IF. W.Ändreä 
und der „Hohe Adel Teutschlands“] 


[„Rheinische Zeitung“ 
Nr. 24] vom 29. August 1842] 
* *Ich will nicht verfehlen, die Herren katholischen ritterbürtigen 
Ritterschaftsmitglieder auf ein Gedicht aufmerksam zu machen, welches 
zwar von einem Bürgerlichen verfaßt, aber eben deshalb um so mehr wert 
ist, als eine kostbare Perle, als ein schuldiger Tribut der bürgerlichen 
Demut aufoehohen zu "werden. 


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zweiundvierzig ein Büchlein schienen: „Das Wissenswürdigste der Heral- 
dik oder Wappenkunde“ von F.W.Andreä, dessen Widmung also lautet: 
„Dem gesammten Hohen Adel Teutschlands ehrerbietig gewidmet von dem 
Herausgeber“ : 
| „Dem Adelstand gebührt der erste Rang im Staate, 
Der Ahnen Großverdienst hat ihn so hoch gestellt. 
Und fortgeerbt, vermehrt hat sich der Ahnen Tugend, 
Die Gegenwart steht der Vergangenheit nicht nach. 
Es krönt darum Verehrung ıhn auf allen Wegen, 
- Denn jedem Staate spendet er den reichsten Segen. 
Und in den Wappen liegt der tiefe Sinn verborgen, . 
Was ın der Vorzeit Großes einst geschah. 
Wie Fürsten das Verdienst des Adels ehrten, 
Im Krieg sowohl wie ın des Friedens Ruh. 
Die Wappen sind des Adels hochverdiente Kronen, 
Geweiht, nur edle Taten zu belohnen! - 
Mit Schüchternheit und tief ergriffen von dem Ruhme, 
Der hehren Glanzes durch Äonen strahlt, 
Wag’ ich den Hohen Tugend-Erben jener Helden 
Ein Denkmal der Verehrung hier zu weihn. 
-O nehmet gnädig an das schwache Werk für starken Willen, 
.. Es gıbt Euch Kunde doch, was ich gefühlt im stillen!“ 


Nicht wahr, der Mann verdient geadelt zu werden?