wohlfeilem. Hätte aber Twist A 1 1/9 %
über seinem Wert verkauft und Getreide B 1 1/9 % darunter, so könnte im besten
Fall der Arbeiter, wenn er nur Getreide konsumierte, nicht mehr als 6
Silbergroschen gewinnen oder, da wir vorausgesetzt, dass er die Hälfte in
Getreide [konsumiert], nur 3 Silbergroschen oder ½ % | auf seinen
Arbeitslohn von 20 Talern. Es können also alle drei Fälle für den Arbeiter
eintreten: sein Gewinn oder Verlust bei der Operation = 0; sie kann seinen
notwendigen Arbeitslohn depreziieren, so dass er nicht mehr hinreicht, also ihn
herabfallen machen unter das notwendige Minimum; sie kann drittens ihm einen
Surplusarbeitslohn verschaffen, der sich in einen extremely small

92
Anteil an
seiner eigenen Surplusarbeit auflöst.

Wir haben oben gesehen, dass,
wenn das Verhältnis der notwendigen Arbeit zu den anderen
Produktionsbedingungen = ¼

93
(20 von 100 Gesamtauslage) oder = 20

94
% des Gesamtwerts
(in 20 Pfund Twist = 4 Pfund Twist) (oder von 100 Talern 80 Rohstoff und
Instrument, 20 Arbeit) und das Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen wie
100% (nämlich dieselbe Quantität), der Kapitalist 11 1/9 % auf seine
Auslage macht.
95

Wenn er nur 10% nähme und den
Konsumenten die 1 1/9 oder 2 Taler schenkte (Surpluswert übermachte), würde der
Arbeiter, soweit er Konsument

ist, ebenfalls gewinnen und im
besten (unmöglichen) Fall, dass er nur von den Produkten seines masters

96
lebte, würde,
wie wir gesehen haben, [folgendes stattfinden:]

1
1/9% (= 2 Taler) Verlust auf Seite des Kapitalisten:

=

1
% = 6 Silbergroschen auf 20 Taler (½ Taler auf 20) Gewinn auf den Arbeitslohn
für den Arbeiter:

Gesetzt, der Kapitalist
verkaufte das Pfund Twist statt zu 5 Taler zu 4 15/20(4¾), so würde der
Arbeiter am Pfund gewinnen 5/20 und an den 4 Pfund

97
20/20 = 1; 1 auf 20 aber = 1/20 = 5%; (1
Taler auf 20); der Kapitalist würde die 40 Pfund verkaufen zu 4 15/20 Taler =
95/20 Taler x 40 = 190 Taler; seine Auslagen 180, sein Gewinn = 10 = 5 5/9

98
[%], sein
Verlust [oder] Minus-Gewinn = 5 5/9'; wenn er verkaufte, der Kapitalist, zu 4
12/20, so würde der Arbeiter gewinnen 8/20 Taler am Pfund, 32/20 an den 4
Pfund, 1 Taler 22/20 oder 1 3/5

Taler
an seinem Gesamtsalair, i.e. 8%
99
, der
Kapitalist aber würde verlieren 16 Taler am Surplusgewinn oder nur noch
halten im Ganzen 184 Taler oder 4 Taler Gewinn auf 180 = 1/45 von 180 = 2
2/9%; verlöre 8 8/9; endlich nimm an, der Kapitalist verkaufe das Pfund
Twist to 4½ Taler; die 40 Pfund zu 180; sein Profit = 0; er mache dem
Konsumenten ein Präsent aus dem Surpluswert oder Arbeitszeit, so der Gewinn
des Arbeiters = ½ Taler per lb., = 4/2 Taler = 2 Taler oder 2 Taler auf 20 =
10 %.

5 5/9'; (=10 Taler)

= 8 8/9%

(= 16)

Gewinn = 0

(Verlust = 11 1/9%)

= 1 Taler

=5%

(1 Taler auf 20).

= 8²%

(1 Taler 18 Silbergroschen)

= 10%
(2 Taler)

(noch nicht ½
Pfund)

| Hätte dagegen der Kapitalist den
Arbeitslohn um 10% erhöht, von 20 auf 22 Taler, etwa weil in seinem
Geschäftszweig die Nachfrage nach Arbeit über die Zufuhr gestiegen – während er
nach wie vor das Pfund Twist zu seinem Werte, i. e. zu 5 Talern verkauft, so
wäre sein Profit nur gefallen um 2 Taler; von 20 auf 18

100
; i. e. um 1 1/9%
und wäre immer noch 10% geblieben.

Es folgt hieraus, dass, wenn
der Kapitalist, etwa aus Rücksicht auf Herrn Proudhon, seine Waren zu den
Produktionskosten verkaufte, die sie
ihm
machten,
und sein Gesamtprofit = 0, dies nur ein Transfer des Surpluswerts oder
Surplusarbeitszeit vom Kapitalisten A auf B, C, D etc. wäre und in Bezug auf
seinen Arbeiter im besten Fall der Gewinn – d. h. sein Anteil an seiner eigenen
Surplusarbeit – sich beschränken würde auf den Teil des Salairs, den er
konsumiert in der depreziierten Ware; und wenn er seinen ganzen Arbeitslohn in
ihr spendete

101
,
nicht größer sein könnte als im Verhältnis, worin die notwendige Arbeit zum
Gesamtprodukt steht (im obigen Beispiel 20:200 = 1/10
,
1/10 auf 20 = 2
Taler). In Bezug auf die fremden Arbeiter ist der Fall ganz derselbe; sie
gewinnen an der depreziierten Ware nur in dem Verhältnis, 1. worin sie dieselbe
konsumieren; 2. im Verhältnis zur Größe ihres Salairs, das bestimmt ist durch die
notwendige Arbeit. Wäre die depreziierte Ware z. B. Getreide – one of the
staffs of life

102
–,
so würde zuerst der Produzent desselben, der Pächter, und dann alle anderen
Kapitalisten die Entdeckung machen, dass der notwendige Lohn des Arbeiters
nicht mehr der notwendige Lohn ist; sondern über seinem Niveau steht; also
herabgesetzt; also schließlich nur der Surpluswert der Kapitalien a, b, c etc.
und die Surplusarbeit der in ihnen Beschäftigten vermehrt.

Gesetzt, 5

103
Kapitalisten
A, B, C, D und E. E produziere eine Ware, die nur von Arbeitern konsumiert
wird. E würde dann seinen Profit rein realisieren durch Austausch seiner Ware
mit Arbeitslohn; er rührte aber, wie sonst, nicht her vom Austausch seiner Ware
gegen das Geld der Arbeiter, sondern vom Austausch seines Kapitals mit
lebendiger Arbeit. Gesetzt, die notwendige Arbeit verhalte sich in allen 5
Geschäftszweigen wie 1/5; 1/5 sei in allen die Surplusarbeit; das konstante
Kapital in allen = 3/5. Kapitalist E tauscht aus sein Produkt gegen 1/5 des
Kapitals a, 1/5 des Kapitals b, 1/5 des Kapitals c, 1/5 des Kapitals
d, und 1/5 konstituiert seinen eigenen Arbeitslohn. An diesem letzten 1/5
würde er nichts profitieren, wie wir gesehen, oder rather

104
sein Profit
würde nicht herrühren daher, dass er den Arbeitern 1/5 seines Kapitals in Geld
gibt und sie dasselbe 1/5 als Produkt von ihm wieder kaufen – würde nicht vom

Austausch mit ihnen als
Konsumenten
oder
Zentren der Zirkulation herrühren. Als [mit] Konsumenten seines Produkts beruht
seine ganze Transaktion mit ihnen darauf, dass er ihnen sein Produkt in der
Form des Geldes gibt und sie ihm dasselbe Geld wiedergeben für exakt denselben
aliquoten Teil des Produkts. Mit den Arbeitern von A, B, C, D steht er nicht im
Verhältnis von Kapitalist zu Arbeiter, sondern von W zu G, von Verkäufer zu
Käufer. Nach der Voraussetzung verzehren die Arbeiter von A, B, C, D nichts von
deren eigenen Produkten; E allerdings tauscht ein 1/5 von dem Produkt von A, B,
C und D

105
, also
4/5 ihres Produkts; aber dieser Austausch ist auf einem Umweg nur der
Arbeitslohn, den A, B, C und D ihren eigenen Arbeitern zahlen. Sie geben den
Arbeitern Geld jeder zum Wert von 1/5 ihres Produkts oder 1/5 ihres
Produkts als Zahlung für die notwendige Arbeit, und diese kaufen damit, mit 4/5

des Werts ihres
Produkts oder Kapitals, die Ware von E. Dieser Austausch mit E ist also nur
eine indirekte Form, worin sie den Teil des Kapitals, der notwendige Arbeit
repräsentiert – also
Abzug
von
ihrem Kapital, vorschießen. Sie können also nicht gewinnen dadurch. Der Gewinn
rührt her von der Verwertung der übrigen 4/5 des Kapitals a, b, c, d, und diese
Verwertung besteht eben darin, dass jeder die in seinem Produkt
vergegenständlichte Arbeit in anderer Form zurückerhält durch den Austausch.
3/5 ersetzt jedem, da Teilung der Arbeit unter ihnen existiert, sein konstantes
Kapital, Rohstoff und Arbeitsinstrument

106
. In der wechselseitigen Verwertung des letzten
1/5 besteht ihr Gewinn – die Verwertung der Surplusarbeitszeit; ihr Setzen als
Surpluswert. Es ist nicht nötig, dass Kapital a, b, c, d die 4/5 ganz
gegeneinander austauschen. Da sie als Kapitalisten zugleich starke Konsumenten
sind und keineswegs von der Luft leben können, da sie aber ebenfalls als
Kapitalisten nicht von ihrer Arbeit leben, haben sie nichts auszutauschen oder
zu konsumieren als das Produkt der fremden. D. h., für ihren Konsum tauschen
sie eben das 1/5. das die Surplusarbeitszeit, die durch das Kapital geschaffene
Arbeit, repräsentiert. Gesetzt, jeder konsumiere 1/5 dieses 1/5, d.h.
1/25, in der Form seines | eigenen Produkts. Bleiben dann noch 4/25 durch
den Austausch, sei es zu verwerten, sei es in Gebrauchswert für eigene
Konsumtion zu verwandeln. A tausche 2/25 gegen B, 1/25 gegen C, 1/25 gegen E
aus und ähnlich auf Seite von B, C, E.

Der Fall, wie wir ihn gesetzt
haben, wo Kapital E seinen Profit ganz realisiert im Austausch gegen Salair,
ist der günstigste – oder drückt vielmehr das einzig richtige Verhältnis aus,
worin es möglich ist, dass das Kapital seinen in der
Produktion
geschaffenen
Mehrwert im
Austausch
realisiert
durch den

Konsum der Arbeiter. Aber in diesem Fall können
Kapitalien a, b, c, d ihren Wert nur realisieren durch Austausch untereinander,
also durch den Austausch der Kapitalisten unter sich selbst. Kapitalist E
konsumiert nicht von seiner eigenen Ware, da er 1/5 davon an seine eigenen
Arbeiter gezahlt hat, 1/5 ausgetauscht gegen 1/5 des Kapitals a, 1/5
gegen 1/5 des Kapitals b, 1/5 gegen 1/5 des Kapitals c,
1/5 gegen 1/5 des Kapitals d. Von diesem Austausch machen A, B, C, D
keinen Profit, da es das respektive 1/5, womit sie ihre eigenen Arbeiter
gezahlt haben.

Nach dem Verhältnis, das wir
angenommen haben von 2/5 Rohstoff, 1/5 Maschinerie,
1/5 Arbeiternecessaries

107
, 1/5 Surplusproduce

108
, wovon zugleich
die Herren Kapitalisten leben und ihren Surpluswert realisieren, brauchen wir,
wenn das Gesamtprodukt jedes A, B, C, D, E = 100, einen Produzenten E für
necessaries von Arbeitern, 2 Kapitalisten A und B, die Rohstoffe produzieren
für alle anderen, 1 C, der die Maschinerie produziert, einen D, der das
Surplusproduce bereitet. Die Rechnung wäre so (der Maschinist etc. muss jeden
Teil seiner Ware für sich selbst produzieren):

für Arbeit

Rohstoff

Maschinerie

Surplusproduce

A)
Rohstofffabrikant

20 -

40 -

20 -

20 = 100

2½

B) ditto

20 -

40 -

20 -

20 = 100

2½

C) Maschinist

20 -

40 -

20 -

20 = 100

2½

E)
Arbeiternecessaries

20 -

40 -

20 -

20 = 100

2½

D)
Surplusproduzent

20 -

40 -

20 -

20 = 100

10 -

20 -

10 -

10 = 50.

E also tauscht sein ganzes Produkt
von 100 aus gegen den Arbeitslohn von 20 für seine eigenen Arbeiter, 20 für die
Arbeiter von Rohstoff A, 20 für die Arbeiter von Rohstoff B, 20 für die
Arbeiter von Maschinist C, 20 für die Arbeiter von Surplusproduzent D; dafür
tauscht er ein 40 für Rohstoff, 20 für Maschinerie, 20 erhält er wieder für
Arbeiternecessaries, und 20 bleiben ihm für Ankauf von Surplusproduce, wovon er
selbst lebt. Ebenso die anderen im Verhältnis. Was ihren Mehrwert konstituiert,
ist das 1/5 oder 20, das sie alle gegen Surplusproduce austauschen können. Wenn
sie das ganze Surplus konsumierten

109
, wären sie am Ende so weit wie am Anfang, und
der Mehrwert ihres Kapitals würde nicht wachsen. Gesetzt, sie verzehren nur 10;
oder 1/10, die Hälfte des Surpluswerts; so würde Surplusproduzent D selbst
weniger verzehren 10; und jeder der anderen 10 weniger: Im Ganzen würde er also
nur

seine halbe Ware = 50 verkaufen und könnte sein Geschäft
nicht von vorn anfangen. Setze also, an Konsumtibilien

110
produziere er nur 50. Auf die 400
Taler, die in Rohstoffen, Maschinen, Arbeiternecessaries existieren, kommen
also nur 50 für Konsumtibilien für die Kapitalisten. Aber jeder der
Kapitalisten besitzt jetzt ein Surplus von 10, wovon 4 in Rohstoff, 2 in
Maschinen, 2 in Arbeiternecessaries, woran er gewinnen soll 2 (wie vorhin mit
80... 100); D hat an seinen 40 gewonnen 10 und kann also im selben Verhältnis
seine Produktion vermehren, nämlich um 5. Er produziert das
nächste Jahr 7½ mehr = 57½.

| Dies Beispiel kann oder
kann nicht später ausgeführt werden. Gehört eigentlich nicht hierher. Soviel
ist klar, dass die Verwertung stattfindet hier in dem Austausch der
Kapitalisten untereinander, denn, obgleich E nur produziert für den Arbeiterkonsum,
so tauscht er in der Form des Arbeitslohns ein 1/5 von A, 1/5 von B,
1/5 von C, 1/5 von D etc. Ebenso tauschen A, B, C, D mit E aus: nicht
direkt; aber indirekt, indem jeder 1/5 als necessaries für seine Arbeiter
von ihm braucht. Die Verwertung besteht darin, dass jeder sein eigenes Produkt
gegen aliquote Teile der Produkte der vier anderen austauscht, und zwar so,
dass von dem Surplusprodukt ein Teil für den Konsum des Kapitalisten bestimmt
ist, ein Teil sich in Surpluskapital verwandelt, womit neue Arbeit in Bewegung
zu setzen. Die Verwertung besteht in der
realen Möglichkeit
größerer Verwertung –
Produktion neuer und größerer Werte. Es ist hier klar, dass, wenn D und E,
wovon E alle von dem Arbeiter konsumierten und D alle von dem Kapitalisten
konsumierten Waren darstellt, zu viel produziert hätten – nämlich zu viel im
Verhältnis zu der Proportion des für die Arbeiter bestimmten Teils des Kapitals
oder zu viel im Verhältnis des von den Kapitalisten konsumierbaren Teils des
Kapitals (zu viel im Verhältnis, worin sie das Kapital vermehren müssen; und
dieses Verhältnis erhält später eine Minimumgrenze im Zins},
allgemeine Überproduktion
stattfände,
nicht weil relativ
zu
wenig
von den von den Arbeitern oder zu wenig von den von den
Kapitalisten zu konsumierenden Waren [konsumiert], sondern weil von
beiden
zu viel
produziert wäre – zu viel
nicht
für den Konsum,
sondern um das
richtige Verhältnis zwischen Konsum und
Verwertung
festzuhalten;
zu viel für die Verwertung.

In anderen Worten: Auf einem
gegebenen Standpunkt der Entwicklung der Produktivkräfte – (denn diese wird
bestimmen das Verhältnis der notwendigen Arbeit zur Surplusarbeit) – findet ein
fixes Verhältnis statt, worin sich teilt das Produkt in einen Teil entsprechend
– Rohmaterial, Maschinerie, notwendiger Arbeit, Surplusarbeit und schließlich
die Surplusarbeit selbst in einen

Teil, der der Konsumtion
anheimfällt, und einen anderen, der wieder zu Kapital wird. Diese innere
begriffliche Teilung des Kapitals erscheint beim Austausch so, dass bestimmte
und beschränkte – wenn auch im Verlauf der Produktion stets wechselnde –
Proportionen stattfinden für den Austausch der Kapitalien untereinander. Ob die
Verhältnisse z.B. von 2/5 Rohstoff, 1/5 Maschinerie, 1/5 Arbeitslohn, 1/5
Surplusprodukt, wovon 1/10 wieder für Konsum, 1/10 für neue Produktion bestimmt
ist – diese Teilung innerhalb des Kapitals –, erscheint im Austausch als
Verteilung say

111
zwischen
5 Kapitalien. Jedenfalls ist damit gegeben sowohl die Summe des Austauschs, der
stattfinden kann, als auch

112
die Proportionen, worin jedes dieser
Kapitalien sowohl austauschen wie produzieren muss. Ist das Verhältnis von der
notwendigen Arbeit zum konstanten Teil des Kapitals z. B. wie im obigen
Beispiel = 1/5: 3/5
,
so
haben wir gesehen, dass das Kapital, das für den Konsum der Kapitalisten und
Arbeiter zusammen arbeitet, nicht größer sein darf wie 1/5 + 1/10 der 5
Kapitalien, von denen jedes 1 vorstellt, = 1½ Kapitalien. Ebenso ist
das Verhältnis gegeben, worin jedes Kapital mit dem andern, das ein bestimmtes
Moment seiner selbst darstellt, austauschen muss. Endlich, worin jedes
überhaupt austauschen muss. Ist das Verhältnis z. B. des Rohstoffs = 2/5, so
können die Kapitalien, die den Rohstoff produzieren, an irgendeinem letzten
Punkt immer nur 3/5 austauschen, während 2/5 als fix zu betrachten sind. (Z. B.
als Samen etc. in der Agrikultur.) Der
Austausch
an
und für sich gibt diesen begrifflich gegeneinander bestimmten Momenten ein
gleichgültiges Dasein; sie existieren unabhängig voneinander; ihre innere
Notwendigkeit
erscheint
in
der Krise, die ihrem gleichgültigen Schein gegeneinander gewaltsam ein Ende
macht.

Eine Revolution in den
Produktivkräften ferner ändert diese Verhältnisse,
verändert
diese
Verhältnisse selbst, deren Grundlage – auf dem Standpunkt des Kapitals und
daher auch der Verwertung durch den Austausch – immer
bleibt das Verhältnis der notwendigen
zur Surplusarbeit
oder, if you please

113
, der verschiedenen Momente der
vergegenständlichten zur lebendigen Arbeit. Es ist möglich, wie wir schon
früher angedeutet, dass das durch die Vermehrung der Produktivkräfte frei
gewordene Kapital sowohl wie frei gewordene lebendige Arbeitsvermögen beide
brachliegen bleiben müssen, weil sie nicht in den Proportionen vorhanden sind,
unter denen die Produktion auf der Grundlage der neu entwickelten
Produktivkräfte stattfinden muss. Geht sie gleichgültig dagegen voran, so muss
sich schließlich beim Austausch auf einer oder der anderen Seite ein Minus
herausstellen, eine negative Größe.

Die Schranke bleibt immer, dass
der Austausch so stattfindet – also auch

die Produktion –
dass das Verhältnis der Surplusarbeit gegen die notwendige dasselbe bleibt –
denn dies ist = dem Gleichbleiben der Verwertung des Kapitals. Das zweite
Verhältnis – die Proportion zwischen dem von dem Kapital konsumierten Teil des
Surplusprodukts zu dem von neuem in Kapital verwandelten – ist bestimmt durch
das erste Verhältnis. Erstens
hängt
die Größe der in diese zwei Teile zu teilenden Summe von diesem ursprünglichen
Verhältnis
ab; zweitens, wenn die Schöpfung des Mehrwerts des
Kapitals beruht auf der Schöpfung von Surplusarbeit, so die Vermehrung des
Kapitals als Kapitals, (die Akkumulation, und ohne diese kann das Kapital nicht
die Grundlage der Produktion bilden, da es | stagnant bliebe und kein
Element des Fortschritts, nötig schon durch das bloße Wachsen der Bevölkerung
etc.) abhängig von der Verwandlung eines Teils dieses Surplusprodukts in neues
Kapital. Würde der Mehrwert einfach konsumiert, so hätte sich das Kapital
nicht
verwertet und
nicht produziert als
Kapital,
d.
h. als Wert, der den Wert produziert.

Wir haben gesehen, wenn 40
Pfund Twist zum Wert von 200 Talern – weil sie in 200 Talern
vergegenständlichte Arbeitszeit enthalten – ausgetauscht würden zu 198,
verliert nicht nur der Twistfabrikant 1 1/9

114
Gewinn, sondern sein Produkt ist
entwertet, ist
unter
seinem
realen Wert verkauft, obgleich es zu einem
Preis
verkauft ist, der ihm still leaves a
profit of 10 %

115
.
Anderseits gewinnt der Silberproduzent 2 Taler. Behält 2 Taler als
freigewordenes Kapital. Dennoch hat eine Entwertung stattgefunden, wenn die
Gesamtsumme betrachtet wird. Denn die Summe ist 398 Taler statt 400. Denn in
der Hand des Silberproduzenten sind die 200 Taler Twist nun auch nur wert 198;
es ist für ihn dasselbe, als hätte sich die Produktivkraft seiner Arbeit so
vermehrt, dass nach wie vor dieselbe vergegenständlichte Arbeit in 200 Talern
enthalten, aber 2 Taler davon von dem Konto der notwendigen Auslagen auf das
des Surpluswerts übergetreten wären, er 2 Taler weniger gezahlt hätte für
notwendige Arbeit. Das Umgekehrte könnte nur der Fall sein, wenn der
Silberproduzent fähig wäre, die 40 Pfund Twist, die er für 198 Taler gekauft
hat, wieder zu verkaufen zu 200 Talern. Dann würde er 202 Taler haben und
sagen, er habe sie verkauft gegen einen Seidenfabrikanten, der ihm in Seide den
Wert von 200 Talern für die 40 Pfund Twist gegeben. Die 40 Pfund Twist wären
dann zu ihrem wahren Wert verkauft, wenn nicht in erster Hand von ihrem
Produzenten, so doch in zweiter von ihrem Käufer, und die Gesamtrechnung würde
sich so stellen: Ausgetauscht 3 Produkte, jedes enthaltend vergegenständlichte
Arbeit zum Wert von' 200; also
Summe
der
Werte der Kapitalien:

600. A der Twistfabrikant, B der
Silberfabrikant, C Seidefabrikant: A 198, B 202 (nämlich 2 Überschuss vom
ersten Austausch und 200 in Seide), C 200.
Summa
600. In diesem Fall der Gesamtwert
der Kapitalien derselbe geblieben, und es hat nur ein Deplacement

116
stattgefunden,
indem B einen Teil des Werts zu viel einkassiert hätte, der auf A zu wenig
gefallen ist.

Wenn A, der Twistfabrikant, nur
180 verkaufen könnte, (was ihm die Sache kostet) und 20 [in] Twist

117
absolut
nicht absetzen könnte, so wäre vergegenständlichte Arbeit von 20 Talern wertlos
geworden. Dasselbe wäre der Fall, wenn er Wert von 200 für 180 Taler gebe; für
B – den Silberfabrikanten –: insofern diese Notwendigkeit für A durch
Überproduktion in Twist entstanden wäre, B also auch den in den 40 Pfund Twist
enthaltenen Wert für nicht mehr als 180 loswerden könnte – hätte [B] 20 Taler
von seinem Kapital frei gemacht. Er hätte einen relativen Surpluswert von 20
Talern in der Hand, aber an Summe von absolutem Wert – vergegenständlichter
Arbeitszeit, soweit sie austauschbar ist – nach wie vor nur 200 – nämlich 40
Pfund Twist für 180 und 20 Taler freigewordenes Kapital. Für ihn wäre es
dasselbe, als ob sich die Produktionskosten des Twists vermindert hätten, d.h.,
dass durch Steigerung der Produktivkraft der Arbeit in 40 Pfund Twist für 20
Taler weniger Arbeitszeit enthalten wäre oder wenn der Arbeitstag = 4 Taler, 5
Arbeitstage weniger nötig wären, um x Pfund Baumwolle in 40 Pfund Twist zu
verwandeln; er also weniger in Silber vergegenständlichte Arbeitszeit gegen die
in Twist vergegenständlichte Arbeitszeit auszutauschen hätte. Die Gesamtsumme
der vorhandenen Werte wäre aber 380 statt 400. Es hätte also eine
allgemeine Entwertung
von
20 Talern stattgefunden oder eine Vernichtung von Kapital zu dem Belauf von 20
Talern. Eine
allgemeine
Entwertung
findet also statt, obgleich die
Depreziation,
dass der
Twistfabrikant 40 Pfund zu 180 statt zu 200 verkauft, notwendig als eine
Appreziation auf der Seite des Silbers, eine Depreziation des Twistes gegen
Silber erscheint und allgemeine Depreziation der Preise überhaupt immer
einschließt Appreziation

118
des Geldes, nämlich der Ware, worin alle
übrigen geschätzt werden. In einer Krise – einer allgemeinen Depreziation der
Preise – findet also zugleich statt bis zu einem gewissen Moment eine
allgemeine Entwertung
oder
Vernichtung von Kapital.
Die
Entwertung kann
allgemein
sein,
absolut, nicht nur relativ wie die
Depreziation,
weil
der Wert nicht bloß wie der Preis ein Verhältnis einer Ware zu einer anderen
ausdrückt, sondern das Verhältnis des Preises der Ware zu der in ihr
vergegenständlichten Arbeit oder von einem Quantum vergegenständlichter Arbeit
von derselben Qualität zum anderen. Sind diese Quanta nicht gleich, so

findet
Entwertung
statt,
die nicht aufgewogen wird durch Appreziation auf der anderen Seite, da die
andere Seite ein fixes, durch den Austausch nicht veränderliches Quantum
vergegenständlichter Arbeit ausdrückt. Diese Entwertung erstreckt sich in
allgemeinen Krisen bis auf das lebendige Arbeitsvermögen selbst.

Nach dem oben Ange|deuteten
ist die Vernichtung von Wert und Kapital, die in einer Krise stattfindet,
zusammenfallend – oder gleichbedeutend – mit einem
allgemeinen Wachstum der
Produktivkräfte,
das indes stattfindet nicht durch wirkliche
Vermehrung der Produktivkraft der Arbeit (soweit diese infolge von Krisen
stattfindet, gehört nicht hierher), sondern durch Verminderung des vorhandenen
Werts der Rohstoffe, Maschinen, Arbeitsvermögens. Z. B.: Der Baumwollfabrikant
verliert Kapital an seinen Produkten (Twist f. i.

119
), aber er kauft zu niedrigerem Preis denselben
Wert in Baumwolle, Arbeit, etc. Es ist für ihn dasselbe, als wenn der
wirkliche Wert
der
Arbeit, der Baumwolle etc. sich vermindert hätte, d. h., als ob sie durch
gesteigerte Produktivkraft der Arbeit wohlfeiler produziert worden wären.
Ebenso würde andererseits plötzliches allgemeines Wachstum der Produktivkräfte
alle
vorhandenen Werte,
die
Arbeit auf einer niedrigeren Stufe der Produktivkräfte vergegenständlichen,
relativ entwerten und vorhandenes Kapital daher vernichten ebenso wie
vorhandenes Arbeitsvermögen. Die andere Seite der Krise löst sich auf in
wirkliche Verminderung der Produktion, der lebendigen Arbeit - um das richtige
Verhältnis zwischen notwendiger und Surplusarbeit, worauf alles in letzter Instanz
beruht, wieder herzustellen. (Also keineswegs, wie
Lord Overstone meint – als echter Geldwucherer –, dass Krisen sich
einfach auflösen in enormous profits for the one, and tremendous losses for the
other

120
.)

Der Austausch ändert nicht die
inneren Bedingungen der Verwertung; aber er wirft sie nach außen; gibt ihnen
selbständige Form gegeneinander und lässt so die innere Einheit nur als innere
Notwendigkeit existieren, die sich daher äußerlich gewaltsam in den Krisen
äußert. Beides ist daher im Wesen des Kapitals gesetzt: sowohl die Entwertung
des Kapitals durch den Produktionsprozess als die Aufhebung derselben und das
Herstellen der Bedingungen für die Verwertung des Kapitals. Die Bewegung, worin
dies wirklich vor sich geht – kann erst betrachtet werden, sobald das
reale
Kapital, d. h.
die Konkurrenz etc. – die wirklichen realen Bedingungen betrachtet sind. Gehört
noch nicht hierher. Andrerseits,
ohne
den
Austausch existierte die Produktion des Kapitals als solchen nicht; da
die
Verwertung
als
solche nicht existiert ohne Aus-

tausch. Ohne Austausch würde
es sich nur handeln um das Messen etc. des produzierten
Gebrauchswerts,
überhaupt
nur um den Gebrauchswert.

Nachdem das Kapital sich durch
den Produktionsprozess 1. verwertet hat, d. h. einen Neuwert geschaffen; 2.
entwertet, d. h. aus der Form von Geld in die einer bestimmten Ware
übergegangen, 3. verwertet es sich samt seinem Neuwert, indem das Produkt wieder
in die Zirkulation geworfen und als W gegen G ausgetauscht wird. Die wirklichen
Schwierigkeiten dieses dritten Prozesses sind auf dem Punkt, wo wir jetzt
stehen, wo das Kapital nur im allgemeinen betrachtet wird – nur als
Möglichkeiten
vorhanden
und daher ebenso als
Möglichkeiten
aufgehoben.
Produkt also jetzt gesetzt als wieder in Geld verwandelt.

Das Kapital ist jetzt also
wieder als Geld gesetzt und das Geld daher in der
neuen
Bestimmung
von
realisiertem Kapital,
nicht
bloß als realisierter Preis der Ware. Oder die im Preis realisierte Ware ist
jetzt realisiertes Kapital. Diese neue Bestimmung des Geldes oder vielmehr des
Kapitals als Geld werden wir später betrachten. Zunächst, der Natur des Geldes
nach erscheint am Kapital – indem es in Geld verwandelt ist – nur gemessen der
Neuwert, den es geschaffen; d.h., es wiederholt sich die erste Bestimmung des
Geldes als des allgemeinen Maßes der Waren; jetzt als Maß des Mehrwerts – der
Verwertung des Kapitals. In der Form von Geld erscheint diese Verwertung als an
sich selbst gemessen; ihr Maß an sich selbst habend. Das Kapital war
ursprünglich 100 Taler; indem es jetzt 110 ist, ist das Maß seiner Verwertung
in seiner eigenen Form gesetzt – als Proportion des aus dem Produktionsprozess
und dem Austausch retournierten Kapitals (zu seiner Geldform retournierten) zum
ursprünglichen Kapital; nicht mehr als Beziehung zweier qualitativ ungleicher –
vergegenständlichter und lebendiger Arbeit – oder der notwendigen Arbeit und
der geschaffenen Surplusarbeit. Indem das Kapital als Geld gesetzt ist, ist es
so in der ersten Bestimmung des Geldes gesetzt, als Maß des Werts. Dieser Wert
ist aber hier sein eigener Wert oder das Maß seiner Selbstverw[ertung]. Wir
werden hierauf zurückkommen (im Profit).

Die zweite Form des Geldes war
die des Zirkulationsmittels, und nach dieser Seite erscheint die Geldform des
Kapitals als nur verschwindendes Moment, um es wieder auszutauschen, aber nicht
wie bei dem Geld als Zirkulationsmittel überhaupt, gegen Waren – Gebrauchswerte
– zum Konsum auszutauschen, sondern um es auszutauschen gegen die besonderen
Gebrauchswerte, einerseits Rohmaterial und Instrument, andererseits lebendiges
Arbeitsvermögen, in denen es von neuem seinen Umlauf als Kapital beginnen kann.
||4l| In dieser Bestimmung ist es
Capital
circulant

121
,
worüber
später. Das Re-

sultat seiner als Geldes in der Bestimmung des
Zirkulationsmittels ist aber der Beginn des Produktionsakts vom
gesetzten
Kapital aus,
und das ist der Punkt, den wir hier zunächst betrachten werden, ehe wir
weitergehen. (In der ersten Bestimmung, dem
Maß,
erscheint der
Neuwert zwar
gemessen;
aber der Unterschied nur formell; statt Surplusarbeit Geld – in einer
bestimmten Ware vergegenständlichte Surplusarbeit. Die
qualitative
Natur
dieses Neuwerts untergeht

122
aber auch eine Änderung – d. h. die
Maßgröße selbst, die erst später zu betrachten. Zweitens, als
Zirkulationsmittel ist das Verschwinden der Geldform auch nur noch
formell.
Sie bekommt

123
erst
wesentlich,
nachdem
nicht nur der erste Kreislauf vollendet, sondern auch der zweite. Resultiert
also zunächst nur darin, dass wir wieder beim Anfang des
Verwertungsprozesses
stehen.
An
diesem Punkt
nehmen
wir daher zunächst den Fortgang auf.)

Die dritte Form des Geldes als
selbständiger, negativ gegen die Zirkulation sich verhaltender Wert ist das
Kapital, das nicht als Ware aus dem Produktionsprozess heraus wieder in den
Austausch tritt, um Geld zu werden. Sondern das Kapital, das in der Form des
sich auf sich selbst beziehenden Wertes Ware wird, in die Zirkulation
tritt.
(Kapital und
Zins.)
Diese dritte Form unterstellt das Kapital in den frühem
und bildet zugleich den Übergang aus dem
Kapital
in die
besonderen Kapitalien,
die
realen Kapitalien; da jetzt, in dieser letzten Form, das Kapital seinem Begriff
nach sich schon in zwei Kapitalien von selbständigem Bestehen scheidet. Mit der
Zweiheit ist dann die Mehrheit überhaupt gegeben. Such is the march of this
development.
124

{Ehe wir nun weitergehen, noch
diese Bemerkung. Das
Kapital
im allgemeinen,
im Unterschied von den besonderen Kapitalien,
erscheint zwar 1.
nur als
eine Abstraktion:
nicht eine willkürliche Abstraktion, sondern
eine Abstraktion, die die differentia specifica

125
des Kapitals im Unterschied zu allen
anderen Formen des Reichtums auffasst – oder Weisen, worin die Produktion
(gesellschaftliche) sich entwickelt. Es sind dies Bestimmungen, die jedem
Kapital als solchem gemein oder jede bestimmte Summe von Werten zum Kapital
machen. Und die Unterschiede innerhalb dieser Abstraktion sind ebenso abstrakte
Besonderheiten, die jede Art Kapital charakterisieren, indem es ihre Position
oder Negation ist (z. B. Capital fixe oder Capital circulant); 2. aber ist das
Kapital im allgemeinen
im
Unterschied
von den besonderen reellen Kapitalien selbst
eine
reelle
Existenz.
Es ist dies von der gewöhnlichen Ökonomie anerkannt, wenn auch nicht
verstanden
; und bildet ein
sehr wichtiges Moment für ihre Lehre von den Ausgleichungen etc. Z. B., das
Kapital

in dieser
allgemeinen
Form,
obgleich einzelnen Kapitalisten gehörig, in seiner
elementarischen Form
als Kapital,
bildet das Kapital, das sich in den banks

126
akkumuliert oder durch sie distribuiert
wird und, wie Ricardo

127
sagt,
sich so bewundernswürdig verteilt im Verhältnis zu den Bedürfnissen der
Produktion. Es bildet ebenso durch loans

128
etc. einen level

129
zwischen den verschiedenen
Ländern. Ist es daher z. B. ein Gesetz des Kapitals im Allgemeinen, dass, um
sich zu verwerten, es sich doppelt setzen muss und sich in dieser doppelten
Form doppelt verwerten muss, so wird z. B. das Kapital einer besonderen Nation,
die im Gegensatz zu einer anderen
par
excellence
Kapital repräsentiert, sich ausleihn müssen an eine
dritte Nation, um sich verwerten zu können. Das Doppeltsetzen, sich auf sich
selbst als fremdes beziehen, wird in diesem case

130
verdammt real. Während das Allgemeine
daher einerseits nur
gedachte
differentia
specifica, ist sie zugleich eine
besondere
reelle
Form neben der Form des Besonderen und Einzelnen. (
Nous reviendrons plus tard sur ce point
qui, quoique d’un caractére plus logique qu’économiste, prouvera néanmoins
d’une grande importance dans le progres de notre recherche
.
131
So auch in der Algebra. Zum Beispiel a,
b, c sind Zahlen überhaupt; im Allgemeinen; dann aber sind sie ganze Zahlen
gegen a/b, b/c, c/b, c/a, b/a etc., die sie indes als die allgemeinen Elemente
voraussetzen.)}

| Der Neuwert also selbst
wieder als Kapital gesetzt, als vergegenständlichte Arbeit eingehend in den
Austauschprozess mit der lebendigen und daher sich teilend in einen konstanten
Teil – die objektiven Bedingungen der Arbeit, Material und Instrument – und die
Bedingungen für die subjektive Bedingung der Arbeit, die Existenz des
lebendigen Arbeitsvermögens, die necessaries

132
, Lebensmittel für den Arbeiter. Bei diesem
zweiten Auftreten des Kapitals in dieser Form erscheinen Punkte aufgeklärt, die
in seinem ersten Vorkommen – dem Gelde, das aus seiner Bestimmung als Wert in
die des Kapitals übergeht – durchaus unklar waren. Jetzt sind sie durch den
Prozess der Verwertung und Produktion selbst ausgelegt. Beim ersten Vorkommen
erschienen die
Voraussetzungen
selbst
äußerlich, aus der Zirkulation herkommend; als äußere Voraussetzungen für die
Entstehung des Kapitals; daher nicht aus seinem inneren Wesen hervorgehend und
nicht aus demselben erklärt. Diese
äußerlichen
Voraussetzungen
werden jetzt als Momente der Bewegung des Kapitals

selbst
erscheinen, so dass es selbst sie – wie sie immer historisch entstehen mögen –
als seine eigenen Momente vorausgesetzt hat.

Innerhalb des
Produktionsprozesses selbst erschien der Surpluswert, der durch den Zwang des
Kapitals sollizitierte

133
Surpluswert,
als
Surplusarbeit;
selbst
in der Form der lebendigen Arbeit, die aber, da sie nicht aus nichts schaffen
kann, ihre objektiven Bedingungen vorfindet. Jetzt erscheint diese
Surplusarbeit
vergegenständlicht
als
Surplusprodukt,
und
dieses Surplusprodukt, um sich als Kapital zu verwerten, teilt sich in
doppelter Form: als
objektive
Arbeitsbedingung –
Material und Instrument
–
; als subjektive –
Lebensmittel für die nun ins Werk zu setzende lebendige Arbeit. Die allgemeine
Form als Wert – vergegenständlichte Arbeit – und aus der Zirkulation
herkommende vergegenständlichte Arbeit – ist natürlich die allgemeine sich von
selbst verstehende Voraussetzung. Ferner: Das Surplusprodukt in seiner
Totalität – objektivierend die Surplusarbeit in ihrer Totalität – erscheint
jetzt als
Surpluskapital
(verglichen
mit dem ursprünglichen Kapital, bevor es diesen Umlauf vorgenommen hatte), d.
h. als verselbständigter Tauschwert, der dem lebendigen Arbeitsvermögen als
seinem
spezifischen
Gebrauchswert
gegenübertritt. Alle Momente, die dem lebendigen
Arbeitsvermögen als
fremde,
äußerliche
und es unter
gewissen,
von
ihm selbst unabhängigen Bedingungen
konsumierende,
verwendende Mächte gegenübertraten, sind jetzt gesetzt als
sein eigenes Produkt und Resultat.

Erstens:
Der
Surpluswert
oder
Surplusprodukt
ist
nichts als eine bestimmte Summe vergegenständlichter lebendiger Arbeit – die
Summe der Surplusarbeit. Dieser neue
Wert,
der
der lebendigen Arbeit als selbständiger, mit ihr sich austauschender, als
Kapital gegenübertritt, ist das
Produkt
der Arbeit.
Er ist selbst nichts als der
Überschuss der Arbeit überhaupt über die
notwendige Arbeit –
in objektiver Form und darum als
Wert.

Zweitens:
Die besonderen Gestalten, die
dieser Wert annehmen muss, um sich von neuem zu verwerten, d. h. als Kapital zu
setzen – einerseits als Rohmaterial und Instrument – andererseits als
Lebensmittel für die Arbeit während des Produktionsaktes, sind ebenso daher
nur
besondere
Formen
der Surplusarbeit selbst. Rohmaterial und Instrument sind von ihr selbst in
solchen Verhältnissen produziert – oder sie selbst ist objektiv in der
Proportion als Rohmaterial und Instrument gesetzt, die erlaubt, dass sich nicht
nur eine bestimmte Summe notwendiger – d. h. die Lebensmittel (ihren Wert)
reproduzierender lebendiger Arbeit sich in ihr vergegenständlichen kann, und
zwar fortwährend vergegenständlichen, also stets von neuem die Diremtion

134
in die
objektiven und sub-

jektiven Bedingungen ihrer Selbsterhaltung
und Selbstreproduktion von Neuem wieder anfangen kann, sondern dass, indem die
lebendige Arbeit diesen Reproduktionsprozess ihrer gegenständlichen Bedingungen
vollzieht, sie zugleich Rohmaterial und Instrument in solchen Proportionen
gesetzt hat, dass sie als
Surplusarbeit,
als
Arbeit über die notwendige
hinaus,
sich in ihnen verwirklichen und sie daher zum Material neuer Wertschöpfung
machen kann. Die objektiven Bedingungen der
Surplusarbeit
– die sich auf die
Proportion von Rohmaterial und Instrument über die Erheischnisse der
notwendigen Arbeit hinaus beschränken, während die objektiven Bedingungen der
notwendigen Arbeit zerfallen innerhalb ihrer Objektivität in objektive und
subjektive, in sachliche Momente der Arbeit und subjektive (Lebensmittel der
lebendigen Arbeit), erscheinen daher jetzt, sind daher jetzt gesetzt als
Produkt, Resultat, objektive Form, äußerliche Existenz der Surplusarbeit
selbst. Ursprünglich dagegen erschien es der lebendigen Arbeit selbst fremd –
als Tat auf Seiten des Kapitals –, dass Instrument und Lebensmittel vorhanden
waren zu einem Umfang, der der lebendigen Arbeit möglich machte, sich nicht nur
als
notwendige,
sondern
als
Surplusarbeit
zu
verwirklichen.

Drittens:
Das selbständige Fürsichsein des
Werts gegenüber dem lebendigen Arbeitsvermögen – daher sein Dasein als Kapital
– die objektive, an sich haltende Gleichgültigkeit, die
Fremdheit
der
objektiven Arbeitsbedingungen gegen das lebendige | Arbeitsvermögen, die
bis zu dem Punkt fortgeht, dass diese Bedingungen der Person des Arbeiters in
der Person des Kapitalisten – als Personifikationen mit eigenem Willen und
Interesse gegenübertreten – diese absolute
Scheidung, Trennung
des Eigentums, d.h.
der sachlichen Arbeitsbedingungen vom lebendigen Arbeitsvermögen – dass sie ihm
als
fremdes Eigentum,
als
die Realität einer anderen juristischen Person, das absolute Gebiet
ihres
Willens
gegenübertreten – und dass daher andererseits die Arbeit als
fremde Arbeit
gegenüber
dem im Kapitalisten personifizierten Wert oder den Arbeitsbedingungen erscheint
– diese absolute Trennung zwischen Eigentum und Arbeit, zwischen dem lebendigen
Arbeitsvermögen und den Bedingungen seiner Realisierung, zwischen vergegenständlichter
und lebendiger Arbeit, zwischen dem Wert und der wertschaffenden Tätigkeit –
daher auch die Fremdheit des Inhalts der Arbeit gegen den Arbeiter selbst –
diese Scheidung erscheint jetzt ebenfalls als Produkt der Arbeit selbst, als
Vergegenständlichung, Objektivierung ihrer eigenen Momente. Denn durch den
neuen Produktionsakt selbst – der nur bestätigte den ihm vorhergehenden
Austausch zwischen Kapital und lebendiger Arbeit – ist die Surplusarbeit und
daher der Surpluswert, das Surplusprodukt, überhaupt das Gesamtresultat der
Arbeit (das der Surplusarbeit sowohl wie der notwendigen) gesetzt worden als
Kapital, als dem lebendigen Arbeitsvermögen selbständig und
gleichgültig oder als seinem bloßen Gebrauchswert gegenübertretender
Tauschwert. Das Arbeitsvermögen hat sich nur angeeignet die subjektiven
Bedingungen der notwendigen Arbeit – die Lebensmittel für das produzierende
Arbeitsvermögen, d. h. seine Reproduktion als bloßes von den Bedingungen seiner
Verwirklichung getrenntes Arbeitsvermögen, und es hat diese Bedingungen selbst
gesetzt als
Sachen,
Werte,
die in fremder gebietender Personifikation ihm
gegenübertreten. Es tritt nicht nur nicht reicher, sondern es tritt ärmer aus
dem Prozess heraus, als es hereintrat. Denn nicht nur hat es hergestellt die
Bedingungen der notwendigen Arbeit als dem Kapital gehörig; sondern die in ihm
als Möglichkeit liegende Verwertung, wertschaffende Möglichkeit, existiert nun
ebenfalls als Surpluswert, Surplusprodukt, mit einem Wort als Kapital, als
Herrschaft über das lebendige Arbeitsvermögen, als mit eigener Macht und Willen
begabter Wert ihm in seiner abstrakten, objektivlosen, rein subjektiven Armut
gegenüber. Es hat nicht nur den fremden Reichtum und die eigene Armut
produziert, sondern auch das Verhältnis dieses Reichtums als sich auf sich
selbst beziehenden Reichtums zu ihm als der Armut, durch deren Konsum er neue
Lebensgeister in sich zieht und sich von neuem verwertet. Alles dies ging aus
dem Austausch hervor, worin es gegen ein Quantum vergegenständlichter Arbeit sein
lebendiges Arbeitsvermögen austauschte, bloß dass jetzt diese
vergegenständlichte Arbeit – diese außer ihm existierenden Bedingungen seines
Daseins und das selbständige Außerihmsein dieser sachlichen Bedingungen –
als
sein eigenes Produkt,
als
von ihm selbst gesetzt erscheinen, sowohl als seine eigene Objektivierung wie
die Objektivierung seiner als einer von ihm selbst unabhängigen und es vielmehr
beherrschenden, durch seine eigene Tat beherrschenden Macht.

In dem
Surpluskapital
sind
alle Momente Produkt der
fremden
Arbeit
– in Kapital verwandelte
fremde
Surplusarbeit;
Lebensmittel für die notwendige Arbeit; die
objektiven Bedingungen – Material und Instrument – damit die notwendige Arbeit
den gegen sie in Lebensmitteln ausgetauschten Wert reproduzieren kann; endlich
das nötige Quantum von Material und Instrument, damit sich neue Surplusarbeit
in ihm verwirklichen oder neuer Mehrwert geschaffen werden kann.

Es ist hier der Schein
fortgefallen, der noch bei der ersten Betrachtung des Produktionsprozesses
existierte, als ob das Kapital irgendeinen Wert von seiner Seite, aus der
Zirkulation, herbeibrächte. Die objektiven Bedingungen der Arbeit erscheinen
jetzt vielmehr als ihr Produkt – sowohl soweit sie Wert überhaupt als
Gebrauchswerte für die Produktion sind. Wenn aber so das Kapital als Produkt
der Arbeit erscheint, so erscheint ebenso das Produkt der

Arbeit
als Kapital – nicht mehr als einfaches Produkt noch als austauschbare Ware,
sondern als
Kapital,
vergegenständlichte
Arbeit als Herrschaft, Kommando über lebendige. Es erscheint ebenso als Produkt
der Arbeit, dass ihr Produkt als
fremdes
Eigentum,
selbständig der lebendigen Arbeit gegenübertretende
Existenzweise, ebenso als für sich seiender Wert erscheint; dass das Produkt
der Arbeit, die vergegenständlichte Arbeit mit einer eigenen Seele von der
lebendigen Arbeit selbst begabt ist und sich ihr gegenüber als
fremde Macht
festsetzt.
Vom Standpunkt der Arbeit aus betrachtet, erscheint sie also so in dem
Produktionsprozess tätig, dass sie ihre Verwirklichung in objektiven
Bedingungen zugleich als fremde Realität von sich abstößt und daher sich selbst
als substanzloses, bloß bedürftiges Arbeitsvermögen gegenüber dieser ihr
entfremdeten, nicht ihr, sondern anderen gehörigen Realität setzt; dass sie
ihre eigene Wirklichkeit nicht als Sein für sich, sondern als bloßes Sein für
anderes und daher auch als bloßes Anderssein oder Sein des anderen gegen sie selbst
setzt. Dieser Verwirklichungsprozess ist ebenso der Entwirklichungsprozess der
Arbeit. Sie setzt sich objektiv, aber sie setzt diese ihre Objektivität als ihr
eigenes Nichtsein oder als das Sein ihres Nichtseins – des Kapitals. Sie kehrt
in sich zurück als bloße Möglichkeit der Wertsetzung oder Verwertung; weil der
ganze wirkliche Reichtum, die Welt des wirklichen Werts und ebenso die realen
Bedingungen ihrer eigenen | Verwirklichung als selbständige Existenzen ihr
gegenüber gesetzt sind. Es sind die in dem eigenen Schoß der lebendigen Arbeit
ruhenden Möglichkeiten, die infolge des Produktionsprozesses als Wirklichkeiten
außer ihr existieren – aber als ihr
fremde
Wirklichkeiten,
die den Reichtum im Gegensatz zu ihr bilden.

Insofern das Surplusprodukt als
Surpluskapital von neuem verwertet wird, von neuem in den Produktionsprozess
und Selbstverwertungsprozess tritt, teilt es sich 1. in Lebensmittel für die
Arbeiter zum Austausch gegen das lebendige Arbeitsvermögen; dieser Teil
des
Kapitals
sei
als
Arbeitsfonds
bezeichnet;
dieser Arbeitsfonds, der zur Erhaltung des Arbeitsvermögens bestimmte Teil –
und zur progressiven Erhaltung desselben, da das Surpluskapital beständig
wächst – erscheint jetzt ebenso sehr als das Produkt der
fremden
Arbeit,
dem
Kapital
fremden
Arbeit, wie 2. die anderen Bestandteile desselben – die sachlichen Bedingungen
zur Reproduktion eines Wertes = diesen Lebensmitteln + einem Surpluswert.

Ferner, wenn dies
Surpluskapital betrachtet wird, erscheint die Teilung des Kapitals in einen
konstanten – vor der Arbeit antediluvianisch

135
existierenden Teil, Rohstoff und
Arbeitsinstrumente – und einen variablen Teil, nämlich die

gegen
lebendiges Arbeitsvermögen austauschbaren Lebensmittel, rein formell, insofern
beide gleichmäßig von der Arbeit
gesetzt
und
gleichmäßig von ihr als ihre eigenen
Voraussetzungen
gesetzt
sind. Diese Teilung des Kapitals in sich selbst erscheint jetzt vielmehr so,
dass das eigene Produkt der Arbeit – die objektivierte Surplusarbeit – sich
scheidet in zwei Bestandteile – die objektiven Bedingungen für neue Verwertung
der Arbeit (1) und einen Arbeitsfonds zur Erhaltung der Möglichkeit dieser
lebendigen Arbeit, d. h. des lebendigen Arbeitsvermögens als eines lebendigen
(2), aber so, dass das Arbeitsvermögen sich den als Arbeitsfonds bestimmten
Teil seines eigenen Resultats – seines eigenen Daseins in objektiver Form – nur
wieder aneignen kann, nur herausbringen kann aus der Form des ihm
gegenüberstehenden fremden Reichtums, indem es nicht nur seinen Wert
reproduziert, sondern auch den Teil des neuen Kapitals verwertet, der die
objektiven Bedingungen für die Verwirklichung neuer Surplusarbeit und
Surplusproduktion oder Produktion von Surpluswerten darstellt. Die Arbeit
selbst hat einen neuen fonds für Anwendung neuer notwendiger Arbeit geschaffen
oder, was dasselbe ist, einen fonds für die Erhaltung neuer lebendiger
Arbeitsvermögen, Arbeiter, aber zugleich die Bedingung, dass dieser fonds nur
angewendet werden kann, indem neue Surplusarbeit auf den überschüssigen Teil
des Surpluskapitals verwandt wird. In dem von der Arbeit produzierten
Surpluskapital – Surpluswert – ist also zugleich die reale Notwendigkeit neuer
Surplusarbeit geschaffen, und so ist das Surpluskapital selbst die reale
Möglichkeit zugleich neuer Surplusarbeit und neuen Surpluskapitals. Es zeigt sich
hier, wie progressiv die objektive Welt des Reichtums durch die Arbeit selbst
als ihr fremde Macht sich ihr gegenüber ausweitet und immer breitere und
vollere Existenz gewinnt, so dass relativ, im Verhältnis zu den geschaffenen
Werten oder den realen Bedingungen der Wertschöpfung die bedürftige
Subjektivität des lebendigen Arbeitsvermögens einen immer grelleren Kontrast
bildet. Je mehr sie sich – die Arbeit sich objektiviert – desto größer wird die
objektive Welt der Werte, die ihr als fremde – als fremdes Eigentum –
gegenübersteht. Durch die Schöpfung des Surpluskapitals nötigt sich die Arbeit
selbst den Zwang der Schöpfung abermals neuen Surpluskapitals auf etc. etc.

In Bezug auf das ursprüngliche
– Nicht-Surpluskapital – hat sich das Verhältnis insofern für das
Arbeitsvermögen verändert, dass 1. der Teil desselben, der gegen notwendige
Arbeit ausgetauscht wird, von dieser Arbeit selbst reproduziert ist, also nicht
mehr aus der Zirkulation an sie herankommt, sondern ihr eigenes Produkt ist;
und 2. der Teil des Werts, der in Rohmaterial und Instrument die realen
Bedingungen für die Verwertung der lebendigen Arbeit darstellt, von ihr selbst
im Produktionsprozess erhalten worden ist; und

da jeder
Gebrauchswert seiner Natur nach in vergänglichem Material besteht, der
Tauschwert aber nur im Gebrauchswert da ist, existiert, ist dies Erhalten =
Beschützen vor dem Untergang oder Negation der vergänglichen Natur der von den
Kapitalisten besessenen Werte; daher ihr Setzen als für sich seiender Wert,
als
unvergänglicher
Reichtum.
Als Kapital ist diese ursprüngliche Summe von Werten
daher auch erst im Produktionsprozess durch die lebendige Arbeit gesetzt
worden.

Nun vom Standpunkt des Kapitals
aus: Soweit das
Surpluskapital
betrachtet
wird, repräsentiert der Kapitalist für sich seienden Wert, Geld im dritten
Moment, Reichtum, durch einfache
Aneignung
fremder Arbeit,
indem jedes Moment des Surpluskapitals,
Material, Instrument, Lebensmittel sich auflöst in
fremde Arbeit,
die der
Kapitalist nicht durch
Austausch
gegen
vorhandene Werte sich angeeignet, sondern die er sich
ohne Austausch
angeeignet
hat. Allerdings erscheint als
ursprüngliche
Bedingung
für dieses
Surpluskapital
der
Austausch eines
Teils ihm
angehöriger
Werte oder von ihm besessener
vergegenständlichter Arbeit
gegen
fremdes lebendiges Arbeitsvermögen. Für Bildung von
Surpluskapital I,
wenn
wir so das Surpluskapital nennen, wie es aus dem ursprünglichen
Produktionsprozess herauskommt, d. h. für die
Aneignung fremder Arbeit, vergegenständlichter fremder
Arbeit,
erscheint als Bedingung der Besitz von
Werten
auf Seiten des
Kapitalisten, von denen er
formell
austauscht
einen Teil gegen das lebendige Arbeitsvermögen. Wir sagen formell, weil die
lebendige Arbeit ihm auch die
ausgetauschten
Werte
wiederzugeben

136
,
wieder zu ersetzen hat. Aber sei dem, wie ihm wolle. Jedenfalls erscheint als
Bedingung für Formierung von
Surpluskapital
I,
d. h. für Aneignung fremder Arbeit oder der Werte, worin
sie sich vergegenständlicht hat, der Austausch dem Kapitalisten gehöriger, von
ihm in die Zirkulation geworfener und von ihm dem lebendigen Arbeitsvermögen
zugeführter Werte – von Werten, die
nicht
aus
seinem |
Austausch
mit
der lebendigen Arbeit oder nicht von seinem Verhalten als
Kapital
zur
Arbeit
herrühren.

Denken wir uns nun aber
Surpluskapital wieder in den Produktionsprozess geworfen, wieder im Austausch
seinen Surpluswert realisierend und als neues Surpluskapital von neuem am
Beginn eines dritten Produktionsprozesses erscheinend. Dieses
Surpluskapital II
hat
andere Voraussetzungen wie Surpluskapital I. Die Voraussetzung des
Surpluskapital I waren dem Kapitalisten angehörige und von ihm in die
Zirkulation, exakter in den Austausch mit lebendigem Arbeitsvermögen geworfene
Werte. Die Voraussetzung von Surpluskapital II ist nichts anderes als die
Existenz des Surpluskapital I; d.h. in

andren Worten die
Voraussetzung, dass der Kapitalist bereits fremde Arbeit sich ohne Austausch
angeeignet hat. Dies setzt ihn in den Stand, den Prozess immer wieder von neuem
zu beginnen. Allerdings, um das Surpluskapital II zu schaffen, musste er einen Teil
des Wertes des Surpluskapitals I in der Form

137
von Lebensmitteln gegen lebendiges
Arbeitsvermögen austauschen, aber, was er so austauschte, waren ursprünglich
Werte, die er nicht aus eigenem fonds in die Zirkulation gebracht; sondern
fremde vergegenständlichte Arbeit, die er sich ohne jedes Äquivalent angeeignet
und die er nun wieder austauscht gegen fremde lebendige Arbeit, wie auch das
Material etc., worin diese neue Arbeit sich verwirklicht und Surpluswert
schafft, ohne Austausch, durch bloße Aneignung, in seine Hand gekommen
sind.
Vergangene Aneignung
fremder Arbeit erscheint jetzt als die einfache Bedingung für neue Aneignung
fremder Arbeit;
oder, dass fremde Arbeit in objektiver Form,
in der Form von existierenden Werten in seinem Eigentum sich befindet,
erscheint als Bedingung dafür, dass er fremde
lebendige
Arbeitsvermögen – daher
Surplusarbeit – Arbeit ohne Äquivalent, sich von neuem aneignen kann. Dass er
bereits als Kapital der lebendigen Arbeit gegenüberstand, erscheint als einzige
Bedingung dafür, dass er sich nicht nur als Kapital erhält, sondern als
wachsendes Kapital wachsend fremde Arbeit ohne Äquivalent
aneignet
oder seine
Macht, seine Existenz als Kapital gegenüber dem lebendigen Arbeitsvermögen
ausweitet und anderseits das lebendige Arbeitsvermögen in seiner subjektiven,
substanzlosen Dürftigkeit als lebendiges Arbeitsvermögen stets von neuem setzt.
Eigentum an vergangener oder objektivierter fremder Arbeit erscheint als
einzige Bedingung für fernere Aneignung gegenwärtiger oder lebendiger fremder
Arbeit. Insofern ein Surpluskapital I geschaffen wurde durch einfachen
Austausch zwischen vergegenständlichter Arbeit und dem lebendigen
Arbeitsvermögen – ein Austausch ganz gegründet auf die Gesetze des Austauschs
von Äquivalenten als geschätzt durch die in ihnen enthaltene Quantität Arbeit oder
Arbeitszeit – und
sofern
dieser
Austausch, juristisch ausgedrückt, nichts voraussetzte als das Eigentumsrecht
eines jeden an seinen eigenen Produkten und die freie Disposition über sie –
insofern aber Verhältnis von Surpluskapital II zu I Konsequenz daher dieses
ersten Verhältnisses –, sehen wir, dass dialektisch umschlägt, durch eine
sonderbare Konsequenz, das Eigentumsrecht auf Seiten des Kapitals in das Recht
auf fremdes Produkt oder in das Eigentumsrecht auf fremde Arbeit, das Recht,
sich fremde Arbeit ohne Äquivalent anzueignen, und auf Seiten des
Arbeitsvermögens in die Pflicht, sich zu seiner eigenen Arbeit oder seinem
eigenen Produkt als
fremdem
Eigentum

zu verhalten. Das Eigentumsrecht
schlägt um in das Recht auf der einen Seite, sich fremde Arbeit anzueignen, und
die Pflicht auf der anderen, das Produkt der eigenen Arbeit und die eigene
Arbeit selbst als andern gehörige Werte zu respektieren. Der Austausch von
Äquivalenten aber, der als die ursprüngliche Operation erschien, die das Eigentumsrecht
juristisch ausdrückte, hat sich so gedreht, dass auf der einen Seite nur zum
Schein ausgetauscht wird, indem der gegen lebendiges Arbeitsvermögen
ausgetauschte Teil des Kapitals erstens selbst
fremde Arbeit
ist, angeeignet ohne
Äquivalent, und zweitens
mit
einem Surplus vom Arbeitsvermögen ersetzt werden muss,
also in
fact nicht fort gegeben wird, sondern nur aus einer Form in die andere
verwandelt wird. Das Verhältnis des Austauschs ist also gänzlich weggefallen
oder ist
bloßer
Schein.
Ferner erschien ursprünglich das Eigentumsrecht
gegründet auf die eigene Arbeit. Eigentum erscheint jetzt als Recht auf fremde
Arbeit und als Unmöglichkeit der Arbeit, sich ihr eigenes Produkt anzueignen.
Die völlige Trennung zwischen Eigentum und noch mehr Reichtum und Arbeit
erscheint jetzt als Konsequenz des Gesetzes, das von ihrer Identität ausging.

Endlich als Resultat des
Produktions- und Verwertungsprozesses erscheint vor allem die Reproduktion und
Neuproduktion des
Verhältnisses
von Kapital und Arbeit selbst,
von
Kapitalist und Arbeiter.
Dies
soziale Verhältnis, Produktionsverhältnis, erscheint in fact als ein noch
wichtigeres Resultat des Prozesses als seine materiellen Resultate. Und zwar
produziert innerhalb dieses Prozesses der Arbeiter sich selbst als
Arbeitsvermögen und das ihm gegenüberstehende Kapital, wie andererseits der
Kapitalist sich produziert als Kapital und das ihm gegenüberstehende lebendige
Arbeitsvermögen. Jedes reproduziert sich selbst, indem es sein anderes, seine
Negation reproduziert. Der Kapitalist produziert die Arbeit als fremde; die
Arbeit produziert das Produkt als fremdes. Der Kapitalist produziert den
Arbeiter und der Arbeiter den Kapitalisten etc.

1
seine
Außerkurssetzung

2
im
Grunde

3
Selbstverständlich

4
Folglich
die Tendenz von Kapital, 1. kontinuierlich den Umfang der Zirkulation zu
erweitern;

2. sie [die Produktion] an
allen Punkten in eine vom Kapital betriebene umzuwandeln.

5
Fonds

6
Arbeit

7
davon zu sprechen

8
Dadurch
der große zivilisierende Einfluss des Kapitals

9
Vergötterung
der Natur

10
Einen Verdacht

11
Niedergang

12
John Ramsay MacCulloch, „The principles of
political economy ...“, Edinburgh, London 1825, p. 190.

Über das ständige und
notwendige Gleichgewicht zwischen der Summe der Käufe und Verkäufe schreibt
James Mill in seinem Buch „Elements d’économie politique“, Paris
1823, p.250-260. In „Zur Kritik der Politischen Ökonomie“ weist Marx
darauf hin, dass Jean-Baptiste Say in seiner Schrift „Lettres à M.
Malthus, sur differens sujets d’économie politique ...“, Paris 1820, diesen
Gedanken von James Mill entlehnt hat. Ausführlicher beschäftigt sich Marx mit
den Auffassungen von James Mill und Jean-Baptiste Say in den „Theorien über den
Mehrwert“

13
Daher die Illusion

14
Henri Storch, „Considerations sur la nature du revenu
national“, Paris 1824, p. 126-159.

15

Jean-Baptiste Say, „Traite d’économie politique.. .“,4.
ed., t. 2, Paris 1819, p. 72 und 74.

16
Thomas Robert Malthus, „Principles of political
economy..2. ed., London 1836, p. 405, note.

17
Sismondi, „Études sur l’économie
politique“, 1.1, Bruxelles 1837, p.61.

18
David Ricardo, „On the principles ...“, 3.ed., London
1821, p. 80-85.

Marx beschäftigt sich
ausführlich mit den Ansichten Ricardos zur Überproduktion des Kapitals in den
„Theorien über den Mehrwert“

19
verleihbaren

20
verhältnismäßig

21
proportionale Produktion

22
Marsch, marsch!

23
in der Handschrift:
Wakley

24
Gemeint ist Wakefields Kommentar zu Smith’s „An
inquiry“, vol. 1, London 1835, der auf den Seiten 244-246 dieses Buches
abgedruckt ist.

25
in derselben Zeit

26
in der Handschrift: einer Produktionsweise

27
Zunächst gibt es eine Beschränkung, die nicht der
Produktion im allgemeinen, jedoch der auf Kapital gegründeten Produktion
innewohnt

28
Beschränkung

29
Daher

30
Zusammenbruch

31
Überproduktion

32
Überspekulation

33
Käufern

34
Thomas Hodgskin, „Popular political economy“, London
1827, p. 245/246.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

35
Außenhandel

36
„The source and remedy of the national difficulties
...“, London 1821, p. 17/18.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XII von 1851.

37
Überfluss

38
„An inquiry into those principles, respecting the
nature of demand and the necessity of consumption ...“, London 1821, p. 59.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XII von 1851.

39
Thomas Hodgskin, „Popular political economy“, London
1827, p.238.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

40
Wert

41
Thomas Robert Malthus, „Principles of political
economy ..2. ed., London 1836, p. 266, 301, 302, 315, 361, 311, 405 und 414.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft X von 1851.

42
Gewalt

43

Mehrarbeit

44

Mehrprodukt

45
selbstverständlich

46
äußerst wichtig

47
Gut. Zunächst

48
nicht ganz so groß, wie allgemein angenommen wird

49
Geldverausgabender (engl.: to spend)

50
Hier handelt es sich um die Kommentierung der
Ansichten von Malthus durch den Herausgeber seines Buches „Principles of
political economy ...“, 2.ed., London 1836, in einer Fußnote auf S.405.

51
„ausreichende Nachfrage“

52
außer der Nachfrage des Arbeiters selbst

53
Zusammenbruch

54
Abstoßende

55
in der Handschrift: die letztere

56
in der Handschrift: die erstere

57
ein künstliches Hemmnis

58
in der Handschrift: auszutauschen

59
Jean-Baptiste Say, „Traité d’économie politique ...“,
3. ed„ t. 2, Paris 1817, p.441.

60
albern ausgedrückt

61
sonst nicht

62
Pierre-Joseph Proudhon, „Qu’est-ce que le
propriété?“, Paris 1841, p.202; Frederic Bastiat und Pierre-Joseph
Proudhon, „Gratuité du crédit“, Paris 1850, p. 207/208.

63
belastet

64
allgemein gesagt

65
Überteuerung

66
vielmehr

67
Scheffel

68
Arbeitern

69
Webers

70
ohne Rest aufgehenden

71
selbstverständlich

72
In der Handschrift: ihnen

73
In der Handschrift: Material

74
Im Sinne von: Heller

75
ln der Handschrift: 16% + x/x

76
Siehe Frederic Bastiat und Pierre-Joseph Proudhon,
„Gratuité du crédit“, Paris 1850, p. 130/131 und 133-157. 299

77
Genauer müsste es 1/9 heißen, da der Gesamtwert des
Pfundes Twist (nach der Verdopplung der Produktivität der Spinnerarbeit) nur
472 Taler beträgt.

78
Es müsste 4 10/20 oder 4
½ heißen. In der nachfolgenden Rechnung operiert Marx mit 4
9/20, sie ist daher ungenau. Von der richtigen Zahl 4½ Taler
ausgehend, würde man zu einer Gesamteinnahme von 360 Talern kommen.
Davon gingen 90 Taler ab für Arbeitslohn und das konstante Kapital,
das während der notwendigen Arbeitszeit verbraucht wird. Von den
verbleibenden 270 Talern gingen 240 Taler ab für das
konstante Kapital, das während der Surplusarbeitszeit verbraucht wird. Es
bleiben 30 Taler als Profit des Kapitalisten auf 330 Taler
seiner Gesamtauslage, was 9 1/11 % ausmacht. Auf ein Pfund Twist
kommen jetzt 30/80, d.h. ⅜ Taler (früher = ½ Taler).

79
Vorschüsse

80
Verlegenheit

81
In der Handschrift: Baumwolle

82
In der Handschrift: 11½

83
Bäcker

84
bis zu einem gewissen Grade

85
Marx verwendet hier den Bruch 4/20 (oder 20/100)
statt 20/99. Die Rechnung wäre so zu führen: Jedes Pfund Twist bekommt der
Arbeiter für 1/20 Taler wohlfeiler gegen seinen wirklichen Wert; und da er
jetzt 4 4/99 (oder 400/99) Pfund Twist bekommt, so beträgt sein Gewinn 20/99
Taler.

86
Im Sinne von: Heller

87
genau

88
in Ordnung

89
In der Handschrift: 39 2/5. 39 2/5Pfund

90
in der Handschrift: 1¼

91
Überteuerung

92
äußerst geringen

93
in der Handschrift: 2/5

94
in der Handschrift: 40

95
In seinem Beispiel hat Marx angenommen, dass die
Gesamtauslage des Kapitalisten 180 Taler beträgt, wovon die ersten 100 Taler
die notwendige Arbeit von 20 Talern und das für ihre Verrichtung erforderliche
konstante Kapital von 80 Talern repräsentieren. Die übrigen 80 Taler decken nur
das für die Verrichtung der unbezahlten Surplusarbeit erforderliche konstante
Kapital. Bei der angenommenen Mehrwertrate von 100% beträgt das Gesamtprodukt
200 Taler (40 Pfund Twist zu 5 Talern das Pfund).

96
Fabrikherren

97
Hier und im weiteren Text berücksichtigt Marx nicht,
dass der Arbeiter etwas mehr als 4 Pfund kaufen würde, wenn er seinen ganzen
Arbeitslohn von 20 Talern in wohlfeiler gewordenem Twist verausgaben würde.

98
in der Handschrift: 5%

99
in der Handschrift: 8 48/119

100
In der Handschrift: 200 auf 198

101
verausgabte (engl.: to spend)

102
eines der lebensnotwendigen Vorräte

103
in der Handschrift: 4

104
vielmehr

105
In der Handschrift: A, B, C und E

106
in der Handschrift: Arbeitsmaterial

107
lebensnotwendige Dinge für Arbeiter

108
Mehrprodukt

109
in der Handschrift: produzierten

110
Lebensmitteln

111
sagen wir –
92
–
93

112
in der Handschrift: und

113
wenn man will

114
In der Handschrift: 1½ – 95

115
noch einen Profit von 10% lässt

116
eine Verlagerung

117
in der Handschrift: 20 Pfund Twist

118
Aufwertung

119
z.B.

120
in enorme Profite für die einen und ungeheure
Verluste für die anderen

121
zirkulierendes Kapital

122
erfährt (engl.: undergoes)

123
wird (engl.: becomes)

124
Das ist der Gang dieser Entwicklung.

125
das Unterscheidungsmerkmal

126
Banken

127
David Ricardo, „On the principles ..3.ed., London
1821, p. 81/82.

128
Anleihen

129
Ausgleich

130
Fall

131
Wir werden später auf diesen Punkt zurückkommen, der,
obgleich er mehr logisch als ökonomisch ist, dort dennoch für den Fortschritt
unserer Untersuchungen von großer Bedeutung sein würde.

132
der Lebensbedürfnisse

133
angeregte

134
Trennung

135
vorsintflutlich

136
In der Handschrift: wiedergeben

137
In der Handschrift: d. Formen

### [Ursprüngliche Akkumulation des Kapitals]

Die auf das Kapital gegründete
Produktion einmal vorausgesetzt – das Geld hat sich eigentlich erst in Kapital
verwandelt am
Ende des
ersten Produktionsprozesses,
der in seiner Reproduktion und
Neuproduktion des Surpluskapital I resultierte; das Surpluskapital I ist aber
selbst erst als Surpluskapital
gesetzt,
realisiert,
sobald es Surpluskapital II produziert hat, sobald also die noch außerhalb der
Bewegung des
wirklichen
Kapitals
liegenden Voraussetzungen

des in Kapital übergehenden Geldes
verschwunden sind und das Kapital daher in fact die Bedingungen selbst, seinem
immanenten Wesen gemäß gesetzt hat, von denen es in der Produktion ausgeht –
gehört die Bedingung, dass der Kapitalist durch eigene Arbeit oder sonstwie –
nur nicht durch schon vorhandene, vergangene Lohnarbeit – geschaffene |
Werte in die Zirkulation hereinbringen muss, um sich als Kapital zu setzen – zu
den antediluvianischen

1
Bedingungen
des Kapitals; zu seinen
historischen
Voraussetzungen,
die eben als solche
historische
Voraussetzungen
vergangene sind und daher der
Geschichte
seiner Bildung
angehören, keineswegs aber zu seiner
kontemporären
Geschichte,
d. h. nicht in das wirkliche System der von ihm beherrschten Produktionsweise
gehören.

Wenn z. B. das Weglaufen der
Leibeigenen in die Städte eine der
historischen
Bedingungen
und Voraussetzungen des Städtewesens ist, so ist es keine
Bedingung,
kein Moment
der Wirklichkeit des ausgebildeten Städtewesens, sondern gehört zu seinen
vergangenen Voraussetzungen, den Voraussetzungen seines Werdens, die in seinem
Dasein aufgehoben sind. Die Bedingungen und Voraussetzungen des
Werdens,
des
Entstehens
des Kapitals
unterstellen eben, dass es noch nicht ist, sondern erst
wird,
sie verschwinden
also mit dem wirklichen Kapital, mit dem Kapital, das selbst, von seiner
Wirklichkeit ausgehend, die Bedingungen seiner Verwirklichung setzt. So z. B.,
wenn bei dem ursprünglichen Werden des Geldes oder des für sich seienden Werts
zu Kapital eine Akkumulation – sei es durch Ersparung an den durch eigene
Arbeit geschaffenen Produkten und Werten etc. – auf Seiten des Kapitalisten
vorausgesetzt ist, die er als
Nichtkapitalist
vollbracht
hat – wenn also die Voraussetzungen des Werdens des Geldes zu Kapital als
gegebene äußere
Voraussetzungen
für
die Entstehung des Kapitals erscheinen – so, sobald das Kapital als solches
geworden ist, schafft es seine eigenen Voraussetzungen, nämlich den Besitz der
realen Bedingungen für Schöpfung von Neuwerten
ohne Austausch –
durch seinen eigenen
Produktionsprozess. Diese Voraussetzungen, die ursprünglich als Bedingungen
seines Werdens erschienen – und daher noch nicht von seiner Aktion
als Kapital
entspringen
konnten – erscheinen jetzt als Resultate seiner eigenen Verwirklichung, Wirklichkeit,
als
gesetzt
von
ihm –
nicht als
Bedingungen seines Entstehens, sondern als Resultate seines Daseins.
Es
geht nicht mehr von Voraussetzungen aus, um zu werden, sondern ist selbst
vorausgesetzt und, von sich ausgehend, schafft die Voraussetzungen seiner
Erhaltung und Wachstums selbst. Die Bedingungen daher, die der Schöpfung des
Surpluskapital I vorausgingen oder die das Werden des Kapitals aus-

drücken,
fallen nicht in die Sphäre der Produktionsweise, der das Kapital als
Voraussetzung dient; liegen als historische Vorstufen seines Werdens hinter
ihm, ebenso wie die Prozesse, wodurch die Erde aus einem flüssigen Feuer- und
Dunstmeer in ihre jetzige Form überging, jenseits ihres Lebens als fertige Erde
liegen. D. h., die einzelnen Kapitalien können immer noch entstehen z. B. durch
hoarding

2
. Das hoard

3
wird aber erst in
Kapital verwandelt durch Exploitation der Arbeit. Die bürgerlichen Ökonomen

4
, die das Kapital als
eine ewige und
naturgemäße
(nicht
geschichtsgemäße) Form der Produktion betrachten, suchen es dann wieder zu
rechtfertigen, indem sie die Bedingungen seines Werdens als die Bedingungen
seiner gegenwärtigen Verwirklichung aussprechen, d. h. die Momente, in denen
der Kapitalist als Nicht-Kapitalist sich noch aneignet – weil er erst wird –
für die very conditions

5
ausgeben,
in denen er
als
Kapitalist
sich aneignet. Diese Versuche der Apologetik
beweisen böses Gewissen und die Ohnmacht, die Aneignungsweise des Kapitals als
Kapitals mit den von der Gesellschaft des Kapitals selbst proklamierten
allgemeinen Eigentumsgesetzen
in
Harmonie zu bringen.

Andrerseits, was viel wichtiger
für uns ist, zeigt unsere Methode die Punkte, wo die historische Betrachtung
hereintreten muss oder wo die bürgerliche Ökonomie als bloß historische Gestalt
des Produktionsprozesses über sich hinausweist auf frühere historische Weisen
der Produktion. Es ist daher nicht nötig, um die Gesetze der bürgerlichen
Ökonomie zu entwickeln, die
wirkliche
Geschichte der Produktionsverhältnisse
zu schreiben. Aber die
richtige Anschauung und Deduktion derselben als selbst historisch gewordener
Verhältnisse führt immer auf erste Gleichungen – wie die empirischen Zahlen z.
B. in der Naturwissenschaft –, die auf eine hinter diesem System liegende
Vergangenheit hinweisen. Diese Andeutungen, zugleich mit der richtigen Fassung
des Gegenwärtigen, bieten dann auch den Schlüssel für das Verständnis der
Vergangenheit – eine Arbeit für sich, an die wir hoffentlich auch noch kommen
werden. Ebenso führt diese richtige Betrachtung andererseits zu Punkten, an
denen die Aufhebung der gegenwärtigen Gestalt der Produktionsverhältnisse – und
so foreshadowing

6
der
Zukunft, werdende Bewegung sich andeutet. Erscheinen einerseits die
vorbürgerlichen Phasen als
nur
historische,
i.e. aufgehobene Voraussetzungen, so die jetzigen
Bedingungen der Produktion als
sich
selbst aufhebende
und daher als
historische Voraussetzungen
für
einen neuen Gesellschaftszustand setzende.

Betrachten wir nun zunächst das
gewordene Verhältnis, das Gewordensein

des Werts zu Kapital
und die lebendige Arbeit als ihm

7
bloß gegenüberstehenden Gebrauchswert, so
dass die lebendige Arbeit als bloßes Mittel erscheint, um die
vergegenständlichte, tote Arbeit zu verwerten, mit belebender Seele zu
durchdringen und ihre eigene Seele an sie zu verlieren – und als Resultat
einerseits den geschaffenen Reichtum als fremd, als eigen aber nur die
Bedürftigkeit des lebendigen Arbeitsvermögens produziert zu haben – so
erscheint die Sache einfach die, dass im und durch den Prozess selbst gesetzt
sind die sachlichen Bedingungen der lebendigen Arbeit – (nämlich Material,
worin sich zu verwerten, Instrument, womit sich zu verwerten, | und
Lebensmittel, womit die Flamme des lebendigen Arbeitsvermögens zur Arbeit zu
schüren und vom Erlöschen zu schützen, seinem Lebensprozess die nötigen Stoffe
zuzuführen) –, gesetzt sind als fremde, selbständige Existenzen – oder als
Existenzweise einer
fremden
Person,
als an sich [gegenüber] dem lebendigen
Arbeitsvermögen, das ebenfalls von ihnen isoliert, subjektiv dasteht, an sich
festhaltende, für sich seiende Werte und daher Werte, die dem Arbeitsvermögen
fremden Reichtum, den Reichtum des Kapitalisten bilden.

Die objektiven Bedingungen der
lebendigen Arbeit erscheinen als
getrennte,
verselbständigte
Werte gegen das lebendige Arbeitsvermögen als
subjektives Dasein, das ihnen gegenüber daher auch nur als Wert von einer
anderen Art
(nicht als
Wert, sondern als Gebrauchswert von ihnen verschieden) erscheint. Diese
Trennung einmal vorausgesetzt, kann der Produktionsprozess sie

8
nur neu
produzieren, reproduzieren und auf größerer Stufenleiter reproduzieren. Wie er
das tut, haben wir gesehen. Die objektiven Bedingungen des lebendigen
Arbeitsvermögens sind vorausgesetzt als ihm gegenüber selbständige Existenz,
als die Objektivität eines von dem lebendigen Arbeitsvermögen unterschiedenen
und ihm selbständig gegenüberstehenden Subjekts; die Reproduktion und
Verwertung,
d. h. die
Erweiterung dieser
objektiven
Bedingungen,
ist daher zugleich die Reproduktion und
Neuproduktion ihrer als des Reichtums eines fremden Subjekts, dem
Arbeitsvermögen gleichgültig und selbständig gegenüberstehend. Was reproduziert
und neu produziert wird, ist nicht nur das
Dasein
dieser objektiven Bedingungen der
lebendigen Arbeit, sondern
ihr
Dasein als selbständiger, d. h. einem fremden Subjekt ungehöriger Werte
gegenüber diesem lebendigen Arbeitsvermögen.
Die objektiven
Bedingungen der Arbeit erhalten subjektive Existenz gegenüber dem lebendigen
Arbeitsvermögen – aus dem Kapital wird der Kapitalist; andererseits, das bloß
subjektive Dasein des Arbeitsvermögens gegenüber seinen eigenen Bedingungen
gibt ihm eine nur gleichgültige objektive Form gegen dieselben – es ist nur
ein
Wert

von besonderem Gebrauchswert
neben
den
eigenen Bedingungen seiner Verwertung als
Werten
von anderem Gebrauchswert. Statt
dass sie als Bedingungen seiner Verwirklichung realisiert werden im
Produktionsprozess, kommt es daher im Gegenteil aus demselben heraus als bloße
Bedingung für
ihre
Verwertung
und Erhaltung als für sich seiender Wert ihm gegenüber.

Das Material, das es
bearbeitet, ist
fremdes
Material;
ebenso das Instrument
fremdes
Instrument;
seine Arbeit erscheint nur als Akzessorium an ihnen als der Substanz und
vergegenständlicht sich daher in nicht
ihm
Gehörigem.
Ja die lebendige Arbeit selbst erscheint als
fremd
gegenüber dem lebendigen
Arbeitsvermögen, dessen Arbeit sie ist, dessen eigene Lebensäußerung sie ist,
denn sie ist abgetreten an das Kapital gegen vergegenständlichte Arbeit, gegen
das Produkt der Arbeit selbst. Das Arbeitsvermögen verhält sich zu ihr als
einer fremden, und wenn das Kapital es zahlen wollte,
ohne
es arbeiten zu
lassen, würde es mit Vergnügen den Handel eingehen. Seine eigene Arbeit ist ihm
also ebenso fremd – und sie ist es auch ihrer Direktion etc. nach – wie das
Material und Instrument. Daher ihm denn auch das Produkt als eine Kombination
fremden Materials, fremden Instruments und fremder Arbeit – als
fremdes Eigentum
erscheint,
und es nach der Produktion nur ärmer geworden ist um die ausgegebene
Lebenskraft, sonst aber von neuem die drudgery

9
beginnt von sich als getrennt von seinen
Lebensbedingungen existierendes bloß subjektives Arbeitsvermögen. Die Erkennung
der Produkte als seiner eigenen und die Beurteilung der Trennung von den
Bedingungen seiner Verwirklichung als einer ungehörigen, zwangsweisen – ist ein
enormes Bewusstsein, selbst das Produkt der auf dem Kapital ruhenden
Produktionsweise, und so sehr das knell to its doom

10
, wie mit dem Bewusstsein des Sklaven, dass er
nicht das
Eigentum eines
Dritten sein kann,
seinem Bewusstsein als Person, die
Sklaverei nur noch ein künstliches Dasein fort vegetiert und aufgehört hat, als
Basis der Produktion fortdauern zu können.

Betrachten wir dagegen das
ursprüngliche Verhältnis vor dem Eingehen des Geldes in den
Selbstverwertungsprozess, so erscheinen verschiedene Bedingungen, die
historisch entstanden sein müssen oder gegeben sein müssen, damit das Geld zu
Kapital und die Arbeit zu kapitalsetzender, kapitalschaffender Arbeit,
Lohnarbeit wird. (
Lohnarbeit
,
hier, in dem strikten ökonomischen Sinn, worin wir sie allein brauchen – und
wir werden sie später von anderen Formen der Arbeit für Tagelohn etc. zu
unterscheiden haben, ist kapitalsetzende, kapitalproduzierende Arbeit, d.h.
lebendige Arbeit, die sowohl die gegenständlichen Bedingungen ihrer
Verwirklichung als Tätigkeit wie die objektiven

Momente
ihres Daseins als Arbeitsvermögens, als fremde Mächte sich selbst gegenüber
produziert, als
für sich
seiende, von ihr unabhängige Werte.)
Die wesentlichen
Bedingungen sind in dem Verhältnis, wie es ursprünglich erscheint, selbst
gesetzt: 1. auf der einen Seite das Vorhandensein des lebendigen
Arbeitsvermögens als bloß
subjektiver
Existenz,
getrennt von den Momenten seiner objektiven Wirklichkeit; getrennt daher ebenso
sehr von den
Bedingungen
der
lebendigen Arbeit wie von den
Existenzmitteln,
Lebensmitteln,
Selbsterhaltungsmitteln des lebendigen
Arbeitsvermögens,
die
lebendige Möglichkeit der Arbeit auf der einen Seite in dieser völligen
Abstraktion; 2. der auf der anderen Seite befindliche Wert oder
vergegenständlichte Arbeit muss eine Akkumulation von Gebrauchswerten sein,
hinreichend groß, um die gegenständlichen Bedingungen zu liefern nicht bloß zur
Produktion der Produkte oder Werte, nötig um das lebendige Arbeitsvermögen zu
reproduzieren oder zu erhalten, sondern um Surplusarbeit zu absorbieren – das
| objektive Material für sie herzugeben; 3. freies Austauschverhältnis –
Geldzirkulation – zwischen beiden Seiten; auf den Tauschwerten begründete –
nicht auf Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnis gegründete Beziehung
zwischen den Extremen; d. h. also Produktion, die nicht unmittelbar dem
Produzenten die Lebensmittel liefert, sondern durch den Austausch vermittelt
ist und sich ebenso wenig unmittelbar der fremden Arbeit bemächtigen kann,
sondern sie vom Arbeiter selbst kaufen muss, eintauschen muss; endlich 4. muss
die eine Seite – die die gegenständlichen Bedingungen der Arbeit in Form von
selbständigen, für sich seienden Werten darstellt – als
Wert
auftreten und
Wertsetzung, Selbstverwertung, Geldschaffen als letzten Zweck betrachten –
nicht unmittelbaren Genuss oder Schaffen von Gebrauchswert.

Solang
beide
Seiten ihre
Arbeit gegeneinander nur austauschen in der Form
vergegenständlichter
Arbeit,
ist das Verhältnis unmöglich; ebenso unmöglich ist es, wenn das
lebendige Arbeitsvermögen
selbst
als Eigentum der anderen Seite erscheint, also nicht als Austauschendes. (Es
widerspricht dem nicht, dass innerhalb des bürgerlichen Produktionssystems
Sklaverei an einzelnen Punkten möglich ist. Diese ist dann aber nur möglich,
weil sie an anderen Punkten nicht existiert, und erscheint als Anomalie gegen
das bürgerliche System selbst.)

Die Bedingungen, unter denen
das Verhältnis ursprünglich erscheint oder die als historische Voraussetzungen
seines Werdens erscheinen, zeigen auf den ersten Blick einen doppelseitigen
Charakter – Auflösung auf der einen Seite niedrigerer Formen der lebendigen
Arbeit – auf der anderen Auflösung glücklicherer Verhältnisse derselben.

Zunächst ist die erste
Voraussetzung, dass das Verhältnis von Sklaverei

oder
Leibeigenschaft aufgehoben ist. Das lebendige Arbeitsvermögen gehört sich
selbst an und disponiert durch den Austausch über seine eigene Kraftäußerung.
Beide Seiten stehen sich als Personen gegenüber.
Formell
ist ihr
Verhältnis das gleiche und freie von Austauschenden überhaupt. Dass diese
Form
Schein
ist
und
täuschender Schein,
erscheint,
soweit das juristische Verhältnis betrachtet wird, als
außerhalb
desselben
fallend. Was der freie Arbeiter verkauft, ist immer nur ein bestimmtes,
besonderes Maß Kraftäußerung; über jeder besonderen Äußerung steht das
Arbeitsvermögen als Totalität. Er verkauft die besondere Kraftäußerung an einen
besonderen Kapitalisten, dem er als
einzelnem
unabhängig
gegenübersteht. Dass dies nicht sein Verhältnis zur Existenz des Kapitals als
Kapitals, d.h. zur Kapitalistenklasse, ist klar. Allein so ist, was die
einzelne, wirkliche Person betrifft, ihm weites Feld der Wahl, Willkür und
daher der formellen Freiheit gelassen. Im Sklavenverhältnis gehört er dem
einzelnen, besonderen
Eigentümer,
dessen Arbeitsmaschine er ist. Als Totalität von Kraftäußerung, als
Arbeitsvermögen, ist er einem andern gehörige Sache und verhält sich daher
nicht als Subjekt zu seiner besonderen Kraftäußerung oder der lebendigen
Arbeitstat. Im Leibeigenschaftsverhältnis erscheint er als Moment des
Grundeigentums selbst, ist Zubehör der Erde, ganz wie das Arbeitsvieh. Im
Sklavenverhältnis ist der Arbeiter nichts als lebendige Arbeitsmaschine, die
daher einen Wert hat für andere oder vielmehr ein Wert ist. Das Arbeitsvermögen
erscheint dem freien Arbeiter gegenüber in seiner Totalität selbst als sein
Eigentum, eins seiner Momente, über das er als Subjekt übergreift und das er
erhält, indem er es veräußert. Dies später bei der Lohnarbeit
weiterzuentwickeln.

Austausch vergegenständlichter
Arbeit gegen lebendige Arbeit konstituiert noch nicht weder auf der einen Seite
das Kapital noch auf der anderen Seite die Lohnarbeit. Die ganze Klasse der
sog.
Dienste
vom
Schuhputzer bis zum König fällt in diese Kategorie. Ebenso der freie
Tagelöhner, den wir sporadisch finden überall, wo entweder das orientalische
Gemeinwesen oder die westliche aus freien Grundeigentümern bestehende Gemeinde
sich auflöst in einzelne Elemente – infolge der Vermehrung der Population,
Entlassung von Kriegsgefangenen, Zufällen, wodurch der einzelne verarmt und der
objektiven Bedingungen seiner selfsustaining labour

11
verlorengeht, Folge der Teilung der
Arbeit etc. – Wenn A austauscht einen Wert oder Geld, vergegenständlichte
Arbeit also, um einen Dienst von B zu erhalten, also lebendige Arbeit, so kann
das gehören:

1.
in das Verhältnis der einfachen
Zirkulation.
Beide tauschen in der Tat

nur
Gebrauchswerte gegeneinander aus; der eine Lebensmittel, der andere eine
Arbeit, einen Dienst, den der andere konsumieren will, entweder direkt –
persönliche Dienstleistung –, oder er liefert dem anderen das Material etc.,
worin er ihm durch seine Arbeit, durch Vergegenständlichung seiner Arbeit einen
Gebrauchswert, einen zu seiner Konsumtion bestimmten Gebrauchswert schafft.
Z.B., wenn der Bauer einen vagabundierenden Schneider, wie sie früher
auftraten, zu sich ins Haus nimmt und ihm den Stoff gibt, um ihm Kleider zu
machen. Oder wenn ich einem Arzt Geld gebe, um mir meine Gesundheit zurecht zu
flicken. Was in diesen Fällen wichtig ist, ist der Dienst, den sich beide
leisten. Do ut facias, erscheint hier ganz auf derselben Stufe wie facio ut des
oder do ut des.
12
Der
Mann, der mir aus Tuch ein Kleid macht, wozu ich ihm das Material geliefert
habe, gibt mir einen Gebrauchswert. Statt ihn aber gleich in gegenständlicher
Form zu geben, gibt er ihn in der Form der Tätigkeit. Ich gebe ihm einen
fertigen Gebrauchswert; er verfertigt mir einen anderen. Der Unterschied der
vergangenen, vergegenständlichten und der lebendigen, gegenwärtigen Arbeit
erscheint hier nur als formeller Unterschied der verschiedenen tempora

13
der Arbeit,
die einmal im Perfektum steht und das andere Mal im Präsens. Es erscheint in
der Tat nur als durch Teilung der Arbeit und den Austausch vermittelter
formeller Unterschied, ob B

14
selbst die Lebensmittel produziert, von
denen er subsistieren muss, oder ob er sie von A

15
erhält und, statt die Lebensmittel direkt
zu produzieren, statt dessen ein Kleid produziert, wofür er sie im Austausch
von A

16
erhält.
In beiden Fällen kann er sich des von A besessenen Gebrauchswerts nur
bemächtigen, indem er ihm ein Äquivalent dafür gibt, das in letzter Instanz
sich immer auf löst in seine eigene lebendige Arbeit, welche gegenständliche
Form sie annehmen mag, sei es nun, bevor der Austausch abgeschlossen ward, oder
infolge desselben. Nun enthält das Kleid nicht nur eine bestimmte formgebende
Arbeit – eine bestimmte, durch die Bewegung der Arbeit dem Tuch mitgeteilte
Form der Nutzbarkeit – sondern es enthält eine gewisse Quantität Arbeit – daher
nicht nur Gebrauchswert, sondern
Wert
überhaupt,
Wert
als solchen. Aber
dieser Wert existiert nicht für A, da er das Kleid konsumiert und nicht
Kleiderhändler ist. Er hat die Arbeit also eingetauscht, nicht als
wertsetzende
Arbeit,
sondern als Nutzen, Gebrauchswert schaffende Tätigkeit.

| Bei persönlichen
Dienstleistungen wird dieser Gebrauchswert als solcher konsumiert, ohne aus der
Form der Bewegung in die der Sache überzugehen. Wenn, wie dies bei einfachen
Verhältnissen häufig, der Dienstleistende nicht
Geld
erhält, sondern
selbst unmittelbare Gebrauchswerte, so fällt

auch der Schein
fort, als ob es sich hier auf der einen oder der anderen Seite um
Werte
im Unterschied
von Gebrauchswerten handele. Aber selbst gesetzt, A zahle Geld für den Dienst,
so ist dies keine Verwandlung seines Geldes in Kapital, sondern vielmehr Setzen
desselben als bloßen Zirkulationsmittels, um einen Gegenstand des Konsums,
einen bestimmten Gebrauchswert zu erhalten. Dieser Akt ist daher auch kein
Reichtum produzierender, sondern umgekehrt ein Reichtum konsumierender Akt. Es
handelt sich für A durchaus nicht darum, dass sich Arbeit als solche, eine
gewisse Arbeitszeit, also
Wert,
in
dem Tuch objektiviert, sondern dass ein gewisses Bedürfnis befriedigt wird. A
ist nicht
verwertend,
sondern
entwertend
sein Geld,
indem er [es] aus der Form des Werts in die des Gebrauchswerts übersetzt. Die
Arbeit wird hier eingetauscht nicht als Gebrauchswert für den Wert, sondern als
selbst besonderer Gebrauchswert, als Wert für den Gebrauch. Je öfter A

17
den Austausch
wiederholt, desto mehr verarmt er. Dieser Austausch ist kein
Bereicherungsakt
für
ihn, kein Akt der
Wertschöpfung,
sondern
der
Entwertung
vorhandener,
in seinem Besitze befindlicher Werte. Das Geld, was A

18
hier gegen die lebendige Arbeit –
Naturaldienst oder Dienst, der sich in einer Sache objektiviert – austauscht,
ist nicht
Kapital,
sondern
Revenu,
Geld als
Zirkulationsmittel, um Gebrauchswert zu erhalten, an dem die Form des Werts als
bloß verschwindend gesetzt ist, nicht Geld, das sich durch den Ankauf der
Arbeit als solches erhalten und verwerten will. Austausch des
Geldes als Revenu,
als
bloßes Zirkulationsmittel gegen lebendige Arbeit, kann nie das Geld als
Kapital, daher nie die Arbeit als Lohnarbeit im ökonomischen Sinn setzen. Es
bedarf keiner weitläufigen Auseinandersetzung, dass Geld konsumieren nicht Geld
produzieren ist. In Zuständen, worin der größte Teil der Surplusarbeit als
Landarbeit erscheint und der Landeigentümer daher sowohl als der Eigentümer der
Surplusarbeit wie des Surplusprodukts, ist es die Revenu des Grundeigentümers,
die den Arbeitsfonds für die freien Arbeiter bildet, für die Manufaktur-
(Handwerk hier) arbeiter im Gegensatz zu den Agrikulturarbeitern. Der Austausch
mit ihnen ist eine Form des Konsums des Grundeigentümers – der einen anderen
Teil seiner Revenu direkt teilt – gegen persönliche Dienstleistungen, oft nur
den Schein von Dienstleistungen, mit einem Haufen Retainers

19
. In asiatischen
Gesellschaften, wo der Monarch als der exklusive Besitzer des
Landsurplusprodukts erscheint, entstehen ganze Städte, die au fond

20
nichts als
wandelnde Lager sind, durch den Austausch seiner Revenu mit den free hands, wie
Steuart sie nennt

21
.
In diesem Verhältnis ist nichts von Lohnarbeit, obgleich es im Gegensatz zur
Sklaverei und Leibeigenschaft

stehen
kann,
nicht
muss,
denn unter
verschiedenen Formen der Gesamtorganisation der Arbeit wiederholt es sich
immer. Sofern
Geld
diesen
Austausch vermittelt, wird die Preisbestimmung auf beiden Seiten wichtig
werden, aber für A

22
nur,
insofern als er den
Gebrauchswert
der
Arbeit nicht zu teuer bezahlen will; nicht insofern es ihm um ihren
Wert
zu tun ist. Dass
dieser Preis, ursprünglich mehr konventionell und traditionell, nach und nach
ökonomisch bestimmt wird, erst durch Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr,
schließlich durch die Produktionskosten, wodurch solche lebendige Dienste Verkaufende
selbst hergestellt werden können, ändert am Wesen des Verhältnisses nichts, da
nach wie vor die Preisbestimmung nur ein formelles Moment für den Austausch
bloßer Gebrauchswerte bleibt. Diese Bestimmung selbst wird aber durch andere
Verhältnisse, die allgemeinen, gleichsam hinter dem Rücken dieses besonderen
Austauschakts vor sich gehenden Gesetze und Selbstbestimmung der herrschenden
Produktionsweise hervorgebracht. Eine der Formen, in denen zuerst in den alten
Gemeinwesen diese Art der Besoldung erscheint, ist das
Heerwesen.
Der Sold des
gemeinen Soldaten wird auch auf ein Minimum herabgesetzt – ist rein durch die
Produktionskosten bestimmt, zu denen er verschafft werden kann. Wogegen er aber
seine Dienstleistung austauscht, ist die Revenu des Staats, nicht
Kapital.

In der bürgerlichen
Gesellschaft selbst gehört in diese Rubrik aller Austausch persönlicher
Dienstleistungen – auch Arbeit für persönlichen Konsum, Kochen, Nähen etc.,
Gartenarbeit etc., bis herauf zu den sämtlichen improduktiven Klassen,
Staatsdiener, Ärzte, Advokaten, Gelehrte etc. – gegen Revenu in diese
Kategorie. Alle menial servants

23
etc. Alle diese Arbeiter, vom geringsten
bis zum höchsten, vermitteln sich durch ihre Dienstleistungen – oft
aufgezwungene – einen Anteil am Surplusprodukt, an der
Revenu
des
Kapitalisten. Es fällt aber niemand ein zu denken, dass durch Austausch seiner
Revenu gegen solche Dienstleistungen, d. h. durch seinen Privatkonsum, der
Kapitalist sich als Kapital setzt. Er verausgabt vielmehr dadurch die Früchte
seines Kapitals. Dass die Proportionen, in denen die Revenu sich austauscht
gegen solche lebendige Arbeit, selbst durch die allgemeinen Produktionsgesetze
bestimmt sind

24
,
ändert nichts an der Natur des Verhältnisses.

Es ist, wie wir im
Abschnitt
Geld
schon
erwähnten,
25
vielmehr
der Dienstleistende, der hier eigentlich
Wert
setzt; einen Gebrauchswert – eine
gewisse Art der Arbeit, Dienstes etc. –, gegen
Wert, Geld
umsetzt. Im Mittelalter daher
gehen zum Teil im Gegensatz zum konsumierenden Landadel von dieser Seite die
auf Produktion und Akkumulation von Geld Gerichteten von

der
Seite der lebendigen Arbeit aus; akkumulieren und werden so δυνάμει

26
nach zu
Kapitalisten für eine spätere Periode. Aus dem emanzipierten Leibeigenen wird
der Kapitalist zum Teil.

Es hängt daher auch nicht von
dem Verhältnis überhaupt, sondern von der natürlichen, besonderen Qualität der
Dienstleistung ab, ob der Soldempfangende Tagelohn erhält oder Honorar oder
eine Zivilliste – und ob er vornehmer oder geringer erscheint, als der den
Dienst Zahlende. Unter der Voraussetzung des Kapitals als herrschender Macht
werden allerdings alle diese Verhältnisse mehr oder minder
entehrt
werden. Doch
das gehört noch nicht hierher – diese
Entgötterung
der
persönlichen Dienstleistungen, welchen erhabenen Charakter Tradition etc. ihnen
immer angedichtet haben mag.

Es ist also nicht einfach
Austausch
vergegenständlichter
Arbeit
gegen
lebendige
–
die von diesem Standpunkt aus als zwei verschiedene
Bestimmungen, Gebrauchswerte von verschiedener Form erscheinen, die eine als
Bestimmung in objektiver, die andere in subjektiver Form – welcher Kapital und
daher Lohnarbeit konstituiert, sondern Austausch vergegenständlichter Arbeit
als
Wertes,
an
sich haltenden Werts, gegen lebendige als
ihren
Gebrauchswert, als Gebrauchswert
nicht zu einem bestimmten, besonderen Gebrauch oder Konsum, sondern als
Gebrauchswert für den
Wert.

| Bei dem Austausch von
Geld gegen Arbeit oder Dienst zu unmittelbarem Konsum findet immer wirklicher
Austausch statt; dass auf beiden Seiten
Arbeitsquanta
sich
austauschen, hat nur
formelles
Interesse,
um die
besonderen
Nützlichkeitsformen
der Arbeit aneinander zu messen. Es betrifft nur die
Form
des Austauschs;
bildet aber nicht seinen
Bei
dem Austausch von Kapital gegen Arbeit ist der
Wert
nicht Messer für den Austausch zweier
Gebrauchswerte, sondern der
des Austauschs
selbst.

2. In Zeiten der
Auflösung
vorbürgerlicher
Verhältnisse
kommen sporadisch freie Arbeiter vor, deren Dienstleistung gekauft wird, nicht
zum Zweck der Konsumtion, sondern der
Produktion;
aber
erstens
auf großer
Stufenleiter selbst nur zur Produktion von
unmittelbaren
Gebrauchswerten; nicht
von
Werten;
und
zweitens,
wenn der
Adlige z.B. den freien Arbeiter zuzieht zu seinen Leibeigenen, auch Teil seines
Produkts wieder verkauft und der freie Arbeiter ihm so
Wert
schaffte, so
findet dieser Austausch nur für den Überfluss statt und geschieht nur im
Interesse des Überflusses, der
Luxuskonsumtion,
ist
also au fond nur ein verkleideter Ankauf fremder Arbeit für unmittelbaren
Konsum oder als Gebrauchswert. Übrigens, wo diese freien Arbeiter sich
vermehren und dies Verhältnis zunimmt, ist die alte Produktionsweise –

Gemeinde – patriarchalische – feudale etc. – in der Auflösung begriffen und
bereiten sich die Elemente für die wirkliche Lohnarbeit vor. Diese freien
Knechte können aber auch auftauchen, wie z. B. in Polen etc., und wieder
verschwinden; ohne dass sich die Produktionsweise änderte.

{Um die Verhältnisse, worin
Kapital und Lohnarbeit treten, als
Eigentumsverhältnisse
oder
Gesetze
auszudrücken,
haben wir nichts zu tun, als das Verhalten beider Seiten in dem
Verwertungsprozess
als
Aneignungsprozess
auszudrücken.
Z. B., dass die Surplusarbeit als Surpluswert des Kapitals gesetzt wird, heißt,
dass der Arbeiter sich nicht das Produkt seiner eigenen Arbeit aneignet; dass
es ihm als
fremdes
Eigentum
erscheint; umgekehrt, dass die
fremde Arbeit
als
Eigentum des Kapitals erscheint. Dieses zweite Gesetz des bürgerlichen
Eigentums, worein das erste umschlägt – und das durch Erbrecht etc. eine vom
Zufall der Vergänglichkeit der einzelnen Kapitalisten unabhängige Existenz
erhält – wird ebenso wohl als Gesetz aufgestellt wie das erstere. Das erste ist
die Identität der Arbeit mit dem Eigentum; das zweite die Arbeit als negiertes
Eigentum oder das Eigentum als Negation der Fremdheit der fremden Arbeit. In
fact, in dem Produktionsprozess des Kapitals, wie sich noch mehr bei weiterer
Entwicklung desselben zeigen wird, ist die Arbeit eine Totalität – eine
Kombination von Arbeiten – wovon die einzelnen Bestandteile sich fremd sind, so
dass die Gesamtarbeit als Totalität
nicht
das
Werk
des einzelnen
Arbeiters und auch das Werk der verschiedenen Arbeiter zusammen nur ist, soweit
sie kombiniert sind, nicht sich als Kombinierende zueinander verhalten. In
ihrer Kombination erscheint diese Arbeit ebenso sehr einem fremden Willen und einer
fremden Intelligenz dienend und von ihr geleitet – ihre
seelenhafte Einheit
außer
sich habend wie in ihrer materiellen Einheit untergeordnet unter die
gegenständliche Einheit
der
Maschinerie,
das
Capital fixe, das als
beseeltes
Ungeheuer
den wissenschaftlichen Gedanken objektiviert und
faktisch das Zusammenfassende ist, keineswegs als Instrument zum einzelnen
Arbeiter sich verhält, vielmehr er als beseelte einzelne Punktualität,
lebendiges isoliertes Zubehör an ihm existiert. Die kombinierte Arbeit ist so
nach doppelter Seite hin
an
sich
Kombination; nicht Kombination als Beziehung der
zusammenarbeitenden Individuen aufeinander noch als ihr Übergreifen, sei es
über ihre besondere oder vereinzelte Funktion, sei es über das Instrument der
Arbeit. Wenn der Arbeiter sich daher zu dem Produkt seiner Arbeit als einem
fremden verhält, so ist ebenso sehr sein Verhalten zu der kombinierten Arbeit
als einer fremden, wie zu seiner eigenen Arbeit als einer zwar ihm angehörigen,
aber ihm fremden, erzwungenen Lebensäußerung, die als
Beschwerde, Opfer
etc.
daher von A. Smith etc. gefasst wird

27
. Die Arbeit selbst wie ihr Produkt ist
negiert als die des besonderen,
vereinzelten Arbeiters.

Die negierte vereinzelte Arbeit ist nun
in der Tat die ponierte gemeinschaftliche oder kombinierte Arbeit. Die so
gesetzte
gemeinschaftliche
oder kombinierte Arbeit
– sowohl als Tätigkeit, wie in die
ruhende Form des Objekts übergegangene – ist aber zugleich unmittelbar als ein
anderes der wirklich existierenden einzelnen Arbeit gesetzt – als
fremde Objektivität
sowohl
(fremdes Eigentum) wie
fremde
Subjektivität
(die des Kapitals). Das Kapital repräsentiert
also sowohl die Arbeit wie ihr Produkt als negierte vereinzelte Arbeit und
daher Eigentum des vereinzelten Arbeiters. Es ist daher die Existenz der
gesellschaftlichen Arbeit – ihre Kombination als Subjekt wie als Objekt – aber
diese Existenz als selbst selbständig ihren wirklichen Momenten gegenüber
existierend – also selbst als
besondere
Existenz
daneben. Das Kapital seinerseits erscheint daher als das übergreifende Subjekt
und Eigentümer
fremder
Arbeit,
und sein Verhältnis selbst ist das eines ebenso
vollkommenen Widerspruches wie das der Lohnarbeit.}

1
vorsintflutlichen

2
Horten

3
Gehortete

4
in
der Handschrift: Die Ansicht der bürgerlichen Ökonomen

5
gerade
für die Bedingungen

6
Vorahnung

7
In
der Handschrift: ihr

8
in
der Handschrift: ihn

9
Plackerei

10
Einläuten seines Untergangs

11
Arbeit für den eigenen Unterhalt

12
Do ut facias
(ich gebe, damit du tust), facio ut facias (ich tue,
damit du tust),
facio ut
des
(ich tue, damit du gibst),
do ut des
(ich gebe,
damit du gibst) – Kontraktsformeln des altrömischen Rechts aus dem „Corpus
iuris civilis“, Digesta XIX, 5,5.

13
Zeiten

14
in der Handschrift: A

15
in der Handschrift: B

16
in der Handschrift: B

17
In der Handschrift: B

18
In der Handschrift: B

19
Livrierter

20
im Grunde

21
free hands
(freie
Arbeiter) nennt Steuart in seiner Schrift „An inquiry“ vol. l, Dublin 1770, p.
396, insbesondere die durch die Entwicklung der Landwirtschaft für die
industrielle Beschäftigung frei werdenden Arbeitskräfte. (Siehe auch Band 25
unserer Ausgabe, S. 794.)

22
In der Handschrift: B

23
gemeinen Dienstboten

24
in der Handschrift: ist

25
Diese Stelle befindet sich nicht im „Kapitel vom
Geld“, sondern im „Kapitel vom Kapital“

26
der Möglichkeit

27
Adam Smith, „An inquiry ...“, vol. 1, London 1835, p.
104/105.

## [Formen, die der kapitalistischen Produktion vorhergehen]

Wenn freie Arbeit und Austausch
dieser freien Arbeit gegen Geld, um das Geld zu reproduzieren und verwerten, um
von dem Geld als Gebrauchswert nicht für den Genuss, sondern als Gebrauchswert
für Geld verzehrt zu werden, Voraussetzung der Lohnarbeit und eine der
historischen Bedingungen des Kapitals ist, so ist die Trennung der freien
Arbeit von den objektiven Bedingungen ihrer Verwirklichung – von dem
Arbeitsmittel und dem Arbeitsmaterial – eine andere Voraussetzung. Also vor
allem Loslösung des Arbeiters von der Erde als seinem natürlichen Laboratorium
– daher Auflösung des kleinen freien Grundeigentums sowohl wie des
gemeinschaftlichen, auf der orientalischen Kommune beruhenden Grundeigentums.
In beiden Formen verhält sich der Arbeiter zu den objektiven Bedingungen seiner
Arbeit als seinem Eigentum; es ist dies die natürliche Einheit der Arbeit mit
ihren sachlichen Voraussetzungen. Der Arbeiter hat daher unabhängig von der
Arbeit eine gegenständliche Existenz. Das Individuum verhält sich zu sich
selbst als Eigentümer, als Herr | der Bedingungen seiner Wirklichkeit. Es
verhält sich ebenso zu den anderen – und je nachdem diese
Voraussetzung
gesetzt
ist als von dem Gemeinwesen ausgehend oder als von den einzelnen Familien, die
die Gemeinde konstituieren –, verhält es sich zu den anderen als
Miteigentümern, ebenso viel Inkarnationen des Gemeineigentums, oder als
selbständi-

gen Eigentümern neben ihm, selbständigen
Privateigentümern – neben denen das früher alles absorbierende und über alle
übergreifende Gemeineigentum selbst als besonderer
ager publicus

1
neben den vielen
Privatgrundeigentümern gesetzt ist.

In beiden Formen verhalten sich
die Individuen nicht als Arbeiter, sondern als Eigentümer – und Mitglieder
eines Gemeinwesens, die zugleich arbeiten. Der Zweck dieser Arbeit ist
nicht
Wertschöpfung –
obgleich
sie Surplusarbeit tun mögen, um sich
fremde,
i.
e. Surplusprodukte, auszutauschen –; sondern ihr Zweck ist Erhaltung des
einzelnen Eigentümers und seiner Familie wie des Gesamtgemeindewesens. Die
Setzung des Individuums als eines
Arbeiters
in
dieser Nacktheit ist selbst
historisches
Produkt.

In der ersten Form dieses
Grundeigentums – erscheint zunächst ein naturwüchsiges Gemeinwesen als erste
Voraussetzung. Familie und die im Stamm

2
erweiterte Familie oder durch intermarriage

3
zwischen
Familien, oder Kombination von Stämmen. Da wir annehmen können, dass das
Hirtenwesen,
überhaupt
Wanderung
die erste
Form der Existenzweise, nicht dass der Stamm sich niederlässt auf einem
bestimmten Sitz, sondern dass er abweidet, was er vorfindet – die Menschen sind
nicht von Natur sesshaft (es müsste denn sein in so besonders fruchtbarer
Naturumgebung, dass sie wie Affen auf einem Baum sitzen; sonst roaming

4
, wie die wilden
Tiere), so erscheint die
Stammgemeinschaft,
das
natürliche Gemeinwesen nicht als
Resultat,
sondern
als
Voraussetzung der
gemeinschaftlichen Aneignung
(temporären) und
Benutzung des Bodens.
Lassen
sie sich endlich nieder, so wird es von verschiedenen äußerlichen,
klimatischen, geographischen, physischen etc. Bedingungen sowohl wie von ihrer
besonderen Naturanlage etc. abhängen – ihrem Stammcharakter –, wie mehr oder
minder diese ursprüngliche Gemeinschaft modifiziert wird. Die naturwüchsige Stammgemeinschaft
oder, wenn man will, das Herdenwesen ist die erste Voraussetzung – die
Gemeinschaftlichkeit in Blut, Sprache, Sitten etc. – der
Aneignung der objektiven Bedingungen
ihres
Lebens und der sich reproduzierenden und vergegenständlichenden Tätigkeit desselben
(Tätigkeit als Hirten, Jäger, Ackerbauer etc.).

Die Erde ist das große
Laboratorium, das Arsenal, das sowohl das Arbeitsmittel wie das Arbeitsmaterial
liefert wie den Sitz, die
Basis
des
Gemeinwesens. Sie verhalten sich naiv zu derselben als dem
Eigentum des Gemeinwesens
und
des in der lebendigen Arbeit sich produzierenden und reproduzierenden
Gemeinwesens. Jeder einzelne verhält sich nur als Glied, als member

5
dieses
Gemeinwesens als
Eigentümer
oder
Besitzer.
Die
wirkliche

Aneignung
durch
den Prozess der Arbeit geschieht unter diesen
Voraussetzungen,
die selbst nicht
Produkt
der Arbeit
sind, sondern als ihre natürlichen oder
göttlichen
Voraussetzungen
erscheinen. Diese Form, wo dasselbe Grundverhältnis zugrunde liegt, kann sich
selbst sehr verschieden realisieren. Z. B. es widerspricht ihr durchaus nicht,
dass, wie in den meisten
asiatischen
Grundformen,
die
zusammenfassende
Einheit,
die über allen diesen kleinen Gemeinwesen steht, als
der höhere
Eigentümer
oder
als der
einzige
Eigentümer
erscheint, die wirklichen Gemeinden daher nur
als
erbliche
Besitzer.
Da die
Einheit
der
wirkliche Eigentümer ist und die wirkliche Voraussetzung des gemeinschaftlichen
Eigentums – so kann diese selbst als ein
Besonderes
über den vielen wirklichen
besonderen Gemeinwesen erscheinen, wo der einzelne dann in fact eigentumslos
ist oder das Eigentum – i. e. das Verhalten des einzelnen zu den
natürlichen
Bedingungen
der Arbeit und Reproduktion als ihm gehörigen, als den objektiven, als
unorganische Natur vorgefundener Leib seiner Subjektivität – für ihn vermittelt
erscheint durch das Ablassen der Gesamteinheit, die im Despoten realisiert ist
als dem Vater der vielen Gemeinwesen – an den einzelnen durch die Vermittlung
der besonderen Gemeinde. Das Surplusprodukt – das übrigens legal bestimmt wird
infolge der wirklichen Aneignung durch Arbeit – gehört damit von selbst dieser
höchsten Einheit. Mitten im orientalischen Despotismus und der
Eigentumslosigkeit, die juristisch in ihm zu existieren scheint, existiert
daher in der Tat als Grundlage dieses Stamm- oder Gemeindeeigentum, erzeugt
meist durch eine Kombination von Manufaktur und Agrikultur innerhalb der
kleinen Gemeinde, die so durchaus self-sustaining

6
wird und alle Bedingungen der Reproduktion
und Mehrproduktion in sich selbst enthält. Ein Teil ihrer Surplusarbeit gehört
der hohem Gemeinschaft, die zuletzt als
Person
existiert,
und diese Surplusarbeit macht sich geltend sowohl im Tribut etc. wie in
gemeinsamen Arbeiten zur Verherrlichung der Einheit, teils des wirklichen
Despoten, teils des gedachten Stammwesens, des Gottes.

Diese Art Gemeindeeigentum kann
nun, soweit es nun wirklich in der Arbeit sich realisiert, entweder so
erscheinen, dass die kleinen Gemeinden unabhängig nebeneinander vegetieren und
in sich selbst der einzelne auf dem ihm angewiesenen Los unabhängig mit seiner
Familie arbeitet (eine bestimmte Arbeit für
gemeinschaftlichen Vorrat, Insurance

7
sozusagen, einerseits, und
für
Bestreitung der
Kosten des Gemeinwesens als solchen,
also für Krieg,
Gottesdienst etc.; das herrschaftliche dominium

8
im ursprünglichsten Sinn findet sich erst
hier, z. B. in den slawischen Gemeinden, in den rumänischen etc. Hierin

liegt der Übergang in Frondienst etc.); oder die Einheit kann auf die
Gemeinschaftlichkeit in der Arbeit selbst sich erstrecken, die ein förmliches
System sein kann, wie in Mexico, Peru besonders, bei den alten Kelten, einigen
indischen Stämmen. Es kann ferner die. Gemeinschaftlichkeit innerhalb des
Stammwesens mehr so erscheinen, dass die Einheit in einem Haupt der
Stammfamilie repräsentiert ist oder als die Beziehung der Familienväter
aufeinander. Danach dann entweder mehr despotische oder demokratische Form
dieses Gemeinwesens. Die gemeinschaftlichen Bedingungen der wirklichen
Aneignung durch die Arbeit,
Wasserleitungen,
sehr
wichtig bei den asiatischen Völkern, Kommunikationsmittel etc. erscheinen dann als
Werk der höheren Einheit – der über den kleinen Gemeinden schwebenden
despotischen Regierung. Die eigentlichen Städte bilden sich hier neben diesen
Dörfern bloß da, wo besonders günstiger Punkt für auswärtigen Handel oder wo
das Staatsoberhaupt und seine Satrapen ihre Revenu (Surplusprodukt) austauschen
gegen Arbeit, sie als labour-fonds

9
verausgaben.

| Die zweite Form – und sie
wie die erste hat wesentliche Modifikationen, lokal, historisch etc.
hervorgebracht – das Produkt mehr bewegten, historischen Lebens, [der]
Schicksale und Modifikation der ursprünglichen Stämme – unterstellt auch
das
Gemeinwesen
als
erste Voraussetzung, aber nicht wie im ersten Fall als Substanz, von der die
Individuen bloß Akzidenzen

10
sind oder von der sie rein naturwüchsig
Bestandteile bilden –, sie unterstellt nicht das Land als die Basis, sondern
die Stadt als schon geschaffenen Sitz der Landleute. (Grundeigentümer.) Der
Acker erscheint als Territorium der Stadt; nicht das Dorf als bloßer Zubehör
zum Land. Die Erde an sich – so sehr sie Hindernisse darbieten mag, um sie zu
bearbeiten, sich wirklich anzueignen – bietet kein Hindernis dar, sich zu ihr
als der unorganischen Natur des lebendigen Individuums, seiner Werkstätte, dem
Arbeitsmittel, Arbeitsobjekt und Lebensmittel des Subjekts zu verhalten. Die
Schwierigkeiten, die das Gemeindewesen trifft, können nur von anderen
Gemeindewesen herrühren, die entweder den Grund und Boden schon okkupiert haben
oder die Gemeinde in ihrer Okkupation beunruhigen. Der Krieg ist daher die
große Gesamtaufgabe, die große gemeinschaftliche Arbeit, die erheischt ist, sei
es um die objektiven Bedingungen des lebendigen Daseins zu okkupieren, sei es
um die Okkupation derselben zu beschützen und zu verewigen. Die aus Familien
bestehende Gemeinde daher zunächst kriegerisch organisiert – als Kriegs- und
Heerwesen, und dies eine der Bedingungen ihres Daseins als Eigentümerin. Die
Konzentration der Wohnsitze in der Stadt Grundlage dieser kriegerischen Organi-

sation.
Das Stammwesen an sich führt zu höheren und niederen Geschlechtern, ein
Unterschied, der noch mehr entwickelt durch Mischung mit unterjochten Stämmen
etc.

Das Gemeindeeigentum – als
Staatseigentum – ager publicus hier getrennt von dem Privateigentum. Das
Eigentum des einzelnen hier nicht wie im ersten case

11
, selbst unmittelbar Gemeindeeigentum, wonach
also nicht Eigentum des Einzelnen als von der Gemeinde getrennt, der vielmehr
nur ihr Besitzer ist. Je weniger faktisch das Eigentum des Einzelnen nur
verwertet werden kann durch gemeinsame Arbeit – also z. B. wie die
Wasserleitungen im Orient –, je mehr der rein naturwüchsige Charakter des
Stammes durch historische Bewegung, Wanderung gebrochen; je mehr ferner der
Stamm sich entfernt von seinem ursprünglichen Sitz und
fremden
Boden
okkupiert, also in wesentlich neue Arbeitsbedingungen tritt und die Energie des
einzelnen mehr entwickelt ist – sein gemeinsamer Charakter mehr als negative
Einheit nach außen erscheint – und so erscheinen muss – um so mehr die
Bedingungen gegeben, dass der einzelne
Privateigentümer
von
Grund und Boden – besonderer Parzelle wird, deren besondere Bearbeitung ihm und
seiner Familie anheimfällt. Die Gemeinde – als Staat – ist einerseits die
Beziehung dieser freien und gleichen Privateigentümer aufeinander, ihre
Verbindung gegen außen, und ist zugleich ihre Garantie. Das Gemeindewesen
beruht hier ebenso sehr darauf, dass seine Mitglieder aus arbeitenden
Grundeigentümern, Parzellenbauern bestehen, wie die Selbständigkeit der
letzteren durch ihre Beziehung als Gemeindeglieder aufeinander, Sicherung des
ager publicus für die gemeinschaftlichen Bedürfnisse und den gemeinschaftlichen
Ruhm etc. besteht. Voraussetzung bleibt hier für die Aneignung des Grund und
Bodens, Mitglied der Gemeinde zu sein, aber als Gemeindemitglied ist der
einzelne Privateigentümer. Er bezieht sich zu seinem Privateigentum als Grund
und Boden aber zugleich als seinem Sein als Gemeindemitglied, und die Erhaltung
seiner als solchen ist ebenso die Erhaltung der Gemeinde, wie umgekehrt etc. Da
die Gemeinde, obgleich hier schon
historisches
Produkt,
nicht nur dem fact nach, sondern als solches gewusst,
daher
entstanden,
hier
Voraussetzung des
Eigentums
am
Grund und Boden – d. h. der Beziehung des arbeitenden Subjekts zu den
natürlichen Voraussetzungen der Arbeit als ihm gehörigen –, diese Gehörigkeit
aber vermittelt durch sein Sein als Staatsmitglied, durch das Sein des Staats –
daher durch eine
Voraussetzung,
die
als göttlich etc. betrachtet wird. Konzentration in der Stadt mit Land als
Territorium; für den unmittelbaren Konsum arbeitende kleine Landwirtschaft;
Manufaktur als häusliches Nebengewerb der

Frauen und Töchter
(Spinnen und Weben) oder nur verselbständigt in einzelnen Branchen
(fabri etc.).

Die Voraussetzung der Fortdauer
dieses Gemeinwesens ist die Erhaltung der Gleichheit unter seinen freien
self-sustaining peasants

12
und
die eigene Arbeit als die Bedingung der Fortdauer ihres Eigentums. Sie
verhalten sich als Eigentümer zu den natürlichen Bedingungen der Arbeit; aber
diese Bedingungen müssen noch fortwährend durch persönliche Arbeit wirklich als
Bedingungen und objektive Elemente der Persönlichkeit des Individuums, seiner
persönlichen Arbeit, gesetzt werden. Andrerseits treibt die Richtung dieses
kleinen kriegerischen Gemeinwesens hinaus über diese Schranken etc. (Rom,
Griechenland, Juden etc.).

„Als die Augurien“,
sagt Niebuhr, „Numa der göttlichen Billigung seiner Wahl versichert
hatten, war die erste Sorge des frommen Königs nicht Tempeldienst, sondern
menschlich. Er teilte die Ländereien, welche Romulus im Krieg
gewonnen und der Okkupation überlassen hatte: Er stiftete den Dienst des
Terminus. Alle alten Gesetzgeber, und vor allen Moses, gründeten den Erfolg
ihrer Anordnungen für Tugend, Rechtlichkeit und gute Sitte auf Landeigentum
oder wenigstens gesicherten erblichen Landbesitz, für die möglich größte Zahl
der Bürger.“ (Bd. I, 245, 2. Ausgabe.
Rom.
Gesch.)

13

Das Individuum ist
placed in such conditions of
gaining his life as to make not the acquiring of wealth his object, but
self-sustainance, its own reproduction as a member of the community; the
reproduction of himself as proprietor of the parcel of ground and, in that
quality, as a member of the commune

14
. Die Fortdauer der commune

15
ist die
Reproduktion aller der members

16
derselben als self-sustaining peasants

17
, deren Surpluszeit
eben der Commune, der Arbeit des Kriegs etc. gehört. Das Eigentum an der
eigenen Arbeit ist vermittelt durch das Eigentum an der Bedingung der Arbeit –
der Hufe Land, seinerseits garantiert durch das Dasein der Gemeinde und diese
wieder durch die Surplusarbeit in Form von Kriegsdienst etc. der
Gemeindeglieder. Es ist nicht Kooperation in der wealth producing

18
Arbeit,
wodurch sich das Gemeindemitglied reproduziert, sondern Kooperation in der
Arbeit für die gemeinschaftlichen Interessen (imaginären und wirklichen) zur
Aufrechterhaltung des Verbandes nach außen und innen. Das Eigentum
ist quiritarium, römisches, der Privatgrundeigentümer ist solcher nur als
Römer, aber als Römer ist er Privatgrundeigentümer.

| Eine dritte Form des Eigentums der
arbeitenden Individuen, self-sustaining members of the Community

19
, an den
Naturbedingungen ihrer Arbeit ist das germanische.
Hier ist weder wie in der
spezifisch orientalischen Form das Gemeindemitglied als solches Mitbesitzer des
gemeinschaftlichen Eigentums (wo das Eigentum
nur
als Gemeindeeigentum existiert, ist
das einzelne Glied als solches nur
Besitzer
eines
besonderen Teils, erblicher oder nicht, da jede Fraktion des Eigentums keinem
Glied gehört für sich, sondern als unmittelbarem Glied der Gemeinde, also als
direkt in der Einheit mit ihr, nicht im Unterschied von ihr. Dieser Einzelne

20
ist also nur
Besitzer. Es existiert nur
gemeinschaftliches
Eigentum
und nur
Privatbesitz.
Die
Weise dieses Besitzes im Verhältnis zum gemeinschaftlichen Eigentum kann
historisch, lokal etc. ganz verschieden modifiziert sein, je nachdem die Arbeit
selbst von dem Privatbesitzer isoliert geschieht oder selbst wieder von der
Gemeinde bestimmt ist oder der über der besonderen Gemeinde schwebenden
Einheit); noch ist wie in der römischen, griechischen Form (kurz der klassisch
antiken) – hier ist der Boden okkupiert von der Gemeinde, römischer Boden: ein
Teil bleibt der Gemeinde als solcher im Unterschied von den Gemeindegliedern,
ager publicus in seinen verschiedenen Formen; der andere Teil wird verteilt und
jede Parzelle des Bodens ist dadurch römisch, dass sie das Privateigentum, die
Domäne eines Römers, sein ihm gehöriger Anteil an dem Laboratorium ist; er ist
aber auch nur Römer, insofern er dies souveräne Recht über seinen Teil der
römischen Erde besitzt.

{„Im Altertum städtisches
Gewerbe und Handel gering –, Ackerbau aber hochgeachtet; im Mittelalter die
entgegengesetzte Beurteilung.“ [Niebuhr, S. 418.]}

{„Das Recht der
Benutzung
des
Gemeindelandes durch
Besitz
kam
ursprünglich den Patriziern [zu], die dann ihre Klienten belehnten;
die
Überweisung von
Eigentum
von dem ager publicus kam ausschließlich den
Plebejern zu; alle Assignationen zugunsten der Plebejer und Abfindung für einen
Anteil am Gemeindeland.
Eigentliches
Landeigentum,
die Gegend unter den Mauern der Stadt
ausgenommen, ursprünglich nur in den Händen der Plebejer“ [S. 435/436] (später
aufgenommene Landgemeinden).}

{„Grundwesen der römischen
Plebs als einer Gesamtheit von Landleuten, wie es in ihrem quiritarischen
Eigentum bezeichnet ist. Den Landbau achteten die Alten einstimmig für
das
eigentliche Geschäft
des
freien Mannes, Schule des Soldaten. In ihm erhält sich der alte Stamm der
Nation; sie ändert sich in den Städten, wo fremde Kaufleute und
Gewerbetreibende sich niederlassen, wie die einheimischen dorthin ziehen, wo
der Erwerb sie lockt. Allenthalben, wo Sklaverei ist, sucht der Freigelassene
seinen Unterhalt durch solche Geschäfte, bei denen er dann oft Reichtümer
sammelt: so waren diese Gewerbe auch im Altertum meistens in ihren Händen und
dadurch für den Bürger nicht

geziemend: daher die Meinung,
dass Zulassung der Handwerker zum vollen Bürgerrecht bedenklich sei (in der
Regel waren sie bei den altern Griechen ausgeschlossen).
Οδδενι εξην Ρωμαιων οϋτε κάπηλον
οϋτε χειροτεχνην βιον εχειν.

21

22
Die
Alten hatten keine Ahnung von einem würdigen Zunftwesen wie in der
mittelalterlichen Städtegeschichte; und selbst hier sank der kriegerische
Geist, wie die Zünfte gegen die Geschlechter obsiegten, und erlosch zuletzt
ganz; also auch der Städte äußere Achtung und Freiheit.“ [S. 614/615.]}

{„Die Stämme der alten Staaten
waren auf zweierlei Art begründet, entweder nach
Geschlechtern
oder
nach
Orten.
Die
Geschlechterstämme
gehen
dem Alter nach vor den Ortsstämmen und werden fast allenthalben von ihnen
verdrängt. Ihre äußerste strengste Form ist die Kasteneinrichtung, wo eine von
der anderen getrennt ist, ohne wechselseitiges Eherecht, der Würde nach ganz
verschieden; jede mit einem ausschließlichen, unabänderlichen Beruf. Die
Ortsstämme
entsprechen
ursprünglich einer Einteilung der Landschaft in Gauen und Dörfer; so dass, wer
zu der Zeit, als diese angelegt ward, in Attika unter Klisthenes in einem Dorf
angesessen war, als dessen Demotes in der Phyle, zu deren Region
jenes gehörte, eingeschrieben ward. Nun blieben der Regel nach seine Nachkommen
ohne Rücksicht auf ihren Wohnort, in derselben Phyle und demselben Demos; womit
auch diese Einteilung einen Schein von Ahnenwesen annahm.“ [S. 317, 318.]

Dass römische
Geschlechter
nicht
Blutsverwandte; Cicero fügt als Merkmal zu gemeinschaftlichem Namen
Abstammung von Freien hinzu. Den römischen Gentilen

23
gemeinschaftliche Sacra

24
, hörte später auf
(schon zu Ciceros Zeit). Am längsten erhielt sich die Beerbung der ohne
Angehörige und Verfügung verstorbenen Mitgeschlechter. Verpflichtung in der
ältesten Zeit der Geneten, dem Hilfsbedürftigen unter den Ihrigen
ungewöhnliche Lasten tragen zu helfen. (Bei den Deutschen überall ursprünglich,
am längsten unter den Dithmarsen.) [S.326, 328, 329, 331.] Die Gentes
Innungen.

„Eine allgemeinere Anordnung
als die Geschlechter gab es in der alten Welt nicht. So bei
den Galen die adligen Campbells und ihre Vasallen einen Clan
bildend.“ [S.333, 335.]}

Da der Patrizier im höheren
Grad das Gemeinwesen repräsentiert, ist er der
possessor

25
des ager publicus und benutzt ihn durch
seine Klienten etc. (eignet ihn sich auch nach und nach an). Die germanische
Gemeinde konzentriert sich nicht in der Stadt; durch welche bloße Konzentration
– der Stadt als Zentrum des Landlebens, dem Wohnsitz der Landarbeiter, wie
ebenso dem Zentrum der Kriegsführung – die Gemeinde als solche nun eine
äußerliche Existenz besitzt, unterschieden von der des einzelnen. Die
klassische alte Geschichte ist Stadtgeschichte, aber von Städten, gegründet auf
Grundeigentum und

Agrikultur; die asiatische Geschichte ist
eine Art indifferenter Einheit von Stadt und Land; (die eigentlich großen
Städte sind bloß als fürstliche Lager hier zu betrachten, als Superfötation

26
über die
eigentlich ökonomische Konstruktion); das Mittelalter (germanische Zeit) geht
vom Land als Sitz der Geschichte aus, deren Fortentwicklung dann im Gegensatz
von Stadt und Land vor sich geht; die moderne [Geschichte] ist Verstädtischung
des Landes, nicht wie bei den Antiken Verländlichung der Stadt.

||V-l|

27
Bei Vereinigung in der Stadt besitzt die
Gemeinde als solche eine ökonomische Existenz; das bloße Dasein der Stadt als
solcher ist verschieden von bloßer Vielheit von unabhängigen Häusern. Das Ganze
ist nicht hier aus seinen Teilen bestehend. Es ist eine Art selbständiger
Organismus. Bei den Germanen, wo die einzelnen Familienhäupter sich in Wäldern
festsetzen, getrennt durch lange Strecken, existiert, schon äußerlich
betrachtet, die Gemeinde nur durch die jedesmalige Vereinigung der
Gemeindeglieder, obgleich ihre
an
sich seiende
Einheit gesetzt ist in Abstammung, Sprache,
gemeinsamer Vergangenheit und Geschichte etc. Die
Gemeinde
erscheint also
als
Vereinigung
nicht
als
Verein,
als
Einigung, deren selbständige Subjekte die Landeigentümer bilden, nicht als
Einheit. Die Gemeinde existiert daher in fact nicht als
Staat, Staatswesen,
wie
bei den Antiken, weil sie nicht als
Stadt
existiert.
Damit die Gemeinde in wirkliche Existenz trete, müssen die freien
Landeigentümer
Versammlung
halten,
während sie in Rom z. B.
existiert,
außer
diesen Versammlungen, in dem Dasein der
Stadt
selbst
und der Beamten, die ihr vorgesetzt sind etc.

Zwar kommt auch bei den
Germanen der ager publicus
,
das
Gemeindeland vor oder Volksland, im Unterschied von dem Eigentum des einzelnen.
Er ist Jagdgrund, Weidegrund, Holzungsgrund etc., der Teil des Landes, der
nicht geteilt werden kann, wenn er in dieser bestimmten Form als
Produktionsmittel dienen soll. Indes erscheint nicht, wie bei den Römern z.B.,
dieser ager publicus als das besondere ökonomische Dasein des Staats neben den
Privateigentümern, so dass diese eigentlich Privateigentümer als solche sind, soweit
sie ausgeschlossen waren, priviert

28
waren, wie die Plebejer, [von] der
Benutzung des ager publicus. Der ager publicus erscheint vielmehr nur als
Ergänzung des individuellen Eigentums bei den Germanen und figuriert als
Eigentum nur, soweit er gegen feindliche Stämme als Gemeinbesitz des einen
Stammes verfochten wird. Das Eigentum des einzelnen erscheint nicht vermittelt
durch die Gemeinde, sondern das Dasein der Gemeinde und des Gemeindeeigentums
als vermittelt, d. h. als Beziehung der selbständigen Subjekte

aufeinander.
Das ökonomische Ganze ist au fond

29
in jedem einzelnen Hause enthalten, das für
sich ein selbständiges Zentrum der Produktion bildet (Manufaktur rein als
häusliche Nebenarbeit der Weiber etc.). In der antiken Welt ist die Stadt mit
ihrer Landmark das ökonomische Ganze; in der germanischen der einzelne
Wohnsitz, der selbst nur als Punkt in dem zu ihm gehörigen Land erscheint,
keine Konzentration vieler Eigentümer ist, sondern Familie als selbständige
Einheit. In der asiatischen (wenigstens vorherrschenden) Form kein Eigentum,
sondern nur Besitz des einzelnen; die Gemeinde der eigentliche wirkliche
Eigentümer – also Eigentum nur als
gemeinschaftliches
Eigentum
an dem Boden.

Bei den Antiken (Römer als das
klassischste Beispiel, die Sache in der reinsten, ausgeprägtesten Form)
gegensätzliche Form von Staatsgrundeigentum und Privatgrundeigentum, so dass
das letztere durch das erstere vermittelt oder das erstere selbst in dieser
doppelten Form existiert. Der Privatgrundeigentümer daher zugleich städtischer
Bürger. Ökonomisch löst sich das Staatsbürgertum in die einfache Form auf, dass
der Landmann Bewohner einer Stadt. In der germanischen Form der Landmann nicht
Staatsbürger, d. h. nicht Städtebewohner, sondern Grundlage die isolierte,
selbständige Familienwohnung, garantiert durch den Verband mit anderen solchen
Familienwohnungen vom selben Stamm und ihr gelegentliches, für Krieg, Religion,
Rechtsschlichtung etc. Zusammenkommen für solche wechselseitige Bürgschaft. Das
individuelle Grundeigentum erscheint hier nicht als gegensätzliche Form des
Grundeigentums der Gemeinde noch als durch sie vermittelt, sondern umgekehrt.
Die Gemeinde existiert nur in der Beziehung dieser individuellen
Grundeigentümer als solcher aufeinander. Das Gemeindeeigentum als solches
erscheint nur als gemeinschaftliches Zubehör zu den individuellen Stammsitzen
und Bodenaneignungen. Weder ist die Gemeinde die Substanz, an der der einzelne
nur als Akzident erscheint; noch das Allgemeine, das als solches, sowohl in
seiner Vorstellung wie in der Existenz der Stadt und ihrer städtischen
Bedürfnisse im Unterschied von denen des einzelnen oder in ihrem städtischen
Grund und Boden als ihrem besonderen Dasein im Unterschied von dem besonderen
ökonomischen Dasein des Gemeindeglieds eine seiende Einheit ist; sondern
einerseits ist die Gemeinde an sich als das Gemeinschaftliche in Sprache, Blut
etc. dem individuellen Eigentümer vorausgesetzt; als Dasein existiert sie aber
nur andererseits in ihrer wirklichen Versammlung für gemeinschaftliche Zwecke
und, soweit sie besondere ökonomische Existenz hat, in dem gemeinsam benutzten
Jagd-, Weideland etc., wird sie so benutzt von

jedem
individuellen Eigentümer als solchem nicht als Repräsentanten (wie in Rom) des
Staats; wirklich gemeinsames Eigentum der individuellen Eigentümer, nicht des
Vereins dieser Eigentümer, als in der Stadt selbst von sich als einzelnen eine
gesonderte Existenz besitzend.

Worauf es hier eigentlich
ankommt, ist dies: In allen diesen Formen, worin Grundeigentum und Agrikultur
die Basis der ökonomischen Ordnung bilden und daher die Produktion von
Gebrauchswerten ökonomischer Zweck ist, die
Reproduktion des Individuums
in den
bestimmten Verhältnissen zu seiner Gemeinde, in denen es deren Basis bildet –
ist vorhanden: 1. Aneignung nicht durch Arbeit, sondern als der Arbeit
vorausgesetzt, der natürlichen Bedingung der Arbeit, der
Erde
als des
ursprünglichen Arbeitsinstruments, sowohl Laboratoriums wie Behälters der
Rohstoffe. Das Individuum verhält sich einfach zu den objektiven Bedingungen
der Arbeit als den seinen; zu ihnen, als der unorganischen Natur seiner
Subjektivität, worin diese sich selbst realisiert; die hauptobjektive Bedingung
der Arbeit erscheint nicht selbst als Produkt der Arbeit, sondern findet sich
vor als
Natur,
auf der einen Seite das lebendige Individuum, auf der anderen die Erde, als die
objektive Bedingung seiner Reproduktion; 2. aber dieses
Verhalten
zu dem Grund
und Boden, zur Erde, als dem Eigentum des arbeitenden Individuums – welches
daher von vornherein nicht als bloß arbeitendes Individuum erscheint in dieser
Abstraktion, sondern im Eigentum an der Erde eine
objektive Existenzweise
hat,
die seiner Tätigkeit
vorausgesetzt
ist
und nicht als deren bloßes Resultat erscheint und ebenso eine Voraussetzung
seiner Tätigkeit ist, wie seine Haut oder seine Sinnesorgane, die er zwar auch
im Lebensprozess reproduziert und entwickelt etc., die aber diesem Reproduktionsprozess
seinerseits vorausgesetzt sind – ist sofort vermittelt durch das naturwüchsige,
mehr oder minder historisch entwickelte und modifizierte Dasein des Individuums
als
Mitglied einer
Gemeinde –
sein naturwüchsiges Dasein als Glied eines Stammes
etc.

Ein isoliertes Individuum
könnte sowenig Eigentum haben am Grund und Boden wie sprechen. Es könnte
allerdings an ihm als der Substanz zehren, wie die Tiere tun. Das Verhalten zur
Erde als Eigentum ist immer vermittelt durch die Okkupation, friedliche oder
gewaltsame, von Grund und Boden durch den Stamm, die Gemeinde in irgendeiner
mehr oder minder naturwüchsigen oder schon historisch entwickeltem Form. Das
Individuum kann hier nie in der Punktualität auftreten, in der es als bloßer
freier Arbeiter erscheint. Wenn die objektiven Bedingungen seiner Arbeit
vorausgesetzt sind als ihm gehörig, so ist es selbst subjektiv vorausgesetzt
als Glied einer Gemeinde, durch
ager
publicus

30
welche

sein Verhältnis zum Grund und Boden vermittelt ist. Seine
Beziehung zu den objektiven Bedingungen der Arbeit ist vermittelt durch sein
Dasein als Gemeindeglied; andererseits ist das wirkliche Dasein der Gemeinde
bestimmt durch die bestimmte Form seines Eigentums an den objektiven
Bedingungen der Arbeit. Ob dies durch das Dasein in der Gemeinde vermittelte
Eigentum als
gemeinschaftliches
Eigentum
erscheint, wo der einzelne nur Besitzer ist und es
kein Privateigentum an Grund und Boden gibt – oder ob das Eigentum in der
doppelten Form von Staats- und Privateigentum nebeneinander erscheint, so dass
das letztere aber als durch das erstere gesetzt erscheint, daher nur der
Staatsbürger Privateigentümer ist und sein muss, andererseits aber sein Eigentum
als Staatsbürger zugleich eine besondere Existenz hat – oder ob endlich das
Gemeindeeigentum nur als Ergänzung des individuellen Eigentums, dieses aber als
die Basis und die Gemeinde überhaupt nicht Existenz für sich hat außer in
der
Versammlung
der
Gemeindeglieder und ihrer Vereinigung zu gemeinsamen Zwecken – diese
verschiedenen Formen des Verhaltens der Gemeinde- oder Stammglieder zum Grund
und Boden des Stammes – der Erde, worauf er sich niedergelassen hat – hängen ab
teils von den Naturanlagen des Stammes, teils von den ökonomischen Bedingungen,
unter denen er nun wirklich sich als Eigentümer zum Grund und Boden verhält, d.
h. sich seine Früchte durch Arbeit aneignet, und dies wird selbst abhängen von
Klima, physischer Beschaffenheit des Grund und Bodens, der physisch bedingten
Weise seiner Exploitation, dem Verhalten zu.feindlichen Stämmen oder
Nachbarstämmen und den Veränderungen, die Wanderungen, historische Erlebnisse
etc. hineinbringen. Damit die Gemeinde fort existiere in der alten Weise, als solche,
ist die Reproduktion ihrer Glieder unter den vorausgesetzten objektiven
Bedingungen nötig. Die Produktion selbst, Fortschritt der Bevölkerung (auch
dieser gehört zur Produktion) hebt notwendig nach und nach diese Bedingungen
auf; zerstört sie, statt sie zu reproduzieren etc., und damit geht das
Gemeinwesen unter mit den Eigentumsverhältnissen, auf denen es gegründet war.
Am zähesten und längsten hält sich notwendig die asiatische Form. Es liegt dies
in ihrer Voraussetzung; dass der einzelne nicht der Gemeinde gegenüber
selbständig wird; dass self-sustaining
ager
publicus

31
Kreis
der Produktion, Einheit von Agrikultur und Handmanufaktur etc. Verändert der
einzelne sein Verhältnis zur Gemeinde, so verändert er damit und wirkt
zerstörend auf die Gemeinde wie auf ihre ökonomische Voraussetzung;
andererseits die Änderung dieser ökonomischen Voraussetzung – durch ihre eigene
Dialektik hervorgebracht, Verarmung etc. Namentlich der Einfluss des
Kriegswesens und der Eroberung,

der in Rom z. B. wesentlich
zu den ökonomischen Bedingungen der Gemeinde selbst gehört – hebt auf das reale
Band, worauf sie beruht.

In allen diesen Formen ist die
Reproduktion vorausgesetzter – mehr oder minder naturwüchsiger oder auch
historisch gewordener, aber traditionell gewordener – Verhältnisse des
einzelnen zu seiner Gemeinde und ein bestimmtes, ihm vorherbestimmtes objektives
Dasein, sowohl im Verhalten zu den Bedingungen der Arbeit wie zu seinen
Mitarbeitern, Stammesgenossen etc. – Grundlage der Entwicklung, die von
vornherein daher eine
beschränkte
ist,
aber mit Aufhebung der Schranke Verfall und Untergang darstellt. Die Entwicklung
der Sklaverei, die Konzentration des Grundbesitzes, Austausch, Geldwesen,
Eroberung etc. so bei den Römern, obgleich alle diese Elemente bis zu einem
gewissen Punkt verträglich scheinen mit der Grundlage und sie teils nur
unschuldig zu erweitern scheinen, teils als bloße Missbräuche aus ihr
hervorzuwachsen. Es können hier große Entwicklungen stattfinden innerhalb eines
bestimmten Kreises. Die Individuen können groß erscheinen. Aber an freie und
volle Entwicklung, weder des Individuums, noch der Gesellschaft nicht hier zu
denken, da solche Entwicklung mit dem ursprünglichen Verhältnis im Widerspruch
steht.

| Wir finden bei den Alten
nie eine Untersuchung, welche Form des Grundeigentums etc. die produktivste,
den größten Reichtum schafft? Der Reichtum erscheint nicht als Zweck der
Produktion, obgleich sehr wohl Cato untersuchen kann, welche Bestellung
des Feldes die einträglichste, oder gar Brutus sein Geld zu den
besten Zinsen ausborgen kann. Die Untersuchung ist immer, welche Weise des
Eigentums die besten Staatsbürger schafft. Als Selbstzweck erscheint der
Reichtum nur bei den wenigen Handelsvölkern – Monopolisten des carrying trade

32
–, die in den
Poren der alten Welt leben, wie die Juden in der mittelaltrigen Gesellschaft.
Nun ist der Reichtum einerseits Sache, verwirklicht in Sachen, materiellen
Produkten, denen der Mensch als Subjekt gegenübersteht; andererseits als Wert
ist er bloßes Kommando über fremde Arbeit nicht zum Zweck der Herrschaft,
sondern des Privatgenusses etc. In allen Formen erscheint er in dinglicher
Gestalt, sei es Sache, sei es Verhältnis vermittelst der Sache, die außer und
zufällig neben dem Individuum liegt. So erscheint die alte Anschauung, wo der
Mensch, in welcher bornierten nationalen, religiösen, politischen Bestimmung
auch immer als Zweck der Produktion erscheint, sehr erhaben zu sein gegen die
moderne Welt, wo die Produktion als Zweck des Menschen und der Reichtum als
Zweck der Produktion erscheint. In fact

33
aber, wenn die bornierte bürgerliche Form
abgestreift wird, was ist der Reichtum anders, als die im
universellen Austausch erzeugte Universalität der Bedürfnisse, Fähigkeiten,
Genüsse, Produktivkräfte etc. der Individuen? Die volle Entwicklung der
menschlichen Herrschaft über die Naturkräfte, die der sog. Natur sowohl wie
seiner eigenen Natur? Das absolute Herausarbeiten seiner schöpferischen
Anlagen, ohne andere Voraussetzung als die vorhergegangene historische
Entwicklung, die diese Totalität der Entwicklung, d. h. der Entwicklung aller
menschlichen Kräfte als solcher, nicht gemessen an einem
vorher gegebenen
Maßstab,
zum Selbstzweck macht? Wo er sich nicht reproduziert in einer Bestimmtheit,
sondern seine Totalität produziert? Nicht irgend etwas Gewordenes zu bleiben
sucht, sondern in der absoluten Bewegung des Werdens ist? In der bürgerlichen
Ökonomie – und der Produktionsepoche, der sie entspricht – erscheint diese
völlige Herausarbeitung des menschlichen Innern als völlige Entleerung; diese
universelle Vergegenständlichung als totale Entfremdung und die Niederreißung
aller bestimmten einseitigen Zwecke als Aufopferung des Selbstzwecks unter
einen ganz äußeren Zweck. Daher erscheint einerseits die kindische alte Welt
als das Höhere. Andrerseits ist sie es in alledem, wo geschlossene Gestalt,
Form und gegebene Begrenzung gesucht wird. Sie ist Befriedigung auf einem
bornierten Standpunkt; während das Moderne unbefriedigt lässt oder, wo es in
sich befriedigt erscheint,
gemein
ist.

Was
Herr Proudhon die
außerökonomische
Entstehung
des Eigentums nennt

34
,
worunter er eben das Grundeigentum versteht, ist das
vorbürgerliche
Verhältnis
des Individuums zu den objektiven Bedingungen der Arbeit und zunächst den
natürlichen
objektiven
Bedingungen der Arbeit – denn, wie das arbeitende Subjekt natürliches
Individuum, natürliches Dasein [war, so] erschien die erste objektive Bedingung
seiner Arbeit als Natur, Erde, sein unorganischer

35
Leib; es selbst ist nicht nur der
organische Leib, sondern diese unorganische Natur als Subjekt. Diese Bedingung
ist nicht sein Produkt, sondern vorgefunden; als natürliches Dasein außer ihm
vorausgesetzt. Ehe wir dies weiter analysieren, noch dies: Der brave Proudhon
könnte nicht nur, sondern müsste ebenso gut das
Kapital
und die
Lohnarbeit –
als
Eigentumsformen –
außerökonomischer
Entstehung
bezichtigen. Denn das Vorfinden der objektiven Bedingungen der Arbeit als von
ihm getrennter, als
Kapital
von
Seiten des Arbeiters und das Vorfinden des
Arbeiters
als Eigentumslosen, als
abstrakten Arbeiters von Seiten des Kapitalisten – der Austausch, wie er
zwischen Wert und lebendiger Arbeit vorgeht, unterstellt einen
historischen Prozess
–
so sehr Kapital und Lohnarbeit selbst dies Verhältnis reproduzieren

und in seinem objektiven Umfang ausarbeiten, wie ebenso in die Tiefe hinein
– einen historischen Prozess, wie wir gesehen haben, der die
Entstehungsgeschichte des Kapitals und der Lohnarbeit bildet. In anderen
Worten: Die
außerökonomische
Entstehung
des Eigentums heißt nichts als die
historische Entstehung
der
bürgerlichen Ökonomie, der Produktionsformen, die durch die Kategorien der
politischen Ökonomie theoretisch oder ideal ausgedrückt werden. Dass die
vorbürgerliche Geschichte, und jede Phase derselben, aber auch ihre
Ökonomie
hat und
eine
ökonomische
Grundlage
der Bewegung, ist au fond die bloße Tautologie, dass
das Leben der Menschen von jeher auf Produktion, d’une manière ou d’une autre

36

gesellschaftliche
Produktion
beruhte, deren Verhältnisse wir eben ökonomische Verhältnisse nennen.

Die ursprünglichen
Bedingungen der Produktion –
(oder,
was dasselbe ist, die Reproduktion einer durch den natürlichen Prozess der
beiden Geschlechter fortschreitenden Menschenzahl; denn diese Reproduktion,
wenn sie auf der einen Seite als Aneignen der Objekte durch die Subjekte
erscheint, erscheint auf der anderen ebenso als Formung, Unterwerfung der
Objekte unter einen subjektiven Zweck; Verwandlung derselben in Resultate und
Behälter der subjektiven Tätigkeit
–
)
können ursprünglich
nicht
selbst produziert
sein – Resultate der Produktion sein. Nicht
die
Einheit
der
lebenden und tätigen Menschen mit den natürlichen, unorganischen Bedingungen
ihres Stoffwechsels mit der Natur und daher ihre Aneignung der Natur – bedarf
der Erklärung oder ist Resultat eines | historischen Prozesses, sondern
die
Trennung
zwischen
diesen unorganischen Bedingungen des menschlichen Daseins und diesem tätigen
Dasein, eine Trennung, wie sie vollständig erst gesetzt ist im Verhältnis von
Lohnarbeit und Kapital. In dem Sklaven- und Leibeigenschaftsverhältnis findet
diese Trennung nicht statt; sondern ein Teil der Gesellschaft wird von dem
anderen selbst als bloß
unorganische
und natürliche
Bedingung seiner eigenen Reproduktion
behandelt. Der Sklave steht in gar keinem Verhältnis zu den objektiven
Bedingungen seiner Arbeit; sondern die
Arbeit
selbst
sowohl in der Form des Sklaven wie der des Leibeigenen wird
als unorganische Bedingung
der
Produktion in die Reihe der anderen Naturwesen gestellt, neben das Vieh oder
als Anhängsel der Erde.

In anderen Worten: Die
ursprünglichen Bedingungen der Produktion erscheinen als
Naturvoraussetzungen,
natürliche
Existenzbedingungen des Produzenten,
ganz so wie sein
lebendiger Leib, so sehr er ihn reproduziert und entwickelt, ursprünglich nicht
gesetzt ist von ihm selbst, als die
Voraussetzung
seiner
selbst erscheint; sein eigenes Dasein (leibliches) ist eine natürliche

Voraussetzung, die er nicht gesetzt hat. Diese
natürlichen Existenzbedingungen,
zu
denen er sich als zu ihm selbst gehörigem, unorganischem Leib verhält, sind
selbst doppelt: 1. subjektiver und 2. objektiver Natur. Er findet sich vor als
Glied einer Familie, Stammes, Tribus etc. – die dann durch Mischung und
Gegensatz mit anderen historisch verschiedene Gestalt annehmen; und als solches
Glied bezieht er sich auf eine bestimmte Natur (sag hier noch Erde, Grund und
Boden) als unorganisches Dasein seiner selbst, als Bedingung seiner Produktion
und Reproduktion. Als natürliches Glied des Gemeinwesens hat er Teil am
gemeinschaftlichen Eigentum und besonderen Teil desselben zum Besitz; ebenso
wie er als geborener römischer Bürger idealen Anspruch (at least

37
) auf den ager
publicus und realen auf soundso viel juggera

38
Land hat etc. Sein
Eigentum,
d.h. die
Beziehung auf die natürlichen Voraussetzungen seiner Produktion als ihm
zugehörige, als
die
seinigen,
ist dadurch vermittelt, dass er selbst natürliches
Mitglied eines Gemeinwesens. (Die Abstraktion eines Gemeinwesens, worin die
Mitglieder nichts gemein haben als etwa Sprache etc. und kaum diese, ist
offenbar - das Produkt viel späterer historischer Zustände.) In Bezug auf den
Einzelnen ist z. B. klar, dass er selbst zur Sprache als
seiner eigenen
sich nur
verhält als natürliches Mitglied eines menschlichen Gemeinwesens. Sprache als
das Produkt eines einzelnen ist ein Unding. Aber ebenso sehr ist es Eigentum.

Die Sprache selbst ist ebenso
das Produkt eines Gemeinwesens, wie sie in anderer Hinsicht selbst das Dasein
des Gemeinwesens und das selbstredende Dasein desselben. {Die gemeinschaftliche
Produktion und das Gemeineigentum, wie es z.B. in Peru vorkommt, ist offenbar
eine
sekundäre
Form;
eingeführt und übertragen von erobernden Stämmen, die bei sich selbst das
Gemeineigentum und gemeinschaftliche Produktion in der alten einfachem Form
kannten, wie sie in Indien und bei den Slawen vorkommt. Ebenso scheint die Form,
die wir bei den Kelten in Wales z.B. finden, eine übertragene in
dieselben,
sekundäre,
von
Eroberern bei den niedriger stehenden eroberten Stämmen eingeführt. Die
Vollendung und systematische Ausarbeitung dieser Systeme von einem
obersten Zentrum
aus
zeigt ihre spätere Entstehung. Ganz wie der in England eingeführte Feudalismus
vollendeter war in der Form, wie der in Frankreich naturwüchsig entstandene}
{Bei wandernden Hirtenstämmen – und alle Hirtenvölker sind ursprünglich
wandernd – erscheint die Erde gleich den anderen Naturbedingungen in
elementarischer Unbegrenztheit, z. B. in den asiatischen Steppen und der
asiatischen Hochebene Sie wird abgeweidet etc., konsumiert durch die Herden, an
denen wieder die Herdenvölker existieren.

Sie verhalten sich zu ihr als ihrem
Eigentum, obgleich sie dies Eigentum nie fixieren. Der Jagdgrund so bei den
wilden Indianerstämmen in Amerika; der Stamm betrachtet eine gewisse Region als
sein Jagdgebiet und behauptet es gewaltsam gegen andere Stämme oder sucht
andere Stämme aus dem von ihnen behaupteten zu vertreiben. Bei den wandernden
Hirtenstämmen ist die Gemeinde in der Tat stets vereinigt, Reisegesellschaft,
Karawane, Horde, und die Formen der Über- und Unterordnung entwickeln sich aus
den Bedingungen dieser Lebensweise.
Angeeignet
und
reproduziert
wird in
der Tat hier nur die Herde, nicht die Erde; die aber stets temporär
gemeinschaftlich
benutzt
wird an dem jedes Maligen Aufenthaltsplatz.} Die einzige Schranke, die das
Gemeinwesen finden kann in seinem Verhalten zu den natürlichen
Produktionsbedingungen – der Erde – (wenn wir gleich zu den ansässigen Völkern
überspringen) als den
seinen,
ist
ein
anderes Gemeinwesen,
das
sie schon als seinen anorganischen Leib in Anspruch nimmt. Der
Krieg
ist daher eine
der ursprünglichsten Arbeiten jedes dieser naturwüchsigen Gemeinwesen, sowohl
zur Behauptung des Eigentums als zum Neuerwerb desselben. (Wir können uns hier
in der Tat damit begnügen, vom ursprünglichen Eigentum am Grund und Boden zu
sprechen, denn bei Hirtenvölkern ist das Eigentum an natürlich vorgefundenen
Erdprodukten – den Schafen f. i.

39
– zugleich das an den Weiden, die sie
durchziehen. Überhaupt ist bei dem Eigentum an dem Grund und Boden das an
seinen organischen Produkten mit einbegriffen.) {Wird der | Mensch selbst
als organisches Zubehör des Grund und Bodens mit ihm erobert, so wird er mit
erobert als eine der Produktionsbedingungen, und so entsteht Sklaverei und
Leibeigenschaft, die die ursprünglichen Formen aller Gemeinwesen bald
verfälscht und modifiziert und selbst zu ihrer Basis wird. Die einfache
Konstruktion wird dadurch negativ bestimmt.}

Eigentum
meint also ursprünglich nichts als
Verhalten des Menschen zu seinen natürlichen Produktionsbedingungen als ihm
gehörigen, als den seinen, als mit seinem
eigenen Dasein vorausgesetzten;
Verhalten
zu denselben als
natürlichen
Voraussetzungen
seiner selbst, die sozusagen nur seinen
verlängerten Leib bilden. Er verhält sich eigentlich nicht zu seinen
Produktionsbedingungen; sondern ist doppelt da, sowohl subjektiv als er selbst
wie objektiv in diesen natürlichen anorganischen Bedingungen seiner Existenz.
Die Formen dieser
natürlichen
Produktionsbedingungen
sind doppelt: 1. sein Dasein als Glied
eines Gemeinwesens; also das Dasein dieses Gemeinwesens, das in seiner
ursprünglichen Form
Stammwesen,
mehr
oder minder modifiziertes
Stammwesen
ist;
2. das Verhalten zum
Grund
und Boden
vermittelst des

Gemeinwesens
als
dem seinigen,
gemeinschaftliches
Bodeneigentum, zugleich
Einzelbesitz
für
den einzelnen, oder so, dass nur die Früchte geteilt werden; der Boden selbst
und die Bearbeitung aber gemeinsam bleibt. (Indes
Wohnsitze
etc., seien
es auch die Wagen der Skythen, erscheinen dann doch immer im Besitze des
einzelnen.) Eine natürliche Produktionsbedingung für das lebendige Individuum
ist sein Zubehören zu einer
naturwüchsigen
Gesellschaft,
Stamm etc. Dieses ist z. B. schon Bedingung für
seine Sprache etc. Sein eigenes produktives Dasein ist nur unter dieser
Bedingung. Sein subjektives Dasein ist dadurch als solches bedingt, ebenso sehr
wie es bedingt ist durch das Verhalten zur Erde als seinem Laboratorium.
(Eigentum ist zwar ursprünglich
mobil,
denn
der Mensch bemächtigt sich d’abord

40
der fertigen Früchte der Erde, wozu unter
anderem auch die Tiere gehören und für ihn speziell die zähmbaren. Indes selbst
dieser Zustand – Jagd, Fischerei, Hirtenwesen, Leben von Baumfrüchten etc.
unterstellt immer Aneignung der Erde, sei es zu festem Wohnplatz, sei es zum
roaming

41
, sei es
zum Weiden für die Tiere etc.)

Das Eigentum meint also Gehören
zu einem Stamm (Gemeinwesen) (in ihm subjektiv-objektive Existenz haben) und
vermittelst des Verhaltens dieses Gemeinwesens zum Grund und Boden, zur Erde
als seinem unorganischen Leib, Verhalten des Individuums zum Grund und Boden,
zur äußeren Urbedingung der Produktion – da die Erde in einem Rohmaterial,
Instrument, Frucht ist – als zu seiner Individualität gehörigen
Voraussetzungen, Daseinsweisen derselben. Wir
reduzieren dies Eigentum auf das Verhalten zu den
Bedingungen der Produktion.
Warum nicht der Konsumtion, da
ursprünglich das Produzieren des Individuums sich auf das Reproduzieren seines
eigenen Leibs durch Aneignen fertiger, von der Natur selbst für den Konsum
zubereiteter Gegenstände beschränkt? Selbst wo nur noch zu
finden
ist und zu
entdecken,
erfordert
dies bald Anstrengung, Arbeit – wie in Jagd, Fischfang, Hirtenwesen – und
Produktion (i.e. Entwicklung) gewisser Fähigkeiten auf Seiten des Subjekts.
Dann aber sind Zustände, wo zu dem Vorhandenen zugegriffen werden kann, ohne
alle Instrumente (also selbst schon zur Produktion bestimmte Produkte der
Arbeit), ohne Änderung der Form (die selbst schon beim Hirtenwesen stattfindet)
etc. sehr bald vorübergehende und nirgendwo als Normalzustände zu betrachten;
auch nicht als Normalurzustände. Übrigens schließen die ursprünglichen
Bedingungen der Produktion direkt, ohne Arbeit konsumierbare Stoffe, wie
Früchte, Tiere etc. von selbst ein; also der Konsumtionsfonds erscheint selbst
als ein Bestandteil des
ursprünglichen
Produktionsfonds.

Die Grundbedingung des auf dem
Stammwesen (worin sich das Gemeinwesen ursprünglich auflöst) ruhenden Eigentums
– Mitglied des Stammes sein – macht den vom Stamm eroberten fremden Stamm, den
unterworfenen,
eigentumslos
und
wirft ihn selbst unter die
unorganischen
Bedingungen
seiner Reproduktion, wozu sich das Gemeinwesen als
den seinen verhält. Sklaverei und Leibeigenschaft sind daher nur weitere
Entwicklungen des auf dem Stammwesen beruhenden Eigentums. Sie modifizieren
notwendig alle Formen desselben. Am wenigsten können sie dies in der
asiatischen Form. In der self-sustaining

42
Einheit von Manufaktur und Agrikultur,
worauf diese Form beruht, die Eroberung nicht so notwendige Bedingung als da,
wo das Grundeigentum, Agrikultur ausschließlich vorherrschend. Andrerseits, da
der einzelne nie zum Eigentümer, sondern nur zum Besitzer in dieser Form wird,
ist er au fond selbst das Eigentum, der Sklave dessen, [in] dem die Einheit der
Gemeinde existiert, und Sklaverei hebt hier weder die Bedingungen der Arbeit
auf, noch modifiziert sie das wesentliche Verhältnis.

| Es ist nun ferner klar:

Das Eigentum, soweit es nur das
bewusste Verhalten – und in Bezug auf den Einzelnen vom Gemeinwesen gesetzte
und als Gesetz proklamierte und garantierte – zu den Produktionsbedingungen als
den
seinen
ist,
das Dasein des Produzenten also als ein Dasein in den
ihm gehörigen
objektiven
Bedingungen erscheint – wird erst verwirklicht durch die Produktion selbst. Die
wirkliche Aneignung geschieht erst nicht in der gedachten, sondern in der
tätigen, realen Beziehung auf diese Bedingungen – das wirkliche Setzen derselben
als der Bedingungen seiner subjektiven Tätigkeit.

Damit ist aber zugleich klar,
dass
diese Bedingungen
sich ändern.
Durch das Jagen der Stämme wird eine Erdregion
erst zum Jagdrevier; durch den Ackerbau die Erde, der Grund und Boden erst als
der verlängerte Leib des Individuums gesetzt. Nachdem die
Stadt Rom
erbaut war
und die umliegende Feldmark bestellt von ihren Bürgern – waren die Bedingungen
des Gemeinwesens andere geworden als vorher. Der Zweck aller dieser Gemeinwesen
ist Erhaltung; d. h.
Reproduktion
der Individuen, die es bilden, als Eigentümer, d. h. in derselben objektiven
Existenzweise, die zugleich das Verhalten der Glieder zueinander und daher die
Gemeinde selbst bildet.
Diese
Reproduktion ist aber zugleich notwendig Neuproduktion und
Destruktion der alten Form.
Z. B. wo der Individuen jedes
soviel Acker Land besitzen soll, schon der Fortschritt der Bevölkerung im Wege.
Soll dem gesteuert werden, so Kolonisation, und diese macht Eroberungskrieg
nötig. Damit Sklaven etc. Vergrößerung des ager

publicus z.
B. auch, und damit der Patrizier, die das Gemeinwesen repräsentieren etc. So
die Erhaltung des alten Gemeinwesens schließt ein die Destruktion der
Bedingungen, auf denen es beruht, schlägt ins Gegenteil um. Sollte z.B. gedacht
werden, die Produktivität auf demselben Raum könne vermehrt werden durch
Entwicklung der Produktivkräfte etc. (diese beim altherkömmlichen Ackerbau
gerade das allerlangsamste), so würde das neue Weisen, Kombinationen der
Arbeit, großen Teil des Tags auf Agrikultur verwandt etc. einschließen und
damit wieder die alten ökonomischen Bedingungen des Gemeinwesens aufheben. In
dem Akt der Reproduktion selbst ändern sich nicht nur die objektiven
Bedingungen, z. B. aus dem Dorf wird Stadt, aus der Wildnis gelichteter Acker
etc., sondern die Produzenten ändern sich, indem sie neue Qualitäten aus sich
heraus setzen, sich selbst durch die Produktion entwickeln, umgestalten, neue
Kräfte und neue Vorstellungen bilden, neue Verkehrsweisen, neue Bedürfnisse und
neue Sprache. Je altherkömmlicher die Produktionsweise selbst – und diese dauert
lang in der Agrikultur; noch länger in der orientalischen Ergänzung von
Agrikultur und Manufaktur –, d. h. je mehr sich gleichbleibend der
wirkliche Prozess
der
Aneignung, um so konstanter die alten Eigentumsformen und damit das Gemeinwesen
überhaupt. Wo Trennung schon der Gemeindeglieder als Privateigentümer von sich
als Stadtgemeinde und Stadtterritoriumeignern, da treten auch schon Bedingungen
ein, wodurch der einzelne
verlieren
kann
sein Eigentum, d. h. das doppelte Verhältnis, das ihn zum ebenbürtigen Bürger,
Mitglied des Gemeinwesens, und das ihn zum
Eigentümer
macht. In der orientalischen
Form ist dies
Verlieren
kaum
möglich, außer durch ganz äußere Einflüsse, da das einzelne Mitglied der
Gemeinde nie in die freie Beziehung zu ihr tritt, wodurch es sein Band
(objektives, ökonomisches zu ihr) verlieren könnte. Es ist festgewachsen. Es
liegt dies auch an der Vereinigung von Manufaktur und Agrikultur, von Stadt
(dem Dorf) und Land. Bei den Alten erscheint die Manufaktur schon als Verderb
(Geschäft der Libertini

43
,
Klienten, Fremden) etc. Diese Entwicklung der produktiven Arbeit (losgelöst von
der reinen Unterordnung unter die Agrikultur als häusliche, Freienarbeit, die
nur für Agrikultur und Krieg bestimmte oder auf Gottesdienst und Gemeinwesen –
wie Häuserbau, Straßenbau, Tempelbau – gewandte Manufaktur), die sich notwendig
entwickelt durch Verkehr mit Fremden, Sklaven, Lust das Surplusprodukt
auszutauschen etc., löst die Produktionsweise auf, auf der das Gemeinwesen
beruht und daher der
objektiv
einzelne,
i. e. als Römer, Grieche etc. bestimmte einzelne.
Der Austausch wirkt ebenso; die Verschuldung etc.

Die ursprüngliche Einheit zwischen einer
besonderen Form des Gemein- (Stammwesens) und damit zusammenhängenden Eigentums
an der Natur oder Verhalten zu den objektiven Bedingungen der Produktion als
Naturdasein, als durch die Gemeinde vermitteltem objektivem Dasein des
Einzelnen – diese Einheit, die einerseits als die besondere Eigentumsform
erscheint – hat ihre lebendige Wirklichkeit in einer bestimmten
Weise der Produktion
selbst,
einer Weise, die ebenso sehr als Verhalten der Individuen zueinander erscheint,
wie ihr bestimmtes tätiges Verhalten | zur unorganischen Natur, bestimmte
Arbeitsweise (die immer Familienarbeit, oft Gemeindearbeit). Als die erste
große Produktivkraft erscheint das Gemeinwesen selbst; für die besondere Art
der Produktionsbedingungen (z.B. Viehzucht, Landbau) entwickeln sich besondere
Produktionsweise und besondere Produktivkräfte, sowohl subjektive, als
Eigenschaften der Individuen erscheinend, wie objektive.

Eine bestimmte Stufe der
Entwicklung der Produktivkräfte der arbeitenden Subjekte, der bestimmte
Verhältnisse derselben zueinander und zur Natur entsprechen – darin löst sich
in letzter Instanz sowohl ihr Gemeinwesen auf wie das auf demselben begründete Eigentum.
Bis zu einem gewissen Punkt Reproduktion. Schlägt dann in Auflösung um.

Eigentum
meint also ursprünglich – und so
in seiner asiatischen, slawischen, antiken, germanischen Form – Verhalten des
arbeitenden (produzierenden) Subjekts (oder sich reproduzierenden) zu den
Bedingungen seiner Produktion oder Reproduktion als den seinen. Es wird daher
auch verschiedene Formen haben nach den Bedingungen dieser Produktion. Die
Produktion selbst bezweckt die Reproduktion des Produzenten in und mit diesen
seinen objektiven Daseinsbedingungen. Dieses Verhalten als Eigentümer – nicht
als Resultat, sondern Voraussetzung der Arbeit, i.e. der Produktion – setzt
voraus ein bestimmtes Dasein des Individuums als Glied eines Stamm- oder
Gemeinwesens (dessen Eigentum es selbst ist bis zu einem gewissen Punkt).
Sklaverei, Leibeigenschaft etc., wo der Arbeiter selbst unter den
Naturbedingungen der Produktion für ein drittes Individuum oder Gemeinwesen
erscheint (dies ist z.B. bei der allgemeinen Sklaverei des Orients
nicht
der Fall,
nur
vom europäischen
point of view

44
aus)
– also Eigentum nicht mehr das Verhalten des selbst arbeitenden Individuums zu
den objektiven Bedingungen der Arbeit –, ist immer sekundär, nie ursprünglich,
obgleich notwendiges und konsequentes Resultat des auf dem Gemeinwesen und
Arbeit im Gemeinwesen gegründeten Eigentums. Es ist zwar sehr einfach, sich
vorzustellen, dass ein Gewaltiger, physisch Überlegener, nachdem er erst das
Tier

gefangen, dann Menschen fängt, um durch ihn Tiere
fangen zu lassen; mit einem Worte sich ebenso des Menschen als einer natürlich
vorgefundenen Bedingung für seine Reproduktion bedient (wobei seine eigene
Arbeit in Herrschen sich auf löst etc.) wie irgendeines anderen Naturwesens.
Aber solche Ansicht ist abgeschmackt – so sehr richtig vom Standpunkt gegebener
Stamm- oder Gemeinwesen –, da sie von der Entwicklung
vereinzelter
Menschen
ausgeht. Der Mensch vereinzelt sich erst durch den historischen Prozess. Er
erscheint ursprünglich als ein Gattungswesen, Stamm
wesen, Herdentier -
wenn auch keineswegs
als ein ζώον πολιτικόν

45
im politischen Sinn. Der Austausch selbst
ist ein Hauptmittel dieser Vereinzelung. Er macht das Herdenwesen überflüssig
und löst es auf. Sobald die Sache sich so gedreht, dass er als Vereinzelter nur
mehr sich auf sich bezieht, die Mittel aber, um sich als Vereinzelter zu
setzen, sein sich Allgemein- und Gemeinmachen geworden sind. In diesem
Gemeinwesen ist das objektive Dasein des einzelnen als Eigentümer, sage z.B.
Grundeigentümer, vorausgesetzt, und zwar unter gewissen Bedingungen, die ihn an
das Gemeinwesen ketten oder vielmehr einen Ring in seiner Kette machen. In der
bürgerlichen Gesellschaft steht der Arbeiter z. B. rein objektivlos, subjektiv
da; aber die Sache, die ihm
gegenübersteht,
ist
das
wahre Gemeinwesen
nun
geworden, das er zu verspeisen sucht und von dem er verspeist wird.

Alle Formen (mehr oder minder
naturwüchsig, alle zugleich aber auch Resultate historischen Prozesses), worin
das Gemeinwesen die Subjekte in bestimmter objektiver Einheit mit ihren
Produktionsbedingungen oder ein bestimmtes subjektives Dasein die Gemeinwesen
selbst als Produktionsbedingungen unterstellt, entsprechen notwendig nur
limitierter und prinzipiell limitierter Entwicklung der Produktivkräfte. Die
Entwicklung der Produktivkräfte löst sie auf, und ihre Auflösung selbst ist
eine Entwicklung der menschlichen Produktivkräfte. Es wird erst gearbeitet von
gewisser Grundlage aus – erst naturwüchsig – dann historische Voraussetzung.
Dann aber wird diese Grundlage oder Voraussetzung selbst aufgehoben oder
gesetzt als eine verschwindende Voraussetzung, die zu eng geworden für die
Entfaltung des progressiven Menschenpacks.

Soweit antikes Grundeigentum im
modernen Parzelleneigentum wieder erscheint, gehört es selbst in die politische
Ökonomie und kommen wir darauf im Abschnitt vom Grundeigentum.

| (Auf alles dies tiefer und
ausführlicher zurückzukommen.)

Das, um das es sich uns hier
zunächst handelt: Das Verhalten der Arbeit

zum Kapital oder
zu den objektiven Bedingungen der Arbeit als Kapital setzt voraus historischen
Prozess, der die verschiedenen Formen auflöst, in denen der Arbeiter Eigentümer
ist oder der Eigentümer arbeitet. Also vor allem 1.
Auflösen
des Verhaltens
zur Erde – Grund und Boden – als natürlicher Produktionsbedingung –, zu der er
sich als seinem eigenen unorganischen Dasein verhält; dem Laboratorium seiner
Kräfte und der Domäne seines Willens. Alle Formen, worin dies Eigentum vorkommt,
unterstellen ein
Gemeinwesen,
dessen
Mitglieder, obgleich formelle Unterschiede zwischen ihnen sein mögen, als
Mitglieder desselben
Eigentümer
sind.
Die ursprüngliche Form dieses Eigentums ist daher selbst
unmittelbares Gemeineigentum
(orientalische Form,
modifiziert im slawischen; bis zum
Gegensatz entwickelt, aber doch noch als die geheime, wenn auch gegensätzliche
Grundlage im antiken und germanischen Eigentum). 2.
Auflösen der Verhältnisse,
worin
er als
Eigentümer des
Instruments
erscheint. Wie die obige Form des
Grundeigentums
reales
Gemeinwesen
unterstellt, so dieses Eigentum des Arbeiters an
Instrument eine besondere Form der Entwicklung der Manufakturarbeit als
Handwerksarbeit',
damit
verknüpft das Zunft-Korporationswesen etc. (Das altorientalische
Manufakturwesen kann schon unter 1. betrachtet werden.) Hier die Arbeit selbst
noch halb künstlerisch, halb Selbstzweck etc. Meisterschaft. Kapitalist selbst
noch Meister. Mit dem besonderen Arbeitsgeschick auch der Besitz am Instrument
gesichert etc. etc. Erblichkeit dann gewissermaßen der Arbeitsweise mit der
Arbeitsorganisation und dem Arbeitsinstrument. Mittelaltriges Städtewesen. Die
Arbeit noch als seine eigene; bestimmte selbstgenügende Entwicklung einseitiger
Fähigkeiten etc. 3. Einbegriffen in beidem, dass er die Konsumtionsmittel vor
der Produktion im Besitz hat, nötig, um als Produzent – also während seiner
Produktion,
vor
der
Vollendung derselben – zu leben. Als Grundeigentümer erscheint er direkt mit
dem nötigen Konsumtionsfonds versehen. Als Handwerksmeister hat er denselben
ererbt, verdient, aufgespart, und als Handwerksbursch ist er erst
Lehrling,
wo er noch
gar nicht als eigentlicher, selbständiger Arbeiter erscheint, sondern
patriarchalisch teilt die Kost mit dem Meister. Als Gesell (wirklicher) ist
eine gewisse Gemeinschaftlichkeit des vom Meister besessenen Konsumtionsfonds.
Ist er auch nicht das
Eigentum
des
Gesellen, so doch durch die Gesetze der Zunft, ihr Herkommen etc. sein
Mitbesitz wenigstens etc. (Weiter hierauf einzugehen.) 4.
Auflösung
andererseits
ebenso sehr der Verhältnisse, worin die
Arbeiter
selbst,
die
lebendigen
Arbeitsvermögen
selbst noch
unmittelbar unter die objektiven Produktionsbedingungen
gehören
und als solche angeeignet werden – also Sklaven oder Leibeigene sind. Für das
Kapital ist der Arbeiter keine Produktionsbedingung, sondern nur die Arbeit.
Kann es sie durch Maschinen verrichten lassen oder

gar durch
Wasser, Luft, tant mieux

46
.
Und es eignet sich nicht den Arbeiter an, sondern seine Arbeit – nicht
unmittelbar, sondern vermittelt durch Austausch.

Dies sind nun auf der einen
Seite historische Voraussetzungen, damit der Arbeiter als freier Arbeiter, als
objektivloses, rein subjektives Arbeitsvermögen den objektiven Bedingungen der
Produktion als seinem
Nichteigentum,
als
fremdem Eigentum,
als
für sich seiendem
Wert,
als
Kapital gegenüber gefunden wird. Andrerseits fragt es sich aber, welche
Bedingungen sind nötig, damit er ein
Kapital
sich
gegenüber findet?

{In der Formel des Kapitals, wo
die lebendige Arbeit sich sowohl zum Rohmaterial wie zum Instrument, wie zu den
während der Arbeit erforderlichen Lebensmitteln als negativ, Nicht-Eigentum
verhält, ist d’abord Nicht-Grundeigentum
eingeschlossen
oder
der Zustand negiert, wo das arbeitende Individuum sich zum Grund und Boden, der
Erde, als seinem eigenen verhält, i. e. als Eigentümer des Grund und Bodens
arbeitet, produziert. Es verhält sich im besten Fall nicht nur als Arbeiter zum
Grund und Boden, sondern als Eigentümer des Grund und Bodens zu sich selbst als
arbeitendem Subjekt. Das Grund- und Bodeneigentum schließt der Potenz nach ein
sowohl das Eigentum am Rohmaterial wie am Urinstrument, der Erde selbst, wie an
den spontanen Früchten derselben. In der ursprünglichsten Form gesetzt heißt
es, sich zur Erde als Eigner verhalten, in ihr Rohmaterial vorfinden,
Instrument, und nicht durch die Arbeit, sondern durch die Erde selbst
geschaffene Lebensmittel. Dies Verhältnis schon reproduziert, erscheinen sekundäre
Instrumente und durch die Arbeit selbst geschaffene Erdfrüchte als
eingeschlossen in das Grundeigentum in seinen primitiven Formen. Dieser
historische Zustand also d’abord negiert als das vollere Eigentumsverhalten in
dem Verhältnis des Arbeiters zu den Arbeitsbedingungen als Kapital. Dies ist
historischer Zustand No. I, der in diesem Verhältnis negiert oder als
historisch aufgelöst vorausgesetzt ist. Zweitens | aber, wo das
Eigentum an dem Instrument
oder
das Verhalten des Arbeiters zum Instrument als eigenem, wo er als Eigentümer
des Instruments arbeitet (was zugleich die Subsumtion des Instruments unter
seine individuelle Arbeit voraussetzt, d. h. besondere bornierte
Entwicklungsstufe der Produktivkraft der Arbeit voraussetzt), wo diese Form des
Arbeiters als Eigentümer
oder
des
arbeitenden
Eigentümers
schon als selbständige Form gesetzt ist, neben und
außer dem
Grundeigentum
–
die handwerksmäßige und städtische Entwicklung der Arbeit – nicht wie im ersten
Fall als Akzident des Grundeigentums und subsumiert unter dasselbe – also auch
das Rohmaterial

und die Lebensmittel erst
vermittelt
sind als
Eigentum des Handwerkers, durch sein Handwerk vermittelt, durch sein Eigentum
am Instrument – ist schon eine zweite historische Stufe vorausgesetzt neben und
außer der ersten, die selbst schon bedeutend modifiziert erscheinen muss durch
die
Verselbständigung
dieser zweiten Sorte von Eigentum
oder von
arbeitendem Eigentümer.
Da
das Instrument selbst schon Produkt der Arbeit, also das Element, welches das
Eigentum konstituiert, schon als durch die Arbeit gesetzt ist, kann das
Gemeinwesen hier nicht mehr in der naturwüchsigen Form erscheinen wie im ersten
Fall – das Gemeinwesen, worauf diese Art des Eigentums begründet –, sondern als
selbst schon produziertes, entstandenes, sekundäres durch den Arbeiter selbst
produziertes Gemeinwesen. Es ist klar, dass, wo das Eigentum am Instrument das
Verhalten zu den Produktionsbedingungen der Arbeit als Eigentum ist, in der
wirklichen Arbeit das Instrument
nur
als
Mittel
der individuellen
Arbeit erscheint; die Kunst, sich das Instrument wirklich anzueignen, es als
Arbeitsmittel zu handhaben, als eine besondere Fertigkeit des Arbeiters
erscheint, die ihn als Eigentümer des Instruments setzt. Kurz, der wesentliche
Charakter des Zunft-Korporationswesens, der handwerksmäßigen Arbeit als ihr
Subjekt, als Eigentümer konstituierend – ist aufzulösen in das Verhalten zum
Produktionsinstrument – Arbeitsinstrument als Eigentum – im Unterschied zum
Verhalten zur Erde, zum Grund und Boden (zum Rohstoff als solchen) als eigenem.
Dass das Verhalten zu diesem einen Moment der Produktionsbedingungen das
arbeitende Subjekt als Eigentümer konstituiert, ihn zum arbeitenden Eigentümer
macht, dieser historische Zustand No. II, der seiner Natur nach nur als
Gegensatz oder, wenn man will, zugleich als Ergänzung des modifizierten ersten
existieren kann – ebenfalls negiert in der ersten Formel des Kapitals.

Die dritte
mögliche Form,
sich als
Eigentümer zu verhalten nur zu den Lebensmitteln, sie vorfinden als natürliche
Bedingung des arbeitenden Subjekts, ohne weder zum Grund und Boden noch zum
Instrument, also auch nicht der Arbeit selbst sich als eigenen zu verhalten,
ist au fond die Formel der Sklaverei und Leibeigenschaft, die ebenfalls negiert
ist, als historisch aufgelöster Zustand gesetzt ist im Verhältnis des Arbeiters
zu den Produktionsbedingungen als Kapital. Die Urformen des Eigentums lösen
sich notwendig auf in das Verhältnis zu den verschiedenen objektiven Momenten,
die die Produktion bedingen, als eigenen; sie bilden ebenso wohl die
ökonomische Grundlage verschiedener Formen des Gemeinwesens, wie sie ihrerseits
bestimmte Formen des Gemeinwesens zur Voraussetzung haben. Diese Formen
wesentlich modifiziert durch das Versetzen der Arbeit selbst unter die
objektiven Produktionsbedingungen
(Leibeigenschaft
und Sklaverei), wodurch der

einfach affirmative Charakter
aller unter No. I rangierenden Eigentumsformen verlorengeht und modifiziert
wird. Sie enthalten alle die Sklaverei als Möglichkeit und daher als ihre
eigene Aufhebung in sich. Was No. II angeht, wo die besondere Art der Arbeit –
die Meisterschaft in derselben und dementsprechend das Eigentum am
Arbeitsinstrument = Eigentum an den Produktionsbedingungen – so schließt es
zwar Sklaverei und Leibeigenschaft aus; kann aber in der Form des Kastenwesens
eine analoge negative Entwicklung erhalten.} {Die dritte Form des Eigentums an
den Lebensmitteln – wenn sie nicht sich in Sklaverei und Leibeigenschaft
auflöst – kann nicht enthalten Verhältnis des arbeitenden Individuums zu den
Produktions- und daher Daseinsbedingungen; sie kann daher nur das Verhältnis
des seines Grundeigentums verlustig gegangenen und noch nicht zu No. II Sorte
des Eigentums fortgegangenen Mitglieds der ursprünglichen, auf Grundeigentum
gegründeten Gemeinwesen sein, wie die römische Plebs zur Zeit der panes et
circenses.} {Das Verhältnis der retainer

47
zu ihrem Grundherrn oder der persönlichen
Dienstleistung ist wesentlich verschieden. Denn sie bildet au fond nur
Existenzweise des Grundeigentümers selbst, der nicht mehr arbeitet, sondern
dessen Eigentum einschließt unter den Produktionsbedingungen die Arbeiter
selbst als Leibeigene etc. Hier
Herrschaftsverhältnis
als
wesentliches Verhältnis der Aneignung. Zum Tier, Boden etc. kann au fond kein
Herrschaftsverhältnis stattfinden durch die Aneignung, obgleich das Tier dient.
Die Aneignung fremden
Willens
ist
Voraussetzung des Herrschaftsverhältnisses. Das Willenlose also, wie Tier z.B.,
kann zwar dienen, aber es macht den Eigner nicht zum
Herren.
Soviel sehen
wir aber hier, wie
Herrschafts-
und
Knechtschaftsverhältnis
ebenfalls
in diese Formel der Aneignung der Produktionsinstrumente gehören; und sie
bilden notwendiges Ferment der Entwicklung und des Untergangs aller
ursprünglichen Eigentumsverhältnisse und Produktionsverhältnisse, wie sie auch
ihre Borniertheit ausdrücken. Allerdings werden sie im Kapital – in
vermittelter Form – reproduziert und bilden so ebenfalls Ferment seiner
Auflösung und sind Wappen seiner Borniertheit.}

| („Die Befugnis, sich und
die seinigen in der Not zu verkaufen, war ein leidiges allgemeines Recht; es
galt im Norden wie bei den Griechen und in Asien: Die des Gläubigers den
Schuldner, welcher mit der Zahlung ausblieb, zu seinem Knecht zu nehmen, und
sich durch seine Arbeit oder durch Verkauf seiner Person, soweit es reichte,
bezahlt zu machen, war fast ebenso ausgebreitet.“ (
Niebuhr
. I, p. 600.)}

{Niebuhr
sagt an einer Stelle, dass für die
griechischen Schriftsteller, die in der augustäischen Zeit schrieben, die
Schwierigkeit und das falsche Verständ-

nis des Verhältnisses
zwischen Patriziern und Plebejern und ihre Verwechslung dieses Verhältnisses
mit dem zwischen Patronen und Klienten daher, dass sie

„schrieben in einer Zeit,
wo
Reiche und Arme die
einzig wahren Klassen der Bürger waren
; wo der Dürftige, wie edel
seine Herkunft sein mochte, einen Gönner bedurfte, und der Millionär, war er
auch ein Freigelassener, als Gönner gesucht ward. Von erblichen Verhältnissen
der Anhänglichkeit kannten sie kaum noch eine Spur“. (I, 620.)}

(„In beiden Klassen“ –
Metöken und Freigelassenen und
ihren Nachkommen
– „fanden sich die Handwerker, und zu dem
Bürgerrecht, worauf diese beschränkt waren, ging der Plebejer über, welcher den
Ackerbau aufgab. Auch sie entbehrten die Ehre
gesetzlicher Innungen
nicht; und ihre
Zünfte waren so hochgeachtet, dass man Numa als ihren Stifter nannte: Sie waren
9: Pfeifer, Goldschmiede, Zimmerleute, Färber, Riemer, Gerber, Kupferschmiede,
Töpfer, und die neunte Zunft der übrigen [Ge]werke insgemein. Welche von ihnen
selbständige Pfahlbürger waren; Isopoliten, die sich keinem
Patron aufgetragen – wenn es ein solches Recht gab; und Nachkommen von Hörigen,
deren Band durch Aussterben des Geschlechts ihrer Patrone gelöst war; die sind
ohne Zweifel dem Hader der Altbürger und der Gemeinde ebenso fremd gewesen wie
die florentinischen Zünfte den Fehden der Geschlechter als Guelfen und
Ghibellinen: Die Hörigen standen den Patriziern vielleicht noch sämtlich zu
Gebot.“ (I, 623).}

Auf der einen Seite werden
historische Prozesse vorausgesetzt, die eine Masse Individuen einer Nation etc.
in die Lage, wenn zunächst nicht von wirklichen freien Arbeitern versetzt
haben, doch von solchen, die es δυνάμει

48
sind, deren einziges Eigentum ihr
Arbeitsvermögen und die Möglichkeit, es auszutauschen gegen vorhandene Werte;
Individuen, denen alle objektiven Bedingungen der Produktion als
fremdes Eigentum,
als
ihr
Nicht-Eigentum
gegenüberstehen,
aber zugleich als
Werte
austauschbar,
daher aneigenbar zu einem certain degree

49
durch lebendige Arbeit. Solche historische
Auflösungsprozesse sind sowohl Auflösung der Hörigkeitsverhältnisse, die den
Arbeiter an Grund und Boden und den Herrn des Grund und Bodens fesseln, aber
sein Eigentum an Lebensmitteln faktisch voraussetzen – dieses ist in Wahrheit
sein Ablösungsprozess von der Erde; Auflösung der Grundeigentums Verhältnisse,
die ihn als yeoman konstituierten, freien arbeitenden kleinen
Grundeigentümer oder Pächter (colonus), freien Bauern. {Die Auflösung der noch
altern Formen von gemeinschaftlichem Eigentum und realem Gemeinwesen versteht
sich von selbst}; Auflösung der Zunftverhältnisse, die sein Eigentum an dem
Arbeitsinstrument voraussetzen und die Arbeit selbst, als handwerksmäßige
bestimmte Geschicklichkeit, als Eigentum (nicht nur Quelle desselben); ebenso
Auflösung der Klientelverhältnisse in den verschiedenen Formen, worin
Nicht-Eigentümer
als
Mitkonsumenten des Surplusproduce

50
im Gefolge ihrer

Herren
erscheinen und als Äquivalente die Livree ihres Herren tragen, an seinen Fehden
teilnehmen, persönliche Dienstleistungen tun, eingebildete oder reale etc. In
allen diesen Auflösungsprozessen wird sich bei genauerer Prüfung zeigen, dass
Verhältnisse der Produktion aufgelöst werden, worin vorherrscht: Gebrauchswert,
Produktion für den unmittelbaren Gebrauch

51
; der Tauschwert und die Produktion desselben das
Vorherrschen der anderen Form zur Voraussetzung hat; daher auch in allen diesen
Verhältnissen Naturallieferungen und Naturaldienste über Geldzahlung und
Geldleistung vorherrscht. Doch dies nur nebenbei. Es wird sich bei näherer
Betrachtung ebenso finden, dass alle die aufgelösten Verhältnisse nur mit einem
bestimmten Grad der Entwicklung der materiellen (und daher auch der geistigen)
Produktivkräfte möglich waren.

Was uns zunächst hier angeht,
ist dies: Der Auflösungsprozess, der eine Masse Individuen einer Nation etc.
in δυνάμει

52
freie
Lohnarbeiter – nur durch ihre Eigentumslosigkeit zur Arbeit und zum Verkauf
ihrer Arbeit gezwungene Individuen – verwandelt, unterstellt auf der anderen
Seite,
nicht,
dass
die bisherigen Einkommenquellen und zum Teil Eigentumsbedingungen dieser
Individuen
verschwunden
sind,
sondern umgekehrt, dass
nur
ihre
Verwendung eine andere geworden, die Art ihres Daseins sich verwandelt hat,
als
freier fonds
in
andere Hände übergegangen oder auch zum Teil in
denselben
geblieben
ist. Aber soviel ist klar: Derselbe Prozess, der eine Menge Individuen von
ihren bisherigen – d’une manière or d’une autre

53
– affirmativen Beziehungen zu den
objektiven Bedingungen der Arbeit
geschieden,
diese Beziehungen negiert und diese Individuen dadurch in
freie Arbeiter
verwandelt
hat, derselbe Prozess hat diese
objektiven
Bedingungen der Arbeit –
Grund und Boden, Rohmaterial,
Lebensmittel, Arbeitsinstrumente, Geld oder alles dies
– δυνάμει freigemacht von ihrem
bisherigen Gebundensein
an die nun von
ihnen losgelösten Individuen. Sie sind noch
vorhanden,
aber in anderer Form vorhanden:
als
freier fonds,
an
dem alle alten politischen etc. relations

54
ausgelöscht und die nur noch in der Form
von
Werten,
an
sich festhaltenden Werten, jenen losgelösten eigentumslosen Individuen
gegenüberstehen. Derselbe Prozess, der die Masse als freie Arbeiter den
objektiven Arbeitsbedingungen
gegenübergestellt,
hat auch diese Bedingungen als |
Kapital
den
freien Arbeitern gegenübergestellt. Der historische Prozess war die Scheidung
bisher verbundener Elemente – sein Resultat ist daher nicht, dass eins der
Elemente verschwindet, sondern, dass jedes derselben in negativer Beziehung

auf das andre erscheint – der freie Arbeiter (der Möglichkeit nach) auf der
einen Seite, das Kapital (der Möglichkeit nach) auf der anderen. Die Scheidung
der objektiven Bedingungen von Seiten der Klassen, die in freie Arbeiter
verwandelt worden, muss ebenso sehr als eine Verselbständigung dieser selben
Bedingungen am entgegengesetzten Pol erscheinen.

Wenn das Verhältnis von Kapital
und Lohnarbeit nicht als selbst schon maßgebend und übergreifend über das Ganze
der Produktion betrachtet wird, {denn in diesem Fall ist das als Bedingung der
Lohnarbeit vorausgesetzte Kapital ihr eigenes Produkt und als Bedingung von ihr
sich selbst vorausgesetzt, als Voraussetzung für sie selbst von ihr selbst
geschaffen} sondern als historisch entstehend – d. h., wenn die ursprüngliche
Verwandlung von Geld in Kapital betrachtet wird, der Austauschprozess zwischen
dem nur nach der δυνάμει

55
existierenden Kapital auf der einen Seite
mit den der δυνάμει, [nach] existierenden freien Arbeitern auf der anderen
– so drängt sich natürlich die einfache Bemerkung auf, aus der die Ökonomen
großes Wesen machen, dass die Seite, die als Kapital auftritt: im Besitz sein
muss von Rohstoffen, Arbeitsinstrumenten und Lebensmitteln, damit der Arbeiter
während der Produktion leben kann, bevor die Produktion vollendet ist. Es
erscheint dies ferner so, dass eine Akkumulation – eine der Arbeit vorhergegangene
und nicht aus ihr entsprossene Akkumulation – auf Seiten des Kapitalisten
vorgegangen sein muss, die ihn befähigt, den Arbeiter ans Werk zu setzen und
wirksam zu erhalten, als lebendiges Arbeitsvermögen zu erhalten. (Sobald einmal
das Kapital und Lohnarbeit als ihre eigene Voraussetzung gesetzt sind, als der
Produktion selbst vorausgesetzte Basis, erscheint die Sache zunächst so, dass
der Kapitalist außer dem Fonds von Rohmaterial und Arbeitsmitteln, nötig, damit
der Arbeiter sich selbst reproduziert, die nötigen Lebensmittel schafft, i. e.
die
notwendige
Arbeit
realisiert, einen Fonds von Rohmaterial und
Arbeitsmitteln besitzt, in dem der Arbeiter seine Surplusarbeit, d. h. den
Profit des Kapitalisten verwirklicht. Bei fernerer Analyse gestaltet es sich
so, dass der Arbeiter beständig einen doppelten Fonds für den Kapitalisten
schafft oder in der Form des Kapitals schafft, wovon ein Teil die Bedingungen
seiner eigenen Existenz und der andere die Bedingungen der Existenz des
Kapitals fortwährend erfüllt. Wie wir gesehen haben, ist im Surpluskapital –
und Surpluskapital im Verhältnis zu seinem antediluvianischen

56
Verhältnis zur
Arbeit – ist alles
reale,
gegenwärtige Kapital,
jedes Element desselben gleichmäßig als
vergegenständlichte und vom Kapital angeeignete
fremde Arbeit
ohne
Austausch, ohne dafür gereichtes Äquivalent
angeeignet.}
Diese von der Arbeit
unabhängige, nicht gesetzte Tat

des Kapitals wird dann
ferner aus dieser Geschichte seiner Entstehung verlegt in die Gegenwart, in ein
Moment seiner Wirklichkeit und seines Wirksamseins, seiner Selbstformation
verwandelt. Es wird daraus dann endlich abgeleitet das ewige Recht des Kapitals
auf die Früchte fremder Arbeit, oder vielmehr seine Erwerbsweise wird aus den
einfachen und „gerechten“ Gesetzen des Austauschs von Äquivalenten entwickelt.

Der in der Form von Geld
vorhandene Reichtum kann sich nur umsetzen gegen die objektiven Bedingungen der
Arbeit, weil und wenn diese losgelöst sind von der Arbeit selbst. Dass zum Teil
Geld aufgehäuft werden kann auf dem reinen Weg des Austauschs von Äquivalenten,
haben wir gesehen; indes dies bildet eine so unbedeutende Quelle, dass es
historisch nicht erwähnenswert – wenn vorausgesetzt wird, dass das Geld durch
Austausch eigener Arbeit gewonnen. Es ist vielmehr durch Wucher – besonders
auch gegen das Grundeigentum ausgeübten – und durch Kaufmannsgewinne
aufgehäuftes mobiles Vermögen – Geldvermögen, das in Kapital im eigentlichen
Sinn, industrielles Kapital verwandelt wird. Von beiden Formen werden wir
weiter unten Gelegenheit haben, weiter zu sprechen – soweit sie – nicht als
selbst Formen des Kapitals, sondern als frühere Vermögensformen erscheinen, als
Voraussetzungen für das Kapital.

Es liegt in dem Begriff des
Kapitals, wie wir gesehen haben – in seiner Entstehung, dass es vom
Geld
ausgeht und daher
vom Vermögen, das in der Form des Geldes existiert. Es liegt ebenso sehr darin,
dass es als aus der Zirkulation herkommend, als
Produkt
der Zirkulation
erscheint. Die Kapitalbildung geht daher nicht aus vom Grundeigentum (hier
höchstens vom
Pächter,
soweit
er Handelsmann mit Agrikulturprodukten ist); auch nicht von der Zunft;
(obgleich an letzterem Punkt eine Möglichkeit), sondern vom Kaufmanns- und
Wuchervermögen. Dies findet aber erst die Bedingungen vor, freie Arbeit zu
kaufen, sobald diese durch historischen Prozess losgelöst von ihren objektiven
Existenzbedingungen. Es findet dann auch erst die Möglichkeit, diese
Bedingungen
selbst zu
kaufen. Unter den Zunftbedingungen z.B. kann bloßes Geld, das nicht selbst
zünftig ist, meisterschaftlich ist, nicht die Webstühle kaufen, um auf ihnen
arbeiten zu lassen; vorgeschrieben, wie viele einer bearbeiten darf etc. Kurz,
das Instrument selbst ist noch so verwachsen mit der lebendigen Arbeit selbst,
als deren Domäne es erscheint, dass es nicht wahrhaft zirkuliert. Was das
Geldvermögen befähigt, Kapital zu werden, ist das Vorfinden einerseits der
freien Arbeiter; zweitens das Vorfinden der Lebensmittel und Materialien etc.,
die sonst d’une manière ou d’une autre
Eigentum
der
nun objektivlos gewordenen Massen waren, als ebenfalls
frei
und verkäuflich.
Die andere Bedingung der Arbeit aber – gewisse Kunstfertigkeit,

Instrument
als Mittel der Arbeit etc. – ist in dieser Vorperiode oder ersten Periode des
Kapitals von ihm
vorgefunden,
teils
als Resultat des städtischen Zunftwesens, teils der häuslichen oder als
Akzessorium

57
am
Landbau haftenden Industrie. Der historische Prozess ist nicht das Resultat des
Kapitals, sondern Voraussetzung für dasselbe. Durch ihn schiebt sich dann auch
der Kapitalist als Zwischenperson (historisch) zwischen Grundeigentum oder
zwischen Eigentum überhaupt und Arbeit. Von den gemütlichen Einbildungen,
wonach der Kapitalist und der Arbeiter Assoziation schließen etc., | weiß
weder die Geschichte etwas noch findet sich davon eine Spur in der
Begriffsentwicklung des Kapitals. Sporadisch kann sich die
Manufaktur
entwickeln
lokal inmitten eines Rahmens, der noch ganz anderer Periode angehört, wie z.B.
in den italienischen Städten
neben
den
Zünften. Aber als allgemein beherrschende Form einer Epoche müssen die
Bedingungen für das Kapital nicht nur lokal, sondern auf einer großen
Stufenleiter entwickelt sein. (Es steht dem nicht im Weg, dass bei der
Auflösung der Zünfte einzelne Zunftmeister sich in industrielle Kapitalisten
verwandeln; indes ist der Kasus rar und so der Natur der Sache nach. Im ganzen
geht das Zunftwesen unter, der Meister und der Gesell, wo der Kapitalist und
der Arbeiter aufkommt.)

Es ist selbstverständlich – und
zeigt sich bei näherem Eingehen in die geschichtliche Epoche, von der hier die
Rede –, dass allerdings
die
Zeit der Auflösung
der früheren Produktionsweisen und Weisen
des Verhaltens des Arbeiters zu den objektiven Bedingungen der Arbeit –
zugleich eine Zeit
ist,
wo einerseits das
Geldvermögen
schon
zu einer gewissen Breite sich entwickelt
hat,
anderseits rasch wächst und sich
ausdehnt durch dieselben Umstände, die jene Auflösung beschleunigen. Es selbst
ist zugleich einer der Agenten jener Auflösung, wie jene Auflösung die
Bedingung seiner Verwandlung in Kapital ist. Aber das
bloße Dasein des Geldvermögens
und
selbst Gewinnung einer Art supremacy

58
seinerseits reicht keineswegs dazu hin,
dass jene
Auflösung in
Kapital
geschehe. Sonst hätte das alte Rom, Byzanz etc. mit
freier Arbeit und Kapital seine Geschichte geendet oder vielmehr eine neue
Geschichte begonnen. Auch dort war die Auflösung der alten
Eigentumsverhältnisse verknüpft mit Entwicklung des Geldvermögens – des Handels
etc. Aber statt zur Industrie führte diese Auflösung in fact zur Herrschaft des
Landes über die Stadt. – Die
Urbildung
des Kapitals
geht nicht so vor sich, dass das Kapital
aufhäufte,
wie sich das
vorgestellt wird, Lebensmittel und Arbeitsinstrumente und Rohstoffe, kurz, die
vom Boden losgelösten und selbst schon mit menschlicher Arbeit
verquickten
objektiven
Bedingungen
der Arbeit.

{Es ist auf den ersten Blick klar, welch
abgeschmackter Zirkel es wäre, wenn einerseits die
Arbeiter,
die das
Kapital ins Werk setzen muss, um als Kapital sich zu setzen, erst
geschaffen
werden
müssten, ins Leben gerufen werden müssten durch
seine
Aufhäufung, auf
sein
Werde!
warteten,
während andererseits es selbst unfähig wäre,
aufzuhäufen ohne
fremde Arbeit,
höchstens
seine eigene
Arbeit
aufhäufen könnte, d.h. also selbst existieren in der
Form von
Nicht-Kapital
und
Nicht-Geld,
da die
Arbeit vor der Existenz des Kapitals sich nur selbst verwerten kann in Formen,
wie die der handwerksmäßigen Arbeit, der kleinen Agrikultur etc., kurz, lauter
Formen, die
nicht
oder
nur spärlich
aufhäufen
können;
in Formen, die nur ein kleines surplus produce zulassen und dies zum großen
Teil
aufzehren.
Überhaupt
werden wir diese Vorstellung des Auf
häufens
noch
näher zu untersuchen haben.}

Nicht so, dass das Kapital die
objektiven Bedingungen der Arbeit schafft. Sondern seine
Urbildung
geschieht
einfach dadurch, dass der als
Geldvermögen
existierende
Wert durch den historischen Prozess der Auflösung der alten Produktionsweise
befähigt wird, einerseits zu
kaufen
die
objektiven Bedingungen der Arbeit, anderseits die
lebendige
Arbeit selbst
gegen Geld von den freigewordenen Arbeitern einzutauschen. Alle diese Momente
sind vorhanden; ihre Scheidung selbst ist ein historischer Prozess, ein Auflösungsprozess,
und es ist
dieser,
der
das Geld befähigt, sich in
Kapital
zu
verwandeln. Das Geld selbst, soweit es mit bei der Geschichte tätig ist, ist es
nur, insofern es selbst als ein höchst energisches Scheidungsmittel in diesen
Prozess eingreift und insofern zur Herstellung der
gerupften,
objektivlosen
freien Arbeiter mitwirkt;
sicher
aber nicht dadurch, dass es für sie die objektiven Bedingungen ihrer
Existenz
schafft
;
sondern indem es ihre Trennung von denselben – ihre Eigentumslosigkeit –
beschleunigen hilft. Wenn z. B. die großen englischen Grundeigentümer ihre
retainers

59
entließen,
die mit ihnen das surplus produce des Landes aufzehrten; ferner ihre Pächter
die kleinen Häusler verjagten etc., so war damit erstens eine Masse lebendiger
Arbeitskräfte auf den
Arbeitsmarkt
geworfen,
eine Masse, die in doppeltem Sinn frei war, frei von den alten Klientel- oder
Hörigkeitsverhältnissen und Dienstverhältnissen und zweitens frei von allem Hab
und Gut und jeder objektiven, sachlichen Daseinsform,
frei von allem Eigentum;
auf
den Verkauf ihres Arbeitsvermögens oder auf Bettel, Vagabundage und Raub als
die einzige Erwerbsquelle angewiesen. Dass sie das letztere zuerst versuchten,
von diesem Wege aber durch Galgen, Pranger, Peitsche auf den schmalen Weg zum
Arbeitsmarkt getrieben wurden – wo also die
Regierungen,
f. i.

60
Henry VII, VIII etc. als
Bedingungen des historischen

Auflösungsprozesses und als
Hersteller der Bedingungen für die Existenz des Kapitals erscheinen – ist
geschichtlich konstatiert. Andrerseits die Lebensmittel etc., die die
Grundeigentümer früher mit den retainers aufaßen, standen nun zur Disposition
des Geldes, das sie kaufen wollte, um through their instrumentality

61
Arbeit zu
kaufen. Das Geld hatte diese Lebensmittel weder geschaffen noch auf
gehäuft
–
,
sie waren da, wurden
konsumiert und reproduziert, eh sie durch seine Vermittlung konsumiert und
reproduziert wurden. Was sich geändert hatte, war nichts, als [dass] diese
Lebensmittel jetzt auf den
Austauschmarkt
geworfen
waren – getrennt waren von ihrem unmittelbaren Zusammenhang mit den Mäulern der
retainers etc. und aus Gebrauchswerten in Tauschwerte verwandelt waren, so in
die Domäne und die | Oberherrlichkeit des Geldvermögens fielen.

Ebenso mit den
Arbeitsinstrumenten. Weder erfand noch fabrizierte das Geldvermögen Spinnrad
und Webstuhl. Aber losgelöst von ihrem

62
Grund und Boden, gerieten Spinner und Weber
mit ihren Stühlen und Rädern in die Botmäßigkeit des Geldvermögens etc.
Eigen ist dem Kapital nichts als die
Vereinigung der Massen von Händen und Instrumenten, die es vorfindet. Es
agglomeriert sie unter seiner Botmäßigkeit.
Das ist sein
wirkliches Anhäufen;
das
Anhäufen von Arbeitern auf Punkten nebst ihren Instrumenten. Hiervon wird bei
der sog. Anhäufung des Kapitals näher zu handeln sein. Das Geldvermögen – als
Kaufmannsvermögen – hatte allerdings beschleunigen und auflösen helfen die
alten Produktionsverhältnisse und es dem Grundeigentümer z. B., wie
A. Smith schon hübsch entwickelt,
63
möglich gemacht, sein Getreide, Vieh etc.
auszutauschen gegen aus der Fremde gebrachte Gebrauchswerte, statt die von ihm
selbst produzierten mit seinen retainers zu verprassen und seinen Reichtum zum
großen Teil in der Masse seiner mit konsumierenden retainers zu finden. Es
hatte für ihn dem
Tauschwert
seiner
Revenu eine höhere Bedeutung gegeben. Ebenso fand dies in Bezug auf seine
Pächter statt, die schon halb Kapitalisten waren, aber doch noch sehr
verbrämte.

Die Entwicklung des Tauschwerts
– begünstigt durch das in der Form des Kaufmannsstandes existierende
Geld
– löst die mehr
auf den unmittelbaren Gebrauchswert gerichtete Produktion und die ihr
entsprechenden Eigentumsformen – Verhältnisse der Arbeit zu ihren objektiven
Bedingungen – auf und drängt so zur Herstellung des
Arbeitsmarkts
(wohl zu
unterscheiden vom Sklavenmarkt). Indes auch diese Wirkung des Geldes nur
möglich unter der Voraussetzung des
städtischen
Gewerbefleißes,
der
nicht
auf Kapital
und Lohn-

arbeit, sondern auf Organisation der Arbeit in
Zünfte etc. beruht. Die städtische Arbeit selbst hatte Produktionsmittel
geschaffen, für die die Zünfte ebenso genant

64
wurden wie die alten
Grundeigentumsverhältnisse einer verbesserten Agrikultur, die zum Teil selbst
wieder Folge des größeren Absatzes der Agrikulturprodukte an die Städte etc.
Die anderen Umstände, die z. B. im 16. Jahrhundert die Masse der umlaufenden
Waren ebenso sehr wie die des Geldes vermehrten, neue Bedürfnisse schufen und
daher den Tauschwert der einheimischen Produkte erhöhten etc., Preise
steigerten etc., alles dies beförderte einerseits die Auflösung der alten
Produktionsverhältnisse, beschleunigte die Loslösung des Arbeiters oder
Nichtarbeiters, aber Arbeitsfähigen von den objektiven Bedingungen seiner
Reproduktion und beförderte so die Verwandlung des Geldes in Kapital. Es kann
daher nichts alberner sein, als diese
Urbildung
des
Kapitals so aufzufassen, als habe es aufgehäuft und geschaffen die
objektiven Bedingungen der Produktion
–
Lebensmittel, Rohmaterial, Instrumente – und sie dem davon
entblößten
Arbeiter
angeboten. Vielmehr half das Geldvermögen zum Teil die Arbeitskräfte der
arbeitsfähigen Individuen
entblößen
von
diesen Bedingungen; zum Teil ging dieser Scheidungsprozess ohne es voran. Als
sie eine gewisse Höhe erreicht hatte, konnte das Geldvermögen sich als Mittler
zwischen die so freigewordenen objektiven Bedingungen des Lebens und die
freigewordenen, aber auch
los
und ledig
gewordenen lebendigen Arbeitskräfte stellen und mit
den einen die anderen kaufen. Was aber nun die
Bildung des Geldvermögens
selbst angeht,
vor seiner Verwandlung in Kapital, so gehört sie in die Vorgeschichte der bürgerlichen
Ökonomie. Wucher, Handel, Städtewesen und mit ihnen aufkommender Fiskus spielen
dabei Hauptrolle. Auch das
Hoarden

65
der
Pächter, Bauern etc.; obgleich in minderem Grad. –

Es zeigt sich hier zugleich,
wie die Entwicklung des Austauschs und des Tauschwerts, der überall durch
Handel vermittelt ist oder dessen Vermittlung Handel genannt werden kann – das
Geld erhält im Kaufmannsstand ebenso wie die Zirkulation im Handel selbständige
Existenz –, mit sich führt sowohl die Auflösung der
Eigentumsverhältnisse der Arbeit an
ihren
Existenzbedingungen auf der einen Seite als die selbst
unter die
objektiven
Bedingungen der Produktion rangierte[n] Arbeit;
lauter
Verhältnisse, die ebenso sehr ein Vorherrschen des Gebrauchswerts und der auf
den unmittelbaren Gebrauch gerichteten Produktion wie eines unmittelbar selbst
noch als Voraussetzung der Produktion vorhandenen realen Gemeinwesens
ausdrücken. Die auf dem Tauschwert basierte Produktion und das auf dem
Austausch dieser

Tauschwerte basierte Gemeinwesen – so sehr
sie, wie wir im vorigen Kapitel vom Geld sahen – das Ansehen haben, das
Eigentum als Ausfluss bloß der
Arbeit
zu
setzen, das Privateigentum am Produkt der eigenen Arbeit als Bedingung zu
setzen – und die Arbeit als allgemeine Bedingung des Reichtums – unterstellt
und produziert die Trennung der Arbeit von ihren objektiven Bedingungen. Dieser
Austausch von Äquivalenten geht vor, ist nur die oberflächliche Schichte einer
Produktion, die beruht auf der Aneignung fremder Arbeit
ohne Austausch,
aber
unter dem
Schein des
Austauschs.
Dieses System des Austauschs beruht auf dem
Kapital
als seiner
Grundlage, und, wenn es getrennt von ihm betrachtet wird, wie es sich an der
Oberfläche selbst zeigt, als
selbständiges
System,
so ist dies bloßer
Schein,
aber
ein
notwendiger Schein.
Es
ist daher jetzt nicht länger zu verwundern, dass das System der Tauschwerte –
Austausch von durch die Arbeit gemessenen Äquivalenten – umschlägt oder
vielmehr als seinen versteckten Hintergrund zeigt
Aneignung fremder Arbeit ohne Austausch,
völlige
Trennung von Arbeit und Eigentum. Das Herrschen nämlich des Tauschwerts selbst
und der Tauschwerte produzierenden Produktion
unterstellt
| fremdes Arbeitsvermögen
selbst als Tauschwert – d. h. Trennung des lebendigen Arbeitsvermögens von
seinen objektiven Bedingungen; Verhalten zu denselben – oder zu seiner eigenen
Objektivität – als fremdem Eigentum; Verhalten zu denselben in einem Wort
als
Kapital.
Nur
in den Zeiten des Untergangs des Feudalwesens, wo es aber noch kämpft unter
sich – so in England im 14. und ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, ist das
goldene Zeitalter für die sich emanzipierende Arbeit. Damit die Arbeit sich
wieder zu ihren objektiven Bedingungen als ihrem Eigentum verhalte, muss ein
anderes System an die Stelle des Systems des Privataustauschs treten, der, wie
wir gesehen, Austausch von vergegenständlichter Arbeit gegen Arbeitsvermögen
und darum Aneignung der lebendigen Arbeit ohne Austausch setzt.

Die Art, wie sich das Geld in
Kapital verwandelt, zeigt sich oft historisch ganz einfach handgreiflich so,
dass z. B. der Kaufmann mehrere Weber und Spinner, die bisher Weben und Spinnen
als ländliches Nebengewerb trieben, für sich arbeiten lässt und ihr Nebengewerb
zum Haupterwerb für sie macht; dann aber ihrer sicher ist und sie in seine
Botmäßigkeit als Lohnarbeiter gebracht hat. Sie dann von ihren Heimatstätten
fortzuziehen und zu vereinen in ein Arbeitshaus, ist ein weiterer Schritt. Bei
diesem einfachen Prozess ist klar, dass er weder Rohmaterial noch Instrument,
noch Lebensmittel für den Weber und Spinner vorbereitet hat. Alles, was er
getan hat, ist, sie nach und nach auf eine Art Arbeit zu beschränken, wo sie
abhängig vom Verkauf, vom
Käufer
werden,
dem
Kaufmann
und
schließlich nur noch
für
und
durch
ihn pro-

duzieren.
Er hat ursprünglich nur durch den Kauf ihres Produkts ihre Arbeit gekauft;
sobald sie sich auf die Produktion dieses Tauschwerts beschränken und also
unmittelbar
Tauschwerte
produzieren
müssen, ihre Arbeit ganz gegen Geld austauschen müssen, um fort existieren zu
können, geraten sie in seine Botmäßigkeit, und zuletzt verschwindet auch der
Schein, als ob sie ihm Produkte
verkauften.
Er
kauft ihre Arbeit und nimmt ihnen das Eigentum erst am Produkt, bald auch am
Instrument oder lässt es ihnen als
Scheineigentum,
um
seine eigenen Produktionskosten zu vermindern.

Die ursprünglichen historischen
Formen, in denen das Kapital zuerst sporadisch oder
lokal
erscheint,
neben
den alten
Produktionsweisen, aber sie nach und nach überall sprengend, ist die
eigentliche
Manufaktur
(noch
nicht Fabrik) einerseits; diese entspringt da, wo in Massen für die Ausfuhr
produziert wird, für den auswärtigen Markt – also auf der
Basis von großem See- und Landhandel,
in
ihren Emporien

66
,
wie in den italienischen Städten, Konstantinopel, den flandrischen,
holländischen Städten, einigen spanischen, wie Barcelona etc. Die Manufaktur
ergreift zunächst nicht das sog.
städtische
Gewerbe-
sondern das
ländliche
Nebengewerb,
Spinnen und Weben, die Arbeit, die am wenigsten
zünftiges Geschick, künstlerische Ausbildung verlangt. Außer jenen großen
Emporien, wo sie die Basis eines
auswärtigen
Markts
vorfindet, die Produktion also sozusagen
naturwüchsig
auf den Tauschwert gerichtet
ist – also Manufakturen, die direkt mit der Schifffahrt Zusammenhängen,
Schiffsbau selbst etc. –, schlägt sie ihre ersten Wohnsitze nicht in den
Städten auf, sondern auf dem Land, in nicht zünftigen Dörfern etc. Das
ländliche Nebengewerb enthält die breite Basis der Manufaktur, während das
städtische Gewerbe hohen Fortschritt der Produktion verlangt, um fabrikmäßig
betrieben werden zu können. Ebenso solche Produktionszweige – wie Glasfabriken,
Metallfabriken, Holzsägereien etc., die von vornherein mehr Konzentration von
Arbeitskräften verlangen; von vornherein mehr Naturkräfte verwerten,
massenweise Produktion verlangen, ebenso Konzentration der Arbeitsmittel etc.
Ebenso Papierfabriken etc. Anderseits das Aufkommen des Pächters und die
Verwandlung der ackerbauenden Bevölkerung in freie Tagelöhner Obgleich diese
Umwandlung auf dem Lande zuletzt sich in ihren letzten Konsequenzen und der
reinsten Form durchsetzt, so beginnt sie auf ihm mit am frühsten. Die Alten,
die nie über eigentlich städtischen Kunstfleiß hinauskamen, konnten daher nie
zur großen Industrie kommen. Ihre erste Voraussetzung ist die Hereinziehung des
Landes in seiner ganzen Breite in die Produktion nicht von Gebrauchswerten,
sondern von Tauschwerten. Glas-

fabriken, Papiermühlen,
Eisenwerke etc. können nicht zünftig betrieben werden. Sie verlangen Produktion
in Masse; Absatz an einem allgemeinen Markt;
Geldvermögen
auf Seiten des Unternehmers –
nicht als ob er die Bedingungen schaffe, weder die subjektiven noch die
objektiven; aber unter den alten Eigentumsverhältnissen und
Produktionsverhältnissen können diese Bedingungen nicht zusammengebracht
werden. – Die Auflösung der Leibeigentumsverhältnisse, wie das Aufkommen der
Manufaktur, verwandeln dann nach und nach alle Arbeitszweige in vom Kapital
betriebene. – Die Städte selbst enthalten allerdings auch in dem unzünftigen
Tagelöhnertum, Handlangern etc. ein Element für die Bildung der eigentlichen
Lohnarbeit. –

| Wenn wir so gesehen
haben, dass die Verwandlung des Geldes in Kapital einen historischen Prozess
voraussetzt, der die objektiven Bedingungen der Arbeit los geschieden hat,
verselbständigt hat gegen den Arbeiter –, so ist es anderseits der Effekt des
einmal entstandenen Kapitals und seines Prozesses, sich alle Produktion zu
unterwerfen und überall die Scheidung zwischen Arbeit und Eigentum, zwischen
der Arbeit und den objektiven Bedingungen der Arbeit zu entwickeln und
durchzuführen. Es wird sich bei der weiteren Entwicklung zeigen, wie das
Kapital handwerksmäßige Arbeit, arbeitendes kleines Grundeigentum etc. und sich
selbst vernichtet in den Formen, wo es
nicht
im
Gegensatz zur Arbeit erscheint – im
kleinen
Kapital
und den Mittelgattungen, Zwittergattungen zwischen den
alten Produktionsweisen (oder wie sie sich auf Grundlage des Kapitals erneuert
haben) und der klassischen, adäquaten Produktionsweise des Kapitals selbst.

Die einzige Aufhäufung, die bei
der Entstehung des Kapitals vorausgesetzt ist, ist die von
Geldvermögen,
das, an
und für sich betrachtet, durchaus unproduktiv ist, wie es nur aus der
Zirkulation entspringt und nur ihr angehört. Einen inneren Markt bildet sich
das Kapital rasch dadurch, dass es alle ländlichen Nebengewerbe vernichtet,
also für alle spinnt, webt, alle kleidet etc., kurz, die früher als
unmittelbare Gebrauchswerte geschaffenen Waren in die Form von Tauschwerten
bringt, ein Prozess, der durch die Loslösung der Arbeiter vom Grund und Boden
und dem Eigentum (sei es auch in höriger Form) an den Produktionsbedingungen
sich von selbst ergibt. –

Bei dem städtischen Handwerk,
obgleich es wesentlich auf Austausch beruht und Schöpfung von Tauschwerten, ist
der unmittelbare, der Hauptzweck dieser Produktion
Subsistenz als Handwerker,
als
Handwerksmeister,
also
Gebrauchswert; nicht
Bereicherung,
nicht
Tauschwert als Tauschwert.
Die
Produktion ist daher überall einer vorausgesetzten Konsumtion, die Zufuhr der
Nachfrage untergeordnet und erweitert sich nur langsam.

Die
Produktion von Kapitalisten und
Lohnarbeitern ist also ein Haupt-

produkt des Verwertungsprozesses des
Kapitals.
Die gewöhnliche Ökonomie, die nur die produzierten
Sachen im Auge hält, vergisst dies vollständig. Indem in diesem Prozess die
vergegenständlichte Arbeit zugleich als
Nichtgegenständlichkeit
des
Arbeiters, als Gegenständlichkeit einer dem Arbeiter entgegengesetzten
Subjektivität gesetzt ist, als
Eigentum
eines
ihm fremden Willens, ist das Kapital notwendig zugleich
Kapitalist,
und der Gedanke
von einigen Sozialisten, wir brauchten das Kapital, aber nicht die
Kapitalisten, ist durchaus falsch. Im Begriff des Kapitals ist gesetzt, dass
die objektiven Bedingungen der Arbeit – und diese sind ihr eigenes Produkt –
ihr gegenüber
Persönlichkeit
annehmen,
oder was dasselbe ist, dass sie als Eigentum einer dem Arbeiter fremden
Persönlichkeit gesetzt sind. Im Begriff des Kapitals ist der Kapitalist
enthalten. Indes ist dieser Irrtum keineswegs größer als der z. B. aller
Philologen, die von
Kapital
im
Altertum sprechen, römischen, griechischen Kapitalisten. Es ist dies nur ein
anderer Ausdruck dafür, dass die Arbeit in Rom und Griechenland
frei
war, was die Herrn
schwerlich behaupten möchten. Dass wir jetzt die Plantagenbesitzer in Amerika
nicht nur Kapitalisten nennen, sondern dass sie es
sind,
beruht darauf,
dass sie als Anomalien innerhalb eines auf der freien Arbeit beruhenden
Weltmarkts existieren. Wenn es sich vom Wort Kapital handelt, das bei den Alten
nicht vorkommt {obgleich entsprechend für die principalis summa rei
creditae αρχαῑα

67
bei
den Griechen}, so sind die noch wandernden Horden mit ihren Herden in den
Steppen Hochasiens die größten Kapitalisten, da Kapital ursprünglich Vieh
meint, weswegen noch der aus Mangel an Kapital in Südfrankreich häufig
geschlossene Metairievertrag

68
gerade ausnahmsweise:
Bail de bestes à cheptel

69
.
Will
man sich auf schlechtes Latein einlassen, so wären unsere Kapitalisten
oder
Capitales Homines
solche
„qui debent
censum de
capite“

70
.

Bei der Begriffsbestimmung des
Kapitals finden sich Schwierigkeiten, die beim Geld nicht Vorkommen; das
Kapital ist wesentlich
Kapitalist
;
gleichzeitig aber auch wieder als vom Kapitalist unterschiedenes Element seines
Bestehens oder d[ie] Produktion überhaupt
Kapital.
So werden wir weiter finden, dass
sich unter
Kapital
vieles
subsumiert, was seinem Begriff nach nicht hineinzugehören scheint. Kapital wird
ausgeliehen z. B. Es wird aufgehäuft etc. In allen diesen Bezeichnungen scheint
es bloße Sache zu sein und ganz mit der Materie, in der es besteht,
zusammenzufallen. Doch dies und anderes wird sich aufklären im Verlauf der
Entwicklung. (Nebenbei noch als Spaß bemerkt: Der brave
Adam Müller [, S.226, 228], der alle figürlichen Redensarten sehr
mystisch nimmt, hat auch von
lebendigem
Kapital
im gemeinen Leben gehört im Gegen-

satz
zu
totem
und
macht sich dies nun theosophisch zurecht. König Aethelstan konnte ihn
darüber belehren:

„Reddam de meo proprio decimas
Deo tam in
Vivente
Capitali
(lebendem Vieh), quam in
mortuis fructibusa terrae
(toten
Erdfrüchten).“

71
)

Geld bleibt immer dieselbe Form
in demselben Substrat und kann so leichter als bloße Sache aufgefasst werden.
Aber dasselbe, Ware, Geld etc. können Kapital vorstellen oder Revenu etc. Es
ist so selbst den Ökonomen klar, dass Geld nichts Handgreifliches ist; sondern
dass dieselbe Sache bald unter der Bestimmung Kapital, bald unter einer anderen
und entgegengesetzten Bestimmung subsumiert sein kann und danach Kapital
ist
oder
nicht ist.
Es ist
offenbar so ein
Verhältnis
und kann nur ein Produktionsverhältnis sein:

1
besonderes
Gemeindeland

2
In
der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Begriff Stamm eine umfassendere
Bedeutung als in der Gegenwart. Er bezeichnete eine Gruppe von Menschen, die
eine gemeinsame Herkunft von ein und demselben Vorfahren hatten, und umschloss
die Begriffe Sippe und Gens. Die genaue Unterscheidung und Bestimmung dieser
Begriffe wurde erstmals von Lewis Henry Morgan in seinem Buch
„Ancient society ..London 1877, gegeben. Engels verallgemeinerte die
Resultate von Morgans Forschungen in seinem Werk „Der Ursprung der Familie,
des Privateigentums und des Staats“.

3
Heiraten
untereinander

4
umherstreifend

5
Mitglied

6
selbsterhaltend

7
Versicherung

8
Verfügungsrecht

9
Arbeitsfonds

10
zufällige Erscheinungen

11
Fall

12
sich selbst erhaltenden Bauern

13
Barthold Georg Niebuhr, „Römische Geschichte“, 2.,
völlig umgearb. Ausg., Th. 1, Berlin 1827, S.245.

14
befindet sich in solchen Bedingungen des Erwerbs des
Lebensunterhaltes, dass sein Ziel nicht die Gewinnung von Reichtum sein kann,
sondern die Selbsterhaltung, seine eigene Reproduktion als Mitglied des
Gemeinwesens; die Reproduktion seiner selbst als Eigentümer der Bodenparzelle
und, als solcher, als ein Mitglied der Gemeinde

15
Gemeinde

16
Mitglieder

17
sich selbst erhaltende Bauern

18
Reichtum erzeugenden

19
sich selbst erhaltenden Mitglieder des Gemeinwesens

20
in der Handschrift: Diese Einheit

21
Kein Römer durfte seinen Lebensunterhalt als Händler
oder Handwerker verdienen.

22
Dionysius Halicarnassensis, „Antiquitates Romanae“,
IX, 25. Marx zitiert nach Niebuhr, „Römische Geschichte“, 2., völlig umgearb.
Ausg., Th. 1, Berlin 1827, S. 615, Note.

23
Geschlechtsverwandten

24
Heiligtümer

25

Besitzer

26
Überlagerung

27
Hier beginnt das nächste Heft des Manuskriptes. Die
erste Seite ist überschrieben „Heft V. (Das Kapitel vom Kapital. Fortsetzung)“.
Auf dem Titelblatt des Heftes steht „Heft V. Januar 1858. London. (Begonnen den
22. Januar.)“

28
beraubt

29
im Grunde

30
In der Handschrift: als

31
der sich selbst erhaltende

32
Frachtgeschäfts

33
In Wirklichkeit

34
Pierre-Joseph Proudhon, „
Système des contradictions économiques
...“, t. 2, Paris 1846, p. 269
.

Diese Stelle zitiert und
kritisiert Marx in
seiner Schrift „Das
Elend der Philosophie“

35
In der Handschrift: seinem unorganischen

36
auf die eine oder andere Weise

37
wenigstens

38
Joche

39
z.B.

40
zunächst

41
Umherstereifen

42
sich selbst erhaltenden

43
Freigelassenen

44
Gesichtspunkt

45
zoon politikon – gesellschaftliches Wesen (Aristoteles,
„Politica“, I, 2, 1253a 3.)

46
um so besser

47
Dienstleute

48
der Möglichkeit nach

49
gewissen Grade

50
Mehrprodukt

51
In der Handschrift: Gebrauchswert

52
potentielle

53
auf die eine oder andere Weise

54
Beziehungen

55
Möglichkeit

56
vorsintflutlichen

57
Beiwerk

58
Vorherrschaft

59
Dienstmannen

60
z. B.

61
durch ihre Vermittlung

62
in der Handschrift: seinem

63
Adam Smith, „An inquiry … b. 3, ch. 4.

64
lästig

65

Horten

66
Stapelplätzen

67
principalis summa rei creditae αρχαῑα
(der Grundbetrag eines Darlehens
wird Ursprüngliches genannt) – Die etymologische Bildung des Wortes Kapital
untersuchte Charles Dufresne Du Cange in seinem Werk „Glossarium mediae et
infimae latinitatis … t.2, Parisiis 1842, p. 139-141.

68
Meiereivertrag

69

Viehpachtvertrag

70
Capitales homines ... „qui debent censum de capite“
(Leute, „die einen Kopfzins
schulden“) – Du Canges führt in seinem „Glossarium mediae et infimae
latinitatis ...“, t.2, p. 141, weiter aus, dass diese einst nicht völlig,
sondern nur bedingt freigelassen worden wären, verpflichtet zu Leistungen, Dienst
oder einer jährlichen Abgabe.

71
„Reddam de meo proprio decimas Deo tam in Vivente
Capitali
…,
quam in mortuis fructibus terrae“.
(„Ich
werde Gott von meinem Eigentum den Zehnten entrichten, sowohl in lebendiger
Habe als auch in toten Früchten der Erde“.) – Marx zitiert diese bei Du Cange,
„Glossarium mediae et infimae latinitatis ...“, t.2, p. 140, veröffentlichte
Stelle aus den Gesetzen des angelsächsischen Königs Aethelstan als Beleg für
den Gebrauch des Ausdrucks „Capitale vivens“ in der Bedeutung von „lebendige
Habe, Vieh“.

### [Kreislauf des Kapitals]

||l6| Wir haben gesehen, wie
erst
am Ende des
Kreislaufs
die wahre Natur des Kapitals hervortritt. Was wir
jetzt zu betrachten haben, ist der
Kreislauf
selbst
oder der
Umlauf des
Kapitals.
Ursprünglich schien die Produktion jenseits der
Zirkulation und die Zirkulation jenseits der Produktion zu liegen. Der
Kreislauf des Kapitals – die Zirkulation als Zirkulation des Kapitals gesetzt –
umfasst beide Momente. In ihr erscheint die Produktion als End- und
Anfangspunkt der Zirkulation und vice versa. Die Selbständigkeit der
Zirkulation ist jetzt zu einem bloßen Schein herabgesetzt, ebenso wie die
Jenseitigkeit der Produktion.

{Zu dem obigen noch eins zu
bemerken: Der Austausch von Äquivalenten, der das Eigentum an dem Produkt der
eigenen Arbeit zu unterstellen scheint – und daher identisch zu setzen:
Aneignung durch die Arbeit,
den
wirklichen ökonomischen Prozess des Zueigen-Machen und
Eigentum an der objektivierten
Arbeit;
was vorhin als realer Prozess erschien, hier als juristisches Verhältnis, d. h.
als allgemeine Bedingung der Produktion anerkannt und darum gesetzlich
anerkannt, als Ausdruck des allgemeinen Willens gesetzt – schlägt um, zeigt
sich durch eine notwendige Dialektik nach als absolute Scheidung von Arbeit und
Eigentum und Aneignung fremder Arbeit ohne Austausch, ohne Äquivalent. Die auf
den Tauschwert basierte Produktion, auf deren Oberfläche jener freie und gleiche
Austausch von Äquivalenten vorgeht – ist in der Basis Austausch von
vergegenständlichter Arbeit
als
Tauschwert gegen die lebendige

Arbeit als Gebrauchswert
oder, wie das auch ausgedrückt werden kann, Verhalten der Arbeit zu ihren
objektiven Bedingungen – und daher zu der von ihr selbst geschaffenen
Objektivität als fremdem Eigentum:
Entäußerung
der Arbeit.
Andrerseits ist die Bedingung des Tauschwerts
Messen desselben durch Arbeitszeit und daher die lebendige Arbeit – nicht ihr
Wert – als Maß der Werte. Es ist eine delusion

1
, als beruhte in allen Produktionszuständen die
Produktion und daher die Gesellschaft auf dem
Austausch von bloßer Arbeit gegen Arbeit.
In
den verschiedenen Formen, worin die Arbeit sich zu ihren Produktionsbedingungen
als ihrem Eigentum verhält, ist die Reproduktion des Arbeiters keineswegs
durch
bloße Arbeit
gesetzt,
denn sein Eigentumsverhältnis ist nicht das Resultat, sondern die Voraussetzung
seiner Arbeit. Im Grundeigentum ist es klar; im Zunftwesen muss es auch klar
werden, dass die besondere Art Eigentum, die die Arbeit konstituiert, nicht auf
bloßer Arbeit oder Austausch der Arbeit beruht, sondern auf einem objektiven
Zusammenhang des Arbeiters mit einem Gemeinwesen und Bedingungen, die er
vorfindet, von denen er als seiner Basis ausgeht. Sie sind auch Produkte einer
Arbeit, der weltgeschichtlichen; der Arbeit des Gemeinwesens – seiner
historischen Entwicklung, die nicht von der Arbeit der einzelnen noch dem
Austausch ihrer Arbeiten ausgeht. Es ist daher auch nicht die bloße Arbeit
Voraussetzung der Verwertung. Ein Zustand, in dem bloß Arbeit gegen Arbeit
ausgetauscht wird – sei es in der Form unmittelbarer Lebendigkeit, sei es in
der Form des Produkts – unterstellt die Loslösung der Arbeit von ihrem
ursprünglichen Zusammengewachsensein mit ihren objektiven Bedingungen, weswegen
sie auf der einen Seite als bloße Arbeit erscheint, andererseits ihr Produkt
als vergegenständlichte Arbeit ihr gegenüber ein durchaus selbständiges Dasein
als Wert erhält.
Der
Austausch von Arbeit gegen Arbeit
–
scheinbar die Bedingung des Eigentums
des Arbeiters
–
beruht
auf der Eigentumslosigkeit des Arbeiters als ihrer Basis.}

(Dass die
äußerste Form der Entfremdung,
worin
im Verhältnis des Kapitals zur Lohnarbeit die Arbeit, die produktive Tätigkeit
zu ihren eigenen Bedingungen und ihrem eigenen Produkt erscheint, ein
notwendiger Durchgangspunkt ist – und daher
an sich,
nur noch in verkehrter, auf den
Kopf gestellter Form schon enthält die Auflösung aller
bornierten Voraussetzungen der
Produktion
und vielmehr die unbedingten Voraussetzungen der
Produktion schafft und herstellt, daher die vollen materiellen Bedingungen für
die totale, universelle Entwicklung der Produktivkräfte des Individuums, wird
später betrachtet werden.)

Die Geldzirkulation ging von unendlich
vielen Punkten aus und kehrte an unendlich vielen Punkten zurück. Der Punkt der
Rückkehr war keineswegs als Ausgangspunkt gesetzt. In dem Umlauf des Kapitals
ist der Ausgangspunkt gesetzt als Rückkehrpunkt und der Rückkehrpunkt als
Ausgangspunkt. Der Kapitalist selbst ist der Ausgangs- und Rückkehrpunkt. Er
tauscht Geld gegen die Bedingungen der Produktion aus, produziert, verwertet
das Produkt, i. e. verwandelt es in Geld und beginnt dann den Prozess von
neuem. Die Geldzirkulation, für sich betrachtet, erlöscht notwendig im Geld als
einem unbewegten Ding. Die Zirkulation des Kapitals entzündet sich an sich
selbst stets von neuem, dirimiert

2
sich in ihre verschiedenen Momente und ist
ein Perpetuum mobile. Das Preissetzen auf der Seite der Geldzirkulation war
rein formell, insofern der
Wert
vorausgesetzt
ist unabhängig von der Geldzirkulation. Die Zirkulation des Kapitals ist
preissetzend
, nicht nur
formell, sondern reell, insofern sie den Wert setzt. Wo er selbst innerhalb
ihrer als Voraussetzung erscheint, kann es nur sein als von einem anderen
Kapital
gesetzter Wert.
Die
Geldzirkulation findet die Weite ihrer Bahn gemessen, und die Umstände, die sie
beschleunigen oder retardieren, sind äußerliche Anstöße. Das Kapital in seinem
Umlauf erweitert sich selbst und | seine Bahn, und die Geschwindigkeit oder
Langsamkeit des Umlaufs bildet selbst ein immanentes Moment derselben. Es
ändert sich qualitativ in dem Umlauf, und die Totalität der Momente seines
Umlaufs sind selbst die Momente seiner Produktion – seiner Reproduktion sowohl
wie seiner Neuproduktion.

{Wir haben gesehen, wie am Ende
des zweiten Kreislaufs, d. h. des Surpluswerts, der als Surpluskapital
verwertet ist, die Illusion wegfällt, als ob der Kapitalist irgend etwas
austauschte mit dem Arbeiter als einen Teil von dessen eigener, vergegenständlichter
Arbeit. Innerhalb der auf das Kapital selbst schon gegründeten Produktionsweise
erscheint für das einzelne Kapital allerdings der Teil desselben, der Rohstoffe
und Instrument repräsentiert, als ein ihm
vorausgesetzter
Wert und ebenso
vorausgesetzt der
lebendigen
Arbeit,
die es kauft. Diese 2 Posten lösen sich auf als
von
fremdem Kapital
gesetzte,
also wieder vom
Kapital,
nur
von einem anderen. Was für den einen Kapitalisten Rohstoff, ist das Produkt des
anderen. Was für den einen Produkt, ist für den anderen Rohstoff. Das
Instrument
des einen
ist das Produkt des anderen und kann sogar als Rohstoff zur Produktion eines
anderen Instruments dienen. Das, was so im einzelnen Kapital als Voraussetzung,
was wir den konstanten Wert nannten, erscheint, ist nichts als die
Voraussetzung des Kapitals durch das Kapital, dass die Kapitalien in den
verschiedenen Industriezweigen sich wech-

selseitig als
Voraussetzung und Bedingung setzen. Jedes für sich betrachtet, löst sich auf in
als
Wert,
gegen
die lebendige Arbeit
verselbständigte
tote

3
Arbeit. In
letzter Instanz enthält keines irgend etwas außer Arbeit – außer der wertlosen
Naturmaterie. Das Hereinkommen der
vielen
Kapitalien
muss hier die Betrachtung nicht stören. Das Verhältnis der
vielen
wird vielmehr
sich erklären, nachdem das, was alle gemein haben, Kapital zu sein, betrachtet
ist.}

Der Umlauf des Kapitals ist
zugleich sein Werden, sein Wachstum, sein Lebensprozess. Wenn irgend etwas der
Blutzirkulation zu vergleichen war, so war es nicht die formelle des Geldes,
sondern die inhaltsvolle des Kapitals.

Wenn die Zirkulation an allen
Punkten Produktion voraussetzt – und die Zirkulation von Produkten ist, sei es
von Geld oder Ware, diese aber überall aus dem Produktionsprozess hervorgehen,
der selbst Prozess des Kapitals ist, so erscheint jetzt die Geldzirkulation
selbst als bestimmt durch die Zirkulation des Kapitals, während sie
früher
neben
dem
Produktionsprozess zu liegen schien. Auf diesen Punkt werden wir zurückkommen.

Betrachten wir nun die
Zirkulation oder den Umlauf des Kapitals als Ganzes, so erscheinen als die
beiden großen Unterscheidungen innerhalb derselben 2 Momente, der
Produktionsprozess und die Zirkulation selbst, beide als Momente seiner
Zirkulation. Wie lange das Kapital sich innerhalb der Sphäre des
Produktionsprozesses aufhält, hängt von dessen technologischen Bedingungen ab,
und das Verweilen innerhalb dieser Phase fällt unmittelbar zusammen – so sehr
die Dauer verschieden sein muss je nach der Art der Produktion, ihrem
Gegenstand etc. – mit der Entwicklung der Produktivkräfte. Die Dauer ist hier
nichts anderes als die zur Herstellung des Produkts nötige Arbeitszeit
(falsch!)

4
. Je
geringer diese Arbeitszeit, desto größer, wie wir gesehen haben, der relative
Surpluswert. Es ist dasselbe, dass für eine gegebene Quantität Produkte weniger
Arbeitszeit erfordert ist oder dass in einer gegebenen Arbeitszeit mehr fertige
Produkte geliefert werden können. Die Abkürzung der Dauer für ein bestimmtes
Quantum Kapital, während der es in dem Produktionsprozess verweilt, der
eigentlichen Zirkulation sich entzieht, embarked

5
ist, fällt mit der Abkürzung der für die
Herstellung eines Produkts nötigen Arbeitszeit zusammen – mit der Entwicklung
der Produktivkräfte, sowohl Anwendung von Naturkräften, Maschinerie als der
Naturkräfte der gesellschaftlichen Arbeit – Agglomeration der Arbeiter,
Kombination und Teilung der Arbeit. Nach dieser Seite scheint also kein neues
Moment hinzuzukommen. Indes, wenn betrachtet wird, dass in Bezug auf das
einzelne Kapital der Teil

desselben, der Rohstoff und
Instrument (Arbeitsmittel) konstituiert, das Produkt eines fremden Kapitals
ist, so zeigt sich, dass die Geschwindigkeit, mit der es den Produktionsprozess
erneuern kann, zugleich bestimmt ist durch die Entwicklung der Produktivkräfte
in allen anderen Industriezweigen. Es wird dies ganz klar, wenn man sich denkt,
dasselbe Kapital produziere seine Rohstoffe, seine Instrumente und seine
schließlichen Produkte. Die Dauer des Verweilens des Kapitals in der Phase des
Produktionsprozesses wird selbst ein Moment der Zirkulation, wenn
verschiedene
Kapitale
unterstellt. Doch wir haben es hier noch nicht mit den
vielen
Kapitalen zu
tun. Dies Moment gehört also nicht hierher.

Das zweite Moment ist der
Zeitraum, der verläuft von dem Verwandeltsein des Kapitals in Produkt [bis] zu
seinem Verwandeltwerden in Geld. Von der Geschwindigkeit, in der dieser
Zeitraum durchlaufen wird, oder von seiner Dauer, hängt offenbar ab, wie oft in
einer gegebenen Zeit das Kapital den Produktionsprozess, die Selbstverwertung
von neuem beginnen kann. Vollbringt das Kapital – sage ursprünglich von 100
Talern – 4 Umläufe in einem Jahr; der Gewinn sei jedes Mal 5 % seiner selbst,
wenn der Neuwert nicht wieder kapitalisiert wird, dasselbe, als wenn ein
Kapital von 4mal größerer Masse mit demselben Prozentsatz, sage von 400,
einen
Umlauf in einem
Jahr vollbrächte; jedes Mal 20 Taler

6
. Die Geschwindigkeit des Umlaufs – die übrigen
Produktionsbedingungen gleichgesetzt – ersetzt also die
Masse
des Kapitals.
Oder, wenn sich | ein 4mal geringerer Wert 4mal als Kapital realisiert in
derselben Periode, wo sich ein 4mal größerer nur einmal als Kapital
realisierte, ist der Gewinn – die Produktion von Mehrwert – auf Seiten des
kleineren Kapitals so groß –
wenigstens
so groß
wie auf Seiten des größeren. Wir sagen wenigstens. Er
kann größer sein, weil der Surpluswert selbst wieder als Surpluskapital
angewandt sein kann. Z. B. nehme an, bei einem Kapital von 100 sei der Profit
(hier der Berechnung wegen
diese
Form
des Mehrwerts antizipiert) jedes Mal 10%, wie oft es auch
umschlage. So wäre es am Ende der ersten 3 Monate 110, der zweiten 121, der
dritten 133 1/10

7
und
des letzten Umschlags 146 41/100

8
,
während
bei einem Kapital von 400 mit einem Umlauf im Jahr es nur wäre 440. Im ersten
Fall der Gewinn = 46 41(100

9
,
im
zweiten nur = 40. (Dass die Voraussetzung soweit falsch, als das Kapital bei
jeder Vergrößerung nicht
dieselbe
Profitrate
bringt, geht das Beispiel nichts an, denn es kommt nicht an hier auf das wie
viel des Mehr, wenn es nur überhaupt – und das ist es – im ersten Fall mehr ist
als 40.) Dem Gesetz des Ersetzens der

Geschwindigkeit durch
Masse und der Masse durch Geschwindigkeit haben wir schon einmal begegnet im
Geldumlauf. Es herrscht ebenso sehr in der Produktion wie in der Mechanik. Es
ist ein Umstand, auf den, bei Ausgleichung der Profitrate, der Preise etc.
zurückzukommen. Die Frage, die uns hier interessiert, ist die: Kommt nicht ein
Moment der Wertbestimmung herein, das unabhängig ist von der Arbeit, nicht
direkt von ihr ausgeht, sondern von der Zirkulation selbst herrührt?

{Dass der
Kredit
ausgleicht die
Unterschiede im Umlaufe des Kapitals gehört noch nicht hierher. Die Frage
selbst aber gehört hierher, weil sie aus dem einfachen Begriff des Kapitals –
allgemein betrachtet – hervorgeht.}

Der öftere Umlauf des Kapitals
in einer gegebenen Zeitperiode gleicht der öfteren Wiederholung der Ernte
während des natürlichen Jahres in südlicheren Ländern, wenn verglichen mit
nördlichen. Wir abstrahieren hier, wie schon oben gesagt, ganz von der verschiedenen
Zeit, die das Kapital in der Produktionsphase – im produktiven
Verwertungsprozess selbst verharren muss. Wie das Korn als Samen, in die Erde
gelegt, seinen unmittelbaren Gebrauchswert verliert, als unmittelbarer
Gebrauchswert
entwertet
wird,
so ist das Kapital
entwertet
von
Vollendung des Produktionsprozesses bis zu seiner Wiederverwandlung in Geld und
von da wieder in Kapital.

{Diese Geschwindigkeit, womit
es sich von der Form als Geld wieder in die Produktionsbedingungen umsetzen
kann – unter diesen Produktionsbedingungen erscheint nicht, wie in der
Sklaverei der Arbeiter selbst, sondern der Austausch mit ihm – hängt ab von der
Produktionsgeschwindigkeit und Stetigkeit der übrigen Kapitale, die ihm
Rohstoff und Instrument liefern, wie vom Vorhandensein der Arbeiter, und
Surpluspopulation, relative, ist in der letzteren Hinsicht die beste Bedingung
für das Kapital.}

{Ganz abgesehen vom
Produktionsprozess von Kapital a), erscheint die Geschwindigkeit und
Kontinuität des Produktionsprozesses b) als ein Moment, das die Rückverwandlung
des Kapitals a) aus der Form von Geld in die von industriellem Kapital bedingt.
Die Dauer des
Produktionsprozesses
des
Kapitals b) erscheint so als ein Moment
in
der Geschwindigkeit des Zirkulationsprozesses
des Kapitals a).
Die Dauer der Produktionsphase des einen bestimmt die Geschwindigkeit der
Zirkulationsphase des anderen. Ihre
Gleichzeitigkeit
ist
Bedingung, damit die Zirkulation von a) nicht gehemmt wird – das gleichzeitig
in Produktion und in Zirkulation Geworfenwerden seiner eigenen Elemente, gegen
die es sich auszutauschen hat. Z. B. In dem letzten Drittteil des 18.
Jahrhunderts war die Handspinnerei unfähig, den Rohstoff für Gewebe in der
verlangten Masse zu liefern – oder, was dasselbe ist, die Spinnerei konnte
nicht in der erheischten Gleichzeitigkeit – gleichzeitigen Geschwindigkeit den

Flachs oder Baumwolle den Produktionsprozess, ihre

10
Verwandlung in Gespinst, durchmachen
lassen. Die Folge war die Erfindung der Spinnmaschine, die in gleicher
Arbeitszeit ungleich größeres Produkt lieferte oder, was dasselbe, für dasselbe
Produkt ungleich kleinere Arbeitszeit – ungleich geringeres Verweilen in dem
Prozess der Spinnerei brauchte. Alle Momente des Kapitals, die involviert in
ihm erscheinen, wenn es seinem allgemeinen Begriff nach betrachtet wird,
bekommen selbständige Realität und zeigen sich auch erst, sobald es reell, als
viele Kapitale erscheint. Die innere lebendige Organisation, die so innerhalb
und durch die Konkurrenz stattfindet, entwickelt sich dann erst eines
breiteren.}

Wenn wir den ganzen Umlauf des
Kapitals betrachten, so erscheinen 4 Momente oder, die 2 großen Momente des
Produktionsprozesses und des Zirkulationsprozesses als 2 Momente betrachtet,
jedes derselben wieder in Zweiheit: Wir können dabei ausgehen von der Zirkulation
oder von der Produktion. Soviel ist jetzt schon gesagt, dass die Zirkulation
selbst ein Moment der Produktion ist, da erst durch diese das Kapital als
Kapital wird; die Produktion nur Moment der Zirkulation ist, insofern diese
selbst als Ganzes des Produktionsprozesses betrachtet wird. Die Momente sind:
I. Der wirkliche Produktionsprozess und seine Dauer. II. | Verwandlung des
Produkts in Geld. Dauer dieser Operation. III. Verwandlung des Geldes in den
gehörigen Proportionen in Rohmaterial, Arbeitsmittel und Arbeit, kurz, in die
Elemente des Kapitals als produktiven. IV. Kann der Austausch eines Teils des
Kapitals gegen lebendiges Arbeitsvermögen als ein besonderes Moment betrachtet
werden und muss so betrachtet werden, da der Arbeitsmarkt durch andere Gesetze
regiert wird wie der Produce market

11
etc. Hier die Population Hauptsache; nicht
die absolute, sondern die relative. Moment I. kommt hier, wie gesagt, nicht in
Betracht, da es mit den Bedingungen der Verwertung überhaupt zusammenfällt.
Moment III kann erst in Betracht kommen, wenn nicht vom Kapital überhaupt,
sondern von vielen Kapitalien die Rede ist. Moment IV. gehört in den Abschnitt
vom Arbeitslohn etc.

Wir haben es hier nur mit
Moment II zu tun. In der Geldzirkulation war nur formelle Abwechslung des
Tauschwerts als Geld und Ware. Hier ist
Geld,
Ware als Bedingung der Produktion,
endlich der
Produktionsprozess. Die Momente hier sind anders inhaltsvoll. Der Unterschied
im Umschlag des Kapitals, wie er II. gesetzt ist – da er weder abhängt von
größerer Schwierigkeit im Austausch zur Arbeit noch vom Aufenthalt durch
nichtgleichzeitiges Dasein in der Zirkulation von Rohstoff und Arbeitsmittel

12
, noch von der
verschiedenen

Dauer des Produktionsprozesses, könnte also
nur herrühren von größeren Schwierigkeiten in der Verwertung. Dies ist offenbar
kein immanenter Kasus, der aus dem Verhältnis selbst entspringt, sondern fällt
hier, wo wir das Kapital im Allgemeinen betrachten, zusammen mit dem, was wir
von der als Verwertung zugleich resultierenden Entwertung gesagt haben. Kein
Geschäft wird darauf angelegt sein, dass es
schwieriger
seine Produkte absetzen kann
als ein anderes. Rührte das von kleinerem Markt her, so würde nicht größeres –
wie vorausgesetzt – sondern kleineres Kapital angewandt als in dem Geschäft mit
dem größeren Markt. Es könnte sich aber beziehen auf die
größere Entfernung des Markts im Raum
und
daher den spätem Return

13
.
Die längere Zeit, die Kapital a) brauchte, um sich zu verwerten, rührte hier
her von der größeren räumlichen Entfernung, die es nach dem Produktionsprozess
durchlaufen muss, um sich als W gegen G auszutauschen. Aber z. B. Produkt, das
für China produziert wird, kann es nicht so betrachtet werden, dass das Produkt
erst vollendet ist, sein Produktionsprozess, sobald es auf den chinesischen
Markt gebracht ist? Seine Verwertungskosten würden steigen durch die
Transportkosten von England nach China. (Von dem Ersatz für das längere
Brachliegen des Kapitals kann hier noch nicht die Rede sein, da dazu die
sekundären und abgeleiteten Formen des Mehrwerts – Zins – schon vorausgesetzt
sein müssten.) Die Produktionskosten würden sich auflösen in die im
unmittelbaren Produktionsprozess vergegenständlichte Arbeitszeit + die
Arbeitszeit, die enthalten ist im Transport.

Die Frage ist nun zunächst die:
Kann auf die Transportkosten nach den von uns bisher aufgestellten Grundsätzen
ein Mehrwert herausgeschlagen werden? Ziehen wir den konstanten Teil des
Kapitals, der im Transport aufgezehrt wird, Schiff, Wagen etc. und alles, was
zu ihrer Anwendung gehört, ab, da dieses Element nichts zur Frage beiträgt und
es gleichgültig ist, ob es = 0 oder = x gesetzt wird. Ist es nun möglich, dass
Surplusarbeit in den Transportkosten stecken kann und also das Kapital
Surpluswert aus ihnen herausschlagen kann? Die Sache ist einfach zu beantworten
durch die Frage, welches ist die notwendige Arbeit oder der Wert, worin sie
sich vergegenständlicht? Das Produkt muss zahlen 1. seinen eigenen Tauschwert,
die in ihm selbst vergegenständlichte Arbeit; 2. die Surpluszeit, die der
Schiffsmann, Fuhrmann etc. auf seine Transportation verwendet. Ob oder ob nicht
er diese herausschlagen kann, hängt von dem Reichtum des Landes ab, wohin er
das Produkt bringt, und seinem Bedürfnis etc., dem Gebrauchswert des Produkts
für dieses Land. In der unmittelbaren Produktion ist es klar, dass alle
Surplusarbeit, die der Fabrikant den Arbeiter arbeiten
lässt, Surpluswert für ihn, indem sie in neuen Gebrauchswerten
vergegenständlichte Arbeit, die ihm nichts kostet. Er kann ihn aber offenbar in
der Transportzeit nicht längere Zeit anwenden, als der Transport erheischt. Er
würde dadurch Arbeitszeit wegwerfen, nicht verwerten, d. h. nicht in einem
Gebrauchswert objektivieren. Der Schiffer, Fuhrmann etc. brauchen nur ein
halbes Jahr Arbeitszeit (wenn dies generally

14
das Verhältnis der zur Subsistenz
notwendigen Arbeit), um ein Jahr zu leben, so wendet ihn der Kapitalist ein
ganzes Jahr an und zahlt ihm ein halbes. Indem er auf den Wert der
transportierten Produkte ein ganzes Jahr Arbeitszeit schlägt, aber nur ½ zahlt,
gewinnt er einen Mehrwert von 100% auf die notwendige Arbeit. Der Fall ist ganz
derselbe wie in der unmittelbaren Produktion, und der ursprüngliche Mehrwert
des transportierten Produkts kann nur daher rühren, dass ein Teil der
Transportzeit den Arbeitern
nicht
bezahlt
wird, weil er
über
ihre
notwendige Arbeit, um zu leben, Surpluszeit ist. Dass ein einzelnes Produkt
durch die Transportkosten so verteuert würde, dass es nicht ausgetauscht werden
könnte – wegen des Missverhältnisses des Werts des Produkts zu seinem Mehrwert
als transportiertem Produkt, eine Eigenschaft, die an ihm erlischt, sobald es
an Ort und Stelle angekommen – ändert nichts an der Sache. Sollte ein Fabrikant
seine ganze Maschinerie in Bewegung setzen, um 1 Pfund Twist zu spinnen, so
stiege der Wert dieses Pfund ebenfalls so, dass es schwerlich Absatz fände. Die
Teuerung ausländischer Produkte, wie ihr schmaler Konsum im Mittelalter etc.,
rührt eben aus diesem Grund her. Es ist ebenso sehr örtliche | Bewegung, ob
ich Metalle aus den Minen schaffe oder Waren in den Ort ihres Konsums. Die
Verbesserung der Transport- und Kommunikationsmittel fällt ebenfalls in die
Kategorie der Entwicklung der Produktivkräfte überhaupt. Dass es vom Wert der
Produkte abhängen kann, wieweit sie Transportkosten tragen können; dass ferner
massenhafter Verkehr nötig ist, um die Transportkosten zu verringern – ein
Schiff von 100 Tonnengehalt kann mit denselben Produktionskosten 2 und 100
Tonnen tragen etc. – und um Kommunikationsmittel zu rentieren etc., alles dies
gehört nicht hierher. (Indes wird es nötig sein, einen besonderen Abschnitt den
Kommunikationsmitteln zu widmen, da sie eine Form des Capital fixe bilden, die
eigene Gesetze der Verwertung hat.) Denkt man sich dasselbe Kapital
produzierend und transportierend, so fallen beide Akte in die unmittelbare
Produktion, und die Zirkulation, wie wir sie bisher betrachten, d. h. die
Verwandlung in Geld, sobald das Produkt seine letzte Form für den Gebrauch
erhalten, zirkulationsfähige Form, würde erst beginnen, sobald es an den Ort
seiner

Bestimmung gebracht wäre. Der spätere Return

15
dieses
Kapitalisten im Unterschied zu einem anderen, der an Ort und Stelle sein
Produkt absetzt, würde sich auflösen in andere Form von größerem Gebrauch von
Capital fixe, wovon wir hier noch nicht sprechen. Ob a) für 100 Taler mehr
Instrument braucht wie b) oder ob er 100 Taler mehr braucht, um sein Produkt

16
an den
Bestimmungsort zu bringen, auf den Markt, ist dasselbe. In beiden Fällen
größeres Capital fixe gebraucht; mehr Produktions
mittel,
das in der unmittelbaren
Produktion konsumiert wird. Nach dieser Seite hin wäre also kein immanenter
case

17
hier
gesetzt; er fiele in die Betrachtung des Unterschieds von Capital fixe und
Capital circulant.

Indes kommt hier ein Moment
hinzu: die
Zirkulationskosten,
die
nicht im einfachen Begriff der Zirkulation liegen und uns hier noch nichts
angehen. Von den
Zirkulationskosten,
die
aus der Zirkulation als ökonomischem Akt – als Produktionsverhältnis, nicht als
unmittelbar Produktionsmoment wie bei den
Transport- und Kommunikationsmitteln
hervorgehen,
kann erst beim Zins und namentlich beim Kredit die Rede sein. Die Zirkulation,
wie wir sie betrachten, ist Verwandlungsprozess, qualitativer Prozess des
Werts, wie er in der verschiedenen Form von Geld, Produktionsprozess, Produkt,
Rückverwandlung in Geld und Surpluskapital erscheint. Soweit innerhalb dieses
Verwandlungsprozesses als solchen – in diesem Übergehen aus einer Bestimmung in
die andere neue Bestimmungen sich erzeugen. Die Kosten der Zirkulation sind
nicht notwendig eingeschlossen z. B. in dem Übergang von Produkt zu Geld. Sie
können = 0 sein.

Insofern indes die Zirkulation
selbst Kosten macht, selbst Surplusarbeit erheischt, erscheint sie selbst als
in den Produktionsprozess eingeschlossen. Nach dieser Seite erscheint die
Zirkulation als Moment des unmittelbaren Produktionsprozesses. In der unmittelbar
auf den Gebrauch gerichteten und nur den Überfluss austauschenden Produktion
erscheinen die Zirkulationskosten nur für den Überfluss, nicht für
Hauptprodukt. Je mehr die Produktion auf dem Tauschwert, daher auf dem
Austausch beruht, desto wichtiger werden für sie die physischen Bedingungen des
Austauschs – Kommunikations- und Transportmittel.

Das Kapital treibt seiner Natur
nach über jede räumliche Schranke hinaus. Die Schöpfung der physischen
Bedingungen des Austauschs – von Kommunikations- und Transportmitteln wird also
für es in ganz anderem Maße zur Notwendigkeit – die Vernichtung des Raums durch
die Zeit. Insofern das unmittelbare Produkt nur massenhaft verwertet werden
kann auf fernen

Märkten, im Maße als die Transportkosten
abnehmen, und insofern andererseits Kommunikationsmittel und Transport selbst
nur Sphären der Verwertung, der vom Kapital betriebenen Arbeit abgeben können,
insofern massenhafter Verkehr stattfindet – wodurch mehr als die notwendige
Arbeit ersetzt wird – ist die Produktion wohlfeiler Transport- und
Kommunikationsmittel Bedingung für die auf das Kapital gegründete Produktion
und wird
daher
von
ihm hergestellt. Alle Arbeit, die erheischt wird, um das fertige Produkt in
Zirkulation zu werfen – in ökonomischer Zirkulation befindet es sich erst,
sobald es auf dem Markt befindlich ist – ist vom Standpunkt des Kapitals aus zu
überwindende Schranke – wie alle Arbeit, die erheischt ist als
Bedingung
für den
Produktionsprozess (so z. B. Kosten für Sicherheit des Austauschs etc.).
Wasserweg als selbst wandelnder, selbstbewegter Weg der der
Handelsvölker κατ' έξοχήν

18
. Andrerseits, Kommunikationsstraßen fallen
ursprünglich dem Gemeinwesen, später lange Zeit den Regierungen anheim, als
reine Abzüge an der Produktion, die vom gemeinschaftlichen Surplusprodukt des
Landes abgehen, aber keine Quelle seines Reichtums ausmachen – d. h. ihre
Produktionskosten nicht decken. In den ursprünglichen asiatischen,
self-sustaining

19
Gemeinwesen
einerseits kein Bedürfnis nach Wegen; andererseits hält der Mangel derselben
sie fest in ihrer Abgeschlossenheit und bildet daher ein wesentliches Moment
ihrer unveränderten Fortdauer (wie in Indien). Straßenbauten durch Fronarbeit
oder, was andere Form ist, durch Steuer ist zwangsweise Verwandlung eines Teils
der Surplusarbeit oder des Surplusprodukts des Landes in Straßen. Damit das
einzelne Kapital das übernimmt, d. h. die außer dem unmittelbaren
Produktionsprozess
liegenden
Bedingungen desselben herstellt – muss die Arbeit sich verwerten.

Einen bestimmten Weg zwischen
a-b vorausgesetzt (Grund und Boden soll nichts kosten), so enthält ||2l| dieser
nur ein bestimmtes Quantum Arbeit, also Wert. Ob der Kapitalist oder der Staat
ihn bauen lässt, dasselbe. Gewinnt also der Kapitalist hier, indem er
Surplusarbeit und darum Surpluswert schafft? Zunächst streife vom Weg, was
puzzling

20
ist,
ab, und was von seiner Natur als Capital fixe herkommt. Denke, der Weg könnte
at once

21
verkauft
werden wie ein Rock oder eine Tonne Eisen. Wenn die Produktion des Wegs sage 12
Monate kostet, so sein Wert = 12 Monate. Wenn der general Standard of labour

22
so, dass der
Arbeiter leben kann sage von 6 Monaten objektivierter Arbeit, so würde er also,
wenn er den ganzen Weg baute, 6 Monate Arbeit Surpluswert für sich schaffen;
oder es müsste, wenn die Gemeinde den Weg

baute, und der
Arbeiter nur die notwendige Zeit arbeiten wollte, ein anderer Arbeiter, der 6
Monate arbeitete, zugezogen werden. Der Kapitalist dagegen zwingt den einen
Arbeiter, 12 Monate zu arbeiten, und zahlt ihm 6. Der Teil des Werts des Wegs,
der seine Surplusarbeit enthält, bildet den Profit des Kapitalisten. Die reale
Form, worin das Produkt erscheint, muss absolut nicht stören in der Grundlegung
der Werttheorie durch objektivisierte Arbeitszeit.

Aber die Frage ist gerade, ob
der Kapitalist den Weg verwerten, ob er seinen Wert durch den Austausch
realisieren könnte? Diese Frage existiert natürlich bei jedem Produkt, aber sie
nimmt bei den allgemeinen Produktionsbedingungen eine besondere Form an.
Gesetzt, der Wert des Weges verwerte sich nicht. Er wird aber gebaut, weil er
ein notwendiger Gebrauchswert. Wie steht die Sache dann? Hergestellt muss er
werden und bezahlt muss er werden – insofern seine Produktionskosten gegen ihn
ausgetauscht werden müssen. Er tritt nur in Existenz durch gewisse Konsumtion
von Arbeit, Arbeitsmitteln, Rohstoffen etc. Ob die Herstellung durch Fronarbeit
oder durch Steuern geschieht, ist dasselbe. Hergestellt wird er aber nur, weil
er ein notwendiger Gebrauchswert für die Gemeinde ist, weil sie seiner à tout
prix

23
bedarf.
Es ist dies allerdings eine Surplusarbeit, die der einzelne, sei es in der Form
der Fronde, sei es in der vermittelten der Steuer über die unmittelbare Arbeit,
die notwendig zu seiner Subsistenz ist, tun muss. Aber soweit sie nötig ist für
die Gemeinde und für jeden einzelnen
als
Glied
derselben, ist sie keine Surplusarbeit, die er
verrichtet, sondern ein Teil seiner
notwendigen
Arbeit,
der Arbeit, die notwendig ist, damit er sich als
Gemeindeglied
und damit
das Gemeinwesen
reproduziert,
was
selbst eine allgemeine Bedingung seiner produktiven Tätigkeit ist. Wäre die
Arbeitszeit in der unmittelbaren Produktion ganz konsumiert, (oder, vermittelt
ausgedrückt, unmöglich, Surplussteuern für diesen bestimmten Zweck zu erheben),
so müsste der Weg ungebaut bleiben. Wird die ganze Gesellschaft als ein
Individuum betrachtet, so bestünde die notwendige Arbeit in der Summe aller der
besonderen Arbeitsfunktionen, die durch die Teilung der Arbeit verselbständigt
sind. Das eine Individuum müsste z. B. soviel Zeit für Ackerbau verwenden,
soviel für Industrie, soviel für Handel, soviel zur Herstellung von
Instrumenten, soviel, um auf unseren Hammel zurückzukommen, für Wegbau und
Kommunikationsmittel. Alle diese Notwendigkeiten lösen sich auf in soviel
Arbeitszeit, die auf verschiedene Zwecke gerichtet und in besonderten
Tätigkeiten verausgabt werden muss, wie viel solche Arbeitszeit verwandt werden
kann, hinge vom Quantum des Arbeitsvermögens ab (= der Masse der arbeitsfähigen
Individuen, die die Gesellschaft konstituieren) und

von der
Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit (der Produktenmasse, die sie in
gegebener Zeit schaffen kann).

Der Tauschwert, der Teilung der
Arbeit voraussetzt, mehr oder minder entwickelt, nach dem Grad der Austausche
selbst, setzt voraus, dass, statt dass das eine Individuum (die Gesellschaft)
verschiedene Arbeiten verrichtet, seine Arbeitszeit in verschiedenen Formen
anwendet, die Arbeitszeit jedes Individuums nur den notwendigen besonderen
Funktionen gewidmet ist. Wenn wir von der
notwendigen Arbeitszeit
sprechen, so
erscheinen die besonderen getrennten Arbeitszweige als
notwendig.
Diese
wechselseitige Notwendigkeit ist auf der Grundlage des Tauschwerts durch den
Austausch vermittelt und zeigt sich eben darin, dass jede besondere objektivierte
Arbeit, jede besonders spezifizierte und materialisierte Arbeitszeit sich gegen
das Produkt und Symbol der allgemeinen Arbeitszeit, der objektivierten
Arbeitszeit schlechthin, gegen Geld austauscht und so sich gegen jede besondere
Arbeit wieder austauschen kann. Diese Notwendigkeit ist eine selbst wechselnde,
indem die Bedürfnisse ebenso sehr produziert werden wie die Produkte und die
verschiedenen Arbeitsgeschicklichkeiten. Innerhalb dieser Bedürfnisse und
notwendigen Arbeiten findet ein Mehr oder Minder statt. Je mehr die selbst
geschichtlich – durch die Produktion selbst erzeugten Bedürfnisse, die
gesellschaftlichen Bedürfnisse – Bedürfnisse, die selbst der offspring der
social production und intercourse

24
sind, als
notwendig
gesetzt sind, um so höher ist
der wirkliche Reichtum entwickelt. Der Reichtum besteht,
stofflich
betrachtet,
nur in der Mannigfaltigkeit der Bedürfnisse. Das Handwerk selbst erscheint
nicht
notwendig
neben
der self-sustaining agriculture

25
, die das Spinnen, Weben etc. als häusliches
Nebengeschäft betreibt. Beruht aber z. B. die Agrikultur selbst | auf
wissenschaftlichem Betrieb – braucht sie Maschinen, chemische durch den Handel
hergebrachte Düngungsmittel, Samen aus fernen Ländern etc. und ist dabei – was
schon in der Voraussetzung liegt – die ländlich patriarchalische Manufaktur
verschwunden, so erscheint Maschinenfabrik, auswärtiger Handel, Handwerk etc.
als
Bedürfnis
für
die Agrikultur. Der Guano ist ihr vielleicht nur zu beschaffen durch
die Ausfuhr von Seidenzeugen. So erscheint die Seidenmanufaktur nicht mehr als
Luxusindustrie, sondern als notwendige Industrie für die Agrikultur. Es ist
also hauptsächlich und wesentlich dadurch, in diesem Falle dadurch, dass die
Agrikultur die Bedingungen ihrer eigenen Produktion nicht mehr in sich,
naturwüchsig vorfindet, sondern dass diese als selbständige Industrie außer ihr
existiert – und

mit ihrem außer ihr Bestehen ist auch der
ganze verwickelte Zusammenhang, worin diese fremde Industrie existiert, herein
gezogen in den Kreis der Produktionsbedingungen des Ackerbaus – dass, was
früher als Luxus erschien, nun notwendig ist und sogenannte Luxusbedürfnisse z.
B. als Notwendigkeit für die naturwüchsigste und in der reinsten Naturnotwendigkeit
entstandene Industrie erscheinen.

Dieses Wegziehen des
naturwüchsigen Bodens unter dem Boden jeder Industrie und Verlegen ihrer
Produktionsbedingungen außerhalb derselben in einen allgemeinen Zusammenhang –
darum die Verwandlung dessen, was überflüssig erschien, in Notwendiges,
geschichtlich erzeugte Notwendigkeit – ist die Tendenz des Kapitals. Die
allgemeine Grundlage aller Industrien wird der allgemeine Austausch selbst, der
Weltmarkt und daher das Ganze der Tätigkeiten, Verkehrs, Bedürfnisse etc.,
woraus er besteht.
Luxus
ist
Gegensatz zum
Naturnotwendigen.
Notwendige
Bedürfnisse sind die des Individuums, reduziert selbst auf ein Natursubjekt.
Die Entwicklung der Industrie hebt diese Naturnotwendigkeit wie jenen Luxus auf
– in der bürgerlichen Gesellschaft allerdings nur
gegensätzlich,
indem
sie selbst wieder nur bestimmten gesellschaftlichen Maßstab als den notwendigen
gegenüber dem Luxus setzt. Diese Fragen über das
System der Bedürfnisse
und
System der Arbeiten,
an
welcher Stelle ist es zu behandeln? Wird sich im Verlauf ergeben.

Kehren wir nun zurück zu
unserem Weg. Wenn er überhaupt gebaut werden kann, beweist dies, dass die
Gesellschaft die Arbeitszeit (lebendige Arbeit und objektivierte) zu seinem Bau
besitzt.

{Natürlich es ist hier
unterstellt, dass sie einem richtigen Instinkt folgt. Sie könnte den Samen
aufessen und den Acker brachliegen lassen und Wege bauen. Damit hätte sie nicht
die
notwendige
Arbeit
verrichtet, weil sie sich nicht
reproduzieren
würde,
nicht erhalten als lebendiges Arbeitsvermögen durch diese Arbeit. Oder die
lebendigen Arbeitsvermögen können auch direkt gemordet werden, z. B. wie von
Peter I., um Petersburg zu bauen. Derartiges gehört nicht hierher.} Warum denn,
sobald die auf den Tauschwert gegründete Produktion und Teilung der Arbeit
eintritt, wird Wegebauen nicht Privatgeschäft von Einzelnen? Und wo es durch
Steuern vom Staat betrieben wird, ist es das nicht. D’abord

26
: Die Gesellschaft,
die vereinigten einzelnen mögen die Surpluszeit besitzen, um den Weg zu bauen,
aber nur vereinigt. Die Vereinigung ist stets Addition des Teils des
Arbeitsvermögens, das jeder einzelne neben seiner besonderen Arbeit auf Wegebau
verwenden kann; aber es ist
nicht
nur
die Addition. Soweit die Vereinigung ihrer Kräfte
ihre
Produktivkraft

vermehrt, ist es keineswegs gesagt, dass sie numerisch das Arbeitsvermögen
alle zusammengenommen besäßen – wenn sie nicht
zusammen arbeiteten,
wenn also nicht zu
der Summe ihrer Arbeitsvermögen das
Surplus
hinzukäme,
das nur durch und in ihrer
vereinigten,
kombinierten Arbeit
existiert. Daher das gewaltsame
Zusammentreiben des Volks in Ägypten, Etrurien, Indien etc. zu Zwangsbauten und
öffentlichen Zwangswerken. Das Kapital bewirkt dieselbe Vereinigung in
anderer
Weise, durch
seine Manier des Austauschs mit der freien Arbeit. {Dass das Kapital es nicht
mit der vereinzelten, sondern mit der kombinierten Arbeit zu tun hat, wie es an
und für sich schon eine soziale, kombinierte Kraft, ist ein Punkt, der
vielleicht schon hier in der allgemeinen Entstehungsgeschichte des Kapitals zu
behandeln.}
Zweitens:
Die
Bevölkerung einerseits mag weit genug entwickelt sein und die Unterstützung,
die sie in Anwendung von Maschinerie etc. findet, andererseits so weit, dass
die bloß aus der materiellen,
massenhaften
Vereinigung –
und im Altertum ist es immer dieses
massenhafte
Wirken der
zusammen gezwungenen Arbeit – hervorgehende Kraft überflüssig ist und
geringere
lebendige
Arbeitsmasse
nötig ist
verhältnismäßig.
{Je
mehr die Produktion noch auf bloßer Handarbeit beruht, Anwendung der
Muskelkraft etc., kurz, der körperlichen Anstrengung und Arbeit der Einzelnen,
desto mehr besteht die Erhöhung der
Produktivkraft
in
ihrem
massenhaften
Zusammenarbeiten.
Bei dem halb künstlerischen Handwerk tritt der Gegensatz der Besonderung und
Vereinzelung hervor; die Geschicklichkeit der einzelnen, aber unkombinierten
Arbeit. Das Kapital in seiner wahren Entwicklung kombiniert die | Massenarbeit
mit dem Geschick aber so, dass die erste ihre physische Macht verliert und das
Geschick nicht im Arbeiter, sondern in der Maschine existiert und der durch
wissenschaftliche Kombination mit der Maschine als Ganzes wirkenden factory

27
. Der
gesellschaftliche Geist der Arbeit erhält eine objektive Existenz außer den
einzelnen Arbeitern.} Es kann eine besondere Klasse Wegebauer sich bilden, die
vom Staat angewandt wird,
{bei
den Römern war in der Armee eine Masse –
aber schon vom ganzen
Volk geschieden vorhanden, diszipliniert zur Arbeit, deren Surpluszeit zugleich
dem Staat gehörte; die ihre ganze Arbeitszeit gegen ein Salair ganz ebenso dem
Staate verkauften, ihr ganzes Arbeitsvermögen ganz so austauschten gegen ein
zur Erhaltung ihres Lebens notwendiges Salair, wie es der Arbeiter mit dem
Kapitalisten tut. Dies gilt von der Zeit, wo das römische Heer nicht mehr
Bürgerheer, sondern Söldnerheer war. Es ist hier ebenfalls freier Verkauf der
Arbeit auf Seiten des Soldaten. Aber der Staat kauft ihn nicht zum Behuf der
Produktion von Werten. Und so, obgleich die

Form des Salairs
ursprünglich in den Armeen vorzukommen scheinen kann – ist dies Soldwesen
dennoch wesentlich unterschieden von der Lohnarbeit. Einige Ähnlichkeit
dadurch, dass der Staat die Armee verbraucht, um Zuwachs an Macht und Reichtum
zu gewinnen}, oder ein Teil der gelegentlich unbeschäftigten Bevölkerung wird
dazu verbraucht, mit einer Anzahl Baumeister etc., die aber nicht als
Kapitalisten arbeiten, sondern als höher gebildete
menial
s

28
. (Über das
Verhältnis dieser geschickten Arbeit etc. später.) Die Arbeiter sind
Lohnarbeiter dann, aber der Staat verwendet sie nicht als solche, sondern als
menial servants

29
.

Damit der Kapitalist nun den
Wegbau als Geschäft unternehme, auf seine Kosten {wenn der Staat derartige
Sachen durch
Staatspächter
betreiben
lässt, so geschieht es vermittelt doch immer durch Fronarbeit oder Steuern},
sind verschiedene Bedingungen nötig, die alle damit zusammenfallen, dass die
auf das Kapital begründete Produktionsweise schon zu höchster Stufe entwickelt
ist.

Erstens: Größe des Kapitals
selbst vorausgesetzt, des in
seiner Hand konzentrierten Kapitals, um Arbeiten von solcher Dimension und
solchem langsamen Umschlag, Verwertung übernehmen zu können. Daher meist
Aktienkapital,
in
welcher Form das Kapital sich durchgearbeitet hat zu seiner letzten Form, worin
es nicht nur
an sich
ist,
seiner Substanz nach, sondern gesetzt ist in seiner
Form
als
gesellschaftliche Kraft und Produkt.

Zweitens:
Ist von ihm erheischt, dass
es
Zinsen,
nicht
dass es
Profit
bringt
(es kann mehr als Zinsen bringen, das aber nicht nötig). Dieser Punkt hier noch
nicht weiter zu untersuchen.

Drittens:
Als Voraussetzung solcher Verkehr
– geschäftsmäßiger vor allem –, dass der Weg sich rentiert, d.h., dass der
Preis, der verlangt wird für Benutzung des Wegs, so viel Tauschwert für die
Produzenten
wert ist
oder
eine Produktivkraft liefert, die sie so teuer bezahlen können.

Viertens:
Einen Teil [des] seine Revenue in
diesen Artikel der Lokomotion auslegenden genießenden Reichtums. Die Hauptsache
bleiben aber die 2 Voraussetzungen: 1. Kapital, verwendbar für diesen
Gegenstand in der erheischten Masse, das mit Zins vorliebnimmt. 2. Es muss sich
für die produktiven Kapitalien, für das industrielle Kapital verwerten, den
Preis für einen Weg zu zahlen. So z. B. die erste Eisenbahn zwischen Liverpool
und Manchester; war zu einer Produktionsnotwendigkeit für die Liverpooler
cotton-brokers

30
und
mehr noch für die Manchester manufacturers

31
geworden. (Die
Konkurrenz
kann mehr
die Notwendigkeit z. B. der Eisenbahn in einem Lande

erzeugen,
wo die bisherige Entwicklung seiner Produktivkräfte noch nicht darauf hin
drängen würde. Die Wirkung der
Konkurrenz
unter Nationen
gehört in den Abschnitt vom
internationalen Verkehr,
Es
zeigen sich hier besonders die zivilisierenden Wirkungen des Kapitals.} Das
Kapital als solches – sein Dasein gesetzt zu dem nötigen Umfang – wird erst
Wege produzieren, sobald die Produktion von Wegen zu einer Notwendigkeit für
die Produzenten, speziell für das produktive Kapital selbst geworden ist; eine
Bedingung für das
Profitmachen
des
Kapitalisten. Dann rentiert sich auch der Weg. In diesen Fällen ist aber schon
großer Verkehr vorausgesetzt. Es ist dieselbe Voraussetzung
doppelt:
Auf der einen
Seite der Reichtum des Landes, hinreichend konzentriert und verwandelt in die
Form des Kapitals, um solche Arbeiten als Verwertungsprozesse des Kapitals zu
unternehmen; auf der anderen Seite die Masse des Verkehrs hinreichend und die
Schranke, die der Mangel an Kommunikationsmitteln bildet, hinreichend gefühlt
als solche, damit der Kapitalist den Wert des Wegs (portionsweise und
stückweise in der Zeit) als Weg (d. h. seine Benutzung) realisieren kann.

Alle
allgemeinen Bedingungen der Produktion,
wie
Wege, Kanäle etc., sei es, dass sie die Zirkulation erleichtern oder gar erst
möglich machen oder auch – die Produktivkraft vermehren (wie Irrigationen etc.
in Asien und übrigens auch in Europa von den Regierungen gebaut), unterstellen,
um vom Kapital unternommen zu werden statt von der Regierung, die das
Gemeinwesen als solches repräsentiert, höchste Entwicklung der auf das Kapital
gegründeten Produktion. Die Ablösung der
travaux public
s

32
vom Staat und ihr Übergehen in die Domäne
der vom Kapital selbst unternommenen Arbeiten zeigt den Grad an, wozu sich das
reelle Gemeinwesen in der Form des Kapitals konstituiert hat. Ein Land, z. B.
die United States, kann selbst in produktiver Beziehung die Notwendigkeit von
Eisenbahnen fühlen; dennoch kann der unmittelbare Vorteil, | der für die
Produktion daraus hervorgeht, zu gering sein, als dass die Auslage anders als
à
fonds perdu

33
erschiene.
Dann wälzt das Kapital sie auf die Schultern des Staats, oder, wo der Staat
traditionell ihm gegenüber noch eine superieure

34
Stellung einnimmt, besitzt er noch das
Privilegium und den Willen, die Gesamtheit zu zwingen, einen Teil ihrer
Revenu,
nicht ihres
Kapitals, in solche allgemein nützliche Arbeiten [zu stecken], die zugleich
als
allgemeine
Bedingungen
der Produktion erscheinen und daher nicht als
besondere
Bedingung für irgendeinen
Kapitalisten – und solange das Kapital nicht die Form der Aktiengesellschaft
annimmt, sucht es immer nur die
besonderen
Bedingungen
seiner Verwertung, die
gemeinschaftlichen
schiebt
es als Landes-

bedürfnisse dem ganzen Land auf. Das Kapital
unternimmt nur
vorteilhafte,
in
seinem Sinn vorteilhafte Unternehmungen.

Allerdings spekuliert es auch
falsch und
muss,
wie
wir so sehen werden, so spekulieren. Es unternimmt dann
Anlagen,
die sich nicht
rentieren und erst rentieren, sobald sie
entwertet
sind zu einem gewissen Grade.
Daher die vielen Unternehmungen, wo der erste
mise de Capital
à fonds perdu

35
ist, die
ersten Unternehmer kaputtgehen – und erst in zweiter oder dritter Hand, wo das
Anlagekapital durch die
Entwertung
geringer
geworden, sich verwerten. Übrigens der Staat selbst und was drum und dran
hängt, gehört zu diesen Abzügen von der
Revenu,
sozusagen
den
Konsumtionskosten
für
den einzelnen, den Produktionskosten für die Gesellschaft. Ein Weg selbst kann
die Produktivkräfte so vermehren, dass er einen Verkehr schafft, durch den er
sich nun rentiert. Es können Arbeiten notwendig sein und Auslagen, ohne
produktiv im Sinn des Kapitals zu sein, d. h., ohne dass die in ihnen
enthaltene
Surplusarbeit
durch
die Zirkulation, durch den Austausch als
Surpluswert
realisiert wird. Wenn ein
Arbeiter z. B. 12 Stunden während des Jahrs täglich an einem Weg arbeitet und
die allgemein notwendige Arbeitszeit im Durchschnitt = 6 Stunden, so hat er
eine Surplusarbeit von 6 Stunden gearbeitet. Kann aber der Weg nicht verkauft
werden zu 12 Stunden, vielleicht nur zu 6, so ist der Wegbau kein Unternehmen
für das Kapital, und das Wegbauen keine produktive Arbeit für dasselbe. Das
Kapital muss den Weg verkaufen können (Zeitraum und Art des Verkaufens geht uns
hier nichts an), so dass die notwendige Arbeit sowohl wie die Surplusarbeit
verwertet wird oder dass aus dem allgemeinen Fonds der Profite – der
Surpluswerte ein solcher Teil ihm zufällt, als ob es Surpluswert
geschaffen.
Dies
Verhältnis später beim Profit und der notwendigen Arbeit
zu
untersuchen.

Die höchste Entwicklung des
Kapitals ist, wenn die allgemeinen Bedingungen des gesellschaftlichen
Produktionsprozess nicht aus dem
Abzug
der gesellschaftlichen Revenu
hergestellt werden, den
Staatssteuern – wo Revenu, nicht Kapital, als labour fonds

36
erscheint und
der Arbeiter, obgleich er freier Lohnarbeiter ist, wie jeder andere, doch
ökonomisch in einem anderen Verhältnis steht – sondern aus dem
Kapital als Kapital.
Es
zeigt dies den Grad einerseits, worin das Kapital sich alle Bedingungen der
gesellschaftlichen Produktion unterworfen, und daher andererseits, wieweit der
gesellschaftliche reproduktive Reichtum
kapitalisiert
ist
und alle Bedürfnisse in der Form des Austauschs befriedigt werden; auch die
als
gesellschaftlich
gesetzten
Bedürfnisse des Individuums, d. h. die, die es nicht
als einzelnes Individuum in der Gesellschaft,

sondern
gemeinschaftlich mit anderen konsumiert und bedarf – deren Weise der Konsumtion
der Natur der Sache nach eine gesellschaftliche ist – auch diese durch den
Austausch, den individuellen Austausch, nicht nur konsumiert werden, sondern
auch produziert. Bei dem oben angegebenen Weg muss der Wegbau so vorteilhaft
sein, dass eine bestimmte Arbeitszeit in Weg verwandelt dem Arbeiter sein
Arbeitsvermögen grade so reproduziert, als wenn er es in den Ackerbau
verwandelte. Der Wert ist bestimmt durch die objektivierte Arbeitszeit, in
welcher Form auch immer. Es hängt nun aber von dem Gebrauchswert ab, worin er
realisiert ist, ob dieser
Wert
realisierbar
ist. Hier ist vorausgesetzt, dass der Weg Bedürfnis für die Gemeinde, daher der
Gebrauchswert vorausgesetzt. Andrerseits für das Kapital, damit es den Wegbau
unternehme, vorausgesetzt, dass nicht nur die
notwendige Arbeitszeit,
sondern die
Surplusarbeitszeit,
die
der Arbeiter arbeitet, bezahlt werde – daher sein Profit. (Durch Schutzzölle,
Monopole, Staatszwang erzwingt der Kapitalist oft diese Bezahlung, wo die
einzelnen Austauschenden, bei freiem Austausch,
höchstens
die
notwendige Arbeit bezahlen würden.)

Es ist sehr möglich, dass Surplusarbeitszeit
vorhanden ist und nicht bezahlt wird (was ja auch jedem einzelnen Kapitalisten
vorkommen kann).
Wo das
Kapital herrscht
(ganz wie da, wo Sklaverei und
Leibeigenschaft oder Frondienst irgendwelcher Art)
ist die absolute Arbeitszeit des
Arbeiters als Bedingung für ihn gesetzt, um die notwendige arbeiten zu dürfen,
d. h., um die zur Erhaltung seines Arbeitsvermögens notwendige in
Gebrauchswerten für sich realisieren zu können.
In jeder Art
Arbeit bringt es dann die Konkurrenz mit sich, dass er die volle Zeit arbeiten
muss – also Surplusarbeitszeit. Es kann aber der Fall sein, dass diese
Surplusarbeitszeit, obgleich im Produkt enthalten, nicht austauschbar. Für den
Arbeiter selbst – mit den anderen Lohnarbeitern verglichen – ist es Surplusarbeit.
Für den Verwender ist es Arbeit, die zwar einen Gebrauchswert für ihn hat, wie
z. B. sein Koch, aber keinen Tauschwert, also die ganze Distinktion |
von
notwendiger und
Surplusarbeitszeit
nicht existiert. Die Arbeit kann notwendig
sein, ohne produktiv zu sein. Alle
allgemeinen,
gemeinschaftlichen
Bedingungen der Produktion – solange ihre
Herstellung durch das Kapital als solches unter seinen Bedingungen noch nicht
geschehen kann – werden daher bestritten aus einem Teil der Revenu des Landes –
der Regierungskasse, und die Arbeiter erscheinen nicht als produktive Arbeiter,
obgleich sie die Produktivkraft des Kapitals vermehren.

Das Resultat unserer
Abschweifung ist übrigens, dass Produktion von Kommunikationsmitteln, d[ie]
physischen Bedingungen der Zirkulation, unter der Kategorie von Produktion des
Capital fixe rangieren, also keinen besonderen case konstituieren. Nur hat sich
uns nebenbei die Aussicht eröffnet, die an

diesem Punkt
noch nicht scharf gezeichnet werden kann, von einem
spezifischen Verhältnis des Kapitals zu
den gemeinschaftlichen, allgemeinen Bedingungen der gesellschaftlichen
Produktion
im Unterschied zu denen des
besonderen Kapitals
und
seines
besonderen
Produktionsprozesses.

Die
Zirkulation geht vor im Raum und in der
Zeit.
Die räumliche Bedingung, die Bringung des Produkts auf
den Markt, gehört, ökonomisch betrachtet, in den Produktionsprozess selbst. Das
Produkt ist erst wirklich fertig, sobald es auf dem Markt ist. Die Bewegung,
wodurch es dahin kommt, gehört noch mit zu seinen Herstellungskosten. Sie
bildet nicht ein notwendiges Moment der Zirkulation, als besonderen Prozesses
des Wertes betrachtet, da ein Produkt an Ort und Stelle seiner Produktion
gekauft und selbst konsumiert werden kann. Dies räumliche Moment ist aber
wichtig, insofern die Ausdehnung des Markts, die Austauschmöglichkeit des
Produkts damit zusammenhängt. Die Abkürzung der Kosten dieser
realen
Zirkulation (im
Raum) gehört in die Entwicklung der Produktivkräfte durch das Kapital,
Verminderung der Kosten seiner Verwertung. Nach gewissen Seiten hin, als äußere
Existenzbedingung für den ökonomischen Prozess der Zirkulation, kann dies
Moment aber auch in die
Produktionskosten
der
Zirkulation gerechnet werden, so dass die Zirkulation diesem Moment nach selbst
als Moment nicht nur des Produktionsprozesses im allgemeinen, sondern des
unmittelbaren Produktionsprozesses erscheint. Jedenfalls erscheint hier die
Bestimmung dieses Moments durch den allgemeinen Grad der Entwicklung der
Produktivkräfte und der auf das Kapital gegründeten Produktion überhaupt. Es
könnte genauer dieses örtliche Moment – das Bringen des Produkts auf den Markt
–, was eine notwendige Bedingung für seine Zirkulation, außer im Fall
Produktionsplatz selbst Markt ist – als Verwandlung des Produkts
in Ware
betrachtet
werden.
Ware
ist
es erst auf dem Markt. (Whether or not

37
dies ein besonderes Moment bildet, ist
zufällig. Arbeitet das Kapital auf Bestellung, so existiert weder dies Moment
für es

38
noch
die Verwandlung in Geld als besonderes Moment. Das
Arbeiten auf Bestellung,
d.
h. Zufuhr, die vorhergehender Nachfrage entspricht, als
allgemeiner oder vorherrschender
Zustand
entspricht nicht der großen Industrie und geht keineswegs als Bedingung aus der
Natur des Kapitals hervor.)

Zweitens das Zeitmoment.
Dies gehört wesentlich in den
Begriff der Zirkulation. Gesetzt, der Akt des Übergehens aus Ware in Geld

39
kontraktlich
festgesetzt, so kostet dies Zeit – Rechnen, Wägen, Messen. Die Abkürzung dieses
Moments ist ebenfalls Entwicklung der Produktivkraft. Dies ist die Zeit auch
nur aufgefasst als
äußere
Bedingung
für das Übergehen aus dem Zustand

von Ware in Geld; das
Übergehen ist vorausgesetzt; es handelt sich um die Zeit, die während
dieses vorausgesetzten Akts vergeht.
Dies
gehört in die
Zirkulationskosten.
Ein
anderes ist die Zeit, die überhaupt verfließt, bevor die Ware in Geld übergeht;
oder die Zeit, während welcher sie
Ware
bleibt,
nur potentieller Wert, nicht wirklicher. Diese ist reiner Verlust.

Aus allem Gesagten geht hervor,
dass die Zirkulation als wesentlicher Prozess des Kapitals erscheint. Der
Produktionsprozess kann nicht von neuem begonnen werden vor der Verwandlung von
Ware in Geld. Die
beständige
Kontinuität
des Prozesses, das ungehinderte und flüssige
Übergehen des Werts aus einer Form in die andere oder einer Phase des Prozesses
in die andere erscheint als Grundbedingung für die auf das Kapital gegründete
Produktion in einem ganz anderen Grade als bei allen früheren Formen der
Produktion. Andrerseits, während die Notwendigkeit dieser Kontinuität gesetzt
ist, fallen die Phasen der Zeit und dem Raum nach auseinander als besondere,
gegeneinander gleichgültige Prozesse. Es erscheint so zufällig für die auf das
Kapital gegründete Produktion, ob oder ob nicht ihre wesentliche Bedingung, die
Kontinuität der verschiedenen Prozesse, die ihren Gesamtprozess konstituieren,
hergestellt wird. Die Aufhebung dieser Zufälligkeit durch das Kapital selbst
ist der
Kredit.
(Er
hat noch andere Seiten; aber diese Seite geht aus der unmittelbaren Natur des
Produktionsprozesses hervor und ist daher die Grundlage der Notwendigkeit des
Kredits.) Daher der
Kredit
in
irgendwie entwickelter Form in keiner früheren Weise der Produktion erscheint.
Geborgt und geliehen ward auch in früheren Zuständen, und der Wucher ist sogar
die älteste der antediluvianischen

40
Formen des Kapitals. Aber Borgen und Leihen
konstituiert ebenso wenig den
Kredit,
wie
Arbeiten
industrielle
Arbeit
oder
freie
Lohnarbeit
konstituiert. Als wesentliches, entwickeltes
Produktionsverhältnis erscheint der Kredit
historisch
auch nur in der auf das Kapital
oder die Lohnarbeit gegründeten Zirkulation. (Das
Geld
selbst ist eine
Form, um die Ungleichheit der in den verschiedenen Produktionszweigen
erforderten Zeit aufzuheben, soweit sie dem | Austausch entgegensteht.)
Der
Wucher,
obgleich
in seiner
verbürgerlichten,
dem
Kapital angepassten Form,
selbst
eine Form des Kredits, ist in seiner vorbürgerlichen Form vielmehr
Ausdruck des Mangels an Kredit.

(Die Rückverwandlung des Geldes
in objektive Produktionsmomente oder -bedingungen setzt voraus ihr
Vorfinden.
Sie
konstituiert die verschiedenen
Märkte,
worin
der Produzent sie vorfindet als Ware – in der Hand des Kaufmanns – Märkte
(neben dem labour market), die wesentlich unterschieden sind von den Märkten
für die unmittelbare individuelle, finale Konsumtion.)

Das Geld verwandelte sich in seiner
Zirkulation in Ware, und in dem Austausch von G-W endigte die Konsumtion den
Prozess; oder die Ware tauschte sich aus gegen Geld – und in dem Austausch W-G
war G entweder verschwindend, um selbst wieder gegen W ausgetauscht zu werden,
wo der Prozess wieder in der Konsumtion endete, oder das Geld zog sich aus der
Zirkulation zurück und verwandelte sich in toten Schatz und nur gemeinten
Reichtum. Nirgends

41
entzündete
sich der Prozess an sich selbst, sondern die Voraussetzungen der
Geldzirkulation lagen außer ihr und sie bedurfte beständig neuen Anstoß von
außen. Soweit sich beide Momente austauschten, war, innerhalb der Zirkulation,
die Formveränderung nur formell. Soweit sie aber inhaltlich wurde, fiel sie aus
dem ökonomischen Prozess heraus; der Inhalt gehörte nicht in ihn hinein. Weder
erhielt sich die Ware als Geld noch das Geld als Ware; jedes war das eine oder
das andere. Der Wert als solcher erhielt sich nicht in und durch die
Zirkulation als übergreifend über seinen Verwandlungsprozess, seine
Formveränderung; noch wurde der
Gebrauchswert
selbst
(was im Produktionsprozess des Kapitals der Fall) von dem
Tauschwert
produziert.

Beim Kapital ist die Konsumtion
der Ware selbst nicht final; fällt in den Produktionsprozess; erscheint selbst
als Moment der Produktion, i. e. des
Wertsetzens.
Das
Kapital aber ist jetzt gesetzt, aber in jedem der Momente, worin es bald als
Geld, bald als Ware, bald als Tauschwert, bald als Gebrauchswert erscheint,
gesetzt als sich in dieser Formveränderung nicht nur formell erhaltender,
sondern
verwertender
Wert,
sich auf sich selbst als Wert beziehender Wert. Das
Übergehen aus einem Moment in das andere erscheint als besonderer Prozess, aber
jeder dieser Prozesse ist das Übergehen in den anderen. Das Kapital ist so
gesetzt als prozessierender Wert, der in jedem Moment Kapital ist. Es ist so
gesetzt als
Capital
Circulant;
in jedem Moment Kapital und kreislaufend aus der
einen Bestimmung in die andere. Der Punkt der Rückkehr ist zugleich der
Ausgangspunkt und vice versa – nämlich der
Kapitalist.
Alles Kapital ist ursprünglich
Capital circulant, Produkt der Zirkulation, wie die Zirkulation produzierend,
so als seine eigene Bahn beschreibend. Die Geldzirkulation – von ihrem jetzigen
Standpunkt aus – erscheint jetzt selbst nur als ein Moment der Zirkulation des
Kapitals, und ihre Selbständigkeit ist als bloßer
Schein
gesetzt. Sie
erscheint nach allen Seiten hin bestimmt durch die Zirkulation des Kapitals,
worauf wir zurückkommen werden. Insofern sie eine selbständige Bewegung neben
der des Kapitals bildet, ist diese Selbständigkeit nur gesetzt durch die
Kontinuität
der
Zirkulation des

Kapitals, so dass dies eine Moment fixiert und für sich betrachtet werden
kann.

{„Kapital – permanenter
sich
vervielfältigender
Wert,
der nicht mehr untergeht. Dieser
Wert
reißt sich los von
der Ware, die ihn geschaffen hat; bleibt gleich einer
metaphysischen, unsubstantiellen
Qualität
immer im Besitz desselben cultivateurs“ (f. i.)

42
, „für den er

43
verschiedene Formen bekleidet.“ (
Sism
.
VI.)
44

„Im Austausch der Arbeit gegen Kapital
verlangt der Arbeiter die Subsistenz,
um
zu leben,
der Kapitalist
Arbeit, um zu verdienen
.“ (Sism. l. c. [,
p.91.]) „Der Werkmeister gewinnt, profitiert an jedem
Zuwachs
der
Produktivkräfte,
welche
die
Arbeitsteilung
bewerkstelligt
haben.“ (l. c. [, p. 92.])

„Verkaufen der Arbeit =
Renunziation auf alle Früchte der Arbeit.“ (Cherbuliez ch. XXVIII.)
45
„Die 3
Bestandteile des Kapitals wachsen nicht verhältnismäßig“ (nämlich
Rohmaterialien, Werkzeug, Lebensmittelfonds), „noch stehen sie in
demselben Verhältnis
in
verschiedenen Gesellschaftsstufen. Der Lebensmittelfonds bleibt derselbe auf
bestimmte Zeit, wie rasch auch die
Schnelligkeit
der Produktion
und folglich die Quantität der Produkte wachse.
Also Vermehrung des
produktiven
Kapitals
zieht nicht notwendig Vermehrung des
Lebensmittelfonds nach sich, bestimmt, den Arbeitspreis zu bilden; kann von
einer Verminderung desselben begleitet sein.“ (l. c. [, p. 61-63.])}

{Insofern die Wiedererneuerung
der Produktion vom Verkauf der fertigen Produkte abhängt; Verwandlung der Ware
in Geld und Rückverwandlung des Geldes in die Produktionsbedingungen –
Rohstoff, Instrument, Salair –; insofern die Bahn, die das Kapital durchläuft,
um von einer dieser Bestimmungen in die andere überzugehen, Abschnitte der
Zirkulation bildet und diese Abschnitte in bestimmten
Zeiträumen
durchlaufen
werden (selbst die örtliche Entfernung löst sich in Zeit auf; es kommt z. B.
nicht auf die räumliche Ferne des Markts an, sondern die Geschwindigkeit – das
Zeitquantum, worin er erreicht wird), hängt es also von der Geschwindigkeit der
Zirkulation ab, der
Zeit,
worin
sie zurückgelegt wird, wie viel Produkte in einem gegebenen Zeitraum produziert
werden können; wie oft sich das Kapital in einem gegebenen Zeitraum verwerten
kann, seinen Wert
reproduzieren
und
vervielfältigen.
Es
kommt hier also in der Tat ein Moment der
Wertbestimmung herein,
das | nicht vom
direkten Verhältnis der Arbeit zum Kapital herrührt. Das Verhältnis, worin
dasselbe Kapital, in einem gegebenen Zeitraum, den Produktionsprozess
(Schöpfung von Neuwert) wiederholen kann, ist offenbar eine Bedingung, die
nicht direkt durch den Produktionsprozess selbst gesetzt ist. Wenn die Zirkulation
daher kein Moment der
Wertbestimmung
selbst
hervorbringt, das ausschließlich in der Arbeit liegt, so hängt von ihrer
Geschwindigkeit ab die Geschwindigkeit, worin der Produktionsprozess sich
wiederholt,

Werte geschaffen werden – also, wenn nicht die
Werte,
[so] die Masse
der Werte zu einem gewissen Grade. Nämlich die durch den Produktionsprozess
gesetzten Werte und Surpluswerte multipliziert mit der Zahl, worin der
Produktionsprozess in einem gegebenen Zeitraum wiederholt werden kann.

Wenn wir von der
Geschwindigkeit des Umlaufs des Kapitals sprechen, unterstellen wir, dass
nur
äußerliche Schranken
das
Übergehen aus der einen Phase in die andere aufhalten, nicht aus dem
Produktionsprozess und der Zirkulation selbst hervorgehende (wie in Krisen,
Überproduktion etc.). Außer der im Produkt realisierten Arbeitszeit kommt also
als Moment der Wertschöpfung – produktiver Arbeitszeit selbst – hinein
die
Zirkulationszeit
des
Kapitals. Wenn die Arbeitszeit als die wertsetzende Tätigkeit erscheint, so
diese Zirkulationszeit des Kapitals als die
Zeit der Entwertung.
Der Unterschied zeigt
sich einfach darin: Wenn die Gesamtheit der vom Kapital kommandierten
Arbeitszeit auf ein Maximum gesetzt wird, sage das Unendliche ∞, so dass
die notwendige Arbeitszeit einen unendlich kleinen und die Surplusarbeitszeit einen
unendlich großen Teil dieses ∞ bildete, so wäre dies das Maximum der
Verwertung des Kapitals, und dies ist die Tendenz, der es zustrebt.
Andrerseits, wenn die
Zirkulationszeit
des Kapitals
= 0 gesetzt wäre, ebenso rasch in der Realität
die verschiedenen Stufen seiner Verwandlung vor sich gingen wie im Gedanken, so
wäre das ebenfalls das Maximum des Faktors, worin der Produktionsprozess
wiederholt werden könnte, also der Anzahl von Verwertungsprozessen des Kapitals
in einem bestimmten Zeitraum. Die Wiederholung des Produktionsprozesses wäre
nur durch die Zeit beschränkt, die er selbst dauert, die verfließt, um den
Rohstoff in Produkt zu verwandeln. Die
Zirkulationszeit
ist
daher kein positives Wert schaffendes Element; stünde sie gleich 0, so wäre die
Wertschöpfung am höchsten. Stünde entweder die Surplusarbeitszeit oder die
notwendige Arbeitszeit = 0, d.h., absorbierte die notwendige Arbeitszeit alle
Zeit oder könnte die Produktion
ohne
alle
Arbeit vor sich gehen, so existierte weder Wert noch Kapital noch
Wertschöpfung. Die
Zirkulationszeit
bestimmt
daher nur den Wert, insofern sie als
natürliche
Schranke
für die Verwertung der Arbeitszeit erscheint. Sie ist
also in fact ein Abzug von der Surplusarbeitszeit, d.h. eine Vermehrung
der
notwendigen
Arbeitszeit.
Es ist klar, dass die notwendige Arbeitszeit
bezahlt werden muss, der Zirkulationsprozess mag langsam oder rasch vor sich
gehen.

Z. B. in Gewerben, wo
spezifische Arbeiter erheischt sind, diese aber nur während eines Teils des
Jahrs beschäftigt werden können, weil die Produkte etwa nur für eine season

46
verkäuflich,
müssten die Arbeiter für das ganze Jahr

bezahlt
werden, d.h., die Surplusarbeitszeit ist vermindert in demselben Verhältnis,
worin sie weniger während eines gegebenen Zeitraums beschäftigt werden können,
aber doch, d’une maniere ou d’une autre

47
, bezahlt werden müssen. (Z. B. in der Form, dass
ihr Arbeitslohn während 4 Monaten hinreicht, sie während des Jahres zu
erhalten.) Könnte das Kapital sie während 12 Monaten anwenden, so würde es
nicht mehr Salair zahlen, hätte so viel Surplusarbeit gewonnen. Die
Zirkulationszeit erscheint also als Schranke der Produktivität der Arbeit =
Vermehrung der notwendigen Arbeitszeit = Verminderung der Surplusarbeitszeit =
Verminderung des Surpluswerts = Hemmung, Schranke des
Selbstverwertungsprozesses des Kapitals. Während das Kapital also einerseits
dahin streben muss, jede örtliche Schranke des Verkehrs, i. e. des Austauschs
niederzureißen, die ganze Erde als seinen Markt zu erobern, strebt es
andererseits danach, den Raum zu vernichten durch die Zeit; d.h. die Zeit, die
die Bewegung von einem Ort zum anderen kostet, auf ein Minimum zu reduzieren.
Je entwickelter das Kapital, je ausgedehnter daher der Markt, auf dem es
zirkuliert, der die räumliche Bahn seiner Zirkulation bildet, desto mehr strebt
es zugleich nach größerer räumlicher Ausdehnung des Markts und nach größerer
Vernichtung des Raums durch die Zeit. (Wenn die Arbeitszeit nicht als
Arbeitstag des einzelnen Arbeiters, sondern als unbestimmter Arbeitstag einer
unbestimmten Arbeiterzahl betrachtet wird, kommen hier alle
Populationsverhältnisse
herein;
die Grundlehren der Population sind daher ebenso in diesem ersten Kapitel des
Kapitals enthalten wie die von Profit, Preis, Kredit etc.)

Die universelle Tendenz des
Kapitals erscheint hier, die es von allen früheren Produktionsstufen
unterscheidet. Obgleich seiner Natur nach selbst borniert, strebt es nach
universeller Entwicklung der Produktivkräfte und wird so die Voraussetzung
neuer Produktionsweise, die gegründet ist nicht auf die Entwicklung der
Produktivkräfte, um einen bestimmten Zustand zu reproduzieren und höchstens
auszuweiten, sondern wo die – freie, ungehemmte, progressive und universelle
Entwicklung der Produktivkräfte selbst die Voraussetzung der Gesellschaft und
daher ihrer Reproduktion bildet; wo die einzige Voraussetzung das Hinausgehen
über den Ausgangspunkt. Diese Tendenz – die das Kapital hat, aber die zugleich
ihm selbst als einer bornierten Produktionsform widerspricht und es daher zu
seiner Auflösung treibt – unterscheidet das Kapital von allen früheren
Produktionsweisen und enthält zugleich das in sich, dass es als bloßer
Übergangspunkt gesetzt ist. Alle bisherigen Gesellschaftsformen | gingen
unter an der Entwicklung des

Reichtums – oder, was dasselbe ist,
der gesellschaftlichen Produktivkräfte. Bei den Alten, die das Bewusstsein
hatten, wird der Reichtum daher direkt als Auflösung des Gemeinwesens
denunziert. Die Feudalverfassung ihrerseits ging unter an städtischer
Industrie, Handel, moderner Agrikultur. (Sogar an einzelnen Erfindungen, wie
Pulver und Druckerpresse.)

Mit der Entwicklung des
Reichtums – und daher auch neuer Kräfte und erweiterten Verkehrs der Individuen
– lösten sich die ökonomischen Bedingungen auf, worauf das Gemeinwesen beruhte,
die politischen Verhältnisse der verschiedenen Bestandteile des Gemeinwesens,
die dem entsprachen: die Religion, worin es idealisiert angeschaut wurde (und
beides beruhte wieder auf einem gegebenen Verhältnis zur Natur, in die sich
alle Produktivkraft auflöst); der Charakter, Anschauung etc. der Individuen.
Die
Entwicklung der
Wissenschaft allein –
i. e. der solidesten Form des Reichtums,
sowohl Produkt wie Produzent desselben – war hinreichend, diese Gemeinwesen
aufzulösen. Die
Entwicklung
der Wissenschaft,
dieses ideellen und zugleich praktischen
Reichtums, ist aber nur eine Seite, eine Form, worin die
Entwicklung der menschlichen
Produktivkräfte,
i. e. des Reichtums erscheint.
Ideell
betrachtet,
reichte die Auflösung einer bestimmten Bewusstseinsform hin, um eine ganze
Epoche zu töten. Reell entspricht diese Schranke des Bewusstseins einem
bestimmten Grad der Entwicklung der
materiellen Produktivkräfte
und daher des Reichtums.
Allerdings fand Entwicklung statt nicht nur auf der alten Basis, sondern
Entwicklung dieser Basis selbst.
Die
höchste Entwicklung dieser Basis selbst (die Blüte, worin sie sich verwandelt;
es ist aber doch immer
diese
Basis,
diese
Pflanze als
Blüte; daher Verwelken
nach
der
Blüte und als Folge der Blüte) ist der Punkt, worin sie selbst zu der Form
ausgearbeitet ist, worin sie mit der
höchsten
Entwicklung der Produktivkräfte
vereinbar, daher auch der
reichsten Entwicklung der Individuen. Sobald dieser Punkt erreicht ist,
erscheint die weitere Entwicklung als Verfall und die neue Entwicklung beginnt
von einer neuen Basis. Wir haben vorhin gesehen, dass das Eigentum an den
Produktionsbedingungen gesetzt war als identisch mit einer bornierten,
bestimmten Form des Gemeinwesens; des Individuums also in solchen Eigenschaften
– bornierten Eigenschaften und bornierter Entwicklung seiner Produktivkräfte –
um solches Gemeinwesen zu bilden. Diese Voraussetzung selbst war wieder
ihrerseits das Resultat einer bornierten historischen Stufe der Entwicklung der
Produktivkräfte; des Reichtums sowohl wie der Weise, ihn zu schaffen. Der Zweck
des Gemeinwesens, des Individuums – wie Bedingung der Produktion – die
Reproduktion dieser bestimmten
Produktionsbedingungen
und der Individuen sowohl einzeln wie
in ihren gesellschaftlichen Sonderungen und Beziehungen – als lebendige Träger
dieser Bedingungen.

Das Kapital setzt die
Produktion des Reichtums
selbst
und daher die universelle Entwicklung der Produktivkräfte, die beständige
Umwälzung seiner vorhandenen Voraussetzungen als Voraussetzung seiner
Reproduktion. Der Wert schließt keinen Gebrauchswert aus; also keine besondere
Art der Konsumtion etc., des Verkehrs etc. als absolute Bedingung ein; und
ebenso erscheint ihm jeder Grad der Entwicklung der gesellschaftlichen
Produktivkräfte, des Verkehrs, des Wissens etc. nur als Schranke, die es zu
überwältigen strebt. Seine Voraussetzung selbst – der Wert – ist gesetzt als
Produkt, nicht als über der Produktion schwebende, höhere Voraussetzung. Die
Schranke des
Kapitals
ist,
dass diese ganze Entwicklung gegensätzlich vor sich geht und das Herausarbeiten
der Produktivkräfte, des allgemeinen Reichtums etc., Wissens etc. so erscheint,
dass das arbeitende Individuum selbst sich
entäußert
; zu den aus ihm herausgearbeiteten
nicht als den Bedingungen
seines
eigenen,
sondern
fremden
Reichtums
und seiner eigenen Armut sich verhält

48
. Diese
gegensätzliche Form selbst aber ist verschwindend und produziert die realen
Bedingungen ihrer eigenen Aufhebung. Resultat ist: die ihrer Tendenz
und δυνάμει

49
nach
allgemeine Entwicklung der Produktivkräfte – des Reichtums überhaupt – als
Basis, ebenso die Universalität des Verkehrs, daher der Weltmarkt als Basis.
Die Basis als Möglichkeit der universellen Entwicklung des Individuums und die
wirkliche Entwicklung der Individuen von dieser Basis aus als beständige
Aufhebung ihrer
Schranke,
die
als Schranke gewusst ist, nicht als
heilige
Grenze
gilt. Die Universalität des Individuums nicht als
gedachte oder eingebildete, sondern als Universalität seiner realen und
ideellen Beziehungen. Daher auch Begreifen seiner eigenen Geschichte als
eines
Prozesses
und
Wissen der Natur (ebenso als praktische Macht über sie vorhanden) als seines
realen Leibes. Der Prozess der Entwicklung selbst als Voraussetzung desselben
gesetzt und gewusst. Dazu aber nötig vor allem, dass die volle Entwicklung der
Produktivkräfte
Produktionsbedingung
geworden;
nicht bestimmte
Produktionsbedingungen
als
Grenze für die Entwicklung der Produktivkräfte gesetzt sind. -

Kommen wir nun zu der
Zirkulationszeit
des
Kapitals zurück, so die Abkürzung derselben (soweit sie nicht Entwicklung der
Kommunikations- und Transportmittel, die nötig, um das Produkt auf den Markt zu
bringen) teils
Schöpfung
eines
kontinuierlichen Markts und daher eines stets ausgedehnteren Markts; teils
Entwicklung von
ökonomischen
Verhältnissen,
Entwicklungen von Formen des Kapitals, | wodurch es die
Zirkulationszeit
künstlich
abkürzt.
(Alle Formen des Kredits.)

{Es kann an dieser Stelle noch bemerkt
werden, dass, da bloß das Kapital die Produktionsbedingungen des Kapitals hat,
also befriedigt, und zu realisieren strebt, allgemeine Tendenz des Kapitals an
allen Punkten, die Voraussetzungen der Zirkulation, produktive Zentren
derselben bilden, diese Punkte sich zu assimilieren, d.h. in kapitalisierende
Produktion oder Produktion von Kapital zu verwandeln. Diese propagandistische
(zivilisierende) Tendenz bloß dem Kapital – im Unterschied von den früheren
Produktionsbedingungen – eigen.}

Die Produktionsweisen, wo die
Zirkulation nicht immanente, herrschende Bedingung der Produktion bildet,
[haben] natürlich nicht die spezifischen Zirkulationsbedürfnisse des Kapitals
und daher auch nicht Herausarbeitung der ökonomischen Formen sowohl wie der
realen Produktivkräfte, die ihnen entsprechen. -

Ursprünglich ging die auf das
Kapital gegründete Produktion von der Zirkulation aus; wir sehen jetzt, wie sie
die Zirkulation als ihre eigene Bedingung setzt und ebenso sehr den
Produktionsprozess in seiner Unmittelbarkeit als Moment des Zirkulationsprozesses,
wie den Zirkulationsprozess als eine Phase des Produktionsprozesses in seiner
Totalität.

Insofern verschiedene
Kapitalien verschiedene Zirkulationszeiten haben (z. B. das eine einen ferneren
Markt, das andere einen nahen; das eine gesicherte Verwandlung in Geld, das
andere hasardöse; das eine mehr Capital fixe, das andere mehr Capital circulant),
bildet das für sie Unterschiede in der Verwertung. Dies kommt aber erst im
sekundären Verwertungsprozess vor. Die Zirkulationszeit an sich ist
Schranke
der Verwertung
(die
notwendige
Arbeitszeit
ist allerdings auch Schranke; aber zugleich
Element, da ohne sie Wert und Kapital fortfielen). Abzug von der
Surplusarbeitszeit oder Vermehrung der
notwendigen
Arbeitszeit
im Verhältnis zur
Surplusarbeitszeit.
Die Zirkulation des
Kapitals ist W
ert
realisierend,
wie die lebendige Arbeit W
ert schaffend.
Die
Zirkulationszeit ist nur eine Schranke dieser Wertrealisierung und insofern der
Wertschöpfung; eine nicht aus der Produktion überhaupt hervorgehende, sondern
der Produktion des Kapitals spezifische Schranke, die aufzuheben – oder der
Kampf mit welcher – daher auch in die spezifisch ökonomische Entwicklung des
Kapitals gehört und den Anstoß zur Entwicklung seiner Formen im Kredit etc.
gibt.}

{Das Kapital ist selbst der
Widerspruch, dass es die
notwendige
Arbeitszeit
(und dies ist zugleich die Reduktion des Arbeiters
auf ein Minimum, i. e. seine Existenz als bloßes lebendiges Arbeitsvermögen)
beständig aufzuheben sucht, aber die
Surplusarbeitszeit
nur
gegensätzlich, nur im Gegensatz zur notwendigen Arbeitszeit existiert, also das
Kapital notwendige Arbeitszeit als
notwendig
setzt für die
Bedingung seiner Reproduktion und Verwertung. Eine Entwicklung der materiellen
Produktivkräfte – die zugleich Entwicklung der Kräfte der Arbeiterklasse – auf
einem gewissen Punkt
hebt
das Kapital selbst auf.}

{„Der Unternehmer kann die
Produktion nur Wiederbeginnen, nachdem er das vollendete Produkt verkauft hat und
den Preis zum Ankauf neuer Werkstoffe und neuer Löhne verwandt hat; je prompter
also die Zirkulation ist, diese beiden Effekte zu operieren, um so eher

50
ist er
imstande, seine Produktion von neuem zu beginnen, und um so mehr liefert das
Kapital Produkte in einem gegebenen Zeitraum.“ (
Storch.
35.)
51
}

{„Die spezifischen
Vorschüsse des Kapitalisten
bestehen
nicht aus Tuch usw., sondern aus Arbeit.“ (
Malthus
.
IX, 29.)
52
}

{„Die Akkumulation des
gesellschaftlichen Gesamtkapitals in anderen Händen als denen der operativen
Arbeiter verzögert notwendigerweise den Fortschritt der gesamten Industrie,
ausgenommen das Wachstum jener üblichen Entschädigung des Kapitals, die die Kapitaleigentümer
je nach Zeit und Umständen erhalten ... In den bisherigen Systemen die
Produktivkraft betrachtet mit Bezug und
Unterordnung zu den tatsächlichen Akkumulationen und zur Verewigung der
bestehenden Verteilungsweise. Die tatsächliche Akkumulation und Verteilung sind
der Produktivkraft unterzuordnen.“ {Thomson,
3.)
53
}

Aus dem Verhältnis der
Zirkulationszeit zum Produktionsprozess folgt, dass die Summe der Werte, die
produziert wird, oder die totale Verwertung des Kapitals in einer gegebenen
Epoche bestimmt ist nicht einfach durch den Neuwert, den es im Produktionsprozess
schafft, oder durch die Surpluszeit, die im Produktionsprozess realisiert wird,
sondern durch diese Surpluszeit (Surpluswert) multipliziert mit der Zahl, die
ausdrückt, wie oft der Produktionsprozess des Kapitals in einem bestimmten
Zeitraum wiederholt werden kann. Die Zahl, die diese Wiederholung ausdrückt,
kann als der Koeffizient des Produktionsprozesses oder des durch ihn
geschaffenen Mehrwerts betrachtet werden. Dieser Koeffizient ist indes nicht
positiv, sondern negativ bestimmt durch die Geschwindigkeit der Zirkulation. D.
h., wäre die Geschwindigkeit der Zirkulation absolut, d.h., findet gar keine
Unterbrechung des Produktionsprozesses durch die Zirkulation statt, so wäre
dieser Koeffizient am größten. Erlauben z. B. die realen Bedingungen der Weizenproduktion
in einem gegebenen Land nur eine Ernte, so kann keine Geschwindigkeit der
Zirkulation zwei Ernten daraus machen. Fände aber Hemmung in der Zirkulation
statt, könnte der Pächter seinen Weizen nicht früh genug verkaufen, z. B. um
von neuem Arbeiter zu dingen, so wäre die Produktion aufgehalten. Das Maximum
des Koeffizienten des Produktions- oder Verwertungsprozesses in einem gegebenen
Zeitraum ist bestimmt durch die absolute Zeit, die die | Produktionsphase
selbst währt. Die Zirkulation vollendet, ist das Kapital fähig,

seinen
Produktionsprozess von neuem zu beginnen. Verursachte also die Zirkulation gar
keinen Aufenthalt, wäre ihre Geschwindigkeit absolut und ihre Dauer gleich 0,
d.h., wäre sie in no time

54
zurückgelegt,
so wäre das nur dasselbe, als hätte das
Kapital
seinen
Produktionsprozess unmittelbar von neuem beginnen können, sobald er vollendet
war; d. h., die Zirkulation hätte nicht als bedingende Schranke für die
Produktion existiert, und die Wiederholung des Produktionsprozesses in einem
bestimmten Zeitraum wäre absolut abhängig, fiele zusammen mit der Dauer des
Produktionsprozesses.

Erlaubte also die Entwicklung
der Industrie, mit einem Kapital von 1001. x Pfund Twist in 4 Monaten zu
produzieren, so könnte der Produktionsprozess mit demselben Kapital nur 3mal im
Jahr wiederholt werden, nur 3x Pfund Twist produziert werden. Keine Geschwindigkeit
der Zirkulation könnte die Reproduktion des Kapitals oder vielmehr die
Wiederholung seines Verwertungsprozesses über diesen Punkt hinaus steigern.
Dies könnte nur geschehen infolge einer
Erhöhung
der Produktivkräfte.
Die Zirkulationszeit an sich ist
keine
Produktivkraft
des
Kapitals, sondern eine
Schranke
seiner Produktivkraft,
die aus seiner Natur als Tauschwert
hervorgeht. Das Durchlaufen der verschiedenen Phasen der Zirkulation erscheint
hier als
Schranke der
Produktion,
durch die spezifische Natur des Kapitals selbst
gesetzte Schranke. Alles, was durch Beschleunigung und Abkürzung der
Zirkulationszeit
geschehen
kann – des Zirkulationsprozesses –, ist, die durch die Natur des Kapitals gesetzte
Schranke zu reduzieren. Die natürlichen Schranken für die Wiederholung des
Produktionsprozesses z.B. in der Agrikultur fallen zusammen mit der Dauer eines
Zyklus der Produktionsphase. Die vom Kapital gesetzte Schranke ist die Dauer,
die verstreicht, nicht zwischen Saat und Ernte, sondern zwischen Ernte und
Verwandlung der Ernte in Geld und Rückverwandlung des Geldes sage z. B. in
Ankauf von Arbeit. Die Zirkulationskünstler, die sich einbilden, durch
Geschwindigkeit der Zirkulation etwas anderes tun zu können, als die vom
Kapital selbst gesetzten Hindernisse seiner Reproduktion abzukürzen, sind auf
dem Holzweg (noch toller sind natürlich die Zirkulationskünstler, die sich
einbilden, durch Kreditanstalten und -erfindungen, die die Dauer der Zirkulationszeit
aufheben, nicht nur den Aufenthalt, die Unterbrechung in der Produktion, die
die Verwandlung des fertigen Produkts in

55
Kapital erheischt, zu beseitigen, sondern
das Kapital selbst überflüssig zu machen, wogegen das produzierende Kapital
austauscht; d.h. zugleich auf der Grundlage des Tauschwerts produzieren und die
notwendigen Bedingungen der Produktion auf dieser Grundlage zugleich beseitigen
wollen, weg hexen). Das Höchste, was

der Kredit tun kann,
nach dieser Seite hin – die die
bloße
Zirkulation
betrifft – die Kontinuität des Produktionsprozesses aufrechtzuerhalten,
wenn
alle anderen
Bedingungen vorhanden sind für diese Kontinuität, d. h. wirklich das Kapital
existiert, wogegen ausgetauscht werden soll etc.

Im Zirkulationsprozess ist
gesetzt, dass für die Verwertung des Kapitals durch die Produktion, für die
Exploitation der Arbeit durch das Kapital als Bedingung gesetzt ist die
Verwandlung des Kapitals in Geld oder der Austausch von Kapital gegen Kapital (denn
vom jetzigen Standpunkt aus haben wir nur noch an allen Punkten der Zirkulation
Arbeit oder Kapital) als Schranke für den Austausch von Kapital gegen Arbeit
und vice versa.

Das Kapital existiert nur als
Kapital, sofern es die Zirkulationsphasen durchläuft, die verschiedenen Momente
seiner Verwandlung, um den Produktionsprozess von neuem beginnen zu können, und
diese Phasen sind selbst Phasen seiner Verwertung – aber zugleich, wie wir
gesehen haben, seiner
Entwertung.
Solange
das Kapital fixiert bleibt in der Gestalt des fertigen Produkts, kann es nicht
als Kapital tätig sein, ist es
negiertes
Kapital.
Sein Verwertungsprozess ist in demselben Grade aufgehalten und sein prozessierender
Wert negiert. Es erscheint dies also als Verlust für das Kapital, als relativer
Verlust seines Wertes, denn sein Wert besteht eben in dem Verwertungsprozess.
Dieser Verlust des Kapitals heißt in anderen Worten nichts, als dass ihm Zeit
unbenutzt verstreicht, worin es durch Austausch mit der lebendigen Arbeit
sich
Surplusarbeitszeit,
fremde
Arbeit aneignen könnte, wenn der dead lock

56
nicht eingetreten wäre.

Denken wir uns nun
viele
Kapitalien in
besonderen Geschäftszweigen, die alle
notwendig
sind
(was sich darin zeigen würde, dass, wenn das Kapital aus dem einen
Geschäftszweig in Massen auswanderte, die Zufuhr der Produkte in diesem Zweige
unter die Nachfrage fallen, daher der Marktpreis über den natürlichen steigen
würde), und ein Geschäftszweig erheische z. B., dass das Kapital a) länger in
der Form der Entwertung verharre, d. h., dass die Zeit, worin es die
verschiedenen Phasen der Zirkulation zurücklegt, länger sei als in allen
anderen Geschäftszweigen, so würde dies Kapital a) den weniger Neuwert, den es
schaffen könnte, betrachten als positiven Verlust, als wenn es so viel mehr
Auslagen hätte, um denselben Wert zu produzieren. Es würde daher im Verhältnis
einen höheren Tauschwert für seine Produkte chargieren als die anderen
Kapitalien, um dieselbe Rate des Gewinns zu teilen. In fact könnte das aber nur
geschehen, indem der Verlust verteilt wurde auf die anderen Kapitale. Wenn a)
mehr Tauschwert für das Produkt verlangt als Arbeit in ihm objektiviert ist,

so ||3l| kann es dies
Mehr
nur
erhalten, indem die anderen weniger erhalten als den realen Wert ihrer
Produkte. D. h., die ungünstigeren Bedingungen, unter denen a) produziert hat,
würden zu aliquoten

57
Teilen
von allen den Kapitalisten getragen, die mit ihm austauschen, und so käme ein
gleicher Durchschnittsgewinn heraus. Aber die Summe der von den Kapitalien
zusammen geschaffenen Mehrwerte betrachtet, wäre diese vermindert, exakt um die
Minderverwertung des Kapitals a) im Verhältnis zu den anderen Kapitalien; nur
dass diese Verminderung, statt ausschließlich auf Kapital a) zu fallen, als
allgemeiner Verlust, als Verlust zu aliquoten Teilen von den sämtlichen
Kapitalien getragen wird. Nichts kann daher lächerlicher sein als die
Einbildung (sieh z. B. Ramsay), dass außer der Exploitation der Arbeit das
Kapital eine
originelle,
von
der Arbeit getrennte Quelle der
Wertschöpfung
bilde,
weil die Verteilung der Surplusarbeit innerhalb der Kapitalien vor sich geht
nicht im Verhältnis zu der Surplusarbeitszeit, die das einzelne Kapital
geschaffen, sondern der
Gesamtsurplusarbeit,
die
die Gesamtheit der Kapitalien geschaffen und daher auf das
einzelne Kapital
eine
höhere Wertschöpfung kommen kann, als direkt aus seiner
besonderen
Exploitation
der Arbeitskraft erklärlich. Aber dies
Mehr
auf der
einen Seite muss kompensiert sein durch ein
Weniger
auf der anderen. Anders
heißt
Durchschnitt
überhaupt
nichts. Die Frage, wie die Beziehung des Kapitals auf fremdes Kapital, d. h.
die Konkurrenz der Kapitalien unter ihnen den Surpluswert verteilt, hat
offenbar nichts zu tun mit dem absoluten Quantum dieses Surpluswerts. Nichts
absurder daher als zu schließen, dass, weil das Kapital seine
exzeptionelle
Zirkulationszeit
sich vergüten lässt, d. h. seine relative Minderverwertung als positive
Mehrverwertung in Berechnung bringt, nun die
Kapitalien
zusammengenommen,
das Kapital,
fähig ist,
aus Nichts etwas, aus einem Minus ein Plus zu machen, aus
Minus-Surplusarbeitszeit oder Minus-Surpluswert Plus-Surpluswert, und daher
eine
mystische,
von
Aneignung fremder Arbeit unabhängige Quelle der Wertschöpfung besitzt. Die
Weise, wie die Kapitalien u. a.
58
ihren aliquoten Anteil am
Mehrwert
berechnen –
nicht nur durch die Surplusarbeitszeit, die sie ins Werk gesetzt, sondern auch
nach der
Zeit, die ihr
Kapital als solches gearbeitet hat,
d. h. brach gelegen hat,
in der Phase der Entwertung sich befunden, ändert natürlich nicht das Mindeste
an der Summe des Mehrwerts, die sie unter sich zu verteilen haben. Diese Summe
selbst kann dadurch nicht wachsen, dass sie kleiner ist als sie wäre, wenn
Kapital a), statt brachzuliegen, Surpluswert geschaffen hätte; d. h. dadurch,
dass es weniger Surpluswert in derselben Zeit geschaffen hat wie die anderen
Kapitalien. Dies
Brachliegen
wird

dem Kapital a) auch nur vergütet, insofern es aus den Bedingungen des
besonderen Produktionszweiges notwendig hervorgeht, daher in Bezug auf
das
Kapital
überhaupt
als Erschwerung der Verwertung, als
notwendige
Schranke
seiner Verwertung überhaupt erscheint. Die Teilung der
Arbeit lässt diese Schranke nur als Schranke des Produktionsprozesses dieses
besonderen Kapitals betrachten. Den Produktionsprozess betrachtet als vom
Kapital überhaupt geführt, ist es eine
allgemeine
Schranke
seiner Verwertung. Denkt man sich nur die Arbeit
selbst produzierend, so erscheinen alle größeren Avancen, deren

59
sie während
ihrer Verwertung bedarf, als das, was sie sind –
Abzüge vom Mehrwert.

Wert schaffen
kann die Zirkulation nur, sofern
sie frische Anwendung –
fremder
Arbeit
– außer der im Produktionsprozess unmittelbar
konsumierten – erheischt. Es ist dies dasselbe dann, als wenn in dem
Produktionsprozess unmittelbar mehr
notwendige
Arbeit
gebraucht würde. Nur die wirklichen
Zirkulationskosten
erhöhen
den
Wert
des
Produkts, vermindern aber den Surpluswert.

Soweit die Zirkulation des
Kapitals (das Produkt etc.) nicht ausdrückt bloß die notwendigen Phasen, um den
Produktionsprozess von neuem zu beginnen, bildet diese Zirkulation (sieh
Storchs Beispiel)
60
kein
Moment der Produktion in ihrer Totalität – ist daher nicht durch die Produktion
gesetzte Zirkulation, und insofern sie Kosten macht, sind es
faux frais de production

61
.
Die
Zirkulationskosten überhaupt, d. h. die Produktionskosten der Zirkulation,
soweit sie die bloß ökonomischen Momente, die eigentliche Zirkulation betreffen
(das Bringen des Produkts auf den Markt gibt ihm
neuen Gebrauchswert),
sind
als Abzüge von dem
Mehrwert
zu
betrachten, d.h. als Vergrößerung der notwendigen Arbeit im Verhältnis zur
Surplusarbeit.

Die Kontinuität der Produktion
unterstellt, dass die Zirkulationszeit aufgehoben ist. Ist sie nicht
aufgehoben, so muss Zeit verlaufen zwischen den verschiedenen Metamorphosen,
die das Kapital durchlaufen muss; seine Zirkulationszeit
muss
als Abzug an
seiner Produktionszeit erscheinen. Andrerseits unterstellt die Natur des
Kapitals, dass es die verschiedenen Phasen der Zirkulation durchläuft, und zwar
nicht in der Vorstellung, wo der eine Begriff in den anderen mit
Gedankenschnelle, in no time, umschlägt, sondern als Zustände, die der Zeit
nach auseinanderliegen. Es muss eine Zeitlang verpuppt sein, eh es als
Schmetterling fliegen kann. Die aus der Natur des Kapitals selbst
hervorgehenden Bedingungen seiner Produktion widersprechen sich also.
Aufgehoben und überwunden werden kann der Widerspruch nur {es sei denn,

dass sich vorgestellt wird, dass alle Kapitalien auf gegenseitige
Bestellung arbeiten, und daher das Produkt immer unmittelbar Geld ist, eine
Vorstellung, die der Natur des Kapitals widerspricht und daher auch der Praxis
der großen Industrie} | auf zweierlei Weise:

Erstens Kredit:
Ein Scheinkäufer B) – d. h. der
wirklich zahlt, aber nicht wirklich kauft – vermittelt dem Kapitalisten A) die
Verwandlung seines Produkts in Geld. B) selbst wird aber erst gezahlt, sobald
der Kapitalist C) das Produkt des A) gekauft hat. Ob dieser credit-man

62
B) dem A) Geld
gibt, um Arbeit zu kaufen, oder Rohmaterial und Arbeitsinstrument, bevor A)
beides aus dem Verkauf seines Produkts ersetzen kann, ändert an der Sache
nichts. Au fond

63
muss
er ihm unter unserer Voraussetzung beides geben – d.h. alle
Produktionsbedingungen (diese stellen aber größeren Wert dar als den
ursprünglichen, mit dem A) den Produktionsprozess anfing). In diesem Fall
ersetzt Kapital B) Kapital A); aber beide sind nicht gleichzeitig verwertet. B)
tritt nun an die Stelle von A; d.h., sein Kapital liegt brach, bis es mit
Kapital C) ausgetauscht ist. Es ist fixiert in dem Produkt von A), der sein
Produkt flüssig gemacht hat in Kapital B).

1
Täuschung

2
trennt

3
In
der Handschrift: lebendige

4
Dieser
Vermerk wurde nachträglich von Marx eingefügt und bezieht sich auf den
vorhergehenden Satz.

5
unterwegs

6
in
der Handschrift: 20%

7

In
der Handschrift: 135 1/10

8

in
der Handschrift: 148 61/100

9
in
der Handschrift: 48 61/100

10
In der Handschrift: seine

11
Produktenmarkt

12
in der Handschrift: Rohmaterial

13
Gewinnrücklauf

14
im Allgemeinen

15
Ertrag

16
in der Handschrift: Geld

17
Fall

18

Vorzugsweise

19
sich selbst erhaltenden

20
Verwirrend

21
sofort

22
allgemeine Standard der Arbeit

23
auf jeden Fall

24
das Ergebnis der gesellschaftlichen Produktion und
des Verkehrs

25
sich selbst erhaltenden Landwirtschaft

26
Zunächst

27
Fabrik

28

Gemeine

29
gemeine Dienstboten

30
Baumwollmakler

31
Fabrikanten

32

öffentlichen
Arbeiten

33

Verlustgeschäft

34
überlegene

35

Kapitaleinsatz
ein
Verlustgeschäft

36
Arbeitsfonds

37
Ob oder ob nicht

38
in der Handschrift: ihn

39
in der Handschrift: Geld in Ware

40
vorsintflutlichen

41
ln der Handschrift: Weder

42
Landwirts“ (z. B.)

43
in der Handschrift: sie

44
Sismondi, „
Nouveaux principes d’économie politique ...
“, 2. ed., 1.1, Paris 1827, p.
88/89. Marx verweist auf die Seitenzahl eines nicht überlieferten
Exzerptheftes, das zwischen 1844 und 1847 entstand.

45
Antoine Cherbuliez, „
Richesse ou pauvreté
“, Paris 1841, p.64.

Marx verweist auf die
Seitenzahl eines nicht überlieferten Exzerptheftes, das zwischen 1844 und 1847
entstand. Was das „ch.“ vor XXVIII bedeutet, konnte nicht ermittelt werden.

46
Saison

47
auf die eine oder andere Weise

48
In der Handschrift: enthält

49
der Möglichkeit

50
In der Handschrift steht „mehr“. Die Korrektur
erfolgte nach Marx’ Brüsseler Exzerptheft von 1845, S.35.

51
Henri Storch, „
Cours d’économie politique ...
“, 1.1., Paris 1823, p. 411/412.

Marx verweist auf ein Brüsseler
Exzerptheft von 1845.

52
Thomas Robert Malthus, „The measure of value
stated and illustrated ...“, London 1823, p. 17.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

53
William Thomson, „An inquiry into the principles
of the distribution of wealth most conducive to human happiness“, London 1824,
p. 176 und 589.

Marx verweist auf sein
Exzerptheft „Manchester. 1845“. Die Auszüge befinden sich auf den redaktionell
paginierten S. 23 und 27. Die von Marx angegebene Seitenziffer 3 bezieht sich
auf die Auszüge aus Thompsons Buch.

54
im Handumdrehen

55
in der Handschrift: gegen

56
völlige Stopp

57
ohne Rest aufgehenden

58
sollte wahrscheinlich heißen: die Kapitalisten
untereinander

59
In der Handschrift: die

60
Siehe Henri Storch, „Cours d’économie politique ...“,
1.1, Paris 1823, p. 404-413.

Dieses Beispiel wird von Marx
im vorl. Band, S. 535-537, zitiert.

61
Produktionskosten

62
Kreditmann

63
im Grunde

## [Theorien über Mehrwert und Profit]

{
1
Die absolute Konfusion der Ökonomen in Bezug auf
die Ricardosche Bestimmung des Werts durch die Arbeitszeit – in einem
Grundmangel seiner eigenen Entwicklung begründet – tritt sehr klar hervor bei
Herrn Ramsay. Er sagt (nachdem er zuvor aus dem Einfluss, den die
Zirkulationszeit der Kapitalien auf ihre
relative Verwertung,
d. h. ihre relative
Teilnahme an dem allgemeinen Surpluswert, den abgeschmackten Schluss gezogen:

„Dies zeigt, wie Kapital Wert
unabhängig von Arbeit regulieren kann“ (IX, 84. R, 43

2
)

oder

„Kapital unabhängig von Arbeit
eine Quelle von Wert“ (55 l. c.) wörtlich:

„Ein zirkulierendes Kapital
(Lebensmittelfonds) wird immer mehr Arbeit unterhalten, als die man ihm selbst
früher angedeihen ließ. Denn
welcher
Vorteil (Nutzen)

sollte dem Eigentümer an seinem
Gebrauch
als solchem
entstehen,
wenn es nicht mehr Arbeit anwenden könnte, als man ihm zuvor hatte angedeihen
lassen?“ (l. c. 49.)

„Gesetzt, zwei Kapitale von
gleichem Wert, jedes erzeugt durch die Arbeit von 100 während einer bestimmten
Zeit arbeitenden Männern, wovon das eine ganz zirkulierend ist, das andere ganz
fixiert (festangelegt), und könnte vielleicht aus Wein bestehen, der zum Reifen
zurückgehalten wird. Nun, dies zirkulierende Kapital,
aufgebracht durch die Arbeit von 100
Mann,
wird 150 Mann in
Bewegung
setzen.
Das Produkt am Ende des kommenden Jahres wird folglich
in diesem Falle sein das Resultat der Arbeit von 150 Mann. Aber noch immer wird
es nicht mehr Wert besitzen, als der Wein zum Abschluss der gleichen Periode,
obgleich nur 100 Mann auf letzteren angewandt werden.“ (50.)

„Oder will man versichern, dass
die Menge Arbeit, welche jedes zirkulierende Kapital
anwenden wird,
nicht
mehr als gleich der ist, die ihm zuvor zugeführt wurde? Das hieße, dass
der Wert des verausgabteti Kapitals
=
dem des Produkts.“ (52.)

Große Konfusion zwischen der
labour bestowed upon Capital

3
und der which it will employ

4
. Das Kapital, das
gegen das Arbeitsvermögen ausgetauscht wird, das approvisionnement

5
– und dies nennt
er hier
Capital circulant
–
kann nie mehr Arbeit employ than has been bestowed upon it

6
. (Die Rückwirkung der
Entwicklung der Produktivkräfte auf vorhandenes Kapital geht uns hier nichts
an.) Aber there has been more labour bestowed upon it than it has paid for
–
surplus labour,
which
is converted into
surplus
value and surplus produce,
enabling the Capital to renew this
profitable bargain, where the mutuality is all on one side, on a more enlarged
scale. It is enabled to employ more new living labour, because during the
process of production a portion of fresh labour has been bestowed upon it
beyond the accumulated labour of which it consisted before entering that
process.
7

Herr Ramsay scheint sich
einzubilden, dass, wenn das Kapital das Produkt von 20 Arbeitstagen (notwendige
und Surpluszeit zusammen), dies Produkt von 20 Arbeitstagen 30 Arbeitstage
anwenden kann. Dies ist aber keineswegs der Fall. Auf das Produkt seien sage 10
notwendige Arbeitstage, 10 Surplustage verwandt. So der Surpluswert = 10
Surplustagen. Indem der Kapitalist diese wieder gegen Rohstoff, Instrument und
Arbeit austauscht, kann er mit dem
Surplusprodukt
wieder
neue
notwendige Arbeit
in
Bewegung setzen. Der Witz

ist nicht, dass er mehr
Arbeitszeit employed

8
,
als in dem Produkt vorhanden ist, sondern dass er die Surplusarbeitszeit, die
ihm nichts kostet, von neuem gegen notwendige austauscht – also grade, dass er
employs die
ganze
Arbeitszeit
bestowed upon the produce, while he has paid only
part of that labour

9
.
Der Schluss des Herrn Ramsay, that wenn the quantity of labour which every
circulating Capital will employ was no more than equal to that previously
bestowed upon it, the value of the Capital expended would be equal to that of
the produce, i. e. no surplus value would be left

10
, wäre nur richtig, wenn die quantity of labour
bestowed upon the Capital

11

ganz bezahlt worden wäre,
d.
h., wenn sich das Kapital einen Teil der Arbeit nicht
ohne Äquivalent
aneigenete.

Diese Missverständnisse
Ricardos
gehen offenbar
daraus hervor, dass er selbst nicht klar über den Prozess war noch sein konnte
als Bourgeois. Einsicht in diesen Prozess ist = dem Statement

12
, dass das Kapital
nicht nur, wie A. Smith meint, Kommando über fremde Arbeit ist, in
dem Sinne wie jeder Tauschwert es ist, weil er seinem Besitzer
Kaufmacht
gibt, sondern
dass es die Macht ist, sich fremde Arbeit
ohne Austausch, ohne Äquivalent,
aber mit
dem Schein des Austauschs, anzueignen. Ricardo weiß A. Smith und anderen
gegenüber, die in denselben Irrtum verfallen über Wert as determined by labour

13
und über Wert
as determined by the price of labour (wages)
14
nie anders zu refütieren

15
als so: dass
er sagt, mit dem Produkt derselben Quantität Arbeit kann man bald mehr, bald
weniger lebendige Arbeit in Bewegung setzen, d.h., er betrachtet das Produkt
der Arbeit in Bezug auf den Arbeiter nur als
Gebrauchswert –
den Teil des Produkts, den
er braucht, um leben zu können als Arbeiter. Woher es aber kommt, dass auf
einmal der Arbeiter in dem Austausch nur
Gebrauchswert
repräsentiert oder nur
Gebrauchswert aus dem Austausch zieht, ist ihm by no means

16
klar, wie
schon seine | nie allgemein, sondern stets an einzelnen Beispielen
demonstrierende Argumentation gegen A. Smith beweist.

Woher kommt es denn, dass der
Anteil des Arbeiters am Wert des Produkts nicht bestimmt ist durch den Wert,
sondern durch den Gebrauchswert des Produkts, also nicht durch die darauf
verwandte Arbeitszeit, sondern durch seine Qualität, das lebendige Arbeitsvermögen
zu erhalten? Wenn er dies etwa erklärt durch Konkurrenz der Arbeiter unter
sich, so wäre hierauf zu antworten idem

17
, was er dem A. Smith über die Konkurrenz der
Kapitalisten antwortet,

dass diese Konkurrenz zwar das
Niveau des Profits ebnen, gleichmachen kann, aber keineswegs das Maß dieses
Niveaus schafft. So könnte die Konkurrenz der Arbeiter den höheren Arbeitslohn
herabdrücken etc., aber der allgemeine Standard des Arbeitslohns oder, wie
Ricardo sagt, der natürliche Preis des Arbeitslohns, könnte nicht erklärt
werden aus der Konkurrenz zwischen Arbeiter und Arbeiter, sondern nur aus dem
ursprünglichen Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit. Die Konkurrenz
überhaupt, dieser wesentliche Lokomotor der bürgerlichen Ökonomie, etabliert
nicht ihre Gesetze, sondern ist deren Exekutor. Illimited competition

18
ist darum
nicht die Voraussetzung für die Wahrheit der ökonomischen Gesetze, sondern die
Folge – die Erscheinungsform, worin sich ihre Notwendigkeit realisiert. Für die
Ökonomen, wie Ricardo tut, voraussetzen, dass illimited competition existiert, ist
die volle Realität und Realisierung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse in
ihrer differentia specifica

19
voraussetzen. Die Konkurrenz
erklärt
daher nicht
diese Gesetze; sondern sie lässt sie
sehen,
produziert
sie aber nicht.

Oder Ricardo [, „On the
principle...“, p. 86] sagt auch: Die Produktionskosten der lebendigen Arbeit
hingen von den Produktionskosten ab, um die Werte herzustellen, die nötig sind,
sie zu reproduzieren. Betrachtete er vorhin das Produkt in Bezug auf den Arbeiter
nur als Gebrauchswert, so betrachtet er hier den Arbeiter in Bezug auf das
Produkt nur als
Tauschwert.
Der
historische Prozess, wodurch Produkt und lebendige Arbeit in dies Verhältnis
zueinander kommen, geht ihn nichts an. Aber ebenso wenig ist er völlig klar
über die Art, wie dies Verhältnis perpetuiert

20
wird. Bei ihm ist das Kapital
Resultat der Ersparung
; dies
zeigt schon, dass er seinen Entstehungs- und Reproduktionsprozess missversteht.
Er denkt sich daher auch die Produktion unmöglich ohne Kapital, während er sich
sehr wohl das Kapital möglich ohne Grundrente denkt. Der Unterschied des
Profits
vom
Mehrwert
existiert für
ihn nicht. Beweis, dass er weder über die Natur des einen noch des anderen klar
ist. Schon sein Verfahren gleich im Beginn zeigt dies. Ursprünglich lässt er
Arbeiter gegen Arbeiter austauschen – und ihr Austausch ist dann bestimmt durch
das Äquivalent, durch die

21
in
der Produktion wechselseitig ausgegebene Arbeitszeit. Dann kommt das
eigentliche Problem seiner Ökonomie, nachzuweisen, dass diese Wertbestimmung
nicht durch die Akkumulation der Kapitalien – i. e. durch das Dasein des
Kapitals verändert wird.

Erstens fällt ihm nicht ein,
dass sein erstes naturwüchsiges Verhältnis selbst nur ein von der auf dem
Kapital ruhenden Produktion abstrahiertes Verhältnis

ist.
Zweitens ist bei ihm
bestimmtes
Quantum objektiver Arbeitszeit,
das zwar wachsen kann,
vorhanden, und er fragt sich, wie es
geteilt
wird?
Die Frage ist rather

22
,
wie es geschaffen wird, und dies ist grade die spezifische Natur des
Verhältnisses von Kapital und Arbeit oder die differentia specifica des
Kapitals, die dies erklärt. Es handelt sich in der Tat,
wie Quincey das ausdrückt (X, 5)
23
, in der modernen
(Ricardoschen)
Ökonomie
nur um die Dividenden, während das Gesamtprodukt als fix, bestimmt durch die
Quantität darauf verwandter Arbeit betrachtet wird – sein Wert danach
abgeschätzt wird. Daher ist Ricardo mit Recht vorgeworfen worden, dass er
die
surplus value

24
nicht
versteht, obgleich seine Gegner sie noch weniger verstehen. Das Kapital wird
dargestellt als von vorhandenem Wert der Arbeit (des Produkts) bestimmten Teil
sich aneignend; die Schöpfung dieses Werts, den es sich aneignet über das
reproduzierte Kapital hinaus, ist nicht als die
Quelle
des Mehrwerts
dargestellt. Diese Schöpfung fällt zusammen mit Aneignung fremder Arbeit
ohne Austausch
und darf
daher nie klar von den bürgerlichen Ökonomen verstanden werden.

Ramsay
wirft Ricardo vor, er vergesse,
dass das Capital fixe (woraus das Kapital außer dem approvisionnement besteht,
bei Ramsay
raw material

25

zugleich
neben
instrument

26
) abgehe
von der Summe, die Kapitalist und Arbeiter zu verteilen haben.

„Ricardo vergisst, dass das
ganze Produkt nicht nur zwischen Löhnen und Profiten sich teilt, sondern auch
ein Teil nötig ist, um fixes Kapital zu ersetzen.“ (IX, p.88.
R[amsay, p.] 174, Note.)

In der Tat, da das Verhältnis
der vergegenständlichten Arbeit zur lebendigen – nicht zu deduzieren aus
Dividenden eines gegebenen Quantums Arbeit, sondern aus Setzen von
Surplusarbeit – nicht in seiner lebendigen Bewegung von Ricardo gefasst ist,
also auch nicht das Verhältnis der verschiedenen Bestandteile des Kapitals
zueinander, bekommt es bei ihm den Schein, als teile sich das ganze Produkt in
wages

27
und
profits, so dass die Reproduktion des Kapitals selbst zum Profit gezählt
wird.
Quincey
(l.
c. Heft X, 5) setzt so die Ricardosche Theorie auseinander:

„Wenn der Preis 10 sh, dann
können Lohn und Profit zusammengenommen nicht mehr als zehn Schilling
ausmachen. Aber sind es nicht im Gegenteil Lohn und Profit zusammen, die den
Preis bestimmen? Nein, das ist die alte überholte Doktrin.“ (p. 204.)

„Die neue Ökonomie hat gezeigt,
dass jeder Preis bestimmt ist durch die
verhältnismäßige
Menge der produzierenden Arbeit
und durch sie allein. Ist er
selbst einmal

festgesetzt, dann, von selbst, bestimmt der
Preis den Fonds, aus dem sowohl der Lohn wie auch der Profit ihre
besonderen Anteile
ziehen.“
(l. c. 204.)

Das Kapital erscheint hier
nicht als Setzen von Surpluswert, i. e. Surplusarbeit, sondern nur als Abzüge
machend von einem gegebenen Quantum Arbeit. Dass Instrument und Rohmaterial
sich diese
Dividende
zueignen,
muss dann aus ihrem
Gebrauchswert
in
der Produktion erklärt werden, wo dann die Albernheit vorausgesetzt ist, als

28
wenn
Rohmaterial und Instrument durch ihre
Separation
von
der Arbeit Gebrauchswert schaffen. Denn die
Separation
macht sie zum Kapital. Für sich
betrachtet, sind sie selbst Arbeit, vergangene. Außerdem stößt dies dann mit
Recht den common-sense vor den Kopf, da der Kapitalist sehr wohl weiß, dass er
Arbeitslohn und Profit zu den Produktionskosten rechnet und danach den
notwendigen Preis
reguliert.
Dieser Widerspruch in der Bestimmung des Produkts durch die relative
Arbeitszeit und die Begrenzung der Summe von Profit und wages durch die Summe
dieser Arbeitszeit und die
reale
Preissetzung
in der Praxis rührt bloß davon her, dass der
Profit nicht als selbst derivative

29
, sekundäre Form des
Mehrwerts
begriffen
ist; ebenso das, was der Kapitalist mit Recht als
seine Produktionskosten
betrachtet.
Sein Profit rührt einfach daher, dass ihm ein Teil der Produktionskosten nichts
kostet, also nicht in
seine
Auslagen,
seine Produktionskosten eingeht.

||VI-l| „Jeder Wechsel, der das
bestehende Verhältnis zwischen Lohn und Profit stören kann, muss vom Lohn
ausgehen.“
(Quincey
l.c.
(X, 5) p.205.)

Dies nur sofern wahr, dass any
variations in the mass of surplus labour must be derived from a variation in
the relation between necessary and surplus labour

30
. Diese kann aber ebenso sehr erfolgen, wenn
necessary labour

31
unproduktiver
wird, und daher größerer Teil der Gesamtarbeit auf sie geht, oder wenn die
Gesamtarbeit produktiver wird, also die notwendige Arbeitszeit verringert wird.
Es ist nonsense

32
zu
sagen, dass diese Produktivkraft der Arbeit von den
wages
ausgeht. Die
Verminderung der relativen wages ist vielmehr ihr Resultat. Aus aber geht sie
1. von der Aneignung des Wachstums der Produktivkräfte infolge von Teilung von
Arbeit, Handel, der wohlfeilere Rohstoffe schafft, Wissenschaft etc. durch das
Kapital; 2. aber muss diese Vermehrung der Produktivkräfte, sofern sie
realisiert wird durch Anwendung größeres Kapitals etc., als vom Kapital
ausgehend betrachtet werden. Ferner: profit und wages, obgleich bestimmt durch
das Verhältnis von

notwendiger und Surplusarbeit,
fallen nicht mit ihnen zusammen, sind nur sekundäre Formen derselben. Der Witz
ist aber der: Bestimmtes Quantum Arbeit bei den Ricardians vorausgesetzt; es
bestimmt den Preis des Produkts, woraus nun Arbeit in wages und Kapital in
profits seine Dividenden zieht; die Dividende des Arbeiters = dem Preis der
nötigen Lebensmittel. In den „existing relations between wages und profits“

33
daher die Rate
des Profits auf ihrem Maximum und die der wages auf ihrem Minimum. Konkurrenz
zwischen den Kapitalisten kann nur austauschen das Verhältnis, worin sie an dem
Total Profit teilnehmen, aber nicht alterieren das Verhältnis zwischen dem Totalprofit
und den Totalwages

34
.
Der general Standard of Profit

35
ist dies Verhältnis des Totalprofits zu den
Totalwages, und dieses nicht alteriert durch die Konkurrenz. Woher also
alteration? Sicher nicht dadurch, dass die Profitrate abnimmt freiwillig, und
sie müsste es freiwillig tun, da die Konkurrenz dies Resultat nicht hat. Also
durch alteration in den Wages; deren notwendige Kosten steigen (Theorie von der
progressiven Verschlechterung des Bodens, der der Agrikultur unterworfen wird,
Renttheorie) mögen infolge einer aus Naturursachen herrührenden Abnahme der
Produktivkraft der Arbeit. Dem setzt nun Carey

36
etc. mit Recht entgegen (aber, wie er es
erklärt, wieder mit Unrecht), dass die Rate des Profits fällt nicht infolge der
Abnahme, sondern der Zunahme der Produktivkraft. Das Ganze löst sich einfach
dadurch, dass die Profitrate nicht den absoluten Surpluswert im Auge hat,
sondern den Surpluswert im Verhältnis zum angewandten Kapital und dass das
Wachsen der Produktivkraft begleitet ist von der Abnahme des Teils des
Kapitals, der Approvisionnement repräsentiert im Verhältnis zu dem Teil, der
invariables Kapital repräsentiert; daher notwendig, indem das Verhältnis der
angewandten Gesamtarbeit zum Kapital fällt, die

37
es in Bewegung setzt, auch der Teil der
Arbeit, der als Surplusarbeit oder Surpluswert erscheint. Aus dieser
Unfähigkeit, eins der schlagendsten Phänomene der modernen Produktion zu
erklären, geht hervor, dass Ricardo sein eigenes Prinzip nicht verstanden hat.
In welche Schwierigkeiten er aber seine Schüler verwickelt, folgt aus dieser
Stelle Quinceys u. a.:

„Es ist der gewöhnliche
Fehlschluss, dass, wenn auf der gleichen Farm immer 5 Mann beschäftigt wurden
und im Jahre 1800 ihr Produkt 25 Quarter betrug, 1840

38
aber 50 Quarter, man wahrscheinlich
das
Produkt allein als
veränderlich
und die
Arbeit
als konstant
ansieht: wohingegen
im Grunde genommen
beide
sich verändert haben. Im Jahre 1800 muss jeder Quarter den fünften Teil eines
Mannes gekostet haben; im Jahre 1840 kostete jeder nicht mehr als den zehnten
Teil eines Mannes.“ (l. c. 214.)

In beiden Fällen
war die absolute Arbeitszeit dieselbe, 5

39
Tage; aber in 1840 hatte sich die
Produktivkraft der Arbeit verdoppelt gegen 1800, und daher war die cost of
producing necessary labour

40
geringer. Die Arbeit bestowed upon 1
quarter

41
war
geringer, aber die Gesamtarbeit war dieselbe. Dass aber nicht die
Produktivkraft der Arbeit den Wert des Produkts bestimmt – obgleich sie den
Surpluswert bestimmt, obgleich nicht im Verhältnis zur Vermehrung der
Produktivkraft –, sollte Herr Quincey aus Ricardo wissen. Die Widersprüche
gegen Ricardo sowohl, wie die verzweifelten Sophistereien seiner Schüler (z.B.
Herr MacCulloch

42
,
der durch Mehrarbeit den Mehrwert erklärt, den alter Wein vor jungem hat). Der
Wert ist auch nicht zu bestimmen durch die Arbeit, die das unit

43
gekostet hat,
i. e. den
Preis
des
single quarter

44
.
Sondern der Preis multipliziert mit der
Anzahl konstituiert den Wert.
Die 50 Quarter in 1840

45
hatten
denselben Wert
wie die
25 in 1800, weil sie dasselbe Quantum Arbeit objektivierten. Der Preis für das
einzelne Quarter, das unit, muss verschieden gewesen sein, und der
Gesamtpreis
(in Geld
ausgedrückt) kann verschieden gewesen sein aus sehr verschiedenen Gründen. (Was
Quincey von der Maschine sagt, gilt vom Arbeiter:

„Eine Maschine, sobald ihr
Geheimnis gekannt, lässt sich nicht für die produzierte Arbeit verkaufen,
sondern für die zu produzierende Arbeit ... sie wird nicht mehr angesehen
werden als
eine Ursache,
die bestimmten Wirkungen gleichkommt,
sondern
als eine Wirkung zweifellos
reproduzierbar aus
einem bekannten Grunde und
für bekannte
Kosten.“
(84, 85.)“

46
)

De Quincey sagt von Malthus:

„In seiner politischen Ökonomie
weigert sich Malthus zu sehen, ja er bestreitet es sogar eigensinnig, dass,
wenn zwei Männer unterschiedliche Resultate von zehn und fünf erzeugen, dann in
einem Fall jede Einheit des Resultats doppelt soviel Arbeit gekostet hat, wie
im anderen. Im Gegenteil, weil es immer zwei Männer gibt, besteht Mr. Malthus
halsstarrig darauf, dass die
Kosten
an Arbeit
konstant sind.“ (l. c. 215, Note.)

In fact:
the cost in labour is constant

47
, weil
ebensoviel Arbeit in zehn als in fünf nach der Voraussetzung enthalten ist.
Aber die
cost of labour

48
ist
nicht konstant, weil im ersten Fall, da die Produktivkraft der Arbeit doppelt,
die Zeit, die der notwendigen Arbeit gehört, in bestimmtem Verhältnis geringer.
Wir wollen gleich nachher auf die Ansicht von Malthus eingehen. Hier, bevor wir
weitergehen in der Entwicklung der Zirkulationszeit des Kapitals und ihrem

Verhältnis
zur Arbeitszeit, ist es am Platz, die ganze Lehre von Ricardo über diesen
Gegenstand vorher zu betrachten, um schärfer den Unterschied unserer eigenen
Auffassung von der seinigen zu fixieren. (Die Zitate aus Ricardo in Heft VIII.)

49

Erste Voraussetzung bei
ihm
„Konkurrenz ohne
Einschränkung“
und beliebige Vermehrung der Produkte durch die
Industrie. (19. R. 3

50
.)
51
Dies heißt nun
in anderen Worten nichts, als dass die Gesetze des Kapitals sich vollständig
bloß realisieren innerhalb
illimited
competition
und
industrial
production

52
.
Auf
dieser produktiven Basis und jenem Produktionsverhältnis entwickelt sich das
Kapital adäquat; treten also seine immanenten Gesetze vollständig in Realität.
Da dem so ist, so wäre zu zeigen, wie die
illimited competition
und
industrial production
Verwirklichungsbedingungen
des Kapitals sind, die es selbst mehr und mehr produzieren muss (statt dass
hier die Hypothese als die des bloßen Theoretikers erscheint, der im Verhältnis
des Kapitals zu sich als Kapital – die free competition

53
und die produktive Existenzweise des
Kapitals – äußerlich und willkürlich, nicht als selbst Entwicklungen des
Kapitals, sondern als gedachte Voraussetzungen des Kapitals, um rein zu
erscheinen, setzt). Übrigens dies die einzige Stelle bei Ricardo, wo Ahnung von
der
historischen
Natur
der bürgerlichen ökonomischen Gesetze. Unter dieser Voraussetzung der
relative Wert
der Waren
(dies Wort unsinnig, da absoluter Wert nonsense) bestimmt durch die
verschiedene Quantität, die in derselben Arbeitszeit produziert werden kann,
oder durch die verhältnismäßig in den Waren realisierte Quantität von Arbeit,
(p. 4.) (Heft, 19.) (Künftighin die erste Ziffer für die Seite im Heft; die
zweite für die Seite in Ricardo.)

Wie man nun vom Wert als
Äquivalent, bestimmt durch die Arbeit, zum Nichtäquivalent, oder zum Wert, der
im Austausch Surpluswert setzt, d. h. wie vom Wert zum Kapital, von der einen
Bestimmung zu der scheinbar entgegengesetzten gekommen wird, interessiert
R[icardo] nicht. Die Frage für ihn nur: wie das
Wertverhältnis
der
Waren dasselbe bleiben und durch das relative Arbeitsquantum bestimmt werden
kann und muss,
obgleich
die
Eigner von akkumulierter Arbeit und die von lebendiger Arbeit nicht
Äquivalente
in Arbeit
austauschen, d.h. trotz des Verhältnisses von Kapital und Arbeit. Es ist dann
ein sehr einfaches Rechenexempel, dass die Ware A) und die Ware B) sich im
Verhältnis zu der in ihnen realisierten Arbeit austauschen können, obgleich die
Produzenten von A) oder von B) verschieden unter sich Produkt

A)
oder das dagegen ausgetauschte Produkt B)
teilen.
Da aber alle
Teilung
hier auf der
Grundlage des Austauschs vor sich geht, so erscheint es in der Tat durchaus
unerklärlich, warum der eine Tauschwert – die lebendige Arbeit – nach der in
ihr realisierten | Arbeitszeit, der andere Tauschwert aber – die aufgehäufte
Arbeit, das Kapital – nicht nach dem Maßstab der in ihr realisierten
Arbeitszeit austauscht. In diesem Falle könnte der Besitzer der
aufgehäuften Arbeit
nicht
als Kapitalist austauschen. Bray z. B. glaubt daher mit seinem equal
exchange

54
zwischen
lebendiger und toter Arbeit erst die wahre Konsequenz aus Ricardo zu ziehen.

55
Dass von dem
Standpunkt der bloßen Exchanges aus
Salair
des Arbeiters
=
dem
Wert des Produkts
sein müsste, d. h. das Quantum Arbeit in
objektiver Form, das der Arbeiter im Salair erhält, = dem Quantum Arbeit in
subjektiver Form, das er in der Arbeit ausgibt, ist so sehr notwendige
Konsequenz, dass A. Smith in sie verfällt

56
. Ricardo hält dagegen am richtigen fest, aber
wie?

„Der
Wert
der Arbeit und

57
die Quantität
Waren, die eine bestimmte Quantität Arbeit kaufen kann, sind nicht identisch.“

Why not?

58

„
Denn
das Produkt des Arbeiters oder ein
Äquivalent dieses Produkts ist nicht = der Belohnung des Arbeiters.“

D. h., die Identität existiert
nicht,
weil
der
Unterschied existiert.

„Also“ (weil dem nicht so ist)
„ist der Wert der Arbeit nicht das Maß des Werts wie die auf die Quantität der
Waren verwandte Arbeit.“ (19, 5.)

59

Wert der Arbeit ist nicht
identisch mit Belohnung der Arbeit.
Denn
sie
sind verschieden.
Also
sind
sie nicht identisch. Dies ist ein kurioser Schluss. Au fond

60
liegt dem
nichts zugrunde, als dass es in der Praxis
nicht
so ist. Der Theorie aber nach müsste
es so sein. Denn der Austausch von Werten bestimmt durch die in ihnen
realisierte Arbeitszeit. Äquivalente tauschen sich daher aus. Also müsste ein
bestimmtes Quantum Arbeitszeit in lebendiger Form sich gegen dasselbe Quantum
Arbeitszeit in vergangener Form austauschen. Dass das Gesetz des Austauschs
gerade in sein Gegenteil umschlägt, wäre grade nachzuweisen. Es ist hier nicht
einmal die Ahnung ausgesprochen, dass es dies tut. Oder die Ahnung müsste
liegen in der oft wiederkehrenden Abwehr der Verwechslung. Dass es auch nicht
der Unterschied von vergangener und lebendiger Arbeit tun kann, gleich
zugestanden:

„Die komparative
Quantität von Waren, die ein gegebenes Quantum Arbeit verschaffen kann,
bestimmt ihren vergangenen und gegenwärtigen Wert“ (19, 9),

wo also die lebendige Arbeit
sogar rückschlagend den Wert der vergangenen bestimmt. Warum also nicht auch
das Kapital ausgetauscht gegen die lebendige Arbeit im Verhältnis zu der im
Kapital realisierten Arbeit? Warum ist nur ein Quantum lebendige Arbeit selbst
nicht = dem Quantum Arbeit, worin es sich objektiviert hat?

„Die Arbeit ist natürlich von
verschiedener Qualität und schwer die Vergleichung verschiedener Arbeitsstunden
in verschiedenen Geschäftszweigen. Aber diese Stufenleiter sehr bald in der
Praxis befestigt.“ (19, 13.) „Für kurze Perioden, wenigstens von Jahr zu Jahr,
ist die Variation in dieser Ungleichheit unbedeutend, kommt
daher
nicht in
Berechnung.“ (19, 15.)

Dies ist nichts. Hätte Ricardo
sein eigenes Prinzip angewandt, die Arbeitsquanta (einfachen), wozu die
verschiedenen Arbeitsvermögen reduzierbar

61
, so war die Sache einfach. Überhaupt hat er es
gleich mit den Arbeitsstunden zu tun. Was der Kapitalist eintauscht, ist
das
Arbeitsvermögen:
Dies
ist der Tauschwert, den er bezahlt. Die lebendige Arbeit ist der Gebrauchswert,
den für ihn dieser Tauschwert hat, und aus diesem Gebrauchswert entspringt der
Surpluswert und die Aufhebung des Austauschs überhaupt. Dadurch, dass Ricardo
mit lebendiger Arbeit austauschen lässt – also gleich in den Produktionsprozess
hereinfällt –, bleibt es unlösbare Antinomie in seinem System, dass ein
bestimmtes Quantum lebendiger Arbeit nicht = der Ware, die sie schafft, worin
sie sich objektiviert, obgleich der Wert der Ware = dem Quantum in ihr
enthaltener Arbeit. In den Wert der Ware „eingerechnet auch die Arbeit, die
Ware auf den Markt zu bringen“. (19, 18.) Wir werden sehen, dass die
Zirkulationszeit, soweit sie als wertbestimmend bei Ricardo erscheint, nur die
Arbeit ist, nötig, die Waren auf den Markt zu bringen.

„Das Prinzip der Wertbestimmung
durch die relativen Arbeitsquanta, die Waren enthalten, wird bedeutend
modifiziert durch die Anwendung von Maschinerie und anderem fixen und dauernden
Kapital. Steigen oder Fallen des Arbeitslohns affiziert verschieden zwei
Kapitale, von denen das eine fast ganz zirkulierend, das andere fast ganz fix;
ebenso die ungleiche Dauer des angewandten fixen Kapitals. Nämlich der
Profit auf das fixe Kapital
kommt
hinzu (der Zins) als auch die Kompensation für die größere Länge der Zeit, die
verfließen muss, bis die mehr wertvolle der beiden Waren zu Markt gebracht
werden kann.“ (19, 25, 27, 29, 30.)

62

Letzteres Moment betrifft bloß
die Dauer des Produktionsprozesses, also die unmittelbar angewandte
Arbeitszeit, wenigstens in Ricardos Beispiel vom

Pächter und
Bäcker. (Wird der Weizen des einen später fähig, zum Markt gebracht zu werden,
als der des anderen, so diese sog.
Kompensation
wie
beim Capital fixe, schon den
Zins
unterstellend;
also schon etwas Derivatives, keine ursprüngliche Bestimmung.)

„Profit und Arbeitslohn sind
nur
Portionen,
worin
die beiden Klassen der Kapitalisten und Arbeiter an der ursprünglichen Ware,
also auch an der gegen sie eingetauschten, teilnehmen.“ (p.21, 20.)

63

Wie sehr die, Herstellung
der ursprünglichen Ware,
ihr
Ursprung selbst bestimmt ist von diesen
Portionen,
wie
sie also als Bestihimungsgrund den Portionen
vorhergeht

64
,
beweist, dass die
ursprüngliche Ware
gar
nicht produziert werden [würde], wenn sie keine Surplusarbeit für den
Kapitalisten enthielte.
65

„Waren, worauf dieselbe
Quantität von Arbeit verwandt, wechseln im relativen Wert, wenn sie nicht zur
selben Zeit zu Markt gebracht werden können ... Auch bei
größerem fixen Kapital
der
höhere Wert einer Ware geschuldet der größeren Länge der Zeit, die verfließen
muss, bis sie zu Markt gebracht werden kann ... Die Differenz in beiden Fällen
rührt davon, dass die Profite als Kapital akkumuliert sind und dies nur eine
Kompensation für die Zeit,
worin
Profite zurückgehalten worden.“
(20,34,30-31,35.)

Dies heißt absolut nichts, als
dass brachliegendes Kapital
be-
und verrechnet wird,
als ob es nicht brachläge, sondern sich
gegen Surplusarbeitszeit austauschte. Es hat dies mit der Wertbestimmung nichts
zu tun. Gehört in den Preis. (Beim fixen Kapital nur sofern in die
Wertbestimmung, als
andere
Methode
der Zahlung der vergegenständlichten Arbeit,
abstracted

66
vom
Profit.)

(„Es gibt ein anderes
Arbeitsprinzip, das dem Erforscher der Ökonomie in alten Ländern durch nichts
aufgedeckt wird, aber jedem Kapitalisten in den Kolonien an sich selbst bewusst
gemacht wird. Der bei weitem größere Teil der industriellen Operationen und
besonders jene,
deren
Produkte im Verhältnis zum aufgewendeten Kapital und Arbeit groß sind,
erfordern
beträchtliche Zeit bis zur
Fertigstellung.
Was die meisten anbetrifft, lohnt es nicht zu
beginnen ohne die Sicherheit, sie mehrere Jahre durchhalten zu können. Ein
großer Teil des in ihnen angewandten Kapitals ist
festgelegt, nicht konvertierbar,
dauerhaft.
Geschieht irgend etwas, das die Operation beendet,
ist all dieses Kapital verloren.
Wenn
die Ernte nicht eingebracht werden kann, sind alle Auslagen für sein Wachsen
weggeworfen
... Dies zeigt, dass
Beständigkeit
ein
nicht weniger wichtiges Prinzip ist als Vereinigung in der Arbeit. Die
Bedeutung des Prinzips der Beständigkeit wird hier nicht gesehen, weil es in
der Tat selten geschieht, dass die Arbeit, die ein Geschäft

betreibt,
gegen den Willen des Kapitalisten beendet wird. Aber in den Kolonien gerade
umgekehrt. Hier fürchten sich die Kapitalisten so sehr davor, dass sie ein
solches Vorkommen, so sehr sie können, vermeiden, indem sie sich so weit wie
möglich solcher Operationen enthalten, die bis zu ihrer Vollendung viel Zeit
verlangen.“ (
Wakefield
,
169-170, XIV, 71.)
67

„Es gibt zahlreiche
Verrichtungen von so einfacher Art,
dass
sie
keine Zerlegung in
Teile
zulassen, die jedoch nur durch das Zusammenwirken vieler
Paare von Händen ausgeführt werden können. Z. B. das Heben eines großen Baumes
auf einen Wagen, das Niederhalten der Unkräuter auf großen Feldern mit
wachsenden Feldfrüchten, die Schur einer großen Schafherde zur gleichen Zeit,
das Einbringen einer Getreideernte zur Zeit, wenn es reif genug und nicht zu
reif ist, beim Bewegen eines großen Gewichtes; kurz, alles, was nicht getan
werden kann, ohne dass sich eine große Zahl von Händepaaren gegenseitig und
gleichzeitig bei derselben ungeteilten Beschäftigung helfen.“ (168 l. c.)

„Für
Vereinigung bei und Beständigkeit in der
Arbeit
ist in den alten Ländern gesorgt ohne Mühe oder
Überlegungen von Seiten des Kapitalisten, lediglich infolge des
Überflusses an Arbeitern, die angeheuert
werden können.
Mangel an anzuheuernden Arbeitern ist die
allgemeine Klage in den Kolonien.“ (170. l. c.)
68

„Nur das
billigste Land
in einer
Kolonie beeinflusst durch seinen Preis den
Arbeitsmarkt.
Der
Preis dieses Landes wie der aller
dürftigen Böden und von allem übrigen, dessen Produktion nichts kostet,
hängt
selbstverständlich vom
Verhältnis
zwischen Nachfrage und Angebot ab.“
[p. 332.l. c.]

„Damit der
Preis von Brachland
seinen
Zweck erfüllen kann“ (nämlich den Arbeiter zum
Nicht
-Landeigentümer zu machen), „muss er der
Absicht
genügen.
Bisher
ist der Preis überall unzureichend gewesen.“ (338.l. c.)

Dieser „sufficient“ price

69
:

„Bei der Gründung einer Kolonie
könnte der Preis so niedrig sein, dass er die von Siedlern in Besitz genommene
Landmenge praktisch unbegrenzt macht: Er könnte hoch genug sein, um ein
Größenverhältnis zwischen Boden und Bevölkerung ähnlich dem in alten Ländern zu
bewirken, in welchem Falle, falls dieser sehr hohe Preis die Emigration nicht
verhinderte, der billigste Boden in der Kolonie ebenso teuer und der Überfluss
an Arbeitern ebenso bedauerlich wie in England sein könnte: Oder es könnte ein
genaues Mittel zwischen den beiden geben, weder Überfluss an Bevölkerung noch
Überfluss an Boden bewirken, die Menge an Boden aber so begrenzen, um dem
billigsten Boden einen Marktwert zu verleihen, dessen Wirkung darin bestände,
die Arbeiter dazu zu zwingen, für eine gewisse, beträchtliche Zeit als
Lohnarbeiter zu arbeiten, bevor sie Landbesitzer werden könnten.“ (339. l.c.)
(H.XIV, 71.)

(Diese hier zitierte Stelle aus
Wakefield’s „Art of Colonisation“ gehört zu den oben angeführten über die
notwendige Trennung des Arbeiters von den Eigentumsbedingungen.)}

| (Die
Berechnung des Profits im Unterschied von der Berechnung des wirklichen
Mehrwerts, den das Kapital im Austausch mit der lebendigen Arbeit setzt, klar
z. B. an folgendem Beispiel. Es ist a Statement

70
in dem
first Report of the Factory Commissioners

71
.
(Malthus’
Princip. of Polit. Economy. 1836. 2 ed. (Heft X, p.42).
72

Capital sunk in building and
machinery

73
£
10000

Floating Capital

74
£ 7 000

£ 500 interest on

75
£ 10
000 fixed Capital

350 on floating Capital

150 Rents, taxes, rates

76

650 Sinking fund of 6½ %
for wear and tear of the fixed Capital

77

£1650

£ 1100 Contingencies, carriage,
coal, oil

78
2750

2600 Wages and salaries

79
5350

10000 for about 400000 lbs Raw
cotton at 6 d

80
15350

16 000 for 363 000 lbs twist
spun. Value

81
£
16 000.

Das in Arbeit ausgelegte
Kapital ist 2600; der Mehrwert ist = 1650 (850 interest + 150 rents

82
etc., macht
1000 + 650 Profit).

Aber 2600:1650 = 100:63
6/13. Also ist die Rate des Mehrwerts 636/13 %. Nach der
Profitrechnung selbst müsste sie sein 850 interest, 150 rents und 650 Profit,
oder 1650:15350; über 10,7%.

In dem obigen Beispiel schlägt
das Capital flottant

83
im
Jahr um 1 67/70mal; das Capital fixe schlägt um in 15 5/13 Jahren einmal;
einmal in 200/13 Jahren.
84

Profit:
650 or about

85
4,2. Die wages
der operatives

86
1/6.
Der Profit ist hier angegeben auf 4,2, sage er wäre nur 4%. Diese 4% berechnet
auf Auslage von 15 350. Dann haben wir aber noch 5 % interest auf £ 10000 und 5
% auf 7000; 8501. = 5 % auf 17000. Von den wirklichen jährlichen advances made

87
müssen

wir
abrechnen 1. den Teil des Capital fixe, der nicht im sinking fund

88
figuriert; 2. das,
was als interest berechnet ist. (Es ist möglich, dass der Kapitalist A) nicht
die Zinsen einsteckt, sondern Kapitalist B). Jedenfalls sind sie Revenue, nicht
Kapital; Mehrwert.) Von den 15 350 Auslagen abzuziehen
also 850; lässt: 14 500. Unter den 2600 für wages
und salaries

89
befanden
sich 41⅔ 1. unter der Form salary, da 1/6 von 15
350 nicht 2600, sondern 2558⅓. Dividiert durch 14
500, ist 5 205/307, sage 6. Die 14
500 verkauft er also zu 16 000 oder Profit
von 1500; macht % 10 10/29

90
; doch vernachlässigen wir diese 10/29

91
und
sagen 10%; 1/6 von 100 ist 16⅔. Also gäbe
auf 100:83⅓ für advances

92
,16⅔ Arbeitslohn und
Profit 10. Nämlich:

Advances

Arbeitslohn

Summe

Reproduziert

Profit

£St.

83⅓

16⅔

100

110

10.

10 auf 16⅔ oder auf
50/3 ist exactly

93
60%.
Also damit nach der Berechnung des Kapitalisten ein jährlicher Profit von 10 %
(es war etwas mehr) herauskäme auf ein Kapital von 17 000 l., wobei die Arbeit
nur 1/6 der jährlichen advances von 14 500 macht, muss der Arbeiter einen
Mehrwert (oder das Kapital, wie man will) von 60% schaffen. Oder von der ganzen
Arbeitszeit sind 62½% für die nötige, 37 ½ für die Surplusarbeit; sie verhalten
sich = 625:375 oder = 5:3 oder 1: 3/5. Wären dagegen die advances des Kapitals
50 gewesen, die advances auf Arbeitslohn auch 50, so brauchten nur 20 %
Mehrwert geschaffen zu werden, damit der Kapitalist 10 % habe; 50 5010 = 110.10
aber zu 50 = 20:100 oder 20 %. Wenn die notwendige Arbeit im zweiten case

94
soviel
Surplusarbeit setzte, wie im ersten, so betrüge der Profit des Kapitalisten 30
l.; andererseits, wenn die Rate der wirklichen Wertschöpfung, die Setzung von
Surplusarbeit im ersten case nur so groß wäre wie im zweiten, so betrüge der
Profit nur 3⅓l., und wenn der Kapitalist 5 % Zinsen an einen anderen
Kapitalisten zu zahlen hätte, so hätte er aktiven loss

95
zu tragen.

Soviel geht einfach aus der
Formel hervor, 1. dass, um zu bestimmen, wie viel der wirkliche Mehrwert, zu
berechnen ist der Profit auf die in Arbeitslohn gemachte advance; der Prozent,
in welchem sich der sog. Profit zum Arbeitslohn verhält; 2. der relativ
kleinere Prozentsatz, den die Auslage in lebendiger Arbeit auf die
Gesamtauslage beträgt, setzt voraus größere Auslage in Capital fixe,
Maschinerie etc.; größere Teilung der Arbeit. Obgleich daher der Prozentsatz
der Arbeit kleiner als in dem mit mehr Arbeit arbeitenden Kapital, muss die
wirklich in Bewegung gesetzte Arbeitsmasse bedeutend größer sein;

d.
h., es muss überhaupt mit größerem Kapital gearbeitet werden. Der aliquote

96
Teil Arbeit,
der auf Gesamtadvance kommt, ist kleiner; aber die absolute Summe in Bewegung
gesetzter Arbeit ist größer für das einzelne Kapital; d. h., es selbst muss
größer sein. 3. Handelt es sich nicht von größerer Maschinerie etc., sondern
von einem Instrument, das nicht mehr Arbeit in Bewegung setzt, und selbst kein
großes Capital fixe repräsentiert (z. B. Handlithographie), sondern bloß Arbeit
ersetzt, so ist der Profit des mit der Maschine Arbeitenden absolut kleiner als
des mit lebendiger Arbeit Arbeitenden. (Aber der letztere

97
kann einen
Profit machen zu einem Prozentsatz, wozu es der andere nicht kann, ihn daher
aus dem Markt werfen.) (etc.) Die Betrachtung, wie weit die Rate des Profits
abnehmen kann bei wachsendem Kapital, so dass aber doch der gross profit

98
zunimmt,
gehört in die Lehre vom Profit
(Konkurrenz).

Malthus
in seinen „Principles of political
economy“, 2 ed. 1836, hat eine Ahnung davon, dass der Profit, d. h. nicht der
Profit, sondern der
wirkliche
Mehrwert,
berechnet werden muss nicht in Bezug auf das
vorgestreckte Kapital, sondern die advancierte

99
lebendige Arbeit, deren Wert im Arbeitslohn
objektiv ausgedrückt ist; aber er gerät dabei auf eine reine Spielerei, die
absurd wird, wenn sie als Basis irgend der Wertbestimmung oder des Räsonnements
über das Verhältnis der Arbeit zur Wertbestimmung dienen soll.

Nämlich, nehme ich den
Totalwert des fertigen Produkts, so kann ich jeden Teil des avancierten

100
Produkts
vergleichen mit dem ihm entsprechenden Teil der Auslage; und der Prozentsatz,
den der Profit einnimmt zum ganzen Produkt, ist natürlich ebenso der
Prozentsatz für den aliquoten Teil des Produkts. Sage z.B. 100 Taler brächten
110; also 10% das ganze Produkt; 75 Taler sei für den invariablen Teil des
Kapitals, 25 für Arbeit, also ¾ | für das erste, ¼ für lebendige Arbeit.
Nehme ich nun ¼ von dem Totalprodukt, i. e. von 110, so erhalte ich 27 2/4 oder
27½. Auf 25 Auslage in der Arbeit hat der Kapitalist 2½ Gewinn, i. e.
10%. Ebenso gut hätte Malthus sagen können, nehme ich ¾ vom Totalprodukt,
nämlich 75, so sind diese ¾ im Totalprodukt repräsentiert durch 82 ½; also 7½
auf 75 sind exactly

101
10%.
Es heißt dies offenbar nichts, als dass, wenn ich auf 100 gewinne 10%, der
Gewinst auf jeden Teil von 100 soviel beträgt, dass auf die Gesamtsumme 10 %
herauskommt. Habe ich auf 100 10 gewonnen, so habe ich auf 2 x 50 jedes Mal 5
gewonnen etc. Dass, wenn ich 10 auf 100 gewinne, ich 2 ½ auf ¼ von 100 gewinne
und 7½ auf ¾, bringt uns keinen Schritt weiter. Wenn ich auf 100 10 gewonnen
habe, wie viel habe ich dann auf ¼ vom 100 gewonnen oder auf ¾ ? Auf diese
Kinderei reduziert sich

der Malthussche Einfall. Die
Advance

102
auf
die Arbeit betrug ¼ vom 100, also betrug der Gewinn auf sie 10%. 10% auf 25
gibt 2½. Oder der Kapitalist, wenn er auf 100 10 gewonnen hat, hat auf jeden
Teil seines Kapitals 1/10 gewonnen, i.e. 10%. Dies gibt den Teilen des Kapitals
gegeneinander durchaus keinen qualitativen Charakter, und darum gilt es von dem
Capital fixe etc. so gut wie von dem in Arbeit avancierten. Es ist hierin
vielmehr nur die Illusion ausgedrückt, dass an dem neugeschaffenen Wert jeder
Teil des Kapitals gleichmäßig beteiligt ist. Auch das auf das ¼ Arbeit
vorgeschoßene Salair hat nicht den Mehrwert geschaffen, sondern die nicht
bezahlte lebendige Arbeit. Aus dem Verhältnis des Gesamtwerts

103
– hier der
10 Taler – zu dem Salair können wir aber sehen, wie viel Prozent der Arbeit
nicht bezahlt worden ist oder wie viel Surplusarbeit war. Im obigen Verhältnis
ist die notwendige Arbeit objektiviert in 25 Talern, die Surplusarbeit in 10;
also verhalten sie sich wie 25:10 = 100:40; 40% der Arbeit waren Surplusarbeit
oder, was dasselbe ist, des von ihr produzierten Werts Surpluswert. Es ist sehr
richtig, dass der Kapitalist rechnen kann, wenn ich auf 100 10 gewinne, so habe
ich auf das Salair, = 25, gewonnen 2½. Welchen Nutzen diese Rechnung bringen
soll, ist nicht einzusehen. Was Malthus aber damit will, werden wir gleich
sehen, indem wir auf seine Wertbestimmung eingehen. Dass er aber glaubt, sein
einfaches Rechenexempel enthalte eine wirkliche Bestimmung, geht aus folgendem
hervor:

„Gesetzt, das Kapital werde nur
in Arbeitslohn verausgabt; 100 l. angegeben für unmittelbare Arbeit. Die
Umsätze am Ende des Jahres 110, 120 oder 130; augenscheinlich ist, dass in
jedem Fall der Profit vom Anteil am
Wert
des Gesamtprodukts
bestimmt wird, der erforderlich ist, um die
angewandte Arbeit zu bezahlen. Falls der Wert des Produkts = 110, der
erforderliche Anteil, um die Arbeiter zu bezahlen = 10/11, der Wert des
Produkts oder die Profite = 10%.“

(Hier tut Herr Malthus nichts,
als die ursprüngliche Advance, 100 l., ausdrücken als Verhältnis zum
Totalprodukt. 100 ist 10/11 von 110. Ob ich sage, ich
gewinne 10 auf 100, d. h. 1/10 vom 100 oder ob ich sage, von den 110 ist
1/11 Gewinn, ist dasselbe.)

„Ist der Wert des Produkts 120,
die Proportion für Arbeit = 10/12 und der Gewinn 20 %; wenn 130, zur
Bezahlung der Arbeit erforderlicher Anteil = 10/13 und der Gewinn = 30%

(Statt zu sagen: Ich
gewinne 10 vom 100, kann ich auch sagen, von
den 110 betragen die Advancen
10/11; oder 20 vom 100 der Advancen betragen nur
10/12 von 120 etc. Der Charakter dieser advancen, ob in labour

104
oder
otherwise

105
,

hat
mit dieser andren arithmetischen Form, die Sache auszudrücken, absolut nichts
zu tun. Wenn ein Kapital von 100 nur 110 eingetragen hat,
so kann ich entweder von dem Kapital ausgehen und sagen, ich
habe 10 darauf gewonnen, oder ich kann von dem Produkt ausgehen,
von 110, und sagen, ich habe nur 10/11

davon vorher avanciert. Das
Verhältnis ist natürlich dasselbe.)

„Nun gesetzt, die Vorschüsse
des Kapitalisten bestehen nicht allein aus Arbeit. Der Kapitalist
erwartet gleichen Vorteil auf alle Teile
des Kapitals, die er vorstreckt“

(d.h. nichts, als er verteilt
den Vorteil, den er gemacht hat und über dessen Ursprung er sehr im dunkeln
sein mag, auf alle Teile seiner Auslagen gleichmäßig, von ihrem qualitativen
Unterschied ganz abstrahierend).

„Gesetzt, ¼ der Vorschüsse für
Arbeit“ (unmittelbare), „¾ bestehend aus aufgehäufter Arbeit und Profiten, mit
irgendwelchen Zugaben, die von Miete, Steuern und anderen Ausgaben herrühren
können.
Dann völlig
richtig, dass der Profit des Kapitalisten sich ändern wird mit dem sich
ändernden Wert dieses ¼ des Produkts im Vergleich zur angewandten
Arbeitsmenge.“

(Nicht quantity

106
[wie] bei
Herrn Malthus, sondern compared with the salary paid

107
) (also strictly true that his profits will
vary with the varying value of the ¾ of his produce

108
compared with the advances in
accumulated labour

109
,
d.h., der Gewinn verhält sich zum Gesamtkapital, das avanciert ist (10:100),
wie jeder Teil des Gesamtprodukts (110) zu dem ihm entsprechenden Teil der
advance.) ,

„Z.B.“, fährt Malthus fort,
„der Landwirt wende für die Bodenbearbeitung an £2000, 1500 davon für Samen,
Pferdehaltung, Verschleiß seines fixen Kapitals usw. und £500 auf unmittelbare
Arbeit, und die Umsätze seien am Ende 2400. Seine Profite 400 auf 2000 = 20%.
Und gleich unverkennbar, dass, wenn wir ¼ der Wertsumme des Produkts
nahmen, nämlich 600 1., und verglichen es mit dem in den Löhnen für die
unmittelbare Arbeit gezahlten Betrag, würde das Ergebnis genau die gleiche
Profitrate zeigen.“ (l. c. 267, 268. Heft X, 41, 42.)

(Es ist ebenso obvious

110
, dass if we took
¾ der value des produce

111
,
nämlich 1800, und compared it with the amount paid in the advances of
accumulated labour

112
,
nämlich mit 1500, the result would show exactly the same rate of Profits

113
.
1800:1500 = 18:15 = 6:5. 6 auf 5 ist aber 1/5, also
20%.) (Malthus hat hier zweierlei verschiedene arithmetische Formen im Kopf,
die er durchein-

anderwirft:
Erstens,
wenn ich auf 100 10 mache, habe
ich auf jeden Teil der 100 nicht 10 gewonnen, sondern 10%: also auf 50 5, auf
25
2½
etc.;
auf 100 10 gewinnen, heißt auf jeden Teil von 100 1/10 gewinnen, und so muss
der Profit sich als 1/10 Profit auf das Salair heraus beißen, und wenn der
Profit auf alle Teile des Kapitals gleichmäßig verteilt ist, kann ich sagen,
dass die Rate des Profits auf das Gesamtkapital wechselt mit der Rate des
Profits auf jeden Teil desselben, also z.B. auch den in wages vorgestreckten;
2. Habe ich 10% auf 100 gewonnen, so das Gesamtprodukt 110. Bildete der
Arbeitslohn nun ¼ der advancen = 25, so bildet er nur noch 4 2/5 Teil auf 110;
d.h., er bildet einen um 2/5 kleineren aliquoten Teil, und in demselben
Verhältnis wird er kleineren Teil des Gesamtprodukts zu bilden [haben,] als
dies gewachsen ist gegen das ursprüngliche. Dies ist wieder bloß andere
Rechnungsart. 10 bildet 1/10 von 100, aber nur 1/11 von 110. Ich kann also
sagen, dass im selben Verhältnis, wie das Gesamtprodukt größer wird, jeder der
aliquoten Teile des ursprünglichen Kapitals einen kleineren Teil von ihm bildet.
Tautologie.)

In seiner Schrift:
„The Measure of Value stated and
illustrated. London 1823“
(Heft IX) behauptet Malthus,
die
„value of labour “

114
sei
„constant“

115

und daher die true Measure of
Value generally

116
.

„Jede gegebene Menge Arbeit
muss den
gleichen Wert
besitzen
wie der Lohn, der über sie verfügt oder gegen den sie sich tatsächlich
austauscht.“ (p. 5l. c.) (IX, 29.)

117

Es ist hier natürlich von
Lohnarbeit die Rede. Das Wahre ist vielmehr: any given quantity of labour is =
derselben quantity of labour

118
in einem Produkt ausgedrückt; oder jedes
Produkt ist nur ein bestimmtes Quantum Arbeit, vergegenständlicht in dem Wert
des Produkts, der mit Bezug auf andere Produkte gemessen durch dies Quantum.
Der Arbeitslohn drückt allerdings den Wert des lebendigen Arbeitsvermögens aus,
keineswegs den
Wert
der
| lebendigen Arbeit, der sich vielmehr ausdrückt im Salair + dem Profit. Der
Arbeitslohn ist der Preis der
notwendigen
Arbeit.
Wenn der Arbeiter 6 Stunden arbeiten müsste, um zu
leben, und er produzierte für sich, als bloßer Arbeiter, so würde er Ware von 6
Stunden Arbeit, sage 6d, täglich erhalten. Nun lässt ihn der Kapitalist 12
Stunden arbeiten und zahlt ihm 6 d. Er zahlt ihm für die Stunde ½ d. D. h., a
given quantity of 12 hours of labour has the value of 12d, and 12d is indeed
the value for which the produce exchanges, when it gets sold. On the other
hand, the capitalist commands with this value, if he could reinvest it in mere
labour, 24 hours. The wages command, therefore, a much greater quantity of
labour than they consist of, and a given quantity of

living
labour actually exchanges for a much smaller one of accumulated labour. The
only thing that is sure is that the price of labour, wages, must always express
the quantity of labour which the labourers want in order to keep soul and body
together. The wages of any quantity of labour must be equal to the quantity of
labour which the labourer must expend upon his own reproduction. In the above
instance a man would set to work two men for 12 hours each – together 24 hours
– with the quantity of labour afforded by one man

119
. Im obigen Fall würde das Produkt sich
austauschen gegen ein anderes Produkt zu dem Wert von 12 d oder gegen 12
Arbeitsstunden, und daher käme sein Profit von 6 d (its surplus value

120
für den
Kapitalisten).

Der Wert der Produkte ist
bestimmt durch die in ihnen enthaltene Arbeit, nicht durch den Teil der Arbeit
in ihnen, der vom Arbeitgeber bezahlt ist.
Getane, nicht bezahlte Arbeit konstituiert den Wert des
Produkts;
wages drücken aber
nur bezahlte
Arbeit, nie
die getane
[aus]. Das
Maß dieser Bezahlung selbst hängt von der Produktivität der Arbeit ab, denn
diese bestimmt das Quantum notwendiger Arbeitszeit. Und da diese wages
die
value of labour
konstituieren
(labour selbst als Ware gesetzt), ist diese value beständig variable

121
und nichts
weniger als constant

122
.
Das Quantum Arbeit, das der Arbeiter arbeitet, ist sehr verschieden von dem
Quantum Arbeit, das in seinem Arbeitsvermögen aufgearbeitet ist oder das nötig
ist, um sein Arbeitsvermögen zu reproduzieren. Als Ware aber verkauft er nicht
den Gebrauch, der von ihm gemacht wird, verkauft er sich nicht als cause

123
, sondern als
effect

124
. Hören
wir, wie Herr Malthus sich abmüht, um die Sache klein zu bekommen:

„Die Bedingungen der Zufuhr von
Waren erfordern nicht, dass diese immer die gleichen relativen Werte
beibehalten müssen, jedoch dass jede ihren eigenen
natürlichen
Wert
behalten sollte oder die Mittel, mit denen sie die Gegenstände erlangen, die
dem Produzenten
das
gleiche Vermögen
für Produktion und Akkumulation erhalten
wird... Profite werden nach Vorschüssen berechnet, die nötig sind für die
Produktion ...
die
spezifischen Vorschüsse der Kapitalisten bestehen nicht in Tuch, sondern in
Arbeit;

und
da keinesfalls ein anderer Gegenstand
ein gegebenes Quantum Arbeit verkörpern kann,
klar, dass es
die
Menge Arbeit ist,
welche eine Ware beherrschen wird
und nicht das Quantum
irgendeiner anderen Ware, das die Bedingung ihrer Zufuhr oder ihres
natürlichen Wertes
repräsentieren
kann.“ (17, 18.) (IX, 29.)

Schon daraus, dass die
advances
des
capitalist
of labour

125
bestehen,
konnte Malthus sehen, dass die Sache nicht sauber ist. Gesetzt, 6 Stunden sei
die notwendige Arbeitszeit: A) B) zwei Kerls, die jeder für sich arbeiten, aber
austauschen gegeneinander. A) arbeite 6 Stunden, B) arbeite 12 Stunden. Wenn
nun der A) die 6 Stunden, die B) mehr gearbeitet hat, ihm abessen will, das
Produkt der 6 Surplusstunden des B) verzehren, so kann er ihm nichts geben als
6 Stunden lebendiger Arbeit, sage den nächsten Tag. B) besitzt nun über den A)
ein Produkt von 6 Arbeitsstunden. Gesetzt nun, er bilde sich unter diesen
Umständen ein, Kapitalist zu sein, und hörte ganz auf zu arbeiten. So hätte er
den dritten Tag für A)’s 6 Stunden nur seine accumulated produce of

126
6 Stunden
zu geben, und sobald er den Austausch vollzogen, müsste er wieder anfangen,
selbst zu arbeiten, oder verhungern. Wenn er aber fortfährt, 12 Stunden für A)
zu arbeiten, und A) fortfährt, 6 Stunden für sich zu arbeiten, und 6 für B), so
tauschen sie exakt jeder 12 Stunden gegeneinander aus. Die
natural value
der
commodity

127
,
sagt Malthus, besteht darin, dass sie ihrem Besitzer durch den Austausch
wiedergibt the
same power
of production
and
accumulation

128
.
Seine
Ware besteht aus 2 Quantis Arbeit, einem Quantum akkumulierter Arbeit + einem
Quantum immediater

129
Arbeit.
Wenn er also seine Ware austauscht gegen eine andere, die exakt dasselbe
Gesamtquantum von Arbeit enthält, so ist seine Power of Production und
Accumulation

130
mindestens
dieselbe, gleich geblieben. Sie ist aber gewachsen, weil ein Teil der
immediaten Arbeit ihm
nichts
gekostet
hat, er sie aber doch verkauft. Malthus aber kommt zu dem Schluss, dass das
Quantum Arbeit, woraus die Ware besteht,
nur
bezahlte Arbeit ist, also = der Summe
der wages, oder dass die
wages
den
Wertmesser der Ware abgeben. Wenn jedes in der Ware enthaltene Quantum Arbeit
bezahlt wäre, so wäre die Doktrin des Herrn Malthus richtig, aber ebenso
richtig, dass sein Kapitalist keine „advances of labour“

131
zu machen
hätte und seiner „powers of accumulation“

132
vollständig verlustig ginge. Wo soll der
Profit herkommen, wenn keine Gratisarbeit getan wird? Ja, denkt Herr Malthus,
die wages für die accumulated

133
Arbeit. Da aber die
getane Arbeit

aufgehört
hat zu arbeiten, so hört sie auch auf, wages zu beziehen. Das Produkt, worin
sie existiert, könnte nun allerdings wieder gegen lebendige Arbeit ausgetauscht
werden, aber gesetzt, dies Produkt sei = 6 Arbeitsstunden; so gäbe der Arbeiter
6 lebendige Arbeitsstunden und erhielte nun im Ersatz die advances; die getanen
6 Arbeitsstunden des Kapitalisten, der damit keinen Schritt vom Fleck käme. Die
lebendige Arbeit würde sehr bald im Besitz seiner toten Arbeit sein. Der Grund
aber, den Malthus angibt: dass, weil „no other object whatever can represent a
given quantity of labour“

134
, die natural value einer Ware besteht aus der
„quantity of labour which a commodity will command, and not the quantity of any
other commodity“

135
.
D.h., a given quantity of labour

136
kann nur repräsentiert werden durch a
quantity of living (immediate) labour

137
. Nicht nur no other, sondern every object
whatever can represent a given quantity of labour

138
, nämlich jedes Objekt, worin dieselbe quantity
labour

139
enthalten.
Malthus aber will, dass die in der Ware enthaltene quantity of labour gemessen
sein soll; gleich sein soll nicht dem
Quantum
lebendiger Arbeit,
die sie in Bewegung setzen kann, sondern
dem
Quantum bezahlter
Arbeit,
das sie in Bewegung setzt. Gesetzt, die Ware enthalte
24 Arbeitsstunden; so denkt er, der Kapitalist kann 2 Arbeitstage damit kaufen;
und wenn der Kapitalist die Arbeit ganz zahlte, oder wenn das Quantum getaner
Arbeit = dem Quantum bezahlter lebendiger Arbeit; so könnte er
nur
24 Arbeitsstunden
von lebendiger Arbeit mit 24 Arbeitsstunden in getaner Arbeit kaufen, und seine
„powers of accumulation“ would have gone to the wall

140
. Aber der Kapitalist zahlt dem Arbeiter
nicht die Arbeitszeit, das Arbeitsquantum, sondern zahlt ihm nur die notwendige
Arbeitszeit, während er ihn für den Rest zwingt, umsonst zu arbeiten. Mit den
24 Stunden getaner Arbeitszeit wird er daher vielleicht 48 lebendiger in
Bewegung setzen. Er zahlt daher in fact mit 1 Stunde getaner Arbeit 2 Stunden
lebendiger Arbeit, und gewinnt daher bei dem Austausch 100 %. Der Wert seiner
Ware nun = 48 Stunden, aber keineswegs gleich den wages, wogegen sie
ausgetauscht worden ist, noch gleich den wages, wogegen sie sich wieder
austauscht. Fährt er in demselben Verhältnis fort, so wird er mit 48 Stunden
getaner Arbeit 96 lebendiger kaufen.

Gesetzt, es existiere gar kein
Kapitalist, aber die unmittelbaren und miteinander austauschenden Arbeiter
arbeiteten mehr als nötig, um zu leben, weil

sie auch
akkumulieren wollten etc. Nenne
wages
den
Teil der Arbeit, den der Arbeiter verrichtet, um zu leben,
Profit
die Surpluszeit,
die er arbeitet, um zu akkumulieren. Dann wäre der Wert seiner Ware = dem
Gesamtquantum in ihr enthaltener Arbeit, = der Totalsumme lebendiger
Arbeitszeit; aber keineswegs = den wages, die er sich selbst gezahlt, oder gleich
dem Teil Ware, den er reproduzieren müsste, um zu leben. Weil der Wert einer
Ware = einem bestimmten Quantum Arbeit, sagt Malthus, ist sie = dem Quantum in
ihr enthaltener notwendiger Arbeit (i. e. den wages) und nicht = der Totalsumme
der Arbeit, die in ihr enthalten ist; ist ihr Ganzes = einer Fraktion
derselben. | Die „powers of accumulation“ auf Seiten des Arbeiters kämen
aber offenbar nur daher, dass er mehr gearbeitet hat als nötig, um sich seine
wages zu zahlen. Wenn ein bestimmtes Quantum lebendiger Arbeitszeit = der Zeit
wäre, die erheischt ist für den Arbeiter, um zu leben, so wäre ein bestimmtes
Quantum lebendiger Arbeit = den wages, die er produziert, oder die wages wären
exakt gleich der lebendigen Arbeit, die sie in Bewegung setzen. Wenn solches
der Fall, wäre natürlich Kapital unmöglich. Wenn ein Arbeiter in seiner ganzen
Arbeitszeit nicht mehr produzieren kann als seine wages, kann er beim besten
Willen keinen farthing

141
für
den Kapitalisten herausschlagen. Property ist the offspring of the productivity
of labour

142
.

„Wenn einer nur für einen
produzieren kann, jeder Arbeiter; da kann kein Eigentum bestehen. Wenn die
Arbeit eines Mannes vier erhalten kann, wird es auf einen in der Produktion
beschäftigten vier müßige Menschen geben.“
(Ravenstone
[, p. 11].)

Oben sahn wir, wie der
spintisierende Tiefsinn des Malthus sich in rein kindischer Rechenart
ausdrückte. Es lag übrigens die Doktrin dahinter, dass the value of labour
constant

143
und
dass wages Preis konstituieren. Weil die Rate des Profits auf ein ganzes
Kapital ausgedrückt werden kann als dieselbe Rate auf den aliquoten Teil des
Kapitals, der wages darstellt, so behauptet er, dass dieser aliquote Teil den
Preis konstituiert und bestimmt. Grade wie hier ähnlicher
Tiefsinn.
Wenn Ware A)
= Quantum von x Ware, meint er, so kann das doch nichts heißen, als dass sie =
x lebendiger Arbeit, denn nur Arbeit kann Arbeit repräsentieren. Daraus
schließt er, dass Ware A) = dem Quantum
Lohnarbeit,
die
sie kommandieren kann, und dass daher der Wert der Arbeit konstant sei, weil
immer = der Ware, von der sie in Bewegung gesetzt wird. Der Witz ist einfach,
dass Quantum lebendiger Arbeit und Quantum Lohnarbeit ihm zusammenfallen und
dass er glaubt, jeder aliquote Teil der Lohnarbeit sei

wirklich
belohnt. Aber x lebendige Arbeit kann sein (und als Lohnarbeit ist nur) = x - y
notwendige Arbeit (wages) + y Surplusarbeit, x tote Arbeit kann daher in
Bewegung setzen x - y notwendige Arbeit (wages) + y Surplusarbeitszeit; d. h.,
es setzt immer soviel mehr lebendige Arbeitszeit in Bewegung, als in x
Arbeitsstunden Surplusarbeitsstunden enthalten sind über notwendige.

Lohnarbeit besteht immer aus
bezahlter und unbezahlter Arbeit.

Die
value der Arbeit
ist
also konstant, heißt weiter nichts, als alle Arbeitszeit ist notwendige, d.h.
wages produzierende Arbeitszeit. Es gibt keine Surplusarbeitszeit und – dennoch
„powers of accumulation“ und Kapital. Da wages immer gleich einer gegebenen
Quantität Arbeit, nämlich dem Quantum lebendiger Arbeit, die sie in Bewegung
setzen, und dies dieselbe Quantität Arbeit ist, die in den wages enthalten ist,
so ist der
Wert der
Arbeit
konstant, denn er ist immer = dem Quantum der Arbeit
vergegenständlicht. Das Fallen und Steigen der Löhne rührt daher vom Fallen und
Steigen im Preis

144
der
Waren, nicht des
Werts
der Arbeit
her. Bekommt ein Arbeiter 8 sh in Silber für die
Woche oder 16, so rührt das nur davon her, dass der Preis der Schillinge
gestiegen ist oder gefallen, aber der Wert der Arbeit ist derselbe geblieben.
In beiden Fällen erhält er eine Woche getaner Arbeit für eine Woche lebendiger.
Herr M. beweist dies wie folgt:

„Wenn Arbeit allein, ohne
Kapital, angewandt würde, um die Früchte der Erde zu erlangen, würde die
größere Leichtigkeit, die eine Sorte im Vergleich zu einer anderen zu erhalten,
anerkannterweise den Wert der Arbeit oder den Tauschwert des mit einem gegebenen
Quantum Anstrengung gewonnenen Gesamtprodukts nicht verändern.“

Dies heißt nichts, als jede der
Waren, abgesehen von ihrer Quantität, wäre bestimmt durch die in ihr enthaltene
Arbeit, obgleich diese, nach dem Grad ihrer Produktivität, im einen case in
mehr, in anderen in weniger Gebrauchswerten sich ausdrücken würde.

„
Wir sollten ohne Zögern zugestehen, dass der Unterschied in
der Billigkeit oder Kostspieligkeit des Produkts nicht der Arbeit liegt. “

Wir würden sagen, die Arbeit
ist produktiver in dem einen als in dem andern Zweig, oder auch, das Produkt
kostet mehr oder weniger Arbeit. Von cheapness or dearness of labour

145
könnten wir
nicht sprechen, insofern keine
Lohnarbeit
existierte,
daher eine Stunde unmittelbare Arbeit immer kommandieren würde eine Stunde
vergegenständlichte Arbeit, was natürlich nicht hindern würde, dass die eine
Stunde produktiver wäre wie die andere. Aber dennoch, soweit wir unterschieden
den Teil der Arbeit, der notwendig zur Subsistenz, von der Surplusarbeit – und
wenn überhaupt bestimmte Stunden

des Tags Surpluszeit gearbeitet
wird, ist es dasselbe, als ob jeder aliquote Teil der Arbeitszeit aus einem
Teil notwendiger und Surplusarbeit bestünde – der immediate labourers

146
, so könnte nicht
gesagt werden, dass der
Wert
der Arbeit,
i. e.
wages,
der
Teil des Produkts, der sich gegen notwendige Arbeit austauscht, oder der Teil
der Gesamtarbeit, der auf das notwendige Produkt verwandt wird,
konstant
seien. Mit der
Produktivität der Arbeit würde wechseln der aliquote Teil der Arbeitszeit, der
die wages reproduziert; also würde beständig der
Wert der Arbeit,
i. e.
wages wechseln mit der Produktivität der Arbeit. Die wages wären nach wie vor
gemessen durch einen bestimmten
Gebrauchswert,
und
da dieser beständig in seinem Tauschwert wechselt mit der verschiedenen
Produktivität der Arbeit, würden wages wechseln oder der
Wert der Arbeit. Wert der Arbeit
unterstellt
überhaupt, dass die lebendige Arbeit
nicht
gleich
ihrem Produkt, oder was dasselbe ist, dass sie verkauft wird nicht als wirkende
Ursache, sondern selbst produzierter Effekt. Der Wert der Arbeit ist konstant,
heißt weiter nichts, als er ist beständig gemessen durch das Arbeitsquantum,
das in ihm steckt. In einem Produkt mag mehr oder weniger Arbeit stecken. Es
kann sich daher bald eine größere, bald eine mindere Portion des Produkts A)
gegen das Produkt B) austauschen. Aber das Quantum lebendige Arbeit, das das
Produkt kauft, kann nie größer oder kleiner sein als die getane Arbeit, die es
repräsentiert, denn eine bestimmte Quantität Arbeit ist immer eine bestimmte
Quantität Arbeit, ob sie in der Form vergegenständlichter oder lebendiger
Arbeit existiere. Wenn daher mehr oder weniger Produkt für ein bestimmtes
Quantum lebendiger Arbeit gegeben wird, d. h., wenn die Salaire steigen oder
fallen, so rührt das nicht daher, dass der Wert der Arbeit gestiegen oder
gefallen, denn der Wert einer bestimmten Quantität Arbeit ist immer gleich
derselben bestimmten Quantität Arbeit, sondern daher, dass die Produkte mehr
oder weniger Arbeit gekostet, ein größeres oder geringeres Quantum derselben
daher dieselbe Quantität Arbeit darstellen. Der
Wert der Arbeit bleibt also konstant.
Nur
der
Wert der Produkte
wechselt,
d. h., die Produktivkraft der Arbeit wechselt, nicht
ihr Wert. Dies ist the pith of the theory of Malthus, if you can call such a
shallow fallacy a theory

147
. D’abord

148
mag ein Produkt, das nur einen halben Tag
Arbeitszeit kostet, hinreichen, damit ich einen ganzen lebe und also auch
arbeite. Ob oder ob nicht das Produkt diese Eigenschaft besitzt, hängt nicht ab
von seinem
Wert,
d.
h. von der Arbeitszeit, die auf es verwandt ist, sondern von seinem
Gebrauchswert,
und der
Austausch, der nach dieser Seite hin

zwischen lebendiger Arbeit und
Produkt der Arbeit stattfindet, ist nicht ein Austausch beider als Tauschwerte,
sondern ihre Beziehung liegt einerseits in dem Gebrauchswert des Produkts,
anderseits in den Existenzbedingungen des lebendigen Arbeitsvermögens.

Tauschte sich nun
vergegenständlichte Arbeit gegen lebendige Arbeit aus, so könnte nach den
Gesetzen des Tauschwerts das Produkt, welches = einem halben Arbeitstag, auch
nur einen halben Tag lebendiger Arbeit kaufen, obgleich der Arbeiter einen
ganzen Arbeitstag von ihm leben könnte; und sollte sein ganzer Arbeitstag
gekauft werden, so müsste er einen ganzen Arbeitstag in Produkt erhalten, womit
er nach der Voraussetzung zwei Arbeitstage leben könnte. Aber auf der Grundlage
des Kapitals tauschen sich nicht lebendige Arbeit und getane Arbeit als
Tauschwerte gegeneinander aus, so dass beide identisch wären, und dasselbe
Quantum Arbeit in vergegenständlichter Form der
Wert,
das Äquivalent
für dasselbe Quantum | Arbeit in lebendiger Form. Sondern, was sich
austauscht, ist Produkt und Arbeitsvermögen, das selbst ein Produkt ist. Das
Arbeitsvermögen ist nicht = der lebendigen Arbeit, die es tun kann, = dem
Quantum Arbeit, die es verrichten kann – dies ist sein
Gebrauchswert.
Es ist
gleich dem Quantum Arbeit, wodurch es selbst
produziert werden muss
und reproduziert
werden kann. Das Produkt wird also in fact nicht gegen lebendige Arbeit,
sondern gegen vergegenständlichte Arbeit, im Arbeitsvermögen
vergegenständlichte, ausgetauscht. Die lebendige Arbeit selbst ist ein
Gebrauchswert, den der vom Besitzer des Produkts eingehandelte Tauschwert
besitzt, und wie wenig oder viel er von dieser lebendigen Arbeit mehr
eingehandelt hat, als er in der Form des Produkts für das Arbeitsvermögen
ausgegeben hat, hängt vom Quantum der lebendigen Arbeit ab – dem in dem Produkt
dem Arbeiter gezahlten. Wenn sich Arbeitsquantum gegen Arbeitsquantum
austauschte, sei es in der Form vergegenständlichter oder lebendiger [Arbeit],
so wäre natürlich jedes Arbeitsquantum sich selbst gleich und sein Wert gleich
seinem Quantum. Ein Produkt von einem halben Arbeitstag könnte daher nur einen
halben Arbeitstag kaufen. Dann existierten aber in fact keine
wages,
und kein
Wert der Arbeit.
Die
Arbeit hätte keinen von ihrem Produkt oder dem Äquivalent ihres Produkts
unterschiedenen Wert,
keinen
spezifischen
Wert, und
dieser konstituiert gerade den
Wert
der Arbeit,
wages.

Daraus also, dass ein
bestimmtes Arbeitsquantum = einem bestimmten Arbeitsquantum, oder auch, dass
ein bestimmtes Quantum = sich selbst, aus der großen Entdeckung, dass ein
bestimmtes Quantum ein bestimmtes Quantum ist, schließt Herr Malthus, dass der
Arbeitslohn konstant, der Wert der Arbeit konstant ist, nämlich = demselben
Quantum Arbeit vergegenständlicht. Dies
wäre
richtig,
wenn lebendige Arbeit und aufgehäufte sich als
Tauschwerte

gegeneinander
austauschten. Aber dann existierte weder
Wert der Arbeit
noch
wages,
noch
Kapital,
noch
Lohnarbeit,
noch
Malthus’ Untersuchungen. Diese alle beruhen darauf, dass lebendige Arbeit
als
Gebrauchswert
und
lebendiges Arbeitsvermögen als
Tauschwert
gegenüber
der im Kapital aufgehäuften Arbeit erscheinen. Malthus fährt ruhig fort:

„
Dasselbe gilt,
wenn
Kapital und Profite in die
Wertberechnung eintreten und die Nachfrage nach Arbeit sich verändert.“

Hier liegt der ganze Tiefsinn.
Sobald Capital und Profits hereinkommen, kommt herein, dass das lebendige
Arbeitsvermögen gekauft wird und sich daher eine kleinere Portion aufgehäufter
Arbeit gegen eine größere Portion lebendiger austauscht. Es ist überhaupt
charakteristisch für den Tiefsinn, dass das Kapital, welches Lohnarbeit setzt,
Arbeit erst in Lohnarbeit und das Arbeitsvermögen in eine Ware verwandelt,
durchaus durch sein Hereinkommen keinen
change
in
die Verwertung der Arbeit hereinbringt, ebenso wenig wie in die Verwertung der
aufgehäuften Arbeit. Das
Kapital,
das eine spezifische Form der Arbeit, sich zu ihrem Produkt zu verhalten und
zum Wert desselben, ist nach Malthus „entering“ without changing anything

149
.
Ganz,
als wenn er an der Verfassung der römischen Republik nichts ändern lässt durch
das Hereinkommen, „entering of Emperors“

150
. Er fährt fort:

„Findet eine erhöhte Entlohnung
der Arbeiter statt ohne eine Erhöhung in dem Produkt, dies nur möglich bei
einem Fall von Profiten ... Um irgendeinen gegebenen Teil des Produkts zu
erlangen, ist das gleiche Quantum Arbeit nötig wie zuvor, aber da der Profit
verringert wurde, hat der Wert des Produkts abgenommen; während diese
Profitminderung in Bezug auf den Wert der Löhne genau ausgeglichen wird durch
das vermehrte Quantum Arbeit, nötig, das vermehrte Produkt zu erlangen, das dem
Arbeiter zuerkannt wird, wodurch der Wert der Arbeit der gleiche bleibt wie
zuvor.“ (p. 33, 34 l. c. Heft IX, 29.)

Das Produkt enthält nach der
Voraussetzung dieselbe quantity of labour. Sein Wert soll aber vermindert sein,
weil die Profite gefallen sind. Wenn aber die im Produkt enthaltene Arbeitszeit
dieselbe geblieben ist, wie sollen die Profite fallen? Steigt der Arbeitslohn,
während die Gesamtarbeitszeit dieselbe bleibt – nicht aus temporären Ursachen,
wie z. B., dass die Konkurrenz günstig für die Arbeiter steht –, so heißt das
nichts, als dass die Produktivität der Arbeit gefallen, dass größeres Quantum
Zeit nötig, um das Arbeitsvermögen zu reproduzieren; dass also von der vom
Kapital in Bewegung gesetzten lebendigen Arbeit ein größerer Teil auf die
notwendige und ein kleinerer auf die Surpluszeit

fällt. Lassen
wir die Tüftelei bis später. Nur noch der Vollständigkeit wegen folgende
Schlussstelle:

„Umgekehrt im umgekehrten
Falle. Ein kleineres Quantum des Produkts würde dem Arbeiter zuerkannt, und
Profite würden steigen. Ein gegebenes Quantum des Produkts, das mit der
gleichen Menge Arbeit erlangt wurde wie zuvor, würde im Wert ansteigen wegen
des Ansteigens des Profits; während dieses Ansteigens des Profits in Bezug auf
den Lohn des Arbeiters ausgeglichen würde durch das geringere Quantum Arbeit,
das nötig war, um das verringerte Produkt zu erlangen, das dem Arbeiter
zuerkannt wird.“ (Malthus p. 35) (l.c.) (IX, 29.)

Was er bei dieser
Gelegenheit über Geldpreise in
verschiedenen Ländern
sagt, als aus seinem principle

151
resultierend,
später zu betrachten. (Ware A) kann z. B. einen Arbeitstag kaufen; sie bezahlt
nur einen halben (den notwendigen), aber sie tauscht aus den ganzen. Das
Quantum der ganzen von der Ware gekauften Arbeit ist dann gleich der
notwendigen + der Surpluszeit. Kenne ich also den Preis der notwendigen Arbeit
= x, so wäre der Preis der ganzen Arbeit = 2x, und ich könnte so die
neugeschaffene Ware schätzen in den wages und so die Preise aller Ware in
Arbeitslohn anschlagen. Dies wäre aber nichts weniger als ein
konstanter Wert.
Durch
die Verwechslung, dass in der Tat, welches auch immer der Lohn sei, in
zivilisierten Ländern an average time

152
für ihn gearbeitet werden muss, sage 12
Stunden, wie viel von diesen 12 Stunden notwendige oder Surplusarbeit sei, wird
auch Herr Carey, der das Quantum Arbeit in Arbeitstage auflöst (und allerdings
lösen sie sich in lebendige Arbeitstage auf), darauf gebracht, dass, weil
dasselbe Kapital immer weniger Arbeitszeit kostet zu seiner Reproduktion, z.
B.: Maschine von 100 l. wird durch den Fortschritt der Produktivkräfte in einer
gegebenen Zeit nur mehr 50£St. kosten, also das Resultat von halb so vieler
Arbeitszeit, Arbeitstage oder Arbeitsstunden, as you like

153
sein.
Daraus schließt Herr Carey, dass
der
Arbeiter
mit halb soviel Arbeitstagen als früher
diese Maschine
kaufen,
sich erwerben kann. Er begeht die kleine Verwechslung, das Wachstum der
Surplusarbeitszeit zu betrachten, als sei es
für
den Arbeiter gewonnen, während die
ganze Sache umgekehrt darauf hinausläuft, dass der Arbeiter von dem ganzen
Arbeitstag weniger für sich selbst arbeitet, mehr für das Kapital, also die
objektive Macht des Kapitals ihm gegenüber rasch anwächst, in bestimmtem
Verhältnis zur Vermehrung der Produktivkräfte.

Herr Carey lässt den Arbeiter
die Maschine kaufen oder sich leihen; kurz, er verwandelt ihn in einen
Kapitalisten. Und zwar soll er zu dieser größeren Macht über das Kapital
kommen, weil die Reproduktion eines bestimmten

Quantums
Kapital weniger notwendige Arbeit fordert, d. h. weniger bezahlte Arbeit, also
der Arbeitslohn fällt im Verhältnis zum Profit. In Amerika, solange dort der
Arbeiter noch selbst einen Teil seiner Surplusarbeit sich aneignet, mag er sich
soviel akkumulieren, um z. B. Pächter etc. zu werden (obgleich das auch aufhört
schon jetzt). Wo die Lohnarbeit in Amerika es noch rasch zu was bringen kann,
geschieht es durch Reproduktion früherer Produktions- und Eigentumsweisen auf
Grundlage des Kapitals (z. B. der independent peasantry

154
). Kurz, er
betrachtet die Arbeitstage als dem Arbeiter gehörige Arbeitstage und,
statt zu schließen, dass er mehr Kapital
produzieren muss, um dieselbe Arbeitszeit beschäftigt zu sein, schließt er,
dass er weniger arbeiten muss, um das Kapital zu erwerben
(die
Produktionsbedingungen sich anzueignen). Produzierte er 20 Maschinen und kann
er infolge der wachsenden Produktivkraft nun 40 produzieren, so wird in der Tat
die einzelne Maschine wohlfeiler, aber weil ein kleinerer Teil des Arbeitstags
nötig ist, um ein bestimmtes Quantum von ihr zu produzieren, folgt nicht, dass
das Produkt des Arbeitstags für den Arbeiter gestiegen ist, sondern umgekehrt,
dass weniger lebendige Arbeit verwandt wird zur Produktion eines bestimmten
Quantums Maschine. Übrigens Herr Carey, dem es um die
Harmonie
zu tun, findet
selbst, dass, wenn die Rate des Profits sinkt, der gross profit steigt, weil
ein immer größeres Kapital im Verhältnis zu der angewandten lebendigen Arbeit
erheischt wird,
also
es
immer unmöglicher für den Arbeiter wird, sich die nötige Summe Kapital
anzueignen, das Minimum des Kapitals, das zur produktiven Anwendung der Arbeit
auf der neuen Produktionsstufe erheischt ist. Ein aliquoter Teil des Kapitals
braucht weniger Arbeitszeit zur Reproduktion, aber eine größere Masse Kapital
ist nötig, um die geringere Arbeitszeit zu verwerten. Das Wachsen der
Produktivkraft drückt sich aus darin, dass der aus lebendiger Arbeit bestehende
Teil des Kapitals | beständig fällt gegen den in advances, Maschinerie etc.
ausgelegten.

Der ganze schlechte Witz von
Carey, der natürlich ein gefundenes Essen für Bastiat, beruht darauf, dass
er die zur Produktion nötige Arbeitszeit oder Arbeitstage in dem Arbeiter
angehörige
Arbeitstage
verwandelt, während diese Zeit vielmehr dem Kapital gehört und im Verhältnis
zur wachsenden Produktivkraft der Arbeit eine immer schmalere Portion seiner
Arbeitszeit dem Arbeiter bleibt.
Je
weniger lebendige Arbeitszeit ein gegebenes Kapital zu kaufen hat
–
oder je mehr die Totalsumme des Kapitals wächst und die von ihm angewandte
lebendige Arbeit abnimmt im Verhältnis zu seiner Größe –, um so größer nach
Herrn Carey die Chance für den Arbeiter, Besitzer des Kapitals

zu
werden,
weil
das
Kapital durch
weniger
lebendige Arbeit reproduziert
wird. Je größer das Kapital und
je kleiner die Zahl Arbeiter, die es verhältnismäßig anwendet, desto größer für
diese Arbeiter die Chance, Kapitalisten zu werden, denn ist das Kapital nicht
nun mit weniger Arbeitstagen reproduziert? Kann es
daher
nicht auch mit
weniger Arbeitstagen gekauft, gewonnen werden? Nimm ein Kapital von 100 l., das
50 in Advancen verwendet, 50 in Arbeit und 50% Profit nimmt, denn die Abnahme
der Profitrate Hauptsteckenpferd Careys und gehört mit zur Theorie. Lass jedes
£ Arbeitslohn gleich einem Arbeitstag sein = 1 Arbeiter. Nimm nun ein anderes
Kapital von 16000 l., das 14 500 in Advancen verwendet, 1500 in Arbeitslohn
(sei auch = 1500

155
Arbeitern)
und nur 20% Profit nimmt. Im ersten Fall das Produkt = 150; im zweiten (lass
der Bequemlichkeit der Rechnung wegen das Capital fixe in einem Jahr
Umschlägen) = 19200. (3200 Profit.)

Hier haben wir den günstigsten
case für Herrn Carey. Die Profitrate hat abgenommen von 50 % auf 20, also um
3/5 oder um 60 %. Dort ist ein Produkt

156

von
50 das Resultat von 50 lebendigen Arbeitstagen; in dem anderen case ein Produkt

157
von 3200
von 1500 Arbeitern. Im ersten Fall ein Produkt

158
von 1 das Resultat von 1 Arbeitstag; im
zweiten ein Produkt

159
von
2 2/15 das Produkt

160
von
1 Arbeitstag. Im zweiten Fall ist weniger als die Hälfte Arbeitszeit nötig, um
einen Wert

161
von
1 zu produzieren, wie im ersten. Heißt das nun, dass im zweiten Fall der
Arbeiter mit einem halben Arbeitstag 1 1/15 produziert für sich, wo der andere
in der doppelten Zeit nur 1 produziert, also auf dem besten Weg ist, Kapitalist
zu werden? Er müsste erst 16000 l. Kapital erwerben und statt selbst zu
arbeiten, fremde Arbeit kaufen, damit diese Verringerung der notwendigen
Arbeitszeit ihm das geringste helfe. So hat sie nur eine unendliche Kluft
zwischen seiner Arbeit und
den
Bedingungen
ihrer Anwendung geschaffen, und die Rate der
notwendigen Arbeit
vermindert, also
im Verhältnis zum ersten Verhältnis mehr als 6 X soviel Arbeiter an
die Luft gesetzt

162
.
Diese an die Luft gesetzten Arbeiter sollen sich nun damit beruhigen, dass,
wenn sie die Bedingungen hätten, selbständig zu arbeiten, oder vielmehr als
Kapitalisten zu arbeiten, sie selbst weniger Arbeiter brauchen würden.

In dem ersten case ist das
ganze notwendige Kapital 100 und es ist mehr Chance für den einzelnen Arbeiter,
da ausnahmsweise soviel zusammen zu sparen und durch besonders glückliche
Kombination nun selbst
Kapitalist
in
der Weise des Kapitalisten A) zu werden. Die Arbeitszeit, die der Arbeiter

arbeitet,
ist dieselbe bei A) und B), obgleich die Totalsumme der von den Kapitalisten
gebrauchten Arbeitstage wesentlich verschieden. Auf 6 Arbeiter, die der erste
Kapitalist braucht, braucht der zweite noch nicht einen

163
. Die
übrigbleibenden müssen deshalb ebenso viel und mehr Surpluszeit arbeiten. Dass
das Kapital auf der einen Produktions stufe, wo es selbst ebenso gewachsen ist,
wie die Produktivkräfte, weniger lebendige Arbeitstage braucht, ist nach Carey
damit gleichbedeutend, dass der Arbeiter weniger Arbeitstage braucht, um sich
Kapital anzueignen; wahrscheinlich mit den Arbeitstagen der nicht
„beschäftigten“ Arbeiter. Weil der Kapitalist weniger Arbeiter braucht, um sein
immenses Kapital zu verwerten, kann der von ihm beschäftigte Arbeiter mit
weniger Arbeit das größere Kapital sich aneignen. Such is the logic of Mr.
Carey, the harmoniser.

164

In Bezug auf Ricardos Theorie
sagt
Wakefield
(Heft
VII, p.74) l.c. S.231 Note;

„Wenn man Arbeit als eine Ware
und Kapital, das Produkt von Arbeit, als eine andere behandelt, dann würde
sich, wenn die Werte jener beiden Waren durch gleiche Arbeitsmengen bestimmt
würden, eine gegebene Menge Arbeit unter allen Umständen gegen eine solche
Menge Kapital austauschen, die durch die gleiche Arbeitsmenge erzeugt worden
wäre;
vergangene
Arbeit
würde immer gegen die gleiche Menge eingetauscht wie
gegenwärtige ...
Aber
der Wert der Arbeit im Verhältnis zu anderen Waren wird, wenigstens soweit die
Löhne einen Anteil am Produkt ausmachen, nicht durch gleiche Arbeitsmengen
bestimmt, sondern durch das Verhältnis zwischen Zufuhr und Nachfrage.“
165

(Bailey

166
:
„Money
and its Vicissitudes in Value etc., London 1837“(
Heft V, p.26 sqq.)

167
, hat Bemerkungen
über
dormant Capital

168
,
das
durch beschleunigte Zirkulation in Umlauf gesetzt werden kann (nach ihm durch
größere Masse currency

169
;
er hätte sagen sollen
Geld),
und
sucht auseinanderzusetzen, dass, wenn überhaupt in einem Lande das Kapital
stets voll beschäftigt wäre, kein increase of demand an increase of production

170
hervorbringen
könnte. Der Begriff des
dormant
Capital
gehört in die Zirkulation, da das nicht in Zirkulation
befindliche Kapital schläft. Die betreffenden Stellen lauten:

„Viel Kapital und
Produktionserfahrung mag im Zustand der Untätigkeit vorhanden sein. Falsch,
wenn die Ökonomen glauben, dass die Zahl der Arbeiter und die Kapitalmenge
gewisse bestimmte Kräfte sind, die in jedem Land, wo sie vorhanden sind,
unvermeidlich ein bestimmtes Ergebnis erzeugen müssen.“ (p. 54.)

„Weit entfernt
davon, dass der Wert der Waren, die die vorhandenen Produzenten und das
vorhandene Kapital auf den Markt bringen, bestimmt und entschieden ist, er ist
einem weiten Spielraum von Veränderungen ausgesetzt.“ (p. 55.)

Also

„nicht wesentlich für eine
Produktionserhöhung, dass neues Kapital oder neue Arbeiter auftreten müssten
... (z. B. in einem Lande, wo Mangel an Edelmetallen) mögen einige Waren oder,
was dasselbe ist,
die
Kraft, sie zu produzieren,
an einem Platz im Überfluss
vorhanden sein, andere Waren an einem anderen Platz desgleichen und die
Besitzer einer jeden den Wunsch haben, ihre Waren gegen jene im Besitz des
anderen auszutauschen, aber aus Mangel an einem gemeinsamen Austauschmittel und
weil sie kein Motiv für die Produktion haben, werden sie in einem Zustand
gehalten, der keinerlei Verkehr zulässt.“ (55, 56.)}

{In der Zirkulation des
Kapitals erscheint das Geld doppelt, als Verwandlung des Kapitals in Geld
sowohl als Realisation des Preises der Ware; aber hier ist dies Preissetzen
nicht formell. Die Umwandlung des Produkts in Geld ist hier die Rückverwandlung
des Kapitals in
Wert
als
solchen, selbständig existierenden Wert; Kapital als Geld oder Geld als
realisiertes Kapital. Zweitens in der Bestimmung als bloßes Zirkulationsmittel;
dies ist, wo es nur dient, das Kapital rückzuverwandeln in
Produktionsbedingungen. In diesem zweiten Moment, in der Form des Salairs, muss
eine bestimmte Masse Geld gleichzeitig vorhanden sein als Zirkulationsmittel,
Zahlungsmittel. Dass das Geld nun in der Zirkulation des Kapitals diese
doppelte Rolle spielt, bringt in allen Krisen den Schein hervor, das Geld fehle
als Zirkulationsmittel, während der
Wert
dem
Kapital fehlt und es sich daher nicht
monetiser

171
kann.
Die Masse des zirkulierenden Geldes mag dabei selbst zunehmen. Auf die neuen
Bestimmungen des Geldes, wie es gesetzt ist als Moment der Zirkulation des
Kapitals, teils als sein Zirkulationsmittel, teils als
realisierter Wert des Kapitals,
als
selbst
Kapital,
eigener
Abschnitt zu machen, wenn wir vom Zins etc. sprechen.} Bailey fährt fort:

„Es hängt keineswegs vom
flüssigen Kapital eines Landes allein die in Tätigkeit gesetzte Arbeit ab. Es
kommt darauf an, ob Nahrung, Werkzeug und Rohmaterial langsam oder rasch |
verteilt ist nach jenen Gegenden, wo es verlangt wird; ob es mit Schwierigkeit
zirkuliert oder nicht, ob es während langer Pausen als untätige Masse existiert
und so im Resultat der Bevölkerung nicht genügend Beschäftigung verschafft.“
(56, 57.)

(Beispiel von Gallatin,

172
l. c. 68,
von den Western counties of Pennsylvania

173
:)

„Politische
Ökonomen sind zu geneigt, eine bestimmte Quantität Kapital und eine bestimmte
Zahl Arbeiter als Produktionsinstrumente von gleichförmiger Kraft oder, mit
einer gewissen gleichförmigen Intensität wirkend, zu betrachten ... Der
Produzent, der ein bestimmtes Kapital anwendet, kann seine Produkte lange oder
kurze Zeit auf Lager haben, und während er auf Gelegenheit wartet, sie
auszutauschen, ist seine Produktionskraft angehalten oder gehemmt, so dass in
einer gegebenen Periode, wie in einem Jahr z. B., er nur halb von dem
produzieren dürfte, wie wenn prompte Nachfrage dagewesen wäre. Diese Bemerkung
passt ebenso auf den Arbeiter, der sein Instrument ist. Das Anpassen der
verschiedenartigen Beschäftigungen der Menschen in der Gesellschaft aufeinander
muss wenigstens unvollkommen bewirkt werden. Aber ein weiter Zwischenraum
zwischen den Stufen, worin verwirklicht – jeder Weg, der den Verkehr
erleichtert, ist ein Schritt zu diesem Anpassen. Je mehr der Warenaustausch
ungehindert und leicht vor sich geht, desto kürzer werden jene unproduktiven
Pausen, worin Menschen, die auf Arbeit erpicht sind, durch eine unübersteigbare
Barriere von dem Kapital getrennt zu sein scheinen ... das, obgleich
unmittelbar zur Hand, in sterile Tätigkeit gebannt.“ (p. 58-60.)

„Allgemeines Prinzip, dass
einer neuen Nachfrage frische Anstrengungen entsprechen werden; durch die
aktive Anwendung von zuvor schlafendem Kapital und Arbeit und nicht durch die
Ableitung der Produktivkraft von anderen Objekten. Letzteres nur möglich, wenn
die Beschäftigung von Kapital und Arbeit in einem Land keines Wachstums mehr
fähig wäre. Die Ausfuhr der Waren setzt vielleicht nicht direkt neue Arbeit in
Bewegung, aber dann absorbiert sie, wenn vorhandene Waren totes Inventar, und
setzt Kapital in Freiheit, das in einem unproduktiven Zustand gebunden war.“
(P- 65.)

„Die behaupten, dass ein
Einströmen von Geld nicht promovieren kann die Produktion anderer Waren, da
diese Waren die einzigen Agenten der Produktion sind, beweisen, dass die
Produktion überhaupt nicht erweitert werden kann, denn ein solches Erweitern
erfordert, dass Lebensmittel, Rohmaterialien und Werkzeuge vorher vermehrt
werden müssten, was in der Tat die Behauptung aufrecht erhält,
dass kein Wachstum der Produktion
stattfinden kann ohne ihr vorheriges Wachstum“
(ist das aber
nicht die ökonomische Lehre von der Akkumulation?) „oder in anderen Worten,
dass ein Wachstum unmöglich ist.“ (p.70.)

„Es wird nun zwar gesagt: Geht
der Käufer mit vermehrter Geldmenge auf den Markt und hebt nicht die Preise der
Ware, die er hier findet, so gibt er keinen zusätzlichen Ansporn für die
Produktion; hebt er die Preise, nun wenn Preise entsprechend erhöht sind, haben
die Käufer keine höhere Nachfragefähigkeit als vorher.“ (73.)

„Zu leugnen als allgemeines
Prinzip, dass ein Käufer der Produktion keinen zusätzlichen Antrieb geben kann,
es sei denn seine Nachfrage erhöhe Preise ... Außer dem Umstand, dass die
Vorbereitung einer größeren Quantität eine effektivere Arbeitsteilung und die
Anwendung besserer Maschinerie zulässt, gibt es in dieser Sache einen
derartigen Spielraum, der aus den brachliegenden Quanten Arbeit und Kapital
erwächst, die
bereit
sind, zusätzliche Waren zum gleichen Preis zu liefern.
So
ereignet es sich, dass ein be-

trächtliches Anwachsen der
Nachfrage oft stattfindet ohne steigende Preise.“ (73/74.)
174
}

{John Wade. „History of the
Middle and working Classes“ etc. 3 ed. London 1835
(Heft p. 20)
175
sagt:

„Arbeit ist das Mittel, durch
welches das Kapital befähigt wird,
Löhne,
Profit und Revenue zu erzeugen.“
(p. 161.)

„Kapital ist aufgespeicherter
Gewerbefleiß, dazu vorgesehen, sich selbst in neuen und gleichwertigen Formen
zu entfalten;
es ist
kollektive Kraft.“
(162.)

„Kapital ist nur ein anderer
Name für Zivilisation.“ (164.)

Die Assoziation der Arbeiter –
Kooperation und Division of Labour

176
als Grundbedingungen der Produktivität
der Arbeit – erscheinen wie alle Produktivkräfte der Arbeit, d. h., die den
Grad ihrer Intensivität und daher ihrer extensiven Realisation bestimmen,
als
Produktivkraft des
Kapitals.
Die Kollektivkraft der Arbeit, ihr Charakter als
gesellschaftliche Arbeit, ist daher die
Kollektivkraft
des
Kapitals. Ebenso die
Wissenschaft.
Ebenso
die Teilung der Arbeit, wie sie erscheint als Teilung der employments

177
und ihnen
entsprechender Austausch. Alle gesellschaftlichen Potenzen der Produktion sind
Produktivkräfte des Kapitals, und es selbst erscheint daher als das Subjekt
derselben. Die Assoziation der Arbeiter, wie sie in der Fabrik erscheint, ist
daher auch nicht von ihnen, sondern vom Kapital gesetzt. Ihre Vereinigung ist
nicht
ihr
Dasein,
sondern das
Dasein
des
Kapitals. Dem einzelnen Arbeiter gegenüber erscheint sie zufällig. Er bezieht
sich auf seine eigene Vereinigung mit anderen Arbeitern und Kooperation mit
ihnen als
fremde,
als
Wirkungsweisen des Kapitals. Das Kapital, wo es nicht in inadäquater Form
erscheint – also etwa der des kleinen, selbst arbeitenden Kapitals –,
unterstellt schon auf gewisser, größerer oder kleinerer Stufenleiter
Konzentration sowohl in objektiver Form, d.h. als Konzentration in einer Hand,
was hier mit der Akkumulation noch zusammenfällt, von Lebensmitteln,
Rohmaterial und Instrumenten oder in einem Wort, von Geld als der allgemeinen
Form des Reichtums; und auf der anderen Seite in subjektiver Form, Akkumulation
von Arbeitskräften und Konzentration derselben auf einem Punkt, unter dem
Kommando des Kapitals. Es kann nicht auf je einen Arbeiter ein Kapitalist
kommen, sondern eine gewisse Quantität Arbeiter muss auf einen Kapitalisten
kommen, nicht wie 1 oder 2 Gesellen auf 1 Meister.

Das produktive Kapital oder die
dem Kapital entsprechende Produktionsweise kann nur eine doppelte sein:
Manufaktur oder große Industrie. In der ersten herrscht die Teilung der Arbeit
vor; in der zweiten Kombination von

Arbeitskräften (mit
gleichmäßiger Arbeitsweise) und Anwendung von wissenschaftlicher Power

178
, wo die
Kombination und sozusagen der gemeinschaftliche Geist der Arbeit in die
Maschine etc. verlegt ist. In dem ersten Zustand muss die Masse der Arbeiter
(akkumulierten) groß sein im Verhältnis zum amount of capital

179
; im zweiten das
Capital fixe groß zur Zahl der vielen zusammenwirkenden Arbeiter. Die
Konzentration vieler und ihre Verteilung unter die Maschinerie als so viele
Räder (warum es im Ackerbau anders, gehört nicht hierher) ist aber hier schon
vorausgesetzt. Case II braucht also nicht besonders betrachtet zu werden,
sondern nur case I. Die eigentümliche Entwicklung der Manufaktur ist die
Teilung der Arbeit.
Diese
aber setzt voraus Versammlung (vorläufige) vieler Arbeiter unter ein Kommando,
ganz wie das
Werden des
Geldes zu Kapital das Freigewordensein eines gewissen amounts

180

von Lebensmitteln, Rohmaterialien,
Arbeitsinstrumenten voraussetzt.
Von der Teilung der Arbeit
ist hier auch zu abstrahieren daher als späterem Moment. Gewisse
Industriezweige, z. B. Minenarbeit, setzt von vornherein Kooperation voraus.
Solange das Kapital daher nicht existiert, findet sie als Zwangsarbeit (Fron- oder
Sklavenarbeit

181
)
unter einem Aufseher statt. Ebenso Wegebau etc. Um diese Arbeiten zu
übernehmen, schafft das Kapital nicht die Akkumulation und Konzentration der
Arbeiter, sondern übernimmt sie. Dies also auch nicht in question

182
.

Die einfachste und von der
Teilung der Arbeit unabhängigste Form ist, dass das Kapital verschiedene
selbständig und zerstreut wohnende Handweber, Spinner etc. beschäftigt. (Diese
Form existiert noch immer neben der Industrie.)
Hier ist also die Produktionsweise
selbst noch nicht von ihm bestimmt, sondern von ihm vorgefunden.
Der
Einheitspunkt dieser zerstreuten Arbeiter liegt nur in ihrer wechselseitigen
Beziehung zum Kapital, dass das Produkt ihrer Produktion in seiner Hand
akkumuliert wird und so die Surpluswerte, die sie über ihre eigene Revenu
hinaus geschaffen. Als zusammenwirkende Arbeit existieren sie nur
an sich,
insofern jeder
derselben für das Kapital arbeitet – daher in ihm ein Zentrum besitzt –, ohne
dass sie zusammenarbeiten. Ihre Vereinigung durch das Kapital ist daher
nur
formell
und betrifft nur das Produkt der Arbeit, nicht die Arbeit selbst. Statt mit
vielen auszutauschen, tauschen sie mit dem einen Kapitalisten aus. Es ist daher
eine
Konzentration der
Exchanges

183
durch
das Kapital. Das Kapital
tauscht
aus
nicht als einzelnes, sondern als den Konsum und Bedarf vieler repräsentierend.
Es
tauscht nicht mehr aus
als
einzeln Austauschendes, sondern repräsentiert im Aus-

tauschakt
die Gesellschaft.
Kollektiver
Austausch
und
konzentrierender
Austausch
auf Seite des Kapitals mit den zerstreut arbeitenden
Webern etc., deren Arbeitsprodukte durch diesen Austausch kollektiert,
vereinigt werden und so ihre Arbeiten selbst, obgleich sie unabhängig
voneinander vorgehen. Das Vereinigen ihrer Arbeiten erscheint als ein
besonderer Akt, neben dem die selbständige Zersplitterung ihrer Arbeiten
fortdauert. Dies ist die
erste
Bedingung,
damit sich das
Geld
als Kapital gegen die freie Arbeit
austauscht.

Die zweite ist die Aufhebung
der selbständigen Zersplitterung dieser vielen Arbeiter, wo das
eine Kapital
ihnen
gegenüber nicht mehr nur als
gesellschaftliche
Kollektivkraft
im
Akt
des Austauschs
erscheint, so dass in ihm viele Austausche
vereinigt sind, sondern sie an einem Ort unter sein Kommando, in eine
Manufaktur versammelt, nicht mehr sie in
der vorgefundenen Produktionsweise
lässt
und auf dieser Basis seine Macht etabliert, sondern eine ihm entsprechende
Produktionsweise als Basis sich schafft. Es setzt die
Vereinigung
der
Arbeiter in der Produktion, eine Vereinigung, die zunächst nur im
gemeinschaftlichen Ort, unter Aufsehern,
Einregimentierung, größere Disziplin, Stetigkeit
und
gesetzte

Abhängigkeit in der Produktion selbst
vom Kapital sein wird.
Gewisse faux frais de production

184
werden
dabei von vorn gespart. (Über diesen ganzen Prozess vergl.
Gaskell

[, p. 11-114,293-362], wo spezielle Beziehung
auf Entwicklung der großen Industrie in England.) Jetzt erscheint das Kapital
sowohl als die Kollektivkraft der Arbeiter, ihre gesellschaftliche Kraft, wie
als die sie zusammenbindende und diese Kraft daher schaffende Einheit. Dies
alles bleibt nach wie vor und auf jeder Entwicklungsstufe des Kapitals
vermittelt dadurch, dass die vielen mit ihm als dem einen austauschen, so dass
der Austausch selbst in ihm konzentriert ist; der gesellschaftliche Charakter
des Austauschs; es tauscht gesellschaftlich mit den Arbeitern aus, diese aber
einzeln mit ihm.

Bei dem Handwerksbetrieb
handelt es sich um die Qualität des Produkts; um das besondere Geschick des
einzelnen Arbeiters, und der Meister ist als Meister supposed

185
, es zur
Meisterschaft in diesem Geschick gebracht zu haben. Seine Stellung als Meister
beruht nicht nur auf seinem Besitz der Produktionsbedingungen, sondern auf
seinem eigenen Geschick in der besonderen Arbeit. Bei der Produktion des
Kapitals handelt es sich von vornherein nicht um dies halb künstlerische
Verhältnis – das überhaupt der Entwicklung des Gebrauchswerts der Arbeit, der
Entwicklung der besonderen Fähigkeit der unmittelbaren Handarbeit entspricht;
der Ausbildung der menschlichen Hand etc. zur Arbeit. Es handelt sich von
vornherein um Masse, weil um Tauschwert

und Surpluswert. Das entwickelte
Prinzip des Kapitals ist grade, das besondere Geschick überflüssig zu machen
und die Handarbeit, die unmittelbar körperliche Arbeit überhaupt als geschickte
Arbeit sowohl wie als Muskelanstrengung überflüssig zu machen; das Geschick
vielmehr in die toten Naturkräfte zu legen.

Bei der Voraussetzung der
Entstehung der Manufaktur nun als Entstehung der Produktionsweise des Kapitals
(Sklaven sind an sich kombiniert, weil unter einem Meister) ist vorausgesetzt,
dass die vom Kapital selbst erst hervorzurufende Produktivkraft der Arbeit noch
nicht existiert. Es ist also Voraussetzung, dass die notwendige Arbeit in der
Manufaktur noch große Portion der ganzen disponiblen Arbeitszeit wegnimmt, also
die Surplusarbeit noch relativ klein auf den einzelnen Arbeiter ist. Dies wird
nun einerseits dadurch ersetzt und der Fortschritt der Manufaktur so
beschleunigt, dass die Profitrate größer ist, also das Kapital sich schneller
akkumuliert im Verhältnis zu seinem schon bestehenden amount

186
als in der
großen Industrie. Wenn von 100 Talern 50 auf Arbeit kommen und die Surpluszeit
= 1/5, so der geschaffene Wert = 110 oder 10%. Wenn von 100 nur 20 auf
Arbeit käme und die Surpluszeit = ¼, so der geschaffene Wert = 105 oder 5%.
Andrerseits kommt diese größere Profitrate bei der Manufaktur nur heraus durch
die Anwendung vieler Arbeiter auf einmal. Die größere Surpluszeit kann nur
gewonnen werden, indem die Surpluszeit von vielen Arbeitern im Verhältnis zum
Kapital kollektiert wird. Die absolute Surpluszeit, nicht die relative,
herrscht in der Manufaktur vor. Noch mehr ist dies ursprünglich der Fall, wo
die zersplitterten, unabhängigen Arbeiter selbst noch einen Teil ihrer
Surpluszeit für sich verwerten. Damit das Kapital als Kapital existiere, sowohl
vom Profit leben wie akkumulieren kann, muss sein Gewinn = der Summe der
Surpluszeit vieler gleichzeitiger lebendiger Arbeitstage sein. In der
Agrikultur ist die Erde in ihrem chemischen etc. Wirken selbst schon eine
Maschine, die die unmittelbare Arbeit produktiver macht und daher eher ein
Surplus gibt, weil hier
eher
mit
Maschine, nämlich einer
natürlichen
gearbeitet
wird. Dies die einzig richtige Basis der Lehre der Physiokraten, die nach
dieser Seite nur die Agrikultur gegenüber der noch ganz unentwickelten
Manufaktur betrachtet. Wenn der Kapitalist einen Arbeiter anwendete, um von
dessen Surpluszeit zu leben, so würde er offenbar doppelt gewinnen, wenn er
selbst arbeitete, mit eigenem Fonds arbeitete, denn er würde außer der
Surpluszeit das dem Arbeiter gezahlte Salair gewinnen. Er würde verlieren bei
dem Prozess. D. h., er wäre noch nicht in den conditions

187
, als Kapitalist
zu arbeiten, oder der Arbeiter wäre nur sein Gehilfe, und so stünde er noch
nicht zu ihm im Verhältnis als Kapital.

Damit das Geld
sich in Kapital verwandle, daher nicht nur nötig, dass es Surplusarbeit in
Bewegung setzen kann, sondern ein
gewisses
Quantum Surplusarbeit,
die Surplusarbeit einer gewissen Masse
notwendiger Arbeit, d. h.
vieler
Arbeiter
auf einmal, so dass ihre vereinigte Summe hinreicht,
dass es sowohl als
Kapital
leben
kann, d. h. den Reichtum gegenüber dem Arbeiterleben in der Konsumtion
repräsentiert, wie Surplusarbeit für die Akkumulation zurücklegen. Das Kapital
von vornherein produziert nicht für den Gebrauchswert, für die unmittelbare
Subsistenz. Die Surplusarbeit muss also von vornherein groß genug sein, um
einen Teil von ihr wieder als Kapital anzuwenden. Also immer auf der Stufe, wo
eine gewisse Masse gesellschaftlichen Reichtums in einer Hand schon
konzentriert ist, objektiv, die also als Kapital sofort als Austausch mit
vielen Arbeitern, später als Produktion durch viele Arbeiter erscheint,
Kombination von Arbeitern, fähig ist, ein gewisses Quantum lebendiger
Arbeitsvermögen simultaneously at work

188
zu setzen, beginnt die Produktion durch
das Kapital, das so von vornherein als
Kollektivkraft,
gesellschaftliche
Kraft und Aufhebung der Vereinzelung, zuerst des Austauschs mit den Arbeitern,
dann der Arbeiter selbst erscheint. Die Vereinzelung der Arbeiter unterstellt
noch relative Unabhängigkeit derselben. Volle Abhängigkeit vom Kapital, volle
Loslösung der Arbeiter von den Produktionsbedingungen unterstellt daher ihre
Gruppierung um das einzelne Kapital als den ausschließlichen Boden ihrer
Subsistenz herum. Es wird sich dasselbe ergeben – oder es ist dasselbe in
anderer Form –, wenn ausgegangen wird von der besonderen Form des Austauschs,
die unterstellt ist, damit das Kapital als Kapital austauscht, wo das Geld
schon als
viele
Austauschende repräsentierend
oder eine über den einzelnen und
seinen einzelnen Überfluss hinausgehende
Tauschkraft
besitzen muss, schon eine
nicht mehr einzelne, sondern dem einzelnen gehörige, aber ihm als
gesellschaftliche Funktion, Repräsentant des gesellschaftlichen Reichtums Austauschendem
–, andererseits geht es aus den Bedingungen der
freien Arbeit
hervor.
Die Loslösung des einzelnen von den Produktionsbedingungen der Arbeit =
Gruppierung vieler um ein Kapital.)

{Das Kaufmannskapital auch von
vornherein die Konzentration vieler Austausche in einer Hand. Es vertritt schon
Masse Austauschender sowohl als G wie W.)

„Diese kontinuierliche
Fortschrittsbewegung des Wissens und der Erfahrung“,
sagt Babbage [,
p.485], „ist unsere große Stärke.“

Diese Progression, dieser
soziale Fortschritt gehört [zum] und wird explodiert vom Kapital. Alle früheren
Eigentumsformen verdammen den größeren

Teil Menschheit, die Sklaven,
reine Arbeitsinstrumente zu sein. Die geschichtliche Entwicklung, politische
Entwicklung, Kunst, Wissenschaft etc. spielen in den höheren Kreisen über
ihnen. Das Kapital aber erst hat den geschichtlichen Progress gefangengenommen
in den Dienst des Reichtums.

{Vor der Akkumulation durch das
Kapital ist eine Akkumulation vorausgesetzt, die das Kapital konstituiert, die
zu seiner Begriffsbestimmung gehört;
Konzentration
können
wir sie kaum noch nennen, weil diese im Unterschied gegen viele Kapitalien
stattfindet; wenn man nur noch von
dem
Kapital
spricht, so fällt die Konzentration noch mit der Akkumulation oder dem Begriff
des Kapitals zusammen. D. h., sie bildet noch keine besondere Bestimmung. Wohl
aber steht das Kapital von vornherein als eins oder Einheit den Arbeitern als
vielen gegenüber. Und so erscheint es als die Konzentration der Arbeiter
gegenüber die Arbeit als außer ihnen fallende Einheit. Nach dieser Seite ist
die Konzentration im Begriff des Kapitals enthalten – die Konzentration vieler
lebendigen Arbeitsvermögen zu einem Zweck; eine Konzentration, die sich
ursprünglich keineswegs schon in der Produktionsweise selbst durchgeführt, sie
durchdrungen zu haben braucht. Zentralisierende Wirkung des Kapitals auf die
Arbeitsvermögen oder Setzen seiner als der selbständig außer diesen vielen
existierenden Einheit derselben.}

{Rossi
in seinen
„Lecons d’économie politique“
sagt
(Heft, p.26)

189
:

„Der gesellschaftliche
Fortschritt kann nicht darin bestehen, dass er jede Vereinigung auflöst,
sondern im Ersetzen der erzwungenen, bedrückenden Vereinigungen vergangener
Zeiten durch freiwillige und gerechte Vereinigungen. Die Absonderung in ihrem
höchsten Stadium bedeutet den Zustand der Unkultur; die erzwungene und
drückende Vereinigung in ihrem höchsten Stadium ist die Barbarei. Diesseits
dieser Extreme lässt uns die Geschichte sehr unterschiedliche Abweichungen und
Abstufungen erkennen. Die Vollendung liegt in den freiwilligen Vereinigungen,
die durch Zusammenschluss die Klüfte vervielfachen, ohne der individuellen
Macht ihre Energie, ihre Moral und ihre Verantwortung wegzunehmen.“ (p. 354.)

Im Kapital ist die
association
der
ouvriers

190
nicht
erzwungen durch direkte physische Gewalt, Zwangs-, Fron-, Sklavenarbeit; sie
ist erzwungen dadurch, dass die Bedingungen der Produktion fremdes Eigentum
sind und selbst vorhanden sind als
objektive
Assoziation,
die dasselbe wie Akkumulation und Konzentration
der Produktionsbedingungen.}

{Die Auffassung des Kapitals
bloß nach seiner stofflichen Seite, als Produktionsinstrument, ganz abgesehen
von der ökonomischen Form, die das Produktionsinstrument zu Kapital macht,
verwickelt die Ökonomen in allerlei difficulties

191
. So fragt Rossi l.c. (Heft, 27):

„Ist das
Rohmaterial wirklich ein Produktionsinstrument? Ist es nicht vielmehr der
Gegenstand, den die Werkzeuge der Produzenten bearbeiten müssen?“ (p. 367.)

Hier fällt ihm also Kapital
ganz zusammen mit Produktionsinstrument im technologischen Sinn, wonach jeder
Wilde ein Kapitalist ist. (Was Herr Torrens [, p. 70/71] in der Tat von einem
Wilden behauptet, der mit einem
Stein
nach
einem Vogel wirft.) Übrigens selbst auf dem Standpunkt der rein stofflichen
Abstraktion – d. h. der Abstraktion von der ökonomischen Kategorie selbst – ist
die Bemerkung Rossis flach und zeigt nur, dass er seinen englischen Lehrer
nicht verstanden hat. Accumulated labour used as instrument for new production

192
; oder produce

193
schlechthin
applied to production

194
;
der Rohstoff wird so gut zur Produktion verwandt, d. h. einer Formveränderung
unterworfen, als das Instrument, das auch produit

195
ist. Das
fertige Resultat der Produktion wird wieder zu einem Moment
des Produktionsprozesses.
Weiter heißt der Satz nichts.
Innerhalb des Produktionsprozesses kann es als Rohstoff oder als Instrument
figurieren. Aber Produktionsinstrument ist es, nicht insofern es in dem
unmittelbaren Produktionsprozess als Instrument dient, sondern sofern es ein
Mittel der Erneuerung des Produktionsprozesses selbst – eine seiner
Voraussetzungen ist. Wichtiger und mehr to the point

196
ist das Bedenken, ob das
Approvisionnement Teil des Kapitals bildet, i. e. das Salair, und hier zeigt
sich die ganze Konfusion der Ökonomisten.

„Man sagt, dass die Retribution
des Arbeiters Kapital ist, weil der Kapitalist sie ihm vorstreckt. Gäbe es nur
Arbeiterfamilien, die genug hätten, ein Jahr zu leben, es gäbe kein Salair. Der
Arbeiter könnte zum Kapitalisten sagen: Du streckst zum gemeinschaftlichen Werk
das Kapital vor, ich bringe die Arbeit hinzu: Das Produkt wird unter
uns
nach diesen und
diesen Verhältnissen verteilt werden. Sobald es realisiert sein wird, wird
jeder sein Teil nehmen“. ([Rossi,] p. 369.)

„Es gäbe dann keine Vorschüsse
für die Arbeiter. Sie würden unterdes konsumieren, selbst wenn die Arbeit
stillstünde. Was sie verzehren würden, gehört dem Konsumtionsfonds an, durchaus
nicht dem Kapital. Also: Die Vorschüsse für die Arbeiter sind nicht notwendig.
Also ist das Salair kein konstitutives
Element der Produktion. Es ist ein Hinzukommendes, eine Form unseres sozialen
Zustandes.
Des Kapitals, der Arbeit, der Erde bedarf es
dagegen notwendig, um zu produzieren.
Zweitens:
Man
wendet Salair doppelt an: Man sagt, das Salair sei ein Kapital, aber was
repräsentiert es? Die Arbeit. Wer Arbeitslohn sagt, sagt Arbeit und umgekehrt.
Macht also das vorgestreckte Salair Teil des Kapitals aus, so hätte man bloß
von zwei Produktionsinstrumenten zu reden: von Kapital und Erde.“ (p. 370.)

Und ferner:

„
Im Grund verzehrt der Arbeiter nicht das Gut des
Kapitalisten, sondern sein eigenes; was man ihm als Retribution der Arbeit
gibt, ist sein aliquoter Teil des Produkts. “
(p. 370.)

„Der Kontrakt des
Kapitalisten
mit dem
Arbeiter ist keins der Phänomene der Produktion ...
Der
Unternehmer gibt sich her zu diesem Übereinkommen, das die Produktion
erleichtern kann. Aber dieses Übereinkommen ist nichts anderes als
eine zweite Operation,
eine
Operation von einer ganz anderen Natur, gepfropft auf eine produktive
Operation.
Es kann in
einer anderen Arbeitsorganisation verschwinden.
Es gibt selbst
heute Produktionen, wo es nicht statthat. Das Salair ist also eine Form der
Distribution des Reichtums, kein Element der Produktion. Der Teil des Fonds,
welchen der Unternehmer der Zahlung der Salaire widmet, macht keinen Teil des
Kapitals aus ... Es ist eine Operation für sich, die zweifelsohne den Gang der
Produktion fördern kann, aber die man kein
direktes
Produktionsinstrument nennen
kann.“ (370.)

„Die Macht der Arbeit
begreifen, indem man von den Subsistenzmitteln der Arbeiter während der
Produktionsarbeit abstrahiert, heißt, ein Hirngespinst begreifen. Wer Arbeit
sagt, wer Arbeitsvermögen, sagt zugleich Arbeiter und Subsistenzmittel,
Arbeiter und Arbeitslohn ...
das
gleiche Element erscheint wieder unter dem Namen Kapital; als ob die gleiche
Sache zur gleichen Zeit einen Teil von zwei unterschiedlichen
Produktionsinstrumenten abgeben könnten
.“ (370, 371.)

Hier ist nun viele Konfusion,
berechtigt dadurch, dass Rossi die Ökonomen beim Wort nimmt und
Produktionsinstrument
als
solches mit Kapital gleichsetzt. D’abord hat er ganz recht, dass Lohnarbeit
keine absolute Form der Arbeit, vergisst aber nur dabei, dass Kapital ebenso
wenig eine absolute Form der Arbeitsmittel und -materien ist und dass diese
zwei Formen dieselbe Form in verschiedenen Momenten sind, daher miteinander
stehen und fallen; es daher abgeschmackt von ihm ist, von Kapitalisten ohne
Lohnarbeit zu sprechen. Sein Beispiel von den Arbeiterfamilien, die ein Jahr
leben können ohne den Kapitalisten, also Eigentümer ihrer
Produktionsbedingungen sind, die ihre notwendige Arbeit ohne Erlaubnis des
Herrn Kapitalisten verrichten. Der Kapitalist, den er zu ihnen kommen lässt mit
seinem Proposal

197
,
meint daher nichts als einen Produzent von Produktionsinstrumenten – das
Zu-ihnen-Kommen meint nichts als eine durch Austausch mit außen vermittelte
Teilung der Arbeit. Auch ohne alles Arrangement – durch die einfachen exchanges
– teilen sich die beiden dann in das gemeinschaftliche Produkt. Der Exchange
ist die Teilung. Arrangement ist weiter nicht dazu nötig. Was diese
Arbeiterfamilien dann austauschten, wäre Surplusarbeit, absolute oder relative,
wozu sie das Instrument befähigt hätte – entweder neue Nebenarbeit über ihre
alte Arbeit

hinaus, von der sie Jahr um Jahr leben konnten vor dem
Erscheinen des K[apitalisten], oder durch Anwendung des Instruments in ihrem
alten Arbeitszweig. Hier macht Herr Rossi den Arbeiter zum Besitzer und
Austauscher seiner | Surplusarbeit und hat so glücklich die letzte Spur an
ihm ausgelöscht, die ihn zum Lohnarbeiter stempeln würde, damit aber auch an
dem Produktionsinstrument die letzte Spur, die es zum Kapital macht.

Es ist wahr, dass der Arbeiter
„im Grund nicht das Gut des Kapitalisten verzehrt, sondern sein eigenes“, aber
nicht exakt, wie Herr Rossi meint, weil es nur ein
aliquoter
Teil
des
Produkts, sondern
weil es ein aliquoter Teil
seines
Produkts
ist und die Zahlung darin besteht, wenn der Schein des Tauschs abgestreift
wird, dass er einen Teil des Tages für sich arbeitet und einen anderen für den
Kapitalisten, aber
nur
solange überhaupt die Erlaubnis erhält zu arbeiten,
als seine
Arbeit diese Teilung zulässt. Der
Austauschakt
selbst
ist, wie wir gesehen haben, kein Moment des unmittelbaren Produktionsprozesses,
sondern eine Bedingung desselben. Innerhalb des Gesamtproduktionsprozesses des
Kapitals, der die verschiedenen Momente seiner exchanges, die Zirkulation, in
sich einschließt

198
,
ist dieser Austausch aber gesetzt als ein Moment des gesamten Prozesses.

Aber, sagt Rossi: Das Salair
erscheint zweimal in der Rechnung: das eine Mal als Kapital, das andere Mal als
Arbeit; es repräsentiert so zwei unterschiedene Produktionsinstrumente. Wenn
das Salair das Produktionsinstrument Arbeit repräsentiert, kann es nicht das
Produktionsinstrument Kapital repräsentieren. Hier eine Verwirrung, die auch
daher kommt, dass Rossi die orthodoxen ökonomischen Distinktionen ernsthaft
nimmt. In der Produktion figuriert das Salair nur einmal, als fonds, bestimmt,
in Salaire verwandelt zu werden, als
virtuelles
Salair.
Sobald es wirkliches Salair ist, ist es weggezahlt und figuriert nur noch in
der Konsumtion als Revenu des Arbeiters. Was aber gegen das Salair eingetauscht
ist, ist das Arbeitsvermögen, und dies figuriert gar nicht in der Produktion,
sondern nur der Gebrauch, der davon gemacht wird –
die Arbeit.
Die Arbeit
erscheint als Produktionsinstrument von Wert, weil sie nicht gezahlt, also
nicht durch das Salair repräsentiert ist. Als Gebrauchswert schaffende
Tätigkeit hat sie ebenfalls nichts mit sich als salarierter Arbeit zu tun. Das
Salair in der Hand des Arbeiters ist nicht mehr Salair, sondern
Konsumtionsfonds. Nur in der Hand des Kapitalisten ist es Salair, d. h. der
Teil des Kapitals, bestimmt, gegen Arbeitsvermögen ausgetauscht zu werden. Für
den Kapitalisten hat es reproduziert ein verkäufliches Arbeitsvermögen, so dass
nach dieser Seite hin selbst die Konsumtion des Arbeiters als im Dienst

des
Kapitalisten geschieht. Die Arbeit selbst zahlt er gar nicht, sondern nur das
Arbeitsvermögen. Dies allerdings kann er nur durch die Wirksamkeit dieses
Vermögens selbst tun. Wenn das Salair doppelt erscheint, so nicht, weil es 2
mal 2 verschiedene Produktionsinstrumente repräsentiert, sondern weil es das
eine Mal unter dem Gesichtspunkt der Produktion, das andere Mal unter dem
Gesichtspunkt der Distribution erscheint. Diese bestimmte Form der Distribution
ist aber kein beliebiges Arrangement, so dass es anders sein könnte; sondern es
ist durch die Form der Produktion selbst gesetzt; nur eines ihrer eigenen
Momente in einer anderen Bestimmung betrachtet.

Der Wert der Maschine bildet
sicher einen Teil des Kapitals, das in ihr angelegt ist; aber als Wert
produziert die Maschine nicht, obgleich sie dem Fabrikanten einbringt. Das
Salair repräsentiert nicht die Arbeit als Produktionsinstrument, sowenig wie der
Wert die Maschine als Produktionsinstrument repräsentiert. Es repräsentiert nur
das Arbeitsvermögen, und da dessen Wert getrennt von ihm als Kapital existiert,
Teil des Kapitals. Sofern der Kapitalist sich
fremde
Arbeit aneignet und mit dieser
angeeigneten
Arbeit
sie
wieder kauft, erscheint das Salair – d. h. der Repräsentant der Arbeit – wenn
Herr Rossi will, doppelt, 1. als Eigentum des Kapitals, 2. als Repräsentant der
Arbeit. Was Rossi eigentlich beunruhigt, ist, dass das Salair als
Repräsentant
zweier
Produktionsinstrumente
erscheint, des
Kapitals
und der
Arbeit
; vergisst, dass die
Arbeit als Produktivkraft dem Kapital einverleibt ist und als
Arbeit in esse

199
,
nicht
in posse

200
keineswegs ein vom Kapital
unterschiedenes
Produktionsinstrument
ist,
sondern das Kapital erst zum Produktiönsinstrument macht. Was den Unterschied
zwischen dem Salair als Teil des Kapitals bildend und zugleich Revenu des
Arbeiters, so kommen wir darauf unter dem Abschnitt Profit, Zins, womit wir
dies erste Kapitel vom Kapital schließen.}

1
Diese Klammer wird im weiteren Text von Marx nicht
geschlossen. Vermutlich müsste sie im vorl. Band, S. 519, gesetzt werden.

2
George Ramsay, „An essay on the distribution
of wealth“, Edinburgh, London 1836, p.43.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

3
Arbeit, die dem Kapital zugeführt

4
die es anwenden will

5
der Lebensmittelfonds

6
anwenden, als ihm zugeführt wurde

7
es ist ihm mehr Arbeit zugeführt worden, als
er bezahlt hat –
Mehrarbeit,
welche
verwandelt wurde in
Mehrwert
und Mehrprodukt,
und das Kapital befähigt dieses profitable
Geschäft, bei dem die Gegenseitigkeit ganz auf einer Seite ist, auf noch
erweiterter Skala zu wiederholen. Es ist in der Lage, mehr neue lebendige
Arbeit anzuwenden, weil während des Produktionsprozesses ihm eine Portion
frischer Arbeit zugeführt wurde über die akkumulierte Arbeit hinaus, aus der es
vor Eintritt in diesen Prozess bestand.

8
anwandte

9
die dem Produkt zugeführt wurde, während er
nur einen Teil dieser Arbeit bezahlt hat

10
Maß, wenn die Arbeitsmenge, welche jedes
zirkulierende Kapital anwenden will, nicht mehr war als gleich der, die ihm
zuvor zugeführt wurde, der Wert des verausgabten Kapitals demjenigen des
Produkts gleichen würde, d. h. kein Mehrwert übrig bliebe

11
dem Kapital zugeführte Arbeitsmenge

12
der Feststellung

13
als bestimmt durch Arbeit

14
als bestimmt durch den Preis der Arbeit
(Löhne)

15
widerlegen

16
keinesfalls

17
dasselbe

18
uneingeschränkte Konkurrenz

19
ihrem Unterscheidungsmerkmal

20
verewigt

21
in der Handschrift: der

22
vielmehr

23
Thomas De Quincey, „The logic of political
economy“, Edinburgh, London 1844, p. 204.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft X von 1851.

24
den
Mehrwert

25
Rohmaterial

26
Werkzeug

27
Löhne

28
in der Handschrift: dass

29
abgeleitete

30
irgendwelche Veränderungen in der Menge an
Mehrarbeit abgeleitet sein müssen von einer Veränderung in den Beziehungen
zwischen notwendiger und Mehrarbeit

31
notwendige Arbeit

32
Unsinn

33
„vorhandenen Beziehungen zwischen Löhnen
und Profiten“

34
Gesamtlöhnen

35
allgemeine Profitstandard

36
Henry Charles Carey, „Principles of
political economy“, part 1, Philadelphia 1837, p. 73-101.

37
in der Handschrift: das

38
in der Handschrift: 1845

39
in der Handschrift: 2

40
waren die Kosten für die Produktion
notwendiger Arbeit

41
einem Quarter zugeführt

42
John Ramsay MacCulloch, „The principles of
political economy ..Edinburgh, London 1825, p. 313.

Marx setzt sich mit MacCullochs
Entstellung des Begriffs Arbeit durch seine Ausdehnung auf Naturprozesse
ausführlich auseinander in den „Theorien über den Mehrwert“ (siehe Band 26.3
unserer Ausgabe, S. 176-187).

43
Einzelding

44
einzelnen Quarters

45
in der Handschrift: 1845

46
in der Handschrift: (84)

47
In der Tat:
Die Kosten an Arbeit sind konstant

48
der
Aufwand
an Arbeit

49
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft
VIII von 1851.

50
In der Handschrift: (19. R. 5.)

51
David Ricardo, „On the principles ...“,
London 1821, p. 3.

Die erste Seitenzahl bezieht
sich auf das Londoner Exzerptheft VIII von 1851, die zweite auf Ricardos Buch.

52
uneingeschränkter
Konkurrenzneid industrieller Produktion

53
freie Konkurrenz

54
gleichen Austausch

55
John Francis Bray, „Labour’s wrongs and
labour’s remedy ..Leeds 1839, p.53/54.

Marx setzt sich mit den
Auffassungen Brays ausführlich auseinander in den „Theorien über den Mehrwert“
(siehe Band 26.3 unserer Ausgabe, S. 313-319).

56
Adam Smith, „An inquiry ..vol. 1, London
1835, p. 104/105.

In seiner Schrift „Zur
Kritik der Politischen Ökonomie“
sagt Marx
über
Smith: „Er verwechselt beständig die Bestimmung des Werts der Waren durch die
in ihnen enthaltene Arbeitszeit mit der Bestimmung ihrer Werte durch den Wert
der Arbeit“

57
in der Handschrift: oder

58
Warum nicht?

59
in der Handschrift: (19,3.)

60
Im Grunde

61
in der Handschrift: reproduzierbar

62
in der Handschrift: (19, 29, 30.)

63
David Ricardo, „On the principles ...“,
London 1821, p.21.

Die erste Seitenzahl bezieht
sich auf Ricardos Buch, die zweite auf Marx’ Londoner Exzerptheft VIII von
1851.

64
Sollte eigentlich heißen: als
Bestimmungsgrund der ursprünglichen Ware
vorhergehen

65
in der Handschrift: enthält

66
abgezogen

67
Edward Gibbon Wakefield, „A view of the art
of colonization ..London 1849, p. 169/170.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XIV von 1851, S. 70/71.

68
in der Handschrift: (187. l.c.)

69
„ausreichende“ Preis

70
eine Darlegung

71
ersten
Bericht der Fabrikinspektoren

72
„Factories Inquiry Commission. First Report
of the Central Board of His Majcsty’s Commissioners“. Ordered, by the House of
Commons, to be printed, 28 June 1833, p.34.

Marx zitiert nach Thomas Robert
Malthus, „Principles of political economy...“, 2. ed„ London 1836, p. 269/270,
und verweist auf sein Londoner Exzerptheft X von 1851.

In seinem Brief an Engels vom
5. März 1858 führt Marx dasselbe Beispiel der Berechnung des Profits an. (Siehe
Band 29 unserer Ausgabe, S. 296.)

73
in Gebäuden und Maschinen angelegtes
Kapital

74
zirkulierendes Kapital

75
Zins auf

76
Renten, Steuern, Abgaben

77
Amortisationsfonds von 6½
%
für Verschleiß des
fixen Kapitals

78
Nebenausgaben, Fracht, Kohle, Öl

79
Arbeitslöhne und Gehälter

80
für ungefähr 400 000 Pfund Rohbaumwolle zu
6 Pence

81
für 363 000 Pfund gesponnenes
Maschinengarn. Wert

82
Mieten-

83
zirkulierende Kapital

84
Die Umschlagszahlen des zirkulierenden und
fixen Kapitals werden von Marx wie folgt berechnet:

Umschlag des zirkulierenden
Kapitals: 13700 (1100 Nebenausgaben, Fracht, Kohle, Öl +2600 Arbeitslöhne und
Gehälter + 10000 Rohbaumwolle) dividiert durch 7 000 (zirkulierendes Kapital) =
1 67/70.

Umschlag des fixen Kapitals:
10000 (fixes Kapital) dividiert durch 650 (Amortisationsfonds) = 15 5/13.

85
oder ungefähr

86
Fabrikarbeiter

87
angelegten Vorschüsse

88
Amortisationsfonds

89
Gehälter

90
in der Handschrift: 10⅔
bis
⅔

91
in der Handschrift: 10⅔
bis
⅔

92
Vorschüsse

93
genau

94
Fall

95
Verlust

96
ohne Rest aufgehende

97
sollte eigentlich heißen: erstere

98
Bruttoprofit

99
vorgeschossene

100
sollte eigentlich heißen: produzierten

101
genau

102
vorgeschossene Summe

103
sollte eigentlich heißen: des
Gesamtmehrwerts

104
Arbeit

105
anderer Art

106
Menge

107
verglichen mit dem gezahlten Gehalt

108
in der Handschrift: profits

109
völlig richtig, dass sein Profit sich
ändern wird mit dem sich ändernden Wert der ¾ seiner Produktion im Vergleich zu
den vorgeschossenen Summen an aufgehäufter Arbeit

110
unverkennbar

111
wenn wir ¾ des Wertes des Produkts
nahmen

112
es mit dem Betrag verglichen, der als
vorgeschossene Summen in aufgehäufter Arbeit gezahlt wurde

113
würde das Ergebnis genau die gleiche
Profitrate zeigen

114
der
„Wert der Arbeit“

115
„beständig“

116
wahre Maßeinheit des Wertes im
allgemeinen

117
Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

118
jede gegebene Menge Arbeit = derselben
Menge Arbeit

119
eine gegebene Menge von 12 Stunden Arbeit
hat den Wert von 12 d, und 12 d ist tatsächlich der Wert, gegen den sich das
Produkt austauscht, wenn es verkauft wird. Andererseits beherrscht der
Kapitalist mit diesem Wert 24 Stunden, wenn er ihn für nichts als Arbeit wieder
investieren könnte. Die Löhne beherrschen folglich eine Arbeitsmenge, die viel
größer ist als die, aus der sie bestehen, und eine gegebene Menge lebendiger
Arbeit tauscht sich tatsächlich gegen eine viel geringere Menge aufgehäufter
Arbeit aus. Gewiss ist nur eines, dass der Preis der Arbeit, der Lohn, immer
die Menge Arbeit ausdrückt, welche die Arbeiter brauchen, um Seele und Leib
zusammenzuhalten. Der Lohn für jede beliebige Menge Arbeit muss der Menge
Arbeit gleichen, die der Arbeiter für seine eigene Reproduktion aufwenden muss.
Im obigen Beispiel würde ein Mann zwei Personen je 12 Stunden arbeiten lassen,
zusammen 24 Stunden, mit der von einem Mann hervorgebrachten Arbeitsmenge.

120
sein Mehrwert

121
veränderlich

122
konstant

123
Ursache

124
Wirkung

125
vorgeschossenen
Summen
des Kapitalisten
in Arbeit

126
aufgehäuftes Produkt von

127
Der
natürliche Wert
der Ware

128
das
gleiche Vermögen für Produktion und Akkumulation

129
unmittelbarer

130
Vermögen für Produktion und Akkumulation

131
„vorgeschossenen Summen in Arbeit“

132
„Vermögen für Akkumulation“

133
aufgehäufte

134
„keinesfalls ein anderer Gegenstand ein
gegebenes Quantum Arbeit verkörpern kann“

135
„Menge Arbeit, die eine Ware beherrschen
wird und nicht dem Quantum irgendeiner anderen Ware“

136
ein gegebenes Quantum Arbeit

137
ein Quantum lebendiger (unmittelbarer)
Arbeit

138
kein anderer, sondern jeder beliebige
Gegenstand kann ein gegebenes Quantum Arbeit verkörpern

139
Menge Arbeit

140
„Vermögen für Akkumulation“ wären an die
Wand gedrückt worden

141
kleinste englische Münze

142
Eigentum ist das Ergebnis der
Produktivität der Arbeit

143
der Wert der Arbeit konstant

144
in der Handschrift: Produkt

145
Billigkeit oder Kostspieligkeit der
Arbeit

146
unmittelbaren Arbeiter

147
der Kern der Theorie von Malthus, wenn
man eine so seichte Sophisterie als Theorie bezeichnen kann

148
Zunächst

149
„Hereinkommen“
ohne irgend etwas zu verändern

150
„Hereinkommen der Kaiser“

151
Prinzip

152
eine durchschnittliche Zeit

153
wie man will

154
freie Bauernstand

155
In der Handschrift: 2000

156
sollte eigentlich heißen: ein Mehrprodukt

157
sollte eigentlich heißen: ein Mehrprodukt

158
sollte eigentlich heißen: ein Mehrprodukt

159
sollte eigentlich heißen: ein Mehrprodukt

160
sollte eigentlich heißen: ein Mehrprodukt

161
sollte eigentlich heißen: einen Mehrwert

162
Diesem Beispiel liegen folgende
Berechnungen zugrunde: Im zweiten Fall ist das Kapital 160mal größer als im
ersten Fall, aber die Zahl der Arbeiter nur 30mal größer; also „im Verhältnis
zum ersten Verhältnis“ um 5⅓ mal kleiner.

163
Hier müsste es heißen „etwas mehr als einen“,
denn auf 5⅓ Arbeiter, die der erste Kapitalist braucht, braucht der zweite
einen; also auf 6 Arbeiter braucht er mehr als einen.

164
Henry Charles Carey, „Principles of
political economy“, part 1, Philadelphia 1837, p. 73-80, 83-92, 99 und 337-340.

165
So sieht die Logik des Herrn Carey,
dieses Harmonisierers, aus.

Gemeint ist Wakefields
Kommentar zu Smith’ „Aninquiry..vol. 1, London 1835, der auf den Seiten
230/231, Note, dieses Buches abgedruckt ist.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VII von 1851, S. 74/75. Das angeführte Zitat von Wakefield
kommentiert er in den „Theorien über den Mehrwert“ (siehe die Bände 26.2
unserer Ausgabe, S.401, und 26.3, S. 187/188).

166
in der Handschrift: Beyle

167
Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft V von 1851.

168
schlafendes
Kapital

169
Umlaufmittel

170
Ansteigen der Nachfrage für eine
Produktionserhöhung

171
in
Geld verwandeln

172
Albert Gallatin, „Considerations on the
currency and banking System of the United States“, Philadelphia 1831, p.68.

Bailey zitiert diese Stelle in
seinem Buch „Money and its vicissitudes in value...“ auf den Seiten 57/58.

173
westlichen Kreisen von Pennsylvanien

174
in der Handschrift: (73.)

175
Marx verweist auf sein Exzerptheft
„Manchester. 1845“.

176
Arbeitsteilung

177
Beschäftigungen

178

179

180

181

182

183

184
Produktionsunkosten

185
verpflichtet

186
Beitrag

187
Bedingungen

188
gleichzeitig an die Arbeit

189
Marx verweist auf ein undatiertes und
nicht nummeriertes Brüsseler Exzerptheft von etwa September 1845.

190

Vereinigung
der
Arbeiter

191
Schwierigkeiten

192
Aufgehäufte Arbeit genügt als Werkzeug
für neue Produktion

193
Produkt

194
verwandt zur Produktion

195
Produkt

196
zur Hauptsache kommend

197
Vorschlag

198
In der Handschrift: erscheint

199

in
tatsächlicher Existenz

200

in
der Möglichkeit

## [Fixes und zirkulierendes Kapital]

Retournons maintenant à nos
moutons.

1

Die Phasen, die das Kapital
durchläuft, die einen Umlauf des Kapitals bilden, beginnen begrifflich mit
Verwandlung des Geldes in die Produktionsbedingungen. Jetzt aber, wo wir nicht
von dem werdenden Kapital ausgehen, sondern vom gewordenen, durchläuft es
folgende Phasen: 1. Schöpfung des Mehrwerts oder unmittelbarer
Produktionsprozess. Sein Resultat das Produkt.

2. Bringen des Produkts auf den
Markt. Verwandlung des Produkts in Ware.

3. α) Eingehen der Ware in
die gewöhnliche Zirkulation. Zirkulation der Ware. Ihr Resultat: Verwandlung in
Geld. Dieses erscheint als erstes Moment der gewöhnlichen Zirkulation, β)
Rückverwandlung des Geldes in die Produktionsbedingungen: Geldzirkulation; in
der gewöhnlichen Zirkulation erscheint die Warenzirkulation und Geldzirkulation
stets an zwei verschiedene Subjekte verteilt. Das Kapital zirkuliert erst als
Ware, dann als Geld und vice versa. 4. Erneuung des Produktionsprozesses, was
hier als Reproduktion des ursprünglichen Kapitals und Produktionsprozess des
Surplus|kapitals erscheint.

Die Kosten der Zirkulation
lösen sich auf in Bewegungskosten; Kosten, das Produkt auf den Markt zu
bringen; die Arbeitszeit, die erforderlich ist, um die Wandlung aus dem einen
Zustand in den anderen zu bewirken; die sich eigentlich alle auflösen in Rechenoperationen
und die Zeit, die sie kosten (begründet ein besonderes, technisches
Geldgeschäft). (Ob die letzteren Kosten als Abzüge vom Mehrwert zu betrachten
sind oder nicht, wird sich später ergeben.)

Wenn wir diese Bewegung
betrachten, so finden wir, dass die Zirkulation des Kapitals vermittelst der
Operation von Exchanges

2
sich
einmal auftut, um das Produkt zu entlassen in die allgemeine Zirkulation und
sich aus dieser als

Äquivalent in Geld herzustellen. Was aus
diesem Produkt, das so aus der Zirkulation des Kapitals herausgefallen und der
gewöhnlichen Zirkulation heimgefallen ist, wird, geht uns hier nichts an.
Andrerseits wirft das Kapital seine Gestalt als Geld (teilweise, soweit nicht
Salair) wieder aus seinem Zirkulationsprozess heraus oder bewegt sich nun in
der Geldform, nachdem es sich in ihr als Wert realisiert und zugleich an sich
selbst das Maß seiner Verwertung gesetzt, im Geld nur als Zirkulationsmittel,
und saugt so ein in sich aus der allgemeinen Zirkulation die zur Produktion
nötigen Waren (Produktionsbedingungen). Als Ware wirft es sich aus seiner Zirkulation
in die allgemeine heraus; als Ware entgeht es auch der allgemeinen Zirkulation
und nimmt sie in sich, in seinen Lauf auf

3
, um in den Produktionsprozess zu münden. Die
Zirkulation des Kapitals erhält so ein Verhalten zur allgemeinen Zirkulation,
von der seine eigene ein Moment bildet, wie sie selbst als von ihm gesetzt
erscheint. Dies später zu betrachten.

Der Gesamtproduktionsprozess
des Kapitals schließt ein sowohl den eigentlichen Zirkulationsprozess wie den
eigentlichen Produktionsprozess. Sie bilden die 2 großen Abschnitte seiner
Bewegung, die als Totalität dieser 2 Prozesse erscheint. Nach der einen Seite
ist die Arbeitszeit, nach der anderen die Zirkulationszeit. Und das Ganze der
Bewegung erscheint als Einheit von Arbeitszeit und Zirkulationszeit, als
Einheit von Produktion und Zirkulation. Diese Einheit selbst ist Bewegung,
Prozess. Das Kapital erscheint als diese prozessierende Einheit von Produktion
und Zirkulation, eine Einheit, die sowohl als das Ganze seines
Produktionsprozesses wie als bestimmter Verlauf
eines
Umschlags des
Kapitals,
einer
in
sich selbst zurückkehrenden Bewegung betrachtet werden kann.

Die Bedingung der
Zirkulationszeit – neben der Arbeitszeit – für das Kapital ist indes nur die
Bedingung der auf Teilung der Arbeit und Austausch gegründeten Produktion in
adäquater Form, in letzter Form. Die Kosten der Zirkulation sind Kosten der
Teilung der Arbeit und des Austauschs, die in jeder, dem Kapital
vorhergehenden, minder entwickelten Form der Produktion auf dieser Basis
angetroffen werden müssen.

Als das Subjekt, über die
verschiedenen Phasen dieser Bewegung übergreifende, sich in ihr erhaltende und
vervielfältigende Wert, als das Subjekt dieser Wandlungen, die in einem
Zirkellauf – als Spirale, sich erweiterndem Zirkel vor sich gehen –, ist das Kapital
Capital Circulant.
Capital
circulant ist daher zunächst keine
besondere
Form
des Kapitals, sondern es ist
das
Kapital
in einer weiterentwickelten Bestimmung als Subjekt der beschriebnen Be

-wegung,
die es selbst als sein eigener Verwertungsprozess ist. Nach dieser Seite hin
ist daher auch jedes Kapital
zirkulierendes
Kapital.
In der einfachen Zirkulation erscheint die
Zirkulation selbst als das Subjekt. Die eine Ware wird aus ihr herausgeworfen;
eine andere tritt herein. Aber dieselbe Ware ist nur verschwindend in ihr.

Das Geld selbst, soweit es aufhört, Zirkulationsmittel zu
sein, und sich als selbständiger Wert setzt, entzieht sich der Zirkulation. Das
Kapital aber ist als Subjekt der Zirkulation; die Zirkulation als sein eigener
Lebenslauf gesetzt. Aber wenn das Kapital so als Ganzes der Zirkulation
zirkulierendes Kapital
ist,
das Übergehen aus einer Phase in die andere, ist es ebenso in jeder Phase in einer
Bestimmtheit gesetzt, als in besondere Gestalt gebannt, die die Negation seiner
als des Subjekts der ganzen Bewegung ist. Das Kapital ist daher in jeder
besonderen Phase die Negation seiner als des Subjekts der verschiedenen
Wandlungen. Nicht-zirkulierendes Kapital.
Fixes Kapital,
eigentlich
fixiertes
Kapital, in
einer der verschiedenen Bestimmtheiten, Phasen fixiert, die es zu durchlaufen
hat. Solang es in einer dieser Phasen verharrt – die Phase selbst nicht als
flüssiger Übergang erscheint – und jede hat ihre Dauer, ist es nicht
zirkulierend, fixiert. Solange es im Produktionsprozess verharrt, ist es nicht
zirkulationsfähig; und virtualiter

4
entwertet. Solange es in der Zirkulation
verharrt, ist es nicht produktionsfähig, nicht Mehrwert setzend, nicht als
Kapital prozessierend. Solange es nicht auf den Markt geworfen werden kann, ist
es als Produkt fixiert; solange es auf dem Markt bleiben muss, ist es als Ware
fixiert. Solange es sich nicht gegen Produktionsbedingungen eintauschen kann,
ist es als Geld fixiert. Endlich, wenn die Produktionsbedingungen in ihrer Form
als Bedingungen bleiben und nicht in den Produktionsprozess eingehen, ist es wieder
fixiert und entwertet. Das Kapital als das alle Phasen durchlaufende Subjekt,
als die bewegte Einheit, prozessierende Einheit von Zirkulation und Produktion,
ist
zirkulierendes
Kapital;
das Kapital als selbst in jeder dieser Phasen eingebannt, als in seinen
Unterschieden
gesetzt,
ist
fixiertes
Kapital,
engagiertes
Kapital.
Als zirkulierendes Kapital selbst fixiert es sich, und als fixiertes Kapital
zirkuliert es. Die Unterscheidung von
Capital
circulant
und
Capital
fixe
erscheint daher zunächst als Formbestimmung des Kapitals,
je nachdem es als Einheit des Prozesses oder als bestimmtes Moment desselben
erscheint. Der Begriff von
Capital
dormant,
brachliegendem Kapital, kann sich nur auf sein
Brachliegen in einer dieser Bestimmungen beziehen, und es ist Bedingung des
Kapitals, dass es zum Teil immer brachliegt. Dies erscheint so, dass ein Teil
des nationalen Kapitals immer in einer der Phasen, die das Kapital zu
durchlaufen hat, sich festgerannt hat.

Das
Geld
selbst, soweit es
einen besonderen Teil des Kapitals der Nation bildet, aber stets in der Form
von Zirkulationsmittel verharrt, also nie die anderen Phasen durchläuft, wird
daher von A. Smith

5
als
eine Afterform

6
des
Capital fixe betrachtet. Ebenso kann Kapital in der Form von Geld, der
Zirkulation entzogenem Wert, brachliegen, fixiert sein. In Krisen –
nach
dem Moment der
Panik –, in der Zeit des Darniederliegens der Industrie ist das Geld fixiert in
den Händen von bankers, billbrokers

7
etc., und, wie der Hirsch schreit nach
frischem Wasser,
8
schreit
es nach field of employment

9
,
um als Kapital verwertet werden zu können.

Dies, dass die Bestimmung von
circulant und fixe zunächst weiter nichts ist, als das Kapital selbst unter den
beiden Bestimmungen gesetzt, einmal als Einheit des Prozesses, dann als
besondere Phase desselben, es selbst als
Unterschied
von sich als Einheit – nicht
als 2 besondere Arten Kapitalien, das Kapital in 2 besonderen Arten, sondern
als verschiedene
formelle
Bestimmungen desselben Kapitals,
hat viel Konfusion in der
politischen Ökonomie angerichtet. Wurde an einem materiellen Produkt eine Seite
festgehalten, wonach es Capital circulant sein sollte, so war es leicht, die
entgegengesetzte Seite aufzuzeigen, und umgekehrt. Das Kapital als Einheit der
Zirkulation und Produktion ist ebenso sehr ihr Unterschied, und zwar räumlich
und zeitlich auseinanderfallender Unterschied. In jedem Moment hat es eine
gleichgültige Form gegen das andere. Für das einzelne Kapital erscheint das
Übergehen aus dem einen in das andere als Zufall, abhängig von äußeren,
unkontrollierbaren Zuständen.
Dasselbe
Kapital
erscheint daher immer in beiden Bestimmungen

10
, was sich so ausdrückt, dass ein Teil desselben
in der einen, | ein anderer in der anderen erscheint, ein Teil als
festliegend, ein anderer als zirkulierend; zirkulierend nicht in dem Sinn hier
genommen, als ob es in der
eigentlichen
Zirkulationsphase
im Unterschied von der
Produktionsphase
sich
befände, sondern dass in der Phase, worin es sich befindet, es sich als
flüssiger
Phase
befindet, als prozessierender, in die andere überführender Phase; in keiner als
solchen festgeritten und so in seinem Gesamtprozess aufgehalten ist.

Z. B.: Der Industrielle wendet
nur einen Teil des ihm disponiblen Kapitals (kreditiert oder selbst besessen,
tut nichts zur Sache hier und tut, wenn das Gesamtkapital betrachtet wird, auch
nichts zum ökonomischen Prozess) an in der Produktion, weil ein anderer eine
bestimmte Zeit braucht, ehe er aus der Zirkulation zurückkehrt. Der in der
Produktion prozessierende Teil ist dann der zirkulierende; der in der
Zirkulation befindliche der fixierte. Dadurch ist

also seine
Gesamtproduktivität beschränkt; beschränkt der reproduzierte Teil, beschränkt
daher auch der auf den Markt geworfene. So der Handelsmann; ein Teil seines
Kapitals liegt fest als
stock
in trade

11
,
der
andere rouliert

12
.
Zwar tritt bald der eine, bald der andere Teil in diese Bestimmung, wie beim
Industriellen, aber sein Gesamtkapital ist fortwährend in beiden Bestimmungen
gesetzt. Andrerseits, da diese aus der Natur des Verwertungsprozesses selbst
hervorgehende Grenze nicht fix ist, sondern nach Umständen wechselt und das
Kapital mehr oder weniger seiner adäquaten Bestimmung als Zirkulierendes sich
annähern kann; da das Zerfallen in diese beiden Bestimmungen, dass der
Verwertungsprozess zugleich als Entwertungsprozess erscheint, der Tendenz des
Kapitals zur möglichsten Verwertung widerspricht, erfindet es sowohl
contrivances

13
, um
die Phase der Fixiertheit abzukürzen; andererseits, statt des gleichzeitigen
Nebeneinanderbestehens beider Bestimmungen
wechseln sie ab.
In einer Periode
erscheint der Prozess als durchaus flüssig – Periode der äußersten Verwertung
des Kapitals; in der anderen, Reaktion der ersten, stellt sich das andere
Moment um so gewaltsamer her – Periode der äußersten Entwertung des Kapitals
und Stockung des Produktionsprozesses. Die Momente, wo beide Bestimmungen
nebeneinander erscheinen, bilden selbst nur Zwischenperiode zwischen diesen
gewaltsamen Übergängen und Umschlägen.

Es ist durchaus wichtig, diese
Bestimmungen von zirkulierendem und fixiertem Kapital als
Formbestimmungen
des
Kapitals überhaupt zu fassen, da eine Menge Erscheinungen der bürgerlichen
Ökonomie – die Perioden des ökonomischen Zyklus, der von der einmaligen
Umlaufszeit des Kapitals wesentlich sich unterscheidet; die Wirkung neuer
Nachfrage; selbst die Wirkung neuer Gold und Silber produzierenden Länder auf
die allgemeine Produktion unbegreiflich. Es nützt nichts, von Stimulus

14
zu sprechen,
den australisches Gold oder ein neuentdeckter Markt gibt. Läge es nicht in der
Natur des Kapitals, nie völlig beschäftigt, d. h. stets partialiter

15

fixiert
zu sein,
entwertet zu sein, unproduktiv, so könnten keine Stimuli es zu größerer
Produktion treiben. Andrerseits die abgeschmackten Widersprüche, worin sich die
Ökonomen verrennen – selbst Ricardo –, die voraussetzen, dass das Kapital immer
vollauf beschäftigt; also aus Schöpfung von neuem Kapital allein ein increase

16
von Produktion
erklären. Jeder increase würde dann früheren increase voraussetzen oder
Vermehrung der Produktivkräfte.

Diese Schranken der auf dem
Kapital basierenden Produktion sind den früheren Produktionsweisen, soweit sie
auf Austausch beruhen, noch in viel

größrem Maß eigen.
Aber sie bilden nicht ein Gesetz der Produktion schlechthin; sobald der
Tauschwert keine Schranke der materiellen Produktion mehr bildet, sondern ihre
Schranke gesetzt ist durch ihr Verhältnis zu der Gesamtentwicklung des
Individuums, fällt die ganze Geschichte fort mit ihren Krämpfen und Wehen. Wenn
wir vorhin sahen, dass das Geld die Schranken des Tauschhandels nur aufhebt,
indem es sie verallgemeinert – d. h. Kauf und Verkauf ganz voneinander trennt
–, so werden wir später sehen, wie der
Kredit
diese
Schranken der Verwertung des Kapitals ebenfalls nur aufhebt, indem er sie in
ihre allgemeinste Form erhebt, Periode der Überproduktion und Unterproduktion
als 2 Perioden setzt.

Der Wert, den das Kapital in
einer Umlaufzeit, ohne Revolution

17
, einem
Umschlag
setzt,
ist = dem im Produktionsprozess gesetzten Wert, i. e. = dem reproduzierten Wert
+ dem Neuwert. Ob wir den Umschlag beendigt betrachten an dem Punkt, wo die
Ware in Geld verwandelt ist, oder an dem Punkt, wo das Geld rückverwandelt ist
in Produktionsbedingungen, das Resultat ist immer, entweder in Geld oder in
Produktionsbedingungen ausgedrückt, absolut gleich dem im Produktionsprozess
gesetzten Wert. Wir rechnen hier das physische Bringen des Produkts auf den
Markt = 0; oder wir rechnen es vielmehr ein in den unmittelbaren
Produktionsprozess. Die ökonomische Zirkulation des Produkts beginnt erst,
sobald es als Ware auf dem Markt ist – erst dann zirkuliert es. Es handelt sich
hier nur um die ökonomischen Unterschiede, Bestimmungen, Momente der
Zirkulation; nicht um die physischen Bedingungen, das fertige Produkt in die
zweite Phase, die Zirkulation als Ware zu bringen, sowenig uns der
technologische Prozess angeht, wodurch der Rohstoff in Produkt verwandelt
worden ist. Die größere oder geringere Entfernung des Markts vom Produzenten
etc. geht uns hier noch nicht an. Was wir zunächst konstatieren wollen, ist,
dass die aus dem Durchlaufen der verschiedenen ökonomischen Momente als solcher
hervorgehenden Kosten, die
Zirkulationskosten
als
solche, dem Wert des Produkts nichts zufügen, keine wertsetzende Kosten sind,
welche Arbeit immer damit verbunden sein mag. Sie sind bloß
Abzüge vom geschaffenen
Wert.
Wenn [von] 2 Individuen jedes selbst der Produzent seines Produkts wäre, aber
ihre Arbeit auf Teilung der Arbeit beruhte, so dass sie untereinander
austauschten und die Verwertung ihres Produkts für die

18
Befriedigung ihrer Bedürfnisse von
diesem Austausch abhinge, so würde offenbar die Zeit, die ihnen der Austausch
kostet, z. B. das wechselseitige Markten, Berechnen, ehe sie handelseinig
würden, weder ihren Produkten, noch dem Tauschwert derselben das geringste
hinzufügen.

Wenn A gegenüber B geltend machte, dass
ihm der Austausch soundsoviel Zeit wegnehme, so würde B dasselbe gegen A)
geltend machen. Jeder derselben verliert grade soviel Zeit im Austausch wie der
andere. Die Austauschzeit ist ihnen gemeinschaftliche Zeit. Wenn A 10 Taler

19
für das
Produkt verlangte – sein Äquivalent – und 10 Taler

20
für die Zeit, die es ihm kostet, die 10
Taler

21
von B)
zu erhalten, würde der ihn fürs Tollhaus reif erklären. Dieser Zeitverlust geht
aus der Teilung der Arbeit und der Notwendigkeit des Austauschs hervor. Wenn A)
alles selbst produzierte, würde er keinen Teil seiner Zeit damit verlieren, mit
B auszutauschen oder sein Produkt in Geld und das Geld wieder in Produkt zu
verwandeln.

Die eigentlichen
Zirkulationskosten
(und
sie erhalten im Geldgeschäft bedeutende selbständige Entwicklung) sind nicht in
produktive Arbeitszeit auflösbar. Sie beschränken sich aber auch ihrer Natur
nach auf die Zeit, die es notwendig kostet, die Ware in Geld und das Geld
wieder in Ware zu verwandeln, d. h. auf die Zeit, die die Übersetzung des
Kapitals aus der einen Form in die andere kostet. Fänden B) und A) nun, dass
sie Zeit sparten, wenn sie eine dritte Person C) als Mittler zwischen sich
schöben, der seine Zeit in diesem
Zirkulationsprozess
konsumierte
– in Umständen, die z. B. eintreten würden, wenn genug Austauschende da wären,
genug Subjekte der Zirkulationsprozesse, dass die [von] 2 zu 2 von ihnen
abwechselnd in einem Jahr gebrauchte Zeit = einem Jahr wäre; jedes Individuum,
sage, hätte 1/50 von einem Jahr im Akt der Zirkulation abwechselnd zu spenden,
und es seien ihrer 50, so könnte 1 Individuum seine ganze Zeit mit dieser
Beschäftigung zubringen. Für dieses Individuum, wenn ihm nur seine notwendige
Arbeitszeit gezahlt würde, d.h., wenn es seine ganze Zeit im Austausch für die
necessaries of life

22
hergeben
müsste, wäre die Belohnung, die es erhielte, Arbeitslohn. Berechnete es aber
seine ganze Zeit, so wäre der Lohn, den es erhielte, Äquivalent, objektivierte
Arbeitszeit. Dies Individuum nun hätte nichts hinzugefügt dem Wert, sondern
hätte mit den Kapitalisten A), B) etc. nur geteilt in ihrem Surpluswert. Sie
hätten gewonnen, indem nach der Voraussetzung ein geringerer Abzug von ihrem
Surpluswert stattgefunden. (Das Kapital ist nicht einfache Quantität noch
einfache Operation; sondern beides zugleich.)

Das
Geld
selbst, |
soweit es aus edlen Metallen besteht oder seine Produktion überhaupt – wie z.
B. selbst in der Papierzirkulation – Unkosten macht, soweit es selbst
Arbeitszeit kostet, fügt den ausgetauschten Gegenständen – den Tauschwerten –
nichts an Wert hinzu; sondern seine Unkosten sind Abzug von diesen Werten,
Abzug, der von den Austauschenden zu ali-

quoten Teilen
getragen werden muss. Die Kostbarkeit des Zirkulationsinstruments, des
Austauschinstruments, drückt nur die
Kosten
des Austauschs
aus

23
. Statt zuzufügen, nehmen sie vom Wert. Gold- und
Silbergeld z. B. sind selbst Werte
wie
andere
(nicht im Sinn von Geld), sofern Arbeit in ihnen
vergegenständlicht ist. Aber, dass diese Werte als
Zirkulationsmittel
dienen,
ist ein Abzug von dem disponiblen Reichtum.

Ebenso verhält es sich mit den
Produktionskosten der Zirkulation des Kapitals. Sie fügt nicht den Werten
hinzu. Die
Zirkulationskosten
als
solche sind
nicht
wertsetzend, sondern Kosten der Realisierung der
Werte-Abzüge
davon. Die
Zirkulation
[erscheint]
als Reihe von Transformationen,
worin
sich das Kapital setzt, aber den Wert betrachtet, fügt sie nicht ihm zu,
sondern setzt es in der Form des Werts. Der potentielle Wert, der durch die
Zirkulation in Geld verwandelt wird, ist vorausgesetzt als Resultat des
Produktionsprozesses. Soweit diese Reihe von Prozessen in der Zeit vorgeht und
Kosten macht, Arbeitszeit kostet, oder vergegenständlichte Arbeit, sind
diese
Zirkulationskosten
Abzüge
vom Quantum des Werts. Die Zirkulationskosten = 0 gesetzt, ist das
Resultat
eines
Umschlags
des Kapitals, den Wert betrachtet = dem im Produktionsprozess gesetzten Wert.
D. h., der der Zirkulation vorausgesetzte Wert ist der aus ihr hervorgehende.
Höchstens kann – durch die Zirkulationskosten – ein kleinerer heraus- als
hereinkommen. Nach dieser Seite hin betrachtet, fügt die Zirkulationszeit dem
Wert nichts hinzu; die Zirkulationszeit erscheint nicht als wertsetzende Zeit
neben der Arbeitszeit. Wenn die Produktion eine Ware = dem Wert von 10 l.
geschaffen hat, so ist die Zirkulation nötig, um diese Ware den 10 l.
gleichzusetzen, ihrem Wert, der als Geld existiert. Die Kosten, die dieser
Prozess, diese Formveränderung verursacht, ist ein Abzug von dem Wert der
Ware.
Die Zirkulation des
Kapitals ist die Formveränderung, die der Wert durch verschiedene Phasen
durchläuft.
Die
Zeit,
die
dieser Prozess währt oder kostet, um instand gesetzt zu werden, gehört
zu den Produktionskosten der
Zirkulation, der Teilung der Arbeit, der auf den Austausch gegründeten
Produktion.

Dies gilt von
einem Umschlag des Kapitals,
d.
h. von dem einmaligen Verlaufen des Kapitals durch diese seine verschiedenen
Momente. Der Prozess des Kapitals als Wert hat seinen Ausgangspunkt vom Geld
und endet in Geld, aber in größerem Quantum Geldes. Der Unterschied ist nur
quantitativ. G-W-W-G hat so einen Inhalt bekommen. Betrachten wir den Umlauf
bis zu diesem Punkt, so stehen wir wieder am Ausgangspunkt. Das Kapital ist
wieder zu Geld geworden. Aber es ist jetzt zugleich gesetzt, es ist jetzt
Bedingung für

dies Geld geworden, wieder Kapital zu werden,
sich durch Kauf von Arbeit, durch Durchgehen durch den Produktionsprozess
vervielfältigendes und erhaltendes Geld. Seine Form als Geld ist als bloße Form
gesetzt; eine der vielen Formen, die es in seiner Metamorphose durchläuft.
Betrachten wir diesen Punkt nun nicht als Endpunkt – sondern, wie wir ihn jetzt
betrachten müssen – als Durchgangspunkt oder neuen Ausgangspunkt, selbst durch
den Produktionsprozess als verschwindender Endpunkt und nur scheinbarer
Ausgangspunkt gesetzt, so ist klar, dass die Rückverwandlung des als Geld
gesetzten Werts in prozessierenden, in den Produktionsprozess eingehenden

24
Wert nur vor
sich gehen kann – dass die
Erneuerung
des Produktionsprozesses
nur stattfinden kann, sobald der von
dem Produktionsprozess unterschiedene Teil des Zirkulationsprozesses vollendet
ist. Der
zweite Umschlag
des
Kapitals – die Rückverwandlung des Gelds in Kapital als
solches oder die Erneuerung des Produktionsprozesses hängt ab von der Zeit, die
das Kapital braucht, um seine Zirkulation zu vollenden; d. h. von seiner
Zirkulationszeit,
diese
hier im Unterschied von der Produktionszeit. Da wir aber gesehen haben, dass
der vom Kapital geschaffene Gesamtwert (reproduzierter Wert sowohl wie
neugeschaffener), der in der Zirkulation als solcher realisiert wird,
ausschließlich bestimmt ist durch den Produktionsprozess, so hängt die Summe
der Werte, die in einer bestimmten Zeit geschaffen werden kann, ab von der
Anzahl der Wiederholungen des Produktionsprozesses in dieser Zeitperiode. Die
Wiederholung des Produktionsprozesses ist aber bestimmt durch die
Zirkulationszeit, die gleich ist der Geschwindigkeit der Zirkulation. Je
rascher die Zirkulation, je kürzer die Zirkulationszeit, desto öfter kann
dasselbe Kapital den Produktionsprozess wiederholen. In einem bestimmten Zyklus
von Umschlägen des Kapitals steht also die Summe der von ihm geschaffenen Werte
(also auch Mehrwerte, denn es setzt notwendige Arbeit immer nur als für die
Surplusarbeit notwendige Arbeit)
in
direktem Verhältnis zur Arbeitszeit und in umgekehrtem zur Zirkulationszeit.
In
einem bestimmten Zyklus ist der Gesamtwert (folglich auch die Summe der
gesetzten neuen Mehrwerte) = der Arbeitszeit x mit der Anzahl der Umschläge des
Kapitals. Oder der vom Kapital gesetzte Mehrwert erscheint jetzt nicht mehr
einfach bestimmt durch die von ihm im Produktionsprozess angeeignete
Surplusarbeit, sondern durch den Koeffizienten des Produktionsprozesses; d.h.
die Anzahl, die ausdrückt, wie oft er in einem gegebenen Zeitraum wiederholt
ist. Dieser Koeffizient ist aber bestimmt durch die Zirkulationszeit, die das
Kapital in einem Umschlag braucht. Die Summe der Werte (Mehrwerte) ist also
bestimmt durch den in einem Umschlag ge-

setzten Wert,
multipliziert mit der Anzahl der Umschläge in einem bestimmten Zeitraum. Ein
Umschlag des Kapitals ist = der Produktionszeit + der Zirkulationszeit. Die
Zirkulationszeit als gegeben vorausgesetzt, hängt die Gesamtzeit, die der
Umschlag braucht, von der Produktionszeit ab. Die Produktionszeit
vorausgesetzt, hängt die Dauer des Umschlags ab von der Zirkulationszeit. Die
Zirkulationszeit, soweit sie die Gesamtmasse der Produktionszeit bestimmt, in
einem gegebenen Zeitraum, sofern von ihr die Wiederholung des
Produktionsprozesses, seine Erneuerung in einer gegebenen Epoche abhängt, ist
daher selbst Produktionsmoment oder erscheint vielmehr als Grenze der
Produktion.

Es ist dies die Natur des
Kapitals, der auf es gegründeten Produktion, dass die Zirkulationszeit ein
bestimmendes Moment für die Arbeitszeit, für die Wertschöpfung wird. Die
Selbständigkeit der Arbeitszeit ist damit negiert und der Produktionsprozess
selbst als durch den Austausch bestimmt, gesetzt, so dass die gesellschaftliche
Beziehung und Abhängigkeit von dieser Beziehung in der unmittelbaren Produktion
– nicht nur als materielles Moment, sondern als
ökonomisches
Moment,
Formbestimmung gesetzt ist. Das Maximum der Zirkulation – die Grenze der
Erneuerung durch sie des Produktionsprozesses – ist offenbar bestimmt durch die
Dauer der Produktionszeit während eines Umschlags.

Gesetzt, der Produktionsprozess
eines bestimmten Kapitals, d. h. die Zeit, die es braucht, um seinen Wert zu
reproduzieren und Mehrwert zu setzen – daure 3 Monate. (Oder die Zeit, die
nötig ist, um eine Quantität Produkt zu vollenden = dem Gesamtwert des
produzierenden Kapitals + dem Mehrwert.) So könnte das Kapital unter keinen
Umständen öfter als 4mal im Jahr den Produktions- oder Verwertungsprozess
erneuern. Das Maximum des Umschlags des Kapitals wären 4 Umschläge im Jahr; d.
h., es fänden keine Unterbrechungen statt zwischen der Beendigung einer
Produktionsphase und der Wiedererneuerung. Das Maximum der Umschläge wäre = der
Kontinuität des Produktionsprozesses, so dass, sobald das Produkt vollendet,
neuer Rohstoff wieder in Produkt verarbeitet würde. Die Kontinuität würde sich
nicht erstrecken bloß auf die Kontinuität innerhalb einer |
Produktionsphase, sondern die Kontinuität dieser Phasen selbst.

Gesetzt aber nun, das Kapital brauche
am Ende jeder Phase einen Monat Zirkulationszeit – Zeit, um zu der Form von
Produktionsbedingungen zurückzukehren –, so könnte es nur 3 Umschläge bewirken.
Im ersten Fall war die Zahl der Umschläge = 1 Phase X 4; oder 12 Monaten
dividiert durch 3. Das Maximum der Wertschöpfung des Kapitals in einem
gegebenen Zeitraum ist dieser Zeitraum dividiert durch die Dauer des
Produktionsprozesses (die

Produktionszeit). Im zweiten Fall
würde das Kapital nur 3 Umschläge im Jahr bewirken; den Verwertungsprozess nur
3mal wiederholen. Die Summe seiner Verwertungsprozesse wäre also = 12/4 = 3.
Der Divisor ist hier die Gesamtzirkulationszeit, die es braucht: 4 Monate; oder
die Zirkulationszeit, die es auf eine Produktionsphase braucht, x mit der
Anzahl, worin diese Zirkulationszeit enthalten ist in dem Jahr.

Im ersten Fall ist die Zahl der
Umschläge = 12 Monate, Jahr, gegebener Zeit, dividiert durch die Zeit einer
Produktionsphase oder durch die Dauer der Produktionszeit selbst; im zweiten
Fall gleich derselben Zeit, dividiert durch die Zirkulationszeit. Das Maximum
der Verwertung des Kapitals wie der Kontinuität des Produktionsprozesses oder
die Zirkulationszeit = 0 gesetzt; d.h. also, die Bedingungen, unter denen das
Kapital produziert, seine Beschränktheit durch die Zirkulationszeit, die
Notwendigkeit, die verschiedenen Phasen seiner Metamorphose zu durchlaufen,
aufgehoben. Es ist die notwendige Tendenz des Kapitals, danach zu streben, die
Zirkulationszeit = 0 zu setzen, d. h., sich selbst aufzuheben, da nur durch das
Kapital die Zirkulationszeit als die Produktionszeit bestimmendes Moment
gesetzt ist. Es ist dasselbe, als die Notwendigkeit des Austauschs, des Gelds
und der auf ihnen beruhenden Teilung der Arbeit, also das Kapital selbst
aufheben. Sehen wir einstweilen von dem Verwandeln des Surpluswerts in Surpluskapital
ab, so würde also ein Kapital von 100 Talern, das im Produktionsprozess einen
Mehrwert von 4% auf das Gesamtkapital produzierte, in der ersten Voraussetzung
sich 4mal reproduzieren und am Schlusse des Jahres einen Mehrwert von 16
gesetzt haben. Das Kapital wäre am Schlusse des Jahres = 116. Es wäre dasselbe,
als hätte ein Kapital von 400 einmal im Jahre umgeschlagen, ebenfalls mit einem
Mehrwert von 4 %. In Bezug auf die Gesamtproduktion der Waren und Werte
derselbe vervierfacht. Im anderen Fall ein Kapital von 100 Talern nur Mehrwert
geschaffen von 12; das Gesamtkapital am Ende des Jahres = 112. In Bezug auf die
Gesamtproduktion – sei sie in Bezug auf Werte oder Gebrauchswerte – der
Unterschied noch bedeutender. Im ersten Fall z. B. für 400 Taler Leder mit
einem Kapital von 100 in Stiefel verwandelt, im zweiten nur von 300 Talern
Leder.

Die Gesamtverwertung des
Kapitals daher bestimmt durch die Dauer der Produktionsphase – die wir hier
einstweilen mit der Arbeitszeit identisch setzen – x mit der Anzahl der
Umschläge oder Erneuerung dieser Produktionsphase in einem gegebenen Zeitraum.
Wären die Umschläge nur bestimmt durch die Dauer einer Produktionsphase, so
wäre die Gesamtverwertung einfach bestimmt durch die Anzahl der
Produktionsphasen, die in einem gegebenen Zeitraum enthalten ist; oder die
Umschläge wären absolut bestimmt durch die

Produktionszeit
selbst. Dies
wäre das
Maximum der Verwertung.
Es ist daher klar, dass die
Zirkulationszeit, absolut betrachtet, ein Abzug vom Maximum der Verwertung,
Geschwindigkeit der Zirkulation oder irgendeine Abkürzung der Zirkulationszeit
eine Verwertung schaffen sollte > als die durch die Produktionsphase selbst
gesetzte Verwertung. Das Maximum, das die Geschwindigkeit der Zirkulation, wenn
sie auf ∞ stiege, bewirken könnte, wäre die Zirkulationszeit = 0 zu
setzen, d. h. sich selbst aufzuheben. Sie kann also nicht ein positiv
wertschaffendes Moment sein, da ihre Aufhebung – Zirkulation ohne
Zirkulationszeit – das Maximum der Verwertung, ihre Negation = der höchsten
Position der Produktivität des Kapitals wäre {Produktivität des Kapitals als
Kapital ist nicht die Produktivkraft, die die Gebrauchswerte vermehrt; sondern
seine Fähigkeit, Werte zu schaffen; der Grad, worin es Wert produziert}. Die
Gesamtproduktivität des Kapitals ist = der Dauer einer Produktionsphase x mit
der Anzahl, worin sie sich wiederholt in einem gewissen Zeitraum. Diese Anzahl
aber bestimmt durch die Zirkulationszeit.

Nehmen wir an, ein Kapital von
100 schlüge 4mal im Jahr um; setze den Produktionsprozess 4x; so würde,
wenn der Mehrwert = 5 % jedes Mal, der am Ende des Jahres geschaffene
Surpluswert = 20 sein für ein Kapital von 100; andererseits für ein Kapital von
400, das einmal in einem Jahre umschlüge zum selben Prozentsatz, wäre = 20
ebenfalls. So dass ein Kapital von 100 mit 4maliger Zirkulation im Jahr 20 %
Gewinn, wo ein 4mal größeres Kapital mit einmaligem Umschlag nur einen Profit
von 5 % gäbe. (Es wird sich gleich näher zeigen, dass der Mehrwert
ganz derselbe.) Es scheint also, dass die Größe des Kapitals ersetzt werden
kann durch die Geschwindigkeit des Umlaufs und die Geschwindigkeit des Umlaufs
durch die Größe des Kapitals. Es kommt so der Schein hinein, als ob die
Zirkulationszeit an sich produktiv sei. Es ist daher an diesem case

25
die Sache
klarzumachen.

Eine andere Frage, die sich
auch aufwirft: Wenn der Umschlag von 100 Talern 4mal im Jahr jedes
Mal sage zu 5 %, so könnte am Beginn des zweiten Umschlags
mit 105 Talern der Produktionsprozess begonnen werden, und das
Produkt wäre 110¼, am Beginn des
3.
Umschlags:
110¼, wovon das Produkt wäre 115 61/80

26
; am Beginn des
4. Umschlags: 115 61/80

27
und am Ende desselben: 121 881/1600

28
. Die Zahl
selbst tut hier nichts zur Sache. Die Sache ist, dass im Fall ein Kapital von
400 nur einmal im Jahr umschlägt zu 5 %, der Gewinn nur sein
kann 20; dagegen, wenn ein 4mal kleineres 4x zu demselben Prozentsatz
umschlägt, der Gewinn 1 + 881/1600

29
mehr: So scheint

30
durch das bloße Moment

des
Umschlags – die Wiederholung –, also eines durch die Zirkulationszeit
bestimmten Moments oder vielmehr durch die
Zirkulation
bestimmten Moments, nicht nur
der Wert realisiert zu werden, sondern absolut zu wachsen. Dies auch zu
untersuchen.

Die Zirkulationszeit drückt nur
die Geschwindigkeit der Zirkulation aus; die Geschwindigkeit der Zirkulation
nur Schranke derselben.
Zirkulation
ohne Zirkulationszeit
– d. h. das Übergehen des Kapitals aus
einer Phase in die andere mit derselben Schnelle, womit der Begriff umschlägt –
wäre das Maximum, d. h. das Zusammenfallen der Erneuerung des
Produktionsprozesses mit seiner Beendigung.

Der Akt des Austauschs – und
die ökonomischen Operationen, wodurch die Zirkulation vor sich geht, lösen sich
auf in eine Sukzession von echanges

31
– bis auf den Punkt, wo das Kapital
nicht als Ware zu Geld oder als Geld zu Ware sich verhält, sondern als Wert zu
seinem spezifischen Gebrauchswert, der Arbeit – der Akt des Austauschs von Wert
in einer Form gegen Wert in der anderen, Geld gegen Ware oder Ware gegen Geld
(und dies sind die Momente der einfachen Zirkulation), setzt den Wert der einen
Ware in der anderen und realisiert sie so als Tauschwert; oder auch setzt die
Waren als Äquivalente. Der Akt des Austauschs ist so
wertsetzend,
insofern
Werte vorausgesetzt werden; er realisiert die
Bestimmung
der Austauschsubjekte als
Werte. Aber ein Akt, der eine Ware als
Wert
setzt,
oder was dasselbe ist, der eine andere Ware als ihr
Äquivalent
setzt – oder
was wieder dasselbe, der den
Gleichwert
beider
Waren setzt, fügt offenbar wieder dem Wert selbst nichts hinzu, sowenig wie das
Zeichen ± die Ziffer vergrößert oder verkleinert, die hinter ihm steht. Indem
ich 4 als Plus oder Minus setze – durch diese Operation bleibt 4, unabhängig
vom Zeichen, sich selbst gleich, 4 wird weder 3 noch 5. Ebenso, wenn ich |
ein lb. Baumwolle von dem Tauschwert von 6 d gegen 6 d
austausche, so ist es als Wert gesetzt; und ebenso kann gesagt werden, dass
die 6 d als Wert gesetzt sind in dem lb. Baumwolle; d.h., die in
den 6 d enthaltene Arbeitszeit (hier 6 d als
Wert
betrachtet) ist
nun ausgedrückt in einer anderen Materiatur derselben Arbeitszeit. Aber da
durch den Akt des Austauschs das lb. Baumwolle wie die 6 d Kupfer
jedes = seinem Wert gesetzt wird, so ist es unmöglich, dass durch diesen
Austausch weder der Wert der Baumwolle, noch der Wert der 6 d, noch
die Summe ihrer Werte quantitativ wächst. Der Austausch, als Setzen von
Äquivalenten, ändert nur die Form; realisiert die potentiell existierenden
Werte; realisiert die Preise, if you like.

32
Ein Setzen von Äquivalenten, z. B. von A
und B als Äquivalenten, kann den Wert von A nicht erhöhen,

denn
es ist der Akt, wodurch A = seinem eigenen Wert, also nicht ihm ungleich
gesetzt wird; ungleich nur, was die Form angeht, insofern es vorher nicht als
Wert gesetzt war; es ist zugleich der Akt, wodurch der Wert von A = dem Wert
von B gesetzt wird und der Wert von B = dem Wert von A. Die Summe der im
Austausch umgesetzten Werte = Wert A + Wert B. Jedes bleibt = seinem eigenen
Wert; also bleibt ihre Summe gleich der Summe ihres Werts. Der Austausch
als
Setzen von
Äquivalenten
kann daher seiner Natur nach die Summe der Werte
nicht erhöhen, noch den Wert der ausgetauschten Waren, (Dass es bei dem
Austausch mit Arbeit sich anders verhält, geht daraus hervor, dass der
Gebrauchswert der Arbeit selbst
wertsetzend
ist,
hängt aber nicht direkt mit ihrem Tauschwert zusammen.)

Sowenig aber eine Operation des
Austauschs den Wert des Ausgetauschten vermehren kann, sowenig kann es eine Summe
von Austauschen. {Es ist durchaus nötig, dies klarzumachen; da die Verteilung
des Mehrwerts unter den Kapitalien, die
Berechnung
des
Gesamtsurpluswerts unter den einzelnen Kapitalien – diese
sekundäre
ökonomische
Operation – [als] Phänomene erscheint, die in den gewöhnlichen Ökonomien mit
den primitiven verwechselt werden.} Ob ich einen Akt, der keinen Wert schafft,
einmal wiederhole oder ∞, durch die Wiederholung it cannot change its
nature

33
. Die
Wiederholung eines nicht-wertschaffenden Akts kann nie ein Akt der
Wertschöpfung werden. ¼ z. B. drückt eine bestimmte Proportion aus. Verwandle
ich dies ¼ in einen Dezimalbruch, setze es also = 0,25, so ist seine Form
geändert. Diese Formänderung lässt den Wert denselben. Ebenso wenn ich eine
Ware in die Form des Geldes oder das Geld in die Form der Ware verwandle,
bleibt der Wert derselbe; aber die Form ist verändert. Es ist also klar, dass
die Zirkulation – da sie sich in eine Reihe Tauschoperationen von Äquivalenten
auflöst, den Wert der zirkulierenden Waren nicht vermehren kann. Ist daher
Arbeitszeit erheischt, um diese Operation vorzunehmen, d. h., müssen Werte
konsumiert werden, denn alle Konsumtion von Werten löst sich auf in die
Konsumtion von Arbeitszeit oder vergegenständlichter Arbeitszeit, Produkten;
verursacht die Zirkulation also Kosten und kostet die Zirkulationszeit
Arbeitszeit, so ist das ein Abzug, eine relative Aufhebung der zirkulierenden
Werte; Entwertung derselben zu dem Betrag der Zirkulationskosten.

Denkt man sich 2 Arbeiter, die
austauschen; einen Fischer und einen Jäger; so würde die Zeit, die beide im
Austausch verlieren, weder Fische noch Wild schaffen, sondern wäre ein Abzug an
der Zeit, worin beide Werte schaffen, der eine fischen, der andere jagen kann,
ihre Arbeitszeit vergegenständlichen

in einem Gebrauchswert.
Wollte der Fischer sich für diesen Verlust an dem Jäger entschädigen: mehr Wild
verlangen oder ihm weniger Fische geben, so dieser dasselbe Recht. Der Verlust
wäre für sie gemeinsam. Diese Zirkulationskosten, Austauschkosten, könnten nur
als Abzug der Gesamtproduktion und Wertschöpfung der beiden erscheinen. Wenn
sie einen dritten, C), mit diesen exchanges beauftragten und so keine
Arbeitszeit direkt verlören, müsste jeder derselben zu aliquoten

34
Teilen eine
Portion seines Produktes an den C) ablassen. Was sie dabei gewinnen könnten,
wäre nur ein Mehr oder Weniger von Verlust. Arbeiteten sie aber als gemeinsame
Proprietärs

35
, so
würde kein Austausch stattfinden, sondern gemeinschaftliche Konsumtion. Die
Austauschkosten fielen daher fort. Nicht die Teilung der Arbeit; aber die
Teilung der Arbeit als auf den Austausch gegründet. Es ist daher falsch, wenn
J. St. Mill die Zirkulationskosten
als notwendigen Preis der Teilung der Arbeit
betrachtet.
Sie sind nur Kosten der naturwüchsigen, nicht auf Gemeinsamkeit des Eigentums,
sondern dem Privateigentum beruhenden Teilung der Arbeit.

Die Zirkulationskosten als
solche, d. h. die durch die Operation des Austauschs und durch eine Reihe von
Austauschoperationen verursachte Konsumtion von Arbeitszeit oder
vergegenständlichter Arbeitszeit, Werten, sind also Abzug entweder von der auf
die Produktion verwandten Zeit oder von den durch die Produktion gesetzten
Werten. Sie können nie den Wert vermehren. Sie gehören zu den
faux frais de production

36
, und
diese faux frais de production gehören zu den immanenten Kosten der auf dem
Kapital beruhenden Produktion. Das Kaufmannsgeschäft und still more

37
das
eigentliche Geldgeschäft – soweit sie nichts tun, als die Operationen der
Zirkulation als solcher, also z. B. die Bestimmung der Preise (das Messen der
Werte und ihr Berechnen), überhaupt diese Tauschoperation als eine durch die
Teilung der Arbeit verselbständigte Funktion treiben, diese Funktion des
Gesamtprozesses des Kapitals darstellen – stellen bloß die faux frais de
production des Kapitals dar. Insofern sie diese faux frais vermindern, fügen
sie der Produktion zu, nicht dadurch, dass sie Wert schaffen, sondern die
Negation der geschaffenen Werte vermindern. Wenn sie rein als solche Funktion
agierten, so würden sie immer nur das Minimum der faux frais de production
darstellen. Befähigen sie die Produzenten, mehr Werte zu schaffen, als sie ohne
diese Teilung der Arbeit könnten, und zwar soviel mehr, dass ein Surplus bleibt
nach Bezahlung dieser Funktion, so haben sie faktisch die Produktion vermehrt.
Die Werte sind dann aber vermehrt, nicht weil die Zirkulationsoperationen Wert
geschaffen, sondern weil sie weniger Wert absorbiert haben, als sie im anderen
Fall

getan hätten. Sie sind aber notwendige Bedingung für
die Produktion des Kapitals.

Die Zeit, die ein Kapitalist im
Austausch verliert, ist als solche kein Abzug von der Arbeitszeit. Kapitalist –
d.h. Repräsentant des Kapitals, personifiziertes Kapital ist er nur, indem er
sich zur Arbeit als fremder Arbeit verhält und sich fremde Arbeitszeit aneignet
und sie setzt. Die Zirkulationskosten existieren also nicht, insofern
sie die Zeit des Kapitalisten wegnehmen

38
. Seine
Zeit ist als
überflüssige
Zeit
gesetzt:
Nicht-Arbeitszeit,
nichtwertschaffende
Zeit, obgleich es das Kapital ist, das den
geschaffenen Wert realisiert. Dies, dass der Arbeiter Surpluszeit arbeiten
muss, ist identisch damit, dass der Kapitalist nicht zu arbeiten braucht und so
eine Zeit als Nicht-Arbeitszeit gesetzt ist; dass er auch nicht die
notwendige
Zeit
arbeitet. Der Arbeiter muss Surpluszeit arbeiten, um die zu seiner Reproduktion
notwendige Arbeitszeit vergegenständlichen, verwerten, i. e. objektivieren zu
dürfen. Andrerseits ist daher auch die
notwendige
Arbeitszeit
des Kapitalisten
freie
Zeit, nicht für die unmittelbare
Subsistenz erheischte Zeit. Da alle
freie
Zeit
Zeit für die freie Entwicklung ist, usurpiert der
Kapitalist die von den Arbeitern geschaffene
freie Zeit
für die Gesellschaft, d. h. die
Zivilisation, und Wade [, p. 164] hat in diesem Sinn wieder recht,
sofern er Kapital = Zivilisation setzt.

Die Zirkulationszeit – soweit
sie die Zeit des Kapitalisten als solchen in Anspruch nimmt, geht uns,
ökonomisch betrachtet, grade soviel an wie die Zeit, die er mit seiner Lorette
zubringt. Wenn time money

39
ist,
so ist es vom Standpunkt des Kapitals aus nur die fremde Arbeitszeit, die
allerdings im eigentlichsten Worte das money des Kapitals ist. In Bezug auf das
Kapital als solches kann die Zirkulationszeit nur insofern mit Arbeitszeit
zusammenfallen, als sie unterbricht die Zeit, während welcher das Kapital die
fremde Arbeitszeit sich aneignen kann, und es ist klar, dass diese relative
Entwertung des Kapitals seiner Verwertung nicht zusetzen, sondern nur von ihr
abnehmen kann; oder insofern die Zirkulation dem Kapital objektivierte fremde
Arbeitszeit, Werte kostet. | (Z.B. weil es einem anderen bezahlen muss, der
diese Funktion übernimmt.) In beiden Fällen kommt die Zirkulationszeit nur in
Betracht, soweit sie die Aufhebung, die Negation der fremden Arbeitszeit ist;
sei es, dass sie das Kapital im Prozess ihrer Aneignung unterbricht; sei es,
dass sie es zwingt, einen Teil des geschaffenen Werts zu konsumieren, zu
konsumieren, um die Zirkulationsoperationen zu vollbringen, d.h., um sich als
Kapital zu setzen. (Sehr zu unterscheiden von der private Consumption of the
capitalist

40
.) Die
Zirkulationszeit kommt nur in Betracht in ihrem Verhältnis – als Schranke,

Negation – der Produktionszeit des Kapitals; diese Produktionszeit ist aber
die Zeit, während welcher es sich fremde Arbeit aneignet; die durch es gesetzte
fremde Arbeitszeit. Es ist die größte Konfusion, wenn die Zeit, die der
Kapitalist in der Zirkulation spendet

41
, als wertsetzende Zeit oder gar Surpluswert
setzende Zeit betrachtet wird. Das Kapital als solches hat keine Arbeitszeit
außer seiner Produktionszeit. Der Kapitalist geht uns hier absolut nichts an
außer als Kapital. Als solches fungiert er auch nur in dem Gesamtprozess, den
wir zu betrachten haben. Es könnte sich sonst noch eingebildet werden,
der
Kapitalist könne sich
die Zeit kompensieren lassen, während der er nicht als Lohnarbeiter eines
anderen Kapitalisten Geld verdient
– oder er
verliere diese Zeit.
Sie
gehöre mit zu den Produktionskosten. Die Zeit, die er als Kapitalist verliert
oder anwendet, ist überhaupt
verlorene
Zeit,
place à fonds perdu

42
von diesem Gesichtspunkt aus. Die
sog.
Arbeitszeit des
Kapitalisten
im Unterschied von der Arbeitszeit des Arbeiters,
die die Grundlage seines
Profits
als
wages sui generis

43
bilden
soll, haben wir später zu betrachten.

Es ist nichts häufiger, als
Transport etc., soweit sie mit dem Handel zusammenhängen, in die reinen
Zirkulationskosten hereinzubringen. Soweit der Handel ein Produkt auf den Markt
bringt, gibt er ihm eine neue Form. Er verändert zwar nur das örtliche Dasein.
Aber die Weise der Formveränderung geht uns nichts an. Er gibt dem Produkt
einen neuen Gebrauchswert (und dies gilt bis herab zum Detailkrämer, der wiegt,
misst, einpackt und so für den Konsum dem Produkt Form gibt), und dieser neue
Gebrauchswert kostet Arbeitszeit; ist also zugleich Tauschwert. Das Bringen auf
den Markt gehört in den Produktionsprozess selbst. Das Produkt ist erst Ware,
erst in Zirkulation, sobald es sich auf dem Markt befindet.

{„In jeder Art der Industrie
werden die Unternehmer Verkäufer von Produkten, während der ganze Rest der
Nation und oft selbst fremde Nationen Käufer dieser Produkte sind … Die
beständige Bewegung, und ohne Unterlass wiederholt, die das
zirkulierende Kapital
macht,
um vom Unternehmer wegzugehen und um zu ihm unter der ersten Form
zurückzukehren, ist vergleichbar einem Zirkel, den es beschreibt; daher der
Name zirkulierend, den das Kapital trägt, und Zirkulation für seine Bewegung.“
(p. 404/405.) (
Storch. „Cours
d’économie Politique“. Paris 1823. t.I. p.405,
Heft, S.34.

44
)

„Im ausgedehnten Sinn begreift
Zirkulation die Bewegung jeder Ware, die sich austauscht.“ (p. 405.) (l. c.)
„Die Zirkulation macht sich durch die Austausche … vom Augenblick des
Notenumlaufs an tauschen sie sich nicht mehr aus, sie werden verkauft.“ (p. 405/406

45
, l. c.) „Damit eine
Ware

in Zirkulation sei, genügt das Angebot… Reichtum in
Zirkulation:
Ware.“
(p.
407, l. c.) „Der Handel nur ein Teil der Zirkulation; ersterer begreift nur die
Käufe und Verkäufe der Händler; letztere aller Unternehmer und selbst aller
Einwohner.“ (p. 408, l. c.)

„Nur solange die
Kosten
der Zirkulation
unumgänglich sind, um
die
Waren zu den Konsumenten gelangen zu lassen,
ist die
Zirkulation reell und vermehrt
ihr
Wert
das jährliche Produkt. Vom Augenblick an, wo sie dies Maß
überschreitet, ist die Zirkulation überflüssig und trägt nichts mehr zur
Bereicherung der Nation bei.“ (p. 409.)

„Wir haben in den letzten
Jahren

46
in
Russland Beispiele gesehen zu St. Petersburg von einer überflüssigen
Zirkulation. Die flaue Lage des auswärtigen Handels hatte die Handeltreibenden
engagiert, auf eine andere Weise ihre brachliegenden Kapitale nutzbar zu
machen; da es ihnen nicht mehr möglich war, sie zu verwenden, um fremde Waren
kommen zu lassen und die des Landes zu exportieren, ließen sie sich einfallen,
Vorteil davon zu ziehen, indem sie die Waren kauften und verkauften, die sich
auf dem Platz fanden. Ungeheure Quantitäten von Zucker, Kaffee, Hanf, Eisen
etc. passierten rasch von einer Hand in die andere, und oft wechselte eine Ware
20mal den Eigentümer, ohne vom Lager zu gehen. Eine derartige Zirkulation
bietet den Großhändlern alle Chancen eines Hasardspieles; aber während sie die
einen bereichert, ruiniert sie die anderen, und der Nationalreichtum gewinnt
nichts dabei. Ebenso in der Zirkulation des Geldes … Man nennt Spekulation eine
derartige überflüssige Zirkulation, die nur gegründet auf einer einfachen
Variation der Preise.“ (p.410, 411.)

„Die Zirkulation bringt der
Gesellschaft nur insofern Profit, als sie unentbehrlich ist, um die Ware zum
Konsumenten gelangen zu lassen. Jeder Umweg Verzögerung, zwischengeschalteter
Austausch, nicht absolut nötig zu diesem Effekt oder die nicht beitragen,
die
Zirkulationskosten zu
vermindern,
wird schädlich dem Nationalreichtum, indem sie
überflüssigerweise den Preis der Waren erhöhen.“ (jp. 411.)

„Die Zirkulation um so
produktiver, je rapider sie ist, d. h., je weniger Zeit sie fordert, um den
Unternehmer von vollendeter Arbeit zu befreien, die er zum Verkauf ausstellt,
und um das Kapital unter seiner ersten Form zu ihm zurückzuführen.“ (p.411.) „Der
Unternehmer kann die Produktion nur wieder beginnen, nachdem er das vollendete
Produkt verkauft hat und den Preis zum Ankauf neuer Werkstoffe und neuer Löhne
verwandt hat: Je prompter die Zirkulation also ist, diese beiden Effekte zu
operieren, um so eher ist er imstande, seine Produktion von neuem zu beginnen,
und um so mehr liefert sein Kapital Profite in einem gegebenen Zeitraum.“
(p.411/412

47
.)

„Die Nation, deren Kapital mit
gehöriger Schnelligkeit zirkuliert, um mehrmals im Jahr zurückzukehren zu dem,
der es zuerst in Bewegung gesetzt, ist in derselben Situation als der Ackermann
der glücklichen Klimate, der demselben Land sukzessiv 3 oder 4 Ernten in
demselben Jahr abfordern kann.“ (p. 412, 413.)

„Eine langsame Zirkulation
verteuert die Objekte der Konsumtion 1. indirekt, durch Verminderung der Masse
der Waren, die existieren könnten; 2. direkt, weil, solange ein Produkt in
Zirkulation,
sein Wert
progressiv
zunimmt durch die Kapitalrenten, verwandt zu seiner
Produktion; je langsamer die Zirkulation

48
, je mehr akkumulieren sich diese

Renten,
was den Preis der Waren unnütz hebt.“ „Mittel zur Abkürzung und Beschleunigung
der Zirkulation: 1. Die Separation einer Klasse von Arbeitern, die sich einzig
mit dem Handel beschäftigt; 2. die Leichtigkeit des Transports; 3. der
Notenumlauf; 4. der Kredit.“ (p. 413.)}

Die einfache Zirkulation
bestand aus einer Menge gleichzeitiger oder sukzessiver Austausche. Die Einheit
derselben als Zirkulation betrachtet, war eigentlich nur vom Standpunkt des
Beobachters aus vorhanden. (Der Austausch kann zufällig sein, und er hat mehr
oder minder den Charakter, wo er auf den Austausch des Überflusses beschränkt,
nicht das Ganze des Produktionsprozesses ergriffen hat.) In der Zirkulation des
Kapitals haben wir eine Reihe von Tauschoperationen, von Tauschakten, deren
jede gegen die andere ein qualitatives Moment vorstellt, ein Moment in der
Reproduktion und Wachstum des Kapitals. Ein System von Austauschen,
Stoffwechsel, soweit der Gebrauchswert

49
betrachtet, Formwechsel, soweit der Wert
als solcher

50

betrachtet wird.
Das Produkt verhält sich zur Ware wie Gebrauchswert zum Tauschwert; so die Ware
zum Geld. Hier erreicht

51
die
eine Reihe ihre Höhe. Das Geld verhält sich zur Ware, in die es rückverwandelt
wird, als Tauschwert zum Gebrauchswert; noch mehr so das Geld zur Arbeit.

| Insofern das Kapital in
jedem Moment des Prozesses selbst die Möglichkeit des Übergehens in seine
andere, nächste Phase und so die Möglichkeit des ganzen Prozesses ist, der den
Lebensakt des Kapitals ausdrückt, so erscheint jedes der Momente potentialiter
als Kapital – daher Warenkapital, Geldkapital – neben dem im Produktionsprozess
als Kapital sich setzenden Wert. Die Ware kann Kapital darstellen, solange sie
sich in Geld verwandeln, also Lohnarbeit kaufen kann (Surplusarbeit); dies nach
der
Formseite
hin,
die aus der Zirkulation des Kapitals geschöpft ist. Nach der Stoffseite hin
bleibt sie Kapital, solange sie Rohmaterial (eigentliches oder Halbfabrikat),
Instrument, Lebensmittel für die Arbeiter ausmacht. Jede dieser Formen ist
potentielles Kapital. Das Geld ist einerseits das realisierte Kapital, das
Kapital als realisierter Wert. Es ist nach dieser Seite (als Schlusspunkt der
Zirkulation betrachtet, wo es denn auch als Ausgangspunkt betrachtet werden
muss) das Kapital, κατ' ἐξοχήν

52
. Es ist dann wieder Kapital in Bezug auf den
Produktionsprozess speziell, soweit es sich gegen lebendige Arbeit umtauscht.
In seinem Umtausch gegen Ware (Rückkauf des Rohmaterials etc.) durch den
Kapitalisten erscheint es dagegen nicht als Kapital, sondern als
Zirkulationsmittel; nur verschwindende Vermittlung, wodurch der Kapitalist sein
Produkt gegen die Urelemente desselben austauscht.

Die Zirkulation ist nicht eine für das
Kapital bloß äußerliche Operation. Wie es durch den Produktionsprozess erst
wird, indem durch ihn der Wert sich verewigt und vermehrt, so wird es in die
reine
Form
des
Werts – an dem die Spuren des Werdens ebenso wohl, wie sein spezifisches Dasein
im Gebrauchswert ausgelöscht sind – nur rückverwandelt durch den ersten Akt der
Zirkulation, während die Wiederholung dieses Akts, i. e. des Lebensprozesses
[des Kapitals] nur durch den zweiten Akt der Zirkulation möglich, der im
Austausch des Geldes gegen die Produktionsbedingungen besteht und die
Einleitung zum Produktionsakt bildet. Die Zirkulation gehört also
in
den Begriff des
Kapitals. Wie ursprünglich das Geld oder aufgehäufte Arbeit als Voraussetzung
vor dem Austausch mit freier Arbeit erschien; die scheinbare Selbständigkeit
des objektiven Moments des Kapitals gegen die Arbeit aber aufgehoben wurde und
die objektivierte Arbeit, die sich im Wert verselbständigt, nach allen Seiten
als
Produkt fremder
Arbeit,
das
entfremdete
Produkt
der Arbeit selbst erschien; so jetzt erscheint das
Kapital erst seiner Zirkulation vorausgesetzt (das Kapital als Geld war seinem
Werden zum Kapital vorausgesetzt; aber das Kapital als Resultat des Werts, der
die lebendige Arbeit in sich absorbiert und sich assimiliert hat, erschien als
Ausgangspunkt nicht der Zirkulation überhaupt, sondern der
Zirkulation des
Kapitals),
so dass es selbständig und gleichgültig auch
ohne
diesen Prozess existierte. Aber
die
Bewegung der
Metamorphosen, die es durchzumachen hat, erscheint jetzt als Bedingung des
Produktionsprozesses
selbst; ebenso sehr wie als sein
Resultat.

Das Kapital in seiner Realität
erscheint daher als Reihe von Umschlägen in gegebener
Periode.
Es ist nicht
mehr nur
ein Umschlag,
eine
Zirkulation; sondern Setzen von Umschlägen; Setzen des ganzen Verlaufs. Sein
Wertsetzen selbst erscheint daher bedingt (und nur als sich perennierender

53
und
vervielfältigender Wert ist der Wert Kapital) 1.
qualitativ,
indem es,
ohne die Phasen der Zirkulation zu durchlaufen, die Produktionsphase nicht
erneuern kann; 2.
quantitativ,
indem
die Masse der Werte, die es setzt, von der Anzahl seiner Umschläge in einer
gegebenen Periode abhängt; 3. indem die Zirkulationszeit so nach beiden Seiten
hin als limitierendes Prinzip, Schranke der Produktionszeit erscheint und vice
versa. Das Kapital ist daher wesentlich
Capital
circulant.
Erscheint das Kapital in der Werkstätte des
Produktionsprozesses als Eigentümer und master

54
, so nach der Seite der Zirkulation hin als
abhängig und durch gesellschaftlichen Zusammenhang bestimmt, der auf dem
Standpunkt, wo wir jetzt noch stehen, es abwechselnd als W gegen G und G gegen
W in die einfache Zirkulation hineintreten lässt und figurieren lässt.

Aber diese Zirkulation ist ein Nebel,
unter dem sich noch eine ganze Welt versteckt, die Welt der Zusammenhänge des
Kapitals, die dieses aus der Zirkulation herstammende – aus dem
gesellschaftlichen Verkehr herstammende Eigentum an ihn bannen und ihm die
Unabhängigkeit der selfsustaining property

55
rauben wie seinen Charakter. Zwei
Aussichten in diese jetzt noch in der Ferne liegende Welt haben sich bereits
aufgetan, an den beiden Punkten, wo die Zirkulation des Kapitals den von ihm in
der Form des Produkts gesetzten und zirkulierten Wert aus seinem Kreis heraus
stößt, und zweitens der Punkt, wo es aus der Zirkulation ein anderes Produkt in
seinen Kreislauf hereinzieht; dies Produkt selbst in eins seiner Daseinsmomente
verwandelt. An dem zweiten Punkt setzt es Produktion voraus; nicht seine eigene
unmittelbare Produktion; an dem ersten Punkt kann es Produktion voraussetzen,
wenn sein Produkt selbst Rohstoff für andere Produktion; oder Konsumtion, wenn
es die letzte Form für die Konsumtion erhalten hat. So viel ist klar, dass die
Konsumtion nicht
direkt
in
seinen Kreis zu treten braucht. Die eigentliche Zirkulation des Kapitals ist
noch, wie wir später sehen werden, Circulation between dealers and dealers

56

57
. Die circulation
between dealers und consumers

58
, identisch mit dem Retailtrade

59
, ist ein zweiter
Kreis, der nicht in die unmittelbare Zirkulationssphäre des Kapitals fällt.
Eine Bahn, die es beschreibt, nachdem die erste beschrieben ist und
gleichzeitig neben ihr. Die
Gleichzeitigkeit
der verschiedenen Bahnen des Kapitals,
wie die seiner
verschieden Bestimmungen wird erst klar, sobald viele Kapitalien vorausgesetzt
sind. So besteht der Lebensprozess des Menschen in einem Durchlaufen
verschiedener Alter. Zugleich aber existieren alle Alter des Menschen
nebeneinander, an verschiedene Individuen verteilt.

Insofern der Produktionsprozess
des Kapitals zugleich ein technologischer Prozess ist – Produktionsprozess
schlechthin –; nämlich Produktion bestimmter Gebrauchswerte durch bestimmte
Arbeit, kurz, in einer durch diesen Zweck selbst bestimmten Weise; insofern von
allen diesen Produktionsprozessen der, wodurch der Körper sich den nötigen
Stoffwechsel reproduziert, d. h. Lebensmittel in physiologischem Sinn schafft,
als der fundamentalste erscheint; insofern dieser Produktionsprozess mit der
Agrikultur zusammenfällt; diese auch gleichzeitig direkt (wie in Baumwolle,
Flachs etc.) oder indirekt, vermittelst der Tiere, die sie nährt (Seide, Wolle
etc.), einen großen Teil der Rohmaterialien für die Industrie liefert
(eigentlich alle, die nicht den extraktiven Industrien angehören); insofern die
Reproduktion in der Agrikultur

in der gemäßigten Zone (der
Heimatstätte des Kapitals) an die allgemeine tellurische

60
Zirkulation
gebunden ist; d. h. Ernten meist
jährlicher
Natur
sind; so ist das
Jahr
(nur
dass es verschieden für die verschiedenen Produktionen gerechnet wird) als der
allgemeine Zeitraum angenommen, an dem die Summe der Umschläge des Kapitals
berechnet und gemessen werden; wie der
natürliche
Arbeitstag
solche natürliche Einheit als Maß der Arbeitszeit
gab. In der Profit-, noch mehr Zinsberechnung sehen wir denn auch die Einheit
der Zirkulations- und Produktionszeit – das Kapital – als solche gesetzt und sich
selbst messend. Das Kapital selbst als
prozessierend
–
also einen Umschlag zurücklegend
–
| wird als
das
arbeitende Kapital
betrachtet
und die Früchte, which it is supposed to yield

61
, werden

62
nach seiner Arbeitszeit – der
Gesamtumlaufszeit eines Umschlags berechnet. Die Mystifikation, die dabei
vorgeht, liegt in der Natur des Kapitals.

Ehe wir nun näher auf die oben
angegebenen Bedenken eingehen, wollen wir zunächst sehen, welche Unterschiede
die Ökonomisten zwischen
Capital
fixe
und
Capital
circulant
angeben. Wir haben oben schon ein neues Moment
gefunden, das bei der Berechnung des Profits im Unterschied zum Mehrwert
hereinkommt. Ebenso muss sich jetzt auch schon ein neues Moment zwischen Profit
und Zins ergeben. Der Mehrwert in Bezug auf das
Capital circulant
erscheint
offenbar als Profit im Unterschied vom
Zins,
als
dem Mehrwert in Bezug auf das
Capital
fixe.
Profit und Zins sind beides Formen des Mehrwerts. Profit
im
Preise
enthalten.
Endet daher und ist realisiert, sobald das Kapital in den Punkt seiner
Zirkulation getreten, wo es in Geld rückverwandelt oder aus seiner Form als
Ware in die Form von Geld übergeht. Die frappante Unwissenheit, worauf
die Proudhonsche Polemik gegen den Zins beruht, später. (Hier noch einmal,
um es nicht zu vergessen, ad vocem

63

Proudhon:
Die Surplusvalue

64
,
die allen Ricardiens und Antiricardiens viel Sorge macht, wird von diesem
kühnen Denker einfach gelöst, indem er sie mystifiziert, „tout travail laisse
un surplus“

65
, „je
le pose en axiome“

66
…
Die eigentliche Formel im Heft nachzusehen.
67
Dass über die notwendige Arbeit
hinaus gearbeitet
wird,
verwandelt Proudhon in eine mystische Eigenschaft der Arbeit. Aus dem bloßen
Wachstum der Produktivkraft der Arbeit dies nicht zu erklären; sie mag die
Produkte einer bestimmten Arbeitszeit vermehren; sie kann ihnen keine
plus-value

68
geben.
Sie kommt hier nur herein, insofern sie surplus time, time

69
zur Arbeit
über die notwendige hinaus, freisetzt. Das

einzige
außerökonomische
fact
dabei ist, dass der Mensch seine ganze Zeit nicht braucht zur Produktion der
necessaries

70
, dass
er über die zur Subsistenz notwendige Arbeitszeit hinaus freie Zeit zur
Disposition hat, also auch zur Surplusarbeit anwenden kann. Dies ist aber
durchaus nichts Mystisches, da seine necessaries im selben Maß klein sind, wie
seine Arbeitskraft im rohen Zustand. Lohnarbeit tritt überhaupt aber erst ein,
wo die Entwicklung der Produktivkraft schon so fortgeschritten, dass
bedeutendes Quantum Zeit freigeworden; dies Freisetzen ist hier schon
historisches Produkt. Proudhons Unwissenheit nur equalled by Bastiats décroissante
rate du profit qui est supposé d’être l’équivalent d’une rate du salair
croissante

71
.
Bastiat drückt diesen von Carey gepumpten nonsense

72
doppelt aus:
Erstens, die
Rate
des
Profits fällt (d.h. das Verhältnis des Mehrwerts im Verhältnis zum angewandten
Kapital); zweitens: Die Preise vermindern sich, aber der Wert, i. e. die
Gesamtsumme der Preise, wird größer, was auch nur heißt, dass der gross profit

73
, nicht die Rate des
Profits wächst.)

Erstens in dem oben von uns
gebrauchten Sinn von
fixiertem
Kapital
John St. Mill
(„Essays
on some unsettled Questions of Political Econ.“ Lond. 1844.) (p.55), als
festliegendes, nicht disposable

74
, nicht available Capital

75
. Festgerannt in einer Phase seines
Gesamtzirkulationsprozesses. In diesem Sinn sagt er richtig, wie
auch Bailey in den obigen Zitaten, dass immer großer Teil des
Kapitals eines Landes müßig liegt.

„Der Unterschied zwischen fixem
und zirkulierendem Kapital ist mehr scheinbar als reell; z. B. Gold fixes
Kapital; zirkulierend nur, soweit es konsumiert wird für Vergoldung etc.
Schiffe sind fixes Kapital, obwohl buchstäblich schwimmend. Ausländische Eisenbahnaktien
sind Handelsartikel auf unseren Märkten; das dürften auch unsere Eisenbahnen
auf den Märkten der Welt sein; und insofern sind sie zirkulierendes Kapital,
vom gleichen Wert wie Gold.“
(Anderson.
„The recent commercial distress“ etc. London 1847. p.4.) (Heft I, 27

76
.)
77

Nach Say: Kapital

„derartig gebunden in
einem
Produktionszweig,
dass
es nicht mehr umgeleitet werden kann, um sich
einem anderen Produktionszweig
zu widmen“.
78

Die Identifikation des Kapitals
mit einem bestimmten Gebrauchswert, Gebrauchswert für den Produktionsprozess.
Dies
Gebundensein
des
Kapitals als Wert an einen besonderen Gebrauchswert – Gebrauchswert innerhalb
der Produktion – ist jedenfalls wichtige Seite. Es ist drin mehr ausgesprochen
als

in der Zirkulationsunfähigkeit, womit eigentlich nur
gesagt ist, dass das Capital fixe das Gegenteil von Capital circulant ist.

In seiner
„Logic of Political Economy“
(p.
113/114

79
) (Heft X.
4)
80
sagt
de Quincey
.

„
Zirkulierendes Kapital
bedeutet, normal
gesehen, ein produktiv genutztes,
irgendwie
geartetes Instrument‘
(schöner Logiker), „das zugrunde geht
eben während des Verwendungsprozesses.“

(Danach wären Kohlen
circulating capital
und
Öl,
aber nicht
Baumwolle etc. Es kann nicht gesagt werden, that cotton perishes by being
transformed into twist or calico, and such transformation means certainly using
it productively

81
!)

„
Fixiert
ist das Kapital, wenn die Sache
dient, wiederholt immer wieder zu derselben Operation, und um wie viel größer
die Kette der Wiederholungen gewesen ist, um soviel stärker ist das
Gerät, das Werkzeug oder die Maschinerie
berechtigt,
als fixiert bezeichnet zu werden.“ (p. 113/114.) (Heft X, 4.)

Danach ginge das circulating
Capital unter, würde konsumiert im Akt der Produktion; das fixe – was zu
größerer Deutlichkeit als
tool,
engine, or machinery

82
bestimmt wird (also z. B. die dem Boden
einverleibten improvements

83
ausgeschlossen) – diente wiederholt immer
zur selben Operation. Die Unterscheidung hat hier nur Beziehung auf
technologischen Unterschied im Produktionsakt, durchaus keine Formbeziehung;
circulating und fixed Capital in den Unterschieden, die hier von ihnen
angegeben werden, haben wohl Merkmale, wodurch das eine agent whatever fixed

84
und das andere
circulating

85

ist, aber neither
of them any qualification which would entitle it to the „Denomination“
of capital

86
.

Nach Ramsay [, p. 21, 23, 59]
(IX, 83/84

87
)
88
ist

„bloß der
Lebensmittelfonds zirkulierendes
Kapital,
weil der Kapitalist es sofort aufgeben muss und
es
gar nicht in den
Reproduktionsprozess
eingeht, sondern unmittelbar, gegen
lebendige Arbeit für Konsumtion, sich austauscht. Alles andere Kapital (auch
Rohmaterial) bleibt im Besitz des Eigentümers oder Auftraggebers bis das
Produkt fertiggestellt ist“.
(l.
c.)
„Zirkulierendes
Kapital besteht
nur aus Subsistenzmitteln und anderen
Bedarfsartikeln, die den Arbeitern vorgestreckt werden, ehe sie das Produkt ihrer
Arbeit fertiggestellt haben.“ (l. c.)

In Bezug auf
approvisionnement

89
hat
er insofern recht, insofern es der einzige Teil des Kapitals, der während der
Produktionsphase selbst zirkuliert und nach dieser Seite hin Capital circulant
par excellence

90
.
Andrerseits ist es falsch, dass fixed Capital remains in the possession of its
owner or employer

91
nicht
länger oder solange „until the produce is completed“
92
. Er erklärt daher auch später fixed Capital als

„irgendeinen Teil jener Arbeit
(die in irgendeine Ware eingegangen ist)
in einer Form,
in welcher sie keine
Arbeit unterhält,
obwohl
sie dazu beiträgt, die künftige Ware zu erzeugen“.

(Aber wie viel Commodities do
not maintain labour

93
!
D.h. gehören nicht zu den Konsumtionsartikeln des Arbeiters. Diese nach Ramsay
alle
Capital fixe.)

(Wenn der Zins für 100 l
.
am Ende des ersten
Jahres oder der ersten 3 Monate 5 l., so das Kapital am Ende des ersten Jahres
105 oder 100(1 + 0,05); am Ende des 4. Jahres = 100 (1 + 0,05)4 = 121 l.
55/100 l. Und 1/1000 l. = 121 l. 11 sh 3/5 farthing oder 121 l
.
11 sh 0,6 farthing.
Also über 20 hinaus 1 l
.
11
sh 6/10

farthing.)

 (In der oben aufgestellten
Frage angenommen, dass auf der einen Seite ein Kapital von 400 nur einmal im
Jahr umschlägt, auf der anderen [ein Kapital von 100] 4mal, beide mal zu 5%. In
dem ersten Fall würde das Kapital einmal im Jahr 5 % machen = 20 auf 400, im
zweiten 4x5 %, ebenfalls = 20 im Jahr auf 100. Die Geschwindigkeit des
Umschlags würde die Größe des Kapitals ersetzen; ganz wie in der einfachen
Geldzirkulation 100000 Taler, die 3mal im Jahr zirkulieren, = 300000, aber 3
000, die 100mal zirkulieren, = 300000 ebenfalls. Zirkuliert das Kapital aber
4mal im Jahr, so ist es
möglich,
dass
auch der Mehrgewinn selbst wieder im zweiten Umschlag zum Kapital geschlagen
und mit ihm umgeschlagen wird, und dadurch käme die Differenz von 1 l. 11 sh
0,6 farthing. Diese Differenz folgt aber keineswegs aus der Voraussetzung. Nur
die
abstrakte
Möglichkeit
ist vorhanden. Aus der Voraussetzung würde vielmehr folgen, dass 3 Monate nötig
sind für den Umschlag eines Kapitals von 100 l
.
Z. B. also, wenn der Monat = 30 Tagen,
für 105 l. – im selben Umschlagsverhältnis, im selben Verhältnis der
Umschlagszeit zur Größe des Kapitals nicht 3 Monate nötig sind, sondern 105 : x
- 100:90; x = (90 x 105)/100 =

9450/100 = 94 5/10 Tage = 3
Monate 4½ Tage. Damit ist die erste Schwierigkeit völlig gelöst.)

(Daraus, dass ein größeres
Kapital mit langsamerem Umschlag nicht mehr Mehrwert schafft als ein kleineres
mit verhältnismäßig rascherem Umlauf, folgt keineswegs von selbst, dass ein
kleineres Kapital rascher umläuft als ein größeres. Insofern das größere aus
mehr Capital fixe besteht und entferntere Märkte aufsuchen muss, ist das
allerdings der Fall. Die Größe des Markts und die Geschwindigkeit des Umlaufs
stehen nicht notwendig in umgekehrtem Verhältnis. Dies tritt nur ein, sobald
der gegenwärtige physische Markt nicht der ökonomische Markt; d. h. der
ökonomische Markt sich mehr und mehr vom Ort der Produktion entfernt. Soweit es
übrigens nicht aus dem reinen Unterschied von Capital fixe und circulant
hervorgeht, können die die Zirkulation verschiedener Kapitalien bestimmenden
Momente noch gar nicht hier entwickelt werden. Nebenbei bemerkt: Soweit der
Handel neue Zirkulationspunkte setzt, i. e. verschiedene Länder in Verkehr
bringt, neue Märkte entdeckt etc., ist das etwas ganz anderes als die bloßen
Zirkulationskosten, die gebraucht werden, um eine bestimmte Masse
Austauschoperationen auszuführen; es ist Setzen nicht der Operationen des
Austauschs, sondern des Austauschs selbst. Marktschaffen. Dieser Punkt wird
noch besonders zu betrachten sein, eh wir have done with circulation

94
.)

Fahren wir nun fort in der
Revision der Ansichten über „fixed“ und „circulating Capital“.

„Je nachdem das
Kapital
mehr oder
minder
vergänglich
ist,
also
mehr oder minder oft
reproduziert werden muss in gegebener Zeit,
heißt
es zirkulierendes oder fixes
Kapital.
Ferner zirkuliert oder retourniert

95
das Kapital zu
seinem Anwender in sehr ungleichen Zeiten; z. B. Weizen, den der
Pächter zur Aussaat kauft, ist
relativ
fixes
Kapital gegen den Weizen, den ein Bäcker kauft, um Brot
zu machen.“ (
Ricardo
VIII,
19.)
96

Dann auch bemerkt er:

„Verschiedene
Proportionen von Capital fixe und
circulant
in verschiedenen Gewerben; verschiedene
Dauerhaftigkeit des fixen Kapitals
selbst.“
(
Ricardo
l.
c.)

„Zwei Arten von Handel können
ein Kapital von gleichem Wert anwenden, aber welches in Bezug auf die fixe
Partie und auf die zirkulierende Partie auf eine sehr verschiedene Weise
geteilt sein kann. Sie können selbst einen gleichen Wert von fixem und zirkulierendem
Kapital anwenden, aber die Dauer des fixen Kapitals kann sehr ungleich sein.
Z.B. der eine Dampfmaschinen von 10000
L,
der
andere Schiffe.“ (Dies aus der Sayschen Übersetzung
Ricardos,
t. 1. p. 29,
30.)

Das Unrichtige ist von vornherein, dass
nach Ricardo das Kapital
„mehr
oder weniger vergänglich“
sein soll. Das Kapital als Kapital
ist nicht vergänglich – der
Wert.
Aber
der Gebrauchswert, worin der Wert fixiert ist, worin er existiert, ist „mehr
oder minder vergänglich“ und muss daher
„mehr
oder minder oft reproduziert
werden in
gegebener Zeit“.
Der
Unterschied zwischen Capital fixe und Capital circulant also hier reduziert auf
das Mehr oder Weniger der
Reproduktionsnotwendigkeit
für ein gegebenes Kapital, in gegebener Zeit.
Dies ist der eine
Unterschied, den Ricardo macht. Die verschiedenen
Grade der Dauerhaftigkeit
oder
verschiedenen Grade des fixen Kapitals,
d.
h. verschiedenen Grade, relative Dauer des relativ Fixen ist der zweite
Unterschied. So dass das fixe Kapital selbst mehr oder minder fix ist.
Dasselbe
Kapital
erscheint in demselben Geschäft in den 2 verschiedenen Formen,
besonderen Existenzweisen
von
fix und circulant,
existiert
daher doppelt. Fix oder circulant zu sein erscheint als eine
besondere
Bestimmtheit
des Kapitals außer der, Kapital zu sein. Es muss aber zu dieser Besonderung
fortgehen. Was endlich den dritten Unterschied [angeht], „dass das Kapital
zirkuliert oder retourniert in sehr
ungleichen
Zeiten“,
so versteht Ricardo hierunter, wie sein Beispiel vom
Bäcker und Pächter zeigt, nichts weiter als den Unterschied der Zeit, worin das
Kapital in verschiedenen Geschäftszweigen, ihrer Spezialität gemäß,
fixiert, engagiert
ist
in der
Produktionsphase
im
Unterschied von der Zirkulationsphase. Hier kommt also
Capital fixe
vor, wie
wir es vorher als Fixiertsein in jeder Phase hatten; nur dass das spezifisch
längere oder kürzere Fixiertsein in der Produktionsphase, in dieser bestimmten
Phase, als Eigentümlichkeit, Besonderheit des Kapitals setzend betrachtet wird.
Das Geld suchte sich als
unvergänglichen
Wert,
als ewigen Wert zu setzen, indem es sich negativ gegen
die Zirkulation verhielt, d.h. gegen den Austausch mit realem Reichtum,
vergänglichen Waren, die sich, wie Petty

97
sehr hübsch beschreibt und sehr naiv, in
vergängliche Genüsse auflösen. Im Kapital wird die Unvergänglichkeit des Werts
(to a certain degree

98
)
gesetzt, indem es zwar sich inkarniert in den vergänglichen Waren, ihre Gestalt
annimmt, aber sie ebenso beständig wechselt; abwechselt zwischen seiner ewigen
Gestalt im Geld und seiner vergänglichen Gestalt in den Waren; die
Unvergänglichkeit wird gesetzt als dies einzige, was sie sein kann,
Vergänglichkeit, die vergeht – Prozess – Leben. Diese Fähigkeit erhält das
Kapital aber nur, indem es als ein Vampir die lebendige Arbeit beständig als
Seele einsaugt. Die Unvergänglichkeit – Dauer des Werts in seiner Gestalt als
Kapital – ist nur gesetzt durch die Reproduktion, die selbst doppelt ist,
Reproduktion als Ware, Reproduktion als Geld und

Einheit
dieser beiden Reproduktionsprozesse. In der Reproduktion als Ware ist das
Kapital in einer bestimmten Form des Gebrauchswerts fixiert und so nicht
allgemeiner Tauschwert
noch
weniger realisierter
Wert,
wie
es sein soll. Dass es sich als solchen in dem Reproduktionsakt, in der
Produktionsphase gesetzt hat, bewährt es erst durch die Zirkulation. Die
größere oder mindere Vergänglichkeit der Ware, worin der | Wert existiert,
erfordert langsamere oder raschere Reproduktion desselben; d.h. Wiederholung
des Arbeitsprozesses.

Die
besondere Natur des Gebrauchswerts,
worin
der Wert existiert oder die jetzt als Körper des Kapitals erscheint, erscheint
hier als selbst
formbestimmend
und
die Aktion das Kapitals bestimmend; einem Kapital eine besondere Eigenschaft
gebend gegen das andere; es besondernd. Wie wir schon an mehren Fällen sahen,
ist daher nichts falscher als zu übersehen, dass die Unterscheidung zwischen
Gebrauchswert und Tauschwert, die in der einfachen Zirkulation, soweit
sie
realisiert
wird,
außerhalb der ökonomischen Formbestimmung fällt, überhaupt außerhalb derselben
fällt. Wir fanden vielmehr auf den verschiedenen Stufen der Entwicklung der
ökonomischen Verhältnisse den Tauschwert und Gebrauchswert in verschiedenen
Verhältnissen bestimmt, und diese Bestimmtheit selbst als verschiedene
Bestimmung des Werts als solchen erscheinend. Der Gebrauchswert spielt selbst
als ökonomische Kategorie eine Rolle. Wo er dies spielt, geht aus der
Entwicklung selbst hervor. Ricardo z. B., der glaubt, die bürgerliche Ökonomie
handle nur vom Tauschwert und nehme bloß exoterisch Bezug auf den
Gebrauchswert, nimmt grade die wichtigsten Bestimmungen des Tauschwerts aus dem
Gebrauchswert, seinem Verhältnis zu ihm: f. i
.

99

Grundrente, Minimum des Salairs,
Unterschied von Capital fixe und circulant,
dem grade er
bedeutendsten Einfluss auf die Bestimmung der Preise (through the different
reaction produced upon them by a rise or fall in the rate of wages)
100
zuschreibt;
ebenso im Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr etc. Dieselbe Bestimmung
erscheint einmal in der Bestimmung des Gebrauchswerts und in der des
Tauschwerts, aber auf verschiedenen Stufen und mit verschiedener Bedeutung.
Brauchen ist konsumieren, sei es für die Produktion oder Konsumtion. Tauschen
ist dieser Akt, vermittelt durch einen gesellschaftlichen Prozess. Das Brauchen
selbst kann gesetzt sein und bloße Konsequenz sein des Tauschens: andererseits
das Tauschen als Moment bloß des Brauchens erscheinen etc. Vom Standpunkt des
Kapitals (in der Zirkulation) erscheint das Tauschen als Setzen seines

Gebrauchswerts, während andererseits sein Brauchen (im Produktionsakt) als
Setzen für den Tausch, als Setzen seines Tauschwerts erscheint. Es ist ebenso
mit der Produktion und Konsumtion. In der bürgerlichen Ökonomie (wie in jeder)
sind sie in spezifischen Unterschieden und in spezifischen Einheiten gesetzt.
Es gilt, eben diese differentia specifica

101
zu verstehen. Mit Herrn Proudhons oder
der Sozialsentimentalisten

102
[Behauptung], dass sie
dasselbe
sind, ist
nichts getan.

Das Gute an Ricardos Erklärung ist,
dass zunächst das Moment hervorgehoben wird der Notwendigkeit der
rascheren oder langsameren
Reproduktion;
dass also die größere oder geringere
Vergänglichkeit – Konsumtion (im Sinn des Selbstaufzehrens), langsamere oder
raschere in Bezug auf das
Kapital
selbst
betrachtet wird. Also Verhältnis des Gebrauchswerts für das
Kapital
selbst.
Sismondi
dagegen bringt
gleich eine dem Kapital zunächst exoterische, Bestimmung herein;
die direkte oder indirekte Konsumtion
durch den Menschen:
ob der Gegenstand direktes oder indirektes
Lebensmittel für ihn ist; damit bringt er zusammen die
raschere oder langsamere Konsumtion des
Gegenstandes
selbst. Die Gegenstände, die direkt als
Lebensmittel dienen, sind vergänglicher, weil für das Vergehen bestimmt, als
die, die helfen, Lebensmittel machen. Bei den letzteren ist die Dauer ihre
Bestimmung; ihre Vergänglichkeit fatum. Er sagt:

„Das fixe Kapital,
indirekt,
konsumiert sich
langsam,
um das, was der Mensch für seinen Gebrauch bestimmt,
konsumieren zu helfen; das zirkulierende Kapitel hört nicht auf, direkt für den
Gebrauch des Menschen appliziert zu werden. Sooft eine Sache konsumiert ist,
ist sie es für einen
sans
retour

103
;
zu
gleicher Zeit kann einer da sein, für welchen sie mit Reproduktion konsumiert
ist.“ (
Sismondi.
VI.)
104

Er stellt das Verhältnis auch
so dar, dass:

„die
erste Verwandlung der
jährlichen
Konsumtion in dauerhaften Anlagen geeignet,
die Produktionskräfte für die kommende Arbeit zu vermehren
–
fixes Kapital;
diese
erste Arbeit immer vollbracht durch eine Arbeit, dargestellt durch ein Salair,
ausgetauscht gegen Lebensmittel, die der Arbeiter während der Arbeit
verzehrt.
Das fixe
Kapital verzehrt sich allmählich“
(i. e. wird allmählich
abgenutzt). Zweite Verwandlung:
„Zirkulierendes
Kapital
besteht aus
Arbeitssamen
(Rohstoff)
und der
Konsumtion des
Arbeiters.“
(l.c. [, p. 97/98, 94.])

Dies bezieht sich mehr auf die
Entstehung. Erstens die
Verwandlung,
dass
das Capital fixe selbst nur stationär gewordene Form des Capital
circulant,
fixiertes
Capital
circulant; zweitens die
Bestimmung
:
das eine bestimmt als Produktionsmittel, das andere als Produkt konsumiert zu
werden; oder die

verschiedne Art der
Konsumtion
desselben,
bestimmt durch seine Rolle unter den Produktionsbedingungen im
Produktionsprozess.
Cherbuliez
vereinfacht
die Sache dahin, dass das Capital circulant der
consommable

105
, Capital fixe
der nicht
consommable Teil des Kapitals.
106
(Das eine ist aufessbar, das andere
nicht. A very easy method of taking the thing.
107
)
Storch
in
einer schon oben angeführten Stelle (34

108
im Heft)
109
vindiziert

110
für das Capital circulant überhaupt die
Bestimmung des Kapitals zu zirkulieren. Er widerlegt sich selbst, indem er
sagt:

„jedes fixe Kapital entsteht
ursprünglich aus einem zirkulierenden Kapital und muss notwendigerweise
beständig unterhalten werden auf Kosten dieses letzteren“

(kommt also aus der Zirkulation
her oder ist selbst in seinem ersten Moment zirkulierend und erneuert sich
beständig
durch
die
Zirkulation; obgleich
es
also
nicht
in die Zirkulation,
geht
die Zirkulation
in es
ein).
Was Storch ferner hinzusetzt:

„
irgendein fixes Kapital kann nur Kapitalrente geben,
vermittels
eines zirkulierenden Kapitals“
(26,
b

111
. Heft),

so werden wir später darauf
zurückkommen.

{„Die reproduzierenden
Konsumtionen sind eigentlich nicht Kosten, sondern nur
Vorschüsse,
da sie
denen zurückerstattet werden, die sie geben.“ p. 54 in Storchs Schrift gegen
Say (p. 5 b.
Zweites
Heft
über Storch)
112
.

(Der Kapitalist gibt dem
Arbeiter einen Teil seiner eigenen Surplusarbeit in der Form des
avance
zurück, als
etwas, für dessen avance er nicht nur in einem Äquivalent, sondern mit
Surplusarbeit remboursieren

113
muss.)}

(Die Formel für die
zusammengesetzte Zinsenberechnung
ist:
S = c (1 + i)n. (S die Gesamthöhe des Kapitals c nach Ablauf von n Jahren zu

114
Zinsrate
von i.)

Die Formel der
Annuityberechnung

115
ist:

x (die annuity) = c(l +
i)n / [1 + (1 + i) + (1 + i)² + … + (1 + i)n-1])
116

Wir haben oben das Kapital
in
konstanten Wert
und
variablen
geteilt; es
ist dies immer richtig, wenn es innerhalb der Produktionsphase, i. e. in seinem
unmittelbaren Verwertungsprozess betrachtet wird. Wie das Kapital selbst, als

vorausgesetzter Wert seinen Wert ändern kann, je nachdem seine
Reproduktionskosten steigen oder fallen oder auch infolge des Fallens der
Profite etc., gehört offenbar erst in den Abschnitt, wo das Kapital als reelles
Kapital, als Wechselwirkung vieler Kapitalien aufeinander betrachtet wird,
nicht hier in seinem allgemeinen Begriff.

{Die Konkurrenz, weil sie
historisch als Auflösung von Zunftzwang, Regierungsmaßregelung, inneren Zöllen
und dergleichen innerhalb eines Landes erscheint, auf dem Weltmarkt als
Aufhebung von Absperrung, Prohibition oder Protektion – kurz, historisch erscheint
als Negation der dem Kapital vorhergehenden Produktionsstufen eigentümlichen
Grenzen und Schranken; weil sie historisch ganz richtig von den Physiokraten
als laissez faire, laissez passer

117
bezeichnet und | befürwortet wurde;
ist nun auch nach dieser bloß negativen Seite, nach dieser ihrer bloß
historischen Seite betrachtet worden und hat andererseits zu der noch größeren
Albernheit geführt, sie als den Zusammenstoß der entfesselten, nur durch ihre
eigenen Interessen bestimmten Individuen – als Repulsion und Attraktion der
freien Individuen in Beziehung aufeinander zu betrachten und so als die
absolute Daseinsform der freien Individualität in der Sphäre der Produktion und
des Austauschs. Nichts kann falscher sein. 1. Wenn die freie Konkurrenz
aufgelöst hat die Schranken früherer Produktionsverhältnisse und -weisen, so
muss d’abord

118
betrachtet
werden, dass was für sie Schranke, für frühere Produktionsweisen immanente
Grenze war, worin sie sich naturgemäß entwickelten und bewegten. Schranken
werden diese Grenzen erst, nachdem die Produktivkräfte und Verkehrsverhältnisse
sich hinreichend entwickelt, damit das Kapital als solches beginnen konnte, als
das regelnde Prinzip der Produktion aufzutreten. Die Grenzen, die es
niederriss, waren Schranken für seine Bewegung, Entwicklung, Verwirklichung. Es
hob damit keineswegs alle Grenzen auf, noch alle Schranken; sondern nur die ihm
nicht entsprechenden Grenzen, die für es Schranken waren. Innerhalb seiner
eigenen Grenzen – so sehr sie von einem hohem Gesichtspunkt aus als Schranken
der Produktion erscheinen und als solche durch seine eigene historische
Entwicklung gesetzt werden – fühlt es sich frei, schrankenlos, d.h. nur durch
sich selbst, nur durch seine eigenen Lebensbedingungen begrenzt. Ganz wie die
zünftige Industrie zu ihrer Blütezeit in der zünftigen Organisation vollständig
die Freiheit fand, deren sie bedurfte, d. h. die ihr entsprechenden
Produktionsverhältnisse. Sie selbst setzte sie ja aus sich heraus und
entwickelte sie als
ihre
immanenten
Bedingungen und daher keineswegs als äußerliche und beengende Schranken. Die
historische

Seite der Negation des Zunft- etc. -wesens von
Seite des Kapitals durch die freie Konkurrenz, heißt weiter nichts, als dass
das hinreichend erstarkte Kapital durch die ihm adäquate Verkehrsweise die
historischen Schranken niederriss, die die ihm adäquate Bewegung genierten und
hemmten.

Aber die Konkurrenz ist weit
entfernt, bloß diese historische Bedeutung zu haben oder bloß
dies Negative
zu sein.
Die
freie Konkurrenz
ist
die Beziehung des Kapitals auf sich selbst als ein anderes Kapital, d.h. das
reelle Verhalten des Kapitals als Kapitals. Die inneren Gesetze des Kapitals –
die nur als Tendenzen in den historischen Vorstufen seiner Entwicklung
erscheinen – werden erst als Gesetze gesetzt; die auf das Kapital gegründete
Produktion setzt sich nur in ihren adäquaten Formen, sofern und soweit sich die
freie Konkurrenz entwickelt, denn sie ist die freie Entwicklung der auf das
Kapital gegründeten Produktionsweise; die freie Entwicklung seiner Bedingungen
und seines als diese Bedingungen

119
beständig reproduzierenden Prozesses.
Nicht die Individuen sind frei gesetzt in der freien Konkurrenz; sondern das
Kapital ist frei gesetzt. Solange die auf dem Kapital ruhende Produktion die
notwendige, daher die angemessenste Form für die Entwicklung der
gesellschaftlichen Produktivkraft, erscheint das Bewegen der Individuen
innerhalb der reinen Bedingungen des Kapitals als ihre Freiheit; die aber dann
auch dogmatisch als solche versichert wird durch beständige Reflexion auf die
von der freien Konkurrenz niedergerissenen Schranken. Die freie Konkurrenz ist
die reelle Entwicklung des Kapitals. Durch sie wird als äußerliche
Notwendigkeit für das einzelne Kapital gesetzt, was der Natur des Kapitals
entspricht, [der] auf das Kapital gegründeten Produktionsweise, was dem Begriff
des Kapitals entspricht. Der wechselseitige Zwang, den in ihr die.Kapitalien
aufeinander, auf die Arbeit etc. ausüben (die Konkurrenz der Arbeiter unter
sich ist nur eine andere Form der Konkurrenz der Kapitalien), ist die
freie,
zugleich
reale
Entwicklung des
Reichtums als Kapital. So sehr ist dies der Fall, dass die tiefsten
ökonomischen Denker, wie Ricardo z. B., die absolute Herrschaft der freien
Konkurrenz
voraussetzen,
um
die adäquaten Gesetze des Kapitals – die zugleich als die es beherrschenden
vitalen Tendenzen erscheinen – studieren und formulieren zu können.

Die freie Konkurrenz ist aber
die adäquate Form des produktiven Prozesses des Kapitals. Je weiter sie
entwickelt ist, um so reiner treten die Formen seiner Bewegung hervor. Was
Ricardo z. B. damit, malgré lui

120
, gestanden hat, ist die
historische Natur
des
Kapitals und der bornierte Charakter der freien Konkurrenz, die eben nur die
freie Bewegung der Kapitalien, d. h. ihre Be-

wegung innerhalb
Bedingungen, die keinen aufgelösten Vorstufen angehören, sondern seine eigenen
Bedingungen sind. Die Herrschaft des Kapitals ist die Voraussetzung der freien
Konkurrenz, ganz wie die römische Kaiserdespotie die Voraussetzung des freien römischen
„Privatrechts“ war. Solange das Kapital schwach ist, sucht es selbst noch nach
den Krücken vergangener oder mit seinem Erscheinen vergehender
Produktionsweisen. Sobald es sich stark fühlt, wirft es die Krücken weg und
bewegt sich seinen eigenen Gesetzen gemäß. Sobald es anfängt, sich selbst als
Schranke der Entwicklung zu fühlen und gewusst zu werden, nimmt es zu Formen
Zuflucht, die, indem sie die Herrschaft des Kapitals zu vollenden scheinen,
durch Züglung der freien Konkurrenz zugleich die Ankündiger seiner Auflösung
und der Auflösung der auf ihm beruhenden Produktionsweise sind. Was in der
Natur des Kapitals liegt,
wird
nur
reell herausgesetzt als äußere Notwendigkeit durch die Konkurrenz, die weiter
nichts ist, als dass die vielen Kapitalien die immanenten Bestimmungen des
Kapitals einander aufzwingen und sich selbst aufzwingen. Keine Kategorie der
bürgerlichen Ökonomie, [auch] nicht die erste, z. B. die Bestimmung des Werts,
wird daher erst wirklich [anders als] durch die freie Konkurrenz; d. h. durch
den wirklichen Prozess des Kapitals, der als Wechselwirkung der Kapitalien aufeinander
erscheint und aller anderen vom Kapital bestimmten Produktions- und
Verkehrsverhältnisse. Daher andererseits die Abgeschmacktheit, die freie
Konkurrenz als die letzte Entwicklung der menschlichen Freiheit zu betrachten;
und Negation der freien Konkurrenz = Negation individueller Freiheit und auf
individueller Freiheit gegründeter gesellschaftlicher Produktion. Es ist eben
nur die freie Entwicklung auf einer bornierten Grundlage – der Grundlage der
Herrschaft des Kapitals. Diese Art individueller Freiheit ist daher zugleich
die völligste Aufhebung aller individuellen Freiheit und die völlige
Unterjochung der Individualität unter gesellschaftliche Bedingungen, die die
Form von sachlichen Mächten, ja von übermächtigen Sachen – von den sich
beziehenden Individuen selbst unabhängigen Sachen annehmen.

Die Entwicklung dessen, was die
freie Konkurrenz ist, ist die einzig rationelle Antwort auf die Verhimmelung
derselben durch die Middleclasspropheten

121
oder ihre Verteufelung durch die
Sozialisten. Wenn es heißt, dass innerhalb der freien Konkurrenz die
Individuen, rein ihrem Privatinteresse folgend, das gemeinschaftliche oder
rather

122

allgemeine
Interesse
verwirklichen, so heißt das nichts, als dass sie unter den Bedingungen der
kapitalistischen Produktion aufeinander pressen und daher ihr Gegenstoß selbst
nur die Wiedererzeugung der Bedingungen ist, unter denen diese Wechselwirkung

stattfindet. Sobald übrigens die Illusion über die Konkurrenz als die
angebliche absolute Form der freien Individualität verschwindet, ist dies ein
Beweis, dass die Bedingungen der Konkurrenz, d. h. der auf das Kapital
gegründeten Produktion, schon als
Schranken
gefühlt
und gedacht werden und es daher schon
sind
und
mehr und mehr werden. Die Behauptung, dass die freie Konkurrenz = letzter Form
der Entwicklung der Produktivkräfte und daher der menschlichen Freiheit, heißt
nichts, als dass die Middleclassherrschaft

123
das Ende der Weltgeschichte ist –
allerdings ein angenehmer Gedanke für die Parvenüs von vorgestern.}

| Ehe wir weitergehen in
der Revision der Ansichten über Capital fixe und Capital circulant, kehren wir
für einen Moment zu früher Entwickeltem zurück.

Wir nehmen einstweilen an, dass
Produktionszeit und Arbeitszeit zusammenfallen. Den case, wo innerhalb der
Produktionsphase selbst durch den technologischen Prozess bedingte
Unterbrechungen stattfinden, werden wir später betrachten.

Gesetzt, die Produktionsphase
eines Kapitals sei gleich 60 Arbeitstagen; davon seien 40 notwendige
Arbeitszeit. So nach dem früher entwickelten Gesetz der Surpluswert, oder der
vom Kapital neugesetzte Wert, d.h. angeeignete fremde Arbeitszeit, = 60 - 40 =
20. Nennen wir diesen Surpluswert (=20) S; die Produktionsphase – oder die
während der Produktionsphase gebrauchte Arbeitszeit p. In einem Zeitraum, den
wir Z nennen wollen – von 360 Tagen z. B. kann der Gesamtwert nie größer sein
als die Zahl der Produktionsphasen, die in 360 enthalten ist. Der größte
Koeffizient von S – d. h. das Maximum des Surpluswerts, den das Kapital
schaffen kann unter den gegebenen Voraussetzungen – ist gleich der Anzahl der
Wiederholung der Schöpfung von S in 360 Tagen. Die äußerste Grenze dieser
Wiederholung, der Reproduktion des Kapitals oder vielmehr jetzt, der
Reproduktion seines Produktionsprozesses – ist bestimmt durch das Verhältnis
der Produktionsperiode zu der Gesamtzeitperiode, worin die erstere sich
wiederholen soll. Ist die gegebene Zeit = 360 Tagen und die Produktionsdauer =
60 Tagen, so ist 360/60 oder Z/p – , d.h. 6, der Koeffizient, der anzeigt, wie
oft p in Z enthalten ist oder wie oft, seinen eigenen immanenten Grenzen gemäß,
der Reproduktionsprozess des Kapitals in 360 Tagen wiederholt werden kann. Es
ist selbstsprechend, dass das Maximum des Schaffens von S, d. h. des Setzens
von Surpluswert, gegeben ist durch die Anzahl der Prozesse, in denen S in einer
gegebnen Zeitdauer

produziert werden kann. Z/p drückt dieses
Verhältnis aus. Der Quotient von Z/p oder q ist der größte Koeffizient von
S in der Zeit von 360 Tagen, überhaupt in Z. SZ/p oder Sq ist das Maximum des
Werts. Wenn Z/p = q, so ist Z = pq;d. h., die ganze Zeitdauer von Z wäre
Produktionszeit; die Produktionsphase p so oft wiederholt, als sie in Z
enthalten ist. Die Gesamtwertschöpfung des Kapitals in einer bestimmten Zeit
wäre = der Surplusarbeit, die es in einer Produktionsphase sich aneignet,
multipliziert mit der Anzahl, worin diese Produktionsphase in der gegebenen
Zeit enthalten ist. Also im obigen Beispiel 20 x 360/60 = 20
x 6 = 120 Tagen. q, d.h. Z/p, würde die Anzahl der
Umschläge
des Kapitals
ausdrücken; da aber Z = pq, so wäre p = Z/q; d. h. die Dauer einer
Produktionsphase wäre gleich der Gesamtzeit, dividiert durch die Anzahl der
Umschläge. Eine Produktionsphase des Kapitals wäre also gleich einem Umschlag
desselben. Umschlagszeit und Produktionszeit wären völlig identisch; die Anzahl
der Umschläge daher ausschließlich bestimmt durch das Verhältnis einer
Produktionsphase zur Gesamtzeit.

Allein in dieser Voraussetzung
ist die Zirkulationszeit = 0 gesetzt. Sie hat aber eine bestimmte Größe, die
nie = 0 werden kann. Unterstelle nun auf 60 Tage Produktionszeit oder auf 60
Produktionstage kommen 30 Zirkulationstage; nenne diese Zirkulationszeit, die
auf p kommt, c. In diesem Falle wäre ein Umschlag des Kapitals, d. h. die
Gesamtzeit, die es braucht, ehe es den Verwertungsprozess – das Setzen von
Mehrwert wiederholen kann – = 30 + 60 = 90 Tagen (= p + c) (1U (Umschlag) = p +
c). Ein Umschlag von 90 Tagen kann nur wiederholt werden in 360 Tagen
360/90mal, i.e. 4mal. Der Surpluswert von 20 könnte also nur gesetzt werden
4mal; 20 x 4 = 80. In 60 Tagen produziert das Kapital 20 Surplustage; aber es
muss 30 Tage zirkulieren; d. h. kann während dieser 30 Tage keine Surplusarbeit
setzen, keinen Surpluswert. Es ist für es dasselbe (das Resultat betrachtet),
als wenn es in 90 Tagen bloß einen Surpluswert von 20 Tagen gesetzt hätte. War
vorhin die Anzahl der Umläufe bestimmt durch Z/p, so ist sie jetzt bestimmt
durch Z/(p+c) oder Z/U; das Maximum des Werts war SZ/p; der wirklich jetzt
gesetzte

Mehrwert ist SZ/(p+q);(20 x 360/(60+30) = 20 x
360/90= 20 x 4 = 80). Die Zahl der Umschläge also = der Gesamtzeit, dividiert
durch die Summe der Produktionszeit und der Zirkulationszeit, und der
Gesamtwert = S, multipliziert mit der Anzahl der Umschläge. Dieser Ausdruck
genügt uns aber noch nicht, um die Verhältnisse von Surpluswert,
Produktionszeit und Zirkulationszeit auszudrücken.

Das Maximum der Wertschöpfung
enthalten in der Formel SZ/p; das durch die Zirkulationszeit eingeschränkte
SZ/(p+c) (oder SZ/U) ziehen wir das

124
zweite Quantum von dem ersten ab, so

SZ/p – SZ/(p+c) =
[SZ(p+c)-SZ(p)]/p(p+c) = [Szp+SZc+SZp]/p(p+c) = Szc/p(p+c).

Wir erhalten dann also als
Differenz Szc/p(p+c) oder SZ/p x c/(p+c). SZ/(p+c) oder S', wie wir den Wert in
der zweiten Bestimmung nennen können, S' = SZ/p – SZ/p x c/(p+c). Ehe wir diese
Formel weiter auslegen, noch andere hereinzubringen.

Wenn wir den Quotient von
Z/(p+c) q' nennen, so drückt q' die Anzahl aus, wie oft U = (p + c) in Z
enthalten, die Anzahl der Umschläge. Z/(p+c) = q'; also Z = pq' + cq'. pq'
drückt dann die gesamte Produktionszeit aus und cq' die gesamte
Zirkulationszeit.

Nennen wir die
Gesamtzirkulationszeit C (also cq' = C). (Z(360) = 4 x 60(240) +
4 x 30 (120).) q' = 4 in der Voraussetzung. C = cq' = 4c; 4 being

125
= der
Anzahl der Umschläge. Wir sahen vorhin, dass das Maximum der Wertschöpfung =
SZ/p; aber in diesem Fall war Z = Produktionszeit gesetzt. Die wirkliche
Produktionszeit ist aber jetzt Z - cq'

126
; wie auch aus der Gleichung folgt. Z = pq'
(Gesamtproduktionszeit) + cq' (Gesamtzirkulations-

zeit oder
C). Also Z - C = pq'

127
.
Also S (Z-C)/p das Maximum der Wertschöpfung. Indem nicht 360 Tage,
sondern 360 Tage - cq', i. e. - 4 x 30 - 120 die
Produktionszeit; also 20 (260-120)/60; 20 x 240/60 = 80.

| Was nun schließlich die
Formel angeht:

S' = SZ/p – SZ/p x c/(c+p) =
360 x 20/60 - 20 x 240/60

128
x 30/(30+60)

= 120 - 120 x 30/90 = 6 x 20 -
6 x 20 x 3/9

= 20 x 6 - 20 x 6
x ⅓ oder

= 120 - 120 x ⅓ = 120
- 40 = 80,

so besagt sie, dass der Wert
gleich ist dem Maximum des Werts, d. h. dem bloß durch das Verhältnis der
Produktionszeit zur Gesamtzeit bestimmten Wert minus der Zahl, die ausdrückt,
wie oft die Zirkulationszeit enthalten ist in diesem Maximum, und diese Zahl
ist das Maximum selbst, multipliziert mit der Zahl, worin ein Umschlag in c
enthalten, in der Zirkulationszeit, die auf einen Umschlag kommt, oder
dividiert durch die Zahl, die ausdrückt, wie oft c in c + p oder C in Z
enthalten. Wäre c = 0, so wäre S' = SZ/p und stünde auf seinem Maximum. S' wird
kleiner in demselben Maße, wie c wächst, steht in umgekehrtem Verhältnis zu
ihm, denn in demselben Maß wächst der Faktor c/(c+p) und die von SZ/p, dem
Maximumwert abzuziehende Zahl SZ/p x c/(c+p) oder SZ/p x c/U, c/(c+p) = c/U.
C/U sagt aus, das Verhältnis der Zirkulationszeit zu einem Umschlag des
Kapitals. Multiplizieren wir den Zähler und Nenner mit q', so cq'/(c+p)q'

129
= C/Z.
(c/(c+p) = 30/(30+60) = ⅓.)

c/(c+p)

oder ⅓ drückt
das Verhältnis der Zirkulationszeit zur Gesamtzeit aus, denn 360/3 = 120. Der
Umlauf (c + p) ist in c enthalten c/(c+p) oder

⅓ (C/Z oder) [mal].

Wir haben also die 3 Formeln:

1. S' = SZ/(p+c) = SZ/U; 2. S'
= S(Z-C)/p;

3. S' = SZ/p – [SZ/p x c/(c+p)]
= S[Z/p – Z/p x c/(c+p)]

Also: Sq : S' = SZ/p :
S(Z-C)/p; oder Sq : S'

130
=
Z : (Z - C). Das Maximum des Werts zum wirklichen Wert wie ein gegebener
Zeitraum zu diesem Zeitraum minus die Gesamtzirkulationszeit. Oder auch

Sq : S' = (pq' + cq') : (pq' +
cq* - cq'), i.e. = (p+c) : p

131
.

ad 3. S' = SZ/p – SZ/p x
c/(c+p) = S[Z/p – Z/p x c/(c+p) oder

da Z/p = q.

S' = S[q – qxc/(c+p)] =
S(q-qc/U). Der Gesamtsurpluswert also = dem Surpluswert gesetzt in einer
Produktionsphase, dessen Koeffizient ist die Anzahl, worin die Produktionszeit
enthalten in der Gesamtzeit minus die Anzahl, worin die Zirkulationszeit eines
Umschlags enthalten ist in dieser letztem Zahl.

S(q-qc/U) – Sq (1-lc/U) =
Sq(U-c)/U = Sqp/U = SZ/(p+c), welches die erste Formel. So heißt
Formel 3
… Formel 1
:
Der Gesamtsurpluswert gleich dem Surpluswert einer Produktionsphase,
multipliziert mit der Gesamtzeit, dividiert durch die Umschlagszeit oder
multipliziert mit der Anzahl, worin die Summe der Produktionszeit und
Zirkulationszeit in der Gesamtzeit enthalten ist.

Formel 2:
Der Gesamtwert gleich dem
Surpluswert, multipliziert mit der Gesamtzeit minus die Gesamtzirkulationszeit,
dividiert durch die Dauer einer Produktionsphase.

(In der Konkurrenz ist das
Grundgesetz, das entwickelt wird im Unterschied zu dem über den Wert und
Surpluswert aufgestellten, dass er bestimmt ist nicht durch die in ihm
enthaltene Arbeit oder die Arbeitszeit, worin er pro-

duziert
ist, sondern die Arbeitszeit, worin er produziert werden kann oder die zur
Reproduktion notwendige Arbeitszeit. Dadurch wird das einzelne Kapital realiter
erst in die Bedingungen des Kapitals überhaupt gestellt, obgleich es den Schein
hat, als ob das ursprüngliche Gesetz umgeworfen. Die
notwendige
Arbeitszeit
als durch die Bewegung des Kapitals selbst bestimmt, ist aber so erst gesetzt.
Dies ist das Grundgesetz der Konkurrenz. Nachfrage, Zufuhr, Preis
(Produktionskosten) sind weitere Formbestimmungen; der Preis als Marktpreis;
oder der allgemeine Preis. Dann das Setzen einer allgemeinen Profitrate.
Infolge des Marktpreises verteilen sich dann die Kapitalien an verschiedene
Zweige. Herabsetzen der Produktionskosten etc. Kurz, hier erscheinen alle
Bestimmungen
umgekehrt
wie
in dem Kapital im Allgemeinen. Dort Preis, bestimmt durch die Arbeit, hier
Arbeit, bestimmt durch den Preis etc. etc. Wirkung der einzelnen Kapitalien
aufeinander bewirkt eben, dass sie als
Kapital
sich
verhalten müssen; das scheinbar unabhängige Wirken der einzelnen und ihr
regelloses Zusammenstößen ist grade das Setzen ihres allgemeinen Gesetzes.
Markt erhält hier noch andere Bedeutung. Das Wirken der Kapitalien als
einzelner aufeinander wird so grade ihr Setzen als allgemeiner und Aufheben der
scheinbaren Unabhängigkeit und selbständigen Bestehens der einzelnen. Noch mehr
findet diese Aufhebung statt im Kredit. Und die äußerste Form, wozu die
Aufhebung geht, die aber zugleich das
ultimate

132
Setzen
des
Kapitals in seiner ihm adäquaten Form das Aktienkapital.) (Nachfrage, Zufuhr, Preis,
Produktionskosten, Gegensatz von Profit und Zins, verschiedene Relations von
Tauschwert und Gebrauchswert, Konsumtion und Produktion.)

Wir haben also gesehen, dass
der Surpluswert, den das Kapital in einem bestimmten Zeitraum setzen kann,
bestimmt ist dadurch, wie oft der Verwertungsprozess wiederholt oder das
Kapital reproduziert werden kann in einem bestimmten Zeitraum; dass die Anzahl
dieser Reproduktionen aber bestimmt ist durch das Verhältnis der Dauer der
Produktionsphase nicht zum Gesamtzeitraum, sondern zu dieser Gesamtzeit minus
der Zirkulationszeit. Die Zirkulationszeit erscheint also als Zeit, worin die
| Fähigkeit des Kapitals, sich und darum den Mehrwert zu reproduzieren,
aufgehoben ist. Seine Produktiviät – d. h. sein Schaffen von Mehrwerten – steht
also in umgekehrtem Verhältnis zu der Zirkulationszeit und würde das Maximum
erreichen, wenn letztere auf 0 fiele. Die Zirkulation, da sie der Verlauf des
Kapitals durch die verschiedenen, begrifflich bestimmten Momente seiner
notwendigen Metamorphose – seines Lebensprozesses, ist unerlässliche Bedingung
für das

Kapital, durch seine eigene Natur gesetzte
Bedingung. Soweit dieser Verlauf Zeit kostet, ist diese Zeit

133
, worin das
Kapital seinen Wert nicht
vermehren
kann,
weil er
Nicht
produktionszeit
ist, Zeit, worin es die lebendige Arbeit
nicht
aneignet. Diese Zirkulationszeit
kann also nie den vom Kapital geschaffenen Wert vermehren, sondern nur
nicht wertsetzende
Zeit
setzen, also als Schranke erscheinen der Wertvermehrung, im selben
Verhältnisse, worin sie zur Arbeitszeit steht. Diese Zirkulationszeit kann
nicht gerechnet werden zu der wertschaffenden Zeit, denn diese ist nur
Arbeitszeit, die sich im Wert vergegenständlicht. Sie gehört nicht zu den
Produktionskosten des Werts, und ebenso wenig zu den Produktionskosten des
Kapitals; aber sie ist erschwerende Bedingung seiner Selbstreproduktion.

Die Hemmnisse, die das Kapital
findet, sich zu verwerten – d. h. lebendige Arbeit anzueignen –, bilden
natürlich kein Moment seiner Verwertung, seines Wertsetzens. Daher ist es
lächerlich,
Produktionskosten
hier
in dem primitiven Sinn zu nehmen. Oder wir müssen Produktionskosten trennen als
besondere Form von der in dem Wert sich vergegenständlichenden Arbeitszeit (wie
wir Profit vom Mehrwert trennen müssen). Aber selbst dann gehört die
Zirkulationszeit nicht zu den Produktionskosten des Kapitals, im selben Sinn
wie Salair etc.; sondern sie

134
ist ein item

135
, was bei der Abrechnung der einzelnen
Kapitalien gegeneinander in Anschlag kommt, weil sie den Surpluswert sich zu
gewissen allgemeinen Proportionen verteilen. Die Zirkulationszeit ist nicht
Zeit, worin das Kapital Wert schafft, sondern den im Produktionsprozess
geschaffenen Wert realisiert. Sie

136
vermehrt nicht seine Quantität; sondern
setzt ihn in entsprechende andere Formbestimmung, aus der Bestimmung des
Produkts in die der Ware, aus der der Ware in die des Geldes etc. Dadurch, dass
der Preis, der früher ideell an der Ware existierte, nun reell gesetzt wird;
dadurch, dass sie sich nun wirklich gegen ihren Preis – Geld – austauscht, wird
dieser Preis natürlich nicht größer.

Die Zirkulationszeit erscheint
also nicht als ihn bestimmende Zeit, und die Anzahl der Umschläge, soweit sie
durch die Zirkulationszeit bestimmt ist, erscheint nicht so, dass das Kapital
ein neues wertbestimmendes und ihm im Unterschied von der Arbeit gehöriges, sui
generis

137
Element
hinzubringt, sondern als limitierendes, negatives Prinzip. Die notwendige
Tendenz des Kapitals daher
Zirkulation
ohne Zirkulationszeit,
und diese Tendenz ist die
Grundbestimmung des Kredits und der Credit contrivances

138
des
Kapitals. Andrerseits ist der Kredit dann auch Form, worin das Kapital sich im
Unter-

schied von den einzelnen Kapitalien oder das einzelne
Kapital als Kapital [sich] im Unterschied von seiner quantitativen Schranke zu
setzen sucht. Die höchsten Resultate, wozu es aber in dieser line

139
bringt, ist
einerseits
fictitious
Capital

140
;
andererseits erscheint der Kredit nur als neues Element der
Konzentration,
der
Vernichtung der Kapitalien in einzelnen zentralisierenden Kapitalien. Die
Zirkulationszeit nach einer Seite vergegenständlicht im
Geld.
Versuch des
Kredits, das Geld bloß als Formmoment zu setzen; so dass es die Formverwandlung
vermittelt, ohne selbst
Kapital
zu
sein, i. e. Wert. Dies ist eine Form der
Zirkulation ohne Zirkulationszeit.
Das Geld
ist selbst ein Produkt der Zirkulation. Es wird sich zeigen, wie das Kapital im
Kredit neue Produkte der Zirkulation schafft.

Wenn das Streben aber des
Kapitals einerseits ist
Zirkulation
ohne

Zirkulationszeit,
so
andererseits Versuch, der
Zirkulationszeit
als
solcher den Wert der
Produktionszeit
in den verschiedenen
Organen, worin sich der Prozess der Zirkulationszeit und Zirkulation
vermittelt,
Wert
zu
geben; sie alle als Geld zu setzen und in weiterer Bestimmung als Kapital. Dies
eine andere Seite des Kredits. Alles das entspringt aus derselben Quelle. Alle
Erfordernisse der Zirkulation, Geld, Verwandlung von Ware in Geld, Verwandlung
von Geld in Ware etc. – obgleich sie verschiedene, scheinbar ganz heterogene
Formen annehmen, lassen sich alle rückführen auf
Zirkulationszeit.
Die
Maschinerie, diese abzukürzen, gehört

141
selbst zu ihr. Die
Zirkulationszeit
ist
die Zeit des Kapitals, die als die Zeit seiner spezifischen Bewegung als
Kapital betrachtet werden kann im Unterschied von der Produktionszeit, worin es
sich reproduziert; dauert, nicht als fertiges Kapital, das nur formelle
Umwandlungen zu durchlaufen hat, sondern als prozessierendes, schöpferisches,
seine Lebensseele aus der Arbeit saugendes Kapital.

Der Gegensatz von Arbeitszeit
und Zirkulationszeit enthält die ganze Lehre vom Kredit, soweit hier namentlich
die Currencygeschichte etc. hereinkommt. Nun zeigen sich natürlich später, wo
nicht nur die Zirkulationszeit als Abzug von der möglichen Produktionszeit ist,
außerdem wirkliche Kosten der Zirkulation, d. h., dass wirklich schon gesetzte
Werte in ihr verausgabt werden müssen. Diese alle aber sind in fact nur Kosten,
die das Kapital sich macht – Abzüge von dem schon geschaffenen Surpluswert –,
um die z. B. in einem Jahr mögliche Summe von Surpluswerten, d. h. dem
aliquoten Teil der auf eine bestimmte Zeit kommenden Produktionzeit, zu
vermehren – i.e. um die Zirkulationszeit abzukürzen. Allerdings erscheint
ferner in der Praxis die Produktionszeit nicht wirklich unterbrochen durch die
Zirkulationszeit (außer

in Krisen und depression of trade

142
). Dies aber nur,
weil jedes Kapital sich in Portionen teilt, ein Teil in der Produktionsphase,
der andere in der Zirkulationsphase. Es ist also z. B. (je nach dem Verhältnis
der Zirkulationszeit zur Produktionszeit) nicht das ganze Kapital tätig, sondern ⅓, 1/x
desselben, ein anderes in der Zirkulation begriffen. Oder die Sache kann noch
so sich gestalten, dass ein bestimmtes Kapital (durch Kredit z. B.) sich
verdoppelt. Für dies Kapital dann dasselbe – [für] das originelle Kapital –,
als ob gar keine Zirkulationszeit existierte. Dann aber das von ihm geliehene
Kapital in diesem plight

143
. Und wenn von ownership

144
abgesehen
wird, wieder ganz dasselbe, als ob ein Kapital in 2 geteilt. Statt dass sich a
in 2 geteilt und b in 2, zieht a b an sich und teilt sich in a und b.
Illusionen über diesen Prozess häufig bei den Kreditgläubigen (die selten
Gläubiger, sondern rather

145
Schuldner sind).

Wir haben oben schon darauf
hingedeutet, wie die doppelte und widersprechende Bedingung des Kapitals, die
Kontinuität der Produktion und die Notwendigkeit der Zirkulationszeit oder auch
die Kontinuität der Zirkulation (nicht Zirkulationszeit) und die Notwendigkeit
der Produktionszeit nur dadurch vermittelt werden kann, dass das Kapital sich
in Portionen teilt, wovon die eine als
fertiges
Produkt zirkuliert,
die andere in dem
Produktionsprozess sich reproduziert,
und
diese Portionen abwechseln; wenn die eine retourniert in Phase P
(Produktionsprozess), verlässt die andere denselben. Dieser Prozess findet
tagtäglich statt wie auch in größeren Zwischenräumen (Zeitdimensionen). Das
ganze Kapital ist reproduziert und der Gesamtwert, sobald beide Portionen durch
den Produktionsprozess und Zirkulationsprozess durchgegangen sind oder auch
sobald die zweite Portion von neuem in die Zirkulation tritt. Damit ist der
Ausgangspunkt Endpunkt. Der Umschlag hängt daher ab von der Größe des Kapitals
oder rather hier noch von der
Gesamtsumme
dieser
beiden Portionen. Erst sobald sie reproduziert ist, ist der ganze
Umschlag
vollendet;
sonst nur ½, ⅓, 1/x, je nach dem Verhältnis des beständig
zirkulierenden Teils.

| Es ist ferner
hervorgehoben worden, wie jeder Teil dem anderen gegenüber als fix oder als
zirkulierend betrachtet werden kann und wie sie abwechselnd wirklich zueinander
in dieser Beziehung stehen. Die Gleichzeitigkeit des Prozesses des Kapitals in
verschiedenen Phasen des Prozesses ist nur möglich durch Teilung desselben und
Abstoßen in Portionen, wovon jede Kapital ist, aber Kapital in einer
verschiedenen Bestimmung. Dieser Form- und Stoffwechsel wie im organischen
Leib. Sagt man z. B., der Körper reproduziert sich in 24 Stunden, so tut er das
nicht auf einmal, sondern das Abstoßen in

der einen Form und
Erneuern [in] der anderen ist verteilt, geht gleichzeitig vor sich. Übrigens im
Körper der Knochenbau das Capital fixe erneuert sich nicht in derselben Zeit,
wie Fleisch, Blut. Es finden verschiedene Grade in der Geschwindigkeit der Konsumtion
(der Selbstkonsumtion) und daher der Reproduktion statt. (Hier also schon
Übergang zu
vielen
Kapitalien.) Das wichtige ist hier vor allem zunächst nur, das Kapital als
solches im Auge zu haben; da die Bestimmungen, die hier entwickelt werden,
Bestimmungen sind, die den Wert überhaupt zum Kapital machen; die differentia
specifica

146
des
Kapitals als solchen konstituieren.

Eh wir weitergehen, machen wir
noch einmal aufmerksam auf den wichtigen Punkt, dass die Zirkulationszeit – d.
h. die Zeit, die das Kapital getrennt von dem Prozess [verbringt], worin es die
Arbeit in sich absorbiert – d.h. die Arbeitszeit des Kapitals als Kapitals –
nur Umsetzen des
vorausgesetzten
Werts
aus einer Formbestimmung in die andere, aber nicht
wertschaffendes,
-vermehrendes
Element ist. Durch Verwandlung eines Werts von 4 Arbeitstagen, der in der Form
von Twist existierte, in die Form von 4 Arbeitstagen, die als Geld existieren,
oder eines als Repräsentant von 4 Arbeitstagen überhaupt, 4 allgemeinen
Arbeitstagen anerkannten Symbols, wird der
vorausgesetzte
und
gemessene
Wert aus
einer Form in die andere übersetzt, aber er wird nicht vermehrt. Der Austausch
von Äquivalenten lässt sie qua Quanta

147
von Wert
nach
dem Austausch, was sie vor dem Austausch
waren. Wenn man sich ein Kapital denkt oder die verschiedenen Kapitalien eines
Landes als ein Kapital (Nationalkapital) betrachtet im Unterschied zu dem von

148
anderen
Ländern, so ist es klar, dass die Zeit, worin dies Kapital nicht als
produktives Kapital wirkt, i. e. keinen Mehrwert setzt, abgeht von der zur
Disposition des Kapitals stehenden Verwertungszeit. Sie erscheint – in dieser
abstrakten Fassung, noch ganz ohne Rücksicht auf Kosten der Zirkulation selbst
– als Negation nicht der wirklich gesetzten Verwertungszeit, sondern der
möglichen
Verwertungszeit,
d.h. möglich, wenn die Zirkulationszeit = 0. Es ist nun klar, dass das
nationale Kapital die Zeit, worin es sich nicht vervielfältigt, nicht als Zeit
betrachten kann, worin es sich vervielfältigt, sowenig wie ein isolierter Bauer
z.B. die Zeit, wo er nicht ernten, nicht säen kann, überhaupt seine Arbeit
unterbrochen wird, als ihn bereichernde Zeit betrachten kann. Dass das Kapital,
nachdem es, und notwendig so, sich unabhängig von der Arbeit, von der
Absorption der Arbeit durch es, als produktiv, als Früchte bringend betrachtet,
sich unterstellt, zu allen Zeiten fruchtbar zu sein, und seine Zirkulationszeit
als werteschaffende Zeit berechnet – als Produktionskost –,

ist
quite another thing

149
.
Daher sieht man das Falsche, wenn Ramsay z. B. sagt:

„dass die Anwendung fixen
Kapitals das Prinzip, dass der Wert von der Arbeitsmenge abhängt, erheblich
modifiziert. Denn manche Waren, auf die die gleiche Arbeitsmenge verausgabt
wurde, erheischen sehr verschiedene Zeiträume, ehe sie für den Konsum fertig
werden. Aber da während dieser Zeit das Kapital keine Einnahmen bringt,
muss,
damit die
betreffende Anwendung nicht weniger gewinnbringend sei als andere, in denen das
Produkt früher zum Gebrauch fertig ist,
die Ware, wenn sie
schließlich auf den Markt kommt, an Wert
um soviel
gesteigert werden,
als der vorenthaltene Profit
ausmacht“.

(Da ist schon unterstellt, dass
das Kapital als solches stets gleichmäßig Profit bringt, wie ein gesunder Baum
Früchte.)

„
Dies zeigt, wie das Kapital den Wert unabhängig von der
Arbeit zu bestimmen vermag.“
Z.B. Wein im Keller. (
Ramsay
[, p.43].
IX,
84.)

150

Hier, als ob Zirkulationszeit
neben der Arbeitszeit – oder auf gleicher Stufe mit ihr Wert produzierte. Das
Kapital enthält allerdings beide Momente in sich. 1. Die
Arbeitszeit
als
wertschaffendes Moment. 2. Die
Zirkulationszeit
als
die Arbeitszeit beschränkendes und so die Gesamtwertschöpfung durch das Kapital
beschränkendes Moment; als notwendig, weil der Wert, oder das Kapital, wie es
unmittelbares Resultat des Produktionsprozesses, zwar
Wert,
aber nicht in
seiner adäquaten Form gesetzter. Die Zeit, die diese Formverwandlungen
erheischt – die zwischen Produktion und Reproduktion also verläuft –, ist das
Kapital entwertende Zeit. Wenn einerseits die
Kontinuität,
so liegt ebenso die
Unterbrechung
der
Kontinuität in der Bestimmung des Kapitals als zirkulierend, prozessierend.

Die Ökonomen, indem sie richtig
die Zirkulation, die Revolution, die das Kapital durchmachen muss, um sich zur
Neuproduktion zu entzünden, als une Serie d’echanges

151
bestimmen, geben von selbst zu, dass
diese Zirkulationszeit nicht die Quantität des Werts vermehrende – also nicht
Neuwert setzende Zeit sein kann –, da eine Serie d’echanges, wie viel echanges
sie einschließen mag und wie viel Zeit die Vollendung dieser Operationen kosten
mag, nur der Austausch von Äquivalenten ist. Das Setzen der Werte – der Extreme
der Vermittlung – als gleicher, kann sie natürlich nicht ungleich setzen.
Quantitativ betrachtet, können sie sich weder vermehrt noch vermindert haben
durch den Austausch.

Der Surpluswert einer
Produktionsphase ist bestimmt durch die während derselben vom Kapital in
Bewegung gesetzte Surplusarbeit (angeeignete Surplusarbeit); die Summe der
Surpluswerte, die das Kapital in einem bestimmten

Zeitraum
schaffen kann, ist bestimmt durch die Wiederholung der Produktionsphase in
diesem Zeitraum oder durch den
Umschlag
des
Kapitals. Der Umschlag aber ist gleich der Zeitdauer der Produktionsphase plus
der Zeitdauer der Zirkulation gleich der Summe der Zirkulationszeit und der Produktionszeit.
Der Umschlag nähert sich um so mehr der Produktionszeit selbst, je kleiner die
Zirkulationszeit, d. h. die Zeit, die verfließt zwischen dem Capital sortant de
la production et rentrant dans elle.

152

Der Surpluswert ist in fact
bestimmt durch die während einer Produktionsphase vergegenständlichte
Arbeitszeit. Je öfter die Reproduktion des Kapitals, desto öfter findet die
Produktion des Surpluswerts statt. Die Anzahl der Reproduktionen = der Anzahl
der
Umschläge.
Also
der Gesamtsurpluswert = S x nU (wenn n die Anzahl der Umschläge). S' = Sx nU;
also S = S'/nU.

153
Wenn
die Produktionszeit, die ein Kapital von 100 l. in einem gewissen
Industriezweig braucht, gleich 3 Monaten, so könnte es im Jahr 4mal umschlagen,
und wenn der jedes Mal geschaffene S-Wert = 5, so wäre der Gesamtsurpluswert =
5 (dem in einer Produktionsphase geschaffenen S) x 4 (die Anzahl der Umschläge,
bestimmt durch das Verhältnis der Produktionszeit zum Jahr) = 20. Da aber die
Zirkulationszeit z. B. = ¼ der Produktionszeit, so wäre 1 Umschlag = 3+1
Monate, gleich 4 Monate, und das Kapital von 100 könnte nur 3mal

154
im Jahr
umschlagen[; S'] = 15. Obgleich daher das Kapital in 3 Monaten einen S-Wert von
5 l
.
setzt,
so ist [es] für es dasselbe, als wenn es in 4 Monaten nur einen Wert von 5
setzte, weil es im Jahr nur einen von 5x3 setzen kann. Es ist dasselbe für es,
als ob es je 4 Monate einen S von 5 produzierte; also in 3 Monaten produzierte
nur 15/4 oder 3 ¾, in dem einen Zirkulationsmonat aber 1¼. Soweit der Umschlag
unterschieden ist von der durch die Bedingungen der Produktion selbst gesetzten
Dauer, ist er = der Zirkulationszeit. Diese aber ist nicht bestimmt durch die
Arbeitszeit. So erscheint die Summe der Surpluswerte, die das Kapital in einem
gegebenen Zeitraum setzt, nicht einfach bestimmt durch die Arbeitszeit, sondern
durch Arbeitszeit und Zirkulationszeit | in den oben angegebenen
Verhältnissen. Die Bestimmung, die das Kapital hier aber in die Wertsetzung
hereinbringt, ist, wie oben gezeigt,
negativ,
limitierend.

Wenn z. B. ein Kapital von 100
l. braucht 3 Monate für die Produktion, sage 90 Tage, so könnte, wäre die
Zirkulationszeit = 0, das Kapital 4mal im Jahr

umschlagen;
und das Kapital wäre fortwährend
ganz
als
Kapital wirksam, d. h. als Surplusarbeit setzend, als sich vervielfältigender
Wert. Repräsentierten von den 90 Tagen 80 die notwendige Arbeit, so 10
Surplusarbeit. Gesetzt nun, die Zirkulationszeit betrage 33⅓% von der
Produktionszeit oder ⅓ derselben. Also auf 3 Monate 1. Die
Zirkulationszeit dann = 90/3der dritte Teil der Produktionszeit = 30 Tagen, c
= ⅓ p. (c=p/3). Well
.
155
Die Frage ist, der wievielte Teil
des Kapitals kann jetzt fortwährend in der Produktion beschäftigt sein? Während
des ganzen Jahres? Wenn das Kapital von 100 – 90 Tage gearbeitet hätte, und als
Produkt von 105 nun zirkulierte während eines Monats, so könnte es während
dieses Monats gar keine Arbeit beschäftigen. (Die 90 Arbeitstage können
natürlich gleich sein 3,4, 5, x mal 90, je nach der Zahl beschäftigter Arbeiter
während der 90 Tage. Sie wären nur = 90 Tagen, wenn nur 1 Arbeiter beschäftigt.
Dies geht uns hier einstweilen nichts an.) (Bei allen diesen Berechnungen
vorausgesetzt, dass der Surpluswert nicht wieder kapitalisiert wird, sondern
das Kapital fortfährt, mit derselben Zahl von Arbeitern zu arbeiten; aber zur
selben Zeit wie das Surplus

156

realisiert,
wird auch das ganze Kapital erst wieder als Geld realisiert.) D. h., während
eines Monats könnte das Kapital gar nicht beschäftigt werden. (Das Kapital von
100 beschäftigt z. B. fortwährend 5 Arbeiter; darin ihre Surplusarbeit
enthalten, und das Produkt, das zirkuliert wird, ist nie das ursprüngliche
Kapital, sondern das, welches die Surplusarbeit absorbiert hat und daher einen
Surpluswert hat. Unter dem Zirkulieren eines Kapitals von 100 also eigentlich
zu verstehen z.B. Zirkulieren des Kapitals von 105; d.h. des Kapitals mit dem
Profit, der in 1 Produktionsakt gesetzt. Doch dieser erreur

157
hier
gleichgültig; namentlich bei der obigen Frage.)

Gesetzt, für 100 l. Twist am
Ende von 3 Monaten produziert. Es dauert nun 1 Monat, bis ich das Geld
einbekomme und die Produktion von neuem beginnen kann. Um nun dieselbe Zahl
Arbeiter in Bewegung zu setzen während 1 Monat, wo das Kapital zirkuliert, müsste
ich haben Surpluskapital von 33⅓ l.; denn wenn 100 l. bestimmtes Quantum Arbeit
während 3 Monaten in Bewegung setzten, würde ⅓ 100 l. sie während
eines Monats in Bewegung setzen. Am Ende des vierten Monats würde das Kapital
von 100 returnen

158
in
die Produktionsphase und das von 33⅓ eingehen in die Zirkulationsphase.
Das letztere würde brauchen zu seiner Zirkulation im selben
Verhältnis ⅓ Monat; würde also rückkehren in die Produktion nach 10
Tagen. Das erste Kapital könnte erst wieder in die Zirkulation treten am Ende
des 7. Monats. Das zweite, das am Anfang des 5. Monats in Zirkulation getreten,
wäre retourniert sage am 10.

des 5. Monats, träte
wieder in Zirkulation am 10. des 6. Monats und retournierte am 20.
des 6. Monats, um wieder in Zirkulation zu treten am 20. des 7. Monats; am
Ende des 7. Monats wäre es retourniert, wenn das erste Kapital wieder seinen
Lauf begänne im selben Momente, wo das zweite retournierte. Anfang des 8.
Monats und retournieren am etc. Anfang des 9. etc. Mit einem Wort: Wäre das
Kapital um ⅓ größer – grade soviel wie die Zirkulationszeit beträgt,
so könnte es fortwährend dieselbe Zahl Arbeiter beschäftigen. Es kann aber
ebenso fortwährend in der Produktionsphase sein, wenn es beständig ⅓ weniger
Arbeit beschäftigt. Begänne er nur mit Kapital von 75, so am Ende des 3. Monats
die Produktion fertig; zirkulierte nun einen Monat; während dieses Monats
könnte er aber die Produktion fortsetzen, da er Kapital von 25 in der Hand
behalten, und wenn er 75 braucht, um eine bestimmte Masse Arbeit während 3
Monaten in Bewegung zu setzen, braucht er 25, um eine entsprechende Masse
während 1 Monat in Bewegung zu setzen. Er würde fortwährend dieselbe Zahl
Arbeiter in Bewegung haben. Jede seiner Waren braucht 1/12 Jahr, bevor sie
verkauft wird.

Wenn er stets auf seine
Waren ⅓ der Produktionszeit braucht, um sie zu verkaufen, so etc.
Diese Sache muss durch eine sehr einfache Gleichung aufzulösen sein, auf die
wir später zurückkommen werden. Sie gehört hier eigentlich nicht her. Aber die
Frage wichtig wegen der Kreditfragen später. Soviel indes klar. Nenne pt die
Produktionszeit, ct die Zirkulationszeit. Das Kapital C. C kann nicht zugleich
in seiner Produktionsphase und seiner Zirkulationsphase sein. Soll es
fortfahren zu produzieren, während es zirkuliert, so muss es in 2 Teile
zerfallen, wovon der eine in der Produktionsphase, während der andere in der
Zirkulationsphase, und die Kontinuität des Prozesses wird dadurch
aufrechterhalten, dass, wenn der Teil a in jener Bestimmtheit, der Teil b in dieser
gesetzt ist. Die immer in der Produktion befindliche Portion sei x; so ist x =
C – b (b sei der in der Zirkulation befindliche Teil des Kapitals). C = b + x.
Wäre ct, die Zirkulationszeit, = 0, so wäre b ebenfalls = 0 und x = C. b (der
in Zirkulation befindliche Teil des Kapitals): C (dem Gesamtkapital) = ct (die
Zirkulationszeit): pt (der Produktionszeit). b:C = ct:pt; d. h., in dem
Verhältnis der Zirkulationszeit zur Produktionszeit verhält sich der in
Zirkulation befindliche Teil des Kapitals zum Gesamtkapital.

Wenn ein Kapital von 100 zu 5%
Gewinn umschlägt alle 4 Monate, so dass 1 Monat Zirkulationszeit kommt auf 3
Monate Produktionszeit, so wird der Gesamtsurpluswert, wie wir gesehen haben,
sein = 512/4 M (Monat) = 5x3 = 15; statt 20, wenn das c = 0; denn
dann S' = 5 x 12/3 = 20. Nun aber 15 ist der

Gewinn eines
Kapitals von 75 zu 5%, bei dem die Zirkulationszeit = 0 wäre; das 4mal
umschlüge im Jahr; beständig beschäftigt wäre. Am Ende des ersten Vierteljahrs
3¾; am Ende des Jahres 15. (Es würde aber nur ein Gesamtkapital von 300
umschlagen, während von 400, wenn im obigen Fall ct = 0.) Also kann ein Kapital
von 100, bei dem die Zirkulationszeit 1 Monat auf 3 M Produktionszeit beträgt,
beständig produktiv employen

159
ein Kapital von 75; ein Kapital von 25
ist beständig zirkulierend und unproduktiv. 75 : 25 = 3 M : 1 M oder, wenn wir
den in der Produktion beschäftigten Teil des Kapitals p nennen, den in der
Zirkulation c und die entsprechenden Zeiten c' und p', so p : c = p': c'.
(p: c =
1
: ⅓.) Der
in der Produktion befindliche Teil des C verhält sich bei ständig zu dem
in der Zirkulation befindlichen =
1
: ⅓;
dies ⅓ beständig durch wechselnde Bestandteile repräsentiert. Aber p
: C = 75 :100 = 3/4; c = ¼; p : C= 1
: 4/3
und c : C = 1 : 4. Der
Gesamtumlauf =4M, p:U = 3M : 4M = 1 : 4/3.

| Bei der Zirkulation des
Kapitals findet gleichzeitig statt Formwechsel und Stoffwechsel. Wir müssen
beginnen hier nicht von G[eld], sondern vom Produktionsprozess als der
Voraussetzung. In der Produktion, nach der stofflichen Seite hin betrachtet, wird
das Instrument aufgenutzt und das Rohmaterial verarbeitet; das Resultat ist das
Produkt – ein neugeschaffener Gebrauchswert, verschieden von seinen
elementarischen Voraussetzungen. Im Produktionsprozess, nach der stofflichen
Seite betrachtet, erst Produkt geschaffen. Dies ist die erste und wesentliche
stoffliche Veränderung. Auf dem Markt, im Austausch gegen Geld, wird das
Produkt aus dem Kreislauf des Kapitals ausgestoßen und fällt der Konsumtion
anheim, wird Gegenstand der Konsumtion, sei es zur finalen Befriedigung eines
individuellen Bedürfnisses oder als Rohmaterial eines anderen Kapitals. Im
Austausch der Ware gegen Geld fällt die stoffliche und Formveränderung
zusammen; da im Geld eben der Inhalt selbst zur ökonomischen Formbestimmung
gehört. Die Rückverwandlung von Geld in Ware ist aber hier zugleich da in der
Rückverwandlung des Kapitals in die stofflichen Produktionsbedingungen. Es
findet Reproduktion eines bestimmten Gebrauchswerts statt ebenso gut wie die
von Wert als solchem. Wie aber das stoffliche Element von vornherein hier beim
Eintritt in die Zirkulation als Produkt gesetzt war, so am Ende derselben die
Ware wieder als Produktionsbedingung. Soweit das Geld als Zirkulationsmittel
hier figuriert, ist es in der Tat nur als Vermittlung der Produktion einerseits
mit der Konsumtion, in dem echange

160
, wo das Kapital den Wert in der Form des
Produkts von sich abstößt, und Vermittlung zwischen der Produktion und
Produktion

andrerseits, wo das Kapital sich in der Form des
Geldes abstößt und die Ware in der Form der Produktionsbedingung in seinen
Kreislauf zieht. Nach der stofflichen Seite des Kapitals betrachtet, erscheint
das Geld bloß als Zirkulationsmittel; nach der Formseite, als das nominelle Maß
seiner Verwertung und für eine bestimmte Phase als für sich seiender Wert; das
Kapital ist daher ebenso W-G-G-W, wie G-W-W-G, und zwar so, dass beide Formen
der einfachen Zirkulation hier zugleich weiter bestimmt sind

161
, indem G-G Geld
ist, das Geld schafft, und W-W Ware, deren Gebrauchswert ebenso reproduziert
wie vermehrt wird. In Bezug auf die Geldzirkulation, die hier als in die
Kapitalzirkulation eingehend und von ihr bestimmt erscheint wollen wir nur en
passant bemerken – denn die Sache au fond

162
kann erst behandelt werden, nachdem die
vielen Kapitalien betrachtet sind in ihrer Aktion und Reaktion aufeinander,
dass offenbar das Geld hier in verschiedenen Bestimmungen gesetzt ist. –

Es ist bisher angenommen
worden, dass die Produktionszeit zusammenfällt mit der Arbeitszeit. Aber nun
finden z. B. in der Agrikultur Interruptionen der Arbeit statt innerhalb der
Produktion selbst, bevor das Produkt beendigt ist. Es kann dieselbe Arbeitszeit
angewandt sein und die Dauer der Produktionsphase verschieden sein, weil die
Arbeit unterbrochen wird. Besteht der Unterschied nur darin, dass in einem Fall
das Produkt längere Arbeit erheischt, um gefinished

163
zu werden, als im anderen Fall, so ist
no case at all constituted

164
, weil dann nach dem allgemeinen Gesetz klar,
dass das Produkt, worin größeres Arbeitsquantum enthalten, soviel größerer
Wert, und ist die Reproduktion in einem gegebenen Zeitraum dann weniger häufig,
so ist der reproduzierte Wert um so größer. Und 2 x 100 gerade soviel, wie 4 x
50. Wie mit dem Gesamtwert, verhält es sich dann mit dem Surpluswert. Die
ungleiche Dauer, die verschiedene Produkte erheischen, obgleich nur dieselbe
Arbeitszeit (nämlich zusammen in aufgehäufter und lebendiger Arbeit) auf sie verwandt
wird, konstituiert die question

165
. Das Capital fixe agiert hier angeblich ganz
allein, ohne menschliche Arbeit, wie z. B. der dem Schoß der Erde anvertraute
Samen. Soweit noch Arbeit erheischt wird, diese abzuziehen. Die Frage rein zu
stellen. Wenn hier die Zirkulationszeit dieselbe, so ist der Umschlag seltener,
weil die Produktionsphase größer. Also die Produktionszeit + Umlaufszeit = 1U
größer als in dem Fall, wo die Produktionszeit mit der Arbeitszeit
zusammenfällt. Die Zeit, die hier gebraucht wird, damit das Produkt zur Reife
kommt, die Unterbrechungen der Arbeit konstituieren hier
Produktionsbedingungen.

Die Nicht-Arbeitszeit konstituiert
Bedingung für die Arbeitszeit, um letztere wirklich zur Produktionszeit zu
machen. Die Frage gehört offenbar eigentlich erst in die Ausgleichung der
Profitrate. Indes muss hier der Grund gecleart

166

werden.
Der langsamere Return

167
–
dies ist das Wesentliche – rührt hier nicht her von der Zirkulationszeit,
sondern von den Bedingungen selbst, unter denen die Arbeit produktiv wird; er

168
gehört zu
den technologischen Bedingungen des Produktionsprozesses. Es muss absolut
geleugnet werden, es ist geradezu abgeschmackt, dass ein natürlicher Umstand,
der das Kapital in einem bestimmten Produktionszweig hindert, sich in derselben
Zeit mit demselben Quantum Arbeitszeit auszutauschen, wie ein anderes Kapital
in anderem Produktionszweig, irgendwie dazu beitragen kann, seinen Wert
zu
vermehren.
Der
Wert, also auch der Surpluswert, nicht = der Zeit, welche die Produktionsphase
dauert, sondern der während dieser Produktionsphase angewandten Arbeitszeit,
vergegenständlichten wie lebendigen. Letztere allein – und zwar im Verhältnis,
wie sie zur vergegenständlichten angewandt ist – kann Surpluswert schaffen,
weil Surplusarbeitszeit. {Dass bei der Ausgleichung der Profitrate andere
Bestimmungen hereinkommen, klar. Hier aber handelt es sich nicht um das
Verteilen des Surpluswerts, sondern um seine Schöpfung.} Es ist daher mit Recht
behauptet worden, dass nach dieser Seite hin die Agrikultur f.i. weniger produktiv
(Produktivität bezieht sich hier auf Produktion von Werten) als andere
Industrien. Ebenso wie von der anderen Seite –
insofern Wachsen der Produktivität in ihr
direkt
die notwendige Arbeitszeit vermindert
–
sie produktiver ist als alle anderen.
Dieser
Umstand selbst kann ihr aber nur zugute kommen, wo das
Kapital
schon herrscht
und die ihm entsprechende general form of production

169
. Es liegt schon in dieser Unterbrechung
innerhalb der Produktionsphase, dass die Agrikultur nie die Sphäre sein kann,
mit der das Kapital beginnt; wo es seinen ursprünglichen Sitz aufschlägt. Es
widerspricht dies den ersten Grundbedingungen der industriellen Arbeit. Es ist
also erst durch Rückwirkung, dass die Agrikultur dem Kapital vindiziert

170
wird und
der Ackerbau industriell wird. Erheischt einerseits hohe Entwicklung der
Konkurrenz; andererseits große Entwicklung von Chemie, Mechanik etc., i. e. der
Manufakturindustrie. Es findet sich daher auch historisch, dass die Agrikultur
nie
rein erscheint
in
den Produktionsweisen, die dem Kapital vorhergehen oder seinen eigenen
unentwickelten Stufen entsprechen. Ländliche Nebenindustrie, wie Spinnen, Weben
etc. muss make up

171
für
die Grenze der Anwendung der Arbeitszeit, die hier gesetzt ist – und die in
diesen Unterbrechungen liegt. Das

Nichtzusammenfallen der
Produktionszeit mit der Arbeitszeit kann überhaupt nur an Naturbedingungen
liegen, die hier direkt der Verwertung der Arbeit im Weg stehen, d. h. der
Aneignung von Surplusarbeit durch das Kapital. Diese Hindernisse in seinem Wege
konstituieren natürlich keine advantages

172
, sondern, de son point de vue

173
, Verluste. Der
ganze case ist hier eigentlich nur zu erwähnen, als Beispiel des fixierten, in
einer Phase fixierten Kapitals. Was festzuhalten, ist hier nur, dass das
Kapital keinen Mehrwert schafft, solange es keine lebendige Arbeit anwendet.
Die Reproduktion des angewandten Capital fixe selbst ist natürlich nicht Setzen
von Surpluswert.

(Beim menschlichen Körper, wie
beim Kapital, tauschen sich bei der Reproduktion die verschiedenen Portionen
nicht in gleichen Zeiträumen aus, Blut erneuert sich rascher als Muskel, Muskel
als Knochen, die nach dieser Seite als das Capital fixe des menschlichen
Körpers betrachtet werden können.)

| Als die Mittel, die
Zirkulation zu beschleunigen, zählt Storch auf: 1. Bildung einer Klasse von
„Arbeitern“, die sich nur mit dem Handel beschäftigt; 2. facilite der moyens de
transport

174
; 3.
Geld; 4. Credit. (Sieh oben.)

Aus dieser kunterbunten
Zusammenstellung geht die ganze Konfusion der politischen Ökonomen hervor. Geld
und Geldzirkulation – was wir einfache Zirkulation nannten, ist Voraussetzung,
Bedingung sowohl des Kapitals selbst, wie der Zirkulation des Kapitals. Das
Geld, wie es daher existiert, als einer dem Kapital vorhergehenden Stufe der
Produktion angehöriges Verhältnis des Verkehrs, das Geld als Geld, in seiner
unmittelbaren Form, kann daher nicht gesagt werden, die Zirkulation des
Kapitals zu beschleunigen, sondern ist Voraussetzung derselben. Wenn wir vom
Kapital und seiner Zirkulation sprechen, stehen wir auf einer Stufe der
gesellschaftlichen Entwicklung, wo die Einführung des Geldes nicht als
Entdeckung etc. hereinkommt, sondern
Voraussetzung
ist.
Soweit das Geld in seiner unmittelbaren Form selbst Wert hat, nicht nur der
Wert anderer Waren ist, Symbol ihres Werts – denn wenn ein selbst Unmittelbares
ein anderes Unmittelbares sein soll, so kann es dasselbe nur
vorstellen,
d’une
maniere ou d’une autre symbol

175
–, sondern selbst Wert hat, selbst vergegenständlichte
Arbeit in einem bestimmten Gebrauchswert ist, ist das Geld so weit entfernt,
die Zirkulation des Kapitals zu beschleunigen, dass es sie vielmehr aufhält.
Das Geld nach beiden Seiten hin betrachtet, wie es in der Zirkulation des
Kapitals vorkommt, sowohl als Zirkulationsmittel wie

als
realisierter Wert des Kapitals gehört zu den Zirkulationskosten, sofern es
selbst Arbeitszeit ist, die angewandt wird, um einerseits die Zirkulationszeit
abzukürzen, andererseits ein qualitatives Moment – Rückverwandlung des Kapitals
in sich als für sich seienden Wert – der Zirkulation darzustellen. Nach beiden
Seiten hin vermehrt es den Wert nicht. Nach der einen Seite hin ist es eine
kostbare, Arbeitszeit kostende, also vom Surpluswert abgehende Form, den Wert
darzustellen. Nach der anderen Seite hin kann es als eine Maschine betrachtet
werden, die Zirkulationszeit spart und so Zeit für die Produktion freisetzt.
Insofern es aber selbst als solche Maschine Arbeit kostet und ein Produkt der
Arbeit ist, repräsentiert es dem Kapital gegenüber
faux frais de la production

176
.
Es
figuriert unter den Zirkulationskosten.

Die ursprüngliche
Zirkulationskost ist die Zirkulationszeit selbst im Gegensatz zur Arbeitszeit.
Die reellen Zirkulationskosten sind selbst vergegenständlichte Arbeitszeit –
Maschinerie, um die ursprünglichen Kosten der Zirkulationszeit abzukürzen. Das
Geld in seiner unmittelbaren Form, wie es einer dem Kapital vorhergehenden
historischen Stufe der Produktion angehört, erscheint ihm daher als
Zirkulationskost, und das Bestreben des Kapitals geht daher dahin, es sich
adäquat umzugestalten; es daher zu machen zu einem keine Arbeitszeit kostenden,
nicht selbst Wertvollen, Repräsentanten eines Momentes der Zirkulation. Das
Kapital ist daher darauf gerichtet, es in seiner überlieferten, unmittelbaren
Realität aufzuheben und es in ein nur vom Kapital
Gesetztes
und ebenso
Aufgehobenes, rein
Ideelles
zu
verwandeln. Es kann also nicht, wie Storch tut, gesagt werden, dass das Geld
überhaupt ein Beschleunigungsmittel der Zirkulation des Kapitals; sondern es
muss umgekehrt gesagt werden, dass das Kapital es in ein bloß
ideelles
Moment seiner
Zirkulation zu verwandeln und erst in die ihm entsprechende adäquate Form zu
erheben sucht. Aufheben des Geldes in seiner unmittelbaren Form erscheint als
Forderung der zum Moment der Kapitalzirkulation gewordenen Geldzirkulation; weil
in seiner unmittelbar vorausgesetzten Form es
Schranke
der Zirkulation des Kapitals
ist.
Zirkulation ohne
Zirkulationszeit
ist die Tendenz des Kapitals; daher auch
Setzen der Instrumente, die nur zur Abkürzung der Zirkulationszeit dienen, in
bloß vom Kapital gesetzte
Formbestimmungen,
wie
die unterschieden Momente, die das Kapital in der Zirkulation durchläuft,
qualitative Bestimmungen seiner eigenen Metamorphose sind.

Was die Bildung eines
besonderen Handelsstandes betrifft – d. h. eine Entwicklung der Teilung der
Arbeit, die das Geschäft des Austauschens selbst in eine besondere Arbeit
verwandelt hat – wozu natürlich die Summe der

Tauschoperationen
schon gewisse Höhe erreicht haben muss – (nähme der Austausch bei 100 Leuten
den 100. Teil ihrer Arbeitszeit in Anspruch, so ist jeder Mann
1/100 Austauschender; 100/100 Austauschender repräsentierte one
single man

177
.
Auf die 100 könnte dann ein Kaufmann kommen. Die Separation des Handels von der
Produktion selbst oder dass der Austausch selbst gegen die Austauschenden
repräsentiert wird, erfordert überhaupt, dass der Austausch und Verkehr
entwickelt sind to a certain degree

178
. Der Kaufmann stellt dem Verkäufer gegenüber
alle Käufer, dem Käufer gegenüber alle Verkäufer vor, also

179
ist er
nicht ein Extrem, sondern die Mitte des Austauschs selbst; erscheint daher als
Mittler) – die Bildung des Kaufmannsstandes, die die des Geldes, wenn auch
nicht in allen seinen Momenten entwickelt, voraussetzt, ist ebenfalls eine
Voraussetzung für das Kapital und kann daher nicht angeführt werden, als seine
spezifische Zirkulation vermittelnd. Da der Handel eine
Voraussetzung,
historisch
sowohl wie begrifflich für die Entstehung des Kapitals, so werden wir, ehe wir
dieses Kapitel abschließen, darauf zurückkommen müssen, da es vor oder in den
Abschnitt von der Entstehung des Kapitals gehört.

Erleichterung der
Transportmittel, soweit sie meint Erleichterung der physischen
Warenzirkulation, gehört nicht hierhin, wo bloß die Formbestimmungen der
Zirkulation des Kapitals betrachtet werden. Das Produkt wird erst Ware, tritt
erst aus der Produktionsphase heraus, sobald es auf dem
Markt
ist. Andrerseits
gehören die Transportmittel insofern herein, als die
Returns

180
des Kapitals – d. h. die Zirkulationszeit
mit der Entfernung des Markts von dem Ort der Produktion

181
wachsen
muss. Abkürzung derselben durch Transportmittel erscheint also direkt, nach
dieser Seite hin direkt, in die Betrachtung der Zirkulation des Kapitals
gehörig. Doch gehört dies eigentlich in die Lehre vom Markt, die selbst in den
Abschnitt vom Kapital gehört.

Endlich
Kredit.
Diese direkt
vom Kapital gesetzte Form der Zirkulation etc. – die also spezifisch aus der
Natur des Kapitals hervorgeht, diese differentia specifica

182
des
Kapitals wirft Storch etc. hier zusammen mit Geld, Handelsstand etc., die
überhaupt der Entwicklung des Austauschs und der more or less

183
auf ihr
gegründeten Produktion angehören. Die differentia specifica anzugeben, ist hier
sowohl
logische
Entwicklung
als Schlüssel zum Verständnis der
historischen.
Wir
finden auch historisch in England z. B. (ebenso in Frankreich) die Versuche,
Geld durch Papier zu ersetzen, andrerseits dem

Kapital,
soweit es in der Form des
Werts
existiert,
eine rein von ihm selbst gesetzte Form zu geben, endlich Versuche zur Gründung
des Kredits gleich mit Aufkommen des Kapitals. (Z.B. Petty, Boisguillebert.) ,

Wir können innerhalb der
Zirkulation als des Gesamtprozesses unterscheiden zwischen der großen und der
kleinen Zirkulation. Die erstere umfasst die ganze Periode von dem Moment, wo
das Kapital aus dem Produktionsprozess heraustritt, bis es in ihn zurückkehrt.
Die zweite ist kontinuierlich und geht gleichzeitig mit dem Produktionsprozess
selbst beständig vor sich. Es ist der Teil des Kapitals, der als Salair
ausgezahlt wird, ausgetauscht wird gegen das Arbeitsvermögen. Dieser
Zirkulationsprozess des Kapitals, der der Form nach gesetzte, aber in der Tat
sich aufhebende und als nur formell setzende Austausch von Äquivalenten (der
Übergang von Wert in Kapital, wo der Austausch von Äquivalenten in sein
Gegenteil umschlägt und auf der Basis des Austauschs der Austausch rein formell
wird, and the mutuality is all on one side

184
), ist so zu entwickeln: Werte, die
ausgetauscht werden, sind immer vergegenständlichte Arbeitszeit, ein
gegenständlich vorhandenes,
wechselseitig
vorausgesetztes
Quantum daseiender (in einem Gebrauchswert) Arbeit. Der Wert als solcher ist
immer Effekt, nie Ursache. Er drückt aus das Quantum Arbeit, wodurch ein
Gegenstand produziert ist, also – dieselbe Stufe der Produktivkräfte
vorausgesetzt – reproduziert werden kann. Der Kapitalist tauscht nicht Kapital
direkt gegen Arbeit aus oder Arbeitszeit; sondern in Waren enthaltene,
aufgearbeitete Zeit gegen im lebendigen Arbeitsvermögen enthaltene,
ausgearbeitete Zeit. Die lebendige Arbeitszeit, die er eintauscht, ist nicht
der Tauschwert, sondern der Gebrauchswert des Arbeitsvermögens. Wie eine
Maschine nicht ausgetauscht, bezahlt wird als Ursache von Effekten, sondern als
selbst Effekt; nicht nach ihrem Gebrauchswert im Produktionsprozess, sondern
als Produkt – bestimmtes Quantum vergegenständlichter Arbeit. Die Arbeitszeit,
die im Arbeitsvermögen enthalten ist, d. h. die Zeit, notwendig, um das
lebendige Arbeitsvermögen herzustellen, ist dieselbe, die nötig ist – unter der
Voraussetzung derselben Stufe der Produktivkräfte –, es zu reproduzieren, d. h.
zu erhalten.

Der Austausch also, der
zwischen Kapitalist und | Arbeiter vorgeht, ist also vollständig den
Gesetzen des Austauschs entsprechend; aber nicht nur entsprechend, sondern
seine letzte Ausbildung. Denn solang das Arbeitsvermögen nicht selbst sich
austauscht, beruht die Grundlage der Produktion noch nicht auf dem Austausch,
sondern der Austausch ist bloß ein enger Kreis, der auf Nichtaustausch als
seiner Basis ruht, wie in allen der bürgerlichen

Produktion
vorhergehenden Stufen. Der Gebrauchswert des Werts aber, den der Kapitalist
eingetauscht hat, ist selbst das Element der Verwertung und ihr Maß, die
lebendige Arbeit und Arbeitszeit, und zwar mehr Arbeitszeit als
vergegenständlicht ist im Arbeitsvermögen, d. h. mehr Arbeitszeit, als die
Reproduktion des lebendigen Arbeiters kostet. Dadurch, dass also das Kapital
das Arbeitsvermögen als Äquivalent eingetauscht, hat es die Arbeitszeit –
soweit sie über die im Arbeitsvermögen enthaltene hinausgeht – ohne Äquivalent
eingetauscht; sich fremde Arbeitszeit
ohne
Austausch
vermittelst der
Form
des Austauschs angeeignet. Der
Austausch wird daher bloß formell und, wie wir gesehen, bei der weiteren
Entwicklung des Kapitals auch der Schein aufgehoben, als ob das Kapital gegen
das Arbeitsvermögen etwas anderes eintauschte als seine eigene vergegenständlichte
Arbeit; also überhaupt etwas gegen es eintauschte. Der Umschlag kommt also
dadurch hervor – dass die letzte Stufe des freien Austauschs der Austausch des
Arbeitsvermögens als Ware, als Wert gegen eine Ware, gegen Wert ist; dass es
eingehandelt wird als vergegenständlichte Arbeit, sein Gebrauchswert aber in
lebendiger Arbeit, d. h. im Setzen von Tauschwert besteht. Der Umschlag kommt
daraus hervor, dass der Gebrauchswert des Arbeitsvermögens als Wert selbst das
wertschaffende Element, die Substanz des Werts ist und wertvermehrende
Substanz. In diesem Austausch gibt also der Arbeiter für das Äquivalent der in
ihm vergegenständlichten Arbeitszeit seine wertschaffende und -vermehrende
lebendige Arbeitszeit. Er verkauft sich als Effekt. Als Ursache, als Tätigkeit,
wird er absorbiert vom und inkarniert in das Kapital. So schlägt der Austausch
in sein Gegenteil um, und die Gesetze des Privateigentums – die Freiheit,
Gleichheit, Eigentum – das Eigentum an der eigenen Arbeit und die freie
Disposition darüber – schlagen um in Eigentumslosigkeit des Arbeiters und
Entäußerung seiner Arbeit, sein Verhalten zu ihr als fremdem Eigentum und vice
versa.

Die Zirkulation des als Salair
gesetzten Teils des Kapitals begleitet den Produktionsprozess, erscheint als
ökonomische Formbeziehung neben ihm und ist gleichzeitig und interwoven

185
mit ihm.
Diese Zirkulation setzt erst das Kapital als solches; ist Bedingung seines
Verwertungsprozesses und setzt nicht nur eine Formbestimmung desselben, sondern
seine Substanz. Es ist dies der beständig zirkulierende Teil des Kapitals, der
keinen Augenblick in den Produktionsprozess selbst eingeht und beständig ihn
begleitet. Es ist der Teil des Kapitals, der keinen Augenblick in seinen
Reproduktionsprozess eingeht, was beim Rohmaterial nicht der Fall. Das
Approvisionnement
des
Arbeiters geht als Produkt aus dem Produktionsprozess hervor, als Resultat;
aber als solches

geht es nie ein in den Produktionsprozess,
weil es für die individuelle Konsumtion finished produce

186
ist,
unmittelbar in die Konsumtion des Arbeiters eingeht und unmittelbar gegen sie
ausgetauscht wird. Es ist dies also sowohl im Unterschied von Rohstoff wie
Arbeitsinstrument das circulating Capital κατ' ἐξοχἡν

187
. Hier ist das
einzige Moment im Kreislauf des Kapitals, wo die Konsumtion unmittelbar
hereintritt. Da, wo die Ware gegen Geld ausgetauscht wird, kann sie von einem
anderen Kapital als Rohstoff für neue Produktion eingetauscht sein. Ferner
tritt nach den Voraussetzungen des Kapitals ihm nicht der einzelne Konsument,
sondern der Kaufmann entgegen; der die Ware selbst kaufende, um sie gegen Geld
zu verkaufen. (Diese Voraussetzung mit dem Handelsstand überhaupt zu
entwickeln. Damit die Zirkulation unter dealers

188
von der zwischen dealers und Konsumenten
verschieden.)

Das zirkulierende Kapital
erscheint hier also direkt als das für die individuelle Konsumtion der Arbeiter
bestimmte; überhaupt für unmittelbare Konsumtion bestimmte und daher in der
Form von fertigem Produkt existierende. Wenn daher einerseits das Kapital als
Voraussetzung des Produkts, erscheint ebenso sehr das fertige Produkt als
Voraussetzung des Kapitals – was sich historisch dahin löst, dass das Kapital
nicht die Welt von vorn angefangen, sondern Produktion und Produkte vorfand,
bevor es sie seinem Prozess unterwarf. Einmal im Gang, von sich selbst
ausgehend, setzt es sich beständig in seinen verschiedenen Formen als
konsumierbares Produkt, Rohstoff und Arbeitsinstrument voraus, um sich in
diesen Formen beständig zu reproduzieren. Sie erscheinen einmal als die von ihm
selbst vorausgesetzten Bedingungen und dann als sein Resultat. Es produziert in
seiner Reproduktion seine eigenen Bedingungen. Hier finden wir also – durch das
Verhältnis des Kapitals zum lebendigen Arbeitsvermögen – und den Naturbedingungen
der Erhaltung des letzteren – das zirkulierende Kapital auch nach der Seite des
Gebrauchswerts hin bestimmt, als direkt in die individuelle Konsumtion
eingehendes und von ihr als Produkt aufzuzehrendes. Es ist daher falsch
geschlossen worden, dass das zirkulierende Kapital überhaupt
konsumierbares
ist, als
ob Kohle, Öl, Farbstoff etc., Instrumente etc., Bodenverbesserungen etc.,
Fabrikhäuser nicht ebenfalls alle konsumiert werden, wenn unter Konsumtion die
Aufhebung ihres Gebrauchswerts und ihrer Form verstanden wird; alle aber ebenso
gut nicht konsumiert werden, wenn individuelle Konsumtion, Konsumtion im
eigentlichen Sinn darunter verstanden wird.

In dieser Zirkulation stößt
sich das Kapital beständig als vergegenständlichte Arbeit von sich ab, um die
lebendige Arbeitskraft, seine Lebensluft, sich

zu
assimilieren. Was nun die Konsumtion des Arbeiters betrifft, so reproduziert
sie eins – nämlich ihn selbst als lebendiges Arbeitsvermögen.
Da diese Reproduktion seiner selbst
Bedingung für das Kapital, so erscheint auch die Konsumtion des Arbeiters als
Reproduktion nicht direkt des Kapitals, aber der Verhältnisse, unter denen es
allein Kapital ist. Das lebendige Arbeitsvermögen gehört ebenso unter seine
Existenzbedingungen wie Rohstoff und Instrument. Es reproduziert sich also
doppelt, in seiner eigenen Form, in der Konsumtion des Arbeiters, aber nur
soweit sie ihn als lebendiges Arbeitsvermögen reproduziert.
Diese
Konsumtion nennt das Kapital daher produktive Konsumtion – produktiv, nicht
insofern sie das Individuum reproduziert, sondern die Individuen als
Arbeitsvermögen.

Wenn Rossi daran
Anstoß nimmt, dass das Salair zweimal in Rechnung gebracht werde, einmal als
Revenu des Arbeiters, dann als reproduktive Konsumtion des Kapitals, so gilt
der Einwurf nur gegen die, die das Salair direkt in den Produktionsprozess des
Kapitals als Wert eingehen lassen. Denn das Zahlen des Salairs ist ein
Zirkulationsakt, der gleichzeitig mit und neben dem Produktionsakt vorgeht.
Oder wie Sismondi sagt von diesem Gesichtspunkt aus – der Arbeiter
konsumiert sein Salair unreproduktiv; aber der Kapitalist konsumiert es
produktiv, insofern er Arbeit dagegen eintauscht, die das Salair und mehr als
das Salair reproduziert.

189
Dies bezieht sich auf das Kapital selbst
nur, als Objekt betrachtet. Insofern das Kapital aber Verhältnis ist, und zwar
Verhältnis zum lebendigen Arbeitsvermögen, reproduziert die Konsumtion des
Arbeiters dies Verhältnis; oder das Kapital reproduziert sich doppelt, als Wert
durch Eintausch der Arbeit – als Möglichkeit, den Verwertungsprozess von neuem
zu beginnen, von neuem als Kapital zu agieren – es reproduziert sich als
Verhältnis durch die Konsumtion des Arbeiters, die ihn reproduziert als gegen
Kapital – Salair als Teil des Kapitals – austauschbares Arbeitsvermögen.

Diese Zirkulation zwischen
Kapital und Arbeit ergibt also die Bestimmung eines Teils des Kapitals als
beständig zirkulierend, das Approvisionnement; beständig konsumiert; beständig
zu reproduzieren. An dieser Zirkulation zeigt sich schlagend der Unterschied
zwischen Kapital und Geld; der Zirkulation des Kapitals und der Zirkulation des
Geldes. Das Kapital zahlt z. B. wöchentlich Arbeitslohn; der Arbeiter trägt
diesen Lohn zum epicier

190
etc.;
dieser direkt oder indirekt deponiert es beim banker

191
; und die folgende Woche nimmt es der
Fabrikant wieder vom Bankier, um es wieder unter dieselben Arbeiter zu
verteilen etc. und so fort. Dieselbe Summe Geldes zirkuliert

beständig
neue Portionen Kapital. Die Summe Geldes selbst aber bestimmt nicht die
Portionen Kapital, die so zirkuliert werden. Steigt der Geldwert des
Arbeitslohns, so wird das zirkulierende Medium steigen, aber die Masse dieses
Mediums bestimmt nicht das Steigen. Wenn die Produktionskosten des Geldes nicht
fielen, so würde keine Vermehrung desselben einen Einfluss auf die von ihm in
diese Zirkulation eingehende Portion ausüben. Hier erscheint das Geld als
bloßes Zirkulationsmittel. Da gleichzeitig viele Arbeiter zu zahlen, ist eine
bestimmte Summe Geldes gleichzeitig nötig, die mit ihrer Anzahl wächst.
Andrerseits, durch die Raschheit des Umschlags des Geldes ist wieder geringere
Summe nötig als in Zuständen, wo weniger Arbeiter, aber die Maschinerie der
Geldzirkulation nicht so geregelt.

Diese Zirkulation ist Bedingung
des Produktionsprozesses und damit auch des Zirkulations|prozesses.
Andrerseits, retourniert

192
das Kapital nicht aus der Zirkulation, so
könnte diese Zirkulation zwischen Arbeiter und Kapital nicht von neuem
beginnen; sie ist also ihrerseits dadurch bedingt, dass das Kapital die
verschiedenen Momente seiner Metamorphose
außerhalb
des Produktionsprozesses
durchläuft. Fände dies nicht statt, so wäre es nicht, weil nicht
Geld
genug als
Zirkulationsmittel
vorhanden,
sondern weil entweder nicht Kapital vorhanden in der Form von Produkten, dieser
Teil des
zirkulierenden
Kapitals
fehlte, oder weil das Kapital sich nicht in der
Form des Geldes
gesetzt,
d. h. nicht als Kapital realisiert hätte, was aber wieder nicht herrührte von
dem Quantum des Zirkulationsmittels, sondern weil das Kapital sich nicht in
der
qualitativen
Bestimmung
als Geld gesetzt, wozu es keineswegs nötig, dass es
in der Form von hard cash

193
, in der unmittelbaren Geldform gesetzt, und ob
oder ob nicht es sich in solcher gesetzt, hinge wieder nicht ab vom Quantum des
als Zirkulationsmittel kursierenden Geldes, sondern vom Austausch des Kapitals
gegen Wert als solchen; wieder ein qualitatives, kein quantitatives Moment, wie
wir näher erörtern werden, wenn wir vom Kapital als Geld sprechen. (Zins etc.)

Im Ganzen betrachtet, erscheint
die Zirkulation also dreifach:

1. der Gesamtprozess – der
Verlauf des Kapitals durch seine verschiedenen Momente; danach ist es als im
Fluss gesetzt; als zirkulierend; soweit in jedem der Momente die Kontinuität
unterbrochen ist virtualiter und sich befestigen kann gegen das Übergehen in
die nächste Phase, erscheint das Kapital hier ebenfalls als fixiert in
verschiedenen Beziehungen, und die verschiedenen Weisen dieses Fixiertseins
konstituieren verschiedene Kapitalien, Warenkapital, Geldkapital, Kapital als
Produktionsbedingungen.

2. Die kleine Zirkulation zwischen
Kapital und Arbeitsvermögen. Diese begleitet den Produktionsprozess und
erscheint als Kontrakt, Austausch, Verkehrsform, unter deren Voraussetzung sich
der Produktionsprozess engagiert. Der in diese Zirkulation eingehende Teil des
Kapitals -das Approvisionnement – ist das Capital circulant κατ' ἐξοχἡν

194
. Es ist nicht
nur der Form nach bestimmt; sondern sein Gebrauchswert, d. h., seine stoffliche
Bestimmung als konsumierbares und direkt in

195
die individuelle Konsumtion eingehendes
Produkt macht selbst einen Teil seiner Formbestimmung aus.

3. Die große Zirkulation; die
Bewegung des Kapitals außer der Produktionsphase, wo seine Zeit im Gegensatz
zur Arbeitszeit als Zirkulationszeit erscheint. Aus diesem Gegensatz des in der
Produktionsphase begriffenen Kapitals zu dem aus derselben heraustretenden
ergibt sich der Unterschied von
flüssigem
und
fixem Kapital.
Das
letztere ist das, welches an den Produktionsprozess fixiert ist und in ihm
selbst konsumiert wird; zwar aus der großen Zirkulation herkommt, aber nicht in
sie zurückkehrt und, soweit es zirkuliert, nur zirkuliert, um im
Produktionsprozess konsumiert zu werden, gebannt zu werden.

Die 3 verschiedenen
Unterschiede in der Zirkulation des Kapitals ergeben die 3 Unterschiede
zwischen zirkulierendem und fixiertem Kapital; setzen einen Teil des Kapitals
als das zirkulierende κατ' ἐξοχἡν
,
weil
er nie in den Produktionsprozess eingeht, aber ihn beständig begleitet; und
drittens den Unterschied zwischen
flüssigem
und
fixem
Kapital. Das
zirkulierende Kapital in der Form No. 3 schließt auch die No. 2 ein, da diese
ebenfalls im Gegensatz zum fixen steht; aber die No. 2 nicht die No. 3. Der
Teil des Kapitals, der als solcher dem Produktionsprozess angehört, ist der
Teil desselben, der stofflich nur als
Produktionsmittel
dient;
die Mitte bildet zwischen der lebendigen Arbeit und dem zu bearbeitenden
Material. Ein Teil des flüssigen Kapitals wie Kohlen, Öl, etc. dient auch bloß
als Produktionsmittel. Alles, was nur dient als Mittel, die Maschine oder die
sie bewegende Maschine in Gang zu halten. Dieser Unterschied wird noch näher zu
untersuchen sein. D’abord widerspricht dies nicht der Bestimmung 1, da das fixe
Kapital als
Wert
ebenfalls
zirkuliert im Verhältnis, wie es abgenutzt wird. Es ist grade in dieser
Bestimmung als
fixes
Kapital
– d. h. in der Bestimmung, worin das Kapital seine Flüssigkeit verloren und mit
einem
bestimmten
Gebrauchswert
identifiziert wird, der es seiner Transformationsfähigkeit beraubt, dass sich
das
entwickelte Kapital
–
soweit wir es bisher als produktives Kapital kennen – am
frappantesten darstellt, und es ist grade in dieser scheinbar inadäquaten Form
und im wachsen-

den Verhältnis derselben zu der Form des
zirkulierenden Kapitals in No. 2, dass sich die Entwicklung des Kapitals als
Kapital misst. Dieser Widerspruch hübsch. Zu entwickeln.

Die verschiedenen Sorten
Kapital, die in der Ökonomie äußerlich hereingeschneit gekommen, erscheinen
hier als ebenso viele Niederschläge der aus der Natur des Kapitals selbst
hervorgehenden Bewegungen oder vielmehr dieser Bewegung selbst in ihren verschiedenen
Bestimmungen.

Das Capital circulant „part
“

196
beständig
vom Kapitalisten, um in der ersten Form zu ihm zurückzukehren. Das
Capital fixe
tut es
nicht
(Storch).
197

„
Das zirkulierende Kapital
jener Teil des
Kapitals, der erst dann Profit abwirft,
wenn
man sich davon getrennt hat;
fixes usw. wirft einen solchen
Profit ab,
während es im
Besitz seines Eigentümers bleibt.“ (Malthus.)
198
„Zirkulierendes Kapital gibt
seinem Herrn nicht Einkommen und Profit,
solang es in seinem Besitz bleibt; fixes Kapital,
ohne
Herrn zu wechseln und ohne Zirkulation nötig zu haben, gibt diesem
Profit.“
(A. Smith.)
199

Nach dieser Seite, da das
(partir de son possesseur

200
) Verreisen des Kapitals von seinem owner

201
nichts
heißt, als die im Akt des Austauschs stattfindende
Veräußerung
des
Eigentums oder Besitzes und dadurch die Veräußerung als Wert für seinen
Besitzer zu werden, die Natur alles Tauschwerts, also allen Kapitals ist, kann
die Bestimmung in ihrer obigen Fassung nicht richtig sein. Wenn das fixe
Kapital für seinen Eigner wäre ohne die Vermittlung des Austauschs und des in
ihm eingeschlossenen Tauschwerts

202
, wäre, in fact, das Capital fixe bloßer
Gebrauchswert, also nicht Kapital. Was aber der obigen Bestimmung zugrunde
liegt, ist dies: als
Wert
zirkuliert
das Capital fixe (wenn auch nur portionsweise, sukzessiv, wie wir sehen
werden). Als
Gebrauchswert
zirkuliert
es nicht. Das
Capital
fixe,
soweit es seiner stofflichen Seite nach betrachtet wird,
als Moment des Produktionsprozesses, verlässt nie seine boundaries

203
; wird nicht
veräußert von seinem Besitzer; bleibt in seiner Hand. Es zirkuliert nur
seiner
Formseite
nach
als Kapital, perennierender

204
Wert. In dem Capital circulant findet
dieser Unterschied zwischen Form und Inhalt, Gebrauchswert und Tauschwert nicht
statt. Um als letzterer zu zirkulieren, zu sein, muss es als ersterer in die
Zirkulation treten, veräußert werden. Der Gebrauchswert für das
Kapital
als solches ist
nur Wert selbst. Das Capital circulant realisiert sich nur als Wert für es,
sobald es veräußert wird. Solang es in seiner Hand bleibt, hat es nur
Wert
an sich;
ist
es aber nicht
gesetzt;
nur δυνάμει

205
–
aber nicht
actu

206
. Das
Capital fixe

dagegen realisiert sich nur als Wert, solang es
als Gebrauchswert in der Hand des Kapitalisten bleibt, oder, als sachliche
Beziehung ausgedrückt, solang es im Produktionsprozess bleibt, was als die
innere organische Bewegung des Kapitals, seine Beziehung auf sich, gegen seine
animalische Bewegung, [gegen] sein Dasein für anderes betrachtet werden kann.
Da das
Capital fixe
also,
sobald es in den Produktionsprozess eingetreten ist, in ihm bleibt, vergeht es
auch in ihm, wird in ihm aufgezehrt. Die Dauer dieses Vergehens geht uns hier
noch nicht an.

Nach dieser Seite gehört also
das, was Cherbuliez die
matières
instrumentales

207
nennt
,
208
wie
Kohlen, Holz, Öl, Talg etc., die vollständig im Produktionsprozess vernichtet
werden, die nur
Gebrauchswert
für
den Prozess der Produktion selbst haben, zum
Capital fixe.
Dieselben Materien haben
aber auch einen Gebrauchswert außer der Produktion und können auch in anderer
Weise konsumiert werden, ganz ebenso gut wie Baulichkeiten, Häuser etc. nicht
notwendig für die Produktion bestimmt sind. Sie sind
Capital fixe
nicht
durch die bestimmte Weise ihres Seins, sondern durch ihren Gebrauch. Sie werden
es, sobald sie in den Produktionsprozess treten. Sie sind
Capital fixe,
sobald
sie als Momente des Produktionsprozesses des Kapitals gesetzt sind; weil sie
| dann ihre Eigenschaft, möglicherweise Capital circulant zu sein,
verlieren.

Wie also der in den kleinen
Kreislauf des Kapitals eingehende Teil des Kapitals – oder das Kapital, soweit
es in diese Bewegung eingeht – die Zirkulation zwischen Kapital und
Arbeitsvermögen, der als Salair zirkulierende Teil des Kapitals –
nie aus der Zirkulation heraus-, und nie
in den Produktionsprozess des Kapitals hereintritt,
seiner
stofflichen Seite nach, als Gebrauchswert, sondern er immer als Produkt,
Resultat eines vorhergehenden Produktionsprozesses von diesem abgestoßen wird,
so umgekehrt tritt der als
Capital
fixe
bestimmte Teil des Kapitals als Gebrauchswert seinem
materiellen Dasein nach, nie aus dem
Produktionsprozess
heraus
und nie in die
Zirkulation
wieder hinein.
Während der letztere nur als
Wert
(als Teil des
Werts des fertigen Produkts) in die Zirkulation eintritt, so tritt der andere
nur als
Wert
in
den Produktionsprozess herein, indem die notwendige Arbeit die Reproduktion des
Salairs ist, des Teils des Werts des Kapitals, der als Salair zirkuliert. Dies
also ist die
erste
Bestimmung
des Capital fixe, und nach dieser Seite hin umfasst es auch die
matières instrumentales.

Zweitens:
Das Capital fixe kann aber nur als
Wert in die Zirkulation treten, soweit es als Gebrauchswert im
Produktionsprozess vergeht. Es geht als Wert

in das Produkt
ein – d. h. als in ihm aufgearbeitete oder in ihm aufgehobene Arbeitszeit –,
insofern es in seiner selbständigen Gestalt als Gebrauchswert vergeht. Durch
seinen Gebrauch wird es abgenutzt, aber so, dass sein Wert aus seiner Form in
die des Produkts übertragen wird: Wird es nicht benutzt, nicht aufgezehrt im
Produktionsprozess selbst – steht die Maschine still, rostet das Eisen,
verfault das Holz –, so vergeht natürlich sein Wert mit seinem vergänglichen
Dasein als Gebrauchswert. Seine Zirkulation als Wert entspricht seiner
Konsumtion im Produktionsprozess als Gebrauchswert. Vollständig reproduziert,
d. h. aus der Zirkulation zurückkehren, wird sein totaler Wert nur, sobald es
vollständig als Gebrauchswert im Produktionsprozess verzehrt ist. Sobald es
vollständig in Wert aufgegangen und daher vollständig in die Zirkulation
eingegangen, ist es vollständig als Gebrauchswert vergangen und muss daher als
notwendiges Moment der Produktion durch einen neuen Gebrauchswert derselben Art

209
ersetzt,
d.h. reproduziert werden. Die Notwendigkeit, es zu reproduzieren, d. h. seine
Reproduktionszeit, ist bestimmt durch die Zeit, in der es innerhalb des
Produktionsprozesses aufgezehrt, konsumiert wird. Beim Capital circulant ist
die Reproduktion bestimmt durch die Zirkulationszeit, bei dem Capital fixe ist
die Zirkulation bestimmt durch die Zeit, worin es als Gebrauchswert, in seinem
stofflichen Dasein aufgezehrt wird innerhalb des Produktionsakts, d.h. durch
die Zeit, innerhalb deren es reproduziert werden muss. Tausend Pfund Twist
können wieder reproduziert werden, sobald sie verkauft sind und das gegen sie
eingelöste Geld wieder gegen Baumwolle etc., kurz, die Produktionselemente des
Twists ausgetauscht sind. Ihre Reproduktion ist also bestimmt durch die
Zirkulationszeit. Eine Maschine von 1000 l. Wert, die 5 Jahre dauert, sich erst
nach 5 Jahren abnutzt und dann nur noch altes Eisen ist, nutzt sich in jedem
Jahr sage um 1/5 auf, wenn wir das average

210
der Konsumtion im Produktionsprozess
nehmen. Es tritt also jedes Jahr nur 1/5 ihres Werts in Zirkulation, und erst
am Ablauf der 5 Jahre ist sie ganz in die Zirkulation herein getreten und aus
ihr retourniert

211
.
Ihr Eintreten in die Zirkulation ist also rein bestimmt durch ihre
Abnutzungszeit und die Zeit, die ihr Wert braucht, um total in die Zirkulation
zu treten und aus ihr zu retournieren durch ihre Gesamtreproduktionszeit, die
Zeit, in der sie reproduziert werden muss. Das fixe Kapital geht nur als Wert
in das Produkt ein; während der Gebrauchswert des zirkulierenden Kapitals im
Produkt als dessen Substanz geblieben ist und nur eine andere Form erhalten
hat. Durch diese Unterscheidung wird die
Umschlagszeit
des in zirkulierendes und
fixes Kapital gesonderten Gesamtkapitals wesentlich modifiziert. Gesetzt, das
Gesamtkap-

ital S; der zirkulierende Teil desselben = c; der
fixe = f; das fixe Kapital bilde 1/x x S; das zirkulierende S/y. Das
zirkulierende schlage um 3mal im Jahr, das fixe x nur 2mal alle 10 Jahr. In 10
Jahren wird f oder S/x zweimal umschlagen; während in denselben 10 Jahren S/y 3
x 10 = 30mal umschlägt. Wäre S = S/Y, d.h. nur zirkulierendes Kapital, so
wäre U, sein Umschlag, = 30; und das gesamte umgeschlagene Kapital = 30 x S

212
/y; das gesamte
in 10 Jahren umgeschlagene Kapital. Das fixe Kapital schlägt aber nur um 2mal
in 10 Jahren. Sein U' = 2; und das gesamte umgeschlagene fixe Kapital = 2S/x. S
ist aber = S/y + S/x, und seine Gesamtumschlagszeit = der Gesamtumschlagszeit dieser
beiden Teile. Wenn das fixe Kapital umschlägt in 10 Jahren 2mal, schlägt um in
einem Jahr 2/10oder 1/5 desselben; während in einem Jahr das zirkulierende
Kapital 3mal umschlägt. S/5x schlägt um alle Jahre einmal.

Die Frage einfach, wenn ein
Kapital von 1000 Talern = 600 Capital circulant und 400 Capital fixe; also 3/5
zirkulierendes und 2/5 fixes Kapital; wenn das fixe Kapital 5 Jahre dauert,
also einmal in 5 Jahren umschlägt und das zirkulierende 3mal alle Jahre, wie
groß ist die Durchschnittsumschlagszahl oder -zeit des Gesamtkapitals? Wäre es
bloß zirkulierendes Kapital, so würde es Umschlägen 5x3, 15mal; das gesamte
umgeschlagne Kapital in den 5 Jahren wäre 15000. Aber 2/5 desselben schlagen
nur einmal um in 5 Jahren. Von diesen 400 Talern schlagen also um in einem Jahr
400/5 = 80 Taler. Von den 1000 Talern schlagen jährlich um 600 3mal, 80 einmal;
oder im ganzen Jahr würden nur Umschlagen 1880; in den 5 Jahren schlagen also
um 5 x 1880 = 9400; d. h. 5600

213
weniger, als wenn das Gesamtkapital nur
aus zirkulierendem bestünde. Bestünde das ganze Kapital nur aus zirkulierendem
Kapital, so würde es umschlagen in ⅓ Jahr einmal.

||4l| Ist das Kapital = 1000; c
= 600, schlägt 2mal im Jahr um; f = 400 schlägt 1mal im Jahr um; so schlägt um
600 (3/5 S) in einem halben Jahr. 400/2

oder (2S/5x2)
ebenfalls in einem halben Jahr. In einem halben Jahr schlägt also

um 600 + 200 = 800 (i. e. c + -).
In einem ganzen Jahr
schlägt also
um 2 x 800 oder 1600; 1600 Taler in 1 Jahr; also 100 in 12/16 Monaten

214
, also 1000 in
120/16 Monaten = 7½ Monate. Das ganze Kapital von 1000 schlägt also um in 7½
Monaten, während es in 6 Monaten umschlüge, bestünde es bloß aus zirkulierendem
Kapital. 7½ : 6 = 1 : 1¼ oder wie 1 : 5/4.

215
Ist das Kapital = 100, zirkulierendes
= 50, fixes = 50; erstes schlägt 2mal im Jahr um, zweites einmal; so schlägt
1/2 100 um 1mal in 6 Monaten; und ¼ 100 ebenfalls 1mal in 6 Monaten; in 6
Monaten schlägt also um ¾ des Kapitals, ¾ 100 in 6 Monaten; oder 75 in 6
Monaten, und 100 in 8 Monaten. Wenn 2/4 100 in 6 Monaten umschlagen und in
denselben 6 Monaten ¼ (½ des fixen Kapitals) 100, so schlagen ¾ 100 um in 6
Monaten. Also ¼ in 6/3 = 2; also 4/4. 100 oder 100 in 6 + 2, in 8 Monaten.

Die Gesamtumschlagszeit des
Kapitals = 6 (der Umschlagszeit des ganzen Capital circulant und ½ des Capital
fixe oder ¼ des Gesamtkapitals) + 6/3, d. h. + diese Umschlagszeit dividiert
durch die Zahl, die ausdrückt, welchen aliquoten Teil das restierende Capital
fixe von dem in der Umschlagszeit des zirkulierenden Kapitals umgeschlagnen
Kapital bildet. So in dem obigen Beispiel: 3/5 100 schlägt um in 6
Monaten; ditto 1/5 100; also 4/5 100 in 6 Monaten; also das restierende
1/5 100 in 5/4 Monaten; also das ganze Kapital in 6 + 6/4 Monaten = 6 + 1½
oder 7½ Monaten. Allgemein also ausgedrückt:

Die Durchschnittsumschlagszeit
= der Umschlagszeit des zirkulierenden Kapitals + dieser Umschlagszeit,
dividiert durch die Anzahl, die ausdrückt, wie oft der restierende Teil des
Capital fixe enthalten ist in der Gesamtsumme des Kapitals, die in dieser Umschlagszeit
zirkuliert wurde.

Wenn zwei Kapitalien von 100
Talern, das eine ganz Capital circulant, das andere halb Capital fixe, jedes zu
5 % Gewinn, das eine 2mal umschlüge im Jahr ganz und in dem anderen das Capital
circulant ebenfalls 2mal, das Capital fixe aber nur einmal; so wäre das
gesamtumschlagende Kapital im ersten Falle = 200 und der Profit = 10; im
zweiten 1 Umschlag in 8 Monaten, ½ in 4

216
; oder 150 schlüge in 12 Monaten um. Profit
dann = 7½ . Diese Art Rechnung hat bestätigt in dem gewöhnlichen Vorurteil, als
ob das Capital circulant oder das Capital fixe durch irgend a mysterious innate
power

217
Gewinn
brächten, wie das selbst in den von Malthus gebrauchten Phrasen „das Capital
circulant bringt Gewinn, wenn his possessors part with it

218
etc.“
219
; ebenso bei den
oben zitierten Stellen aus his „Measure of value“ etc. die Art, wie er die
Profite

des Capital fixe akkumulieren lässt. Dadurch, dass die
Lehre vom Mehrgewinn nicht rein betrachtet worden ist in den bisherigen
Ökonomien, sondern zusammengeworfen mit der Lehre vom realen Profit, die heraus
läuft auf die Partizipation, worin die verschiedenen Kapitalien partizipieren
an der allgemeinen Profitrate, ist die größte Konfusion und Mystifikation
entstanden. Der Profit der Kapitalisten als Klasse oder der Profit
des
Kapitals muss da
sein, bevor er verteilt werden kann, und es ist äußerst absurd, seine
Entstehung aus seiner Verteilung erklären zu wollen. Nach obigem vermindert
sich der Profit, weil die Umlaufszeit des Kapitals zunimmt, {seine Größe als
permanent gesetzt – diese geht uns hier überhaupt nichts an, da der Satz wahr
ist für Kapital von jeder Größe. Die Kapitalien haben verschiedene Größe. Aber
die Größe jedes einzelnen Kapitals
ist
sich selbst gleich,
also soweit nur seine Eigenschaft als
Kapital betrachtet wird, any

220
Größe. Betrachten wir aber zwei
Kapitalien im Unterschied voneinander, so tritt ein Verhältnis der qualitativen
Bestimmungen ein durch den Unterschied ihrer Größe. Diese wird selbst
unterscheidende Qualität derselben.
Dies
ist ein wesentlicher Gesichtspunkt,
wovon die Größe nur one
single instance

221
,
wie sich unterscheidet die Betrachtung des Kapitals als solchen von der
Betrachtung des Kapitals in Beziehung auf anderes Kapital oder der Betrachtung
des Kapitals in seiner Realität} in dem Maße, wie der Bestandteil desselben,
der Capital fixe heißt, zunimmt. Das Kapital von derselben | Größe, 100 im
obigen Falle, würde 2mal ganz umgeschlagen im Jahr, wenn es nur aus Capital
circulant bestünde. Es wird aber nur 2mal umgeschlagen in 16 Monaten, oder nur
150 Taler werden umgeschlagen in einem Jahr, weil es zur Hälfte aus Capital
fixe besteht. Wie abnimmt die Anzahl seiner Reproduktion in einer bestimmten
Zeit oder abnimmt das Quantum desselben, das in dieser bestimmten Zeit
reproduziert wird, nimmt ab die Produktion von Surpluszeit oder Surpluswert, da
das Kapital überhaupt nur Wert setzt, soweit es Surpluswert setzt. (Dies
wenigstens seine Tendenz; seine adäquate Aktion.)

Das Capital fixe, wie wir
gesehen haben, zirkuliert nur als Wert in dem Maß, wie es als Gebrauchswert im
Produktionsprozess abgenutzt oder konsumiert wird. Von seiner relativen
Dauerhaftigkeit aber hängt die Zeit ab, in der es so konsumiert wird und in seiner
Form als Gebrauchswert reproduziert werden muss. Die Dauerhaftigkeit desselben,
oder die größere oder kleinere Vergänglichkeit desselben – d. h. mehr oder
weniger Zeit, worin es fortfahren kann, in den wiederholten
Produktionsprozessen des Kapitals seine Funktion innerhalb dieser Prozesse zu
wiederholen – diese Bestimmung seines Gebrauchswerts

wird
also hier ein formbestimmendes Moment, d.h. bestimmend für das Kapital seiner
Formseite nach, nicht seiner stofflichen nach. Die notwendige Reproduktionszeit
des Capital fixe, ebenso sehr wie die Proportion, in der es zum ganzen Kapital
steht, modifizieren hier also die Umschlagszeit des Gesamtkapitals und damit
seine Verwertung. Die größere Dauerhaftigkeit des Kapitals (die Dauer seiner
notwendigen Reproduktionszeit) und die Proportion des Capital fixe zum
Gesamtkapital wirken hier also ebenso

222
auf die Verwertung, wie der langsamere
Umschlag bewirkt entweder dadurch, dass der Markt, von dem das Kapital als Geld
retourniert, räumlich entfernter ist, also größere Zeit zur Beschreibung der
Bahn der Zirkulation erfordert ist (wie z. B. Kapitalien, die in England für
den ostindischen Markt arbeiten, langsamer retournieren als solche, die für
nähere auswärtige Märkte oder für den home market

223
arbeiten), oder weil die Produktionsphase
selbst durch Naturbedingungen unterbrochen wird, wie in der Agrikultur.
Ricardo, der zuerst den Einfluss des Capital fixe auf den Verwertungsprozess
betont hat, wirft alle diese Bestimmungen bunt durcheinander, wie man aus den
oben zitierten Stellen sehen kann.

Im ersten Fall (das Capital
fixe) wird der Umschlag des Kapitals vermindert, weil das Capital fixe sich
langsam konsumiert innerhalb des Produktionsprozesses; oder die Ursache liegt
in der Dauer der zu seiner Reproduktion erheischten Zeit. Im zweiten Fall rührt
der verminderte Umschlag her von der Verlängerung der
Zirkulationszeit
(im
ersten Fall zirkuliert das Capital fixe notwendig immer so rasch wie das
Produkt,
soweit
es
überhaupt zirkuliert, in Zirkulation tritt, weil es nicht in seiner stofflichen
Existenz zirkuliert, sondern nur als Wert, d. h. als idealer Bestandteil des
Gesamtwerts des Produkts), und zwar der Zirkulationszeit der zweiten Hälfte des
eigentlichen Zirkulationsprozesses, der Rückverwandlung des Geldes; im dritten
Fall rührt der verminderte Umschlag von der größeren Zeit, nicht die das
Kapital braucht, wie im ersten Fall, um im Produktionsprozess zu vergehen,
sondern aus ihm hervorzugehen als Produkt. Der erste Fall ist dem Capital fixe
spezifisch eigen; der andere gehört zu der Kategorie des nicht flüssigen,
fixierten, in irgendeiner Phase des Gesamtzirkulationsprozesses fixierten
Kapitals (fixed Capital of a considerable degree of durability,
or
circulating Capital
returnable at distant periods

224
.
McCulloch.
„Principles of Political Economy“
[, p.300].
Heft, S.
15

225
).

Drittens:
Wir haben das Capital fixe bisher
nur nach der Seite hin betrachtet, wonach seine Unterschiede durch sein
besonderes Verhalten, spezifisches Verhalten zum eigentlichen
Zirkulationsprozess gesetzt sind. Es werden sich nach dieser Seite noch andere
Unterschiede ergeben. Erstens des Returns seines Werts als sukzessiven, während
jede Portion des Capital circulant ganz ausgetauscht wird, weil bei ihm die
Existenz des Werts zusammenfällt mit der des Gebrauchswerts. Zweitens nicht
bloß, wie wir bisher getan, [wegen] seines Einflusses auf die
Durchschnittsumschlagszeit eines gegebenen Kapitals, sondern auf die
Umschlagszeit, die es hat, für sich betrachtet. Der letztere Umstand wird
wichtig, wo das Capital fixe nicht als bloßes Produktionsinstrument innerhalb
des Produktionsprozesses erscheint, sondern als selbständige Form des Kapitals,
z. B. in der Form von Eisenbahnen, Kanälen, Wegen, Wasserleitungen, als mit dem
Boden vermähltes Kapital etc. Es wird letztere Bestimmung namentlich wichtig
für das Verhältnis, worin das Gesamtkapital eines Landes sich in diese beiden
Formen teilt. Dann die Art, wie es erneuert und erhalten wird; was bei den
Ökonomen in der Form vorkommt, dass es nur Revenue bringen kann vermittelst des
Capital circulant etc. Es ist dies letztere au fond nichts als Betrachtung des
moment, wo es nicht als besondere selbständige Existenz
neben
und
außer
dem Capital
circulant erscheint, sondern als das in fixes Kapital umgewandelte Capital
circulant. Was wir aber hier zunächst betrachten wollen, ist die Beziehung des
Capital fixe nicht nach außen, sondern soweit sie gegeben ist durch sein
Eingeschlossenbleiben in dem Produktionsprozess. Es ist

226
dadurch
gesetzt, dass es ein bestimmtes Moment des Produktionsprozesses selbst ist.

{Es ist gar nicht gesagt, dass
das
Capital fixe
in
jeder Bestimmung Kapital ist, das nicht zur individuellen Konsumtion, sondern
nur zur Produktion dient. Ein Haus kann zur Produktion dienen wie zur
Konsumtion; ebenso alle Vehikel, ein Schiff und ein Wagen zur Lustfahrt wie zum
Transportmittel; eine Straße als Kommunikationsmittel für die eigentliche
Produktion wie für Spazierengehen etc. Das
Capital fixe
in dieser zweiten Beziehung
geht uns gar nichts an; da wir das Kapital hier nur als Verwertungsprozess und
Produktionsprozess betrachten. Bei dem Zins wird noch die zweite Bestimmung
hereinkommen. Ricardo kann nur diese Bestimmung im Auge haben, wenn er sagt:

„Je nachdem das Kapital mehr
oder minder vergänglich ist, also mehr oder minder oft reproduziert werden muss
in gegebener Zeit, heißt es zirkulierendes oder fixes Kapital.“ (Ricardo. VIII,
19.)

227

Danach wäre eine Kaffeekanne fixes
Kapital, aber der Kaffee zirkulierendes. Der grobe Materialismus der Ökonomen,
die gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse der Menschen und die
Bestimmungen, die die Sachen erhalten, als unter diese Verhältnisse subsumiert,
als
natürliche
Eigenschaften
der Dinge zu betrachten, ist ein ebenso grober
Idealismus, ja Fetischismus, der den Dingen gesellschaftliche Beziehungen als
ihnen immanente Bestimmungen zuschreibt und sie so mystifiziert. Die
Schwierigkeit, irgendein Ding als fixes Kapital oder zirkulierendes seiner
natürlichen Beschaffenheit nach zu fixieren, hat die Ökonomen hier
ausnahmsweise zum Einfall gebracht, dass die Dinge selbst weder fixes noch
zirkulierendes, also wohl überhaupt nicht Kapital sind, sowenig es natürliche
Eigenschaft des Goldes ist, Geld zu sein.}

(Zu den oben auf gezählten Punkten,
um es nicht zu vergessen, kommt noch hinzu die Zirkulation des fixen Kapitals
als zirkulierenden Kapitals, d. h. die Transaktionen, wodurch es seine Besitzer
wechselt.)

„
Fixes Kapital – gebunden:
Kapital,
derartig
gebunden in
einem Produktionszweig
; dass es nicht mehr umgeleitet werden kann,
um sich
einem anderen
Produktionszweig
zu widmen.“ (Say. 21.)

228

„Das fixe Kapital konsumiert
sich, um das, was der Mensch für seinen Gebrauch bestimmt, konsumieren zu
helfen … besteht in
dauerhaften
Anlagen, geeignet, die Produktionskräfte für die kommende Arbeit zu vermehren.“

(Sismondi.
VI.)

229

„Capital fixe das Kapital, das
nötig ist, um die Instrumente, Maschinen etc. der Arbeit zu unterhalten.“
(Smith, t.II, p. 226.)

230

„Zirkulierendes Kapital wird
konsumiert, fixes Kapital lediglich im großen Wert der Produktion
angewendet.“
(„Economist“.
Heft
VI. p. l.)

231

„Es wird sichtbar gemacht, dass
der erste Stock oder der erste Stein, den er zur Vollendung eines Teils seiner
Arbeit in die Hand nimmt, damit er die Verfolgung seiner Ziele erleichtert,
genau den Dienst der Kapitalien verrichtet, die jetzt von den handeltreibenden
Nationen angewandt werden.“ (
Lauderdale
,
p. 87, Heft, 8, a.)

232

„Einer der Wesenszüge, der die
Spezies Mensch charakterisiert und auszeichnet, ist, dass sie auch
die Arbeit durch in Maschinen
umgewandeltes Kapital ersetzt.“
(p. 120.) (S. 9, Heft
Lauderdale.)

„Man versteht jetzt, dass der
Profit der Kapitalisten stets entweder daher stammt, dass sie den Teil der
Arbeit
ersetzen,
die
der Mensch sonst mit seinen Händen verrichten musste; oder daher, dass sie den
Teil der Arbeit vollenden, die die persönlichen Kräfte der Menschen übersteigt
und die er selbst nicht auszuführen wusste.“ (p. 119 l. c.)

Lauderdale polemisiert gegen
Smith und Locke, | deren Ansicht von der Arbeit als Schöpferin des Profits
darin nach ihm resultiert:

„wäre diese Idee vom Benefiz
des Kapitals rigoros richtig, so folgte daraus, dass es nicht eine
ursprüngliche Quelle
des
Reichtums, sondern eine abgeleitete ist; und man könnte daher Kapital nicht als
eine der Quellen des Reichtums betrachten,
da sein Profit nichts

ist als eine Übertragung aus der Tasche
des Arbeiters in die des Kapitalisten“.
(l.c. 116, 117.)

„Der Profit der Kapitalien
stammt stets entweder daher, dass sie den Teil der Arbeit
ersetzen,
die der
Mensch sonst mit seinen Händen verrichten müsste; oder daher, dass sie den Teil
der Arbeit vollenden, die die persönlichen Kräfte des Menschen übersteigt und
die er selbst nicht auszuführen wusste.“ (p. 119, l.c. S.9, b.)

„Man muss erkennen, dass der
Kapitalist, wenn er der Klasse der Konsumenten durch den Gebrauch, den er von
seinem Gelde macht, einen bestimmten Teil der Arbeit erspart,
diese nicht durch einen gleichen Teil
seiner eigenen [Arbeit] ersetzt;
womit bewiesen ist,
dass
sein Kapital
die
Arbeit ausführt und nicht er selbst.“ (10, Heft, l.c., p. 132.)

„Wenn Adam Smith, statt sich
einzubilden, dass die Wirkung einer Maschine darin besteht, die Arbeit zu
erleichtern oder, wie er sich ausdrückt, die Produktionskraft der Arbeit zu
vergrößern (nur infolge einer seltsamen Verwirrung der Begriffe konnte Herr
Smith sagen, dass die Wirkung der Kapitalien in der Vergrößerung der
Produktionskräfte der Arbeit besteht. Mit der gleichen Logik hätte er sehr wohl
behaupten können, dass
die
Verkürzung eines Umwegs zwischen zwei gegebenen Orten um die Hälfte
gleichbedeutend ist mit der Verdoppelung der Schnelligkeit des Fußgängers),
entdeckt
hätte, dass die hier eingesetzten Fonds, aus denen man die Maschinen bezahlt,
es sind, die Profit abwerfen, er hätte dem gleichen Umstand auch den Usprung
des Profits zugeschrieben.“ (S. 11, p. 137.)

„Die Kapitalien im
Binnenhandel, ob fix oder zirkulierend, dienen weder der Aktivierung der Arbeit
noch der Erhöhung ihrer Produktionskräfte, sondern sind im Gegenteil nur unter
zwei Voraussetzungen nützlich und profitabel, dass sie entweder der Notwendigkeit
halber einen Teil der Arbeit ersetzen, die der Mensch sonst mit seinen Händen
verrichten müsste; oder dass sie eine gewisse Arbeit ausführen, die selbst
auszuführen nicht der Kraft des Menschen entspricht.“

Dies, sagt Lauderdale, ist kein
reiner Wortunterschied.

„Die Vorstellung, dass die
Kapitalien die Arbeit in Bewegung setzen und ihre Produktionskraft vergrößern,
geben der Ansicht Raum, dass die Arbeit überall der Quantität der vorhandenen
Kapitalien proportional ist; dass die Industrie eines Landes immer auf Grund
der angewandten Fonds besteht: woraus zu folgern ist, dass die Vergrößerung der
Kapitalien das souveräne und uneingeschränkte Mittel zur Vermehrung des
Reichtums ist. Wenn man statt dessen zugibt, dass die Kapitalien nur nützlich
und profitabel zu verwenden sind, um eine gewisse Arbeit zu ersetzen oder
auszuführen, wird man die einfache Schlussfolgerung daraus ziehen, dass der
Staat keinerlei Vorteil darin finden würde, mehr Kapitalien zu besitzen, als er
zur Durchführung der Arbeit anwenden oder in der Produktion und der Fabrikation
der Dinge einsetzen kann, die der Konsument verlangt.“ (p. 150-152

233
, S. 11, 12.)

Um seine Ansicht zu beweisen,
dass das Kapital, unabhängig von der Arbeit une source sui generis of profit

234
und daher
of wealth

235
ist,
verweist er auf

die Surplusprofite, die der Besitzer einer
neu erfundenen Maschine hat, bevor sein brevet d’invention

236
abgelaufen
und die Konkurrenz die Preise niedergedrückt hat, und schließt dann mit den
Worten:

„Diese Abänderung der
Richtschnur für die Preise verhindert nicht, dass der Profit“ (für den
Gebrauchswert) „der Maschine [nicht] aus einem Fonds gleicher Art kommt, wie
der, aus dem er vor Ablauf des Patents saldiert wurde;
dieser Fonds ist immer der Teil des
Einkommens eines Landes, der vorher dazu ausersehen wurde, die Arbeit zu
entlohnen, welche die neue Erfindung ersetzt.“
(l.c. 125, S.
10, b.)

Dagegen Ravenstone (IX, 32):

„Maschinerie kann selten mit
Erfolg dazu gebracht werden, die Arbeit eines einzelnen zu vermindern; bei
ihrer Konstruktion würde man mehr Zeit verlieren als durch ihre Anwendung
ersparen. Sie ist nur wirklich nützlich, wenn sie auf große Massen wirkt, wenn
eine einzige Maschine die Arbeit von Tausenden unterstützen kann. Maschinerie
wird daher stets am meisten in den dichtest bevölkerten Ländern angewandt, wo
es die meisten Arbeitslosen gibt. Sie wird in Gebrauch genommen nicht wegen
Mangel an Arbeitern, sondern der Leichtigkeit wegen, mit der diese zur Arbeit
in Massen gebracht werden können.“ (l. c.)

237

1
Kehren wir nun zu unserer Sache zurück.

2
Austauschen

3
In der Handschrift: ein

4
potentiell

5
Adam Smith, „An inquiry …“, vol. 2,London
1836,p. 271-285; vol. 3,London 1836, p. 70-106.

6
Nebenform

7
Bankiers, Wechselmaklern

8
„Die Bibel. Das Alte Testament“, Psalm 42,2.

9
Anwendungsgebiet

10
in der Handschrift: Bedingungen

11
Betriebskapital

12
zirkuliert

13
Vorrichtungen

14
Anreiz

15
teilweise

16
Zuwachs

17
einem Umschlag

18
in der Handschrift: von der

19
In der Handschrift: 10 sh

20
In der Handschrift: 10 sh

21
In der Handschrift: 10 sh

22
lebensnotwendigen Dinge

23
In der Handschrift: ab

24
In der Handschrift: aufgehenden

25
Fall

26
in der Handschrift: 115 41/80

27
in der Handschrift: 115 41/80

28
in der Handschrift: 121 221/1600

29
in der Handschrift: 221/1600

30
in der Handschrift: erscheint

31
Folge von Austauschen

32
wenn sie wollen

33
kann er seine Natur nicht ändern

34
ohne Rest aufgehenden

35
Eigentümer

36
Produktionsnebenkosten

37
noch mehr

38
In der Handschrift:
wegnimmt

39
Zeit Geld

40
privaten Konsumtion des Kapitalisten

41
verbringt (engl.: to spend)

42
auf das Verlustkonto gesetzt

43
Arbeitslohn besonderer Art

44
Marx verweist auf ein Brüsseler Exzerptheft
von 1845.

45
in der Handschrift: p. 406

46
In der Handschrift: Tagen

47
in der Handschrift: p.412

48
in der Handschrift: Produktion

49
In der Handschrift: Wert als solcher

50
in der Handschrift: Gebrauchswert

51
in der Handschrift: erhält

52
in höchstem Maße

53
beständig erhaltender

54
Herr

55
selbsterhaltenden Besitzung

56
“Zirkulation zwischen Händlern und Händlern

57
Adam Smith unterteilte in seinem Werk „An
inquiry ...“, vol. 2, London 1836, p. 327/328, die Zirkulation eines Landes in
die Zirkulation der Geschäftsleute untereinander und in die Zirkulation
zwischen den Geschäftsleuten und den Konsumenten (siehe auch Band 26.1 unserer
Ausgabe, S. 96/97).

58
Zirkulation zwischen Händlern und
Verbrauchern -52

59
Kleinhandel

60
irdische

61
welche es angeblich hervorbringt

62
in der Handschrift: während

63
anlässlich; in der Handschrift: voce

64
Der Mehrwert

65
„jede Arbeit hinterlässt einen Überschuss“

66
„ich setze das als Grundsatz voraus“

67
Pierre-Joseph Proudhon, „Systeme des
contradictions economiques ...“, 1.1, Paris 1846, p.73.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XVI von 1851, auf dessen Seiten 23-30 sich Auszüge aus Bastiats und
Proudhons „Gratuité du crédit ...“ befinden. Diese Stelle zitiert er in
seiner Schrift „Das Elend der Philosophie“ (siehe Band 4 unserer Ausgabe,
S. 115).

68
keinen Mehrwert

69
überschüssige Zeit, Zeit

70
Notwendigkeiten des Lebens

71
hat ihr Gegenstück nur in Bastiats
abnehmender Profitrate, die angeblich das Äquivalent einer wachsenden Lohnrate
sein soll

72
Unsinn

73
Bruttoprofit

74
nicht verfügbares

75
nicht flüssiges Kapital

76
in der Handschrift: 26

77
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft
I von 1850.

78
Jean-Baptiste Say, „Traité d’économie
politique ...“, 3.ed„ t.2, Paris 1817, p. 430.

79
In der Handschrift: p. 114

80
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft
X von 1851.

81
dass Baumwolle zugrunde geht, wenn sie in
Twist oder Kattun umgewandelt wird, und eine solche Umwandlung bedeutet
zweifellos, dass sie produktiv genutzt wird

82
Gerät,
Werkzeug oder Maschinerie

83
Verbesserungen

84
ein, wie auch immer fixes Instrument

85
zirkulierend

86
keins von beiden irgendeine Vorbedingung,
die es zu der
„Bezeichnung“
Kapital
berechtigte

87
in der Handschrift: 84

88
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft
IX von 1851.

89

Lebensmittelfonds

90
zirkulierendes Kapital im wahrsten Sinne
des Wortes ist

91
fixes Kapital im Besitz des Eigentümers
oder Auftraggebers bleibt

92
„bis das Produkt fertiggestellt ist“

93
Waren enthalten keine Arbeit

94
mit der Zirkulation fertig sind

95
kehrt zurück

96
David Ricardo, „On the
principles ..3.ed„ London 1821, p. 26/27.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VIII von 1851.

97
William Petty, „Several essays in political
arithmetick...“, London 1699,p. 178/179 und 195/196.

Marx verweist auf sein
Exzerptheft „Manchester. Juli 1845“.

98
bis zu einem gewissen Grade

99
z. B.

100
(durch die unterschiedliche Reaktion, die
auf sie ausgeübt wird bei Anstieg oder Fall der Lohnrate)

101
dieses Unterscheidungsmerkmal

102
gemeint sind Schriftsteller wie der
„wahre“ Sozialist Karl Grün und der kleinbürgerliche Sozialist
Pierre-Joseph Proudhon, deren Ansichten über das Verhältnis der Produktion zur
Konsumtion von Marx und Engels vor allem in ihren Schriften „Die deutsche
Ideologie“ und „Das Elend der Philosophie“.

103

für
immer

104
Sismondi, „Nouveaux principes d’économie
politique ...“, 2.ed„ 1.1, Paris 1827, p.95.

Marx verweist auf ein nicht
überliefertes Exzerptheft.

105

konsumierbar

106
Antoine Cherbuliez, „Richesse ou pauvrété“,
Paris 1841, p. 16-19.

107
Eine sehr bequeme Methode, die Sache
hinzunehmen.

108
in der Handschrift: 29

109
Henri Storch, „Cours d’économie politique
...“, 1.1, Paris 1823, p.404-413 und 246.

Marx verweist auf ein Brüsseler
Exzerptheft von 1845.

110
zuerkennt

111
in der Handschrift: a

112
Henri Storch, „Considerations sur la
nature du revenu national“, Paris 1824, p. 54.

Marx verweist auf ein Brüsseler
Exzerptheft von 1845.

113
zurückerstatten

114
in der Handschrift: zum

115
Berechnung
der Jahresrente

116
in der Handschrift: = 1 + (1 + i) +
(1 + i)² + (1 + i)n-1

117
gewähren lassen, gehen lassen

118
zunächst

119
In der Handschrift: diese Bedingenden

120
gegen seinen Willen

121
Mittelstandspropheten

122
vielmehr

123
Mittelstandsherrschaft

124
In der Handschrift: die

125
sind hier

126
in der Handschrift: Z – q

127
In der Handschrift: Z-C = cq'

128
in der Handschrift: 20x360/6

129
in der Handschrift: cq/(c+p)q

130
In der Handschrift: Also S: S'…

131
in der Handschrift: S : S' = pq: pq' –
q'c, i. e. = p : p – c

132
endgültige

133
In der Handschrift: in dieser Zeit

134
in der Handschrift: es

135
Posten

136
in der Handschrift: Es

137
von eigener Art

138
Krediteinrichtungen

139
Linie

140

Scheinkapital

141
in der Handschrift: gehören

142
Handelsdepressionen

143
schlimmen Zustand

144
Eigentum

145
eher

146
das Unterscheidungsmerkmal

147
als Summe

148
in der Handschrift: von dem zu

149
etwas ganz anderes

150
Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

151
eine Serie von Austauschen

152
Verlassen der Produktion durch das
Kapital und seiner Rückkehr in dieselbe

153
in der Handschrift: S = S/n x U

154
in der Handschrift: 3x mal

155
Gut.

156
der Überschuss

157
Irrtum

158
zurückkehren

159
anwenden

160
Austausch

161
In der Handschrift: sich

162
im Grunde

163
fertiggestellt

164
überhaupt kein Fall dargestellt

165
Frage

166
bereinigt

167
Gewinnrücklauf

168
in der Handschrift: sie

169
allgemeine Produktionsweise

170
zuerkannt

171
Ersatz bieten

172
Vorteile

173
von seinem Standpunkt aus

174
zur Verfügung stehende Transportmittel

175
auf die eine oder andere Weise symbolisch

176
Produktionsnebenkosten

177
einen einzelnen Mann

178
bis zu einem gewissen Grade

179
in der Handschrift: alle Verkäufer vor
und vice, also

180

Gewinnrückläufe

181
in der Handschrift: Produktionszeit

182
dieses Unterscheidungsmerkmal

183
mehr oder weniger

184
und die Gegenseitigkeit ist ganz auf
einer Seite

185
verflochten

186
gefertigtes Produkt

187
in reinster Form

188
Händlern

189
Sismondi, „Nouveaux principes d’économie
politique ...“, 2. ed., 1.1, Paris 1827, p. 87 und 93.

190
Kaufmann

191
Bankier

192
kehrt zurück

193
barem Geld

194
in reinster Form

195
in der Handschrift: für

196
„trennt sich“

197
Henri Storch, „Cours d’économie politique...“,
1.1, Paris 1823, p. 405 und 420

198
Thomas Robert Malthus, „Definitions in
political economy ...“, London 1827, p. 237/238.

199
Adam Smith, „
Recherches
...“, t. 2, Paris 1802, p. 197/198.

200
Weggehen von seinem Besitzer

201
Eigentümer

202
in der Handschrift: Gebrauchswerts

203
Grenzen

204
beständiger

205
der Möglichkeit nach

206
wirklich

207
Produktionshilfsstoffe

208
Antoine Cherbuliez, „
Richesse ou pauvreté
“, Paris 1841, p. 14/15.

209
In der Handschrift: Arbeit

210
den Durchschnitt

211
zurückgekehrt

212
In der Handschrift: 20 x S/y

213
in der Handschrift: 6600

214
In der Handschrift: 12/16 J[ahren]

215
sollte eigentlich heißen: 7½ : 6 = 1¼ : 1
oder wie 5/4 :1

216
in der Handschrift: dr[ei]

217
eine mysteriöse innewohnende Kraft

218
seine Besitzer sich davon trennen

219
Thomas Robert Malthus, „Definitions in
political economy ...“, London 1827, p. 237/238.

220
irgendeine

221
ein einziges Beispiel

222
In der Handschrift: hier also hier ebenso

223
Binnenmarkt

224
fixes Kapital von beträchtlicher
Dauerhaftigkeit
oder
zirkulierendes
Kapital, das sich erst in späteren Zeiträumen umschlagen kann

225
Marx verweist auf sein Exzerptheft
„Manchester. 1845“.

226
In der Handschrift: muss

227
David Ricardo, „On the
principles ..3.ed„ London 1821, p. 26/27.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VIII von 1851.

228
Jean-Baptiste Say, „Traite d’économie
politique .. .“,3. ed., t.2, Paris 1817,p.430.

Marx verweist auf ein
Exzerptheft von 1844 (siehe MEGA IV/2, S.324).

229
Sismondi, „Nouveaux principes d’économie
politique ...“, 2.ed„ 1.1, Paris 1827, p.95.

Marx verweist auf ein nicht
überliefertes Exzerptheft.

230
Adam Smith, „
Recherches
t. 2, Paris 1802, p.226.

231
„Fixes and floating Capital“, in „The
Economist“ (London) vom 6. November 1847.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VI von 1851.

232
Lauderdale, „Recherches sur la nature et
l’origine de la richesse publique ...“, Paris 1808, p. 87.

Marx verweist auf ein Brüsseler
Exzerptheft von 1845.

233
In der Handschrift: 151, 152

234
eine Quelle eigener Art des Profits

235
des Reichtums

236
Patent für die Erfindung

237
Piercy Ravenstone, „Thoughts on the
funding System, and its effects“, London 1824, p. 11, 13, 45 und 46.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

### Fixes Kapital und Entwicklung der Produktivkräfte der Gesellschaft]

„Teilung
der Maschinen in 1. Maschinen, angewandt, um Kraft zu produzieren; 2.
Maschinen, die einfach zum Zweck haben, Kraft zu übertragen und Arbeit
auszuführen.“ (Babbage [, p. 20/21], Heft, S. 10.)

1

„
Fabrik
bedeutet das Zusammenwirken von
Arbeitern mehrerer Altersklassen, von erwachsenen und nicht erwachsenen, die
mit Geschick und Pünktlichkeit einem mechanischen produktiven System Folge
leisten, das beständig von einer zentralen Kraft angetrieben wird, und schließt
jede Fabrik aus, deren Mechanismus kein kontinuierliches System bildet oder
nicht durch ein einziges Antriebsprinzip bedingt ist. Beispiele für diese
letztere Gruppe in Fabriken für Gewebe, in Kupfergießereien usw. - Diese
härteste Fassung des Begriffs entwickelt die Vorstellung eines riesigen
Automaten, der aus zahlreichen
mechanischen
und mit Verstand begabten Organen
zusammengesetzt ist, die in
Übereinstimmung und ohne Unterbrechung tätig sind, wobei all diese Organe einer
treibenden Kraft unterworfen sind, die sich von selbst bewegt.“ (
Ure
[, p. 18/19], 13.)

2

Das in dem Produktionsprozess
selbst sich konsumierende Kapital oder

<>
Capital
fixe ist im emphatischen Sinn
Produktionsmittel.
Im
weiteren Sinn ist der ganze Produktionsprozess und jedes Moment desselben, wie
der Zirkulation – soweit es stofflich betrachtet wird, nur Produktionsmittel
für das Kapital, für das nur der Wert als Selbstzweck existiert. Stofflich
selbst betrachtet, ist der Rohstoff Produktionsmittel für das Produkt etc.

Aber die Bestimmung des
Gebrauchswerts des Capital fixe als in dem Produktionsprozess selbst sich
aufzehrenden ist identisch damit, dass es nur als Mittel in diesem Prozess
gebraucht wird und selbst bloß als Agens für die Verwandlung des Rohstoffs in
Produkt existiert. Als solches Produktionsmittel kann sein Gebrauchswert darin
bestehen, dass es nur technologische Bedingung für das Vorsichgehen des
Prozesses ist (die Stätte, worin der Produktionsprozess vorgeht), wie bei den
Baulichkeiten etc., oder dass es eine unmittelbare Bedingung für das Wirken des
eigentlichen Produktionsmittels, wie alle matières instrumentales

3
. Beide sind nur wieder
stoffliche Voraussetzungen für das Vorsichgehen des Produktionsprozesses
überhaupt oder für die Anwendung und Erhaltung des Arbeitsmittels. Dieses aber
im eigentlichen Sinn dient nur innerhalb der Produktion und zur Produktion und
hat keinen anderen Gebrauchswert.

Ursprünglich, als wir das
Übergehen des Werts in das Kapital betrachteten, wurde der Arbeitsprozess
einfach aufgenommen in das Kapital, und seinen stofflichen Bedingungen nach,
seinem materiellen Dasein nach erschien das Kapital als die Totalität der Bedingungen
dieses Prozesses und sonderte sich ihm gemäß in gewisse qualitativ verschiedene
Portionen ab, als
Arbeitsmaterial
(dies,
nicht Rohmaterial ist der richtige und begriffliche Ausdruck),
Arbeitsmittel
und
lebendige Arbeit.
Einerseits
war das Kapital seinem stofflichen Bestehen nach in diese 3 Elemente
auseinandergegangen; andererseits war die bewegte Einheit derselben der
Arbeitsprozess
(oder
das Eingehen dieser Elemente miteinander in Prozess), die ruhende das Produkt.
In dieser Form erscheinen die stofflichen Elemente – Arbeitsmaterial,
Arbeitsmittel und lebendige Arbeit – nur als die wesentlichen Momente des
Arbeitsprozesses selbst, den das Kapital sich aneignet. Aber diese stoffliche
Seite – oder seine Bestimmung als Gebrauchswert und realer Prozess – fiel ganz
auseinander mit

4
seiner
Formbestimmung. In dieser selbst erschienen

1. die 3 Elemente, in denen es
vor dem Austausch mit dem Arbeitsvermögen, vor dem wirklichen Prozess
erscheint, nur als quantitativ verschiedene Portionen seiner selbst, als
Wertquanta, deren Einheit es selbst als Summe bildet. Die stoffliche Form, der
Gebrauchswert, worin diese verschiedenen

Portionen
existierten, änderte nichts an der Gleichartigkeit dieser Bestimmung. Der
Formbestimmung nach erschienen sie nur so, dass das Kapital quantitativ sich
sonderte in Portionen;

2. innerhalb des Prozesses
selbst unterschieden sich, der Form nach betrachtet, die Elemente der Arbeit
und die beiden anderen nur so, dass die einen als konstante Werte und das
andere als wertsetzend bestimmt war. Soweit noch aber die Verschiedenheit als
Gebrauchswerte, die stoffliche Seite in Beziehung kam, fiel sie ganz außerhalb
der Formbestimmung des Kapitals. Jetzt aber im Unterschied von Capital
circulant (Rohmaterial und Produkt) | und
Capital fixe
(Arbeitsmittel) ist der
Unterschied der Elemente als Gebrauchswerte zugleich als Unterschied des
Kapitals als Kapitals in seiner Formbestimmung gesetzt. Das Verhältnis der
Faktoren zueinander, das nur quantitativ war, erscheint jetzt als qualitativer
Unterschied des Kapitals selbst und als seine Gesamtbewegung (Umschlag)
bestimmend. Das Arbeitsmaterial und das Produkt der Arbeit, der neutrale
Niederschlag des Arbeitsprozesses, als
Rohmaterial
und
Produkt,
sind auch
schon stofflich bestimmt nicht mehr als Material und Produkt der Arbeit,
sondern als der Gebrauchswert des Kapitals selbst in verschiedenen Phasen.

Solange das Arbeitsmittel im
eigentlichen Sinn des Wortes Arbeitsmittel bleibt, so wie es unmittelbar,
historisch, vom Kapital in seinen Verwertungsprozess hereingenommen ist,
erleidet es nur eine formelle Veränderung dadurch, dass es jetzt nicht nur seiner
stofflichen Seite nach als Mittel der Arbeit erscheint, sondern zugleich als
eine durch den Gesamtprozess des Kapitals bestimmte besondere Daseinsweise
desselben – als
Capital
fixe.

In den Produktionsprozess des
Kapitals aufgenommen, durchläuft das Arbeitsmittel aber verschiedene
Metamorphosen, deren letzte die
Maschine
ist
oder vielmehr ein
automatisches
System der Maschinerie
(System der Maschinerie; das
automatische
ist nur
die vollendetste adäquateste Form derselben und verwandelt die Maschinerie erst
in ein System), in Bewegung gesetzt durch einen Automaten, bewegende Kraft, die
sich selbst bewegt; dieser Automat, bestehend aus zahlreichen mechanischen und
intellektuellen Organen, so dass die Arbeiter selbst nur als bewusste Glieder
desselben bestimmt sind. In der Maschine und noch mehr in der Maschine[rie] als
einem automatischen System ist das Arbeitsmittel verwandelt seinem
Gebrauchswert nach, d. h. seinem stofflichen Dasein nach in eine dem Capital
fixe und dem Kapital überhaupt adäquate Existenz und die Form, in der es als
unmittelbares Arbeitsmittel in den Produktionsprozess des Kapitals auf genommen
wurde, in eine durch das Kapital selbst gesetzte und ihm entsprechende Form aufgehoben.
Die Maschine erscheint in keiner Beziehung als Arbeitsmittel des

einzelnen Arbeiters. Ihre differentia specifica

5
ist keineswegs, wie beim Arbeitsmittel, die
Tätigkeit des Arbeiters auf das Objekt zu vermitteln; sondern diese Tätigkeit
ist vielmehr so gesetzt, dass sie nur noch die Arbeit der Maschine, ihre Aktion
auf das Rohmaterial vermittelt – überwacht und sie vor Störungen bewahrt. Nicht
wie beim Instrument, das der Arbeiter als Organ mit seinem eigenen Geschick und
Tätigkeit beseelt und dessen Handhabung daher von seiner Virtuosität abhängt.
Sondern die Maschine, die für den Arbeiter Geschick und Kraft besitzt, ist
selbst der Virtuose, die ihre eigene Seele besitzt in den in ihr wirkenden
mechanischen Gesetzen und zu ihrer beständigen Selbstbewegung, wie der Arbeiter
Nahrungsmittel, so Kohlen, Öl etc. konsumiert (matières instrumentales

6
). Die Tätigkeit des
Arbeiters, auf eine bloße Abstraktion der Tätigkeit beschränkt, ist nach allen
Seiten hin bestimmt und geregelt durch die Bewegung der Maschinerie, nicht
umgekehrt. Die Wissenschaft, die die unbelebten Glieder der Maschinerie zwingt,
durch ihre Konstruktion zweckgemäß als Automat zu wirken, existiert nicht im
Bewusstsein des Arbeiters

7
,
sondern wirkt durch die Maschine als fremde Macht auf ihn, als Macht der
Maschine selbst.

Die Aneignung der lebendigen
Arbeit durch die vergegenständlichte Arbeit – der verwertenden Kraft oder
Tätigkeit durch den für sich seienden Wert, die im Begriff des Kapitals liegt,
ist in der auf Maschinerie beruhenden Produktion als Charakter des Produktionsprozesses
selbst auch seinen stofflichen Elementen und seiner stofflichen Bewegung nach
gesetzt. Der Produktionsprozess hat aufgehört, Arbeitsprozess in dem Sinn zu
sein, dass die Arbeit als die ihn beherrschende Einheit über ihn übergriffe.
Sie erscheint vielmehr nur als bewusstes Organ, an vielen Punkten des
mechanischen Systems in einzelnen lebendigen Arbeitern; zerstreut, subsumiert
unter den Gesamtprozess der Maschinerie selbst, selbst nur ein Glied des
Systems, dessen Einheit nicht in den lebendigen Arbeitern, sondern in der
lebendigen (aktiven) Maschinerie existiert, die seinem einzelnen, unbedeutenden
Tun gegenüber als gewaltiger Organismus ihm gegenüber erscheint. In der
Maschinerie tritt die vergegenständlichte Arbeit der lebendigen Arbeit im Arbeitsprozess
selbst als die sie beherrschende Macht gegenüber, die das Kapital als Aneignung
der lebendigen Arbeit seiner Form nach ist. Das Aufnehmen des Arbeitsprozesses
als bloßes Moment des Verwertungsprozesses des Kapitals ist auch der
stofflichen Seite nach gesetzt durch die Verwandlung des Arbeitsmittels in
Maschinerie und der lebendigen Arbeit in bloßes

8
lebendiges Zubehör dieser Maschinerie; als
Mittel ihrer Aktion.

Die Vermehrung der Produktivkraft der
Arbeit und die größte Negation der notwendigen Arbeit ist die notwendige
Tendenz des Kapitals, wie wir gesehen. Die Verwirklichung dieser Tendenz ist
die Verwandlung des Arbeitsmittels in Maschinerie. In der Maschinerie tritt die
vergegenständlichte Arbeit stofflich der lebendigen als die beherrschende Macht
entgegen und als aktive Subsumtion derselben unter sich, nicht nur durch
Aneignung derselben, sondern im realen Produktionsprozess selbst; das
Verhältnis des Kapitals als der die verwertende Tätigkeit sich aneignende Wert
ist in dem fixen Kapital, das als Maschinerie existiert, zugleich gesetzt als
das Verhältnis des Gebrauchswerts des Kapitals zum Gebrauchswert des
Arbeitsvermögens; der in der Maschinerie vergegenständlichte

9
Wert erscheint
ferner als eine Voraussetzung, wogegen die verwertende Kraft des einzelnen
Arbeitsvermögens als ein unendlich Kleines verschwindet; durch die Produktion
in enormen Massen, die mit der Maschinerie gesetzt ist, verschwindet ebenso am
Produkt jede Beziehung auf das unmittelbare Bedürfnis des Produzenten und daher
auf unmittelbaren Gebrauchswert; in der Form, wie das Produkt produziert wird,
und in Verhältnissen, worin es produziert wird, ist schon so gesetzt, dass es
nur produziert ist als Träger von Wert und sein Gebrauchswert nur als Bedingung
hierfür. Die vergegenständlichte Arbeit erscheint in der Maschine unmittelbar
selbst nicht nur in der Form des Produkts oder des als Arbeitsmittels
angewandten Produkts, sondern der Produktivkraft selbst. Die Entwicklung des
Arbeitsmittels zur Maschinerie ist nicht zufällig für das Kapital, sondern ist
die historische Umgestaltung des traditionell überkommenen Arbeitsmittels als
dem Kapital adäquat umgewandelt. Die Akkumulation des Wissens und des Geschicks,
der allgemeinen Produktivkräfte des gesellschaftlichen Hirns, ist so der Arbeit
gegenüber absorbiert in dem Kapital und erscheint daher als Eigenschaft des
Kapitals, und bestimmter des
Capital
fixe,
soweit es als eigentliches Produktionsmittel in den
Produktionsprozess eintritt. Die
Maschinerie
erscheint
also als die adäquateste Form des
Capital
fixe
und das Capital fixe, soweit das Kapital in seiner
Beziehung auf sich selbst betrachtet wird, als die
adäquateste Form des Kapitals überhaupt.
Andrerseits,
soweit das Capital fixe in seinem Dasein als bestimmter Gebrauchswert fest
gebannt, entspricht es nicht dem Begriff des Kapitals, das als Wert
gleichgültig gegen jede bestimmte Form des Gebrauchswerts und jede derselben
als gleichgültige Inkarnation annehmen oder abstreifen kann. Nach dieser Seite
hin, nach der Beziehung des Kapitals nach außen, erscheint das
Capital circulant
als
die adäquate Form des Kapitals gegenüber dem Capital fixe.

Insofern ferner die Maschinerie sich
entwickelt mit der Akkumulation der gesellschaftlichen Wissenschaft,
Produktivkraft überhaupt, ist es nicht in dem Arbeiter, sondern im Kapital,
dass sich die allgemein gesellschaftliche Arbeit darstellt. Die Produktivkraft
der Gesellschaft ist gemessen an dem
Capital
fixe,
existiert in ihm in gegenständlicher Form, und umgekehrt
entwickelt sich die Produktivkraft des Kapitals mit diesem allgemeinen
Fortschritt, den das Kapital sich gratis aneignet. Es ist hier nicht in die
Entwicklung der Maschinerie en détail einzugehen; sondern nur nach der
allgemeinen Seite hin; soweit im
Capital
fixe
das
Arbeitsmittel,
nach
seiner stofflichen Seite, seine unmittelbare Form verliert und stofflich dem
Arbeiter als
Kapital
gegenübertritt.
Das Wissen erscheint in der Maschinerie als fremdes außer ihm; und die
lebendige Arbeit subsumiert unter die selbständig wirkende vergegenständlichte.
Der Arbeiter erscheint als überflüssig, soweit nur seine Aktion nicht bedingt
ist durch die Bedürfnisse [des Kapitals].

10

||VII-l| Die volle Entwicklung
des Kapitals findet also erst statt – oder das Kapital hat erst die ihm
entsprechende Produktionsweise gesetzt –, sobald das Arbeitsmittel nicht nur
formell als
Capital fixe
bestimmt
ist, sondern in seiner unmittelbaren Form aufgehoben und das
Capital fixe
innerhalb
des Produktionsprozesses der Arbeit gegenüber als Maschine auftritt; der ganze
Produktionsprozess aber als nicht subsumiert unter die unmittelbare
Geschicklichkeit des Arbeiters, sondern als technologische Anwendung der
Wissenschaft. Der Produktion wissenschaftlichen Charakter zu geben, daher die
Tendenz des Kapitals, und die unmittelbare Arbeit herabgesetzt zu einem bloßen
Moment dieses Prozesses. Wie bei der Verwandlung des Werts in Kapital, so zeigt
sich bei der nähern Entwicklung des Kapitals, dass es einerseits eine bestimmte
gegebene historische Entwicklung der Produktivkräfte voraussetzt – unter diesen
Produktivkräften auch die Wissenschaft –, andererseits sie vorantreibt und
forciert.

Der quantitative Umfang, worin,
und die Wirksamkeit (Intensivität), worin das Kapital als Capital fixe
entwickelt ist, zeigt daher überhaupt den degree

11
an, worin das Kapital als Kapital, als die
Macht über die lebendige Arbeit entwickelt ist und sich den Produktionsprozess
überhaupt unterworfen hat. Auch nach der Seite hin, dass es die Akkumulation
der vergegenständlichten Produktivkräfte ausdrückt und ebenso der
vergegenständlichten Arbeit. Wenn aber das Kapital in der Maschinerie und
anderen stofflichen Daseinsformen des Capital fixe, wie Eisenbahnen etc.
(worauf wir später kommen werden) sich erst seine adäquate Gestalt als
Gebrauchswert innerhalb des Produktions-

prozesses gibt, so
heißt das keineswegs, dass dieser Gebrauchswert – die Maschinerie an sich –
Kapital ist oder dass ihr Bestehen als Maschinerie identisch ist mit ihrem
Bestehen als Kapital; sowenig, wie das Gold aufhörte, seinen Gebrauchswert als
Gold zu haben, sobald es nicht mehr
Geld
wäre.
Die Maschinerie verliert ihren Gebrauchswert nicht, sobald sie aufhörte,
Kapital zu sein. Daraus, dass die Maschinerie die entsprechendste Form des
Gebrauchswerts des Capital fixe, folgt keineswegs, dass die Subsumtion unter
das gesellschaftliche Verhältnis des Kapitals das entsprechendste und beste
gesellschaftliche Produktionsverhältnis für die Anwendung der Maschinerie.

In demselben Maße, wie die
Arbeitszeit – das bloße Quantum Arbeit – durch das Kapital als einziges
wertbestimmendes Element gesetzt wird, in demselben Maße verschwindet die
unmittelbare Arbeit und ihre Quantität als das bestimmende Prinzip der
Produktion – der Schöpfung von Gebrauchswerten und wird sowohl quantitativ zu
einer geringern Proportion herabgesetzt wie qualitativ als ein zwar
unentbehrliches, aber subalternes Moment gegen die allgemeine wissenschaftliche
Arbeit, technologische Anwendung der Naturwissenschaften nach der einen Seite,
wie [gegen die] aus der gesellschaftlichen Gliederung in der Gesamtproduktion
hervorgehende allgemeine Produktivkraft – die als Naturgabe der
gesellschaftlichen Arbeit (obgleich historisches Produkt) erscheint. Das Kapital
arbeitet so an seiner eigenen Auflösung als die Produktion beherrschende Form.

Wenn so einerseits die
Verwandlung des Produktionsprozesses aus dem einfachen Arbeitsprozess in einen
wissenschaftlichen Prozess, der die Naturgewalten seinem Dienst unterwirft und
so sie im Dienst der menschlichen Bedürfnisse wirken lässt, als Eigenschaft
des
Capital fixe
gegenüber
der lebendigen Arbeit erscheint; wenn die einzelne Arbeit als solche überhaupt
aufhört, als produktiv zu erscheinen, vielmehr nur produktiv ist in den
gemeinsamen, die Naturgewalten sich unterordnenden Arbeiten und diese Erhebung
der unmittelbaren Arbeit in gesellschaftliche als Reduktion der einzelnen
Arbeit auf Hilfslosigkeit gegen die im Kapital repräsentierte, konzentrierte
Gemeinsamkeit erscheint; so andererseits erscheint nun als Eigenschaft
des
Capital circulant
das
Erhalten der Arbeit in einem Produktionszweig durch
co-existing labour

12
in
einem anderen. In der kleinen Zirkulation avanciert

13
das Kapital dem Arbeiter das Salair, das
dieser austauscht gegen zu seiner Konsumtion nötige Produkte. Das von ihm
erhaltene Geld hat nur diese Macht, weil gleichzeitig neben ihm gearbeitet
wird; und nur weil das Kapital sich seine Arbeit angeeignet, kann es ihm im
Geld Anweisung auf fremde Arbeit geben.

Dieser Austausch der eigenen Arbeit mit der fremden
erscheint hier nicht durch die gleichzeitige Koexistenz der Arbeit der anderen
vermittelt und bedingt, sondern durch die Avance

14
, die das Kapital macht. Es erscheint als
Eigenschaft des Teils des
circulating
capital,
der an den Arbeiter abgetreten wird, und des
circulating capital überhaupt, dass der Arbeiter während der Produktion den zu
seiner Konsumtion nötigen Stoffwechsel vornehmen kann. Es erscheint nicht als
Stoffwechsel der gleichzeitigen Arbeitskräfte, sondern als Stoffwechsel des
Kapitals; dessen, dass circulating capital existiert. So werden alle Kräfte der
Arbeit transponiert in Kräfte des Kapitals; im capital fixe die Produktivkraft
der Arbeit (die außer ihr gesetzt ist und als unabhängig (sachlich) von ihr
existierend); und im Capital circulant einerseits dies, dass der Arbeiter
selbst die Bedingungen der Wiederholung seiner Arbeit sich vorausgesetzt hat,
andererseits der Austausch dieser seiner Arbeit durch die koexistierende Arbeit
anderer vermittelt ist, erscheint so, dass das Kapital ihm die Avancen macht
und andererseits die Gleichzeitigkeit der Arbeitszweige setzt. (Die beiden
letzteren Bestimmungen gehören eigentlich in die Akkumulation.) Das Kapital
setzt sich als Vermittler zwischen den verschiedenen labourers

15
in der Form
des Capital circulant.

Das
Capital fixe,
in seiner
Bestimmung als Produktionsmittel, deren adäquateste Form die Maschinerie,
produziert nur Wert, d. h. vermehrt den Wert des Produkts nur nach 2 Seiten
hin: 1. soweit es Wert hat; d. h. selbst Produkt der Arbeit, ein gewisses
Quantum Arbeit in vergegenständlichter Form ist; 2. insofern es das Verhältnis
der Surplusarbeit zur notwendigen Arbeit vermehrt, indem es die Arbeit
befähigt, durch Vermehrung ihrer Produktivkraft eine größere Masse zum
Unterhalt des lebendigen Arbeitsvermögens nötiger Produkte in kürzerer Zeit zu
schaffen. Es ist also eine höchst absurde bürgerliche Phrase, dass der Arbeiter
mit dem Kapitalisten teilt, weil dieser durch das Capital fixe (das übrigens
selbst das Produkt der Arbeit und vom Kapital nur angeeignete
fremde Arbeit)
ihm
seine Arbeit erleichtert (er raubt ihr durch die Maschine vielmehr alle
Selbständigkeit und attrayanten

16
Charakter) oder seine Arbeit abkürzt. Das
Kapital wendet die Maschine vielmehr nur an, soweit sie den Arbeiter befähigt,
einen größeren Teil seiner Zeit für das Kapital zu arbeiten, zu einem größeren
Teil seiner Zeit als ihm nicht angehöriger sich zu verhalten, länger für einen
anderen zu arbeiten. Durch diesen Prozess wird in der Tat das Quantum zur
Produktion eines gewissen Gegenstandes nötige Arbeit auf ein Minimum reduziert,
aber nur damit ein Maximum von Arbeit in dem Maximum solcher Gegenstände verwertet
werde. Die erste Seite ist

wichtig, weil das Kapital hier –
ganz unabsichtlich – die menschliche Arbeit auf ein Minimum reduziert, die
Kraftausgabe. Dies wird der emanzipierten Arbeit zugute kommen und ist die
Bedingung ihrer Emanzipation.

Aus dem Gesagten geht die
Absurdität Lauderdales hervor, wenn er das Capital fixe zu einer von
der Arbeitszeit unabhängigen, selbständigen Quelle des Werts machen will.
17
Es ist solche
Quelle nur, sofern es selbst vergegenständlichte Arbeitszeit und sofern es
Surplusarbeitszeit setzt. Die Maschinerie selbst zu ihrer Anwendung setzt
historisch | voraus – sieh oben Ravenstone

18
– überflüssige Hände. Nur wo der Überfluss
an Arbeitskräften vorhanden, kommt die Maschinerie dazwischen, um Arbeit zu
ersetzen. Es passiert nur in der Einbildung der Ökonomen, dass sie dem
einzelnen Arbeiter beispringt. Nur mit Massen von Arbeitern kann sie wirken,
deren Konzentration gegenüber dem Kapital eine seiner historischen
Voraussetzungen, wie wir gesehen. Sie kommt nicht herein, um fehlende
Arbeitskraft zu ersetzen, sondern um massenhaft vorhandene auf ihr nötiges Maß
zu reduzieren. Nur wo das Arbeitsvermögen in Masse vorhanden, kommt die
Maschinerie hinein. (Hierauf zurückzukommen.)

Lauderdale glaubt, große
Entdeckung gemacht zu haben, dass Maschinerie nicht die Produktivkraft der
Arbeit vermehrt, weil sie dieselbe vielmehr ersetzt oder tut, was die Arbeit
nicht mit ihrer Kraft tun kann. Es gehört zum Begriff des Kapitals, dass die vermehrte
Produktivkraft der Arbeit vielmehr als Vermehrung einer Kraft außer ihr und als
ihre eigene Entkräftung gesetzt ist. Das Arbeitsmittel macht den Arbeiter
selbständig – setzt ihn als Eigentümer. Die Maschinerie – als Capital fixe –
setzt ihn als unselbständig, setzt ihn als angeeignet. Diese Wirkung der
Maschinerie gilt nur, soweit sie als Capital fixe bestimmt, und sie ist nur
dadurch als solche bestimmt, dass der Arbeiter als Lohnarbeiter und das tätige
Individuum überhaupt als bloßer Arbeiter sich zu ihr verhält.

Während bisher Capital fixe und
circulant bloß als verschiedene vorübergehende Bestimmungen des Kapitals
erschienen, sind sie jetzt verhärtet zu besonderen Existenzweisen desselben,
und neben dem capital fixe erscheint das Capital circulant. Es sind jetzt 2
besondere Arten Kapital. Soweit ein Kapital in einem bestimmten
Produktionszweig betrachtet wird, erscheint es geteilt in diese 2 Portionen
oder zerfällt es in bestimmter Proportion

19
in diese 2 Arten des Kapitals.

Der Unterschied innerhalb des
Produktionsprozesses, ursprünglich Arbeitsmittel und Arbeitsmaterial und
endlich Arbeitsprodukt, erscheint jetzt als

capital
circulant (die beiden letztren

20
) und Capital fixe. Die Unterscheidung des
Kapitals nach seiner bloß stofflichen Seite ist jetzt in seine Form selbst
aufgenommen und erscheint

21
als
es differenzierend.

Für die Ansicht, die, wie
Lauderdale
etc., das
Kapital als solches, getrennt von der Arbeit,
Wert
schaffen lassen möchte und daher
auch
Surpluswert
(oder
Profit), ist das Capital fixe – namentlich das, dessen stoffliches Dasein oder
Gebrauchswert die Maschinerie – die Form, die ihren oberflächlichen fallacies

22
noch den
meisten Schein gibt. Ihnen gegenüber, z.B. in
„Labour defended“

23
,
dass wohl der Wegemacher mit
dem Weggebraucher teilen möge, nicht aber der „Weg“ selbst.

24

Das Capital circulant – einmal
vorausgesetzt, dass es seine verschiedenen Phasen wirklich durchläuft, bewirkt
die Ab- oder Zunahme, die Kürze oder Länge der Zirkulationszeit, das leichtere
oder mühsamere Abmessen der verschiedenen Stadien der Zirkulation eine
Verminderung des Surpluswerts, der in einem gegebenen Zeitraum geschaffen
werden könnte, ohne diese Unterbrechungen – entweder,
weil die Anzahl der Reproduktionen
kleiner
wird oder weil das Quantum des
beständig im Produktionsprozess
begriffenen Kapitals
kontrahiert wird. In beiden Fällen ist
dies keine Verminderung des vorausgesetzten Werts, sondern verminderte
Geschwindigkeit in seinem Wachstum. Sobald sich aber das Capital fixe zu einer
gewissen Ausdehnung entwickelt hat – und diese Ausdehnung ist, wie angedeutet,
der Messer der Entwicklung der großen Industrie überhaupt – nimmt also zu im
Verhältnis zur Entwicklung der Produktivkräfte derselben – es ist selbst die
Vergegenständlichung dieser Produktivkräfte, sie selbst als vorausgesetztes
Produkt –, von diesem Augenblick an wirkt jede Unterbrechung des
Produktionsprozesses direkt als Verminderung des Kapitals selbst, seines
vorausgesetzten Werts. Der Wert des Capital fixe wird bloß reproduziert, soweit
er verbraucht wird in dem Produktionsprozess. Durch Nichtbenutzung verliert es
seinen Gebrauchswert, ohne dass sein Wert überginge auf das Produkt. Auf je
größerer Stufenleiter sich daher das Capital fixe entwickelt, in der Bedeutung,
worin wir es hier betrachten, um so mehr
wird die Kontinuität des Produktionsprozesses
oder
der beständige Fluss der Reproduktion äußerlich zwingende Bedingung der auf das
Kapital begründeten Produktionsweise.

Die Aneignung der lebendigen
Arbeit durch das Kapital erhält in der Maschinerie auch nach dieser Seite hin
eine unmittelbare Realität: Es ist einerseits direkt aus der Wissenschaft
entspringende Analyse und Anwendung

mechanischer und
chemischer Gesetze, welche die Maschine befähigt, dieselbe Arbeit zu
verrichten, die früher der Arbeiter verrichtete. Die Entwicklung der
Maschinerie auf diesem Weg tritt jedoch erst ein, sobald die große Industrie
schon höhere Stufe erreicht hat und die sämtlichen Wissenschaften in den Dienst
des Kapitals gefangengenommen sind; andererseits die vorhandene Maschinerie
selbst schon große Ressourcen gewährt. Die Erfindung wird dann ein Geschäft und
die Anwendung der Wissenschaft auf die unmittelbare Produktion selbst ein für
sie bestimmender und sie sollizitierender

25
Gesichtspunkt. Dies ist aber nicht der Weg,
worin die Maschinerie im Großen entstanden ist, und noch weniger der, worin sie
im Detail fortschreitet. Dieser Weg ist die Analyse – durch Teilung der Arbeit,
die die Operationen der Arbeiter schon mehr und mehr in mechanische verwandelt,
so dass auf einem gewissen Punkt der Mechanismus an ihre Stelle treten kann.
(Ad
economy of
power.

26
) Es erscheint hier
also direkt die bestimmte Arbeitsweise übertragen von dem Arbeiter auf das
Kapital in der Form der Maschine und durch diese Transposition sein eigenes
Arbeitsvermögen entwertet. Daher der Kampf der Arbeiter gegen die Maschinerie.
Was Tätigkeit des lebendigen Arbeiters war, wird Tätigkeit der Maschine. So
tritt dem Arbeiter grob-sinnlich die Aneignung der Arbeit durch das Kapital,
das Kapital als die lebendige Arbeit in sich absorbierend – „als hätt’ es Lieb’
im Leibe“

27
–
gegenüber.

Der Austausch von lebendiger
Arbeit gegen vergegenständlichte, d. h. das Setzen der gesellschaftlichen
Arbeit in der Form des Gegensatzes von Kapital und Lohnarbeit – ist die letzte
Entwicklung des
Wertverhältnisses
und
der auf dem Wert beruhenden Produktion. Ihre Voraussetzung ist und bleibt – die
Masse unmittelbarer Arbeitszeit, das Quantum angewandter Arbeit als der
entscheidende Faktor der Produktion des Reichtums. In dem Maße aber, wie die
große Industrie sich entwickelt, wird die Schöpfung des wirklichen Reichtums
abhängig weniger von der Arbeitszeit und dem Quantum angewandter Arbeit als von
der Macht der Agentien, die während der Arbeitszeit in Bewegung gesetzt werden
und die selbst wieder – deren powerful effectiveness

28
– selbst wieder in keinem Verhältnis
steht zur unmittelbaren Arbeitszeit, die ihre Produktion kostet, sondern
vielmehr abhängt vom allgemeinen Stand der Wissenschaft und dem Fortschritt der
Technologie, oder der Anwendung dieser Wissenschaft auf die Produktion. (Die
Entwicklung dieser Wissenschaft, besonders der Naturwissenschaft und mit ihr
aller anderen, steht selbst wieder im Verhältnis zur Entwicklung der
materiellen Produktion.) Die Agrikultur z.B. wird bloße Anwendung der
Wissenschaft des materiellen

Stoffwechsels, wie er am
vorteilhaftesten zu regulieren für den ganzen Gesellschaftskörper. Der
wirkliche Reichtum manifestiert sich vielmehr – und dies enthüllt die große
Industrie – im ungeheuren Missverhältnis zwischen der angewandten Arbeitszeit
und ihrem Produkt wie ebenso im qualitativen Missverhältnis zwischen der auf
eine reine Abstraktion reduzierten Arbeit und der Gewalt des
Produktionsprozesses, den sie bewacht. Die Arbeit erscheint nicht mehr so sehr
als in den Produktionsprozess eingeschlossen, als sich der Mensch vielmehr als
Wächter und Regulator zum Produktionsprozess selbst verhält. (Was von der
Maschinerie gilt ebenso von der Kombination der menschlichen Tätigkeit und der
Entwicklung des menschlichen Verkehrs.) Es ist nicht mehr der Arbeiter, der
modifizierten Naturgegenstand als Mittelglied zwischen das Objekt und sich
einschiebt; sondern den Naturprozess, | den er in einen industriellen
umwandelt, schiebt er als Mittel zwischen sich und die unorganische Natur,
deren er sich bemeistert. Er tritt neben den Produktionsprozess, statt sein
Hauptagent zu sein. In dieser Umwandlung ist es weder die unmittelbare Arbeit,
die der Mensch selbst verrichtet, noch die Zeit, die er arbeitet, sondern die
Aneignung seiner eigenen allgemeinen Produktivkraft, sein Verständnis der Natur
und die Beherrschung derselben durch sein Dasein als Gesellschaftskörper – in
einem Wort die Entwicklung des gesellschaftlichen Individuums, die als der
große Grundpfeiler der Produktion und des Reichtums erscheint. Der
Diebstahl an fremder Arbeitszeit, worauf
der jetzige Reichtum beruht,
erscheint miserable Grundlage
gegen diese neu entwickelte, durch die große Industrie selbst geschaffene.
Sobald die Arbeit in unmittelbarer Form aufgehört hat, die große Quelle des
Reichtums zu sein, hört und muss aufhören, die Arbeitszeit sein Maß zu sein und
daher der Tauschwert [das Maß] des Gebrauchswerts. Die
Surplusarbeit der Masse
hat
aufgehört, Bedingung für die Entwicklung des allgemeinen Reichtums zu sein,
ebenso wie die
Nichtarbeit
der wenigen
für die Entwicklung der allgemeinen Mächte des
menschlichen Kopfes. Damit bricht die auf dem Tauschwert ruhende Produktion
zusammen, und der unmittelbare materielle Produktionsprozess erhält selbst die
Form der Notdürftigkeit und Gegensätzlichkeit abgestreift. Die freie
Entwicklung der Individualitäten und daher nicht das Reduzieren der notwendigen
Arbeitszeit, um Surplusarbeit zu setzen, sondern überhaupt die Reduktion der
notwendigen Arbeit der Gesellschaft zu einem Minimum, der dann die
künstlerische, wissenschaftliche etc. Ausbildung der Individuen durch die für
sie alle freigewordene Zeit und geschaffenen Mittel entspricht.

Das Kapital ist selbst der
prozessierende Widerspruch [dadurch], dass es die Arbeitszeit auf ein Minimum
zu reduzieren strebt, während es andererseits die Arbeitszeit als einziges Maß
und Quelle des Reichtums setzt. Es vermindert

die
Arbeitszeit daher in der Form der notwendigen, um sie zu vermehren in der Form
der überflüssigen; setzt daher die überflüssige in wachsendem Maß als Bedingung
– question de vie et de mort

29
– für die notwendige. Nach der einen Seite
hin ruft es also alle Mächte der Wissenschaft und der Natur wie der
gesellschaftlichen Kombination und des gesellschaftlichen Verkehrs ins Leben,
um die Schöpfung des Reichtums unabhängig (relativ) zu machen von der auf sie
angewandten Arbeitszeit. Nach der anderen Seite will es diese so geschaffenen
riesigen Gesellschaftskräfte messen an der Arbeitszeit und sie einbannen in die
Grenzen, die erheischt sind, um den schon geschaffenen Wert als Wert zu erhalten.
Die Produktivkräfte und gesellschaftlichen Beziehungen – beides verschiedene
Seiten der Entwicklung des gesellschaftlichen Individuums – erscheinen dem
Kapital nur als Mittel und sind für es nur Mittel, um von seiner bornierten
Grundlage aus zu produzieren. In fact aber sind sie die materiellen
Bedingungen, um sie in die Luft zu sprengen.

„Wahrhaft reich eine Nation,
wenn statt 12 Stunden 6 gearbeitet werden.
Reichtum
ist nicht Kommando von
Surplusarbeitszeit“ (realer Reichtum), „sondern
verfügbare Zeit
außer
der in der unmittelbaren Produktion gebrauchten für
jedes Individuum
und
die ganze Gesellschaft.“

30

Die Natur baut keine Maschinen,
keine Lokomotiven, Eisenbahnen, electric telegraphs

31
, selfacting mules

32
etc. Sie sind Produkte der menschlichen
Industrie; natürliches Material, verwandelt in Organe des menschlichen Willens
über die Natur oder seiner Betätigung in der Natur. Sie sind
von der menschlichen Hand geschaffene
Organe des menschlichen Hirns;
vergegenständlichte
Wissenskraft. Die Entwicklung des Capital fixe zeigt an, bis zu welchem Grade
das allgemeine gesellschaftliche Wissen, knowledge

33
, zur
unmittelbaren
Produktivkraft
geworden ist und daher die Bedingungen des
gesellschaftlichen Lebensprozesses selbst unter die Kontrolle des general
intellect

34
gekommen
und ihm gemäß umgeschaffen sind. Bis zu welchem Grade die gesellschaftlichen
Produktivkräfte produziert sind, nicht nur in der Form des Wissens, sondern als
unmittelbare Organe der gesellschaftlichen Praxis; des realen Lebensprozesses.

Nach einer anderen Seite
noch zeigt die Entwicklung des capital fixe den Grad der Entwicklung des
Reichtums überhaupt an

35
oder
der Entwicklung des Kapitals.
Der
Gegenstand der unmittelbar auf den Gebrauchswert und ebenso unmittelbar auf den
Tauschwert gerichteten Produktion ist das Produkt selbst, das für die
Konsumtion bestimmt ist. Der auf die Produktion des capital fixe

gerichtete Teil der Produktion produziert nicht unmittelbare Gegenstände
des Genusses noch unmittelbare Tauschwerte; wenigstens nicht unmittelbar
realisierbare Tauschwerte.
Es
hängt also von dem schon erreichten Grad der Produktivität ab – davon, dass ein
Teil der Produktionszeit hinreicht für die unmittelbare Produktion
–,
dass ein wachsend großer auf die
Produktion der Mittel der Produktion verwandt wird.
Es gehört
dazu, dass die Gesellschaft abwarten kann; einen großen Teil des schon
geschaffenen Reichtums entziehen kann, sowohl dem unmittelbaren Genuss wie der
für den unmittelbaren Genuss bestimmten Produktion, um diesen Teil für
nicht unmittelbar produktive
Arbeit
zu verwenden (innerhalb des materiellen Produktionsprozesses selbst). Dies
erfordert Höhe der schon erreichten Produktivität und relativen Überflusses,
und zwar solche Höhe direkt im Verhältnis zur Verwandlung von Capital circulant
in Capital fixe. Wie die
Größe
der relativen Surplusarbeit abhängt von der Produktivität der notwendigen
Arbeit, so die Größe der auf die Produktion des Capital fixe
verwandten
Arbeitszeit – lebendiger, wie vergegenständlichter –
von der Produktivität der für die
direkte Produktion von Produkten bestimmten Arbeitszeit. Surplusbevölkerung
(von
diesem Standpunkt aus) wie
Surplusproduktion
ist
hierfür Bedingung. D. h., das Resultat der auf die unmittelbare Produktion
verwandten Zeit muss relativ zu groß sein, um es unmittelbar auf die
Reproduktion des in diesen Industriezweigen verwandten Kapitals zu
bedürfen.
Je weniger das
Capital fixe
unmittelbar Früchte bringt, in den
unmittelbaren Produktionsprozess
eingreift,
desto größer muss diese relative
Surpluspopulation

36

und Surplusproduktion
sein

37
; also mehr, um
Eisenbahnen zu bauen, Kanäle, Wasserleitungen, Telegraphen etc., als um direkt
in dem unmittelbaren Produktionsprozess tätige Maschinerie. Daher – worauf wir
später zurückkommen werden – in der beständigen Über- und Unterproduktion der
modernen Industrie – beständige Schwankungen und Krämpfe von dem
Missverhältnis, worin bald zu wenig, bald zu viel Capital circulant in Capital
fixe verwandelt wird.

{Die
Schöpfung von viel disposable time

38
außer
der notwendigen Arbeitszeit für die Gesellschaft überhaupt und jedes Glied
derselben (d. h. Raum für die Entwicklung der vollen Produktivkräfte der
Einzelnen, daher auch der Gesellschaft), diese Schöpfung von Nicht-Arbeitszeit
erscheint auf dem Standpunkt des Kapitals, wie aller früheren Stufen, als
Nicht-Arbeitszeit, freie Zeit für einige. Das Kapital fügt hinzu, dass es die
Surplusarbeitszeit der Masse durch alle Mittel der Kunst und Wissenschaft
vermehrt, weil sein Reichtum direkt in der Aneignung von Surplusarbeitszeit
besteht; da sein
Zweck
direkt

der
Wert,
nicht der Gebrauchswert. Es ist so, malgre lui,
instrumental in creating the means of social disposable time

39
, um die Arbeitszeit
für die ganze Gesellschaft auf ein fallendes Minimum zu reduzieren und so die
Zeit aller frei für ihre eigene Entwicklung zu machen. Seine Tendenz aber
immer, einerseits
disposable
time zu schaffen, andererseits to convert it into surplus labour

40
.
Gelingt ihm das erstere zu gut, so leidet es an Surplusproduktion, und dann
wird die notwendige Arbeit unterbrochen, weil
keine surplus labour vom Kapital
verwertet
werden kann. Je mehr dieser Widerspruch sich entwickelt, um so mehr stellt sich
heraus, dass das Wachstum der Produktivkräfte nicht mehr gebannt sein kann an
die Aneignung fremder surplus labour

41
, sondern die Arbeitermasse selbst ihre
Surplusarbeit sich aneignen muss. Hat sie das getan – und hört damit die
disposable time auf, gegensätzliche
Existenz
zu haben –, so wird einerseits die notwendige Arbeitszeit ihr Maß an den
Bedürfnissen des gesellschaftlichen Individuums haben, andererseits die
Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkraft so rasch wachsen, dass,
obgleich nun auf den Reichtum aller die Produktion berechnet ist, die
disposable time
aller
wächst. Denn der wirkliche Reichtum ist die entwickelte Produktivkraft aller
Individuen. Es ist dann | keineswegs mehr die Arbeitszeit, sondern die
disposable time das Maß des Reichtums. Die
Arbeitszeit als Maß des Reichtums
setzt
den Reichtum selbst als auf der Armut begründet und die disposable time nur
existierend
im und durch
den Gegensatz zur Surplusarbeitszeit
oder Setzen der ganzen
Zeit des Individuums als Arbeitszeit und Degradation desselben daher zum bloßen
Arbeiter, Subsumtion unter die Arbeit.
Die
entwickeltste Maschinerie zwingt den Arbeiter daher, jetzt länger zu arbeiten,
als der Wilde tut oder als er selbst mit den einfachsten, rohesten Werkzeugen
tat.}

„Wäre die ganze Arbeit eines
Landes nur hinreichend, den Unterhalt der ganzen Bevölkerung aufzubringen, gäbe
es keine
Surplusarbeit,
folglich
auch nichts, das als Kapital akkumuliert werden könnte. Produziert das Volk in
einem Jahr genug für den Lebensunterhalt während 2 Jahre, müssen die
Konsumtionsmittel für ein Jahr zugrunde gehen, oder die Bevölkerung muss ein
Jahr lang aufhören, produktiv zu arbeiten. Aber die
Besitzer des Mehrprodukts oder des
Kapitals
beschäftigen die Bevölkerung
mit etwas, das nicht direkt und
unmittelbar produktiv ist,
z. B. mit dem Bau von Maschinerie.
So geht’s weiter.“
(„The
Source and Remedy of the National Difficulties“
[, p. 4].)

{Wie mit der Entwicklung der
großen Industrie die Basis, auf der sie ruht, Aneignung fremder Arbeitszeit,
aufhört, den Reichtum auszumachen oder zu schaffen, so hört mit ihr die
unmittelbare Arbeit
auf,
als solche Basis der

Produktion zu sein, indem sie nach der
einen Seite hin in mehr überwachende und regulierende Tätigkeit verwandelt
wird; dann aber auch, weil das Produkt aufhört, Produkt der vereinzelten
unmittelbaren Arbeit zu sein, und vielmehr die
Kombination
der gesellschaftlichen
Tätigkeit als der Produzent erscheint.

„Sobald Teilung der Arbeit
entwickelt, fast jede Arbeit eines einzelnen Individuums ist ein Teil eines
ganzen,
das für sich
allein ohne Wert oder Nutzen ist. Es gibt nichts, was der Arbeiter sich
aneignen könnte und sagen: Das ist mein Erzeugnis, das will ich für mich
behalten („Labour defended“,
1, 2, XI.)

42

Im unmittelbaren Austausch
erscheint die vereinzelte unmittelbare Arbeit als realisiert in einem
besonderen Produkt oder Teil des Produkts und ihr gemeinschaftlicher
gesellschaftlicher Charakter – ihr Charakter als Vergegenständlichung der
allgemeinen Arbeit und Befriedigung des allgemeinen Bedürfnisses – nur gesetzt
durch den Austausch. Dagegen in dem Produktionsprozess der großen Industrie,
wie einerseits in der Produktivkraft des zum automatischen Prozess entwickelten
Arbeitsmittels die Unterwerfung der Naturkräfte unter den gesellschaftlichen
Verstand Voraussetzung ist,
so
andererseits die Arbeit des einzelnen in ihrem unmittelbaren Dasein gesetzt als
aufgehobene einzelne, d. h. als gesellschaftliche Arbeit. So fällt die andere
Basis dieser Produktionsweise weg.}

Die auf die Produktion von
Capital fixe verwandte Arbeitszeit verhält sich innerhalb des
Produktionsprozesses des Kapitals selbst zu der auf Produktion des Capital
circulant verwandten wie
Surplusarbeitszeit
zur notwendigen.
Im Maße, wie die auf Befriedigung des
unmittelbaren Bedürfnis gerichtete Produktion produktiver, kann größerer Teil
der Produktion gerichtet werden auf Befriedigung des Produktionsbedürfnisses
selbst oder Produktion von Produktionsmitteln. Insofern die Produktion
von
Capital fixe
auch
der stofflichen Seite nach unmittelbar gerichtet ist, nicht auf die Produktion
von unmittelbaren Gebrauchswerten noch auf die Produktion von Werten, die zur
unmittelbaren Reproduktion des Kapitals erheischt – also in der Wertschöpfung
selbst wieder relativ den Gebrauchswert repräsentieren – sondern auf die
Produktion von Mitteln zur Wertschöpfung, also nicht auf den Wert als
unmittelbaren Gegenstand, sondern auf die Wertschöpfung, die Mittel zur
Verwertung als unmittelbaren Gegenstand der Produktion – die Produktion von
Wert stofflich in dem Gegenstand der Produktion selbst gesetzt als Zweck der
Produktion, der Vergegenständlichung von Produktivkraft, Wert produzierender
Kraft des Kapitals – ist es in der Produktion des
Capital fixe, dass das Kapital in einer
höheren Potenz als in der Produktion von Capital circulant sich als Selbstzweck
setzt und
als
Kapital
wirksam
erscheint. Nach dieser Seite daher

ebenfalls ist die
Dimension, die das Capital fixe schon besitzt und die seine Produktion in der
Gesamtproduktion entnimmt,
Maßstab
der Entwicklung
des auf der Produktionsweise des Kapitals
begründeten Reichtums.

„Die Zahl der Arbeiter hängt
insofern vom zirkulierenden Kapital ab, als sie von der Menge
der Produkte der koexistierenden Arbeit
abhängt,
die die Arbeiter konsumieren dürfen.“
(„Labour
defended“
[, p. 20].)

Die oben aus verschiedenen
Ökonomen zitierten Stellen beziehen sich alle auf das fixed Capital als den
Teil des Kapitals, der eingeschlossen im Produktionsprozess.

„Zirkulierendes Kapital wird
konsumiert, fixes Kapital lediglich im großen Prozess der Produktion
angewandt.“
(„Economist“.
VI.
I.)

43

Dies falsch und gilt nur von
dem Teil des Capital circulant, der selbst vom Capital fixe konsumiert wird,
von den matières instrumentales. Konsumiert „in the great process of
production“

44
,
diesen als unmittelbaren Produktionsprozess betrachtet, wird nur das
Capital fixe.
Das
Konsumieren innerhalb des Produktionsprozesses ist aber in fact
use

45
, abnutzen.
Ferner, die
größere Dauerhaftigkeit
des
Capital fixe
ist auch
nicht rein stofflich zu fassen. Eisen und Holz, woraus das Bett besteht, worin
ich schlafe, oder die Steine, woraus das Haus besteht, worin ich wohne, oder
die Marmorstatue, womit ein Palast geschmückt wird, sind so dauerhaft wie Eisen
und Holz etc., die zur Maschinerie verwandt sind. Aber
Dauerhaftigkeit
ist
beim Instrument, beim Produktionsmittel Bedingung, nicht nur aus dem
technischen Grund, weil Metalle etc. das Hauptmaterial aller Maschinerie,
sondern weil das Instrument bestimmt ist, beständig in wiederholten
Produktionsprozessen dieselbe Rolle zu spielen. Als Produktionsmittel ist seine
Dauerhaftigkeit unmittelbar durch seinen Gebrauchswert erheischt. Je öfter es
erneuert werden müsste, desto kostbarer; desto größerer Teil des Kapitals
müsste an es nutzlos verwandt werden. Seine Dauer ist sein Dasein als
Produktionsmittel. Seine Dauer ist Vermehrung seiner Produktivkraft. Bei dem
Capital circulant dagegen, soweit es nicht in capital fixe verwandelt wird,
hängt die Dauerhaftigkeit durchaus nicht zusammen mit dem Produktionsakt selbst
und ist daher kein begrifflich gesetztes Moment. Dass unter den in den fonds de
consommation

46
geworfenen
Gegenständen einige wieder, weil sie langsam konsumiert werden und von vielen
Individuen der Reihe nach konsumiert werden können, als
capital fixe
bestimmt
werden, hängt mit weiteren Bestimmungen zusammen (Vermieten statt Verkaufen,
Zins etc.), womit wir es hier noch nicht zu tun haben.

| „Seit der allgemeinen Introduction
von unbeseeltem Mechanism in britische Manufakturen wurden Menschen mit weniger
Ausnahme als eine sekundäre und untergeordnete Maschine behandelt und bei
weitem mehr Aufmerksamkeit geschenkt der Vervollkommnung des Rohmaterials von
Holz und Metallen als denen von Körper und Geist.“ (p.31.
Robert Owen:
„Essays
on
the formation of the
human character".
1840.
London.)

{Die wirkliche Ökonomie –
Ersparung – besteht in Ersparung von Arbeitszeit; (Minimum (und Reduktion zum
Minimum) der Produktionskosten); diese Ersparung aber identisch mit Entwicklung
der Produktivkraft. Also keineswegs
Entsagen
vom Genuss,
sondern Entwickeln von power

47
, von Fähigkeiten
zur Produktion und daher sowohl der Fähigkeiten wie der Mittel des Genusses.
Die Fähigkeit des Genusses ist Bedingung für denselben, also erstes Mittel
desselben, und diese Fähigkeit ist Entwicklung einer individuellen Anlage,
Produktivkraft. Die Ersparung von Arbeitszeit gleich Vermehren der freien Zeit,
d. h. Zeit für die volle Entwicklung des Individuums, die selbst wieder als die
größte Produktivkraft zurückwirkt auf die Produktivkraft der Arbeit. Sie kann
vom Standpunkt des unmittelbaren Produktionsprozesses aus betrachtet werden als
Produktion von
Capital
fixe;
dies Capital fixe being man himself

48
. Dass übrigens die
unmittelbare Arbeitszeit selbst nicht in dem abstrakten Gegensatz zu der freien
Zeit bleiben kann – wie sie vom Standpunkt der bürgerlichen Ökonomie aus
erscheint –, versteht sich von selbst. Die Arbeit kann nicht Spiel werden, wie Fourier [,
p. 245-252] will, dem das große Verdienst bleibt, die Aufhebung nicht der
Distribution, sondern der Produktionsweise selbst in höhere Form als ultimate
object

49
ausgesprochen
zu haben. Die freie Zeit, die sowohl Mußezeit

50
als Zeit für höhere Tätigkeit ist – hat
ihren Besitzer natürlich in ein anderes Subjekt verwandelt, und als dies andere
Subjekt tritt er dann auch in den unmittelbaren Produktionsprozess. Es ist
dieser zugleich Disziplin, mit Bezug auf den werdenden Menschen betrachtet, wie
Ausübung, Experimentalwissenschaft, materiell schöpferische und sich
vergegenständlichende Wissenschaft mit Bezug auf den gewordenen Menschen, in
dessen Kopf das akkumulierte Wissen der Gesellschaft existiert. Für beide,
soweit die Arbeit praktisches Handanlegen erfordert und freie Bewegung, wie in
der Agrikultur, zugleich exercise

51
.

Wie uns erst nach und nach das
System der bürgerlichen Ökonomie entwickelt, so auch die Negation seiner
selbst, die ihr letztes Resultat ist. Wir haben es jetzt noch zu tun mit dem
unmittelbaren Produktionsprozess. Be-

trachten wir die
bürgerliche Gesellschaft im Großen und Ganzen, so erscheint immer als letztes
Resultat des gesellschaftlichen Produktionsprozesses die Gesellschaft selbst,
d. h. der Mensch selbst in seinen gesellschaftlichen Beziehungen. Alles, was
feste Form hat, wie Produkt etc., erscheint nur als Moment, verschwindendes
Moment in dieser Bewegung. Der unmittelbare Produktionsprozess selbst erscheint
hier nur als Moment. Die Bedingungen und Vergegenständlichungen des Prozesses
sind selbst gleichmäßig Momente desselben, und als die Subjekte desselben
erscheinen nur die Individuen, aber die Individuen in Beziehungen aufeinander,
die sie ebenso reproduzieren wie neu produzieren Ihr eigener beständiger
Bewegungsprozess, in dem sie sich ebenso sehr erneuern als die Welt des
Reichtums, die sie schaffen.}

(In seinen
„Six lectures delivered at Manchester.
1837“
spricht
Owen
über
die Differenz, die das Kapital by its very growth

52
(und breiter Erscheinung, und diese erhält
es erst in der großen, mit der Entwicklung des Capital fixe zusammenhängenden
Industrie) schafft zwischen Arbeitern und Kapitalisten; spricht aber die
Entwicklung des Kapitals als
notwendige
Bedingung
für die Recreation of society

53
aus und
erzählt von sich selbst:

„Es war[en] infolge der
allmählich fortschreitenden Ausbildung einige dieser großen (Fabrikations-)
Einrichtungen zu schaffen und zu leiten, dass ihr Vortragender (Owen selbst)
gelehrt war, zu begreifen die großen Irrtümer und Nachteile der vergangenen und
gegenwärtigen Versuche, den Charakter und die Lage seiner Mitmenschen zu
bessern.“ (p. 58.)

Wir setzen hier die ganze
angezogene Stelle her, um sie bei anderer Gelegenheit zu benutzen.

„Die Produzenten des
ausgebildeten Reichtums können geteilt werden in Arbeiter in weichen und
Arbeiter in harten Materialien, unter deren unmittelbaren Leitung, im
allgemeinen von Meistern, deren Gegenstand ist, Geldgewinn zu machen durch die
Arbeit deren, die sie anwenden. Vor der Einführung des chemischen und
mechanischen Manufaktursystems wurden Operationen auf einer begrenzten
Stufenleiter ausgeführt; es gab viele kleine Meister, jeder mit einigen wenigen
Tagelöhnern, die in gebührender Zeit auch kleine Meister zu werden erwarteten.
Sie aßen gewöhnlich am selben Tisch und lebten zusammen; zwischen ihnen
herrschte ein Geist und Gefühl der Gleichheit. Seit der Periode, wo die Kraft
der Wissenschaft begann, im Ganzen und Großen auf das Geschäft der Manufaktur
angewandt zu werden, griff ein gradueller Wechsel in dieser Rücksicht Platz.
Meist alle Manufakturen, um erfolgreich zu sein, müssen nun extensiv ausgeführt
werden und mit einem großen Kapital; kleine Meister mit kleinen Kapitalien
haben nun nur wenig Chancen des Erfolgs, namentlich in den Manufakturen in
weichen Materialien, wie Baumwolle, Wolle, Flachs usw.; es ist nun in der Tat
offensichtlich,

dass, solang die gegenwärtige Klassifikation
der Gesellschaft und Weise der Fühlung des Geschäftslebens fortdauern soll, die
kleinen Meister mehr und mehr verdrängt werden durch die, die große Kapitalien
besitzen, und dass die erstere verhältnismäßig glücklichere Gleichheit unter
den Produzenten Platz machen muss der größten Ungleichheit zwischen Meister und
Arbeiter, so wie sie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit vorgekommen.
Der große Kapitalist ist nun erhoben zur Position eines gebieterischen Lords,
handhabend Gesundheit, Leben und Tod, mittelbar, seiner Sklaven, wie er will.
Diese Macht erhält er durch Kombination mit anderen großen Kapitalisten,
engagiert in demselben Interesse mit ihm selbst, und zwingt so wirksam nach
seinen Absichten die, welche er anwendet. Der große Kapitalist schwimmt nun im
Reichtum, dessen rechten Gebrauch er nicht gelehrt worden ist und nicht kennt.
Er hat Macht durch seinen Reichtum erworben. Sein Reichtum und seine Macht
blenden seinen Verstand; und wenn er durchaus schmerzlich unterdrückt, glaubt
er, eine Gunst anzutun … Seine Diener, wie sie genannt werden, seine Sklaven in
Wirklichkeit, sind zur hoffnungslosesten Degradation reduziert; ihre Majorität
beraubt der Gesundheit, des häuslichen Komforts, Muße und gesunden freien
Luftvergnügens früherer Tage. Durch übermäßige Erschöpfung ihrer Kräfte,
hervorgebracht durch lang hingeschleppte monotone Beschäftigungen, sind sie
verführt zu Gewohnheiten von Unmäßigkeit und ungeschickt zum Denken oder
Reflexion. Sie können keine physischen, intellektuellen oder moralischen
Amüsements haben, außer von der schlechtesten Art; alle realen Vergnügungen des
Lebens sind weit von ihnen entfernt. Die Existenz, die ein sehr großer Teil der
Arbeiter unter dem gegenwärtigen System lebt, ist mit einem Wort nicht wert,
besessen zu werden.

Aber für die Veränderungen,
wovon dies die Resultate, sind Individuen nicht zu tadeln;
sie gehen vor sich in der regulären
Ordnung der Natur und sind vorbereitende und notwendige Stufen zu der großen
und wichtigen sozialen Revolution,
die im Fortschritt ist.
Ohne große Kapitalien können keine großen Anlagen gegründet werden; die
Menschen können nicht dahin gebracht werden, zu begreifen die Möglichkeit, neue
Kombinationen herbeizuführen, um allem einen höheren Charakter zu sichern und
die Produktion mehr jährlichen Reichtums, als alle verzehren können; und dass
der Reichtum auch von einer höheren Art sein soll, als der | bisher
allgemein produzierte.“ (l. c. 56, 57.)

„Es ist dies neue chemische und
mechanische Manufaktursystem, das nun die menschlichen Fähigkeiten erweitert
und sie vorbereitet, andere principles

54
und practices

55
zu verstehen, sie zu adoptieren, und so den
wohltätigen Wechsel in den affairs

56
, den die Welt noch kennengelernt hat, zu
bewirken. Und es ist dies neue Manufaktursystem, das nun die Notwendigkeit
schafft für eine andere und höhere Klassifikation der Gesellschaft.“ (l. c.
58.))

1
Marx verweist auf ein undatiertes und nicht
nummeriertes Brüsseler Exzerptheft von etwa September 1845.

2
Marx verweist auf ein undatiertes und nicht
nummeriertes Brüsseler Exzerptheft von etwa September 1845.

3
Produktionshilfsstoffe

4
in der Handschrift: von

5
ihr Unterscheidungsmerkmal

6
Produktionshilfsstoffe

7
in der Handschrift: Arbeit

8
in der Handschrift: als bloßes

9
In der Handschrift: Maschinerie ferner
vergegenständlichte

10
An dieser Stelle ist durch Beschädigung des
Papiers ein Textverlust entstanden.

11
Grad

12
gleichzeitig
existierende Arbeit

13
schießt vor

14
Vorleistung

15
Arbeitern

16
anziehenden

17
Mit dieser Auffassung von Lauderdale setzt
sich Marx in den „Theorien über den Mehrwert“ auseinander. (Siehe Band 26.1
unserer Ausgabe,S. 64/65 und 269.)

18
Piercy Ravenstone, „Thoughts on the funding
System, and its effects“, London 1824, p. 11, 13, 45 und 46.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851.

19
In der Handschrift: Portion

20
In der Handschrift: ersteren

21
in der Handschrift: erscheinen

22
Trugschlüssen

23
„Arbeit verteidigt“

24
Marx bezieht sich hier auf folgende Stelle
aus Thomas Hodgskins anonymer Schrift „Labour defended against the Claims of
Capital ...“, London 1825, p. 16: „Es ist leicht zu verstehen, warum ... der
Straßenbauer etwas von dem Gewinn erhalten soll, den einzig der Benutzer der
Straße aus ihr zieht. Aber ich verstehe nicht,
warum der gesamte Gewinn der Straße selbst zufließen
und
von einer Reihe von Personen, die die Straße weder machen noch benutzen, unter
dem Namen Profit für ihr Kapital
angeeignet
werden
soll.“

Ausführlich setzt sich Marx mit
den Auffassungen Hodgskins in den „Theorien über den Mehrwert“ auseinander.

25
antreibender

26
Betreffend
Ökonomie der Kraft.

27
Johann Wolfgang von Goethe, „Faust. Der
Tragödie erster Teil“, Auerbachs Keller in Leipzig.

28
mächtige Wirksamkeit

29
Frage auf Leben und Tod

30
„The source and remedy of the national
difficulties“, London 1821, p.6.

Marx gibt eine Analyse dieser
anonymen Schrift in den „Theorien über den Mehrwert“ (siehe Band 26.3 unserer
Ausgabe, S. 234-253).

31
elektrischen Telegraphen

32
selfactor
(der
Selbsttätige) – von Richard Roberts 1825 erfundene automatische Spinnmaschine.

33
Kenntnisse

34
allgemeinen Verstandes

35
in der Handschrift:
ab

36
Überbevölkerung

37
in der Handschrift: sind

38

verfügbarer
Zeit

39
gegen seinen Willen ein Instrument bei der
Schaffung der Voraussetzungen für gesellschaftlich verfügbare Zeit

40
sie
in Mehrarbeit zu verwandeln

41
Mehrarbeit

42
Marx zitiert hier aus Thomas Hodgskins
anonymer Schrift „Labour defended against the Claims of Capital ...“, London
1825, p.25.

Er verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XI von 1851.

43
„Fixes and floating Capital“, in „The
Economist“ (London) vom 6. November 1847.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VI von 1851.

44
„im großen Prozess der Produktion“

45
Wirklichkeit
anwenden

46
Konsumtionsfonds

47
Kraft

48
dies fixe Kapital ist der Mensch selbst

49
letztes Ziel

50
in der Handschrift: Musezeit

51
Übung

52
schon infolge seines Wachstums

53
Erneuerung der Gesellschaft

54
Prinzipien

55
Gepflogenheiten

56
Angelegenheiten

### [Zirkulation und Reproduktion des fixen und des zirkulierenden Kapitals]

Wir haben vorhin bemerkt, dass
die Produktivkraft (das Capital fixe) nur Wert mitteilt, weil nur Wert hat,
soweit sie selbst produziert ist, selbst ein bestimmtes Quantum
vergegenständlichter Arbeitszeit. Nun kommen aber natürliche Agenten herein,
wie Wasser, Land (dies namentlich), Minen etc., die angeeignet sind, also
Tauschwert besitzen und so als Werte in Berechnung der Produktionskosten
fallen. Es ist dies mit einem Wort das Hereinkommen des Grundeigentums (das
umfasst Erde, Minen, Wasser). Der Wert von Produktionsmitteln, die nicht das
Produkt der Arbeit sind, gehört noch nicht hierher, da sie nicht aus der
Betrachtung des Kapitals selbst hervorgehen

1
. Sie erscheinen

2
für das Kapital zunächst als gegebene,
historische Voraussetzung. Und als solche belassen wir sie hier. Erst die dem
Kapital gemäß modifizierte Form des Grundeigentums – oder natürlicher Agenten
als wertbestimmender Größen – gehört in die Betrachtung des Systems der
bürgerlichen Ökonomie. Für die Betrachtung des Kapitals auf dem Punkt, wo wir
angelangt, ändert es nichts, Erde etc. als Form des Capital fixe zu betrachten.

Da das
Capital fixe
in dem
Sinn der produzierten Produktivkraft, als Agent der Produktion, die Masse der
in bestimmter Zeit geschaffenen Gebrauchswerte vermehrt, so kann es nicht
wachsen, ohne dass der Rohstoff wächst, den es bearbeitet (in der
manufakturierenden Industrie. In der extraktiven Industrie, wie Fischfang,
Minenindustrie, besteht die Arbeit im bloßen Überwältigen der Hindernisse, die
das Ergreifen und Aneignen der Rohprodukte oder Urprodukte erheischt. Es wird
kein Rohstoff für die Produktion bearbeitet, sondern vielmehr das existierende
Rohprodukt angeeignet. Dagegen in der Agrikultur ist der Rohstoff die Erde
selbst; das Capital circulant, Samen etc.). Seine Anwendung in größerem Maßstab
setzt also Ausdehnung des Teils des Capital circulant voraus, der aus
Rohstoffen besteht; also Wachstum des Kapitals überhaupt. Es setzt ebenso
voraus Abnahme (relative) der gegen lebendige Arbeit ausgetauschten Portion des
Kapitals.

In dem
Capital fixe
existiert
das Kapital auch stofflich nicht nur als vergegenständlichte Arbeit, bestimmt,
als Mittel neuer Arbeit zu dienen, sondern als Wert, dessen Gebrauchswert das
Schaffen neuer Werte. Die Existenz des Capital fixe ist also κατ' ἐξοχήν

3
seine Existenz
als Capital productif

4
.
Hinc

5

misst sich die schon erreichte Stufe der Entwicklung der auf dem Kapital
beruhenden Produktionsweise – oder wie weit das Kapital selbst schon als
Bedingung seiner eigenen Produktion vorausgesetzt ist, sich vorausgesetzt hat,
an dem existierenden Umfang des Capital fixe; nicht nur an seiner Quantität,
sondern ebenso Qualität.

Schließlich: Im
capital fixe
die
gesellschaftliche Produktivkraft der Arbeit als dem Kapital inhärente
Eigenschaft gesetzt;
sowohl
die scientific power

6
,
wie die Kombination von gesellschaftlichen Kräften innerhalb des
Produktionsprozesses, endlich das aus der unmittelbaren Arbeit in die Maschine,
in die tote Produktivkraft übersetzte Geschick. Im capital circulant
dagegen
erscheint der Austausch der Arbeiten, der verschiedenen Arbeitszweige, ihr
Ineinandergreifen und Systembilden, die Koexistenz produktiver Arbeit als
Eigenschaft des Kapitals.

{Die Bestimmungen von Rohstoff,
Produkt, Produktionsinstrument wechseln nach der Bestimmung, die die
Gebrauchswerte im Prozess der Produktion selbst einnehmen. Was als bloßer
Rohstoff betrachtet werden kann (sicher nicht die Agrikulturprodukte, die alle reproduziert
sind und nicht nur reproduziert in ihrer originellen Form, sondern den
menschlichen Bedürfnissen gemäß modifiziert in ihrem natürlichen Dasein selbst.
Zitiere aus Hodges etc. Die Produkte der rein extraktiven Industrie, wie z. B.
Kohlen, Metalle, sind selbst Resultate der Arbeit, nicht nur um sie ans
Tageslicht zu fördern, sondern um sie selbst, wie bei den Metallen, erst in die
Form zu bringen, worin sie als Rohstoffe der Industrie dienen können. Aber sie
werden nicht reproduziert, da wir es bisher noch nicht verstehen, Metalle zu
machen), ist selbst Produkt der Arbeit. Das Produkt der einen Industrie ist der
Rohstoff der anderen et vice versa. Das Produktionsinstrument selbst ist
Produkt der einen Industrie und dient als Produktionsinstrument erst in der
anderen. Der Abfall der einen Industrie das Rohmaterial der anderen. In der
Agrikultur erscheint ein Teil des Produkts (Samen, Vieh etc.) selbst als
Rohstoff in derselben Industrie; geht also wie das capital fixe selbst nie aus
dem Produktionsprozess heraus; der für die Konsumtion des Viehs bestimmte Teil
der Agrikulturprodukte kann als matière instrumentale

7
betrachtet werden; aber der Samen wird
reproduziert im Produktionsprozess, während das Instrument als solches
konsumiert wird in ihm. Könnte nicht Samen so gut wie Arbeitsvieh nach der
Seite hin, worin er immer in dem Produktionsprozess bleibt, so gut wie
Arbeitsvieh als capital fixe betrachtet werden? No; sonst müsste aller Rohstoff
so betrachtet werden. Als Rohstoff ist er immer im Produktionsprozess
einbegriffen. Endlich, die in

die direkte Konsumtion
eingehenden Produkte gehen aus der Konsumtion selbst wieder als Rohstoffe für
Produktion heraus, Dünger im Naturprozess etc., Papier aus Lumpen etc.;
zweitens aber reproduziert ihre Konsumtion das Individuum selbst in bestimmter
Daseinsweise, nicht nur in seiner unmittelbaren Lebendigkeit und in bestimmten
sozialen Beziehungen. So dass die schließliche Aneignung durch die Individuen,
die im Konsumtionsprozess stattfindet, sie reproduziert in den ursprünglichen
Beziehungen, worin sie zum Produktionsprozess und zueinander treten;
reproduziert sie in ihrem gesellschaftlichen Dasein, so ihr gesellschaftliches
Dasein – die Gesellschaft – die ebenso sehr als das Subjekt wie das Resultat
dieses großen Gesamtprozesses erscheint.}

Viertens

8
:

Wir haben nun die anderen
Beziehungen des Capital fixe und Capital circulant zu betrachten.

Wir sagten oben, dass in
dem
Capital circulant
das
gesellschaftliche Verhältnis der verschiedenen Arbeiten zueinander als
Eigenschaft des Kapitals gesetzt ist, wie im Capital fixe die gesellschaftliche
Produktivkraft der Arbeit.

„Das zirkulierende Kapital
einer Nation ist: Geld, Lebensmittel, Rohstoff und die getane Arbeit.“
(Adam Smith, t. II, p. 218.)
9

Mit dem Geld ist Smith in
Verlegenheit, ob er es Capital circulant oder fixe nennen soll. Soweit es stets
nur als Instrument der Zirkulation dient, die selbst ein Moment des totalen
Reproduktionsprozesses, ist es
Capital
fixe –
als Zirkulationsinstrument. Sein Gebrauchswert selbst
aber ist, nur zu zirkulieren und nie einzugehen weder in den eigentlichen
Produktionsprozess noch in die individuelle Konsumtion. Es ist der beständig in
der Zirkulationsphase fixierte Teil des Kapitals und nach dieser Seite hin die
vollendetste Form des Capital circulant; nach der anderen Seite, weil es als
Instrument fixiert ist, ist es
Capital
fixe.

Soweit Unterschied
zwischen
Capital fixe und
Capital circulant
in Bezug auf die individuelle Konsumtion als
Gesichtspunkt hereinkommt, so ist dieser schon damit gegeben, dass das
Capital fixe
nicht
als Gebrauchswert in die Zirkulation eingeht. (Vom Samen in der Agrikultur, da
er sich vervielfältigt, geht | ein Teil als Gebrauchswert in die Zirkulation
ein.) Das Nicht-als-Gebrauchswert-in-die-Zirkulation-Eingehen unterstellt, dass
es nicht zum Gegenstand der individuellen Konsumtion wird.

„Das
fixe Kapital“
dient
wiederholt immer wieder zu der selben Operation, „und um wie viel größer die
Reihe dieser Wiederholungen war, um soviel höher ist der Anspruch des
Werkzeugs, fixiert genannt zu werden.“
(De
Quincey, X,
4.)
10

Besteht ein Kapital aus 10 000 l., wovon
5 000 fixe und 5 000 circulant; das letztere schlägt 1mal in 1 Jahr um, das
erstere 1mal in 5 Jahren; so schlägt also 5 000 um, oder ½ des Gesamtkapitals,
1[mal] in einem Jahr. Während desselben Jahrs schlägt um vom Capital fixe 1/5
oder 1000 l.

11
; in
1 Jahr schlagen also um 6000 l
.

12
oder
3/5 des Gesamtkapitals. 1/5 des Gesamtkapitals schlägt daher um in 12/3
Monaten und das ganze Kapital in 12x5/3 Monaten, in = 20 Monaten = 1
Jahr und 8 Monaten. In 20 Monaten hat das Gesamtkapital von 10000 l.10

13
umgeschlagen,
obgleich das Capital fixe erst ersetzt ist in 5 Jahren. Diese Umschlagszeit
gilt jedoch nur für die Wiederholung des Produktionsprozesses und so für die
Schöpfung des Mehrwerts; nicht von der Reproduktion des Kapitals selbst. Wenn
das Kapital weniger oft von neuem den Prozess beginnt – aus der Zirkulation
zurückkehrt in die Form des Capital fixe –, kehrt es desto öfter zurück in die
Form des Capital circulant. Aber damit ist das Kapital selbst nicht remplaciert

14
. So beim Capital
circulant selbst. Wenn ein Kapital von 100 4mal im Jahr retourniert

15
und 20 % daher
bringt wie ein Kapital von 400, das nur einmal zirkuliert, so ist deswegen das
Kapital nach wie vor am Ende des Jahres 100 und das andere 400, obgleich es
gewirkt hat in der Produktion von Gebrauchswerten wie im Setzen von Mehrwert wie
ein 4mal größeres Kapital. Indem hier die Geschwindigkeit des Umschlags die
Größe des Kapitals ersetzt, so zeigt dies schlagend, wie es nur das Quantum der
in Bewegung gesetzten Surplusarbeit ist und Arbeit überhaupt ist, die die
Wertschöpfung wie die Schöpfung des Mehrwerts bestimmt, und nicht die Größe des
Kapitals für sich. Das Kapital von 100 hat sukzessive während des Jahres so
viel Arbeit in Bewegung gesetzt wie eines von 400 und daher denselben Mehrwert
geschaffen.

Aber worauf es hier ankommt. Im
obigen Beispiel retourniert das Capital circulant von 5000 erstens in der
Hälfte des ersten Jahres; dann am Ende der zweiten [Hälfte]; in der Hälfte des
zweiten; in der zweiten Hälfte des zweiten (den ersten 4 Monaten) sind davon
retourniert 3333 2/6 L.

16
,
und der Rest wird erstattet sein am Ende dieses halben Jahres

17

Aber von dem Capital fixe war
nur 1/5 retourniert in dem ersten Jahr, 1/5 im zweiten. In der Hand des
Besitzers findet sich am Ende des ersten Jahres 6000 l
.

18
, am Ende des zweiten 7000, des dritten 8000,
des vierten 9000, des fünften 10 000. Erst am Ende des fünften findet er sich
wieder im Besitz seines

Gesamtkapitals, womit er den
Produktionsprozess begonnen; obgleich
in
der Erzeugung von Mehrwert sein Kapital gewirkt hat, als wenn es ganz
umgeschlagen wäre in 20 Monaten; so ist das Gesamtkapital selbst erst
reproduziert in 5 Jahren. Die erstere Bestimmung des Umschlags wichtig für das
Verhältnis, worin es sich verwertet;
die zweite aber bringt
herein ein neues Verhältnis, das beim Capital circulant gar nicht stattfindet.
Da
das Capital circulant
ganz in die Zirkulation eingeht und ganz aus ihr zurückkehrt, so ist es ebenso
oft als Kapital reproduziert, wie es als Mehrwert realisiert ist
oder
als Surpluskapital. Da aber das Capital fixe nie als Gebrauchswert in die
Zirkulation eingeht und als Wert nur in dem Maßstab, wie es sich als
Gebrauchswert konsumiert, so ist es keineswegs reproduziert, sobald der
durch die Durchschnittsumschlagszeit des
Gesamtkapitals bestimmte Mehrwert gesetzt
ist. Der Umschlag
des Capital circulant muss 10mal stattfinden in den 5 Jahren, eh das Capital
fixe reproduziert ist; d. h. die Periode der Revulsions

19
des Capital circulant sich 10mal
wiederholen, wo die des Capital fixe sich einmal wiederholt, und der
Gesamtdurchschnittsumschlag des Kapitals
–
20 Monate – muss sich 3mal wiederholen,
bevor das capital fixe reproduziert ist.
Je größer also der
aus Capital fixe bestehende Teil des Kapitals – d. h., je mehr das Kapital in
ihm entsprechender Produktionsweise wirkt, mit großer Anwendung produzierter
Produktivkraft – und je dauerhafter das capital fixe, d.h., je länger die Reproduktionszeit
für dasselbe, je mehr sein Gebrauchswert seiner Bestimmung entspricht – um so
öfter muss der Teil des Kapitals, der als circulant bestimmt ist, die
Periode seines Umschlags wiederholen und
je länger ist die Gesamtzeit, die das Kapital zur Zurücklegung seiner
Gesamtzirkulationsbahn braucht.

Hence

20
die
Kontinuität
der Produktion zur äußeren
Notwendigkeit für das Kapital geworden mit der Entwicklung der Portion
desselben, die als capital fixe bestimmt ist. Für das capital circulant ist
die
Unterbrechung, wenn
sie nicht so lange dauert, um seinen Gebrauchswert zu ruinieren, nur
Unterbrechung in Schöpfung von Mehrwert. Aber im capital fixe ist die
Unterbrechung,
so far

21
in der Zwischenzeit sein Gebrauchswert
notwendig relativement

22
unproduktiv
vernichtet wird, d. h., ohne sich als Wert zu ersetzen, Destruktion seines
Originalwerts selbst. Es ist daher erst mit der Entwicklung des capital fixe,
dass die dem Begriff des Kapitals entsprechende Kontinuität des
Produktionsprozesses als conditio sine qua [non] für seine Erhaltung gesetzt
wird; daher ebenso die Kontinuität und das beständige Wachsen der Konsumtion.

Dies ist No. I. Aber No. II
nach der Formseite noch wichtiger. Die Gesamtzeit, wonach wir den Return

23
des Kapitals
messen, war das Jahr wie die

Zeiteinheit, worin wir die
Arbeit messen, der Tag. Wir taten [dies] erstens, weil das Jahr mehr oder
minder für die Reproduktion des größten Teils der vegetabilischen Rohstoffe,
die in der Industrie vernutzt werden, die natürliche Reproduktionszeit oder Dauer
der Produktionsphase ist. Der Umschlag des zirkulierenden Kapitals wurde daher
bestimmt nach der Anzahl der Umschläge in dem Jahr als der Gesamtzeit. In fact
beginnt das zirkulierende Kapital seine Reproduktion am Ende jedes Umschlags,
und wenn die Anzahl der Umschläge während des Jahres auf den Gesamtwert
einwirkt, so erscheinen die fata, die es erlebt, während jeden Umschlags, zwar
bestimmend auf die Bedingungen, unter denen es die Reproduktion von neuem
beginnt, aber jede für sich ist ein vollständiger Lebensakt desselben. Sobald
das Kapital in Geld rückverwandelt ist, kann es z. B. sich in andere
Produktionsbedingungen als die ersten verwandeln, von einem Produktionszweig
sich in einen anderen werfen, so dass die
Reproduktion, stofflich betrachtet, sich nicht in derselben
Form wiederholt.

Durch das Hereinkommen des
Capital fixe ändert sich dies, und weder die Umschlagszeit des Kapitals noch
die Einheit, worin deren Anzahl gemessen wird, das Jahr, erscheint ferner als
Zeitmaß für die Bewegung des Kapitals. Diese Einheit ist jetzt vielmehr bestimmt
durch die für das Capital fixe erheischte
Reproduktionszeit
und daher seine
Gesamtzirkulationszeit, die es braucht, um als Wert in die Zirkulation
einzugehen und in seiner Werttotalität aus ihr zurückzukehren. Die Reproduktion
des Capital circulant muss während dieser ganzen Zeit
auch stofflich in derselben Form
vorgehen,
und die Anzahl seiner notwendigen Umschläge, d.
h.
der zur Reproduktion
des ursprünglichen Kapitals nötigen Umschläge, ist über eine längere oder
kürzere Reihe von Jahren verteilt.
Eine längere
Gesamtperiode
ist daher
als die Einheit gesetzt, woran sich seine Umschläge messen, und die
Wiederholung
derselben
steht jetzt in einem nicht äußerlichen, sondern notwendigen Zusammenhang mit
dieser Einheit. Nach Babbage [, p. 375/376] die Durchschnittsreproduktion der
Maschinerie in England 5 Jahre; die reale daher vielleicht 10 Jahre. Es kann
durchaus keinem Zweifel unterliegen, dass der Zyklus, den die Industrie
durchläuft, seit der Entwicklung des Capital fixe in großem Maßstab in einem
plus ou moins

24
zehnjährigen
Zeitraum zusammenhängt mit dieser so bestimmten
Gesamtreproduktionsphase des Kapitals.
Wir
werden auch andere Bestimmungsgründe finden. Aber dies ist einer. Es gab auch
früher gute und schlechte Zeiten für die Industrie wie für die Herbste
(Agrikultur). Aber der in charakteristische Perioden, Epochen eingeteilte
mehrjährige Industriezyklus gehört der großen Industrie an.

| Wir kommen jetzt zu dem neu
hereinkommenden Unterschied No. III.

Das Capital circulant wurde vom
Produktionsprozess in der Form des Produkts, des neugeschaffenen
Gebrauchswerts, abgestoßen in die Zirkulation, ging ganz in sie ein; in Geld
rückverwandelt, war der Wert des Produkts (die ganze in ihm vergegenständlichte
Arbeitszeit, notwendige und Surplusarbeitszeit) ganz realisiert und damit
sowohl der Mehrwert realisiert wie alle Bedingungen der Reproduktion erfüllt.
Mit der Realisation des Preises der Ware waren alle diese Bedingungen erfüllt,
und der Prozess konnte wieder von neuem beginnen. Dies gilt jedoch nur von dem
Teil des Capital circulant, der in die große Zirkulation eingeht. As to the
other portion of it, which continuously accompanies the process of production
itself, the circulation of that part of it which is transformed into wages

25
, so hängt es
natürlich davon ab, ob die Arbeit zur Produktion von Capital fixe oder
circulant verwendet ist, ob diese wages

26
selbst durch einen in die Zirkulation
eingehenden Gebrauchswert ersetzt werden oder nicht.

Das Capital fixe zirkuliert
dagegen nicht selbst als Gebrauchswert, sondern geht nur in dem Maße, worin es
als Gebrauchswert in dem Produktionsprozess aufgezehrt wird, als Wert in den
manufakturierten Rohstoff (in der Manufaktur und Agrikultur) oder in das direkt
extrahierte Rohprodukt (Minenindustrie z.B.) ein. Das Capital fixe in seiner
entwickelten Form retourniert daher nur in einem Zyklus von Jahren, der eine
Reihe von Umschlägen des Capital circulant umfasst. Es wird nicht at once

27
ausgetauscht
in dem Produkt gegen Geld, so dass sein Reproduktionsprozess mit dem Umschlag
des Capital circulant zusammenfiele. Es geht nur sukzessiv in den Preis des
Produkts ein und retourniert daher nur sukzessiv als Wert.
Es retourniert in längeren Epochen
fragmentarisch, während das capital circulant in kürzeren Epochen ganz
zirkuliert.
Soweit das Capital fixe als solches besteht,
retourniert [es] nicht, weil es nicht in die Zirkulation eingeht; soweit es in
die Zirkulation eingeht, besteht es nicht mehr als Capital fixe, sondern bildet
idealen Bestandteil des Wertbestandteils des capital circulant. Es retourniert
überhaupt nur, soweit es direkt oder indirekt
sich ins Produkt, also in capital circulant umsetzt.
Weil
es kein unmittelbarer Gebrauchswert für die Konsumtion ist, geht es nicht als
Gebrauchswert in die Zirkulation ein.

Diese verschiedene Art des
Return des capital fixe und circulant wird später als Unterschied von Verkaufen
und Vermieten, annuity

28
,
Zins und Profit,

loyer

29
in seinen verschiedenen Formen und Profit,
von Bedeutung erscheinen, und das Nichtbegreifen dieses
nur formellen
Unterschieds
hat Proudhon und seine Bande zu den konfusesten Konklusionen
verleitet; wie wir sehen werden. Der
„Economist“
in
seinen Betrachtungen über die letzte Krise reduziert den ganzen Unterschied
zwischen Capital fixe und circulant auf den „Weiterverkauf von Waren
innerhalb
eines kurzen
Zeitraumes und mit Profit“ („Economist“,
No. 754,6. Feb. 1858)
und „Erzeugung eines Einkommens, das groß genug ist, um für
Kosten,
Risiko,
Verschleiß
und den
marktüblichen Zinssatz zu sorgen.“
30

{Das risk

31
, das bei den
Ökonomen eine Rolle in der Bestimmung des Profits spielt – es kann offenbar
keine spielen im Mehrgewinn, weil die Schöpfung des Surpluswerts dadurch nicht
größer wird, unmöglich, dass das Kapital Risikos läuft in der
Realisation
dieses
Surpluswerts – ist die Gefahr, dass das Kapital die verschiedenen Phasen der
Zirkulation nicht durchläuft, oder in einer derselben fixiert bleibt. Wir haben
gesehen, dass der Mehrgewinn zu den Produktionskosten, wenn nicht des Kapitals,
so doch des Produkts gehört. Die Notwendigkeit für das Kapital, diesen
Mehrgewinn oder Teil desselben zu realisieren – kommt als äußerlicher Zwang
doppelt an es heran. Sobald Zins und Profit sich trennen, der industrielle
Kapitalist also Zins zahlen muss, ist eine Portion des Mehrgewinns
Produktionskosten
im
Sinn des Kapitals, d.h. gehört selbst zu seinen Auslagen. Andrerseits, um die
Gefahr der Entwertung, die es bei den Metamorphosen des Gesamtprozesses läuft,
zu decken, die average Assekuranz

32
, die es sich selbst gibt. Ein Teil des
Mehrgewinns erscheint ihm nur als Kompensation für das Risiko, das es läuft, um
mehr Geld zu machen; ein Risiko, wobei der vorausgesetzte Wert selbst flöten
gehen kann. In dieser Form erscheint der Mehrgewinn ihm gegenüber als notwendig
zu realisieren für die Sicherung seiner Reproduktion. Beide Beziehungen
bestimmen natürlich nicht den Mehrwert, sondern lassen sein Setzen als äußere
Notwendigkeit für das Kapital erscheinen, nicht nur als Befriedigung seiner
Bereicherungstendenz.}

Der kürzere Return durch
Verkauf des ganzen Artikels und der bloß jährliche Return eines Teils des
Capital fixe oben auseinandergesetzt. Was den Profit an[geht] – der
Kaufmannsprofit geht uns hier nichts an –, so ist jeder Teil des Capital
circulant als aus dem Produktionsprozess heraustretend

33
und retournierend, d.h., soweit in ihm
enthalten ist vergegenständlichte Arbeit (der Wert der Avancen

34
), notwendige Arbeit
(der Wert der Salaire) und Surplusarbeit Profit bringend, sobald er die
Zirkulation durchläuft, weil mit dem

Produkt die
Surplusarbeit, die in ihm enthalten, realisiert wird. Es ist aber weder das
Capital circulant, noch das Capital fixe, das den Profit schafft, sondern die
durch beide vermittelte Aneignung fremder Arbeit, also au fond

35
nur der Teil
des Capital circulant, der in die kleine Zirkulation eingeht. Realisiert aber
wird dieser Profit in der Tat nur durch das Eingehen des Kapitals in die
Zirkulation, also nur in seiner Form als Capital circulant, nie in seiner Form
als Capital fixe. Was der „Economist“

36
aber hier unter Capital fixe versteht,
37
ist – soweit
von Einkünften [mittels] desselben die Rede – die Form des Capital fixe, worin
es nicht direkt in den Produktionsprozess tritt als Maschinerie, sondern in
railways

38
,
buildings

39
,
agricultural improvements

40
,
drainings

41
etc.,
{dass
alle Teile des
Kapitals gleichmäßig Profit bringen
,
42
diese Illusion, die aus der Teilung des
Surpluswerts zu Durchschnittsportionen herrührt, unabhängig von den
Verhältnissen der Bestandteile des Kapitals als circulant und fixe und dem in
lebendige Arbeit verwandelten Teil desselben, geht uns hier nichts an.
Weil Ricardo diese Illusion halb teilt, betrachtet er von vornherein
bei der Bestimmung des Werts als solchen den Einfluss der Proportionen von
Capital fixe und circulant, und der ehrwürdige parson

43
Malthus spricht stupidly

44
treuherzig von
den sich an das Capital fixe anlegenden Profiten, als ob das Kapital organisch
wüchse durch eine Naturmacht}, wo also die Realisierung des in ihm enthaltenen
Werts und Surpluswerts in der Form einer annuity

45
erscheint, wovon der Zins den Mehrwert und
die annuity den sukzessiven Return

46
des avancierten

47
Werts darstellt. Es handelt sich hier
also in fact (obgleich das bei agricultural improvements der Fall) nicht um
Eintreten des Capital fixe als Wert in die Zirkulation dadurch, dass es Teil
des Produkts bildet, sondern um das Verkaufen des Capital fixe in der Form
seines Gebrauchswerts. Es wird hier nicht auf einmal verkauft, sondern als
annuity. Es ist nun d’abord

48
klar, dass einige Formen des Capital fixe
erst als Capital circulant figurieren und erst Capital fixe werden, sobald sie
in dem Produktionsprozess fixiert sind; z. B. die zirkulierenden Produkte eines
Maschinenfabrikanten sind Maschinen, so gut wie die eines Baumwollwebers
Kaliko, und sie treten ganz für ihn in derselben Weise in Zirkulation. Für ihn
sind sie Capital circulant, für den Fabrikanten, der sie braucht im
Produktionsprozesse, Capital fixe, weil für jenen Produkt und nur für diesen
Produktionsinstrument. Ebenso selbst Häuser, trotz ihrer Unbeweglichkeit, für
den building-trade

49
zirkulierendes
Kapital; für den, | der sie kauft, um sie wieder zu vermieten oder zur
Produktion als

Baulichkeiten zu verwenden, Capital
fixe. Soweit nun das Capital fixe selbst als Gebrauchswert zirkuliert, d. h.
verkauft wird, Hände wechselt, werden wir weiter unten davon reden.

Der Gesichtspunkt aber, dass
das Kapital als Kapital verkauft wird – sei es als Geld oder in der Form des
Capital fixe – gehört offenbar nicht hierher, wo wir die Zirkulation als
Bewegung des Kapitals betrachten, worin es sich in seinen verschiedenen, begrifflich
bestimmten Momenten setzt. Das produktive Kapital wird Produkt, Ware, Geld und
rückverwandelt sich in die Produktionsbedingungen. In jeder dieser Formen
bleibt es Kapital und wird es Kapital, indem es sich erst als solches
realisiert. Solange es in einer der Phasen bleibt, ist es fixiert als
Warenkapital, Geldkapital oder industrielles Kapital. Aber jede dieser Phasen
bildet nur ein Moment seiner Bewegung, und in der Form, worin es sich abstößt,
um aus einer Phase in die andere überzugehen, hört es auf, Kapital zu sein.
Stößt es sich als Ware ab und wird es zum Geld oder vice versa, so existiert es
nicht als Kapital in der abgestoßenen Form, sondern in der neu angenommen Zwar
kann die abgestoßene Form wieder Form eines anderen Kapitals werden, oder sie
kann direkte Form des konsumablen Produkts sein. Das geht uns aber nicht an,
und das geht das Kapital selbst nicht an, soweit es sich um seinen in sich
selbst revolvierenden

50
Kreislauf
handelt. Es stößt vielmehr jede der Formen als sein Nicht-Kapital-Sein ab, um
sie später wieder anzunehmen. Aber wird das Kapital als Geld, Grund und Boden,
Haus etc. ausgeliehen, so wird es
als
Kapital
zur Ware, oder so ist die Ware, die in Zirkulation
gesetzt wird,
das Kapital
als Kapital.
Dies ist im nächsten Abschnitt weiter zu
verfolgen.

Was beim Umsetzen der Ware in
Geld bezahlt wird, soweit ihr Preis den in Wert übergegangenen Teil des Capital
fixe betrifft, so ist es der zu seiner teilweisen Reproduktion erheischte Teil,
der in dem Produktionsprozess verbrauchte und aufgebrauchte Teil. Was der
Käufer also zahlt, ist der Gebrauch oder Verbrauch des Capital fixe, soweit es
selbst Wert, vergegenständlichte Arbeit ist. Da dieser Verbrauch sukzessive
geschieht, zahlt er ihn portionsweise im Produkt, wählend er den aliquoten

51
Teil
Rohmaterial, der im Produkte enthalten ist, seinem ganzen Wert nach ersetzt in
dem Preis, den er für das Produkt zahlt. Es wird nicht nur sukzessive gezahlt,
sondern eine Masse Käufer zahlen gleichzeitig, im Verhältnis, wie sie Produkte
kaufen, portionsweise den aufgezehrten, verbrauchten aliquoten Teil des Capital
fixe. Da in der ersten Hälfte der Zirkulation des Kapitals es als W und der
Käufer als G auftritt, sein Zweck der Wert ist, der des Käufers aber der
Gebrauch (ob wieder

produktiv, geht uns hier [nichts
an], wo wir nur die Formseite zu betrachten haben, wie sie dem Kapital
gegenüber in seiner Zirkulation erscheint), so ist die Beziehung des Käufers
auf das Produkt die des Konsumenten überhaupt. Indirekt zahlt also der Käufer
in allen Waren sukzessiv und portionsweise den Verbrauch und Gebrauch des
Capital fixe, obgleich dieses als Gebrauchswert nicht in die Zirkulation tritt.
Es gibt aber Formen des Capital fixe, worin er direkt für seinen Gebrauchswert
zahlt – wie bei Kommunikations-, Transportmitteln etc. In allen diesen Fällen
tritt das capital fixe in fact nie aus dem Produktionsprozess heraus, wie bei
Eisenbahnen etc. Aber während es den einen innerhalb des Produktionsprozesses
dient als Kommunikationsmittel, um das Produkt auf den Markt zu schaffen, und
[als] Zirkulationsmittel für die Produzenten selbst, kann es anderen als
Konsumtionsmittel, als Gebrauchswert dienen, dem zu seinem Vergnügen Reisenden
etc. Als Produktionsmittel betrachtet, unterscheidet es sich hier von der Maschinerie
etc., indem es von verschiedenen Kapitalien gleichzeitig als gemeinsame
Bedingung für ihre Produktion und Zirkulation verbraucht wird. (Mit der
Konsumtion als solcher haben wir es hier noch nicht zu schaffen.) Es erscheint
nicht als eingeschlossen innerhalb des besonderen Produktionsprozesses, sondern
als verbindende Ader einer Masse solcher Produktionsprozesse besonderer
Kapitalien, die es nur portionsweise verbrauchen. Gegenüber allen diesen
besonderen Kapitalien und ihren besonderen Produktionsprozessen ist das capital
fixe hier also bestimmt als das Produkt eines besonderen, von ihnen getrennten
Produktionszweigs, worin aber nicht, wie in der Maschinerie, der eine Produzent
es als capital circulant verkauft und der andere es als capital fixe erwirbt,
sondern worin es nur in der Form von capital fixe selbst verkauft werden kann.
Dann erscheint, was in der Ware versteckt ist, sein sukzessiver Return.
Zugleich aber schließt dieses dann als selbst verkauftes Produkt (für den
Industriellen ist die Maschine, die er benutzt, nicht Produkt) den Mehrwert
ein, also den Return des Zins und Profit, s’il y a

52
. Da es in derselben gemeinsamen und sukzessiven
Form konsumiert werden kann, Gebrauchswert für die unmittelbare Konsumtion sein
kann, erscheint auch sein Verkauf – nicht als Produktionsinstrument, sondern
als Ware überhaupt in derselben Form. Sofern es aber als Produktionsinstrument
verkauft wird – eine Maschine wird als bloße Ware
verkauft
und wird
Produktionsinstrument erst im industriellen Prozess –, d. h. direkt
zusammenfällt sein Verkauf mit seinem Verbrauch im allgemeinen
gesellschaftlichen Produktionsprozess, ist dies eine Bestimmung, die nicht in
die Betrachtung der einfachen Zirkulation des Kapitals gehört. In dieser
erscheint

das capital fixe, soweit es als Produktionsagent
hereinkommt, als Voraussetzung des Produktionsprozesses, nicht als Resultat
desselben. Es kann sich daher nur um Ersetzung seines Werts handeln, in den
kein Mehrwert eingeschlossen ist für seinen Verwender. Diesen
hat er vielmehr bezahlt dem Maschinenmacher. Eisenbahn aber oder für
Produktion vermietete Baulichkeiten sind
gleichzeitig
Produktionsinstrument und
werden gleichzeitig als Produkt, als Kapital realisiert von ihrem Verkäufer.

Da jedes Moment, das als
Voraussetzung der Produktion erscheint, zugleich ihr Resultat ist
– indem sie ihre eigenen
Bedingungen reproduziert –, so erscheint die ursprüngliche Teilung des Kapitals
innerhalb des Produktionsprozesses jetzt so, dass der Produktionsprozess in 3
Produktionsprozesse zerfällt

53
, worin verschiedene Portionen des Kapitals – die
nun auch als besondere Kapitalien erscheinen – arbeiten. (Hier kann immer noch
die Form angenommen werden, dass ein Kapital arbeitet, weil wir
das
Kapital als solches
betrachten und durch diese Betrachtungsweise, was über die Proportion dieser
verschiedenen Arten zu sagen, einfacher wird.) Es wird jährlich das Kapital in
verschiedenen und wechselnden Portionen reproduziert als Rohstoff, als Produkt
und als Produktionsmittel; in einem Wort als Capital fixe und als Capital
circulant. In jedem dieser Produktionsprozesse erscheint als Voraussetzung
wenigstens der Teil des Capital circulant, der zum Austausch für das
Arbeitsvermögen bestimmt ist und für die Erhaltung und Konsumtion der
Maschinerie oder des Instruments und der Produktionsmittel. In der reinen
industrie extractive

54
,
z. B. dem Minenbau, existiert die Mine selbst als Arbeitsmaterial, aber nicht
als in das Produkt übergehendes Rohmaterial, das dagegen in der
Manufakturindustrie unter allen Formen besondere Existenz haben muss. In der
Agrikultur können Samen, Dünger, Vieh etc. ebenso wohl wie Rohstoff wie als
matières instrumentales betrachtet werden. Sie bildet eine Produktionsweise sui
generis

55
, weil zum
mechanischen und chemischen Prozess der organische hinzukommt und der
natürliche Reproduktionsprozess bloß kontrolliert und dirigiert wird; ebenso
die extraktive Industrie (Minenindustrie die hauptsächliche) eine Industrie sui
generis, weil in ihr gar kein Reproduktionsprozess, wenigstens kein unter
unserer Kontrolle befindlicher oder uns bekannter stattfindet. (Fischfang, Jagd
etc. kann mit Reproduktionsprozess verbunden sein; ebenso Waldbenutzung; ist
also nicht notwendig rein extraktive Industrie.) Insofern nun das
Produktionsmittel, das Capital fixe als selbst | Produkt des Kapitals und
daher vergegenständlichte Surpluszeit einschließend, so beschaffen ist, dass es
erst als Capital circulant von seinem Produzenten ab-

gestoßen
werden kann, z. B. wie die Maschine vom Maschinenbauer, eh es zum Capital fixe
wird, also erst als Gebrauchswert in die Zirkulation tritt, enthält die
Zirkulation desselben durchaus keine neue Bestimmung. Insofern es aber, wie
Eisenbahnen z. B., nur veräußert werden kann, während es zugleich als
Produktionsinstrument dient, oder im Maße, wie es als solches verbraucht wird,
hat es mit dem Capital fixe überhaupt gemein, dass sein Wert nur sukzessive
retourniert; kommt aber dann noch hinzu, dass in diesen Return des Werts
eingeschlossen ist der Return seines Surpluswerts, der in ihm
vergegenständlichten Surplusarbeit. Es hat dann eine besondere Form des
Returns.

Das Wichtige nun ist, dass die Produktion
des Kapitals so erscheint als Produktion von Capital circulant und Capital fixe
in bestimmten Portionen, so dass das Kapital selbst seine doppelte
Zirkulationsart als Capital fixe und Capital circulant produziert.

Eh wir den letzten Punkt
settlen

56
, vorher
noch einige Nebensachen.

„Zirkulierendes Kapital wird
konsumiert, fixes Kapital lediglich im großen Werk der Produktion angewendet.“
(„Economist“. VI. p. l.)

57

Der Unterschied von
consume

58
und
use

59
löst
sich auf in allmähliche oder rasche Destruktion. Wir brauchen nicht weiter bei
diesem point

60
zu
verweilen.

„Zirkulierendes Kapital nimmt
eine
unendliche Vielfalt
der Formen
an, fixes Kapital
hat nur eine
[Form].“ („Economist“. VI. p.
1.)

Diese „infinite variety of
forms“

61
, soweit
der Produktionsprozess des Kapitals selbst betrachtet wird, ist viel richtiger
bei A. Smith auf bloßen Formwechsel reduziert.

Das fixe Kapital nützt seinem
Herrn, „solange es fortfährt, in derselben Gestalt zu bleiben“. D. h„ als
Gebrauchswert, in einem bestimmten stofflichen Dasein, verharrt es im
Produktionsprozesse. Das zirkulierende Kapital dagegen
(A. Smith,
t. II, p.
197, 198) „geht beständig aus seiner Hand in einer bestimmten Form“ (als
Produkt), „um unter einer anderen“ (als Produktionsbedingung) „zurückzukehren,
und ist nur vermittelst dieser Zirkulation und allmählichen Veränderungen
Profit bringend.“
62

Smith spricht hier nicht von
der „infinite variety of forms“, worin das Capital circulant erscheint.
Stofflich betrachtet, nimmt auch das „Capital fixe“ eine „infinite variety of
forms“ an; sondern von den Metamorphosen, die das Capital circulant durchläuft
als Gebrauchswert selbst, und diese „infinite variety of forms“ reduziert sich
daher auf die qualitativen Unterschiede der

verschiednen
Phasen der Zirkulation. Das Capital circulant, in einem bestimmten
Produktionsprozess betrachtet, retourniert immer in derselben Form von
Rohstoffen und Geld für die Salaire. Das stoffliche Dasein ist am Ende des
Prozesses dasselbe wie im Anfang. Übrigens reduziert der „Economist“ selbst an
einer anderen Stelle die „infinite variety of forms“ auf den begrifflich bestimmten
Formwechsel der Zirkulation.

„Die Ware ist ganz konsumiert
in der Form, in der es produziert wird“ (d. h. tritt als Gebrauchswert in die
Zirkulation und wird aus ihr herausgestoßen), „und wird in seine Hände
zurückerstattet in
einer
neuen Form“
(als Rohstoff und Salair), „bereit,
eine ähnliche
Tätigkeit
zu wiederholen“ (vielmehr dieselbe). (l. c. VI, p. l.)
63

Smith sagt auch ausdrücklich,
dass das capital fixe „keine Zirkulation nötig habe.“ (t. II, 197, 198.)
Beim
capital fixe
ist
der Wert fest gebannt in einem bestimmten Gebrauchswert; beim capital circulant
nimmt der Wert die Form verschiedener Gebrauchswerte, ebenso wie die von jedem
bestimmten Gebrauchswert unabhängige Form (als Geld) ebenso sehr an, wie er sie
abstößt; [es] geht daher beständiger Stoff- und Formwechsel vor.

„Das capital circulant liefert
ihm“ (dem Arbeitsunternehmer) „die Materien und Salaire der Arbeiter und setzt
die Industrie in Tätigkeit.“ (A.
Smith,
t.
II, p. 226

64
.)

„
Jedes fixe Kapital entsteht ursprünglich aus einem
zirkulierenden Kapital
und muss beständig vermittelst
eines zirkulierenden Kapitals
unterhalten werden.“
(l. c. p. 207.)

„Da man beständig einen so
großen Teil des zirkulierenden Kapitals zurückzieht, um es in die zwei anderen
Zweige des allgemeinen Fonds der Gesellschaft fließen zu lassen,
65
muss dieses
Kapital für seine Umdrehung aufgefrischt werden durch beständige Zufuhren, ohne
die es bald zu nichts reduziert würde. Diese Zufuhren werden aus 3 Hauptquellen
bezogen: den Produkten des Bodens, denen der Gruben und denen der Fischerei.“
(l. c. p. 208.)

(Einen vom „Economist“
hervorgehobenen Unterschied haben wir bereits entwickelt:

„Jede Produktion, deren
Gesamtkosten dem Produzenten aus dem
laufenden
Einkommen
des Landes rückerstattet wird, ist
zirkulierendes Kapital;
aber
jede Produktion, wofür nur
eine
jährliche Summe für die Benutzung gezahlt wird, ist – fixes Kapital.“
(Heft
VI, p. I.)
66
„In
dem ersten Fall hängt der Produzent ganz vom laufenden Einkommen des Landes
ab.“ (l. c.)

Wir haben gesehen, dass nur
Teil des capital fixe retourniert in der durch das capital circulant bestimmten
Zeit, die als Einheit seiner Umschläge dient, weil sie die natürliche Einheit
für die Reproduktion des größten Teils der Nahrungsmittel und Rohstoffe ist,
ebenso wie sie und weil sie als natürliche Epoche im

Lebensprozess
(kosmischen Prozess) der Erde erscheint. Diese Einheit ist das Jahr, dessen
bürgerliche Berechnung mehr oder minder, aber unbedeutend, von seiner
natürlichen Größe abweicht. Das Capital fixe, je mehr sein stoffliches Dasein
seinem Begriff entspricht, je mehr seine stoffliche Existenzweise adäquat ist,
umfasst für seine Umschlagszeit einen Zyklus von Jahren. Da das Capital
circulant ganz ausgetauscht wird erst gegen Geld, zweitens gegen seine
Elemente, so unterstellt es, dass
Gegenwert
produziert
ist gleich seinem ganzen Wert (der den Surpluswert
einschließt). Es kann nicht gesagt werden, dass es ganz in die Konsumtion
eingeht oder eingehen kann; da es ebenso sehr wieder als Rohstoff oder als
Element für Capital fixe, kurz, selbst wieder als Element für die Produktion –
eine Gegenproduktion – zum Teil dienen muss. Ein Teil des vom Kapital als
Produkt, als Resultat des Produktionsprozesses abgestoßenen Gebrauchswerts wird
Gegenstand der Konsumtion und fällt so aus der Zirkulation des Kapitals
überhaupt heraus; ein anderer Teil geht ein in ein anderes Kapital als
Produktionsbedingung. Dies ist in der Zirkulation
des
Kapitals selbst
gesetzt, da es in der ersten Hälfte der Zirkulation als Ware, d. h. als
Gebrauchswert sich von sich abstößt, also
mit Bezug auf es selbst
in dieser Form aus
seiner eigenen Zirkulation sich als Gebrauchswert, Konsumtionsartikel entlässt;
in der zweiten Hälfte seiner Zirkulation aber sich als Geld gegen Ware als
Produktionsbedingung umtauscht. Als zirkulierender Gebrauchswert selbst setzt
es sein stoffliches Dasein also sowohl als Konsumtionsartikel wie als neues
Produktionselement oder vielmehr Element der Reproduktion. In beiden Fällen
aber muss sein Gegenwert ganz vorhanden sein; d.h., er muss ganz produziert
sein während des Jahres. Z. B., alle manufakturierten Produkte, die während
eines Jahrs gegen Agrikulturprodukte ausgetauscht werden können, sind bestimmt
durch die Masse der in dem Jahr, von einem Herbst zum anderen gerechnet, produzierten
Rohprodukte. Da wir hier von
dem
Kapital,
dem werdenden Kapital sprechen, haben wir außerhalb desselben noch nichts –
indem die vielen Kapitalien noch nicht für uns vorhanden sind –, nichts als es
selbst und die einfache Zirkulation, aus der es den Wert in der doppelten Form
als Geld und Ware in sich absorbiert und in die es ihn in der doppelten Form
als Geld und Ware hineinwirft. Wenn ein industrielles, auf der Grundlage des
Kapitals produzierendes Volk, wie England z. B., mit Chinesen austauscht und
den Wert in der Form von Geld und Ware aus ihrem Produktionsprozess absorbiert
oder vielmehr dadurch, dass es sie in den Kreis der Zirkulation seines Kapitals
hereinzieht, so sieht man gleich, dass deswegen die Chinesen selbst nicht als
Kapitalisten zu produzieren brauchen. Innerhalb einer Gesellschaft selbst, wie
der englischen, entwickelt sich die Produktionsweise des Kapitals in einem
Industriezweig, während in anderen, z. B. der Agrikultur,

mehr
| oder minder dem Kapital vorhergehende Produktionsweisen herrschen.

Indessen ist es 1. seine
notwendige Tendenz, sich in allen Punkten die Produktionsweise zu unterwerfen,
sie unter die Herrschaft des Kapitals zu bringen. Innerhalb einer bestimmten
nationalen Gesellschaft ergibt sich das schon notwendig durch Verwandlung,
vermittelst desselben, aller Arbeit in Lohnarbeit; 2. in Bezug auf auswärtige
Märkte erzwingt das Kapital diese Propaganda seiner Produktionsweise durch die
internationale Konkurrenz. Die Konkurrenz ist überhaupt die Weise, worin das
Kapital seine Produktionsweise durchsetzt. Allein soviel ist klar: ganz
abgesehen, ob es wieder ein Kapital ist oder ob es das Kapital selbst ist als
ein anderes, das auf beiden Seiten der sukzessiven Austausche steht und jedes
Mal in entgegengesetzter Bestimmung, [dass] beide Bestimmungen schon gesetzt
sind, eh wir noch diese doppelte Bewegung betrachten, aus dem Kreislauf
des
Kapitals selbst. In
der ersten Phase stößt es sich ab als Gebrauchswert, als Ware, aus der Bewegung
des Kapitals und tauscht sich ein als Geld. Die aus der Zirkulation des
Kapitals herausgestoßene Ware ist die Ware nicht mehr als Moment des sich
perennierenden

67
Wertes,
als Dasein des Werts. Sie ist also ihr Dasein als Gebrauchswert, ihr Sein für
die Konsumtion. Das Kapital aus der Form von Ware wird nur in die Form von Geld
umgesetzt, indem in der gewöhnlichen Zirkulation
ihm gegenüber
ein
Austauschender als Konsument erscheint und dieser G in W umsetzt; diesen Umsatz
nach seiner stofflichen Seite [vollzieht], so dass er sich auf den
Gebrauchswert als Gebrauchswert, als Konsument bezieht, und nur dadurch wird er
für das Kapital als
Wert
ersetzt.
Das Kapital schafft also Konsumtionsartikel, stößt sie aber in dieser Form von
sich ab, aus seiner Zirkulation heraus. Es gibt keine andere Beziehung von den
bisher entwickelten Bestimmungen aus. Die Ware, die als solche aus der
Zirkulation des Kapitals herausgestoßen wird, verliert ihre Bestimmung als Wert
und erfüllt die als Gebrauchswert der Konsumtion im Unterschied von der
Produktion. In der zweiten Phase der Zirkulation aber tauscht das Kapital Geld
aus gegen Ware, und seine Verwandlung in Ware erscheint jetzt selbst als Moment
der Wertsetzung, weil die Ware als solche in den Zirkulationsprozess des
Kapitals hereingenommen wird. Wenn es in der ersten Phase die Konsumtion
voraussetzt, setzt es in der zweiten die Produktion voraus, die Produktion für
die Produktion; denn der Wert in der Form der Ware wird hier von außen in die
Zirkulation des Kapitals hereingenommen oder der umgekehrte Prozess wie in der
ersten Phase vorgenommen. Die Ware als Gebrauchswert für das Kapital

selbst kann nur die Ware als Element, Gebrauchswert für seinen
Produktionsprozess sein.

Verdoppelt stellt sich der
Prozess so dar: Kapital a tauscht sein Produkt als W aus gegen G des Kapitals b
in der ersten Phase; in der zweiten tauscht Kapital b sich als W aus gegen G
des Kapitals a. Oder in der ersten Phase tauscht Kapital b sich als G aus gegen
W des Kapitals a, in der zweiten Kapital a als G gegen W des Kapitals b. D.h.,
gleichzeitig in jeder der beiden Zirkulationsphasen ist das Kapital als G und W
gesetzt; aber in zwei verschiedenen Kapitalien, die sich immer in der
entgegengesetzten Phase ihres Zirkulationsprozesses befinden. Im einfachen
Zirkulationsprozess erscheinen die Austauschakte W-G oder G-W – unmittelbar
zusammenfallend oder unmittelbar auseinanderfallend. Die Zirkulation ist nicht
nur die Sukzession beider Formen des Austauschs, sondern sie ist gleichzeitig
jede derselben an zwei verschiedene Seiten verteilt. Doch haben wir es hier
noch nicht mit dem Austausch der vielen Kapitalien zu tun. Dies gehört in die
Lehre von der Konkurrenz oder auch von der Zirkulation der Kapitalien (dem
Kredit). Was uns hier angeht, ist die Voraussetzung der Konsumtion auf der
einen Seite – der als Gebrauchswert aus der Bewegung des Werts herausgestoßenen
Ware – und die Voraussetzung der Produktion für die Produktion – des als
Gebrauchswert gesetzten Werts als außerhalb der Zirkulation des Kapitals
gesetzten Bedingung für seine Reproduktion –, dass diese beiden Seiten aus der
Betrachtung der einfachen Form der Zirkulation des Kapitals hervorgehen. Soviel
ist klar. Da das ganze Capital circulant sich als W gegen G in der ersten Phase
austauscht und als G gegen W in der zweiten, so sind, wenn wir das Jahr als
Zeiteinheit seiner Evolutionen betrachten, seine Transformationen dadurch
begrenzt, dass sowohl die Rohmaterialien etc. jährlich reproduziert sind (die
Ware, gegen die es sich als Geld austauscht, muss produziert sein, es muss ihm
gleichzeitige Produktion entsprechen), als dass eine jährliche Revenue (der
Teil von G, der sich gegen Ware als Gebrauchswert austauscht) beständig
geschaffen wird, um das als Gebrauchswert abgestoßene Produkt des Kapitals zu
konsumieren. Als solche Revenue – da weiter entwickelte Verhältnisse noch nicht
da sind – existiert nur die der Kapitalisten selbst und die der Arbeiter.
Übrigens gehört die Betrachtung von Austausch von Kapital und Revenue, andere
Form für das Verhältnis von Produktion und Konsumtion, noch nicht hierher.
Anderseits, da das Capital fixe nur sich austauscht, soweit es als Wert in das
Capital circulant eingeht, da es also nur portionsweise im Jahre verwertet
wird, so unterstellt es auch nur
portionsweisen
Gegenwert,
also auch nur portionsweise Produktion dieses
Gegenwerts im Lauf des Jahres. Es wird nur bezahlt im Verhältnis zu seinem
Verbrauch. Soviel klar, was schon vorhin aus dem

Unterschied
in dem industriellen Zyklus, den das Capital fixe hereinbringt, folgt,
dass
es die Produktion
folgender Jahre engagiert,
und ebenso wie es zur Schöpfung
einer großen Revenue beifügt, so antizipiert künftige Arbeit als Gegenwert. Die
Antizipation kommender Früchte der Arbeit ist also keineswegs eine Folge von
Staatsschulden etc., kurz, keine Erfindung des Kreditsystems. Sie hat
ihre Wurzel in der spezifischen
Verwertungsweise, Umschlagsweise, Reproduktionsweise des Capital fixe.}

Da es uns sich wesentlich darum
hier handelt, die reinen Formbestimmungen festzuhalten, also nichts Ungehöriges
zusammenzubringen, so ist aus dem Bisherigen klargeworden, dass die
verschiedenen Formen, worin Capital circulant und Capital fixe Revenue bringen
– wie die Betrachtung der Revenue überhaupt –, noch gar nicht hierher gehört;
sondern nur die verschiedenen Weisen, wie sie retournieren und auf den
Gesamtumschlag des Kapitals, seine Reproduktionsbewegung überhaupt wirken. Das
gelegentlich Beigebrachte aber wichtig – indem es zugleich das kunterbunt von
den Ökonomen Zusammengewürfelte abweist, wo es noch nicht am Platz ist bei der
Betrachtung des einfachen Unterschieds von Capital fixe und circulant –, weil
es uns zeigte, dass die Verschiedenheit in der Revenue etc. ihre Grundlage in
dem Formunterschied der Reproduktion des Capital fixe und circulant hat. Es
handelt sich hier nur noch um den einfachen Return des Wertes. Wie dieser zum
Return der Revenue und dieser zur Verschiedenheit in der Bestimmung der Revenue
wird, ergibt sich erst später.

Wir haben noch nicht von
den
Unterhaltungskosten,
frais
d’entretien

68
des
Capital fixe gesprochen. Es sind teils die matières instrumentales, die es
konsumiert, um zu wirken. Sie fallen in das fixe Kapital in der ersten
Bedeutung, worin wir es innerhalb des Produktionsprozesses betrachtet haben.
Diese sind Capital circulant; die ebenso sehr zum Konsum dienen können. Sie
werden Capital fixe nur, insofern sie im Produktionsprozess konsumiert werden,
haben aber nicht, wie das eigentliche Capital fixe, ein rein durch ihr
Formdasein bestimmtes Stoffliches. Der zweite Teil dieser frais d’entretien
besteht aus den zu Reparaturen nötigen Arbeiten.

| A. Smiths Bestimmung,
dass jedes Capital fixe ursprünglich aus einem Capital circulant herkommt und
beständig durch ein Capital circulant unterhalten werden muss

69

„Jedes fixe Kapital entsteht
ursprünglich aus einem zirkulierenden Kapital und muss notwendigerweise
beständig unterhalten werden auf Kosten dieses letzteren.
Irgendein fixes Kapital kann nur
Kapitalrente geben auf Kosten eines zirkulierenden Kapitals
.“
{Storch,
26, a.)
70

Was Storchs Bemerkung über die Revenue
angeht – eine Bestimmung, die hier nicht hingehört –, so ist klar: Das Capital
fixe retourniert nur als Wert, wie es portionsweise als Gebrauchswert, als
capital fixe untergeht und als Wert in das capital circulant eingeht.
71
Es kann also
nur in der Form eines capital circulant retournieren, soweit sein
Wert
betrachtet wird.
Als Gebrauchswert aber zirkuliert es überhaupt nicht. Da ferner es selbst nur
Gebrauchswert für die Produktion hat, so kann es als Wert für den individuellen
Gebrauch, für die Konsumtion ebenfalls nur in der Form des capital circulant
retournieren. Verbesserungen des Erdbodens können chemisch eingehen direkt in
den Reproduktionsprozess und so direkt in Gebrauchswerte verwandelt werden.
Dann werden sie aber konsumiert in der Form, worin sie als capital fixe
bestehen. Revenue
bringen
kann ein Kapital überhaupt nur in der Form, worin es in die Zirkulation eingeht
und aus ihr rückkehrt, da Produktion von Revenue in direkten Gebrauchswerten,
Gebrauchswerten, die nicht durch die Zirkulation vermittelt sind, der Natur des
Kapitals widerspricht

72
.
Da also das capital fixe nur in der Form des capital circulant als Wert
retourniert, kann es auch nur in dieser Form Revenue bringen.
Die
Revenue ist überhaupt nichts als der für die unmittelbare Konsumtion bestimmte
Teil des Surpluswertes. Seine Returns hängen

73
also von der Art der Returns des Werts
selbst ab. Hence

74
die
verschiedene Form, worin capital fixe und capital circulant Revenue bringen.
Ebenso, da das capital fixe als solches nie als Gebrauchswert in die
Zirkulation eingeht, also auch nie als Gebrauchswert aus dem Verwertungsprozess
herausgeworfen wird, dient es nie zur unmittelbaren Konsumtion.

In Bezug auf Smith nun wird uns
seine Ansicht deutlicher dadurch, dass er sagt, dass das capital circulant
jährlich ersetzt werden müsse und beständig erneuert dadurch, dass man es
beständig ziehe aus dem Meer, der Erde und den Minen. Hier also wird ihm capital
circulant rein stofflich; es wird bei den Haaren herausgefischt, geklopft,
geerntet; es sind die beweglichen Urprodukte, die von dem Zusammenhang mit der
Erde losgelöst, vereinzelt, dadurch beweglich gemacht werden oder in ihrer
fertigen Einzelnheit, wie Fische etc. von ihrem Element getrennt werden.
Ferner, rein stofflich betrachtet, ist es ebenso sicher, wenn Smith die
Produktion des Kapitals voraussetzt und sich nicht in den Anfang der Welt
versetzt, dass ebenso sehr jedes capital circulant provient originairement d’un
capital fixe

75
.
Ohne Netze kann er keine Fische fangen, ohne Pflug keinen Acker bauen und ohne
Hammer etc. keine Mine aufbrechen. Benutzt er selbst nur einen Stein als Hammer
etc., so ist dieser

Stein certainly

76
kein Capital circulant, überhaupt kein
Kapital, sondern Arbeitsmittel. Der Mensch besitzt, sobald er produzieren muss,
die Resolution, sich direkt eines Teils der vorhandenen Naturgegenstände als
Arbeitsmittel zu bedienen, und subsumiert sie, wie Hegel das richtig
gesagt hat, ohne weiteren Vermittlungsprozess unter seine Tätigkeit.
77
Woher alles
Kapital, circulant sowohl wie fixe, nicht nur originairement

78
, sondern
continuellement

79
herkommt,
ist die Aneignung fremder Arbeit. Dieser Prozess unterstellt aber, wie wir
gesehen haben, die beständige kleine Zirkulation, Austausch des Salairs gegen
Arbeitsvermögen, oder das Approvisionnement

80
. Den Produktionsprozess des Kapitals
unterstellt:
Alles
Kapital retourniert nur in der Form eines Capital circulant
; das
capital fixe kann daher nur erneuert werden dadurch, dass sich ein Teil des
capital circulant fixiert; also ein Teil der geschaffenen Rohstoffe verwendet
wird und ein Teil der Arbeit konsumiert wird (daher auch Teil des
Approvisionnement gegen lebendige Arbeit ausgetauscht wird), um capital fixe zu
produzieren. Bei der Agrikultur z. B. Teil des Produkts verzehrt durch Arbeit,
bestimmt, Wasserleitungen zu bauen, oder Teil des Korns ausgetauscht
gegen Guano, chemische Substanzen etc., die der Erde einverleibt werden,
aber in fact auch keinen Gebrauchswert haben, als sofern sie ihrem chemischen
Prozess preisgegeben werden. Ein Teil des zirkulierenden Kapitals hat nur
Gebrauchswert für die Reproduktion des capital fixe und wird nur produziert
(bestehe die Produktion auch nur in der Arbeitszeit, die seine Ortsveränderung
kostet) für das capital fixe. Das capital fixe selbst kann aber nur als Kapital
erneuert werden, indem es zum Wertbestandteil des capital circulant wird und
seine
Elemente so
reproduziert werden durch Verwandlung von zirkulierendem Kapital
in
fixes.
Capital fixe ist
ebenso Voraussetzung für Produktion des capital circulant wie capital circulant
für Produktion des capital fixe.
Oder Reproduktion des capital
fixe erheischt: 1. return seines Werts in der Form eines capital circulant,
denn nur so kann es wieder gegen seine Produktionsbedingungen ausgetauscht
werden; 2. ein Teil der lebendigen Arbeit und des Rohmaterials wird verwandt,
um Produktionsinstrumente, direkte oder indirekte, zu produzieren statt
austauschbarer Produkte. Das capital circulant geht seinem Gebrauchswert nach
in das capital fixe ein, ganz so wie die Arbeit, während das capital fixe
seinem Wert nach in das capital circulant eingeht und als movement

81
(wo es direkte
Maschinerie ist), als ruhende Bewegung, Form, in den Gebrauchswert.

(In Bezug auf unsere oben
entwickelten Sätze von freier Arbeit, ebenso dass in ihr der Pauperismus
latent, anzuführen folgende Sätze von Sir
Fr. Morton

Eden,
Bt:
„The State of the Poor, or an History of
the Labouring Classes in England front the Conquest
etc.“ 3
vols. 4°. London 1797. (Die Zitate aus t.I, b. I.)

82
(In dem B. I ch. I daselbst heißt es:

„Unsere Zone erfordert Arbeit
zur Befriedigung der Bedürfnisse, und
deshalb
muss
wenigstens
ein Teil
der
Gesellschaft
immer
unermüdlich
arbeiten; andere arbeiten in den Künsten etc., und
einige, die nicht arbeiten, haben doch die Produkte des Fleißes zu ihrer
Verfügung. Das verdanken diese Eigentümer aber nur der
Zivilisation und Ordnung
;
sie sind reine Kreaturen der
zivilisierten
Institutionen.
Denn diese haben es anerkannt, dass man die
Flüchte der Arbeit sich auch anders als durch Arbeit verschaffen [kann]; die
Menschen von unabhängigem Vermögen verdanken ihr
Vermögen fast ganz der Arbeit anderer,
nicht
ihrer eigenen Fähigkeit, die durchaus nicht besser ist. Es ist nicht der Besitz
des Landes oder Geldes, sondern das Kommando über Arbeit, was die Reichen von
den Ärmeren scheidet.“ [p. 1/2.]

Von der Freiheit der Ackerbauer
fängt die
Armut
als solche
an – die feudale Fesselung an den Boden oder wenigstens die Lokalität hatte es
bisher der Legislatur erspart, sich mit den vagrants

83
, Armen etc. zu beschäftigen. Eden glaubt, die
verschiedenen kommerziellen Gilden etc. hätten auch ihre eigenen Armen ernährt.
Er sagt:

„Ohne deshalb auch nur im
Entferntesten daran zu denken, die zahllosen Vorteile geringzuschätzen, die
sich für unser Land aus Manufakturwaren und Handel herleiten, scheint das
Ergebnis dieser Untersuchung
zu
der unvermeidlichen Schlussfolgerung zu führen, dass Manufakturwaren und
Handel“'
{i. e. die zuerst durch das Kapital beherrschte
Produktionssphäre} „sind der
wahre
Ursprung der nationalen Armut bei uns.“
[p. 61.]

In demselben: Von Heinrich
VII. an (wo gleichzeitig das Clearing

84
des Ackers von den überflüssigen
mouths

85
durch
Verwandlung des Ackerlandes in Viehweiden beginnt und über 150 Jahr fortdauert,
wenigstens das Klagen und legislative Interferenz

86
; also die Zahl der der Industrie zu Gebot
gestellten Hände wuchs) der Lohn in der Industrie nicht mehr festgesetzt,
sondern bloß im Ackerbau. 11, Henry VII. (Mit der freien Arbeit ist noch nicht
die Lohnarbeit völlig gesetzt. Die Arbeiter haben noch Hinterhalt an den
Feudalverhältnissen; ihre Zufuhr noch zu gering; das Kapital daher noch
unfähig, als Kapital sie auf das Minimum zu reduzieren. Daher statutarische
Lohnbestimmungen. Solange der Arbeitslohn noch durch Statute reguliert wird,
kann noch nicht gesagt werden, weder dass das Kapital als Kapital die
Produktion sich subsumiert hat, noch dass die Lohnarbeit die ihr adäquate
Existenzweise erhalten.} In dem angeführten Akt auch noch Leineweber erwähnt,
Bau-

handwerker, shipwrights

87
. Im selben Akt auch | die Arbeitszeit
festgesetzt:

„Weil viele Tagelöhner den
halben Tag verludern, spät kommen, früh weggehen, nachmittags lange schlafen,
lange bei Frühstück, Mittagessen und Abendessen sitzen etc. etc.“, so soll
folgende Stunde sein: „vom 15. März bis 15. September von 5 Uhr morgens, ½
Stunde Frühstück, 1½ Mittagessen und Ruhepause, ½ Stunde für Abendessen und
Arbeit bis zwischen 7 und 8 Uhr abends. Im Winter, solange es hell, dafür kein
Mittagsschlaf, der nur vom 15. Mai bis 15. August erlaubt.“ [p.75/76.]}

{1514 wieder Arbeitslohn
reguliert, fast ebenso wie das vorige Mal. Auch wieder die Arbeitsstunden
festgesetzt. Wer nicht upon application

88
arbeiten wollte, festgesetzt. Also
noch
Zwangsarbeit
zu
einem bestimmten Lohn der freien Arbeiter. Sie müssen erst
gezwungen
werden, zu
den vom Kapital gesetzten Bedingungen zu arbeiten. Der Eigentumslose ist mehr
geneigt, Vagabund und Räuber und Bettler als Arbeiter zu werden. Dies versteht
sich erst von selbst in der entwickelten Produktionsweise des Kapitals. In der
Vorstufe des Kapitals Staatszwang, um die Eigentumslosen in
Arbeiter
zu verwandeln
zu dem Kapital günstigen Bedingungen, die hier noch nicht durch die Konkurrenz
der Arbeiter unter sich selbst ihnen aufgezwungen sind.} (Sehr blutige
Zwangsmittel der Art unter Henry VIII. u. a. angewandt.) (Aufhebung
der
Klöster
unter
Henry VIII. setzt ebenfalls viele Hände frei.) (Unter Edward VI. noch
schärfere Gesetze gegen able bodied labourers

89
, die nicht arbeiten wollen.

„1 Edw. VI, 3: Wer arbeitsfähig
ist, es ablehnt zu arbeiten und 3 Tage müßiggeht, dem soll mit einem
rotglühenden Eisen der Buchstabe V auf der Brust eingebrannt werden, und er
soll für 2 Jahre zum Sklaven derjenigen Person erklärt werden, die einen solchen
Müßiggänger denunziert usw.“ „Entläuft er seinem Herrn für 14 Tage, soll er auf
Lebenszeit sein Sklave und auf Stirn oder Wangen mit dem Buchstaben S
gebrandmarkt werden, und wenn er ein zweites Mal wegläuft und von 2
hinreichenden Zeugen der Tat überführt wird, soll er als Verbrecher behandelt
werden und die Todesstrafe erleiden.“
90

(1376 zuerst die vagrants,
sturdy rogues

91
erwähnt,
1388 die paupers

92
.)

(Ähnliches grausames Gesetz
1572 unter Elizabeth.)

Capital circulant und Capital
fixe, die in der früheren Bestimmung erscheinen als wechselnde Formen desselben
Kapitals in den verschiedenen Phasen seines Umschlags, sind jetzt, wo das
Capital fixe zu seiner höchsten Form entwickelt, zugleich gesetzt als 2
verschiedene Existenzarten des Kapitals. Solche werden

sie
durch die Verschiedenheit der Art ihres Returns. Langsam retournierendes
Capital circulant hat eine Bestimmung mit dem Capital fixe gemein. Es
unterscheidet sich aber davon, dass sein Gebrauchswert selbst – sein
stoffliches Dasein – in Zirkulation tritt und zugleich von ihr abgestreift
wird, aus den Grenzen des Umschlagprozesses herausgeworfen wird; während das
Capital fixe – seiner bisherigen Entwicklung nach – nur als Wert in Zirkulation
tritt und, solange es, wie z. B. die in Zirkulation befindliche Maschine, noch
in Zirkulation auch als Gebrauchswert ist, nur δυνάμει

93
Capital fixe
ist.

Diese Unterscheidung zwischen
Capital fixe und Capital circulant, zunächst beruhend auf dem Verhalten des
stofflichen Daseins des Kapitals oder seines Daseins als Gebrauchswert zur
Zirkulation, muss aber bei der Reproduktion zugleich gesetzt werden als Reproduktion
des Kapitals in der doppelten Form von Capital fixe und Capital circulant.
Insofern die Reproduktion des Kapitals in jeder Form Setzen nicht nur von
vergegenständlichter Arbeitszeit, sondern von Surplusarbeitszeit, nicht nur
Reproduktion seines Werts, sondern eines Surpluswerts, kann sich die Produktion
des Capital fixe in dieser Hinsicht nicht unterscheiden von der Produktion des
Capital circulant. Bei einem Instrumenten- oder Maschinenmacher – in allen den
Formen, wo das Capital fixe erst als Capital circulant erscheint, seinem
stofflichen Dasein nach, in seinem Dasein als Gebrauchswert, bevor es fixiert
wird als Capital fixe, d. h., bevor es konsumiert wird, denn grade seine
Konsumtion bindet es an die Produktionsphase und unterscheidet es als Capital
fixe – findet daher auch gar kein Unterschied statt in der Verwertung des
Kapitals, ob es sich in der Form von Capital fixe oder circulant reproduziere.
Es kommt daher auch ökonomisch keine neue Bestimmung herein.

Wo aber das Capital fixe als
solches – und nicht erst in der Bestimmung des Capital circulant – von seinem
Produzenten in die Zirkulation geworfen wird, also
sein portionsweiser Gebrauch verkauft
wird, sei es zur Produktion,
sei es zur Konsumtion – denn bei
der Verwandlung von W in G, die im ersten Abschnitt der Zirkulation des
Kapitals vorgeht, ist es diesem selbst gleichgültig, ob die Ware wieder in die
Zirkulationssphäre eines anderen produktiven Kapitals tritt; oder ob sie zum
Zweck des direkten Konsums dient; ihm gegenüber ist sie
vielmehr immer als Gebrauchswert
bestimmt

94
, sooft es sie von
sich abstößt, gegen G umtauscht –, muss die Returnweise für den Produzenten des
Capital fixe eine andere sein als für den des Capital circulant. Der von ihm
geschaffene Mehrwert kann nur portionsweise und sukzessive retournieren mit dem
Wert selbst. Dies unter dem folgenden Abschnitt zu betrachten. Endlich,

obgleich jetzt Capital circulant und Capital fixe als 2 verschiedene Arten
erscheinen, so wird das Capital circulant gesetzt durch den Konsum, den
Verbrauch des Capital fixe; das Capital fixe seinerseits ist nur als in diese
bestimmte Form verwandeltes Capital circulant. Alles in vergegenständlichte
Produktivkraft verwandelte Kapital – alles Capital fixe ist in dieser Form
fixiertes und daher der Konsumtion wie der Zirkulation als Gebrauchswert
entrissener Gebrauchswert. Dass, um eine Maschine oder Eisenbahn zu bauen,
Holz, Eisen, Kohle und lebendige Arbeit (also indirekt auch die vom Arbeiter
konsumierten Produkte) in diesen bestimmten Gebrauchswert verwandelt worden
sind, würde sie nicht zum Capital fixe machen, wenn nicht die anderen oben
entwickelten Bestimmungen hinzukämen. Wenn Capital circulant in Capital fixe
verwandelt wird, wird ein Teil der Gebrauchswerte, in deren Gestalt das Kapital
zirkulierte, wie indirekt der Teil des Kapitals, der sich gegen lebendige
Arbeit austauscht, verwandelt in Kapital, dessen Gegenwert erst in längerem
Zyklus erzeugt wird; das nur portionsweise und sukzessive als Wert in die
Zirkulation eingeht; und das nur verwertet werden kann durch sein Verbrauchtwerden
in der Produktion.

Die Verwandlung des Capital
circulant in Capital fixe setzt relatives Surpluskapital voraus, da es Kapital
ist, verwandt nicht zur direkten Produktion, sondern neuer Mittel der
Produktion. Das Capital fixe kann selbst wieder dienen als direktes Produktionsinstrument
– als Mittel innerhalb des unmittelbaren Produktionsprozesses. In diesem Falle
geht sein Wert in das Produkt ein und wird ersetzt durch den sukzessiven Return
der Produkte. Oder es geht nicht in den unmittelbaren Produktionsprozess ein –
sondern erscheint als allgemeine Bedingung für die Produktionsprozesse, wie
Baulichkeiten, Eisenbahnen etc., und sein Wert kann nur ersetzt werden durch
Capital circulant, zu dessen Schöpfung es indirekt beigetragen. Näheres über
die Proportion der Produktion von Capital fixe und Capital circulant gehört
erst in das Folgende. Wenn wertvolle Maschinerie angewandt würde, um geringe
Produktenmasse zu liefern, so würde sie nicht als Produktivkraft wirken,
sondern das Produkt unendlich mehr verteuern, als wenn ohne Maschinerie
gearbeitet worden wäre. Sie schafft nur Mehrwert, nicht insofern sie Wert hat –
denn dieser wird einfach ersetzt –, sondern indem sie die relative Surpluszeit
vermehrt oder die notwendige Arbeitszeit vermindert. Im selben Verhältnis also,
worin ihr Umfang wächst, muss die Produktenmasse zunehmen und die lebendige
Arbeit, die angewandt wird, relativ abnehmen.
Je geringer im Verhältnis zu seiner Wirksamkeit der Wert
des capital fixe, desto mehr entspricht es seinem Zweck.
Alles
nicht nötige Capital fixe erscheint als faux frais de production

95
wie alle

unnötigen Zirkulationskosten. Könnte das Kapital die Maschinerie besitzen,
ohne Arbeit auf sie zu verwenden, so würde es die Produktivkraft der Arbeit
erhöhen und die notwendige Arbeit vermindern, ohne Arbeit kaufen zu müssen. Der
Wert des Capital fixe ist also nie Selbstzweck in der Produktion des Kapitals.

| Das Capital circulant
also verwandelt sich in Capital fixe, und das Capital fixe reproduziert sich in
Capital circulant; beides nur, insofern das Kapital sich lebendige Arbeit
aneignet.

„Jede Ersparnis im fixen
Kapital ein Zuwachs im Nettoeinkommen der Gesellschaft.“ (A.
Smith.)
96

Der schließliche und letzte
Unterschied, der noch von Ökonomen angeführt wird, ist der von
beweglich und unbeweglich
;
nicht in dem Sinne, dass das eine in die Zirkulationsbewegung entgeht, das
andere nicht; sondern in dem Sinn, dass das eine physisch fixiert ist,
unbeweglich ist, in derselben Weise, wie bewegliches und unbewegliches Eigentum
unterschieden wird. Z.B. improvements sunk in the soil

97
, Wasserleitungen, Baulichkeiten; und die
Maschinerie zum großen Teil selbst, da sie, um zu wirken, physisch fixiert
werden muss; Eisenbahnen; kurz jede Form, worin das Produkt der Industrie an
der Erdoberfläche festgeschmiedet wird. Es fügt dies au fond der Bestimmung des
Capital fixe nichts hinzu; aber wohl liegt es in seiner Bestimmung, dass je
mehr sein Gebrauchswert, sein stoffliches Dasein seiner Formbestimmung
entspricht, es in so eminenterem Sinn Capital fixe ist. Der unbewegliche
Gebrauchswert, wie Haus, Eisenbahn etc., ist daher die handgreiflichste Form
des Capital fixe. Es kann dann zwar dennoch im selben Sinn zirkulieren wie
unbewegliches Eigentum überhaupt – als Titel; aber nicht als Gebrauchswert;
nicht zirkulieren im physischen Sinn. Ursprünglich das Wachsen des beweglichen
Eigentums, seine Zunahme gegenüber dem unbeweglichen, zeigt das ascendant
movement of Capital

98
gegenüber
dem Grundeigentum. Aber die Produktionsweise des Kapitals, einmal
vorausgesetzt, zeigt sich die Höhe, worin es sich die Produktionsbedingungen
unterworfen hat, in der Verwandlung des Kapitals in unbewegliches Eigentum. Es
schlägt damit seinen Sitz im Boden selbst auf und die scheinbar festen
Voraussetzungen, durch die Natur gegeben, im Grundeigentum, selbst als bloß
gesetzt durch die Industrie.

(Ursprünglich sind Dasein im
Gemeinwesen und vermittelst desselben Verhalten zur Erde als Eigentum
Grundvoraussetzungen sowohl der Reproduktion des Individuums wie des
Gemeinwesens. Bei Hirtenvölkern erscheint der Grund und Boden nur als Bedingung
des Wanderlebens, von

Aneignen desselben also keine Rede.
Folgen feste Wohnsitze mit dem Ackerbau – so ist das Grundeigentum zunächst
gemeinsames, und selbst wo es fortgeht zum Privateigentum, erscheint die
Beziehung des Individuums zu demselben als gesetzt durch sein Verhältnis zum
Gemeinwesen. Es erscheint als bloßes Lehen des Gemeinwesens; etc. etc. Das
Verwandeln desselben in bloß austauschbaren Wert – diese Mobilisation desselben
– ist Produkt des Kapitals und der völligen Unterordnung des Staatsorganismus
unter dasselbe. Der Grund und Boden, selbst wo er Privateigentum geworden,
daher nur in beschränktem Sinn Tauschwert. Der Tauschwert beginnt in dem
vereinzelten, von der Erde losgelösten und durch Industrie (oder bloße
Aneignung) individualisierten Naturprodukt. Hier tritt auch die individuelle
Arbeit zuerst auf. Der Tausch beginnt überhaupt zunächst nicht innerhalb der
ursprünglichen Gemeinwesen, sondern an ihrer Grenze; da, wo sie aufhören. Den
Boden, ihren Sitz of course

99
, auszutauschen, an fremde Gemeinwesen zu
verklopfen, wäre Verrat. Der Austausch kann sich nur by and by

100
von seinem
ursprünglichen Gebiete, dem beweglichen, auf unbewegliches Eigentum erstrecken
Es ist nur durch Ausdehnung des ersteren, dass das Kapital nach und nach das
letztere in die Hand bekommt. Das Geld ist der Hauptagent in diesem Prozess.)

A. Smith unterscheidet erst
Capital circulant und Capital fixe nach ihrer Bestimmung im
Produktionsprozess.
Später
erst nimmt er die Wendung:

„Man kann auf verschiedene
Weisen ein Kapital auf Gewinn legen, 1. als Capital circulant, 2. als Capital
fixe.“ [A. Smith, t. II, p. 197.]

Diese zweite Wendung gehört
offenbar in die Betrachtung dieses Unterschieds als solche nicht hinein, da
erst das Capital fixe und Capital circulant als 2 Arten des Kapitals
vorausgesetzt sein müssen, eh davon die Rede sein kann, wie man Kapital auf
Gewinn legen kann in beiden Formen.
101

„Das Gesamtkapital jedes
Arbeitsunternehmers teilt sich notwendig zwischen seinem Capital fixe und
seinem Capital circulant. Bei der Gleichheit der Summe wird der eine Teil um so
größer sein, je kleiner der andere ist.“ (A. Smith, t. II, p. 226

102
.)

Da die Kapitalien sich 1. in
ungleiche Portionen zwischen Capital fixe und circulant teilen; 2.
unterbrochene oder nicht unterbrochene Produktionsphase [haben] und von
entfernteren oder näheren Märkten zurückkehren, also ungleiche Zirkulationszeit
[haben], muss die Bestimmung des Surpluswerts, der in einer bestimmten Zeit,
z.B. jährlich, geschaffen wird, ungleich sein, weil die Anzahl der
Reproduktionsprozesse in gegebenem Termin ungleich ist. Ihre Wertschöpfung
erscheint bestimmt nicht einfach durch die angewandte Arbeit

während des unmittelbaren Produktionsprozesses, sondern durch den degree

103
, worin diese
Exploitation of labour

104
in
einem gegebenen Zeitraum wiederholt werden kann.

Schließlich also: Wenn bei der
Betrachtung des einfachen Produktionsprozesses das Kapital als sich verwertend
nur in Beziehung auf die Lohnarbeit erscheint und die Zirkulation daneben
liegt, so in seinem Reproduktionsprozess ist die Zirkulation in es aufgenommen,
und zwar beide Momente der Zirkulation W-G-G-W (als ein System von Austauschen,
die es zu durchlaufen hat und denen ebenso viel qualitative Wandlungen
desselben entsprechen). Die Zirkulation erscheint als G-W-W-G in es
aufgenommen, soweit von ihm in seiner Form als Geld ausgegangen und daher zu
ihr zurückgegangen wird. Es enthält beide Kreisläufe, und nicht mehr als bloßen
Formwechsel oder bloßen außerhalb der Form fallenden Stoffwechsel, sondern
beide aufgenommen in die Wertbestimmung selbst. Der Produktionsprozess, als die
Bedingungen seiner Erneuung in sich selbst enthalten[d], ist
Reproduktionsprozess, dessen Geschwindigkeit bestimmt ist durch verschiedene
oben entwickelte Beziehungen, die alle aus den Unterschieden des Kreislaufs
selbst hervorgehen. Innerhalb der Reproduktion des Kapitals vollbringt sich
zugleich die Reproduktion der Gebrauchswerte, worin es verwirklicht ist – oder
die beständige Erneuung und Reproduktion der Gebrauchswerte, die sowohl von den
Menschen konsumiert werden, als ihrer Natur nach vergänglich sind, durch die
menschliche Arbeit; der dem menschlichen Bedürfnis durch die menschliche Arbeit
untergeordnete Stoffwechsel und Formänderung erscheint vom Gesichtspunkt des
Kapitals als Reproduktion seiner selbst. Es ist au fond die beständige
Reproduktion der Arbeit selbst.

„Die Kapitalwerte verewigen
sich durch die Reproduktion: Die Produkte, aus denen sich ein Kapital
zusammensetzt, konsumieren sich ebenso gut wie jedes andere; aber ihr Wert
reproduziert sich in anderen oder in gleichen Stoffen während derselben Zeit,
in der er durch die Konsumtion zerstört wird.“ (
Say
, 14.)
105

Der Austausch und ein System
von Austauschen und, was darin eingeschlossen, die Verwandlung in Geld als
selbständigen Wert, erscheint als Bedingung und Schranke für die Reproduktion
des Kapitals. Bei ihm ist die Produktion selbst nach allen Seiten hin dem
Austausch unterworfen. Diese Austauschoperationen, die Zirkulation als solche,
produzieren keinen Mehrwert, aber sie sind Bedingungen für seine Realisation.
Sie sind insofern Bedingungen der
Produktion
des Kapitals
selbst, als seine
Form als Kapital
nur gesetzt
wird, soweit es sie durchläuft. Die Reproduktion des Kapitals ist

zugleich Produktion bestimmter Formbedingungen; bestimmter |
Verhaltungsweisen, worin die personifizierte vergegenständlichte Arbeit gesetzt
wird. Die Zirkulation ist daher nicht bloß der Austausch des Produkts gegen die
Produktionsbedingungen – also z. B. von produziertem Weizen gegen Samen, neue
Arbeit etc. In jeder Form der Produktion muss der Arbeiter sein Produkt
austauschen gegen die Produktionsbedingungen, um die Produktion wiederholen zu
können. Der für unmittelbaren Gebrauch produzierende Landmann verwandelt auch
Teil des Produkts in Samen, Arbeitsinstrument, Lastvieh, Dünger etc. und
beginnt seine Arbeit von neuem. Die Verwandlung in Geld ist notwendig für die
Reproduktion des Kapitals als solchen, und seine Reproduktion ist notwendig
Produktion von Mehrwert.

{In Bezug auf die
Reproduktionsphase (Zirkulationszeit insbesondere) noch zu notieren, dass sie
durch den Gebrauchswert selbst Grenzen hat. Der Weizen muss reproduziert werden
in einem Jahr. Vergängliche Dinge, wie Milch etc. müssen öfter reproduziert werden.
Fleisch, da das Tier lebt, also der Zeit widersteht, braucht nicht so oft
reproduziert zu werden; aber totes, auf dem Markt befindliches Fleisch muss in
sehr kurzer Frist reproduziert werden in der Form von Geld, oder es verfault.
Die Reproduktion des Werts und des Gebrauchswerts fallen teils zusammen, teils
nicht.}

Obgleich die Arbeit [das], was
wir vorhin den konstanten Teil des Kapitals nannten, in dem einen
Produktionsprozess dem Wert nach nur erhält, muss sie es beständig
reproduzieren in dem anderen, da, was als Voraussetzung von Material und
Instrument in dem einen Produktionsprozess erscheint, Produkt im anderen ist
und diese Erneuung, Reproduktion beständig gleichzeitig vor sich gehen muss.

Wir kommen jetzt zum

1
In der Handschrift: hervorgeht

2
in der Handschrift: erscheint

3
im höchsten Maße

4
produzierendes Kapital

5
Daher

6
Kraft
der Wissenschaft

7
Produktionshilfsstoff

8

Viertens
steht
in der Handschrift vor dem eingeklammerten Absatz (siehe vorl. Band, S. 611).
Dieses Wort wird aber hier wiedergegeben, da es sich auf den folgenden Text
bezieht.

9
Adam Smith, „Recherches ...“, t. 2, Paris
1802, p. 218.

10
Thomas De Quincey, „The logic of political
economy“, Edinburgh, London 1844, p. 114.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft X von 1851.

11
In der Handschrift: 1000 Taler

12
in der Handschrift: 6000 Taler

13
in der Handschrift: 10000 Taler

14
ersetzt

15
zurückkehrt

16
in der Handschrift: 3333 Taler

17
Im vorhergehenden Absatz nahm Marx an,
dass das zirkulierende Kapital nur einmal im Jahr umschlägt. Hier ändert er
diese Voraussetzung und kehrt zu seiner ursprünglichen Annahme zurück, dass das
zirkulierende Kapital zweimal im Jahr umschlägt.

18
in der Handschrift: 6000 Taler

19
Umschläge

20
Folglich

21
sofern

22
verhältnismäßig

23
Umschlag

24
mehr oder minder

25
Was den anderen Teil davon betrifft» der
ständig den Produktionsprozess selbst begleitet, die Zirkulation des Teils
davon, der in Arbeitslohn umgewandelt wird

26
Arbeitslöhne

27
sofort

28
Jahresrente

29
Miete

30
„Deposits and discounts. Effects produced
on the ordinary relations of floating and fixed Capital“, in „The Economist“
(London) vom 6. Februar 1858.

31
Risiko

32
durchschnittliche Versicherung

33
in der Handschrift: hervortretend

34
Vorschüsse

35
im Grunde

36
in der Handschrift: Ökonomist

37
Gemeint ist der Artikel „Deposits and
discounts“.

38
Eisenbahnen

39
Gebäuden

40
landwirtschaftliche Verbesserungen

41
Entwässerungen

42
Thomas Robert Malthus, „Principles of
political economy ..2. ed., London 1836, p. 268.

43
Pfarrer

44
dumm

45
Jahresrente

46
Rücklauf

47
vorgeschossenen

48
zunächst

49
das Baugewerbe

50
rotierenden

51
ohne Rest aufgehenden

52
so ist es

53
In der Handschrift: verfällt

54
extraktiven Industrie

55
von eigener Art

56
erledigen

57
„Fixes and floating Capital“, in „The
Economist“ (London) vom 6. November 1847.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VI von 1851.

58

konsumieren

59

anwenden

60
Punkt

61
„unendliche Vielfalt der Formen“

62
Adam Smith, „Recherches ..t. 2, Paris 1802,
p. 197/198.

Marx hat dieses Zitat aus einem
Pariser Exzerptheft von 1844 übernommen (siehe MEGA IV/2, S. 359), wobei er die
Smithsche Charakteristik des fixen Kapitals aus der gegensätzlichen
Charakteristik des zirkulierenden Kapitals deduziert.

63
„Fixes and floating Capital“, in „The
Economist“ (London) vom 6. November 1847.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VI von 1851.

64
In der Handschrift: 126

65
Gemeint sind der Fonds der unmittelbaren
Konsumtion und das fixe Kapital.

66
„Fixes and floating Capital“, in „The
Economist“ (London) vom 6. November 1847.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft VI von 1851.

67
dauernd erhaltenden

68
Unterhaltungskosten

69
Adam Smith, „Recherches ..t. 2, Paris 1802,
p. 197/198.

Marx hat dieses Zitat aus einem
Pariser Exzerptheft von 1844 übernommen (siehe MEGA IV/2, S. 359), wobei er die
Smithsche Charakteristik des fixen Kapitals aus der gegensätzlichen
Charakteristik des zirkulierenden Kapitals deduziert.

70
Henri Storch, „Cours d’économie politique
...“, 1.1, Paris 1823, p.246.

Marx verweist auf ein Brüsseler
Exzerptheft von 1845. Der Buchstabe „a“ bedeutet hier die rechte Spalte der
Seite.

71
Gemeint sind der Fonds der unmittelbaren
Konsumtion und das fixe Kapital.

72
In der Handschrift:
widersprechen

73
in der Handschrift: hängt

74
Deshalb

75
zirkulierende Kapital ursprünglich aus
einem fixen Kapital entsteht

76
gewiss

77
Marx meint wahrscheinlich folgende
Stelle aus Hegels Schrift „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften
im Grundrisse“, T. 1, Berlin 1840, S.382: „Die Vernunft ist eben so
listig
als
mächtig.
Die List
besteht überhaupt in der vermittelnden Tätigkeit, welche, indem sie die Objekte
ihrer eigenen Natur gemäß aufeinander einwirken und sich aneinander abarbeiten
lässt, ohne sich unmittelbar in diesen Prozess einzumischen, gleichwohl nur
ihren
Zweck zur
Ausführung bringt.“

Dieses Zitat führt Marx
später im ersten Band des „Kapitals“ an.

78
ursprünglich

79
beständig

80
der Lebensmittelfonds

81
Bewegung

82
Alle Auszüge aus Edens Werk sind den Seiten
5-30 eines Exzerptheftes von Engels entnommen, das 1845 in Manchester
entstanden ist und das Marx zur Verfügung hatte.

83
Landstreichern

84
Säubern

85
Mündern

86
die gesetzgeberische Einmischung

87
Schiffsbauer

88
auf Verlangen

89
kräftige Arbeiter

90
Frederic Morton Eden, „The state of the
poor ...“, vol. 1, London 1797, p. 101.

Die Buchstaben
V
und
S
stehen für die
Bezeichnungen Vagrant (Landstreicher) und Slave (Sklave).

91
Vagabunden, freche Landstreicher

92
Armen

93
der Möglichkeit nach

94
in der Handschrift:
Gebrauchswert
gegenüber
bestimmt

95
Produktionsnebenkosten

96
Adam Smith, „Recherches ...“, t. 2, Paris
1802, p. 226.

97
ins Erdreich eingelassene Verbesserungen

98
die aufsteigende Bewegung des Kapitals

99
selbstverständlich

100
nach und nach

101
Marx wiederholt hier einen Gedankengang
von Adam Smith, den er oben angeführt und kommentiert hat.

102
in der Handschrift: 218

103
Grad

104
Ausbeutung der Arbeit

105
Jean-Baptiste Say, „Traite d’économie
politique .. .“,3. ed., t. 2, Paris 1817, p. 185.

Marx verweist auf ein Pariser
Exzerptheft von 1844 (siehe MEGA IV/2, S. 315).

Wir kommen jetzt zum

## Dritten Abschnitt. Das Kapital als Frucht bringend. Zins. Profit.

(Produktionskosten etc.)

Das Kapital ist nun gesetzt als Einheit von Produktion und Zirkulation, und der
Mehrwert, den
es in einer bestimmten Zeitperiode
schafft, z.B. einem Jahr, ist =

SZ /
(p + c) = SZ / U oder ( Z / p – Z / p x c / (p + c) .

Das
Kapital ist jetzt realisiert nicht nur als sich reproduzierender und daher
perennierender
,
sondern

auch als wertsetzender Wert. Durch die Absorption in
sich, der lebendigen Arbeitszeit einerseits und die ihm selbst
angehörige Bewegung der
Zirkulation (worin die Bewegung des Austauschs als seine eigene
gesetzt wird, als
immanenter Prozeß der vergegenständlichten Arbeit), verhält es sich zu sich
selbst, als Neuwert setzend, Wert produzierend. Es verhält sich als Grund zum
Mehrwert als dem von ihm
Begründeten. Seine Bewegung besteht darin, indem es sich produziert, sich
zugleich als Grund von sich als Begründetem, als vorausgesetzter Wert zu
sich selbst als Mehrwert
oder zu dem Mehrwert als von ihm gesetztem zu verhalten. In

einem bestimmten Zeitraum, der als Einheitsmaß seiner Umschläge gesetzt ist,
weil er das natürliche Maß seiner Reproduktion in der Agrikultur ist,
produziert das Kapital einen bestimmten Mehrwert, bestimmt nicht nur durch den
Mehrwert, den es in einem Produktionsprozeß setzt, sondern durch die Anzahl der
Wiederholungen des Produktionsprozesses, oder seiner Reproduktionen in einem
bestimmten Zeitraum. Durch

das
Aufgenommensein in seinen Reproduktionsprozeß der Zirkulation, seiner Bewegung
außerhalb des unmittelbaren Produktionsprozesses,
erscheint

der Mehrwert nicht mehr
gesetzt durch
sein einfaches, unmittelbares Verhalten zur lebendigen Arbeit; dies Verhältnis
erscheint vielmehr nur als ein Moment seiner
Gesamtbewegung. Das Kapital, von sich als
dem aktiven
Subjekt ausgehend – dem Subjekt des Prozesses – und in dem Umschlag erscheint
der unmittelbare Produktionsprozeß in der Tat bestimmt durch seine Bewegung als
Kapital unabhängig von seinem Verhältnis zur Arbeit –
verhält sich zu sich als sich vermehrendem Wert, d.h., es verhält sich zu dem
Mehrwert als von ihm Gesetztem und
Begründetem; sich
als Produktionsquelle zu sich selbst als Produkt-, als produzierender
Wert zu sich selbst als
produziertem Wert. Es mißt daher den neuproduzierten Wert nicht mehr

durch

sein

reales

Maß,

das

Verhältnis

der

Surplusarbeit

zur

notwendigen,

sondern

an

sch
selbst als seiner Voraussetzung. Ein Kapital von einem bestimmten Wert produziert
in einem bestimmten Zeitraum einen bestimmten Mehrwert. Der Mehrwert, so
gemessen an dem Wert des vorausgesetzten Kapitals, das Kapital, so gesetzt als
sich verwertender Wert – ist der
Profit;
unter dieser specie – nicht
aeterni, sondern capitalis
betrachtet, ist der Mehrwert Profit;
und das Kapital unterscheidet sich in sich selbst als Kapital, dem
produzierenden und reproduzierenden Wert, von sich als Profit, dem
neuproduzierten Wert. Das Produkt des Kapitals ist der
Profit.
Die Größe
Mehrwert wird daher gemessen an der Wertgröße des Kapitals, und die
Rate des
Profits
ist daher bestimmt durch die Proportion seines Werts zum Werte des
Kapitals.

Ein sehr großer Teil des
Hierhergehörigen ist oben entwickelt worden. Das Antizipierte ist aber hierher
zu setzen. Insofern der neugesetzte Wert, der derselben Natur ist wie das
Kapital, selbst wieder in den Produktionsprozeß aufgenommen wird, sich selbst
wieder als Kapital erhält, ist das Kapital selbst gewachsen und wirkt nun als
Kapital von größerem Wert. Nachdem es den Profit als neureproduzierten Wert von
sich als vorausgesetztem sich verwertenden Wert unterschieden und den Profit
als das Maß seiner Verwertung gesetzt hat, hebt es die Trennung wieder auf, und
setzt ihn in seiner Identität mit sich als Kapital, das nun, angewachsen um den
Profit, denselben Prozeß von neuem beginnt in größeren Dimensionen. Durch das
Beschreiben seines Kreises erweitert es sich als Subjekt des Kreises und
beschreibt so einen sich ausdehnenden Kreis, eine

Spirale.

Die vorhin entwickelten
allgemeinen Gesetze so kurz zusammenzufassen: Der wirkliche Mehrwert ist
bestimmt durch das Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen Arbeit oder durch
die Portion des Kapitals – die Portion der vergegenständlichten Arbeit, die
sich gegen lebendige Arbeit austauscht, zu der Portion vergegenständlichter
Arbeit, wodurch sie ersetzt wird. Der Mehrwert in der Form des Profits aber
wird gemessen an dem Totalwert des dem Produktionsprozeß vorausgesetzten
Kapitals. Die
Rate des Profits
hängt also – denselben Mehrwert,
dieselbe
Surplusarbeit im Verhältnis zur notwendigen Arbeit vorausgesetzt
– ab von
dem Verhältnis des Teils des Kapitals, der gegen lebendige Arbeit ausgetauscht
wird, zu dem Teil, der in der Form von Rohmaterial und Produktionsmittel
existiert. Je geringer also die gegen lebendige Arbeit ausgetauschte Portion
wird, um so geringer wird die Rate des Profits. In demselben Verhältnis also,
worin in dem Produktionsprozeß das Kapital als Kapital größten Raum
einnimmt in Proportion zu der unmittelbaren Arbeit, je mehr also der relative
Surpluswert wächst – die wertschaffende Kraft des Kapitals –, um so mehr
fällt
die Rate des Profits.
Wir haben gesehn, daß die Größe des schon
vorausgesetzten, der Reproduktion vorausgesetzten Kapitals sich spezifisch
ausdrückt im Wachsen des capital fixe als der produzierten Produktivkraft, der
mit einem Scheinleben

begabten
vergegenständlichten Arbeit. Die Totalgröße des Werts des produzierenden
Kapitals wird sich in jeder Portion desselben ausdrücken als verminderte
Proportion des gegen lebendige Arbeit ausgetauschten Kapitals gegen den als
konstanter Wert existierenden Teil des Kapitals. Nimm z.B. die Manufakturindustrie.
In demselben Verhältnis, wie das capital fixe wächst, die Maschinerie etc., muß
hier der Teil des Kapitals wachsen, der in Rohstoffen existiert, während der
gegen lebendige Arbeit ausgetauschte Teil

abnimmt.

Im Verhältnis zur Wertgröße des
der Produktion vorausgesetzten Kapitals

– und des in der
Produktion als Kapital wirkenden Teils des Kapitals – fällt also die Rate des
Profits. Je breiter die Existenz, die das Kapital schon gewonnen, um so
schmaler das Verhältnis des neu
geschaffnen Werts zum
vorausgesetzten Wert (reproduzierten Wert).
Gleichen Mehrwert, d.h. gleiches
Verhältnis von Surplusarbeit und notwendiger Arbeit vorausgesetzt,
kann der
Profit daher ungleich sein, und muß er ungleich sein im Verhältnis zur Größe
der Kapitalien. Die Profitrate kann fallen, obgleich der reale Mehrwert steigt.
Die Profitrate kann steigen, obgleich der reale Mehrwert fällt.

Es kann in der Tat das Kapital wachsen und im selben Verhältnis die Rate

des Profits, wenn das Verhältnis des als Wert
vorausgesetzten, in der Form von Rohstoffen und capital fixe existierenden
Teils des Kapitals gleichmäßig steigt mit dem gegen lebendige Arbeit
ausgetauschten Teil des Kapitals. Diese Gleichmäßigkeit aber unterstellt
Wachstum des Kapitals ohne Wachstum und Entwicklung der Produktivkraft der
Arbeit. Die eine Voraussetzung hebt die andre auf. Es widerspricht dies dem
Entwicklungsgesetz des Kapitals und speziell der Entwicklung des capital fixe.
Ein solcher Fortschritt kann nur stattfinden auf Stufen, wo die
Produktionsweise des Kapitals ihm noch nicht adäquat ist, oder in solchen
Sphären der Produktion, wo es nur noch formell sich die Herrschaft
angemaßt hat, z.B. in der Agrikultur. Hier kann natürliche Fruchtbarkeit
des Bodens wirken wie Vermehrung des capital fixe – d.h. die relative
Surplusarbeitszeit wachsen – ohne daß das Quantum der notwendigen verringert
wird. (Z.B. in den United States.) Der
gross profit
,
d.h. der Mehrwert, betrachtet
außer seiner formellen Beziehung, nicht als Proportion, sondern als einfache
Wertgröße ohne Beziehung auf eine andre, wird im Durchschnitt wachsen
nicht
wie die Rate des Profits, sondern wie die Größe des Kapitals.
Wenn also die
Rate des Profits im umgekehrten Verhältnis zum Wert des Kapitals, wird
die
Summe des Profits
in direktem Verhältnis zu ihm stehn. Allein auch dieser
Satz ist nur wahr für eine beschränkte Stufe der Entwicklung der Produktivkraft
des Kapitals oder der Arbeit. Ein Kapital von 100 mit

einem Profit von 10% gibt eine kleinre Summe des Profits als ein
Kapital von 1.000 mit einem Profit von 2%. In dem ersten Fall ist die Summe 10,
in dem zweiten 20, d.h., der gross profit des großen Kapitals ist doppelt so
groß wie der des 10mal kleinren Kapitals, obgleich die Profitrate des kleinren
5mal größer ist als die des größeren. Aber wäre der Profit des größeren
Kapitals nur 1%, so wäre die Summe des Profits 10

wie für das 10mal kleinre
Kapital, weil im selben Verhältnisse, wie seine Größe die Profitrate
abgenommen. Wäre die Profitrate für das Kapital von 1.000 nur
1
/
2
%,
so wäre die Summe des Profits

nur halb so groß wie die des
10mal kleinren Kapitals, nur 5, weil die Profitrate 20mal kleiner.

Allgemein also
ausgedrückt: Nimmt die Profitrate ab für das größre Kapital, aber nicht im
Verhältnis seiner Größe, so wächst der gross profit, obgleich die Rate des
Profits abnimmt. Nimmt die Profitrate ab im Verhältnis zu seiner Größe, so
bleibt der gross profit derselbe wie der des kleinren Kapitals; bleibt
stationär. Nimmt die Profitrate ab im größeren Verhältnis, als seine Größe
wächst, so nimmt der gross profit des größeren Kapitals, verglichen mit dem
kleinren, ebensosehr ab, als die Profitrate abnimmt. Es ist dies in jeder
Beziehung das wichtigste Gesetz der modernen politischen Ökonomie und das
wesentlichste, um die schwierigsten Verhältnisse zu verstehn. Es ist vom
historischen Standpunkt aus das wichtigste Gesetz. Es ist ein Gesetz, das trotz
seiner Einfachheit bisher nie begriffen und noch weniger bewußt ausgesprochen
worden ist. Da diese Abnahme der Rate des Profits gleichbedeutend ist 1. mit
der schon produzierten Produktivkraft und der materiellen Grundlage, die sie
für neue Produktion bildet; dies zugleich voraussetzt enorme Entwicklung of
scientific powers
;
2. mit der Abnahme des Teils
des schonproduzierten Kapitals, der gegen unmittelbare Arbeit ausgetauscht
werden muß, d.h. mit der Abnahme der unmittelbaren Arbeit, die erheischt ist
zur Reproduktion eines ungeheuren Werts, der sich in großer Produktenmasse
ausdrückt, großer Produktenmasse mit geringen Preisen, weil die Gesamtsumme der
Preise = ist dem reproduzierten Kapital + dem Profit; 3. [mit] der Dimension
des Kapitals überhaupt, auch der Portion desselben, die nicht capital fixe ist;
also großartig entwickelten Verkehrs, großer Summe der Tauschoperationen, Größe
des Markts und Allseitigkeit der gleichzeitigen Arbeit; Kommunikationsmittel
etc., Vorhandensein des nötigen Konsumtionsfonds, um diesen ungeheuren Prozeß
vorzunehmen (die Arbeiter essen, wohnen etc.), so zeigt sich, daß die schon
vorhandne materielle, schon herausgearbeitete, in der Form von capital fixe
existierende Produktivkraft, wie die scientific power, wie die Bevölkerung
etc., kurz, alle Bedingungen des Reichtums, daß die größten Bedingungen

für

die

Reproduktion

des

Reichtums,

i.e.

die

reiche

Entwicklung

des

sozialen Individuums – daß die durch das Kapital
selbst in seiner historischen Entwicklung herbeigeführte Entwicklung der
Produktivkräfte, auf einem gewissen Punkt angelangt, die Selbstverwertung des
Kapitals aufhebt, statt sie zu setzen.

Über einen gewissen Punkt
hinaus wird die Entwicklung der Produktivkräfte eine Schranke für das Kapital;
also das Kapitalverhältnis eine Schranke

für [die]
Entwicklung der Produktivkräfte der Arbeit. Auf diesem Punkt angelangt, tritt
das Kapital, d.h. Lohnarbeit, in dasselbe Verhältnis zur Entwicklung des
gesellschaftlichen Reichtums und der Produktivkräfte wie Zunftwesen,
Leibeigenschaft, Sklaverei und wird als Fessel notwendig abgestreift. Die
letzte Knechtsgestalt, die die menschliche Tätigkeit annimmt, die der
Lohnarbeit auf der einen, des Kapitals auf der andren Seite, wird damit
abgehäutet, und diese Abhäutung selbst ist das Resultat der dem Kapital
entsprechenden Produktionsweise; die materiellen und geistigen Bedingungen der
Negation der Lohnarbeit und des Kapitals, die selbst schon die Negation frührer
Formen der unfreien gesellschaftlichen Produktion sind, sind selbst Resultate
seines

Produktionsprozesses.

In. schneidenden Widersprüchen,
Krisen, Krämpfen drückt sich die wachsende Unangemessenheit der produktiven
Entwicklung der Gesellschaft zu ihren bisherigen Produktionsverhältnissen aus.
Gewaltsame Vernichtung von Kapital, nicht durch ihm äußere Verhältnisse,
sondern als Bedingung seiner Selbsterhaltung, ist die schlagendste Form, worin
ihm advice
7

gegeben wird, to be gone and to give room to a higher state of
social production
8
. Es ist nicht nur das Wachsen
der scientific power, sondern das Maß, worin sie schon als capital fixe gesetzt
ist, der Umfang, die Breite, worin sie realisiert ist und sich der Totalität
der Produktion bemächtigt hat. Es ist ebenso die Entwicklung der Population
etc., kurz, aller Momente der Produktion; indem die Produktivkraft der Arbeit,
ebenso wie Anwendung der Maschinerie, im Verhältnis zur Bevölkerung steht;
deren Wachsen an und für sich schon die Voraussetzung, wie das Resultat des
Wachstums der zu reproduzierenden, also auch zu konsumierenden

Gebrauchswerte.

Da dieses Abnehmen des Profits
gleichbedeutend ist mit der verhältnismäßigen Abnahme der unmittelbaren Arbeit
zur Größe der vergegenständlichten Arbeit, die sie reproduziert und neu setzt,
so wird alles vom Kapital versucht werden, um die Kleinheit des Verhältnisses
der lebendigen Arbeit zur Größe des Kapitals überhaupt, und daher auch des
Mehrwerts, wenn als Profit ausgedrückt, zum vorausgesetzten Kapital

zu checken by reducing the allotment made
to necessary labour and by still more expanding the quantity of surplus labour
with regard to the whole labour employed. Hence the highest development of
productive power together with the greatest expansion of existing wealth will
coincide with depreciation of capital, degradation of the labourer, and a most
straightened exhaustion of his vital powers. These con

tradictions
lead to explosions, cataclysms, crises, in which by momentaneous suspension of
labour and annihilation of a great portion of capital the latter is violently
reduced to the point, where it can go on
fully employing its
productive powers without committing suicide. Yet, these regularly recurring
catastrophes lead to their repetition on a higher scale, and finally to its
violent overthrow
. Es
sind in der entwickelten Bewegung des Kapitals Momente, die diese Bewegung
aufhalten, anders als durch Krisen; so z.B. die beständige Entwertung eines
Teils des existierenden Kapitals; die Verwandlung eines großen Teils von
Kapital in capital fixe, das nicht als Agent der direkten Produktion dient;
unproduktive Vergeudung einer großen Portion des Kapitals

etc.

(Das Kapital, produktiv
angewandt, wird immer doppelt ersetzt
,
wie wir gesehn haben, daß die
Wertsetzung des produktiven Kapitals einen Gegenwert voraussetzt. Der
unproduktive Konsum des Kapitals ersetzt es auf einer Seite, vernichtet es auf
der andren.) {Dasselbe Gesetz drückt sich einfach aus – doch dieser Ausdruck
später in der Populationstheorie zu betrachten – als das Verhältnis des
Wachstums der Bevölkerung – und namentlich des arbeitenden Teils derselben – zu
dem schon vorausgesetzten Kapital.} (Daß ferner das Fallen der Rate des Profits
aufgehalten werden kann durch Wegfallen von existierenden Abzügen am Profit, z.B.
Fall in den Steuern, Verminderung der Grundrente etc., gehört eigentlich nicht
hierher, sosehr es von praktischer Bedeutung, denn es sind dies selbst
Portionen des Profits unter andrem Namen und angeeignet von andren Personen als
den Kapitalisten selbst.) {Wie dies selbe Gesetz sich anders ausdrückt, in der
Beziehung der vielen Kapitalien aufeinander, i.e. der Konkurrenz, gehört
ebenfalls in andren Abschnitt. Es kann

auch

als

Gesetz

der

Akkumulation

der

Kapitalien

ausgesprochen

werden;

so

z.B.

von
Fullarton. Darauf kommen wir im nächsten Abschnitt. Es ist wichtig, darauf
aufmerksam zu machen, daß bei diesem Gesetz es sich nicht einfach handelt um
die Entwicklung der Produktivpower
11
dun£mei
12
, sondern

zugleich
um den Umfang, worin diese

productive
power als Kapital wirkt, als capital fixe vor allem nach der einen Seite hin,
und Bevölkerung nach der andren realisiert ist.} (Ebenso aufgehalten der Fall
durch Schöpfung neuer Produktionszweige, worin mehr unmittelbare Arbeit im
Verhältnis zum Kapital nötig ist, oder wo die Produktivkraft der Arbeit noch
nicht entwickelt ist, i.e. die Produktivkraft des Kapitals.) (Ebenso

Monopole.)

„Profit ist ein Begriff, der
die Vermehrung von Kapital oder Reichtum anzeigt; mißlingt es daher, die
Gesetze zu finden, von denen die Profitrate bestimmt wird, bedeutet das auch
das Mißlingen, die Gesetze der Kapitalbildung aufzudecken.“
W. Atkinson.
„Principles of Political Economy“ etc
. London. 1840, p. 55.)

Er hat aber failed in
understanding even what the rate of profit is
.
A. Smith erklärte das Fallen
der Profitrate mit dem Wachsen des Kapitals aus der Konkurrenz der Kapitalien
unter sich. Darauf wurde ihm von Ricardo entgegnet, daß die Konkurrenz zwar die
Profite in den verschiednen Geschäftszweigen auf ein Durchschnittsniveau
reduzieren kann, die Rate
ausgleichen kann, aber
diese Durchschnittsrate selbst nicht herabdrücken kann.

Der A. Smithsche Satz ist insofern
richtig, als in der Konkurrenz – der Aktion von Kapital auf

Kapital

– die dem Kapital immanenten Gesetze,
seine tendencies
,
erst realisiert werden. Er ist

aber falsch in dem Sinn, worin er ihn
versteht, als ob die Konkurrenz dem Kapital äußre, von außen hereingebrachte
Gesetze auferlege, die nicht seine eignen Gesetze sind. Die Konkurrenz kann die
Profitrate in allen Zweigen der Industrie, d.h. die Durchschnittsprofitrate nur
permanent herabdrücken, wenn ein allgemeiner Fall und nur insofern ein
allgemeiner und permanenter, als Gesetz wirkender Fall der Profitrate auch vor
der Konkurrenz und ohne Rücksicht auf die Konkurrenz begreiflich ist. Die
Konkurrenz exequiert

die innren Gesetze des Kapitals;
macht sie zu Zwangsgesetzen dem einzelnen Kapital gegenüber, aber sie erfindet
sie nicht. Sie

realisiert sie. Sie daher
einfach aus der Konkurrenz erklären wollen, heißt zugeben, daß man sie nicht
versteht.
Ricardo
seinerseits

sagt:

„Keine Akkumulation der Kapitalien kann die Profite
permanent
herabdrücken,
wenn nicht eine gleich permanente Ursache die Salaire erhöht.“ (p. 92, t. II,
Paris 1835, traduit de Constancio
.)

Diese Ursache findet er in der
wachsenden, relativ wachsenden Improduktivität der Agrikultur,

„der

wachsenden

Schwierigkeit,

die

Quantität

der

Subsistenzen

zu

vermehren“, d.h. in dem Wachsen des
proportionellen

Arbeitslohns, so daß die Arbeit nicht real
mehr erhält, aber das Produkt größerer Arbeit erhält; mit einem Worte, ein
größerer Teil notwendiger Arbeit für die Produktion der Agrikulturprodukte
erheischt ist. Der fallenden Rate des Profits entspricht daher bei ihm
nominelles Wachstum des Arbeitslohns und reales Wachstum der Grundrente. Seine
einseitige Auffassungsweise, die nur einen einzelnen case

auffaßt, ganz wie die Profitrate
fallen kann, weil der Arbeitslohn momentan steigt etc., und

die

ein

historisches

Verhältnis

von

einem

Zeitraum

von

50

Jahren,

das

in

den

folgenden 50 Jahren umgekehrt wird, in ein
allgemeines Gesetz erhebt und überhaupt auf dem historischen Mißverhältnis
zwischen der Entwicklung der Industrie und Agrikultur beruht – an und für sich
war es komisch, daß Ricardo, Malthus etc. zu einer Zeit, wo die physiologische
Chemie kaum noch existierte, allgemeine, ewige Gesetze über dieselbe
aufstellten –, diese Auffassungsweise Ricardos ist daher von allen Seiten
angegriffen worden, mehr mit dem Instinkt, daß sie falsch und unbefriedigend
sei; meist aber mehr nach ihrer wahren als nach ihrer falschen Seite hin.

„A. Smith glaubte, daß
Akkumulation oder Zunahme des Kapitals im allgemeinen die Rate des Profits im
allgemeinen herabdrückt, nach demselben Prinzip, das bewirkt, daß das Wachstum
des Kapitals in jedem besonderen Gewerbszweig den Profit in diesem Gewerbszweig
herabdrückt. Aber eine derartige Zunahme von Kapital in einem besonderen
Gewerbszweig
bedeutet
mehr als eine Zunahme im
Verhältnis
zur
gleichzeitigen Zunahme des Kapitals in anderen Gewerbszweigen: Sie ist
relativ.“ (
p. 9, „An inquiry into those principles, respecting the nature of
demand and the necessity of consumption, lately advocated by Mr. Malthus, from
which it is concluded, that taxation und the maintenance of unproductive
consumers can be conducive to the progress of wealth“, London 1821.
)

„Die Konkurrenz unter den
Industriekapitalisten kann die sich besonders über das Niveau erhebenden
Profite gleichmachen, aber dieses gewöhnliche Niveau nicht herabsetzen.“ (
Ramsay.

IX
,
88.)

(Ramsay und andre Ökonomen
machen mit Recht den Unterschied, ob die Produktivität wächst in den
Industriezweigen, die das capital fixe bilden, und natürlich die wages
,
oder andren Industrien, z.B.
Luxusindustrien. Letztre können die notwendige Arbeitszeit nicht vermindern.
Allein sie können es durch Austausch mit Agrikulturprodukten auswärtiger
Völker, wo es dann dasselbe ist, als ob sich die Produktivität innerhalb der
Agrikultur vermehrt hätte. Daher die Wichtigkeit des freien Kornhandels für die
industriellen Kapitalisten.)

Ricardo sagt (englische Ausgabe
„
On the Principles of Political Economy and Taxation. 3 edition. London

1821“
):

„Der Farmer und der Fabrikant
können ebensowenig ohne Profite leben wie der Arbeiter ohne Lohn.“ (p. 123.
l.c.) „Es ist eine natürliche Tendenz der Profite zu fallen, weil im
Fortschritt der Gesellschaft und des Reichtums die zusätzliche [Menge von] Nahrung
mehr und mehr Arbeit erheischt. Diese Tendenz, diese Gravitation des Profits
wird aufgehalten in sich wiederholenden Zwischenräumen durch die Verbesserungen
in der Maschinerie, verbunden mit der Produktion der lebensnotwendigen Dinge,
wie durch die Entdeckungen in der Wissenschaft der Agrikultur, die die
Produktionskosten vermindern.“ (l.c. p. 120/121
.)

Ricardo wirft Profit sofort
unmittelbar mit dem Mehrwert zusammen, er hat überhaupt diesen Unterschied
nicht gemacht.
Während aber der Mehrwert bestimmt ist durch das Verhältnis
der vom Kapital angewandten Surplusarbeit zur notwendigen Arbeit, ist die Rate
des Profits nichts als das Verhältnis des Mehrwerts zum Totalwert des der
Produktion vorausgesetzten Kapitals
. Seine Proportion fällt und steigt
daher im Verhältnis des gegen lebendige Arbeit ausgetauschten Teils des
Kapitals zu dem als Material und capital fixe existierenden.
Unter
allen

Umständen muß der Mehrwert, als Profit betrachtet, eine Proportion des
Gewinns ausdrücken, die kleiner ist als die wirkliche Proportion des Mehrwerts
.
Denn unter allen Umständen wird er gemessen an dem Gesamtkapital, das immer
größer ist, als das in wages angewandte und gegen lebendige Arbeit
ausgetauschte. Da Ricardo so einfach Mehrwert und
Profit
zusammenwirft und der Mehrwert nur konstant abnehmen kann,
tendenziell
abnehmen
kann, wenn das Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen Arbeit, d.h. zu der
für die Reproduktion des Arbeitsvermögens erheischten Arbeit abnimmt, dies aber
nur möglich ist mit Abnahme der Produktivkraft der Arbeit, nimmt Ricardo an,
daß die Produktivkraft der Arbeit, während sie in der Industrie mit der
Akkumulation des Kapitals
wächst, sie in der
Agrikultur abnimmt. Aus der Ökonomie flüchtet er in die

organische Chemie. Wir haben diese Tendenz ‚ als notwendig nachgewiesen
ohne alle Rücksicht auf Grundrente, sowenig wie wir Rücksicht zu nehmen hatten,
z.B. auf steigende Nachfrage nach Arbeit etc. Wie die Grundrente und Profit
zusammenhängen, ist erst zu erörtern bei

der
Betrachtung der Grundrente selbst, gehört nicht hierher. Daß aber das
physiologische Postulat von Ricardo, als allgemeines Gesetz ausgedrückt, falsch
ist, hat die moderne Chemie bewiesen. Ricardos Schüler nun, soweit sie ihm
nicht einfach nachbeten, haben, wie die neure Ökonomie überhaupt, was ihnen
unangenehm in den Prinzipien

ihres Meisters, ruhig
fallengelassen. To drop the problem is their general method of solving it.

Andre Ökonomen, wie z.B.
Wakefield
, flüchten zur Betrachtung des
field of employment

für das wachsende Kapital. Dies gehört in die Betrachtung
der Konkurrenz und ist vielmehr die
Schwierigkeit des Kapitals, den
wachsenden Profit zu realisieren; also Leugnung der immanenten Tendenz zum Fall
der Profitrate.
Die Notwendigkeit für das Kapital, stets ausgedehntres
field of employment zu suchen, ist aber selbst wieder Konsequenz. Man kann
Wakefield und ähnliche nicht unter die rechnen, die die Frage selbst gestellt
haben. (Ist gewissermaßen Reproduktion der A. Smithschen Ansicht.)

Endlich die Harmoniker unter
den modernsten Ökonomen, an deren Spitze der Amerikaner Carey steht und dessen
zudringlichster Nebenläufer der Franzose Bastiat war (es ist, nebenbei bemerkt,
schönste Ironie der Geschichte, daß die kontinentalen freetraders

Herrn Bastiat nachbeten, der seinerseits seine Weisheit
bei dem Schutzzöllner Carey holt), nehmen das fact an, die Tendenz der
Profitrate zu fallen im Maße, wie das produktive Kapital wächst. Aber sie
erklären es simplement und bonnement

daraus, daß der Wert der
Arbeitsrate wächst; die Proportion, die der Arbeiter vom Gesamtprodukt erhält,
während das Kapital gutgehalten würde durch das Wachsen der gross profits
.
Die unangenehmen Gegensätze,
Antagonismen, worin sich die klassische Ökonomie bewegt und die Ricardo mit
wissenschaftlicher Unbarmherzigkeit betont, werden so aufgeschwemmt in
well-to-do harmonies
.
Careys Entwicklung hat noch
einigen Schein, wie er überhaupt selbst denkt. Sie bezieht sich auf ein Gesetz,
das wir erst in der Lehre von der Konkurrenz zu betrachten haben, wo wir ihn
dann abfinden werden. Bastiats Fadheit, die Gemeinplätze paradox ausdrückt, en
facettes

schleift und eine höchste
Gedankenarmut unter formeller Logik versteckt, kann hier gleich abgefertigt
werden. {Es kann an dieser Stelle einiges über den Gegensatz von Carey und
Bastiat aus Heft III hereingenommen werden.} In der „
Gratuité du Crédit.
Discussion
entre
M. Fr. Bastiat et M. Proudhon.
Paris 1850“ (Proudhon schneidet,
nebenbei bemerkt, eine höchst lächerliche Figur in dieser Polemik, worin er
seine dialektische Ohnmacht unter rhetorischer Anmaßung versteckt) heißt es in
lettre VIII des Bastiat (worin der Edle, nebenbei bemerkt, tout bonnement und
tout simplement

den Gewinn, der aus der
einfachen Teilung der Arbeit dem Weg
macher
so gut zukommt wie dem
Anwender des Wegs, mit seiner aus

söhnenden Dialektik in einen
dem „Weg“ selbst zukommenden Gewinn (i.e. dem Kapital)

verwandelt):

„Je nachdem, wie die Kapitalien
anwachsen (und mit ihnen die Produkte), wächst der absolute Anteil, der zum
Kapital zurückkehrt, und sein proportionierter Anteil nimmt ab. Je nachdem, wie
die Kapitalien anwachsen (und mit ihnen die Produkte), wachsen der
proportionale und der absolute Anteil der Arbeit an. Da das Kapital seinen
absoluten Anteil anschwellen sieht, obwohl es nur noch
1
/
2
,

1
/
3
,
1
/
4
,
1
/
5

vom Gesamtprodukt wiedererhält, die Arbeit, zu der nach und nach
1
/
2
,

2
/
3
,
3
/
4
,
4
/
5

zurückkommt, tritt selbstverständlich in die Teilung ein für einen progressiven
Anteil, sowohl im proportionalen Sinne als auch im absoluten Sinn.“

Als
Illustration
gibt er:

Produit

total

Part

du

capital

Part du

travail

1.
période

1.000

1
/
2

ou

500

1
/
2

ou

500

2.

1.800

1
/
3
ou

600

2
/
3
ou

1.200

3.

2.800

1
/
4
ou

700

3
/
4
ou

2.100

4.

4.000

1
/
5
ou

800

4
/
5
ou

3.200

([p.]
130, 131.)

Derselbe Witz ist wiederholt p.
288 in der Form von zunehmendem gross profit

bei abnehmender Rate des
Profits, aber zunehmender Masse von Produkten, verkauft zu niedrigren Preisen,
und bei der Gelegenheit wird sehr gewichtig gesprochen von dem

„Gesetz einer unbegrenzten
Abnahme, die niemals bei Null ankommt, ein Gesetz, das den Mathematikern gut
bekannt ist“. (p. 288.) „Man sieht hier“ (Marktschreier) „einen Multiplikator
ohne Aufhören abnehmen, weil der Multiplikand stets ansteigt.“ (p.288. l.c.)

Ricardo hatte seinen Bastiat
geahnt. Das Wachsen des Profits als Summe mit wachsendem Kapital trotz der Abnahme
der Rate des Profits hervorhebend – also die ganze Bastiatsche Weisheit
antizipierend –, verfehlt er nicht zu bemerken, daß dieser Progreß nur „für
eine bestimmte Zeit wahr ist“.

Er sagt wörtlich:

„Wie auch die Rate der Profite
des Kapitals abnehmen mag infolge der Akkumulation des Kapitals auf Land und
eines Steigens des Arbeitslohnes“ (worunter übrigens Ricardo versteht Steigen
der Produktionskosten der für den Unterhalt des Arbeitsvermögens unentbehrlichen
Erdprodukte), „muß doch der Aggregatbetrag der Profite wachsen. So unterstellt,
daß mit wiederholten Akkumulationen von 100.000
l.
die Rate des Profits
falle von 20 auf 19, 18, 17%, so können wir erwarten, daß der ganze Betrag der
Profite, die

die aufeinanderfolgenden Eigentümer des
Kapitals erhielten, würden immer progressiv sein; daß er größer sein würde,
wenn das Kapital 200.000
l.
, als wenn 100.000; noch größer, wenn
300.000; und so weiterwachsend, obgleich zu einer abnehmenden Rate, mit jedem
Anwachsen des Kapitals. Dieser Progreß ist indes nur wahr für eine bestimmte
Zeit: so 19% auf 200.000
l
. ist mehr als 20 auf 100.000; 18% auf 300.000
mehr als 19% auf 200.000; aber nachdem das Kapital akkumuliert zu einem großen
Betrag und die Profite gefallen sind, vermindert die weitere Akkumulation die
Summe der Profite. So, unterstellt die Akkumulation von 100.000 und die Profite

von

7%,

so

wird

der

Gesamtbetrag

der

Profite

70.000

l
.

sein;

nun

wenn

eine

Zugabe

von 100.000
l
. zu der Million
gemacht wird und die Profite zu 6%
fallen, werden 66.000
l
.
oder eine Verminderung von 4.000
l.
erhalten von den Eigentümern des
Kapitals, obgleich der Betrag des Kapitals gewachsen von 1.000.000 zu
1.100.000.“ (l.c. p. 124, 125.)

Dies verhindert Herrn Bastiat
natürlich nicht, die schülerhafte Operation vorzunehmen, einen wachsenden
Multiplikanden so wachsen zu lassen, daß er mit abnehmendem Multiplikator ein
wachsendes Produkt bildet
,
sowenig wie die Gesetze der
Produktion den Dr. Price verhinderten an der Aufstellung seiner
zusammengesetzten Zinsrechnung
. Weil die Rate des Profits ab
nimmt – nimmt sie ab in bezug auf den Arbeitslohn, der folglich proportionell
und absolut wachsen muß. So schließt Bastiat. (Ricardo sah diese Tendenz zum
Fallen der Profitrate mit der Zunahme des Kapitals; und da er den Profit mit
dem Mehrwert verwechselt, mußte er den Arbeitslohn wachsen lassen, um den
Profit fallenzulassen. Da er aber zugleich sah, daß der Arbeitslohn real eher
abnahm als zunahm, ließ er seinen Wert wachsen, d.h. das Quantum der
notwendigen Arbeit, ohne seinen Gebrauchswert wachsen zu lassen. Er ließ daher
in der Tat nur die Grundrente wachsen. Der harmonische Bastiat aber entdeckt,
daß mit der Akkumulation der Kapitalien der Arbeitslohn proportionell und
absolut wächst.) Er unterstellt, was er beweisen soll, daß die Abnahme
der Profitrate identisch ist mit der Zunahme

in

der

Rate

des

Arbeitslohns,

und

„illustriert“

dann

seine

Voraussetzung

durch

ein
Rechenexempel, das ihn sehr amüsiert zu haben scheint. Wenn die Abnahme der
Profitrate nichts ausdrückt als die Abnahme des Verhältnisses, worin das
Gesamtkapital die lebendige Arbeit zu seiner Reproduktion bedarf, so ist das
was andres. Herr Bastiat übersieht den kleinen Umstand, daß in seiner
Voraussetzung, obgleich die Profitrate des Kapitals abnimmt, das Kapital selbst
anwächst, das der Produktion vorausgesetzte Kapital. Daß nun der Wert des
Kapitals nicht wachsen kann, ohne daß es sich surplus Arbeit aneignet, hätte
selbst Herr Bastiat ahnen können. Daß die bloße Vermehrung von Produkten den
Wert nicht vermehrt, könnte ihm der in der französischen Geschichte stehende
Jammer über Überernten zeigen. Die Frage drehte sich dann
einfach um die Untersuchung, ob das Fallen der Profitrate gleichbedeutend mit
dem Wachsen der Rate der Surplusarbeit im Verhältnis zur notwendigen Arbeit
36
, oder vielmehr nicht mit dem Fallen der Gesamtrate der angewandten
lebendigen Arbeit im Verhältnis zu dem reproduzierten

Kapital.

Herr Bastiat verteilt das
Produkt daher auch einfach zwischen Kapitalist und Arbeiter, statt es zu
verteilen in Rohmaterial, Produktionsinstrument und Arbeit und sich zu fragen,
in welchen aliquoten
37

Teilen sein Wert zum Austausch gegen diese verschiednen Portionen
verwandt wird. Der gegen Rohmaterial und Produktionsinstrument ausgetauschte
Teil des Produkts geht offenbar die Arbeiter nichts an. Was sie mit dem Kapital
teilen, als Arbeitslohn und Profit, ist nichts als die neu hinzugekommne
lebendige Arbeit selbst. Was aber namentlich Bastiat Sorge macht, ist, wer denn
das vermehrte Produkt aufessen solle. Da der Kapitalist nur einen relativ
geringen Teil auf ißt, muß nicht der Arbeiter einen relativ großen aufessen?
Namentlich in Frankreich, dessen Gesamtproduktion höchstens in der Phantasie
Bastiats überhaupt viel zu essen gibt, könnte sich Herr Bastiat überzeugen, daß
sich um das Kapital eine Masse Parasitenkörper anlegen, die unter einem oder
dem andren Titel so viel von der Gesamtproduktion an sich ziehn, um dem
Arbeiter die Bäume nicht über den Kopf wachsen zu lassen. Daß übrigens mit der
Produktion auf großer Stufenleiter die Gesamtmasse der angewandten Arbeit
zunehmen kann, obgleich die Proportion der angewandten Arbeit zum Kapital
abnimmt, ist klar, und daß somit nichts dem im Wege steht, daß mit der Zunahme
des Kapitals eine zunehmende Arbeiterbevölkerung größerer Masse Produkte
bedarf. Übrigens verwechselt Bastiat, in dessen harmonischem Gehirn alle Kühe
grau sind (sieh oben

Salair),

die

Abnahme

des

Zinses

mit

der

Zunahme

des

Arbeitslohns,

da

sie

vielmehr Zunahme des industriellen
Profits ist, die Arbeiter gar nichts angeht, sondern nur das Verhältnis, worin
sich verschiedne species

Kapitalisten [in] den
Gesamtprofit teilen.

Retournons à nos
moutons
.
Das Produkt des Kapitals ist also der Profit. Indem es sich zu sich selbst als
Profit verhält, verhält es sich zu sich selbst als
Produktionsquelle von
Wert, und die Rate des Profits drückt die Proportion aus, worin es seinen
eignen Wert vermehrt hat.
Der Kapitalist ist aber nicht bloß Kapital. Er
muß leben, und da er nicht von der Arbeit lebt, vom Profit leben, d.h. von der
fremden Arbeit, die er sich angeeignet. Als Quelle des Reichtums ist das
Kapital so gesetzt. Das Kapital verhält sich zum Profit – da es die

Produktivität sich inkorporiert hat als immanente Eigenschaft – als
Revenu.

Es kann einen Teil davon aufzehren (scheinbar den ganzen, aber das wird
sich als falsch ausweisen), ohne daß es aufhörte, Kapital zu sein. Nach
Verzehrung dieser Frucht kann es von neuem Frucht treiben. Es kann den
genießenden Reichtum vorstellen, ohne aufzuhören, die allgemeine Form des
Reichtums zu repräsentieren, was dem Geld in der einfachen Zirkulation
unmöglich war.
Es mußte entsagen, um allgemeine Form
des Reichtums zu
bleiben; oder wenn es sich gegen realen Reichtum, Genüsse aufzehrte, hörte es
auf, die allgemeine Form des Reichtums zu

sein.

So erscheint der Profit als
Distributionsform,

wie das Salair. Da aber das Kapital nur wachsen kann durch Rückverwandlung
des Profits in Kapital – in Surpluskapital – ist der Profit ebenso
Produktionsform
des Kapitals;
ganz ebenso wie das Salair vom Standpunkt des Kapitals aus
bloßes
Produktionsverhältnis,
vom Standpunkt des Arbeiters aus
Distributionsverhältnis ist. Es zeigt sich hier, wie die
Distributionsverhältnisse selbst produziert sind durch die
Produktionsverhältnisse und sie selbst darstellen d’un autre point de vue
.
Es zeigt sich ferner, wie das
Verhältnis der Produktion zur Konsumtion durch die Produktion selbst gesetzt
ist. Die Abgeschmacktheit aller bürgerlichen Ökonomen, z.B. auch des J. St.
Mill, der die bürgerlichen Produktionsverhältnisse für ewig hält, aber ihre
Distributionsformen für historisch, zeigt, daß er weder die einen noch die
andren versteht.
Beim einfachen Austausch
bemerkt
Sismondi
richtig:

„Ein Austausch setzt immer 2
Werte voraus; jeder kann ein verschiednes Los haben; aber die
Qualität von
Kapital und Profit
folgt nicht dem ausgetauschten Objekt; sie schließt sich
der Person an, die sein Eigentümer ist.“ (
Sismondi.
VI.)

Aus den einfachen Austauschverhältnissen ist daher nicht die Revenu zu
erklären. Die Qualität eines im Austausch erhaltnen Werts Kapital oder Revenu
vorzustellen, ist bestimmt durch Verhältnisse, die jenseits des einfachen
Austauschs liegen. Albern daher diese kompliziertern Formen auf jene einfachen
Tauschverhältnisse reduzieren zu wollen, wie es die harmonischen freetraders
tun. Vom Standpunkt des einfachen échange

aus, und die Akkumulation als
bloße Akkumulation von Geld (Tauschwert) betrachtet, ist der Profit und die
Revenu des Kapitals unmöglich.

„Wenn die Reichen den
akkumulierten Reichtum gegen Luxusprodukte ausgeben – und sie können Waren nur
durch Austausch erhalten –, würden ihre Geldmittel bald erschöpft sein ... Aber
in der Gesellschaftsordnung hat der Reichtum die Eigenschaft erworben, sich
durch
fremde Arbeit
zu reproduzieren. Der Reichtum, wie die Arbeit und

durch die Arbeit,
gibt eine jährliche Frucht, die jedes Jahr
vernichtet

werden kann, ohne daß der Reiche davon ärmer wird. Die Frucht ist das
Einkommen, das dem Kapital entspringt.“ (Sismondi. [p. 81/82.] IV.)

Erscheint der Profit so als
Resultat des Kapitals, so anderseits als
Voraussetzung der Kapitalbildung.
Und
so von neuem die Kreisbewegung gesetzt, worin das Resultat als Voraussetzung
erscheint.

„So ein Teil des Einkommens in
Kapital verwandelt, in einen permanenten sich vervielfältigenden
Wert, der nicht mehr unterging; dieser Wert riß sich
los von der Ware, die ihn geschaffen hatte;
er

blieb gleich einer
metaphysischen, unsubstantiellen Qualität immer im Besitz desselben Landwirts“
(Kapitalist), „für den er
42

verschiedne Formen bekleidete.“ (
Sismondi.

[p. 88/89.]

VI.)

Indem das Kapital als profitsetzend
gesetzt ist, als Quelle des Reichtums unabhängig von der Arbeit, wird jeder
Teil des Kapitals supponiert, gleichmäßig produktiv zu sein
. Wie der Mehrwert im Profit an
dem Gesamtwert des Kapitals gemessen wird, so erscheint er gleichmäßig durch
seine verschiednen Bestandteile erzeugt. Der zirkulierende Teil desselben (der
Teil, der aus Rohmaterialien und Approvisionnement

besteht) bringt also nicht mehr
Profit wie der das capital fixe bildende Bestandteil, und zwar bezieht sich der
Profit gleichmäßig auf diese Bestandteile nach ihrer

Größe.

Da der Profit des Kapitals sich
nur realisiert im Preise, der für es gezahlt wird, für den von ihm geschaffnen
Gebrauchswert gezahlt wird, so ist der Profit also bestimmt durch den
Überschuß

des

erhaltnen

Preises

über

den

Preis,

der

die

Auslagen

deckt.

Da

ferner

diese Realisation nur im
Austausche
vor
sich geht, so ist für das einzelne Kapital der
Profit nicht notwendig beschränkt
durch seinen Mehrwert,
durch die in ihm enthaltne Surplusarbeit; sondern
steht im Verhältnis zu dem Überschuß des Preises, den es im Austausch erhält.
Es kann mehr als sein
Äquivalent austauschen, und dann ist der Profit größer
als sein Mehrwert.
Es kann dies nur der Fall sein, soweit der andre
Austauschende nicht ein Äquivalent erhält. Der Gesamtsurpluswert, ebenso wie
der
Gesamtprofit,
der nur der
Mehrwert selbst ist anders berechnet,
kann
nie durch diese Operation wachsen noch abnehmen; nicht er selbst, sondern nur
seine
Verteilung unter den verschiednen Kapitalien wird dadurch modifiziert.
Indes
gehört diese Betrachtung erst in die der vielen Kapitalien; noch nicht

hierhin.

Dem Profit gegenüber erscheint
der Wert des in der Produktion vorausgesetzten Kapitals als
Avancen –
Produktionskosten,
die im Produkt ersetzt sein müssen. Nach Abzug des Teils
des Preises, der sie ersetzt, bildet der Überschuß den Profit. Da die
Surplusarbeit – die Profit und Zins, beides nur

Portionen
derselben – dem Kapital nichts kostet, also nicht unter dem von ihm avancierten
Werte rangiert – nicht unter dem Wert, den es vor dem Produktionsprozeß und der
Verwertung des Produkts besaß – so figuriert diese Surplusarbeit, die in den
Produktionskosten des Produkts eingeschlossen ist und die Quelle des Mehrwerts,
also auch des Profits bildet – nicht unter den Produktionskosten des Kapitals.
Diese sind nur gleich den wirklich von ihm vorgeschoßnen Werten, nicht dem in
der Produktion angeeigneten und in der Zirkulation realisierten Surpluswert.
Die Produktionskosten vom Standpunkt des Kapitals sind daher nicht die
wirklichen Produktionskosten, eben weil
ihm
die Surplusarbeit nichts
kostet. Der Überschuß des Preises des Produkts über den Preis der
Produktionskosten gibt ihm Profit. Es kann also Profit für das Kapital
existieren, ohne daß seine wirklichen Produktionskosten – d.h. die ganze von
ihm ins Werk gesetzte Surplusarbeit – realisiert wird. Der Profit – der
Überschuß über die vom Kapital gemachten Avancen – kann kleiner sein als der
Mehrwert – das vom Kapital eingetauschte Surplus von lebendiger Arbeit über die
vergegenständlichte Arbeit, die es gegen das Arbeitsvermögen ausgetauscht hat.
Durch die Trennung des Zinses vom

Profit
– was wir gleich betrachten werden – wird indes selbst auch für das produktive
Kapital ein Teil des Surpluswerts als Produktionskost gesetzt. Die Verwechslung
der
Produktionskosten
vom Standpunkt des Kapitals aus mit dem in dem
Produkt des Kapitals vergegenständlichten Quantum von Arbeit, die Surplusarbeit
eingeschlossen, hat sagen lassen, daß

„der Profit nicht
eingeschlossen im natürlichen Preis“. Es sei „absurd, den Exzeß oder Profit
einen Teil der Ausgaben zu nennen“. (
Torrens
, (p. 51, 52,] IX, 30.)

Dies führt dann zu einer Masse Konfusion; entweder den Profit nicht im
Austausch realisieren, sondern aus ihm entspringen zu lassen (was immer nur
relativ der Fall sein kann, wenn der eine Austauschende nicht sein Äquivalent
erhält) oder dem Kapital eine magische Kraft zuzuschreiben, die aus nichts
etwas macht. Indem der im Produktionsprozeß gesetzte Wert im Austausch seinen
Preis realisiert, erscheint der Preis des Produkts bestimmt in fact durch die
Summe Geld, die ein Äquivalent ausdrückt für die im Rohmaterial, der
Maschinerie, den Salairs und der nicht bezahlten Surplusarbeit enthaltne
Gesamtquantität von Arbeit. Der Preis hier also noch erscheint nur als
Formveränderung des Werts; der Wert in Geld ausgedrückt; aber die Größe dieses
Preises ist im Produktionsprozeß des Kapitals vorausgesetzt. Das Kapital
erscheint damit preisbestimmend, so daß der Preis bestimmt ist durch die vom
Kapital gemachten Avancen + die von ihm im Produkt realisierte Surplusarbeit.
Wir werden später sehn, wie umgekehrt der Preis als profitbestimmend erscheint.
Und wenn hier die gesamten
wirklichen
Produktionskosten als

preisbestimmend erscheinen, der Preis später als die Produktionskosten
bestimmend. Die Konkurrenz, um die immanenten Gesetze des Kapitals ihm als
äußere Notwendigkeit aufzuzwingen, kehrt sie scheinbar alte um.
Verkehrt
sie.

Zur Wiederholung noch: Der
Profit des Kapitals hängt nicht von seiner Größe ab; sondern bei gleicher
Größe von dem Verhältnis der Bestandteile (dem konstanten und variablen Teil)
ab; dann von der Produktivität der Arbeit (die aber in jener ersten Proportion
sich ausspricht, da bei geringrer Produktivität dasselbe Kapital nicht in
derselben Zeit mit derselben Portion lebendiger Arbeit dasselbe Material
verarbeiten könnte); von der Umschlagszeit; die bestimmt ist durch verschiedne
Proportionen zwischen capital fixe und circulant, verschiedne Dauerhaftigkeit
des capital fixe etc. etc. (sieh oben). Die Ungleichheit des Profits in
verschiednen Industriezweigen für Kapitalien von gleicher Größe, i.e. die
Ungleichheit der Profitrate, ist Bedingung und Voraussetzung für die
Ausgleichungen der

Konkurrenz.

Sofern das Kapital Rohmaterial,
Instrument, Arbeit durch Austausch erhält, einkauft, sind seine Elemente selbst
schon in der Form von Preisen vorhanden; schon als Preise gesetzt; ihm
vorausgesetzt. Die Vergleichung des Marktpreises seines Produkts mit den
Preisen seiner Elemente wird dann entscheidend für es. Dies gehört aber erst in
das Kapitel von der Konkurrenz.

Also der Mehrwert, den das
Kapital in einer gegebnen Umschlagszeit setzt, erhält die Form des
Profits,
insofern
er gemessen wird an dem Totalwert des der Produktion vorausgesetzten Kapitals.
Während der Mehrwert direkt gemessen ist durch die Surplusarbeitszeit, die das
Kapital gewinnt im Austausch mit der lebendigen Arbeit. Der Profit

ist

nichts

als

eine

andre,

weiter

im

Sinn

des

Kapitals

entwickelte

Form

des

Mehrwerts.

Der Mehrwert hier ist mehr
betrachtet als ausgetauscht gegen das Kapital selbst im Produktionsprozeß,
nicht gegen die Arbeit. Es erscheint daher das Kapital als Kapital, als
vorausgesetzter Wert, durch die Vermittlung seines eignen Prozesses sich auf
sich beziehend, als gesetzter, produzierter Wert, und der von ihm gesetzte Wert
heißt
Profit
.

Die 2 unmittelbaren Gesetze,
die sich uns bei dieser Umwandlung des Mehrwerts in die Gestalt des Profits
ergeben, sind die: 1.
Der Mehrwert als Profit ausgedrückt, erscheint immer
als kleinere Proportion, wie der Mehrwert in seiner unmittelbaren Realität
wirklich beträgt
. Denn statt an einem Teil des Kapitals gemessen zu werden,
dem gegen lebendige Arbeit ausgetauschten (ein Verhältnis, was sich als das der
notwendigen zur Surplusarbeit

herausstellt),

wird

sie

am

Ganzen

gemessen.

Welches

immer

der

Mehrwert

sei,

den

ein

v

Kapital a setzt, und welches immer die Proportion in a von c und v, dem
konstanten und dem variablen Teil des Kapitals, der Mehrwert m muß kleiner
erscheinen, wenn gemessen an c + v, als wenn an seinem realen Maß v gemessen.
Der Profitoder- wenn nicht als absolute Summe, sondern wie er meist als
Proportion

betrachtet (die Profitrate ist der Profit, ausgedrückt als
Verhältnis,
worin
das Kapital Mehrwert gesetzt hat) – die
Profitrate
drückt nie die wirkliche Rate aus, worin das Kapital die Arbeit exploitiert, sondern
immer ein viel kleinres Verhältnis, und um so falscher ist das Verhältnis, das
sie ausdrückt, je größer das Kapital ist. Die Profitrate könnte nur dann die
wirkliche Rate des Mehrwerts ausdrücken, wenn das ganze Kapital bloß in
Arbeitslohn verwandelt würde; das ganze Kapital gegen lebendige Arbeit
ausgetauscht würde, also bloß als Approvisionnement existierte und nicht nur
nicht in der Form von schon produziertem Rohmaterial (was in der extraktiven
Industrie vorgekommen), also nicht nur das Rohmaterial = 0 wäre, sondern auch
Produktionsmittel, sei es in der Form von Instrumenten oder entwikkeltem
capital fixe, = 0. Letztrer

case

kann

auf

der

Grundlage

der

dem

Kapital

entsprechenden

Produktionsweise
nicht vorkommen. Wenn a = c + v, welches auch immer die Zahl m, so

[
ist m / (c + v) < m / v ].

2. Das zweite große Gesetz ist,
daß im Maße, wie das Kapital sich schon die lebendige Arbeit in der Form der
vergegenständlichten Arbeit angeeignet hat, im Maße also, wie Arbeit schon
kapitalisiert ist und daher auch wachsend in der Form von capital fixe in dem
Produktionsprozeß agiert, oder im Maße, wie die Produktivkraft der Arbeit
wächst, die Profitrate abnimmt. Das Wachsen der Produktivkraft der Arbeit ist
gleichbedeutend mit a) dem Wachsen des relativen Mehrwerts oder der relativen
Surplusarbeitszeit, die der Arbeiter dem

Kapital

gibt;

b)

der

Verminderung

der

zur

Reproduktion

des

Arbeitsvermögens
notwendigen Arbeitszeit; c) der Abnahme des Teils des Kapitals ‚ der sich
überhaupt gegen lebendige Arbeit austauscht gegen die Teile desselben
[gehalten], die als vergegenständlichte Arbeit und vorausgesetzter Wert an dem
Produktionsprozeß teilnehmen. Die Profitrate steht daher in umgekehrtem
Verhältnis zum Wachsen des relativen Mehrwerts oder der relativen
Surplusarbeit, zur Entwicklung der Produktivkräfte und zur Größe des als
[konstantes] Kapital in der Produktion angewandten Kapitals. In andren Worten,
das zweite Gesetz ist die
Tendenz der Profitrate, zu fallen
mit der
Entwicklung des Kapitals, sowohl seiner Produktivkraft wie des Umfangs, worin
es als vergegenständlichter Wert schon sich gesetzt hat; des Umfangs, worin
Arbeit sowohl wie Produktivkraft kapitalisiert

ist.

Andre Ursachen, die sonst auf
die Rate des Profits wirken können, sie

herabdrücken können
für längre oder kürzre Perioden, gehören noch nicht hierher. Es ist ganz
richtig, daß, den Produktionsprozeß im ganzen und großen betrachtet, das als
Material und capital fixe wirkende Kapital nicht nur vergegenständlichte Arbeit
ist, sondern von neuem durch die Arbeit reproduziert werden muß, und zwar
beständig reproduziert werden muß. Sein Bestehn unterstellt also – der
Umfang, den sein Bestehn erreicht hat, unterstellt also Umfang der arbeitenden
Bevölkerung, große Population, die an und für sich Bedingung aller
Produktivkraft – aber diese Reproduktion geht überall vor unter der
Voraussetzung von Wirkung des capital fixe und Rohmaterial und scientific
power, sowohl als solche wie der Produktion angeeignet und selbst schon in ihr
realisiert. Dieser Punkt ist erst näher zu entwickeln in der Betrachtung der

Akkumulation.

Es ist ferner klar, daß,
obgleich der Teil des Kapitals, der sich gegen lebendige Arbeit austauscht, im
Verhältnis zum Gesamtkapital betrachtet, abnimmt, die Gesamtmasse der
angewandten lebendigen Arbeit zunehmen kann oder dieselbe bleiben, wenn das
Kapital in demselben oder größrem Verhältnis wächst. Die Population kann daher
beständig wachsen im Verhältnis, wie die notwendige Arbeit abnimmt. Wenn
Kapital a
1
/
2
in c und
1
/
2
in v
verausgabt, Kapital a’ aber
3
/
4
in c und
1
/
4

in v; so könnte Kapital a’ auf
6
/
4
c
2
/
4

v anwenden. War es aber ursprünglich =
3
/
4
c +
1
/
4

v, so jetzt =
6
/
4
c +
2
/
4
v, oder
es ist gewachsen um
4
/
4
; d.h., es hat sich verdoppelt.
Dies Verhältnis ist indes auch näher erst zu untersuchen bei der Akkumulations-
und Populationstheorie. Überhaupt müssen uns zunächst die Folgerungen, die sich
aus den Gesetzen ergeben, und die Hin- und Herbedenken darüber nicht irren.

Die Profitrate also ist
bestimmt nicht nur durch das Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen
Arbeit oder das Verhältnis, worin vergegenständlichte Arbeit sich gegen
lebendige austauscht, sondern durch das Verhältnis überhaupt der angewandten
lebendigen Arbeit zur gegenständlichen Arbeit; die Portion des Kapitals, die
sich überhaupt lebendige Arbeit austauscht, gegen den Teil, der als
vergegenständlichte Arbeit an dem Produktionsprozeß teilnimmt. Diese Portion
aber nimmt ab im selben Verhältnis, wie die Surplusarbeit gegen die notwendige
wächst.

(Da der Arbeiter den Teil des Kapitals,
der gegen sein Arbeitsvermögen ausgetauscht wird ebensosehr reproduzieren muß
wie die andren Teile des Kapitals, so erscheint das Verhältnis, worin der
Kapitalist beim Austausch gegen Arbeitsvermögen gewinnt, als
bestimmt durch das Verhältnis der notwendigen Arbeit
zur Surplusarbeit
.
Ursprünglich erscheint das so,
daß ihm

die notwendige Arbeit nur die Auslage ersetzt. Da er
aber nichts auslegt als die Arbeit selbst – wie sich dies bei der Reproduktion
zeigt –, kann das Verhältnis einfach so ausgedrückt werden – das Verhältnis des
Mehrwerts als Verhältnis der notwendigen Arbeit zur Surplusarbeit
45
.)

{In bezug auf das capital fixe
– und die Dauerhaftigkeit als Bedingung desselben, die nicht äußerlich
hineinkommt, ist noch zu bemerken: Soweit das Produktionsinstrument selbst Wert
ist, vergegenständlichte Arbeit,
trägt es nicht bei als Produktivkraft.
Wenn
eine Maschine, deren Herstellung 100 Arbeitstage kostet, nur 100 Arbeitstage
ersetzte, würde sie die Produktivkraft der Arbeit in keiner Weise vermehren und
die Kost des Produkts in keiner Weise vermindern. Je dauerhafter die Maschine,
desto öfter kann dieselbe Quantität Produkt mit ihr geschaffen werden, oder
desto öfter kann das capital circulant erneuert werden, seine Reproduktion
wiederholt werden und desto kleiner ist der Wertanteil (der zur Ersetzung des
déchet
,
des wear und tear

der Maschine nötige); d.h., um so mehr wird der Preis des
Produkts und seine jemalige Produktionskost vermindert. Indes dürfen wir hier
die Preisbeziehung bei der Entwicklung noch nicht hereinbringen. Die
Herabsetzung des Preises als Bedingung für Eroberung des Markts gehört erst in
die Konkurrenz. Es muß also anders entwickelt werden. Könnte das Kapital das
Produktionsinstrument ohne Kosten, für 0 haben, was wäre die Folge? Dieselbe,
als wenn die Zirkulationskosten = 0. D.h., die zur Erhaltung des Arbeitsvermögens
notwendige Arbeit würde vermindert und so die Surplusarbeit [vermehrt], i.e.
der Mehrwert, ohne daß es dem Kapital das geringste kostete. Solche Vermehrung
der Produktivkraft, eine Maschinerie, die ihm nichts kostet, ist die Teilung
der Arbeit und die Kombination der Arbeit innerhalb des Produktionsprozesses.
Sie unterstellt aber Arbeiten auf großer Stufenleiter, i.e. Entwicklung von
Kapital und Lohnarbeit.

Eine andre Produktivkraft, die ihm nichts kostet, ist die scientific power.
(Daß es immer eine gewisse Abgabe zahlen muß für Pfaffen, Schulmeister und
Gelehrte, sie mögen große oder kleine scientific power entwickeln, versteht
sich von selbst.) Die letztre kann es sich aber nur aneignen durch Anwendung
der Maschinerie (auch im chemischen Prozesse zum Teil). Das Wachstum der
Bevölkerung ist eine solche Produktivkraft, die ihm nichts kostet. Kurz, alle
mit dem Wachstum der Population und der historischen Entwicklung der
Gesellschaft sich entwickelnden gesellschaftlichen Kräfte kosten ihm nichts.
Soweit sie aber, um im unmittelbaren Produktionsprozeß angewandt zu werden,
selbst eines durch die Arbeit hervorgebrachten, d.h. in der Form von

vergegenständlichter Arbeit existierenden Substrats bedürfen, also selbst
Werte sind, kann es sie nur durch Äquivalente sich

aneignen.

Well
.
Capital fixe, dessen Anwendung
mehr kostete als die von lebendiger Arbeit,
d.h. mehr lebendige
Arbeit zu ihrer Produktion oder Erhaltung erheischte, als sie ersetzte, wäre
eine nuisance
.
Solche [Maschinerie], die
nichts kostete, sondern bloß vom Kapitalisten angeeignet zu werden brauchte,
besäße das Maximum des Werts für das Kapital. Aus dem einfachen Satze, daß,
wenn der Wert der Maschinerie = 0, sie am wertvollsten für das Kapital, folgt,
daß jede Reduktion ihrer Kost Gewinn für ihn.
Während es einerseits die
Tendenz des Kapitals, den Gesamtwert des capital fixe zu vermehren,
[so]
gleichzeitig

[seine Tendenz,]
den Wert jedes aliquoten Teils desselben zu vermindern.

Soweit das capital fixe als Wert in die Zirkulation eingeht, hört es auf,
als Gebrauchswert im Produktionsprozeß zu wirken. Sein Gebrauchswert ist eben
die Vermehrung der Produktivkraft der Arbeit,

die Verminderung der notwendigen Arbeit, die Vermehrung der relativen
Surplusarbeit und daher des Surpluswerts. Soweit es in die Zirkulation
eingeht, wird sein Wert nur ersetzt, nicht vermehrt. Das Produkt dagegen, das
capital circulant, ist der Träger des Surpluswerts, der erst realisiert wird,
sobald es aus dem Produktionsprozeß heraus in die Zirkulation tritt. Dauerte
die Maschine ewig, bestünde sie nicht selbst aus vergänglichem Material,

das reproduziert werden müßte (ganz
abgesehn von der Erfindung vervollkommneter Maschinen, die ihr den Charakter,
Maschine zu sein, nehmen), wäre sie ein perpetuum mobile, so entspräche sie am
vollständigsten ihrem Begriffe. Ihr Wert brauchte nicht ersetzt zu werden, weil
er in einer unzerstörbaren Materialität fortdauerte. Da capital fixe nur
angewandt wird, insofern es als Wert geringer ist wie als wertsetzend, würde,
obgleich es selbst nie [auf einmal] als Wert in, die Zirkulation träte, der in
dem capital circulant realisierte Surpluswert dennoch bald die avances
ersetzen, und so würde es als wertsetzend wirken, nachdem seine

Kosten

für

den

Kapitalisten,

ebenso

wie

[die]

der

Surplusarbeit,

die

er

sich

aneignet,

=
0 wären. Es
würde als Produktivkraft der Arbeit fortwirken und zugleich Geld in der dritten
Bedeutung, konstanter für sich seiender Wert sein. Nimm ein Kapital von 1.000
l.

1
/

sei Maschinerie; der Surpluswert
der Summe nach = 50. Der Wert der Maschinerie also gleich 200. Nach 4maligem
Umschlage wäre die Maschinerie bezahlt. Und außerdem, daß das Kapital
fortfahren würde, in der Maschinerie vergegenständlichte Arbeit von 200 zu
besitzen, wäre es vom fünften Umschlag an dasselbe, als ob es mit einem
Kapital, das ihm nur 800 kostet, 50 machte; also statt 5% 6
1
/
4
%.
Sobald das

capital fixe in die Zirkulation eingeht als Wert,
hört sein Gebrauchswert für den Verwertungsprozeß des Kapitals auf, oder es
geht nur in sie ein, sobald dieser auf[hört]. Je dauerhafter daher, je weniger
es der Reparatur, der ganzen oder der teilweisen Reproduktion bedarf, je länger
seine Zirkulationszeit, um so mehr wirkt es als Produktivkraft der Arbeit, als
Kapital; d.h. als vergegenständlichte Arbeit, die lebendige Surplusarbeit
setzt. Die Dauer des capital fixe, identisch mit Länge der Zirkulationszeit
seines Werts oder der zu seiner Reproduktion erforderlichen Zeit, geht als
Wertmoment desselben aus seinem Begriff selbst hervor. (Daß sie an und für
sich, bloß
stofflich
betrachtet, im Begriff des Produktionsmittels
liegt, bedarf keiner Erläuterung.)}

Die Rate des Mehrwerts ist
einfach bestimmt durch das Verhältnis der Surplusarbeit zur notwendigen; die
Rate des Profits ist bestimmt durch das Verhältnis nicht nur der Surplusarbeit
zur notwendigen, sondern des gegen lebendige Arbeit ausgetauschten Teils des
Kapitals zum Gesamtkapital, das in die Produktion eingeht.

Der Profit, wie wir ihn hier
noch betrachten, d.h. als Profit
des
Kapitals, nicht eines einzelnen
Kapitals auf Kosten eines andren, sondern als
Profit der Kapitalistenklasse,

konkret ausgedrückt, kann
nie größer sein als die Summe des Mehrwerts.
Als
Summe ist er die Summe des Mehrwerts, aber diese selbe Wertsumme als Proportion
zum Totalwert des Kapitals statt zu dem Teil desselben, dessen Wert wirklich
wächst; d.h. gegen lebendige Arbeit ausgetauscht wird.
In seiner
unmittelbaren Form ist der Profit nichts als die Summe des Mehrwerts,
ausgedrückt als Proportion zum Totalwert des Kapitals.

Die Verwandlung des Mehrwerts
in die Form des Profits, diese Art der Berechnung des Mehrwerts durch das
Kapital, sosehr sie auf einer Illusion über die Natur des Mehrwerts beruht oder
diese vielmehr verhüllt, ist notwendig vom Standpunkt des Kapitals aus.

{Es kann sich leicht eingebildet werden, die Maschine als solche, weil sie als
Produktivkraft der Arbeit wirkt, setze Wert. Wenn die Maschine aber keiner
Arbeit bedürfte, würde sie den Gebrauchswert vermehren können; aber der
Tauschwert, den sie schüfe, wäre nie größer als ihre eignen
Produktionskosten, ihr eigner Wert, die in ihr vergegenständlichte Arbeit.
Nicht weil sie Arbeit ersetzt, schafft sie Wert; sondern nur insofern sie ein
Mittel ist, die Surplusarbeit zu vermehren, und nur diese selbst ist sowohl das
Maß wie die Substanz des Mehrwerts, der mit Hilfe der Maschine gesetzt; also
überhaupt die

Arbeit.}

Die Verminderung der
notwendigen Arbeit im Verhältnis zur Surplusarbeit drückt sich, wenn wir den
Tag eines einzelnen Arbeiters betrachten, dahin aus, daß ein größrer Teil des
Arbeitstags vom Kapital angeeignet wird. Die leben

dige
Arbeit, die angewandt wird, bleibt hier dieselbe. Gesetzt, durch Vermehrung der
Produktivkraft, z.B. Anwendung von Maschinerie, würden von 6 Arbeitern, deren
jeder 6 Tage in der Woche arbeitet, 3 überflüssig gemacht. Wären die 6 Arbeiter
selbst im Besitz der Maschinerie, so würden sie jeder nur mehr einen halben Tag
arbeiten. Jetzt fahren 3 fort, einen ganzen Tag jeden Tag in der Woche zu
arbeiten. Führe das Kapital fort, die 6 anzuwenden, so würden sie jeder nur
einen halben Tag arbeiten, aber keine Surplusarbeit verrichten. Gesetzt, die
notwendige Arbeit betrug früher 10 Stunden, die Surplusarbeit täglich 2, so
betrug die ganze Surplusarbeit der 6 Arbeiter täglich 2 × 6 gleich einem Tage
und war in der Woche gleich 6 Tagen = 72 Stunden. Jeder arbeitete einen Tag in
der Woche umsonst. Oder es wäre dasselbe, als wenn der 6. Arbeiter umsonst
gearbeitet hätte die ganze Woche durch. Die 5 Arbeiter repräsentieren
notwendige Arbeit, und könnten sie auf 4 reduziert werden und der eine Arbeiter
nach wie vor umsonst arbeiten – so wäre der relative Mehrwert gewachsen. Er
verhielt sich früher = 1:6 und würde sich jetzt verhalten wie 1:5. Das vorige
Gesetz, die Zahl der Surplusarbeitsstunden zu vermehren, erhält also jetzt die
Form, die Zahl der notwendigen Arbeiter zu vermindern. Wäre es möglich, für
dasselbe Kapital die 6 Arbeiter zu dieser neuen Rate anzuwenden, so würde nicht
nur relativ, sondern absolut der Mehrwert sich vermehrt haben. Die
Surplusarbeitszeit würde betragen 14
2
/
5
Stunden. 2
2
/
5
Stunden auf 6 Arbeiter ist natürlich mehr als 2
2
/
5
auf

5.

Den absoluten Mehrwert
betrachtet, so erscheint er bestimmt durch die absolute Verlängerung des
Arbeitstags über die notwendige Arbeitszeit hinaus. Die notwendige Arbeitszeit
arbeitet für den bloßen Gebrauchswert, für die Subsistenz. Der Surplusarbeitstag
ist Arbeit für den Tauschwert, für den Reichtum. Er ist das erste Moment der
industriellen Arbeit. Die natürliche Grenze ist gesetzt – in der Voraussetzung,
daß die Arbeitsbedingungen vorhanden, Rohstoff und Arbeitsinstrument, oder eins
von beiden, je nachdem die Arbeit bloß extrahierend oder formend ist, bloß den
Gebrauchswert isoliert

vom Erdkörper
oder ihn formt – die natürliche Grenze ist gesetzt durch die Anzahl der
gleichzeitigen Arbeitstage oder der lebendigen Arbeitsvermögen, i.e. durch die
Arbeitsbevölkerung. Auf dieser Stufe ist der Unterschied der Produktion des
Kapitals und frührer Produktionsstufen nur noch formell. Menschenraub,
Sklaverei, Handel mit Sklaven und Zwangsarbeit derselben,
Vermehrung
dieser arbeitenden Maschinen, Surplusproduce
,
produzierenden Maschinen ist hier direkt durch Gewalt gesetzt, beim Kapital
durch den Austausch vermittelt.

Die Gebrauchswerte wachsen hier
im selben einfachen Verhältnis wie die Tauschwerte, und daher erscheint diese
Form der Surplusarbeit in den Produktionsweisen der Sklaverei, Leibeigenschaft
etc., wo es sich hauptsächlich und vorwiegend um den Gebrauchswert handelt, wie
in der auf den Tauschwert direkt und auf den Gebrauchswert nur indirekt
gerichteten Produktionsweise des Kapitals. Dieser Gebrauchswert kann, wie z.B.
beim ägyptischen Pyramidenbau, kurz, bei den religiösen Luxusarbeiten, wozu die
Masse der Nation in Ägypten, Indien etc. gezwungen wurde, rein phantastisch
oder wie bei den alten Etruskern z.B. auf das unmittelbar Nützliche gerichtet

sein.

In der zweiten Form des
Mehrwerts aber, als relativer Mehrwert, die als Entwicklung der Produktivkraft
der Arbeiter
in bezug auf den Arbeitstag als Verminderung der notwendigen
Arbeitszeit
und in bezug auf die Population als
Verminderung der
notwendigen Arbeitsbevölkerung
erscheint (dies ist die gegensätzliche
Form), in dieser Form erscheint unmittelbar der industrielle und unterscheidend
historische Charakter der auf das Kapital gegründeten Produktionsweise.

Der ersten Form entspricht die
gewaltsame Verwandlung des größeren Teils der Bevölkerung in Lohnarbeiter und
die Disziplin, die ihr Dasein in das von bloßen Arbeitern verwandelt. Während
150 Jahren z.B., von Heinrich VII., enthalten die Annalen der englischen
Gesetzgebung in blutiger Handschrift Zwangsmaßregeln, die angewandt wurden, um
die Masse der eigentumslos gewordnen und freigewordnen Bevölkerung in freie
Lohnarbeiter zu verwandeln.
Die Aufhebung der
Gefolgschaften, die Konfiskation der Kirchengüter, die Aufhebung der Gilden und
Konfiskation ihres Eigentums, die gewaltsame Vertreibung der Bevölkerung vom
Lande durch Verwandlung von Ackerland in Viehweide, enclosures

of

commons

etc.,

hatten

die

Arbeiter

als

bloßes

Arbeitsvermögen

gesetzt.

Aber sie zogen
nun Vagabundage, Bettelei etc. of course

der Lohnarbeit vor und mußten
erst gewaltsam an diese gewöhnt werden. Es wiederholt sich dies ähnlich bei
Einführung der großen Industrie, der mit Maschinen betriebnen Fabriken. Vergl.
Owen

[
, „
Six lectures...“ p.56-58].

Erst auf einer gewissen Stufe
der Entwicklung des Kapitals wird
der Austausch von Kapital und Arbeit in
fact formell frei
. Man kann sagen, daß die Lohnarbeit erst völlig der Form
nach realisiert in England am Ende des 18. Jahrhunderts mit Aufhebung des law
of apprenticeship
.

Die Tendenz des Kapitals ist,
of course, den absoluten mit dem relativen Surpluswert zu verbinden; also
größte
Ausdehnung des Arbeitstags mit größter Anzahl gleichzeitiger Arbeitstage,
zugleich
mit Reduktion
einerseits der not

wendigen
Arbeitszeit auf das Minimum, andrerseits der notwendigen Arbeiteranzahl auf das
Minimum.
Diese widersprechende Forderung, deren Entwicklung in verschiednen
Formen als Überproduktion, Überpopulation etc. sich zeigen wird, macht sich
geltend in der Form eines Prozesses, worin die widersprechenden Bestimmungen
sich in der Zeit ablösen. Eine notwendige Konsequenz derselben ist die
möglichste
Vervielfältigung des Gebrauchswerts der Arbeit – oder der Produktionszweige –,
so
daß die Produktion des Kapitals, wie sie einerseits die
Entwicklung der
Intensivität
[
der
]
Produktivkraft
der Arbeit, [so] anderseits
die
unbegrenzte Mannigfaltigkeit der Arbeitszweige
beständig und
notwendig erzeugt, d.h. also den allseitigsten Form- und Inhaltsreichtum der
Produktion, alle Seiten der Natur ihr unterwerfend.

Die Vermehrung der
Produktivkraft, wie sie bei Produktion auf großer Stufenleiter von selbst
hervorgeht aus Teilung und Kombination der Arbeit, Ökonomie in gewissen
Ausgaben – Bedingungen für den Arbeitsprozeß –, die
dieselben bleiben oder
sich vermindern bei gemeinschaftlicher Arbeit, wie Heizung etc.,
Arbeitsbaulichkeiten
etc., kosten dem Kapital nichts; es hat diese
vermehrte Produktivkraft der Arbeit gratis. Vermehrte sich die Produktivkraft
gleichzeitig in der Produktion der verschiednen Produktionsbedingungen,
Rohmaterial, Produktionsmittel und Lebensmittel und den [davon] bestimmten
[Produktionszweigen], so würde ihr Wachsen keine Veränderung in dem Verhältnis
der verschiednen Bestandteile des Kapitals zueinander hervorbringen. Wächst die
Produktivkraft der Arbeit gleichzeitig z.B. in der Produktion von Flachs,
Webstühlen und dem Weben selbst (durch Teilung der Arbeit), so würde der
größten Masse, die verweht würde in einem Tage, größre Masse Rohstoff etc.
entsprechen. In den extraktiven Arbeiten, z.B. Minenindustrie, ist nicht
erheischt, wenn die Arbeit produktiver wird, daß der Rohstoff wächst, da kein
Rohstoff verarbeitet wird. Um die Herbste produktiver zu machen, ist nicht
erheischt even
,
daß die instruments

an Anzahl gewachsen sind,
sondern nur, daß sie
konzentriert
sind und die
Arbeit, die früher von
Hunderten stückweis
geschah,
gemeinschaftlich
geschieht. Was aber
für alle Formen der Surplusarbeit erheischt ist, ist
Wachsen der Population;

der Arbeiterpopulation für die erste Form; der Population überhaupt für die
zweite, da sie Entwicklung der Wissenschaft etc. verlangt. Population aber
erscheint hier als die Grundquelle des Reichtums.

Aber wie wir ursprünglich das
Kapital betrachten, erscheinen Rohstoff und Instrument aus der Zirkulation
herkommend, nicht von ihm selbst produziert; wie denn auch in der Realität das
einzelne Kapital die Bedingungen seiner

Produktion aus der
Zirkulation erhält, obgleich sie ihrerseits wieder durch Kapital, aber ein
andres Kapital produziert sind. Daraus folgt einerseits die notwendige Tendenz
des Kapitals, sich der Produktion allseitig zu bemächtigen; seine Tendenz, die
Produktion der Arbeitsstoffe oder der Rohmaterialien wie der Instrumente
ebenfalls, als vom Kapital, wenn auch von einem andren Kapital produziert, zu
setzen; die propagandistische Tendenz des Kapitals. Zweitens aber ist klar,
daß, wenn
die objektiven Produktionsbedingungen, die es aus der Zirkulation
erhält, dem Wert nach dieselben bleiben,
d.h. in demselben Quantum
Gebrauchswert sich dasselbe Quantum Arbeit vergegenständlicht, ein geringrer
Teil des Kapitals auf lebendige Arbeit ausgelegt werden kann oder die
Proportion
der Bestandteile des Kapitals wechselt.
Beträgt das Kapital 100 z.B., der
Rohstoff
2
/
5
, das Instrument
1
/
5
,
die Arbeit
2
/
5
, und
könnte durch Verdopplung der Produktivkraft (Teilung der Arbeit) dieselbe
Arbeit mit demselben Instrument doppelt den Rohstoff verarbeiten, so müßte das
Kapital wachsen um 40; also ein Kapital von 140 arbeiten; wovon
80
Rohstoff,
20 Instrument, 40 Arbeit. Die Arbeit verhielte sich nun = 40:140 (früher = 40:
100); die Arbeit

verhielt sich früher wie 4:10;
jetzt nur noch wie 4:14. Oder in demselben Kapital von 100 fiele nun auf den
Rohstoff
3
/
5
, auf das Instrument
1
/
5

und auf die Arbeit
1
/
5
. Der Gewinn wäre nach wie vor 20
.

Aber die Surplusarbeit wäre 100%, wenn sie früher 50 war. Es braucht nur
mehr 20 Arbeit für 60 Rohstoff und 20 Instrument. 80.|20.|100. Ein Kapital von
80 gibt ihm Profit von 20. Sollte das Kapital nun die ganze Arbeit auf dieser
Produktionsstufe anwenden, so müßte es wachsen auf 160; nämlich 80 Rohstoff, 40
Instrument

und

40

Arbeit.

Dies

gäbe

einen

Mehrwert

von

40.

Auf

der

frühren

Stufe,

wo

das Kapital von 100 nur Mehrwert von 20
gibt, gäbe ein Kapital von 160 nur Mehrwert von 32, also 8 weniger, und das
Kapital müßte wachsen auf 200, um denselben Mehrwert von 40 zu produzieren.

5

Es sind zu unterscheiden: 1.
Die zunehmende Arbeit (
oder Intensivität, Geschwindigkeit der Arbeit
) erheischt
keine größre Avance in Material oder Arbeitsinstrument. z.B. dieselben 100
Arbeiter mit Instrumenten von demselben Wert fangen mehr Fische oder bestellen
den Boden besser oder ziehn mehr Erze aus den Minen oder Kohlen aus den
Kohlenwerken oder schlagen mehr Blättchen aus demselben Quantum Gold
durch größre Geschicklichkeit, beßre Kombination und Teilung der Arbeit etc.
oder verwüsten weniger Rohstoff, kommen also mit demselben Wertquantum in
Rohstoff weiter. In diesem Falle also, wenn wir annehmen, entweder daß ihre
Produkte selbst in ihre Konsumtion eingehn, vermindert sich ihre notwendige
Arbeits

zeit; mit denselben
Unterhaltskosten
verrichten sie größre Arbeit. Oder ein geringrer Teil ihrer Arbeit ist zur
Reproduktion des Arbeitsvermögens nötig. Der notwendige Teil der Arbeitszeit
verringert sich im Verhältnis zur Surplusarbeitszeit, und obgleich der Wert des
Produkts derselbe bleibt 100 Arbeitstage, vermehrt sich der dem Kapital
zufallende Anteil, der Sur pluswert. War der Gesamtsurplusarbeits[teil] =
1
/
10

also 10 Arbeitstagen, und ist er jetzt 1/5
,
so ist die Surplusarbeitszeit
um 10 Tage gewachsen. Die Arbeiter arbeiten 80 Tage für sich und 20 für den
Kapitalisten, während im ersten Fall 90 für sich und nur 10 für den
Kapitalisten. (Diese Berechnung nach Arbeitstagen, und die Arbeitszeit als die
einzige Substanz des Werts, zeigt sich offen so, wo Hörigkeitsverhältnisse
existieren. Beim Kapital verdeckt durch das Geld.) Von dem neugeschaffnen Wert
fällt größre Portion dem Kapital zu. Die Verhältnisse aber zwischen den
verschiednen Bestandteilen des invariablen Kapitals bleiben nach der
Voraussetzung dieselben. D.h., obgleich der Kapitalist größre
Surplusarbeitsmasse anwendet, weil er weniger Salair zahlt, wendet er nicht
mehr Kapital in Rohstoffen und Instrumenten an. Er tauscht einen kleinren Teil
vergegenständlichter Arbeit gegen dasselbe Quantum lebendiger Arbeit aus oder
dasselbe Quantum vergegenständlichter Arbeit gegen größres Quantum lebendiger
Arbeit. Dies nur möglich bei der extraktiven Industrie; bei der
manufakturierenden insofern der Rohstoff mehr ökonomisiert wird; ferner da, wo
chemische Prozesse den Stoff vermehren, Agrikultur; bei der transportierenden

Industrie.

2.

Die Produktivität vermehrt sich gleichzeitig
nicht nur in dem bestimmten Produktionszweig, sondern auch in seinen
Bedingungen, in dem case nämlich, wo mit der Intensivität der Arbeit, der
Vermehrung der Arbeitsprodukte in derselben Zeit, der Rohstoff vermehrt

werden
m
uß oder das Instrument oder beide. (Der Rohstoff braucht
nichts zu kosten, z.B. in Binsenflechten; Holz, das nichts kostet etc.) In
diesem Falle bliebe das Verhältnis des Kapitals dasselbe. D.h., das Kapital
braucht mit der wachsenden Produktivität der Arbeit nicht größren Wert in
Rohstoff und Instrument

auszulegen.

3. Die
vermehrte Produktivität der Arbeit erheischt größren Teil des Kapitals,
ausgelegt für Rohstoff und Instrument. Ist bloß durch Teilung der Arbeit etc.
dieselbe Quantität Arbeiter produktiver geworden, so bleibt das Instrument
dasselbe; bloß der Rohstoff muß wachsen; da dieselbe Arbeiterzahl in derselben
Zeit größres Quantum desselben verarbeitet und nach der Voraussetzung die
Produktivität hervorgegangen nur aus größrer Geschicklichkeit der Arbeiter,
Teilung und Kombination der Arbeit etc. In diesem Fall ver

mindert
sich der gegen lebendige Arbeit ausgetauschte Teil des Kapitals nicht nur (er
bleibt derselbe, wenn nur die absolute Arbeitszeit wächst; vermindert sich,
wenn die relative wächst) relativ gegen die andren Bestandteile des Kapitals,
die dieselben bleiben, um sein eignes Fallen, sondern ebensosehr um ihr

Wachsen.

War das

Rohmaterial
Instrument

Arbeit

m

Arbeitstage:
180
90

80

10

411
3
/
7

90

70

20.

Im
ersten Fall: so daß von 90 Arbeitstagen 10 Surplusarbeitstage; die
Surplusarbeit 12
1
/
2
%
. Im zweiten Fall ist das
Verhältnis des Rohmaterials in demselben Verhältnis gestiegen, wie das
Verhältnis der Surplusarbeit gestiegen ist, verglichen mit dem ersten Fall.

Wenn in allen Fällen Wachstum
des Mehrwerts Wachstum der Population voraussetzt, so in diesem Fall ebenfalls
Akkumulation oder größres Kapital, das in die Produktion tritt. (Dies löst sich
schließlich auch auf in größre Arbeiterbevölkerung, beschäftigt in der
Produktion des Rohmaterials.) Im ersten Fall bildet der Totalteil des Kapitals,
der angewandt ist in Arbeit,
1
/
4
des Gesamtkapitals und
verhält sich = 1:3 zum konstanten Teil des Kapitals; im zweiten Fall weniger
wie
1
/
6
des Gesamtkapitals und der Totalteil des
Kapitals, der angewandt ist in Arbeit, verhält sich noch nicht = 1:5 zum
konstanten Teil des Kapitals. Obgleich daher die auf
Teilung und Kombination
der Arbeit beruhnde Vermehrung der Produktivkraft auf absoluter Vermehrung der
angewandten Arbeitskraft ruht, ist sie notwendig verbunden mit
Verminderung derselben im Verhältnis zum Kapital, das sie in Bewegung setzt.
Und
wenn in der ersten Form, der der
absoluten Surplusarbeit, die angewandte
Arbeitsmasse in demselben Verhältnis wachsen muß wie das

angewandte Kapital,
so in dem zweiten
Fall wächst sie in
geringrem Verhältnis,
und zwar in
umgekehrtem Verhältnis zum Wachstum
der Produktivkraft.

Wenn durch letztre Methode der
Anwendung der Agrikulturarbeit die Produktivität des Bodens sich verdoppelte,
dieselbe Quantität Arbeit 1 quarter Weizen statt
1
/
2

gäbe, so würde die notwendige Arbeit um
1
/
2
sinken, und
das Kapital könnte die doppelte Anzahl mit demselben Salair anwenden. (Dies
bloß in Korn ausgedrückt.) Er [der kapitalistische Pächter] brauche aber nicht
mehr Arbeiter für die Bestellung seines Landes. So wird er dieselbe Arbeit mit
der Hälfte des frühren Salairs anwenden; ein Teil seines Kapitals wird
frei; des früher in Geld angelegten; die angewandte Arbeitszeit ist dieselbe
geblieben im Verhältnis zum angewandten Kapital, aber der Surplusteil derselben
ist

gestiegen im Verhältnis zum notwendigen. War früher das
Verhältnis der notwendigen Arbeit zum Gesamtarbeitstag =
3
/
4

des Arbeitstags oder 9 Stunden, so wird es jetzt gleich
3
/
8

sein oder = 4
1
/
2
Stunden. Der Surpluswert war im ersten
Fall 3 Stunden; im zweiten =

7
1
/
2
.

Der Verlauf des Prozesses ist
der: Mit einer gegebnen Arbeiterbevölkerung und Größe des Arbeitstags, d.h.
Größe des Arbeitstags, multipliziert mit der Anzahl der gleichzeitigen
Arbeitstage, kann die Surplusarbeit nur mehr relativ vermehrt werden durch größre
Produktivkraft der Arbeit, deren Möglichkeit schon gesetzt ist im
vorausgesetzten Wachstum der Bevölkerung und training to labour

(womit auch bestimmte freie Zeit für nicht arbeitende,
nicht direkt arbeitende Bevölkerung, also Entwicklung der geistigen Kapazitäten
etc.; geistige Aneignung der Natur). Eine gewisse Stufe der Entwicklung der
Produktivkräfte gegeben, kann die Surplusarbeit nur noch absolut vermehrt
werden durch Verwandlung eines größren Teils der Bevölkerung in Arbeiter und
Zunahme der gleichzeitigen Arbeitstage. Der erste Prozeß ist
Verminderung
der relativen

Arbeiterbevölkerung, obgleich sie
absolut dieselbe bleibt;
der zweite ist
Vermehrung derselben.
Beide
Tendenzen notwendige Tendenzen des Kapitals. Die Einheit dieser
widersprechenden Tendenzen, daher der lebendige Widerspruch, erst mit der
Maschinerie, von der wir gleich sprechen werden. Die zweite

Form erlaubt offenbar nur ein
geringes
Verhältnis der nichtarbeitenden Bevölkerung zur arbeitenden.
Die erste
,
da mit ihr das erheischte
Quotum

lebendiger Arbeit langsamer
zunimmt als das Quotum angewandten Kapitals, erlaubt
größres Verhältnis der
nichtarbeitenden Bevölkerung zur

arbeitenden.

Das Verhältnis der verschiednen Bestandteile des Kapitals zueinander,
wie [sie] in seinem Werden erscheinen, wo es Rohstoff und Instrument, die
Bedingungen des Produkts aus der Zirkulation erhält, sich zu ihnen als gegebnen
Voraussetzungen verhält, verschwindet zwar bei nährer Betrachtung, indem alle
Momente gleichmäßig vom Kapital produziert erscheinen, indem es sonst die
Gesamtbedingungen seiner Produktion sich nicht unterworfen hätte; aber für das
einzelne Kapital bleiben sie immer in demselben Verhältnis. Ein Teil desselben
kann daher immer als konstanter Wert betrachtet werden, und es ist nur der in
Arbeit ausgelegte, der variiert. Diese Bestandteile entwickeln sich nicht
gleichmäßig, aber Tendenz des Kapitals ist, wie sich in der Konkurrenz zeigen wird,
die Produktivkraft gleichmäßig zu verteilen.

Da die wachsende Produktivität
der Arbeit das Kapital eine Schranke

finden lassen würde an
der nichtwachsenden Masse des Rohmaterials und der Maschinerie, so ist es der
Gang der industriellen Entwicklung, daß, je mehr die Produktion Produktion der
Rohstoffe für die Industrie ist, sowohl Rohstoff für Arbeitsmaterial als [für]
Instrument, je mehr das Arbeitsmaterial dem bloßen Rohstoff sich nähert, grade
in diesen Branchen die Einführung der Arbeit im großen, wie Anwendung von
Maschinerie beginnt. So in der Spinnerei vor der Weberei, in der Weberei vor
der Druckerei etc. In der Produktion der Metalle, die der Hauptrohstoff für die
Arbeitsinstrumente selbst, am ersten. Ist das eigentliche Rohprodukt, was
den Rohstoff der Industrie auf der untersten Stufe liefert, nicht selbst rasch
zu vermehren – so wird Zuflucht genommen zu rascher vermehrbarem Substitut. (
Baumwolle

für Leinen, Wolle und Seide.) In der Substitution der Kartoffeln für
Getreide geschieht dasselbe für die Lebensmittel. Die größre Produktivität im
letztren Fall durch Produktion eines schlechtern, weniger blutbildende
Substanzen und daher wohlfeilere organische Bedingungen seiner Reproduktion
enthaltenden Artikels. Dies gehört, letztres, in die Betrachtung des
Arbeitslohns. Bei der Besprechung des Minimums des Salairs Rumford

nicht zu

vergessen.

Kommen wir jetzt zum dritten
case der relativen Surplusarbeit, wie sie sich in der Anwendung der Maschinerie

darstellt.

{Es hat sich im Lauf unserer
Darstellung gezeigt, wie Wert, der als eine Abstraktion erschien, nur als
solche Abstraktion möglich ist, sobald das Geld gesetzt ist; die
Geldzirkulation anderseits führt zum Kapital, kann also nur vollständig
entwickelt sein auf Grundlage des Kapitals, wie überhaupt nur auf seiner
Grundlage die Zirkulation alle Momente der Produktion ergreifen kann. In der
Entwicklung zeigt sich daher nicht nur der historische Charakter der Formen,
wie Kapital, die einer bestimmten Geschichtsepoche angehören; sondern solche
Bestimmungen wie Wert, die rein abstrakt erscheinen, zeigen die historische
Grundlage, von der sie abstrahiert sind, auf der allein sie daher in dieser

Abstraktion erscheinen können; und solche
Bestimmungen, die allen Epochen plus ou moins

angehören, wie z.B. Geld, zeigen
die historische Modifikation, die sie untergehn
.
Der ökonomische Begriff von Wert kömmt bei den Alten nicht vor. Wert im
Unterschied von pretium

nur juristisch gegen
Übervorteilung etc. Der Begriff von Wert ganz der modernsten Ökonomie
angehörig, weil er der abstrakteste Ausdruck des Kapitals selbst und der auf
ihm

ruhenden Produktion ist. Im Wertbegriff sein Geheimnis
verraten.}

Was die auf Maschinerie
gegründete Surplusarbeit auszeichnet, ist das Vermindern der notwendigen
Arbeitszeit, die angewandt wird in der Form, daß

weniger
gleichzeitige Arbeitstage angewandt werden, weniger Arbeiter. Das zweite
Moment, daß die Vermehrung der Produktivkraft selbst bezahlt werden muß vom
Kapital, nicht gratis ist. Das Mittel, wodurch diese Vermehrung der
Produktivkraft ins Werk gesetzt wird, ist selbst vergegenständlichte
unmittelbare Arbeitszeit, Wert, und um sich ihrer zu bemächtigen, muß das
Kapital einen Teil seines Werts austauschen gegen sie. Das Hereinkommen der
Maschinerie zu entwickeln aus der Konkurrenz und dem von ihr ausgelösten

Gesetz der Reduktion der Produktionskosten ist leicht. Es
handelt sich hier darum, sie aus dem Verhältnis des Kapitals zur lebendigen
Arbeit, ohne Rücksicht auf andres Kapital zu entwickeln.

Wenn ein Kapitalist 100 Arbeiter in der
Baumwollspinnerei anwendete, die ihm jährlich

2.400
l.
St. kosten, und er ersetzte durch eine Maschine von 1.200
Pfund 50 Arbeiter, so aber, daß die Maschine ebenfalls im Jahr abgenutzt würde
und am Anfang des zweiten Jahrs wieder ersetzt werden müßte, so hätte er
offenbar nichts gewonnen; könnte auch seine Produkte nicht wohlfeiler
verkaufen. Die restierenden 50 Arbeiter würden dasselbe Werk tun, wie früher
100
68
;
die Surplusarbeitszeit jedes einzelnen
Arbeiters hätte sich vermehrt in demselben Verhältnis, wie ihre Anzahl sich
vermindert hätte, wäre also dieselbe geblieben. War sie früher täglich = 200
Arbeitsstunden, d.h. 2 Stunden auf jeden der 100 Arbeitstage, so wäre sie jetzt
ebenfalls = 200 Arbeitsstunden, i.e. = 4 auf jeden der 50 Arbeitstage. In bezug
auf den Arbeiter hätte sich seine Surpluszeit vermehrt; für das Kapital wäre
die Sache dieselbe, da es jetzt 50 Arbeitstage (notwendige und Surpluszeit zusammen)
gegen die Maschine

austauschen

müßte.

Die

vergegenständlichten

50

Arbeitstage,

die

es

gegen Maschinerie austauscht, würden ihm bloß ein Äquivalent
geben, also nicht Surpluszeit, als wenn es 50 vergegenständlichte Arbeitstage gegen
50 lebendige ausgetauscht hätte. Dies aber wäre ersetzt durch die
Surplusarbeitszeit der restierenden 50 Arbeiter. Die Sache wäre, die Form des
Austauschs abgestreift, dieselbe, als wenn der Kapitalist 50 Arbeiter arbeiten
ließe, deren ganzer Arbeitstag nur notwendige Arbeit, und dafür 50 andre
beschäftigte, deren Arbeitstag diesen „Verlust“ einbrächte. Gesetzt aber, die
Maschine koste nur 960
l.,

d.h.
also nur 40 Arbeitstage, und die restierenden Arbeiter
produzierten nach wie vor jeder 4 Stunden Surplusarbeitszeit, also 200 Stunden
oder 16 Tage 8 Stunden (16
2
/
3

Tage)
, so
würde der Kapitalist an Auslage gespart haben 240
l.,
Während er aber früher auf
eine Auslage von 2.400 nur 16 Tage 8 Stunden

gewann, würde er jetzt auf eine Auslage von 960 ebenfalls 200 Arbeitsstunden

gewinnen. 200 verhält sich zu
2.400 = 1:12; dagegen 200:2.160 = 20:216 = 1:10
4
/
5
. In Arbeitstagen ausgedrückt, würde er im ersten Fall auf 100
Arbeitstage gewinnen 16 Tage 8 Stunden
, im
zweiten auf 90 dieselbe Anzahl; im ersten auf täglich1.200 Arbeitsstunden 200;
im zweiten auf 1.080. 200:1.200 = 1:6, 200:1.080 = 1:5
2
/
5
. Im ersten Fall die Surpluszeit des
einzelnen Arbeiters =
1
/
6

Arbeitstag = 2 Stunden. Im zweiten Fall = auf 1 Arbeitstag 2
6
/
27
Stunden
71
. Es kommt ferner hinzu, daß bei Anwendung
der Maschinerie der Teil des Kapitals, der früher in Instrumenten angewandt
war, abgezogen werden muß von der Mehrkost, die die Maschinerie verursacht.

andauernder

In der Handschrift: Indem durch

Sollte eigentlich heißen: Summe

Bruttoprofit

in der Handschrift: 10%

der wissenschaftlichen Kräfte

der Rat

abzutreten und einem höheren
Stadium der gesellschaftlichen Produktion Raum zu geben

bremsen, indem es die Zuwendung
für notwendige Arbeit verringert und die Quantität der Mehrarbeit im Hinblick
auf die gesamte Menge der angewandten Arbeit noch mehr erweitert. Folglich.
werden die höchste Entwicklung der Produktivkräfte und die stärkste Ausdehnung
des vorhandenen Reichtums zusammenfallen mit Entwertung des Kapitals,
Erniedrigung des Arbeiters und einer höchst unmittelbaren Erschöpfung seiner
Lebenskraft. Diese Widersprüche führen zu Explosionen, Katastrophen, Krisen, in
denen durch momentane Einstellung der Arbeit und die Vernichtung eines großen
Teils des Kapitals das letztere gewaltig reduziert wird bis zu dem Punkt, von
welchem aus es weiter kann, in der Lage ist, seine Produktivkräfte voll
anzuwenden, ohne Selbstmord zu verüben. Jedoch diese regelmäßig wiederkehrenden
Katastrophen führen zu deren Wiederholung auf höherer Stufe und schließlich zu
seinem gewaltsamen

Umsturz.

in der Handschrift: ersetzen

Produktivkraft

entsprechend der Möglichkeit

Sogar beim Verständnis dafür
versagt, was die Profitrate ist

Tendenzen

vollstreckt

in der Handschrift: es erfindet
sie nicht. Es –

übersetzt von Constancio

in der Handschrift: Substanzen

Fall

Arbeitslöhnen

In der Handschrift: 121

Das Problem fallenzulassen, ist
ihre übliche Methode, es zu lösen.

Feldes der Anwendung

Freihändler

auf einfache und redliche Weise

Bruttoprofite

Wohlstand vortäuschende
Harmonien

wie die Seiten von Edelsteinen

ganz redlich und ganz einfach

Gesamtprodukt

Anteil des Kapitals

Anteil der Arbeit

oder

Bruttoprofit

In der Handschrift: bilden zu
lassen

Sollte eigentlich heißen: Rate
der notwendigen Arbeit im Verhältnis zur Surplusarbeit

ohne Rest aufgehenden

Arten

Zurück zur Sache

Von einem anderen Standpunkt
aus

Austausches

In der Handschrift: sie

Lebensmittelfonds

Sollte eigentlich heißen: der
Surplusarbeit zur notwendigen

In der Handschrift: der
Surplusarbeit zur notwendigen Arbeit

der Abnutzung

des Verschleißes

Gut

Plage

in der Handschrift:
1
/
4

Mehrprodukt

Einzäunung von
Gemeindeländereien

selbstverständlich

gerade erheischt

Werkzeuge

In Handschrift: d. Arbeiter

In der Handschrift: nur mehr
1
/
5

Ausbildung für die Arbeit

sollte eigentlich heißen:
relative
Verminderung der

in der Handschrift: erste

in der Handschrift: zweite

der erheischte

Anteil

mehr oder weniger

durchmachen (engl.: to undergo)

Preis

in der Handschrift: ihr

In der Handschrift: aufgelösten

in der Handschrift: 50

in der Handschrift: 16 Tage, 4 Stunden (16 1/3 Tage) –

in der Handschrift: 16 Tage, 4 Stunden

In der Handschrift: auf 1 Stunde 2 6/27 Stunden

## [Ergänzungen zu den Kapiteln vom Geld und vom Kapital]

{„Das in einem Lande
zirkulierende Geld ist ein
bestimmter
Teil des Kapitals
des Landes, der produktiven Zwecken völlig
entzogen ist, die
Produktivität
des Restes
zu fördern
oder
zu steigern.
Eine gewisse Größe des Reichtums ist deshalb
ebenso nötig, um Gold zum Umlaufmittel zu machen,
wie zur Herstellung einer Maschine
,
die jede andere Produktion fördern
soll.“
(„
Economist
“,
[8. Mai 1847,] vol. V, p. 520.)}

(„Was ist die Praxis? Ein
Fabrikant erhält von seinem Bankier £500 in Noten am Samstag für Löhne; diese
verteilt er unter seine Arbeiter. Am selben Tage wird die Mehrzahl derselben
zum Kaufmann gebracht, und durch diese[n] kehren sie zu ihren verschiedenen
Bankiers zurück.“ (l. c. [, 22. Mai 1847,] p. 575.)}

{„Ein Baumwollspinner, der mit
einem Kapital von 100 000 l. auslegen würde 95 000 l. für seine Fabrik und
Maschinerie, würde schnell herausfinden, dass er Mittel braucht, um Baumwolle
zu kaufen und Arbeitslöhne zu zahlen. Sein Geschäft wäre behindert und seine
Finanzen in Unordnung geraten. Und dennoch erwarten die Menschen, dass eine
Nation, die leichtsinnig die Masse ihrer verfügbaren Mittel fest in Eisenbahnen
angelegt hat, sollte nichtsdestoweniger fähig sein, die ungeheuren Funktionen
der Fabrikation und des Handels zu lenken.“ (l. c. [, 6. November 1847,] p.
1271.)}

„Geld …,
ein angemessener Gegenwert für jede
veräußerbare Sache.“ (J. Steuart.)
(p. 13.)
1
(t. I, p. 32, ed.
Dublin 1770.)

(„In den alten Zeiten Menschen
zu veranlassen, über die Befriedigung ihrer Bedürfnisse hinaus zu arbeiten,
einen Teil eines Staates zu veranlassen, sich anzustrengen, um den anderen ohne
Vergütung zu unterhalten, nur zu bewerkstelligen durch Sklaverei … Wenn die
Menschen nicht gezwungen werden zur Arbeit, werden sie nur für sich selbst
arbeiten; und wenn sie wenige Bedürfnisse haben, wird es nur wenig Arbeit
geben. Aber wenn Staaten gebildet werden und Gelegenheit haben, unbeschäftigte
Arbeiter zur Verteidigung gegen die Gewalttätigkeit ihrer Feinde einzusetzen,
muss auf jeden Fall Nahrung für diejenigen | beschafft werden, die nicht
arbeiten; und da, wie vorausgesetzt, die Bedürfnisse der Arbeiter gering sind,
muss eine Methode gefunden werden, ihre Arbeit über den Anteil hinaus zu
vermehren, der der Befriedigung der Bedürfnisse dient. Für diesen Zweck eignete
sich die Sklaverei … Hier war nun eine gewaltsame Methode, Menschen wurden
damals zur Arbeit gezwungen, weil sie die

Sklaven von
anderen waren; Menschen sind jetzt gezwungen zu arbeiten, weil sie Sklaven
ihrer eigenen Bedürfnisse sind.“ (Steuart, t.I, p. 38-40.)

„Die
unendliche Vielfalt der Bedürfnisse
und
der Arten von
Gebrauchsgegenständen,
die zu ihrer Befriedigung nötig sind,
allein ist es, die das Verlangen nach Reichtum unbegrenzt und unersättlich
machen.“
(Wakefield

2

zu A. Smith, p. 64 note
.)
3
}

„Ich betrachte
Maschinen
als ein Mittel,
um (ihrer Mischung nach) die Zahl der Tätigen zu erhöhen, ohne Kosten für die
Ernährung einer zusätzlichen Anzahl [Menschen].“
(Steuart,
t. I, p.
123.)

(„Wenn Fabrikanten in
Körperschaften Zusammenkommen, hängen sie nicht direkt von den
Konsumenten
ab, sondern
von
Geschäftsleuten.“
Steuart,
t. I, p. 153.)

(„Die kärgliche Landwirtschaft
stellt keinen
Erwerbszweig
dar,
weil sie keine
Veräußerung
gestattet,
sondern nur eine Methode zur Selbsterhaltung ist.“) (l. c. p. 156.)

(„Handel
ist eine Funktion, durch die der
Reichtum oder die Arbeit von einzelnen oder von Gesellschaften durch eine
Gruppe von Menschen, die man
Geschäftsleute
nennt,
ausgetauscht werden können für einen Gegenwert, der sich eignet für die
Befriedigung jedes Bedürfnisses, ohne irgendeine Unterbrechung in der Industrie
oder irgendeine Beschränkung der Konsumtion.“
(Steuart, I, p. 166.))

(„Während die Bedürfnisse
einfach und wenige bleiben, findet ein Handwerker genügend Zeit, um alle seine
Erzeugnisse zu verteilen; wenn die Bedürfnisse vielfältiger werden, müssen die
Menschen schwerer arbeiten;
Zeit
wird kostbar,
folglich wird der Handel eingeführt. Der
Geschäftsmann als Mittler zwischen dem Handwerker und dem Konsumenten.“) (l. c.
p. 171.)

(„Geld, der
gemeinsame
Preis aller
Dinge.“) (l. c. p. 177.)

„Das Geld repräsentiert durch
den Kaufmann. Den Konsumenten repräsentiert der Kaufmann die Gesamtheit der
Fabrikanten, diesen die Gesamtheit der Konsumenten und beiden Klassen seine
Versorgung mit Kredit den Gebrauch des Geldes. Er repräsentiert der Reihe nach
Bedürfnisse, Fabrikanten und Geld.“ (l. c. p. 177, 178.)

(
Steuart
, sieh t. I, p. 181-183, betrachtet den
Profit – im Unterschied zum
real
value

4
,
die er sehr konfus bestimmt (denkt dabei an die Produktionskosten), als Quantum
vergegenständlichter Arbeit (what a workman can perform in a day etc.

5
), necessary expence
der workmen

6
, Preis
des Rohmaterials, – als
profit
upon alienation
fluktuierend nach demand

7
.) (Bei Steuart
wechseln die Kategorien noch sehr; sind noch nicht fixiert, wie bei A. Smith.
Eben sahn wir, dass
real
value
identisch mit Produktionskosten, indem neben der Arbeit
der workmen

8
und
dem value

9
des
Materials konfuserweise noch die wages

10
als besonderer Bestandteil figurieren. An
einer anderen Stelle versteht er unter
intrinsic
value

11
einer
Ware den Wert ihres Rohmaterials oder das Rohmaterial

selbst,
während er unter
useful
value

12
die
auf sie verwandte Arbeitszeit versteht.

„Der erste ist etwas Reales in
sich selbst; z. B. das Silber in einem silbernen Flechtwerk. Der
innere Wert
eines
Fabrikats aus Seide, Wolle oder Leinen ist geringer als der ursprünglich
angewandte Wert, weil er nahezu unbrauchbar gemacht wurde für jede andere
Verwendung als jene, für die das Fabrikat bestimmt war: Der
Gebrauchswert dagegen muss veranschlagt
werden entsprechend der Arbeit, die seine Herstellung kostete. Die zur
Abänderung angewandte Arbeit repräsentiert einen Teil der Zeit eines
Mannes,
die, nutzbringend angewandt,
irgendeiner Substanz eine Form gegeben
hat,
die sie nützlich, dekorativ oder, kurz gesagt, mittelbar
oder unmittelbar tauglich für den Menschen machte.“ (p.361, 362, t. I. l.c.)

{Der wirkliche Gebrauchswert
ist die Form, die der Substanz gegeben ist. Diese Form selbst aber ist nur
ruhende Arbeit.)

„Wenn wir einen gemeinsamen
Maßstab für den Preis irgendeiner Sache annehmen, müssen wir annehmen, dass
diese häufig oder üblicherweise veräußert wird. In Ländern, wo Einfachheit
herrscht, ist es kaum möglich, irgendeinen Maßstab für die Preise der Waren des
dringendsten Bedarfs zu bestimmen… in solchen Zuständen der Gesellschaft die
Nahrungsmittel und die nötigsten Dinge kaum im Handel zu finden; kein Mensch
kauft sie; weil es jedermanns Hauptbeschäftigung ist, sie sich selbst zu
verschaffen … Allein der Verkauf kann Preise bestimmen, und nur häufiger
Verkauf kann einen Maßstab festlegen. Jetzt markiert der häufige Verkauf der
wichtigsten Artikel für den Lebensunterhalt eine Einteilung der Einwohner in
Arbeiter und unbeschäftigte Arbeiter“ usw. (t.I, p.395, 396

13
l.c.))

(Die Lehre von der Bestimmung
der Preise durch die Masse des zirkulierenden Mediums zuerst aufgestellt
von Locke, wiederholt im
„Spectator“
19.
Oktober 1711, entwickelt und elegant formuliert
von Hume und Montesquieu,
14
in ihrer Grundlage auf die Spitze formell
getrieben von Ricardo und mit allen ihren Absurditäten in praktische
Anwendung auf Bankwesen etc. von Loyd,
Colonel Torrens etc.)
Steuart
polemisiert
dagegen, und zwar antizipiert seine Entwicklung stofflich ziemlich alles, was
später von Bosanquet, Tooke, Wilson geltend gemacht worden
ist. (Heft, p. 26.)
15
(Er
sagt u. a. als historische Illustration:

„Es ist eine Tatsache, dass zur
Zeit, als Griechenland und Rom einen Überfluss an Reichtum besaßen, als jede
Seltenheit und die Werte der auserwähltesten Künstler überhöhte Preise
erzielten, ein Ochse für eine bloße Lappalie gekauft wurde und Getreide möglicherweise
billiger war als jemals in Schottland … Die Nachfrage ist nicht der Zahl jener
angemessen, die konsumieren, sondern derer, die kaufen; nun gehören zu den
Konsumierenden alle Einwohner, aber zu den Kaufenden nur die wenigen

Arbeitsamen, die frei sind … In Griechenland und Rom Sklaverei; jene, die
ernährt wurden durch die Arbeit ihrer eigenen Sklaven, die Sklaven des Staates,
oder durch umsonst unter das Volk verteiltes Getreide, hatten keine
Gelegenheit, auf den Markt zu gehen: Sie traten nicht in Konkurrenz mit den
Käufern … Die wenigen damals bekannten Fabrikanten hielten die Bedürfnisse im
Allgemeinen niedrig; folglich war die Zahl der arbeitenden Freien gering,
und
sie
allein
waren die Menschen, die Gelegenheit
hatten,
Nahrungsmittel
und andere Artikel für den Lebensunterhalt zu kaufen: Folglich muss die
Konkurrenz der Käufer verhältnismäßig gering gewesen sein und die Preise
niedrig; ferner, die Märkte wurden versorgt teils von dem Überschuss,
produziert auf den Ländereien der großen Männer, die von Sklaven bearbeitet
wurden; da diese Sklaven vom Ertrag der Ländereien ernährt wurden, kostete der
Überschuss in gewisser Hinsicht den Besitzern nichts; und da die Zahl derer,
die Gelegenheit hatten zu kaufen, sehr gering, wurde Überschuss billig
verkauft. – Außerdem musste das gratis an die Bevölkerung verteilte Getreide
notwendig den Markt niedrig halten usw. Dagegen für eine zarte Meeresche oder
einen Künstler usw. große Konkurrenz und daher Preise außerordentlich steigend.
Der Luxus jener Zeiten war, obwohl übertrieben, nur auf wenige beschränkt, und
da Geld im Allgemeinen nur langsam durch die Hände der Menge zirkulierte,
stagnierte es ständig in denen der Reichen, denen als Maßstab der Preis für
alles, was sie in ihren Besitz bringen wollten, nichts galt als ihre Laune.“)
(26, 27, Heft. Steuart.)
16

„
Geld zur Verrechnung
ist nichts als eine
willkürliche Skala einzelner Teile, die ersonnen wurden, um den besonderen Wert
verkäuflicher Dinge zu messen. Geld zur Verrechnung ganz verschieden von
Geld-Münze,
die Preis
bedeutet, und könnte existieren, obgleich keine Substanz in der Welt wäre, die
proportionales Äquivalent für alle Waren.“ (t. II, p. 102.)
17

„Geld zur Verrechnung tut
denselben Dienst für den Wert der Dinge

18
wie Minuten, Sekunden etc. für Winkel tun
oder Maßstäbe für geographische Landkarten usw. In allen diesen Erfindungen
immer irgendeine Benennung als Einheit genommen.“ (l. c.)

„Die Nützlichkeit all dieser
Einrichtungen bleibt einzig und allein beschränkt auf das Markieren des
Größenverhältnisses.
Gerade
so kann die Einheit in Geld kein gleichbleibendes, endgültiges Größenverhältnis
zu irgendeinem Teil des Wertes besitzen, d. h., es kann nicht auf irgendein
spezielles Quantum Gold, Silber oder irgendeiner anderen Ware überhaupt
festgelegt werden. Ist die Einheit einmal festgelegt, können wir |
aufsteigen zu den höchsten Werten, indem wir sie multiplizieren,“ usw. (p.
103.) „Geld ist also ein Maßstab zum Messen von Wert.“ (p. 102.)

„Der Wert der Ware ist folglich
abhängig von einer allgemeinen Verknüpfung von Umständen, die auf sich selbst
und die Neigungen der Menschen bezogen sind. Deren Wert sollte nur in Bezug auf
einander als sich verändernder betrachtet werden; folglich muss alles, was das
Feststellen jener
Veränderungen
des Größenverhältnisses vermittels eines allgemeinen, festgelegten und
unveränderlichen Maßstabes
stört oder verwirrt, schädlich sein
für den Handel und eine Fessel für Veräußerungen.“ (p. 104

19
.)

„Es ist durchaus zu unterscheiden
zwischen
Preis
(d.h.
Münze, Geldstück), betrachtet als Maß, und
Preis
als Äquivalent für Wert betrachtet.
Die Metalle verrichten nicht gleich gut jede der beiden Funktionen …
Geld ist ein idealer Maßstab für gleiche
Teile.
Wenn die Frage gestellt wurde, was sollte die Norm des
Wertes für einen Teil sein? Ich antworte mit einer anderen Frage: Welches ist
die Norm für die Länge eines Grades, einer Minute, einer Sekunde? Sie haben
keine – aber sobald ein Teil festgelegt ist, müssen, infolge der Natur eines
Maßstabes, die restlichen im Größenverhältnis folgen.“ (p. 105.)

„Beispiele dieses idealen
Geldes sind das Bankgeld von Amsterdam und das Angola-Geld an der afrikanischen
Küste. – Das Bankgeld steht unveränderlich wie ein Felsen im Meer. Gemäß dieser
idealen Norm sind die Preise aller Dinge geregelt.“ (p. 106, 107.

20
)

In der Sammlung der
italienischen Ökonomisten von Custodi,
Parte Antica, Tomo III: Montanari (Geminiano), Deila moneta

21
,
geschrieben
about
22
1683,
sagt von der „Erfindung“ des Geldes:

„die Kommunikation der Völker
untereinander ist auf dem gesamten Erdball derart verbreitet, dass man fast
meinen kann, die ganze Welt sei eine einzige Stadt geworden, in der fortwährend
Waren dargeboten werden und wo jeder Mensch von seiner Wohnstatt aus sich
mittels des Geldes all das beschaffen und fürderhin verbrauchen kann, was der
Boden, die Tiere und die menschliche Industrie anderswo produzieren. Welch
wunderbare Erfindung!“ (p. 40.) „Aber warum ist es ausgerechnet auch das Maß
für derartige Beziehungen zu den gemessenen Dingen, dass in gewissem Sinne das
Gemessene zum Maß des Messenden wird: Denn wie die Bewegung das Maß der Zeit
ist, so ist die Zeit das Maß der Bewegung selbst; es geschieht also, dass nicht
nur das Geld das Maß unserer Wünsche ist, sondern dass umgekehrt auch die
Wünsche das Maß des Geldes selbst und des Wertes sind.“ (p.41, 42.)

„Es ist ganz offensichtlich: Je
mehr Geld innerhalb einer Provinz im Verhältnis zu den vorhandenen
verkäuflichen Dingen im Umlauf ist, desto teurer werden sie sein, sofern man
von einem Ding als teuer sprechen kann in einem Land, wo Gold, da es in
reichlichem Maße existiert, viel zählt, oder ob man nicht in diesem Fall eher
das Gold selbst als billig bezeichnen sollte, das so viel Wert hat wie ein
anderes Ding, welches anderswo als billiger gilt.“ (p. 48.)

„100 Jahre früher war es
Hauptmerkmal in der Handelspolitik der Nationen, das
Ansammeln
von Gold und
Silber als eine Art Reichtum im wahrsten Sinne des Wortes.“ (p. 67.)
(Gouge Wm. „A Short History of
Paper Money and Banking in the United States“. Philadelphia. 1833.)

(Barter in United States
(sieh Gouge
Heft
VIII, p.81 sqq.

23
):

„In Pennsylvanien wie in den
anderen Kolonien bedeutender Handel durch Tausch durchgeführt … noch 1732

24
in Maryland
ein Akt durchgebracht, der Tabak zu einem

Penny pro Pfund
und Mais zu 20 d pro Scheffel zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärte.“ (p.
5.) (Part II.)

Bald aber

„ihr Handel mit Westindien und einem
heimlichen Außenhandel mit den Spaniern war Silber so im Überfluss vorhanden,
dass 1652 in Neu-England eine Münze eingerichtet wurde für die Prägung von
Schillingen, 6-Pennystücken und 3-Pennystücken“. (p. 5.) (l. c.) „Virginia 1645
verbot Geschäfte durch Tausch und etablierte das spanische Geldstück von 8 zu 6
Schillingen als Standardwährung der Kolonie (den spanischen Dollar) … Die
anderen Kolonien hefteten verschiedene Benennungen dem Dollar an. Das Geld auf
Konten war überall nominell dasselbe wie in England. Das Münzgeld des Landes
war besonders spanisch und portugiesisch“ etc. cf. S. 81, Heft VIII.)

(p.6. Durch Akt der Queen Anne
Versuch gemacht, dieser Konfusion ein Ende zu machen.)

Tuckett: „A History of the
Past and Present State of the Labouring Population“
etc. 2 vol.
London 1846.
25

„
Wollenmanufaktur
: Zur Zeit der Elisabeth
der
Tuchhändler
hatte
den Platz des
Fabrikbesitzers
oder des Eigentümers einer Manufaktur inne;
er war der
Kapitalist, der die Wolle kaufte und sie dem Weber lieferte, in Portionen von
etwa 12 Pfund zur Verarbeitung von Tuch. Im Anfang die Manufaktur [war]
beschränkt auf große Städte
und
geschlossene und Marktflecken,
während
die Einwohner der Dörfer wenig mehr herstellten als für den Gebrauch ihrer
Familien. Später in nicht-geschlossenen Städten, begünstigt durch örtliche
Vorteile, und auch Orten auf dem Lande durch Farmer, Viehzüchter und Landwirte,
die begannen, Tuch zum Verkauf herzustellen ebenso wie für häuslichen
Gebrauch.“ (Die gröberen Sorten.) „1551 passierte ein Statut, das die Zahl der
Webstühle und Lehrlinge beschränkte, die gehalten werden dürften von
Tuchhändlern und Webern, die außerhalb der großen Städte residierten; und dass
kein Weber auf dem Lande eine Vorrichtung zum Spinnen besitzen noch irgendein
Spinner einen Webstuhl haben durfte. Nach Gesetz von demselben Jahr alle Weber
von feinem schwarzen Tuch mussten Lehre von 7 Jahren durchmachen.
26
Trotzdem
schlug
die Dorfmanufaktur
als
Gegenstand kaufmännischen Profits
feste
Wurzeln.
5 und 6 Eduard
VI,
c. 22, eine Parlamentsakte, verbietet den Gebrauch
von
Maschinerie.
Flamen
und Holländer behielten daher Überlegenheit in dieser Manufaktur bis Ende des
17. Jahrhunderts. 1668 Holländischer Webstuhl eingeführt von Holland.“ (p. 136
bis 141

27
.)

„
Durch Einführung der Maschinerie konnte 1800 eine Person
soviel arbeiten wie 46 im Jahre 1785.
Im Jahr 1800 war das in
Fabriken, Maschinerie usw. investierte Kapital, bestimmt für den Wollhandel,
nicht weniger als
6
Millionen Pfund Sterling und die Gesamtzahl
der Personen aller
Altersgruppen in England in diesem Zweig beschäftigt, 1500000.“ (p. 142/143.)

Die Produktivkraft der Arbeit also
gewachsen um 4600%. Aber erstens allein zum Capital fixe diese Zahl ungefähr
nur 1/6
;
im
Verhältnis zu dem Gesamtkapital (Rohmaterial etc.) vielleicht nur 1/20.

„Kaum eine Manufaktur solchen
Vorteil von den Fortschritten der Naturwissenschaften als die Kunst, Tuch zu
färben, durch die Anwendung der
Gesetze
der Chemie.“
(l.c. p. 143/144

28
.)

Seidenmanufaktur.
Bis Anfang des 18. Jahrhunderts

„die Kunst
des Zwirnens der Seide
am
erfolgreichsten in Italien, wo Maschinerie einer besonderen Art zu diesem Zweck
eingeführt wurde. 1755 reiste John Lombe, einer der 3 Brüder, die ein Geschäft
hatten als Zwirner und Seidenhändler, nach Italien, und wusste sich in einer
der Fabriken ein Modell zu verschaffen. Eine Seidenfabrik, mit der
vervollkommneten Maschinerie, 1719 errichtet in Derby durch Lombe und
seine Brüder. Diese Fabrik enthielt 26.586 Räder, alle angetrieben von einem
Wasserrad. Das Parlament gab ihm 14000 l
.
dafür,
dass er das Geheimnis dem Geschäftszweig zugänglich machte. Diese Fabrik kam
näher an die Idee einer modernen Fabrik heran als irgendeine andere Einrichtung
dieser Art. Die Maschine hatte 97.746 Räder, bewegliche und Einzelteile, |]28|
die Tag und Nacht arbeiteten, die alle ihren Antrieb von einem großen Wasserrad
erhielten und von einem Ordner beherrscht wurden: Und sie beschäftigte 300
Personen, die sie bedienten und mit Arbeit versorgten“. (133 bis 134.)

(Kein spirit of invention

29
zeigte sich im
englischen silk trade

30
;
erst durch die Weber von Antwerp eingeführt, geflüchtet nach der sacking of the
town

31
durch
Herzog von Parma; dann verschiedene branches

32
durch die French refugees

33
1685-1692.)

1740 würden 1700 tons Eisen
produziert durch 59 Hochöfen; 1827: 690.000 durch 284. Die Hochöfen also
gewachsen = 1 : 4 48/49; noch nicht verfünffacht

34
; die tons

35
= 1 : 40515/17

36
. (Vgl. über das Verhältnis in einer Reihe von
Jahren l.c. Heft S. 12.)
37

Bei der Glasmanufaktur zeigt
sich mit am besten, wie abhängig der Fortschritt der Wissenschaft von der
Manufaktur.
38
Andrerseits
z.B. die Erfindung von Quadranten war aus den Bedürfnissen der Navigation
entstanden, Parliament

39
setzte
Preis auf Erfindungen.

8 Cottonmaschinen

40
, die 1825 £ 5000
kosteten, were 1833 sold for £300

41
. (Sieh über Cottonspinnerei

42
l.c. [,
p.204,] p. 13, Heft.)

„Eine erstklassige Fabrik für das
Verspinnen von Baumwolle kann nicht gebaut, mit Maschinerie beschickt und
ausgerüstet werden mit Gaswerk und Dampfmaschine für weniger als 100.000 Pfund.
Eine Dampfmaschine von 100 Pferdestärken ist in der Lage, 50.000 Spindeln zu
drehen, die 62.500 Meilen feinen Baumwollfaden pro Tag produzieren. In einer
solchen Fabrik spinnen 1000 Personen ebenso viel wie 250.000 Personen ohne
Maschinerie konnten. McCulloch schätzt deren Zahl in Großbritannien
auf 130.000.“ (p. 218

43
l.c.)

„Wo es keine ordentlichen
Straßen gibt, dort kann kaum von Vorhandensein einer Gemeinschaft gesprochen
werden; die Leute können nichts Gemeinsames haben.“ (p.270.
Tuckett.
l.c.) „Von dem
Produkt der Erde, das dem Menschen nutzt, 99/100 sind das Produkt der
Menschen.“ (l. c. p. 348.) „Als die Sklaverei oder lebenslange Lehrzeit
abgeschafft war, wurde der Arbeiter sein eigener Herr und seinen eigenen
Findigkeiten überlassen. Aber, wenn ohne hinlängliche Arbeit etc., Menschen
werden nicht verhungern, solange sie betteln oder stehlen können; folglich war
die erste Stellung, die von den Armen eingenommen wurde, die von Dieben und
Bettlern.“ (p.637 note, t. II, l.c.)

„Ein bemerkenswerter Unterschied
des gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustandes seit Elisabeth ist,
dass ihr Armenakt besonders ein Akt war, der Gewerbefleiß erzwingen sollte, in
der Absicht, der massenhaften Landstreicherei entgegenzutreten, die aus
der Unterdrückung der Klöster und dem Übergang von Sklaverei zu freier Arbeit
entstanden war. Als Beispiel davon der 5. Akt der Elisabeth, in dem Hausherren,
die einen halben Pflug für die Bestellung ihres Bodens nutzen, angewiesen
werden, jede Person, die sie unbeschäftigt antreffen sollten, aufzufordern, ihr
Lehrling in Landwirtschaft oder irgendeiner Kunstfertigkeit oder
Geheimwissenschaft zu werden; und wenn widerwillig, ihn vor einen Richter zu
bringen, der nahezu gezwungen war, ihn zur Untersuchung zu übergeben, bis er
seiner Verpflichtung zustimmte. Unter der Elisabeth nötig unter 100 zur
Produktion von Nahrungsmitteln 85. Gegenwärtig nicht ein Mangel an Fleiß, aber
von profitabler Beschäftigung …
Danach
lag die große Schwierigkeit darin,
den Hang zu Müßiggang und
Landstreicherei zu überwinden, nicht ihnen lohnende Beschäftigung zu
verschaffen. Während dieser Herrschaft gab es mehrere Akte der Legislative, um
die Müßigen zur Arbeit zu zwingen.“ (p.643, 644. t.II, l.c.)
44

„
Fixes Kapital,
wenn es einmal gebildet
ist, hört auf, die Nachfrage nach Arbeit zu beeinflussen, aber während seiner
Bildung gibt es ebenso viel Händen Beschäftigung, als ein gleicher Betrag von
zirkulierendem Kapital oder von Revenue beschäftigen würde.“ (p. 56.
John Barton.
„Observation
on the circumstances which influence the condition of the labouring classes of
Society.“
London 1817.)

„Das Gemeinwesen besteht
aus
2 Klassen von
Personen,
der einen, die konsumiert und reproduziert, der
anderen, die konsumiert ohne Reproduktion. Bestünde die ganze Gesellschaft aus
Produzenten, so von wenig Konsequenz, zu welchem Preise sie ihre Waren
untereinander austauschen würden; aber jene, die nur Konsumenten sind, bilden
eine zu zahlreiche Klasse, um übersehen zu werden. Ihre Macht, Forderungen zu
stellen,

entspringt Renten, Hypotheken, Lebensrenten,
Berufen oder Diensten verschiedener Art, die sie dem Gemeinwesen geleistet
haben. Je höher der Preis ist, für den man die Klasse oder Konsumenten zum Kauf
veranlassen kann, um so größer wird der Profit der Produzenten aus der
Warenmenge sein, die sie ihnen verkaufen. Unter diesen rein konsumierenden
Klassen nimmt die Regierung den prominentesten Rang ein.“ (
W.

Blake,
„Observations on
the Effects produced by the Expenditure of Government during the Restriction of
Cash Payments.“ London 1823, p.42, 43.)

Blake,
um zu zeigen, dass das dem Staat
geliehene Kapital nicht notwendig solches ist, was früher produktiv, was
employed

45
, sagt –
und uns geht hier nur an das Zugeben, dass ein Teil des Kapitals immer dormant

46
– :

„Der Irrtum liegt in der
Unterstellung, 1. dass das gesamte Kapital des Landes voll beschäftigt [ist],
2.
dass es eine
unmittelbare Beschäftigung für aufeinanderfolgende Kapitalakkumulation gibt, so
wie sie aus Ersparnissen entstehen.
Ich glaube, dass es zu
allen Zeiten einige Kapitalanteile gibt, die Unternehmen gewidmet werden,
welche sehr langsame Einkommen und geringe Profite abwerfen, und einige
Anteile, die völlig tot in der Form von Gütern lagern, für die nicht genügend Nachfrage
vorhanden ist… Wenn nun diese toten Anteile und Ersparnisse transferiert werden
könnten in die Hände der Regierung im Austausch gegen deren Jahresrenten,
würden sie Quellen neuer Nachfrage werden, ohne Übergriffe gegen bestehendes
Kapital.“ (p. 54, 55,l. c.)

„
Welche Menge Erzeugnisse dem Markt auch immer infolge der
Nachfrage des sparenden Kapitalisten entzogen wird, fließt wieder zurück, mit
Zugabe, in den Gütern, die er reproduziert.
Die Regierung
dagegen nimmt es weg für Konsumtion ohne Reproduktion. Wo Ersparnisse gemacht
vom Einkommen, klar, dass die Person berechtigt, sich des ersparten Teils zu
erfreuen, zufrieden ist, ohne ihn zu konsumieren. Es beweist, dass die Industrie
des Landes fähig ist, mehr Produkte hervorzubringen, als die Bedürfnisse des
Gemeinwesens verlangen. Wenn die ersparte Quantität als Kapital angewandt wird
in der Reproduktion eines Wertes, der ihr selbst äquivalent ist, zusammen mit
einem Profit, kann diese neue Schöpfung, wenn sie dem allgemeinen Fonds
hinzugefügt wird, allein von der Person abgezogen werden, die die Ersparnisse
gemacht hat, d. h. eben von der Person, die bereits ihre Abneigung bewiesen
hat, zu konsumieren… Wenn ein jeder konsumiert, was er aufgrund seiner Macht
konsumieren könnte, muss es notwendigerweise einen Markt geben. Jeder, der aus
seinem Einkommen Ersparnisse macht, nimmt diese Macht nicht in Anspruch, und
sein Anteil bleibt, ohne dass über ihn verfügt wird. Würde dieser ökonomische
Geist allgemein, wäre der Markt notwendigerweise überreichlich versehen, und es
muss vom Grad abhängen, worin dies Mehrprodukt akkumuliert, ob es neue
Beschäftigungen als Kapital finden kann.“ (56, 57.)

(Cf.
diese Schrift überhaupt bei dem
Abschnitt über
Akkumulation.)
(Cf.
Heft S. 68 und S. 70,

47
wo
gezeigt wird, dass die Rate of profits und wages

48

stieg infolge der
Preise,
durch
Kriegsnachfrage, without any respect „to the quality of land taken last into
cultivation“

49
.)

„Während des Revolutionskrieges

50
stieg die
Marktrate | des Zinses auf 7, 8, 9 und selbst 10%, obgleich während der
ganzen Zeit Böden niedrigster Qualität kultiviert wurden.“ (l. c. p. 64-66.)
„Das Steigen des Zinses zu 6,8,10 und selbst 12% beweist das Steigen des
Profits. Die Entwertung des Geldes, falls man annimmt, dass sie vorhanden ist,
könnte nichts ändern an dem Verhältnis von Kapital und Zins. Wenn 200 l. nur
mehr wert 100 l., 10 l. Zins nur mehr wert 5 l. Was die Wertgröße des Kapitals
beeinflusst hat, würde gleichermaßen den Wert des Profits beeinflussen. Sie
könnten das Verhältnis zwischen beiden nicht ändern.“ (p. 73.)

„Ricardos Räsonnement, dass der
Preis der Löhne die Preise der Waren nicht steigen machen kann, passt nicht auf
eine Gesellschaft,
wo
große Klassen keine Produzenten sind.“
(l. c.) „Mehr als ihren
gerechten Anteil erhalten die Produzenten auf Kosten jener Portion, die von
Rechts wegen der Klasse gehört, die nur aus Konsumenten besteht.“ (74.)

Dies natürlich wichtig, da
Kapital sich nicht nur austauscht gegen Kapital, sondern auch gegen Revenu und
jedes Kapital selbst als Revenu aufgegessen werden kann. Indes tut es nichts
für die Bestimmung des Profits im Allgemeinen. Dieser, unter den verschiedenen
Formen von profit, interest, rent, pensions

51
, Steuern etc. mag verteilt werden (ebenso wie
Teil des Salairs even

52
)
unter verschiedenen Namen und Klassen der Bevölkerung. Sie können nie mehr
unter sich verteilen als den Gesamtsurpluswert oder das Gesamtsurplusproduce

53
. Die ratio

54
, worin sie es
verteilen, natürlich ökonomisch wichtig; ändert nichts an der vorliegenden
Frage.

„Wenn die Zirkulation von Waren
von 400 Millionen eine im Umlauf befindliche Geldsumme von 40 Millionen
erheischte und diese Proportion von 1/10 das angemessene Niveau war, dann, wenn
der Wert der zu zirkulierenden Waren zu 450 Millionen wächst aus natürlichen
Gründen, die im Umlauf befindliche Geldsumme musste, um auf ihrem Niveau zu
bleiben, wachsen zu 45 Millionen oder die 40 Millionen dazu veranlasst werden,
mit solch erhöhter Geschwindigkeit zu zirkulieren durch Bankverkehr oder andere
Fortschritte, so dass sie die Funktionen von 45 Millionen verrichten … Eine
solche Zunahme oder solche Schnelligkeit die Folge und nicht die Ursache des
Steigens von Preisen.“ (
W.
Blake
l.c. p.80 sq. Cf. Heft S.70.)

„Großen Reichtum gewannen die
obere und Mittelklasse in Rom durch Eroberungen in Asien, aber da er nicht
durch Handel oder Manufakturwaren geschaffen wurde, ähnelt dieser Reichtum
jenem, den Spanien aus seinen amerikanischen Kolonien erlangte.“
(p. 66 t. I, Mackinnon, „History of
Civilisation“. London 1846, t.I.)

„Im
15.
Jahrhundert behauptet
Harrison“
(sieh
auch Eden), „dass die Farmer kaum in der Lage waren, ihre Pacht zu zahlen,
ohne eine Kuh, ein Pferd oder etwas von ihren Produkten zu verkaufen, obgleich
sie höchstens 4 l
.
für
eine Farm zahlten… Die Farmer konsumierten in diesen Zeiten den Hauptteil der
angebauten Produkte, wobei seine Knechte und Mägde mit ihm am gleichen Tisch
Platz nahmen … Die
hauptsächlichen
Materialien für Kleidung wurden nicht gekauft, sondern wurden durch die
fleißige Arbeit jeder Familie gewonnen.
Die
landwirtschaftlichen Geräte
waren
so einfach, dass viele hergestellt, zumindest aber instandgehalten wurden vom
Farmer selbst. Von jedem Freisassen wurde erwartet, dass er wusste, wie
Tragholz oder Sattelbug und Pfluggeschirr hergestellt wurde;
solche Arbeiten
beschäftigten
sie an Winterabenden.“ (p. 324,325 l. c.
Tuckett,
t. II.)

Zins und Profit:
„Wo ein Individuum seine eigenen
Ersparnisse produktiv anwendet, [erhält es] die Vergütung seiner Zeit und
Geschicklichkeit –
Tätigkeit
der Oberaufsicht
(ferner schließt der Profit das Risiko ein,
dem sein Kapital in seinem speziellen Geschäft ausgesetzt gewesen sein mag);
und die Vergütung für die produktive Anwendung seiner Ersparnisse,
Zins.
Das Ganze dieser
Vergütung
Bruttoprofit.
Wo
ein Individuum die Ersparnisse eines anderen anwendet, erhält es die Tätigkeit
allein. Wo ein Individuum seine
Ersparnisse
einem
anderen leiht, nur den Zins oder den Nettoprofit.“ („Westminster Review“,
January 1826, p. 107, 108.)

Also hier Interest =
Net Profit
=
Remuneration for the productive
employments of savings

55
; der eigentliche Profit die Remuneration

56
für die
agency for superintendence
during
his productive employment

57
.

Derselbe Philister sagt:

„Jedes Verbessern der
Produktionstechnik, das nicht die Proportion stört zwischen den Kapitalteilen,
gewidmet und nicht gewidmet dem Zahlen für Löhne, ist für die arbeitenden
Klassen begleitet mit einem Zuwachs an Beschäftigung; jede neue Verwendung von Maschinerie
und Arbeit von Pferden –
geht
einher mit einem Zuwachs an Produkten und folglich an Kapital;
in
welchem Maße es das Verhältnis verringern mag, welches zwischen jenem Teil des
nationalen Kapitals, der den Fond für die Lohnzahlungen bildet, und dem
besteht, der anderweits angewandt wird, seine Tendenz ist nicht die
Verringerung, sondern die Erhöhung des
absoluten
Betrages dieses Fonds
und daher Anwachsen der Quantität der
Beschäftigung.“ (l. c. p. 123.)

1
Marx
verweist auf sein Londoner Exzerptheft VIII von 1851.

2

In
der Handschrift:
Wakley

3
Gemeint
ist Wakefields Kommentar zu Smith’ „An inquiry..vol. 1, London 1835, auf der
Seite 64, Note, dieses Buches.

4

realen
Wert

5

was
ein Arbeiter an einem Tag leisten kann etc.

6
Notwendige
Ausgaben der Arbeiter

7

Veräußerungsprofit
schwankend nach der Nachfrage

8
Arbeiter

9
Wert

10
Löhne

11

inneren
Wert

12
nützlichen Wert

13
in der Handschrift: p.395 sqq.

14

Die ersten Vertreter der Quantitätstheorie des Geldes zählt
Marx hier nach Steuarts „An inquiry ...“, vol. 1, Dublin 1770, p. 398/399, auf.
Es handelt sich um folgende Schriften: John Lockes „Some considerations of the
consequences of the lowering the interest, and raising the value of money“,
London 1692; den anonymen mit „T.“ Unterzeichneten Artikel „On conquest and
population“, in „The Spectator“ (London) vom 19. Oktober 1711; Charles de
Montesquieus „De l’esprit des loix“, Genève 1748, und David Humes „Political
discourses“, Edinburgh 1752.

15
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft VIII von
1851.

16

James Steuart, „An inquiry ..vol. 1, Dublin 1770, p.
403-405.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft Vlll von 1851.

17
James Steuart, „An inquiry ..vol. 2, Dublin 1770, p.
102.

18
In der Handschrift: Wert, den Dinge

19
in der Handschrift: (l. c.)

20
In der Handschrift: p. 106,7 sqq.

21
Über das Geld

22
um

23
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft Vlll von
1851.

24
in der Handschrift: 1723

25
In der Handschrift: 1836

26
law of apprenticeship
(Lehrlingsgesetz) – das Statut
über die Lehrzeit von 1563 („Statute of the 5th of Elizabeth“, cap. 4)
verordnete, dass „niemand in Zukunft irgendeinen Handel, ein Gewerbe oder eine
Beschäftigung ausüben sollte, die zu diesem Zeitpunkt in England betrieben
werden, wenn er nicht dafür vorher eine Lehrzeit von mindestens 7 Jahren
durchlaufen hatte“. Es wurde 1814 vollständig abgeschafft durch das Statut 54
George III, cap. 96.

27
in der Handschrift: p. 140,1

28
In der Handschrift: p. 144

29
Erfindergeist

30
Seidenhandel

31
Plünderung der Stadt

32
Zweige

33
französischen Flüchtlinge

34
in der Handschrift: 1: 3 48/59, noch nicht
vervierfacht

35
Tonnen

36
in der Handschrift: 1 : 435 5/17

37
John Debell Tuckett, „A history of the past and
present state of the labouring Population ...“, vol. 1, London 1846, p. 157.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft IX von 1851, wo er auf der Seite 12 die Angaben Tucketts für die
Jahre 1740, 1750, 1788, 1796, 1806, 1820 und 1827 anführt.

38
Siehe John Debell Tuckett, „A history ...“, vol. 1,
London 1846, p. 175.

39
Parlament

40
Baumwollspinnmaschinen

41
wurden 1833 für 300 Pfund verkauft

42
Baumwollspinnerei

43
In der Handschrift: p. 280

44
Der erste Band der Schrift von Tuckett endet mit
Seite 322, der zweite beginnt mit Seite 323.

45
beschäftigt war

46
totes

47
Marx verweist auf sein Londoner Exzerptheft IX von
1851.

48
Rate der Profite und Löhne

49
ohne jede Rücksicht „auf die Qualität des Landes, die
zuletzt in die Bodenbearbeitung ein bezogen wurde

50
Gemeint ist der Revolutionskrieg von 1793, den
Frankreich gegen Großbritannien und seine Verbündeten führte.

51
Profit, Zins, Pacht, Pensionen

52
selbst

53
Gesamtmehrprodukt

54
das Verhältnis

55
Zins =
Nettoprofit
= Vergütung für die produktive Anwendung von Ersparnissen

56
Vergütung

57

Tätigkeit
der Oberaufsicht
während seiner produktiven Anwendung

### [Geld als Maß der Werte]

Aus der Bestimmung des Geldes
als
Maß,
wie
zweitens aus dem Fundamentalgesetz, dass die Masse des zirkulierenden Mediums,
eine bestimmte Geschwindigkeit der Zirkulation vorausgesetzt, bestimmt ist
durch die Preise der Waren und die Masse der Waren, die zu bestimmten Preisen
zirkulieren, oder den Gesamtpreis, die Aggregatgröße der Waren, die selbst
wieder durch 2 Umstände bestimmt ist: 1. die Höhe des Warenpreises; 2. die
Masse der in Zirkulation befindlichen Waren zu bestimmten Preisen; ferner 3.
aus dem Gesetz, dass das Geld als Zirkulationsmittel zur
Münze,
zum bloß
verschwindenden Moment wird, bloßen
Zeichen
der
Werte, die es austauscht, folgen nähere Bestimmungen, die wir erst entwickeln
werden, wo und soweit sie mit verwickeltem ökonomischen Verhältnissen,
Kreditzirkulation, Wechselkurs etc. zusammenfallen. Es ist nötig, alles Detail
zu vermeiden, und, wo es hineingebracht werden muss, es erst da
hereinzubringen, wo es den elementaren Charakter verliert.

D’abord

1
ist die Geldzirkulation als die
oberflächlichste (in dem Sinn: auf die Oberfläche herausgetriebene) und
abstrakteste Form des ganzen Produktionsprozesses, an sich selbst durchaus
inhaltslos, außer soweit ihre eigenen Formunterschiede, eben die im
Abschnitt II entwickelten einfachen Bestimmungen ihren Inhalt bilden. Es
ist klar, dass die einfache Geldzirkulation, an sich selbst betrachtet, nicht
in sich selbst zurückgebogen ist, aus

2
einer Unzahl gleichgültiger und zufällig
nebeneinander liegender Bewegungen besteht. Es kann z. B. die Münze als
Ausgangspunkt der Geldzirkulation betrachtet werden, aber es findet kein Gesetz
des Refluxes

3
zur
Münze statt außer der Depreziation

4
durch wear und tear

5
, die Umschmelzung und new issue of coins

6
nötig macht. Es
betrifft dies nur die stoffliche Seite und bildet durchaus kein Moment der
Zirkulation selbst. Innerhalb der Zirkulation selbst kann der Punkt der
Rückkehr vom Ausgangspunkt verschieden sein; soweit eine Rückbiegung
stattfindet, erscheint die Geldzirkulation als bloße Erscheinung einer hinter
ihr liegenden und sie bestimmenden Zirkulation, z. B. wenn wir die
Geldzirkulation zwischen Fabrikant, Arbeiter, Shopkeeper

7
und Bankier betrachten. Ferner die
Ursachen, die die Masse der in Zirkulation geworfenen Waren, das Steigen und
Fallen der Preise, die Geschwindigkeit der Zirkulation, das Quantum der
gleichzeitigen Zahlungen etc. betreffen, sind alles Umstände,

die
außerhalb der
einfachen
Geldzirkulation selbst liegen. Es sind Verhältnisse, die sich in ihr
ausdrücken; sie gibt sozusagen die Namen für sie her; aber aus ihrer eigenen
Differenzierung sind sie nicht zu erklären. Es dienen verschiedene Metalle als
Geld, die verschiedenes, wechselndes Wertverhältnis zueinander haben. So kommt
die Frage vom double Standard

8
etc. herein, die welthistorische Formen
annimmt. Sie nimmt sie aber nur an und der double Standard kommt selbst nur
herein durch den auswärtigen Handel, unterstellt also, um mit Nutzen betrachtet
zu werden, die Entwicklung viel höherer Verhältnisse als des einfachen
Geldverhältnisses.

Das Geld
als Maß
des Werts wird
nicht in Bullionquotis

9
ausgedrückt,
sondern in Rechenmünzen, beliebige Namen für aliquote

10
Teile eines bestimmten Quantums der
Geldsubstanz. Diese Namen können geändert werden, das Verhältnis der Münze zu
ihrer metallischen Substanz kann verändert werden, während der Name derselbe
bleibt. So Fälschungen, die große Rolle in der Geschichte der Staaten spielen

11
. Ferner die
Geldsorten verschiedener Länder. Diese Frage bloß Interesse beim Wechselkurs.

| Das Geld ist nur
Maß,
weil es
Arbeitszeit, materialisiert in einer bestimmten Substanz, also selbst
Wert
ist, und zwar,
weil diese bestimmte Materiatur als seine allgemeingegenständliche, als die
Materiatur der Arbeitszeit als solcher im Unterschied von ihren nur besonderen
Inkarnationen gilt; also weil es
Äquivalent
ist.
Da aber in seiner Funktion als
Maß
das
Geld nur vorgestellter Vergleichungspunkt ist, nur ideal zu existieren braucht
– nur die ideelle Übersetzung der Waren in ihr allgemeines Wertdasein
stattfindet–; da es ferner in dieser Qualität als Messer erst als Rechenmünze
figuriert, und ich sage, eine Ware ist soviel Shillings, francs etc. wert, wenn
ich sie in Geld übersetze; so hat dies Anlass gegeben zu der konfusen
Vorstellung, von Steuart entwickelt und zu verschiedenen Perioden, ja
erst ganz neuerdings als tiefe Entdeckung in England aufgefrischt, von
einem
idealen Maß.
Nämlich
so verstanden, dass die Namen Pfund, Shilling, Guinea, Dollar etc., die als
Recheneinheiten gelten, nicht bestimmte Benennungen von bestimmten Quantis
Gold, Silber etc., sondern bloß willkürliche Vergleichungspunkte, die selbst
keinen Wert, kein bestimmtes Quantum vergegenständlichter Arbeitszeit
ausdrücken. Daher das ganze Gekohl vom Fixieren des Preises von Gold und Silber
– der Preis hier zu verstehen von dem Namen, womit aliquote Teile benannt
werden. Eine Unze Gold jetzt geteilt in
3
l. 17
sh 10 d. Dies heißt Fixierung des Preises; es ist, wie Locke richtig
bemerkt, nur eine Fixierung

des Namens aliquoter Teile von
Gold, Silber etc. In sich selbst ausgedrückt, ist Gold, Silber natürlich sich
selbst gleich. Eine Unze ist eine Unze, ob ich sie 3 l. oder 20 £
nenne.

Kurz, dieses
ideale Maß
in dem Sinn
von Steuart meint dies: Wenn ich sage, Ware A) ist 12 £ wert, Ware B) 6, Ware
C) 3, so verhalten sie sich = 12 : 6 : 3. Die Preise drücken nur Verhältnisse
aus, worin sie gegeneinander ausgetauscht werden. Es tauschen sich aus 2 B für
1 A und 1½ B für 3C

12
.
Statt nun das Verhältnis von A, B, C in realem Geld, das selbst Wert hat, Wert
ist, könnte ich statt dem £, das eine bestimmte Masse Gold ausdrückt, nicht
ebenso gut irgendeinen beliebigen inhaltslosen Namen (dies heißt hier
ideal),
z. B. Makrele
nehmen. A = 12 Makrelen; B = 6 M, C = 3 M. Dieses Wort M ist hier nur ein Name,
ohne alle Beziehung auf einen ihm selbst angehörigen Inhalt. Steuarts Beispiel
mit dem Grad, Linie

13
,
Sekunde beweist nichts; denn obgleich der Grad, Linie

14
, Sekunde wechselnde Größe haben, so sind sie
nicht bloße Namen, sondern drücken stets den aliquoten Teil von einer
bestimmten Raumgröße oder Zeitgröße aus. Sie haben also in der Tat eine
Substanz. Dass das Geld in der Bestimmung als Maß bloß als
vorgestelltes
funktioniert,
wird hier darein verwandelt, dass es eine beliebige Vorstellung, ein
bloßer
Name
sei,
nämlich Name für das numerische Wertverhältnis. Name für bloßes
Zahlenverhältnis. Es wäre dann aber das richtige, gar keinen Namen, sondern
bloß Zahlenverhältnis auszudrücken, denn der ganze Witz läuft darauf hinaus:
Ich bekomme 6 A für 12 B, 3 B für 6 C

15
; dies Verhältnis kann auch so ausgedrückt
werden: A = 12x, B = 6x, C = 3x; wo das x selbst nur ein Name für das
Verhältnis von A : B und B : C ist. Das bloße, unbenannte Zahlenverhältnis
would not do

16
.
Denn A : B = 12 : 6 = 2 : 1, und B : C = 6 : 3 = 2 : 1. Also C = ½. Also B = ½
,
also B = C. Also A =
2 und B = 2; also A = B.

Nehme ich irgendeinen
Preiscourant

17
, z.
B. Pottasche, Ctr. 35 sh; Cocoa

18
, lb. 60 sh, Iron (bars) (per ton)

19
145 sh etc.

20
So, um das
Verhältnis dieser Waren gegeneinander zu haben, kann ich nicht nur das Silber
im Shilling vergessen; die bloßen Zahlen 35, 60, 145 etc. reichen hin, um die
wechselseitigen Wertverhältnisse von Pottasche, Cocoa, Eisenbarren zu
bestimmen. Unbenannte Zahlen reichen jetzt hin; und nicht nur, dass ich ihrer
Einheit, dem 1, jeden Namen geben kann, ohne Beziehung auf irgendeinen Wert;
ich brauche ihr gar keinen Namen zu geben. Steuart besteht darauf, dass ich ihr
irgendeinen Namen geben muss, dass dieser aber, als bloß willkürlicher Name der
Einheit,

als bloß
marking
of proportion

21
selbst
cannot be fixed to any particular quantity of gold, silver or any other
commodity

22
.

Bei jedem Maß, sobald es als
Vergleichungspunkt dient, d.h., sobald die Verschiedenen, die verglichen werden
sollen, in das Verhältnis von Anzahl zum Maß als Einheit gesetzt sind und sie
nun aufeinander bezogen werden, wird die Natur des Maßes gleichgültig und
verschwindet in dem Akt der Vergleichung selbst; die Maßeinheit ist bloße
Zahleneinheit geworden; die Qualität dieser Einheit ist verschwunden, z. B.
dass es selbst bestimmte Längen- oder Zeitgröße oder Winkelgrad etc. ist. Aber
es ist nur, wenn die Verschiedenen schon als Gemessene vorausgesetzt werden,
dass die Einheit [des] Maßes
marks
only proportion between them

23
, also z. B. in unserem Falle die Proportion
ihrer Werte. Die Recheneinheit hat nicht nur verschiedene Namen in
verschiedenen Ländern; sondern ist das Nomen für verschiedene aliquote Teile
einer Unze Gold z. B. Der Wechselkurs reduziert sie aber alle auf dieselbe
Gewichtseinheit von Gold oder Silber. Unterstelle ich also die verschiedenen
Warengrößen, z. B. wie oben = 35 sh, 60 sh, 145 sh, so ist zu ihrer
Vergleichung, da jetzt das 1 in allen als gleich vorausgesetzt, sie
kommensurabel

24
gemacht
worden sind, die Betrachtung nun ganz überflüssig, dass sh eine bestimmte
Quantität Silber, der Namen für ein bestimmtes Quantum Silber ist. Aber sie
werden erst als bloße Zahlengrößen, Anzahl beliebiger gleichnamiger Einheit,
vergleichbar miteinander und drücken erst Proportionen gegeneinander aus,
sobald jede einzelne Ware gemessen ist mit der, die als Einheit, als Maß dient.
Ich kann sie aber nur aneinander messen, nur kommensurabel machen, soweit sie
eine Einheit haben – diese ist die in beiden enthaltene Arbeitszeit. Die
Maßeinheit muss also ein gewisses Quantum einer Ware [sein], worin ein Quantum
Arbeit vergegenständlicht ist. Da dieselbe Quantität Arbeit nicht in demselben
Quantum Gold z.B. immer ausgedrückt, so der Wert dieser Maßeinheit selbst
veränderlich. Soweit das Geld aber nur als Maß betrachtet wird, steht diese
Veränderlichkeit nicht im Weg. Beim Tauschhandel selbst, sobald er einigermaßen
als Tauschhandel entwickelt ist, also sich wiederholende, normale Operation
ist, nicht nur vereinzelter Tauschakt, erscheint irgendeine andere Ware als
Maßeinheit, z. B. Vieh beim Homer. Bei dem wilden Papua der Küste,

der, um „einen ausländischen
Gegenstand zu haben, austauschte 1 oder 2 seiner Kinder, und wenn sie nicht zur
Hand sind, die seines Nachbars pumpt, versprechend seine eigenen dagegen
auszutauschen, wenn sie zur Hand sind, eine Bitte, die selten abgeschlagen
wird“,

existiert kein Maß für den Austausch.
Die einzige Seite des Austauschs, die für ihn existiert, ist die, dass er nur
durch Entäußerung der von ihm besessenen Sache die fremde sich aneignen kann.
Diese Entäußerung selbst ist für ihn durch nichts geregelt als seine fancy on
the one side

25
, und
den Umfang seines movable

26
Besitzes
auf der anderen. Im „Economist“ vom 13. März 1858 lesen wir in einem an den
Redakteur adressierten Brief:

„Da in Frankreich der Austausch
von Gold für Silber bei den Münzen (welcher bisher die Hauptmethode war, die
neuen Goldfunde zu absorbieren) seiner Vollendung nahe sein muss, besonders da
ein stagnierender Handel und herabgesetzte Preise weniger Münzen erfordern,
dürften wir erwarten können, dass binnen kurzem unser fester Preis von 3 Pfund
17 Schillingen 10½ Penny je Unze das Gold hierher ziehen wird.“

27

Was heißt nun dieser our „fixed
price of an ounce“ of gold? Nothing eise but that a certain aliquote part of an
ounce is called penny, a certain multiple of this penny-weight of gold a
shilling, and a certain multiple of this shilling-weight of gold a pound?

28
Bildet sich
der Herr ein, dass | in anderen Ländern Goldgulden, Louisdor etc. nicht
ebenfalls ein bestimmtes Quantum Gold bezeichnen, d. h., dass ein bestimmtes
Quantum [Gold] einen fixen Namen hat? und dass dies ein Privilegium Englands
ist? oder eine Spezialität? Dass in England eine Geldmünze, in Gold
ausgedrückt, mehr als eine Goldmünze ist und in anderen Ländern weniger? Es
wäre kurios zu wissen, was dieser Edle sich unter dem Wechselkurs vorstellt.

Was den Steuart verleitet, ist
dies: Die Preise der Waren drücken nichts aus als die Verhältnisse, worin sie
gegeneinander austauschbar sind,
Proportionen,
worin
sie sich gegeneinander austauschen. Diese Proportionen gegeben, kann ich der
Einheit jeden Namen geben, weil die unbenannte abstrakte Zahl hinreichen würde,
und statt zu sagen, diese Ware = 6 Stüber, diese = 3 etc., könnte ich sagen,
diese = 6 Einer, diese = 3; ich brauchte der Einheit gar keinen Namen zu geben.
Da es sich nur noch um das numerische Verhältnis handelt, kann [ich] ihr also
jeden geben. Aber hier ist schon vorausgesetzt, dass diese Proportionen
gegeben
sind, dass die
Waren vorher kommensurable Größen geworden sind. Sobald Größen einmal als
kommensurabel gesetzt sind, werden ihre Verhältnisse einfache
Zahlenverhältnisse. Das Geld erscheint eben als Maß und ein bestimmtes Quantum
der Ware, worin es sich darstellt, als Maßeinheit, um die
Proportionen
zu finden
und die Waren als kommensurable

auszusprechen and to handle

29
. Diese wirkliche
Einheit ist die Arbeitszeit, die relativ in ihnen vergegenständlicht ist. Es
ist aber die Arbeitszeit selbst, als allgemein gesetzt. Der Prozess, wodurch
die Werte innerhalb des Geldsystems durch die Arbeitszeit bestimmt werden,
gehört nicht in die Betrachtung des Geldes selbst und fällt außerhalb der
Zirkulation; steht hinter ihr als wirkender Grund und Voraussetzung. Die Frage
könnte nur die sein: Statt zu sagen, diese Ware ist = einer Unze Gold, warum
sagt man nicht direkt, sie ist = x Arbeitszeit, vergegenständlicht in der Unze
Gold? Warum ist die Arbeitszeit, die Substanz und das Maß des Werts, nicht
zugleich das Maß der Preise oder, in anderen Worten, warum sind Preis und Wert
überhaupt verschieden? Proudhons Schule glaubt, Großes zu tun, indem
sie verlangt, dass diese Identität gesetzt werde und der Preis der Waren in
Arbeitszeit ausgedrückt werde. Das Zusammenfallen von Preis und Wert
unterstellt Gleichheit von Nachfrage und Zufuhr, bloßen Austausch von
Äquivalenten (also nicht von Kapital gegen Arbeit) etc.; kurz, ökonomisch
formuliert, zeigt sich sofort, dass diese Forderung die Negation der ganzen
Grundlage der auf dem Tauschwert basierten Produktionsverhältnisse ist.
Unterstellen wir aber, diese Basis aufgehoben, so fällt andererseits wieder das
Problem fort, das nur auf ihr und mit ihr existiert. Dass die Ware in ihrem
unmittelbaren Dasein als Gebrauchswert nicht Wert ist, nicht die adäquate Form
des Werts ist, = dass sie als ein sachlich anderes oder als gleichgesetzt einer
anderen Sache dies ist; oder dass der Wert in einer spezifischen Sache im
Unterschied von den anderen seine adäquate Form besitzt. Die Waren sind
vergegenständlichte Arbeit als Werte; der adäquate Wert muss daher selbst in
der Form einer bestimmten Sache, als bestimmte Form der vergegenständlichten
Arbeit erscheinen.

Die Faselei mit dem idealen Maßstab
ist bei Steuart durch 2 Beispiele historisch erläutert, von denen das erste,
das Bankgeld von Amsterdam, grade das Gegenteil zeigt, indem es nichts ist als
die Reduktion der zirkulierenden Münzen auf ihren Bulliongehalt (Metallgehalt);
das zweite ihm von allen Neueren, die derselben Richtung folgen, nachgesprochen
worden ist. Z. B. Urquhart führt das Beispiel der Berberei an,

30
wo eine ideale
bar

31
, Eisenbarre,
eine bloß vorgestellte Eisenbarre, als Maßstab gilt, die weder steigt noch
fällt. Fällt z. B. die wirkliche Eisenbarre, sage um 100%

32
, so ist die bar 2
Eisenbarren wert, steigt sie wieder um 100%, nur eine. Herr Urquhart will
zugleich bemerkt haben, dass es in der Berberei weder kommerzielle noch
industrielle Krisen gibt, noch weniger aber Geldkrisen und schreibt dies den
magischen Wirkungen dieses ideal standard of value

33
zu. Dieser „ideale“

vorgestellte
Maßstab ist nichts als ein vorgestellter wirklicher Wert, eine Vorstellung, die
aber, weil das Geldsystem seine weiteren Bestimmungen nicht entwickelt hat –
eine Entwicklung, die von ganz anderen Verhältnissen abhängt –, zu keiner
gegenständlichen Wirklichkeit kommt. Es ist dasselbe, als wollte man in der
Mythologie die Religionen, deren Göttergestalten nicht zur Anschauung
herausgearbeitet werden, sondern in der Vorstellung stecken bleiben, also
höchstens sprachliches Dasein erhalten, aber kein künstlerisches, für die
höheren halten.

Die bar beruht auf einer
wirklichen Eisenbarre, die später in ein Phantasiewesen verwandelt und als
solches fixiert wurde. Eine Unze Gold, in englischer Rechenmünze ausgedrückt, =
3 l. 17 sh 10½ d. Well. Well

34
. Sage, ein Pfund Seide habe exakt diesen Preis
gehabt; dieser aber sei gefallen später, wie die Milan

35
Rohseide stand am 12. März 58 in London,
das lb. Zu 1 l. 8 sh.
36
Es
ist die Vorstellung eines Quantums Eisen, einer Eisenbarre, die denselben Wert
behält 1. in Bezug auf alle anderen Waren, 2. in Bezug auf die in ihr
enthaltene Arbeitszeit. Diese Eisenbarre ist natürüch rein imaginär, allein sie
ist nicht so fix, und „standing like a rock in the sea“
37
, wie Steuart und beinahe 100 Jahre später
Urquhart meint. Alles, was an der Eisenbarre fix ist, ist der Name; im einen
Fall enthält die wirkliche Eisenbarre 2 ideale, im anderen nur 1. Es wird dies
so ausgedrückt, dass dieselbe, unveränderliche ideale einmal = 2, einmal = 1
wirklichen [bar] ist. So, dies gesetzt, hat sich nur das Verhältnis der
wirklichen Eisenbarre verändert, nicht die ideale. But in fact

38
ist die ideale
Eisenbarre in dem einen Fall doppelt so lang als im anderen, und nur ihr Name
ist unverändert. Das eine Mal heißen 100 lb. Eisen z. B. a bar, das andere Mal
200 [lb.] a bar. Gesetzt, es würde Geld ausgegeben, das Arbeitszeit repräsentiere,
Stundenzettel f. i.; dieser Stundenzettel könnte selbst wieder einen beliebigen
Taufnamen erhalten, z. B. ein Pfund, ein zwanzigstel

39
Stunde 1 sh, 1/240

40
Stunde 1 d.
Gold und Silber, wie alle anderen Waren, je nach der Produktionszeit, die sie
kosten, würden verschiedene multiples

41
oder aliquote Teile von Pfunden,
Schillingen

42
,
Pence ausdrücken, und eine Unze Gold könnte sowohl = 8 l. 6 sh 3 d, wie = 3 l.
17 sh 10½ d sein. In diesen Zahlen wäre immer ausgedrückt die Proportion, worin
ein bestimmtes Quantum Arbeit in der Unze enthalten. Statt zu sagen, dass 3 l.
17 sh 10½ d = einer Unze Gold nur mehr ½ lb. Seide kosten, kann sich
vorgestellt werden, dass die Unze nun = 7 l. 15 sh 9 d

43
oder dass 3 l. 17 sh 10½ d nur mehr
gleich einer halben Unze, weil sie nur mehr

halb der Wert.
Wenn wir die Preise z. B. des 15. Jahrhunderts in England mit denen des 18.
vergleichen, so können wir finden, dass zwei Waren z.B. ganz denselben
nominellen Geldwert hatten, z. B. 1 l. St. In diesem Fall ist das l. St.
Maßstab, aber drückt in dem ersten Fall 4 oder 5 mal soviel Wert aus wie im
zweiten, und wir könnten sagen, dass, wenn der Wert dieser Ware im 15.
Jahrhundert = ¼ Unze, er im 18. = 1 Unze Gold war; weil im 18. 1 Unze Gold
dieselbe Arbeitszeit ausdrückt wie ¼ Unze im 15. Jahrhundert. Es könnte also
gesagt werden, das Maß, das Pfund, sei dasselbe geblieben, aber im einen Fall =
4x soviel Gold wie im anderen. Dies ist der
ideale Maßstab.
Diese Vergleichung, die
wir hier anstellen, könnten die Leute des 15. Jahrhunderts selbst anstellen,
wenn sie bis ins 18. hinein gelebt hätten, und sagen, dass 1 Unze Gold, die
jetzt 1 £ St. wert, früher nur ¼ wert gewesen sei. 4 Pfund Gold jetzt nicht
mehr wert wie 1 im 15. Jahrhundert z. B. Hatte dies Pfund früher den Namen
livre, so kann ich mir einbilden, ein livre sei damals = 4 Pfund Gold gewesen
und sei jetzt nur noch = 1; der Wert des Goldes habe sich verändert, aber das
Wertmaß, das livre, sei unveränderlich geblieben. In fact, ein livre bedeutete
in Frankreich und England ursprünglich 1 Pfund Silber und jetzt nur noch 1/x.
Es kann also gesagt werden, der Name livre, der Maßstab sei nominell immer
derselbe geblieben, aber das Silber habe seinen | Wert dagegen gewechselt.
Ein Franzose, der von der Zeit Karls des Großen bis heute gelebt hätte, könnte
sagen, das livre Silber sei immer Maßstab des Werts geblieben, unverändert, sei
aber bald wert gewesen 1 Pfund Silber und durch mannigfache Schicksale doch
schließlich nur 1/x eines Lots. Die Elle ist dieselbe; bloß ihre Länge in
verschiedenen Ländern ist verschieden. Es ist in fact dasselbe, als wenn z. B.
das Produkt eines Arbeitstags, das Gold, das in einem Arbeitstag zutage
gefördert werden kann, den Namen livre erhielte; dieses livre bliebe immer
dasselbe, obgleich es sehr verschiedene Quanta Gold ausdrücken würde in
verschiedenen Perioden.

Wie machen wir es in der Tat,
wenn wir 1 l. St. des 15. Jahrhunderts mit 1 l. St. des 18. vergleichen? Beide
sind dieselbe Masse Metall (jedes = 20 sh), aber von verschiedenem Wert; da das
Metall damals 4mal soviel wert wie jetzt. Wir sagen also, verglichen mit heute,
war das livre = 4mal die Metallmasse, die es heute enthält. Und es könnte sich
eingebildet werden, das livre sei unverändert geblieben, aber damals gewesen =
4 wirklichen Goldlivres, heute nur noch = 1. Die Sache wäre nur
vergleichungsweise richtig, nicht in Bezug auf die in einem livre enthaltene
Quantität Metall, sondern in Bezug auf seinen Wert; dieser Wert drückt sich
aber selbst wieder quantitativ so aus, dass ¼ livre Gold damals = 1 livre Gold
jetzt. Well

44
; das
livre identisch, aber damals

= 4 real librae

45
Gold (dem
heutigen Wert nach) = 1 nur noch jetzt. Fällt das Gold im Wert, und sein
relatives Fallen oder Steigen in Bezug auf andere Artikel drückt sich in ihrem
Preis aus, statt zu sagen, ein Gegenstand, der früher 1 l. Gold kostete, kostet
jetzt 2, könnte gesagt werden, er koste immer noch ein Pfund, aber ein Pfund
sei jetzt 2 wirkliche Goldlivres wert etc.; also 1 l. von 2 wirklichen
Goldlivres etc. Statt zu sagen: Ich verkaufte diese Ware gestern zu 1 l., ich
verkaufe sie heute zu 4 l., gesagt, ich verkaufe sie zu 1 l., aber gestern zu
einem l. von 1 wirklichen l., heute zu 1 l. von 4 wirklichen Pfund. Die übrigen
Preise ergeben sich alle von selbst, sobald das Verhältnis der wirklichen Bar
zur imaginären festgesetzt ist; dies aber einfach die Vergleichung zwischen dem
vergangenen Wert der Bar mit ihrem gegenwärtigen. Dasselbe, als berechneten wir
alles in dem l. St. des 15. Jahrhunderts for instance

46
. Dasselbe, was der Historiker tun muss, der
dieselbe Münzsorte, denselben Rechennamen für eine Münze vom selben
Metallgehalt durch verschiedene Jahrhunderte verfolgt, wenn er sie in jetzigem
Geld berechnet, dass er sie je nach dem wechselnden Wert in den verschiedenen
Jahrhunderten gleich mehr oder minder Gold setzen muss, tut dieser Berber oder
Nigger. Es ist die Anstrengung des Halbzivilisierten, die Geldeinheit, die
Masse Metall, die als Maß gilt, auch als Wert festzuhalten; diesen Wert auch
als festes Maß zu halten. Zugleich aber doch die Schlauheit zu wissen, dass die
bar ihren Realwert geändert hat. Bei den wenigen Waren, die dieser Berber zu
messen hat, und der Lebendigkeit der Tradition bei Unzivilisierten ist diese
verwickelte Rechnungsart nicht so schwierig, wie sie sich ansieht.

1 Unze ist = 3 l. 17 sh 10½ d,
also nicht ganz = 4£St. Nehmen wir aber der Bequemlichkeit wegen an, sie sei
exakt
=
4
l
.
Dann
erhält also ¼ einer Unze Gold den Namen Pfund und dient unter diesem Namen als
Rechenmünze. Dies Pfund wechselt aber seinen Wert, teils relativ in Bezug auf
den Wert anderer Waren, die ihren Wert wechseln, teils sofern es selbst das
Produkt von mehr oder weniger Arbeitszeit. Das einzig Feste an ihm ist der Name
und die Quantität, der aliquote Teil der Unze, der Gewichtteil Gold, dessen
Taufname es ist; der also in einem piece of money, called one pound

47
, enthalten ist.

Der Wilde will es festhalten
als unveränderlichen Wert, und so ändert sich ihm die Quantität Metall, die es
enthält. Fällt der Wert des Goldes um 100 %

48
, so ist ihm das Pfund nach wie vor Wertmaß; aber
1 l. Von 2/4 Unzen Gold etc. Das Pfund ist ihm immer gleich einer Masse Gold
(Eisen), die denselben Wert hat. Da dieser Wert aber wechselt, so ist es bald
gleich einer größeren, bald gleich einer

kleinren Quantität
von wirklichem Gold oder Eisen, je nachdem mehr oder weniger von ihnen im
Austausch für andere Waren gegeben werden muss. Er vergleicht den gegenwärtigen
Wert mit dem vergangenen, der ihm als standard

49
gilt und nur in seiner Vorstellung
fortlebt. Statt also nach ¼ Unze Gold zu berechnen, deren Wert wechselt,
rechnet er nach dem Wert, den ¼ Unze Gold früher hatte, also nach einem
vorgestellten unveränderlichen ¼ Unzenwert, der aber in wechselnden
Quantis sich ausdrückt. Einerseits die Anstrengung, das Wertmaß als festen Wert
festzuhalten; andererseits die Schlauheit, auf einem Umweg doch nicht zu
Schaden [zu] kommen. Es ist aber durchaus absurd, diese zufällige Verschiebung,
worin Halbwilde das äußerlich ihnen aufgedrungene Messen der Werte mit Geld
sich assimiliert haben, wie sie es erst verschieben und dann in der
Verschiebung sich wieder zurechtgefunden haben, als eine organisch-historische
Form zu betrachten oder gar als ein Höheres den entwickelteren Verhältnissen
gegenüber aufzustellen. Auch diese Wilden gehen von einem Quantum aus, der
Eisenbarre; halten aber den Wert, den diese traditionell hatte, als
Recheneinheit fest etc.

In der modernen Ökonomie bekam
diese ganze Frage Bedeutung hauptsächlich durch 2 Umstände: 1. Es wird zu
verschiedenen Zeiten erlebt, in England z. B. während des Revolutionskriegs

50
, dass der Preis des
Rohgoldes stieg über den Preis des gemünzten Goldes. Dies historische Phänomen
also schien unwiderleglich darzutun, dass die Namen, die bestimmte aliquote
Gewichtteile des Goldes (edlen Metalls) erhalten, Pfund, Shilling, Pence etc.,
durch irgendeinen unerklärlichen Prozess sich selbständig verhalten gegen die
Substanz, deren Namen sie sind. Wie könnte sonst eine Unze Gold mehr wert sein
als dieselbe Unze Gold geprägt in 3 l. 17 sh 10½ d? Oder wie könnte eine Unze
Gold mehr wert sein als 4 livres Gold, wenn livre der bloße Name für
¼ Unze? Bei genauer Untersuchung fand sich jedoch, dass entweder die
Münzen, die unter dem Namen Pfunde zirkulierten, in fact nicht mehr den
normalen Metallgehalt enthielten, dass also, f. i.

51
,5 zirkulierende Pfund in fact nur eine Unze Gold
wogen (von derselben Feinheit). Da eine Münze, die angeblich ¼ Unze
Gold repräsentierte (so about

52
), in der Tat nur mehr 1/5 repräsentierte,
war es sehr einfach, dass die Unze = 5 solcher zirkulierenden £; also der Wert
des bullion price

53
über
den mint price

54
stieg,
indem in fact 1 Pfund nicht mehr ¼, sondern nur noch
1/5 einer Unze Gold vorstellte, benamste; nur noch der Name
für- 1/5 einer Unze war. Dasselbe Phänomen fand statt, wenn zwar der
Metallgehalt der zirkulierenden Münzen nicht unter ihr Normalmaß gefallen war,
wenn sie aber gleichzeitig mit depreziiertem Pa-

piergeld
zirkulierten und ihr Einschmelzen und Ausfuhr verboten war. In diesem Fall nahm
die in der Form eines £ zirkulierende ¼ Unze Gold teil an der Depreziation der
Noten: ein Schicksal, wovon das Gold in Barren eximiert war.
*
Das fact war
wieder | dasselbe; der Rechenname Pfund hatte aufgehört, der Name für ¼
Unze zu sein, war der Name für ein geringeres Quotum. Die Unze war also gleich
5 solchen Pfunden z. B. Dies hieß dann, dass der bullion price über den mint
price gestiegen. Diese oder analoge historische Phänomene, alle ebenso einfach
auflösbar und alle derselben Reihe angehörig, gaben also zuerst Anlass
zum
idealen Maß
oder,
dass das Geld als Maß nur Vergleichungspunkt, nicht bestimmte Quantität sei. Es
sind Hunderte von Bänden über diesen case

55
in England geschrieben worden seit 150
Jahren.

Das eine bestimmte Münzsorte
über ihren Bulliongehalt

56
steigen
sollte, an sich nichts Befremdliches, da der Münze neue Arbeit (in der Form)
zugefügt wird. Aber abgesehen hiervon, kommt es vor, dass der Wert einer
bestimmten Münzsorte über ihren Bulliongehalt steigt. Dies hat gar kein
ökonomisches Interesse und hat auch zu keinen ökonomischen Untersuchungen
Anlass gegeben. Es heißt weiter nichts, als dass für bestimmte Zwecke das Gold
oder Silber grade in dieser Form, say of British pounds or of Spanish dollars
was requisite

57
.
Die Bankdirektoren hatten natürlich besonderes Interesse nachzuweisen, dass
nicht der Wert der Noten gefallen, sondern der des Goldes gestiegen sei. Was
die letztere Frage betrifft, so kann sie erst später behandelt werden.

2. Die Theorie des
ideal measure
of value
wurde aber zuerst aufgebracht am Anfang des 18. Jahrhunderts und wiederholt im
zweiten Dezennium des 19., wo es sich um Fragen handelte, worin das Geld nicht
als Maß figuriert, auch nicht als Tauschmittel, sondern als sich
gleichbleibendes Äquivalent, als für sich seiender Wert (in der dritten
Bestimmung) und daher als die allgemeine Materie von Kontrakten. Beidemal
handelte es sich darum, ob oder ob nicht in einem depreziierten Geld
kontrahierte Staats- und andere Schulden in vollgültigem Geld zurückgezahlt und
anerkannt werden sollten. Es war einfach Frage zwischen den Staatsgläubigern
und der Masse der Nation. Diese Frage selbst geht uns hier nichts an. Die,
welche ein Readjustment

58
der
Forderungen auf der einen Seite und der Leistungen auf der anderen verlangten,
warfen sich auf ein falsches Gebiet, ob der
standard of mone
y

59
verändert
werden sollte oder nicht? Bei dieser Gelegenheit wurden dann solche crude

60
Theorien über
den Standard of money, Fixieren des Preises des Goldes etc. vorgebracht.

(„Den [Geld] Maßstab verändern wie die
Maße oder Gewichte des Landes.“
Steuart.
[p.
110.]

Es ist auf den ersten Blick
klar, dass die Masse von Getreide in einer Nation sich nicht dadurch ändert,
dass die Maßgröße des Scheffels z. B. um das Doppelte vermehrt oder vermindert
wird. Die Änderung wäre aber sehr wichtig für Pächter z. B., die Kornrente in
einer bestimmten Anzahl Scheffel abzuzahlen hätten, wenn sie nun, wo das Maß
verdoppelt, dieselbe Anzahl Scheffel nach wie vor zu liefern hätten.) Es waren
in diesem Fall die Staatsgläubiger, die an dem Namen „Pfund“, abgesehen von dem
aliquoten Gewichtteil Goldes, den es ausdrückte, also an dem „idealen standard“

61
– denn dieser
ist in fact nur der Rechenname des Gewichtsteils Metalls, das als Maß dient –
festhielten. Sonderbarerweise waren es aber grade ihre Gegner, die diese
Theorie des „idealen standard“ aufstellten, und sie, die sie bekämpften. Statt
einfach ein Readjustment zu verlangen oder dass den Staatsgläubigern nur das
Quantum in Gold zurückgezahlt werde, das sie faktisch vorgeschossen hatten,
verlangten sie, dass der standard herabgesetzt werde der Depreziation gemäß;
also z. B., wenn das £ St. auf 1/5 Unze Gold gefallen, diese 1/5 Unze künftig
den Namen Pfund führen oder das Pfund etwa in 21 Shilling geprägt werde statt
in 20 sh. Dies Herabsetzen des
standard
hieß
Heraufsetzen des Wertes des Geldes; indem die Unze jetzt
= 5 l.
statt früher
gleich 4. Sie sagten also nicht, die

62
, die z.B. Eine Unze Gold vorgeschossen in 5
depreziierten Pfunden, sollen nun nur 4 vollgültige Pfunde zurückerhalten;
sondern sie sagten, sie sollen 5 Pfund zurückerhalten, aber künftig soll das
Pfund um 1/20 weniger der Unze ausdrücken als vorher. Als sie diese
Forderung in England nach der resumption of cash-payment

63
stellten,
hatte die Rechenmünze ihren alten Metallwert wieder erreicht. Bei dieser
Gelegenheit wurden dann noch sonstige crude

64
Theorien über das Geld als Maß des Werts
aufgestellt, und unter dem Vorwand, diese Theorien, deren Falschheit leicht
aufzuweisen war, zu widerlegen, wurden die Interessen der Staatsgläubiger
durchgeschmuggelt.

Der erste Kampf dieser Art
zwischen Locke und Lowndes. Von 1688-1695 waren die Anleihen des Staates
kontrahiert in depreziiertem Geld – depreziiert infolge davon, dass alles
vollwichtige Geld eingeschmolzen war und nur leichtes zirkulierte. Die Guinea
war gestiegen zu 30 sh. Lowndes (Münzmeister?) wollte das £ St. reduziert haben
um 20%; Locke bestand auf dem old standard

65
der Elisabeth. 1695 die Umschmelzung,

66
general
recoinage

67
Locke
trug den Sieg

davon. Schulden, kontrahiert zu 10 und 14 sh
die Guinea, zu der rate of

68
20 sh zurückgezahlt. Für den Staat und die
Grundeigentümer dies gleich vorteilhaft.

„Lowndes stellte die Frage auf
einen falschen Boden. Einmal behauptete er, sein Schema sei keine
Verschlechterung des alten Maßstabes. Dann schrieb er das Steigen im Preise des
ungeprägten Metalls dem inneren Wert des Silbers zu und nicht dem geringen Gewicht
der Münze, womit es gekauft wurde. Er unterstellte stets, dass Prägezeichen und
nicht die Substanz die Währung mache. Locke seinerseits fragte sich nur, ob
Lowndes Schema eine Verschlechterung einschließe oder nicht, aber untersuchte
nicht die Interessen derer, die in Dauerverträgen engagiert sind. Herrn Lowndes
großes Argument für die Herabsetzung des Maßstabes war das Ansteigen des
Rohsilbers auf 6 Schilling 5 Pence die Unze (d.h., es hatte für 77 Pence in
Schillingen von 1/77 eines Pfundes Troy

69
) und war daher der Meinung, dass das Pfund Troy
in 77 Schillinge geprägt werden sollte, was eine Verminderung des Werts des
£St. um 20% oder 1/5 war. Locke antwortete ihm, dass die 77 d in
wertgemindertem Geld gezahlt wurden und dass sie im Gewicht nicht über 62 Pence
der maßstabgerechten Münzen wären. Aber ein Mann, der 1000 £ St. in diesem
wertgeminderten Geld borgte, soll er verpflichtet sein, 1000 l. in
Normalgewicht zurückzuzahlen? Lowndes und Locke entwickelten beide nur ganz
oberflächlich den Einfluss der Veränderung des Maßstabes auf das Verhältnis von
Schuldnern und Gläubigern … damals das Kreditsystem noch wenig entwickelt in
England … nur die Interessen der Grundbesitzer und der Regierung wurden
beachtet. Der Handel war zu dieser Zeit nahezu zum Stillstand gekommen und war
durch einen seeräuberischen Krieg ruiniert worden… Die Wiederherstellung des
Maßstabes war das günstigste sowohl für den Grundbesitz als auch für die
Staatskasse; und so wurde es angegangen.“
(Steuart
l.c. t.II, p. 178, 179.)

Steuart bemerkt über die ganze
Transaktion ironisch:

„Durch dies Erhöhen des
Maßstabs gewann die Regierung bedeutend in Bezug auf Steuern und die Gläubiger
auf ihr Kapital und Zinsen; und die Nation, die der Hauptverlierer war, war
zufriedengestellt (ganz vergnügt), weil
ihr
Maßstab“
(i.e. das Maß ihres eigenen Werts) „nicht verschlechtert worden war; so waren
alle drei Parteien befriedigt.“ (l.c. t. II, p. 156.)

Vergleich
John Locke. Works. 4 vol.
7
ed. London 1768;
sowohl
den Aufsatz
„Some
Considerations on the Lowering of Interest and Raising the Value of Money“
(1691)
wie auch: „
Further
Considerations concerning raising the value of Money, wherein Mr. Lowndes’s
arguments for it, in his late Report concerning ,An Eassy for the amendment of
the silver coins' are particularly examined“,
beide in Vol.
II. In der ersten Abhandlung heißt es u. a.:

| „Die
Erhöhung des Geldes,
wovon
jetzt so viel gekohlt wird, ist
entweder
Erhöhung des Wertes unseres Geldes,
und das könnt ihr nicht;
oder
Erhöhung des
Nennwertes unserer Münzen.“
(p. 53.) „Nennt z. B. eine Krone,
was früher 1/2 Krone hieß. Der Wert bleibt bestimmt durch den
Metallgehalt. Wenn die Verringerung der Silbermenge irgendeiner Münze um
1/20 ihren Wert nicht verkleinert, wird die Verringerung der Silbermenge
irgendeiner Münze um 19/20 ihren Wert nicht herabsetzen. Also nach dieser
Theorie werden ein einziges Drei-Pence-Stück oder ein einzelner Farthing [¼
Penny oder Heller], wenn man sie Krone nennt, soviel Gewürz, Seide oder
irgendeine andere Ware kaufen als eine Kronenmünze, die 20 oder 60mal soviel
Silber enthält.“ (p. 54.) „Das Erhöhen des Geldwertes ist also nichts, als
einer geringeren Silbermenge Stempel und Namen einer größeren geben.“ (l. c.)
„Das Prägen der Münze Garantie für die Öffentlichkeit, muss soviel Silber unter
einer solchen Bezeichnung enthalten.“ (57.) „Es ist Silber und nicht Namen, die
Schulden zahlen und Waren kaufen.“ (p. 58.) „Der Münzstempel genügt als
Garantie für das Gewicht und die Feinheit des Geldstücks, aber lässt das so
geprägte Goldgeld seinen eigenen Kurs finden, wie andere Waren.“ (p. 66.)
„Überhaupt kann man durch das Erhöhen des Geldnennwertes nichts machen als
,mehr Geld dem Namen nach“, aber nicht mehr ,Geld nach Gewicht und Wert'.“ (p.
73.)

„Silber ist ein Maßstab
durchaus von den anderen verschieden. Die Elle oder das Quart, womit Menschen
messen, mag bleiben in den Händen des Käufers, des Verkäufers oder einer
dritten Person: Es spielt keine Rolle, wem es gehört. Aber Silber ist nicht nur
Maß der Käufe, es ist die Sache, um die gehandelt wird, und passiert im Handel
von dem Käufer an den Verkäufer, als in einer solchen Menge vorhanden, die dem
verkauften Artikel äquivalent ist: Und so
misst

70
es
nicht nur wieder den Wert der Ware an, für die man es verwendet, sondern es
wird im Austausch für sie – als von gleichem Wert – gegeben. Das aber kann es
nur auf Grund seiner Menge und durch nichts anderes leisten.“ (p. 92.) „Wenn
Erhöhen [des Geldwerts] nichts heißt, als den ohne Rest aufgehenden Teil
irgendeines Geldstücks nach Belieben Namen geben, z. B. dass jetzt der
sechzigste Teil einer Unze noch immer ein Penny genannt werden soll, dann das
mit jeder beliebigen höheren Ansetzung erreicht werden.“ (118.) „Der Vorteil,
frei exportierbar zu sein, gibt dem Preis des Rohsilbers den Antrieb, ein wenig
über den Münzpreis zu steigen, solange die Notwendigkeit des Exports besteht,
gleichgültig, ob sein Nennwert nach Belieben erhöht oder gesenkt wird, wohingegen
die Ausfuhr unserer Münzen gesetzlich verboten ist.“ (p. 119, 120.)

Dieselbe Stellung, die Lowndes
gegenüber Locke einnahm, indem ersterer das Steigen des Bullionpreises

71
sich daraus
erklärte, dass der Wert des bullion

72
gestiegen sei und darum der Wert der
Rechenmünze gesunken (d. h. weil der Wert des bullion gestiegen, ist der Wert
eines aliquoten Teiles desselben, genannt £, gefallen), nahmen
die little-shilling-men – Attwood und die anderen von
der Birmingham school 1819 sqq. – ein. (Cobbett hatte die Frage

auf den richtigen Boden gestellt: non-adjustments of national debts, rents

73
etc.; verdarb
aber alles durch seine falsche Theorie, die das Papiergeld überhaupt verwarf.
Gelangte sonderbarerweise zu dieser Konsequenz, ausgehend wie Ricardo, der
zu der entgegengesetzten Konsequenz gelangt, von derselben falschen Prämisse,
der Bestimmung des Preises durch die Quantität des Zirkulationsmittels.) Ihre
ganze Weisheit in folgenden Phrasen:

„Sir R. Peel in
seinem Krakehl mit der Birminghamer Handelskammer fragt: ,Was wird
eure
Pfundnote
repräsentieren?'“ (p.266.
„The
Currency Question. The Gemini Letters “, London 1844)
(nämlich
die Pfundnote, wenn nicht gezahlt wird in Gold.) „Was ist nun zu verstehen
unter dem gegenwärtigen Wertmaßstab? … £ 3, sh 17, d 10½, bedeuten sie
eine
Unze Gold
oder
ihren
Wert
?
Wenn die Unze selbst, warum nicht die Dinge bei ihrem Namen nennen, und sagen
statt Pfunden, Schillinge, Pence, Unzen Pennygewichte und Gran [0.06 g]? Dann
kommen wir zurück
zum
System des unmittelbaren Tauschhandels.“

(p. 269. Not quite

74
. Aber was hätte
Herr Attwood gewonnen, wenn statt 3 l. 17 sh 10½ d Unze und statt Shilling
soviel Pennyweight

75
gesagt
würde? Dass der Bequemlichkeit der Rechnung wegen die aliquoten Teile Namen
erhalten – was außerdem anzeigt, dass dem Metall hier eine ihm fremde soziale
Bestimmung gegeben ist – was zeugt es für oder gegen die Lehre Attwoods?)

„Oder den
Wert
? Wenn eine Unze =
£3, 17 sh, 10½ d, warum zu verschiedenen Perioden Gold 5
l. 4 sh und dann wieder 3, 17, 9? … Die Bezeichnung Pfund hat Beziehung
auf den
Wert,
aber
nicht auf einen
fixierten
Wertmaßstab …
Arbeit ist der Ursprung der Kosten, und sie
erteilt dem Gold seinen relativen Wert wie dem Eisen.“

(Und
darum in fact wechselt der Wert von einer Unze und von £3,17 sh, 10½ d.)

„
Welcher besondere Rechenname daher immer gebraucht werde,
um die Tages- oder Wochenarbeit eines Mannes zu bezeichnen,
solcher
Name drückt die Kosten der produzierten Ware.“ (p. 270.)

Das Wort „One pound is
the
ideal Unit“

76
,
(p.
272.) Der letzte Satz wichtig, weil er zeigt, wie diese Lehre von der „ideal
unit“ sich auflöst in die Forderung eines Geldes, das direkt Arbeit
repräsentieren soll. Pound

77
dann z. B. der Ausdruck für 12tägige
Arbeit. Die Forderung ist die, dass die Bestimmung des Werts nicht zu der des
Geldes als einer unterschiedenen Bestimmung führen soll oder dass die Arbeit
als Maß der Werte nicht dazu forttreiben soll, die in einer bestimmten Ware
vergegenständlichte Arbeit zum Maß der anderen Werte zu machen.

Das
Wichtige ist, dass diese Forderung hier auf dem Standpunkt der bürgerlichen
Ökonomie geschieht (so auch bei Gray, der eigentlich diese Sache zur
Spitze ausarbeitet und von dem wir gleich sprechen werden), nicht vom
Standpunkt der Negation der bürgerlichen Ökonomie aus, wie etwa bei Bray.
Die Proudhonisten (sieh z. B. Herrn Darimon) haben in der Tat erreicht,
die Forderung zu stellen, sowohl als eine den jetzigen Verhältnissen der
Produktion entsprechende, wie als eine sie total revolutionierende Forderung
und große Neuerung, da sie als crapauds

78
natürlich nichts davon zu wissen brauchen,
was jenseits des Kanals geschrieben oder gedacht worden ist. At all events

79
, zeigt schon das
einfache Faktum, dass die Forderung seit mehr als 50 Jahren in England von
einer Fraktion der bürgerlichen Ökonomen gestellt worden ist, wie sehr die
Sozialisten, die damit etwas Neues und Antibürgerliches vorzubringen
prätendieren, auf dem Holzweg sind. Über die Forderung selbst sieh oben. (Es
kann hier nur einiges aus
Gray
beigebracht
werden. Übrigens kann erst beim Bankwesen ins Detail dieser Sache eingegangen
werden.) -

1
Zuerst

2
in
der Handschrift: außer

3
Rückflusses

4
Entwertung

5
Abnutzung

6
Neuausgabe
von Münzen

7
Einzelhändler

8
doppelten
Standard

9

Quoten
von Edelmetallbarren

10
ohne Rest aufgehende

11
in der Handschrift: bilden

12
In der Handschrift: 1½ C für 3 B

13
sollte eigentlich heißen: Minute

14
sollte eigentlich heißen: Minute

15
in der Handschrift: 6 B für 12 A, 3 C für 6 B

16
würde nicht genügen

17
gängigen Preis

18
Kakao

19
Eisen (Barren) (je Tonne)

20
Für diese Preisangaben benutzte Marx eine Ausgabe des
„Economist“ (London) zwischen dem 6. Februar und 6. März 1858, Rubrik „Weekly
price current“, Abschnitt „Commercial Times“.

21

markieren
des Verhältnisses

22
nicht irgendeinen Teil der Menge Gold, Silber oder
irgendeiner anderen Ware angeheftet werden kann

23

nur
das Verhältnis zwischen ihnen markiert

24
vergleichbar

25
sein Interesse einerseits

26
beweglichen

27
Der Autor des Briefes „Will the low rate of interest
last? To the editor of the Economist“ ist Hamer Stansfeld.

28
“unser „fester Preis für eine Unze“ Gold? Nichts
anderes, als dass ein bestimmter, ohne Rest in einer Unze aufgehender Teil
Penny genannt wird, ein bestimmtes Vielfaches dieses Pennygewichts in Gold ein
Schilling und ein bestimmtes Vielfache dieses Schillinggewichts in Gold ein
Pfund?

29
und zu behandeln

30
Gemeint ist David Urquharts Artikel „Currency“, in
„The Free Press“ (London) vom 25. November 1857.

Unter
Berberei
verstand man
in der Mitte des 19. Jahrhunderts den nordwestlichen Teil von Afrika.

31
Barre

32
sollte eigentlich heißen: 50%

33
idealen Wertmaßstabs

34
Schön. Schön

35
Mailänder

36
Siehe „Commercial Times. Weekly price current“, in
„The Economist“ (London) vom 13. März 1858.

37
„feststehend wie ein Fels im Meer“

38

Aber in Wirklichkeit

39
in der Handschrift: ein Zwölftel

40
in der Handschrift: 1/144

41
Vielfache

42
in der Handschrift: Sterlingen

43
in der Handschrift: 7 l
.
14 sh 10 ½d

44
Nun gut

45
realen Pfunden

46
zum Beispiel

47
Geldstück, das ein Pfund genannt wird

48
sollte eigentlich heißen: 50%

49
Maßstab

50
Gemeint ist der Revolutionskrieg von 1793, den
Frankreich gegen Großbritannien und seine Verbündeten führte.

51
z. B.

52
so ungefähr

53
Preis des Rohgoldes

54
Preis des gemünzten Goldes

*
Der Schlagschatz kann auch innerhalb eines Landes den
Münzpreis über den Bullionpreis erhöhen.

55
Fall

56
Metallgehalt

57
sagen wir der britischen Pfunde oder der spanischen
Dollars erforderlich war

58
Wiederanpassen

59

Geldmaßstab

60
unausgereiften

61
„idealen Maßstab“

62
in der Handschrift: nicht denen

63
Wiederaufnahme der Barzahlungen

64
unausgereifte

65
alten Maßstab

66
Nach Palgraves „Dictionary of political economy“,
vol. 3, London 1926, p. 271, fand diese Umschmelzung der nicht vollgewichtigen
Silbermünzen 1696 statt.

67
allgemeine Umprägung

68
Rate von

69
Troy –
Bezeichnung für das englisch-nordamerikanische System der
Feingewichte für Edelmetalle und auch Juwelen.

70
In der Handschrift steht statt „measures“ für misst
„reassumes“. Im Londoner Exzerptheft VI von 1851, dem dieses Zitat entnommen
ist, heißt es richtig „measures“. Das Wort ist aber nicht ganz deutlich
geschrieben. Nachdem es Marx versehentlich als „reassumes“ abgeschrieben hatte,
hat er es unterstrichen, wahrscheinlich wegen einer gewissen Sonderbarkeit des
Wortes.

71
Rohsilberpreises

72
Rohsilbers

73
keine Berichtigungen der Staatsschuld, Pacht

74
Nicht ganz

75
Pennygewicht

76
„Ein Pfund ist die
ideale Einheit
“

77
Pfund

78
Kröten; hier im Sinne von: Philister

79
Auf alle Fälle

### [Geld als Zirkulationsmittel und als selbständiger Wert]

Was das Geld als sich
gleichbleibendes Äquivalent, i. e. als
Wert
als solchen,
und darum als Materie aller Kontrakte betrifft, so ist klar, dass die
Veränderungen des Werts des Materials, worin es sich darstellt (direkt, wie in
Gold, Silber, oder indirekt als Anweisung auf bestimmte Quantität Gold, Silber
etc. in Geldnoten), große Revolutionen hervorbringen müssen
1
zwischen den
verschiedenen Klassen eines Staats. Dies hier nicht zu untersuchen, da diese
Verhältnisse selbst die Kenntnis der verschiedenen ökonomischen Verhältnisse
voraussetzen. | Nur soviel als Illustration. Im 16. und 17. Jahrhundert
bekannt, wie die Depreziation von Gold und Silber infolge der Entdeckung von
Amerika depreziierte die Arbeiterklasse und die der Grundeigentümer; hob die
der Kapitalisten (speziell der industriellen Kapitalisten). In der römischen
Republik machte die Appreziation des Kupfers die Plebejer zu Sklaven der
Patrizier.

„Da man gezwungen, die größten
Summen in Kupfer zu zahlen, musste man aufbewahren dies Metall in Klumpen oder
formlosen Bruchstücken, die nach Gewicht

ausgegeben und
empfangen werden. Das Kupfer in diesem Zustand als aes grave. Metallgeld
gewogen. {Das Kupfer bei den Römern erst ohne Gepräge; dann mit dem Gepräge der
auswärtigen Münzen. König Servius prägte als erster Kupfer mit dem Bilde von
Schafen und Rindern. (Plin. „Historia naturalis“, 1.18, c.3.)
2
} Nachdem die Patrizier
eine Masse von diesem Zeug von dunklem und grobem Metall aufgehäuft, suchten
sie sich davon zu befreien, indem sie den Plebejern allen Boden abkauften, den
diese ihnen verkaufen wollten, oder indem sie langfristige Arbeiten vergaben.
Sie mussten einen Wert, der sie belastete und dessen Erwerb sie nichts gekostet
hatte, billig verkaufen. Die Konkurrenz aller, die denselben Wunsch hatten, das
Zeug loszuwerden, musste in kurzer Zeit ein beachtliches Sinken des
Kupferpreises in Rom herbeiführen. Im Anfang des 4. Jahrhunderts post u.
c. wie man ersieht aus der Lex Menenia (302 a. u. c.) Verhältnis
des Kupfers zum Silber = 1 : 960 … Dies Metall, so entwertet in Rom,
gleichzeitig einer der gesuchtesten Handelsartikel (da die Griechen aus Bronze
ihre Kunstwerke machten etc.) … Die edlen Metalle begannen, sich in Rom mit
ungeheurem Profit gegen Kupfer auszutauschen, und ein so einträglicher Handel
regte Tag zu Tag zu neuen Importen an … Nach und nach ersetzten die Patrizier
in ihrem Schatz durch Barren von Gold und Silber, ungemünztes Gold, ungemünztes
Silber, diese Haufen von altem Kupfer, die sich so schwer verstauen ließen und
einen so wenig angenehmen Anblick boten. Nach der Niederlage von Pyrrhus und
besonders nach den Eroberungen in Asien… das aes grave bereits ganz
verschwunden, und die Bedürfnisse der Zirkulation hatten die Einführung der
griechischen drachma unter dem Namen
victoriatus
nötig
gemacht, von Gewicht von einem Skrupel und ½ Silber, wie die Drachmenmünze aus
Attika, im 7.
Jahrhundert
a.
u. c. machte die lex Clodia daraus römische Münze. Sie tauschte
sich gewöhnlich aus gegen das Pfund Kupfer oder
das As von 12 Unzen.
So
zwischen Silber und Kupfer das Verhältnis von 192 : 1, d.h. 5mal schwächeres
Verhältnis als zur Zeit der größten Entwertung von Kupfer infolge der Ausfuhr;
dennoch Kupfer in Rom noch wohlfeiler wie in Griechenland und Asien. Diese
große Revolution im Tauschwert der Geldmaterie, im Maße, wie sie sich vollzog,
verschlechterte aufs Grausamste das Los der unglücklichen Plebejer, die, laut
Leihvertrag, das entwertete Kupfer erhalten hatten, und die, da sie es nach dem
Kurs, den es damals hatte, ausgegeben oder angelegt hatten, schuldeten nach dem
Text ihrer Verpflichtungen eine 5mal größere Summe, als sie in Wirklichkeit
geliehen hatten. Sie hatten keine Mittel, sich aus der Knechtschaft
freizukaufen … Wer 3000 As geliehen hatte zur Zeit, wo diese Summe = 300 Ochsen
oder 900 Skrupel Silber, konnte sie sich nur mehr verschaffen für 4500 Skrupel
Silber, als das As repräsentiert ward durch 172 Skrupel von diesem Metall …
Wenn der Plebejer 7s des Kupfers, das er erhalten, zurückgab, so hatte er in
Wirklichkeit seine Schuld abgetragen, denn 7s [hatte] jetzt denselben Wert wie
1 zur Zeit, wo der Kontrakt gemacht. Das Kupfer war ja 5mal gestiegen im Wert
gegen das Silber… Die Plebejer verlangten eine Revision der Schuld, neue
Abschätzung der Schuldsumme und eine Veränderung im Titel ihrer primitiven
Obligation. Die Gläubiger verlangten zwar nicht die Rückgabe des Kapitals, aber
das Zinszahlen selbst unerträglich, weil der Zins, vereinbart ursprünglich zu
12%, geworden war durch das übermäßige Verteuern des Zahlungsmittels so
kostspielig, als wäre er bestimmt zu 60% des Kapitals. Ver-

geblich

3
erhielten die
Schuldner ein Gesetz, das vom Kapital die akkumulierten Zinsen abtrennte … Den
Senatoren widerstrebte es, die Mittel aus der Hand zu geben, wodurch sie das
Volks hielten in der niederträchtigsten Abhängigkeit. Herren fast allen Grundeigentums,
bewaffnet mit Rechtstiteln, die sie autorisierten, ihre Schuldner in Eisen zu
werfen und körperliche Strafen über sie zu verhängen, unterdrückten sie die
Empörungen und wüteten gegen die Widerspenstigsten. Die Wohnung jedes
Patriziers war ein Gefängnis. Endlich rief man Kriege hervor, die dem Schuldner
einen Sold verschafften, mit einer einstweiligen Aufhebung der Beschränkungen,
und die erschlossen dem Gläubiger neue Quellen des Reichtums und der Macht.
Dies die innere Situation zu Rom, als die Niederlage des Pyrrhus, die Einnahme
von Tarent und bedeutende Siege über die Samniter, Lucanier und andere
süditalische Völker etc. 483 oder 485 die erste römische Silbermünze, die
libella
; hieß libella, weil
sie in kleinem Gewicht = libra von 12 Unzen Kupfer.“ (
Garnier, Germain. „Histoire de la
Monnaie“ etc.
2 vol. Paris 1819. t. II. p. 15 sqq.)

Assignaten.

„
Staatseigentum. Staatsanweisung über 100 frs
gesetzliches
Zahlungsmittel. Sie unterscheiden sich von allen anderen Banknoten, indem
sie
noch nicht einmal
vorgeben, irgendeine bestimmte Sache darzustellen.
Die Worte
Staatseigentum' bedeuteten, dass ihr Wert erhalten werden könne durch Kaufen
mit denselben des beschlagnahmten Eigentums bei den beständigen Auktionen
desselben. Aber kein Grund, warum dieser Wert genannt 100 frs. Er hing ab von
der komparativen Quantität des käuflich zu erwerbenden Eigentums und der Zahl
der ausgegebenen Staatsanweisungen.“
(78,
79. Nassau W. Senior: „Three lectures on the cost of obtaining money“ etc.
London
1830.)

„Das
Rechenpfund,
eingeführt
durch Karl den Großen, fast nie repräsentiert durch eine reale äquivalente
Münze, hat seinen Namen behalten sowie seine Teilung in Sou und Heller bis Ende
des 18. Jahrhunderts, während die realen Münzen sich nach Bezeichnung, Form,
Größe und Wert unendlich oft änderten, nicht nur in jedem Regierungswechsel,
sondern unter derselben Regierung. Der Wert des Rechenpfundes zwar auch enormen
Veränderungen unterzogen, aber dies immer gewaltsamlich.“ (p. 76,1.1.
Garnier,
l. c.) Alle
Münzen der Alten ursprünglich Gewichte. (l. c.)

„Geld ist an erster Stelle die
universell verkäufliche Ware oder diejenige, mit der jeder Handel treibt in der
Absicht, andere Waren zu erlangen.“ (
Bailey
:
„Money and its Vicissitudes“
etc. London 1837, p.l.) „Es ist
die wichtige, die
Mittlerposition
einnehmende
Ware.“ (p. 2. l. c.) „Es ist die
allgemeine
Ware der Kontrakte
oder diejenige, in der die Mehrzahl der
Eigentumsverträge, die in späterer Zeit erfüllt werden sollen, abgeschlossen
werden.“ (p. 3.) „Endlich ist es das
,Maß
der Werte
‘ … Da sich nun alle Waren gegen Geld austauschen, werden
die wechselseitigen Werte von A und B notwendigerweise durch ihre Werte in Geld
oder durch ihre Preise ausgedrückt … | wie das vergleichbare Gewicht der
Stoffe an ihrem Gewicht im Verhältnis zum Wasser oder an ihren spezifischen
Gewichten abzulesen ist.“ (p. 4.) „Als erstes wesentliches Erfordernis sollte
Geld in seinen physikalischen Eigenschaften einheitlich sein, damit gleiche
Mengen soweit identisch sind, dass sie keine Ursache geben, eine der anderen
vorzuziehen … Z. B. Getreide und Vieh schon aus diesem Grunde nicht dazu
brauchbar,

weil gleiche Menge Getreide und gleiche
Anzahl Vieh nicht immer in den Eigenschaften übereinstimmen, um derentwillen
sie bevorzugt werden.“ (p. 5, 6.) „Die
Beständigkeit
des Werts
ist so erwünscht im Gelde als die Mittlerposition
einnehmende Ware und als Ware der Kontrakte; sie ist völlig unwesentlich für
das Geld in seiner Kapazität als Maß der Werte.“ (p. 9.) „Geld kann beständig
im Wert schwanken und doch ebenso gut ein Maßstab des Wertes sein, als wenn es
völlig unverändert bliebe. Angenommen z. B„ es sei im Wert vermindert
und die Reduktion im Wert impliziert eine Wertminderung im Verhältnis zu einer
oder mehreren Waren, angenommen, es sei im Wert gemindert im Verhältnis zu
Getreide und Arbeit. Vor der Verminderung würde eine Guinee drei Scheffel
Weizen kaufen oder die Arbeit von 6 Tagen; später würde sie nur zwei Scheffel
Weizen kaufen oder die Arbeit von 4 Tagen. In beiden Fällen, die Verhältnisse
von Weizen und Arbeit zum Geld gegeben, kann deren gegenseitiges Verhältnis
abgeleitet werden; mit anderen Worten, wir können ermitteln, dass ein Scheffel
Weizen 2 Arbeitstage wert ist. Das ist alles, was Wertmessen einschließt, und
wird nach der Verminderung ebenso glatt besorgt wie vorher. Die Auszeichnung
eines Dinges als Wertmaß ist gänzlich unabhängig von der Veränderlichkeit
seines eigenen Werts … Man verwechselt Unveränderlichkeit des Werts mit
Unveränderlichkeit des Feingehalts und des Gewichts… Da die Verfügung über die
Quantität
des Wertes
bestimmt, muss eine
bestimmte
Quantität
des Stoffes einer einheitlichen Ware als Einheit zum
Messen des Wertes verwendet werden; und es ist diese bestimmte
Quantität
eines Stoffes
einheitlicher Qualität, die unveränderlich sein muss.“ (p. 11.)

In allen Geldkontrakten handelt
es sich um die
Quantität
des
zu verleihenden Goldes und Silbers, nicht um den Wert. (p. 103.)

„Bestünde einer darauf, dass es
ein Kontrakt für einen bestimmten Wert sei, wäre er verpflichtet darzulegen, im
Verhältnis zu welcher Ware; auf diese Weise würde er die Behauptung
aufrechterhalten, dass ein Geldkontrakt sich nicht auf eine Quantität Geld
bezieht, wie es seine äußere Form besagt, sondern auf irgendeine Ware, die
nicht erwähnt wird.“ (p. 104.) „Es ist nicht nötig, dies zu beschränken auf
Verträge, wo wirklich Geld verliehen wird. Es gilt für alle Abmachungen über
künftige Geldzahlungen, ob es sich um Waren irgendeiner Art handelt, die auf
Kredit verkauft werden, um Dienstleistungen oder um Pacht für Boden oder
Häuser; sie sind genau der gleichen Beschaffenheit wie reine Anleihen der die
Mittlerposition einnehmenden Ware. Wenn A an B eine Tonne Eisen für 10 Pfund
mit Kredit für 12 Monate verkauft, ist es dem Sinne nach genau dasselbe, wie
die 10 Pfund für ein Jahr auszuleihen, und die Interessen der beiden
kontrahierenden Teile werden in derselben Weise von Währungsveränderungen
beeinflusst.“ (p.110, 111.)

Die Konfusion, bestimmten und
unveränderlichen aliquoten

4
Teilen
der Geldsubstanz, die als Maßeinheit dienen sollen, Namen zu geben – das
Namengeben derselben mit Fixierung des
Preises
von
Geld zu verwechseln, zeigt

sich u. a. auch bei dem
hochbeteuernden Romantiker der politischen Ökonomie, Herrn Adam Müller
.
Er sagt u. a.:

„Jedermann sieht ein, wie viel
auf die wahre
Bestimmung
des Münzpreises
ankommt, vorzüglich in einem Lande wie
England, wo die Regierung mit einer großmütigen Liberalität“ (d.h. auf Unkosten
des Landes und zum Profit der Edelmetallbarrenhändler der Bank von England)
„unentgeltlich münzt, wo sie keinen Schlagschatz nimmt etc., und also, wenn sie
den Münzpreis bedeutend höher ansetzte als den Marktpreis, wenn sie, anstatt
eine Unze Gold jetzt mit 3 £ 10 sh 10 ½ d zu zahlen,
3 £ 19 sh als den Münzpreis einer Unze Goldes ansetzte, alles Gold
nach der Münze strömen, das dort erhaltene Silber auf dem Markt gegen das hier
wohlfeilere Gold umgesetzt und so aufs Neue der Münze zugebracht werden und das
Münzwesen in Unordnung geraten würde.“ (p. 280, 281, t. II.
„Die Elemente der Staatskunst. “
Berlin 1809.)

Herr Müller weiß also nicht,
dass pence und Shilling hier nur Namen für aliquote Teile einer Goldunze sind.
Weil Silber- und Kupferstücke – die notabene nicht nach dem Verhältnis von
Silber und Kupfer zu Gold geprägt sind, sondern als bloße Marken für die
gleichnamigen Goldteile ausgegeben werden, daher auch nur zu einem sehr kleinen
Quantum in Zahlung genommen werden müssen – unter den Namen Schillinge und
Pence zirkulieren, bildet er sich ein, eine Unze Gold sei in Gold-, Silber- und
Kupferstücke eingeteilt (also dreifacher Standard of value

5
). Ein paar Schritt
weiter fällt ihm dann wieder ein, dass in England kein doppelter Standard
existiert, also noch weniger ein dreifacher. Die Unklarheit des Herrn Müller
über die „gemeinen“ ökonomischen Verhältnisse ist die reale Grundlage seiner
„höheren“ Auffassung.
6

Aus dem allgemeinen Gesetz,
dass der Gesamtpreis der zirkulierenden Waren die Masse des zirkulierenden
Mediums bestimmt, eine bestimmte Stufe der Zirkulationsgeschwindigkeit
vorausgesetzt, folgt, dass auf einer bestimmten Stufe des Wachstums der in
Zirkulation geworfenen Werte das edlere Metall – das Metall von größerem
spezifischem Wert, d. h. das in kleinerem Quantum mehr Arbeitszeit enthält – an
die Stelle des weniger edlen tritt als herrschendes Zirkulationsmittel; also
Kupfer, Silber, Gold, das eine das andere als herrschendes Zirkulationsmittel
verdrängt. Dieselbe Aggregatsumme von Preisen wird mit 14mal so wenig
Goldmünzen z. B. zirkuliert werden können als Silbermünzen. Kupfer- und gar
Eisenmünze als herrschendes Zirkulationsmittel unterstellt schwache
Zirkulation. Ganz ebenso, wie das machtvollere, aber wertvollere
Transportmittel und Kommunikationsmittel

7
an die Stelle des weniger wertvollen tritt,
im Maße wie die Masse der zirkulierenden Waren und der Zirkulation überhaupt
wächst.

Andrerseits ist es klar, dass der kleine
Detailverkehr des täglichen Lebens Austausche in sehr diminutivem Maßstab
erheischt – desto kleiner, je ärmer das Land und schwächer die Zirkulation
überhaupt ist. In diesem Detailverkehr, wo sehr kleine Quanta Waren einerseits,
also auch sehr kleine Werte zirkulieren, ist es im eigentlichsten Sinn des
Wortes, dass das Geld nur als verschwindendes Zirkulationsmittel erscheint und
sich nicht als realisierter Preis befestigt. Für diesen Verkehr tritt daher ein
subsidiäres Zirkulationsmittel ein, das nur Zeichen ist der aliquoten Teile der
herrschenden Zirkulationsmittel. Es sind Silber- und Kupfermarken, die daher
nicht gemünzt sind im Verhältnis des Werts ihrer Substanz zum Goldwert z. B.
Hier erscheint das Geld nur noch als Zeichen, wenn auch selbst noch in einer
relativ wertvollen Substanz. Gold z. B. müsste in zu kleine Fraktionen geteilt
werden, um der Warenteilung, wie sie dieser Detailverkehr erheischt, als
Äquivalent zu entsprechen.

Daher diese
Subsidiärzirkulationsmittel

8
auch
nur zu einer kleinen Quantität, wodurch sie nie als Realisierung des Preises
sich festsetzen können, in Zahlung gesetzlich | genommen zu werden
brauchen. Z.B. Kupfer in England zum Betrag von 6 d, Silber im Betrag zu 20 sh.
Je entwickelter die Zirkulation überhaupt, je größer die Preismasse der in
Zirkulation tretenden Waren, um so mehr scheidet sich ihr Wholesale Austausch

9
von ihrem
Detailaustausch und bedürfen sie verschiedener Münzsorten zur Zirkulation. Die
Geschwindigkeit der Zirkulation der Marken steht in umgekehrtem Verhältnis zu
ihrer Wertgröße.

„Von dem frühen Stadium der
Gesellschaft, als die Nationen arm waren und ihre Zahlungen geringfügig, ist
bekannt, dass Kupfer häufig für alle Zwecke des Geldumlaufs ausreichte, und es
wurde zu Münzen mit sehr niedrigen Nennwerten geprägt, um den unbedeutenden
Austausch zu ermöglichen, der damals stattfand. So in dem frühen Stadium der
Römischen Republik und Schottlands.“ (p. 3.)
(David Buchanan. „Observations on the subjects,
treated of in Dr. Smiths Inquiry“ etc. Edinburgh. 1814.)

„Der allgemeine Reichtum eines
Landes lässt sich sehr genau an der Art seiner Zahlungen und dem Zustand seiner
Münzen messen; und das entscheidende Vorherrschen von grobem Metall in seinem
Geldumlauf, verbunden mit dem Gebrauch von Münzen sehr niedrigen Nennwerts,
kennzeichnet einen unzivilisierten Zustand der Gesellschaft.“ (p. 4.) „Später
das Geschäft des Geldumlaufs teilt sich in 2 gesonderte Abteilungen; die
Pflicht, die wichtigsten Zahlungen zu bewirken für die wertvolleren Metalle;
die minderwertigeren Metalle dagegen den weniger bedeutenden Austauschen
Vorbehalten und so rein dienstbar dem hauptsächlichen Geldumlauf. Zwischen der
ersten Einführung eines edlen Metalls in die Geldzirkulation eines Landes und
seinem ex-

klusiven Gebrauch in den wichtigsten Zahlungen,
weites Intervall; und die Zahlungen des Einzelhandels müssen in der
Zwischenzeit so beträchtlich geworden sein infolge des wachsenden Reichtums,
dass sie zum Teil mindestens bequem durch die neue und wertvollere Münze
bewirkt werden könnten; da keine Münzen für die wichtigsten Zahlungen benutzt
werden können“ (dies ist falsch, wie sich bei den Noten zeigt), „die sich nicht
eigenen zu gleicher Zeit für die Transaktionen des Einzelhandels, da jeder
Handel schließlich vom Konsumenten den Gegenwert seines Kapitals erhält …
Silber hat sich auf dem Kontinent überall in den wichtigsten Zahlungen gehalten
… In Britannien die Quantität von Silber in Zirkulation überschreitet nicht,
was nötig für die kleineren Zahlungen … faktisch wenige Zahlungen zum Belauf
von 20 sh in Silber gemacht. Vor der Regierungszeit Wilhelm III. wurde Silber
in großen Säcken zur Zahlung der Staatseinkünfte zum Schatzamt gebracht. Zu
dieser Periode fand der große Wechsel statt … Die exklusive Einführung von Gold
in den wichtigsten Zahlungen in England war ein klarer Beweis, dass die
Einzelhandelsgewinne zu dieser Zeit
hauptsächlich in Gold
gemacht; dies möglich, ohne dass eine
einzelne Zahlung stets übertraf oder selbst irgendeiner der Goldmünzen
gleichkam; weil bei dem allgemeinen Überfluss an Gold und dem Mangel an Silber,
Goldmünzen natürlich für geringe Summen angeboten und der Rest in Silber
zurückgefordert wurde; wodurch das Gold, indem es so den Einzelhandel
unterstützte und den Gebrauch von Silber selbst für die kleinen Zahlungen
haushälterisch gestaltete, seine
Akkumulation
durch
den Einzelhändler verhinderte … Gleichzeitig, als in England Gold für Silber“
(1695) „für wichtige Zahlungen substituiert, Silber für Kupfer in Schweden
…
Klar, dass das
Geldstück, das für die größeren Zahlungen verwendet wird, nur zu seinem wahren
Wert passieren kann
… Aber innerer Wert
nicht nötig für ein Hilfsumlaufmittel
…
In Rom, solange Kupfer das vorherrschende Geldstück, nur zu seinem wahren Wert
im Umlauf … 5 Jahre vor dem Anfang des Ersten punischen
Krieges Silber eingeführt, verdrängte erst nach und nach Kupfer in den
Hauptzahlungen … 62 Jahre nach dem Silber Gold, aber anscheinend schaltete es
niemals das Silber von den wichtigsten Zahlungen aus … In Indien Kupfer kein
Hilfsumlaufmittel; passiert deshalb für seinen wahren Wert. Die Rupie, eine
Silbermünze von 2 sh 3 d, ist das Rechengeld; im Verhältnis wozu das Mohour,
eine Goldmünze, und das Pice, eine Kupfermünze, ihren Wert auf dem Markt finden
müssen; stets die Zahl der Pice, die überall für eine Rupie ausgetauscht
werden, schwankend mit dem Gewicht und dem Wert der Münze, während hier 24
halbe Penny immer = 1 sh, ohne Rücksicht auf ihr Gewicht. In Indien muss der
Einzelhändler noch immer beträchtliche Mengen Kupfer für seine Waren annehmen,
und er kann es sich nicht leisten, es zu akzeptieren daher, es sei denn für
seinen inneren Wert… In den Währungen von Europa Kupfer passiert für jeden
Wert, der auf es fixiert ist, ohne Prüfung seines Gewichts und Feingehalts.“
(p. 4-18.) In England „ein Exzess von Kupfer ausgegeben 1798, von privaten
Händlern; und obgleich Kupfer nur gesetzliches Zahlungsmittel für 6d, fand [es]
seinen Weg (das Surplus) zu den Einzelhändlern; die suchten es wieder in
Zirkulation zu setzen; kehrte aber schließlich zu ihnen zurück. Als diese
Währung gestoppt war, Kupfer akkumuliert bei den Einzelhändlern in Summen von
20, 30, selbst 50 l., die sie schließlich zu ihrem wahren Wert verkaufen
mussten.“ (p. 31.)

In der subsidiary currency

10
nimmt das
Zirkulationsmittel als solches, als bloß verschwindendes Mittel, eine besondere
Existenz an neben dem Zirkulationsmittel, das zugleich Äquivalent, Preise
realisiert und als selbständiger Wert akkumuliert. Also hier reines Zeichen. Es
darf also nur in der Quantität ausgegeben werden, die absolut erheischt ist für
den kleinen Retailtrade

11
,
wodurch es nie akkumulieren kann. Die Quantität muss bestimmt sein durch die
Masse der Preise, die es zirkuliert, dividiert durch seine Geschwindigkeit.
Weil die Masse des zirkulierenden Mediums, von einem gewissen Wert, bestimmt
ist durch die Preise, folgt von selbst, dass, wenn eine größere Quantität, als
die durch die Zirkulation selbst erheischte, künstlich in sie hineingeworfen
würde und nicht abfließen könnte (was hier nicht der Fall, weil es als
Zirkulationsmittel über seinem intrinsic worth

12
), es depreziiert würde; nicht weil die Quantität
die Preise bestimmt, sondern weil die Preise die Quantität bestimmen, also nur
ein bestimmtes Quantum zum bestimmten Wert in der Zirkulation bleiben kann.
Sind also keine Öffnungen da, wodurch die Zirkulation die überflüssige
Quantität hinauswerfen kann, kann das zirkulierende Medium nicht seine Form als
Zirkulationsmittel verwandeln in die von Wert für sich selbst – so muss der
Wert des Zirkulationsmittels fallen. Dies kann aber nur stattfinden, außer bei
künstlichen Hindernissen, Verboten des Einschmelzens, der Ausfuhr etc., wenn
das zirkulierende Medium nur Zeichen ist, nicht selbst seinem Nominalwert
entsprechenden Realwert besitzt, also nicht aus der Form von zirkulierendem
Medium in die von Ware überhaupt übergehen und sein Gepräge abstreifen kann;
wenn es in seiner Existenz als Münze fest gebannt ist. Es folgt andererseits,
dass das Zeichen, die Geldmarke, zum Nominalwert des Geldes, das sie
repräsentiert, zirkulieren kann – ohne irgendwelchen eigenen Wert zu besitzen
–, soweit sie das Zirkulationsmittel nur in der Quantität repräsentiert, worin
es selbst zirkulieren würde. Bedingung dann aber zugleich, dass es selbst dann
entweder nur in so kleiner Quantität vorhanden ist, dass es nur in der
subsidiären Form zirkuliert, also keinen Augenblick aufhört, Zirkulationsmittel
zu sein (wo es beständig teils im Austausch für kleine Quanta Waren, teils bloß
zum Einwechseln des wirklichen Zirkulationsmittels dient), also nie
akkumulieren kann; oder es muss gar keinen Wert besitzen, so dass sein
Nominalwert nie verglichen werden kann mit seinem inneren Wert. Im letzteren
Fall ist es als bloßes
Zeichen
gesetzt,
das durch sich selbst auf den Wert als außer sich existierend hinweist. Im
anderen Fall kommt es nie dazu, dass sein innerer Wert in Vergleich mit seinem
Nominalwert gerät.

| Daher Verfälschungen des
Geldes sich sofort ausweisen; während

totale Vernichtung
seines Werts ihn

13
nicht
beschädigt. Es könnte sonst paradox aussehen, dass Geld durch wertloses Papier
ersetzt werden kann; aber die geringste Schwächung seines Metallgehalts es
depreziiert.

Überhaupt widerspricht die
doppelte Bestimmung des Geldes in der Zirkulation sich: als bloßes
Zirkulationsmittel zu dienen, wo es verschwindende Vermittlung ist; und
zugleich als Realisation der Preise, in welcher Form es sich akkumuliert und in
seine dritte Bestimmung als Geld umschlägt. Als Zirkulationsmittel wird es
abgenutzt; enthält also nicht den Metallgehalt, der es zur vergegenständlichten
Arbeit in einem fixen Quantum macht. Sein Entsprechen seinem Werte daher immer
mehr oder minder illusorisch. Ein Beispiel anzuführen.

Es ist wichtig, schon an diesem
Punkt im Geldkapitel die Bestimmung der Quantität hereinzubringen, aber grade
umgekehrt gefolgert, wie in der gewöhnlichen Doktrin. Geld kann ersetzt werden,
weil seine Quantität durch die Preise bestimmt ist, die es zirkuliert. Soweit
es selbst Wert hat – wie im subsidiären Zirkulationsmittel –, muss seine
Quantität bestimmt sein so, dass es nie als Äquivalent akkumulieren kann und in
der Tat immer nur figuriert als Nebenrad des eigentlichen Zirkulationsmittels.
Soweit es aber dies selbst ersetzen soll, darf es gar keinen Wert haben, d.h.,
sein Wert muss außer ihm existieren. Die variations

14
in der Zirkulation bestimmt durch amount
und number of transactions

15
.
(„Economist“.
[25.
Dezember 1847.]) Zirkulation kann steigen bei gleichbleibenden Preisen durch
Vermehrung des amount

16
von
Waren; bei gleichbleibendem amount durch Vermehrung der Preise derselben; durch
beides zusammen.

Bei dem Satz, dass die Preise
die quantity of currency

17
regulieren
und nicht die quantity of currency prices

18
, oder in anderen Worten, that trade regulates
currency

19
(die
Quantität des Zirkulationsmittels), and currency does not regulate trade, is,
of course, as our deduction has shown, supposed, that price is only value
translated into an other language

20
. Wert und durch die Arbeitszeit bestimmter Wert ist
die Voraussetzung. Es ist daher klar, dass dies Gesetz nicht gleichmäßig
anwendbar auf die fluctuations

21
der Preise in allen Epochen; z. B. in der
alten Welt, Rom z. B., wo das zirkulierende Medium nicht selbst aus der
Zirkulation entspringt, aus dem Exchange

22
, sondern durch Raub, Plünderung etc.

„Kein Land kann konsequenterweise mehr
als einen Maßstab haben; mehr als einen Maßstab, um den
Wert zu messen;
denn
dieser Maßstab muss einheitlich und unveränderlich sein. Kein Artikel hat einen
einheitlichen und unveränderlichen Wert gegen andere; einen solchen hat er nur
sich selbst gegenüber. Ein Goldstück ist stets von demselben Wert wie das
andere, von exakt derselben Feinheit, demselben Gewicht und an demselben Platz;
aber das lässt sich nicht von Gold und irgendeinem anderen Artikel sagen, z. B.
Silber.“ (
„Economist“.
[11.
Mai 1844.]
Vol.
I,
p.771.)
„Pfund
ist
nichts als ein Nennwert zur Berechnung, der Bezug hat auf eine gebotene und
festgelegte Menge Gold der dem Maßstab entsprechenden Qualität.“ (l. c.) „Zu
sprechen [davon], eine Unze Gold 5 l
.
statt
31. 17 sh 10½d wert zu machen, ist nur sagen, dass es künftighin in 5 goldene
20-Schillingstücke geprägt werden soll statt in 3 429/480 goldene
20-Schillingstücke. Wir würden dadurch nicht den
Wert des Goldes
ändern,
sondern nur das
Gewicht
und
folglich den
Wert des
Pfundes
oder des
goldenen
20-Schillingstücks.
Eine Unze Gold würde nach wie vor
denselben Wert relativ zu Weizen und allen anderen Waren haben, aber da ein
Pfund, obgleich denselben Namen wie früher tragend, einen kleineren Teil von
einer Unze Gold repräsentieren würde, so würde es dementsprechend eine kleinere
Quantität von Weizen und anderen Waren repräsentieren. Grade als wenn wir
sagten, dass ein
Quarter
Weizen nicht länger in 8, sondern in 12 Scheffel
geteilt sein
solle. Damit können wir nicht den Wert des Weizens ändern, sondern verringern
die Menge, enthalten in einem Scheffel, und folglich seinen Wert.“ (p. 772 l.
c.) „Welch zeitweiliger oder dauernder Wechsel immer stattfände [im Wert des
Goldes], sein
Preis
wird
immer ausgedrückt sein in demselben Geldbetrag; eine Unze Gold nach wie vor
sein 3 l
.
17
sh 10½d in unserem Geld. Der Wechsel in seinem Wert, angezeigt durch die
größere oder geringere Quantität anderer Waren, die es kaufen kann.“ (l. c. [,
15. Juni 1844.] p. 890.)

Die ideale Bar

23
zu vergleichen z. B. mit der
idealen Milrea
in
Brasilien

24
(ebenso
dem Pound

25
in
England während der Depreziation der Noten etc.). Was hier fix ist, ist der
Name
Milrea;
was
fluktuiert, ist das Quantum Gold oder Silber, das er ausdrückt. In Buenos Ayres
die currency inkonvertibles

26
Papiergeld (Papierdollars); diese Dollars
ursprünglich = 4sh 6d jeder; jetzt ungefähr 3¾d und has been so low as

27
1½ d. Eine
Elle cloth

28
früher
2 dls. wert, jetzt
nominell
28
dls. infolge des depreziierten Papers

29
.

„In Schottland kann von
dem
Austauschmittel,
nicht
zu verwechseln mit dem Wertmaßstab, in Höhe von 1 l
.
und mehr gesagt werden, dass es
ausschließlich aus Papiergeld besteht, und Gold ebenso Wertmaßstab, als wenn
nichts anderes zirkulierte, weil das Papiergeld konvertierbar ist in die
gleiche festgelegte Menge
dieses
Metalls; und zirkulierte nur im Vertrauen auf diese Konvertierbarkeit.“ ([l.c.,
5. Oktober 1844,] p. 1275.)

„Guinee sind
gehortet
in Zeiten des
Misstrauens.“
{
Thornton, p.48.)

Das
hoarding principle

30
, worin das Geld als selbständiger Wert
funktioniert, ist als
ein
Moment
notwendig, abgesehen von den frappanten Formen, worin
es erscheint, notwendig bei dem auf der Geldzirkulation beruhenden Austausch;
da jeder, wie A. Smith

31
sagt,
neben seiner eigenen Ware die medial quantity

32
, bestimmte Proportion der „allgemeinen Ware“
braucht.

„
Der Mann im Handel besitzt Eigentum im Handel.“
(l.c.
p. 21.)}

„Gleiche Kapitalien, oder in
anderen Worten, gleiche Mengen aufgehäufter Arbeit werden oft verschiedene
Mengen unmittelbarer Arbeit in Bewegung setzen, ändert aber nichts an der
Sache.“ (p. 29/30.
Torrens,
„An
Essay on the Production of Wealth“, London 1801.) „In der frühen Periode der
Gesellschaft ist es die Gesamtmenge der in der Produktion verausgabten Arbeit,
aufgehäufter und unmittelbarer, die
den
relativen Wert der Waren bestimmt.
Sobald aber Kapital
angehäuft und eine Klasse von Kapitalisten sich unterscheidet von einer anderen
von Arbeitern, sobald derjenige, der in irgendeinem Gewerbezweig als
Unternehmer auftritt, seine eigene Arbeit nicht selbst verrichtet, sondern dazu
Subsistenzmittel und Materialien an andere vorschießt, dann ist es die in der
Produktion aufgewendete Summe Kapital oder die Menge aufgehäufter Arbeit, die
die Tauschkraft der Waren bestimmt.“ (p. 33,34.) „Solange zwei Kapitalisten
gleich, ihre Produkte von
gleichem
Wert,
wie auch immer wir die Menge unmittelbarer Arbeit
verändern mögen, die sie in Bewegung setzen oder die ihre Produkte erheischen.
Sind sie ungleich, ihre Produkte von ungleichem Wert, auch wenn die Gesamtmasse
der auf sie aufgewandten Arbeit genau gleich sein sollte.“ (p. 39.) „Also nach
dieser Trennung von Kapitalisten und Arbeitern ist es die Summe Kapital, die
Menge aufgehäufter Arbeit und nicht, wie vor dieser Trennung, die Summe
aufgehäufter
und
unmittelbarer
in der Produktion aufgewandter Arbeit, die den Tauschwert bestimmt.“ (l.c.)

Die Konfusion des Herrn Torrens
richtig gegen die abstract way

33
der Ricardians. An sich
grundfalsch. Erstens die Bestimmung des Werts durch die reine Arbeitszeit
findet nur statt auf Grundlage der Produktion | von Kapital, also der
Trennung der 2 Klassen. Das Gleichsetzen der
Preise,
in consequence of the same average
rate of profit

34
–
(und dies even

35
cum
grano salis) – hat
nichts
mit
der Bestimmung des Werts zu tun,
unterstellt
ihn
vielmehr. Die Stelle wichtig, um die Konfusion der Ricardians zu zeigen.

Die Rate des Mehrwerts als
Profit ist bestimmt 1. durch die Größe des Mehrwerts selbst; 2. durch das
Verhältnis der lebendigen Arbeit zur accumulated

36
(der Ration des in Salair expended Capital
to the Capital employed as such

37
). Die beiden Ursachen, die 1. und 2. bestimmen,
besonders

zu untersuchen. Das Gesetz von der Rente z. B.
gehört in eins. Einstweilen unterstellt die notwendige Arbeit als solche; d.h.,
dass der Arbeiter stets nur das notwendige Minimum des Salairs erhält. Diese
Unterstellung ist natürlich nötig, um die Gesetze des Profits, soweit sie nicht
durch Steigen und Fallen des Arbeitslohns oder durch den Einfluss des
Grundeigentums bestimmt sind, festzusetzen. Die
festen
Unterstellungen
werden alle selbst flüssig im Fortgang der Entwicklung. Aber bloß dadurch, dass
sie im Anfang fixiert werden, ist Entwicklung möglich,
without confounding
everything. Besides it is practically sure, that, for instance, however the
Standard of necessary labour may differ at various epochs and in various
countries, or how much, in consequence of the changing prices of raw produce,
its ratio, or, in consequence of the demand and supply of labour its amount and
ratio may change, at any given epoch the Standard is to be considered and acted
upon as a fixed one by Capital. To consider those changes themselves belongs
altogether to the chapter treating of wages-labour
.
38

„Der Tauschwert wird nicht von
den absoluten, sondern durch die relativen Produktionskosten bestimmt. Wenn die
Kosten für die Produktion von Gold die gleichen blieben, während sich die
Produktionskosten aller anderen Dinge verdoppelten, dann besäße Gold gegenüber
allen anderen Dingen weniger Kaufkraft als zuvor; und sein Tauschwert würde um
die Hälfte sinken; und diese Verminderung in seinem Tauschwert präzis dieselbe
in der Wirkung, als wenn die Produktionskosten aller anderen Dinge unverändert
geblieben wären, während die Produktionskosten des Goldes um ½ reduziert worden
wären.“ (p. 56, 57.
Torrens,
l.
c.)

Dies wichtig für Preise. Für
Bestimmung des Werts absolut nicht; bloße Tautologie. Der Wert einer Ware ist
bestimmt durch die Quantität Arbeit, die sie enthält, heißt, dass sie sich
austauscht gegen dieselbe Quantität Arbeit in jeder anderen Form des Gebrauchswerts.
Es ist daher klar, dass, wenn die zur Produktion des Gegenstandes a nötige
Arbeitszeit sich doubles

39
,
nur mehr ½ von ihm = seinem früheren Äquivalent b. Da die Äquivalenz bestimmt
ist durch die Gleichheit der Arbeitszeit oder Arbeitsquantums, ist der
Unterschied des Werts of course

40
bestimmt durch die Ungleichheit derselben,
oder die Arbeitszeit ist Maß des Werts.

„1826 befähigte die verschiedenartige
Maschinerie, die zur Verarbeitung von Baumwolle benutzt wurde, 1 Mann, um die
Arbeit von 150 auszuführen. Nun gesetzt, nur 280000 Mann seien jetzt darin
beschäftigt, so hätten ein halb Jahrhundert früher 42 000 000 drin sein
müssen.“ (p. 72.)
(Hodgskin
.)
41
„Der
relative Wert der Edelmetalle im Verhältnis zu anderen Waren bestimmt, wie viel
von ihnen für andere Dinge gegeben werden müssen; und die Zahl der Verkäufe,
die während einer bestimmten Periode vorgenommen werden sollen, bestimmen die
erforderliche Menge an Geld, insoweit als Geld das Instrument ist, diese
Verkäufe zu bewirken.“ (l.c. p. 188.)

„Reichlich Grund anzunehmen,
dass die Praxis, Münzen zu prägen, ursprünglich von einzelnen ausging, die sie
weiterführten, bevor Regierungen sie aufgriffen und monopolisierten. So lange
in Russland der Fall.“ (Sieh
Storch
.
)
42
(l. c. p. 195 Note.)

Hodgskin ist anderer Ansicht
wie der romantische Müller:

„Die Münze prägt nur, was
Einzelpersonen bringen, und höchst unverständlicherweise berechnet man ihnen
nichts für die Prägearbeit, und sie besteuern die Nation zugunsten derjenigen,
die mit Geld handeln.“ (p. 194.
„Popular
Polit. Econ.“
etc. London, 1827.)

1
In
der Handschrift: muss

2
Plinius,
„Historia naturalis“, XVIII, 3, 12.

Marx zitiert
nach Garniers „Histoire de la monnaie ...“, t. 2, Paris 1819, p. 7,
der nur Buch (lib. 18) und Kapitel (cap. 3) von Plinius’ Werk angibt.

3
In
der Handschrift steht „Durch Vergleich“. Im Londoner Exzerptheft III von 1850,
dem diese Auszüge entnommen sind, steht richtig „Vergeblich“, das dem
französischen Wort „Vainement“ entspricht. Marx las es als „Vergleich“ und
setzte die Präposition „Durch“ davor.

4
ohne
Rest aufgehenden

5
Wertmaßstab

6
In
seinem Buch „Elemente der Staatskunst.. .“,T. 2, Berlin 1809, S. 190, stellt
Adam Heinrich Müller die „höhere Sicherheit“ seiner „Resultate“ der „gemeinen
Arithmetik“ mit „ihrer unbestimmten Bestimmtheit“ gegenüber.

7
in
der Handschrift: Zirkulationsmittel

8
Ersatzzirkulationsmittel

9
Großhandelsaustausch

10
Hilfswährung

11
Einzelhandel

12
wahren Wert

13
seinen Nominalwert

14
Veränderungen

15
Menge und Anzahl der Transaktionen

16
der Menge

17
Menge der Umlaufmittel

18
Menge der Umlaufmittel die Preise

19
dass Handel den Geldumlauf reguliert

20
und der Geldumlauf nicht den Handel reguliert, wird
selbstverständlich, wie unsere Schlussfolgerung zeigte, angenommen, dass Preis
nur Wert, in eine andere Sprache übersetzt, bedeutet

21
Schwankungen

22
Austausch

23
Barre

24
in der Handschrift: Buenos Ayres

25
Pfund

26
Währung nichtkonvertierbares

27
stand so niedrig wie

28
Tuch

29
Papiergeldes

30
Prinzip des Hortens

31
Adam Smith, „An inquiry ...“, vol. 1, London 1835,
p.85.

32
Durchschnittsmenge

33
abstrakte Art

34
infolge der gleichen durchschnittlichen Profitrate

35
eben

36
aufgehäuften

37
verausgabten Kapitals zum Kapital, das als solches
angewandt wurde

38
ohne alles durcheinander zu bringen. Außerdem ist es
beispielsweise nahezu sicher, dass in jeder bestimmten Epoche das Maß der
notwendigen Arbeit vom Kapital als festgelegt betrachtet und so behandelt
werden muss; unabhängig davon, wie dieses Maß sich in verschiedenen Epochen und
verschiedenen Ländern auch unterscheiden mag oder inwieweit sein Verhältnis
infolge von Nachfrage nach und Angebot an Arbeit Menge und Verhältnis sich auch
ändern mögen. Die Betrachtung dieser Veränderungen selbst gehört insgesamt in
das Kapitel, das sich mit der Lohnarbeit befasst.

39
verdoppelt

40
selbstverständlich

41
Thomas Hodgskin, „Popular political economy ...“,
London 1827, p.72.

Marx fügte die Jahreszahl
1826
ein, weil Hodgskin
einen Artikel aus der „Quarterly Review“ (London) vom Juni 1826 zitiert.

42
Henri Storch, „Cours d’économie politique ...“, t. 2,
Paris 1823, p. 128/129.

### [Maschinerie und Profit]

Nach allen diesen
Abschweifungen über Geld – und wir werden sie noch gelegentlich wieder
aufzunehmen haben, bevor ending this chapter

1
– kehren wir zurück zum point de depart

2
(siehe p. 25.)
Als Beispiel, wie auch in der manufakturierenden Industrie die Verbesserung der
Maschinerie und die durch sie bewirkte Vermehrung der Produktivkraft
Rohmaterial
schafft
(relativement

3
),
statt absolute Vermehrung desselben zu verlangen:

„Das
Fabriksystem
im
Leinenhandel ist sehr neu. Vor 1828 die große Masse von Leinengarn in Irland
und England mit der Hand gesponnen. Um diese Zeit die Maschinen für die
Flachsspinnerei so verbessert, besonders durch die Ausdauer von Herrn
Peter Fairbairn in Leeds, dass es in sehr allgemeinen Gebrauch kam.
Von dieser Zeit an Spinnereien sehr extensiv errichtet zu Belfast und anderen
Teilen von Nordirland wie in verschiedenen Teilen in Yorkshire, Lancashire und
Schottland zum Spinnen feiner Garne, und in wenigen Jahren Handspinnen
aufgegeben. Garn für feine Tuche jetzt fabriziert von dem, was vor 20 Jahren
als Abfall fortgeworfen wurde.“
(„Economist“.
31. Aug. 1850.)

Bei aller Anwendung von
Maschinerie – betrachten wir zunächst den case

4
so, wie er sich unmittelbar gibt, dass ein
Kapitalist einen Teil seines Kapitals,

statt in unmittelbare
Arbeit zu stecken, in Maschinerie steckt – wird ein Teil des Kapitals
weggenommen der variablen und sich vervielfältigenden Portion desselben, d. h.
der, die sich mit lebendiger Arbeit austauscht, um sie hinzuzufügen dem
konstanten Teil, dessen Wert nur reproduziert oder erhalten wird im Produkt.
Dies geschieht aber, to make the remaining portion more productive

5
.
Erster Casus: Der Wert der Maschinerie
gleich dem Wert der Arbeitsvermögen, die sie ersetzt.
In
diesem Falle würde der neu produzierte Wert vermindert, nicht vermehrt, falls
die Surplusarbeitszeit des restierenden Teils des Arbeitsvermögens nicht in
demselben Maße wüchse, wie ihre Anzahl vermindert ist. Wenn von 100 Arbeitern
50 entlassen und durch Maschinerie ersetzt werden, so müssen diese 50
restierenden soviel Surplusarbeitszeit schaffen wie früher die 100. Arbeiteten
jene täglich auf 1200 Arbeitsstunden 200 Arbeitsstunden Surplusarbeitszeit, so
müssen jetzt die 50 so viel Surplusarbeitszeit schaffen; also täglich 4
Stunden, wenn jene nur 2. In diesem Falle bleibt die Surplusarbeitszeit, 50 x 4
= 200, dieselbe wie vorhin, 100 x 2 = 200, obgleich die absolute Arbeitszeit
sich vermindert hat. In diesem Falle der case für das Kapital, dem es nur um
Produktion von Surplusarbeit zu tun, derselbe. In diesem Falle würde das
verarbeitete Rohmaterial dasselbe bleiben; also die Auslage dafür; die für
Arbeitsinstrument hätte sich vermehrt; die für Arbeit vermindert. Der Wert des
Totalprodukts wäre derselbe, weil = derselben Summe von vergegenständlichter
und Surplusarbeitszeit. Ein solcher case wäre durchaus keine Incentiv

6
für das Kapital.
Was es auf der einen Seite an Surplusarbeitszeit gewönne, würde es verlieren an
dem Teil des Kapitals, der als vergegenständlichte Arbeit in die Produktion
träte, d. h. als invariabler Wert. Indes ist zu bedenken, dass die Maschinerie
an die Stelle unvollkommenerer Produktionsinstrumente tritt, die einen
bestimmten Wert besaßen; d. h. gegen bestimmte Summe Geldes eingetauscht waren.
Wenn nicht für den Kapitalisten im Geschäft, so für den, der das Geschäft neu
beginnt, geht von den Kosten der Maschinerie ab der Teil des Kapitals, der auf
der unvollkommenen Stufe der Produktivkraft angewandt war.

| Wenn also z. B., sobald
die Maschine für 1200 l. (50 Arbeitsvermögen) eingeführt wird, eine frühere
Ausgabe sage von 240 Pfund auf Produktionsinstrumente wegfällt, so beläuft sich
die Mehrausgabe des Kapitals nur auf 960 l.; den Preis für 40 Arbeiter das
Jahr. In diesem Fall also, wenn die restierenden 50 Arbeiter zusammen exakt
ebenso viel Surplusarbeit produzieren wie früher die 100, so jetzt 200
Surplusarbeitsstunden produziert mit Kapital von 2160; früher mit Kapital von
2400. Die Anzahl der Arbeiter hat um die

Hälfte abgenommen,
die absolute Surplusarbeit ist dieselbe geblieben, nach wie vor 200
Arbeitsstunden; das in Arbeitsmaterial ausgelegte Kapital ist auch dasselbe
geblieben; aber das Verhältnis der Surplusarbeit zu dem invariablen Teil des
Kapitals hat sich absolut vermehrt.

Da das in Rohmaterial
ausgelegte Kapital dasselbe geblieben, das in Maschinerie ausgelegte vermehrt,
aber nicht in demselben Verhältnis wie das in Arbeit ausgelegte vermindert; so
die
Gesamtauslage des
Kapitals abgenommen
; die Surplusarbeit dieselbe geblieben, also
gewachsen im Verhältnis zum Kapital, nicht nur im Verhältnis, worin die
Surplusarbeitszeit wachsen muss, um dieselbe zu bleiben bei halb soviel
Arbeitern, sondern um mehr; nämlich um das Verhältnis, worin die [Auslage] für
die alten Produktionsmittel abgeht von den Kosten der neuen.

Einführung von Maschinerie –
oder allgemeiner Vermehrung der Produktivkraft so, dass diese Produktivkraft selbst
zu ihrem Substrat vergegenständlichte Arbeit hat, also kostet; wenn also ein
Teil des früher gegen Arbeit ausgelegten Teils des Kapitals ausgelegt wird als
Bestandteil des als bleibender Wert in den Produktionsprozess tretenden Teils
des Kapitals – kann nur stattfinden, wenn das Verhältnis der Surplusarbeitszeit
nicht nur dasselbe bleibt, also wächst im Verhältnis zu der angewandten
lebendigen Arbeit, sondern in größerem Verhältnis wächst als das Verhältnis des
Werts der Maschinerie zum Wert der entlassenen Arbeiter. Dies kann geschehen,
entweder weil die ganze Ausgabe abgezogen werden muss, die für das frühere
Produktionsinstrument gemacht war. In diesem Fall
vermindert sich die Gesamtsumme des
ausgelegten Kapitals,
und obgleich sich das Verhältnis der
Gesamtsumme der angewandten Arbeit im Verhältnis zum konstanten Teil des
Kapitals vermindert hat, ist die Surplusarbeitszeit dieselbe geblieben und
daher gewachsen nicht nur in Bezug auf das in Arbeit ausgelegte Kapital, gegen
die notwendige Arbeitszeit, sondern gegen das Gesamtkapital; den Gesamtwert des
Kapitals, weil dieser sich vermindert hat. Oder der Wert für Maschinerie mag so
groß sein wie der früher in lebendige, nun überflüssig gewordene Arbeit
ausgelegte; aber das Verhältnis der Surplusarbeit des restierenden Teils des
Kapitals hat sich vermehrt, so dass die 50 Arbeiter nicht nur soviel
Surplusarbeit liefern wie früher die 100, sondern mehr. Sage z.B. jeder statt 4
Stunden, 4¼Stunden. In diesem Falle ist aber größerer Teil des Kapitals
für Rohmaterial etc., kurz, größeres Gesamtkapital erforderlich. Wenn ein
Kapitalist, der früher für 2400 l. jährlich 100 Arbeiter beschäftigte, 50
entlässt und eine Maschine für 1200 l. an ihre Stelle setzt, so ist diese
Maschine – obgleich sie ihm soviel kostet, wie früher 50 Arbeiter – das Produkt
von weniger Arbeitern, weil er dem Kapitalisten, von dem er die Maschine kauft,
nicht nur die notwendige Arbeit, sondern auch die Surplus-

arbeit
zahlt. Oder er hätte einen Teil der Arbeiter für nur notwendige Arbeit
angewandt, wenn er selbst die Maschine bauen ließ. Im Fall der Maschinerie also
Vermehrung der Surplusarbeit mit absoluter Verminderung der notwendigen
Arbeitszeit. Sie kam begleitet sein, sowohl von absoluter Verminderung des
angewandten Kapitals wie mit Wachstum desselben.

Der
Mehrwert
als vom
Kapital selbst gesetzt und gemessen durch sein numerisches Verhältnis zum
Gesamtwert des Kapitals ist der
Profit.
Die
lebendige Arbeit, als angeeignet und absorbiert vom Kapital, erscheint als
seine eigene Lebenskraft; seine selbstreproduzierende Kraft, zudem noch
modifiziert durch seine eigene Bewegung, die Zirkulation, und die seiner
eigenen Bewegung angehörige Zeit, die Zirkulationszeit. So erst ist das Kapital
gesetzt als sich selbst perennierender und vervielfältigender Wert, indem es
sich als vorausgesetzter Wert von sich selbst als gesetztem Wert unterscheidet.
Da das Kapital ganz in die Produktion tritt und als Kapital seine verschiedenen
Bestandteile sich nur formell voneinander unterscheiden, gleichmäßig Wertsummen
sind, so erscheint ihnen das Wertsetzen gleichmäßig immanent. Außerdem, da der
Teil des Kapitals, der sich gegen Arbeit austauscht, nur produktiv wirkt,
sofern die anderen Teile des Kapitals
mit gesetzt
sind – und das Verhältnis dieser Produktivität
bedingt ist durch die Wertgröße etc., verschiedene Bestimmung dieser Teile
zueinander (als Capital fixe etc.), so erscheint das Setzen des Mehrwerts, des
Profits, durch alle Teile des Kapitals gleichmäßig bestimmt. Weil einerseits
die Bedingungen der Arbeit als objektive Bestandteile des Kapitals gesetzt
sind, andererseits die Arbeit selbst als ihm einverleibte Aktivität, so
erscheint der ganze Arbeitsprozess als sein eigener Prozess und das Setzen des
Mehrwerts als sein Produkt, dessen Größe daher auch nicht gemessen wird durch
die Surplusarbeit, die es den Arbeiter zu tun zwingt, sondern als vergrößerte
Produktivität, die es der Arbeit verleiht. Das eigentliche Produkt des Kapitals
ist der Profit. Insofern ist es jetzt als Quelle des Reichtums gesetzt.
Insofern es aber Gebrauchswerte schafft, produziert es Gebrauchswerte, aber
durch
den Wert bestimmte
Gebrauchswerte:

„Der Wert schafft das
Produkt“.
(Say.)

7

Es produziert demnach für den
Konsum. Insofern es sich verewigt durch die beständige Erneuerung der Arbeit,
erscheint es als der permanente Wert, vorausgesetzt für die Produktion, die von
seiner Erhaltung abhängt. Soweit es sich stets von neuem gegen Arbeit
austauscht, erscheint es als Arbeitsfonds. Der Arbeiter kam natürlich nicht
produzieren ohne die gegenständlichen Bedingungen der Arbeit. | Diese nun
sind im Kapital von ihm getrennt, stehen ihm selbständig gegenüber. Er kam sich
zu ihnen als Bedingungen der Arbeit nur verhalten, soweit seine Arbeit selbst
vorher vom Kapital angeeignet ist.

Vom Standpunkt des Kapitals erscheinen
nicht die objektiven Bedingungen der Arbeit als notwendig für den Arbeiter,
sondern dies, dass sie
selbständig
ihm gegenüber existieren
–
seine Trennung von ihnen, ihre ownership

8
durch den
Kapitalisten,
und dass die Aufhebung dieser Trennung nur vor
sich geht, indem er seine produzierende Kraft an das Kapital abtritt, wogegen
dies ihn als abstraktes Arbeitsvermögen erhält, d. h. eben als bloßes Vermögen,
den Reichtum als es selbst beherrschende Kraft sich gegenüber im Kapital zu
reproduzieren.

Alle Teile des Kapitals tragen
also gleichzeitig Profit, sowohl der zirkulierende Teil (ausgelegt in
Arbeitslohn und Rohmaterial etc.) wie der in Capital fixe ausgelegte. Das
Kapital kann sich nun selbst reproduzieren entweder in der Form von zirkulierendem
Kapital oder in der Form von fixem Kapital. Da wir vorhin, bei Betrachtung der
Zirkulation, gesehen haben, dass sein Wert in verschiedener Form retourniert

9
, je nachdem er in
einer dieser beiden Formen vorausgesetzt ist, und da vom Standpunkt des Profit
produzierenden Kapitals der Wert nicht einfach retourniert, sondern der Wert
des Kapitals und der Profit, der Wert als er selbst und als sich verwertend, so
wird in diesen beiden Formen das Kapital in verschiedener Form als
profitbringend gesetzt sein. Das zirkulierende Kapital geht ganz in die
Zirkulation ein mit seinem Gebrauchswert als Träger seines Tauschwerts und
tauscht sich so gegen Geld um. D. h. also, es wird verkauft – ganz, obgleich
jedes Mal nur ein Teil davon in die Zirkulation tritt. In einem Umschlag aber
ist es als Produkt ganz in die Konsumtion (sei diese nun individuelle oder
selbst wieder produktive) übergegangen und hat sich völlig als Wert
reproduziert. Dieser Wert schließt ein den Mehrwert, der jetzt als Profit
erscheint. Es wird entäußert als Gebrauchswert, um als Tauschwert realisiert zu
werden. Es ist dies also
Verkauf
mit Profit.
Dagegen haben wir gesehen, dass das Capital fixe
nur portionsweise retourniert im Laufe mehrerer Jahre, mehrerer Zyklen des
Capital circulant, und zwar nur im Maße, wie es verbraucht wird (damals im
unmittelbaren Produktionsakt), als Tauschwert in die Zirkulation tritt und als
solcher retourniert. Das Eintreten sowohl wie das Retournieren des Tauschwerts
ist aber jetzt gesetzt als Eintreten und Retournieren nicht nur des
Kapitalwerts, sondern zugleich des Profits, so dass dem aliquoten

10
Teil Kapital
ein aliquoter Teil Profit entspricht.

„Der Kapitalist erwartet
gleichen Vorteil auf alle Teile des Kapitals, die er vorstreckt.“ (
Malthus. „Principles of Political
Economy“, 2 ed. Lond. 1836,
p.268.)

„Vielleicht am engsten sind
Reichtum und Wert verbunden in der Notwendigkeit des letzteren für die
Produktion des ersteren.“ (l. c. p. 301.)

{„Das
fixe Kapital“
(in den Baumwollfabriken)
„gewöhnlich = 4 : 1 zum zirkulierenden, so dass, wenn ein Fabrikant 50.000 l.
hat, er 40.000 l. verausgabt in der Errichtung seiner Fabrik und der Ausrüstung
mit Maschinerie und nur 10.000 l. für den Einkauf von Rohmaterial (Baumwolle,
Kohle usw.) und dem Zahlen der Löhne.“
(Nassau
W. Senior, „Letters on the Factory Act“,
etc. 1837. 11,
12.) „Das fixe Kapital unterliegt ununterbrochenem Verschleiß, nicht allein der
Abnutzung, sondern auch von beständigen mechanischen Verbesserungen …“ (l. c.)

„Unter dem gegenwärtigen Gesetz
kann keine Fabrik, worin Personen unter 18 Jahren beschäftigt, länger als 11½
Stunden täglich arbeiten, d. h. 12 Stunden für 5 Tage und 9 am Samstag. Nun,
die folgende Analyse zeigt, dass in einer solchen Fabrik der ganze
Reingewinn
von
der
letzten Stunde
abgeleitet
wird. Ein Fabrikant investiere 100.000 l. – 80.000 in Fabrikgebäude und Maschinerie
und 20.000 in Rohmaterial und Arbeitslohn. Das jährliche Einkommen der Fabrik,
vorausgesetzt, das Kapital schlage einmal jährlich um und das Gesamteinkommen
betrage 15%, muss seine Ware 115.000 l. wert sein, reproduziert durch die
beständige Verwandlung und Rückverwandlung der 20.000 l. zirkulierenden
Kapitals von Geld in Waren und von Waren in Geld“ (tatsächlich die Verwandlung
und Rückverwandlung von Surplusarbeit erst in Ware und dann wieder in
notwendige Arbeit etc.), „in Perioden etwas länger als 2 Monaten. Von diesen
115.000 l. produziert jede der 23 halben Arbeitsstunden 5/115 oder 1/23. Von
den 23/23, die das Ganze der 115.000 konstituieren, 20/23
,
d. h. 100000 l. von
den 115.000 ersetzen nur das Kapital, 1/23 oder 5000 von den 115.000
ersetzen die Abnutzung der Fabrik und der Maschinerie. Die übrig bleibenden
2/23, d. h. die letzten 2 der täglichen 23 halben Stunden, produzieren den Nettoprofit
von 10%. Wenn daher (bei gleichbleibenden Preisen) die Fabrik 13 Stunden bei
der Arbeit gehalten werden könnte statt 11½
,
so
würde mit einer Zulage von ungefähr 2600 l. zum zirkulierenden Kapital der
Nettoprofit mehr als verdoppelt werden.“ [p. 11, 12.]

(I. e. 2600 würden bearbeitet
werden, ohne dass mehr Capital fixe verhältnismäßig gebraucht und ohne Zahlung
der
Arbeit at all

11
.
Der
gross und net profit

12
ist
= dem Material, das
umsonst
für
den Kapitalisten verarbeitet wird, und da ist natürlich eine Stunde mehr =
100%, wenn die Surplusarbeit, wie Herr Scheiße falsch voraussetzt, nur =
1/12 Tag oder nur 2/23, wie Senior sagt).

„Andrerseits, wenn die
Arbeitsstunden täglich nur 1 Stunde täglich reduziert (bei gleichbleibenden
Preisen), würde der Nettoprofit zerstört sein; wenn reduziert um
Vl2
Stunden, auch das
Gesamteinkommen. Das zirkulierende Kapital würde ersetzt sein, aber es würde
keinen Fonds zur Kompensation des fortschreitenden Verschleißes des fixen
Kapitals geben.“ (12, 13.)

(So falsch die Data des Herrn
Senior, so wichtig seine Illustration für unsere Theorie.)

„Das Verhältnis des fixen Kapitals zum
zirkulierenden wächst beständig aus 2 Gründen: 1. der Tendenz mechanischer
Verbesserungen, die immer mehr von Produktionsarbeit der Maschinerie überlässt,
2. dem Verbessern der Transportmittel und der folgerichtigen Verminderung des
Vorrats an Rohmaterial, der im Besitz des Fabrikanten auf Verarbeitung wartet.
Früher, als Kohle und Baumwolle auf dem Wasserwege kamen, zwangen ihn
Unsicherheit und Unregelmäßigkeit der Zufuhr, Vorräte für den Verbrauch von 2
oder 3 Monaten bereitzuhalten. Heute beliefert ihn eine Eisenbahn
allwöchentlich oder vielmehr Tag für Tag direkt vom Hafen oder der Grube. Unter
solchen Umständen rechne ich voll und ganz damit, dass in sehr wenigen Jahren
sich das fixe Kapital anstelle seiner gegenwärtigen Proportion wie 6 oder 7
oder sogar 10 zu 1 zum zirkulierenden verhalten wird und dass
folglich die Beweggründe zur
Verlängerung der Arbeitszeit noch stärker werden, da dies das einzige Mittel
ist, den großen Anteil fixen Kapitals gewinnbringend zu machen.
,Wenn
ein Ackersmann seinen Spaten niederlegt, sagte mir Herr Ashworth, macht er für
diese Periode ein Kapital von 18 d nutzlos. Wenn einer von unseren Leuten die
Fabrik verlässt, macht er ein Kapital nutzlos, das 100000 l.

13
gekostet
hat.‘“ (13. 14.)}

(Dies sehr schöner Beweis,
dass, unter der Herrschaft des Kapitals, die Anwendung der Maschinerie nicht
Arbeit abkürzt; sondern verlängert. Was sie abkürzt, ist die notwendige Arbeit,
nicht die für den Kapitalisten notwendige. Da das Capital fixe entwertet wird,
soweit es nicht in der Produktion verwandt, das Wachstum desselben verbunden
mit der Tendenz, die Arbeit
perpetuierlich
zu
machen. Was nun den anderen von Senior hervorgehobenen Punkt angeht, so wäre
| die Abnahme des Capital circulant im Verhältnis zum Capital fixe so groß,
wie er annimmt, wenn Preise konstant blieben. Ist aber z. B. cotton

14
, nach
Durchschnittsberechnung unter seinen average price

15
gefallen, so wird der Fabrikant so große
Vorräte einkaufen, als ihm sein Capital flottant

16
erlaubt und vice versa. Bei Kohle, wo die
Produktion gleichmäßig und keine besonderen Umstände ein außerordentliches
Steigen der Nachfrage vermuten lassen, dagegen Seniors Bemerkung richtig. Wir
haben gesehen, dass der Transport (und Kommunikationsmittel daher) die
Zirkulation nicht bestimmen, soweit sie selbst das Bringen des Produkts auf den
Markt oder seine Verwandlung in Ware betreffen. Denn nach dieser Seite hin sind
sie selbst in der Produktionsphase eingeschlossen. Aber sie bestimmen die Zirkulation,
soweit sie 1. den Return

17
bestimmen;
2. die Rückverwandlung des Kapitals aus der Geldform in die der
Produktionsbedingungen. Der Kapitalist braucht um so geringeren Vorrat zu
kaufen von Material und matières instrumentales

18
, je rascher und ununterbrochener ihre Zufuhr. Er
kann also um so öfter dasselbe

capital circulant in diese
Form Umschlagen oder reproduzieren, statt es als Capital dormant

19
liegen zu
haben. Andererseits, wie Sismondi schon bemerkt hat, wirkt das aber
auch wieder dahin, dass der Retailkaufmann

20
, der shop-keeper

21
, um so rascher seinen Vorrat erneuern kann, also
auch weniger nötig hat, Waren im Vorrat zu halten, weil er jeden Augenblick das
supply

22
erneuern
kann. Alles dies zeigt, wie bei der Entwicklung der Produktion die Akkumulation
im Sinne des Hoarden

23
verhältnismäßig
abnimmt; zunimmt nur in der Form von Capital fixe, während aber die
kontinuierliche gleichzeitige Arbeit (Produktion) sowohl der Regelmäßigkeit,
der Intensivität und dem Umfang nach zunimmt. Die Geschwindigkeit der
Transportmittel, zugleich mit ihrer Allseitigkeit, verwandelt mehr und mehr
(mit Ausnahme von agriculture

24
) die Notwendigkeit von antecedent labour, as far
as circulating Capital is concerned

25
, in die von gleichzeitiger, voneinander
abhängender, differenzierter Produktion. Diese Bemerkung wichtig bei dem
Abschnitt über Akkumulation.)}

„
Unsere Baumwollfabriken wurden zu Beginn volle 24 Stunden
in Betrieb gehalten.
Die Schwierigkeit, die Maschinerie zu
säubern und zu reparieren, sowie die Teilung der Verantwortung, die aus der
Notwendigkeit hervorging, einen doppelten Stab an Aufsehern, Buchhaltern usw.
zu beschäftigen, haben diese Praxis nahezu beendet, aber bis der Hobhouse-Act die
Wochenstunden auf 69 herabsetzte, arbeiteten unsere Fabriken im allgemeinen 70
bis 80 Stunden wöchentlich.“ (p. 15,l. c.)

„Nach Baines kann
eine erstklassige Baumwollspinnerei nicht gebaut, mit Maschinerie eingerichtet
und mit Dampfmaschinen und Gasanlagen ausgerüstet werdenfür weniger als 100.000
l
.
Eine
Dampfmaschine von 100 Pferdekräften dreht 50.000 Spindeln, die pro Tag 62.500
Meilen feines Baumwollgarn produzieren können. In einer solchen Fabrik spinnen
1000 Menschen soviel Garn wie 250.000 Menschen ohne Maschinerie.“ (p.75.
S. Laing „National Distress“
etc. London, 1844.)

26

„Wenn
Profite fallen,
neigt
das zirkulierende Kapital in gewissem Ausmaß dazu, sich in
fixes Kapital
zu
verwandeln. Wenn Zins 5%, wird Kapital nicht zum Bau neuer Straßen, Kanäle oder
Eisenbahnen eingesetzt, bis diese Arbeiten einen entsprechend hohen Prozentsatz
abwerfen; wenn aber der Zins nur 4 oder 3 %, würde Kapital für solche
Verbesserungen vorgeschossen, wenn es nur einen proportionell niedrigen
Prozentsatz erlangte.
Aktiengesellschaften
zur
Durchsetzung bedeutender Verbesserungen sind natürliche Abkömmlinge einer
fallenden Profitrate. Sie regt auch Einzelpersönlichkeiten dazu an, ihr Kapital
in Form von Gebäuden und Maschinerie festzulegen.“ (p. 232.
Hopkins.
(Th.)
„Great Britain for the last 40 years“
etc. London, 1834.)

„McCulloch schätzt so die
Anzahl und Einkommen derer ein, die sich mit der Baumwollmanufaktur befassen:

833.000

Weber, Spinner, Bleicher etc.
für 24 l. pro Kopf im Jahr

£
20.000.000

111.000

Tischler, Maschinisten,
Maschinenbauer etc. für 30 l. pro Kopf im Jahr

£
3.333.000

Profit, Oberaufsicht, Kohle
und Material für Maschinen

£
6.667.000

944.000

£
30.000.000

Von den 6⅔ Millionen sind
2 Millionen für Kohle, Eisen und sonstige Materialien, für Maschinerie und
andere Ausgaben vorgesehen, die für je £30 im Jahr 66.666 Beschäftigung geben
würde; das ergibt eine Gesamtzahl der Beschäftigten von 1.010.666; diesen
hinzuzufügen ½ die Zahl an Kindern, Alten usw., die von den Arbeitenden
abhängig sind, oder zusätzliche 505.330; das ergibt eine Gesamtzahl von
1.515.996 Personen, deren Unterhalt mit Löhnen bestritten wird. Diesen
hinzuzufügen die, die direkt oder indirekt von den 4⅔ Millionen Profit
usw. unterhalten werden.“
(Hopkins
l.
c. 336, 337.)

Nach dieser Berechnung also
833.000 direkt in der Produktion engagiert; 176.666

27
in der
Produktion der machinery

28
und
der matières instrumentales, die bloß erheischt infolge der Anwendung der
Maschinerie. Die letzteren aber berechnet zu 30 l. per Kopf; um also ihre Zahl
aufzulösen in labour of the same quality

29
als die der 833.000, zu berechnen at 24 l.
per head

30
; danach
gäben 5.333.000 l
.
About

31
222.208
Arbeiter; dies gäbe about 1 in der Produktion der Maschinerie und matières
instrumentales Beschäftigten auf 33/4 in der Produktion des cotton
fabricate

32
Beschäftigte.
Weniger

33
als
1 auf 4, aber sage 1 auf 4. Wenn jetzt die 4 restierenden Arbeiter nur soviel
arbeiteten wie früher 5, also jeder ¼ Surplusarbeitszeit mehr, so kein Profit
für das Kapital. Die restierenden 4 müssen mehr Surplusarbeit liefern als
früher 5; oder die in der Maschinerie angewandte Arbeiterzahl muss kleiner sein
als die durch die Maschine verdrängte Arbeiterzahl. Die Maschinerie nur
profitable

34
für
das Kapital in dem Verhältnis, als sie die Surplusarbeitszeit der in

35
der
Maschinerie beschäftigten Arbeiter vergrößert (nicht insofern sie dieselbe
abkürzt; nur insofern sie das Verhältnis der Surplusarbeitszeit zur notwendigen
vermindert

36
, so
dass die letztere nicht nur relativ abgenommen hat, aber die Zahl der
gleichzeitigen Arbeitstage dieselbe geblieben, sondern absolut abgenommen).

Die Vermehrung der absoluten
Arbeitszeit

37
unterstellt
dieselbe oder wachsende Zahl gleichzeitiger Arbeitstage; ditto die Vermehrung
der Pro-

duktivkraft durch Teilung der Arbeit etc. In beiden
Fällen bleibt die Aggregatarbeitszeit dieselbe oder wächst. Mit Anwendung der
Maschinerie wächst die relative Surplusarbeitszeit nicht nur im Verhältnis zu
der notwendigen Arbeitszeit und daher relativ zu der Aggregatarbeitszeit,
sondern das Verhältnis zur notwendigen Arbeitszeit wächst, während die
Aggregatarbeit abnimmt, i. e. die Anzahl der gleichzeitigen Arbeitstage (im
Verhältnis zu der Surplusarbeitszeit).

Ein Glasgow Fabrikant gab
Symons (J. C.) „Arts and Artisans
at Home and Abroad, Edinb. 1839“
folgende Angaben: (wir geben
hier mehrere, um Beispiele zu haben für das Verhältnis von fixed Capital,
circulating

38
, dem
Teil des Kapitals, der in wages

39
ausgelegt ist etc.):

Glasgow:

„Kosten
für Errichtung einer mechanischen
Weberei
mit 500 Webstühlen, geeignet, ein gutes Kattungewebe
oder Hemdenstoff zu weben, derart wie sie üblicherweise in Glasgow
hergestellt werden, machen ungefähr

£
18.000

Jährliches Produkt, sagen wir
15000 Stücke von 24 Yards, zu 6 sh

£45.000

Die Kosten, wie darunter

Zins auf fest angelegtes
Kapital und für Abschreibung vom Wert der Maschinerie

£
1.800

Dampfkraft, Öl, Talg usw. Maschinerie
in Schuss halten, Geräte usw.

£
2.000

Garn und Flachs

£
32.000

Löhne für Arbeiter

£
7.500

angenommener Profit

£
1.700

£45.000.“

(p.233.)

Nehmen wir also 5% interest on
machinery

40
, so der
gross profit

41
1700
+ 900 = 2600. Das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital beträgt aber nur 7500.
Profit verhält sich also zum Arbeitslohn = 26 : 75 = 5 1/5 : 15, also =
34⅔ %.

„Wahrscheinlich Kosten für
Errichtung einer
Baumwollspinnerei
mit
Handspinnmaschinen, geeignet zur Produktion von Nr. 40 von einer angemessenen
Durchschnittsqualität

£
23.000

Falls patentierter
Automat, 2000 l. zusätzlich.

Jährliches
Produktionsergebnis zu gegenwärtigen Preisen für Baumwollwaren und den
festgesetzten Preisen, für die Garne verkauft werden könnten

25.000

Die Kosten dafür wie folgt:

Zins für fest angelegtes
Kapital, vorgegebene Summe für Abschreibung vom Wert der Maschinerie 10%

2.300

Baumwolle

14.000

Dampfkraft, Öl, Talg, Gas,
allgemeine Auslagen für Instandhaltung von Geräten und Reparatur der
Maschinerie

1.800

Löhne der Arbeiter

5400

Profit

1500

£25.000.“

(p.
234.)

(Capital flottant

42
zu 7000 l.
also angenommen, da 1500 5% auf 30.000.)

43
„Das Produktionsergebnis der Fabrik mit
10.000 lb wöchentlich.“ (234. l. c.)

Hier also Profit = 1150 + 1500
= 2650; 2650 : 5400 (dem Arbeitslohn) = 1 : 2 2/53, = 49 8/108%.

„Kosten für eine
Baumwollspinnerei mit 10000
Spinnmaschinen mit Dampfantrieb,
geeignet zur Produktion
einer angemessenen Qualität von Nr. 24

20.000 l.

Vom gegenwärtigen Wert des
Erzeugnisses ausgehend, würde die Menge jährlich kosten

23.000 l.

Zins auf fest angelegtes
Kapital, Verschleiß des Werts der Maschinerie zu 10%

2000

Baumwolle

13300

Dampfkraft, Talg, Öl, Gas,
Wartung der Maschinen usw.

2500

Löhne für die Arbeiter

3800

Profit

1400

23.000.“

(p.
235.)

Also gross profit

44
= 2400; wages
3800; 2400 : 3800 = 24 : 38 = 12 : 19 = 63 3/19 %.

Im ersten Fall 34⅔%; im
zweiten 49 8/108 % und im letzten 63 3/19 %. Im ersten Fall der
Arbeitslohn 1/6 des Gesamtpreises des Produkts, im zweiten über 1/5

45
; im letzten
unter 1/6
.
Aber
im ersten Fall verhält sich das Salair zum Wert des Kapitals = 1 : 4 8/15; im
zweiten Fall = 1 : 5 15/27; im dritten = 1 : 7 7/19. Im selben Verhältnis wie
die Gesamtration des in Salair ausgelegten Teils des Kapitals zu dem in
Maschinerie und zirkulierendem Kapital ausgelegten (dies together

46
im ersten Fall
34.000; im zweiten 30.000, im dritten 28.000) abnimmt, muss natürlich der
Profit auf den in Salair ausgelegten Teil zunehmen, damit der Percentage

47
des Profits
derselbe bleibe.

Die absolute Abnahme der
Aggregatarbeit, i. e. des Arbeitstags multipliziert mit der Anzahl der
gleichzeitigen Arbeitstage, im Verhältnis zur Surplusarbeit,

kann
doppelt erscheinen. In der erst angegebenen Form, dass ein Teil der bisher
beschäftigten Arbeiter entlassen wird infolge des Gebrauchs von Capital fixe
(Maschinerie). Oder, dass Einführung

48
der Maschinerie die
Vermehrung
der
angewandten Arbeitstage vermindern wird, obgleich die Produktivität wächst, und
zwar in größerem Verhältnis (of course

49
), als sie abnimmt infolge des
„Werts“
der neu
eingeführten Maschinerie. Soweit das Capital fixe
Wert
hat, vergrößert es
nicht, sondern vermindert die Produktivität der Arbeit.

„Die überzähligen Hände würden
die Fabrikanten befähigen, die Lohnrate zu verringern; aber die Gewissheit,
dass einer beträchtlichen Herabsetzung unmittelbar immense Verluste folgen
würden durch Streiks, ausgedehnte Arbeitseinstellungen und verschiedene andere
Hindernisse, die ihnen in den Weg gelegt würden, lässt sie den langsameren
Prozess mechanischer Verbesserungen vorziehen, durch den sie die Produktion
verdreifachen können, aber dennoch keine neuen Arbeiter brauchen.“
(
Gaskell
,
„Artisans and Machinery. “ London
1836.)
(p. 314.)

„Wenn die Verbesserungen [auch]
die Arbeiter nicht völlig verdrängen, so versetzen sie einen Mann in die Lage,
die Produktion einer Menge zu bewältigen oder vielmehr zu überwachen, für die
jetzt 10 oder 20 Arbeiter gebraucht werden.“ (315. l.c.) „Maschinen sind
ersonnen worden, die einem Mann ermöglichen, so viel Garn herzustellen, wie 250
oder selbst 300 vor 70 Jahren hatten produzieren können, die 1 Arbeiter und 1
Knaben in die Lage versetzen, so viele Erzeugnisse zu drucken, wie früher 100
Arbeiter und 100 Knaben hätten drucken können. Die 150.000 Arbeiter in den
Spinnereien produzieren so viel Garn, als 40 Millionen mit dem Spinnrad hätten
produzieren können.“ (316 l.c.)

„Man kann sagen, dass Arbeit der
unmittelbare Markt für das Kapital oder das Feld für das Kapital ist.
Welche
Kapitalmenge in einem bestimmten Moment investiert werden kann, sei es in einem
gegebenen Land oder in der Welt, so dass es nicht weniger als eine gegebene
Profitrate bringt, scheint prinzipiell vom Arbeitsquantum abzuhängen, zu dessen
Bewältigung durch Anlage dieses Kapitals die derzeit vorhandene Anzahl
menschlicher Waren veranlasst werden kann.“ (p. 20.
„An Inquiry into those Principles respecting
the Nature of Demand“. etc. London
1821.) (Von
einem Ricardian gegen Malthus’
Principles

50
etc.)

1
wir dieses Kapitel beenden

2
Ausgangspunkt

3
verhältnismäßig

4
Fall

5
um die verbleibende Portion produktiver zu
gestalten

6
kein Ansporn

7
Jean-Baptiste
Say, „Cours complet d’économie politique pratique
“, 3. éd., Bruxelles 1836, p. 243.

8

ihr
Eigentum

9
zurückfließt

10
ohne Rest aufgehenden

11
überhaupt

12
das Gesamteinkommen und der Nettoprofit

13
In Seniors „Letters on the Factory Act
...“, London 1837, p. 14, heißt es 100 l
.
Wahrscheinlich
vermutete Marx einen Druckfehler in Seniors Broschüre und korrigierte in
100.000 l.

14
Baumwolle

15
Durchschnittspreis

16
frei verfügbares Kapital

17
Rückfluss

18
Produktionshilfsstoffen

19
totes Kapital

20
Einzelhandelskaufmann

21
Krämer

22
Angebot

23
übertriebenen Bevorratens

24
Landwirtschaft

25
vorhergehender Arbeit, soweit es
zirkulierendes Kapital betrifft

26
Marx zitiert diese Fußnote nach seinem
Londoner Exzerptheft XI von 1851, S. 75.

Laing gibt als Quellen an:
Edward Baines, „History of the cotton manufacture in Great Britain ...“, London
1835 und John Ramsay MacCulloch, „A Statistical account of the British Empire
...“, vol. 2, London 1837.

27
In der Handschrift steht zwar 176.666, die
Addition von 111.000 und 66.666 Beschäftigten ergibt aber eine Summe von
177.666 Beschäftigten.

28
Maschinerie

29
Arbeit der gleichen Qualität

30
Zu 24 l. pro Kopf

31
ungefähr

32
Baumwollfabrikats

33
sollte wahrscheinlich heißen: Etwas mehr

34
gewinnbringend

35
sollte wahrscheinlich heißen: unter
Anwendung

36
Da in diesem Falle m/v wächst, müsste es
heißen: vergrößert.

37
sollte wahrscheinlich heißen:
Surplusarbeitszeit

38
konstantem Kapital, Zirkulation

39
Löhnen

40
Zins auf Maschinerie

41
Bruttoprofit

42
Frei verfügbares Kapital

43
Marx rechnet hier folgendermaßen: Unter der
Voraussetzung, dass der Nettoprofit 1500 l
.
darstellt,
d. h. 5 % auf das gesamte vorgeschossene Kapital, beträgt das Gesamtkapital
30.000 l
.
Wenn
wir davon das Capital fixe von 23.000 l abziehen, erhalten wir 7.000 l
.
für das Capital
flottant, d. h. für das zirkulierende Kapital. Ein analoges Verfahren, vom
Arbeitslohn ausgehend, benutzt Marx im weiteren Text für die Bestimmung der
Größe des vorgeschossenen konstanten Kapitals im Falle I, wo sich 34000 l
ergeben, und im Falle III, wo als Resultat 28.000 l
.
erscheint. 718

44
Bruttoprofit

45
in der Handschrift: ¼

46
zusammen

47
Prozentsatz

48
In der Handschrift: dass durch Einführung

49
selbstverständlich

50
Gemeint ist Malthus’ Schrift „Principles of
political economy ..London 1820.

### [Entfremdung]

Der fact, dass mit der
Entwicklung der Produktivkräfte der Arbeit die gegenständlichen Bedingungen der
Arbeit, die vergegenständlichte Arbeit wachsen muss im Verhältnis zur
lebendigen Arbeit – es ist dies eigentlich ein

tautologischer
Satz, denn was heißt wachsende Produktivkraft der Arbeit anders, als dass
weniger unmittelbare Arbeit erheischt ist, um ein größeres Produkt zu schaffen,
und dass also der gesellschaftliche Reichtum sich mehr und mehr ausdrückt in den
von der Arbeit selbst geschaffenen Bedingungen der Arbeit – erscheint vom
Standpunkt des Kapitals so, nicht dass das eine Moment der gesellschaftlichen
Tätigkeit – die gegenständliche Arbeit – zum immer gewaltigem Leib des anderen
Moments, der subjektiven, lebendigen Arbeit wird, sondern dass – und dies ist
wichtig für die Lohnarbeit – die objektiven Bedingungen der Arbeit eine immer
kolossalere Selbständigkeit, die sich durch ihren very extent

1
darstellt, gegen
die lebendige Arbeit annehmen und der gesellschaftliche Reichtum in gewaltigem
Portionen als fremde und beherrschende Macht der Arbeit gegenübertritt. Der Ton
wird gelegt nicht auf das
Vergegenständlichtsein,
sondern
das
Entfremdet-,
Entäußert-,
Veräußertsein – das Nicht-dem-Arbeiter-, sondern den personifizierten
Produktionsbedingungen-, i. e. dem-Kapital-Zugehören, der ungeheuren
[ver]gegenständlichten Macht, die die gesellschaftliche Arbeit selbst sich als
eins ihrer Momente gegenübergestellt hat. Soweit auf dem Standpunkt des
Kapitals und der Lohnarbeit die Erzeugung dieses gegenständlichen Leibes der
Tätigkeit im Gegensatz zum unmittelbaren Arbeitsvermögen geschieht – dieser
Prozess der Vergegenständlichung in fact als Prozess der Entäußerung vom
Standpunkt der Arbeit aus oder der Aneignung fremder Arbeit vom Standpunkt des
Kapitals aus erscheint –, ist diese Verdrehung und Verkehrung eine
wirkliche,
keine
bloß gemeinte,
bloß in
der Vorstellung der Arbeiter und Kapitalisten existierende. Aber offenbar ist
dieser Verkehrungsprozess bloß
historische
Notwendigkeit,
bloß Notwendigkeit für die Entwicklung der Produktivkräfte von einem bestimmten
historischen Ausgangspunkt aus, oder Basis aus, aber keineswegs eine
absolute
Notwendigkeit
der Produktion; vielmehr eine verschwindende, und das Resultat und der Zweck
(immanente) dieses Prozesses ist, diese Basis selbst aufzuheben, wie diese Form
des Prozesses. Die bürgerlichen Ökonomen sind so eingepfercht in den Vorstellungen
einer bestimmten historischen Entwicklungsstufe der Gesellschaft, dass die
Notwendigkeit der
Vergegenständlichung
der
gesellschaftlichen Mächte der Arbeit ihnen unzertrennbar erscheint von der
Notwendigkeit der
Entfremdung
derselben
gegenüber der lebendigen Arbeit. Mit der Aufhebung aber des
unmittelbaren
Charakters
der lebendigen Arbeit als bloß
einzelner
oder
als bloß innerlich oder bloß äußerlich allgemeiner, mit dem Setzen
der Tätigkeit der Individuen als unmittelbar allgemeiner oder
gesellschaftlicher,
wird
den gegenständlichen

Momenten der Produktion diese Form der
Entfremdung abgestreift; sie werden damit gesetzt als Eigentum, als der
organische gesellschaftliche Leib, worin die Individuen sich reproduzieren als
Einzelne, aber als gesellschaftliche Einzelne. Die Bedingungen, so zu sein in
der Reproduktion ihres Lebens, in ihrem produktiven Lebensprozess, sind erst
gesetzt worden durch den historischen ökonomischen Prozess selbst; sowohl die
objektiven wie die subjektiven Bedingungen, die nur die zwei unterschiedenen Formen
derselben Bedingungen sind.

Die Eigentumslosigkeit des
Arbeiters und das Eigentum der vergegenständlichten Arbeit an der lebendigen
oder die Aneignung fremder Arbeit durch das Kapital – beides nur auf zwei
entgegengesetzten Polen dasselbe Verhältnis ausdrückend – sind Grundbedingungen
der bürgerlichen Produktionsweise, keineswegs ihr gleichgültige Zufälle. Diese
Distributionsweisen sind die Produktionsverhältnisse selbst, nur sub specie
distributionis

2
. Es
ist daher höchst absurd, wenn z. B.
J.
St. Mill
sagt („Principles of Political Economy“ 2 ed.
London, 1849, t. I, p.240)

3
:

„Die Gesetze und Bedingungen
der Produktion des Reichtums haben den Charakter physikalischer Wahrheiten … Es
ist nicht so in Bezug auf die Verteilung von Reichtum. Das ist einzig und
allein eine Sache der menschlichen Institutionen.“ (p. 239, 240.)

Die „laws und conditions“

4
der Produktion
des Reichtums und die laws der „distribution des Reichtums“

5
sind dieselben
Gesetze unter verschiedener Form, und beide wechseln, untergehen

6
denselben
historischen Prozess; sind überhaupt nur Momente eines historischen Prozesses.

Es bedarf keines besonderen
Scharfsinns, um zu begreifen, dass, ausgehend f. i.

7
von der aus der Auflösung der Leibeigenschaft
hervorgegangenen freien Arbeit oder Lohnarbeit, die Maschinen im Gegensatz zur
lebendigen Arbeit als ihr fremdes Eigentum und feindliche Macht gegenüber
allein
entstehen
können;
d. h., dass sie ihr

8
als
Kapital gegenübertreten müssen. Ebenso leicht ist aber einzusehen, dass die
Maschinen nicht aufhören werden, Agenten der gesellschaftlichen Produktion zu
sein, sobald sie z. B. Eigentum der assoziierten Arbeiter werden. Im ersten
Fall ist aber ihre Distribution, d. h., dass sie dem Arbeiter
nicht gehören,
ebenso
sehr Bedingung der auf der Lohnarbeit gegründeten Produktionsweise. Im zweiten
Fall würde die veränderte Distribution ausgehen von einer
veränderten,
erst durch
den geschichtlichen Prozess entstandenen neuen Grundlage der Produktion.

1
die
sich allein durch ihren Umfang

2
unter
dem Gesichtspunkt der Distribution

3
Obwohl
sich Marx hier auf die 2. Ausgabe beruft, gibt er die Seitenzahl nach der 1.
Ausgabe von John Stuart Mill, „Principles of political economy vol. 1, London
1848, an. In der 2. Ausgabe befinden sich die zitierten Stellen auf den Seiten
245 und 246. Ihr Wortlaut ist in beiden Ausgaben identisch.

4
„Gesetze
und Bedingungen“

5
Gesetze
der „Verteilung des Reichtums

6

durchmachen
(engl.: to undergo)

7

z.
B.

8
In
der Handschrift steht: ihnen. Wahrscheinlich meinte Marx hiermit „den Arbeitern
gegenüber“, aber tatsächlich spricht er über die lebendige Arbeit.

### [Vermischtes]

Gold, in der figürlichen
Sprache der Peruaner, „Tränen, die die Sonne geweint hat“.
(Prescott
.
)
1
„Ohne
den Gebrauch der Werkzeuge oder der Maschinerie, die dem Europäer vertraut ist,
hätte jeder einzelne“ (in Peru) „nur wenig tun können; aber in großen Massen
handelnd und unter einer gemeinsamen Leitung, wurde es ihnen durch unermüdliche
Ausdauer ermöglicht, Ergebnisse zustande zu bringen usw.“ (l. c. [, p. 127.])

(Das Geld, was bei den
Mexikanern vorkommt (mehr mit dem barter

2
und orientalischen Grundeigentum),

„ein geregelter Umlauf
verschiedener Werte. Dieser bestand aus durchsichtigen Federkielen mit
Goldstaub, aus Zinnstückchen, die in T-form zugeschnitten waren; und aus
Beuteln mit Kakao, die eine im einzelnen festgelegte Anzahl von Nüssen
enthielten. ,O beglückendes Geld“, sagt Peter Martyr (De Orbe novo), ,das der
Menschheit einen süßen und nützlichen Trank gewährt und das seine Besitzer
gegen die verderbliche Seuche der Habgier gefeit sein lässt, da es weder
vergraben noch lange aufbewahrt werden kann.'“
(Prescott.)
3
„Eschwege (1823) schätzt den
Totalwert der Diamantenausbeute in 80 Jahren auf eine Summe, die kaum die
Zucker- oder Kaffeeerträge Brasiliens von 18 Monaten übertrifft.“
(
Merivale.)
„Die ersten“
(britischen) „Siedler“ (in Nordamerika) „kultivierten den gerodeten Boden rund um
ihre Dörfer gemeinsam… Diese Sitte herrschte bis 1619 in Virginia vor“, usw. (
Merivale
, 1.1. p. 91/92.)
(Heft, S.52.)

4

(„Die Cortes 1593 machten
Philipp II. folgende Vorstellung: ,Die Cortes von Valladolid im Jahre ’48
bitten Euer Majestät inständig, die Einfuhr von Kerzen, Gläsern, Schmuck,
Messer und anderer ähnlicher Dinge in das Königreich nicht mehr zu gestatten,
die von außerhalb hierher kommen, um diese für das menschliche Leben nutzlosen
Waren
gegen Gold
einzutauschen, als wären die Spanier Indianer'
.“ (
Sempéré
.
[p. 275/ 276.]))

„In dicht bevölkerten Kolonien
ist der ungelernte Arbeiter, obgleich frei, natürlicherweise abhängig vom
Kapitalisten; in den dünn besiedelten muss das Fehlen dieser natürlichen
Abhängigkeit durch künstliche Beschränkungen ersetzt werden.“ (
Merivale
, 314, v.II.
„Lectures on Colonization“
etc.
London 1842.)}

||45(
Römisches Geld: aes grave
Pfund
Kupfer (emere per aes et libram

5
). Dies das as

*
. 485
a.
U. c. deniers d’argent

6
=
10
as (diese denarii 40 à la livre

7
: 510 [a. u. c.] 75 deniers à la livre; jeder
denarius noch = 10 as, aber 10 as von 4 Unzen). 513 das as reduziert auf 2
Unzen; der denarius, immer noch = 10 as, nur noch 1/84 des Pfundes Silber.
Letztere Zahl, 1/84, hielt sich bis zum Ende der Republik, aber 537 galt der
denier 16 as d’une once

8
und
665 nur noch 16 as einer

halben Unze … Der denarius Silber
anno 485 der Republik = 1 franc 63; 510 = 87 Centimes; 513-707 = 78 Centimes.
Von Galba bis Antonins 1 franc. (Dureau de La Malle, t. I. [p. 15/16, 448,
450.]) Zur Zeit des ersten Silberdenarius 1 Pfund Silber zu 1 Pfund Kupfer =
400 : 1. Anfang des zweiten Punischen Krieges = 112 : 1. (l.c., t. I,
p.76/77, 81/82.)

„Die griechischen Kolonien im
Süden Italiens zogen von Griechenland und Asien, direkt oder durch Tyrus und
Carthago, das Silber, wovon sie Münzen fabrizierten seit dem 6. und 5.
Jahrhundert v. Ch. Trotz dieser Nachbarschaft, die Römer aus politischen Gründen
proskribierten

9
den
Gebrauch von Gold und Silber. Volk und Senat fühlten, dass ein
so leichtes Zirkulationsmittel
Konzentration,
Zunahme von Sklaven, Verfall der alten Sitten
und Agrikultur herbeiführen würden.“ (l. c. p. 64, 65.)

„Nach Varro der
Sklave ein sprachbegabtes Werkzeug, das Tier ein halbstummes Werkzeug, Pflug
ein stummes Werkzeug.“ (l.c. p.253, 254.)

(„Die Konsumtion täglich eines
Städters in Rom etwas mehr als 2 französische Franken, eines Landmannes 3
Franken. Ein Pariser verzehrt an Brot 0,93, ein Landmann in den 20
Verwaltungsbezirken, wo das Getreide die Hauptnahrung, 1,70.“ (l.c.) „In
Italien (dem jetzigen) 1 l
.
8
Unzen, wo Getreide die Hauptnahrung. Warum aßen die Römer verhältnismäßig mehr?
Ursprünglich aßen sie das rohe Getreide oder nur aufgeweicht in Wasser, nachher
kamen sie auf den Gedanken, es zu rösten. Später kam man zur Kunst des Mahlens,
und anfangs aß man roh den aus diesem Mehl hergestellten Teig. Man bediente
sich zum Mahlen des Korns eines Stößels oder zweier Steine, die einer auf den
anderen geschlagen und [gegeneinander] gedreht wurden … Diese rohe Paste
bereitete sich der römische Soldat für mehrere Tage. Dann erfand man die
Kornschwinge, die das Korn reinigte, man fand das Mittel, die Kleie vom Mehl zu
trennen, endlich fügte man die Hefe hinzu, und zunächst aß man das Brot roh,
bis der Zufall lehrte, dass man es durch Backen am Sauerwerden hindern kann,
und man konservierte es sehr viel länger. Erst nach dem Krieg gegen Perseus,
580, hatte Rom Bäcker.“ (p. 279 l. c.) „Vor der christlichen Zeitrechnung
kannten die Römer keine Windmühlen.“ (280 l. c.))

„Parmentier hat bewiesen,
dass in Frankreich seit Louis XIV. die Kunst des Mahlens große
Fortschritte gemacht und dass der Unterschied der alten und neuen gemahlenen
Menge sich auf ½ des von demselben Getreide gelieferten Brotes erstreckt.
Zunächst berechnete man 4, dann 3, dann 2, dann endlich 1⅓ Sester Korn für
die jährliche Konsumtion eines Einwohners von Paris. So erklärt sich leicht die
ungeheure Disproportion zwischen der täglichen Konsumtion von Getreide bei den
Römern und bei uns; aus der Unvollkommenheit des Mahlprozesses und der
Brotzubereitung.“ (p.281 l.c.)

„Das Agrargesetz war eine
Einschränkung des Grundbesitzes unter den tätigen Bürgern.
10
Die Begrenzung
des Besitzes bildete die Grundlage der Existenz und des Wohlstandes der alten
Republiken.“ (l. c. p. 256.)

„Die Staatseinnahmen bestehen
aus Domänen, Beiträgen in Naturalien, aus Fron-

arbeit und
einigen Steuern in Geld, gezahlt bei Ein- und Ausfuhr von Waren oder erhoben
auf den Verkauf gewisser Lebensmittel. Diese Regelung existiert fast noch ohne
Änderung im ottomanischen Imperium. Zur Zeit der Diktatur Sullas und
selbst am Ende des 7. Jahrhunderts nahm die römische Republik nur 40 Millionen
frs jährlich ein, anno 697 … 1780 die Einkünfte des türkischen Sultans, in
Piastermünzen, nur 35.000.000 Piaster oder 70 Millionen frs … Die Römer und die
Türken erhoben den größten Teil ihrer Einkünfte im Vorhinein in Naturalien. Bei
den Römern 1/10 der Getreidearten, 1/5 der Früchte, bei den Türken von ½ auf
1/10 der Erzeugnisse wechselnd… Da das römische Reich nur eine ungeheure
Anhäufung unabhängiger Stadtgemeinden, blieb der größte Teil der
Verpflichtungen und Kosten kommunal.“ (p. 402-405.)

(„Das Rom des Augustus und
Nero, ohne die Vorstädte, nur 266.684 Einwohner. Nimmt an, dass im IV.
Jahrhundert der christlichen Ära die Vorstädte 120.000 Einwohner, die
Aurelianische Mauer 382.695, zusammen 502.695, 30.000 Soldaten, 30.000 Fremde;
zusammen 562.000 Menschen als runde Summe.
Madrid,
während 1½ Jahrhunderten
seit Karl V. Hauptstadt eines Teils von Europa und einer Hälfte der
neuen Welt, viele Ähnlichkeiten mit Rom. Auch seine Bevölkerung wuchs nicht im
Verhältnis zu seiner politischen Bedeutung.“ (405, 406. l.c.)
11
)

„Der gesellschaftliche Zustand
der Römer ähnelte damals weit mehr dem Russlands oder des ottomanischen
Imperiums als dem Frankreichs oder Englands: wenig Handel oder Industrie;
ungeheurer Reichtum neben äußerstem Elend.“ (p.214, l.c.)

(Luxus nur in der Hauptstadt
und den Sitzen der römischen Satrapen.)

„Das römische Italien hatte von
der Zerstörung Karthagos bis zur Gründung von Konstantinopel Seite an Seite mit
Griechenland und dem Orient existiert, im gleichen Zustand, in dem Spanien sich
während des 18. Jahrhunderts gegenüber Europa befand. Alberoni sagte:
,Spanien ist für Europa, was der Mund für den Körper ist, alles geht hindurch
und nichts bleibt dort.“1 (l. c. p. 399-400.)

„Der Wucher ursprünglich frei
in Rom. Die Gesetze der 12 Tafeln (303 a. U. c.) hatten den Geldzins mit 1% pro
Jahr festgelegt
(
Niebuhr sagt
10). Diese Gesetze wurden schnell verletzt. Duilius (398 a. U. c.)
setzte den Geldzins von neuem auf 1 % herab, Zinssatz von 1/12 des
Kapitals. 408 auf 72% herabgesetzt, 413 wurde das Ausleihen gegen Zinsen durch
eine Volksabstimmung völlig verboten, die durch den
Tribun Genucius provoziert worden war. Es ist nicht verwunderlich,
dass man in einer Republik, wo den Bürgern die Industrie oder [der] Groß- und
Kleinhandel untersagt sind, auch den
Handel
mit Geld
verbietet, (p.260,2611. II, l.c.) Dieser Zustand
dauerte 300 Jahre bis zur Eroberung von Karthago. 12 % nun 6 % der allgemeine
jährliche Zinsfuß. (261.l. c.) Justinianus legte die Zinsen mit 4%
fest; fünfprozentiger Zinssatz, beim Trajan ist der gesetzliche Zins von 5%.
12% war der Handelszins in Ägypten 146 Jahre vor J.C.“ (l.c. p.263.)

12

| Die involuntary
alienation

13
des
feudalen Grundeigentums entwickelt sich mit dem Wucher und dem Geld:

„Die Einführung des Geldes, das
alle Dinge kauft und daher der Gegenstand der Gunst für den Kreditor ist, der
Geld leiht dem Landbesitzer, bringt die Notwendigkeit

gesetzlicher
Veräußerung für den Vorschuss.“ (124.
John Dalrymple „An
Essay towards a general history of Feudal Property in Great Britain“, 4. ed.
Lond. 1759.)

Im mittelaltrigen Europa:

„Zahlungen in
Gold
nur bei einigen
Handelsgegenständen gewöhnlich, am meisten bei Kostbarkeiten. Kamen am meisten
vor außerhalb des kaufmännischen Kreises, bei Geschenken der Großen, gewissen
hohen Gebühren, schweren Geldstrafen, Ankäufen von Ländereien.
Ungemünztes
Gold wog
man sich nicht selten zu nach Pfunden oder Marken (halben Pfunden) … 8 Uncien =
1 Mark; eine also = 2 Lot oder 3 Karat. Von
gemünztem Gold
bis zu den Zeiten der
Kreuzzüge nur bekannt die byzantinischen Solidi, die italischen Tari und die
arabischen Maurabotini“ (afterwards

14
Maravedi).
(
Hüllmann, „Städtewesen des
Mittelalters“.
I.Teil. Bonn, 1826.) (p.402-404.)

„In den fränkischen Gesetzen
auch die
Solidi als bloße
Rechnungsmünze,
worin der Wert der landwirtschaftlichen Produkte
ausgedrückt ward, die als Strafsummen geleistet werden sollten. Z.B. bei den
Sachsen unter dem Solidus ein jähriger Ochse, wie er gewöhnlich im Herbst
beschaffen ist. Nach dem ripuarischen Rechte vertrat eine gesunde Kuh die
Stelle eines Solidus … 12 Denaren = 1 Goldsolidus.“ (405,406.) „4 Tari = 1
byzantinischen Solidus … Seit dem 13. Jahrhundert dann verschiedene Goldmünzen
in Europa geprägt.
Augustales
(des
Emperor
Friedrich II.
in
Sizilien: Brundusium und Messina);
Florentini
oder
Floreni
(von Florenz
1252); … Dukaten oder Zechinen“ (Venedig seit 1285). (408-411,l. c.)

„In Ungarn, Deutschland und
Niederlanden seit dem 14. Jahrhundert auch größere Goldmünzen geprägt; hießen
in Deutschland schlechtweg Gulden.“ (l. c. 413.)

„Bei
Zahlungen in Silber
das
Wägen, meistenteils nach Marken, herrschender Gebrauch bei allen größeren
Zahlungen. Auch gemünztes Silber abgewägt bei solchen Zahlungen, da die Münzen
noch beinahe von ganz reinem Silber, es also nur aufs Gewicht ankam. Daher die
Namen
Pfund
(Livre,
Lire) {Notabene: In Mexiko finden wir Geld, aber keine Gewichte; in Peru
Gewichte, aber kein Geld

15
.}
und Mark, teils die Bezeichnung von eingebildeten oder Rechnungsmünzen, teils
auf wirkliche Silbermünzen übergegangen.
Silbermünze: Denaren
oder
Kreuzer,
In Deutschland
hießen diese Denaren Pfennige (Penig, Penning, Phenning) schon seit dem 9.
Jahrhundert. Ursprünglich Pending, Penthing, Pfentinc, von pfündig, in der
alten Form pfünding, soviel wie vollwichtig: also pfündige Denaren,
abgekürzt
Pfündinge.
Noch
ein Name der Denaren, seit dem Anfang des 12. Jahrhunderts in Frankreich,
Deutschland, Niederlanden, England, von dem anstatt der Kreuze darauf
abgebildeten Stern:
Sternlinge,
Sterlinge, Stärlinge.
Denaren Sterlinge = Pfennige Sterlinge.
Von den niederländischen Sterlingen gingen im 14. Jahrhundert 320 auf das
Pfund, 20 Stück auf die Unzia. Silber-solidi im Deutschen Schildlinge,
Schillinge.
Silbersolidi
im frühem Mittelalter nicht wirkliche Münzen, sondern Inbegriff von je 12
Denaren.
1 Solidus Gold = 12 Denaren oder Sterlingen

16
, denn dies war das
mittlere Verhältnis von Gold und Silber. Als
Scheidemünze
waren im Umlauf Oboli, halbe
Pfennige, Hälblinge… Bei zunehmender Verbreitung des kleinen Gewerbes

verschafften sich immer mehr Handelsstädte

17
und kleine Fürsten das Recht, ihre örtliche
Münze, also größtenteils Scheidemünze, zu schlagen. Mischten Kupfer bei, das
ging immer weiter … Dickpfennige, Gros deniers, Grossi, Groschen, Groten,
zuerst in Tours geprägt vor Mitte des 13. Jahrhunderts. Diese Groschen
ursprünglich Doppelpfennige.“ (415-433.)

„Dass die Päpste fast allen
christkatholischen Ländern kirchliche Schatzungen auferlegten, hat nicht wenig
beigetragen zunächst zur Entwicklung des gesamten Geldwesens im gewerbtätigen
Europa und dann als Folge zur Entstehung von mancherlei Versuchen, das
Kirchengebot (gegen Zinsen) zu umgehen.
18
Der Papst bediente sich der Lombarden zur
Eintreibung von Mantelgeldern von den Erzstiftern und der übrigen Gebühren.
Dies die Hauptwucherer und Pfandleiher, unter päpstlichem Schutz. Schon seit
Mitte des 12. Jahrhunderts bekannt. Besonders aus Siena. ,Öffentliche
usurarii.' ,
Römisch-bischöfliche
Geldhändler
‘ nannten sie sich in England. Einige Bischöfe von Basel
u. a. versetzten bischöflichen Ring, seidene Gewänder, das ganze Kirchengerät
um ein Geringes bei Juden und zahlten Zinsen. Aber Bischöfe, Äbte, Pfaffen
trieben auch selbst Wucher mit dem Kirchengerät, indem sie dasselbe gegen einen
Anteil am Gewinn toskanischen Geldhändlern aus Florenz, Siena und anderen
Städten verpfändeten“ etc. (sieh l. c. Heft, p. 39.)
19

Indem das Geld das
allgemeine Äquivalent, die general power
of purchasing

20
,
ist
alles käuflich, alles in Geld verwandelbar. Aber es kann nur in Geld verwandelt
werden, indem es alieniert

21
wird, indem der Besitzer sich seiner
entäußert. Everything is therefore alienable

22
oder gleichgültig für das Individuum, ihm
äußerlich. Die sogenannten
unveräußerlichen,
ewigen
Besitztümer und ihnen entsprechenden unbeweglichen,
festen Eigentumsverhältnisse brechen also zusammen vor dem Geld. Ferner, indem
das Geld selbst nur ist in der Zirkulation und sich wieder gegen Genüsse etc.
austauscht – gegen Werte – die sich schließlich alle auflösen können in rein
individuelle Genüsse, ist alles nur wertvoll, soweit es für das Individuum ist.
Der selbständige Wert der Dinge, außer insofern er in ihrem bloßen Sein für
anderes, ihrer Relativität, Austauschbarkeit besteht, der absolute Wert aller
Dinge und Verhältnisse wird damit aufgelöst. Alles geopfert dem egoistischen
Genuss. Denn, wie alles alienierbar

23
gegen Geld, ist aber auch alles erwerbbar
durch Geld. Alles ist zu haben für „bar Geld“, das selbst als etwas äußerlich
Existierendes von dem Individuum is to be catched by fraud, violence etc.

24
Es ist also
alles aneigenbar durch alle, und es hängt vom Zufall ab, was das Individuum
sich aneignen kann oder nicht, da es abhängt von dem Geld in seinem Besitz.
Damit ist das Individuum an sich als Herr von allem gesetzt. Es gibt keine
absoluten Werte,

da dem Geld der Wert als solcher relativ.
Es gibt nichts Unveräußerliches, da alles gegen Geld veräußerlich. Es gibt
nichts Höheres, Heiliges etc., da alles durch Geld aneigenbar. Die „res sacrae“
und „religiosae“, die „in nullius bonis“ sein können,

25
„nec aestimationem recipere, nec
obligari alienarique posse“, die eximiert sind vom „commercio hominum“

26
, existieren nicht
vor dem Gelde, wie vor Gott alle gleich sind. Schön wie die römische Kirche im
Mittelalter selbst Hauptpropagandist des Geldes.

„Da das Kirchengesetz gegen den
Wucher längst alle Bedeutung verloren, hob Martin 1425 es auch dem Namen nach
auf.“ (
Hüllmann,
II.
Teil. l.c. Bonn 1827, p.55.) „Im Mittelalter in keinem Land ein allgemeiner
Zinsfuß. Erst die Pfaffen strenge. Unsicherheit der gerichtlichen Anstalten zur
Sicherung der Anleihe. Desto höher der Zinssatz in einzelnen Fällen. Der
geringe Geldumlauf, die Notwendigkeit, die meisten Geldzahlungen bar zu |
leisten, da das Wechselgeschäft noch unausgebildet. Große Verschiedenheit daher
in Ansehung der Zinsen und [des] Begriff[s] des Wuchers. Zu Karls des Großen
Zeiten galt es erst für wucherlich, wenn 100 % genommen. Zu Lindau am Bodensee,
1344

27
, nahmen
einheimische Bürger 216⅔%. In Zürich bestimmte der Rat als gesetzlichen Zins
43⅓%. In Italien mussten zuweilen 40% gezahlt werden, obgleich vom 12.-14.
Jahrhundert der gewöhnliche Satz nicht 20% überschritt. Verona ordnete als
gesetzlichen Zins an 12½%
.
Friedrich
II. in seiner Verordnung 10%, aber dies bloß für die Juden. Für die Christen
mochte er nicht sprechen. 10% im rheinischen Deutschland schon im 13.
Jahrhundert das gewöhnliche.“ (55-57 l.c.)

„
Produktive Konsumtion,
wo die Konsumtion
einer Ware ist
ein Teil
des Produktionsprozesses.“

(Newman
etc.
Heft XVII, 10.)
28
„Man
kann bemerken, dass in diesen Fällen
keine
Konsumtion von Wert stattfindet,
da der gleiche Wert in neuer
Form existiert.“ (l. c.) „Ferner
Konsumtion
…
die Aneignung des individuellen Einkommens für seine
verschiedenen Verwendungen.“ (p. 297.) (l. c.)

„
Für Geld verkaufen
soll zu allen Zeiten so
leicht gemacht werden, wie es heute ist,
für Geld zu kaufen,
und die Produktion
würde zur gleichförmigen, nie versiegenden Quelle der Nachfrage.“ (
John Gray „The Social System“
etc.
Edinburgh 1831.)
(p.
16.) „Nach Land, Kapital, Arbeit die vierte notwendige Bedingung der Produktion
ist: die
unmittelbare
Fähigkeit auszutauschen.“
(l.c. 18.) „Die Fähigkeit
auszutauschen für den Menschen in der Gesellschaft so wichtig, wie
für Robinson Crusoe die Fähigkeit war zu produzieren.“ (l.c. 21.)

„Nach
Say
deplatziert der
Kredit bloß das Kapital, schafft aber keins. Dies nur wahr in dem einzigen
Falle eines Darlehens, das einem Industriellen von einem Kapitalisten gewährt
wurde, aber nicht von dem Kredit unter Produzenten in ihren gegenseitigen Vorschüssen.
Was ein Produzent einem anderen vorschießt, sind keine Kapitale; das sind
Produkte, Waren. Diese Produkte, diese Waren könnten werden und werden in den
Händen des Borgenden auch zu tätigem Kapital, d. h. Arbeitsinstrumente, aber
sie sind

jetzt nicht in den Händen ihrer Besitzer als
Produkte zu verkaufen und überall untätig… Man muss unterscheiden zwischen
Produkt (Erzeugnis) und Ware und Arbeitsmittel oder produktivem Kapital.
Solange ein Produkt in den Händen seines Produzenten bleibt, ist es nur Ware,
oder wenn man will, untätiges, unwirksames Kapital. Weit davon entfernt, dass
der Industrielle, der es besitzt, irgendeinen Vorteil aus ihm zieht, ist es für
ihn eine Last, eine Ursache unaufhörlicher Verlegenheit, der Unkosten und der
Verluste: Kosten für Lagerung, Instandhaltung und Bewachung, Bodenzinsen usw.,
ohne den Verschleiß oder den Verlust zu rechnen, dem nahezu alle Waren
verfallen, wenn sie lange Zeit untätig verliegen … Verkauft er also diese seine
Waren auf Kredit in die Hände eines anderen Industriellen, der sie für die Form
der Arbeit verwenden kann, für die sie sich eignet, werden sie für den
letzteren aus unwirksamen Waren, die sie waren, zu aktivem Kapital. Daher wird
es hier Vergrößerung produktiven Kapitals auf der einen Seite geben ohne
irgendeine Verringerung auf der anderen. Noch besser: Gibt man zu, dass der
Verkäufer, der seine Waren auf Kredit liefert, nichtsdestoweniger im Austausch
Wechsel erhalten hat, die er sogleich weitergeben kann, ist es dann nicht klar,
dass er sich dadurch selbst die Mittel verschafft, um seinerseits die Rohstoffe
und die Arbeitsinstrumente zu erneuern und wieder mit der Arbeit zu beginnen?
Es gibt hier daher doppeltes Anwachsen des produktiven Kapitals, mit anderen
Worten Machterwerb von zwei Seiten.“
(Charles Coquelin.
„Du Credit et des Banques dans l’Industrie.“ Revue des deux mondes, t. 31,
1842, p. 799/800.)

„Angenommen, dass die ganze zum
Verkauf vorgesehene Warenmenge rasch, ohne Verzögerungen und ohne Hindernisse
vom Zustand des unwirksamen Produkts zu dem des aktiven Kapitals überwechselt:
Welche neue Aktivität im Lande! … Diese rasche Umwandlung ist gerade die
Wohltat, die der Kredit verwirklicht. Dies ist die
Tätigkeit der Zirkulation.
So
kann der Kredit die Geschäfte der Industriellen verzehnfachen. Während eines
gegebenen Zeitabstandes haben der Großhändler oder der Produzent ihre Rohstoffe
und Erzeugnisse 10 Mal anstelle einem Male erneuert. Der Kredit bewirkt dies,
indem er für jedermann die Kaufkraft erhöht. Anstatt denen diese Kraft zu
reservieren, die jetzt in der Lage sind zu zahlen, gibt er sie allen, die
infolge ihrer Lebenslage und ihrer Moral die Garantie bieten, dass sie künftig
zahlen werden; er gibt sie jedem, der fähig ist, die Produkte durch Arbeit
nutzbar zu machen. Also erstes, Wohltat des Kredits zu vermehren, wenn nicht
die Summe der Werte, die ein Land besitzt, dann mindestens die [Summe] der
aktiven Werte. Da die unmittelbare Wirkung. Aus diesem fließt die Vermehrung
der Produktivkräfte, daher also auch der Summe der Werte usw.“ (l. c.)

„
Vermieten
ist ein bedingter Verkauf oder
Verkauf der Nutzung einer Sache für eine begrenzte Zeit.“
(
Corbet Th. „An Inquiry into the
Causes and Modes of the Wealth of Individuals“ etc. Lond. 1841, p. 81.)

„Umwandlungen, denen Kapital in
der Produktionsarbeit unterworfen ist. Wenn Kapital produktiv werden soll, muss
es konsumiert werden.“ (p. 80.
S.
P. Newman. „Elements of Political Economy“. Andover und New York
1835.)
„Ökonomischer Zyklus …
der
gesamte Produktionsverlauf, von der Zeit, zu der die Auslagen vorgenommen
werden, bis zum Empfang des Gewinns. In der Landwirtschaft ist die Zeit der
Aussaat der Anfang und die Einbringung der Ernte das Ende.“ (81.)

Der Unterschied zwischen fixed und
circulating capital beruht darauf,
that
during every economic cycle, a part is partially, and another part totally
consumed

29
. (l.
c.)
Capital as directed
to different employments.

30
(l.
c.) Gehört in die Lehre von der Konkurrenz.

„
Ein Austauschmittel:
Bei unentwickelten
Nationen ist es üblich, als Mittel der Zirkulation zu benutzen, welche Ware
auch immer den größeren Anteil am Reichtum des Gemeinwesens darstellt oder aus
irgendeinem Grunde häufiger als andere Gegenstand des Austausches werden. So
Rinder Tauschmittel unter Hirtenstämmen, getrockneter Fisch in Neufundland,
Zucker in Westindien, Tabak in Virginien.
Edelmetalle
Vorzug: a) Gleichheit der
Qualität in allen Teilen der Welt, b) gestattet Teilung in kleinste Stücke und
exakte Verteilung, c) Seltenheit und schwere Erreichbarkeit, d) sie lassen
Prägung zu.“ (100 l. c.)

Die Vorstellung des Kapitals
als eines sich selbst reproduzierenden Wesens – als eines by virtue of an
innate quality perennierenden

31
und [sich] vermehrenden Werts – hat zu den
fabelhaften

Einfällen des Dr. Price geleitet, die bei
weitem die Phantasien der Alchimisten hinter sich lassen

und an
die
Pitt
ernsthaft
glaubte und sie in seinen Gesetzen über den sinking fund

32
(sieh

Lauderdale

33
) zu Säulen seiner
Finanzweisheit machte. Folgendes einige schlagende Auszüge aus dem Mann:

| „Geld, das Zinseszinsen
trägt, wächst anfangs langsam. Da aber die Rate des Wachstums sich fortwährend
beschleunigt, wird sie nach einiger Zeit so rasch, dass sie jeder Einbildung
spottet. Ein Penny, ausgeliehen bei der Geburt unseres Erlösers auf Zinseszinsen
zu 5 %, würde schon jetzt zu einer größeren Summe herangewachsen sein, als
enthalten wäre in 150 Millionen Erden, alle von gediegenem Gold. Aber ausgelegt
auf einfache Zinsen, würde er in derselben Zeit nur angewachsen sein auf 7
Schillinge
4½
Pence.
Bis jetzt hat unsere Regierung vorgezogen, ihre Finanzen auf diesem
letzteren
, statt auf dem
ersteren Weg zu verbessern.“ (18, 19.
Price,
Richard, „An Appeal to the Public on the Subject of the National Debt“. London
1772,
2. ed.)

(Sein Witz

34
: Die Regierung
sollte pumpen zu einfachem Zins und das gepumpte Geld ausborgen zu
zusammengesetztem.) In seinen:
„Observations
on Reversionary Payments“ etc. London, 1772,
fliegt er noch
höher:

„Ein Schilling, ausgelegt bei
der Geburt unseres Erlösers zu 6% Zinseszinsen, würde … angewachsen sein zu
einer größeren Summe, als das ganze Sonnensystem einbegreifen könnte, wenn in
einer Kugel verwandelt von einem Durchmesser gleich dem der Bahn des Saturn.“
(l. c. XIII, Note.) „Ein Staat braucht sich deswegen nie in Schwierigkeiten zu
befinden; denn mit den
kleinsten
Ersparnissen
kann er die größte

Schuld abzahlen in einer so kurzen Zeit,
wie sein Interesse erfordern mag.“ (p. XIII/ XIV.)

Der brave Price was simply
dazzled by the enormous quantities resulting from geometrical progression of
numbers

35
. Da er
das Kapital, without any regard to the conditions of reproduction of labour

36
, als a self acting
thing

37
betrachtete,
eine bloße sich selbst vermehrende Zahl, konnte er glauben, das Gesetz seines
Wachstums in jener (sieh oben) Formel gefunden zu haben. Pitt, 1792, in einer
Rede, worin er vorschlug, die dem sinking fund gewidmete Summe zu vergrößern, nimmt
ganz serieusement die mystification

38
des Dr. Price. (S = C (1 + i)
ⁿ

39
)

McCulloch gibt als
Eigenschaften des Metallgeldes in seinem „Dictionary of commerce“, 1847:

„Das Material muss sein: 1.
teilbar in kleinste Teile; 2. für eine unbegrenzte Periode aufbewahrbar ohne
Verschleiß“; 3. leicht transportierbar von Platz zu Platz durch hohen Wert bei
kleiner Menge; 4. ein Stück Geld, von bestimmtem Nominalwert stets gleich, in
Größe und Quantität gegenüber jeder Münze desselben Nominalwerts; 5. sein Wert
vergleichsweise beständig.“ (865.)
40

In der ganzen Polemik des
Herrn Proudhon mit Bastiat in:
„Gratuité du crédit. Discussion entre
Mr. Fr. Bastiat et M. Proudhon“ Paris 1850,
dreht sich der
Witz des braven Proudhon darum, dass ihm das Leihen etwas ganz anderes
erscheint als das Verkaufen. Das auf Zins Leihen

„ist die Fähigkeit, denselben
Gegenstand stets von neuem zu verkaufen und dafür stets von neuem den Preis zu
erhalten, ohne jemals das Eigentum an dem Gegenstand, den man verkauft,
abzutreten“. (9, im ersten Brief Chevé,

41
einer der Redakteure der „La Voix du
Peuple“.)

Die verschiedene Form, worin
hier die Reproduktion des Kapitals erscheint, täuscht ihn darüber, dass diese
beständige Reproduktion des Kapitals – wovon immer der prix

42
zurückerhalten
wird und immer von neuem mit Profit gegen die Arbeit ausgetauscht, ein Profit,
der immer von neuem realisiert wird im Kauf und Verkauf – seinen Begriff
konstituiert. Was ihn irr macht, dass das „objet“
43
nicht den Eigentümer wechselt wie beim Kauf
und Verkauf; also au fond

44
nur
die dem auf Zins geliehenen Kapital mit dem fixen Kapital eigene Form der
Reproduktion. Bei Hausmiete, von der Chevé spricht, ist es direkt die Form des
Capital fixe. Wird das zirkulierende Kapital in seinem ganzen Prozess

betrachtet, so zeigt sich, dass, obgleich
dasselbe Objet
(dieses bestimmte Pfund
Zucker z. B.) nicht immer von neuem verkauft wird, derselbe Wert sich immer von
neuem reproduziert und die Entäußerung nur die Form, nicht die Substanz angeht.
Leute, die fähig sind, solche Einwürfe zu machen, sind offenbar noch unklar
über die ersten Elementarbegriffe der politischen Ökonomie. Proudhon begreift
weder, wie der Profit, also auch nicht der Zins, aus dem Gesetz des Austauschs
von Werten hervorgeht. „Maison“

45
, argent

46
etc. sollen daher nicht als „Capital“
ausgetauscht werden, sondern als „marchandise … à prix de revient“

47
. (44.) Der brave
Jüngling begreift nicht, dass das Ganze daran liegt, dass Wert gegen Arbeit
ausgetauscht wird, nach dem Gesetz der Werte; dass er also, um den Zins
aufzuheben, das
Kapital
selbst,
die auf den Tauschwert basierte Produktionsweise, also auch die Lohnarbeit
aufheben müsste. Die Unfähigkeit des Herrn Proudhon, auch nur einen Unterschied
zwischen prêt

48
und
vente

49
zu
finden:

„In der Tat, der Hutmacher, der
Hüte verkauft…, erhält dafür den Wert, nicht mehr und nicht weniger. Aber der
verleihende Kapitalist… empfängt nicht nur sein Kapital unverkürzt zurück; er
empfängt mehr als das Kapital, mehr als er in den Austausch wirft; er empfängt
über das Kapital hinaus einen Zins.“ (69.)

Die chapeliers

50
des Herrn
Proudhon berechnen also in ihrem prix de revient ni profit ni interet

51
. Er begreift nicht,
dass eben, indem sie die
valeur

52
ihrer
chapeaux

53
erhalten,
sie mehr erhalten, als diese ihnen gekostet haben, weil ein Teil dieser valeur
im Austausch mit der Arbeit ohne Äquivalent angeeignet ist. Hier auch sein
großer oben erläuterter Satz;

„Da sich im Handel der Zins des
Kapitals dem Lohn des Arbeiters hinzufügt, um den Preis der Ware
zusammenzusetzen, so ist es unmöglich, dass der Arbeiter das Produkt seiner
eigenen Arbeit zurückkaufen kann. Von eigener Arbeit leben ist ein Prinzip, das
unter der Herrschaft des Zinses einen Widerspruch einschließt.“ (105.)

Im lettre

54
IX (p.
144-152) verwechselt der brave Proudhon das Geld als Zirkulationsmittel mit dem
Kapital und schließt daher, dass das in Frankreich existierende „Capital“ 160%
trägt (nämlich 1600 millions d’intérêt annuel

55
in Staatsschuld, Hypothek etc. für un
Capital d’un millard, … la somme du numeraire … circulant en France

56
). Wie wenig er vom
Kapital überhaupt versteht und seiner beständigen Reproduktion, folgendes, was
er als spezifisch dem capital-argent

57
, d. h. dem als Kapital ausgeliehenen Geld
nachsagt:

„Daraus, dass durch die Akkumulation der
Zinsen das Geldkapital von Tausch zu Tausch stets zu seiner Quelle zurückkehrt,
folgt, dass die Wiederverteilung stets von derselben Hand vollzogen, immer
derselben Person Gewinn bringt.“ (154.)
„Alle
Arbeit soll einen Überschuss liefern. “
(200.)

(Es soll alles
verkauft,
nichts
verliehen
werden. Dies
der einfache Witz. Unfähigkeit zu sehen, wie der Austausch der Waren auf dem
Austausch zwischen Kapital und Arbeit beruht, und in letzterem der Profit und
Zins. P[roudhon] will an der einfachsten, abstraktesten Form des Austauschs
festhalten.)

Folgende schöne Demonstration
des Herrn Proudhon:

„Da der Wert nichts ist als ein
Verhältnis, und alle Produkte notwendigerweise in einem Verhältnis zueinander
stehen, so folgt daraus, dass vom gesellschaftlichen Standpunkt aus die
Produkte immer Werte sind und sichere Werte. Der Unterschied zwischen Kapital
und Produkt besteht für die Gesellschaft nicht. Dieser Unterschied ist ganz
subjektiv, besteht bloß für die Individuen.“ (250.)

Die gegensätzliche Natur des
Kapitals und die Notwendigkeit für dasselbe des eigentumslosen Arbeiters ist
naiv ausgedrückt in älteren englischen Ökonomen, z. B. dem Reverend Mr.
J. Townsend, dem Vater der Populationstheorie, durch deren fraudulente

58
Aneignung Malthus (überhaupt
ein schamloser Plagiator, so ist z. B. seine Renttheorie vom
Pächter Anderson entlehnt) sich zum großen Mann gemacht
hat. Townsend | sagt:

„Es scheint ein
Naturgesetz,
dass die
Armen zu einem gewissen Grad leichtsinnig sind, so dass stets welche da sind
zur Erfüllung der servilsten, schmutzigsten und gemeinsten Funktionen des
Gemeinwesens. Der Fonds von menschlichem Glück wird dadurch sehr vermehrt. Die
Delikateren sind dadurch befreit von Plackerei und können höheren Berufungen
usw. ungestört nachgehen.“ („A Dissertation on the Poor-Laws“. Edition of 1817,
p.39.)

„Gesetzlicher Zwang zur Arbeit
ist begleitet von zu viel Unruhe, Gewalttätigkeit und Lärm, schafft Übelwollen
usw., wohingegen Hunger nicht nur ein friedfertiger, stummer, unablässiger
Druck ist, sondern fordert als natürlicher Beweggrund für Fleiß und Arbeit die
wirksamsten Anstrengungen heraus.“ (15.)

(Dies die Antwort darauf, in fact,
welche labour more productive

59
, die des Sklaven oder des freien Arbeiters.
A. Smith durfte die Frage nicht aufwerfen, da die Produktionsweise
des Kapitals freie Arbeit voraussetzt. Andrerseits ist ebenfalls durch das
entwickelte Verhältnis von Kapital und Arbeit A. Smith gerechtfertigt in seiner
Einteilung von productive und unproductive labours

60
. Die faden Späße des
Lord Brougham dagegen und die

ernsthaft sein
sollenden Einwendungen von Say, Storch, McCulloch und tutti
quanti

61
prallen
daran ab. A. Smith fehlt nur, indem er die Vergegenständlichung der Arbeit
etwas zu grob auffasst als Arbeit, die sich in einem handgreiflichen Gegenstand
fixiert. Dies ist aber Nebensache bei ihm, Unbeholfenheit des Ausdrucks.)

Auch
bei Galiani finden sich die workmen

62
durch Naturgesetz vor. 1750
gab G das Buch heraus.

„Gott bringt in genügendem Maße
solche Menschen hervor, die die nützlichsten Tätigkeiten verrichten.“
(78.
„Della Moneta“,
Vol.
III, Scrittori Classici Italiani di Economia Politica. Parte Moderna. Milano
1803.)

Er hat aber auch schon den
richtigen Begriff des Werts:

„Einzig die Mühe gibt der Sache
einen Wert.“ (74.)

Die Arbeit ist allerdings auch
qualitativ unterschieden, nicht nur insofern sie in verschiedenen
Produktionszweigen, sondern mehr oder minder intensiv etc. Die Art, wie die
Ausgleichung dieser Verschiedenheiten geschieht und alle Arbeit reduziert wird
auf simple unskilled labour

63
, kann hier natürlich noch nicht untersucht
werden. Genug, dass diese Reduktion faktisch mit dem Setzen der Produkte aller
Arten von Arbeit als Werte
vollzogen
ist.
Als Werte sind sie Äquivalente in gewissen Proportionen; die höheren Sorten von
Arbeit selbst sind geschätzt in einfacher Arbeit. Es wird dies sofort klar,
wenn überlegt wird, dass z. B. kalifornisches Gold Produkt der einfachen
Arbeit. Dennoch ist jede Art Arbeit damit bezahlt. Der qualitative Unterschied
ist also aufgehoben, und das Produkt einer höheren Art Arbeit ist faktisch
reduziert auf ein Quantum einfacher Arbeit. Diese Berechnungen der
verschiedenen Arbeitsqualitäten sind hier also vollständig indifferent und tun
dem Prinzip keinen Abbruch.

„Die Metalle finden als Geld
Verwendung, weil sie wertvoll sind, sie werden wertlos, weil sie als Geld
verwendet werden.“ (l. c. 95.) „Es ist die Geschwindigkeit, mit der sich das
Geld bewegt, und nicht die Menge der Metalle, was das Geld viel oder wenig
erscheinen lässt.“ (99.) „Das Geld hat zwei Seiten: eine
ideelle
und eine
reale;
es wird auch zu
zwei verschiedenen Zwecken verwendet: den Dingen einen
Wert zu geben
und diese
Dinge
zu kaufen.
Zur
Wertgebung eignet sich das ideelle Geld ebenso wie das reale, letztes
vielleicht noch mehr … Der andere Verwendungszweck des Geldes ist der Kauf eben
jener Dinge, denen durch das Geld ein Wert gegeben wurde … Preise und
Vereinbarungen drücken sich wertmäßig in ideellem Geld aus und bewegen sich
real.“ (S. 112 ff.)
„Die
Metalle haben die Eigenheit, dass sich nur in ihnen alle Faktoren auf einen
einzigen reduzieren: die Quantität. Die Natur hat ihnen keine unterschiedlichen
Eigenschaften gegeben,
weder in ihrer inneren noch in ihrer
äußeren Beschaffenheit.“ (126, 127.)

Dies ist sehr wichtige Bemerkung. Der
Wert unterstellt gemeinschaftliche Substanz, und alle Unterschiede,
Proportionen, auf bloß quantitative reduziert. Dies der Fall in den edlen
Metallen, die so als natürliche Substanz des Werts erscheinen.

„Das Geld … gleich einer
Proportionsregel, die alle Dinge gegenüber den Lebensbedürfnissen haben,
entscheidet ganz allein über den
Preis
der
Dinge.“ (152.) „Dasselbe ideelle Geld ist die Grundlage für die
Bezahlung,
d.h., mit
ihm werden alle Dinge vertraglich verabredet und abgeschlossen sowie wertmäßig
ausgeglichen. Es gibt einen gleichartigen ursächlichen Zusammenhang dafür',
dass alles heutzutage existierende ideelle Geld das älteste einer jeden Nation
ist, während alles einmal real war; und weil es real war, rechnete man damit.“
(153.)

(Dies auch der formale
Aufschluss über das ideale Geld Urquharts

64
etc. Den niggers

65
etc. war die bar

66
Eisen ursprünglich reales Geld,
verwandelte sich in ideales; aber sie suchten zugleich seinen frühem Wert zu
halten. Da nun der Eisenwert, wie sich ihnen im Handel zeigt, wechselt gegen
Gold etc., drückt die ideale bar, um ihren Wert beizubehalten, wechselnde
Proportionen von wirklichen Quantis Eisen aus, eine mühsame Rechnung, die der
Abstraktionskraft dieser Herren Ehre macht.)
{Castlereagh,
in den Debatten durch
das Bullioncommittee 1810 verursacht, stellte ähnliche konfuse
notions

67
auf.)
Schöner Satz des Galiani:

„Jenes Unendliche, das“ (die
Dinge) „in ihrem Fortschreiten nicht haben, haben sie in ihrer Bewegung.“
(156.)

Über den Gebrauchswert sagt
Galiani schön:

„Der Preis ist ein Verhältnis …
Der Preis der Dinge ist das Verhältnis zwischen ihren und unseren Bedürfnissen
… und hat noch kein festes Maß. Vielleicht wird man es finden. Ich meinerseits
glaube jedoch, dass dieses Maß
der
Mensch selbst ist.“
([159,] 162.)

„Spanien rechnete in jener
Zeit, als es sowohl die größte als auch die reichste Macht war, mit realen und
ganz kleinen Maravedis.“ (172,173.) „Eigentlich ist er“ (der Mensch) „der
einzige und tatsächliche Reichtum.“ (188.)

„
Der Reichtum ist ein Verhältnis zwischen zwei Personen. “
(221.)
„Wenn sich der Preis für eine Sache bzw. ihr Verhältnis zu anderen proportional
zu allen Dingen ändert, so ist das ein Zeichen dafür, dass sich lediglich der
Wert für diese eine Sache und nicht für alle anderen Dinge zugleich geändert
hat.“ (154.)

(Die Kosten, das Kapital zu
preserve

68
,
reparieren, müssen auch in Rechnung gezogen werden.)

„
Die
unbedingte Einschränkung der Menge an Papiergeld
würde den
einzigen nützlichen Zweck erfüllen wie die Produktionskosten einen anderen
[Fall].“ (300.)
(Opdyke
.
)

Der bloß quantitative
Unterschied in der Geldmaterie:

„Geld wird
nur in natura
zurückgezahlt“
(bei Anleihen); „welche Tatsache dieses Mittel von aller anderen Maschinerie
unterscheidet … den Charakter seines Dienstes anzeigt… deutlich die
Einzigartigkeit seiner Funktion beweist.“ (267.)

„Im Besitze von Geld, brauchen
wir nur einen Tausch zu machen, um den Gegenstand des Wunsches zu erlangen, während
wir mit anderen Surplusprodukten zwei machen müssen, von denen der erste
(Besorgung des Geldes) unendlich schwieriger ist als der zweite.“ (287, 288.)

„Der Bankier unterscheidet sich
von dem alten
Wucherer
…,
dass er dem Reichen borgt und selten oder nie dem Armen. Er borgt daher mit
geringerem Risiko und kann es zu billigen Bedingungen tun, und aus beiden
Gründen meidet er den im Volke verbreiteten Hass, der den Wucherer traf.“ (44.)
(
Newman, F. W. „Lectures on
Political Economy
“, London 1851.)

| „Alle

69
verbergen und
vergraben ihr Geld sehr heimlich und sehr tief, besonders aber die
nichtmohamedanischen Heiden,
die
fast allen Handel und alles Geld in der Hand haben, befangen wie sie sind im
Glauben, dass Gold und Silber, welches sie während ihres Lebens verbergen,
ihnen nach dem Tode dienen wird.“ (312-314.) (
François
Bernier
,

1.1. „Voyages
contenant la description des états du Grand Mogol“ etc., Paris 1830
.)

„Die Materie in ihrem
Naturzustand ist stets
von
Wert entblößt.
Erst durch die Arbeit erhält sie Tauschwert,
wird Element des Reichtums.“ (
McCulloch
,
„Discours sur l’origine de l’économie politique“ etc. Trad. par Prevost. Geneve
et Paris 1825. p.57.)

„Waren im Austausch sich
wechselseitig
Maß.“
(Storch. „Course d’économie Politique
avec des notes etc. par
J. B. Say“. Paris 1823, t. I, p. 81.) „Im Handel zwischen Russland und China
dient das Silber, alle Waren zu [schätzen]; dennoch macht sich dieser Handel
durch Tausch.“ (p. 88.) „Ebenso wie die Arbeit nicht die
Quelle
ist vom Wert des
Reichtums, so wenig ist sie das
Maß.“
(p.
123.l. c.) „Smith ließ sich hinreißen zur Überzeugung, dass die gleiche
Ursache, die zur
Herstellung
der
materiellen Dinge führt, auch die Quelle und der Maßstab von ihrem Wert war.“
(p. 124.)

„Zins der Preis, den man für
den Gebrauch eines Kapitals bezahlt.“ (p. 336.) „Das Bargeld muss einen
unmittelbaren Wert haben, aber gegründet auf ein künstliches Bedürfnis. Seine
Materie darf nicht unentbehrlich für die Existenz des Menschen sein; denn die
gesamte als Bargeld verwendete Menge kann durchaus nicht individuell verwendet
werden, sie muss beständig zirkulieren.“ (t. II, p. 113,114.) „Geld ersetzt
alles.“ (p. 133.)

T. V. „Considerations sur
la nature du revenu national“, Paris 1824

70
:

„Die reproduktiven Konsumtionen
sind keine eigentlichen Auslagen, sondern nur
Vorschüsse,
da sie denen zurückgezahlt
werden, die sie machen.“ (p. 54.) „Liegt nicht ein offensichtlicher Widerspruch
in dieser Meinung, wonach sich die Völker bereichern

durch
ihre Sparsamkeit oder ihre
Entbehrungen,
d.
h., indem sie sich aus freien Stücken zur Armut verurteilen?“ (p. 176.)

„Zur Zeit, wo die Häute und
Pelzwerk zum Geld in Russland dienten, die Unbequemlichkeit, die der
Zirkulation eines Bargeldes anhaftet, welches so umfangreich und so
vergänglich, gab der Idee Ursprung, durch kleine Stücke aus geprägtem Kupfer
sie zu ersetzen, die dadurch zu Zeichen werden, zahlbar mit Häuten und Pelzwerk
… Sie konservierten diese Verwendung bis 1700“ (nämlich später die Bruchteile
der Silberkopeken zu repräsentieren) „wenigstens in der Stadt Kaluga und ihren
Umgebungen, bis Peter I.“ (1700) „verordnete, sie auszuliefern für die
kleine Kupfermünze.“ (p.79.)
71

Eine Andeutung über die Wunder
des zusammengesetzten Zinses findet sich schon bei dem großen Bekämpfer der
Wucherer des 17. Jahrhunderts: bei
Jos. Child.
(„Traités sur le commerce“ etc.
trad. de l’anglois (englisch
publiziert 1669), Amsterdam et Berlin 1754.) (p. 115-117.)

„Eine Ware wird sich
tatsächlich immer für eine größere Arbeitsmenge austauschen, als die sie
produziert hat;
und
dieser Überschuss stellt den Profit dar.“
(p. 221
. McCulloch, „The Principles of
Political Economy“.
London 1825.)

Zeigt, wie schön Herr McCulloch
das Ricardosche Prinzip verstanden hat. Er unterscheidet zwischen
Realwert
und
Tauschwert;
der erstere
1. quantity of labour expended in its appropriation or production

72
; 2. der
zweite
Kaufmacht
von
certain quantities of labour

73
oder anderen Waren, (p.211.)

„Der Mensch ist ebenso
das
Produkt der Arbeit
wie
irgendeine der Maschinen, die durch seine Tätigkeit
entstand; und uns scheint, dass er in allen ökonomischen Untersuchungen gerade
von eben diesem Gesichtspunkt aus betrachtet werden sollte.“ (115. l. c.)
„Löhne bestehen tatsächlich aus einem Teil des Produkts, das der Fleiß des
Arbeiters schuf.“ (p. 295.) „Der Profit des Kapitals ist nur ein anderer Name
für die Löhne aufgehäufter Arbeit.“ (p. 291.)

„Eine periodische Vernichtung
von Kapital ist zur notwendigen Existenzbedingung jedes Zinsfußes auf dem Markt
überhaupt geworden. Und, von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, dürften die
schrecklichen Heimsuchungen, denen wir in gewohnter Weise mit soviel Unruhe und
Besorgnis entgegensehen, und die wir so eifrig abwenden möchten, nichts anderes
sein als natürliche und notwendige Korrektur eines übertrieben angestiegenen
und aufgeblasenen Reichtums,
das
Heilmittel,
wodurch unser Gesellschaftssystem in seiner
gegenwärtigen Struktur in die Lage versetzt wird, sich von Zeit zu Zeit eines
immer wiederkehrenden und ihre Existenz bedrohenden Überflusses zu entledigen
und wieder zu einem gesunden und nützlichen Zustand zurückzukehren.“ (p.
165.
Fullarton
(John),
„On the regulation of currency“
etc.
Lond. 1844.) „Geld –
Allgemeine
Kaufkraft.“

(
Chalmers
.
[p.
164.])

„
Kapital
…
in der Produktion angewandte Dienste und Waren.
Geld:
Wertmaß,
Austauschmittel und das allgemeine Äquivalent; praktischer: das
Mittel, um Kapital zu erwerben;
das
einzige Mittel, für Kapital zu zahlen,
das
zuvor auf Kredit erworben wurde; im Grunde genommen eine Garantie dafür, den
äquivalenten Wert in Kapital zu erhalten.
Handel
ist der Austausch von Kapital für
Kapital durch das Mittel Geld, und da der Vertrag für das Mittel abgeschlossen
ist, kann man mit Geld allein dem Vertrag nachkommen und sich der Schuld
entledigen. Beim Verkauf wird eine Art Kapital für Geld zur Verfügung gestellt,
um dafür seinen äquivalenten spezifizierten Wert in jeder Art Kapital zu
erwerben.
Zins
–
die Entschädigung, die für eine Geldanleihe gegeben wird. Wenn das Geld geborgt
wird zum Zweck,
Kapital
zu beschaffen,
dann ist die gezahlte Entschädigung eine
Vergütung für den Gebrauch des Kapitals (Rohmaterialien, Arbeit, Waren usw.),
das mit ihm erworben werden kann. Wenn es geborgt wird in der Absicht, Schulden
abzustoßen, für Kapital zu bezahlen, das zuvor erworben und angewandt wurde
(vertraglich aufgenommen, um in Geld abgezahlt zu werden), dann ist die
ausgehändigte Entschädigung für den Gebrauch des Geldes selbst, und in dieser
Beziehung sind Zins und Diskont gleich.
Diskont
allein
Vergütung für das Geld selbst, für die Umwandlung des Kreditgeldes in
wirkliches Geld. Ein guter Wechsel gibt die gleiche Verfügung über Kapital wie
Banknoten, vermindert über die Kosten für den Diskont; Wechsel werden
diskontiert, um zu Geld zu gelangen, dessen Nennwerte geeigneter sind für Löhne
und kleinere Bargeldzahlungen, oder um größere Verpflichtungen zu begleichen,
die fällig werden; aber auch um des Vorteils willen, wenn Bargeld zu einer
Diskontrate unter der dafür üblichen von 5 % zu haben ist. Jedoch das Hauptziel
beim Diskontieren hängt im Grunde ab von Angebot und Nachfrage an gesetzlichen
Zahlungsmitteln … Der Zinsfuß hängt hauptsächlich von Nachfrage und Angebot an
Kapital und der Diskontsatz völlig von Nachfrage und Angebot an Geld ab.“ (March
13, ’58,
„Econ[omist“],
Brief
an den Editor

74
.)

||5l| Herr K. Arnd, ganz
an seinem Platz, wo er über die „Hundesteuer“
75
raisoniert, hat folgende interessante
Entdeckung gemacht:

„In dem natürlichen Gange der
Gütererzeugung gibt es nur eine Erscheinung, welche – in ganz angebauten
Ländern – den Zinsfuß einigermaßen zu regulieren bestimmt zu sein scheint; – es
ist dies das Verhältnis, in welchem die Holzmassen der europäischen Wälder
durch ihren jährlichen Nachwuchs zunehmen – dieser Nachwuchs erfolgt, ganz
unabhängig von ihrem Tauschwerte, in dem Verhältnisse von 3 bis 4 zu hundert.“
(S. 124, 125.
„Die
naturgemäße Volkswirtschaft“
etc. Hanau 1845.) Dies verdient,
der waldursprüngliche Zinsfuß genannt zu werden.

„Der verbleibende Wert oder
Überschuss wird in jedem Zweige im Verhältnis zum Wert des angelegten Kapitals
stehen.“
(Ricardo.)
76

Bei dem
Zins
ist zweierlei zu
betrachten:
Erstens
die
Scheidung des
Profits
in
Zins und Profit. (Als Einheit dieser beiden nennen ihn die Engländer
gross profit

77
.)
Der Unterschied wird
fühlbar, handgreiflich, sobald eine Klasse von

monied
capitalists

78
einer
Klasse von industrial capitalists

79
gegenübertritt.
Zweitens:
Das
Kapital
selbst wird zur
Ware, oder die Ware (Geld) wird als Kapital verkauft. So heißt es z. B.,
Kapital, wie alle andere Ware, richtet seinen Preis nach Nachfrage und Zufuhr.
Diese bestimmt also den Zinsfuß. Hier tritt also Kapital als solches in
Zirkulation.

Monied capitalists und
industrial capitalists können nur 2 besondere Klassen bilden, weil der Profit
fähig ist, in 2 Zweige von Revenue auseinanderzugehen. Die 2 Sorten von
capitalists

80
drücken
nur d[en] fact aus; aber die Spaltung muss da sein, das Auseinandergehen des
Profits in 2 besondere Formen von Revenu, damit 2 besondere Klassen von
Kapitalisten darauf aufwachsen können.

Die Form des Zinses ist älter
als die des Profits. Die Höhe des Zinses in Indien für common agriculturists

81
zeigt
keineswegs an die Höhe des Profits. Sondern dass Profit sowohl wie Teil des
Arbeitslohns selbst in der Form von Zins von dem Wucherer angeeignet wird. Es
ist eine ganz des historischen Sinns des Herrn Carey würdige Operation, diesen
Zins zu vergleichen mit dem, der auf dem englischen money market

82
herrscht, den
der englische Kapitalist zahlt, und daraus zu schließen, wie viel höher die
„Arbeitsrate“ (der Arbeitsanteil am Produkt) in England als in Indien ist.
83
Er hätte
vergleichen müssen den Zins, den in England handloomweavers

84
, z.B. in
Derbyshire, zahlen, denen Material und Instrument vorgeschossen (geliehen) wird
vom Kapitalisten. Er würde gefunden haben, dass der Zins hier so hoch ist, dass
nach Berichtigung aller items

85
, der Arbeiter am Schluss noch der Schuldner ist,
nachdem er dem Kapitalisten nicht nur seine Vorschüsse zurückerstattet, sondern
ihnen seine eigene Arbeit noch gratis zugefügt hat. Historisch, dass die Form
des industriellen Profits erst aufkommt, nachdem das Kapital nicht mehr neben
dem selbständigen Arbeiter erscheint. Der Profit erscheint daher ursprünglich
bestimmt durch den Zins. Aber in der bürgerlichen Ökonomie der Zins bestimmt
durch den Profit und nur Teil desselben. Der Profit also muss so groß sein,
dass ein Teil sich davon als Zins abzweigen kann. Umgekehrt historisch. Der
Zins muss so heruntergedrückt sein, dass ein Teil des Mehrgewinns sich als
Profit verselbständigen kann. There ist a natural relation between wages and
profit – necessary labour and surplus labour; but is there any between profit
and interest, save that which is dertermined by the competition between these
two classes arranged under these different forms of revenues? But in order that
this competition exist, and the two classes, the division of the surplus value

into profits and interests is already presupposed.
86
Das Kapital im Allgemeinen betrachten, ist
keine bloße Abstraktion. Betrachte ich das Gesamtkapital einer Nation z. B. im
Unterschied von der Gesamtlohnarbeit (oder auch Grundeigentum) oder betrachte
ich das Kapital als die allgemein ökonomische Basis einer Klasse im Unterschied
zu einer anderen Klasse, so betrachte ich es im Allgemeinen. Wie wenn ich z.B.
den Menschen physiologisch betrachte im Unterschied vom Tier. Der wirkliche
Unterschied von Profit und Zins existiert als der Unterschied einer moneyed dass
of capitalists

87
gegen
eine industrial dass of capitalists

88
. Damit aber 2 solche Klassen sich
gegenübertreten können, ihre Doppelexistenz setzt voraus Diremtion

89
in dem vom
Kapital gesetzten Mehrwert.

(Die politische Ökonomie hat es
mit den spezifischen gesellschaftlichen Formen des Reichtums oder vielmehr der
Produktion des Reichtums zu tun. Der Stoff desselben, sei er subjektiv, wie
Arbeit, oder objektiv, wie Gegenstände für die Befriedigung natürlicher oder
geschichtlicher Bedürfnisse, erscheint zunächst allen Produktionsepochen
gemeinsam. Dieser Stoff erscheint daher zunächst als bloße Voraussetzung, die
ganz außerhalb der Betrachtung der politischen Ökonomie liegt und erst dann in
die Sphäre der Betrachtung fällt, wenn er modifiziert wird durch die
Formverhältnisse oder als sie modifizierend erscheint. Was darüber allgemeines
gesagt zu werden pflegt, beschränkt sich auf Abstraktionen, die einen
historischen Wert hatten in den ersten Versuchen der politischen Ökonomie,
worin die Formen noch mühsam aus dem Stoff herausgeschält und mit großer
Anstrengung als eigener Gegenstand der Betrachtung fixiert wurden. Später
werden sie zu ledernen Gemeinplätzen, um so widerlicher, je mehr sie mit
wissenschaftlicher Prätention auftreten. Es gilt dies von allem, was die
deutschen Ökonomen unter der Kategorie von „Gütern“ abzuschwatzen pflegen.)

Das Wichtige ist, dass Zins und
Profit beides Beziehungen des
Kapitals
ausdrücken.
Als besondere Form steht das zinstragende Kapital nicht der Arbeit, sondern dem
profittragenden Kapital gegenüber. Das Verhältnis, worin einerseits der
Arbeiter noch als selbständig erscheint, also nicht als Lohnarbeiter,
andererseits aber die gegenständlichen Bedingungen desselben schon eine
selbständige Existenz neben demselben besitzen, das Eigentum einer

besondren Klasse von Wucherern bilden, entwickelt sich notwendig – in allen
auf dem Austausch mehr oder minder beruhenden Produktionsweisen – mit der
Entwicklung des Kaufmannsvermögens oder Geldvermögens im Gegensatz zu den
besonderen und beschränkten Formen des agricultural or

90
gewerblichen Vermögens. Die Entwicklung
dieses merkantilen Vermögens selbst kann betrachtet werden als Entwicklung des
Tauschwerts und daher der Zirkulation und der Geldverhältnisse in jenen
Sphären. Dies Verhältnis zeigt uns auf der einen Seite allerdings die
Verselbständigung, Loslösung der Arbeitsbedingungen – die mehr und mehr aus der
Zirkulation herkommen und von ihr abhängen – von dem ökonomischen Dasein des
Arbeiters. Andrerseits ist das letztere noch nicht subsumiert in den Prozess
des Kapitals. Die Produktionsweise wird daher noch nicht wesentlich verändert.
Wo dies Verhältnis innerhalb der bürgerlichen Ökonomie sich wiederholt – ist es
in zurückgebliebenen Industriezweigen oder solchen, die sich noch |
sträuben gegen den Untergang in der modernen Produktionsweise. In ihnen findet
noch die gehässigste Exploitation der Arbeit statt, ohne dass das Verhältnis
von Kapital und Arbeit hier irgend die Basis der Entwicklung neuer
Produktivkräfte und den Keim neuer historischer Formen in sich trüge. In der
Produktionsweise selbst erscheint hier noch das Kapital stofflich unter den
einzelnen Arbeiter oder die Arbeiterfamilie subsumiert – sei es im
handwerksmäßigen Betrieb oder in der kleinen Agrikultur. Es findet Exploitation
durch das Kapital statt ohne die Produktionsweise des Kapitals. Der Zinsfuß
erscheint sehr hoch, weil er den Profit einschließt und selbst einen Teil des
Arbeitslohns. Diese Form des Wuchers, in der sich das Kapital nicht der
Produktion bemächtigt, also nur formell Kapital ist, setzt vorbürgerliche
Produktionsformen als herrschend voraus; reproduziert sich aber in
untergeordneten Sphären wieder innerhalb der bürgerlichen Ökonomie selbst.

Zweite historische Form des
Zinses: Leihen von Kapital an den konsumierenden Reichtum. Erscheint hier
historisch wichtig als selbst ein Entstehungsmoment des Kapitals, indem die
Einnahme (and oft the land too) of the landed proprietors accumulates and becomes
capitalized in the pockets of the usurer

91
. Es ist dies einer der Prozesse, wodurch
zirkulierendes Kapital oder

auch Kapital in der Form des Geldes in
einer von den Grundeigentümern unabhängigen Klasse sich konzentriert.

Die Form des realisierten
Kapitals sowohl wie seines realisierten Mehrwerts ist das Geld. Der Profit
(nicht nur der Zins) drückt sich also in Geld aus; weil darin der Wert
realisiert und gemessen ist.

Die Notwendigkeit der Zahlungen in Geld
– nicht nur des Geldes für den Ankauf von Waren etc. – entwickelt sich überall,
wo Tauschverhältnisse und Geldzirkulation stattfinden. Es ist keineswegs nötig,
dass der Austausch gleichzeitiger. Mit dem Geld die Möglichkeit vorhanden, dass
ein Teil seine Ware ablässt und der andere seine Zahlung erst später tut. Das
Bedürfnis von Geld für diesen Zweck (später in loans

92
und discounts

93
entwickelt) eine historische Hauptquelle
des Zinses. Diese geht uns hier noch gar nichts an; ist erst bei den
Kreditverhältnissen zu betrachten.

Unterschied zwischen
buyin
g

94
(G-W)
und
selling

95
(W-G):

„wenn ich verkaufe, habe ich 1.
den Profit auf die Ware geschlagen und erhalten; 2. eine Ware von allgemeiner
Repräsentanz und Konvertierbarkeit,
Geld,
wofür,
da Geld immer verkäuflich ist, ich stets andere Ware kommandieren kann; die
höhere Verkaufbarkeit von Geld ist gerade die Wirkung oder natürliche
Konsequenz der geringen Verkaufbarkeit von Waren. Beim Kaufen anders. Wenn er
kauft, um wieder zu verkaufen oder Kunden zu beliefern, gibt es keine absolute
Sicherheit, dass er für einen lohnenden Preis verkaufen wird, wie
wahrscheinlich das zuvor auch ausgesehen haben mag. Aber nicht alle kaufen, um
wieder zu verkaufen, sondern für ihren eigenen Gebrauch oder [ihre eigene]
Konsumtion.“ etc. (p. 117 sq.
Corbet,
Th.
„An lnquiry into the Causes and Modes of the Wealth of Individuals.“ London
1841.)

„
Economist“, April 10
[, 1858]:

„Eine Antwort des Parlaments
auf eine Anfrage von Mr. James Wilson zeigt, dass die Münze im Jahre
1857 Gold zum Werte von 4,859.000 Pfund Sterling prägte, wovon 364,000 Pfund in
10 Schillingstücken waren. Die Silbermünzen des Jahres beliefen sich auf
373.000 Pfund Sterling, wobei die Kosten des verwendeten Metalls 363.000 Pfund
Sterling betrugen. Der Gesamtbetrag der in den 10 Jahren bis zum 31. Dezember
1857 geprägten Münzen ergab 55 239.000 Pfund in Gold und 2.434.000 in Silber.
Der Wert der Kupfermünzen des vergangenen Jahres belief sich auf 6720 Pfund –
der Wert des Kupfers betrug 3492 Pfund; davon waren 3136 in Pennystücken, 2464
in halben Pennystücken und 1120 in Viertelpennystücken. Der Gesamtwert der
Kupfermünzen der letzten 10 Jahre war 141.477 Pfund, wobei das Kupfer, aus dem
sie bestanden, für 73.503 Pfund erworben worden war.“

„Nach
Thomas Culpeper (1641), Josias Child
(1670), Paterson (1694), Locke (1700) hängt der Reichtum
von der selbst gezwungenen Reduktion der Zinstaxe des Goldes und Silbers ab.
Befolgt in England während fast 2 Jahrhunderten.“ (
Ganilh
.
[p.
76/77.])

Als
Hume
im Gegensatz zu
Locke die Bestimmung des Zinsfußes von der Profitrate entwickelte, hatte er
bereits eine viel größere Entwicklung des Kapitals vor Augen; noch mehr
so Bentham
,
als
er gegen Ende des 18. Jahrhunderts seine Verteidigung des Wuchers schrieb.
(Von Heinrich VIII. bis Anne gesetzliche Herabsetzung des
Zinses.
)

„In jedem Land 1. eine produzierende
Klasse

96
und
2. eine Klasse der Geldkapitalisten, die von den Zinsen ihres Kapitals lebt.“
(p. 110.) (J. St. Mill „Some unsettled questions of political
economy.“ London 1844.)

„Es ist infolge häufiger
Versetzungen und Einlösungen im selben Monat und durch Versatz eines Artikels,
um einen anderen herauszunehmen und dabei eine kleine Gelddifferenz zu
erhalten, dass der Pfandhauszins so übermäßig wird. In London sind 240 konzessionierte
Pfandverleiher und in der Provinz ungefähr 1450. Das angewandte Kapital wird
auf ungefähr 1 Million geschätzt. Wenigstens dreimal Umschlagen jährlich und
jedes Mal im Durchschnitt für 33½% Profit; so dass die unteren Klassen von
England 1 Million jährlich zahlen für den temporären Vorschuss einer Million,
abgesehen von dem Verlust durch verwirkte Auslösungsfrist versetzter Artikel.“
(p. 114.) (vol. I, J. D.
Tuckett
„A
history of the Past and Present State of the Labouring Population“ etc. London
1846.)

„Einige Arbeiten können nicht
anders als im Großen getrieben werden, z. B. das Porzellanmachen, Glasmachen
usw. Sind daher nie Handwerke. Schon im 13. und 14. Jahrhundert hat man einige
Arbeiten, wie Webereien, im Großen getrieben.“
(Poppe.)

97

„In den älteren Zeiten gehörten
alle Fabriken zum Handwerk, und der
Kaufmann
blieb
bloß Verleger und Beförderer des Handwerks. Bei Tuch- und Zeugmanufakturen
wurde hierauf noch am Strengsten gehalten. Nach und nach aber fingen an vielen
Orten die Kaufleute an, sich zum Meister aufzuwerfen“ (natürlich ohne die
Zunftvorurteile, Traditionen, Verhältnis zu den Gesellen der alten Meister),
„und für Tagelohn Gesellen in Arbeit zu nehmen.“
{Poppe.
S. 70,71

98
,1. Bd. „Geschichte
der Technologie“. Göttingen 1807-1811.)

Es war dies ein Hauptgrund,
warum in England die eigentliche Industrie in nicht inkorporierten Städten sich
festsetzte und aufkam.

Das Handelskapital oder das
Geld, wie es als Kaufmannsvermögen auftritt, ist die erste Form des Kapitals,
d.h. des Werts, der ausschließlich aus der Zirkulation (dem Austausch)
hervorgeht, sich in ihr erhält, reproduziert und vermehrt, und so ist der ausschließliche
Zweck dieser Bewegung und Tätigkeit der Tauschwert. Die beiden Bewegungen,
kaufen, um zu verkaufen, und verkaufen, um zu kaufen, aber die | Form
G-W-W-G herrscht vor. Das Geld und die Vermehrung desselben erscheint als
ausschließlicher Zweck der Operation. Weder kauft der Kaufmann die Ware zu
seinem eigenen Bedürfnis, ihres Gebrauchswerts wegen, noch verkauft er sie, um
z. B. in Geld abgemachte Kontrakte zu zahlen oder um andere Ware für sein
Bedürfnis zu erhalten. Sein direkter Zweck ist Vermehrung des Werts, und zwar
in seiner unmittelbaren Form als Geld. Das Handelsvermögen ist erstens das Geld
als Tauschmittel; das Geld als die vermittelnde Bewegung der Zirkulation; es
tauscht Ware gegen

Geld aus, Geld gegen Ware und vice versa.
Ebenso erscheint hier das Geld als Selbstzweck, aber ohne deswegen zu
existieren in seiner metallenen Existenz. Es ist hier die lebendige Verwandlung
des Werts in die beiden Formen von Ware und Geld: die Gleichgültigkeit des
Werts gegen die bestimmte Form des Gebrauchswerts, die er annimmt, und zugleich
seine Metamorphose in alle diese Formen, die aber nur als Verkleidungen
erscheinen. Wenn so die Aktion des Handels die Bewegungen der Zirkulation
zusammenfasst, das Geld daher als Kaufmannsvermögen nach einer Seite hin die
erste Existenz des Kapitals ist, auch historisch so erscheint, so erscheint auf
der anderen Seite diese Form direkt widersprechend
dem Begriff des Werts.
Wohlfeil
kaufen und teuer verkaufen, ist das Gesetz des Handels.
Also nicht der Austausch von
Äquivalenten, mit welchem vielmehr der Handel unmöglich wäre als ein besonderer
Erwerbszweig.

Das Geld als Handelsvermögen –
wie es in den verschiedensten Gesellschaftsformen und auf den verschiedensten
Stufen der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte erscheint – ist
indes bloß das vermittelnde Bewegen zwischen Extremen, die es nicht beherrscht,
und Voraussetzungen, die es nicht schafft.

A. Smith t. II.
l. III
(ed. Garnier):

„Der bedeutende Handel für die
ganze zivilisierte Gesellschaft ist der, welcher sich zwischen den Bewohnern der
Stadt und denen des Landes begründet … besteht
im Austausch von Rohprodukten
gegen
angefertigte Produkte,
…
sei es unmittelbar oder durch die Vermittlung des Geldes.“ (p.403.)

Der Handel fasst immer
zusammen; die Produktion ursprünglich im Kleinen.

„Die Stadt ist eine Messe oder
beständiger Markt, zu dem sich die Bewohner des Landes begeben, um ihre
Rohprodukte gegen angefertigte Erzeugnisse auszutauschen. Dieser Handel
versorgt die Einwohner der Stadt sowohl mit dem Werkstoff für die Arbeit als auch
mit den Mitteln für den Lebensunterhalt. Das Quantum
fertiger Arbeit,
das
sie den Bewohnern des Landes verkaufen, bestimmt notwendigerweise das Quantum
an Rohstoffen und Lebensmitteln, die sie kaufen.“ (p.408 [,409].)

Solange „Mittel der Subsistenz
und des Genusses“ der Hauptzweck, herrscht der Gebrauchswert vor.

Im Begriff des Werts, dass er
nur durch den Tausch sich erhält und vermehrt. Der existierende Wert aber
zunächst das Geld.

„Diese Industrie, die sich
etwas vornimmt, das über das absolut Notwendige hinausgeht, ließ sich in den
Städten nieder lange Zeit, bevor sie gemeinhin von den Bearbeitern des Bodens
hätte errichtet werden können.“ (p.452.)

„Obgleich die Bewohner einer
Stadt schließlich von dem Land ihre Subsistenz und

alle
Mittel und Materialien ihrer Industrie ziehen, so können doch die [Bewohner]
einer Stadt, die nah an den Ufern des Meeres oder eines schiffbaren Flusses
liegt, sie ziehen auch aus den entferntesten Winkeln der Welt, entweder als
Tausch gegen das manufakturierte Produkt ihrer eigenen Industrie oder indem sie
den Dienst von Fuhrleuten zwischen entfernten Ländern wechselseitig tun und die
Produkte dieser Länder untereinander austauschen. So kann eine Stadt sehr reich
werden, während nicht nur das Land ihrer nächsten Umgebung, sondern alles Land,
wo sie handelt, arm ist. Jedes dieser Länder, getrennt genommen, kann ihr nur
einen sehr kleinen Teil der Subsistenz und für die Geschäfte bieten; aber alle
diese Länder, kollektiv genommen, können ihr eine große Quantität von
Subsistenzen und eine große Mannigfaltigkeit von Beschäftigung liefern.“ (p.
[452,] 453.)

(Italienische Städte erhoben
sich zuerst in Europa durch den Handel; während der Kreuzzüge – Venedig, Genua,
Pisa – teils durch Transport von Menschen und immer durch den von
Lebensmitteln, die ihnen geliefert werden mussten. Diese Republiken waren gleichsam
die Kommissarien der Lebensmittel dieser Armeen.) (l. c.)

Das Kaufmannsvermögen, als
beständig im Austausch begriffen und des Tauschwerts wegen austauschend, ist in
fact das lebendige Geld.

„Die Bewohner der Handelsstädte
führten von reicheren Ländern raffinierte Gegenstände und Luxusartikel von
großem Preis ein, boten so eine Nahrung der Eitelkeit der großen
Grundeigentümer, die sie mit Eifer kauften, indem sie große Quantitäten vom
Rohprodukt ihrer Ländereien dafür zahlten. So der Handel eines großen Teils von
Europa in dieser Zeit Austausch des Rohprodukts eines Landes gegen das
Manufakturprodukt eines in der Industrie avancierteren Landes.“ (p. [454,]
455.)

„Als dieser Geschmack allgemein
genug geworden war, um eine beträchtliche Nachfrage zu schaffen, suchten die
Kaufleute, um die Transportkosten zu sparen, in ihrem Lande ähnliche
Manufakturen zu etablieren. Dies der Ursprung der ersten Manufakturen für den
Verkauf in die Ferne.“ (l. c.)

Luxusmanufakturen, entsprungen
aus foreign commerce

99
,
etabliert durch Kaufleute (p.456.) (bearbeiten ausländische Materien). Ad.
Smith spricht von einer zweiten Sorte, die „natürlich und von selbst durch
sukzessive Verfeinerung der groben und häuslichen Gewerbe entstanden“.
Bearbeiten home- grown materials

100
. (p. 459.)

Die Handelsvölker der Alten wie
die Götter des Epikur in den Intermundien

101
der Welt oder rather

102
wie die
Juden in den Poren der polnischen Gesellschaft. Die meisten selbständig und
großartig entwickelten selbständigen Handelsvölker oder Städte
carrying trade

103
,
der beruhte auf der
Barbarei der

produzierenden Völker, zwischen denen sie die
Rolle des Geldes spielten (der Vermittler).

In den Vorstufen der
bürgerlichen Gesellschaft beherrscht der Handel die Industrie; in der modernen
Gesellschaft umgekehrt.

Der Handel wird natürlich mehr
oder minder zurückwirken auf die Gemeinwesen, zwischen denen er getrieben wird.
Er wird die Produktion mehr und mehr dem Tauschwert unterwerfen; den
unmittelbaren Gebrauchswert mehr und mehr in den Hintergrund drängen; indem er
die Subsistenz mehr abhängig macht vom Verkauf als vom unmittelbaren Gebrauch
des Produkts. Löst die alten Verhältnisse auf. Vermehrt damit die
Geldzirkulation. Ergreift erst bloß den Überfluss der Produktion; fasst nach
und nach diese selbst an. Indes hängt die auf lösende Wirkung sehr ab von der
Natur der produzierenden Gemeinwesen, zwischen denen er operiert. Z.B. hat [er]
die altindischen Gemeinwesen und überhaupt asiatischen Verhältnisse kaum
erschüttert. Der Betrug im Austausch ist die | Basis des Handels, wie er
selbständig erscheint.

Aber das Kapital entsteht erst,
wo sich der Handel der Produktion selbst bemächtigt und der Kaufmann Produzent
oder der Produzent bloßer Kaufmann wird. Dagegen die mittelaltrige
Zunftverfassung, das Kastenwesen etc. Die Entstehung des Kapitals in seiner adäquaten
Form setzt aber dasselbe voraus als Handelskapital, so dass nicht mehr
produziert wird, mehr oder minder durch Geld vermittelt, für den Gebrauch,
sondern für den Handel im Großen.

Handelsvermögen als
selbständige ökonomische Form und als Grundlage für Handelsstädte und
Handelsvölker existiert und hat existiert zwischen Völkern, die sich auf den
verschiedensten Stufen der ökonomischen Entwicklung befinden, und in der
Handelsstadt selbst (der altasiatischen z. B., der' griechischen und der
italienischen etc. des Mittelalters) kann die Produktion in der Form von Zunft
etc. fort existieren.

Steuart.

„
Handel
ist eine Tätigkeit, mit deren Hilfe
der Reichtum oder die Arbeit von Einzelpersonen oder Gesellschaften von einer
Gruppe Menschen, die man als Kaufleute bezeichnet, für ein Äquivalent
ausgetauscht werden können; das geeignet ist, jedes Bedürfnis zu befriedigen,
ohne dass es zu einer Unterbrechung der Industrie oder zu Hindernissen für die
Konsumtion kommt.
Industrie
bedeutet
Bewerbung um die sinnereiche Arbeit des freien Mannes, um mit den
Mitteln des Handels
ein
Äquivalent zu erlangen, das geeignet ist, jedes Bedürfnis zu befriedigen.“ (t.
I, p. 166.)

„Solange die Bedürfnisse
einfach bleiben und gering an Zahl, hat der Handwerker Zeit genug, alle
Erzeugnisse seiner Arbeit zu verteilen; wenn die Bedürfnisse vielfältiger
werden, müssen die Menschen schwerer arbeiten;
die Zeit wird kostbar,
folglich wird

der Handel eingeführt … Der Kaufmann als Mittler zwischen Handwerker und
Konsumenten.“ (p. 171.)

„Die Ansammlung (der Produkte)
in wenigen Händen ist die Einführung des Handels.“ (l. c.) „Der Konsument kauft
nicht, um wieder zu verkaufen. Der Kaufmann kauft und verkauft bloß mit der
Absicht auf Gewinn“ (p. 174.) (d. h. für den Wert). „Die einfachste aller
Handelsformen die, ausgeführt durch
Austausch
der notwendigsten Lebensmittel“
(zwischen der überschüssigen
Nahrung der Pächter und den freien Arbeitern). „Der Fortschritt hauptsächlich
zuzuschreiben der Einführung des Geldes.“ (p. 176.)

„Solange wechselseitige
Bedürfnisse befriedigt durch Tauschhandel, ist nicht die geringste Gelegenheit
für Geld da. Dies die einfachste Kombination. Wenn Bedürfnisse vervielfältigt
sind, wird Tauschhandel betreiben schwerer; daraufhin wird
Geld
eingeführt. Dies
ist der allgemeine Preis aller Dinge. Ein geeignetes Äquivalent in der Hand
derer, die [etwas] benötigen. Diese Tätigkeit des Kaufens und Verkaufens ist
etwas komplexer als die erste. Also 1.
Tauschhandel;
2.
Verkauf
; 3.
Handel
…“

„Der Kaufmann muss
dazwischenkommen. Was früher Bedürfnisse hieß, ist jetzt repräsentiert durch
den Konsumenten; die Industrie durch den Fabrikanten, das Geld durch den
Kaufmann. Der Kaufmann repräsentiert das Geld, indem er Kredit an dessen Stelle
einsetzt; und wie das Geld zur Erleichterung des Tauschhandels erfunden, so der
Kaufmann mit dem Kredit eine Verfeinerung gegenüber dem Gebrauch von Geld.
Diese Tätigkeit von Kaufen und Verkaufen ist jetzt Handel; er befreit beide
Teile von der ganzen Mühe des Transports und Bedürfnisse an Bedürfnissen oder
Bedürfnisse an Geld anzupassen; der Kaufmann repräsentiert abwechselnd den
Konsumenten, den Fabrikanten und das Geld. Dem Konsumenten repräsentiert er die
Gesamtheit der Fabrikanten, diesen die Gesamtheit der Konsumenten, und beiden
Klassen ersetzt sein Kredit den Gebrauch des Geldes.“ (p. 177, 178.)

„Kaufleute kaufen und verkaufen
vermutlich nicht aus Notwendigkeit, sondern unter dem Gesichtspunkt des
Gewinns.“ (p.201.)

„Erst der Industrielle
produziert für fremden, nicht für eigenen Gebrauch; diese Güter fangen ihm erst
im Moment, wo er sie vertauscht, an, nützlich zu werden. Sie machen also den
Handel oder die Kunst des Austausches nötig. Sie sind nur geschätzt wegen ihres
austauschbaren Wertes.“ (p. 161.)
(
Sismondi
,
„Etudes sur l’économie
politique“,
t. II. Bruxelles 1838.) „Der Handel hat den
Dingen, den Reichtümern ihren primitiven Charakter von Nützlichkeit
geraubt:
Es ist der
Gegensatz zwischen dem Gebrauchswert und dem Tauschwert, worauf der Handel die
ganze Sache zurückgeführt hat.“
(p. 162.) „Im Anfang ist der
Nutzen das wahre Maß der Werte; der Handel existiert dann, im patriarchalischen
Zustand der Gesellschaft; aber er hat sie nicht ganz absorbiert; er wird nur
ausgeübt mit dem Überschuss der Produktion eines jeden und nicht mit dem,
worauf sich seine Existenz gründet.“ (p. 162, 163.) „Dagegen der Charakter
unseres ökonomischen Fortschritts, dass der
Handel
sich belastet mit der
Distribution
der
Totalität des jährlich produzierten Reichtums, und er hat folglich absolut
seinen Charakter des nützlichen Wertes unterdrückt, um nichts als den
austauschbaren Wert bestehen zu lassen.“ (163.)

„Vor Einführung des Handels war die
Vermehrung in der Quantität des Produzierten eine direkte Vermehrung der
Reichtümer. Wenig bedeutend war damals die Quantität der Arbeit, vermittelst
deren diese nützliche Sache erworben worden war. Und wirklich, die verlangte
Sache verliert nichts an ihrer Nützlichkeit, selbst dann, wenn zu ihrer
Verschaffung gar keine Arbeit nötig wäre; Getreide und Leinwand würden ihren
Besitzern nicht minder nötig sein, selbst wenn sie ihnen vom Himmel gefallen
wären. Das ist ohne Zweifel die wahre Abschätzung des Reichtums, Genuss und
Nützlichkeit. Von dem Augenblick aber an, wo die Menschen … ihre Subsistenz
abhängig machten von den Austauschen, die sie machen könnten, oder von dem
Handel, waren sie gezwungen, sich an eine andere Abschätzung zu attachieren, an
den Tauschwert, an den Wert, der nicht aus der Nützlichkeit resultiert, sondern
aus
dem Verhältnis
zwischen dem Bedürfnis der ganzen Gesellschaft und der Quantität der Arbeit,
die hinreichte, um dies Bedürfnis zu befriedigen,
oder auch
nach der Quantität Arbeit, die in Zukunft dasselbe befriedigen könnte.“ (p.
266,l. c.) „In der Abschätzung der Werte, die man durch die Institution des
baren Geldes zu messen gesucht hat, ist der Begriff der Nützlichkeit ganz
beiseite gesetzt. Es ist die
Arbeit,
die
nötige Anstrengung, um sich die beiden gegeneinander ausgetauschten Sachen zu
verschaffen, die allein betrachtet worden ist.“ (p. 267.)

Über den Zins sagt
Gilbart
(J.W.);
„The History and Principles of Banking“.
London 1834:

„Dass ein Mann, der Geld borgt
mit der
Absicht, Profit
davon zu machen,
eine Portion des Profits dem Ausleiher geben
soll, ist ein selbstverständliches Prinzip der natürlichen Gerechtigkeit. Ein
Mann macht einen Profit gewöhnlich vermittelst des Handelsverkehrs. Aber im
Mittelalter die Bevölkerung rein landwirtschaftlich. Und da, wie unter der
feudalen Regierung, kann nur wenig Handelsverkehr und daher wenig Profit sein.
Daher die Wuchergesetze im Mittelalter gerechtfertigt. Außerdem: braucht in
einem agrikulturellen Land ein Mensch selten Geld zu borgen, es sei denn, durch
Unglücksfälle in Not geraten.“ (p. 163.)

„Henry VIII. limitierte
Zins zu 10%, Jacob I. auf 8, Charles II. auf
6, Anna auf 5.“ (164, 165.) „In jenen Zeiten waren die Ausleiher,
wenn nicht legal, so doch aktuelle Monopolisten, und daher war es nötig, sie
wie andere Monopolisten unter Beschränkung zu setzen.“ (p. 165.) „In unseren
Zeiten reguliert die Rate des Profits die Rate des Zinses; in jenen Zeiten
regulierte die Rate des Zinses die Rate der Profite. Wenn der Geldleiher mit
einer hohen Zinsrate den Kaufmann belastete, musste der Kaufmann eine höhere
Rate Profit auf seine Waren setzen, daher eine große Summe Geldes genommen aus
den Taschen der Käufer, um sie in die Taschen der Geldverleiher zu bringen.
Dieser zusätzliche Preis auf die Waren gesetzt, machte das Publikum minder
fähig und geneigt, sie zu kaufen.“ (p. 165.) (l. c.)

„Unter der Herrschaft
unveränderlicher Äquivalente würde der
Handel
usw.
unmöglich sein.“ (G.
Opdyke
:
„A Treatise on Political Economy“. New
York
185 l,p. 67.)

„Die unbedingte Einschränkung
der Menge dieses Mittels“ (d. h. Papiergeld) „würde den einzigen nützlichen
Zweck erfüllen, den die Produktionskosten für das andere erfüllen“
(Metallgeld). (l. c. 300.)

Zins.

„Fällt ein fester Betrag an
Edelmetall, so dies kein Grund, dass eine geringe Geldmenge genommen werden
sollte für seine Verwendung, denn wenn das Kapital weniger Wert für den Borger,
so der Zins in demselben Maß weniger schwer ihm zu zahlen. In Kalifornien 3 %
monatlich, 36% pro Jahr wegen des unsicheren Zustandes. In Hindustan, wo die
Anleihe der indischen Fürsten für unproduktive Ausgaben, um die Kapitalverluste
der Verleiher im Durchschnitt aufzuwiegen, sehr hoher Zins, 30%, der in keinem
Verhältnis zum Profit steht, der durch Betätigung in der Industrie erzielt
werden könnte.“
(„Economist“,
22
Jan. 1853.) (Der Verleiher „berechnet den Zins so hoch,
damit er ausreicht, um das Kapital in kurzer Zeit zu ersetzen, oder wenigstens
wie im Durchschnitt seiner sämtlichen Verleihtransaktionen dazu dienen möge,
seine Verluste in einzelnen Fällen auszugleichen durch offenbar maßlose Gewinne
in anderen.“ (l. c.))

„Die Zinsrate hängt ab 1. von
der Profitrate, 2. von der Proportion, worin der Gesamtprofit geteilt wird
zwischen Verleiher und Borger.“ (l.c.)

„Überfluss oder Knappheit an
Edelmetallen, Vorherrschen der hohen oder niedrigen Preise in der allgemeinen
Preisskala entscheiden lediglich, ob eine höhere oder mindere Geldmenge
benötigt wird, um die Austausche zwischen Borgern und Verleihern sowie jeder
anderen Art von Austauschen zu bewirken … Differenz nur, dass eine größere
Geldsumme nötig sein würde, um verliehenes Kapital zu repräsentieren und zu
transferieren … Das Verhältnis zwischen der Summe, bezahlt für den Gebrauch
eines Kapitals, und dem Kapital selbst drückt die Rate des Zinsfußes aus,
gemessen in Geld.“ (l-c.)

„
Doppelte Währung.
Früher in den Ländern,
wo Gold und Silber gesetzliche Währung, zirkulierte bisher fast nur Silber,
weil von 1800-1850 die Tendenz der Verteuerung des Goldes gegenüber dem Silber
vorhanden war. Das Gold war etwas gestiegen gegen Silber, trug in Frankreich
Aufgeld gegen sein in 1802 bestimmtes Verhältnis zum Silber. So in den
Vereinigten Staaten; in Indien. (In letzterem jetzt Silberstandard, wie in
Holland etc.) … Die Zirkulation der Vereinigten Staaten zuerst affiziert. Große
Goldeinfuhr von Kalifornien, Aufgeld des Silbers in Europa, umfangreiche
Schiffsladungen von Silbermünzen und [deren] Ersatz durch Gold. Die Regierung
der Vereinigten Staaten schlug Goldmünzen so niedrig wie 1 Dollar. Substitution
von Silber für Gold in Frankreich.“
(„Economist“,
15
November 1851.)

„Lasst den ,Weltmaßstab' sein,
wie er will, und das Geld gegenwärtig
irgendeinen
festgelegten
Teil dieses Maßes darstellen, über den beschlossen werden kann, so können die
zwei im Verhältnis zueinander nur dann einen festen und dauerhaften Wert
besitzen, wenn sie konvertierbar sind nach dem Belieben ihres Besitzers.“
(„Economist“.
[9.
Oktober 1847.])

„Die einzige Möglichkeit, wie
eine Münzsorte Aufgeld kommandieren kann, ist, wenn keiner verpflichtet ist,
sie zu zahlen, während jeder verpflichtet ist, sie als gesetzliches
Zahlungsmittel zu nehmen.“
(„Economist“.
[18.
Januar 1851.])

„Kein Land kann
konsequenterweise mehr als einen Maßstab haben (mehr als
einen
Maßstab für das
Maß des Wertes); denn dieser Maßstab muss einheitlich und unveränderlich sein.
Kein Artikel hat einheitlichen, unveränderlichen Wert gegen anderen; das hat er
nur sich selbst gegenüber. Ein Goldstück ist stets von demselben Wert wie

das
andere, von exakt derselben Feinheit, demselben Gewicht und demselben Wert in
demselben Platz; das aber kann nicht von Gold und irgendeinem anderen Artikel
gesagt werden, z. B. Silber.“ („Economist“, [11. Mai] 1844.)

„Das englische Pfund Sterling
etwas weniger als ⅓ seines ursprünglichen Werts, der deutsche Florin
= 1/6
,
Schottland
vor der Union hatte herabgesetzt sein Pfund zu 1/36, der französische Frank =
1/74, der spanische Maradevi = weniger als 1/1000, das portugiesische Reis
noch tiefer.“ (p. 13,
Morrison.)
104

„Vor dem Gesetz von
1819 Ursachen vorhanden für Bestimmung des Preises der Edelmetallbarren
außer der Zirkulation der Banknoten; 1. der mehr oder weniger einwandfreie
Zustand der Münze. Ist die zirkulierende Metallmünze unter ihren Gewichtsmaßstab
abgesunken, so muss der geringste Wechsel im Austausch, der eine
Exportnachfrage verursacht, den Preis des Edelmetallbarrens haben mindestens um
die Degradation des Geldstücks. 2. Strafgesetze, die das Schmelzen und
Exportieren von Münzen verboten, Handel mit Edelmetallbarren erlaubten. Dies
gab bei intensiver Nachfrage für Export Spielraum für Veränderung des Preises
der Edelmetallbarren gegenüber dem der Münzen selbst zu Zeiten, wo das Papier
vollständig konvertibel. 1783, 1792, 1795, 1796 … 1816 stieg der Preis der
Edelmetallbarren über den Preis der Münzanstalt, weil die Bankdirektoren, in
ihrem Wunsch, die Wiederaufnahme der Barzahlungen vorzubereiten, das Gold
beträchtlich über den Preis der Münzanstalt annahmen.“
(Fullarton.)
105

„Der Standard kann
für Gold sein, ohne dass eine Unze Gold zirkuliert.“
(„Economist“.)
106

„Unter George III. (1774)
Silber legales Zahlungsmittel nur für 25 l
.
Auch
zahlte die Bank nun gesetzlich nur mehr in Gold.“
(Morrison.)
„Durch Lord
Liverpool (Anfang des 19. Jahrhunderts) Silber und Kupfer zu rein
repräsentativen Münzen gemacht.“ (l.c.)

107

Der Urquhartsche Blödsinn
über den Standard of money

108
:

„Der
Wert
des Goldes soll
durch sich selbst gemessen werden; wie kann irgendein Stoff das Maß seines
eigenen Wertes in anderen Dingen sein? Der Wert des Goldes soll durch sein
eigenes
Gewicht
festgestellt
werden, unter einer falschen Benennung dieses Gewichtes – und eine
Unze
soll so
viele
Pfunde
und
Bruchteile von Pfund wert sein. Das ist – Fälschung eines
Maßes
und nicht
Fortsetzung eines
Maßstabes!“
(„Familiär Words“.
[p. 104/105.])

| Ad. Smith nennt die
labour the
real

109
und
das money the
nominal
measure of value

110
;
stellt das erste als das ursprüngliche dar.

111

Wert des Geldes. J. St.
Mill.
„Quantität
der verkauften Güter gegeben und Zahl der Verkäufe und Wiederverkäufe dieser
Güter, so hängt der Wert des Geldes von seiner Quantität ab, zusammen mit der
Anzahl von Malen, die jedes Stück Geld die Hände in diesem Prozess wechselt.“

„Die Quantität des Geldes in Zirkulation
= dem Geldwert aller verkauften Waren, dividiert durch die Zahl, die die
Geschwindigkeit der Zirkulation ausdrückt.“

„Wenn der Betrag von Waren und
Transaktionen gegeben ist, so der Wert des Geldes umgekehrt wie seine
Quantität, multipliziert mit der Geschwindigkeit seiner Zirkulation.“

Aber alle diese Sätze nur so zu
verstehen, „dass nur von der Quantität Geld die Rede ist, die wirklich
zirkuliert und faktisch gegen Waren ausgetauscht wird“.

„Die nötige Quantität Geldes
bestimmt teils durch seine Produktionskosten, teils durch die Geschwindigkeit
seiner Zirkulation. Ist die Geschwindigkeit der Zirkulation gegeben, so die
Produktionskosten bestimmend; sind die Produktionskosten gegeben, so hängt die
Quantität des Geldes von Geschwindigkeit der Zirkulation ab.“

112

„Das Geld hat kein Äquivalent
als sich selbst, wo es Ware ist. Degradiert daher alles. Im Anfang des 15. Jahrhunderts
in Frankreich selbst die geweihten Kirchengefäße (Altarbecher) etc. den Juden
verpfändet.“ (Augier. [p.95.])

Geld nicht direkter
Konsumtionsgegenstand:

„Das bare Geld wird nie Objekt
der Konsumtion, bleibt immer Handelsware, wird nie Essware. Direkten inneren
Wert hat es nur für die Gesellschaft; austauschbaren für jedes Individuum.
Seine Materie muss daher Wert haben, aber gegründet auf ein künstliches
Bedürfnis, darf nicht unentbehrlich zur Existenz des Menschen sein; denn die
ganze Quantität davon, die als bares Geld angewandt wird, kann nie individuell
angewandt werden; sie muss immer zirkulieren.“
(Storch.)

113

John Gray: „The Social System. A
treatise on the principle of Exchange.“ Edinburgh 1831.

„Für Geld zu verkaufen soll zu
allen Zeiten so leicht gemacht werden, wie mit Geld zu kaufen; die Produktion
würde dann die gleichförmige nie versiegende Quelle der Nachfrage werden.“
(16.) „Die Menge, die für Profit verkäuflich ist, und nicht die Menge, welche
hergestellt werden kann, schränkt gegenwärtig die Produktion ein.“ (59.)

„Geld sollte lediglich
ein
Empfangsschein,
ein
Beweis dafür sein, dass sein Inhaber entweder bestimmten Wert zu dem
vorhandenen nationalen Reichtum beigetragen hat oder dass er auf den erwähnten
Wert ein Recht erworben von irgend jemand, der ihn beigetragen hat … Geld
sollte nichts mehr und nichts weniger sein als handlicher, übertragbarer,
teilbarer und unnachahmbarer Beweis für die Existenz vorrätigen’ Reichtums.“
(63, 64.)

„
Man lasse ein Produkt, das vorher einen Schätzungswert
erhält,
auf eine Bank legen und wieder herausnehmen, wann
immer es benötigt wird, wobei lediglich durch allgemeines Übereinkommen
festgesetzt wird, dass derjenige, der irgendeine Art von Eigentum in die
vorgeschlagene Nationalbank einlegt, aus ihr einen gleichen Wert, was immer sie
enthalten mag, herausnehmen darf, statt gezwungen zu sein, dasselbe Ding
herauszunehmen, das er eingelegt hat… Der vorgeschlagene nationale Bankier
sollte Wertsachen jeder Art in Empfang nehmen und verwalten und
Wertsachen
irgendwelcher
Art
wieder an seiner Stelle zurückgeben.“ (l. c. 68.)

„Wenn Geld“, sagt Gray, „den
gleichen Wert
hätte,
wie das, was es repräsentiert, hört es überhaupt auf, ein
Repräsentant
zu sein.
Es ist eins der Haupterfordernisse beim Geld, dass sein Besitzer gezwungen sein
sollte, es zu irgendeiner Zeit am gleichen Platz zur Zahlung zu präsentieren,
wo er es erhalten hatte. Sollte das Geld aber den gleichen
inneren Wert
haben, wie
das für Geld Erhältliche, besteht keine derartige Notwendigkeit.“ (74.)

„
Wertminderung des Kapitals
sollte einen
Gegenstand nationaler Sorge bilden.“ (p.[115,]116.) „Das Geschäft jedes Landes
sollte geführt werden auf der Grundlage eines nationalen Kapitals.“ (171.)
„Alles Land muss in Nationaleigentum umgewandelt werden.“ (298.)

Gray (John): „Lectures on
the nature and use of Money“

(Edinburgh
1848):

„Die Menschen in ihrer
Gesamtheit
sollten
keine
Einschränkung ihrer materiellen Genussmittel kennen, außer solchen, die zur
Erschöpfung
ihres
Fleisches oder ihrer produktiven Fähigkeiten
führen: während
wir das im Prinzip falsche und in der Praxis verderbliche Geldsystem annahmen
und damit zustimmten, den Wert unserer materiellen Genussmittel
genau auf die Menge zu beschränken
,
die gewinnbringend gegen eine Ware
ausgetauscht werden kann, die zu denen gehört, welche sich auf unserer Erde am
wenigsten dazu eigenen, durch menschlichen Fleiß vermehrt zu werden.“
(29.)
„Was erheischt wird für ein gutes System, ist 1. ein Banksystem, durch dessen
Wirken die
natürliche
Verbindung
zwischen Angebot und Nachfrage wieder hergestellt würde; 2. ein
wahres
Wertmaß statt
der existierenden Fiktion.“ (108.)

(In diesem Buch noch mehr die
Idee der Tauschbank bis ins Detail und mit Beibehaltung der jetzigen
Produktionsweise entwickelt.)

„Es muss einen Mindestpreis für
Arbeit geben, der in Standardgeld zu zahlen ist.“ (p. 160.) „Nennen wir z. B.
die niedrigste Lohnrate für eine Woche von 60-72 Stunden, die nach dem Gesetz
gezahlt werden darf, 20 Schillinge oder 1 Pfund des Standardgeldes.“ (161.)
„Sollen wir unser
eingebildetes
Maß
der Werte beibehalten,
Gold,
und
so die Produktivkräfte des Landes fesseln, oder sollen wir uns zum
natürlichen
Maß der
Werte wenden, zur
Arbeit,
und
die Produktivkräfte des Landes freisetzen?“ (p. 169.) „Ist die Höhe dieses
Mindestlohnes einmal festgelegt …, sollte sie für immer die gleiche bleiben.“
(174.) „Lasst nur Gold und Silber den ihnen gebührenden Platz im Markt
einnehmen neben Butter und Eiern und Tuch und Kaliko, und dann wird der Wert
der edlen Metalle uns nicht mehr interessieren als der des Diamanten“ usw.
(182.) „Keine Einwendung zu machen gegen Gold und Silber im Gebrauch
als Austauschmittel,
aber
nur als
Maß des Wertes
…
In kurzer Zeit würde man sehen, wie viel Unzen Gold oder Silber erhaltbar wäre
in London, Edinburgh oder Dublin im Austausch für einen Standardschein von 100
Pfund.“ (p. 188.)

Zins.

„Wie die Klasse der Rentiers
wächst, wächst auch die der Kapitalverteiler, denn sie

sind
ein und dieselben. Aus dieser Ursache allein musste der Zins eine Tendenz haben
zu fallen in alten Ländern.“ (202,
Ramsay.)

„Es ist wahrscheinlich, dass zu
allen Zeiten die Produktion der Edelmetalle mehr gekostet hat, als ihr Wert
jemals zurückzahlte.“ (101, II. Jacob, W. „An Historical Enquiry into the
Production and Consumption of Precious Metals.“ London 1831 ,)

114

Wert des Geldes.

„Der Wert aller Dinge, geteilt
durch die Anzahl Käufe, deren Gegenstand sie waren, von dem Produkteur bis zum
Konsumenten = dem Wert der Taler, angewandt, um sie zu kaufen, geteilt durch
die Zahl der Fälle, dass diese Taler im gleichen Zeitraum übereignet worden
sind.“ (
Sismondi
.
„Nouveaux Principes d’économie Politique“ etc.)

115

Am formellsten entwickelt
findet sich die falsche Preistheorie bei
James Mill
(zitiert nach der
Übersetzung von
J.
T. Parisot
,
Paris 1823. „Elements d’économie
Politique
“).

Die Hauptstellen von Mill sind:

„
Wert
des Geldes = der Proportion, worin
man es austauscht gegen andere Artikel, oder der Quantität des Geldes, die man
im Austausch für eine bestimmte Quantität anderer .Sachen gibt.“ (p, 128.)
„Dies Verhältnis ist bestimmt durch die
Totalquantität
des
in einem Lande existierenden Geldes. Unterstellt man von der einen Seite, alle
Waren eines Landes vereinigt, und von der anderen, alles Geld, so ist es
offensichtlich, dass beim Austausch der beiden Seiten der Wert des Geldes, d.
h. die Quantität der Waren, die für es ausgetauscht werden, ganz von seiner
eigenen Quantität abhängt.“ (l. c.) „Der Fall ist ganz derselbe im wirklichen
Zustand der Dinge. Die Totalmasse der Waren eines Landes tauscht sich
nicht
auf
einmal
gegen die
Totalmasse des Geldes aus, sondern die Waren tauschen sich in Portionen, und
oft sehr kleinen Portionen, zu verschiedenen Epochen im Laufe des Jahres aus.
Dasselbe Stück Geld, das heute zu diesem Austausch gedient hat, kann morgen zu
einem anderen dienen. Ein Teil des Geldes wird zu einer großen Zahl von
Austauschen, ein anderer zu einer sehr kleinen Anzahl angewandt, ein dritter
wird gehäuft und dient zu keinem Austausch. Unter diesen Variationen wird es
eine mittlere Taxe geben, gegründet auf die Anzahl von Austauschen, wozu jedes
Geldstück verwandt sein würde, wenn alle eine gleiche Anzahl Austausche
operiert hätten. Man fixiere diese Taxe auf eine beliebige Anzahl, z.B. 10.
Wenn jedes Geldstück, das sich im Lande befindet, zu 10 Einkäufen gedient hat,
das ist dasselbe, als wenn die Totalanzahl der Geldstücke sich verzehnfacht
hätte und jedes nur zu einem einzigen Einkauf gedient hätte. In diesem Fall ist
der Wert aller Waren gleich 10 Mal dem Wert alles Geldes etc.“ (p. 129, 130.)
„Wenn, anstatt dass jedes Geldstück im Jahr zu 10 Einkäufen diente, die
Totalmasse des Geldes verzehnfacht wäre und das Geldstück nur zu einem
Austausch diente, so ist es offensichtlich, dass jede Vermehrung dieser Masse
eine verhältnismäßige Verminderung im Wert jedes dieser Stücke, getrennt
genommen, verursachen würde.
Da
man unterstellt,
dass die Masse aller Waren, wogegen sich das
Geld austauschen kann,
dieselbe
bleibt,
so ist der Wert der Gesamtmasse des Geldes nicht größer geworden nach

Vermehrung seiner Quantität als vorher.
Unterstellt man
die Vermehrung von einem
Zehnteil, so muss der Wert jedes seiner Teile, einer Unze z. B., um ein
Zehnteil sich vermindert haben.“ (p. 130,131.) „Welches also auch immer der
Grad der Vermehrung oder der Verminderung der Totalmasse des Geldes sei, wenn
die Quantität der anderen Sachen dieselbe bleibt, so erfährt diese Gesamtmasse
und jeder ihrer Teile wechselseitig eine verhältnismäßige Verminderung oder
Vermehrung. Es ist klar, dass dieser Satz von absoluter Wahrheit ist. Sooft
der
Geldwerte
in
Steigen oder Fallen erfahren hat und sooft die Quantität der Waren, wogegen man
es austauschen konnte, und die Bewegung der Zirkulation dieselben blieben, muss
dieser Wechsel eine verhältnismäßige Verminderung oder Vermehrung des Geldes
zur Ursache gehabt haben und kann keiner anderen Ursache zugeschrieben werden.
Vermindert sich die Masse der Waren, während die Quantität des Geldes dieselbe
bleibt, so ist das, als ob die Gesamtheit des Geldes sich vermehrt hätte, und
umgekehrt. Ähnliche Wechsel sind das Resultat jeder Änderung in der
Bewegung der Zirkulation.
Jede
Vermehrung der Anzahl der Einkäufe produziert denselben Effekt als eine
Totalvermehrung des Geldes; eine Verminderung dieser Anzahl produziert direkt
den
entgegengesetzten
Effekt
.“ (p. 131, 132.)

„Wenn eine Portion des
jährlichen Produkts durchaus nicht ausgetauscht worden ist, wie das, was die
Produzenten konsumieren oder was sich nicht gegen Geld austauscht, so darf
diese Portion nicht auf die Rechnung gesetzt werden, weil das, was sich nicht gegen
Geld austauscht, in Bezug auf das Geld im gleichen Zustand ist, als ob es nicht
existierte.“ (p. 132,133.) „Sooft die Vermehrung oder Verminderung des Geldes
frei statthaben kann, ist diese Quantität geregelt durch den Wert des Metalls …
Gold und Silber aber sind Waren, Produkte … Die
Produktionskosten
regeln
den Gold- und Silberwert, wie den aller anderen Produkte.“ (p. 137.)

Die Fadheit dieses Räsonnements
ist handgreiflich.

1.
Unterstellt man,
dass
die Masse der Waren dieselbe bleibt und ebenso die Zirkulationsgeschwindigkeit,
dennoch aber eine größere Masse Gold oder Silber sich gegen dieselbe Masse
Waren austauscht (ohne dass der Wert, d. h. das im Gold und Silber enthaltene
Arbeitsquantum, sich verändert hat), so unterstellt man exactly

116
, was man
beweisen wollte, nämlich dass die Warenpreise durch die Quantität des zirkulierenden
Mediums bestimmt sind und nicht umgekehrt.

2. Mill gibt zu, dass die nicht
in die Zirkulation geworfenen Waren nicht für das Geld existieren. Es ist
ebenso klar, dass das nicht in Zirkulation geworfene Geld nicht für die Waren
existiert. Somit existiert keine fixe Beziehung zwischen dem Geldwert überhaupt
und der Masse desselben, die davon in Zirkulation tritt. Dass die wirklich in
Zirkulation befindliche Masse, dividiert durch die Anzahl ihrer Umläufe, gleich
dem Geldwert ist, ist bloß eine tautologische Umschreibung dafür, dass der Wert
der Ware, in Geld ausgedrückt,

ihr Preis ist; weil das in
Zirkulation befindliche Geld den Wert der Waren ausdrückt, die es zirkuliert –
daher ist der Wert dieser Waren durch die
Masse
des zirkulierenden Geldes bestimmt.

3. Die Verwirrung von Mills
Ansicht zeigt sich klar daran, dass nach ihm der Geldwert sich vermindert oder
vermehrt mit „jeder Alteration in der Bewegung der Zirkulation“. Ob ein Pfund
Sterling 1 Mal oder 10 Mal in einem Tage zirkuliert, in jedem Austausch drückt
es ein Äquivalent für die Ware aus, tauscht sich aus gegen denselben Wert in
Ware. Sein eigener Wert bleibt in jedem Austausch derselbe und wird so weder
durch langsame noch geschwinde Zirkulation alteriert. Die Masse des
zirkulierenden Geldes ist alteriert; aber weder der Wert der Ware noch der Wert
des Geldes.

„Wenn es heißt: Ein Stück Tuch
ist 5 l. wert, so heißt es: Es besitzt den Wert von 6.163.70 Gran Standardgold.
Der oben angeführte Grund kann folgendermaßen umschrieben werden: ,Die Preise
müssen fallen, weil der Wert der Waren auf so viele Unzen Gold geschätzt wird
und die Goldmenge in diesem Lande abgenommen hat'.“
(
Hubbard
,

J. G.
„The Currency and
the Country“. London 1843, p.44.)

4. Mill unterstellt zuerst in
der Theorie, dass die ganze Masse des in einem Lande befindlichen Geldes sich
austauscht
auf einmal
gegen
die ganze Masse in ihm befindlicher Waren. Sagt dann, dass dies wirklich sich
so verhält, und zwar aus dem Hauptgrund, weil in der Praxis grade das Gegenteil
stattfindet und sich nur Portionen Geld gegen Warenportionen austauschen, die
wenigsten Zahlungen arranged by payment on the spot-time bargains

117
. Folgt daher,
dass die Gesamtmenge von Transaktionen oder Einkäufen, gemacht an einem Tage,
ganz unabhängig von dem an diesem Tage zirkulierenden Gelde und dass die Masse
Geldes, das an einem bestimmten Tage zirkuliert, nicht die Ursache, sondern die
Wirkung einer Masse vorhergegangener und von dem jedesmaligen Geldvorrat ganz
unabhängiger Transaktionen ist.

5. Schließlich gibt Mill selbst
zu, dass bei freier Geldzirkulation, und mit dieser haben wir es allein zu tun,
der Wert des Geldes durch seine Produktionskosten, d. h. nach ihm selbst durch
die in ihm enthaltene Arbeitszeit bestimmt ist.

Geldgeschichten.
In
Ricardos
Pamphlet:
„Proposals for an Economical and Secure
Currency
with Observations on the profits of the Bank of
England.
London 1816“
findet
sich eine Stelle, worin er seine ganze Ansicht über den Haufen wirft. Es heißt
nämlich:

„Der Betrag der Noten in Zirkulation
hängt ab … von dem Betrag, der für die Zirkulation des Landes erheischt ist,
und dieser ist geregelt durch den Wert des Standard, den Belauf der Zahlungen
und die Ökonomie, angewandt, um sie zu vollziehen.“ (p. 17, 18 l.c.)
118

„Unter Louis
XIV., XV., XVI. gab es in Frankreich noch Naturalsteuern bei dem
Landvolk für die Gouvernementssteuern.“
(Augier.)
119

Preise und Masse des
zirkulierenden Mediums.

„Bloßes Steigen des Preises
nicht hinreichend, um Nachfrage für zusätzliches Geld zu schaffen. Dies nur der
Fall, wenn zugleich Produktion und Konsumtion steigt. Z.B. der Preis des Korns
steigt, aber seine Zufuhr nimmt ab. Kann so mit demselben Quantum Geld
reguliert werden … Wenn aber Steigen der Preise infolge steigender Nachfrage,
neuer Märkte, vergrößerter Produktionsskala, in einem Wort,
Steigen der Preise und der allgemeinen
Anzahl der Geschäfte,
dann ist erforderlich, dass die
Einschaltung des Geldes an Zahl vervielfältigt und in der Größe erweitert
wird.“
(Fullarton.)
120

„Der Handel regiert das Geld,
nicht das Geld den Handel. Der Diener des Handels muss den Veränderungen {in
den Preisen} der übrigen Waren folgen.“
(D'Avenant.)
121

„Unter den Feudalkönigen die
wenigen vom Volk in großen Mengen gekauften Artikel so gefallen, dass kein
Gold- oder Silberstück klein genug, um den Zahlungen für den täglichen Bedarf
des Arbeiters zu entsprechen… im Umlauf befindliches Geld daher wie im alten
Rom nur die minderwertigen Metalle Kupfer, Zinn, Eisen.“ (
Jacob
[, vol. 1, p.
301/302].)

Jacob nimmt an, dass in diesem
Jahrhundert ⅔ von Gold und Silber in Europa in anderen Gegenständen,
ustensils

122
und
Ornaments

123
,
nicht in corn

124
.
(Berechnet er an anderer Stelle das so benützte edle Metall für Europa und
Amerika auf 400 Millionen £ St.) [Jacob, vol. 2, p. 212/213, 356.]

Preise und Masse des
zirkulierenden Mediums.
Locke,
„Spectator“ (19. Okt. 1711), Hume, Montesquieu

125
– ihre Lehre beruht auf drei Sätzen:

„1. Preise der Waren im
Verhältnis zur Menge des Geldes im Lande; 2. das Münz- und umlaufende Geld
eines Landes Repräsentanten aller Arbeit und Waren desselben, so dass je mehr
oder weniger Repräsentation, desto mehr oder weniger Menge der repräsentierten
Sache kommt auf die gleiche Menge des Repräsentanten“; 3. werden die Waren
vermehrt, werden sie billiger; wird das Geld vermehrt, steigen sie im
Wert.“
(Steuart.)

„
Marken
(schmales Kupfergeld oder
Silbergeld,
Zahlpfennige)
im
Gegensatz zu Geld von wahrem Wert.“ (I.c.)

126

Auflösende Wirkung des
Geldes.

„Geld Mittel, den Besitz
(Häuser, anderes Kapital) zu zerschneiden in unzählige Fragmente und Stück für
Stück durch den Austausch zu verzehren.“
(Bray.)

127

(Ohne Geld eine Masse unaustauschbarer,
nicht zu entfremdender Gegenstände.)

„Als unbewegliche und
unveränderliche Dinge ebenso gut in den Handel kamen unter die Menschen als
Dinge beweglich und gemacht für den Tausch, kam das Geld in Gebrauch als Regel
und Maß (square) wodurch diese Dinge Schätzung und Wert erhielten.“
(„Free trade“, London 1
622.)

128

Münze.
Die Silber- und Kupfermarken
sind
representatives
of
fractional parts of the pound sterling

129
. (So in einer neulichen Antwort des Lords of
the Treasury

130
.)

Tauschwert. F. Vidal
sagt (ebenso
Lauderdale
) (and in certain
respects

131
Ricardo):

„Der wahre gesellschaftliche
Wert, das ist der Gebrauchswert oder Konsumtionswert; der Tauschwert
charakterisiert lediglich den
relativen
Reichtum eines
jeden Mitgliedes der Gesellschaft im Verhältnis
zu den übrigen.“ (70.
„De
la Repartition des Richesses“
etc. Paris 1846.)

Andrerseits drückt der
Tauschwert die
soziale
Form
des Werts aus, während der Gebrauchswert gar keine
ökonomische Form desselben, sondern nur das Sein des Produkts etc. für den
Menschen überhaupt.

132

{Daraus, dass der Profit
unter
dem Mehrwert
stehen kann, also das Kapital sich profitlich austauschen [kann], ohne sich zu
verwerten im strikten Sinn, folgt, dass nicht nur individuelle Kapitalisten,
sondern Nationen fortwährend miteinander austauschen können, auch fortwährend den
Austausch auf stets wachsender Stufenleiter wiederholen, ohne dass sie deswegen
gleichmäßig zu gewinnen brauchen. Die eine kann sich fortwährend einen Teil der
Surplusarbeit der anderen aneignen, für den sie nichts im Austausch zurückgibt,
bloß dass hier das Maß nicht wie im Austausch zwischen Kapitalist und
Arbeiter.}

Geld in der dritten
Bestimmung als Geld.
(Für
sich seiender Wert, Äquivalent etc.) Welche wichtige Rolle das Geld immer noch
in dieser Bestimmung spielt – selbst in seiner unmittelbaren Form –, zeigt sich
in Zeiten von Krisen, mangelnden Herbsten etc., kurz jedes Mal, wenn eine
Nation mit der anderen
plötzlich
die
Rechnung liquidieren muss. Das Geld, in seiner unmittelbaren, metallenen Form,
erscheint dann als das einzige absolute
Zahlungsmittel,
d.
h. als der einzige
Gegenwert,
akzeptierbare
Äquivalent. Es folgt daher denn auch einer Bewegung, die der aller anderen
Waren direkt widerspricht. Waren werden von dem Land, wo sie am wohlfeilsten
sind, als Zahlungsmittel etc. transportiert nach dem Land, wo sie am teuersten
sind. Das Geld, umgekehrt, in

allen Perioden, wo es seine
spezifische Natur herauskehrt, wo also Geld im Gegensatz zu allen anderen Waren
als für sich seiender Wert, absolutes Äquivalent, allgemeine Form des Reichtums
erheischt ist, in der bestimmten Form von Gold und Silber- und solche Momente
sind immer mehr oder minder Momente der Krise, sei es einer allgemeinen oder
Getreidekrise –, Gold und Silber werden dann immer transmittiert von dem Land,
wo sie am teuersten sind – i. e., wo alle Warenpreise relativ am meisten
gefallen – nach dem Land, wo sie am wohlfeilsten sind, d. h. wo die Warenpreise
relativ höher sind.

„Es ist eine seltene Ausnahme
in der Austauschökonomie und eine, die es besonders verdient, erwähnt zu
werden, dass… der Kurs des Zwischenhandels (von Gold zwischen zwei Nationen,
die gleichermaßen Gold als Zirkulationsmittel benutzen) immer
von
dem Lande, wo das
Metall momentan
am
teuersten
ist, nach dem Lande führt, wo es
am billigsten
ist,
wobei eine Erhöhung des Marktpreises des Metalls bis zur Höchstgrenze auf dem
heimatlichen Markt und einem Sinken des Aufgeldes auf dem fremden Markt das
sichere Resultat dieser Tendenz zum Goldabfluss ist, das einer Depression der
Austausche folgt.“ (
J.
Fullarton: „On the Regulation of Currencies
“etc. 2 ed.
London, 1845.)

| Wie überhaupt der
Austausch da beginnt, wo die Gemeinwesen aufhören und das Geld als das von dem
Austausch selbst erzeugte Maß, Tauschmittel und allgemeines Äquivalent nicht im
inneren Verkehr, sondern in dem zwischen verschiedenen Gemeinwesen, Völkern
etc. seine spezifische Wichtigkeit erhält, so war es auch κατ' ἐξοχήν

133
als
internationales Zahlungsmittel – zur Liquidation internationaler Schulden, dass
das Geld im 16. Jahrhundert, in der Kindheitsperiode der bürgerlichen
Gesellschaft, das ausschließliche Interesse der Staaten und das der beginnenden
politischen Ökonomie fesselte. Die wichtige Rolle, die das Geld (Gold und
Silber) in dieser dritten Form noch im internationalen Verkehr spielt, ist erst
völlig klargeworden und wieder von den Ökonomen anerkannt worden seit der
regelmäßigen Aufeinanderfolge von Geldkrisen in 1825,1839, 1847 und 1857. Die
Ökonomen helfen sich damit, dass das Geld hier nicht als Zirkulationsmittel,
sondern als
Kapital
erheischt
wird. Es ist dies richtig. Nur sollte nicht vergessen werden, dass das Kapital
in der bestimmten Form von Gold und Silber erheischt wird und nicht in der
irgendeiner anderen Ware. Gold und Silber erscheinen in der Rolle absoluter
internationaler Zahlungsmittel, weil sie das Geld als für sich seiender Wert,
selbständiges Äquivalent sind.

„Das ist in der Tat nicht eine
Frage des
Zirkulationsmittels,
sondern
des
Kapitals
.“

(Dies ist vielmehr a question of money,
not of currency, and of Capital neither, because not
Capital,
which is
indifferent against the special form in which it exists, but value in the
specific form of money is requested

134
.)

„… All diese verschiedenen
Ursachen, die unter den existierenden Umständen der Geldangelegenheiten in der
Lage sind …, den Strom der Gold- und Silberbarren von einem Land ins andere zu
lenken“ (d. h. den Anstoß geben zum
Abfluss
von Gold- und Silberbarren),
„lösen sich unter der einzigen
Überschrift, nämlich dem Zustand der Zahlungsbilanz mit dem Austausch und der
beständig wiederkehrenden Notwendigkeit,
Kapital
zu transferieren“ (aber
wohlgemerkt! Kapital in Geldform) „von einem Lande zum andern, um es freizugeben.
Z. B. Missernte. Ob dieses Kapital
in
Waren oder in barem Geld übertragen wird,
ist ein Punkt, der
das Wesen des Geschäfts in keiner Weise berührt“
(berührt es sehr wesentlich!).

Ferner war expenditure

135
. (Der case of
transmission of Capital in Order to place it out to greater advantage at
interest

136
, geht
uns hier nichts an; ebenso wenig der for a surplus quantity of foreign goods
imported

137
, den
Herr Fullarton zitiert, obgleich dieser case

138
allerdings hierher gehört, wenn diese
surplus importation

139
mit
Krisen zusammenfällt.) (
Fullarton,
l.
c. 130, 132.)

„Gold hat bei diesen
Kapitalübertragungen den Vorzug“ {aber in den Fällen starken Abfließens von
Gold- und Silberbarren handelt es sich absolut nicht um Bevorzugen} „nur in
solchen Fällen, wo es vermutlich die Zahlung bequemer, pünktlicher und
profitabler bewirkt als
irgendeine
andere Form von Effekten oder Kapital.“
[p. 132.]

(Herr Fullarton behandelt die
transmission

140
von
gold oder anderer Form von Capital fälschlich als Sache des Beliebens, während
es sich grade um cases handelt, when
gold
must
be transmitted in the international trade

141
, ebenso wie dann im inneren bills must be
acquitted in the legal money, and not in any substitute

142
.)

„Gold und Silber … können immer
mit Präzision und Schnelligkeit an den gewünschten Ort transportiert werden,
und man kann sich darauf verlassen, dass sie bei ihrem Eintreffen fast genau
die benötigte Summe realisieren, statt das Risiko einzugehen, den Betrag in
Tee, Kaffee, Zucker oder Indigo zu übersenden.
Gold und Silber besitzen einen unendlichen Vorteil vor
allen anderen Arten von Waren für solche Zwecke
durch

den Umstand, dass sie allgemein als Geld in Gebrauch sind. Nicht in Tee,
Kaffee, Zucker oder Indigo sind Schulden, ausländische oder einheimische,
gewöhnlich vertragsmäßig zu zahlen
,
sondern in Münzen;
und
die Geldsendung, entweder in eben der bezeichneten Münze oder in Barren, die
sofort in jene Münze verwandelt werden können durch die Münzstätte oder den
Markt des Landes, in das sie geschickt werden, muss dem Absender stets die
sichersten, unmittelbarsten und genauesten Mittel bieten, um diesen Zweck zu
erreichen ohne Gefahr eines Fehlschlages wegen Mangels an Nachfrage oder
Schwanken des Preises.“ (132, 133.)

Er führt also grade seine
Eigenschaft an, d’etre money

143
, allgemeine Ware der Kontrakte, Maßstab der
Werte und mit der Möglichkeit zugleich ad libitum

144
, in Zirkulationsmittel verwandelt zu werden.
Die Engländer haben den guten Ausdruck
currency

145
für
das Geld als Zirkulationsmittel (Münze, coin, entspricht dem nicht, weil es
selbst das Zirkulationsmittel wieder in einer Besonderheit ist) und
money
146
für
es in der dritten Eigenschaft. Da sie diese aber nicht besonders entwickelt,
erklären sie dies money für
Capital,
obgleich
sie dann wieder gezwungen sind, faktisch es als diese bestimmte Form des
Kapitals vom Kapital überhaupt zu unterscheiden.

„
Ricardo
hegte anscheinend sehr merkwürdige
und radikale Ansichten über das beschränkte Ausmaß der Funktionen, die Gold und
Silber bei der Berichtigung der Auslandsbilanzen ausüben. Herr Ricardo hatte
sein Leben verbracht inmitten der Kontroverse, die aus dem Restriktionsgesetz entstanden
war, und er hatte sich so lange daran gewöhnt, alle großen Schwankungen des
Wechselkurses und des Goldpreises als Folge der übertriebenen Emissionen der
Bank von England zu betrachten, so dass er zu einer Zeit kaum bereit war
zuzugeben, es könne so etwas existieren wie eine widrige Bilanz der
kommerziellen Zahlungen… Und so wenig Bedeutung maß er den Funktionen des
Goldes für diese Berichtigungen bei, als dass er nur geahnt hätte, dass
Abflüsse für den Export
völlig
aufhören würden, sobald die Barzahlungen wieder aufgenommen und der
Metallstandard der Umlaufmittel wieder hergestellt wäre.“ (Siehe
Ricardos „Evidence before the Lords
Committee of 1819 on the Bank of England“,
p. 186.)
147

„Aber seit 1800, wo das Papier
das Gold ganz verdrängt in England, haben es unsere Kaufleute tatsächlich nicht
gebraucht; denn infolge der unsicheren Lage auf dem europäischen Kontinent und
der erhöhten Konsumtion importierter Manufakturwaren im Ergebnis der Störungen
in Industrie und zu allen einheimischen Fortschritten, die hin- und herziehende
Invasionsheere dort verursachten, sowie das vollständige Monopol im
Kolonialhandel, das England errungen hatte aufgrund der Vorherrschaft seiner
Flotte, übertraf der Warenexport von Großbritannien nach dem Kontinent
fortgesetzt dessen Importe von dort bedeutend, solange die Verkehrsverbindungen
offen blieben; und, nachdem die Dekrete von Berlin und Mailand diese
Verbindungen unterbrochen hatten, wurden die Handelsgeschäfte viel zu
unbedeutend, um den Wechselkurs irgend-

wie zu beeinflussen.
Es waren die ausländischen Militärausgaben und die Subventionen und nicht die
Erfordernisse des Handels, die auf so außerordentliche Weise dazu beitrugen,
die Wechselkurse in Unordnung zu bringen und die Barrenpreise in den letzten
Kriegsjahren in die Höhe trieben. Die hervorragenden Ökonomen dieser Periode
hatten daher geringe oder gar keine Gelegenheit, faktisch einzuschätzen, wie
weit die Empfindlichkeit der
Außenhandelsbilanzen
geht.“
(Glaubten, mit Krieg und Übermission würde die internationale Übertragung von
Barren aufhören.) „Hätte Herr Ricardo die Abflüsse von 1825 und 1839 erlebt, er
hätte zweifellos Gründe für die Änderung seiner Meinung gefunden.“ (l.c.
133-136.)

| „Der
Preis
ist der
Geldwert
der
Waren.“
(
Hubbard
[, p. 33].)

„Geld hat die Eigenschaft,
immer gegen das austauschbar zu sein, was es misst, und die für Austauschzwecke
benötigte Menge muss sich selbstverständlich ändern gemäß der auszutauschenden
Besitzungen.“ (100. J. W
. Bosanquet
.
„Metallic,
Paper, and Credit Currency“ etc. London, 1842.)

„Ich bin bereit zuzugeben, dass
Gold eine Ware ist, nach der eine so allgemeine Nachfrage besteht, dass sie immer
über einen Markt verfügen kann, immer alle andern Waren kaufen kann, während
andere Waren nicht immer Gold kaufen können. Die Märkte der Welt bleiben ihm
als Ware offen, wobei ein unerwartetes Ereignis weniger Verlust bringt, als den
Export irgendeines anderen Artikels bedrohen würde, der in Menge und Art die
übliche Nachfrage im Bestimmungsland überschreitet.“
(Th. Tooke „An Enquiry into
the Currency Principle“
etc. 2. ed. London 1844, p. 10.)

„Edelmetalle müssen in sehr
ansehenlicher Menge zur Verwendung vorhanden sein und als das geeignetste
Mittel zur Berichtigung internationaler Bilanzen eingesetzt werden, da sie eine
Ware sind, die von der Allgemeinheit weit mehr gefragt ist und weniger Schwankungen
ihres Marktwertes unterworfen ist als irgendeine andere.“ (p. 13.)

(Ursachen nach Fullarton des
Steigens des Bullionpreises

148
über den Mintprice

149
:

„Münzen nutzen sich im Gebrauch
soweit ab, dass ihr Gewicht bis zu 3 oder 4 % unter das Standardgewicht sinkt;
das Strafgesetz verbot das Einschmelzen und die Ausfuhr von Münzen, während der
Handel mit dem Metall, aus dem die Münzen hergestellt wurden, völlig frei
blieb. Diese Ursachen selbst wirkten indes bloß bei ungünstigem Wechselkurs.
[Der Marktpreis der Goldbarren] fiel aber von 1816-1821 stets auf
Bankpreis
der Barren,
wenn der Wechselkurs für England; stieg nie höher, wenn der Wechselkurs
ungünstig, als auf eine solche Rate, die den Schmelzern der Münzen für deren
Abnutzung im Gebrauch und für die strafrechtlichen Folgen des Schmelzens
Entschädigung bieten würde, stieg aber nicht weiter an.“ (
Fullarton
, sieh sein Buch,
p. 8, 9.) „Von 1819 bis zur Gegenwart ist der Marktpreis für Gold – trotz aller
Wechselfälle, die das Geld während dieser ereignisreichen Periode betroffen hat
– in keinem Falle über

78 sh je Unze gestiegen noch ist es
unter 77 sh 6 d gefallen. Das ist eine äußerste Schwankungsbreite von nur 6 d
je Unze. Aber selbst diese Schwankungsbreite wäre jetzt nicht möglich; denn es
geschah lediglich infolge der erneuten Abnutzung der Münzen, dass sich ein so
unbedeutender Preisanstieg wie 1½ d je Unze oder etwa 1/6 % über den
Münzpreis ergab; und das Absinken auf 77 sh 6d ist völlig auf den Umstand
zurückzuführen, dass es die Bank zu gewisser Zeit für richtig hielt, diese Rate
als den Höchstpreis für ihre Käufe festzusetzen. Diese Umstände bestehen jedoch
nicht mehr. Seit vielen Jahren ist es die Praxis der Bank, für alles Gold, das
ihr für Münzen zuging, 77 sh 9 d anzurechnen“ (i.e. die Bank steckt 1½ d
Schlagschatz, die die Münze gratis ihr verrichtet, in ihre Tasche); „und sobald
die Neuprägung der Sovereigns beendet ist, wird es bis zur erneuten Abnutzung
der Münzen eine wirksame Sperre gegen künftige Schwankungen im Preis der
Goldbarren in unserem Markt geben, die hinausgehen über die kleine unbedeutende
Differenz zwischen den von der Bank berechneten 77 sh 9 d und dem Preis der
Münzstätte von 77 sh 10½ d.“ (l. c. p. 9, 10.)

Widerspruch zwischen dem
Geld als measure

150
und
Äquivalent einerseits und als Zirkulationsmittel.
Im letzteren Abrasion, loss of
metallic weight

151
.
Schon Garnier bemerkt, dass,

„wenn ein etwas abgenützter
Taler geschätzt würde, etwas weniger zu gelten als ein ganz neuer, wäre die
Zirkulation beständig gehemmt, und jede Zahlung gäbe Anlass zu Streitigkeiten“.

(Im
Mineralreich
natürlich
gesucht und gewählt die zur Akkumulation bestimmte Materie.
Garnier
[, p. 24, 7].)

„Da es offensichtlich ist und
in der Natur der Dinge liegt, dass Münzen Stück für Stück und für immer einer
Wertminderung unterworfen sind, einfach infolge ganz normaler und
unvermeidlicher Abnutzung (um nichts über den Anreiz zu sagen, den jede
Wiederherstellung der Münzen auf die ganze Legion von „pluggers“

152
und
„sweaters“

153
ausübt),
ist es eine physische Unmöglichkeit, zu jeder Zeit, selbst für einen einzigen
Tag, leichte Münzen völlig aus der Zirkulation auszumerzen.“ („The
Currency Theory reviewed
“
etc.
By a Banker in
England.
Edinburgh, 1845[, p. 69/70].)

Dies geschrieben Dezember 1844
commenting upon the Operation of the then recent proclamations respecting the
light gold in circulation in einem Brief an die „Times“

154
. (Also
Schwierigkeit; Wird das leichte Gold refüsiert, so aller standard

155
unsicher.
Wird es akzeptiert, so Tor und Tür der Betrügerei geöffnet und dasselbe
Resultat.) Darin heißt es in Bezug auf die oben angeführten proclamations

156
:

<764,>
„Ihr Eindruck hat im Grunde genommen
darin bestanden, die ganze Menge der umlaufenden Goldmünzen als unsicheres und
illegales Mittel für Geldtransaktionen anzuprangern.“ (p. 68, 69 l. c.)

„Nach englischem Gesetz, wenn
ein Goldsovereign mehr als 0.774 Gran vermindert im Gewicht ist, soll er nicht
länger passieren als Umlaufmittel. Kein solches Gesetz für das Silbergeld.“
(54.
Wm. H. Morrison
.
„Observations
on the System of Metallic Currency adopted in this country.“ London 1837.)

Behauptung
der Currencyleute
l
,
that the value of a currency depends on its quantity

157
.

(Fullarton
, p. 13.)

158
Wenn die
value der currency

159
gegeben
ist und die Preise und Masse der Transaktionen auf der anderen Seite (ebenso
die Geschwindigkeit der Zirkulation), kann of course

160
nur eine
bestimmte Quantität
zirkulieren.
Die Preise und Masse der Transaktionen und die Geschwindigkeit der Zirkulation
gegeben, hängt diese Quantität ausschließlich vom
Wert
der currency ab.
Diesen Wert gegeben und die Geschwindigkeit der Zirkulation, hängt sie
ausschließlich ab von den Preisen und der Masse der Transaktionen. Die
Quantität findet sich so bestimmt. Wenn daher repräsentatives Geld – bloße
Wertzeichen – zirkulieren, so hängt es von dem Standard ab, den sie vorstellen,
welche Quantität von ihnen zirkulieren kann. Daraus fälschlich geschlossen,
dass die bloße Quantität ihren Wert bestimmt. Z. B. von Zetteln, die Pfunde
repräsentieren, kann nicht dieselbe Quantität zirkulieren als von solchen, die
Schillinge repräsentieren.

| Das profitbringende
Kapital ist das wirkliche Kapital, der Wert, gesetzt als zugleich sich
reproduzierend und vervielfältigend und als sich gleichbleibende Voraussetzung,
von sich selbst als durch es gesetztem Mehrwert unterschieden. Das zinsbringende
Kapital ist wieder die rein abstrakte Form des profitbringenden.

Indem das Kapital gesetzt ist
als profitbringend, entsprechend seinem Wert (eine bestimmte Stufe der
Produktivkraft vorausgesetzt), kann die Ware, oder sie in ihrer Form als Geld
gesetzt (der ihr entsprechenden Form als verselbständigter Wert oder, wie wir
jetzt sagen können: realisiertes Kapital), als
Kapital
in Zirkulation treten; es kann
als
Kapital
Ware
werden. In diesem Fall ist es auf Zins ausgeliehenes Kapital. Die Form seiner
Zirkulation – oder des Austauschs, dem es untergeht

161
– erscheint dann spezifisch
verschieden von der bisher betrachteten. Wir haben gesehen, wie das Kapital
sowohl in der Bestimmung der Ware wie in der Bestimmung des Geldes sich setzt;
dies geschieht aber nur, insofern beide als Momente des Kreislaufs des Kapitals

erscheinen,
worin es sich abwechselnd realisiert. Es sind nur verschwindende und beständig
wiedererzeugte Existenzweisen desselben, Momente seines Lebensprozesses. Aber
das Kapital als Kapital ist nicht selbst ein Moment der Zirkulation geworden;
das Kapital selbst als Ware. Die Ware ist nicht als Kapital verkauft worden
noch das Geld als Kapital. Mit einem Wort, weder Ware noch Geld – und wir haben
eigentlich bloß das letztere als die adäquate Form zu betrachten – sind in
Zirkulation getreten als
profitbringende
Werte.

Maclaren

162
sagt:

„Tooke, Fullarton und Wilson
sind der Ansicht, dass Geld als Ware einen inneren Wert besitzt und sich diesem
Wert gemäß gegen Güter austauscht und nicht nur entsprechend dem jeweiligen
Angebot an Geldstücken; und wie Dr. Smith nehmen sie an, dass Exporte von Gold-
oder Silberbarren gänzlich unabhängig vom Zustand der Währung vorgenommen
werden, um internationale Schulden zu tilgen und für Konsumgüter wie Getreide
zu zahlen, nach denen eine zusätzliche Nachfrage besteht, und dass diese einem
Fonds entnommen werden, der weder der inneren Zirkulation angehört noch Preise
beeinflusst, sondern für diese Zwecke zurückgelegt wurde. Schwierigkeit liegt
in der Erklärung, auf welche Weise diese Gold- oder Silberbarren, von denen sie
behaupten, sie seien für diesen Zweck beiseite gelegt worden und besäßen keinen
Einfluss auf Preise, den Gesetzen von Angebot und Nachfrage entgehen können
und, obwohl sie in Geldform unbeschäftigt und als für die Vornahme von
Einkäufen gedacht existieren, weder für diesen Zweck verwendet werden noch die
Preise beeinflussen, einfach infolge der Möglichkeit, so verwendet zu werden.

Die Antwort darauf ist, dass
der fragliche Vorrat an Edelmetallen Überschuss-Kapital darstellt, nicht einen
Überschuss an Einkommen und daher nicht zur Verfügung steht, um lediglich die
Nachfrage nach Konsumgütern zu steigern, außer unter der Bedingung, dass auch
das Angebot erhöht wird. Kapital auf der Suche nach Beschäftigung ist kein
reiner Zusatz zur Kaufkraft des Gemeinwesens. Es kann nicht in den
Umlaufmitteln aufgehen. Wenn es dazu neigt, die Preise durch Nachfrage zu
steigern, neigt es auch dazu, sie durch ein entsprechendes Angebot zu senken.
Geld in der Form als Sicherheit für Kapital ist keine bloße Kaufkraft – es
kauft nur, um zu verkaufen, und findet schließlich den Weg ins Ausland im
Austausch für fremde Konsumgüter eher, als lediglich zur Vermehrung der
Umlaufmittel daheim ausgeschüttet zu werden. Geld in seiner Form als Sicherheit
für Kapital gelangt niemals auf den Markt, um Waren gegenübergestellt zu
werden, weil sein Zweck darin besteht, Waren zu reproduzieren; nur das Geld,
das die
Konsumtion
repräsentiert,
kann letzten Endes die Preise beeinflussen.“
(„Economist“.
May 15, ’58.)

„Mr. Ricardo behauptete, dass
Preise abhängen von der entsprechenden Summe an Umlaufmitteln und
beziehungsweise an Waren, dass Preise nur durch Wertminderung des im Umlauf
befindlichen Geldes steigen, d. h. infolge eines zu großen Überflusses an Geld
im Verhältnis zu den Waren, dass sie fallen, entweder weil die Menge der
Umlaufmittel reduziert wird, oder infolge einer relativen Erhöhung des Vorrats
allgemeiner Waren, die es zirkulieren lässt.
Alle
Goldbarren und Goldmünzen des Landes

sind – nach Ricardo – als im Umlauf befindliches Geld zu nehmen, und wenn
sich das vermehrt ohne eine entsprechende Vermehrung der Waren, werden die
Umlaufmittel im Wert gemindert, und es wird profitabel, Goldbarren auszuführen
anstelle von Waren. Wenn andererseits eine schlechte Ernte oder irgendein
anderes Unglück zu einer bedeutenden Vernichtung von Waren führt – ohne eine
entsprechende Veränderung in der Höhe der Umlaufmittel, ist das im Umlauf
befindliche Geld, dessen Summe eher der Voreinschätzung des Marktes und nicht
dem plötzlich geschrumpften Warenmarkt angepasst worden war, wieder
überreichlich vorhanden oder „abgewertet“ und muss durch Export verringert
werden, bevor sein Wert wiederhergestellt werden kann. Entsprechend dieser
Ansicht von der Zirkulation, in der Lord Overstones Theorie wurzelt,
kann das Angebot an Umlaufmitteln oder Geld in der Menge immer unbegrenzt
erhöht werden und verringert seinen Wert entsprechend dieser Vermehrung; und es
kann seinen wahren Wert nur durch Export des überflüssigen Anteils zurückgewinnen.
Deshalb hält die Ricardo’sche Schule jede Ausgabe von Papiergeld, das die Lücke
füllen könnte, die durch Exporte von Edelmetallen verursacht wurde und so den
,natürlichen' Fall der Preise verhindern könnte, der andererseits mit
Sicherheit eintritt, für eine Einmischung in ökonomische Preisgesetze und für
ein Abgehen von Prinzipien, die eine rein metallische Währung notwendigerweise
regulieren würden.“ (l. c.)

1
William
Hickling Prescott, „History of the conquest of Peru, with a preliminary view of
the civilisation of the Incas“, 4.ed., vol. 1, London 1850, p. 92.

2
Tauschhandel

3
William
Hickling Prescott, „History of the conquest of Mexico, with a preliminary view
of the ancient Mexican civilisation ...“, 5. ed., vol. 1, London 1850, p. 123.

In seinen Fußnoten bringt
Prescott den lateinischen Originaltext dieses Ausrufes mit der Quellenangabe:
Petrus Martyr, „De orbe novo, Decades“, Compluti 1530, decas 5, caput 4.

4
Herman
Merivale, „Lectures on colonization and colonies...“, vol. 1, London 1841, p.
52 und 91/92.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XIV von 1851.

5
kaufen
mit Kupfer und Waage

*
as
oder
libra
=
12 Unzen; 1 Unze = 24 scrupula; 288 scrupula aufs Pfund.

6
Silberdenare

7
Denare
40 auf das Pfund

8
Denar
16 as von einer Unze

9
verboten

10
Mit diesem Satz beginnen Marx’ Auszüge
aus Dureau de La Malles „économie politique des Romains“, t. 2, Paris
1840.

11
Dureau de La Malle, „économie politique des Romains“,
t.1, Paris 1840, p. 405 und 406.

12
Dureau de La Malle, „économie politique des Romains“,
t. 2, Paris 1840, p. 260,261 und 263.

13
involuntary alienation
(unfreiwillige Veräußerung) –
Zwischenüberschrift auf der Seite 93 des nachfolgend zitierten Buches von John
Dalrymple.

14
später

15
Siehe William Hickling Prescott, „History of the
conquest of Peru.. .“,4. ed., vol. 1, London 1850, p. 146/147.

16
in der Handschrift: 12 Denarien Sterlinge

17
In der Handschrift: mehr kleine Handelsstädte

18
Karl Dietrich Hüllmann, „Staedtewesen des
Mittelalters“, T. 2, Bonn 1827, S. 39.

19
Karl Dietrich Hüllmann, „Staedtewesen des
Mittelalters“, T. 2, Bonn 1827, S. 42/43, 45, 38/39 und 36/37.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XVII von 1851/1852.

20

allgemeine
Kaufkraft

21
veräußert

22
Alles ist deshalb veräußerbar

23
veräußerbar

24
durch Betrug, Gewalt etc. eingefangen werden muss

25
Die „res sacrae“ und „religiosae“, die „in nullius
bonis“ sein können
(Die
„heiligen“ und „religiösen Dinge“, die „in keines Menschen Besitz“ sein können)
– Zitate aus „Corpus iuris civilis“, Institutiones II, 1,7.

26

„und weder einer Schätzung unterliegen noch verpfändet und
veräußert werden können“, die befreit sind vom „Handel der Menschen“

27
in der Handschrift: 1348

28
Samuel Phillips Newman, „Elements of political
economy“, Andover, New York 1835, p. 296.

Marx verweist auf sein Londoner
Exzerptheft XVII von 1851/1852.

29
dass während jedes ökonomischen Zyklus ein Teil
teilweise und ein anderer völlig konsumiert wird

30
Capital as directed to different employments
(Kapital zu unterschiedlicher
Anwendung dirigiert) – Überschrift auf Seite 82 des Buches von Newman.

31
kraft einer angeborenen Eigenschaft ewig währenden

32
Tilgungsfonds

33
Lauderdale, „Recherches sur la nature et l’origine de
la richesse publique...“, Paris 1808, p. 173-205.

Lauderdale hat hier die
Maßnahmen des britischen Premierministers William Pitt (des Jüngeren)
zur Bildung eines Staatsschulden-Tilgungsfonds (1786 und 1792) kritisch
behandelt. Diese Maßnahmen gingen von der zusammengesetzten Zinsberechnung des
Dr. Richard Price aus, von der im weiteren Text die Rede ist. (Siehe
auch Das Budget des Herrn Disraeli.)

34
Siehe Robert Hamilton, „Inquiry concerning the rise
and progress, the redemption and present state, and the management of the
national debt of Great Britain“, 2. ed., Edinburgh 1814, p. 133.

35
wurde einfach geblendet durch die ungeheuren Größen,
die aus der geometrischen Progression der Zahlen entstehen

36
ohne Rücksicht auf die Bedingungen der Reproduktion
der Arbeit

37
einen selbsttätigen Automaten

38
ernst die Mystifikation

39
S = C(1 + i)ⁿ
– allgemeine Formel für die Berechnung von
Zinseszinsen mit jährlichem Zinszuschlag.
C
bedeutet das Anlagekapital,
i
den Prozentsatz
dividiert durch 100,
n
die
Anzahl der Jahre und
S
die
Endsumme des Kapitals mit angewachsenen Zinsen.

40
Aus Marx’ Londoner Exzerptheft XVI von 1851, dem
diese Zitate über die Eigenschaften des Metallgeldes entnommen sind, geht
hervor, dass er folgende Ausgabe benutzt hat: John Ramsay MacCulloch, „A
dictionary, practical, theoretical, and historical, of commerce and commercial
navigation“, London 1841.

41
Obgleich das Buch „Gratuité du crédit“ den Untertitel
„Discussion entre M. Fr. Bastiat et M. Proudhon“ trägt, beginnt es mit einem
Brief des damaligen Proudhonisten Chevé an Bastiat [Gegner Frederic Bastiats,
wie Pierre-Joseph Proudhon und dessen Anhänger Charles-François Chevé, führten
1849/1850 gegen ihn eine Polemik in sieben offenen Briefen, die 1850 zusammen
mit sieben Antwortbriefen Bastiats unter dem Titel „Gratuité du crédit“, Paris
1850, veröffentlicht wurden.]

42
Preis

43
der „Gegenstand“

44
im Grunde

45
„Haus“

46
Geld

47
„Ware … zum Selbstkostenpreis“

48
Anleihe

49
Verkauf

50
Hutmacher

51
Kostenpreis weder Profit noch Zins

52
den
Wert

53
Hüte

54
Brief

55
1600 Millionen Jahreszinsen

56
ein Kapital von einer Milliarde… die Summe des baren
Geldes…, das in Frankreich zirkuliert

57
Geldkapital

58
betrügerische

59
Arbeit produktiver

60
produktiven und unproduktiven Arbeitern

61

allen diesen Leuten

62

Arbeiter

63

einfache ungelernte Arbeit

64
Gemeint ist David Urquharts Artikel „Currency“, in
„The Free Press“ (London) vom 25. November 1857.

65

Negern

66

Barre

67

wirre Begriffe

68
erhalten

69
Mit diesem Wort resümiert Marx die
Ausführungen Berniers über verschiedene Schichten der Untertanen des
Großmoguls im Indien des 17. Jahrhunderts.

70
Henri Storchs Buch „Considerations sur la nature du
revenu national“, das 1824 als Einzelausgabe erschien, wurde 1852 als Band 5
(T. V.) seines „Cours d’économie politique ...“ veröffentlicht. Marx zitiert
nach der Ausgabe von 1824.

71
Henri Storch, „Cours d’économie politique ...“, t. 4,
Paris 1823, p. 79.

72

Arbeitsmenge, ausgegeben für Besitznahme oder Produktion

73

bestimmten Arbeitsmengen

74
Der Autor des Briefes „Will the low rate of interest
last? To the editor of the Economist“ ist Hamer Stansfeld.

75
Eine Begründung der Zweckmäßigkeit und Gerechtigkeit
der Hundesteuer gab Karl Arnd im § 88 seines Buches „Die naturgemässe
Volkswirthschaft ...“, Hanau 1845.

76
David Ricardo, „On the principles ...“, 3.ed., London
1821, p.84.

77

Bruttoprofit

78
Geldkapitalisten

79
Industriekapitalisten

80
Kapitalisten

81
gewöhnliche Ackerbauern

82
Geldmarkt

83
Henry Charles
Carey
, „The credit System in France, Great
Britain, and the United States“, London, Philadelphia 1838, p. 2 und 9, notes.

84
Weber mit Handwebstuhl

85
Einzelposten

86
“Es gibt eine natürliche Beziehung zwischen Löhnen
und Profit – notwendige Arbeit und Mehrarbeit; aber es gibt irgendeine zwischen
Profit und Zins, aufgehoben in der, die bestimmt ist von der Konkurrenz
zwischen diesen beiden Klassen, eingeordnet unter diesen verschiedenen Formen
des Eigentums? Aber damit, dass diese Konkurrenz existiert und die zwei
Klassen, ist die Teilung des Mehrwerts in Profite und Zinsen bereits
vorausgesetzt.

87

Klasse von Geldkapitalisten

88

Klasse von Industriekapitalisten

89

Trennung

90

landwirtschaftlichen oder

91
(und oft auch das Land) des Grundeigentümers
akkumuliert und in Kapital verwandelt wird in den Taschen des Wucherers

92

Darlehen

93
Zinsvergütungen

94

Kauf

95

Verkauf

96
Unter der
produzierenden
Klasse
versteht Mill hier die Kapitalisten der
Produktionssphäre.

97
Johann Heinrich Moritz Poppe, „Geschichte der
Technologie seit der Wiederherstellung der Wissenschaften bis an das Ende des
achtzehnten Jahrhunderts“, Bd. 1, Göttingen 1807, S.32.

98
In der Handschrift: S. 92

99
Außenhandel

100
einheimische Materialien

101
Räumen zwischen den verschiedenen Welten

102
vielmehr

103

Transportgewerbe

104
William Hampson Morrison, „Observations on the System
of metallic currency adopted in this country“, London 1837, p. 13.

105
John Fullarton, „On the regulation of currencies
2.ed., London 1845, p. 7-9.

106
In sein zusammenfassendes und kommentiertes Londoner
Exzerptheft „Das vollendete Geldsystem“ von 1851, S. 48, schrieb Marx zwischen
den Auszügen aus „The Economist“ (London) von 1847: „Der Maßstab kann Gold
sein, ohne dass ein Gran Gold zirkuliert und ohne dass die Noten konvertibel
seien.“ Diese Bemerkungen beziehen sich auf eine Stelle aus „The Economist“ vom
5. Oktober 1844 (siehe vorl. Band, S.705).

107
William Hampson Morrison, „Observations ..London
1837, p. 12 und 14/15.

108

Maßstab des Geldes

109
Arbeit das
reale

110
Geld das
nominelle
Maß des Wertes

111
Adam Smith, „An inquiry ...“, vol. 1, London 1835, p.
100.

112
John Stuart Mill, „Principles of political economy
...“, vol. 2, London 1848, p. 17, 17/18, 20 und 30.

113
Henri Storch, „Cours d’économie politique ...“, t.2,
Paris 1823, p. 109 und 113/114.

Einige dieser Aussagen Storchs
wurden von Marx schon im „Kapitel vom Geld“ angeführt.

114
Gemeint ist der 2. Band von
William Jacobs Buch.

115
Sismondi, „Nouveaux principes d’économie politique
...“, 2.ed„ t.2, Paris 1827, p. 120, note.

116

genau

117
vereinbart zur Begleichung von Sofortgeschäften

118
David Ricardo, „Proposals for an economical and
secure currency ...“, London 1816, p. 91.

Marx verweist auf ein nicht
überliefertes Exzerptheft.

119
Marie Augier, „Du crédit public ...“, Paris 1842, p.
128/129.

120
John Fullarton, „On the regulation of currencies
...“, 2.ed., London 1845, p. 102-104.

121
Gemeint ist Charles Davenants anonyme
Schrift „Discourses on the publick revenues, and on the trade of England“, part
2, London 1698, p. 16.

122
Geräten

123
Ornamenten

124
Münzen

125
Die ersten Vertreter der Quantitätstheorie des Geldes
zählt Marx hier nach Steuarts „An inquiry ...“, vol. 1, Dublin 1770, p.
398/399, auf. Es handelt sich um folgende Schriften: John Lockes „Some
considerations of the consequences of the lowering the interest, and raising
the value of money“, London 1692; den anonymen mit „T.“ Unterzeichneten Artikel
„On conquest and population“, in „The Spectator“ (London) vom 19. Oktober 1711;
Charles de Montesquieus „De l’esprit des loix“, Genève 1748, und David Humes „Political
discourses“, Edinburgh 1752.

126
James Steuart, „An inquiry ...“, vol. 1, Dublin 1770,
p. 398/399; vol. 2, Dublin 1770, p.307.

127
John Francis Bray, „Labour’s wrongs and labour’s
remedy ...“, Leeds 1839, p. 140/141.

Unmittelbar nach diesem Zitat,
das Marx nach dem Londoner Exzerptheft „Das vollendete Geldsystem“ von 1851,
S.3, wiedergibt, folgt dort die Bemerkung; „Zerstörende, auflösende Wirkung des
Geldes also. Ohne Geld eine Masse unaustauschbarer, also nicht zu entfremdender
Gegenstände. Der reine Tauschhandel konservativ für diesen Teil des Reichtums.“

128
Gemeint ist Edward Misseldens anonyme
Schrift „Free trade“, London 1622, p. 21.

129
Repräsentanten
von Bruchteilen des Pfund Sterling

130
Lord Schatzmeisters

131
und in gewisser Hinsicht

132
John Fullarton, „On the regulation of currencies
...“, 2. ed., London 1845, p. 119/120.

133
in höchstem Maße

134
eine Geldfrage, nicht eine Frage des
Zirkulationsmittels und ebenso wenig des Kapitals, weil nicht
Kapital
, das gegenüber der
spezifischen Form seiner Existenz indifferent, sondern Wert in der spezifischen
Geldform gefragt ist

135
Kriegsausgaben

136
Der Fall der Übertragung von Kapital, um es außerhalb
mit größerem Vorteil gegen Zinsen anzulegen

137
für eine übergroße Menge importierter ausländischer
Güter

138
Fall

139

überschüssige Einfuhr

140
Übertragung

141
wenn
Gold
im
internationalen Handel übersandt werden muss

142
Rechnungen müssen mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel
und nicht mit irgendeinem Ersatz beglichen werden

143
Geld zu sein

144
nach Belieben

145
Umlaufmittel

146

Geld

147
Die Seitenangabe und Wiedergabe der Aussage von
Ricardo sind in Fullartons Buch „On the regulation of currencies ..p. 134,
note, ungenau, ln den genannten „Reports by the Lords Committees appointed a
Secret Committee to enquire into the state of Bank of England..." befinden
sich die von Fullarton angeführten Stellen auf den Seiten 185 und 187. Der Text
der Frage und Ricardos Antwort lauten darauf auf Seite 185: „9. Könnte es nicht
die Folge dieser Operationen [d. h. der .Operationen auf den Geldmärkten ...
gegen Ende des vergangenen Jahres1] in Paris und Petersburg und anderen Orten
auf dem Kontinent sein, Personen zu veranlassen, große Überweisungen aus diesem
Lande [von England] zu machen zu dem Zweck, die Operationen zu unterstützen,
welche in jenen Orten vor sich gehen? – Sicherlich, aber ob jene Überweisungen
in Form von Edelmetall oder Waren gemacht werden sollen, würde von ihrem
relativen Wert abhängen, und wenn Gold bevorzugt wird, beweist es mir, dass der
Wert von Edelmetall durch jene Geschäfte auf dem Kontinent beeinflusst worden
war.“

148
Preises für Gold und Silber

149
Münzpreis

150
Maßstab

151
Abnutzung, Verlust an Metallgewicht

152
„pluggers“
– von: plugged money, d.h.
angebohrtes und mit Blei und anderen unedlen Metallen wieder ausgefülltes
Silbergeld.

153
„sweaters“ –
von: to sweat coins, d.h. Goldstücke
durch Schütteln (z. B. in einer Ledertasche) leichter machen.

154
als Kommentierung der Wirkung, die kurz zuvor
veröffentlichte Erklärungen in einem Brief an die
„Times“
über im Umlauf
befindliche zu leichte Goldmünzen hatten

155
Maßstab

156
Erklärungen

157
dass der Wert einer Währung von ihrer
Menge abhängt

158
Fullarton formulierte mit diesen Worten eine der
Hauptthesen der Vertreter des „currency principle“

159

der Wert der Währung

160

selbstverständlich

161

ausgesetzt ist (engl.: which it undergoes)

162
Marx zitiert aus einer Rezension über Maclarens Buch
„A sketch of the history of the currency ...“, London 1855, die in der
Zeitschrift „The Economist“ (London) vom 15. Mai 1858 erschien. Diese Rezension
ist auch in einem Brief von Marx an Engels vom 31. Mai 1858 erwähnt (siehe Band
29 unserer Ausgabe, S. 329/330).

### 1. Wert

1

Dieser Abschnitt nachzunehmen.

Die erste Kategorie, worin sich
der bürgerliche Reichtum darstellt, ist die der
Ware.
Die Ware selbst
erscheint als Einheit zweier Bestimmungen. Sie ist
Gebrauchswert,
d.h.
Gegenstand der Befriedigung irgendeines Systems menschlicher Bedürfnisse. Es
ist dies ihre stoffliche Seite, die den disparatesten Produktionsepochen
gemeinsam seid kann und deren Betrachtung daher jenseits der politischen
Ökonomie liegt. Der Gebrauchswert fällt in ihren Bereich, sobald er durch die
modernen Produktionsverhältnisse modifiziert wird oder seinerseits
modifizierend in sie eingreift. Was im Allgemeinen anstandshalber darüber
gesagt zu werden pflegt, beschränkt sich auf Gemeinplätze, die einen
historischen Wert hatten in den ersten Anfängen der Wissenschaft, als die
gesellschaftlichen Formen der bürgerlichen Produktion noch mühsam aus dem Stoff
herausgeschält und mit großer Anstrengung als selbständige Gegenstände der
Betrachtung fixiert wurden. In der Tat aber ist der Gebrauchswert der Ware
gegebene Voraussetzung – die stoffliche Basis, worin sich ein bestimmtes
ökonomisches Verhältnis darstellt. Es ist erst dies bestimmte Verhältnis, das
den Gebrauchswert zur Ware stempelt. Weizen z. B. besitzt denselben
Gebrauchswert, ob er von Sklaven, Leibeigenen oder freien Arbeitern gebaut
werde. Er würde seinen Gebrauchswert nicht verlieren, wenn er vom Himmel
herunterschneite. Wie verwandelt sich nun der Gebrauchswert in Ware? Träger
des
Tauschwerts.
Obgleich
unmittelbar in der Ware vereinigt, fallen Gebrauchswert und Tauschwert ebenso unmittelbar
auseinander. Nicht nur erscheint der Tauschwert nicht bestimmt durch den
Gebrauchswert, sondern vielmehr die Ware wird erst Ware, realisiert sich erst
als Tauschwert, sofern ihr Besitzer sich nicht zu ihr als Gebrauchswert
verhält. Es ist nur durch ihre Entäußerung, ihren Austausch gegen andere Waren,
dass er sich Gebrauchswerte aneignet. Aneignung durch Entäußerung ist die
Grundform des gesellschaftlichen Systems der Produktion, als dessen
einfachster, abstraktester

Ausdruck der Tauschwert
erscheint. Vorausgesetzt ist der Gebrauchswert der Ware, aber nicht für ihren
Eigner, sondern für die Gesellschaft überhaupt. (Wie eine Manchester Familie
von Fabrikarbeitern, worin die Kinder im Tauschverhältnis zu ihren Eltern
stehen und ihnen Kost und Logis bezahlen, nicht die herkömmliche ökonomische
Organisation der Familie darstellt, sowenig ist das System des modernen
Privataustauschs überhaupt die naturwüchsige Ökonomie der Gesellschaften. Der
Austausch beginnt nicht zwischen den Individuen innerhalb eines Gemeinwesens,
sondern da, wo die Gemeinwesen aufhören – an ihrer Grenze, an dem Punkt des
Kontakts verschiedener Gemeinwesen. Das Gemeindeeigentum ist neuerdings als
eine besondere slawische Kuriosität wiederentdeckt worden.

2
In der Tat aber
bietet uns Indien eine Musterkarte der mannigfaltigsten Formen solches
ökonomischen Gemeinwesens, mehr oder minder aufgelöst, aber noch vollständig
erkennbar; und eine gründlichere Geschichtsforschung findet es als
Ausgangspunkt bei allen Kulturvölkern wieder. Das auf den Privataustausch
gegründete System der Produktion ist zuerst historische Auflösung dieses
naturwüchsigen Kommunismus. Jedoch liegt wieder eine ganze Reihe ökonomischer
Systeme zwischen der modernen Welt, worin der Tauschwert die Produktion in
ihrer ganzen Tiefe und Breite beherrscht, und den Gesellschaftsformationen,
deren Grundlage zwar schon das aufgelöste Gemeineigentum bildet, ohne dass […]

3

1
Schon im Text des „Kapitels vom
Geld“ erwähnte Marx den „Abschnitt vom Tauschwert“ oder das „Chapter,
das über den Tauschwert als solchen handelt“ als denjenigen Bestandteil seines
Werkes, der dem „Kapitel vom Geld“ vorausgehen sollte. Später nannte Marx im
„Kapital“ das erste Kapitel „Die Ware“.

2
Marx bezieht sich auf
August Haxthausens Buch „Studien über die inneren Zustände, das
Volksleben und insbesondere die ländlichen Einrichtungen Russlands“, T. 1,2,
Hannover 1847, T. 3, Berlin 1852. Haxthausen hatte es nach seiner in den vierziger
Jahren des 19. Jahrhunderts unternommenen Reise durch Russland geschrieben und
schilderte hier die Überbleibsel des Gemeindebesitzes an Boden in den
Agrarverhältnissen.

3
Hier bricht die Handschrift ab.